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  • vor 8 Monaten
Anonyme Tierschützer stellen bei den Martins eine Kiste mit zwei Polarfüchsen ab. Die Tiere werden vorübergehend in der Auffangstation untergebracht. Einem der Füchse gelingt durch einen Streich von Charly die „Flucht“. Unterdessen meldet sich Ulf Mensing, der rechtmäßige Besitzer der Tiere. Nachdem der entlaufene Fuchs zu seinem Weibchen in die Station zurückgekehrt ist, überzeugt Dr. Martin Mensing, dass die Polarfüchse in freier Wildbahn artgerechter leben könnten. Michaela rettet die fünfjährige Antonia aus dem Wannsee und nimmt sie mit nach Hause.
Nachforschungen über die Herkunft des Mädchens gestalten sich schwierig. Mit Charlys Hilfe findet Michaela heraus, dass das Mädchen taubstumm ist. Rosa hat sich von Friedhelm Gerber überreden lassen, mit ihm zusammenzuziehen. Doch dann trennt sie sich von Gerber und versucht, ihre Wohnungskündigung rückgängig zu machen. Der Vermieter kann ihr aber nur eine Acht-Zimmer-Wohnung anbieten. Sandra überzeugt ihre Großmutter, dass es in dieser Situation das Beste sei, eine Seniorengemeinschaft zu gründen. (Text: KI.KA)

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Transkript
00:00Musik
00:00Ach Gott, Charlie!
00:17Ich hab dir hundertmal gesagt, dass du in der Küche nichts zu suchen hast.
00:21Pass denn keiner auf dich auf?
00:23Manchmal bist du richtig schlimm.
00:26Ja, ja, versteck dich nur. Und schäm dich!
00:30Oh, was machst du denn?
00:37Ich putz die Sauerei weg, wie Charlie angestellt hat.
00:41Eier haben ohnehin zu viel Cholesterin.
00:43Was Besseres fällt dir dazu nicht ein?
00:45Mich kann heute sowieso nichts mehr schocken.
00:47In der Station ist ein Ast runtergekommen und hat den halben Zaun beschädigt.
00:51Frau Dolph hat gerade angerufen.
00:53Dieser verdammte Sturm hat meine ganzen Geranien umgeworfen.
00:57Die meisten Blüten sind abgebrochen.
01:00Wächst alles nach.
01:01Ein Wunder, dass wir überhaupt schlafen konnten.
01:04Charlie hat es offenbar nicht im geringsten gestört.
01:07Nachdem du ihn ins Haus geholt hast, hat er geschnacht wie ein Holzfäller.
01:12Die Bursche ist dem hart im Nehmen.
01:14Tja, wenigstens einer.
01:15Ja.
01:16Hey, was ist denn los mit dir?
01:25Nichts ist los.
01:27Wahrscheinlich zu wenig Schlaf.
01:28Ich kenne dich doch.
01:33Du machst dir Sorgen, hm?
01:35Oliver könnte doch mal wieder schreiben, findest du nicht?
01:38Er hat seit drei Wochen nichts von sich hören lassen.
01:40Das ist doch ein gutes Zeichen.
01:42Der Junge kommt eben ohne uns zurecht.
01:43Und ob ich ohne ihn zurechtkomme, das interessiert niemanden.
01:46Also, Liebling.
01:47Ich bin in der Praxis.
01:50Ich bin in der Praxis.
01:50Ich bin in der Praxis.
02:20Ich bin in der Praxis.
02:50Hallo, Michi.
02:52Tja.
02:53Waren wir verabredet?
02:54Nein, aber ich war gerade in der Nähe.
02:56Ich habe leider nicht viel Zeit.
02:58Ich muss zum Jachthaken fahren.
02:59Das ist umfällig ein Stänzes fotografieren.
03:01Du weißt doch, sie wollen es verkaufen.
03:02Ja, ich bleibe hier auch nicht lange.
03:03Ich will dir nur schnell berichten, dass man mir einen Job angeboten hat.
03:06Als Pressesprecherin der Feldberggruppe.
03:08Zwar nur die Berliner Niederlassung, aber immerhin.
03:10Das ist doch super.
03:11Jetzt komm erst mal weiter.
03:12Wenn du schon da bist, dann gib ich dir gleich die Kontaktabzüge von der Kunstdarstellung mit.
03:17Kannst du ja mal ausmustern.
03:18Auch gut, aber ein Kaffee muss schon drin sein.
03:20Kriegst du.
03:21Komm, bitte.
03:21Ich hoffe nicht damit gerechnet, dass wir auf mich zukommen werden.
03:26Es gab vorher nur ein einziges Gespräch.
03:28Und das war auf einmal nur ein Plan.
03:29Auf jeden Fall muss da Eindruck gemacht werden.
03:31Hätten sie sich nicht gemeldet.
03:32Ja sicher, aber ich weiß nicht, bei wem es ist so wichtig.
03:35Ja, es schadet nicht, wenn man seine Freunde kennt.
03:38Aber es ist besser, man weiß, wer die Feinde sind.
03:40Das stimmt.
03:41Aber mit so negativen Gedanken darf man keinen Job beginnen.
03:45Der Job bei der Feldbergruppe hat Zukunftsperspektive.
03:47Ich treffe mich heute Nachmittag mit dem Manager.
03:49Das gibt's doch nicht.
03:56Charlie, komm sofort herunter.
03:59Irgendwie hat das was.
04:00Na wirf's bald, Charlie.
04:02Wie kannst du denn sowas machen?
04:04Überall Fotos hinpappen.
04:07Dich darf man noch keine Sekunde aus den Augen lassen.
04:09Hallo Charlie, willst du mir nicht guten Tag sagen?
04:14Ihh, was ist denn das?
04:16Jetzt bin ich ja ganz voll Klebstoff.
04:18Mensch, Charlie, alles voll mit dem Zeug.
04:23Los, komm, ab ins Bad.
04:24Kommst du mit?
04:25Ja, das muss ich ja wohl.
04:26Mensch, Charlie, eine Begrüßung ist das schrecklich.
