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  • vor 2 Wochen
Günter hat sich während seiner Abwesenheit in Silke verliebt, eine junge Witwe mit zwei Töchtern aus dem Erzgebirge. Ihn zieht es jedoch wieder zur Küste, wo er auch schon eine passende Wohnung gefunden hat. Silke leidet unter der Vorstellung, ihre vertraute Umgebung und die Freunde verlassen zu müssen. Sie sucht Rat bei Anna und Paul, die ihr empfehlen, die Sache mit weiblicher Diplomatie zu klären. Das diplomatische Vorgehen von Anna könnte die Familie unterdessen vor einer schweren Pilzvergiftung bewahrt haben. (Text: MDR)

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Transkript
00:00Hallo, alter Seeräuber, alles klar an Deck?
00:02Aye, aye, Captain.
00:02Gut, das ist Bernd.
00:05Tag.
00:06Tja, das ist eure zukünftige Schwiegertochter Silke,
00:09Patricia und Vivian, meine Eltern.
00:11Und die Enkel Andreas und Dirk.
00:14Tag, mein Besser.
00:16Na, dann kommt dann ins Haus.
00:18Noch einer?
00:19Das geht mal rein.
00:20Bitte schön.
00:21Nee, nee, gehen Sie mal von vor.
00:52Seht mal her, hier ist ein Regelauf.
00:58Woran säen Sie denn das?
01:01Woran?
01:02Hast du noch nie was von Spurenlesen gehört?
01:05Das könnte auch von einer Ziege sein.
01:07Eine Ziege im Wald, wo gibt's denn sowas?
01:10Da hast du ganz recht, Patricia.
01:12Es könnte natürlich auch von einer Ziege sein,
01:14aber im Wald ist ein Reh wahrscheinlich, ja nicht wahr?
01:25Hört mal, der Vogel!
01:27Was ist denn das, Feiner?
01:30Ein Pirol.
01:33Glaubst du, will wieder nicht?
01:35Das ist ein Dompfaff, ey.
01:36Ein Pirol.
01:37Ein Dompfaff.
01:38Ah, ein Dompfaff.
01:39Ein Pirol, wenn's der Opa sagt.
01:41Woher weißt du denn das?
01:42In unserem Schulzoo, da haben wir auch einen Dompfaff.
01:45Du, hör mal, der Opa weiß ja wohl alles.
01:48Ach, alles weiß keiner.
01:51Vielleicht war's wirklich ein Dompfaff.
01:53So, und jetzt suchen wir Pilze.
01:55Das wollten wir doch.
01:56Wir nehmen nur die, die wir kennen.
01:58Ich seh sie mir nachher an.
01:59So, ab.
02:00Hurra!
02:01Hurra!
02:22Hurra!
02:23Na ja, da sind nicht viele, aber alle gut.
02:28Die haben wir zu Hause auch schon mal gefunden.
02:30Das siehst du.
02:30Da bist du ja schon ein richtiger Pilzkenner.
02:33Zeig mal eure.
02:34Ich hab nur die zwei gefunden.
02:36Sehr schön.
02:36Hier.
02:39Donnerwetter sind ja herrliche Steinpilze dabei.
02:42Sag Oma aber, dass sie von mir sind.
02:44Das wirst du wohl schon alleine erledigen, was Bernd?
02:46Wo ist der andere, ja?
02:47Da kommt er.
02:48Seht mal, wie viele ich gefunden hab.
02:52Ihh, die sind ja alle giftig.
02:55Quatsch, du bist auch giftig.
02:57Stimmt das?
03:00Also, die sind gut.
03:02Ich ess die nicht.
03:04Brauchst die ja nicht.
03:05Pass nur auf, ob sie dir nachher nicht sehr gut schmecken.
03:08So, und jetzt gehen wir zurück.
03:10Komm.
03:23Ich geh mal ein bisschen Holz hacken.
03:25Ach, das ist doch nicht nötig, Günther.
03:27Aber wieso denn?
03:28Macht mir Spaß.
03:29Ja.
03:35Bisschen klein hier, was?
03:37Och.
03:38Wir haben die Laufe jetzt schon 30 Jahre.
03:41Ah, für uns reicht's.
03:47Und wenn die Kinder und die Enkel kommen, reicht's auch.
03:50Halten Sie mal?
03:51Ja, meine Eltern haben auch so eine Laufe in der Nähe von Krimitschau.
03:55Dort sind wir immer sehr gern gewesen.
03:57Ist das sehr hübsch?
