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  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:45Arbeitsrecht ist leider nicht mein Fachgebiet, Herr Edwitz.
00:49Ich weiß, es geht auch nicht um die Freistellung, sondern die Eltern, die haben mich angezeigt.
00:54Und die machen Sie für die Verletzung des Kindes verantwortlich?
00:57Die behaupten, dass ich den geschlagen habe, Mann, was, ich, danke schön, was ich natürlich nicht habe, ja, das, es,
01:04es, es gab eine Rangelei zwischen den Kindern,
01:06ich habe mich dazwischengegangen, habe die getrennt, aber ich habe Karl Ludy doch nicht geschlagen, das ist völliger Schwachsinn, das
01:11hätte ich doch gemerkt.
01:12Das Kind heißt Karl Ludy?
01:15Karl Ludwig, ja.
01:18Und die Eltern, waren die anwesend?
01:20Nee, die waren gar nicht da.
01:23Wie kommen die dann da drauf?
01:24Es ist doch wahrscheinlicher, dass diese Verletzung bei dem Gerangel zwischen den Kindern entstanden ist.
01:30Maria hat gesagt, dass dies nicht war, was ganz normal ist für Kinder, ja, dann bin ich zur Arztpraxis mit
01:36Karl Ludy, ja, weil die Wunde getapet werden musste, dann sind wir zurückgekommen, da war alles noch in Ordnung, ja,
01:41dann hat mich Bettina nach Hause geschickt und nächsten Tag kriege ich diese Mail von der Beurlaubung, also...
01:46Also, Sie können sich nicht erklären, warum Ihnen das vorgeworfen wird?
01:49Nein, weiß ich nicht.
01:51Es ist eine private Kita, ja, eine private Kita, die Eltern zahlen viel Geld, sehr viel Geld und, und, und,
01:57und, die haben das sagen.
02:01Wie möchten Sie denn damit umgehen?
02:05Ich will ein Gespräch haben mit allen Beteiligten, damit ich das klären kann, das, das, das wäre super.
02:14Wenn ich jetzt einfach nichts dazu sage, das wäre wie ein Schuldeingestellten, das, das geht nicht.
02:19Verstehe, ja, dann werde ich die Kita-Leitung informieren und darum bitten, dass wir ein Gespräch führen, das kriegen wir
02:26schon hin.
02:46Heute gibt's Pasta!
02:50Kanudi!
02:52Sch, schläft.
02:57War ja gar nicht in der Kita.
02:59Nö, Antje hat gesagt, er soll nicht gehen.
03:02Er hat's eigentlich so nicht abgemacht, dass ich ihn den ganzen Tag hab, aber, naja.
03:07Irgendwie dieses Kratzers, ihm geht's doch gut.
03:09Antje war einfach trotzdem bei der Polizei damit und Leeroy ist einfach gefeuert worden.
03:15Er muss ja trotzdem in die Kita.
03:17Also, morgen auf jeden Fall, da hab ich meinen freien Tag.
03:21Sagst du es, Antje?
03:23Ja, dann.
03:23Okay.
03:47Das Gelände hier ist superschön, Freiland.
03:50Hier ist alles grün, das ist ja wie auf einem Bauernhof hier.
03:54Richtiges Naturparadies.
03:56Ah, die Bänke vom Fest, die stehen auch noch da.
04:00Also, mich würde interessieren, was hier so ein Kita-Platz kostet.
04:02Ist doch bestimmt nicht billig, oder?
04:04Entschuldigung.
04:05Äh, ja.
04:06Serafina, schön, dass du anrufst.
04:11Ja, gerne.
04:13Dann melde ich mich heute Abend nochmal.
04:15Ja?
04:16Okay.
04:18Ja, ich muss arbeiten.
04:19Bis dann.
04:20Tschüss.
04:21Die Kinder sind heute im Freibad.
04:25Ähm, Entschuldigung, wo sind denn hier die Toiletten?
04:28Den Flo runter, rechts.
04:30Okay, äh, Freiland, ich bin gleich wieder da, ja?
04:32Der Stuhl ist zu Ihrer Linken.
04:35Ah ja, danke.
04:41Ja, der ganze Vorfall ist bedauerlich für uns alle.
04:46Und ich weiß auch gar nicht, wie das passieren konnte, dass Leeroy die Hand ausrutscht.
04:50Das passt gar nicht zu ihm.
04:51Herr Idris sagt, er hat den Jungen nicht geschlagen.
04:54Ja, wenn's eskaliert, dann geht immer alles ganz schnell und jeder hat seine eigene Sicht.
04:59Aber jetzt ist es so.
05:01Und ich muss damit umgehen.
05:03Die Beurlaubung ist die beste Lösung.
05:08Mein Mandant bittet um ein Gespräch mit allen Beteiligten, um die Sache zu klären.
05:12Er hält seine Beurlaubung für ungerechtfertigt.
05:15Das ist keine gute Idee.
05:19Sie haben bisher auch nicht mit ihm über den Vorfall gesprochen.
05:22Nein, dafür war keine Zeit.
05:24Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen und die Beobachtungen waren eindeutig.
05:29Und dass die Polizei gerufen wurde, ist das üblich?
05:32Ich hatte die Eltern nicht erreicht.
05:34Aber ich weiß, dass sie darauf bestanden hätten.
05:39Ja.
05:40Richten Sie Leeroy liebe Grüße aus und ich wünsche ihm alles Gute.
05:45Moment, ich hätte da noch ein paar Fragen zu dem Vorfall.
05:50Sicher.
05:51Ja.
05:58Hi.
05:59Hi.
06:02Schwimmst du gar nicht mit?
06:04Meine Mama hat gesagt, ich soll nicht.
06:07Ah.
06:09Naja, aber wenn die Mama das sagt, dann gibt es meistens auch einen Grund.