04:32So, da haben Sie Ihren Amadeus wieder.
04:37Morgens und abends etwa fünf Milliliter ins Trinkwasser geben.
04:40Dann ist er bald wieder auf den Damm.
04:41Herzlichen Dank und auf Wiedersehen.
04:44Wiedersehen.
04:45Auf Wiedersehen.
04:49Guten Tag.
04:50Guten Abend.
04:52Charlotte, was ich Sie fragen wollte.
04:54Kommen Sie morgen wie üblich in die Praxis?
04:56Ja, natürlich.
04:57Warum fragen Sie?
04:59Na, Sie haben doch morgen Geburtstag.
05:00Oder irre ich mich?
05:01Nein, das stimmt.
05:04Ich bin ja gespannt, was Rodolfo sich diesmal ausgedacht hat.
05:08Sie brauchen gar nicht so zu gucken, Charlotte.
05:09Von mir erfahren Sie kein Wort.
05:11Nicht mal eine kleine Andeutung?
05:13Geben Sie es auf, Charlotte.
05:15Vorfreude ist die schönste Freude.
05:16Jeden Tag stellt Charlie was anderes an.
05:34Gestern hat er Charlottes neue Schuhe mit Marmelade gefüllt.
05:37Hat sie sich gefreut?
05:38Ich an seiner Stelle hätte Honig genommen.
05:40Das ist ja nicht so gemein.
05:41Sie war ganz schön sauer.
05:43Hey, was machen die denn da?
05:44Das geht doch nicht.
05:48Hallo?
05:48Die Kiste.
05:50Hallo?
05:51Das geht doch nicht.
05:53Hallo?
05:54Hallo?
05:55Was ist denn für eine Kiste?
05:56Guckt ihr das an?
05:57Hey, was soll denn diese Riesenkiste?
06:07Wie kann man so ein Riesending so blöd hinter das Auto stellen?
06:13Füchse.
06:14Charlie, bleib da.
06:14Geh da nicht ran.
06:16Das sind tatsächlich Füchse.
06:18Silberfüchse.
06:18Du machst Witze.
06:22Silberfüchse.
06:23Das gibt's doch nicht.
06:26Einfach abgestellt.
06:28Ich hol Philipp.
06:29Passt du so lange auf Charlie auf?
06:33Silberfüchse.
06:34Da staunt man Charlie, was?
06:35Wo soll ich bitte dich?
06:43Wir können doch in aller Ruhe...
06:44In Friedhelm, nein!
06:46Diesmal bist du entschieden zu weit gegangen.
06:48So lasse ich nicht mit mir umspringen.
06:49Aber es war doch nur gut gemeint.
06:51Wenn ich eine Stelle als Putzfrau haben möchte, dann suche ich mir die.
06:54Aber das wird bestimmt nicht bei dir sein.
06:56Es war geschlossene Sache, dass du deine Wohnung aufgibst und zu mir ziehst.
06:59Das war es nicht.
07:00Und ich will auch nichts mehr davon hören.
07:02Was meinst du, Philipp?
07:07Warum stellt man uns die Tiere vor die Tür?
07:09Wieso lässt man sie nicht frei?
07:11Dafür gibt es viele Gründe.
07:14So.
07:16Jetzt kommt erst mal mit in die Auffangstation.
07:19Übrigens, ich hab vor ein paar Tagen deinen Artikel über die Ehe gelesen.
07:22War nicht sehr beeindruckt.
07:23Geschenkt.
07:24Verschone mich mit deiner Kritik, ja?
07:25Kein Problem.
07:27Was meinst du, wer waren die Typen, die die Tiere hierher gebracht haben?
07:30Ist wahrscheinlich ein Geschenk von militanten Tierschützern.
07:33Willst du mir beim Fotografieren Gesellschaft leisten?
07:35Nein, ich muss mich mental auf mein Treffen mit dem Feldbergmanager vorbereiten.
07:40Da geht es ja schließlich um einiges.
07:41Aber du wolltest mir die Kontaktbögen mitgeben.
07:44Und außerdem?
07:45Hattest du mir einen Kaffee versprochen.
07:47Ach Gott, ja.
07:49Das hat ich ganz vergessen.
07:51Soll ich Charlie in seinen Käfig bringen?
07:53Nein, danke, Lassner.
07:54Ich nehme ihn mit in die Station.
07:55Tschüss.
07:55Tschüss.
07:57Charlie, rutsch rüber.
08:00Frau Bergner, ich begrüße Sie.
08:19Na, wo drückt denn der Schuh?
08:21Ja, es geht um meine Kündigung.
08:23Ich wollte mich erkundigen...
08:25Alles schon geregelt.
08:26Die junge Familie, die sich die Wohnung letzte Woche angeschaut hat, hat zugesagt.
08:30Das heißt, sie ist bereits vergeben?
08:33Das ist mein Job.
08:34Dafür werde ich bezahlt.
08:35Aber bitte, nehmen Sie doch Platz.
08:37Ja, danke.
08:39Und, äh...
08:40Und wenn ich nun meine Kündigung zurückziehe?
08:45Das geht nicht, Frau Bergner.
08:47Ihre Vertragsauflösung war fristgerecht und wir haben sie akzeptiert.
08:52Dann stehe ich praktisch auf der Straße.
08:57Meine neue Wohnung, das hat sich zerschlagen.
09:00Das tut mir wirklich leid für Sie, aber...
09:03Die haben den Mietvertrag bereits unterschrieben.
09:05Und, äh, eine andere Wohnung.
09:08Hätten Sie da vielleicht was für mich?
09:10Tja, im Moment.
09:13Hätte ich da nur eine...
09:16Ja, eine Achtzimmerwohnung.
09:21Fräulein Karin kann Ihnen gerne den Schlüssel geben.
09:24Ach, also ich fürchte, das ist eine Nummer zu groß für mich.
09:28Sie können sie ja trotzdem mal besichtigen.
09:31Sonst sehen wir uns bei der Wohnungsabnahme, ja?
09:33Ja, danke.
09:35Auf Wiedersehen.
09:38Wiedersehen.
09:38Auf Wiedersehen.