03:58Nur schade, dass Sie und Günther nicht öfter kommen können.
04:02Danke.
04:04Naja, ist ein bisschen ungewohnt jetzt, der Gedanke.
04:07Dass der Günther so weit wegziehen will.
04:11Naja.
04:13So gut ich mich auch mit meinen Mädels verstehe, aber...
04:16Na, der Günther war mir immer mein besonderer Liebling.
04:19Ich mag ihn auch sehr.
04:21Ja.
04:22Aber wenn das mit den Kindern nicht geklappt hätte,
04:25dann müsste ich auf ihn verzichten.
04:27Andererseits ist es höchste Zeit,
04:28wenn Sie sich noch an einen neuen Papa gewöhnen sollen.
04:31Günther ist so lieb.
04:33Ich glaube, Sie haben sich richtig ins Herz geschlossen.
04:37Wird alles schon werden.
04:41Ist eben bloß nicht leicht.
04:44Wir waren immerhin drei Jahre allein
04:45und plötzlich ein neuer Mann im Haus.
04:47Ja, ja, das kann ich verstehen.
04:49Aber am schwersten ist das Alleinsein.
05:14Das ist typisch Günther.
05:21Das ist typisch Günther.
05:21Ich bin auch so ein Kinder-Nachem.
05:24Ach, wenn er doch bloß nicht unbedingt an die Küste ziehen wollte.
05:28Wieso?
05:29Ich denke, Sie wollen auch?
05:31Wir wollen lieber zu Hause bleiben.
05:33Ach.
05:35Ich hatte gehofft, dass er zu uns in der Krimi-Show kommt.
05:44Könnten Sie da vielleicht...
05:46Ich?
05:47Nee, nee, da misch ich mich nicht ein.
05:49Das ganz allein Günther Sache.
05:51Hallo!
05:53Guten Tag!
05:54Vorsicht Kinder, mein Fleisch!
05:55Die sind von mir ein Pilchen.
05:57Ach, was du nichts sagst!
05:59Was denn?
06:00Und die sind alle gut?
06:01Ja, Opa, hat sie alle nachgesucht.
06:02Die sind von mir, Steinpilcher.
06:04Schön!
06:05Und von wem sind denn die?
06:07Vom Andreas.
06:08Ja, von mir sind die.
06:09Ach, und was soll denn das für welche sein?
06:11Mutti, die haben wir doch nie genommen.
06:13Ja, das ist der grüne Birkenteufling.
06:15Kannst dich drauf verlassen.
06:16Wo ist denn das Pilzbuch?
06:17Ach, ach, ach, mach doch jetzt nicht durcheinander.
06:18Das werde ich schon alles sehen.
06:20Die sehen doch so grün aus.
06:22Schön grün.
06:23Ja, das ist aber kein Maßstab.
06:25Der Knollenblätterfilz, der sieht auch schön grün aus.
06:28Ja, das ist der grüne Birkenteufling.
06:30Kannst dich drauf verlassen.
06:30Sehr wohlschmeckend und bekömmlich.
06:32Ich hab ihn gleich.
06:33Moment, du meinst.
06:33Hast du ihn schon gefunden?
06:34Nein, noch nicht.
06:35So, Paul, jetzt gehst du mal mit den Kindern in den Garten bis zum Essen, ja?
06:38Und die Pilze?
06:39Ja, ja, die mach ich dann schon mit, Silke.
06:41Ja, dann gehen wir uns unter der Pumpe waschen.
06:42Los, hab jetzt mit euch.
06:43So.
06:44Na, dann wollen wir mal.
06:45Also, ich weiß nicht, diese Grünen sind mir aber nicht ganz geheuer.
06:48Nee, mir auch nicht.
06:50Aber Sie haben doch nachgekriegt.
06:52Ja, wozu denn Streit?
06:55Dann wollen doch die Männer alle mal recht haben.
06:58Ich mach das ganz anders.
07:00Diplomatie kann in der Ehe nie schaden.
07:28Schau mal, Opa.
07:31Das ist Dirk eben passiert.
07:32Er kann wirklich nichts dafür.
07:44So, die stellst du jetzt neben die Pumpe, dann merkt Oma nichts.
07:49Ja, manchmal ist es besser, wenn man nicht alles weiß.
07:51Na, du bringst ihm ja schöne Lehren bei, Papa.
07:55Praktische, mein Junge.
07:57Praktische.
07:58Wenn man Ärger vermeiden kann.
08:00Opa, hast du Angst vor Omi?