06:16Das heißt, Sie waren mit dem Buffet beschäftigt und haben die Rauferei nur gehört und nicht gesehen.
06:23Und erst als Karl Ludwig laut geschrien hat, haben Sie seine Verletzung bemerkt.
06:27Das heißt, der Vorwurf gegen Herrn Idris beruht auf den Aussagen von zwei fünfjährigen Kindern.
06:35Eine Mutter hat gesehen, was passiert ist und es der Polizei auch so gesagt.
06:39Es gibt also eine Zeugin.
06:41Und wer ist das?
06:42Darf ich Ihnen das überhaupt sagen?
06:44Ich meine wegen Datenschutz und so.
06:47Ich werde ohnehin Akteneinsicht beantragen.
06:50Frau Portinasco, die Mutter von Maria.
06:55Von dem Mädchen, das an dem Streit beteiligt war?
06:59Ja.
07:01Ich heiße übrigens Tilly.
07:03Und du?
07:04Maria.
07:06Schöner Name.
07:09Darf ich mal sehen?
07:12Oh, wow.
07:14Das ist ja eine coole Rakete.
07:17Ihr hattet gestern ein Fest mit Astronauten, ne?
07:20Ja.
07:22Und so schön bunt.
07:25Und Tiere magst du auch, wie ich sehe.
07:28Ja.
07:29Was ist das?
07:30Eine Giraffe.
07:32Was haben wir denn da noch?
07:35Und das da ist mein Pferd.
07:37Das ist deins?
07:39Hat das auch einen Namen?
07:40Ja, Flecki.
07:42Flecki?
07:44Ich fasse das mal zusammen.
07:47Sie haben gar nicht selbst gesehen, was passiert ist.
07:51Sie übernehmen keine Verantwortung für Ihren Praktikanten und haben ihn ohne ein Gespräch beurlaubt.
07:58Ich musste eine Lösung finden, die für die Kinder und die Eltern am besten ist.
08:04Den Praktikanten zu beschuldigen.
08:06Er spart den übrigen Beteiligten natürlich die Auseinandersetzung.
08:09Ja, ich finde es auch schade, dass es so gelaufen ist.
08:17Für Herrn Idris geht es um seine berufliche Zukunft.
08:20So eine Sache bekommt er ja nicht mehr aus seiner Vita raus.
08:23Ich würde ihm ein positives Zeugnis ausstellen.
08:27Es liegt eine Strafanzeige vor.
08:30Die Deutungshoheit über diesen Vorfall liegt nicht mehr hier in der Kita.
08:33Und für meinen Mandanten gilt die Unschuldsvermutung.
08:36Ich denke, es wäre sinnvoll zu erfahren, worüber die Kinder überhaupt gestritten haben.
08:40Das wäre aufschlussreich.
08:43Mein Angebot mit dem Zeugnis steht.
08:53Frau Vogel?
08:55Ja, ich komme.
08:57Tschüss, Maria.
08:59Tschüss.
09:01Danke, Frau Kessler.
09:02Gerne.
09:04Maria?
09:05Mama!
09:06Kommst du raus?
09:07Danke, Bettina.
09:09Ich habe es nicht früher geschafft.
09:10Kein Problem.
09:12Maria kann sich so gut selbst beschäftigen.
09:15Waren die beiden wegen dem freien Platz da?
09:18Nein, die waren wegen Leroy hier.
09:21Die blinde Frau ist seine Anwältin.
09:25Seine Anwältin?
09:26Ist das nicht ein bisschen übertrieben?
09:28Ja, was soll ich dazu sagen?
09:29Ich habe es nicht gesehen.
09:31Aber ich muss jetzt damit umgehen.
09:36Mama!
09:37Ja, Schatz, wir gehen jetzt.
09:38Tschüss, bis morgen.
09:40Ja, wir gehen jetzt.
09:43Tschüss.
10:00Hallo.
10:01Hey.
10:02Hey.
10:03Gut gelandet?
10:04Ach, der Flug war furchtbar.
10:05Ich bin total erledigt.
10:08Aber das war die letzte Konferenz im Quartal.
10:10Morgen habe ich frei.
10:13Wie geht's, Carl Ludi?
10:15Gut.
10:15Der macht Mittagsschlaf.
10:16Und Kati ist ausgegangen.
10:18Okay, ich schaue mal kurz nach ihm.
10:29Hallo.
10:50Formal kann ich da nichts machen.
10:51Die Kita-Leitung darf so ein Praktikum fristlos kündigen.
10:55Auch wenn es keine Beweise gibt, ja?
10:58Es gibt eine Zeugin.
11:01Was? Wer denn?
11:04Daniela Portinasco.
11:05Die Mama von Maria?
11:10Ich habe Akteneinsicht beantragt und die Polizei wird sie natürlich auch vorladen, damit sie als Beschuldigte eine Aussage machen können.
11:17Warte mal, Daniela hat gesagt, dass sie mich gesehen hat, ja?
11:23Was ist denn passiert?
11:24Hä?
11:26Vielleicht hat die irgendwie aus dem falschen Winkel geschaut und es sah so aus, als wenn ich ihn...
11:33Nein, aber es hätte ich doch gemerkt, wenn ich ihn...
11:37Wir müssen erstmal abwarten, was sie konkret ausgesagt hat.
11:40Herr Idris, bitte setzen Sie sich.
11:43Könnte ich bitte ein Wasser haben?
11:44Äh, ja klar.
11:45Dankeschön.
11:47Entschuldigung.
11:50Vielleicht hat sie es ja wirklich nur so ungefähr gesehen.
11:54Oder sie sagt absichtlich nicht die Wahrheit.
11:57Trauen Sie der Frau sowas zu?
