- vor 1 Woche
Die Straßenbahnfahrer bekommen einen neuen Kollegen aus Thüringen. Seinen Bewerbungsunterlagen nach zu urteilen, hält Chefin Heidi den Neuen für einen potentiellen Unruhestifter. Vermutlich gibt es bei ihm einem dunklen Punkt im Privatleben, der ihn veranlasst hat, sich fern der Ehefrau nach Arbeit umzusehen. Um Johannas Vorwürfe abzuwehren, beginnt sie mit den Lehrfahrten. Bald jedoch erliegt die gestrenge Heidi, die sonst penibel auf die Einhaltung der Dienstvorschriften drängt, dem fröhlichen Charme des gut aussehenden Helmut Berger.
Den Kollegen bleibt der wohltuende Einfluss auf ihre alleinstehende Chefin nicht verborgen. Eine verliebte Heidi hätte vielleicht auch mehr Verständnis für menschliche Schwächen. Mit Spannung wird daher die zarte Annäherung der beiden verfolgt und nach Möglichkeit gefördert. Tatsächlich gerät Heidi bald aus dem seelischen Gleichgewicht. Helmut bringt die festgefügte Ordnung ihres Lebens durcheinander. Und Heidi stellt überrascht fest, dass ihr das gefällt. (Text: MDR)
Den Kollegen bleibt der wohltuende Einfluss auf ihre alleinstehende Chefin nicht verborgen. Eine verliebte Heidi hätte vielleicht auch mehr Verständnis für menschliche Schwächen. Mit Spannung wird daher die zarte Annäherung der beiden verfolgt und nach Möglichkeit gefördert. Tatsächlich gerät Heidi bald aus dem seelischen Gleichgewicht. Helmut bringt die festgefügte Ordnung ihres Lebens durcheinander. Und Heidi stellt überrascht fest, dass ihr das gefällt. (Text: MDR)
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00:00Aus Friedrichroda kommen Sie also?
00:02Tawarz.
00:03Tawarz, Friedrichroda, kenne ich.
00:05Da habe ich ein paar Mal Urlaub gemacht. Eine herrliche Ecke.
00:08Und eure Thüringer Waldbahn, die kenne ich auch.
00:10Bin vielleicht sogar schon mal mit ihnen gefahren.
00:13Na, ich denke, in Berlin werden Sie sich auch wohlfühlen.
00:16Na, da wäre ich nicht der erste Thüringer, dem es hier gefällt, Herr Kühner.
00:19Und auf den Verkehr hier freue ich mich ehrlich.
00:22Und die vielen Tatra-Bahnen.
00:24Na, fein.
00:25Die fünf brauchten Fahrer.
00:28Unser zweitbester Meisterbereich.
00:30Klingt nicht schlecht. Als Zweitbester hat man noch Steigerungsmöglichkeiten.
00:33Geiler?
00:34Sie melden sich also morgen beim Meister.
00:38Bei uns ist es üblich, dass sich der Meister seine Leute vorher anguckt.
00:41Freilich.
00:43Finde ich gut, Herr Kühner.
00:45Wiedersehen.
00:47Der Meister heißt Lehmann.
00:50Heidemarie.
00:51Der Meister ist eine Frau?
00:53Für Genossen Lehmann gibt es nur ein Kriterium.
00:56Ihre Qualitäten als Fahrer.
00:58Genossen auch noch?
00:59Na, das geht ja gleich voll los hier in Berlin.
01:03Nee, nee, du.
01:04Meine innere Stimme sagt mir, mit dem Mann holen wir uns Unruhe ins Haus.
01:08Hm, sieht gut aus.
01:10Kommt nur dazu.
01:11Diese gutaussehenden Männer.
01:14Hier, verheiratet.
01:1536.
01:17Keine Kinder.
01:18Ein Einfamilienhaus in Tabatz.
01:21Hoho.
01:22Fünf Zimmer mit deinem Komfort.
01:24Du treib doch noch hin.
01:26Will aus persönlichen Gründen nach Berlin.
01:29Na, die persönlichen Gründe kann ich mir vorstellen.
01:33Zweimal Aktivist.
01:35Na ja, aber auch schon zweimal die Brigade auf eigenen Wunsch gewechselt.
01:39Auf eigenen Wunsch.
01:41Die Typen kenne ich.
01:42Kein viel.
01:43Mal sehen, Organisation.
01:47FDGB, weiter nischt.
01:49Dann sag mir mal, wieso will so einer freiwillig von Friedrich Roder nach Berlin, hm?
01:54Nee, nee.
01:55Den sollen mal die anderen nehmen, den Helmut Berger.
01:58Ja, du bist voreingenommen, entschuldige.
02:01Aber du kannst doch Menschen nicht einfach nach einer Akte beurteilen.
02:03Also hör mal zu, Johanna, ja?
02:05Wenn ich eins gelernt habe, bei uns ist es so gut wie unmöglich, einen schlechten Mitarbeiter wieder loszuwerden.
02:10Also, auf Herz und Nieren prüfen und zwar vorher.
02:13Denn hinterher, da sitzt er fest im Nest.
02:15Klingt nicht gut, Heidemarie.
02:17Ich finde es unmöglich, wenn du nicht wenigstens einmal mit ihm sprichst.
02:21Deine Leiterweisheiten kannst du dir an den Hut stecken.
02:23Ich kann mir keine Luschen leisten.
02:25Und Unruhe stift das schon gar nicht.
02:27Hier, bitte gucken wir doch an, diesen...
02:29Der bricht doch bei uns ein wie ein Wolf im Schafspelz.
02:32Nee, wie ein...
02:33Das ist doch ein Fuchs.
02:48Kann man nicht meckern, ja?
02:50Ich hab verdient schöne Männer.
02:52Heidi.
02:53Ja, ich gucke mir an, Unfall eingenommen.
02:56Du hast mich ja schon gekränkt mit deinem nach einer Akte den Menschen verurteilen.
03:00Naja.
03:05Guten Tag, Frau Meisterin.
03:07Da bin ich, Helmut Dager.
03:09Entzückend.
03:11Ihr Chef sagt, Sie gucken sich die Leute vorher an?
03:13Mhm.
03:13Also bitte, gucken Sie.
03:16Das halte ich nicht aus.
03:18Was hat denn Ihre Kollegin, Frau Lehmann?
03:20Die?
03:21Die hat ja einen Meisterposten.
03:23Ich bin nur die Frau des Vertrauens.
03:26Darum habe ich mich gleich so vertrauensvoll an Sie gewandt.
03:29Das muss die Dienstgeilung machen.
03:30Ja.