10:05Auf Wiedersehen.
10:08Auf Wiedersehen.
10:12Auf Wiedersehen.
10:15Auf Wiedersehen.
10:45Hör auf, damit geht er runter.
11:15Was hast du dir denn dabei gedacht, hm?
11:24Wenn ich jetzt nicht gekommen wäre?
11:27Warte.
11:33So.
11:36Wie heißt du denn?
11:38Wohnst du hier in der Nähe?
11:39Willst du, wenn ich deinen Namen sage?
11:47Ich heiße Michael.
11:49Und du?
11:52Wer bist du denn?
11:55Ich muss dich doch zu deinen Eltern bringen, damit du dich nicht erkenntest.
11:59Hm?
11:59Weißt du was?
12:00Weißt du was?
12:01Weißt du was?
12:04Am besten kommst du erst mal mit zu uns nach Hause.
12:07Wir wohnen ganz in der Nähe.
12:08Ja?
12:08Ja?
12:08Wo warst du denn?
12:09Wo warst du denn?
12:23Die waren noch für Aufreden dazu?
12:25Ach, Sanker Kind.
12:29Entschuldigung, das tut mir leid.
12:31Sanker, hattest du mich jetzt noch vergessen?
12:34Nein, Schatz.
12:36Aber ich muss doch noch mal zum Hausverwalter.
12:39Der will bestimmt mehr Geld.
12:40Nein, das will er nicht.
12:42Aber ich sitze praktisch auf der Straße.
12:44Wieso?
12:45Das verstehe ich nicht.
12:46Ach, Sanker.
12:47Ich habe eine riesen Dummheit gemacht.
12:51Friedhelm Gerber hat mich überredet, dass ich meine Wohnung kündige.
12:55Er wollte, dass ich zu ihm ziehe.
12:56Und jetzt will er nicht mehr?
12:57Er schon, aber ich nicht.
12:59Um keinen Preis der Welt.
13:01Lieber nehme ich die Achtzimmerwohnung, die der Hausverwalter mir angeboten hat.
13:04Achtzimmer?
13:06Das hört sich ja stärker an.
13:07Das ist natürlich ausgeschlossen.
13:09Weißt du, ältere Leute brauchen weniger Schlaf und auch weniger Platz als die Jungen.
13:13Und was willst du jetzt machen?
13:14Wenn ich das wüsste.
13:31Na, bald seid ihr in freier Wildbahn.
13:34Ist wirklich toll, wie schnell sie das hingekriegt haben.
13:36Reiner Glücksfall.
13:37Komm, Charlie.
13:39Morgen früh geht von Schönefeld aus ein Tiertransport zur Auffangstation in Turku.
13:42Von den Kollegen aus Mecklenburg.
13:44Wir haben schon seit längerem Kontakt mit Finnland.
13:46Und die Finnen würden uns die Füße einfach so abnehmen?
13:48Sie wollen sie an der russischen Grenze auswildern.
13:51Herr Penlope hat mir vorhin die notwendigen Unterlagen zugefaxt.
13:54Da müsste dann eigentlich der Tierhalter nur noch unterschreiben.
13:57Und das bedeutet in dem Fall ja wohl Sie.
14:00Du nicht, Charlie.
14:05Du bist doch nicht der Besitzer.
14:08Und wer zahlt den Flug?
14:10In unserem Feuerwehrfonds sind noch ein paar Mark.
14:12Das reicht sogar für ein Hin- und Rückflugticket für eine Begleitperson.
14:16Am liebsten wären wir ja Sie würden mitfahren, Rodolfo.
14:18Aber Charlotte hat doch morgen Geburtstag.
14:20Finnland?
14:21Da war ich noch nie.
14:23Aber ich kriege Charlotte rum, Dottor.
14:25Glauben Sie?
14:26Si, si.
14:28Entschuldigen Sie.
14:30Martin?
14:34Michaela?
14:37Was?
14:39Gut, ich komme sofort.
14:40Und rufe du inzwischen Kommissar Paschkan, ja?
14:42Bis gleich.
14:43Gibt es Ärger?
14:44Nicht direkt.
14:45Meine Frau hat ein kleines Mädchen aus dem Wannsee gefischt.
14:48Rodolfo, ich fahre jetzt eh mal schnell nach Hause.
14:50Passen Sie gut auf Charlie auf.
14:51Die Arzt-Han soll an Unsinn für heute schon mehr als erfüllt.
14:53Bene, Dottore, mag ich?
15:00Soll ich das etwa essen, Charlie?
15:05Ich hab's ja gesagt.
15:06Er schafft uns heute.
15:07Charlie, das ist kein Futter für Menschen.
15:10Und ist kein Futter für Affen.
15:12Das ist Futter für die Füchse.
15:15Hey!
15:15Hey!
15:15Haben Sie denn einen Verdacht, wer es gewesen sein könnte?
15:31Wie Tante Tierschützer vielleicht noch?
15:33Den kann ich mir nicht vorstellen, Herr Kommissar.
15:34Ich bin ja kein Fälzzüchter, ne?
15:37Halten wir die Tiere ja auch nur so zum Spaß.
15:39Das sagt fast jeder Züchter.
15:41Na, Moment, Moment.
15:42Also meine Füchse haben es bei mir so gut wie nirgendwo, ja?
15:44Ich kriege das allerbeste Futter.
15:46Und Ihr Gehege ist ja dreimal so groß wie Ihr setzt das Vorschreiben.
15:49Nehmen Sie doch Platz.
15:51Außerdem kümmere ich mich ja jeden Tag um die Tiere.
15:53Ja.
15:53In der Tierauffangstation von Dr. Martin wurde ein Fuchspärchen abgegeben.
15:58Anonym vielleicht sind das ja Ihre Tiere.
16:00Oh, das wäre ja toll.
16:01Das klingt mir nicht wirklich irgendwie.
16:03Paschkan?
16:03Guten Tag, Herr Paschke, Michaela Martin.
16:06Das ist ja ein Zufall, Frau Martin.
16:07Wir sprechen gerade über das Fuchspärchen, das Ihr Mann bei sich aufgenommen hat.