11:58Weiß ich nicht, so gut kenne ich sie nicht.
12:02Gab es im Vorfeld irgendwann Konflikte mit den Eltern?
12:06Wurden sie von irgendjemandem angefeindet?
12:10Was?
12:10Dankeschön.
12:11Ja.
12:12Meinen Sie wegen Hautfarbe oder was?
12:18Was haben Sie denn für eine Hautfarbe?
12:20Achso, äh, braun.
12:22Ja, braun.
12:24Und gab es deswegen mal Probleme?
12:26Nee.
12:27Gut, dann sagt Frau Portinasko möglicherweise nicht die Wahrheit,
12:32weil sie nicht will, dass man ihr Kind beschuldigt.
12:37Bei welchem Arzt waren Sie?
12:39Vielleicht lässt sich ja über die Art der Wunde ausschließen,
12:43dass Sie etwas damit zu tun haben.
12:48Direkt bei der Notfallpraxis gegenüber waren wir.
12:52Mhm, gut.
12:54Aber stehen die nicht unter Schreidepflicht?
12:58Ich kann ja trotzdem versuchen, etwas herauszufinden.
13:02Okay.
13:11Hast du es heute noch mal kontrollieren lassen?
13:14Nein, die waren ja gestern direkt mit ihm beim Arzt.
13:16Der hat gesagt, eine Woche kein Wasserkontakt.
13:18Was genau hat er gesagt?
13:20Ich war nicht dabei.
13:21Leeroy war mit ihm da.
13:22Leeroy?
13:23Und was hat der gesagt?
13:25Keine Ahnung, du hast ihn feuern lassen.
13:27Ja, ich verstehe auch nicht, warum Sie ausgerechnet
13:29ihn mit Karl Ludi zum Arzt schicken.
13:31Und dann auch noch zu einem Fremden.
13:34Naja, jedenfalls will er morgen unbedingt wieder in die Kita.
13:37Erst mal nicht.
13:40Ich gehe morgen auf jeden Fall
13:41erst mal zu Dr. Hopf mit Karl Ludi.
13:42Ich gehe morgen auf jeden Fall.
14:25Hallo, Romy.
14:28Hier, Mama.
14:31Und wie war der Flug?
14:33lang. Aber jetzt bin ich ja da. Es gab ein Problem mit dem Gepäck. Ach ja, aber das Gepäck ist
14:41ja
14:42jetzt hier, ist alles in Ordnung. Danke, dass du sie abgeholt hast. Klar. Und wie geht's Papa und Jessica?
14:50Also die haben das wirklich sehr, sehr schön da. Die haben ein ganz tolles Haus. Ja, ganz nah am Meer.
14:57Ja, und das nette Nachbarn, ja. Zu wie vielen Bootstouren hat er dich gezwungen? Nein, wir haben nicht so viel
15:06unternommen. Also es war eher gemütlich, weißt du, das Wetter war ja auch wunderbar. Es hat ja kaum
15:10geregnet. Und das Essen, unglaublich. Das amerikanische Essen, unglaublich. Papa, wie geht's Papa? Ja, er hat
15:24sich unheimlich gefreut, dass ich da war. Aber lass mich morgen erzählen. Ich bin wirklich fix und fertig.
15:32Ja, lass essen. Verstehe. Ja, hier, wenn du das vielleicht mitnehmen könntest. Komm, ich nehme beide.
15:37Ich hoffe, es schmeckt. Ja, bei dir doch immer.
15:50Dr. Hopf, ja? Ja, vielen Dank, dass Sie ganz kurz Zeit haben. Ja, also ich finde, das sieht total
15:55schlimm aus. Und es würde mich sehr beruhigen, wenn Sie da mal ganz kurz drauf gucken könnten. Ja?
16:01Super, ja, dann komme ich gleich mit Carludi vorbei. Ja, vielen Dank.
16:09Hallo. Guten Morgen. Guten Morgen. Na, heute ist ja schon mehr los. Mhm.
16:16Na, Frau Heiland, Sie schon wieder? Ja, ich hatte Einsicht in die polizeiliche Akte und ich
16:21hätte noch ein paar Fragen an Frau Portinasco bezüglich ihrer Zeugenaussakt. Ja, und muss das hier sein?
16:26Hallo. Ich wusste nicht, wo ich Sie sonst antreffen sollte. Mhm.
16:31Ach, Frau Heiland, da kommen Sie. Frau Portinasco? Ja? Hallo.
16:36Heiland mein Name. Ich bin die Rechtsanwältin von Herrn Idris. Das ist meine Assistentin, Frau Vogel.
16:40Ich hätte ein paar Fragen an Sie. Ich bin leider spät dran. Ich nehme Maria mit rein. Und dich auch.
16:46Tschüssi. Das geht auch ganz schnell. Sie sind ja die einzige Zeugin.
16:51Was denn für Fragen? Können wir vielleicht irgendwo hingehen, wo ein bisschen weniger los ist?
16:56Ja, ganz kurz. Gehen wir einfach rüber. Äh, Frau Heiland? Mhm. Mhm.
17:06So, was wollen Sie denn wissen? Wegen des Vorfalls. Wie sind Sie denn auf den Streit der Kinder aufmerksam geworden?
17:17Wegen des Vorfalls. Jetzt. Und hier noch ein Stick. Eine Talam.
17:22Oh, ich hole deine Mütze noch.
17:30Ich bin noch mal rein, weil ich Marias Sonnenmütze vergessen hatte.
17:32Und als ich zurückgekommen bin, habe ich gesehen, wie Leeroy Kaludi von Maria weggezogen hat.
17:37Ich sage ja nicht, dass es Absicht war.
17:41In Ihrer Aussage, da haben Sie einen lauten Schmerzensschrei erwähnt.