03:31Da sehen alle aus wie Meister.
03:33Ich hole uns einen Kaffee.
03:36Wie Meisterin.
03:39Frau Lehmann?
03:40Heide Marie Lehmann?
03:41Mhm.
03:42Helmut Berger.
03:45Hatten Sie Ihren gesamten Jahressilab schon?
03:47Ich habe ihn zur Eingewöhnung in Berlin verbracht.
03:50Kann sofort voll einsteigen.
03:53Erst mal eine Woche Leerfahrt.
03:54Klar.
03:56Sie können ja nicht die Katze im Sack kaufen, gell?
03:59Ich habe Ihre Unterlagen sehr genau gelesen.
04:03Sind Sie gut untergebracht?
04:04Bei einer...
04:06Bei Bekannten privat.
04:09Aha.
04:20Der Kaffee.
04:25Danke.
04:26Oh, ich glaube, hier könnte es mir gefallen.
04:29Der Kaffee ist gut, ja?
04:33Entschuldigung.
04:34Tja, also...
04:36Ich muss meinen Laufzettel noch abarbeiten.
04:39Hat mich sehr gefreut, Frau Lehmann.
04:52Wirklich gut.
04:54Der Kaffee.
04:55Na ja.
04:56Na, seine Leerfahrt wird aber einer machen.
04:58Klar.
04:59Auf eines Urteil kann man sich wenigstens verlassen.
05:02Ich sage ja nichts.
05:04Na, wieder Kontrolle?
05:05Ob wir rauchen, quatschen, Radio hören?
05:07Wenn du mit deinem Sesselchen auftauchst...
05:09Das macht jeder sowieso nie, wenn ich auf Kontrolle bin, oder?
05:13Nee, nee, du.
05:14Leerfahrt mit dem Neuen.
05:16Dass du dir so eine Belastung noch auf den Hals läst.
05:18Tja.
05:19Guten Tag.
05:20Tag.
05:21Na, so eine Belastung würde ich mir auch mal wünschen.
05:27Überstattung.所以,
05:27Shelton will nicht mehr, Josles
05:27hätte ja. Vierer.
05:27Nein. Weg.
05:54Ich habe
05:58Na Sie, Blitzstatter, was?
06:06Ein bisschen weniger Strom, ja?
06:08Alles klar.
06:19Pasedagplatz?
06:22Pasedagplatz, bitte.
06:23Vale.
06:25Pasedagplatz, bitte.
06:48Pasedagplatz, bitte.
07:17Guten Morgen.
07:20Bad- und Küchenbenutzung.
07:22Grünblick und Balkon angenehm.
07:24Wie findest du denn das?
07:25Üblicher.
07:28Also das Kontaktfreude schickt man ja zu denken, wa?
07:30Und andererseits nicht Trinker, nicht Raucher, alt nicht, da stimmt doch was nicht.
07:36Weißt du, die, die was suchen, die schreien immer nur, das was sie an sich gut finden.
07:42Weißt du, wie man die Jungs, die von da unten kommen, nennt?
07:46Sachsen.
07:47Sachsen, oh.
07:47Aber von noch mal da unten.
07:50Meine Tochter kennt da ihn, die nennen sie, halter fest, Schluchtenjodler.
07:59Schluchtenjodler.
08:00Du, sag mal, ich denke, du bist bei einer Bekannten untergekommen.
08:04Sie kennen mich?
08:05Wir dutzen uns hier, unter Kollegen.
08:08Ich bin Christel Grunert.
08:10Ramona.
08:11Angenehm.
08:13Berger Helmut.
08:14Danke.
08:16Ja, meine Bekannte braucht das Zimmer jetzt für einen anderen Herrn.
08:19Ach so ist das.
08:21Und wieso schreibst du Balkon und Grünblick?
08:24Ich bin der alten Thüringer, gell?
08:26Ah, deshalb.
08:27Gell?
08:28Oh, bloß nicht zu spät kommen bei euch Preise.
08:31Macht's gut, Mädels.
08:37Ja, find jetzt ein Balkon mit grünem Blick.
08:40Das garantiert dir.
08:46Gut hoch.
08:50Na.
08:52Mäuse, schöne.
08:53Und nun?
08:54Ähm, Sonnenbräune.
08:58Oder neun.
08:59Nein, kann ich schon.
09:00Na, schreib mal hin.
09:02Meise.
09:03Nicht Meise, Meise ist mit Ei.
09:04Du sollst mit Ei schreien.
09:05Da ist ne Meise.
09:07Gott, ist die süß.
09:08Das war doch ein Stieglitz.
09:10Na los, ne, machen wir mal weiter.
09:11Schreib mal Eule und Fräulein.
09:14Stimmt es, dass du ein Fräulein bist?
09:16Mhm, na schreib mal.
09:18Warum bist du nur keine Frau?
09:21Weil ich keinen Mann hab.
09:22Will dir keiner?
09:24Na doch, aber wollen müssen immer beide.
09:27Das erste Mal hab ich gewollt und mal hat er gewollt, aber...
09:30Aber nie ihr wieder zusammen.
09:31Richtig.
09:32Immer nur am Anfang.
09:34Kannst du mir ruhig noch mehr Wörter sagen, Tante Hedemarie?
09:37Hast du Sorgen, stützt dir in der Arbeit.
09:40Was?
09:41Ist von Papa.
09:42Aha.
09:43Hm, mal sehen.
09:45Ähm, ja.
09:48Neulich heulte eine Meute, ähm, freundlich sonnengebrannter Bräute in der neuen Scheune.
09:59Ach so, was übt man nicht, Tante Hedemarie?
10:01Wieso denn nicht?
10:03Wieso hast du nur keine Kinder?
10:05Ich hab euch drei Rotermunds.
10:07Ja, als Tantenkinder.
10:09Naja, wo ist denn da der Unterschied, Alex?
10:10Na, Mutti ist immer streng oder müde oder traurig.
10:16Da sind wir auch immer traurig.
10:18Mutti ist eben, wie sie ist.
10:20Aber du bist nett, Tante Hedemarie.
10:25Mutti kommt.
10:30Alex, wie sieht denn das hier schon wieder aus?
10:32Komm her, räum das weg.
10:33Dein Zimmer ist doch wirklich groß genug.
10:36Siehst du, das ist Familie, Tante Hedemarie.
10:42Ich hab's mit Tante Hedemarie.
11:17Untertitelung. BR 2018
11:32Untertitelung. BR 2018
11:56Untertitelung. BR 2018
12:23Untertitelung. BR 2018
12:53Untertitelung. BR 2018
12:58Wir haben zu Hause jedes Jahr einen Urlauber vermietet, wegen schönes Geld.