16:11Der Halter hat sich gemeldet.
16:13Deswegen rufe ich nicht an.
16:15Ich habe ein kleines Mädchen aus dem Wahnsinn gerettet.
16:18Sie wäre fast ertrunken.
16:19Jetzt weiß ich nicht, was ich mit ihr machen soll.
16:21Geben Sie mir doch erst mal den Namen von dem Kind.
16:24Ich kümmere mich dann drum.
16:25Das ist ja das Problem.
16:26Sie scheinen mich nicht zu verstehen.
16:28Ich habe es mit Englisch, Spanisch, Französisch versucht.
16:30Das ist alles zwecklos.
16:31Vielleicht wurde es ja bereits als vermisst gemeldet.
16:34Beschreiben Sie die Kleine doch mal.
16:36Sie ist etwa fünf Jahre alt, hat blondes Haar.
16:40Zur Zeit des Unfalls trug sie ein weißes T-Shirt und ein pink-weiß kariertes Hängerkleidchen.
16:44Na ja, das ist nicht viel.
16:46Ich sehe mal in unserem Computer, vielleicht bringt uns das weiter.
16:50Soll ich die Kleine abholen lassen oder kann sie vorerst noch bei Ihnen bleiben?
16:53Nein, nein, lassen Sie sie ruhig da.
16:55Ich glaube, sie fühlt sich hier ganz wohl.
16:56Schön.
16:56Ich melde mich, sobald ich irgendwas weiß.
16:59Ja, wiederhören von Martin.
17:13Zwei Badezimmer, klasse.
17:15Die Wohnung ist echt super.
17:16Ja, aber leider zu groß für mich.
17:19Dann gründe doch eine WG.
17:21Du machst mir Spaß.
17:24Ich und eine Wohngemeinschaft.
17:26Nee, das ist mehr was für junge Leute.
17:29Wieso?
17:30In einer WG hast du immer jemanden, mit dem du sprechen kannst.
17:33Und außerdem sparst du eine Menge Geld.
17:35Schließlich wird alles geteilt.
17:36Du meine Güte, in meinem Alter.
17:40Dann musst du eben eine Senioren-WG gründen.
17:43Ja, gibt's denn sowas?
17:45Bestimmt.
17:46Und wenn nicht, dann bist du eben die Erste.
17:47Eine muss schließlich die Erste sein.
17:53So, junge Dame, das war's auch schon.
17:57Also, ich kann nichts festfällen.
17:58Körperlich scheint sie ganz gesund zu sein.
17:59Ein Glück.
18:01Ja, das ist aber auch alles, was ich dir sagen kann.
18:06Weißt du, was die Kleine ist?
18:24Sie ist Taubsturm.
18:26Das erklärt alles.
18:28Komm, lass uns Paschke anrufen.
18:30Da fällt mir ein, bei mir hat heute ein Züchter angerufen,
18:32dem zwölf Füchse gestohlen worden.
18:34Also, wenn das der Besitz ist,
18:36dann können wir die Auswilderung vergessen.
18:39Schade, für die Tiere wär's am besten.
18:42Ja, das sind meine Füchse.
18:44Die Fleckige da, die Fehe, die ist noch in Erharung.
18:47Tja.
18:49Dann heißt es für mich wohl, Apisit nehmen.
18:51Also, mir wär's lieber,
18:52Sie würden sie noch ein paar Tage hier behalten.
18:54Diese sogenannten Tierschützer haben an meinem Gehege
18:56den ganzen Maschendraht zerschnitten.
18:58Den muss ich erst reparieren.
19:00Gut.
19:00Mein Chef will sowieso noch was mit Ihnen besprechen.
19:04Ihr wollt Ihnen vorschlagen,
19:05die Füchse auszuwildern.
19:08Auswildern?
19:08Ja.
19:09Meine Füchse?
19:10Nee, also das kommt gar nicht in Frage.
19:12Schauen Sie unseren Charlie an.
19:13Er sitzt da wie ein Generaldirektor.
19:15Vielleicht ist er einer und Sie wissen es nicht.
19:17Charlie, gib her!
19:20Sind Sie, ist schon alles vorbereitet?
19:22Sie müssen nur unterschreiben.
19:23Ja, das ist sicherlich eine interessante Sache,
19:30aber...
19:32Entschuldigung.
19:36Ja, Menzing?
19:39Ja, gut, Inge.
19:40Ja.
19:41Ja, ja, ich fahr gleich hin.
19:44Ja.
19:44Hallo, Herr Rodolfo.
19:45Da sind Sie ja endlich.
19:47Könnten Sie die Lieferung gleich nach hinten bringen, ja?
19:50Na klar.
19:51Hier lang, bitte.
19:52Ich komme gleich wieder, ja?
19:55Schon gut.
19:56Na, das ist doch kein Problem.
19:58Na, er wird da wohl einen Scheck akzeptieren.
20:00Ja, ich weiß, dass es eilig ist.
20:02Ich fahr ja auch gleich los.
20:04Tschüss.
20:05Herr Lombardi, ich muss sofort los.
20:07Die Papiere liegen auf dem Schreibtisch.
20:09Ich melde mich.
20:10Ich verstehe das einfach nicht.
20:35Wenn mein Kind taubstum ist, dann nähe ich ihm doch ein Schild mit meiner Adresse ins Kleid.
20:41Hast du Kommissar Paschke erreicht?
20:43Ja.
20:43Ich habe ihn gerade noch angerufen.
20:44Er hat gesagt, es hat sich niemand gemeldet.
20:46Und anscheinend wird die Kleine noch gar nicht vermisst.
20:48Gibt es doch gar nicht.
20:50Vielleicht lebt sie nicht bei ihren Eltern, sondern einem Heim.
20:54Du hast recht.
20:55In einem Heim, wir hören Sprachgeschädigte.
20:57Vielleicht hilft uns das weiter.
20:58Ich glaube, dass Paschke auch schon auf den Gedanken gekommen ist.
21:01Komm, lass es nochmal nach der Kleinen schauen.
21:03Ich möchte nicht, dass sie sich ängstigt.
