- vor 2 Tagen
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:00Des Weiteren steht hier, dass Sie, Frau Reuter, 80.000 Euro vom verstorbenen Herrn Klimkeit vermacht bekommen.
00:08Das werde ich nicht zulassen.
00:11Das ist der letzte Wille Ihres Mannes, so steht es hier geschrieben.
00:15Sie sind natürlich nicht verpflichtet, das Erbe anzunehmen und haben das Recht, es ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
00:21Was ich Ihnen nur empfehlen kann, sonst sind wir zu Gericht.
00:25Ich verbitte mir solche Drohungen in meiner Kanzlei.
00:28Ich nehme das Erbe an.
00:31Das werden Sie noch bereuen.
01:26Die Leute vom Bundesumweltamt kommen erst um 16.00 Uhr.
01:29Also, entspann dich, Ben.
01:31Komm doch erst mal an und ich halte dich heute Abend auf dem Laufenden.
01:37Ja, beruhigen Sie sich, Sir.
01:41Grüße, wir dir ausziehen.
01:43Mach ich.
01:47Liebe Grüße von Ben.
01:49Wie geht's ihm?
01:50Unverändert.
01:55Ich muss los.
01:57Dann bis heute Abend.
01:58Ach ja, übrigens, ich bin heute Abend mit Adrienne zum Essen verabredet.
02:04Das hättest du gar nicht erwähnt.
02:08Jetzt, wo du es sagst.
02:11Vergessen.
02:12Tut mir leid.
02:14Warte nicht auf mich, es wird spät.
02:17Haben einen schönen Tag.
02:31So, da bin ich, Frau Vogel.
02:33Ich komm gleich hinter.
02:34Ja.
02:39Guten Morgen.
02:45Heiland, mein Name.
02:48Das ist Frau Reuter.
02:50Luca Reuter.
02:51Ja.
02:51Guten Tag.
02:52Was führt Sie zu mir?
02:54Ich, ich habe geerbt.
02:56Mein Beinheit.
02:57Ich bin die Bestatterin des Verstorbenen, Kurt Klimmkeit.
03:02Kurt hat mich in seinem Testament bedacht und jetzt verklagt mich seine Frau, also die Witwe.
03:07In welcher Beziehung standen Sie zu dem Verstorbenen?
03:10Kurt und ich, wir kannten uns seit anderthalb Jahren.
03:13Wir haben zusammen die Beerdigung geplant, die Trauerfeier und so weiter.
03:17Vor vier Wochen ist er gestorben.
03:19Und jetzt behauptet seine Frau, ich hätte das Erbe erschlichen, aber das stimmt nicht.
03:23Um welche Summe handelt es sich denn?
03:27Um 80.000 Euro.
03:29Das ist sehr viel Geld.
03:31Ja, ich weiß.
03:31Aber Kurt hat Geld nichts bedeutet.
03:34Er war wirklich sehr, sehr dankbar, dass ich für ihn da war.
03:37Er hatte nur mich und seinen Pfleger.
03:39Und seine Frau?
03:40Nee.
03:41Also nicht wirklich.
03:42Die haben getrennt gelebt.
03:44Kurt war sehr einsam.
03:47Ich habe noch dieses Schreiben hier.
03:49Das ist...
03:50Ja, natürlich.
03:50Frau Vogel?
03:53Das ist wirklich nicht fair.
03:57Darf ich?
03:58Ach so, hier.
03:59Danke.
04:04Frau Reuter wird von Simone Klimkeit, also der Witwe des Verstorbenen, vorgeworfen, dass
04:09sie sich das Erbe erschlichen hat.
04:11Und sie soll gemäß § 2339 BGB für erbunwürdig erklärt werden.
04:18Erbunwürdigkeit läge vor, wenn sie das Testament gefälscht hätten.
04:21Oder wenn sie Herrn Klimkeit durch arglistige Täuschungen oder Drohungen dazu gebracht hätten,
04:27sie in seinem Testament zu bedenken.
04:29Das habe ich nicht.
04:30Also, was kann ich machen?
04:32Das Erbe abzulehnen wäre eine Möglichkeit, die Anschuldigungen zu entkreffen.
04:36Nee, das geht nicht.
04:37Wir brauchen das Geld.
04:40Wer ist wir?
04:43Unser Bestattungsinstitut.
04:48Haben Sie denn mit dem Geld gerechnet?
04:51Ich habe vor ein paar Wochen Bestattungswagen angezahlt und bald ist die nächste Rade fällig.
04:57Und was hätten Sie gemacht, wenn Herr Klimkeit erst in zehn Jahren gestorben wäre?
05:02Ich habe nichts falsch gemacht.
05:04Helfen Sie mir jetzt oder nicht?
05:05Ich bin Strafverteidigerin und das ist eine Zivilklage.
05:08Können Sie nicht eine Ausnahme machen?
05:09Klar.
05:11Also, das wirst du sicher schon mal vorgekommen.
05:15Oder, Freiland?
05:16Geben Sie meiner Assistentin bitte den Kontakt des Notars und dann mache ich mir ein Bild und melde mich.
05:23Danke.
05:25Gerne.
05:28Danke.
05:29Gerne.
05:31Also, eine Zivilklage, das klingt doch spannend, oder?
05:34Frau Reuter plant anderthalb Jahre lang die Beerdigung zusammen mit diesem Herrn Klimkeit.
05:37Dann erbt sie jetzt 80.000 Euro, das ist schon komisch.
05:41Haben Sie die Notarin erreicht?
05:43Ja, wir können gleich noch vorbeikommen.
05:45Sie wird uns sagen können, ob das Testament vor Gericht belastbar ist.