13:03Merken Sie sich mal, die Ampel hier hat eine lange Rotphase.
13:10Seit drei Jahren kam eine Dame aus Berlin.
13:13Vor zwei Jahren wusste ich, sie kam meinetwegen.
13:18Und jetzt wohne ich hier bei ihr.
13:21Nein.
13:24Aber es war nur eine Sommerliebe.
13:26So. Und nun suchen Sie eine Winterliebe, oder?
13:44Ich soll nächste Woche die Unterweisungsstunden für drei Bereiche machen.
13:49Stell dir mal vor.
13:51Das ist doch schön, wenn der Chef dir das zutraut.
13:53Schön schon, aber wenn ich es mache, muss ich mich doch vorbereiten.
13:56Jetzt soll doch schließlich ordentlich werden.
14:01Aber diese Leerfahrten mit dem Neuen.
14:05Du ahnst gar nicht, was auf meinem Schreibtisch alles liegen geblieben ist.
14:09Tschüss.
14:10Dann spuck schon aus, was du wirklich willst.
14:12Bitte mach du die Leerfahrten weiter, ja?
14:15Sagst du mir auch warum?
14:19Der, der holt da Kaffee raus im Kuchen.
14:21Und der hat Radio.
14:23Nur den Wetterbericht sagt, ob in Thüringen Schnee liegt.
14:26Und ich sitze daneben und mache nichts.
14:29Ja, du lachst.
14:31Übrigens, der Fleischer hier. Der ist spitze.
14:40Wenn ich was brauche und der Laden ist voll und ich bin auf Strecke,
14:44dann springe ich zwischendurch ganz schnell mal hin, wa?
14:46Und dann mache ich so und dann so und er macht dann so.
14:50Und dann hole ich mir auf der letzte Runde fünf vor Laden ab.
14:53Und wenn ich ein Vödelchen brauche?
14:55Was für Dinger?
14:56Ein Vödel gehacktes.
14:58Ach so.
14:59Also wenn der Hackepeter meint, dann sagt das auch, wa?
15:02Guck mal, den Friseur da hinten, den kannst du dir merken, wa?
15:05Der nimmt so ja Laufkundschaft ernst.
15:06Ach so.
15:07Und der Bäcker da drüben hat Tatsachen den ganzen Tag über frisches Brot und Schuppen.
15:11Nicht bloß früh um sieben.
15:14Übrigens, wenn du in die DSF eintreten willst, dann mach.
15:17Ich kassier da nämlich.
15:18Wir kämpfen um Titel.
15:19Und nur FDP ist zu wenig, wa?
15:21Also?
15:22Soll das eine Werbung sein oder eine Drohung?
15:24Weder noch.
15:25In der DSF ist man einfach drin.
15:27Ist doch klar, wa?
15:33Ach guck mal, hier um die Ecke rum wohnt Heidi.
15:36Wie winz'n die?
15:39Na ja, nicht übel.
15:41Trotzdem musst du dir vor ihr vorsehen.
15:42Die ist manchmal ganz schön hintertückisch.
15:44Und wenn die jemand erwischen will, erwischt sie den Ruch.
15:47Ach guck mal.
15:54Och, ist das schick. Gefällt dir das auch?
15:56Na ja, und wenn er mal ruft beim Fahren oder Radio hört oder er hat mal ihn drinnen zum Quatschen,
16:03wa?
16:03Dann hat die das drauf und versteckt sich im Gebüsch, nur um denjenigen im Flagranti zu erwischen.
16:08Guck, wa?
16:08Neulich? Neulich hab ich gesagt, Heidi sag ich, du würdest doch noch selber einen Verweis erteilen, wenn du mal in
16:14den Dienstordnen verstoßen würdest.
16:16Du musst lachen. Heidi lacht nie über sowas, wo das Wort Dienstordnung dann vorkommt.
16:21Sie hat wohl überhaupt nicht viel zu lachen bei euch, gell?
16:28Soll ich nicht werden?
16:30Armleuchter?
16:32Bisher waren immer Herrscher, meine Spezialität.
16:34Sag mal, machst du da Volkskunst oder...
16:37Mach ich Kitsch, willst du wissen, gell?
16:38Na, nicht so direkt.
16:40Hier schnitzen da fast alle, wo ich herkomme.
16:42Und wenn's alle machen, ist es zumindest ne Volksbeschäftigung.
16:45Ah ja.
16:45Äh, apropos, Reini, was ist denn eigentlich aus den anderen Künstlern hier worden, den Sonntagsfahrer, den Opel?
16:51Der fährt nicht mehr, der hat's aufgegeben.
16:54Na, und sein Bildwerk mit Johanna?
16:57Ist opelisch geworden.
17:02Äh, habt ihr eigentlich auch Kleinhärten da unten?
17:06Wir haben den Thüringer Wald.
17:08Der ist ja kein Grund, keine Kleinhärten zu haben.
17:11Sag mal, kannst du was nützlich?
17:13Schön, es ist auch nützlich.
17:15Schönes Jahr.
17:17Äh, war nicht so gemeint.
17:20Also, da könntest du nämlich mitmachen bei unserer historischen Bahn.
17:25Ich glaub, es ist ja nicht, was wird alles gebrauchen.
17:27Süd wie alles.
17:28Halte Stangen, Lüfterklappen, Haltegriffe und so weiter und so fort.
17:32Hallo.
17:34Hierzu.
17:35Bist du in der S-Bahn geboren?
17:36Na ja, Tante Erna.
17:37Hallo.
17:39Hallo.
17:40Ach, hier.
17:41Na rein.
17:42Schönen Gruß von Heidi.
17:43Oh, danke.
17:43Deine Leerfahrt machst du in Zukunft mit mir.
17:47Sie hat keine Zeit.
17:50Keine Zeit?
17:51Keine Zeit.
17:54Ach, keine Zeit.
18:02Du, Helmut, du kannst bei meiner Oma und bei meinem Opa einwohnen.
18:06Na wunderbar.
18:07Ob das so wunderbar ist, weiß ich nicht.
18:09Das Altbau, drei Treppen.
18:11Balkon haben, so grünblicklich, aber ein großes Zimmer.
18:14Warte mal.
18:1660 Mark Miete mit Heizung und Frühstück.
18:19Du, das ist ein Jutet-Frühstück.
18:20Und das ist gefängt.
18:22Allerdings Ofenheizung.
18:24Kohlen sind im Keller.
18:25Es geht nichts über einen Kofferofen im Winter.
18:29Und bei mir sparen Sie sogar noch einen Kohlenanzünder.