08:02Angst?
08:03Angst braucht man nicht vor ihr zu haben.
08:06Manchmal ist mit ihr nicht gut Kirschenessen.
08:07Mit Mutter auch nicht immer, was Vivian?
08:10Das weißt du auch schon?
08:12Ja.
08:13Und wie gündig hast du das Schiffsmodell schon ausgepackt?
08:15Tja, warst du denn nett zu den Mädchen?
08:17Auch so.
08:18Ja?
08:19Doch, war er.
08:20Doch.
08:20Na, dann wollen wir es mal auspacken, was?
08:22Halt!
08:23Vor dem Essen darf niemand rein.
08:25Opa, du hast ja doch Angst vor Oma.
08:30Silke, würden Sie die ganze Bande jetzt zum Essen reinholen?
08:33Mache ich.
08:34Gut.
08:41Sieht ja ein bisschen unheimlich aus, solche Spinner.
08:44Aber die sind unsere Verbündeten.
08:45Und deshalb dürfen wir ihnen nichts tun.
08:48Gegen wen sind wir nicht verbündet?
08:49Gegen schädliche Insekten.
08:52Essen kommen.
08:55Na, wie gefallen dir meine beiden Mädchen?
08:59Ein brinnendes Huhn findet auch mal ein Kopf.
09:02Was meinst du, ist das zu viel verlangt, wenn sie mit mir nach Sassnitz ziehen sollen?
09:06Zu viel?
09:08Wollen sie denn nicht?
09:11Na, schmecken gut die Pilze, was?
09:14Natürlich, Opa.
09:16Dir auch, Patricia?
09:18Ja, danke.
09:20Na, siehst du, Anna.
09:22Der grüne Birkentäubling ist doch ein feiner Speisepilz.
09:28Na, merkwürdig.
09:30Gekocht.
09:30Sieht ja gar nicht grün aus, ne?
09:32Ach, ach, ach.
09:33Wir haben dich für dich gekochen, Vati.
09:36Danke, Vivi.
09:38Es ist ja ein Glück, dass du ihn wiedererkannt hast, was?
09:42Oh, da kommt doch jemand.
09:44Immer herein, wenn es kein Schneider ist.
09:45Nein, nur ein Schwiegersohn und armer Krankentransporteur.
09:48Ja, guten Tag.
09:49Karl-Heinz, Rösenhaben mitessen?
09:51Ja, wenn noch Platz und genug da ist.
09:53Na, klar.
09:53Platz haben wir immer.
09:54Wunderbare Pilze und rücken alle ein bisschen zusammen.
09:56Ich komme hier nur vorbei, im Dienst sozusagen, um den Familienzuwachs zu begrüßen.
10:01Grüß dich, Günter.
10:01Grüß dich.
10:02Ja, das ist Silke.
10:04Ja, meine neue Schwägerin.
10:06Guten Tag, ich freue mich sehr.
10:07Das ist Vivi.
10:08Taf, Vivi.
10:09Na, schmeckt's dir?
10:10Und das ist Patricia.
10:12Taf, Patricia.
10:13Na ja, also dann seid ihr meine neuen Nichten.
10:17Prima.
10:17Und ich bin euer Onkel, Onkel Karl-Heinz sozusagen.
10:23Und da bin ich also, was?
10:25Ich bin der Vater.
10:26Biste?
10:26Der Vater bin ich.
10:28Oh, dankeschön, Mutter.
10:29Biste gleich rüber, lass das gut schmecken, mein Junge.
10:33Ach, das sieht gut aus.
10:34Wieder viel passiert heute?
10:35Ach, das wollen wir ja jetzt gar nicht wissen.
10:37Na ja, wenn nicht die zwei Pilzvergiftungen gewesen wären.
10:43Pilzvergiftungen?
10:44Ja, ich hoffe, die sind gut hier, was?
10:46Aber, der Paul ist doch ein Pilzkenner.
10:49Ich bin ja auch noch da, ne?
10:51Ja, die Opa Paul kennt alle Pilze.
10:53So, das glaube ich dir.
10:55Sag mal, wart ihr Rüpel dann auch nett zu euren neuen Cousinen?
10:59Ja, klar.
11:00Na, so langsam gewöhnen wir uns einander, hä?
11:04Haben Sie denn mit denen gemacht?
11:06Mit wem?
11:07Na, mit den Pilzvergifteten.
11:11Ach so.
11:12Na ja, Magen ausgehoben, Kreislaufspritze, was weiß ich.
