- vor 2 Tagen
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:05Sie hören von mir.
00:31Sie hören von mir.
01:02Einen Moment.
01:07Heiland.
01:09Ja.
01:43Ja, Romy.
01:46Was ist denn?
01:48Er wird operiert.
01:51Er hat eine Hirnblutung.
01:54Was ist denn passiert?
01:57Er wurde angefahren.
01:59Der Pfarrer hat Pfarrerflucht begangen.
02:03Und wie lange dauert die OP?
02:05Wie?
02:06Zwei bis drei Stunden, haben die gesagt.
02:10Okay.
02:12Und wie lange dauert die Ereignisse?
02:20Ja.
02:38Und wie lange dauert die Ereignisse?
02:42Frau Heilandt, kommen Sie bitte mit.
02:44Ja, danke.
03:10Ja, danke.
03:55Jetzt beiß doch wenigstens mal ab.
03:57Mama.
04:01Das hilft Ben jetzt auch nicht, wenn du umkippst.
04:11Ich verstehe nicht, was da passiert ist.
04:14Was hat er überhaupt in Buch gemacht?
04:17Und wieso rennt er einfach auf die Straße?
04:22Er hat dort eine Mandantin.
04:49Die Sache hat ihn ziemlich aufgewühlt.
04:51Und...
04:53Worum geht's denn da?
04:56Anne Beckweil, eine Krankenschwester.
04:59Sie wurde fristlos gekündigt wegen Verletzung der Schweigepflicht.
05:13Der Kammertermin ist nächste Woche und morgen kommt die Mandantin zur Besprechung.
05:19Macht das Rudi?
05:21Nein, der kann nicht.
05:22Er hat die letzten Verhandlungstage im Umweltfall.
05:26Dann mache ich das.
05:28Hast du denn Zeit?
05:30Die nehme ich mir.
05:33Gut.
05:35Dann melde ich dir die Akte.
05:57Jetzt mach dich nicht verrückt.
05:58Du beantwortest denen ein paar Fragen und das war's.
06:01Du hast leicht reden.
06:02Du musst nicht vor Gericht.
06:03Was soll denn passieren?
06:04Der Krankenschwester wird keiner glauben.
06:06Er weiß, was von dem Anwalt kommt, wenn er wieder aufwacht.
06:08Dazu kommt's nicht.
06:09Okay?
06:10Vertrau mir.
06:25Anruf Anne Beckweil.
06:27Anne Beckweil wird angerufen.
06:30Anne Beckweil, Nachrichten bitte nach dem Piep.
06:33Frau Beckweil, mein Name ist Romir Heiland.
06:35Ich bin Rechtsanwältin.
06:37Herr Ritter wird Sie in der nächsten Zeit nicht vertreten können.
06:40Er ist verhindert.
06:42Ich werde das übernehmen.
06:44Auch die Verhandlungen in der nächsten Woche.
06:45Es wäre also gut, wenn Sie mich zurückrufen würden.
06:49Wir wiederhören.
06:51Frau Heiland.
06:58Alles in Ordnung?
07:00Herr Ritter liegt im Krankenhaus.
07:02Er hatte einen Unfall.
07:10Er wurde operiert und in ein künstliches Koma versetzt.
07:15Er wird überleben.
07:18Sie wissen nur noch nicht.
07:24Ich übernehme ein Mandat von ihm.
07:28Okay.
07:31Um wen geht's?
07:33Die Mandantin heißt Anne Beckweil.
07:35Ben hat für Sie Klage erhoben.
07:39Der Kammertermin ist nächste Woche.
07:41Ist ganz schön knapp.
07:43Ja.
07:44Ich verschiebe einfach ein paar Ihrer Termine.
07:47Kriegen wir hin.
07:49Danke, Frau Vogel.
07:56Danke.
07:58Eine strafbewehrte Unterlassungserklärung der Gegenseite über 50.000 Euro liegt vor.
08:06Wurde aber nicht unterschrieben.
08:20Warum hat der Ritter meinen Fall an Sie übergeben?
08:23Wie gesagt, er ist verhindert.
08:26Warum denn?
08:27Es tut mir sehr leid, aber das ist privat.
08:33Ja.
08:34Mhm.
08:34Bitte schön.
08:35Danke, Frau Vogel.
08:36Danke.
08:37Danke.
08:39Also.