18:36Ach, wieder viel zu dünner angezogen für die Jahreszeit.
18:40Na, essen wir heute Chinesisch?
18:42Komm, gib mal her den Rücks.
18:46Sag mal, Johanna, ihr hört denn nun zu unserer Truppe, oder nicht?
18:49So ganz nur nicht.
18:51Jolli hat ja gesagt, ihr beide BVB, ihr Rauch zu füllen.
18:55Als ob an ihr da zugehört.
18:56Ja, da recht hat er.
18:57Klar.
18:58Wir werden uns doch so ein Talent nicht entgehen lassen.
19:06Du kannst doch nicht einfach irgendwelchen Leuten Versprechungen machen, Johanna.
19:10Das kannst du auch nicht als Vertrauensfrau.
19:12Und da schon gar nicht.
19:15Ein Glück, dass das keine arbeitsrechtlichen Folgen hat.
19:21Andererseits, wenn ich dich jetzt hängen lasse mit deinem Versprechen,
19:25wie stehst du dann vor den Kollegen da?
19:26Was wird dann aus deinem Ansehen als Vertrauensfrau?
19:29Dann ist es weg.
19:30Ja, siehste.
19:31Und dieser Typ da, dieser...
19:33Na, hier...
19:34Helmut Berger?
19:35Ja.
19:35Was soll denn der da denken?
19:37Der denkt doch glatt Frauen in leitenden Funktionen...
19:39Was kann man da schon anders erwarten?
19:43Na also...
19:43Na ja, aber...
19:46Da die Sache nun mal so gelaufen ist...
19:50Da muss ich wohl ja sagen.
19:53Es wird das Beste sein.
19:57Zumal du einen wirklich guten Mann kriegst.
20:06Arme Heidi.
20:07Wieso?
20:08Ob Heidi mit dem richtigen Mann klarkommt?
20:11Warum nicht?
20:13Dann muss sie zurückstecken.
20:14Sich anpassen.
20:16Ob sie das kann?
20:17Klar, das kann die.
20:20Als unsere Freundin gefällt sie mir ja.
20:23Aber als Frau wäre sie mir zu kompliziert.
20:34Steh doch mal um.
20:38Ich bin auch kompliziert.
20:40Das merke ich.
20:58Wieso muss eine Frau zurückstecken, wenn sie einen Mann hat?
21:01Habe ich da nie gemacht.
21:03Hast du vielleicht bloß nicht gemerkt?
21:06Weil wir uns lieben.
21:07Schon 20 Jahre.
21:10Wie lange?
21:12Na.
21:20Weißt du?
21:22Ich will einfach, dass Heidi das schafft.
21:26Und...
21:49Hallo Heidi.
21:51Heidi.
21:53Hallo Heidi.
21:53Guten Abend.
21:54Hallo Heidi.
21:55Was soll denn das?
21:56Ich denke, ihr tut es euch alle.
21:57Wo ich doch jetzt dazugehöre.
22:00Oh Gott.
22:03Tja, ich muss noch die Schneeflege kontrollieren.
22:08Gehen Sie mal schon hoch, Kollege Berger.
22:10Da gibt es was zu essen.
22:14Man muss uns ja nicht unbedingt zusammenkommen sehen,
22:17mitten in der Nacht.
22:20Wenn nichts klappt, der Buschfunk funktioniert jedenfalls
22:23immer bei uns.
22:34Und du, mein Lieber?
22:35Danke.
22:36Noch eine?
22:37Ja.
22:38So.
22:40Hättest du nicht gedacht, dass wir hier auch Schnee machen können?
22:42Und schrotten.
22:44Naja, der Schnee ist besser.
22:46Also, wer hat hier in letzter Zeit am meisten ausgebissen?
22:51Weil der irgendwie dann dran ist,
22:53mit Weichen freimachen hier auf dem Hof.
22:55Immer eine Runde Arbeit.
22:57Na?
22:58Naja, meld sich, Kinder.
23:00Hängt mir gleich gedacht.
23:05Tür zu, Mädel.
23:11Hallo.
23:13Oh, ja, ich bin halt ein bisschen schmuck.
23:14Ja.
23:15Ja.
23:18Schön, dass ihr alle gekommen seid.
23:22Aber gleich wird eure Stimmung leicht abwinken.
23:24Die Weichen werden verteilt.
23:27Die Leberwurst ist gut.
23:28Danke.
23:31Also, die Weichen, Kalle, Rainer, Martin.
23:34Einverstanden?
23:35Und wie?
23:36Gut.
23:36Und Schneeflüge ankoppeln.
23:39Schorsch und der neue Kollege, Berger.
23:42Das war auch nicht der blanke Sahne, aber, naja.
23:46Fahrrad, Christel, Johanna, Ecke.
23:49Mitfahren müsst ihr euch selber suchen.
23:51Versorgung ärmer.
23:52Moment, hier.
23:54Vitamine.
23:54Damit er mich nicht krank macht.
23:56Vitaminstoß ist wichtig.
23:57So viel heute.
24:00Wattejacken in der Kammer.
24:02Besen und Schippen nicht vergessen.
24:03Kann doch schon.
24:04Komm.
24:06Sag mal, wie viele Meister gibt's hier bei Rechelfenbattle?
24:09Hallo.
24:10Ich will mir.
24:11Aha.
24:12Elf liegen also jetzt in ihren schönen, warmen Betten und die einzige Frau?
24:16Ich dachte immer, die Kariner sind Kavaliere und behüten ihre Frauen.
24:19Na, die einen behüten sie schon.
24:21So, du fährst mit mir.
24:22Aha.
24:23Aber hier wird Heidin anbelangt.
24:26Na ja, als sie ihren Meisterbrief in der Tasche hatte, da war sie ja noch nicht automatisch
24:30anerkannt als Meister.
24:31Musste sich regelrecht erkämpfen.
24:34Und dazu war ja kein Sonntag so heilig.
24:36Kein Feiertag.
24:37Und wenn es hieß, na, wie heißt das, äh, Subotnik denn?
24:41Heidi war immer zur Stelle.
24:42Wund ja auch gleich um die Ecke.
24:44Auch Meister für die, für die Leitung.
24:47Na, nur inzwischen ist es so, dass sie die Meisterin ist mit den meisten Erfahrungen.
24:51Wenn da, ist doch Stehhildi geworden.
24:52Oh, du bist mal Spezialist.
24:55Schorsch, lass mich mal, hm?
24:57Ja, tausch.
25:02Du, ist doch mal leichter hier auf den Hof.
25:04Wie viel draußen auf Strecke.
25:11Schorsch, mach mal doch mal die Scheibe ein bisschen sauber, ja?