21:05Also den Eindruck machen Sie auf mich wirklich.
21:15Wo ist die Signore Manzing?
21:17Ist er weggegangen?
21:18Der Dottor wollte mit ihm sprechen über Finnland.
21:23Der Mann hatte sich doch noch überlegt.
21:25Er hat unterschrieben.
21:27Da wird sich der Dottor freuen.
21:32Nein, Charlie, ich muss nicht unterschreiben.
21:35Und du auch nicht.
21:36Komm, Charlie, jetzt gehen wir nach Hause, ja?
21:38Ich muss Charlotte erklären, dass ich an ihren Geburtstag verreise.
21:41Ausgerechnet an ihren Geburtstag.
21:43Da wird sie einen riesigen Krach machen.
21:55Das ist aber schön.
22:01Schau mal, Philipp.
22:02Das ist toll.
22:05Darf ich?
22:08Ich habe ja eine Idee.
22:09Was geht denn das?
22:31Ein Kinderheim.
22:32Ich will rauskriegen, ob sie aus einem Heim kommt.
22:34Du kennst so ein Haus, ja?
22:44Was steht da drin?
22:46Nein, das ist keine Post.
23:06Jetzt warte doch mal.
23:07Sie kann ja schreiben.
23:07Antonia, das bist du.
23:24Du wohnst neben der Post.
23:29Du bist dein Schatz, Antonia.
23:32Antonia, wie heißen du weiter?
23:35Dein Name.
23:36Ich, Philipp, Martin.
23:42Du, Antonia.
23:46Und...
23:47Klee.
24:03Antonia, Klee.
24:05Du bist große Klasse, Antonia.
24:08Wo willst du denn hin?
24:09Ein Telefonbuch.
24:10Vielleicht haben wir ja Glück.
24:14Ach, Sandra.
24:15Wie soll denn das gehen?
24:17Der tägliche Abwasch.
24:18Das sauber machen.
24:19Da hätte ich auch zu Friedhelm ziehen können.
24:21Ach, nimmst du bitte mal deine Tasche weg.
24:23Dafür gibt es ein Küchenplan.
24:25Jeder ist mal dran.
24:26Es ist das genau festgelegt, Oma.
24:29Und das Bad?
24:30Ich möchte wirklich nicht, dass mich irrscht, ein fremder Herr in der Badewanne überrascht.
24:34In der Wohnung gibt es doch zwei Bäder.
24:35Eins für die Männer und eins für die Frauen.
24:37Naja, das könnte funktionieren.
24:38Also, wissen Sie, ich könnte eine Annonce aufsetzen.
24:41Warte mal, Sandra.
24:42Ich weiß ja noch gar nicht, ob ich wirklich...
24:44Oma, jetzt noch kein Rückzieher.
24:49Illegante Dame.
24:50Sehr selbstständig.
24:53Möchte nicht mehr alleine leben.
24:54Und sucht deshalb Männer und Frauen.
24:55Nein, nein, sucht einen Kreis von Gleichgesinnten, die mit ihr eine niveauvolle Seniorenwohngemeinschaft gründen möchten.
25:09Aber wenn sie taubstum ist, wie habt ihr denn den Namen rausgekriegt?
25:13Tja, mein Lieber, Köpfchen muss man haben.
25:15Antoni hat uns geholfen.
25:16Herr Glees ist niemals zu Hause.
25:19Es müssen ihre Eltern sein.
25:20Breite Straße 41.
25:22Zweihörsarbeit erst im Postamt.
25:23Wahrscheinlich suchen Sie, Antonia.
25:26Habt ihr eigentlich schon mal der Polizei angerufen?
25:28Ja, natürlich.
25:32Charlie, Rodolfo, wo kommt ihr denn her?
25:34Fundet die Auffangstation.
25:35Wir sind schon wieder da.
25:37Oh, Besuch.
25:48Das ist Charlie.
25:51Er gehört zu unserer Familie.
25:53Na bitte.
25:54Die beiden verstehen sich.
25:56Ganz ohne Worte.
25:57Mit dem Füchsen ist alles in Ordnung.
25:59Herr Menzig ist ein Verstander.
26:01Wie haben Sie das denn hingekriegt, Rodolfo?
26:03Ich war sicher, es gibt ein längeres Hin und Her.
26:04Oh, ich habe das auch gefürchtet.
26:06Aber Menzig hat ein Fach unterschrieben und ist weggegangen.
26:09Hier.
26:10Den Namen so besser.
26:10Dann werde ich gleich Friesen anrufen.
26:11Ich bin gleich wieder da.
26:12Und ich muss nur Charlotte sagen, dass ich an ihrem Geburtstag nach Finnland fliege.
26:17Soll ich Ihnen beistehen, Rodolfo?
26:19Du bleibst schön hier und passt auf Charlie und Antonia auf.
26:22Charlotte.
26:32Charlotte.
26:33Ja?
26:34Was ist?
26:35Du willst doch nicht etwa schon Feierabend machen.
26:38Charlotte.
26:40Morgen.
26:41Morgen.
26:41Du hast Geburtstag.
26:43Und da willst du noch ein Geschenk besorgen.
26:46Das ist natürlich ein Grund.
26:50Ich muss die Silberfüchse wegbringen nach Finnland.
26:53Aber doch nicht heute Abend, oder?
26:55Nein, morgen.
26:58Das ist nicht wahr.
27:02Pass auf.
27:03Ich mag für dich ein fantastisches Frühstück.
27:05Das kannst du mir nicht antun.
27:07Nächst an meinem Geburtstag.
27:09Cara, das ist die einzige Möglichkeit für die armen Tiere.
27:13Mir bricht ja selbst das Herz, aber...
27:17Ach, weißt du, du kommst mit nach Finnland.
27:20Ich rede mit dem Doktor.
27:21Sofort.
27:22Mach dich doch nicht lächerlich, Rodolfo.
27:25Ist schon okay.
27:26Wir sind ja keine Teenager mehr.
27:29Leider.
27:31Weißt du, Charlotte?
27:33Du bist für mich die beste Frau der Welt.
