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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:19Marie, wo bleibt denn der Kaffee?
00:22Musst du die Bohnen erst importieren?
00:32Ach, Herrschaftszeiten, da ist auch kein Saft drauf.
00:40Karbinian.
00:41Was ist denn los?
00:42Du mit deinem Verhau, da hast du wieder rumgebastelt, ha?
00:44Und der Stadtrat wartet auf mein Memorandum, was ich aber nicht losschicken kann wegen dir.
00:49Aua, gibt's jetzt kein Kaffee?
00:50Nein, ich muss jetzt nach München, am Vincent geht's nicht gut.
00:53Ich glaube, der schmeißt die Lehrstelle.
00:55Du, und das bringt's mir in Ordnung, geh, heute noch.
00:57Ja.
00:57Sofort.
00:58Ja.
01:10Nein, weiträumig absperren, hab ich gesagt.
01:11Das ganze Gelände mit hinten dem Container.
01:14Und wenn das Band zu kurz ist, dann hab ich noch was im Auto, geh?
01:16Freilich, schön.
01:17Ja.
01:17Hallo, Karbinian.
01:19Und schon wieder die Mailbox.
01:21Ja, ich spreche nach dem Signalton.
01:23Karbinian, hier ist der Michi.
01:24Bei uns ist die Hölle los und von euch zwei ist niemand da.
01:27Also wenn du dich bitte melden gehst, auf Schluss, Ende.
01:30Start.
01:33Ihr könnt ihr sie nicht weiterfahren, das ist ein Tatort.
01:37Wie kann es, nimmst die Personalien auf?
01:38Ja, sie warten, bitte.
01:39So, was ist das mit euch?
01:42Schafft ihr es oder braucht ihr noch etwas?
01:43Nein.
01:44Dann ist es recht.
01:45Entschuldigung.
01:46Aber jetzt.
01:47Und selbst mich, ich bin es, was gibt's?
01:48Karbinian, pass auf.
01:50Ich bin hier auf dem Baugelände von dem neuen Moorbad.
01:53Also wenn du mich fragst, so wie diese Leiche ausschaut, die liegt schon länger da.
01:59Na, dann brisiert es auch nicht so.
02:01Also Karbinian, entschuldige bitte, das ist doch keine Einstellung.
02:03Ich hab hier alles im Griff, aber ich se-
02:06Was ist die Kommune?
02:07Die Personalien von ihm so?
02:08Wicker, du sperrst noch hinten ab, ich kümmere mich um die Personalien.
02:11Aber es wäre schon sehr schön, wenn du auch noch da wärst, gell?
02:13Ach ja.
02:14Michi, ich bin noch nicht einmal gescheit zum Frühstücken gekommen.
02:17Warum rufst du nicht dein Lind an?
02:18Ja, wie hätte ich ihn sollen?
02:20Der kommt doch erst aus Göttingen.
02:22Stimmt.
02:23Aber ich hab's ihm gleich gesagt.
02:24Wenn er Montagfrüh erst losfährt, dann wird das eng.
02:26Ich hab auf jeden Fall jetzt keine Zeit.
02:28Ich muss ihn auf den Elektroker warten, aber der ist eh gleich da.
02:30Dann sag ich mir, so ist ich beeilend, bei uns brennt der Busch.
02:34Auri.
02:36Was ist?
02:37Das ist direkt kriminell.
02:38Weißt das?
02:40Kriminell?
02:40Also doch nicht das, was du selber installiert.
02:43Damals, weil du beim Kreuen gearbeitet hast.
02:45Du wieso?
02:46Damals hat das auch alles gepasst.
02:48Aber da hat ja wohl auch einer dran rumgebastelt.
02:51Kein Wunder, dass dir ständig der Strom ausfällt.
02:53Also ich wüsste nicht, wer da dran rumgebastelt haben soll.
02:57Also das ganze System muss erneuert werden.
02:59Und am besten verlegen wir gleich frische Kabel.
03:01Toll.
03:02Und was soll das kosten?
03:04Ist das kein Garantiefall?
03:05Nein.
03:06Ich würde dir ein sauberes Angebot machen.
03:08Und könnte auch gleich anfangen.
03:10Momentan hätte ich nämlich gerade Zeit.
03:11Hast du sonst gerade nichts zu tun?
03:13Passt schon.
03:14Aber ich muss ja nicht immer für den Kreil arbeiten.
03:16Du bist als Superunternehmer sowieso immer der Depp.
03:19Dann machst du mir mal dabei einen Kostenvoranschlag.
03:21Eine große Lösung oder eine kleine?
03:24Und solange es noch ganz groß ist.
03:26Diese Scheibe später muss jetzt los.
03:27Ich habe Arbeit draußen, wo der Kreil baut.
03:30Haben Sie eine Leiche gefunden.
03:32Also, bis später.
03:39Alter zwischen 16 und 20, Größe 1,75, männlich.
03:46Ein sehr kräftiges Gebiss.
03:48Bist du auf den Schneidezahn, oder?
03:49Den hat es ihm vielleicht beim Ausgraben ausgehört.
03:52Der Backe schaffe.
03:54Ist zwar ein Schmarrn.
03:55Sonst würde der nichts sein.
03:56Oder?
03:57Das ist keine Fröscherbruchstelle.
03:59Auch nicht die Schädelfraktur.
04:01Der Rand lässt auf einen stumpfen Gegenstand schließen.
04:05Mhm.
04:06Ja.
04:07Ein Hammer oder vielleicht ein Holzknüppel oder eine schlechte Flasche.
04:12Ja, eine Flasche wäre möglich.
04:14Ja, wann ist der jetzt eigentlich umgekommen?
04:17Das ist schwer zu sagen.
04:18Weil er nicht skelettiert, sondern mumifiziert ist.
04:21Aufgrund der Bodenbeschaffenheit.
04:22Wir hatten im Studium mal so einen Fall.
04:24Da wurde vermutet, dass der Tote 50 Jahre oder länger im Boden gelegen hat.
04:30Es waren aber nur 25.
04:34Und trotzdem war die Mumifizierung vollständig abgeschlossen.
04:37Tasche, ja.
04:39Das heißt, dass wir den Moorboden genauer zu suchen lassen müssen, Michi.
04:41Herr Moor?
04:42Ja.
04:43Verstanden?
04:43Ja.
04:44Alles gut.
04:45Also, es könnte doch sein, dass der Tote vor ca. 30 Jahren verschieden ist.
