Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:28Norddeutscher Rundfunk 2021
00:30Norddeutscher Rundfunk 2021
01:06Norddeutscher Rundfunk 2021
01:08Norddeutscher Rundfunk 2021
01:09Norddeutscher Rundfunk 2021
01:11Norddeutscher Rundfunk 2021
01:12Norddeutscher Rundfunk 2021
01:14Norddeutscher Rundfunk 2021
01:14Norddeutscher Rundfunk 2021
01:15Norddeutscher Rundfunk 2021
01:15Norddeutscher Rundfunk 2021
01:16Norddeutscher Rundfunk 2021
01:16Norddeutscher Rundfunk 2021
01:17Norddeutscher Rundfunk 2021
01:27Norddeutscher Rundfunk 2021
01:30Ich habe Balou gar nicht lange genug allein gelassen, dass überhaupt hätte was passieren können.
01:36Aber der Hund...
01:37Balou.
01:38Aber Balou war tot, als Sie zurück zum Auto gekommen sind, oder?
01:45Ja.
01:49Es tut mir sehr leid, Frau Töller. Aber jetzt lautet die Anklage Tierquälerei.
01:54Ich bin keine Tierquälerin. Ich liebe meine Hunde.
01:58Okay.
01:59Aber Sie haben Balou alleine im Auto gelassen und sind einkaufen gegangen, richtig?
02:04Ja. Im Gast hier Land, um Futter zu kaufen.
02:08Und wie lange hat das ungefähr gedauert?
02:11Keine Ahnung, nicht lange.
02:14Das bräuchten wir schon ein bisschen genauer.
02:16Nicht lange halt.
02:19Na, immerhin so lange, dass eine Frau ihre Autoscheibe eingeschlagen hat, um den Hund zu retten.
02:23Schlimm genug, dass Balou tot ist. Ich bin nicht schuld.
02:27Wissen Sie noch, wie heiß es an dem Tag war? Warm, aber nicht heiß.
02:32Ich habe es recherchiert, Frau Heiland. Also, an dem Dienstag vor vier Wochen waren es nur 20 Grad, aber wolkenlos.
02:40Und hier steht, dass es sich im Auto innerhalb einer Stunde auf 45 Grad aufheizen kann. Ab 46 Grad besteht
02:48Lebensgefahr.
02:54Waren Sie vielleicht noch irgendwo anders, außer einkaufen?
02:57Ich war beim Tierarzt in Pankow. Aber ich hatte eine Klimaanlage.
03:02Sie waren beim Tierarzt. War Balou krank?
03:05Nee, war nur ein Check-up.
03:15Oh Gott. Könnten Sie Ihren Hund bitte zurücknehmen?
03:19Komm, bell ab.
03:23Frau Heiland, die Fäller ist wirklich eine ganz Liebe.
03:25Ja, ja, natürlich.
03:30Hören Sie, was kann mir passieren? Vor Gericht meine ich.
03:34Na ja, das kommt ganz drauf an.
03:37Wenn es sich um eine fahrlässige Tat handelt, dann ist sie Bußgeldpflichtig bis zu 25.000 Euro.
03:44Wenn es Vorsatz war, dann kann es eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren geben.
03:51Ich habe aber nichts falsch gemacht.
04:10Herr Rhein.
04:12Herr Rhein.
04:14Hallo Frau Heiland.
04:17Ich habe schon von der Sache gehört.
04:19Was denn?
04:21Na ja, der Geldwäsche-Vorwurf.
04:23Unter uns, ich traue Ihnen sowas nicht zu.
04:28Weil ich blind bin.
04:29Oder aus moralischen Gründen.
04:32Deswegen bin ich nicht hier. Es geht um die Sache Töller.
04:36Die Frau, die ihren Hund hat sterben lassen.
04:38Für die haben Sie jetzt Zeit?
04:40Ich bezweifle, dass man meiner Mandantin Fahrlässigkeit nachweisen kann.
04:44Die meisten Menschen machen sich überhaupt keine Gedanken darüber, was für eine Verantwortung es ist, ein Tier zu halten.
04:49Deswegen soll jetzt das Tierschutzgesetz geändert werden.
04:53Ah, verstehe.
04:54Wichtige Dinge.
04:55Wie zum Beispiel die Stärkung des Qualzuchtverbots.
04:58Oder die Verpflichtung zu Videoaufzeichnungen in Schlachthöfen.
05:02Oder stärkere Regelungen für Zirkustiere.
05:05Und erhöhte Strafregelungen bei Verstößen.
05:09Leider werden immer noch viel zu viele Menschen ihrer Verantwortung gegenüber Tieren nicht gerecht.
05:16Ich wusste gar nicht, dass Sie eine so engagierte Tierschützerin sind.
05:19Das ist toll.
05:21Aber ich glaube nicht, dass meine Mandantin sich in diesem Fall schuldig gemacht hat.
05:26Fakt ist, der Hund von Frau Töller ist im Auto gestorben.
05:29Die Frage ist, woran?
05:31Höchstwahrscheinlich eine Überhitzung.
05:33Dazu müsste man erst nachweisen, dass der Hund unzulässig lange alleine im Auto war.
05:37Laut Zeugen stand der Wagen mindestens eine Stunde dort.
05:41Da steht Aussage gegen Aussage.
05:51Frau Heiland, das ist der Oberstaatsanwalt Tümmler.
05:55Wo?
05:5612 Uhr. Da gehen wir hin.
06:01Herr Tümmler?
06:02Frau Heiland.
06:04Haben Sie eine Minute?