27:43Ey, stark!
27:46Du bist ein echtes Talent.
27:48Nein, Charlie, gib's mir.
27:50Zuerst müssen es Philipp und Michaela sehen.
27:54Bin nämlich anständig, ja?
27:55Ich bin gleich wieder da.
28:03Luke!
28:03Luke!
28:03Luke!
28:03Luke!
28:03Luke!
28:03Luke!
28:05Luke!
28:05Luke!
28:05Luke!
28:05Luke!
28:06Luke!
28:06Luke!
28:06Luke!
28:06Luke!
28:07Luke!
28:07Luke!
28:07Luke!
28:07Luke!
28:08Luke!
28:08Luke!
28:09Luke!
28:10Luke!
28:11Luke!
28:11Luke!
28:12Luke!
28:13Luke!
28:13Ist sie das?
28:28Ja.
28:29Antonia!
28:31Mein Liebling.
28:37Na, Charlie, hast du eine neue Freundin?
28:45Ach, ach, ach, ach!
28:48Nicht Charlie.
28:49Nicht verrückt spielen.
28:50Komm wir gehen schon mal vor.
28:51Hoppla!
28:52Herr Paschke, ich dachte, Sie wollten mich anrufen
28:58Haben Sie was herausgefunden?
29:00Ja, es gab eine Vermisstenanzeige
29:03Ich habe mich mit der Mutter sofort in Verbindung gesetzt
29:06und sie gleich mitgebracht
29:08Die Kleine erzählt ja jetzt wahrscheinlich alles, was sie erlebt hat
29:13Bestimmt
29:14Sie sind bestimmt Frau Martin?
29:23Ja
29:23Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich Ihnen bin
29:27Das war doch selbstverständlich
29:28Frau Martin springt ab und zu mal gerne in den Wannsee
29:31Guten Tag
29:44Ich soll Sie fragen, also Antonia will unbedingt wissen, ob der Affe ein eigenes Zimmer hat
29:50Nein, aber in den Käfig und da geht er nachher gleich rein
29:54Sie würde gerne den Käfig sehen
30:05Natürlich, das kann sie
30:06Johnny führst du sie nach hinten und zeigst ihr den Käfig?
30:09Dann komm mit, ich bring Charlie jetzt ins Bett
30:10Frau Martin
30:19Sie werden mich wahrscheinlich für eine Rabenmutter halten, aber...
30:22Nein, keineswegs
30:23Kommen Sie, setzen wir uns doch
30:25Es würde mich nur interessieren, wie Antonia verloren gehen konnte
30:28Sie ist doch ein sehr aufgewicktes Mädchen
30:30Offenbar hat sie den Schulbus verpasst
30:31Bitte
30:32Sie besucht eine betreute Vorschulklasse
30:34Ausgerechnet heute war ein Ausbildsfahrer unterwegs
30:37Und er hat behauptet, Antonia wäre zusammen mit ihrer Freundin Bettina ausgestiegen
30:40Da habe ich mir natürlich erst mal keine Sorgen gemacht
30:43Verstehe
30:43Und als ihr denn klar wurde, dass Antonia weg ist?
30:46Hat Frau Klee eine vermissten Anzeige gemacht, ey
30:48Der Rest ist, naja
30:49Mir wird immer noch ganz schlecht
30:51Wenn Sie nicht zufällig an diesem Bootstieg gewesen wären
30:54Das war ich aber
30:55Und Kinder wie Antonia haben eben einen ganz besonderen Schutzengel
30:59Charlie, die habe ich dir doch geschenkt
31:02Na, du bist ganz schön großzügig
31:04Dann ist ja alles in Ordnung
31:23Wenn Herr Menzing auf seine Tiere verzichtet
31:25Er übrigt sich ja wohl euren Anzeigen
31:27Anzunehmen
31:27Und damit werden alle unsere Findelkinder versorgt
31:30Antonia, was hast du da mitgenommen, was?
31:33Ein Basecapper, Charlie ihr geschenkt
31:34Hast du dich bedankt?
31:38Sag auf Wiedersehen
31:39Und steig ein
31:41Pass gut auf dich auf, Antonia
31:45Ciao, Antonia
31:49Steig ein
31:53Also nochmal
31:55Vielen Dank
31:56Wiedersehen
31:57Tschüss
31:58So, die Füchse müssen noch geimpft werden
32:07Davor sie auf die Reise nach Finnland gehen
32:08Die haben es gut
32:10Also wenn du willst, verpasse ich dir auch eine Spritze
32:12Nee, danke
32:13Ich glaube, Johnny meint ja die Reise
32:15Das habe ich mir schon gedacht
32:16Und denkt dran, wie in der Charlotte sei
32:18Sie hat euch gebürzt
32:19Natürlich denken wir dran
32:20So, ich fass raus
32:22Sandra
32:24Wo bleibst du denn?
32:29Komm ja schon
32:30Immer dieses Gedrängeln
32:32Bring doch nicht
32:33Sandra, jetzt beeil dich doch ein bisschen
32:44Ich bin schon da
32:48Schon ist so
32:49Sandra, jetzt setz dich bitte hin und Frühstück übernimmt
32:58Keine Zeit
33:00Ist Papa schon weg?
33:03Ja, gerade
33:03Und wo hast du Charlie gelassen?
33:06Wieso ich?
33:07Da kommt er
33:08Charlie, was hast du denn da?
33:16Ich bin Fax aus
33:17Das Schrift, das Philipp schon weg ist
33:19Schlechte Nachrichten?
33:24Nein, aber ich verstehe der Bahnhof
33:25Liebe Unbekannte
33:27Bezug nehmen auf ihre Annonce in Berliner Anzeiger
33:30Möchte ich mich hiermit für einen Platz in ihrer BG bewerben
33:32Es wäre schön, wenn ich mich persönlich vorstellen dürfte
33:35Mit freundlichen Grüßen
33:37Klasse, ich wusste ja, es funktioniert
33:39Oma macht eine Senioren-WG auf
33:41Wie, bitte?