04:51Durchaus.
04:52Es könnte sein, ja.
04:53Ja.
04:54Das war 1975.
04:57Hast du einen Verdacht?
04:59Nein.
05:00Nein, das war 76.
05:03Sie sollten im Moment von einer genauen Datierung absehen.
05:07Da spielen zu viele Faktoren eine Rolle.
05:09Ja, trotzdem.
05:09Das würde ich noch schnell lassen.
05:14Herr Stockl, ja.
05:15Sein Sie doch so lieb.
05:16Und schauen Sie das Archiv runter.
05:19Das ist ja 1976.
05:21Und das ist eine Vermisstenzache.
05:22Ja, der Name ist Ulrich Ammerang.
05:29Na ja, der ist auch nicht schlecht.
05:32Vermisstenanzeige.
05:37Uli Ammerang.
05:39Und, Frau Stockl, haben Sie die Ächte?
05:41Freilich.
05:43Ich habe auch schon ein bisschen drin gelesen.
05:45Das hat aber nichts vermerkt, dass Sie damals in dem Fall ermittelt hätten.
05:48Das wäre auch schwierig gewesen.
05:49Der war in der siebten Klasse.
05:51Wissen Sie, was ich mir denke?
05:53Nein.
05:54Und mit Verlaub, das möchte ich im Augenblick gar gar nicht wissen.
05:57Ich möchte mal heute ausnahmsweise mal selber erst ein Bild machen.
05:59Okay?
06:00Okay?
06:30Na?
06:32Was, na?
06:34Ja, was meinen Sie?
06:36Nichts.
06:38Wissen Sie, was mir aufgefallen ist?
06:40Dass nicht die Mama die Vermisstenanzeige aufgegeben hat,
06:44sondern sein Arbeitgeber, ein gewisser Alfons Kreil.
06:48Ja, wir haben schon recht, Frau Stockl.
06:50Die Mutter hat sich herzlich weniger um den Buben gekümmert.
06:53Der Uli, der war oft zum Essen bei uns.
06:56Dann haben Sie den also gekannt.
06:58Na ja, freilich.
06:59Der Uli war ein sehr, sehr guter Freund von mir.
07:02Auch wenn er um einige Jahre älter war.
07:05Und dann ist er von einem Tag auf den anderen verschwunden.
07:08Mit dem er so plötzlich weg war,
07:10haben einige gemeint, er wäre vielleicht nach Hamburg aufs Schiff.
07:13Aber die meisten von uns haben gedacht,
07:15er ist mit dieser Rockband weitergezogen.
07:18So englische,
07:20Tschetschang, Tschäwer haben die geheißen.
07:22Aber dass sich der nie wieder gemeldet hat,
07:24auch nicht bei mir, das habe ich nie verstanden.
07:2714 Jahre alt war ich damals.
07:29Herr Hofer.
07:32Jetzt hören Sie mal zu.
07:34Cherchez la femme.
07:36Das ist französisch und das heißt,
07:38dass da eine Frau ihre Finger im Spiel gehabt hat.
07:40Das ist bei 90% der Fälle also.
07:4419%.
07:45Danke, Frau Stocke.
07:48Nachdem Sie mit Zahlen so gut können,
07:50wären Sie so lieb und suchen mir die Nummer vom Kreis raus.
07:52Und wenn Sie das haben,
07:54dann melden Sie sich bei der Polizeischule in Hiltrup.
07:58Was soll ich da?
07:59Sich als Lehrkraft bewerben.
08:01Ich würde Sie unterstützen.
08:03Sie machen doch nur Spaß, oder?
08:22Was heißt denn da Ermittlungen?
08:24Nein, der Tote ist doch längst abtransportiert worden.
08:27Da hätten Sie doch die Baustelle freigeben können
08:29und wir können wieder arbeiten.
08:30Es hat ohnehin lang gedauert,
08:32bis wir wieder anfangen haben können.
08:34Ja bloß, weil irgendwelche Spinner
08:36sich Sorgen machen um Schmetterlinge oder Frösche.
08:40Und jetzt geht wieder nichts weiter.
08:51Was machst du denn hier?
08:53Nichts.
08:54Gewartet habe ich auf dich.
09:03Was ist denn schon wieder?
09:06Wieso?
09:07Du hast einen ganz roten Kopf.
09:12Mit den Tabletten musst du auch vorsichtig sein.
09:14Das weißt du doch.
09:15Nichts wie Ärger.
09:23Hörst du deine Mailbox nicht ab?
09:25Warum?
09:27Ein Hauptkommissar Hofer hat mich angerufen.
09:29Dich hat er nicht erreicht.
09:30Was hat er gewollt?
09:32Hat er nicht gesagt.
09:35Hast du was angestellt?
09:38Nicht, dass ich wüsste.
09:41Jedenfalls sollen wir aufs Kommissariat kommen.
09:43Also du.
09:45Aber wenn es dir recht ist, komme ich mit.
09:47Es interessiert mich schon, was da los ist.
09:50Mich auch.
09:54Es ist halt so, Frau Stockel.
09:56Wir brauchen noch die DNA-Analyse.
09:58Ach, seien Sie sich da noch nicht so ganz sicher?
10:01Herr Hofer.
10:02Herr Hofer, Herr Greil hat mich gerade angerufen können, wenn ich die Baustelle freigebe.
10:06Ja, erst wenn der geologische Sachverständige draußen war.
10:09Das liegt ja auch im Interesse der Stadt, dass das vorwärts geht.
10:12Immerhin ist dieses Moorbad hier auch eine Bereicherung für Rosenheim.
10:17Ich brauche es nicht.
10:18In Bad Eibing haben wir 30 Stück.
10:20Haben Sie euch den Kreil schon erreicht?
10:22Der müsste bald da sein.
10:23Sie haben den Herrn Kreil als Zeugen vorgeladen.
10:25Ja, ja.
10:26Ich habe ein paar Fragen an den.
10:27Wissen Sie, es könnte sein, dass der Tote ein damals junger Bursche ist, der für ihn gearbeitet hat.
10:33Bei beiden fehlt der gleiche Teil vom gleichen Schneidezahn.
10:35Und der Kreil hat damals auch die Vermisstenanzeige erstattet.
10:39Könnte, könnte.
10:40Haben wir denn keine DNA-Analyse?
10:42Das läuft.
10:44Kommen Sie, ich möchte das genauer haben.