05:49Auf alle Fälle hat der Klimkeit jede Menge Geld.
05:52Laut Internet hat er sein Vermögen als Kunsthändler gemacht.
05:57Alles, was schön ist, bleibt schön, auch wenn es welkt.
06:01Und unsere Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben.
06:04Bitte?
06:05Maxim Gorki, ich habe hier gerade die Traueranzeige von Frau Klimkleid für einen Mann gefunden.
06:10Mhm.
06:11Ich trauere um meinen lieben Kurt.
06:13Er ruht neben unserem geliebten Sohn Jakob.
06:171977 bis 1995.
06:20Dann ist der Sohn nur 18 Jahre alt geworden.
06:26Ich verstehe nicht, Luca.
06:29Ich habe gelogen.
06:32Ich habe nicht im Lotto gewonnen.
06:34Woher hattest du dann das Geld für den Wagen?
06:37Hatte ich nicht.
06:38Ich dachte, ich habe was.
06:41So was machen wir nicht.
06:42Wir brauchen Geld, um zu investieren, sonst können wir bald dicht machen.
06:45Weißt du, wie das aussieht?
06:47Ich wollte es dir gar nicht sagen.
06:49Aber jetzt verklagt mich die Witwe wegen Erbschläucherei.
06:54Und genau deshalb machen wir sowas nicht.
06:56Ja, aber ich habe eine Anwältin.
06:58Die kümmert sich drum.
06:59Was ist denn los mit dir, Luca?
07:01Warum machst du sowas?
07:05Weil...
07:10Vergiss es.
07:15Ach, hast du gelauscht, ja.
07:17Du hast Scheiße gebaut.
07:19Ja, du machst hier gar nichts.
07:34Kurt Klimkite war einer meiner ersten Mandanten.
07:37Das heißt, Sie kannten ihn länger?
07:39Nach dem Tod seines Sohnes kam er zu mir.
07:43Anfangs wollte er sein Vermögen nur seiner Frau vererben,
07:46aber zuletzt auch an Frau Reuter.
07:48Wann wurde diese Testamentsanpassung denn vorgenommen?
07:51Äh, vor anderthalb Jahren.
07:54Wissen Sie, warum Herr Klimkite Frau Reuter das Geld vererben wollte?
07:58Nein.
07:58Meine Mandanten müssen ihre Entscheidung nicht von mir rechtfertigen.
08:04Er war testierfähig.
08:06Alles andere war seine Privatangelegenheit.
08:08Testierfähig?
08:09Die Fähigkeit, ein Testament rechtswirksam zu errichten.
08:13Herr Klimkite war schwer herzkrank,
08:15aber bei vollem Bewusstsein und klarem Verstand.
08:17Na dann, vielen Dank, Frau Jensen.
08:25Frau Reuter hatte gar nicht erwähnt,
08:27dass Herr Klimkite sie schon vor eineinhalb Jahren
08:29in sein Testament aufgenommen hat.
08:31Das ist ein ziemlich blödes Timing für einen Autokau.
08:34Ich meine, das sieht doch wirklich so aus,
08:35als hätte sie gewusst, wann er stirbt.
08:37Ja, das könnte vor Gericht gegen sie verwendet werden.
08:41Ich möchte mit dem Pfleger sprechen.
08:44Vielleicht ist er bereit, für Frau Reuter auszusagen.
08:49Wenn die Leute vom Naturschutzbund kommen um 16 Uhr,
08:52mache ich den großen Konferenzsaal bereit.
08:54Gut.
08:57Was ist das alles?
08:59Na, Büro-Material.
09:00Kommt ins Lager.
09:01Wusste gar nicht, dass wir eins haben.
09:04Jetzt schon.
09:07Was sage ich Herrn Berger wegen des Termins am Mittwoch?
09:11Am besten verschieben.
09:13Was soll ich denn sagen, warum?
09:15Ja, das...
09:17Herr Ritter musste kurzfristig verreisen.
09:19Hm.
09:20Ich würde nur ungern lügen.
09:21Hm.
09:22Aber für Ben würden Sie.
09:24Ah, Sie, du, oh.
09:27Ich muss mich noch dran gewöhnen, Karin.
09:29Mhm.
09:30Hast ja Zeit.
09:32So, vorm nächsten Meeting
09:33habe ich noch was zu recherchieren.
09:35Ach, bevor ich das vergesse.
09:38Ich habe dir hier alle Artikel fotokopiert,
09:40die für dein Mandat wichtig sind.
09:42Oh.
09:44Gut.
09:46Das ist eine Riesenschweinerei.
09:48Ich hoffe, du kriegst sie dran.
09:50Das hoffe ich auch.
10:17Ja, bitte vereinbaren Sie ein Treffen.
10:20Am besten gleich heute.
10:25Kommt jetzt zur Stufe.
10:30Was war das denn?
10:32Das ist Herr Lornemann.
10:34Herr Lornemann?
10:36Ja?
10:37Ich glaube, meine Assistentin hat uns angekündigt.
10:40Romy Heiland mein Name.
10:42Äh, ja.
10:43Sie sind über Kurt auf mich gekommen, richtig?
10:45Richtig.
10:45Gott hab ihn selig, ja?
10:48Hatten Sie ein enges Verhältnis zu Herrn Klimkalt?
10:51Ja, sehr.
10:52Wie zu all meinen Patienten.
10:54Vertrauen ist ja immer ganz wichtig.
10:56Gegenseitig.
10:57Sonst kommt eine Zusammenarbeit für mich auch gar nicht in Frage.
10:59Verstehe.
11:00Ähm, haben Sie sich täglich gesehen?
11:02Ja.
11:02Ja, manchmal sogar mehrmals, je nachdem, wie es ihm ging.