08:42Ihnen wurde gekündigt, weil Sie in Ihrem Blog interne Daten Ihres Arbeitgebers veröffentlicht
08:49haben.
08:50Es geht dabei um die Wirksamkeit eines Medikaments gegen Depressionen, Telafaxin.
08:57Dr.
08:58Assadi, der Chefarzt der Psychiatrie, der hat die meisten Patienten auf Telafaxin umgestellt.
09:05Es gibt so viele verschiedene Antidepressiva, je nach Art und Ausprägung der Erkrankung.
09:12Und hat dieser Dr.
09:13Assadi in Ihren Augen in einer bestimmten Absicht gehandelt oder war das Fahrlässigkeit?
09:20Ich bin mir sicher, ich bin mir sicher, der wurde geschmiert.
09:22Der verdient an Telafaxin mit.
09:25Zwei Menschen haben sich das Leben genommen.
09:30Das hier, das sind Anamnesebögen.
09:36Ich habe die Voruntersuchung betreut.
09:38Ich übernehme das mal.
09:41Also EKG, Blutdruck, das allgemeine Befinden abgefragt und die Blutabnahme gemacht.
09:48Diese Daten beweisen, dass es trotz Telafaxin-Therapie zu keiner Verbesserung kam.
09:56Im Gegenteil, bei einigen Patienten kam es zu einer Verschlechterung.
10:00Sind Sie mit Ihren Erkenntnissen zur Klinikleitung gegangen?
10:04Eben glaubt man wohl.
10:06Eine Krankenschwester oder dem Chefarzt?
10:13Soweit ich weiß, haben die Rechtsanwälte Ihres Arbeitgebers Ihnen eine strafbewerte Unterlassungserklärung geschickt.
10:19Das ist ein Schrieb, in dem Sie erklären sollten, dass Sie sich in Zukunft öffentlich nicht mehr zu dem Thema
10:24äußern.
10:25Ich habe nichts unterschrieben.
10:26Und meinen Blog auch nicht gelöscht.
10:28Das sollten Sie aber vielleicht in Erwägung ziehen.
10:30Ist das Ihre Taktik?
10:32Wegzucken und nachgeben?
10:34Das kann ich auch alleine, dazu brauche ich keinen Anwalt.
10:39Jetzt, in dieser Situation, würde ich Ihnen raten, sich kooperativ zu zeigen.
10:44Wenn Sie Ihren Blog löschen, zeigen Sie guten Willen und haben arbeitsrechtlich bessere...
10:47Ich verstehe das nicht.
10:49Wo ist denn Herr Ritter?
10:51Der war auf meiner Seite.
10:52Der hat mir gestern noch geschrieben, dass es gut aussieht und dass er eine Strategie hat.
10:55Sie, Sie können doch nicht mal eine Akte lesen.
11:01Ja.
11:13Die Schwellung des Gehirns geht zurück.
11:15Sie können ihn noch heute Abend oder morgen dann aus dem künstlichen Koma holen.
11:23Das klingt doch gut.
11:28Dauert dann wohl ein paar Stunden, bis er aufwacht.
11:32Und dann kann man erst sehen, ob neurologisch alles in Ordnung ist.
11:40Konntest du schon in die Akte Beckville reinlesen?
11:43Ja.
11:44Sie hat sich da mit sehr mächtigen Gegnern eingelassen.
11:49Sie riskiert viel.
11:52Das tut man ja nicht ohne Grund.
11:56Und ich weiß nur leider überhaupt nicht, welche Strategie Ben verfolgt hat.
12:13Man hat unendlich viele Versuche, oder?
12:18Ja.
12:19Hoffen wir es.
12:22Masin.
12:26Masin.
12:50Danke.
12:53Hey.
12:54Herr Illitsch.
12:55Frau Santos.
12:57Haben Sie was für mich?
13:00Sie kriegen den Staatsanwalt einfach nicht aus sich raus.
13:03Stimmt.
13:04Es tut mir leid.
13:06Würde mir vermutlich genauso gehen.
13:08Wie geht es Herrn Ritter?
13:11Sein Zustand ist stabil.
13:13Die Hirnschwellung ist abgeklungen.
13:15Und wir hoffen, dass er spätestens morgen aus dem künstlichen Koma geholt werden kann.
13:20Was macht die Ermittlung?
13:22Wir haben den Ersthelfer vernommen, einen Apotheker.
13:25Er hat den Unfall gehört und uns den Wagen beschrieben.