10:46Er will es genauer haben.
10:49Sie wissen, wer Kreil ist?
10:51Freilich.
10:52Ich würde ihn auch nicht belästigen, wenn er nicht damals diese Vermisstenanzeige gemacht hätte.
10:56Wie ging das aus?
10:57Negativ.
10:58Auch die internationale Suchmeldung ohne Ergebnis.
11:01Jetzt möchte ich persönlich wissen, an was sich der Kreil noch erinnert.
11:05Weil irgendwas muss da ja gewiesen sein.
11:07Wieso?
11:08Ja.
11:08Sonst wäre wohl kaum erschlagen worden, der Uli.
11:10Also, wenn der Tote der Uli ist.
11:13Fremdeinwirkung.
11:13Das steht fest.
11:15Ich glaube nicht, dass er sich selbst mit einem stumpfen Gegenstand den Schädel eingeschlagen hat
11:19und sich dann drei Meter tief in die Erde eingräbt.
11:25Die waren jetzt da.
11:26Wer denn?
11:27Ja, der Kreil und seine Frau.
11:29Herr Reimete Kreil.
11:31Möchten Sie dabei sein?
11:32Nein, nein, das muss nicht sein.
11:33Sie machen das schon mit dem nötigen Fingerspitzengefühl.
11:36So, bitteschön.
11:41Das kommt mir gar nicht zu passen.
11:44Reine Routine.
11:45Der Herr Hofer hat nur ein paar Fragen zu den laufenden Ermittlungen.
11:48Wenn was ist...
11:49Vielen Dank, Herr Dr. Hebt.
11:52Grüße Gott, nehm Sie doch bitte Platz.
11:57Ja.
11:58Schön, dass Sie es noch einrichten konnten.
12:01Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich beeilen könnten.
12:03Ich habe noch einen Termin im Bauausschuss.
12:06Ja.
12:07Herr Kreil.
12:08Erinnern Sie sich noch an den Ulrich Ammerang?
12:16Der junge Ammerang, natürlich.
12:18Ich dachte, aus dem wird noch was, aber dann haut er plötzlich ab.
12:22Sie haben ja damals Ziffer-Mistenanzeige gemacht.
12:24Richtig.
12:25Später dachte ich, naja, er muss sich ein bisschen austoben, dann kommt er wieder zurück.
12:29Aber das war nicht der Fall.
12:32Ich weiß auch noch, dass ich ihm einen Vorschuss gegeben habe.
12:35Ab 300 Mark, das hat ja meine Lehrlinge immer sehr gut bezahlt.
12:38Wissen Sie was über den Uli?
12:40Nicht viel.
12:41Nur, dass ihn einer im Moor vergraben hat.
12:44Und vorher hat er ihm den Schädel eingeschlagen.
12:46Moor?
12:47Ob Mord oder Totschlag, das wissen wir noch nicht.
12:50Wann haben Sie den Uli zum letzten Mal gesehen?
12:52Ganz genau, wie er bei mir auf der Matte gestanden ist, wegen dem Vorschuss.
12:56In der Woche war ein Fest, da war eine englische Band, äh, Jack...
13:00Ich weiß es noch, wie heute.
13:04Ja, und dann war er plötzlich weg.
13:07Haben Sie was mitbekommen von einem Streit?
13:09Also, war da irgendwas im Busch, vielleicht mit einem Kollegen?
13:12Wir haben ihm ein ausgezeichnetes Betriebsklima gehabt.
13:15Haben wir heute noch?
13:16Schön.
13:17Er hat doch keinem was getan, so lustig wie er immer war.
13:20Sie können sich noch recht gut an den Uli erinnern, was?
13:28Ja, das ist ja auch furchtbar.
13:32Hallo, Tüms.
13:34Hey, Uli.
13:37Na?
13:41Bitte.
13:42Alles in Ordnung?
13:43Sind Sie auch Polizisten?
13:45Ja, ich bin Hauptkommissar Lindh. Warum?
13:47Dann schaffen Sie den Mörder herbei.
13:49Es hat der Uli verdient, dass wenigstens sein Mörder zur Rechenschaft gezogen wird.
13:52Entschuldigung.
13:57Frau Stackel, ich hab...
13:58Nein, da drinnen sitzt der Mann von der Frau Greil.
14:02Von der Frau Greil? Aha, und was liegt an?
14:04Ich sag nur so viel.
14:06Für mich kristallisiert sich schon ein ganz spezielles Bild heraus.
14:10Aha.
14:11Noch weitere Fragen?
14:12Ja, ich weiß schon.
14:13Der Bauausschuss wartet auf Sie, gell?
14:16Gibt's Probleme?
14:18Manchmal denke ich, ich verkaufe alles und fahre in die Südsee.
14:21Ja.
14:22Das denke ich mir auch manchmal.
14:23Aber man hat eine Verantwortung.
14:25Ja.
14:25Auf Wiedersehen.
14:26Auf Wiedersehen.
14:27Auf Wiedersehen.
14:28Ja, der Herr Kollege.
14:29Den Herrn interessiert's.
14:30Aha.
14:32Also Sie hatten recht, die Straßen waren ziemlich voll heute Morgen. Tut mir leid.
14:35Kein Problem.
14:37Lesen Sie sich erst einmal die Akte durch. Den Rest erzähl ich Ihnen später.
14:40Sind das Tatverdächtige der Herr und die Frau Greil?
14:43Na, das wär zu früh.
14:45Vielleicht handelt es sich um eine Beziehungstat.
14:47Ja, das hat Frau Stockl auch eben gesagt.
14:49Tja, die Frau Stockl, die ist Experte in den Beziehungsfragen.
15:04Ja.
15:05Hallo, der Kaffinian.
15:07Die Pickeltonia, das hätte ich auch nicht gedacht.
15:09Was?
15:10Dass du im Sozialdienst bist.
15:12Das war jetzt Bedienung ja quasi auch schon.
15:14Aber nachdem die Gäste immer weniger werden und die Alten immer mehr, bist du noch bei der
15:18Polizei?
15:19Ja, ja, du, ist die Frau Amrach da?
15:21Nein.
15:21Warum?
15:23Ich wollte wegen Ihrem Sohn zu ihr.
15:25Ist das der Uli, den Sie ausgeraben haben?
15:28Ich wollte mit seiner Mutter sprechen.
15:30Die ist aber nicht zu erreichen gewesen.