06:06Können wir offen reden vor Ihrer Assistentin?
06:09Selbstverständlich.
06:11Geldwäsche.
06:12Das ist doch absurd.
06:14Wie und wann soll ich das denn gemacht haben?
06:18Sehen Sie sich einfach Ihre Konten einmal gründlicher.
06:21Ja?
06:22Mehr kann ich nicht sagen.
06:24Bitte, ein kleiner Tipp.
06:27Nur soviel.
06:27Ich ermittle nicht allein in diesem Fall.
06:30Und es gibt Kolleginnen, die beißen sich gerade richtig fest.
06:37Ich muss weiter.
06:40Danke.
06:43Gehen wir.
06:45Mhm.
06:45Mhm.
07:04So. Wir sind da, Frau Heiland.
07:06Wunderbar.
07:08Eine Änderung im Tierschutzgesetz eigentlich.
07:12Da geht zum Beispiel darum, dass wir...
07:17So weit langsam.
07:18Dass Sie überhaupt noch einen Hund halten dürfen!
07:23Wer ist das?
07:25Sie sieht aus wie eine Tierschützerin.
07:28Frau Töller, da Sie ohne Hund im Laden waren, könnte Bella draußen auf uns warten?
07:33Ja klar, ich bin sie einfach vorne an.
07:36Entschuldigung, Bella.
07:42Wer war denn diese Frau vor der Tür?
07:45Sie sammelt Unterschriften, dass Tiere mehr Rechte kriegen.
07:49Okay.
07:50Und woher wusste sie, was mit ihrem Hund passiert ist?
07:53Die hat die Scheibe vom Auto eingeschlagen, um Balut zu retten.
07:57Aber da war er schon tot.
07:59Ah, okay.
08:01So, jetzt drehen wir die Runde, die Sie an dem Tag auch gedreht haben, ja?
08:05Und Frau Vogel, Sie gucken bitte auf die Uhr.
08:07Äh...
08:08Ja.
08:09Gut.
08:13Die Zeit läuft.
08:24Ihr habt 15 Euro für so einen Gummiball.
08:27Was machen Sie eigentlich beruflich, Frau Töller?
08:30Ich putze.
08:32Also natürlich nur angemeldet.
08:35Ja, und dann bin ich gleich am Katzenfutter vorbei und dann zur Kasse.
08:39Gut, dann gehen wir da jetzt auch hin.
08:43Aber Sie haben noch gar kein Hundefutter im Wagen, oder?
08:46Ach so, äh, ja.
08:48Das steht gleich hier.
08:50Wir sind jetzt gerade mal bei acht Minuten.
08:55Aber dann bin ich zur Kasse.
08:57Und die Kasse war voll?
08:59Äh, nee, war leer.
09:00Ja.
09:01Ich dachte, es war viel los.
09:04Äh, ja, war es auch. Aber, äh, an der Kasse nicht.
09:09Haben Sie einen Anruf bekommen?
09:11Oder eine Nachricht, auf die Sie noch schnell antworten mussten?
09:14Oder waren Sie noch auf Toilette?
09:16Nein, Frau Heiland.
09:19Wenn das jetzt nur circa zehn Minuten waren, dann war der Hund wirklich nicht lange im Auto.
09:26Dann muss es eine andere Todesursache gegeben haben.
09:29Ja, sag ich ja.
09:31Aber welche?
09:33Keine Ahnung.
09:34Brauchen Sie mich noch? Ich hab noch eine Schicht.
09:37Nein, äh, ich melde mich bei Ihnen, Frau Töller.
09:39Bis dann.
09:40Na komm.
09:44Frau Töller?
09:46Ja?
09:48Sagen Sie, warum haben Sie den Hund eigentlich im Auto gelassen und nicht wie Bella jetzt draußen angebunden?
09:57Weil viel los war und, äh, Balou war eher ein ängstlicher Hund.
10:01Und wo hatten Sie geparkt?
10:03Äh, da vorne bei den WCs.
10:07Wo ist das?
10:08Das ist, äh, ziemlich weit weg vom Eingang.
10:13Hopp.
10:16Ist diese andere Frau noch da?
10:18Sie meinen die vom Tierschutz?
10:19Mhm.
10:20Äh, ja, ist sie.
10:21Dann gehen wir da mal hin.
10:22Mhm.
10:29Hallo.
10:31Hallo.
10:32Guten Tag.
10:34Romy Heiland, ich bin Rechtsanwältin.
10:36Ich vertrete Frau Töller.
10:38Das ist die Frau, deren Hund hier verstorben ist.
10:42Sie meinen die Frau, die ihren Hund hat sterben lassen?
10:48Unverantwortlich.
10:48Das ist unverantwortlich, sein Tier einfach im Auto zu lassen.
10:52Sie haben den Hund entdeckt.
10:54Richtig, Frau?
10:56Bärbel Attila, ja, genau.
10:59Der lag leblos im Auto, der Ärmste.
11:02Dann hab ich die Scheibe eingeschmissen und, ja, war leider zu spät.
11:08Wie sind Sie denn auf den Hund überhaupt aufmerksam geworden?
11:11Der Parkplatz war ja sehr voll.
11:14Nee, der war überhaupt nicht voll.
11:16Ich musste zur Toilette und dann bin ich an dem Wagen vorbei und da hab ich den Ärmsten da gesehen.
11:25So heiß war's doch an dem Tag gar nicht.
11:28Naja, heiß genug.
11:30Wissen Sie, wie schnell sich so ein Auto innen aufheizt?
11:33Haben Sie Frau Töller auch ankommen sehen?
