- vor 2 Wochen
Sigrid Kunze, Tochter der Gartennachbarn von Claudia, möchte Malerin werden. Ihre Mutter ist davon gar nicht begeistert und lässt sie mit ihren Problemen allein. Sigrid braucht dringend eine eigene Wohnung, um sich voll künstlerisch entfalten zu können. Bei Claudias Kindern und Manfred findet sie Verständnis und Hilfe. Nach vielem Hin und Her wird sogar eine praktische Lösung gefunden. Opa Treuholz hat einen alten Zirkuswagen in seinem Garten und der soll zu einem kleinen Atelier umgestaltet werden. (Text: MDR)
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00:00den Kleingärtner.
00:03Da werden die Rosen enthäufelt, gehackt und gedüngt
00:07und wenn nötig eine neue gesetzt.
00:11Da wird Salat gepflanzt, Frühbeete umgesetzt.
00:15Da werden Radieschen und Kräuter gesät.
00:18Das macht sogar unseren Dirt Spaß.
00:24Samstagnachmittag, da kommen sie, Claudia Hoffmann,
00:27mit ihren vier Kindern und Freunden Manfred.
00:32Als Wochenendbewohner gilt es, die wenigen Stunden zu nutzen.
00:38Im Spartenheim tagte der Vorstand.
00:42Jetzt eilen wir voller Tatendrang nach Hause.
00:48Frau Kunze hat wieder mal eine ihrer vorzüglichen Obstorten vorbereitet.
00:56Das ist anscheinend niemand mehr nötig, mir zu helfen.
01:00Vater hat, wenn er aus dem Geschäft kommt,
01:01nur noch seine Karnickel im Kopf, nicht?
01:03Holger, der hilft lieber diesen Nachbarn und du sitzt da und malst.
01:07Da sitzt du auf den Ohren!
01:10Nee, auf dem Hintern, siehst du doch.
01:13Eine Stunde.
01:15Kommt Tante Inge und Onkel Bernd.
01:18Ich hab sie nicht eingeladen.
01:22Wir übernehmen uns mit dem Naherholungsgebiet, glaub mir.
01:26Das klingt zwar nach außen ganz gut, mehr und immer mehr zu wollen,
01:28aber kurz oder lang, fällst du auf die Nase.
01:32Ja, wäre bei deinem Zinken besonders unangenehm, was, Harald?
01:35Der Vorstand hat die Anerkennung beschlossen, also, was soll's?
01:38Ich habe dagegen gestimmt.
01:40Eins nach dem anderen, das ist meine Devise.
01:46Vorsicht, Kinder!
01:47Macht nicht solchen Lärm!
01:50Wird Zeit, ihr Wochenendler.
01:52Die Kinder müssen erst aus der Schule sein.
01:55Was wird denn da gepflanzt?
01:57Kohlrabi und Salat.
01:59Gewürz und Blumenmilch noch aussehen.
02:01Soll im Garten dir was glücken, spürst du es zuerst im Rücken.
02:05Wer ist denn der Mann?
02:07Ihr Freund.
02:09Na, mach's gut.
02:10Jens und Birgit werden heute die Fensterrahmen abspachteln,
02:13damit Ilona vorstreichen kann.
02:15Mama, will ich schneller?
02:17Die Pflanzen müssen noch in die Erde.
02:19Mensch, kann der das spachteln auch noch Zeit?
02:21Mama, kann ich mal Mucki grafen?
02:23Nein, nein!
02:24Da habt ihr es mit Arbeit verbunden, das habt ihr doch gewusst.
02:27Ich hab eine Überraschung für euch noch.
02:28Mensch, Mutti, ein Wohnwagen.
02:30Nennst du das Kunst?
02:32Schau!
02:33Lass mich doch in Ruhe, ja?
02:34Die Äste rot, der Himmel grün.
02:36Hast du keine Augen im Kopf?
02:39Nimm dir doch ein Beispiel an der Natur, die macht dir doch alles vor.
02:42Hör mal, ich kümmere mich nicht um deinen Konsum
02:45und du dich bitte schön nicht um meine Malerei.
02:47Ja, du kümmerst dich ja um überhaupt nichts.
02:50Aber das eine sage ich dir, wenn ich erst auf der Kunsthochschule bin,
02:52wirst du anders reden.
03:06Wo willst denn du hin?
03:09Komm, trag das rein.
03:11Sag dem Vater, der soll sich schon seinen Kanickel losreißen
03:14und sich endlich umziehen.
03:15Kinder, schlepp nicht so viel Gras rein.
03:17Ihr sollt heute Nacht noch drin schlafen.
03:18Komm, also raus hier.
03:19Ist aber ganz prima.
03:20Na, aber nur geliehen.
03:23Kann ich Abend da drin schlafen?
03:25Och nö, schlaf lieber bei uns, sonst weint ja die Omi.
03:30Erstmal ist kein Wasser da.
03:31So geht's los.
03:32Ach, die alte Geschichte mit der Pumpe.
03:34Kenn ich schon von eurer Vorgängerin.
03:37Ich werde mir die Pumpe morgen vor dem Nacht mal ansehen.
03:38Vielleicht kann ich sie reparieren.
03:39Inzwischen holt ihr euch das Wasser bei uns.
03:41Oh, danke.
03:45Na, gefällt's euch?
03:47Ja.
03:47Ja, John.
03:48Aber wo willst du denn hin?
03:50Er muss eine Verabredung.
03:52Aus heute, wir bekommen Besuch.
03:55Da kommt doch nicht mein Mitwinn.
04:02Das machst du doch nur mir zum Trotz.
04:08Viel Vergnügen nachher.
04:11Bei mir wird's ein bisschen später.
04:14So, Jens, nimmst du mal?
04:17Ist ne Überraschung für dich.
04:18Es sind zwei Kollegen von mir.
04:19Die werden die Laube streichen.
04:21Na, da ist ja die Villa.
04:22Na, dann mal ran.
04:22Die Zeit drängt.
04:25Sag mal, hätten wir das nicht selber machen können?
04:27Kostet dich keinen Pfällig.
04:29Besorge dafür ein Wechselgetriebe für ein Octavia.