15:31Weißt du, wo die ist?
15:32Die ist auf der Pflegestation.
15:34Gestern ist sie eingeliefert worden.
15:35Ich hab gerade noch ein paar Sachen für sie geholt.
15:38Nach dem Uli brauchst du sie gar nicht erst fragen.
15:40Alzheimer.
15:41Ich glaube, die erinnern sich nicht mehr mehr, dass ich meinen Sohn gehabt habe.
15:44Aber du erinnerst dich schon noch an den Uli, oder?
15:48Freilich, den hab ich schon recht gern gehabt, die alten Geschichten.
15:52Und jetzt habt ihr ihn ausgeraben.
15:54Wieso denn umgekommen?
15:55Ermordet?
15:56Wäre möglich.
15:58Ein Schirmer vermordet, dass den einer umgebracht hat.
16:00Wieso?
16:01Ja, da hätte manch einer einen Grund.
16:04Wer denn zum Beispiel?
16:06Meiner so.
16:07Niemand bestimmt das.
16:10Aber der Uli hat ja nichts anbrennen lassen.
16:13Egal, ob die ledig waren, oder verheiratet, oder jung, oder alt.
16:16Er war ein richtiger Hallodre.
16:20Du meinst also, es könnte jemand aus Seifersucht?
16:24Oder aus gekränkter Ehre.
16:27Weißt du, was die also auch machen kann?
16:28Die macht dich zum seelischen Krüppel.
16:31Ich krieg das so oft mit bei meinen Patienten.
16:34An wen denkst du da im Besonderen?
16:36An niemanden.
16:37Ich verdächtige keinen.
17:00Frau Kreil?
17:03Guten Tag.
17:05Was machen Sie da?
17:08Hier hat er gelegen.
17:11Ich weiß.
17:12Deshalb bin ich ja hier.
17:41Sie haben ihn geliebt.
17:44Wir haben uns gut verstanden.
17:50Ich mochte ihn.
17:52Er war für mich wie ein Bruder.
17:57Glauben Sie, dass er Feinde hatte?
18:00Uli?
18:01Nein.
18:03Ich dachte mir immer, wenn ihm etwas passiert ist,
18:05dann war das vielleicht ein Ungeschick,
18:09ein Zufall, ein Versehen.
18:12Ein Verbrechen.
18:16Er war doch noch so jung.
18:18So unbekümmert, so...
18:20so sorglos.
18:24Optimistisch.
18:27Man vermutet ja, dass er diese Band weggegangen ist.
18:31Ja, das glaubte ich ja auch.
18:35Aber dass er sich nicht verabschiedet hat, das...
18:38das habe ich nie verstanden.
18:41Ihr Mann hat ihn damals suchen lassen, nicht wahr?
18:43Er hat die Vermisstenanzeige gestellt.
18:46Finde ich sehr anständig von ihm.
18:48Das war doch selbstverständlich.
18:53Wann wird die Leiche freigegeben?
18:56Ich will mich um die Beerdigung kümmern.
18:59Also, Frau Kreil, das ist absolut noch nicht aktuell.
19:03Wir wissen ja nicht mehr genau, ob das wirklich Ulrich Ammerang ist.
19:06Was?
19:07Also, natürlich deuten alle Anzeichen darauf hin,
19:09aber wir müssen das schon noch genauer untersuchen.
19:12Sie wissen, wie das ist.
19:13Die Staatsanwaltschaft ist da halt sehr penibel.
19:15Und na ja, wäre auch irgendwie peinlich, wenn sie herausstellt, dass...
19:18Allerdings.
19:20Aber wie gesagt, das ist eigentlich mehr eine Formsache.
19:24Und wenn er doch noch lebt?
19:44Da kann ich ja lange klopfen.
19:46Ach, servus.
19:48Hey, Maik, die Marie ist nach München gefahren,
19:51den Vincent holen.
19:53Und an mir bleibt wie immer alles hängen.
19:56Also, zu was hast du dich jetzt entschieden?
19:58Elektrotechnisch.
19:59Die große Lösung oder die kleine?
20:01Na, Maik, fangst du doch mal mit dem Nötigsten an.
20:04Sowieso.
20:06Sag mal, den Uli, den hast du doch auch gekannt.
20:11Was für ein Uli?
20:12Na, den Ammerang-Uli.
20:14Der war doch zusammen beim Kreil.
20:16Weiß ich nicht mehr.
20:17Warum?
20:19Und der Toter.
20:20Das könnte der Uli sein.
20:23Der draußen vom Moor?
20:24Den mein ich.
20:29Wie kommt's ja da drauf?
20:30Mach mal so halt, weil alles passt.
20:33Nimm Platz.
20:36Wieso fragst du?
20:39Weil's doch immer geheißen hat, der ist auch von da vorne und macht auf Rodi, der Uli.
20:43Und das erinnerst du dich jetzt schon wieder?
20:47Ja, kommt mir langsam.
20:50Hast du jetzt ein Bier?
20:52Freilich.
20:53Entschuldige.
21:01Woll, wie kommt's?
21:03Woll, wie kommt's?
21:04Sag mal, ist dir damals irgendwas aufgefallen?
21:07Mit dem Uli und der Frau Kreil?
21:09Du meinst ...
21:12Du meinst ...
21:40Ich fand die immer recht nett, die Tunja.
21:44Nix für Ungut, Korbinian.
21:46Aber mir geht die Amarsch vorbei.
21:48Das hätte dich nie interessiert.
21:49Nein, damals nicht.
21:51Und heute noch weniger.
21:56Du hast ja alles dabei, oder?
21:58Sowieso.
21:59Und auskennen tust du dich noch.
22:10Wo stecken sie denn?
22:11Ja, bei der Arbeit.
22:12Einer muss ja machen, die Marie ist in München.
22:16Ich hab auch ein Problem.
22:17Was für eins?
22:19Was den Fall Amarang angeht,
22:21ist überhaupt nicht bewiesen,
22:22dass der Tote, den wir gefunden haben,
22:23ihr famoser Ulrich ist.
22:25Das lässt sich eigentlich nur mit einer Genanalyse feststellen.
22:27Ja, freilich.
22:28Die ist auch längst in Auftrag.
22:29Ach so.
22:30Und Vergleichsmaterial haben Sie auch?
22:31Also von der Mutter zum Beispiel, oder?
22:33Nein, das haben wir nicht.