13:28Ein roter, älterer Golf.
13:31Ein roter, älterer Golf.
13:32Davon gibt es Tausende in Berlin, Frau Santos.
13:35Das Kennzeichen hat er nicht erkannt.
13:37Aber wir bleiben dran.
13:41Gut.
13:43Danke, Frau Santos.
14:05Es ist wirklich sehr warm heute.
14:10Das erinnert mich an diesen sehr heißen Sommer.
14:14Als wir jeden Tag am Liebnissee waren.
14:21Die Ärzte haben gesagt, ich soll dir was Schönes erzählen.
14:43Vielen Dank, Dr. Assadi.
14:45Sehr gerne.
14:45Auf Wiedersehen.
14:46Wiedersehen.
14:48Danke.
14:49Gerne.
15:04Die Rosenkranzklinik war also Teil der Zulassungsstudie für Telafaxin.
15:09Mhm.
15:12Steht da auch, wer die Studie geleitet hat?
15:15Ja.
15:16Ähm.
15:18Dr. Assadi.
15:20Das ist doch der Arzt, den Frau Beckwehr beschuldigt, oder?
15:23Ja.
15:24Wenn er die Studie geleitet hat, dann kennt er das Medikament doch bestens.
15:29Juristisch ist es wahrscheinlich unmöglich, einen Suizid allein auf eine Medikamenteneinnahme zurückzuführen.
15:34Ich würde gerne mit diesem Dr. Assadi sprechen.
15:37Mhm.
15:37Natürlich.
15:39Ich rufe gleich mal an und frage, wann die Zeit für uns haben.
15:41Gut.
15:42Danke.
15:53Danke, dass Sie sich so kurzfristig die Zeit nehmen.
15:55Natürlich, Frau Heiland.
15:57Ich hoffe, Herr Ritter ist auf dem Weg der Besserung.
16:01Wir sind zuversichtlich.
16:02Danke.
16:05War er gestern bei Ihnen?
16:07Nein.
16:07Aber wir haben halt telefoniert.
16:10Er wollte Frau Beckwehr helfen.
16:12Und jetzt haben Sie den Fall übernommen?
16:14Ja.
16:15Ich bin mir darüber im Klaren, dass meine Mandantin mit dem, was sie glaubt, herausgefunden zu haben,
16:19im Moment vor Gericht wenig Chancen hat.
16:22Dieses ganze Verfahren hätten wir uns allen gerne erspart.
16:26Wissen Sie, es ist tragisch, wenn eine so versierte Kraft völlig den Fokus verliert.
16:32Sie halten Sie also für kompetent?
16:36Absolut.
16:37Frau Beckwehr ist eine Krankenschwester da in der Schule.
16:39Sie ist sehr erfahren, sehr engagiert.
16:42Aber sie überschätzt Ihren Sachverstand.
16:45In Ihrem Blog schreibt sie über das hier eingesetzte Medikament.
16:48Telefaxin.
16:49Das ist ein in die EU zugelassenes Medikament.
16:52Sorgfältig geprüft.
16:54Die zentrale Studie dazu wurde unter anderem hier bei Ihnen durchgeführt.
16:58Richtig.
16:59Im Rahmen eines transparenten Zulassungsprozesses.
17:02So wie es vorgeschrieben wird.
17:07Es ist für uns alle schwierig, wenn wir Patienten verlieren.
17:11Man sucht Ursachen.
17:13Frau Beckwehr hat das Medikament dafür verantwortlich gemacht.
17:15Das ist menschlich.
17:17Aber unverantwortlich unserem Patienten und Patientinnen gegenüber.
17:20Menschen, die sowieso schon extrem labil sind.
17:24Ich glaube, sie weiß noch nicht einmal, was sie da anrichtet.
17:32Herr Rhein?
17:35Danke, Dr. Assali.
17:36Wir gehen dann jetzt auf.
17:38Ich hoffe, Sie können sie zur Vernunft bringen.
17:42Hm.
17:44Tja.
17:49Frau Dr. Matern.
17:50Was haben Sie für mich?
17:52Es geht um Station 1 und 2.
17:54Was gibt's da?
17:55Ja, und zwar geht es um folgende Station.
17:58Liefke hat mir gesagt, dass Felix Depressionen hatte und in Behandlung war.
18:03Und ich frage mich natürlich, warum er mir das nicht erzählt hat.
18:08Weil er es nicht sagen wollte.