04:31Eine Hand wäscht die andere.
04:32Du, ich mag solche Geschäfte nicht.
04:34Komm, sag ihnen, wie du's haben willst.
04:38Komm, sag ihnen, wie du's haben willst.
05:08Und sie wollen wirklich meine Bilder in ihrer Gaststätte aushängen?
05:12Seit ich sie zum ersten Mal sah.
05:14Wo war denn das?
05:16In ihrem Clubhaus zur Ausstellung.
05:18Ich fragte ihren Zirkelleiter nach ihrer Adresse.
05:21Es ist zwar nur eine kleine HO-Gaststätte, mein Roseneck,
05:24aber wir haben ideale Wände und viel Kundschaft.
05:29Ich hoffe, ihre Bilder machen Furore.
05:31Ich hoffe auch.
05:40Unmut, sie sind ihnen nicht zu modern.
05:43Ich meine, so in der Farbauffassung.
05:46Die Impressionisten malten die Welt so, wie sie sie sahen.
05:49Picasso so, wie er sie dachte.
05:51Darin, glaube ich, haben sie etwas mit ihm gemeinsam.
05:56Das ist aber etwas sehr hochgegriffen.
05:59Wieder fängt klein an.
06:01Aufs Gelingen.
06:03Aufs Gelingen.
06:09Sag mal, wo hast du eigentlich den Wagen her, du Tausendsasser?
06:12Vom Sportsfreund geliehen.
06:14So ein Verein hat doch seine Vorteile, nicht?
06:18So, ich verschwinde dann jetzt mal.
06:22Was willst du?
06:23Ja, ich hau ab ins Bootshaus.
06:26Was?
06:27Ja.
06:28Dort gibt es eine Menge für mich zu tun
06:30und hier läuft doch alles von alleine.
06:33Ach, deswegen hast du die Maler bestellt.
06:35Ja.
06:36Du liebst deinen Garten und ich mein Boot.
06:40Na, ich dachte, du liebst mich.
06:45Dich vor allem.
06:46Tschüss.
06:50Kommen wir heute Abend zurück.
06:52Da kannst du mir auch gestohlen bleiben.
06:53Tschüss.
07:01Holger, komm sofort rüber.
07:08Also hier bin ich zu Hause.
07:12Vielen Dank für die Begleitung.
07:26Ich bin sehr froh, dass wir uns begegnet sind.
07:29Ich auch.
07:32Gute Nacht, Mike.
07:44Ist was?
07:47Der Schlüssel steckt von innen.
07:49Also doch zum Rosenheck.
07:56Und dann?
07:57Ich habe ein kleines Hinterzimmer.
07:58Da schlafen wir manchmal, wenn es spät wird.
08:00Da bist du ganz ungestört.
08:08Danke, Mike.
08:09Aber ich habe was Besseres.
08:10Gute Nacht.
08:28Kann ich heute Nacht bei euch schlafen?
08:31Ach, du bist.
08:32Na, immer.
08:37Alter.
08:38Da, bitte.
08:41Danke.
08:43Mal.
08:49Oh, was Lecker?sterk.
08:53Ach, du
08:54bist du? Das ist ja.
09:00Alterk. Der
09:01Der Geist. Der Geist.
09:09Oh, schädlich.
09:15Oh, lass mich.
09:20Was ist das?
09:24Du bist ein verrückter Kerl.
09:28Oh nein, schlaf schön.
09:46Du machst ja einen Krach am Sonntagmorgen.
09:49Deine Schwester ist noch nicht nach Hause gekommen.
09:52Nein.
09:53Das nimmst du so leicht?
09:54Ja.
09:55Das wird sich schon gerne gefressen haben.
09:57Du bist verrascht.
10:00Wenn sie sich einwilligt, der Künstlerberuf fängt mit Herumbummel an.
10:04Da wird aus ihr nie eine vernünftige Malerin.
10:06Das ist doch so und so deine Meinung.
10:10Oh, das war das schöne Glas.
10:13Scherbenbring Glück, Mutti.
10:16Manfred?
10:17Ja?
10:17Bist du schon auf?
10:18Schönen Sonntag wünsch ich.
10:20Warum?
10:21Einen schönen Sonntag wünsch ich.
10:22Ach ja, wie spät ist denn?
10:26Gleich acht.
10:27Oh Gott.
10:28Ich bring jetzt den Kindern das Frühstück in den Wohnwagen.
10:31Und dann frühstücken wir gemütlich zu dritt.
10:34Einverstanden?
10:35Ist ja so nett heute.
10:36Ja, immer.
10:58Na, Jugendfreunde?
11:01Wollt ihr den ganzen Sonntag verschlafen?
11:04Oh, ich bin nicht.
11:05Ich habe...
11:06Ja, ich weiß.
11:07Ich weiß.
11:08Ich bringe das Frühstück.
11:10Oh, sehr aufmerksam.
11:12Ja.
11:15Hey, wirst du wohl, du Ferkel?
11:18Ich kann sie nicht mehr halten.
11:20Na.
11:24Na.
11:25Guten Morgen.
11:25Guten Morgen.
11:28Also, ich finde euren Vati prima.
11:32So durch unser.
11:33Vielleicht wird er's.
11:34Da sei Gott vor und ihn zu ein.
11:37Mit seinen Eltern hat man immer so seinen Trödel.
11:40Deshalb will ich auch von zu Hause wegziehen.
11:42Wisst ihr nicht eine Bleibe für mich?
11:44Bleibt doch hier.
11:47Hier.
11:48Na.
11:48Ey, das ist meine Stulle.
11:50Frieden, ja?
11:51Übrigens, der Campingwagen, der ist nur ausgelegen.
11:54Wisst ihr, ich brauche nämlich Platz für meine Staffelei, damit ich malen kann.
11:58Kannst du schön wollen?
11:59Ich gebe mir Mühe, Jens.
12:01Zieh doch in den Zirkuswagen von Opa Treuholz.
12:04Ja, willst du?
12:05Na eben.
12:08Wenn er ihn mir überlässt.
12:17Ich geh mal bei Tims Wasser holen.