11:36Also hier auf dem Parkplatz, meine ich?
11:38Ja, klar. Der Wagen, der stand bestimmt eine Stunde da.
11:44Und, äh, Sie setzen sich hier für den Tierschutz ein, richtig?
11:47Genau.
11:48Wir sammeln Unterschriften für eine Änderung im Tierschutzgesetz.
11:53Und an Leuten wie dieser Frau merkt man ja auch, dass das echt wichtig ist, ne?
11:58Vielen Dank, dass Sie mit uns gesprochen haben, Frau Attila.
12:01Wenn ich irgendwas dazu beitragen kann, dass so eine Scheiße in Zukunft nicht mehr passiert, gerne.
12:06Mhm. Also, danke.
12:25Was ist das Angebot noch mal durch den Kopf gehen lassen, Siri?
12:27Verzieh dich, Arne.
12:28Sorg du lieber dafür, dass die Hunde ruhig sind.
12:32Dämliche Schuppe. Wahrscheinlich können die ein Dakum aus der Bude machen.
12:35Na, Herr Kleiner?
12:36Hallo Süße.
12:36Hey.
12:37Wie war's bei der Anwältin?
12:38Gut.
12:39Sicher?
12:40Ja.
12:42Sag mal, hast du die Post auf dem, äh, Tisch gesehen?
12:45Habe ich.
12:46Wann ist Wichtiges?
12:46Nur ein paar Rechnungen, sonst nichts.
12:48Bin dann im Gym. Machst du mir später Hühnchen mit Reis?
12:50Klar.
12:59Jetzt haben alle ihr Gewissen beruhigt mit der Novellierung des Tierschutzgesetzes und damit ist das Thema dann für die abgehakt.
13:06Deswegen fände ich das auch so toll von Ihnen, Frau Santos, dass Sie für eine Erweiterung sind.
13:11Das wir uns nicht missverstehen. Ich werde mich hier nicht instrumentalisieren lassen.
13:14Nee, klar. Aber, ähm, Sie lieben ja Tiere genauso wie ich, ne?
13:20Wenn hier ein Fall von Tierquälerei oder Vernachlässigung vorliegt und bewiesen ist, werde ich mich für ein maximales Strafmaß einsetzen.
13:28Und da mir dieses maximale Strafmaß gerade nicht abschreckend genug ist, setze ich mich dafür ein, dass es mindestens das
13:35wird.
13:36Aber ich kann und werde Ihnen nichts versprechen, Frau Attila.
13:41Warum sind Sie hier? Wollen Sie Ihre Aussage korrigieren? Oder bleiben Sie dabei?
13:48Sie sind die einzige Zeugin, die gesehen hat, dass der Hund eine Stunde lang allein im Auto gelassen wurde.
13:53Ja, und genau so war es ja auch. Deswegen ist ja der arme Hund so elendig verreckt.
13:58Ähm, könnten wir dann jetzt schon was an die Presse geben?
14:01Nein, können wir nicht. Sie hören von mir, wenn es irgendetwas zu vermelden gibt.
14:16Die Polizei wurde von der Zeugin Bärbel Attila eingeschaltet, nachdem sie die Scheibe des Fahrzeugs eingeschlagen und den toten Hund
14:26entdeckt hatte.
14:27Frau Attila sagte aus, dass es deswegen zu einem Streit mit der Hundehalterin Siri Töller kam, nachdem diese aus dem
14:35Geschäft Gassiland kam.
14:38Also wenn Frau Töller die Wahrheit sagt, dann wäre es ja wichtig zu wissen, woran der Hund wirklich gestorben ist.
14:44Eine akute Krankheit schließt sich da aus. Er war ja gerade beim Tierarzt.
14:50Lesen Sie bitte weiter.
14:52Ebenfalls verwickelt in die verbale Auseinandersetzung war Maurice Henkes.
14:57Herr Henkes beschuldigte die Zeugin Attila der Sachbeschädigung.
15:01Wer?
15:05Maurice Henkes.
15:08Das scheint der Lebensgefährte von Frau Töller zu sein.
15:12Den hast du ja gar nicht erwähnt.
15:14Stimmt.
15:24So, Feierabend.
15:26Ich habe schon alles für morgen eingekauft. Es wird ein echtes französisches Dinner. Lass dich überraschen.
15:31Cool.
15:33Ist was?
15:35Das reicht doch auch für drei, oder?
15:37Wieso? Hast du einen großen Hunger oder hast du noch jemanden eingeladen?
15:41Ja, also noch jemanden eingeladen.
15:45Ich dachte mir, es ist vielleicht cool, wenn du und Odette euch mal kennenlernt.
15:50Ich kenne sie doch schon.
15:51Ja, privat. Also meine Freundin meine ich.
15:55Ich weiß nicht, ob Frau Heiland das so toll findet.
15:58Weil Odette die Staatsanwältin ist.
16:00Ich arbeite auch für Frau Heiland. Und Odette ist meine Freundin. Also?
16:05Auch wahr.
16:07Tja, dann, ähm, koche ich morgen eben für drei.
16:31Geldwäsche.
16:33Das ist aber jetzt wirklich ernst.
16:36Mama, Panik bringt uns jetzt nicht weiter.
16:38Ja, ich weiß ja.
16:42Der Tümmler hat mir heute gesagt, wir müssen uns nochmal meine Konten ansehen.
16:50Du hast schon wieder mit ihm gesprochen?
16:54Hatten wir nicht vereinbart, dass du das lässt?
16:56Jetzt wissen wir mehr.
17:03Gut, ich habe auf jeden Fall jemanden, der deine Akten prüft.