22:34Weil die war nicht anzutreffen.
22:36Gut, dann werde ich das jetzt veranlassen.
22:38Mhm.
22:39Dann ruf ich noch im Labor an,
22:40mach ein bisschen Druck,
22:40dass das Priorität bekommt.
22:42Ja, schön, prima Idee.
22:43Also übrigens, ich hab die Frau Kreil getroffen.
22:46Ah ja, und?
22:47Also laut Frau Kreil,
22:48euer Verhältnis zu dem Ulrich
22:49eher freundschaftlicher Natur.
22:51Ja, freilich.
22:53Die Dunja sieht das aber ganz anders.
22:55Das könnte auch ein Einversuchstrahler müssen sein.
22:58Der Kreis ist einfach ausgerostet.
23:00Ja, das wäre sicher eine Möglichkeit,
23:01aber sie hat gemeint,
23:03dass der Uli für Sie
23:04sowas wie ein Bruder gewesen sei.
23:06Und das haben Sie ihr geglaubt?
23:08Ja, das hab ich ihr geglaubt.
23:09Deshalb denke ich auch,
23:11dass das Ganze anders gelaufen ist.
23:12Herr Lindh,
23:13keine voreiligen Schlüsse.
23:16Wir müssen gewappnet sein.
23:19Dieser Alfons Kreil,
23:20der hat Freunde.
23:22Einfluss.
23:23Das wissen Sie genauso gut wie ich.
23:25Und diesen Einfluss
23:27wird er geltend machen.
23:28Er sieht in unseren Ermittlungen
23:30eine Kampagne gegen seine Person.
23:32Moment mal.
23:32So ein Schmarrn.
23:33Ich hab ihn nur nach dem Uli gefragt.
23:35Und was er geantwortet hat,
23:36stimmt genau mit dem überein,
23:38was er damals schon ausgesagt hat.
23:39Ja und?
23:40Weißt du wahr?
23:40Nein.
23:41Gott, weil die Aussagen so identisch sind.
23:43Nach 30 Jahren.
23:45Ihr prächtiges Bauchgefühl.
23:47Mein nüchterner Verstand.
23:48Also, Sie halten ihn für verdächtig.
23:50Was wäre dann das Motiv?
23:52Einversucht.
23:53Da können Sie sagen,
23:54was Sie wollen.
23:55Die Frau Kreil
23:56hat eine Beziehung zu Uli?
23:58Schaut ganz so aus.
23:59Ja, nur über den Charakter
24:00der Beziehung
24:00sind wir uns auch nicht ganz einig.
24:02Schaut ganz so aus.
24:03Nicht ganz einig.
24:05Könnte es nicht einfach sein,
24:06dass dieser junge Mann
24:07überfallen und ausgeraubt wurde?
24:09Ja, natürlich kann das sein.
24:10Er hat ja Geld bei sich,
24:11diesen Vorschuss.
24:12Ja, schon.
24:13Ich halte das Ganze
24:14für eine Beziehungstat,
24:15wie man so schön sagt.
24:16Da hat es eine ganze Reihe
24:17von Beziehungen gegeben.
24:19Aber noch andere Gespuß ist,
24:20sagt die Dunja.
24:22Bitte schön,
24:22wer ist jetzt diese Dunja?
24:24Die Dunja ist die Frau Bittl
24:25und die war frühe Bedienung.
24:26Die Bedienung.
24:27Und da hat die einiges mitbekommen.
24:29Schön.
24:30Dann bringen wir aber Ordnung
24:31in diese ganzen Verhältnisse.
24:32Ja, das machen wir.
24:36Amarang.
24:39Ja, die Leiche im Moor.
24:40Ich habe mir das angeschaut.
24:41Moorboden ist wirklich tückisch.
24:43Deswegen schlage ich vor,
24:44dass wir eine C14-Analyse
24:45zur Altersbestimmung machen lassen.
24:47Aber gut,
24:48hier geht es erst mal
24:48um diese Beziehungskisten.
24:50Genau.
24:52Amarang.
24:54Kreil.
24:57Anette.
25:00Wer ist diese?
25:01Dunja.
25:02Dunja.
25:04Genau.
25:05Die ist auch ein Faktor.
25:07Und der Toni Schneider.
25:09Wer ist das?
25:10Mein Elektriker.
25:11Der war früher beim Kreil
25:12und arbeitet jetzt
25:13als Subunternehmer für ihn.
25:15Toni Schneider.
25:17Und der hat sich
25:17auffallend schlecht
25:18an den Uli erinnert.
25:20Obwohl die Arbeitskollegen waren.
25:21Und an der Dunja
25:22war er angeblich nicht interessiert.
25:24Und das nehme ich ihm nicht ab.
25:25Weil an der Dunja
25:26war damals jeder interessiert.
25:28Sie auch?
25:30Nein, die Dunja
25:31war Schulschiff
25:32für eine ganze Reihe
25:33von jungen Männern
25:33meiner Generation.
25:35Hofer.
25:38Wie Hofer?
25:39Das ist ein Punkt,
25:40Herr Kollege,
25:41der mir zu denken gibt.
25:42Sie sind in diesem Fall
25:43persönlich involviert.
25:45Das wird einem
25:45leicht aus Befangenheit ausgelegt.
25:47Herr Dr. Heptes,
25:48lassen Sie Kirche im Dorf.
25:49Der wäre in jedem dritten Fall befangen.
25:51Ich kenne ja fast jeden.
25:54Ja, wie jetzt kein Verhör,
25:56kein Protokoll,
25:56keine Festnahme.
25:57Was machen denn die
25:58den ganzen Tag?
25:59Im Nebel stochen.
26:03Das ist ganz einfach.
26:05Also,
26:06der Alfons
26:07ist draufgekommen,
26:08dass die Annette
26:08was mit dem Uli hat.
26:10Daraufhin
26:11hat er dem Uli
26:12Geld geboten,
26:12dass er verschwindet.
26:14Das hat der Uli
26:15aber eh vorgehabt,
26:16weil es ihm in Rosenheim
26:16viel zu langweilig war.
26:17und dann
26:22hat ihn die Annette
26:24zur Rede gestellt
26:25und aus Liebe
26:27wurde Hass.
26:29Leidenschaft
26:30hat sich je
26:31in Gewalt verwandelt.
26:32Ja,
26:32und dann hat es ihn
26:33eingegraben.
26:34Ja,
26:35aber vorher
26:35sind er ausgezogen.