12:18Deswegen hast du den Kindern Frühstück gebracht, hm?
12:22Irgendwas schön.
12:24Nachbarstochter.
12:24Nein.
12:25Nicht nur deswegen.
12:27Schaff du.
12:31Tja, Kinder.
12:34Darin bin ich durch die halbe Welt gezogen.
12:37Und jetzt soll ein Atelier daraus werden?
12:39So was für einen richtigen Maler?
12:41Ach, ich würde ihn überhaupt nicht zur Last fallen.
12:43Und Miete zahle ich auch natürlich.
12:45Ist ja alles schön und gut, aber ich hab doch meinen ganzen Zirkuskrempel drin.
12:49Den könnte man doch vielleicht ins Haus bringen.
12:51Bitte Opa Treuholz, sei lieb, lass die Krit hier wohnen.
12:54Was?
12:55Ihr setzt mir ja recht schön zu.
12:59Eigentlich wohnst du doch ganz gut bei deinen Eltern.
13:04Als sie Artist wurden, war ihre Mutter bestimmt nicht begeistert.
13:10Oh doch.
13:11Sie war ja selber Artistin, Kunstreiterin.
13:15Und mein Vater hatte die Pferde.
13:17Herrliche Rappen, das war eine Pracht.
13:20Ich muss euch mal Bilder von ihnen zeigen.
13:23Trotzdem sind sie ihren eigenen Weg gegangen.
13:26Das muss man wohl, wenn man Pflücke ist.
13:31Außerdem hatte er was gegen Fahrräder und schon gar gegen eine komische Nummer.
13:36Und in der Situation befinde ich mich jetzt.
13:39Tja, dann seht's euch erst mal an, ob es sich überhaupt eignet.
13:45Lewis, komm, komm.
13:55Mit der wird nichts mehr.
13:57Da muss eine neue her.
14:00Und was würde das kosten?
14:02Also wenn eine neue, dann gleich eine elektrische.
14:04Da brauchst du bloß noch auf den Knopf drücken.
14:06Wegen des Geldes, da drück ich auch bloß auf den Knopf.
14:09Fragt sich nur auf welchen.
14:15Vier Eisenträger brauche ich.
14:17Ah, drei Meter.
14:17Für die Kellerdecke im Anbau.
14:21Der Bau ist genehmigt.
14:23Die Träger kann ich besorgen.
14:25Aber auf Rechnung, sonst spielt sie bei mir nicht ab.
14:29Herr Kalkreuth.
14:31Noch mal drei kurze.
14:33Ich sag doch, aufs Geld käme es mir nicht an.
14:36Man könnte es ja gegen die Pumpe verrechnen.
14:39Und die Pumpe ist in Ordnung?
14:40Ganz neu sozusagen.
14:42Mein Schwager hat mir eine neue mitgebracht aus dem Westen.
14:45Die macht nur...
14:47Die andere?
14:48Nein.
14:50Nein.
14:51Ja, das geht ja noch.
14:52Meine macht...
14:55Ricke racke, ricke racke macht die Mühle mit der Knacke.
15:02Aber Neuwert zahle ich nicht.
15:04Na?
15:05Glas.
15:12Wann würdest du liefern?
15:14Diese Woche.
15:16Prost.
15:17Prost.
15:18Prost.
15:23Prost.
15:25immer.
15:45Eine andere Seite.
15:57Halt, Vorsicht, Vorsicht.
15:59Neben drückt sich auf das zahlende Publikum.
16:01Was macht ihr denn hier?
16:02Ihr werdet Artisten.
16:04Ihr werdet Artisten?
16:05Na sowas.
16:05Na der macht mal weiter.
16:06Übt mal schnell.
16:08Oh.
16:21Guten Tag.
16:22Guten Tag.
16:24Sie haben Ihren Wagen tatsächlich hergegeben?
16:27Wo sollte ich denn anders tun, bei der Überredungskunst?
16:31Das war sehr leichtsinnig.
16:41Guten Tag.
16:43Guten Tag.
16:45Da kommt der gerade zur rechten Zeit Hilfe.
16:47Ja.
16:50Jeder hat hier Arbeit für mich.
16:54Übrigens, gratuliere.
16:58Na dann wollen wir mal.
17:00Wo soll das hin, das Ganze?
17:02Rüber in die kleine Kammer.
17:05Willst du gehen?
17:06Gehen.
17:17Herr Schwartz!
17:18Ja?
17:23Könnten Sie mir Ihre Laube nicht zur Verfügung stellen, bis ich in den Wagen ziehen kann?
17:31Sie kommen doch erst am Wochenende wieder raus.
17:34Ja, warum denn das?
17:37Ich möchte nicht bis dahin wieder zu Kreuze kriechen müssen bei meiner Mutter.
17:43Diese Woche habe ich Frühschicht und dann bin ich in ein, zwei Tagen fertig mit dem Einrichten.
17:53Mir wäre es schon recht.
17:58Aber...
17:59Legen Sie doch einfach den Schlüssel unter die Fußmatte.
18:08Um Sigrid zu helfen, wart ihr alle gleich zur Stelle.
18:10Ich kann mich ja hier abrackern.
18:13Na, danke.
18:14Na, ganz so ist es wohl nicht.
18:15Immerhin bekommst du dafür eine elektrische Pumpe.
18:19Das war doch schon um elf Uhr klar, oder?
18:21Ja.
18:24Ja, aber was da alles noch so dranhängt.
18:27Zuerst muss ich für den Sportfreund Günther eine Motorreparatur in der Werkstatt meines Schulfreundes Achim vermitteln.
18:34Na ja, damit er mir aus dem Walzwerk die Eisenträger besorgt, die der Gartenfreund Wiemann hat.
18:42Ist das nicht genug Leistung für einen Vormittag?
18:45Doch.
18:46In Sachen Tauschgeschäfte bist du einsame Spitze.
18:49Ja.
18:51Tausch doch auch gleich die Frauen.
18:53Hast ein leichteres Leben.
18:59Damit du erst weißt, meine ersten Bilder habe ich bereits verkauft.
19:03Und du meinst, du hast es geschafft, ja?