11:05Und Sie suchen einen neuen Pfleger?
11:07Äh, nein, das ist ein Missverständnis.
11:08Ich bin die Rechtsanwältin von Frau Reuter.
11:11Ach, die Bestatterin?
11:12Ja, von der hat Kurt erzählt.
11:13Er mochte sie.
11:14Ich hab sie aber leider nie getroffen.
11:15Herr Klimkalt hat Frau Reuter in seinem Testament bedacht.
11:18Aber die Witwe zweifelt das an.
11:20Ja.
11:21Ja, das passt zu dir.
11:23Die hat sich immer beschwert, dass Kurt sein Geld zum Fenster rausschmeißt.
11:25Damit meinte die mich.
11:27Ja.
11:28Kurt hatte Anspruch auf gesetzliche Pflege, aber er wollte sich was Gutes tun.
11:32Frau Reuter hat erzählt, er war sehr einsam.
11:35Ja, das würde ich nicht sagen.
11:37Kurt hat es nicht so mit Menschen.
11:38Er war sehr gern allein.
11:40Und am Ende ging es ihm auch nicht mehr wirklich gut.
11:42Herzinsuffizienz ist nicht schön.
11:44Ja.
11:45Ich fütter dann auch zu einem Patienten müssen.
11:47Natürlich.
11:49Ach, eine allerletzte kleine Frage noch.
11:51Wissen Sie, wer alles einen Schlüssel zu Herrn Klimkals Haus hatte?
11:55Also, meines Wissens nach nur ich und die Ehefrau.
11:58Die hat den auch nicht rausgerückt.
12:00Auch wenn Kurt das wollte.
12:02Angeblich zur Sicherheit.
12:04Verstehe.
12:04Vielen Dank.
12:05Danke.
12:06Sehr gerne, Frau Helland.
12:07Wiedersehen.
12:09Wiedersehen.
12:11So, dann mal schnell zu dem Haus von Herrn Klimkalt, oder?
12:14Haben wir es eilig?
12:16Ja, ich...
12:17Ich habe doch heute meinen Ersthelferkurs.
12:19Ach ja, das hatte ich ganz vergessen.
12:26Kommen Sie bitte rein.
12:27Danke.
12:30Ich wohne hier schon lange nicht mehr.
12:34Ich habe eine Wohnung am Görlitzer Park.
12:36Vorsichtig.
12:37Hier stehen überall Kartons rum.
12:39Die Gegend hier ist mir zu weit draußen.
12:41Bitte.
12:43Hier ist der Stuhl.
12:46Ach, danke.
12:52Weswegen wollten Sie mich sprechen?
12:54Es geht um Ihre Anzeige gegen Frau Reuter.
12:58Den Weg hätten Sie sich sparen können.
13:02Keinen Cent kriegt die von mir.
13:03Ich habe mit der Notarin gesprochen.
13:05Es ist alles rechtens.
13:06Ich bin mir sicher, Kurt hätte so einer Frau niemals Geld vermacht.
13:11Das kann ich Ihnen sagen.
13:13Wie viel Kontakt hatten Sie denn noch zu Ihrem Ehemann?
13:17Wir haben regelmäßig telefoniert.
13:19Kurt war schwer herzkrank und dadurch stark eingeschränkt.
13:23Wir hatten uns auseinandergelebt.
13:25Und er wollte, dass ich mein Leben in vollen Zügen genieße,
13:29solange ich noch jung bin.
13:32Das heißt, Sie hatten keinen so engen Kontakt mehr zu ihm.
13:35Sie können also nicht wirklich wissen,
13:38wie tief seine Freundschaft zu Frau Reuter war.
13:41Freundschaft? Von wegen?
13:43Das kleine Luder hat einen alten Mann bezirzt.
13:46Verstehen Sie, was ich meine?
13:48Nee.
13:49Ich verstehe, was Sie meinen,
13:50aber es gibt keinen Hinweis darauf,
13:52dass Frau Reuter sich das Erbe unrechtmäßig erschlichen hat.
13:56Ihre Anzeige wird keinen Bestand haben.
14:02Sie wollen also,
14:03dass ich die Anzeige einfach zurücknehme
14:05und diesem Früchtchen 80.000 Euro schenke?
14:09Das mache ich auf gar keinen Fall.
14:10Das ist mein Geld.
14:14Sie können Ihrer Mandantin ausrichten.
14:17Keinen Cent wird Sie sehen.
14:18Niemals.
14:19Ich verstehe.
14:21Vielen Dank für Ihre Zeit.
14:23Frau Demkart.
14:24Ihr Freund.
14:27Also, eine außergerichtliche Einigung
14:29können wir dann wohl vergessen, oder?
14:33Werden wir sehen.
14:35Was ist das?
14:37Äh, Entschuldigung.
14:39Es waren.
14:40Hier runter.
15:01Wap, wap, wap, wap.
15:10Auf hier und jetzt.
15:18Bestellst du uns noch eine Flasche Champagner?
15:20Mit meinem allergrößten Vermögen.
15:32Ich bin gleich wieder da.
15:37Nee, ich bin alleine.
15:39Rudi ist mit einer Freundin was essen.
15:45Hast du gehört?
15:50Was ist das?
16:16Was ist das?
16:37Anruf Rudi Illitsch.
16:40Das ist die Mailbox von Rudi Illitsch.
16:42Nachrichten nach dem Signalton.
16:44Ich bin's.
16:46Ich wollte nur.
16:48Du bist ja gestern so spät nach Hause gekommen.
16:50Und ich bin heute so früh weg.
16:55Du hast bestimmt zu tun.
16:57Ich auch.
16:59Wir sehen uns heute Abend.