17:46Ja. Kaludi hat laut geschrien. Wir haben uns alle erschrocken.
17:50Und haben Sie zuerst den Schrei gehört und dann Herrn Idris und die Kinder gesehen?
17:57Ich habe gesehen, wie Leeroy die Kinder ziemlich ruppig getrennt hat. Da ist es passiert.
18:05Ein Schlag? Ja.
18:07Und was ist dann passiert?
18:09Bettina hat versucht, die Eltern zu erreichen.
18:12Und wie ging es Ihrer Tochter danach?
18:15Maria, sie hat sich erschrocken, aber es geht ihr gut.
18:23Kaludis Wunde hat nicht aufgehört zu bluten. Deswegen ist Leeroy dann mit ihm zur Arztpraxis um die Ecke.
18:28Danke.
18:29Und Ihre Tochter hatte keine Verletzung?
18:31Ich muss jetzt. Wirklich.
18:35Ja, vielen Dank für das Gespräch.
18:37Gerne.
18:45Dann.
18:54Das ist doch absurd. Warum darf man Erzieher nicht mit dem Kind zum Arzt, wenn es verletzt ist?
18:59Weil er nicht erziehungsberechtigt ist und deswegen keine medizinischen Entscheidungen treffen darf.
19:04Aber es war doch ein Notfall.
19:06Da muss dann die Kita-Leitung einen Notarzt rufen.
19:10Oder die Eltern werden benachrichtigt und die gehen dann mit dem Kind zum Arzt.
19:15Und weil Herr Idris nicht warten wollte, kriegt er jetzt noch mehr Ärger, oder wie?
19:20Na, es sei denn, die Verletzung war so schwer, dass ein Nichthandeln fahrlässig gewesen wäre.
19:26Das muss bitte zur Staatsanwaltschaft Frau Santos.
19:28Ja.
19:29Danke.
19:30Wir müssen mehr über diese Verletzung erfahren.
19:33So eine Platzwunde entsteht ja durch stumpfe Gewalteinwirkungen, also einen Stoß oder Sturz.
19:41Ähm, Freiland, ähm, mir ist aufgefallen, dass Herr Idris an der rechten Hand einen ziemlich massiven Silberring trägt.
19:50Das ist eine relevante Information, Frau Vogel.
19:55Bettina, ich bin's, Antje.
19:57Wie kommt es, dass Karl Ludi bei einem fremden Arzt war?
20:00Wir haben das tausendmal besprochen. Ich muss mich doch auf irgendwas verlassen können.
20:04Ja, Antje, ich versteh dich absolut.
20:07Ja, verstehen reicht nicht. Ich meine, der, der setzt ihm da irgendwelche Spritzen und ich weiß von nichts.
20:12Also ich meine, äh, das geht nicht.
20:14Ja, das war auch sehr eigenmächtig von Leroy. Und ich denke, das können wir auch...
20:20Okay, ich komm nachher vorbei.
20:24Ja.
20:34Karl Ludi?
20:38Wenn Antje es sehen würde, wär ich gefeuert. Ich sag's ja.
20:42Und ich übertreib so hart mit ihrem Veggie-Wahn, als wäre es eine Religion.
20:50Karl Ludi ist so aggro teilweise, ist nicht mehr normal.
20:53Aber es will Antje nicht sehen.
20:58Du hör zu, ich treffe mich nachher mit meiner Anwältin, ja?
21:00Und, äh, die brauchen noch Fotos von seiner Wunde.
21:03Ich hab aber keine gemacht, deswegen wollte ich dich fragen. Kannst du vielleicht welche machen?
21:06Klar?
21:07Ja.
21:08Das ist mir richtig wichtig, danke.
21:10Ja.
21:12Ich will aber nicht, dass du dir Ärger einhandelst, ja?
21:15Ey, was Antje da abzählt, ist nicht okay.
21:17Du konntest nichts dafür, dass Karl Ludi so aggro ist.
21:20Gar nichts.
21:24Hallo.
21:25Wir schaffen das, ja?
21:27Ja.
21:27Es wird schon.
21:36Jetzt empfiehlt dieser Schulmediziner ernsthaft die Überprüfung der Ernährung und ein großes Blutbild.
21:42Was sagt denn unser Doktor Hopf dazu?
21:45Naja, der hält den Rat des Kollegen für sinnvoll, der will sich jetzt natürlich keine Blöße geben.
22:01Und hier, hier ist Daniela, ich wollte mal fragen, wie es Karl Ludi geht.
22:05Ich hoffe besser.
22:06Wir sehen uns, liebe Grüße, tschüss.
22:16Ich hatte bei diesem Leeroy von Anfang an ein schlechtes Gefühl.
22:20Och bitte, lass jetzt mal diesen Erzieher in Frieden, ja?
22:23Karl Ludi war verletzt, er hat sich um ihn gekümmert.
22:25Ja, weil er ihn geschlagen hat.
22:28Willst du ernsthaft vor Gericht ziehen?
22:32Sag mal, du tust so, als wäre überhaupt nichts passiert.
22:35Aber dieser Erzieher hat unser Kind misshandelt.
22:38Misshandelt bitte, übertreib mal nicht, ja?
22:40Karl Ludi ist gesund, ihm geht's gut.
22:42Ja? Wer sagt das?
22:44Dr. Hopf hat es bestätigt. Lass gut sein.
22:48Martin, wir können keine Gewalt in der Kita tolerieren.
22:50Da geht's nicht nur um unseren Sohn.
22:52Wenn einem Erzieher die Hand ausrutscht, dann passiert es wieder.
22:55Und dann ist es nicht einfach eine Platzwunde.
22:57Antje, wir waren nicht dabei.
22:59Ach, bei Daniela. Die hat's gesehen.