19:05Der Käufer fand mein Himmel nicht zu grün und meine Bäume zu rot.
19:08Kenner schätzen meine Art zu malen.
19:11Und nun hast du uns nicht mehr nötig.
19:15Wozu hattest du mich nötig?
19:18Doch nur um an mir herumzuerziehen, damit ich so werde, wie du dir ausmeinst, dass ich es sein soll.
19:24Ich habe nie etwas verlangt, das nicht aus meiner Persönlichkeit als Mutter geboren ist.
19:30Ja, ich weiß, das klingt in deinen Ohren lächerlich.
19:32Das ist eine abgeschmackte Einmischung.
19:36Warum beginnt bei dir Erwachsensein mit Widerspruch?
19:38Um Gefühl, alles besser zu wissen.
19:41In der Kunst muss der Persönlichkeit maximale Freiheit gegeben werden.
19:45Ach, das wirst du nie begreifen.
19:47Sicher, was versteht du von der Verkäufer von Kunst?
19:50Unter Umständen sehr wenig.
19:53Und wenn dir dann Urteile fällt und mich reglementieren will, kann ich nur sagen, lebt wohl.
20:01Kann ich die Bettdecke mitnehmen?
20:03Kennt, ich meins gut.
20:05Was ist mit der Bettdecke?
20:08Überleg's dir doch noch.
20:10Sicher, du kannst tun und machen, was du willst, aber...
20:13Bleib bei uns, bitte.
20:15Gut, es geht auch ohne Bettdecke.
20:19Wo du hinziehst, wird ja wohl ein Bett sein, nicht?
20:23Wo ziehst du denn überhaupt hin zu deinem...
20:26Kunstliebhaber?
20:32Du kannst dir noch Bescheid sehen.
20:43Schach.
20:49Ist was, Mutti?
20:52Siegert ist Zorfmanns, in die Laube gezogen.
20:56Herr Fieler, können Sie nicht mal rübergehen?
21:02Ich?
21:12Tja, ich weiß nicht, Frau Kunze, jeder muss seinen Fehler machen.
21:17Jeder muss seine Erfahrungen sammeln.
21:21Sie sollten Sigrids Haltung respektieren, sonst sind Sie sie vielleicht ganz los.
21:27Sie werden sehen, Sie kommen von ganz allein zurück.
21:33Glauben Sie?
21:34Ganz bestimmt.
21:49Mensch, guck mal hier.
21:52Da ist ja deine Stuxen, also da bin ich wohl überflüssig.
21:55Na klar.
21:56Mach's, tschüss.
21:57Tschüss.
22:04Hallo, Ilona.
22:07Wie kommst denn du in unsere Gegend?
22:09Ich war an der Spurwarn.
22:10Na ja, und da dachte ich, eigentlich müsstest du hier lang kommen.
22:13Na dann, viel Spaß.
22:15Tschüss.
22:19Hallo.
22:20Grüß dich.
22:23Bis zum Abend ist noch so lange.
22:27Wollen wir in Eis essen gehen?
22:29Du, ich muss noch üben.
22:31Wir schreiben Deinerstag Mathe.
22:33Das ist mein schwächstes Fach.
22:35Mathe?
22:35Da kann ich dir doch helfen.
22:37Mathe bin ich stark.
22:38Ist das wahr?
22:39Ja, Kleinigkeit.
22:40Wann und wo?
22:42Ich weiß nicht, bei mir zu Hause?
22:44Da stören die Kleinen.
22:47Ich weiß was Besseres.
22:49Morgen Nachmittag, in eurer Laube.
22:51Morgen nicht, übermorgen.
22:53Gut.
22:54Und jetzt gehen wir Eis essen, ja?
22:55Na komm.
23:13Ja.
23:29Herein.
23:33Ach, sie.
23:35Du bist es?
23:39Mit die habe ich am wenigsten gerechnet.
23:41Ich hatte gehofft, du würdest mir beim Aufhängen deiner Bilder helfen.
23:48Sie hängen schon?
23:50Sie haben sogar schon großen Anklang gefunden.
23:52Das Pferdebild habe ich sofort verkaufen können.
23:55Sag bloß.
23:56Ich habe eben ein Talent entdeckt.
24:13Und wie hast du mich hier entdeckt?
24:15Ich habe eine Nase für dich.
24:19Ernsthaft.
24:20Als man zu Hause nichts von dir wusste,
24:21dann bin ich zu eurem Spatenheim gestiefelt und da saß ein alter Herr.
24:24Ach, Opa Treuholz.
24:25Der hat mich hergeschickt unter dem Siegel der Verschwiegenheit.
24:28Warum ist so geheimnisvoll?
24:33Das ist eine lange Geschichte.
24:35Die mich nichts angeht.
24:37Aber da du dich ja offensichtlich nicht vor mir versteckst.
24:44Blauen für die grünen Pferde.
24:47Ist recht?
24:49Na klar.
24:56Danke.
25:01Und meine Bilder gefallen wirklich.
25:05Wann kommst du?
25:07Sobald ich hier fertig bin.
25:11Heute schlafe ich zum ersten Mal hier.
25:13Und dann malst du?
25:14Und wie?
25:16Hier quatscht mir endlich keiner rein.
25:18Guten Abend.
25:24Ich dachte, ich hätte einen Albtraum.
25:27Als ich vorhin hörte, wie du den Fremden erzählst,
25:29dass die Kunze in deinem Wagen wohnt.
25:30Sie bat mich so sehr darum.
25:33Wie konntest du denn das machen?
25:36In Familienangelegenheiten mischt man sich nicht ein.
25:39Frau Kunze heult sich die Augen aus, seitdem ihre Tochter ausgezogen ist.
25:41Und du biebest dir diesen Unterschrift?
25:44Unterstützt damit diese eigenwillig übergeschnappte Person?
25:47Aber junge Menschen müssen...
25:48Und alte Menschen müssen nachdenken.
25:52Da gibt es dem Fieler den Wagen als Übungsraum,
25:54denn der steckt um auf Tanzmusik.
25:56Das ist ein Grund, sie loszuwerden.