11:15Man kann sich gar nicht vorstellen, wie dumm und leichtfertig manchmal die Leute mit Pilzen umgehen.
11:19Dabei wird jedes Mal gewarnt.
11:21Also, ich bin da sehr vorsichtig.
11:22Wieso, gibt's in Krimmetschau Pilze?
11:25Na klar, viele mehr als in Sassnitz.
11:28Aha.
11:31Krass.
11:32Ja, ist man noch schön.
11:33Komm.
11:34Oh.
11:38Ja.
11:40Noch höher?
11:42Ja.
11:45Ja.
11:48Ja.
11:56Wie störe ich Sie, Herr Schmidt?
11:59Aber nein.
12:01Darf ich, ja?
12:03Bitte sehr.
12:04Dankeschön.
12:12Das Essen war heute etwas schwer, ne?
12:14Auch Pilze sind immer ein bisschen schwer.
12:17Liegen Sie Ihnen auch so im Magen?
12:19Nö.
12:22Die Kinder fühlen sich offenbar wohl.
12:26Ja, Sie haben schnell Kontakt miteinander gefunden.
12:28Ich bin sehr froh darüber.
12:34Und Sie?
12:35Ich?
12:36Fühlen Sie sich auch wohl?
12:38Ja.
12:39Ja, ja.
12:40Ich wäre sehr glücklich, wenn die Sache mit dem Umzug nicht wäre.
12:44Ich meine, mehr körperlich.
12:47So.
12:48Ist alles in Ordnung?
12:49Ja, natürlich.
12:51Das heißt, seitdem ich das weiß, fühle ich mich schon ein bisschen bedrückt.
12:56Schade, dass Karl-Heinz schon weg ist.
12:58Ich muss ihn unbedingt sprechen.
12:59Herr Schmidt, ich wollte Sie eigentlich bitten, mit Günther mal zu reden.
13:02Er hat den auch, ja.
13:03Wo ist er denn?
13:04Er hat sich drinnen ein bisschen hingelegt.
13:06Danke.
13:10Anna.
13:12Ich muss Karl-Heinz erreichen.
13:14Günther schläft doch.
13:16Den müssen wir ja ohnehin lecken.
13:17Warum?
13:18Anna.
13:19Es kann lebenswichtig sein.
13:21Aha.
13:21Vor allem wegen der Kinder.
13:23Was ist mit den Kindern?
13:24Die sind doch ganz quietschvergnügt.
13:26Noch.
13:27Man weiß ja nicht, wie langsam es wirkt.
13:29Was wirkt?
13:31Anna.
13:32Ich fürchte, wir sind allesamt Pilz vergiftet.
13:35Was du nicht sagst.
13:36Ja.
13:37Also ich spüre nach nichts.
13:39Hast eben eine robuste Natur.
13:41Ach so, ja, ja, ja.
13:43Aber ich spüre es.
13:44Was?
13:45Übelkeit.
13:46Schwindegefühl.
13:47Ach was.
13:48Das ist die Sonne.
13:50Oder du hast dich wieder im Wald überanstrengt.
13:53Nein, nein, nein, nein.
13:53Das sind ganz bestimmt die Pilze.
13:57Ich muss Karl-Heinz anrufen.
13:59Wieso?
13:59Du hast doch behauptet, die sind alle gut.
14:02Ja, ja, ich war mir ja auch ganz sicher.
14:05Aber spüre jetzt, wie das Gift zu wirken anfängt.
14:09Er muss uns holen.
14:10Hoffentlich ist es noch nicht zu spät.
14:11Nein, Paul.
14:13Das ist noch nicht zu spät.
14:15Denn weißt du, wo dein grüner Birkentäubling oder vielleicht Knollenblättrig ist?
14:22Wie du hast?
14:23Ja.
14:24Ich bring doch keine Pilze auf den Tisch, die ich nicht kenne.
14:26Oder hast du ganz einfach still und leise?
14:28Ja.
14:30Ja, in Diplomatie.
14:32Da bin ich dir eben überlegen.
14:44Von wegen über.
14:51Na, was macht denn unser Paul für einen großen Lärm, hm?
14:55Also hat er dich doch geweckt.
14:56Dieser alte Quasselsack.
14:58Will ich dich nur wieder hin, mein Junge.
15:00Ach, lass mal, schade um die schöne Zeit.
15:05Ich war nur ein bisschen ab in letzter Zeit durch die viele Reiserei zwischen Sassnitz und Krimmetschau.
15:10Aber jetzt ist alles vorbereitet für den großen Umzug.