17:07Ich möchte, dass Frau Vogel das macht.
17:10Ich glaube nicht, dass sie die Richtige dafür ist.
17:13Doch, Mama.
17:15Ist sie.
17:16Doch, Mama.
17:37Ich weiß nicht, dass kein Problem ist.
17:42Aber ich glaube nicht, dass ich das praktisch nicht am Ende oder nicht nicht am Ende ist.
17:42Weil ich alles psychiatrist nenne, die ist nicht passiert.
17:43Ich weiß nicht, dass ich doch mal so ein wenig gemacht habe.
17:44Das lässt mich nicht immer weiter wissen.
17:45Ich weiß nicht.
17:46Ich weiß nicht, was das nicht trifft.
17:56Hey, Sie können ihn nicht einfach rein?
17:58Doch, das kann ich, Frau Töller.
18:00Oder Zantos von der Staatsanwaltschaft, wir beschlagnahmen Ihre Hunde.
18:03Neben einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
18:05legt mir der Verdacht auf illegalen Tierhandel
18:07und einer nicht angemeldeten gewerbsmäßigen Zucht
18:09nach § 17 und 18 des Tierschutzgesetzes vor.
18:11Nicht meine Welpen.
18:13Bitte zeigen Sie sich kooperativ.
18:15Sie können mir nicht meine Welpen wegnehmen,
18:17dann geht's doch gut bei mir.
18:18Ach ja?
18:19So wie dem Hund, der in ihrem überhitzten Auto
18:21so jämmerlich verenden musste?
18:25Entschuldigung, das wollte ich nicht.
18:28Das wird Ihnen leid tun.
18:42Auf Rechnung wie immer, ne?
18:46Hier steht die Polizei.
18:49Was?
18:51Und...
18:54Äh...
18:55Die scheinen, äh...
18:58die Hunde mitzunehmen.
19:01Vorsicht!
19:08Hör Sie doch auf mit dem Schmierentheater.
19:14Hallo, Frau Heiland.
19:17Ihre Mandantin hat mich gerade geschlagen.
19:19Bitte was?
19:21Sind Sie verletzt?
19:22Fragen Sie Ihre Mandantin.
19:24Ich fahre in die Notaufnahme.
19:26Kommen Sie.
19:28Frau Heiland, das wollte ich wirklich nicht.
19:32Nein, nein, bitte.
19:43Maurice, die Polizei war da und hat die Welpen mitgenommen.
19:46Bella auch.
19:48Was?
20:06Also, wenn Balou die Bella deckt und die dann Babys bekommen, dann müssen wir die natürlich
20:12umgute Hände geben.
20:14Also, wir können die ja nicht alle behalten, auch wenn wir gerne wollen würden.
20:19Dann ist das schon öfter vorgekommen.
20:21Na ja.
20:22Männchen und Weibchen bleibt nicht aus, kennen Sie ja bestimmt.
20:28Also, wenn Sie hier eine gewerbsmäßige Zucht betreiben, dann müsste das Veterinäramt das genehmigen.
20:34Aber wir verschenken die ja nur.
20:36Wann kriegen wir die Hunde zurück?
20:38Das kommt darauf an, ob sich der Verdacht der Zucht bestätigt, nehme ich an.
20:41Aber das ist ja nicht mein Mandat.
20:45An dem Tag, als Balou gestorben ist.
20:47Da waren Sie auch am Auto, Herr Henkes.
20:50Ist das richtig?
20:54Ich bin zufällig vorbeigekommen.
20:57Es wäre schon wichtig, wenn wir hier ehrlich miteinander sind, damit ich Ihnen helfen kann.
21:01Siri war nur zehn Minuten in dem Scheißladen.
21:03Deshalb kann Balou gar nicht gestorben sein.
21:05Wie dann?
21:08Fragen Sie doch mal die beiden Süßen von nebenan.
21:14Reden Sie von Ihren Nachbarn?
21:16Ja, Anne und Christoph.
21:18Sie beschweren sich irgendwie ständig über unsere Hunde.
21:21Ach, die sind scharf auf unserer Haushälfte.
21:22Scheiß Hipster mit ihrem fetten Ehe-Auto.
21:24Ständig machen die uns irgendein Angebot.
21:27Aber Siri hat das Haus von ihrer Mutter geherbt.
21:30Wir wohnen hier seit sechs Jahren und wir verkaufen nicht.
21:40Die haben uns einen Hundekuchen geschenkt.
21:45Selbstgebacken, weißt du noch?
21:47Es war nur ein paar Tage bevor Balou...
21:51Stimmt.
21:53Und er hat ihn auch gegessen.
21:56Wollen Sie jetzt andeuten, dass der Hund vergiftet wurde?
22:00Aber...
22:01Sie waren an dem Tag doch noch mit ihm beim Tierarzt, Frau Töller.
22:06Der hätte das doch gemerkt.
22:10Oder nicht?
22:18Was für ein unangenehmer Typ.
22:20Was will denn Frau Töller mit dem?
22:23Oh, da sind die Nachbarn.
22:27Hallo.
22:28Ich habe Sie vorhin schon drüben im Garten gesehen.
22:30Sind Sie von der Polizei?
22:31Nein.
22:33Mein Name ist Romy Heiland.
22:35Ich bin Rechtsanwältin.
22:36Von Siri?
22:38Ja, genau.
22:38Ich vertrete Frau Töller.
22:40Ja, und?
22:42Vielleicht haben Sie mitbekommen,
22:44dass Frau Töllers Hunde abgeholt worden sind.