33:43Ja, du hast richtig gehört
33:44Oma macht eine Senioren-WG auf
33:48Na komm schon
33:54Du schützt dich vor der Tolle
33:56Das klappt ja besser als gedacht
33:59Und jetzt ist das Sandra, sieh?
34:01Den setzen wir jetzt lieber in die Transportkiste
34:03Dann schnappt er sich noch die Doppelration
34:04Der Fuchs
34:08Die Tür zum
34:10Ach, er haut ab
34:11Fabi, ja, du kleine Ausreißer
34:13Dann hat sie auch nicht
34:14Lass zum Nachbarn dessen Hühner hoch
34:15Rennst du nicht
34:21Kommen Sie gleich mit, Herr Mendes
34:22Wieso denn?
34:23An ihre Füchse ist abgehauen
34:24Ach du
34:25Das gibt's doch wohl nicht
34:32Danke, Charlie
34:37Aber so weit sind wir noch nicht
34:38Ach, Charlie
34:52Danke, Stin
35:07So, danke schön
35:08Hallo
35:12Hallo Mama
35:13Grüß dich
35:20Hallo
35:20Michaela
35:21Vorsicht, ich bin ganz schmutzig
35:23Na, Charlie
35:27Du bist fleißig
35:28Brauchst du was, Mama?
35:31Ich?
35:31Wieso?
35:32Weil du uns schon so früh besuchst
35:33Sandra ist noch in der Schule
35:34Ja, das weiß ich doch
35:36Ich bin gekommen, um dir ein bisschen Gesellschaft zu leisten
35:39Schau mal, ich hab auch Kuchen mitgebracht
35:41Gute Idee
35:43Dann geh ich mal auf die Terrasse
35:46Kommst du mit, Charlie?
35:48Ja
35:48Im Wohnzimmer liegt ein Fax auf dem Tisch
35:51Ach
35:52Da ist schon eine Antwort gekommen?
35:56Mama
35:56Ich finde, für solche Späße bist du ein bisschen zu alt
36:00Was denn für Späße?
36:01Na, diese Senioren-WG
36:03Das ist kein Spaß, Michaela
36:05Das ist die Lösung
36:06Sandra hat mich überzeugt
36:09Ja, dann hol ich mal das Fax
36:11Gucken Sie mal, Hühnerfedern
36:23Aber so schnell kann er doch nicht einen Pollen gefressen haben
36:27Nein, der Bautiman hat einen Hühnerhof mit rund 300 Stück Federvieh
36:30Und die Federn sind bestimmt von geschlachteten Fleischhühnern
36:33Aber dann könnten doch die Hühner den Fuchs angelockt haben
36:35Dr. Martin
36:36Machen Sie einen Betriebsausflug?
36:39Schön wär's
36:40Auf der Station ist ein Fuchs ausgebrochen
36:42Na, das ist ja allerhand
36:43Sie haben nicht zufällig was gesehen?
36:45Ich?
36:46Nö
36:46Hab ich nicht
36:48Verdammt!
36:50Das könnte er sein!
36:51Die Fuchs!
36:52Sie ist meine Juna, ja!
36:53So ein Drecksvieh
37:08Vielleicht isst du ja noch irgendetwas
37:09Ich bin erwischt, dann hast du mal einen Fuchs gehabt
37:12Nee, nee, nee, nicht bei meinem Fuchs
37:14Wenn, dann nicht
37:15Da ist der, da ist der
37:18Tatsächlich, sehen Sie?
37:21Der ist ja schneeweiß
37:23Ist das ein Albino?
37:24Ich tüchte doch keine Albinos
37:25Das ist ein Polarfuss
37:26Er haut ab
37:29Hoffentlich tun ihm die Hühner nichts
37:31Da, da ist ein Loch
37:34Hier, durch diese Lücke ist der raus
37:37Durch das Loch geht's in den Hühnerhof
37:39Der ist eingezäunt, dort erwischen wir ihn
37:40Geh zu!
38:04Fehlanzeige
38:05Entweder ist wieder den Stall zurück oder da lang abgehauen
38:07Er ist hier rüber
38:08Ich glaube, den kannst du vergessen
38:10Wenn der Fuchs nochmal auftaucht, meine Nummer haben Sie ja
38:13Das würde ich ihm nicht raten
38:14Nochmal hierher zurück zu kommen
38:15Ja, was haben Sie eigentlich gegen meinen Polarfuchs?
38:17Außerdem würde mich interessieren, wer mir das Tote unbezahlt
38:20Und den Legeausfall
38:22Reicht das?
38:30Das ist ja wohl mehr als genug
38:31Die Hühner liegen ja keine goldenen Eier
38:34Kleinvieh macht auch Mist
38:37Hallo, Oma!
38:40Hallo, mein Schatz
38:41Wieso bist du schon da?
38:43Englisch ist ausgefallen
38:45Oma, hast du das Fakt schon gelesen?
38:46Ist es nicht toll, wie schnell es geht?
38:48Deine Mutter ist da anderer Ansicht
38:49Sie findet, ich bin für sowas zu alt
38:51Mama, sei doch nicht so spießig
38:53Also komm, mit spießig hat das überhaupt nichts zu tun
38:55Ich bin einfach nur besorgt
38:56Also auf mich kann Oma sich verlassen
38:58Ich berate sie doch
38:59Wir müssen nur Leute auf die Ziel passen
39:01Und dann schief gehen?
39:03Was soll Oma da mit einer so großen Wohnung anfangen?
39:05Für eine neue Leute ist es doch viel zu teuer
39:07Es geht schon nicht schief
39:08Das sagst du so
39:09Ist ja auch wunderbar, dass ihr daran glaubt
39:11Aber so viele Menschen in einer Wohnung
39:13Menschen, die sich nicht kennen
39:14Das kann schon gut gehen
39:16Aber es kann auch eine Katastrophe sein
39:17Kann, muss aber nicht
39:19Du sagst doch immer
39:21Ich soll positiv denken und an das Gute glauben
39:23Charlie, nicht doch
39:24Was machst du denn?
39:25Das ist doch der Kuchen drin
39:27Und mein Geld
39:27Und alle meine Papiere
39:28Charlie, nicht
39:30Was soll denn das?