23:04Also, die Wunde sieht auf alle Fälle nicht so aus, als wäre sie mal eben durch eine kleine Ohrfeige entstanden.
23:11Sie tragen einen Ring, richtig?
23:15Ja, ja, ja. Ja, trage ich.
23:18Kann ich den mal sehen?
23:22Ja, klar. Entschuldigung.
23:24Entschuldigung.
23:25Ich...
23:29Mhm.
23:37Meinen Sie, ich hab ihn damit getroffen, oder wie?
23:40Na ja, das könnte vor Gericht als Möglichkeit in Betracht gezogen werden.
23:43Und dann würde man weiter argumentieren, dass sie aus Schuldbewusstsein mit ihm zum Arzt gegangen sind.
23:49Worüber haben sich die beiden Kinder eigentlich gestritten?
23:52Weiß ich nicht. Das passiert aber öfter.
23:54Karl Ludi ist ein bisschen wild, ja, und...
23:58manchmal, da beißt er auch, und die anderen Kinder distanzieren sich dann von ihm.
24:05Wenn er ein Unruhestifter ist, dann ist das doch bestimmt Thema.
24:10Ja, über Karl Ludi beschwert sich keiner. Dafür ist die Mutter zu wichtig.
24:13Spendet zu viel Geld.
24:38Äh, wir sind zu weit. Ja, Entschuldigung.
24:46Hier rein.
24:51Ja, wir haben leider nicht viel Zeit, aber...
24:54Ja, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns nehmen.
24:57Ja, natürlich, ähm, uns beschäftigt die ganze Sache ja auch.
24:59Kommen Sie rein? Möchten Sie sich setzen?
25:02Ja.
25:04Kann ich Ihnen irgendwas zu trinken anbieten? Kaffee, Wasser, oder...
25:09Äh, an Wasser sehr gerne.
25:10Für mich nichts, danke. Ähm, hier ist der Stuhl. Direkt vor Ihnen.
25:13Danke.
25:14Sie können sicher verstehen, dass ich mein Kind schützen muss, oder?
25:18Natürlich.
25:22Aber...
25:23Für meinen Mandanten ist das eine ernste Situation.
25:27Ja, für uns auch.
25:30Und gerade bei so einer Sache können wir ja nicht einfach so tun, als wäre nichts passiert, oder?
25:35Danke.
25:37Äh, faktisch, äh, ist ja noch nicht bewiesen, was genau passiert ist.
25:43Und Sie beide waren offenbar nicht anwesend.
25:45Faktisch ist aber doch klar, dass unser Sohn gewaltsam verletzt wurde, und es gibt ja auch eine Zeugin.
25:50Daniela Potinasco.
25:53Deren Tochter Maria in den Streit verwickelt war?
25:55Ja. Und die Kinder haben ja auch erzählt, wie es war.
25:59Vielleicht hat ein Kind für Sie keine Glaubwürdigkeit, aber ich glaub den beiden.
26:05Haben Sie Kinder?
26:08Nein, hab ich nicht.
26:10Aber wenn Sie mit den Kindern gesprochen haben, dann können Sie mir ja vielleicht sagen, worum es in dem Streit
26:14ging.
26:14Offenbar stritten die beiden öfter.
26:16Nicht, dass ich wüsste, nein.
26:20Hat Ihnen niemand erzählt, dass es Probleme mit dem Verhalten Ihres Sohnes gibt, und dass die anderen Kinder ihm aus
26:27dem Weg gehen?
26:29Also, das muss ich mir jetzt wirklich nicht anhören.
26:30Ihr Mandant hat meinen Sohn geschlagen, danach zu einem Arzt gebracht, den ich überhaupt nicht kenne, ohne unsere Erlaubnis.
26:37Das reicht ja wohl, um Maßnahmen zu ergreifen.
26:39Sie scheinen in dieser Kindertagesstätte eine Autorität zu sein.
26:43Ja, ich engagiere mich da. Auch finanziell.
26:47Vielleicht gibt es deswegen Hemmungen, offen mit Ihnen über Probleme zu sprechen.
26:53Ich hab das Gefühl, dass wir alle sehr ehrlich miteinander sind.
27:02Warum wussten Sie dann nicht, dass die anderen Kinder Ihren Sohn meiden?
27:12Für mich bestehen hier diverse offene Fragen.
27:16Worum ging es in diesem Streit zwischen den Kindern? Und was hat Frau Portinasco wirklich gesehen?
27:22Warum ... Kathi, bitte.
27:27Oder hat sie das Ganze vielleicht doch erst später bemerkt und ist sich jetzt unsicher, ob Ihre Tochter Karl Ludwig
27:34doch geschlagen hat?
27:36Alle diese Fragen werden vor Gericht erörtert werden, denn für meinen Mandanten steht viel auf dem Spiel.
27:42Und ich vermute, ihm wurde gekündigt, um einen Konflikt auszuräumen, der eigentlich ganz woanders liegt.
27:56Also, ehrlich gesagt, bei der würde ich auch nicht alles auf dem Ansprechen.
27:59Nee. Frau Heiland?
28:01Ja?
28:03Hi, ich bin Kathi, das Au-pair. Ich passe auf den Kleinen auf. Den Karl Ludwig.
28:07Ah. Ich weiß, warum es in dem Streit ging.
28:11Aha.
28:14Also, die Maria, die hat immer so Salamis dabei und Karl Ludwig ist halt ultrascharf drauf und jagt sie dann,
28:21weil er nur vegetarisch essen darf.
28:22Und ... naja ...
28:26Der meint das ja auch nicht böse. Der ist einfach hungrig. Und dann hat der Sohn Hipper und ...
28:32Naja, der Kinderarzt will auch ein Blutbild machen deswegen, also ...
28:35Oh.
28:37Naja, das haben Sie alles nicht von mir.