18:13Es tut mir so leid.
18:16Ist irgendwas Freiland?
18:18Die Ärztin, die da eben reingekommen ist, die hieß Dr. Matern, richtig?
18:22Mhm.
18:23Irgendwoher kenne ich den Namen.
18:24Können Sie im Netz mal nach ihr suchen?
18:26Klar.
18:31Dr. Lisa Matern, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.
18:35Die ist hier fest angestellt.
18:37Sie war die Ärztin von Herrn Ritters Bruder.
18:41Wollen Sie nochmal zu ihr?
18:43Nein.
18:55Das bedeutet, dass Felix das Medikament vielleicht auch genommen hat.
18:59Hm.
19:02Hast du mit Dr. Matern gesprochen?
19:04Nein.
19:07Vielleicht war Ben am Tag des Unfalls bei ihr.
19:09Bei Dr. Assadi war er nicht.
19:12Du überlegst, ob Ben von ihr etwas Belastbares bekommen hat.
19:18Irgendwelche Hinweise darauf, dass das Telafaxin falsch eingesetzt wurde.
19:22Oder dass es unerwartete Nebenwirkungen gab.
19:26Hm.
19:27Naja.
19:29Die Tatsache, dass die Matern da noch arbeitet und sich für die Backfill nicht eingesetzt hat, spricht nicht dafür.
19:36Und wenn sie Ben was gegeben hat, dann unter der Hand.
19:54Frau Dr. Matern, haben Sie noch weitere Fragen?
19:57Nee.
19:58Im Moment nicht, nee.
20:01Wir können uns auf einen Wein treffen und besprechen, wie wir vorgehen.
20:07Nein, danke.
20:09Ich, äh...
20:10Wenn Sie doch noch reden wollen.
20:13Rufen Sie an.
20:16Ja.
20:32Was suchen wir eigentlich in Bens Wohnung?
20:34Das weiß ich noch gar nicht.
20:37Ja.
20:44Hier war jemand drin.
20:47Bleib mal hinter mir.
21:05Okay.
21:07Scheint niemand mehr da zu sein.
21:10Ach, du Scheiß.
21:12Hier hat sich jemand so richtig durchgewühlt.
21:31Felix.
21:51Na ja, was auch immer wir hier suchen, der Einbrecher hat's auch gesucht.
22:03Was machst du da?
22:05Ben hat hier ein Geheimversteck.
22:11Hier.
22:13Das müssten zwei Eimer sein.
22:15Nein.
22:16Und in dem Unterrücken.
22:24Wow.
22:33Zwei verschiedene Packungen Telafaxin.
22:39Kolonie Apotheke Berlin Buch.
22:42Ich rufe jetzt mal die Polizei.
22:45Und könntest du Frau Santos bitten, Ben unter Polizeischutz zu stellen?
22:49Mach ich.
23:06Mein Bruder hat in seinen Unterlagen bei Notfallkontakten angegeben, dass er keine Angehörigen hat.
23:12Ich habe auch herausgefunden, wo er in Behandlung war.
23:15In einer Klinik im Umland.
23:17Und die behandelnde Ärztin, Frau Dr. Matern, ist spezialisiert auf manisch-depressive Erkrankungen.
23:22Ich habe auch nicht herausgefunden.
23:25Ich habe aber nichts herausgefunden.
23:38Ich habe nicht herausgefunden.
23:48Ich habe nicht herausgefunden.
24:18Esauvar?
24:24Ja.
24:36Wie geht's dir?
24:40Mein Kopf tut weh.
24:43Und es war komisch, mir aufzuwachen.
24:52Du hattest einen Unfall.
24:55Ja.
24:57Das hat die Schwester mir gesagt.
25:07Erinnerst du dich an eine Anne Beckville?
25:14Die kranken Schwester?
25:16Ja.
25:18Ja.
25:21Erinnerst du dich auch daran, dass du im Buch warst?
25:34Ich erinnere mich daran, dass ich unterwegs war.
25:41Aber an den Unfall erinnere ich mich gar nicht.
25:47Das ist ganz normal, hat die Ärztin gesagt.
25:52Tut mir leid, Romy.
26:05An das Passwort von deinem Laptop erinnerst du dich bestimmt nicht.
26:081208-99-Sternchen-Großes-R-Großes-B.
26:15Und der Jahrestag.
26:18Ich weiß.
26:23Ich war zu faules zu ändern.