22:46Ja.
22:48Weil Sie sie angezeigt haben.
22:51Wir haben den Tieren eingefallen getan.
22:54Einfach so?
22:56Sie würden das Haus gerne kaufen, richtig?
22:59Ja, und?
23:00Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
23:03Wenn die Hunde züchten wollen, bitte schön.
23:04Aber bitte woanders.
23:06Woher wissen Sie eigentlich, dass Sie die Hunde züchten?
23:10Naja, so oft wie die Bella Junge kriegt.
23:12Nach vier Wochen sind sie schon wieder weg.
23:14Kommen irgendwelche Leute und holen sie ab.
23:17Haben Sie mitbekommen,
23:19dass einer der Hunde kürzlich gestorben ist?
23:21Ja, Balou.
23:22Das tat mir sehr leid.
23:25Ich bin etwas irritiert.
23:26Sie haben etwas gegen die Hunde,
23:28aber für Balou haben Sie einen Hundekuchen gebacken.
23:31Wir haben doch gar nichts gegen Hunde.
23:32Ganz im Gegenteil.
23:33Was wollen Sie überhaupt von uns?
23:35Wir müssen gar nicht mit Ihnen reden.
23:37Stimmt, das müssen Sie nicht.
23:40Aber möglicherweise wird der tote Hund ja untersucht,
23:42um herauszufinden, woran er gestorben ist.
23:46Na und?
23:47Ach, verstehe.
23:49Jetzt wollen Sie meinen Mann einen Strick aus dem Hundekuchen drehen.
23:52Sie spinnen ja wohl.
23:54Ich glaube, das Gespräch ist beendet.
23:57Das habe ich gehört.
24:00Ja, die Polizei hat sie mitgenommen.
24:01Ja, genau.
24:03Ich wette, das geht auf die Kappe unserer Nachbarn.
24:05Macht ihr keinen?
24:06Ja, alles klar.
24:10Alles okay?
24:13Was ist das für eine Frage, Siri?
24:16Zwei der Hunde waren vergeben.
24:17Und jetzt?
24:19Sie müssen sich einfach nur ein bisschen mehr gedulden.
24:21Das ist eine Familie.
24:24Mit Kindern.
24:25Was glaubst du, wie sehr die sich gefreut haben?
24:27Ja, das tut mir auch leid.
24:28Ach.
24:50Also selbst wenn die Nachbarn scharf auf das Haus von Frau Töller sind,
24:54kriegen die doch mit, was nebenan passiert.
24:56Warum sollten die sich das mit der Zucht ausdenken?
24:58Und ich glaube auch nicht,
25:00dass Frau Töller und ihr komischer Typ die Hunde nur verschenken.
25:03Ich meine, auch wenn das keine reinreißigen Hunde sind,
25:07kosten die viel Geld.
25:10Und dieser Lebensgefährte, der spielt doch da auch irgendeine Rolle.
25:14Ja.
25:15Und der ist auch ziemlich dominant, wenn Sie mich fragen.
25:17Also, ich hatte das Gefühl,
25:20Frau Töller hat zu Hause nicht so viel zu sagen.
25:23Das ist doch öfter bei Zucht- und Rassehunden so,
25:26dass es da Probleme mit Überzüchtungen und Krankheiten gibt.
25:30Vielleicht gibt es ja einen Zusammenhang mit dem Tod des Hundes.
25:33Da sollten wir auf jeden Fall mal den Tierarzt fragen.
25:36Bitten Sie Frau Töller doch um den Namen.
25:38Und sie soll da mal anrufen, damit er mit uns spricht, ja?
25:41Mhm.
25:42Geht klar.
25:42Ach, und Frau Vogel,
25:45unterstützen Sie bitte Herrn Ritter in der Sache mit dem Geldwäsche-Vorwurf.
25:49Er kriegt alles von uns, was er braucht.
25:53Ja, mach ich.
26:08Jetzt komm, dein französisches Dinner, das holen wir nach.
26:12Ah, ja, aber mich nervt ja nur,
26:15dass sie einfach unsere Pläne umwirft
26:17und uns dann hier in diesen Schickimicki-Laden bestellt
26:19und dann kommt sie auch noch zu spät.
26:21Sie musste noch zum Arzt.
26:22Irgend so eine Irre hat sie geschlagen.
26:23Äh, ja.
26:25Unsere Mandantin.
26:26Was?
26:27Erzähl ich dir später.
26:33Entschuldigt die Verspätung.
26:34Hey.
26:36Tut's ihm weh?
26:38Nicht, wenn ich gleich Alkohol trinke.
26:39Ja, darf ich?
26:41Dankeschön.
26:44Was für ein Tag.
26:46Aber das wissen Sie ja, Frau Vogel.
26:51Schön, dass das geklappt hat, Tilli.
26:53Ja, ich bin Odette.
26:55Oh, äh, ist nicht schlimm.
26:58Wir sind ja jetzt privat.
27:02Okay, was trinken wir?
27:04Ich glaube, die haben einen sehr guten Cremant.
27:07Sag mal, Ringo hat erzählt, du warst in Frankreich, Tilli?
27:11Ja.
27:12Ich war vor sehr langer Zeit mal ein Jahr als Au-pair in Paris
27:15bei Isabelle Au-pair.
27:20Der Schauspielerin?
27:21Mhm, ich schwöre.
27:27Und dann ist der Aufzug gestecken geblieben.
27:29Scheiße.
27:30Zwei Stunden beste Aussicht auf den Eifelturm.
27:32Aber Gott, ich muss das so pinkeln.