28:39Mhm.
28:39Okay.
28:40Natürlich.
28:41Ich geh dann wieder rein.
28:43Ja.
28:43Danke.
28:50Frau Vogel?
28:53Mhm.
28:54Geht's zurück in die Kanzlei?
28:56Ähm, nein, ich wollte eigentlich woanders hin, aber vielleicht können wir vorher noch eine Kleinigkeit essen.
29:00Mhm.
29:02Also, normalerweise voll gern, aber heute geht's leider echt nicht.
29:06Ja.
29:06Mhm.
29:08Ähm, soll ich Ihnen noch ein Taxi rufen?
29:12Ja.
29:14Okay.
29:21Wenn's hart auf hart kommt, sagst du einfach gar nichts.
29:26Ja, vielleicht hat diese Anwältin nicht ganz Unrecht.
29:29Bettina sieht uns doch wirklich nur als wandelnde Brieftasche.
29:32Die traut sich nie irgendwas Unangenehmes uns gegenüber zu sagen.
29:35Ich find das gut, wenn mal jemand Tacheles redet.
29:37echt, wenn du.
30:04Tbrralbaolin.
30:05Und ich guckte das Aufura 변力.
30:07Ich hole nur kurz meine Sachen, dann bin ich wieder weg.
30:09Leeroy, es tut mir leid.
30:12Willst du mich verarschen?
30:16Du hättest die Not ausrufen sollen, das weißt du ganz genau, das hast du aber nicht gemacht.
30:40Hilfe!
30:44Ich schreib dir ein gutes Zeugnis, okay?
30:57Wie geht die eigentlich mit Konflikten um?
31:01Und was sollen die Kinder daraus lernen?
31:07Ich meine, ihr habt ein Problem mit mir oder mit irgendwelchen Sachen, die ich mache, ja?
31:12Aber es gibt keinerlei Kommunikation, überhaupt nichts, null, gar nichts.
31:17Stattdessen kriege ich irgend so eine E-Mail, so eine unpersönliche E-Mail, von wegen ich bin gefeuert.
31:20Was ist das für eine Art?
31:25Du weißt ganz genau, wie wichtig das Praktikum für mich war.
31:31Aber ist dir völlig egal, oder?
31:39Tschüss.
31:51Tschüss.
32:06Hey!
32:07Hey!
32:08Das riecht zur Abwechslung ja mal gut.
32:20Kommt Odette heute?
32:21Nein.
32:22Das ist für dich.
32:25Okay.
32:26Raus damit.
32:27Was hast du ausgefressen?
32:32Ich wollte mich einfach mal bedanken.
32:34Dafür, dass du mir das Zimmer damals gegeben hast, als Ada weg ist.
32:39Ich glaube, ohne dich wäre ich in ein ziemliches Loch gefallen.
32:47Ich weiß nicht, ob das angekommen ist, aber ich weiß das zu schätzen.
32:55Und was noch?
32:59Also, du willst mir doch irgendwas sagen.
33:02Ja?
33:02Ja.
33:04Ich habe nachgedacht und ich ziehe bei Odette ein.
33:13Wow.
33:19Sei es in Ordnung?
33:21Du hast doch immer gesagt, sie soll das machen.
33:25Ja, ich...
33:27Ich weiß, ich...
33:30Ich freue mich auch für euch.
33:35Wir sehen uns doch weiterhin.
33:37Mhm.
33:38Klar.
33:46Willst du einen Wein?
33:48Mhm.
33:55Boah, ich glaube, diesen Nachtisch hätte ich mir sparen sollen.
34:00Und, wie findest du Serafina?
34:02Toll. Ist die wirklich neu in Berlin?
34:04Ja.
34:05Wahnsinn, wie viele Leute die kennt.
34:07Unglaublich, oder?
34:08Und sie ist witzig.
34:10Ja, und wie die an den Tisch gekommen ist.
34:13Ich glaube, der Kellner war in sie verliebt.
34:16Ja, das glaube ich auch.
34:18Es war wirklich ein sehr schöner Abend.
34:20Ich habe nur zweimal an mein Verfahren gedacht.
34:22Mhm.
34:24Ja, deine Schwester ist echt toll.
34:26Frau Vogel mag sie, glaube ich, nicht so sehr.
34:28Und ich verstehe überhaupt nicht, warum.
34:31Schöne Frauen wirken oft einschüchternd.
34:34Serafina ist also schön?
34:37Äh, ja. Hat dir das noch keiner gesagt?
34:41Nee, aber ich habe es mir gedacht.
34:46Brauchst du noch was?
34:47Danke.
34:48Danke fürs nach Hause bringen.
34:50Sehr gerne. Gute Nacht.
34:52Gute Nacht.
35:09Vielleicht lässt sich die ganze Sache einfach aufklären.
35:12Ich glaube, ich suche Carl Ludi einen neuen Kita-Platz.
35:15Es gibt so einen Kindergarten in Mitte.
35:17Da hat meine Kollegin ihre Kinder und die ist da echt super happy.
35:20Er mag seine Kita.
35:22Mir erzählt hier jeder, dass Carl Ludi eine Außenseite ist.
35:25Ist doch kein guter Ort für ihn.
35:28Mach das nicht.
35:31Er ist nicht mehr lange bis zur Einschulung.
35:33Also wenn, wechsel dann jetzt.
35:35Okay.
35:36Du entscheidest.
35:37Aber frag bitte Carl Ludi vorher, was er will, ja?
35:39Ich glaube, er ist gerne da.
35:42Wie lieb Carl Ludi.
35:46Ist das okay bei dir?
35:47Ja, alles gut.
35:49Ja, ist gerade alles ganz schön stressig bei uns.
35:51Ich wollte mich nochmal bedanken bei dir für die Extrastunden.