17:04So, äh, da bin ich.
17:06Entschuldigung, dass ich so spät bin.
17:08Ingo hat sich beim Boxen die Hand verletzt und ich hab noch schnell einen Verband gemacht.
17:11Aha.
17:12Apropos, äh, ich muss mit dem Arzt sprechen, der den Totenschein bei Herrn Klimkeit ausgestellt hat.
17:17Okay.
17:18Das sind in der Regel Bereitschaftsärzte aus den umliegenden Krankenhäusern.
17:21Aber die geben doch nicht einfach so Auskunft.
17:24Ja, da muss man eventuell ein bisschen tricksen.
17:27Hm.
17:28Tricksen also, ja?
17:30Frau Simone Klimkeit hat in den Sachen ihres verstorbenen Ehemanns LSD gefunden.
17:35In einem Briefumschlag des Bestattungsinstituts der Familie Reuter.
17:39LSD?
17:40Ja.
17:41Die psychedelische Substanz, der im Besitz nach 29 BTMG strafbar ist.
17:45Das sagt ja erstmal gar nichts aus.
17:47Herr Klimkeit könnte die Drogen auch einfach in dem Briefumschlag aufbewahrt haben.
17:51Das ist eine Möglichkeit, aber die Tatsache, dass Ihre Mandantin testamentarisch bedacht wurde, wirft Fragen auf.
17:56Soweit ich weiß, war Herr Klimkeit schwer herzkrank.
17:59Wenn er unter Einfluss der Drogen eine Panikattacke gehabt hätte und infolgedessen verstorben wäre,
18:04dann wäre Ihre Mandantin tatverdächtig.
18:06Aber ja nicht nur meine Mandantin.
18:08Haben Sie den Pfleger überprüft?
18:10Keine Sorge, wir machen unsere Arbeit.
18:12Die Witwe profitiert ebenfalls finanziell in erheblichem Maße.
18:16Und im Gegensatz zu Frau Reuter hat sie einen Schlüssel zu Herrn Klimkeits Haus.
18:21Worauf wollen Sie hinaus?
18:22Vielleicht hat sie die Drogen nicht gefunden, sondern gebracht.
18:26Oder sie kam über den Pfleger.
18:28Der hatte übrigens auch einen Schlüssel.
18:32Nehmen Sie doch Platz.
18:34Danke.
18:35Hier ist der Stuhl.
18:37Dankeschön.
18:39Was ist denn los?
18:41Die Witwe von Herrn Klimkeit hat in seinen Sachen LSD gefunden.
18:46Wussten Sie denn, dass Herr Klimkeit Drogen genommen hat?
18:49Nein.
18:51Ist Ihnen da nichts aufgefallen an seinem Verhalten?
18:55Sie hat mit dem Kopf geschüttelt.
18:57Vielen Dank.
18:58Nein, ich weiß nicht mal, wie LSD wirkt.
19:00Also Kurt war eigentlich immer völlig klar.
19:02Von uns kommen die Drogen jedenfalls nicht.
19:06Aber jetzt stellt die Staatsanwaltschaft einen natürlichen Tod in Frage.
19:09Und sie unterstellt Ihnen ein Motiv, Frau Reuter.
19:13Das rückt Sie in den Fokus der Ermittlungen.
19:16Worauf müssen Sie uns einstellen?
19:18Na ja, ich denke, zunächst wird die Polizei ihre Räumlichkeiten durchsuchen.
19:22Und die Todesursache wird untersucht.
19:26Wie denn?
19:27Der Totenschein wird überprüft.
19:29Und der Arzt oder die Ärztin, die ihn ausgestellt hat, wird befragt.
19:33Und in letzter Konsequenz kann es natürlich auch zu einer Obduktion der Leiche kommen.
19:56Okay, wir sind da.
19:57Ah, danke.
19:58Gerne.
20:00Romy?
20:02Was machst du denn hier?
20:03Ich weiß, ich komme ungelegen.
20:08Aber wir haben uns den ganzen Tag noch nicht gesehen.
20:13Ja, ich, äh, ich habe so viel zu tun.
20:16Ich komme hier einfach nicht raus.
20:17Ich weiß.
20:22Warum?
20:24Wärme?
20:26Heiß?
20:27Ah.
20:29Magst du dich setzen?
20:32Ich habe dich hier noch nie besucht.
20:40Ist das für nett?
20:44Ist es auch.
20:47Und das hört gar nicht mehr auf?
20:49Mhm.
20:53Ah.
20:54Hey.
20:56Hey.
21:01Ich bin mir aus.
21:10Ich bin mir aus.
21:35Ich gehe nicht davon aus, dass Sie mir Informationen bezüglich der Todesursache geben wollen.
21:41Die Bereitschaftsärztin, die den Totenschein für Herrn Klimkeit ausgestellt hat, hat keinen Grund gesehen, den Leichnam auf Drogen zu untersuchen.
21:47Weil bei Herrn Klimkeits Krankheitsbild vom Versagen des Herzmuskels ausgegangen werden konnte, auch nach einer 20-Stunden-Schicht.
21:55Sie haben also auch mit der Ärztin gesprochen. Trotzdem, es reicht nicht, dass sie äußerliche Fremdeinwirkung ausgeschossen hat.
22:01Selbst wenn in seinem Blut Spuren von Psychedelika gefunden würden, dann würde das doch nicht bedeuten, dass Frau Reuter irgendwas
22:08damit zu tun hat.
22:09Es sei denn, wir finden im Bestattungsinstitut der Reuters weitere Hinweise.
22:36Die Ungereimtheiten im Zusammenhang mit Herrn Klimkeits Tod sind keine Kleinigkeit.