26:35Ja.
26:36Danke.
26:39Schön, dass Herr Ritter wieder aufgewacht ist.
26:42Ja, aber das heißt natürlich nicht, dass er schon wieder ganz gesund ist.
26:50So, jetzt müsste es eigentlich offen sein.
26:53Ich schau mal.
26:56Ja.
26:57Hat funktioniert.
26:59Wonach soll ich ihn suchen?
27:01Na ja, nach allem, was irgendwie mit Dr. Assadi oder dem Telafaxin zu tun hat.
27:05Mhm.
27:09Ähm.
27:11Ja, es war es im Verlauf.
27:12Das könnte vielleicht interessant sein.
27:14Er war anscheinend auf der Suche nach einem Labor.
27:18Was für ein Labor?
27:19Ein Chemielabor.
27:22Hier.
27:23ICA, Institut für Chemische Analytik.
27:26Ihr Spezialanbieter für organisch-chemische Labordienstleistungen.
27:30Er hat das Telafaxin analysieren lassen.
27:32Gucken Sie mal in seinem Mail-Postfach, ob er die angeschrieben hat.
27:38Ah, hier.
27:42Am Dienstag, also vor einer Woche.
27:45Wir bestätigen Ihnen hiermit den Auftrag zur Analyse der heute von Ihnen eingereichten Probe.
27:50Das Ergebnis wird Ihnen per Post zugestellt.
27:53Ah, hier ist noch was.
27:54Das ist auch interessant.
27:56Hier ist ein E-Mail-Wechsel mit Bern Pharma, dem Hersteller von Telafaxin.
28:02Er hat mit denen heute einen Termin.
28:04Vielleicht hat Dr. Assadi gar keinen Fehler gemacht.
28:07Vielleicht stimmt was nicht mit dem Medikament.
28:24Guten Tag.
28:26Entschuldigen Sie die Verspätung.
28:28Frau Heiland?
28:29Nee, Vogel.
28:31Heiland bin ich. Freut mich.
28:33Nicht jedenfalls.
28:34Besetzen Sie sich doch bitte.
28:37Und, ähm, Herr Ritter ist verhindert, ja?
28:41Ja.
28:42Ich habe sein Mandat übernommen.
28:44Ihnen sind die Vorwürfe bekannt, die Anne Beckwill gegenüber Herrn Dr. Assadi von der Rosenkranzklinik erhebt?
28:53Wir sind natürlich sehr beunruhigt, wenn eines unserer Präparate in solchen Zusammenhängen in der Presse genannt wird.
28:59Telafaxin ist noch nicht lange auf dem Markt.
29:01Wissen Sie, was Entwicklung und Zulassung kosten?
29:04Ich verstehe Ihren Punkt.
29:07Wir sind daran interessiert, die Sache zu klären.
29:10Herr Ritters Recherchen lassen zwei Rückschlüsse zu.
29:13Entweder in der Klinik ist etwas schief gelaufen, oder aber das Medikament selbst ist fehlerhaft.
29:22Also, wie unsere Präparate eingesetzt werden, das können wir nicht kontrollieren.
29:27Hm.
29:29Das Telafaxin ist ja erstmal gut eingestartet, also zumindest in der Rosenkranzklinik wird es häufig eingesetzt.
29:35Gab es vielleicht von anderer Stelle, aus anderen Kliniken, Berichte über Komplikationen, oder gab es gar eine Rückrufaktion Ihrerseits?
29:44Nein.
29:45Also, wir kontrollieren das innerhalb des Produktionsprozesses sehr genau.
29:48Und wenn irgendwas nicht stimmt, dann gehen die Präparate erst gar nicht raus.
29:51Ist das schon vorgekommen?
29:59Also, wir hatten hier zum Produktionsstart von Telafaxin ein paar Probleme.
30:04Eine der ersten Chargen entsprach nicht den Qualitätsstandards.
30:08Es gab also eine mangelhafte Charge?
30:10Ja.
30:12Aber die wurde vorschriftsmäßig vernichtet.
30:14Um wie viele Tabletten handelte es sich dabei?
30:18Tut mir leid, aber das sind interne Informationen.
30:21Sie werden verstehen, für unsere Firma ist es eine große Sache, wenn sowas vor Gericht besprochen wird.
30:28Also, wenn Sie neue Informationen haben, dann lassen Sie es mich wissen.