25:14Gerne.
25:16Ja, ne?
25:16Ach, du.
25:23Hier, Schorsch.
25:26Du, Ede.
25:28Ich glaube, das Lichtbad in der Luft.
25:33Ich riech nicht schon.
25:41Halt mal an.
25:42Ich mach mal die Scheibe richtig sauber.
25:44Ja.
25:45Ja.
25:47Ja.
25:48Ja.
25:50Ja.
25:58Ja.
26:00Ja.
26:01Ja.
26:03Ja.
26:03Ich mach mal die Scheibe.
26:14Ja.
26:17Ja.
26:19Ja.
26:20Ja.
26:21Ja.
26:23Ja.
26:25Ja.
26:25Ja.
26:26Ja.
26:27Ja.
26:46Untertitelung. BR 2018
27:28Untertitelung. BR 2018
27:41Du, du gefällst mir.
27:45Du gefällst mir auch.
27:54Untertitelung. BR 2018
27:56Wiedersehen.
28:07Hallo.
28:10Für wen hast du denn so schön gemacht?
28:12Tja.
28:12Entschuldige.
28:15Also, wenn du dir mal verändern würdest.
28:20Also, ich kenne nüchter je.
28:22Was ist denn so tatsächlich?
28:24Also, ich meine, nicht der Haare und so.
28:29Das ist ja sowieso die Schmackssache.
28:31Nee, ich meine so mehr verändern, verstehst du?
28:35Nee.
28:36Arbeitsmäßig oder so?
28:37Nee, mehr so familienmäßig.
28:39Also, ich kenne mal, Mädels.
28:42Einsamkeit kann ne Frau auf der Dauer sehr, sehr sickig machen.
28:46Und auch neidisch auf alle, die glücklich sind.
28:50Also, sie war mir licht.
28:51Mein, ich will doch nur dein Bestes.
28:54Also, wenn ne Frau glücklich ist und auch noch was zu sagen hat,
28:59dann ist es doch gut für alle, denen sie was zu sagen hat.
29:02Also, als wie wir.
29:03Ja, ja.
29:05Ja.
29:06Ja.
29:07Ja.
29:37Ja.
29:41Ja.
29:47Ja.
29:48Ja.
29:50Ja.
29:51Ja.
29:51Ja.
29:51Ja.
29:53Ja.
29:54Ja.
29:59Ja.
30:00Ja.
30:02Ja.
30:12Ramona! Ramona, warten Sie doch mal!
30:21Donnerwetter, Sie haben aber einen Schritt am Leib.
30:23Es ist kalt. Ich mache heute bei Ihnen die turnusmäßige Kontrolle.
30:25Wollte ich mir fast denken.
30:27Hallo!
30:28Ich war wieder drei Stunden auf der Bahn. Wunderbar.
30:31Drei Stunden?
30:32Oh, ja.
31:15So, nein, dann ab, die Post.
31:18Sind Sie erkältet?
31:20Warum ziehen Sie denn den Mantel nicht aus?
31:22Die Bahn ist doch geheizt.
31:28Na, geben Sie mal her.
31:31Danke.
31:37Hübsch.
31:47Gold.
31:52333er.
31:54Haben Sie die Löcher schon von klein auf?
31:59Ja.
32:02Dann können Sie sich ja nicht daran erinnern, ob es wehgetan hat.
32:07Wehgetan?
32:08Na, das Löcher pieken.
32:13Was soll denn das?
32:17Soll das eine neue Führungsqualität sein oder was?
32:20Was denn?
32:21Warum meckern Sie nicht an mir rum?
32:22Grund haben Sie doch genug.
32:24Mein Pulli, meine Ohren, mein Stirnband.
32:26Ich mache meine Kontrollen doch nicht, um zu meckern, sondern weil ich sehen möchte, wie unsere Kollegen arbeiten.
32:32Und ob sie gerne arbeiten.
32:34Ob sie Schwierigkeiten haben.
32:35Entschuldigung.
32:37Entschuldigung.
32:42Gut angefahren.
32:45Er hat Sache?
32:46Doch, doch.
32:48Sehen Sie mal, wenn ein Kollege sich zum Beispiel nicht wohlfühlt, weil er Probleme hat,
32:53manchmal ganz private, dann wird er natürlich auch nicht gerne und gut arbeiten.
32:57Das ist ja ganz klar.
33:00Schön ruhig bleiben.
33:07Oh, sind denn Idioten? Können die denn nicht füllen können?
33:10Ach ne, ist doch wahr.
33:13Gut angefahren.
33:15Das halte ich nicht aus.
33:20Sagen Sie mal, dieser, dieser neue da ist.
33:23Ach, der Helmut?
33:24Ja.
33:25Ne, danke.
33:27Also, irgendwie komme ich nicht richtig zurecht mit dem.
33:29Sie müssten ihn noch besser kennen.
33:31Ach, der ist ja nicht so schlecht für den Sachsen, der Mann.
33:34Ist kein Sachse, ist ein Thüringer.
33:36Naja, aber reden tut er doch in Sachse.
33:38So?
33:39Finden Sie.
33:43Und denn immer sein Gelle.
33:45Das kann entschaffen.
33:47Aber sonst nicht schlecht.
33:50Ehrlich.
33:50Der scheuert es ja die Wanne, wenn er gebadet hat.
33:53Kauft ein, macht sauber, heizt.
33:56Kennt einen Haufen alter Lieder.
33:57Die singt einmal mit Oma.
34:01Bloß eben.
34:02Ja, was denn?
34:04Na, diese blöde Schnipselei.
34:06Überall Späne.
34:07Oma versteckt schon das ganze Holz vor ihm.
34:11Neulich hat er sich doch fast an ihrem Nudelholz vergangen.
34:15Trotzdem, mächtig attraktiver Typ der Typ.
34:19Nun, die Informationen reichen mir im Moment.
34:22Während der Fahrt bitte keine Privatgespräche mehr.
34:37Ramona, es gibt doch kein anderes Blinkzeichen zu geben.
34:39Keine Gefahrensituation.
34:41Für mich schon.
34:42In der Bahn ist Kalle.
34:49Tja, dann steig ich jetzt hier aus.
35:04Wieso?
35:05Ich denke, drei Stunden Kontrolle.
35:07Ich habe genug gesehen.
35:08Keine Beanstandung mehr.
35:09Gute Fahrt.
35:37Wieso?
35:38Neuzel.
35:42Wieso?
35:44Wieso?
35:46Wieso?
35:51Wieso?
35:54Wieso?
35:55Wieso?
35:56W disaster.