35:53Kein Ding.
35:55Carl Ludi ist ein guter Junge.
35:57Ist einfach so süß.
35:58Ich habe ihn richtig lieb.
36:00Ich kann gar nicht glauben, dass in zwei Monaten mein Jahr bei euch schon vorbei ist.
36:04Ja, die Zeit rast irgendwie gerade.
36:06Mhm.
36:08Antje, ich ähm, es gibt eine Sache, die wollte ich noch mit dir besprechen.
36:15Ja, klar.
36:18Ich habe das Gefühl, Carl Ludi ist immer hungrig.
36:22Echt?
36:23Ich habe das Gefühl, dass der eigentlich eher picky ist.
36:26Ja, irgendwie ist auch so dünn.
36:29Und ich glaube, wenn er dann so aggro wird, dann hat er irgendwie Hunger auf was, was er nicht kriegt.
36:34Agro?
36:35Wie meinst du das?
36:37Naja, er ist schon aggressiver als andere Kinder.
36:41Wann denn?
36:43Also neulich zum Beispiel auf dem Spielplatz hatte ich so eine Bratwurst und da hat er mich richtig brutal zur
36:48Seite geschubst und sich die Wurst im Mund gestoppt.
36:53Du hast ihm Fleisch gegeben.
36:57Naja, also ich meine, ich habe sie ihm nicht gegeben, aber er hat es gegessen.
37:00Er hat es gegessen.
37:02Und das sagst du mir jetzt?
37:03Ja, aber es war nicht extra.
37:07Tut mir leid, Antje.
37:09Sorry.
37:16Das war so ein lustiger Abend das letzte Mal mit dem Ben.
37:20Und ich dachte, dass Wirtschaftseinräte eigentlich so Spießer sind, aber der ist ja so witzig und so cool.
37:26Warum seid ihr nicht mehr zusammen?
37:28Äh, das ist kompliziert.
37:30Du, steht hier irgendwo Naumann?
37:34Ja.
37:35Und Männer, die in dem Alter so gut aussehen, die sind meistens schon vergeben.
37:39Ähm, lass uns über was anderes sprechen, ja?
37:50Kathi?
37:51Was wird das denn?
37:52Ich fahre nach Hause.
37:54Antje hat mich rausgeworfen.
37:57Was?
37:57Ja.
37:59Nein, du bleibst natürlich.
38:00Ich pack wieder aus.
38:01Ich weiß nicht.
38:02Ich glaube, es ist besser, wenn ich fahre.
38:03Ich rede mit ihr.
38:06Ganz ehrlich.
38:08Ich weiß nicht.
38:09Aber ich?
38:19Danke, dass Sie so kurz vor sich eingesprungen sind.
38:21Was hat Frau Vogel denn?
38:23Ich glaube, die brauchen einen Tag Pause.
38:25Bei der ist die Bereifung runter.
38:26Also, der Kleene wollte dem Mädchen die Salami klauen.
38:30Sie hat ihm eine gescheuert.
38:31Und weil seine Mutter die Kohle hat, behauptet jetzt Ihre Mutter, der Erzieher war's.
38:36Gut zusammengefasst.
38:38Aha.
38:38Und alles nur, weil der Kleene scharfach Salami is, aber nur Salat kriegt.
38:44Und ich habe mit Doktor Römer von der Notfallpraxis gesprochen
38:48und er hat mir bestätigt, dass Herrn Idris' Entscheidung, mit der Platzwunde zu ihm zu kommen, richtig war.
38:54Das würde er auch vor Gericht bestätigen.
39:01Warum haben Sie nicht den Notarzt gerufen?
39:05Ich habe versucht, im Sinne der Eltern zu handeln.
39:11Mein Mandant ist ein Opfer der Umstände.
39:13Der Umgang mit ihm ist weder fair noch rechtens.
39:20Übrigens, bei dem Streit der Kinder ging es um eine Salami.
39:23Ja.
39:24Dass Maria immer Salamis mitbringt, ist ein Problem.
39:27Karl Ludi kann sich da nicht zügeln.
39:30Ihnen sind seine Aggressionen also auch aufgefallen?
39:37Bettina, du musst kommen. Leben wird eingepullert.
39:40Ach, ich bin gleich bei...
39:43Was hast denn du da?
39:50Ziemlich heftige Bisswunde. Schon ein paar Tage alt, so wie es aussieht.
39:55War das der Karl Ludi?
39:56Mhm.
40:17Hallo Daniela.
40:22Möchte jemand was trinken?
40:25Danke ich nicht.
40:27Nee, danke.
40:36Ja, Antje wird es nicht schaffen.
40:39Ja, dann würde ich auch gern wieder gehen. Das macht ja so keinen Sinn.
40:44So Leute, Daniela hat gelogen, ja, weil sie Maria beschützen wollte.
40:48So ist es doch, oder?
40:49Das muss ich mir jetzt nicht anhören.
40:50Frau Potinasco, wissen Sie, dass Ihre Tochter eine Bisswunde am Arm hat?
41:02Ich beschreibe mal ganz kurz, wie sich die Sache für mich darstellt.
41:07Karl Ludwig jagt Maria, weil er ihre Salami will.
41:12Sie wehrt sich, es kommt zu einem Gerangel.
41:16Karl Ludwig beißt Maria und sie schlägt ihn.
41:20Genau, hiermit.
41:22Das ist Marias Lieblingspferd, kennst du ja.
41:27Das habe ich an der Stelle gefunden, wo ich die beiden getrennt habe.
41:33Ja, also, damit kann man jemandem eine Platzwunde zufügen.
41:39So habe ich das nicht gesehen.
41:41Maria hat gesagt, dass sie es nicht war.
41:43Ja, aber inzwischen ist sie sich da nicht mehr so sicher.