27:37Aber jetzt erzähl doch mal von Marseille.
27:39Da wollte ich immer schon mal hin.
27:41Vielleicht schaffen wir es mal.
27:42Ja, weg, pläsiere Mann.
27:44Sag mal, seit wann kannst du du französisch?
27:46Nur wenn ich getrunken habe.
27:47Ja, allerdings.
27:56Frau Heiland?
27:59Oberstaatsanwalt Tümmler hier.
28:04Sehen Sie sich also.
28:06Wir konnten einmal gründlich an.
28:07Ja?
28:09Ja.
28:11Ja.
28:14Ja.
28:15Ja.
28:33Was machst du hier, Mann?
28:36Die wollen endlich ihre Hunde.
28:38Ich weiß aber, was soll ich machen?
28:39Die Bullen haben sie einkassiert.
28:41Ach, ist das so?
28:41Oder hast du die Viecher anderweitig vertickt?
28:44Was?
28:45Was?
28:45Nein.
28:46Wenn du mich verarscht, dann haben wir ein Problem.
28:50Ich denke mir so eine Scheiße doch nicht aus.
28:51Dann muss die Kohle zurück.
28:53Das geht nicht.
28:54Ich habe nichts auf Kante und Siri auch nicht.
28:56Wer das Problem hat, muss für die Lösung sorgen.
28:59Hunde oder Kohle, so sieht es aus.
29:13Bereiten Sie sich auf eine umfangreiche Anklageschrift vor.
29:18Tierquälerei, Körperverletzung, unerlaubte gewerbsmäßige Zucht.
29:22Liegen konkrete Beweise gegen meine Mandantin vor?
29:25Was die Zucht betrifft, die Hunde werden nicht verschenkt, sie werden verkauft.
29:30Mir liegen von Ihrer Mandantin unterschriebene Kaufverträge vor.
29:33Ich habe Ihnen die Kopien bereits gemailt.
29:36Danke.
29:37Ich werde das prüfen.
29:40Das betreffe dann ja auch Herrn Händges.
29:44Was den Vorwurf der Fahrlässigkeit angeht, steht nach wie vor Aussage gegen Aussage.
29:49Und ich halte meine Mandantin für glaubwürdig.
29:53Frau Attila ist vielleicht eine etwas überambitionierte Tierschützerin.
29:56Aber ich möchte wetten, dass sie vor Gericht glaubwürdiger ist als jemand, der illegal Hundebabys verscherbelt.
30:15Vielen Dank, dass Sie sich kurz Zeit für uns nehmen, Herr Dr. Isop.
30:19Ich war eh gerade in der Nähe.
30:21Und wenn ich damit den beiden helfen kann, dann gern.
30:25Hier, Ihr Kaffee.
30:26Dankeschön.
30:27Gerne.
30:29Worum geht es denn?
30:31Bei Zuchthunden, da gibt es doch öfter mal Probleme mit Überzüchtung zum Beispiel.
30:38Na ja, klar, es ist zum Beispiel so eine Art COPD wie beim Menschen.
30:44Eine chronische Lungenerkrankung.
30:46Die lag ja bei Balou vor.
30:49Aber selbst mit Behandlung hätte der Hund keine hohe Lebenserwartung mehr gehabt.
30:56Seit wann wusste Frau Töller von dieser Erkrankung?
31:00Seit der Untersuchung, denke ich.
31:05Und außer dieser Krankheit ging es dem Hund gut?
31:11Meinen Sie etwas Bestimmtes?
31:15Vergiftungserscheinungen?
31:16Nein, wir haben ein Blutbild gemacht.
31:20Wenn da irgendetwas gewesen wäre, hätte ich das bemerkt.
31:24Den Befund habe ich Herrn Henkes aber auch ausgedruckt.
31:28Warum Herrn Henkes?
31:30Weil er mit Balou in meiner Praxis war.
31:35Wir sprechen von der Untersuchung an dem Tag, als Balou gestorben ist.
31:38Ja, natürlich.
31:54Warum haben Sie mir nicht gesagt, dass Balou krank war?
31:57Was?
31:59Wieso krank?
32:02Wussten Sie denn nichts von seiner Lungenkrankheit?
32:06Sie waren gar nicht beim Tierarzt.
32:08Das war Ihr Lebensgefährte, Herr Henkes.
32:11An dem Tag, als Balou gestorben ist.
32:14Ich habe vor dem Tierarzt im Auto gewartet.
32:16Aber ich bin danach ins Gassiland.
32:17Diese Halbwahrheiten helfen uns nicht weiter.
32:20Frau Töller, ich bin Ihre Rechtsanwältin.
32:24Wenn Sie mir nicht vertrauen, dann kann ich Ihnen nicht helfen.
32:27Tu ich doch.
32:29Zeigen Sie ihr bitte den Vertrag, den wir von der Staatsanwaltschaft haben.
32:32Mhm.
32:35Ja.
32:51Was ist das?
32:52Das ist ein Kaufvertrag, der belegt, dass einer Ihrer Hunde gegen Geld den Besitzer gewechselt hat.
32:57Das stimmt nicht.
33:02Das hier ist doch Ihre Unterschrift, oder?
33:06Ja, aber ich habe nichts gemacht.
33:12Haben Sie denn gar nicht gelesen, was Sie da unterschrieben haben?
33:32Sie können doch lesen, oder?
33:35Hey, ich muss los.
33:38Warten Sie mal!
33:44Freiland, Sie hat überhaupt nicht verstanden, was Sie da unterschrieben hat.
33:55Frau Töller ist vollkommen abhängig von diesem Typen.