39:32Bist du verrückt?
39:33Das sind doch meine neuen Schuhe
39:35Charlie, fang auf!
39:39Charlie
39:39Oma hat doch heute schon gebadet
39:42Charlie, Oma Schuhe wachsen nicht
39:44Du musst sie nicht gießen, kapiert?
39:46Ach, das ist so eine Schweinerei
39:48Und so weißt du
39:50Ach, ne
39:50Ihhh
39:52Alles ist nackt
39:54Der Kuchen ist auch nicht mehr zu essen
39:56Charlie
39:58Das war wirklich nicht nett von dir
40:00Schade, dass uns der Bursche entwischt ist
40:09Wir sollten aber noch ein paar Tage mit der Auswilderung warten
40:12Der Bursche kann ja noch auftauchen
40:13Zumindest bis das Weibchen sich beruhigt hat
40:16Was meinen Sie?
40:17Ja, das muss Herr Menzing entscheiden
40:18Er kennt die Tiere am besten
40:19Das geht nicht
40:21Die Maschine nach Finnland fliegt heute Nachmittag
40:23Ich verstehe, Herr Parnow
40:25Wovon reden Sie eigentlich?
40:26Es wird doch abgemacht, dass die Füchse in Finnland ausgewildert werden
40:29Nun fangen Sie auch noch damit an
40:31Aber Sie haben das Formular doch selbst unterschrieben, Herr Menzing
40:33Aber das ist doch Unsinn
40:34Ich kann es Ihnen zeigen
40:36Die Papiere lagen unterschrieben auf dem Schreibtisch
40:39Nachdem Sie im Büro gewesen sind
40:41Sie wissen doch ganz genau, dass ich einen Anruf bekommen habe
40:44Ich hatte also gar keine Gelegenheit, das Zeug hier durchzulesen
40:47Das ist doch Ihre Unterschrift, oder?
40:48Natürlich nicht
40:49Das ist doch irgendein Gekrakel, aber keine Unterschrift
40:52Ja, manche Leute krakeln eben, statt zu unterschreiben
40:55Moment mal, mir schwant da was
40:57Charlie
40:58Also ich möchte nochmals betonen
41:00Das Tier dort unten im Käfig ist mein Eigentum
41:03Und ich möchte, dass es in mein Gehege wieder zurückkommt
41:06Die Fee ist nämlich trächtig
41:07Glauben Sie wirklich, dass Ihr Gehege dann der richtige Ort dafür ist?
41:10Ja, natürlich
41:11Bei mir hat sie alles, was sie braucht
41:13Bis auf die Freiheit
41:15Also gut, ich will Ihnen Ihr Eigentum nicht vorenthalten
41:18Sehen Sie
41:21Er ist zurückgekommen, weil er sein Weibchen nicht allein lassen wird
41:25Und dafür riskiert er sogar die Gefangenschaft
41:27Wäre es nicht schön, wenn seine Jungen in Freiheit zur Welt kämen?
41:32Ich sage ja nicht, dass die Idee mit der Ausbildung unvernünftig ist
41:37Aber meinen Sie, mir fällt es leicht, meine Tiere so
41:39Mir nicht sie nicht wegzugeben
41:40Herr Menzing, wenn Sie sagen, dass Sie die Tiere lieben
41:42Dann sollten Sie ihnen eine Chance geben
41:44Aber einfach so auswildern
41:50Doktor, Sie machen es einfach nicht schwer
41:52Sie machen es sich selbst schwer, Herr Menzing
41:55Können Sie mir garantieren, dass meine Polarfüchse dort oben heimisch werden?
41:59Dass Sie in der Wildnis überleben, ne?
42:02Na, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm
42:04Das kann ich nicht
42:05Na, sehen Sie
42:06Aber wer ist das Risiko nicht wert, dass eines Tages vielleicht die ganze Region von Polarfüchsen besiedelt ist
42:13Die ursprünglich aus Ihrer Zucht stammen?
42:18Der Danke daran haut nicht um
42:19Können Sie richtig sentimental werden
42:23Visionen sind nicht sentimental
42:25Sie sind die Realität von morgen
42:27Sehr gut
42:32Ich bin einverstanden
42:34Wahrscheinlich ist die Freiheit für die Tiere am besten
42:38Sie können die beiden in Finnland aushielten
42:41Zufrieden, Doktor?
42:45Und? Wie ist dein Vorstellungsgespräch gelaufen?
42:47Ich kann den Job haben
42:48Allerdings müsste ich für ein Dreivierteljahr in die Konzernzentrale nach Bottrop wechseln
42:52Zweckseinarbeitung
42:53Oh Gott, so lange
42:54Und? Was?
42:55Ich habe natürlich abgesagt, neun Monate Bottrop, das packe ich nie
42:58Aber wollen wir nicht endlich auf Charlotte einstoßen?
43:01Ja
43:01Johnny, holst du bitte den Sex?
43:03Sofort
43:03Philipp und Rodolfo kommen
43:06Es ist aber verdammt spät
43:08Rodolfo muss dann noch zu Hause vorbei und sich für die Reise umziehen
43:11Hallo
43:12Ihr wollt doch nicht ohne uns anfangen
43:15Doch
43:15Wollten wir
43:16Rodolfo, dein Flugzeug?
43:18Musst du nicht zum Flughafen?
43:19No Cara, ich bleibe hier
43:21Der Menzinger hat darauf verstanden, seine Füchse selber nach Finnland zu bringen
43:23Wir feiern deinen Geburtstag
43:25Deshalb werden wir jetzt deine Geburtstag-Torte anschneiden
43:29Schmeckt dir auch so gut, wie sie aussieht?
43:32Sieht gut aus
43:33Damit habe ich nicht gerechnet
43:35Scheint doch nur ein richtiger Geburtstag zu werden
43:37Macht den Tisch frei und dann guten Appetit
43:40Ist das alles schön
43:44Ich freue mich so
43:46Oh
43:51Cara mia
43:53Io
43:54Cara mia
43:56Alles gut zu dem Flughafen
43:58Stag

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