15:15Mhm.
15:16Weißt du eigentlich, dass die drei offenbar gar nicht umziehen wollen?
15:22Na ja, die hat Silke was gesagt.
15:24Ja, also ich misch mich da nicht ein, damit du es gleich weißt, ne?
15:27Ach, wenn sie die Wohnung erst mal sehen.
15:29Blick aufs Meer.
15:30Das wird ihm bestimmt gefallen.
15:32Aber sie hat eine Wohnung und in Krimmetschau sie zu Hause.
15:36Und das Meer.
15:38Das ist nicht jedermanns Sache.
15:39Und warum fahren sie dann jedes Jahr hin?
15:41Na, im Urlaub ist das doch ganz was anderes.
15:43Aber immer da wohnen müssen.
15:47Na nun komm, gib schon her.
15:49Ich nähe dir nachher wieder an.
15:56Weißt du,
15:59das kam ja für mich selbst überraschend.
16:02Drei ehemalige Genossen von unserem Schiff.
16:04Na, die sind dort und
16:05wir wären gern zusammengeblieben.
16:08Und überhaupt,
16:09ich hab mich nun mal verliebt in das Meer.
16:12Mhm.
16:12Du hast dich aber auch in eine Familie verliebt.
16:15Ja und?
16:17Man soll nicht zwei Hasen auf einmal jagen.
16:21Aber ein bisschen Rücksicht auf meine Wünsche und Belange
16:23kann ich da wohl verlangen, ne?
16:26Ach, Junge.
16:28Ich mach mir Sorgen.
16:31Ob das wohl die richtige Basis für eine Ehe ist?
16:35Was doch nichts Unmögliches, was ich da verlange.
16:38Naja,
16:39das müsst ihr untereinander abmachen.
16:42Aber
16:44manchmal,
16:45da kann man Liebe
16:46und Beruf nicht unter einen Hut bringen.
16:49und solange man
16:51diesen gemeinsamen Hut
16:52nicht aufhast,
16:53ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach.
16:54Du?
16:57Wissen Sie,
16:58ich müsste zu viel aufgeben.
16:59Die schöne Wohnung,
17:01die Nähe meiner Eltern und Geschwister,
17:03meine Arbeit,
17:04meine Kolleginnen.
17:06Wenn das vielleicht auch belanglos klingt,
17:07aber
17:09und überhaupt,
17:10ich kann dort in Sassnitz gar nicht
17:11in meinem Beruf arbeiten,
17:12da gibt's gar keine Wehberei.
17:14Also das heißt,
17:15entweder umlernen
17:16oder ungelärmt gehen.
17:19Er kann überall arbeiten.
17:23Und vor allem,
17:24ich hab Angst um Seeklima.
17:27Dagegen sag ich ja nichts.
17:29Jeder hat seine Gründe.
17:30Aber
17:31ein harter Kontrabass
17:33muss weichgegeigt werden.
17:35Was meinen Sie damit?
17:37Wenn meine Anna mir so schlankweg erklärt hätte,
17:39diese Pilze sind giftig,
17:40dann
17:41hätte ich um jeden Einzelnen gekämpft.
17:44Ist doch klar.
17:45Aber Anna,
17:48naja,
17:49Sie waren ja dabei.
17:52Wenn Sie dem Günther jetzt sagen,
17:54Sassnitz wird nichts,
17:56dann
17:57Sie sollten einfach hinfahren.
17:59Ganz interessiert und gründlich alles anschauen,
18:01bestimmt findet sich dann
18:02so ein dickes Haar in der Suppe,
18:03dass ihm selber der Appetit vergeht.
18:05Ach, ich weiß nicht.
18:09Einfach so tun, als ob
18:10und dann
18:11nee, das ist unmöglich.
18:15Als erfahrener Ehemann
18:16muss ich Ihnen eines sagen.
18:18Eine Frau
18:19setzt immer ihren Kopf durch.
18:21Na?
18:22Und am angenehmsten ist es,
18:24wenn sie es diplomatisch macht.
18:26Na, wie ist es?
18:27Soll ich euch vom Kaffee trinken
18:29die schöne Umgebung zeigen?
18:31Mach das.
18:32Und du?
18:32Kommst du auch mit?
18:34Nein.
18:35Mir fällt da eben etwas ganz anderes ein.
18:44Gut, dass du da bist, Paul.
18:46Der Herd brennt wieder mal nicht.
18:48Kannst du nicht mal nachsehen?
