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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:06Musik
00:37Sie müssen die ganze Rechnung bezahlen, auch wenn Sie nur das halbe Sorgerecht bekommen haben.
00:44Nein, Herr Siedliger, ich werde mir den Rest ganz sicherlich nicht von Ihrer Ex-Frau holen.
00:51Das Gericht hat entschieden, dass Max nach der Scheidung zu gleichen Teilen bei Ihnen und bei Ihrer Ex-Frau bleiben
00:56soll.
01:01Ja, das glaube ich Ihnen, dass Max das anders möchte.
01:05Aber vor Gericht ist Max nun mal ein Sachgegenstand und kein Zeuge oder gar Scheidungsopfer.
01:12Auch wenn Max sicherlich ein ganz reizender Hund ist.
01:16Herr Siedliger?
01:19Schön, dass Sie da sind. Willkommen in den herrschaftlichen Räumen der Frau Heiland.
01:24Ich habe Ihnen Frau Fuchs mitgebracht.
01:26Ja, und Döner mit Knoblauchsoße.
01:28Stört Sie das?
01:29Romy Heiland, freut mich sehr.
01:32Hallo, entschuldigen Sie, ich bin ein bisschen zu früh dran.
01:34Könnten Sie damit doch besser in die Küche gehen? Das macht nichts. Als Blinde bin ich auch gern mal zu
01:38früh.
01:39Und Frau Holländer, könnten Sie hier die Rechnung in den Umschlag stecken und frankieren?
01:43Ich habe Mittagspause.
01:46Dann machen Sie es eben nach der Mittagspause.
01:48Wenn Sie schon in der Küche sind, könnten Sie bitte Jure füttern? Wollen Sie Platz nehmen?
01:52Nee, ich habe gesagt, ich bin nicht für den Vogel zuständig.
01:55Ich bitte Sie.
01:56Der Vogel ist ein Wörter.
01:58Das habe ich gehört.
02:01Das habe ich gesehen.
02:08Meine Nachbarin hat mir von Ihnen erzählt.
02:10Habe ich Ihre Nachbarin denn mal vertreten?
02:13Nein, sie hat da mal was über Sie gelesen.
02:15Mhm.
02:16Ja, und so ein Name, der bleibt ja auch hängen.
02:19Romy Heiland, das ist wie eine Mischung aus Sissi und Jesus.
02:23Also, solange Sie von mir nicht erwarten, dass ich Kaiserin von Österreich werde oder übers Wasser gehen kann?
02:28Was kann ich denn für Sie tun?
02:31Also, ja.
02:38Also, es geht um meinen Mann, Christian Fuchs.
02:44Er ist beim Sondereinsatzkommando, aber nicht mehr im Einsatz.
02:48Seit wir in Berlin sind, da ist er nur noch Ausbilder.
02:52Und wo liegt das Problem?
02:54Er soll versetzt werden.
02:55Nach Rosenheim.
02:56Nach Bayern, wie schön.
02:59Ich liebe Bayern.
03:01Berge, Seen, wunderschöne Natur.
03:03Das ist für Ihre Familie doch herrlich.
03:07Wer hat sich gemeldet?
03:09Ja, bestimmt.
03:10Wir sind erst seit einem Jahr hier und wir wollen nicht weg.
03:14Wir haben ja so ein schönes Häuschen gekauft, Frau Heiland.
03:17Und Jenny, unsere Tochter, die hat in der Schule endlich Freunde gefunden.
03:21Das können wir doch jetzt nicht so einfach aufgeben.
03:24Ja, das verstehe ich.
03:25Wissen Sie, Christian hat mir gesporen, dass dieses Nomadenleben jetzt aufhört.
03:32Und dass wir jetzt eine ganz normale Familie werden.
03:36Warum wird Ihr Mann denn versetzt?
03:39Er sagt, dass man da nichts machen kann.
03:41Gehorsam und Disziplin sind bei ihm in der DNA.
03:44Bist du bei der Armee?
03:45Nein, beim Sondereinsatzkommando der Polizei.
03:49Oui, die ganz harten Jungs.
03:52Also man kann natürlich versuchen, Widerspruch gegen die Versetzung einzulegen.
03:56Ja, eben.
03:57Dazu brauche ich aber das Mandat Ihres Mannes.
04:00Das habe ich mir schon gedacht.
04:02Würden Sie mit ihm reden?
04:04Weiß er denn nicht, dass Sie hier sind?
04:06Kommen Sie doch zu uns und sprechen Sie mit ihm.
04:08Bitte.
04:10Normalerweise muss ich meinem Mandant nicht hinterherrennen.
04:13Ja, aber wenn er sieht, dass es doch eine Möglichkeit gibt, dann ist er sicher auch dafür.