30:34Und wenn Sie Fragen haben, dann rufen Sie an.
30:39Darauf komme ich gerne zurück.
30:41Wiedersehen.
30:42Danke.
30:43Freiland?
30:53Er hat irgendwas rausgefunden.
30:57Deshalb hat er den Laborbericht angefordert.
31:01Die Apotheke im Buch ist genau an dem Ort, an dem Ben angefahren wurde.
31:06Und die Produktionsleiterin von Bern Farmer wirkte auf mich auch etwas angespannt.
31:12Und er wusste, dass er in Gefahr ist, sonst hätte er die Medikamente ja nicht versteckt.
31:19Der Unfall, der Einbruch.
31:22Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das alles Zufall sein soll.
31:28Es hat wirklich jemand versucht, Ben umzubringen.
31:32Dann hatte Frau Beckwell recht.
31:36Irgendwas stimmt mit diesem Medikament nicht.
31:54Anne Beckwell, Nachrichten bitte nach dem Piep.
32:09Ich lasse mich nicht mundtot machen.
32:13Ich hab mit Herrn Ritter telefoniert.
32:17Sein Unfall.
32:19Das war kein Zufall.
32:22Genau an dem Tag, an dem er mir sagt, er hat Beweise, da wird er angefahren.
32:26In der Nähe der Klinik.
32:28Die haben versucht, ihn umzubringen.
32:31Und wen meinen Sie da jetzt mit die?
32:34Was sah die natürlich?
32:36Und sein Freund von der Apotheke.
32:39Mit Medikamentenbetrug kann man Millionen verdienen.
32:42Der Arzt entscheidet, welches Medikament verschrieben wird.
32:45Also, wer Umsatz macht.
32:48Deshalb hat Assadi auf Telafaxin umgestellt.
32:50Weil er Kohle machen wollte.
32:55Ich werde nicht aufhören, die Wahrheit zu sagen.
32:59Wenn ich so arbeiten würde wie Sie, das würde Menschenleben kosten.
33:03Wobei, das ist ja auch hier der Fall.
33:13Rufen Sie mir bitte ein Taxi.
33:24Ich vermute sehr stark, dass Herr Ritter angefahren wurde, weil er für Frau Beckwill recherchiert hat.
33:31Was sagt das Labor?
33:34Wir warten noch auf die Ergebnisse.
33:38Was ist denn der unterstellte Betrug?
33:41Es wurde ein Medikament verschrieben und abgerechnet, das eigentlich als Mangelscharge hätte vernichtet werden sollen.
33:49Medikamentenbetrug.
33:51Ich gehe davon aus, dass jemand bei Bern Pharma das mangelhafte Medikament entwendet hat, bevor es vernichtet werden konnte.
34:00Und dass Dr. Assadi seine Patienten gezielt in die Kolonia Apotheke direkt gegenüber der Klinik geschickt hat.
34:07Wo sie die fehlerhaften Tabletten gegen ein reguläres Rezept bekommen haben.
34:16Und das alles wäre niemals ans Licht gekommen, hätte Frau Beckwill keinen Verdacht geschafft.
34:24Das klingt nach einer großen Sache.
34:39Sie sagten am Telefon, Sie hätten neue Informationen zu der fehlerhaften Charge?
34:45Wenn jemand diese Tabletten versehentlich genommen hätte, was wäre dann passiert?
34:50Nichts. Sie waren nicht gesundheitsschädlich oder verunreinigt oder so.
34:54Sie enthielten, etwas vereinfacht gesagt, nicht die gewünschte Menge der Wirkstoffe.
34:59Also keine Wirkung?
35:00Korrekt.
35:02Das wäre dann ja auch negativ bei Patienten, die sich eine Wirkung erhoffen.
35:07Deswegen wurde die Charge ja auch vernichtet.
35:10Also das wird alles protokolliert und gegengeprüft.
35:13Keine von diesen Tabletten hat unser Gelände je verlassen.
35:15Und da sind Sie sich ganz sicher?
35:45Und da ist es ...
35:49Du bist so lange hier?
35:53Eine Weile.
35:58Schön.
36:03Warum ist da ein Polizist von meiner Tür?
36:08Bei dir wurde eingebrochen.
36:15Hat das was mit meinem, mit meinem Unfall zu tun?
36:21Allem Anschein nach, ja.
36:27Scheiße, ich kann mich an nichts erinnern.
36:33Denk da nicht drüber nach.