41:51Sie können nicht gesehen haben, dass Herr Idris Karl Ludwig geschlagen hat.
42:05Vielleicht habe ich mich geirrt.
42:09Sie können Ihre Aussage ändern.
42:13Was anderes ist natürlich die Anzeige, die Frau Saatmann erstattet hat.
42:17Aber vielleicht sollte man ihr erzählen, dass es diese Bisswunde bei Maria gibt.
42:22Das ist ja keine Kleinigkeit.
42:24Mhm.
42:30Mhm.
42:33Du kannst nicht einfach Kathi feuern.
42:35Doch, weil ich kann ihr nicht mehr vertrauen.
42:37Merkst du eigentlich, was du hier machst?
42:39Jedes Mal, wenn jemand Kritik äußert, dann schließt du ihn aus.
42:42Wenn sich unser Au-pair nicht an unsere Vorgaben hält, dann kann ich ihr doch nicht unser Kind anvertrauen.
42:46Sie hat ihm Fleisch gegeben.
42:47Ja, mein Gott, vielleicht braucht Karl Ludwig hin und wieder mal tierisches Protein.
42:51Ich habe als Kind auch Fleisch gegessen.
42:52Ach so, du findest das also okay?
42:55Kathi macht sich einfach Sorgen.
42:57Der Arzt empfiehlt ein Blutbild. Du siehst alles als Kritik.
43:00Ja, du hast mir nicht geantwortet.
43:02Du verklagst den Erzieher, ja?
43:04Du willst die Kita wechseln. Du entlässt unser Au-pair-Mädchen.
43:07Hast du dir mal überlegt, ob der Fehler vielleicht einfach bei uns liegt?
43:09Du meinst bei mir?
43:11Du kannst nicht immer alles kontrollieren.
43:12Ach, jetzt kontrolliere ich wieder alles, ja?
43:14Ich muss mich einfach mal entspannen.
43:16Wer kümmert sich denn hier um alles?
43:18Hast du dich mal gefragt, warum du so ein wahnsinnig entspanntes Leben hast?
43:23Kathi!
43:26Kathi!
43:29Wo ist Kathi?
43:31Mein Schatz, Kathi arbeitet nicht mehr für uns.
43:35Warum denn das?
43:37Okay, du meinst, ich mach zu wenig, ja? Hast du recht.
43:42Wenn du nicht zu dem Gespräch in die Kita fahren willst, dann fahr ich dahin.
43:45Und ich klär das.
43:48Nee, ich mach das. Ich fahr dahin.
44:17Ja, ich weiß nicht, warum ich hier bin.
44:19Antje, setz dich doch bitte.
44:21Ja, ich weiß nicht, warum ich hier bin.
44:25Ich hab Ihnen nichts zu sagen.
44:28Es geht um Karl Ludi.
44:29Um Konflikte mit den anderen Kindern, die ich unterschätzt habe.
44:34Ja, dann red doch endlich mal Klartext. Was genau für Probleme?
44:37Er wird oft aggressiv und übergriffig. Und das ist auch bei dem Fest mit Maria passiert.
44:45Er hat sie gebissen.
44:48Gebissen? Warum weiß ich davon nichts?
44:54Tatsächlich hat Herr Idris ihrem Sohn diese Verletzung nicht beigebracht.
45:00Frau Portinasco hat ihre Aussage revidiert.
45:02Wer denn dann?
45:04Maria hat sich gewehrt nach dem Karl Ludi, die sie gebissen hat.
45:08Und so kam es zu der Verletzung.
45:12Er wollte ihre Salami klauen.
45:14Es ist wirklich auffällig, wie sehr er an den Mahlzeiten der anderen Kinder interessiert ist.
45:22Sie sollten das jetzt nicht als Angriff auffassen.
45:25Es geht hier darum, ihrem Kind zu helfen und vor allem die Situation zu klären.
45:31Mein Mandant hat ihren Sohn nicht geschlagen.
45:33Und sein Verhalten nach dem Vorfall war richtig und notwendig.
45:39Herr Idris ist mit Leib und Seele bei der Sache.
45:42Es geht ihm wirklich nur um das Wohl der Kinder.
45:50Warum hat denn niemand früher mit mir gesprochen?
45:55Das hätte ich tun müssen.
46:07Ich, ich, ich, ich wollte nochmal, ich wollte nochmal Danke sagen.
46:12Natürlich, gerne.
46:14Sind Sie sicher, dass Sie Ihr Praktikum hier fortsetzen wollen?
46:18Ja, man sucht sich meinen Job ja nicht aus, weil man es gerne leicht hat, ne?
46:22Nee, meinen auch nicht.
46:28Hey.
46:31Dann bis, bis morgen, oder?
46:38Leroy?
46:42Leroy?
46:43Tut mir leid.
46:44Warum?
46:47Leroy?
46:51Leroy?
46:54Nein.
47:04Wann?
47:14Frau Vogel ist im Moment so komisch.
47:17Die hat irgendwas.
47:19Naja.
47:21Nimm das nicht persönlich.
47:23Sie ist jung und mit sich selbst beschäftigt.
47:26Und was ist mit Papa?
47:28Der ist am Telefon so fahrig.
47:32Ja.
47:34Er ist in letzter Zeit sehr vergesslich geworden.
47:39Das war auch der Grund, warum Jessica wollte, dass ich nach Amerika komme.
47:43Damit ich mir ein Bild mache.
47:47Und?
47:51Mama, sag was los ist.
47:55Jessica war mit ihm beim Neurologen.
47:57Es ist eine beginnende Demenz.
48:01Und wie der weitere Verlauf sein wird, ist nicht absehbar.
48:04Mama.
48:32No, no, no
48:34Untertitelung des ZDF, 2020
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