22:40Gut, was haben Sie entschieden?
22:43Noch nichts.
22:45Ich werde zuerst mit Frau Klimkeits sprechen.
22:47Morgen weiß ich mehr.
22:48Dann bis morgen.
22:49Danke.
23:01Frau Klimkeit?
23:03Ja?
23:03Staatsanwärte Santos hier.
23:05Es geht um Ihren verstorbenen Ehemann und den Verdacht auf Fremdeinwirkungen.
23:09Ich halte eine Exhumierung für notwendig.
23:12Wären Sie damit einverstanden?
23:40Wären Sie damit einverstanden?
23:51Luca?
23:57Bestattungsinstitut Reuter, was kann ich für Sie tun?
24:00Ja, da bin ich.
24:02Wie?
24:04Sie exhumieren?
24:06Ja, ich komme sofort.
24:08Wiederhören.
24:10Luca!
24:12Wo ist Luca?
24:14Dann hab ich sie nicht gesehen.
24:18Luca!
24:22Drogen haben wir im Bestattungsinstitut keine gefunden.
24:26Aber das hier.
24:30Was ist das?
24:32Luca Reuter hat für 80.000 Euro einen neuen Bestattungswagen bestellt.
24:36Die Kaufsumme entspricht Ihrem Erbanteil.
24:38Die Gemengelage für Ihre Mandantin ist sehr zweifelhaft.
24:41Mal sehen, was die Obduktion von Herrn Klimkite ergibt.
24:44Sie exhumieren?
24:46Wann?
24:47Jetzt!
25:00Sollten in den Klimmkeitskörperspuren von Psychedelika oder anderen zweifelhaften Substanzen nachgewiesen werden,
25:05erheben wir Anklage gegen Ihre Mandante wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
25:08Es gibt im Moment keinen validen Hinweis darauf, dass die Drogen von Frau Reuter oder einem Mitarbeiter des Bestattungsinstituts kamen.
25:16Allein der Briefumschlag ist kein Beweis.
25:18Es wäre nicht die erste Einrichtung, die systematisch hilflose, pflegebedürftige Menschen manipuliert, ausbeutet und, wenn's sein muss, tötet, um sich
25:24zu bereichern.
25:25Dieser Vorwurf ist unverhältnismäßig.
25:29Und ich halte meine Mandantin nicht für fähig zu einer solchen Tat.
25:49Sie sollten sich darauf einstellen, dass Ihre Mandantin wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingeklagt wird.
25:56Santos?
26:01Danke.
26:07Frau Santos?
26:09Der Sarg ist leer.
26:11Wie bitte?
26:12Der Sarg ist leer.
26:23Ich muss Ihre Tochter wirklich dringend erreichen.
26:26Ich weiß nicht, wo sie ist.
26:28Ich weiß nicht, warum sie das gemacht hat.
26:30Was ist noch jemand reingekommen?
26:33Mein Sohn Lorenz.
26:36Hallo.
26:38Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe.
26:40Man geht davon aus, dass Ihre Tochter die Leiche hat verschwinden lassen, um ein Tötungsdelikt zu vertuschen.
26:45Die denken, Luca hat ihn umgebracht.
26:47Die denken, Luca hat ihn umgebracht.
26:49Wir sollen also unsere Kundschaft kehlen, um uns selbst zu bereichern.
26:53Haben Sie sich hier mal umgesehen?
26:54Entschuldigung.
27:22Entschuldigung.
27:24Die Todes hat die doch im Knall.
27:25Lorenz, bitte.
27:28Mein Beileid.
27:30Wann ist Ihre Frau gestorben?
27:32Vor zwei Jahren an Krebs.
27:34Luca kommt mit ihrem Tod gar nicht gut zurecht.
27:37Du doch auch nicht.
27:39Und ich auch nicht.
27:40Keiner von uns.
27:42Seitdem sind wir alle total im Arsch.
27:44Lorenz, es reicht jetzt.
27:45Wirklich.
27:46Ja.
27:47Okay.
27:48Ich sag dann einfach gar nichts mehr.
27:54Durch Helgas Tod ist unser Geschäft in Schieflage geraten.
27:56Aber Luca will nicht aufgeben, weil es das Lebenswerk ihrer Mutter ist.
28:19Für dich, Mama.
28:35Erklimkeit wollte eine Erdbestattung.
28:37Geschlossener Sarg.
28:39Ist das unüblich?
28:41Im Gegenteil.
28:42Bei 90 Prozent der Erdbestattung wird die geschlossene Aufbauung gewählt.
28:46Wie ist der technische Ablauf vor einer Bestattung?
28:49Nach der Freigabe durch den Mediziner wird der Leichnam zu uns gebracht.
28:53Und dann?
28:54In Herr Klingkeits Fall hat Luca ihn gewaschen, bekleidet und aufgebaut.
28:58Und dann den Sarg verschlossen?
29:02Ihre Tochter war die letzte Person, die mit dem Leichnam zu tun hatte.
29:08Wählt man einen geschlossenen Sarg aus religiösen oder aus ökonomischen Gründen?
29:13Ein offener Sarg hilft Abschied zu nehmen.
29:15Aber die meisten Menschen wollen die Verstorbenen so im Gedächtnis behalten, wie sie waren.
29:20Was ist günstiger?
29:21Die Leute, die Geld sparen wollen, wählen eine Feuerbestattung.
29:25Das ist mittlerweile auch am beliebtesten.
29:27In welchem Krematorium lassen Sie einen äschern?
29:29Im Kreuznach auf der Clay Allee.
29:31Nur dort?
29:32Ja, seit unser Bestattungswagen kaputt ist.
29:35Das sind die einzigen, die abholen.