25:57Ach, Lesbeth, wer immer auf Beerdigungen spielt,
26:00hat keine Nerv für Tanzmusik.
26:03Und wenn wir da raus einen Ziegenstall machen,
26:06du wirfst die Kunze raus.
26:08Warum denn bloß? Warum denn?
26:10Damit sie zurückkommen nach Hause, wo sie hingehört.
26:13Die mit ihren Flausen im Kopf.
26:16Normalerin.
26:17Doch größeren Ruhm wird der verdienen,
26:19der Farben kauft und malt mit ihnen.
26:22Selten fragt sich so ein Tor, was geht in den Eltern vor.
26:31Fräulein Kunze, Sie können hier nicht wohnen.
26:33Ich hatte den Wagen schon vor,
26:34Ihnen für eine wichtige kulturelle Angelegenheit,
26:37die im Interesse der Gartensparte liegt, gemietet.
26:39Aber Opa Treuhels, Sie haben ja doch...
26:41Das ist meine Schuld, Mädel.
26:43Und wer zuerst kommt, malt zuerst, und das war ich.
26:46Und außerdem haben Sie ein sehr schönes Zuhause.
26:48Das ist ja wohl meine Angelegenheit.
26:50Kultur geht nun mal vor Liebe, das steht fest.
26:54Opa Treuhels.
26:56Mädchen, ich möchte dir ja so gerne helfen,
26:59aber ich hatte ihn wirklich schon vergeben.
27:03Es ist meine Schuld.
27:17Ob das richtig war, Lisbeth?
27:21So ein junger Mensch braucht doch...
27:23Leicht kommt man ans Bilder malen,
27:25doch schwer an Leute, die es bezahlen.
27:49Das wird dir gefallen und hier vertreibt dich niemand.
28:03So viel kleiner als dein Wagen ist es auch nicht.
28:20Das Licht ist schlecht.
28:31Aber dafür ist die Gegend unbezahlbar.
28:38Das wimmelt nur so von Motiven.
28:41Der Reiz des Übergangs vom Alten zum Neuen.
28:46Ein großes Thema, wenn ich es packe.
28:50Kugelig wie ein Kaninchen.
28:52Hast du auch Bettzeug?
28:55Ja, hier.
28:57Ich hatte ja gesagt, für Notfalle steht das Zimmer immer bereit.
29:00Ach, und jetzt bin ich der Notfall, ja?
29:03Ich bin's wirklich, Mike.
29:08Das wäre ein Fressen für meine Mutter gewesen,
29:10wenn ich wieder angekrochen wäre.
29:12Du bist meine Rettung.
29:15Dafür bin ich dir sehr dankbar.
29:27Wo ist denn die elektrische Kaffeemühle?
29:30Birgit, hast du sie nicht gesehen?
29:32Da musst du Jens fragen.
29:34Jens?
29:35Jens, kommst du mal?
29:38Du hast gesagt, du weißt, wo die Mühle ist.
29:42Ja, ach so.
29:54Und, was hast du damit gemacht?
29:56Na, ich will es eintauschen.
29:57Wie bitte?
29:59Gegen ein richtiges Fahrrad.
30:01Meines ist doch zu klein.
30:02Und du hast immer gesagt, wir haben kein Geld für ein neues.
30:06Und wer gibt dir ein Fahrrad für eine Kaffeemühle?
30:09Nur ein paar Treuholz.
30:11Seins ist zwar auch ein altes,
30:13aber unsere Mühle ist ja auch nicht mehr die neueste.
30:15Und dann nimmst du sie dir einfach, ohne mich zu fragen?
30:19Na, Opa, Treuholz wird das malen mit der Hand ein bisschen viel.
30:22Und du trinkst doch sowieso bloß Tee.
30:25Aha.
30:26Und du kannst ja mein altes Fahrrad verkaufen.
30:28Nein, nichts fertig.
30:29Du holst sofort die Mühle wieder her.
30:31Los, los, Jens.
30:32Ja.
30:32Wer bringt euch bloß nur was bei?
30:34Es wäre ein dufter Tausch gewesen, Mutti.
30:37Und bei Manfred schimpfst du ja auch nicht.
30:41Ach.
30:50Kollege Tim.
30:51Mensch, ich laufe mir schon den ganzen Tag nach.
30:53Ich laufe auch den ganzen Tag in Betrieferung, meist ohne Ergebnis.
30:57Was ist denn?
30:58Ich möchte Sie um eine Befürwortung bitten, dass ich dringend ein beblühtes Zimmer brauche.
31:02Oder besser noch einen leeren Laden, den ich malen kann.
31:04Warum bist du von zu Hause weggezogen?
31:07Das ausschließlich mein Problem.
31:08So.
31:09Und jetzt soll ich dir für deine Extratour eine Befürwortung schreiben.
31:14Was wird sie denn kosten?
31:16Ein bisschen guten Willen.
31:18Kosten?
31:20Ich habe einen Familienvater im Bereich, der holt das Wasser noch auf den Treppenfuhr.
31:24Und eine Kollegin, die hat eine Stunde Anfahrt und eine Stunde Heimfahrt.
31:29Den schreibe ich.
31:30Befürworten nicht dir.
31:32Dass es für meine Entwicklung vielleicht genauso dringend ist, ein eigenes Zimmer zu bekommen,
31:36das sehen Sie nicht?
31:37Ich habe die Befürwortung unterschrieben, dass du zur Kunsthochschule delegiert wirst.
31:40Und das habe ich gern getan.
31:42Aber jetzt lernen erst mal und können etwas.
31:44Dann kannst du Forderungen stellen.
31:46Das bedeutet ja, dass ich immer noch Dankeschön zu sagen habe.
31:49Dann pfeife ich auf die Hochschule.
31:50Ach.
31:51Es gibt genug Maler, die sind auch ohne Kunsthochschule berühmte Leute geworden.
31:55Und wenn ich das schon höre, lernen erst, bevor du Forderungen stellst.
31:59Wenn jeder an der Decke zerren wollte, dann würde sie niemanden wehren.
32:03Du musst dich nicht für das Wichtigste halten.
32:05Aber für mich bin ich das Wichtigste.