26:36Er war nämlich nackert.
26:38Ui.
26:53Mann, Mann, Mann.
26:54Ist die schi,
26:55der Mann?
26:55Ja, ja.
26:56Weißt du,
26:57du glaubst,
26:57dass du hier von hinten
26:58bis vorn bedient wirst.
26:59Da hast du aber geschnitten.
27:00Kümmer dich um dein Gepäck.
27:01Ja,
27:13Sauer.
27:14Mama!
27:20Mama,
27:21der Fernseher geht nicht.
27:26Hat's wieder
27:26die Sicherung rausgehauen.
27:28Dass er das
27:29nicht endlich
27:29hat richten lassen.
27:30Ich hab's ihm doch
27:30extra gesagt.
27:31Glaubst du das?
27:32Ich fick's.
27:33Nimm Platz,
27:33liebe Dunja.
27:34Danke.
27:35Machst du einen Kaffee?
27:36Nein.
27:37Einen Tee?
27:37Nein.
27:38Oder vielleicht
27:39ein Espresso.
27:40Oder ein Wasser.
27:41Oder ein Likör.
27:42Ich weiß,
27:43wo die Stockele
27:43entstehen hat.
27:44Lass gut sein,
27:44Kabinian.
27:46Dein Kollege,
27:46das ist ja
27:47ein ganzer Kurater.
27:48Der Mischi,
27:49der Mann.
27:49Von der Frau Ammerang
27:50hat er nicht
27:50eine Speichelprobe genommen,
27:52sondern eine kleine Haarsträhne.
27:53Das hat kein Fehler
27:54passiert bei der Genanalyse.
27:55Jetzt sag.
27:58Was willst du
27:58eigentlich von mir?
28:00Dunja.
28:02Kabinian?
28:04Informationen.
28:06Ja,
28:06du hast da so
28:07Andeutungen gemacht
28:08und jetzt
28:08wüsste ich halt
28:09gern genaueres
28:10über das Umfeld
28:11vom Uli,
28:12speziell über
28:13seine Beziehung
28:14mit der Frau Kreil.
28:15Kabinian,
28:16ich hab dir schon mal
28:16gesagt,
28:17dass ich nichts sage,
28:17weil ich nichts weiß
28:18und nicht in den
28:19Leuten drinstecke.
28:21Außerdem ist es
28:22schon so lange her,
28:22dass es fast
28:23nicht mehr wahr ist.
28:25Auch das?
28:27Dann ja.
28:29Über 25 Jahre.
28:33Entschuldige.
28:35Marie,
28:36was willst du denn?
28:37Sag einmal,
28:37bist du noch ganz sauber?
28:38Was hast du denn da
28:39wieder angestellt?
28:40Wie angestellt?
28:42Meine Damen,
28:43so ne gelangst.
28:43Finger weg,
28:44Herrschaft.
28:45Du,
28:45das ist lebensgefährlich.
28:47Was ist lebensgefährlich?
28:48Ja,
28:48mit deinem Graffi,
28:49mit dem Sicherungskasten.
28:50Ach so.
28:51Herr mei.
28:53Aber das ist mit dem
28:54Toni,
28:54ich war dir nicht mehr da.
28:55Von deinem Toni
28:56weiß ich nichts.
28:56Aber du kommst
28:57jetzt sofort her
28:58und bringst es in Ordnung.
28:59Nein,
28:59das geht jetzt nicht,
28:59Marie.
29:00Ich kann hier nicht weg.
29:02Lass das!
29:02Aber ich kümmere mich drum.
29:04Kann ich mich da drauf verlassen?
29:06Weil ich kann sie drauf verlassen.
29:07Und seid vorsichtig
29:08mit den offenen Leitungen,
29:09gell?
29:10Also,
29:11Servus.
29:12Glaubst du das?
29:13Stress?
29:14Herr mei,
29:15bei uns doch am Spinterstrom.
29:18Ich kann Ihren Anruf zur Zeit.
29:20Mailbox,
29:21prima.
29:23Jetzt hör einmal zu,
29:24du Meister der Elektrik.
29:26Lass einfach alles liegen und stehen.
29:27Bei uns liegen die Drähte blank,
29:29die Nerven blank
29:29und mir steht im Dunkeln,
29:30du Armleuchter.
29:32Meld dich sofort bei mir.
29:33Bin auf dem Handy erreichbar.
29:35Servus,
29:35das war der Kabinian.
29:37Wie glaubst du das?
29:39Was sagst du denn,
29:40Toni Schneider?
29:41Nix.
29:43Wieso das?
29:45Ich mag ihn halt nicht.
29:46Und wenn wir ihn nicht mag,
29:47dann wird man ungerecht
29:48und das will ich nicht.
29:49Nobel.
29:50Aber als Handwerker
29:50kannst du ihn jedenfalls vergessen.
29:52Allerdings,
29:52das Gefühl habe ich ja langsamer.
29:54Was ich nicht verstehe,
29:54der ist in der Kreil
29:55alle noch beschäftigt.
29:56Der hat doch einen Ruf zu verlieren.
29:57Stimmt eigentlich.
29:59Die zwei kennen sich halt schon so lange.
30:03Ja,
30:04ist mir ja auch wurscht.
30:06Jedenfalls bei uns
30:06wird er nicht mehr beschäftigt.
30:07Wenn du mich fragst,
30:08der gehört aus dem Verkehr zu.
30:09Aber vorher
30:11stelle ich ihm noch die Rechnung
30:12für den Notdienst.
30:13Den ruf ich jetzt an.
30:15Ist ja nicht bloß die Lehrstelle.
30:16Adi Stort,
30:18München ist nix für ihn.
30:19Der gehört hierher.
30:20Meine Rede.
30:21Wenn wir hier bloß eine Lehrstelle finden würden,
30:24die fände es eh besser,
30:25wenn die wieder aufs Gymnasium geht.
30:28Winset macht den Fernseher aus.
30:30Lies lieber mal ein gutes Buch.
30:41Michi, endlich.
30:42Du pass auf,
30:42du grüßt einen Spezialauftrag von mir.
30:54Lies lieber mal ein gutes Buch.
31:14Ja,
31:14ich nehme das zur Kenntnis.
31:16Wir bringen das in Ordnung.
31:19Umgehend.
31:21Selbstverständlich.
31:22Auf Wiederhören.