29:54Dann vielen Dank.
29:56Und mein herzliches Beileid.
29:59Wiederhören.
30:01Und?
30:03Frau Reuter hat laut den Unterlagen des Krematoriums nie einen Kurt Klimkeil einäschern lassen.
30:08Aber am gleichen Tag wurde der Leichnam von Lutz Teukötter verbrannt.
30:13Im Auftrag von Frau Reuter.
30:14Sie haben aber gerade nicht mit dem Krematorium gesprochen, oder?
30:16Nein, das war die Schwester von Herrn Teukötter.
30:19Der wurde wenige Tage später in Spandau erdbestattet.
30:22In einem offenen Sarg.
30:26Moment mal.
30:27Das heißt, Frau Reuter hat Herr Klimkeil unter falschen Namen einäschern lassen?
30:30Ja.
30:31Wieso macht man denn sowas?
30:33Warum, weiß ich nicht.
30:34Aber wie sie vorgegangen ist, das weiß ich jetzt.
30:39Der Pfleger hat Herrn Klimkeil tot aufgefunden.
30:43Die Ehefrau hat der Polizei die Drogen übergeben.
30:48Sie meinen, die Wissen und der Pfleger haben gemeinsame Sache gemacht?
30:53Hm.
30:55Wie viel steht eigentlich auf Einäscherung gegen den Willen des Eingeäscherten?
30:58Es ist zweifellos moralisches Unrecht, den Willen und den Glauben eines Verstorbenen zu missachten.
31:04Aber strafbar ist es nicht.
31:07Sehr krass.
31:10Frau Heiland, ich habe jetzt alle neuen Akten digitalisiert und würde dann ab zum Yoga und zur Käs.
31:15Ja, ich mache auch Schluss.
31:16Mein Vater kocht heute.
31:17Oh.
31:18Das klingt schön.
31:26Der ist doch richtig lecker.
31:28Das wäre ein schöneres Kompliment, wenn du nicht so erstaun wirst.
31:33Jessica hat mir einen Kochkurs verordnet.
31:37Hat funktioniert.
31:41Ich dachte, wir würden heute mit Rudi essen.
31:44Der arbeitet.
31:46Eigentlich immer.
31:47Er hat eine große Aufgabe.
31:49Deine Mutter wird ihm wohl jetzt mehr sehen als du, hm?
31:53Ja.
31:54Ich hätte ja nicht gedacht, dass deine Mutter den Wechsel in den Vollzeitjob so mühelos schaffen würde.
32:00Sie hat richtig Spaß an ihrer Arbeit.
32:02Ich weiß.
32:06Und, äh, wie sieht es mit deiner Zivilklasse aus?
32:10Es ist keine mehr.
32:11Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung mit Todesfolgen.
32:14Oh, da kommt ja keine Langeweile auf.
32:17Und ich dachte noch witzig, äh, dass du dich jetzt mit Erbrecht beschäftigst.
32:22Witzig?
32:23So habe ich das nicht gemeint.
32:25Es passt nur zu meinem Thema.
32:28Was ist das?
32:30Was hast du da, Papa?
32:32Mein Testament.
32:34Ja, ich weiß, du redest nicht gerne darüber.
32:37Aber ich will nicht, dass es Streit gibt, wenn ich mal nicht mehr bin.
32:41Worüber sollte ich mit Mama streiten?
32:43Es geht mir um Jessica.
32:45Ich bin mit allem einverstanden.
32:46Wir können das Thema wechseln.
32:49Eines Tages?
32:50Ja, eines Tages.
32:56Aber nicht heute.
33:07Und, wie wollen Sie jetzt vorgehen?
33:09Lieber würde ich mit Frau Reuter sprechen, aber jetzt sprechen wir nochmal mit Herrn Lonnemann.
33:14Und Sie glauben, dass der Pfleger was mit dem Tod zu tun hat?
33:16Er stand in engem Kontakt zu Herrn Klimkalt.
33:20Wir sind jetzt da.
33:21Ah ja.
33:22Herr Lonnemann?
33:23Hallo.
33:25Danke, dass Sie sich nochmal Zeit nehmen.
33:28Die haben also Kurt wirklich verschwinden lassen?
33:30Ja, das ist genau sein Humor.
33:34Herr Lonnemann, Sie waren ja die letzte Person, die Herrn Klimkalt lebend gesehen hat, richtig?
33:39Und Sie haben ihn nach seinem Tod auch gefunden.
33:44Was wollen Sie von mir?
33:45In seinem Zimmer wurde LSD gefunden.
33:47Hatte er das von Ihnen?
33:49Nein.
33:50Sind Sie sicher?
33:51Sie werben ja mit alternativen Methoden zur Angstbewältigung.
33:56Wir können diese Frage auch vor Gericht klären.
33:58Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
34:01Ich hatte keinen Grund, Kurt was zu tun.
34:04Als er mein Patient war, habe ich gut an ihm verdient, jetzt nicht mehr.
34:07Und wenn Sie entschädigt wurden?
34:11Schicke Uhr, die Sie da haben.
34:16Entschuldigung.
34:19Ich habe nichts getan, warum Kurt mich nicht gebeten hat.
34:22Hat er Sie um Sterbehilfe gebeten?
34:23Nein, um Himmels Willen.
34:25Aber Sie geben zu, dass Sie ihm das LSD gegeben haben.
34:31Er hat es in Mikrodosen gegen seine Angst genommen und er hat es super vertragen.
34:35Ehrlich.
34:36Er hat dann immer von seiner Jugend erzählt.
34:38Ja, von seiner ersten großen Liebe.
34:40Am Schlachtensee, total süß.
34:42Ich war auch ein paar Mal mit ihm da.