18:50Und jetzt gleich?
18:50Ja, sonst gibt es keinen Kaffee.
18:52Na schön.
18:53Moment, wart doch mal.
18:55Machst dich ja ganz schmutzig.
18:56Bind mal eine Schürze um.
18:58Ach, hier.
19:06Ach, nee.
19:07Was ist denn damals noch gut?
19:09Was ist denn schon mal ein
19:10Gehen mit Schauen, dude?
19:13So.
19:14Ja, ja, du musst ja wohl.
19:19Na.
19:26Doch, Herr Lars, verstopft.
19:30Komm, ich schaff's gleich raus, was?
19:43Mist.
19:47Wasch dich sorgfältig, Paul, damit du mir nicht den ganzen Rosas Handtuch schmierst.
19:51Dass Frauen immer erziehen müssen.
19:54Danke übrigens.
19:55Ach, bitte.
20:33Opa, du hast ja noch einen schwarzen Strich auf der Nase.
20:36So, zeig mal.
20:38Tatsächlich.
20:40Ach, Mann.
20:43Hauptsache, der hier brennt wieder.
20:47So, und der Kaffee wurde fertig.
20:53Wie hast du denn das gemacht, Opa?
20:55Tja, ihr wusstet wie, würde ich sagen.
20:59Schon recht.
21:01Tja, Opa sind eben kluge und erfahrene Leute.
21:06Ach, ach, ach.
21:09Guten Tag miteinander.
21:10Ach, Herr Hentsch.
21:11Nein, nein, keine Umstände, bitte.
21:13Ich hab nur eine Frage an Herrn Schmidt.
21:14Ja, was gibt's denn?
21:16Lassen Sie sich nicht stören, Herr Schmidt.
21:17Ich habe Pilze gefunden.
21:19Sind die gut?
21:20Na, zeigen Sie mal her.
21:21Sie wissen doch immer Bescheid.
21:22Ach, ach.
21:24Also, das hier ist der, ne?
21:27Grüne Böden-Pöbläden.
21:28Das wissen sogar schon meine Enkel, her.
21:31Der schmeckt sehr gut.
21:32Ach.
21:32Also, jetzt muss ich mal was sagen.
21:34Herr Hentschel, die...
21:35Ich weiß schon, was du sagen willst,
21:37dass man mit Pilzen nicht vorsichtig genug sein kann.
21:40Ach, dann sollte man den lieber nicht essen.
21:42Nein.
21:43Doch.
21:44Wir haben ihn ja auch gegessen.
21:46Paul, ich hab...
21:46Ich hab mir allerdings vorher ein Gutachten
21:49von der Pilzberatung besorgt.
21:51Ich hab's zufälligerweise bei mir.
21:54Derselbe Pilz.
21:56Grasgrüner Teupenk.
21:58Darf ich das mitnehmen, Herr Schmidt?
21:59Meine Frau ist nämlich immer so misstrauisch.
22:01Ja, das haben Frauen nun mal so an sich.
22:02Ja, danke schön.
22:02Auf Wiedersehen, Herr Schmidt.
22:10Was ist denn, Silke?
22:12Deine Eltern sind wirklich prima.
22:18Nicht wahr?
22:20Schade, dass wir morgen früh schon wieder weg müssen.
22:22Ja.
22:23Ja, schade.
22:24Nö?
22:30Ach, Post von Günther ist gekommen.
22:38Der Sasselzer Fährhafen.
22:41Prima.
22:43Was schreibt er denn?
22:45Das ist...
22:47Lass mal selber.
22:51Liebe Eltern,
22:53wir sind wieder in Grimmetschau.
22:55Mit Sassnitz wird das nichts.
22:58Bei der Besichtigung vor Ort
23:00stellten sich die Nachteile
23:01doch allzu groß heraus.
23:03Auf alle Fälle
23:04haben wir einen Dauerferienplatz
23:05bei meinen Freunden sicher.
23:07Bis auf bald,
23:08euer Günther und Familie.
23:09Wie fällst du denn das?
23:11Moment mal,
23:12hier steht ja noch was.
23:14Wie...
23:14Wir heiraten zu Weihnachten
23:17ist ein Aufwasch.
23:20Praktisch denkt der Junge.
23:22Dass der nachgegeben hat,
23:25das verstehe ich nicht.
23:27Wenn du das schon nicht verstehst?
23:29Wieso ich?
23:33Weil Frauen doch immer
23:34die besseren Diplomaten sind.
23:36Ja.
23:39Und jetzt kommt

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