32:12Und eine Ordnung muss ja wirklich nicht sein.
32:27Guten Abend.
32:28Guten Abend.
32:28Kann der Junge nicht ein bisschen mehr Ordnung halten?
32:31Wenn dir was schief geht, lass es bitte nicht an uns aus.
32:35Ist doch wahr.
32:38Wahr ist, dass der Opa ein alter Brubbelkopf ist, ne?
32:45Der Grimismus der jungen Leute ist sagenhaft.
32:48Hat doch heute die junge Kunze allen Ernstes von mir eine Befürwortung für ein eigenes Zimmer verlangt.
32:55Die, die ihr hoffentlich gegeben hast.
32:57Denke ja nicht daran.
32:59Ah, du bist doch nur stolz drauf, was?
33:01Was heißt denn hier stolz?
33:04In der Meinung unserer Jugend hat sie so viele Vorteile und Möglichkeiten, an die wir in dem Alter nicht einmal
33:09denken konnten.
33:11Müssen nicht auf all ihre Extratouren anspringen.
33:14Und das hast du ihr in herziger Offenheit gesagt?
33:20Na, so ungefähr, ja.
33:59Erschrick nicht, ich bin's nur.
34:04Nur ist gut.
34:07Wir sollten es.
34:09Leck dich zu mir, hm?
34:13Wirst du vom nackten Mann nicht erschrecken?
34:20Mensch, Schwester ist.
34:23Siegri.
34:26Mädchen.
34:29Künstlerin.
34:30Sei nicht so schroff.
34:32Ich möchte doch nur...
34:34...mit mir schlafen.
34:37Und ich dachte, du hast was übrig für mich.
34:39Hatte ich auch.
34:40Eine Menge sogar.
34:42Und ich hielt dich für einen Freund.
34:44Das bin ich doch auch.
34:47Ehrlich.
34:49Sekret, hm?
34:51Gerade heute.
34:54Mir war so elend.
34:57Was machst du, dachte ich.
35:01Und dann dachte ich an dich.
35:04Dass du mir helfen wirst, meine Bilder zu verkaufen.
35:08Mich selbstständig zu machen.
35:11Fuß zu fassen.
35:14Einen Weg zu finden.
35:21Stattdessen das alte, blöde Lied.
35:25Du wolltest doch nur eine billige Geliebte.
35:27So ist das doch nicht.
35:31Wahrscheinlich hast du meine Bilder nur gelobt,
35:32mich ins Bett zu kriegen.
35:33Nein, ich schwöre, ich hab die grünen Pferde gekauft,
35:35weil sie mir gefallen.
35:38Ach.
35:39Du hast sie gekauft?
35:41Hm.
35:45Kann ich dafür, dass ich mich in dich verliebt habe?
36:13Und ein Kunstherr, wo wollen Sie denn hin?
36:23Spazieren gehen?
36:24Oh.
36:26Gute Idee.
36:28Kann ich Sie ein Stück mitnehmen?
36:31Nee, danke.
36:33Oder doch zum Bahnhof.
36:35Ach, wir reisen.
36:37Nee, im Wartesaal übernachten.
36:40Wieso denn?
36:43Wieso denn?
36:43Opa Treuholz hat mich rausgeworfen.
36:46Ach, das gibt's ja nicht.
36:47Kommen Sie erst mal rein.
36:56Wieso denn rausgeschmissen?
37:01An dem jungen Menschen gegenüber kann man sich doch alles erlauben.
37:04Du bist doch nur eine unreife Pote.
37:08Also, Kusch, wir wissen am besten, was du brauchst.
37:10Also, zuerst mal ein Quartier.
37:14Ich bringe Sie in mein Zimmer, Sie können dort schlafen.
37:17Na klar, in einem Bett mit Inge.
37:21Wie kommen Sie denn darauf?
37:24Alle Männer sind doch gleich.
37:25Nee, nicht alle haben so große Füße wie ich.
37:31Also, mit Ihrer gütigen Erlaubnis werde ich inzwischen in unserer Laube schlafen.
37:38Also, mit Ihrer gütigen Erlaubnis werde ich in unserer Laube schlafen.
38:09Wie zijn Sie denn?
38:39Musik
38:41Wie ist der Kranke, Schriemeister?
38:43Auch das noch. Warum denn?
38:45Dann musst du die Betriebsärztin fragen, nicht mich.
38:47Wahrscheinlich die Köpfigkeit, ne?
38:49Müsstest du aber oft krank sein.
38:53Hey, passt auf!
38:55Und selber wagt nach eurem Köpfe.
39:29Ja?
39:31Entschuldigung.
39:33Man sagte mir, Sie hätten ein Zimmer zu vermieten.
39:37Längst besetzt.
39:39Tut mir leid, Vorleinchen.
39:42Tut mir wirklich leid.
39:48Vielen Dank.
40:06Na, wer hat's schon geschafft?
40:09grateful.
40:15Musik
40:44Ich habe dir erlaubt, mich zu küssen.
40:47Nicht mehr.
40:51Das gehört auch dazu.
40:53Was du nicht sagst.
40:58Viel lange wirst du noch damit warten.
41:00Ist es deine Mutter eines Tages erlaubt?
41:03Ich will doch nicht so ein Quatsch.
41:26Na, Friedhelm, weißt du, wo unsere Tochter wieder steckt?
41:30Wieder in Hoffmanns Laube.
41:33Statt nach Hause zu kommen, nachdem man ihr diesen Zirkuswagen weggenommen hat.
41:37Was das Schlimmste ist, sie ist nicht alleine da drüben.
41:41Da kannst du mir vielleicht sagen, wer bei ihr ist.
41:43Die sagt Boutique vielleicht, oder?
41:46Ach, du bist ja gar nicht da.
41:53Warum bist du abends mit in die Laube gekommen?
41:56Weil du mir bei Mathe helfen wolltest.
42:00Komm, komm.
42:15Holger, stehe dich nach Hause.
42:17Aber sofort.
42:18Mutti, was denkst du?
42:20Wir haben Schularbeiten gemacht.
42:21Das habe ich gesehen.
42:23Doch, bestimmt.
42:24Hier liegen die Hälfte.