34:44Wie haben Sie das LSD aufbewahrt?
34:46Das kommt in so kleinen Tütchen.
34:47Es wurde in einem Briefumschlag vom Bestattungsinstitut gefunden.
34:51Nee, da habe ich es nicht reingetan.
34:52Die Wochenration lag immer neben der Pillenbox.
34:56Hören Sie, Kurt ist nicht an dem LSD gestorben, da bin ich mir sicher.
34:59Verstehe.
35:00Danke, Herr Lonnemann.
35:02Tschüss.
35:03Tschüss.
35:04Tschüss.
35:06Tschüss.
35:06Er ist weg.
35:07Und, wie ist Ihr Eindruck?
35:10Ziemlich schräger Vogel.
35:11Aber auf mich wirkt er ehrlich.
35:13Aber das habe ich ja von Frau Reuter auch gedacht.
35:16Wenn er die Wahrheit sagt, dann lügt Frau Klimkalt bezüglich des LSDs.
35:40Frau Klimkalt hat ja zugegeben, dass sie das LSD in den Umschlag getan hat.
35:45Ich habe Ihnen gesagt, dass Luca unschuldig ist.
35:48Es wäre wirklich sehr wichtig, Sie zu finden.
35:50Ich versuche es die ganze Zeit.
35:52Sie geht nicht ran.
35:56Luca, ich bin's, Papa.
35:59Bitte komm nach Haus.
36:01Ich mache mir Sorgen, Kleine.
36:05Papa, das bringt nichts.
36:06Bei mir geht's ja auch nicht ran.
36:09Meine Assistentin versucht, von der Kanzlei aus uns zu helfen.
36:13Bitte überlegen Sie nochmal als Familie.
36:15Wo könnte sie sein?
36:17Das ist ja klar.
36:22Was machen Sie?
36:23Hätte ich auch gleich drauf kommen können.
36:25Ich versuche, ihr Handy zu ordnen.
36:49Sie haben das Grab geöffnet.
36:59Hat ihr Mama mal das Foto gezeigt von der Stelle am Nordkap?
37:03Sie wollte, dass ihre Arsche da verstreut wird.
37:07Das hat sie doch nur so gesagt.
37:09Nee.
37:11Das war das, was sie wollte.
37:14Das war ihr letzter Wunsch.
37:17Aber ich habe sie einfach nicht ernst genommen.
37:20Weil alles schon durchgeplant war.
37:23Ich habe versucht, mit Papa darüber zu reden, aber
37:27er hat mich einfach ignoriert.
37:42Danke.
37:49Er hat sie gefunden.
37:55Jetzt denke ich jedes Mal, wenn ich an Mamas Grab stehe.
38:01Die will da gar nicht sein.
38:05Das macht mich so fertig.
38:09Weißt du,
38:11man hat ja eh nichts in der Hand,
38:13wenn jemand stirbt, aber...
38:21so kann man nicht einfach den letzten Wunsch öffnen.
38:28Papa hat das wahrscheinlich nicht mal böse gemeint.
38:32Der wollte einfach...
38:33Ja.
38:34Naja, wollte sie bei sich haben.
38:38Familiengrab.
38:40Aber das war nicht, was sie wollte.
38:44Hat sie mir nie so gesagt.
38:52Aber Mia...
39:02Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
39:05Wir können nachweisen, dass das LSD nicht von Ihnen kam.
39:09Aber was niemand nachweisen kann, ist, woran Herr Klimkeits starb.
39:12Denn sein Leichnam ist ja verschwunden.
39:15Es ist schon klar, dass mir keiner glauben wird.
39:18Was denn glauben?
39:19Dass Kurt mich gebeten hat, Ihnen zu helfen.
39:24Er hatte ganz genaue Vorstellungen davon,
39:26wo er seine letzte Ruhe finden will.
39:28Er wollte also, dass Sie ihn offiziell erdbestatten
39:32und dann heimlich kremieren?
39:34Ja, ja, ja.
39:36Das wollte er unbedingt.
39:38Simone sollte nichts erfahren.
39:40Und was haben Sie dann mit seiner Asche gemacht?
39:50Ich hab sie einem Mann gegeben.
39:54Einem Mann?
39:55Horst.
39:56Das war ein Freund von Kurt.
39:58Ich weiß nicht, wie der mit Nachnamen heißt.
40:00Ich hab den nur einmal getroffen.
40:02Er hat fünf Tage nach Kurt's Tod angerufen,
40:05so wie wir es besprochen haben.
40:07Und wissen Sie, was er mit der Asche gemacht hat?
40:11Ja, er hat Kurt zu seiner großen Liebe gebracht.
40:16Das müssen wir irgendwie nachweisen.
40:21Wir müssen diesen Horst finden.
40:32Irgendwie tut es dir mir leid.
40:35Die Staatsanwältin wird weniger Mitgefühl haben.
40:37Ich glaub, da ist was dran.
40:39Da bin ich mir sicher.
40:41Es wird nicht leicht, Frau Reuter zu entlasten.
40:43Aber die Staatsanwaltschaft muss Fremdeinwirkungen
40:45auch erst mal nachweisen.
40:47Also müssen wir diesen dubiosen Freund finden.
40:49Oder die große Liebe.
40:50Vielleicht war es ja auch ein und dieselbe Person.
40:52Jetzt bleiben wir mal bei den Fakten.
40:54Ich spreche mit Frau Santos.
40:57Und für Sie habe ich einen Auftrag.
40:59Okay.
41:11Ihre Mandantin hat also zugegeben,
41:13den Leichnam von Herrn Klimmkeit
41:15unter falschem Namen kremiert zu haben.
41:17Und dann hat sie die Asche verschwinden lassen.