33:58Und der?
33:59Der nutzt das total aus.
34:01Hm.
34:03Ich weiß ja, dass es Menschen gibt, die nicht lesen können, aber ich habe noch nie jemanden getroffen.
34:10Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen, die nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben
34:16können.
34:17Mhm.
34:21Fest steht, Frau Töller versucht, Ihren Lebensgefährten zu schützen und wir müssen davon ausgehen, dass nichts von dem, was sie
34:27uns erzählt hat, stimmt.
34:33Was wir wissen.
34:36Laut Polizeibericht waren sowohl Herr Henkes als auch Frau Töller auf dem Parkplatz, als die Polizei kam.
34:44Und laut dem Tierarzt war nur Herr Henkes in seiner Praxis.
34:48Frau Attila hat ausgesagt, dass das Auto mindestens eine Stunde auf dem Parkplatz stand.
34:54Aber wen von den beiden sie wann und wo gesehen hat, das wissen wir nicht.
34:59Hm.
35:00Könnte also sein, dass Frau Töller erst mal gar nicht vor Ort war, sondern Herr Henkes.
35:05Dann ist die Frage, was hat er die ganze Zeit da gemacht?
35:13Hallo Süße!
35:19Alles klar?
35:30Hey, was ist denn?
35:36Wieso hast du mir nicht erzählt, dass Balou krank war?
35:49Warst du bei Aesop?
35:51Nein.
35:53Frau Heiland.
35:56Du hast sie mit dir sprechen lassen, aber bist du befeuert?
36:02Sorry.
36:05Ich meine nicht.
36:12Ich dachte, warum soll ich dich damit belasten?
36:17Wir hätten eh kein Geld für eine Behandlung gehabt.
36:19Aber ich hätte doch mehr putzen gehen können oder so.
36:24Ich glaube, Frau Heiland hat geschnallt, dass ich nicht die Wahrheit sage.
36:27Wir hätten die eine scheiß Anwältin nehmen sollen.
36:29Kostet eh nur Kohle, die wir nicht haben.
36:35Sie hat mir irgendwelche Papiere mit meiner Unterschrift drunter gezeigt.
36:43Was für Papiere?
36:47Keine Ahnung.
36:48Ich kann es ja nicht lesen.
36:51Frau Attila?
36:53Danke.
36:54Viel Erfolg.
36:54Dankeschön.
36:56Frau Attila?
36:58Hallo.
36:59Können Sie sich an uns erinnern?
37:01Ja, klar.
37:03Hallo.
37:04Was ist denn?
37:06Ich habe sehr großen Respekt vor Ihrem Engagement.
37:10Auch ich habe ethische und moralische Grundsätze und handle aus Überzeugung.
37:16Und in diesem Fall habe ich berechtigte Zweifel, dass Frau Töller den Vorfall verantwortet.
37:29Schatz, verkaufst du die Hunde oder so?
37:38Oh Gott.
37:41Du bist so beschissen, Naiv.
37:45Wer kümmert sich denn hier um alles?
37:48Ich muss nicht nur mein Leben regeln, sondern immer deins mit.
37:51Glaubst du, das ist einfach?
37:54Hey.
37:57Ich mache das gerne, weil ich dich liebe.
38:06Aber du musst die Highline feuern, am besten sofort.
38:17Das will ich aber nicht.
38:26Ich muss nochmal los.
38:29Und du feuerst die Highline.
38:37Wollen Sie jetzt behaupten, dass ich lüge?
38:39Nein, nein.
38:40Manchmal glaubt man, sich an etwas zu erinnern, weil es in das vorgefertigte Bild passt,
38:45was man von einer Situation hat.
38:49Sie kennen Frau Töller und Sie haben sie schon oft mit dem Auto hier ankommen sehen.
38:53Aber nicht an dem Tag, als der Hund gestorben ist.
38:58Woher fahren Sie denn jetzt hinaus?
39:00Ich gehe davon aus, dass nicht Frau Töller, sondern ihr Lebensgefährte an dem Tag hier geparkt hat.
39:07Hä? Aber sie hat doch selber gesagt, dass sie hier einkaufen war.
39:11Ja, weil sie ihren Lebensgefährten schützen will.
39:14Bitte, denken Sie nochmal ganz genau nach.
39:17Haben Sie Frau Töller gesehen, als sie hier ankam?
39:20Oder haben Sie sie erst gesehen, nachdem Sie die Scheibe eingeschlagen hatten?
39:31Erst danach.
39:34Vorher habe ich den Wagen gesehen und ich habe den Hund bellen gehört, aber ich habe nicht gesehen, wer damit
39:43angekommen ist.
39:44Danke. Vielen Dank.
39:46Es wäre sehr wichtig, wenn Sie diese Aussage bei der Polizei korrigieren könnten, so schnell wie möglich.
39:52Ja, mache ich.
39:59Sandoz?
40:00Frau Sandoz, Heiland hier.
40:02Frau Heiland, was kann ich für Sie tun?
40:04Ja, ich hoffe, Sie haben einen Moment. Es geht nochmal um die Hunde.
40:07Es ist relativ wichtig. Folgendes.
40:35Hallo, wer ist da?
40:36Frau Töller?
40:48Frau Töller, Sie schaffen das.
40:51Sie müssen jetzt an sich denken.
40:54Und einfach nur die Wahrheit sagen.
40:57Und wenn das zu Lasten Ihres Lebensgefährten geht, dann ist das so.
41:01Das muss jetzt jeder für sich selbst einstehen.
41:06Sie sind stark.
41:07Sie schaffen das.