36:35Ruhe dich einfach aus.
36:42Dann ist die Verhandlung.
36:48Morgen.
37:00Ich war in der Apotheke.
37:08Und ich wollte über die Straße gehen.
37:14Und ich...
37:15Und ich höre das Aufholen eines Sportwagens.
37:23Das war's.
37:26Das war aber ein alter Golf, der dich angefahren hat.
37:31Das war kein alter Golf.
37:34Das war's.
37:54Danke, Frau Ebermann.
37:59Nichtuve bist.
38:03Wie bist du?
38:08Ach...
38:08Ja.
38:10Freiland?
38:12Ja, ja, ich habe Ihnen zugehört. Die Ergebnisse kommen erst heute Nachmittag.
38:17Was hat denn Frau Ebermann gesagt?
38:20Sie hat die Vernichtungsprotokolle überprüft und es gab Lücken.
38:25Also könnte tatsächlich wirkungsloses Telafaxin in Umlauf gekommen sein?
38:30Mhm. Sie hat mit ihren Mitarbeitern gesprochen und sie kann nicht sicher ausschließen, dass etwas nach außen gedrungen ist.
38:37Und jetzt?
38:40Jetzt rufen Sie mir bitte mal ein Taxi.
38:42Okay. Wohin geht's?
38:45Nach Buch.
39:00Herein?
39:02Dr. Matern?
39:04Ja. Kann ich Ihnen helfen?
39:06Ich denke, es geht.
39:09Solange Sie sprechen, weiß ich, wo Sie sind.
39:11Ja, hier bin ich.
39:13Ah ja, ein Stuhl. Wunderbar.
39:15Mein Name ist Romy Heiland. Ich bin Rechtsanwältin.
39:17Ja, Sie sind die Anwältin von Anne Beckwill.
39:20Richtig.
39:21Wir gehen davon aus, dass mangelhaftes Telafaxin über die Colonia-Apotheke gleich gegenüber des Krankenhauses in Umlauf geraten ist.
39:28Wir warten auf einen Laborbericht, der das bestätigt.
39:32Inwiefern mangelhaft?
39:34Eine Charge des Herstellers, die eigentlich vernichtet werden sollte, hatte zu wenig Wirkstoff.
39:41Ob Dr. Assadi davon wusste, ist unklar.
39:49Wissen Sie, ob der Doktor einen Sportwagen fährt?
39:54Ja.
40:02Felix Ritter. Der Bruder von Ben Ritter war Ihr Patient, richtig?
40:07Genau.
40:09Kann es sein, dass sein Tod etwas mit dem Telafaxin zu tun hat?
40:15Felix Ritter hatte eine schwere Verlaufsform einer Bipolar-Zweistörung.
40:19Auch als manisch-depressiv bekannt.
40:22Und jeder vierte Betroffene versuchte im Verlauf dieser Erkrankung mindestens einmal, sich das Leben zu nehmen.
40:29Manchmal, da kann man leider nichts tun.
40:35Ich verstehe.
40:37Danke.
40:42Wären Sie bereit, Ihre Expertise heute vor Gericht zur Verfügung zu stellen?
40:48Sie fragen mich, ob ich gegen meinen Chefarzt aussage?
40:53Ja.
41:02Ich hätte eine Frage bezüglich eines Präparats Telafaxin.
41:07Haben Sie ein Rezept?
41:08Nein, aber wir haben das Medikament in zwei verschiedenen Verpackungen hier und ich hatte gehofft, Sie können mir das erklären.
41:18Das sagt mir nichts.
41:20Seltsam. Auf einer dieser Verpackungen ist die Adresse dieser Apotheke aufgedruckt.
41:28Aha.
41:28Laut Hersteller wird Telafaxin ausschließlich in handelsüblichen Verpackungen herausgegeben.
41:34Es gab jedoch eine Charge, die eigentlich gar nicht in den Verkauf hätte gelangen sollen.
41:40Davon ist mir nichts bekannt.
41:44Nehmen wir an, Sie wären in den Besitz dieser Tabletten gelangt und hätten Sie gegen ein Rezept an Patienten herausgegeben.
41:50Die Abrechnung ging ganz normal über die Krankenkasse.
41:53Rezeptbetrug kann äußerst lukrativ sein.
41:55Für einige Patienten allerdings lebensbedrohlich.
42:00Was wollen Sie?