41:20Sie hat angegeben,
41:22nur nach den Wünschen des Verstorbenen gehandelt zu haben.
41:24Und die beinhalteten,
41:25die Asche einem Freund zu übergeben.
41:27Süße Geschichte.
41:29Würde ich auch erzählen,
41:30wenn ich Rentner morden würde,
41:31um an ihr Geld zu kommen.
41:32So war es aber nicht.
41:34Dann präsentieren Sie mir doch bitte einen Beweis.
41:36Oder wenigstens einen Zeugen.
41:38Ist in Arbeit.
41:40Dazu bräuchte ich nur
41:41ein bisschen Hilfe.
41:51Wir haben mit dem Pfleger Ihres Mannes gesprochen.
41:54Frau Reuter hat ihm keine Drogen gegeben.
41:56Aber das ändert nichts daran,
41:57dass mein Mann nicht in seinem Grab liegt.
41:59Wissen Sie, wir...
42:02möchten einfach gerne herausfinden,
42:04wo Ihr Mann ist.
42:06Das...
42:06Das wollen Sie doch auch, oder?
42:08Sehen Sie sich um.
42:10Aber seien Sie bitte respektvoll.
42:12Ja, natürlich.
42:41Du bist fertig.
42:44Reichenhall?
42:46Horst war ein Jugendfreund von Kurt.
42:48Er ist vor über 40 Jahren ausgewandert, nach Australien.
42:52Sie hatten keinen Kontakt mehr.
42:55Danke, Frau Temkheit.
42:57Danke, Frau Vogel.
43:00Ich habe einen Namen. Helfen Sie mir?
43:03Warum sollte ich das tun?
43:04Im Sinne der Wahrheitsfindung?
43:06Das ist Verschwendung von Steuergeldern.
43:08Es ist ein Anruf bei der Bundespolizei.
43:10Horst Reichenhall.
43:11Der Mann müsste um die 75 Jahre alt sein.
43:14Und wenn er der besagte Freund ist,
43:16dann lebt er in Australien
43:17und ist vor ca. vier Wochen nach Deutschland eingereist,
43:19um die Asche zu übernehmen.
43:21Aus einem Drittstaat kommend,
43:22müsste er dabei ja seine Kontaktdaten angegeben haben.
43:26Vielleicht ist er noch in Berlin.
43:41Frau Klimkheit,
43:44kennen Sie Horst Reichenhall?
43:47Hallo, Simone.
43:50Erinnerst du dich?
43:52Mein herzliches Beileid.
43:54Es tut mir alles so leid.
43:57Was haben die mit meinem Mann gemacht?
43:59Ich habe Kurt kremieren lassen,
44:01weil er mich darum gebeten hat.
44:04Lächerlich.
44:05Warum sollte er das tun?
44:07Er wollte,
44:09er wollte,
44:09dass seine Asche am Schlachtensee verstreut wird.
44:12Bei Edith.
44:13Edith?
44:16Das ist ewig her.
44:17Das stimmt.
44:18Meine Schwester ist am 25. Januar 1964 ertrunken.
44:23Wir haben natürlich versucht,
44:24sie zu retten,
44:25aber das ging alles so schnell.
44:28Sie ist im Schlachtensee ertrunken.
44:30Ja, sie ist beim Schlittschuhfahnen im Eis eingebrochen.
44:33Genau an dieser Stelle.
44:38Und er wollte von Ihnen beiden,
44:41dass Sie ihm dabei helfen,
44:43seine letzte Ruhestätte selbst zu wählen.
44:45Ja, genau.
44:46Er wollte,
44:47dass wir ihn nach seinem Tod zu Edith bringen.
44:51Er hat gesagt,
44:52mein Leben,
44:54das habe ich mit Simone verbracht.
44:56Einen Tod,
44:57den möchte ich mit Edith verbringen.
45:04Er hat sie wirklich sehr geliebt.
45:06Deswegen die Heimlichkeiten er.
45:09Er wollte sie einfach nicht verletzen.
45:11Es tut mir leid.
45:19Typisch Kurt.
45:21Er wollte es immer allen recht machen.
45:28mir tut es auch leid,
45:31dass ich Sie verdächtigt habe,
45:33bei Unrecht.
45:35Ich werde das Testament nicht anfechten.
45:40Kurt wollte es so.
45:43Danke.
45:44Vielen Dank.
45:48Ja, genau.
45:52Das ist wunderbar.
45:54Danke.
45:56Mann, war das knapp.
45:58Drei Stunden später
45:58und der Reichenhalle hätte im Flieger gesessen.
46:01Die Staatsanwaltschaft
46:03wird die Anklage fallen lassen.
46:04Das war sehr gute Arbeit,
46:06Frau Vogel.
46:09Und jetzt?
46:10Zurück in die Kanzlei?
46:12Ich, ja.
46:12Sie haben Feierabend.
46:14Cool, danke.
46:15Aber vorher bringen Sie mich
46:16bitte noch zur S-Bahn.
46:18Ja, dann, ähm, da lang.
46:35Rudi?
46:38Na?
46:42Wie ist es gelaufen?
46:44Hm.
46:48Es war ein Verbrechen aus Liebe.
46:53Warum sagst du das so?
46:59Hm?
47:01Warum sagst du das so?
47:07Weißt du, Romy?
47:11Ich hatte vor, mit einer anderen Frau zu schlafen.
47:16Aber als es so weit war,
47:17habe ich gemerkt,
47:18dass ich das nicht kann.
47:24Im Gegensatz zu mir.
47:28Verstehe.
47:28Er.
47:45No.
47:46Oh, oh, oh.
48:16Oh, oh, oh.
Kommentare