35:58Wieso?
35:59Wieso?
36:00Wieso?
36:00Wieso?
36:02Wieso?
36:02Wieso?
36:03Ich weiß, wir schauen, mit Joem.
36:04Ja, es war etwas cool.
36:34Was neu ist denn?
36:35Hey!
36:36Warum liest du dann?
36:38Warum sitzt du hier?
36:40Der Thüringer ist ein Skiläufer, nicht so ein Pferlefanz.
36:45Berliner wären es schwer, wa?
36:50Wie gut war?
36:52Immerhin schon Mitte 30.
36:54Ich meine erst Mitte 30.
36:57Unser starkes Interesse an die Geschichte.
37:00Alles, was mit Verkehr zusammenhängt.
37:03Zum Beispiel meine historischen Straßenbahnen.
37:06Das ist ganz verrückt danach.
37:09Also...
37:09Wir haben jetzt auch wieder eine am Wickel.
37:12Nur Rost.
37:13Alle verrottet, verfault.
37:15Aber die kriegen wir wieder hin.
37:17Jetzt in Sternstunden.
37:23Dienstag kommt sie raus zu uns.
37:26Weil die Schicht, die ihre Welt ist.
37:30Wie ist denn?
37:32So viel aus.
37:33Holz.
37:34Manchmal nur ganz kleine Halterung.
37:36Und dann wieder ganz komplizierte Dinger.
37:41Könnte nicht Ufjabe sein für...
37:43Volksschnitzer.
37:45Volksschnitzer, ja.
37:46Ede, warte nun nur, Alec.
37:49Also mir reicht das alles hier völlig.
37:51Ich brauche keine Freizeitgeschichte.
37:53Geschichte?
37:55Was ist denn, Herbert?
37:56Wir kommen noch mal wieder.
37:58Mensch, ein Meister hat die Ufjabe dafür zu sorgen,
38:01dass die Werktät in ihrer Freizeit sinnvoll...
38:03Er ist Meister.
38:04Kein Freizeitmeister.
38:06Aber Genossen.
38:08Beste.
38:08Na, nur Gott sei Dank.
38:15Da kommt ein Mensch aus Thüringen, wa?
38:18Zu uns.
38:20Bejabt.
38:21Talentiert.
38:21Volle Hoffnung, hier eine neue Heimat zu finden.
38:24Aber allein.
38:25Doch allein kann kein Mensch leben, wa?
38:28Also sucht er sich was für die Freizeit.
38:31Doch vielleicht gerät so in einer falschen Hände.
38:34Oder in ne Kneipe.
38:36Und dabei könnte er so viele Nützel hier machen mit seinem...
38:39Stechbeitel.
38:40Eder.
38:41Du alter Diplomat, du.
38:44Wat willst du von mir, ha?
38:46Helmut will nächsten Dienst da rauskommen, nach Schmöckitz.
38:49Aber wenn der sieht, wie viel Arbeit da auf ihn zukommt...
38:51...dann holt er aber Möcke gleich wieder ab.
38:54Verstehst du?
39:02Wer ist das ja richtig?
39:04Aufbau ist schlimmer als Neubau.
39:06Ja.
39:08Wem sagst du denn?
39:09Aber komm doch mal mit.
39:10Ich muss ihm aber was zeigen.
39:11Ja.
39:15Das soll nämlich eine zusätzliche Hochzeitsbahn werden, wa?
39:19Wie die Eben hier auch.
39:20Wird ja auch ja erhertet in der Tour bei uns in Berlin, wa?
39:22Naja.
39:23Und hier stand früher Chlorodont drauf.
39:26Über den ganzen Zug.
39:27Hörste?
39:29Ja.
39:29Und was schreibt ihr dran?
39:30Naja.
39:31Auch wieder Chlorodont.
39:32Naja.
39:34Natürlich unser Chlorodont.
39:36Naja.
39:37Und wo soll das ganze Holz für all das herkommen?
39:39Naja.
39:40Wo ein Hobby ist, ist auch...
39:42Ist auch Material.
39:44Was kiekst denn so?
39:46Ist da was?
39:47Nö.
39:47Nö, nö.
40:01Hey Edel!
40:04Da bin ich.
40:05Grüß dich.
40:07Heidi?
40:08Helmut?
40:09Na ich spürs dich.
40:12Na Heidi?
40:16Erfreulich, was.
40:17In Geschichtsbewusstsein.
40:18Ja, ne?
40:20Die ist ja doll.
40:49Eder, wenn ich das hier wusst hätte, ich wäre bestimmt schon längst mal vorbeikommen da.
40:57Die Fahrscheine zur Künstler, bitte.
41:01Fahrscheinknettgefahr?
41:04Fünf Mark, oder?
41:06Nö.
41:08Na, was ist denn nun? Machst du mit, oder?
41:10Unter einer Bedingung.
41:12Erst mal Drehau und dir noch Bedingungen stellen.
41:14Wenn ich die Wahl mal brauche...
41:15Ja, kriegste, kriegste.
41:17Nun aber weitermachen, los, komm.
41:46Komm.
42:04Ich mag dich.
42:05Ich mag dich.
42:34Also wie der Pferd kostet schön viel Strom.
42:37Was schwebt denn dir so vor? Und wann klappt es?
42:39Ich will auch in Altersheim einrichten.
42:41So schön gemütlich, kuschelig und praktisch sein.
42:46Und die Sessel mit Rollen.
42:48Und hier? Kein Abt, wa?
42:51Ah, die Wand ist 3,80.
42:54Also müsste die Schrankwand 3,40 sein, nicht länger.
42:57Ich hab da an Karat gedacht.
42:59Karat? Christel hat Karat, Walli hat Karat.
43:02So. Na ja, dann nicht Karat. Wir wünschen irgendwas für ihn.
43:06Und wenn heute nicht, dann ein andermal.
43:08Nein, heute?
43:14Er hat rechtzeitig ausgeschaltet.
43:16Kunststück, der weiß ja, dass du drin sitzt.
43:23Ganz gut. Wie, Bruder?
43:25Emanuel Kirschstraße.
43:28Klingt ja wie rückwärts.
43:30Sagen Sie mal, haben Sie verstanden, wo wir hier sind?
43:32Ja, freilich.
43:33In Munschel Kirschstraße.
43:35Aber falls die Damen sich in Berlin nicht auskennen,
43:38aber ich bin gar nicht bereit.
43:42Zippen.
43:48Oh, verdammt.
43:56Flucht.
43:57Kommen Sie mal.
43:58Ja.
43:58Kommen Sie mal hoch.
44:00Haben Sie sich verletzt?