42:02Ein Kollege von uns hat in dieser Sache recherchiert.
42:06Sie haben erste Hilfe geleistet, als er hier vor dieser Apotheke angefahren wurde.
42:12Sie sollten Ihre Aussage über das Teilfahrzeug überdenken.
42:15Wie möchte Sie hier?
42:18Wie möchte Sie hierin?
42:32Wie möchte ich Sie hier in der니?
42:44Höhnliche Musik ver suivieren.
42:45So ein Thesehaf-läble著 ist.
42:45Frau Beckel ist schon da.
42:49Frau Beckel? Hallo.
42:51Hallo.
42:52Ich habe versucht, Sie zu erreichen.
42:54Ich habe einiges Neues erfahren. Das hätte ich sehr gerne mit Ihnen abgestimmt.
42:58Nicht nötig.
42:59Gut, also dann.
43:03Also dann gehen wir auch mal rein.
43:06Haben wir jetzt fünf Stunden?
43:09Die Klägerin hat in ihrem Internetblock
43:12gegen den hier anwesenden Arzt der beklagten Rosenkranzklinik,
43:16Dr. David Assadi, schwere Anschuldigungen vorgebracht.
43:20Frau Anne Beckwell hat behauptet, Dr. Assadi hätte wissentlich oder unwissentlich
43:26ein Medikament verabreicht, das sich zum Nachteil seiner Patienten ausgewirkt hat.
43:32Frau Dr. Matern hatte sich bereit erklärt,
43:37uns ihre Expertise für die Laboranalyse der eingereichten Medikamente
43:42Telafaxin aus zwei unterschiedlichen Produktionschargen zur Verfügung zu stellen.
43:48Das Ergebnis?
43:50Das von der Kolonia-Apotheke in hausintern beschrifteten Röhrchen herausgegebene Medikament ist wirkungslos.
43:57Anzunehmen ist, dass ein Mitarbeiter von Bernpharma eine fehlerhafte Charge veruntreut
44:03und an die Kolonia-Apotheke, namentlich an den Apotheker Wolfgang Reinhardt, übergeben hat.
44:09Es ist anzunehmen, dass Dr. David Assadi seinen Patienten Rezepte ausgestellt
44:15und sie gezielt in die Kolonia-Apotheke in unmittelbarer Nähe der Rosenkranzklinik geschickt hat.
44:22Er hätte damit forciert oder zumindest wissentlich in Kauf genommen,
44:27dass seine Patienten Telafaxin der fehlerhaften Charge einnehmen.
44:35Ob es sich bei dem Verkehrsunfall von Ben Ritter, der in direktem, zeitlichen und örtlichen Zusammenhang zu seinen Recherchen
44:42zu eben diesem Betrug steht, um vorsätzliche, gefährliche Körperverletzungen handelt,
44:48das ist hier nicht zu klären.
44:52Aber es ist hinreichend belegt, dass die von Anne Beckwill in ihrem Blog geäußerte Behauptung,
44:57die Behandlung mit Telafaxin habe den Zustand einiger Patienten verschlechtert,
45:01sehr wohl zutreffend sein könnte.
45:04Die Wahrheit kann niemals eine Verleumdung sein.
45:07Und ihre Verbreitung auch keine Straftat.
45:17Frau Heiland?
45:19Ja.
45:22Danke.
45:24Ich wusste wirklich nicht, was ich von Ihnen halten soll.
45:27Am Ende habe ich schon selber gedacht, ich spinne.
45:31Ich wünsche Ihnen alles Gute.
45:33Ebenso.
45:34Ich Ihnen auch.
45:36Lisa.
45:39Danke.
45:41Gerne.
45:43Frau Dr. Matern.
45:44Also dann auf Wiedersehen.
45:46Wiedersehen.
45:47Wiedersehen.
46:09Morgen werde ich es einmal durch den ganzen Park schaffen.
46:14Übernimm dich nicht.
46:21Kannst du den Felix Tod jetzt irgendwie besser verarbeiten?
46:28Es ist schwer zu akzeptieren, aber manche Dinge sind so, wie sie sind.
46:37Ich habe ein neues Passwort.
46:39Welches?
46:40Verrate ich dir nicht.
46:41Ich habe ein neues Passwort.
47:03And she's taking a drag
47:05Now they're going to bed
47:06And my stomach is sick
47:08And it's all in my head
47:09But she's touching his chest now
47:12He takes off her drag
Kommentare