31:24Sag mal,
31:25bist du noch ganz gescheit?
31:28Die können nicht arbeiten,
31:29weil ihnen der Starkstrom
31:30ständig ausfällt.
31:31Und du sitzt in der Kantine
31:32und trinkst Bier?
31:33Also Schluss jetzt.
31:35Jetzt schau,
31:36dass du weiterkommst.
31:37Von mir kriegst du
31:38keinen einzigen Auftrag mehr.
31:39Was willst du hier?
31:41Ich schlage vor,
31:43wir inspizieren die Baustelle,
31:45nachdem es da draußen
31:45endlich wieder weitergehen kann.
31:47Und ich schlage vor,
31:49dass du schaust,
31:50dass du weiterkommst.
31:51Sonst kannst du was erleben.
31:53Und du
31:53erlebst ein blaues Wunder.
31:55Du kriegst kein Bein mehr
31:56auf den Boden,
31:57wenn ich nicht mehr das Maul halt.
31:59Verstehst mich?
32:04Auf deine Aufträge
32:06lege ich sowieso
32:07keinen Wert mehr.
32:08Aber wir finden
32:09bestimmt eine Lösung.
32:10Bei der Erfahrung
32:11und dem Wissen,
32:12was ich hab?
32:16Ja,
32:16er ist noch immer drin.
32:17Sonst hätte ich mich
32:18doch schon gemeldet.
32:20Kleine Fragerei dauert.
32:22Also zum Hintertüren
32:23ist er nicht raus?
32:24Nein,
32:24jetzt pass halt.
32:25Der ist beim Keil.
32:26So schön.
32:35Moment einmal.
32:36Sie,
32:37ich bin ja cool.
32:39Hallo?
32:40Jetzt kommt es.
32:41Da kommen sie.
32:43Dranblein.
32:44Michi,
32:44Dranblein.
32:45Ja,
32:45was denn sonst?
32:46Nein.
32:49Jetzt fahren sie weg.
32:51Was sagst du?
32:52Jetzt fahren sie weg.
32:53Silberner Geländewagen
32:54mit Rosenheimer Kinnzeichen.
32:58Jetzt packen wir es.
33:03So,
33:04jetzt bin ich wieder dran.
33:06Drei,
33:07sieben,
33:08acht.
33:10Sie fahren auf der Münchner Straße
33:12Richtung Baugelände
33:13vom Murbad.
33:41Riecht Mikro,
33:42und das wäre es jetzt.
33:47Und jetzt sagt ihm der Schneider,
33:48er soll es meihalten und sie schleichen.
33:50Was?
33:51Hast du das genau gehört?
33:53Nein,
33:53das sieht man doch.
33:55Der Kreil lässt sich das gefallen.
33:56Weil denn der Toni in der Hand hat?
33:59Jetzt weiß ich,
33:59wenn der an seine Aufträge gekommen ist.
34:01Der erpresst ihn.
34:02Auf geht's,
34:03Frau Stockel.
34:05So,
34:05wenn du die Stellung gehst.
34:10Halt durch,
34:11Michi.
34:12Du kriegst Verstärkung.
34:13Schuhe,
34:14aber Tempo.
34:16Ich glaube,
34:16es wird ernst.
34:17Was will ich jetzt machen?
34:19Ich bitte dich,
34:20riskiere nichts.
34:21Sei vorsichtig,
34:22Michi,
34:22bitte.
34:23Ich kann gar nichts riskieren.
34:24Ja,
34:25und komm,
34:25wohl,
34:25behalten wir da,
34:26gell?
34:26Bis später.
34:27Für dich.
34:37Einmal,
34:37wenn mir jemanden braucht.
34:44Wenn du meinst,
34:45ich pack deinen Job als Bauleiter nicht,
34:47dann schickst du mich halt in Urlaub.
34:49Wäre mir auch recht.
34:50Aber zahlen tust.
34:52Und du weißt auch warum.
34:53Verschwind.
34:57So machen wir das.
34:58Gell,
34:58Alphonse?
35:00Du kannst es jetzt ein bisschen ruhiger angehen lassen.
35:02Mich ausruhen und pflegen.
35:04Und hast keine Arbeit.
35:07Was du jetzt alles machst.
35:08Sowieso.
35:09Jetzt bin ich mal der Chef.
35:31Ich habe nichts gemacht.
35:33Ich weiß gar nicht,
35:33was ihr wollt.
35:34Ich bin unschuldig.
35:35Herr Kreil,
35:36hören Sie mich.
35:36Das werden wir schon noch sehen,
35:37Toni.
35:38Erzungswagen,
35:38schnell.
35:39Ist schon unterwegs.
35:40Herr Schneider,
35:40gehen wir.
35:40Und rufen Sie Frau Kreil an.
35:42Ja,
35:42ist recht.
35:43Ich bin schuldig.
35:49Verzeih mir.
35:52Wannst du Pax,
35:53dass du schaffst es?
35:54Ich habe den Ulrich nicht umbringen wollen.
35:57Aber wie ich ihn gesehen habe,
35:58habe ich rot gesehen.
36:03Und wie er gestanden hat im Bad,
36:06unter der Dusche,
36:09hat noch gelacht.
36:16Sag jetzt nichts.
36:18Denk jetzt nur an dich.
36:23Dann hat er gesagt,
36:25als er wieder wach geworden ist,
36:27hat er gesagt,
36:29dass der Toni
36:30den Toten weggeschafft hat.
36:32Toni Schneider.
36:34Ihr Elektriker.
36:39Wahrscheinlich hat er ihm auch gesteckt,
36:41dass der Uli bei mir war.
36:43Ich vermute,
36:43dass er uns beobachtet hat.
36:46Wir waren schwimmen.
36:48Sind dann heim.
36:50Haben was getrunken.
36:52Champagner.
36:53Und sind dann zusammen
36:54im Bett gelandet.
36:56Wo war Ihr Mann an diesem Abend?
36:59In Frankfurt.
37:00Das dachte ich.
37:02Am Sonntag wollte er zurückkommen.
37:04Aber er kam früher.
37:05Das habe ich aber nicht gewusst.
37:07Ich habe auch nichts gemerkt von allem.
37:10Weil ich so fest geschlafen habe.
37:14Bitte schön.
37:16Sie möchten bitte im Krankenhaus anrufen.
37:18Ihr Mann geht es besser.
37:19Er schläft tief.
37:20Das ist ein gutes Zeichen.