44:04Micha, scheint noch alles ganz zu sein.
44:08Es gibt oft genug Spätfolgen.
44:14Geben Sie mir mehr Ihren Namen und Ihre Anschrift.
44:16Sie gehen aber runter, meine Dame.
44:17Alles in Ordnung?
44:19Ich hätte gar nicht zu hoffen geworfen, dass aus uns noch was wird.
44:26Ich bin Verkehrsmeisterin, mein Herr.
44:28Dunderwetter.
44:29Dürfte ich bitte Ihren Ausweis sehen?
44:31Kommen Sie, setzen Sie sich, junger Mann.
44:32Danke.
44:36Du hast doch plötzlich so ein Radfahrer über die Schienen.
44:39Da ist ja nichts passiert.
44:42Sag mal, was schreibst du denn da?
44:44Sind Sie etwa verletzt?
44:46Nee.
44:47Überhaupt, du bist doch gar nicht im Dienst.
44:49Lass sein.
44:50Eine Meisterin ist immer im Dienst.
44:52Guck sie dir an.
44:53Das wäre ja entsetzlich.
45:05Joana.
45:07Komm, du hast uns das schon verkauft.
45:09Das ist ja wirklich hermisch.
45:11Die haben bestimmt hier fallen.
45:12Ist mir so toll.
45:13Das war viel zu berühmt.
45:14Aus dem darf man das sicher überhaupt nicht.
45:16Ja, lass es mal liegen.
45:18Guck mal, wir gucken Sie.
45:19Guck mal, kann man nur zum Beispiel rausklingen?
45:26Guck mal, wir gucken Sie mal hier.
46:00Guck mal, wir brauchen eine Sitzkarnitur, vierteilig.
46:04Zwei Sessel auf Rollen, einen Hubtisch, eine Schrankwand, 3,40.
46:07Und eine Doppelliga, nicht zu hart.
46:09Setz da doch hin, man stehst du da.
46:09Aber ich würde doch sagen, das besprechen wir lieber draußen.
46:12Draußen?
46:13Na, kommen Sie bitte.
46:15Eine Gefahrenbremsung?
46:16Na, da kriegst du ein Einlauf.
46:18An jeder Gefahrenbremsung ist der Fahrer mitschuldig.
46:21Lieblingsspruch von Heidi Lehmann.
46:23Wenn ich nicht gebremst hätte, hätte ich den glatt überfahren.
46:26Tja, als der sein Fahrrad aus dem Keller holte, hättest du eben schon bremsen müssen.
46:31Einen siebten Sinn brauchst du als Fahrer.
46:34Das sehen, das sagt sie dir.
46:36Na, das wollen wir erst mal sehen.
46:37Das wirst du sehen.
46:39Wenn die die erst mal auf den Kieker hat, dann kannst du auf den Kopf stellen.
46:43Ich kann ein Lied davon singen.
46:45Oh ja, du, jetzt sag ich dir.
46:51Neulich wollte sie mir auch die Schuld wegen so einem kaputten Außenspiegel in die Schuhe schieben.
46:55Und als sie denn ihre Freundin Johanna war, hat sie sie gleich nicht mehr zur Vertrauensfrau gewählt.
47:00Oh, ist mir zu hoch.
47:04Du, wir sind der zweitbeste Meisterbereich.
47:06Aber das ist doch kein Wunder bei der Meisterin.
47:09Die kann sie nachts um, nachts um drei kann sie die wecken und fragen.
47:12Dritter Abschnitt, Paragraf 37, Ziffer 2.
47:15Die schnurrt da drunter wie, wie...
47:18Wie ein Kätzchen.
47:19Ein Kätzchen?
47:21Schön wär's ja.
47:22Obwohl im Moment ist sie ja schon ein bisschen netter geworden.
47:24Aber wer weiß, wie lange...
47:26Na ja, wer weiß, der weiß.
47:35Zu der Gefahrenbremsung gestern.
47:42Berlin ist nicht Friedrich Roder.
47:46Hier wird zügig gefahren, aber nicht zügellos.
47:49Und vorausschauend.
47:51Bei jeder Gefahrenbremsung ist der Fahrer zumindest mit Schuld.
47:54Tatsächlich.
47:55Bitte?
47:56Es ist also tatsächlich wahr, dass das ein Lieblingsspruch von dir ist.
47:59Du hast dich wohl gründlich informiert.
48:02Ist doch nichts passiert bei der Bremsung.
48:04Ach so.
48:04Und Aufregung, Schreck, Verunsicherung ist auch nichts.
48:07Oder wenn die Leute Vertrauen zu unserer Bahn verlieren.
48:10Auch nichts.
48:12Nur allzu oft passiert wirklich was bei Gefahrenbremsung.
48:15Oft Spätfolgen.
48:17Die Leute fallen hin.
48:19Die Gepäckstücke werden beschädigt.
48:20Die Kleidung wird verschmutzt.
48:22Und immer wird die Straßenbahn zur Kasse gebeten.
48:24Ich bin seit 15 Jahren Fahrer.
48:26Aber nicht im Meisterbereich 5 der Berliner Straßenbahn.
48:30Heidi.
48:33Bitte.
48:34Ja.
48:35Ja.
48:37Nein, dir ist nicht mehr jedes in Köpenick.
48:39Ja.
48:40Bitte.
48:47Bitte, Helmut.
48:48Keine Auseinandersetzung mehr vor den Fahrgästen.
48:51Ich bin dein Meister.
48:52Du kannst mich nicht einfach fragen, warum ich schreibe, obwohl ich gar nicht im Dienst bin.
48:57Weißt du, wenn du ein Mann wärst, würde ich jetzt...
48:59Ja, was?
49:01Würde ich mich verteidigen.
49:04Aber einer Frau gegenüber...
49:06Helmut.
49:08Ich sitze hier nicht als Frau.
49:10Aber ich stehe hier als Mann.
49:15Und ich möchte dich haben.
49:30Hey, Robert!
49:37Du, halt, halt, halt, halt.
49:38Pass auf, ich bring jetzt das Gespräch auf den Neuen.
49:40Wenn sie nüscht, sagt, ist was.
49:41Und wenn sie mir ausfragt, dann ist nüscht.
49:43Wieso ist Niedel so wichtig, ob sie ihn hat oder nicht, hä?
49:46Weil das eine eminente Wirkung auf unsere Arbeits- und Lebensbedingungen hat.
49:51Na, Emi...
49:51Emi, was?
49:52Ach, bist du blöd.
49:58Hallo.
49:58Das ist neu, dass du zuerst grüßt. Heidi!
50:01Ja?
50:01Übrigens, was ich dir noch sagen wollte.