41:08Sie müssen endlich wissen, warum ich hiedle mich wie ein Verbrecher von der Polizei abholen zu...
41:12Ich wollte sicherstellen, dass Sie meine Einladung auch annehmen.
41:15Setzen Sie sich bitte.
41:18Was soll das werden?
41:20Siri, was machst du hier? Komm, wir gehen nach Hause.
41:22Herr Röckes.
41:24Setzen Sie sich.
41:33Es ist an der Zeit, dass Sie die Wahrheit sagen.
41:37Alle beide.
41:39Wir haben alles gesagt.
41:41Was wollen Sie denn noch?
41:45Frau Töller?
41:50Ich habe gelogen.
41:52Ich war gar nicht einkaufen an dem Tag im Gassiland.
41:55Siri?
41:57Maurice hat seinen Führerschein verloren.
41:59Wir wollten nicht, dass er noch mehr Ärger kriegt.
42:02Das heißt, Sie, Herr Händkes, waren an dem Tag mit dem Hund unterwegs.
42:06Und haben ihn im Auto gelassen, während Sie einkaufen waren.
42:11Überlegen Sie jetzt gut, was Sie sagen.
42:21Ich habe den Kofferraum offen gelassen.
42:24Das schwöre ich.
42:30Die Klappe, die muss zugefallen sein.
42:36Du warst gar nicht einkaufen?
42:40Du warst im Gym und hast ihn einfach vergessen?
42:43Du hast mich angelogen.
42:45Das passt auch zu der Aussage der Zeugin.
42:51Gut, dann hätten wir diesen Teil geklärt.
42:56Bleibt noch der Vorwurf der gewerblichen Zucht und des illegalen Handels.
43:01Meine Mandantin ist Analphabetin.
43:04Das ist bisher nicht aktenkundig.
43:07Sie wusste nicht, welche Verträge Herr Händkes Sie unterschreiben ließ.
43:15Ist das richtig, Frau Töller?
43:23Ich habe das immer alles nur für uns getan, Siri.
43:28Wir brauchten das Geld.
43:39Verstehe ich das richtig?
43:41Sie geben zu, dass Frau Töller die Verträge der Hundeverkäufe unwissentlich unterzeichnet hat?
43:48Ja.
43:50Ich rate Ihnen dringend, sich einen Anwalt zu nehmen.
43:55Und noch ein persönliches Wort von mir.
43:58Ein unschuldiges Tier ist in Ihrer Obhut elendig gestorben.
44:02Ich werde dafür sorgen, dass Sie nie wieder ein Tier halten dürfen.
44:11Sie regeln.
44:13Sie regeln.
44:13Du hast nie was für uns getan.
44:18Fahre nach Hause und pack deine Sachen.
44:21Ich will dich nicht mehr sehen.
44:22Ich...
44:22Jetzt, Maurice.
44:28Sie hören von mir, Herr Händkes.
44:48Sie hören von mir, Herr Händkes.
44:53Erleichtert.
44:55Aber mein bisheriges Leben ist einfach vorbei.
44:58Vielleicht fängt ja jetzt was Neues an.
45:01Sie wissen, Lesen und Schreiben, das kann man immer noch lernen.
45:03Da gibt es gute Angebote, auch für Erwachsenen.
45:06Und wenn Sie Hilfe brauchen, dann melden Sie sich bitte.
45:09Danke, Frau Helland.
45:12Und Ihre Hunde bekommen Sie ja auch zurück.
45:26Hallo.
45:28Hallo.
45:29Hallo.
45:31Heiland.
45:31Frau Bento, richtig?
45:33Genau.
45:33Bitte.
45:35Meine Assistentin hatte Sie bereits angekündigt.
45:42Ja, ich bin blind.
45:44Seit meiner Geburt.
45:45Bitte.
45:50Einmal hier entlang.
45:57Und...
45:58Hier können Sie sich setzen.
46:09Völlig blind?
46:11Nein.
46:12Ich habe ein Prozent Restseevermögen.
46:14Ich kann Lichtquellen wahrnehmen.
46:16Und in mir vertrauten Räumen habe ich keine Probleme.
46:21Meine Assistentin sagte, es geht um eine Familiensache.
46:26Kann man so sagen, ja.
46:29Familienrecht ist nicht mein Fachgebiet.
46:31Ich bin Strafverteidigerin.
46:34Dann sind...
46:36nur Leute hier, die kriminell sind.
46:39Nicht nur.
46:40Aber erzählen Sie doch erstmal.
46:47Ich habe mir eigentlich ganz genau überlegt, wie ich das sage, aber...
46:53jetzt, ähm...
46:54Fangen Sie einfach irgendwo an.
46:59Ich komme aus Frankfurt.
47:02Da bin ich aufgewachsen.
47:04Mit meiner Mutter und ohne Vater.
47:08Ihre Eltern sind geschieden?
47:09Nee, die waren nie verheiratet.
47:11Mein Vater hatte schon eine Frau und...
47:13eine Tochter auch.
47:19Er war dann zwischenzeitlich getrennt und als ich dann unterwegs war, war er wieder mit seiner Frau zusammen.
47:24Also ich war...
47:26Unfall.
47:31Geht es um Unterhalts?
47:32Nein.
47:37Entschuldigung, ich weiß nicht wirklich, mein Vater ist Paul Heiland.
47:43Und wir sind Halbschwestern.
48:07Und wir sind Halbschwestern.
48:10Ingus Finchschwestern.
48:12Ich höre es sich über...
48:16Tschüss.
48:17Leute!
48:21Grüßi.
Kommentare