42:25Mir hast du gesagt, du gehst mit Freunden ins Kino.
42:28Komm jetzt.
42:34Was ist denn hier für eine Versammlung?
42:36Ihre Tochter, die...
42:39Ilona, die hat...
42:41meinen Sohn in der Laube verführt.
42:43Was soll sie haben?
42:44Ich bin zum Glück zur rechten Zeit gekommen.
42:47Als sie meinen Sohn küsste.
42:50Ach, geküsst.
42:53Haben Sie nicht auch mal einen Jungen geküsst, als Sie in dem Alter waren?
42:56Ein Kuss.
42:57In welchem Jahrhundert leben wir denn?
43:00Beleidien lasse ich mich von Ihnen nicht.
43:03Erst konspirieren Sie mit meiner Tochter und dann...
43:07verteidigen Sie noch das Verhalten dieses...
43:09Früchtjens.
43:12Komm jetzt.
43:21Na, da bin ich wohl noch im rechten Augenblick gekommen, wie?
43:27Das ist überhaupt nicht wahr, was die halt erzählt hat.
43:31Warum hast du ihr das nicht gesagt?
43:33Warum hast du dich nicht gewehrt?
43:36Das war mir einfach zu blöd.
43:44Na komm, ich bring dich nach Hause.
43:47Dann kann Mutti mich gleich als Zeugen vernehmen.
43:50Rauskriegen tut sie doch alles.
43:51Hm?
43:55Das hat mir gerade noch gefehlt.
43:58Krach mit den Nachbarn.
44:02Mach denn jeder mit meiner Laube, was er will.
44:05Das ist meine Laube, versteht ihr?
44:07Ja, kümmere dich um dein Boot,
44:09aber setz mir gefälligst keine Untermieterin rein.
44:14Und du benutze sie nicht als stell dich ein für deine Jungs.
44:17Er hat mit mir Mathe gemacht.
44:19Und ich hab ihn dafür geküsst.
44:21Mehr nicht.
44:21Was ist denn das für ein idiotischer Tausch?
44:24Manfred tauscht doch auch alles und jedes.
44:27Aber da regst du dich nicht auf.
44:28Oh doch, da reg ich mich auf.
44:31Sehr sogar.
44:33Ach, du baust doch die Sache nicht so maßlos auf.
44:36Was ist denn passiert?
44:37Das schlechte Beispiel,
44:38dass du meinen Kindern durch deine ewigen Tauschgeschäfte gibst.
44:41Das reicht mir.
44:43Ach so?
44:46Dann kann ich ja wohl gehen.
44:54Das hättest du dir sparen können.
44:56Nein, das konnte ich nicht.
44:57Ich wollte es dir schon lange mal sagen.
44:58Na, nun habe ich es ja gehört.
44:59Vielen Dank.
45:00Ich werde mich danach nicht...
45:02Das hoffe ich.
45:07Nacht.
45:13So, nun zu dir.
45:15Seit wann bist du nicht mehr fair, Mutti?
45:17Fair? Wieso?
45:18Du hast deinen Manfred behandelt,
45:20als wäre er an allem schuld.
45:21Was?
45:22Wenn du die Kunze gesehen hättest.
45:24Sowas Gemeines.
45:26Was die Merle's an den Kopf geworfen hat.
45:28Wie eine Verbrecherin kam ich mir vor.
45:31Und Manfred, der war es,
45:33der die dann rausgeschmissen hat.
45:35Von dem Schlüssel für Sekret
45:37habe ich übrigens auch gewusst.
45:38Ach.
45:39Und das Ganze in Ordnung gefunden.
45:42Jetzt verteidigst du Manfred?
45:45Mutti, du hast uns immer gepredigt,
45:47gerecht zu sein.
45:48Warum bist du es nicht selber?
45:52Ja.
45:53Ja.
45:53Ja.
45:54Ja.
45:54Ja.
45:55Ja.
45:56Ja.
46:09Herr Schubert.
46:12Was wollten Sie denn hier?
46:14Frau Hoffmann war heute an ihrer Tür.
46:18Nee, nee, ich hab mich ganz still verhalten.
46:20Aber ich halte das nicht mehr aus.
46:26Auch das noch.
46:32Was soll nun werden?
46:35Ich möchte mit Ihnen tauschen.
46:41Lassen Sie mich hier schlafen
46:43und ziehen Sie zurück in Ihr Zimmer.
46:44Tö.
46:45Ich mach auch hier weiter für Sie.
46:49Das ist doch keine Lösung.
46:52Nur für zwei Nächte.
46:55Ich bin drei Tage krankgeschrieben.
46:57Morgen gehe ich in den Betrieb und kündige.
47:00Nehme meinen Urlaub und fahre nach Leipzig.
47:02Da kann ich bei einer Freundin unterkommen.
47:03Mann, Mann, Mann.
47:04Und dann geht schon alles irgendwie weiter.
47:06Mädchen.
47:09Wissen Sie, was Ihnen fehlt?
47:11Ein Zimmer, in dem ich ungestört malen kann.
47:14Ich muss meine Handschrift finden.
47:15Nee.
47:17Geduld.
47:18Zu manchen Dingen braucht man eben ein bisschen Geduld.
47:22Und die haben Sie nicht.
47:25Immer nur entweder oder.
47:27Das geht nicht.
47:30Es geht nur entweder oder.
47:33Aber wenn Sie nicht wollen...
47:37Halt!
47:41Sie können ja bleiben.
47:53Auch wenn ich nicht weiß, ob ich mir damit nicht mehr Ärger einhandle, als meine Sympathie für Sie verträgt.
48:00Na gut.
48:03Bevor ich in meine Bude verschwinde, rede ich noch mit Opa Treuholz.
48:06Hm, wie Kalkreuth hat der Sagen.
48:07Ist mir doch egal.
48:10Auf jeden Fall haben Sie morgen Ihren Wohnwagen wieder.
48:14Oh.
48:16Ist ja nicht auszuhalten mit Ihnen.
48:24Eigentlich verdanke ich ja den ganzen Ärger nur dir.
48:26Das musst du deinen Wagen auch gleich zweimal vermieten.