50:03Also, der Neue...
50:05Hör auf.
50:05Der gefällt uns.
50:08Ah, ja.
50:09Richtig freundlich und hilfsbereit.
50:12Ja, nicht so scheißfreundlich, nicht so her-her.
50:14Nee, richtig echt freundlich.
50:17Ja, ja.
50:19Lieste, was hat Heike gesagt?
50:20Nüscht hat sie gesagt.
50:21Ja, hat sie gesagt.
50:22Also, wir sehen echt sonnige Zeitungen gegen ihr.
50:27Ah, ja.
50:30Suche, Suche, Suche.
50:32Alles Frauen Mitte 30.
50:35Bleiben die Stellung selbstbewusst anspruchsvoll.
50:38Tja, und was suchen sie?
50:40Ja.
50:42Verständnisvollen, toleranten Partner.
50:44Gefährten.
50:45Nur ernst gemeint.
50:47Mit M-M-M-L-Wa.
50:49Hast du die?
50:51Freilich.
50:54Aufrichtig, geistvoll, ideenreich.
50:57Und wieder tolerant.
51:01Tolerant.
51:01Sag mal einen Satz mit tolerant.
51:03Tolerant?
51:04Mhm.
51:04Tolerant kannst du sein, wenn du kein Interesse hast.
51:07Mhm.
51:08Mit Sinn für Humor.
51:09Ich kenne jedenfalls mehr Witze als ihr hier in Berlin.
51:13Ihr ist nicht mehr.
51:15Mitgegangen, mitgefangen.
51:16Ach.
51:17Darum muss ich mich hier so ausfragen lassen.
51:20Genau darum.
51:26Johanna, ich hatte noch nie eine Frau wie Heidi.
51:31Ja, mir sind immer so diese kleinen, schnuckeligen Engelchen untergekommen.
51:37Das kann ich mir vorstellen.
51:39Wie hier?
51:41Suche liebes, anschmiegsames Kätzchen.
51:44Mit Interesse für Haus und Garten.
51:49Komisch.
51:51Jetzt rück alles verscheuern, Wilder.
51:52Hier fallen mal die alten Buchten erst so richtig.
51:55Ist noch alles Holz.
51:59Hast dein Herz für Holz entdeckt, hm?
52:01Aha.
52:12Fünfunddreißig.
52:15Mensch, ich bin schon fünfunddreißig.
52:19Und ich wäre so gerne erst fünfunddreißig.
52:25Sag mal, mit dem Kind.
52:31Das ging ja gerade nur so, wa?
52:32Also gerade noch.
52:36Du, ich will aber nicht oft geben.
52:39Meine Selbstständigkeit, Unabhängigkeit, Freiheit sozusagen.
52:45Alles mühevoll erworben.
52:49Andererseits, so ein kleines Stückchen von meiner Unabhängigkeit
52:55und ein bisschen von meiner Freiheit würde ich schon hergeben,
52:58wenn ich sie wieder bekäme.
53:02Allerdings noch größer.
53:05Noch schöner.
53:08Sagst denn du dazu?
53:10Hm?
53:13Ob dieser Mann, dieser Thüringer,
53:19für mich die große Chance ist?
53:21Hm.
53:24Wenn du seine große Chance bist.
53:28Tja.
53:30Wenn man das wüsste.
53:34Vielleicht hat sie ein Lotto gewonnen.
53:37Sollt gewinnen.
53:38Soll ja eine Familie gekostet haben.
53:40Alles neu, alles vom Besten.
53:42Nein, die braucht kein Lotto gewinnen.
53:44Sie hat kein Kind, hat kein Mann.
53:46Hat eine gute Betriebswohnung,
53:48gute Dehalt, Dienstkleidung.
53:50Ja, ja, ja, stimmt, stimmt, alles.
53:52Aber warum richtet die sich plötzlich neu ein?
53:55Vielleicht steckt ein Mann dahinter.
53:58Zeit wär's ja.
54:00Ja, eigentlich eine ganz hübsche Frau.
54:03Obwohl man da ja nicht so sehr drauf achtet,
54:05weil man ja immer ein bisschen bemüht ist,
54:08zu sehen, ob sie was weiß,
54:09was man hier richtig gemacht hat.
54:11Weil so ein Meister,
54:13der immer mal ein Oro zudrückt
54:14und alle Fünfe gerade sein lässt,
54:17ist zwar im Moment ganz angenehm,
54:19doch auf der Dauer.
54:20Nee.
54:22Heidi Lehmann
54:24ist für mich der Meister hier.
54:26Na ja.
54:28Wäre ja ganz interessant zu hören,
54:29wie so ein Haus halbgeschaltet sieht.
54:30Ich meine, so ein Zugewandertalz wie du.
54:35Sie sind doch anfangs hochgeweiert
54:37unter eine weibliche Fuchtel zu dienen.
54:39Ich weiß nicht, warum wir immer alle alles wissen.
54:42Weil es ein Familienbetrieb ist, die BVB.
54:44War, Schorsch?
54:45Mhm.
54:46Übrigens unsere Stärke.
54:48Na ja, nun sag schon.
54:50Ein Thüringer Quatsch, nicht über Frauen.
54:53Du sollst ja auch nicht quatschen,
54:55sondern deine Meinung sagen.
54:57Auch nicht über Frauen, sondern über die Meisterin.
55:00Oh, ich muss jetzt.
55:02Macht's hier.
55:04Nee, nee, lass stehen.
55:09Quatsch, diese Fälle.
55:15Jedes Jahr zu gut, dass er aufstrecke muss.
55:18Brauche nicht zu widersprechen,
55:19wenn jemand kritisch hätte.
55:20Heidi sagt.
55:23Na ja.
55:25Doch beide in ne Partei.
55:27Muss er ihr ja immer beistehen.
55:30Ich sag nichts, britisches über Heidi.
55:32Na, da bist du aber ne Ausnahme.
55:34Weil sie mir leid tut.
55:37Heidi?
55:38Kann mehr als die meisten hier.
55:40Weiß mehr, aber weniger auf die Hand.
55:43Leistet mehr, aber vorder von allen Seiten.
55:46Da weiß sie, wie geschaffen für...
55:47Für Liebe, Ehe.
55:50Für Mann und Kind, ne?
55:53Na ja, alles, wonach eine Frau sich sehne.
55:55Ich lobe, wonach jeder Mann sich sehnt,
55:57dass jede Frau sich sehnen soll.
56:14Die Frau sich selbst jetzt.
56:57Untertitelung des ZDF, 2020
56:58Versteck, links oben.
57:28Versteck, links oben.