37:23Darf ich?
37:24Ja, selbstverständlich.
37:26Ich komme ja wieder.
37:30Und?
37:32Im Labor.
37:33Was steht drin?
37:34Lesen Sie selber.
37:36So kenne ich sie gar nicht.
37:42Der lacht uns aus.
37:44Mit Recht.
37:45Mein Fehler war es nicht.
37:47Ich habe Sie darauf hingewiesen.
37:49Ja, ich weiß,
37:49das war mein Fehler.
37:50Ich habe mich zu schnell
37:51auf den Uli eingeschossen,
37:52gedanklich.
37:53Ja, gut.
37:53Also die Frage ist ja jetzt,
37:54wenn es Ulrich Amerang nicht sein kann,
37:56wer ist es dann?
37:57Tja,
37:58ich würde sagen,
37:58die Leiche muss nach München.
37:59Ja,
38:00also Radiokarbonanalyse schnellstens.
38:02Ich bin gespannt,
38:02was da rauskommt.
38:04Herr Doktor,
38:04wenn Sie kurz Zeit hätten,
38:05bitte.
38:07Einen kleinen Moment
38:09und nichts anfassen.
38:13Oh Mann,
38:14was für eine Blamage.
38:15Ich sehe schon Dr. Hebt vor mir.
38:17Mit dem sagen wir erst einmal nichts.
38:18Na komm,
38:19das kann man doch nicht verheimlichen.
38:20Im Moment schon noch.
38:21Wir müssen uns nur beeilen.
38:23Ich habe eine Idee.
38:25Wir lassen uns erst einmal
38:26die Toni Schneider vorführen.
38:29Weil der Toni,
38:29der weiß,
38:30dass es nicht der Uni ist.
38:31Ja,
38:31wir haben doch die Aussage
38:32von Alfons Kreider,
38:32respektive Annette.
38:33Aber der Toni weiß nicht,
38:35was die ausgesagt haben.
38:40Ihr habt einen Toten.
38:41Schön und gut.
38:42Was habe ich damit zu tun?
38:43Das werden wir gleich sehen, Toni.
38:46Toni,
38:47wir wissen,
38:48dass der Tote
38:48nicht der Uli ist.
38:50Warum bin ich dann hier?
38:51Weil wir eine Aussage haben
38:52von Annette Kreil.
38:54Und vom Alfons Kreil.
38:55Da kann der Tote sein,
38:56wie er will.
38:57Da kommt es gar nicht drauf an.
38:59Es geht um den 15. September 1976.
39:03Das war ein Samstag.
39:05Wo waren Sie da?
39:06Das weiß ich doch nicht.
39:07Das ist doch ein Schmarrn.
39:09Also die Annette hat gemeint,
39:10dass es ein wunderschöner
39:11Spätsommertag war.
39:13Warst du da nicht beim Baden?
39:14Nein,
39:14das war mir zu kalt.
39:15Zu kalt war es.
39:17Ich glaube.
39:20Mir ist es immer zu kalt beim Baden.
39:22Auch im Juli.
39:23Da wird es im September
39:24noch schlimmer gewesen sein.
39:26Na deshalb.
39:28Und da bist du ja dann lieber
39:29so am Ufer,
39:31so im Gebüsch.
39:33Und später hat der Alfons Kreil
39:35dich dann mit der Leiche erwischt.
39:36Der lügt doch.
39:38Er hat sie nur nicht verraten,
39:39weil er seine Frau
39:39nicht kompromittieren wollte.
39:42Deswegen hat er auch zugelassen,
39:43dass sie die Leiche wegschaffen.
39:46Die ganzen Jahre über
39:48hat er geschwiegen.
39:49Hat dir sogar geholfen.
39:50Hat dir Arbeit gegeben.
39:52Aber jetzt,
39:52wo du so unverschämt geworden bist,
39:54jetzt ist er mit der Wahrheit rausgekommen.
39:57Stummten und Erloben.
39:58Alles.
39:59Er hat ja nichts mehr zu befürchten.
40:02Mitwisserschaft,
40:03das verliert.
40:05Mord aber nicht.
40:07Ich habe keinen umgebracht.
40:09Dann sag mir es wahr.
40:11Damit wir uns verstehen, Toni.
40:12Der Kreil wirkte ins Rennen.
40:14Hellenhunde,
40:15so wie du dich aufgeführt hast.
40:17Herr Schneider,
40:18Ihnen hilft jetzt nur noch die Wahrheit.
40:20Wir können sowas ja auch als
40:23Kooperation werden.
40:24Du raus, Toni.
40:27Also, Toni,
40:28wie war es?
40:30Also,
40:31ich habe den Alfons angerufen
40:33und ihm gesagt,
40:35dass er auf seine Frau
40:36mal besser aufpassen soll.
40:38Draufhin ist er wie ein Verrückter
40:39von Frankfurt herher gebrettert.
40:42Später in der Nacht
40:43hat er mich dann angerufen
40:44und hat gesagt,
40:45dass ihm da was passiert ist
40:47und ich soll ihm helfen,
40:50den Uli beiseite schaffen.
40:51Weil er das nicht kann mit seinen Beinen.
40:55Das
40:56habe ich auch getan.
40:59Und wo hast du ihn hingebracht?
41:08Dort unten liegt er.
41:11Wir haben damals
41:12das Fundament gelegt.
41:15Und der Kreil war damit einverstanden.
41:17Dem habe ich ja nie was gesagt.
41:19Herr Kreil hat nichts gewusst.
41:21Ich habe ihm nachher nur gesagt,
41:23den findest du nicht mehr.
41:26So kann man sich ehren.
41:37Präsentisch.
41:40Und jetzt brauche ich
41:41ein Weißbier.
41:42Das haben Sie sich auch verdient.
41:43Allerdings.
41:54Ergebnis der Isotopenanalyse.
41:56C14 ist aufschließend,
41:57dass der Fund
41:581200 Jahre alt ist.
42:00Das schwant ich mir schon die ganze Zeit
42:01bei diesen Moorleichen.
42:03Ist oft nicht zu unterscheiden,
42:04wie alt die sind.
42:05Ob 30 oder 3000 Jahre.
42:07Die sehen alle gleich aus.
42:08Irgendwie ist schon,
42:09wie er ziemlich alt ist.
42:11Ja.
42:12Das war's.
42:12Das war's.
42:13Das war's.
42:14Vielen Dank.
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