48:31Dabei hast du noch nicht dein einziges Mal darin geprobt.
48:35Das werde ich auch nicht.
48:37Wo ich spiele, da wird nicht getanzt, da wird geweint.
48:41Das war ja auch Frau Kunze's wegen.
48:44Von mir aus kann sie hier den Wagen bekommen.
48:47Und Tante Kalkreuth?
48:49Die übernehme ich.
48:51Na also.
48:52Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.
48:56Guten Appetit.
48:57Dankeschön.
49:09Hast du mit Tante Kalkreuth gesprochen?
49:13Alles klar.
49:14Sie geht, kann heute einziehen.
49:18Ich habe Tante Kalkreuth erzählt,
49:20ich hätte heute Nacht von einem jungen Mädchen geträumt,
49:23das mich in einem Zirkuswagen mit Farbe geschmiert hätte.
49:27Naja, ein Maler und ein Musikus, so Wand an Wand,
49:31das bringt Verdruss.
49:33Na dann erzähl doch mal der Frau Kunze eine Geschichte,
49:35die ihr klar macht,
49:36dass ihre Tochter in dem Wagen gut aufgehoben ist.
49:39Was denn wieder ich?
49:40Du hast aber ihren Stein im Brett.
49:43Wie kommst du denn darauf?
49:45Ich will doch nur das Beste.
49:48Das Mädel.
49:50Wir sind vielleicht klüger,
49:52weil wir erfahrener sind als unsere Kinder.
49:55Aber gerade deshalb sollten wir so klug sein,
49:58ihnen ihre Illusionen nicht zu nehmen.
49:59Sie sprechen auch von Illusionen.
50:03Aber ein Stückchen verwirklicht sich immer,
50:06darauf kommt es an.
50:11Versöhnen Sie sich mit ihr.
50:12Hm?
50:14Was, ich soll den ersten Schritt tun?
50:16Eben, weil Sie klüger sind.
50:19Guten Tag, Bilder sehen.
50:21Was hast du denn unter dem Pflanzenschutz?
50:24Da habe ich Kaurabi und Salat gepflanzt.
50:26Das hast du aber prima gemacht.
50:28Sehr schön.
50:29Tag.
50:30Na, die Gartenfachleute beim Erfahrungsaustausch?
50:32Man lernt immer dazu,
50:33wenn man sich mit klugen Leuten unterhält.
50:35Ja, ist meine Meinung.
50:36Deshalb führen auch so viele Selbstgespräche.
50:39Tschüss.
50:44Na, wie war die Mathearbeit?
50:46Ganz gut.
50:48Abgeblitzt, sie?
50:50Weiberlauen.
51:03Tag, Sigrid.
51:04Oh, du hast es aber schön hier.
51:07Also ehrlich, Mary,
51:08so was bräuchte ich auch.
51:09Das fehlte noch was.
51:11Mein eigenes kleines Reich.
51:13Wir können ja alle zum Zirkus gehen, nicht?
51:15Seid ihr hergekommen, um zu streiten?
51:17Ja, natürlich nicht.
51:18Und das ist gut.
51:22Oh, ein Stilleben?
51:25Mhm.
51:26Was denn ausgerechnet mit Schnapsgläsern?
51:29Du wirst immer etwas finden, was dir nicht passt.
51:31Also mir gefällt's.
51:33Oh Gott.
51:34Mir eigentlich auch.
51:36Mir noch nicht.
51:38Sag mal, Mädel,
51:40können wir etwas für dich tun?
51:41Ja, es könnte mir 50 Mordpumpen.
51:45Ja, aber es ist...
51:49Hier.
51:57Also wie Sie das hingekriegt haben, Herr Hahn.
52:00Ja?
52:00Ich bewundere Sie.
52:05Nee, wirklich?
52:06Ja.
52:08Ich werde dann wohl im Moment nicht mehr gebraucht hier.
52:18Ich bin wirklich sehr froh,
52:20dass Sie so schnell gekommen sind.
52:23Sehr gut.
52:27Ihr aus der Ballmensch.
52:28Ja, ja.
52:35Frau Hoffmann!
52:36Ja?
52:37Wenn Sie mal bitte einen Moment rüberkommen können.
52:39Ja.
52:42Ich habe mir erlaubt, ein paar Stücke vom Selbstgebackenen abzuschneiden.
52:46Oh, wie kommen wir denn dazu?
52:47Kleines Friedensangeboten zu sagen.
52:50Oh, danke schön.
52:52Ich habe Herrn Schubert zu Unrecht getan.
52:54Wieso denn das?
52:56Er hat Siegert gestattet, in seinem Zimmer zu wohnen.
52:58Das fanden wir sehr nett.
53:01Ach, das meinen Sie.
53:04Also nichts für Ungut, ja?
53:06Nachbarn müssen doch zusammenhalten.
53:08Ja, natürlich.
53:09Achtung, der große Augenblick.
53:12Danke.
53:38Achtung, der große Augenblick.
53:49Ein weiterer Pumpe.
53:51Du hast uns noch nichts.
53:53Ein Quaterpumpe.
53:57Achtung, der große Augenblick.
54:01Raus.
54:01Hey!
54:05Kannst du mir mal sagen, was das sollte?
54:07Ja, mh.
54:09Die Miete von Fräulein Kunze.
54:14Wie?
54:16Na ja.
54:18Und dass ich vor deiner Tür stand und das Gefühl hatte,
54:23da drin ist jemand.
54:26Die schöne Malerin.
54:31Aber ich war nicht drin.
54:34Ich habe nämlich hier gebaut.
54:36Na, das soll ich dir glauben.
54:38So viel Dienste ohne Gegenleistung.
54:42Du selbst hast mir die Tauschgeschäfte verboten.
54:46Und daran hältst du dich?
54:49Na gut.
54:52Ich hole dir die Sigrid her.
54:55Oh.
54:57So wie du bist?
55:00Ja.
55:02Da hast du es.
55:04Vor dir steht die nackte Wahrheit.
55:11Oh, wie ist denn?
55:12Und dann will du ja
55:12dass sie erleben paint Baue
55:16und dann will du dir,