04:18Bitte, Frau Heiland.
04:23Gut.
04:25Passt es Ihnen nächste Woche?
04:27Oh, ich...
04:29Ich fürchte, es muss heute sein.
04:31Die Widerspruchsfrist läuft heute ab.
04:33Sie machen mir hier Spaß.
04:47Eine Frage mal, Frau Heiland.
04:48So von Trau zu Frau.
04:50Wenn Sie von einem Tiefen so eine SMS bekommen
04:52und Sie hatten erst ein Date mit Ihnen,
04:54und wollen erst mal schauen, aber finden die sonst ziemlich gut,
04:56wie lange warten Sie da, bis Sie zurückschreiben?
05:00Sorry, Hundescheiße.
05:01Komm.
05:03Äh, na, ich halte nicht viel für ein Spielchen.
05:06Wenn Sie mögen, dann verabreden Sie sich doch einfach.
05:09So einfach ist das nicht.
05:12Achtung.
05:14Stufe.
05:17Richtig schön haben Sie es hier, Frau Fuchs.
05:19Da würde ich auch nicht wegziehen wollen.
05:20Danke.
05:21Wir haben auch viel Liebe reingesteckt.
05:23So.
05:28Bitte schön.
05:29Danke schön.
05:30Bitte schön.
05:31Danke schön.
05:41Es ist 18 Uhr und 10 Minuten.
05:47Wann kommt Ihr Mann?
05:48Er müsste eigentlich gleich da sein.
05:53Wenn man vom Teufel spricht.
05:56Warten Sie kurz, ja?
05:59Hallo, Schatz.
06:01Du, ich war bei einer Anwältin wegen unserer Versetzung
06:04und sie hat gute Nachrichten.
06:05Ich verstehe nicht ganz.
06:07Ja, ich wollte es dir erst sagen, wenn ich ganz sicher bin.
06:09Sag mal, Tina.
06:09Das haben wir doch alles schon besprochen.
06:11Da gibt es Ärger.
06:16Ist er da?
06:17Ja.
06:19Herr Fuchs.
06:20Mein Name ist Romy Heiland.
06:23Guten Tag.
06:24Hallo.
06:25Ihre Frau hatte mich um Rat gefragt wegen Ihrer Versetzung.
06:27Ah, ja, ich fürchte, das ist ein Missverständnis.
06:31Um das gleich mal vorweg zu schicken.
06:33Ich mache nichts, was Sie nicht wollen.
06:35Sie sind der Mandant.
06:36Da kann man auch nichts machen.
06:39Naja, also Widerspruch gegen Ihre Versetzung einzureichen,
06:41das wäre für mich reine Routine.
06:47Ich habe gehört, dass Sie das Haus erst vor kurzem gekauft haben
06:50und dass Sie eine Tochter im schulpflichtigen Alter haben.
06:52Ja, das wissen meine Vorgesetzten bereits,
06:54aber das interessiert die nicht.
06:55Lass es uns doch versuchen.
06:58Ja, das sehe ich genauso.
06:59Ein Versuch ist es wert.
07:02Ich kann Ihnen helfen.
07:04Ich bräuchte nur Ihre Vollmacht.
07:16Zeugenaussage?
07:17Momentchen.
07:23Hier.
07:29Sie wollen doch hierbleiben, oder nicht?
07:35Ja, natürlich.
07:37Worauf warten Sie denn noch?
07:42Bitte.
07:58Sehr geehrte Damen und Herren,
07:59hiermit reiche ich im Auftrag meines Mandanten,
08:02Kriminalhauptkommissar Christian Fuchs,
08:04einen Widerspruch gegen die Abordnung und Versetzung.
08:08Da fehlt ein Z.
08:15Nach Paragraf 126 Abs. 4 BBG ein.
08:20Die Begründung entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.
08:22Eine Vollmacht liegt vor, siehe Anlage 2.
08:25Ich bitte um Rücksprache.
08:26Mit freundlichen Grüßen, Romy Heiland, Rechtsanwälte.
08:30Top.
08:30Woher können Sie denn so schnell tippen?
08:32Jedes blinde Kind lernt das Ziemfingersystem.
08:34Cool, ich kann nur das Adersuchsystem.
08:37Krass, oder?
08:38Dass so ein harter Typ Angst hat,
08:39sich gegen seine Versetzung zu wehren?
08:41Das ist ja gar nicht so hart.
08:43Sein Händetruck war er unsicher.
08:45Ah.
08:55So.
08:58Zappel.
09:01Zack, fertig.
09:03Ah, die Oper.
09:05Anruf von Papa.
09:07Hallo, Papa.
09:09Komm mal hoch, ich bin noch nicht ganz fertig.
09:11Ja?
09:12Hätte ich beinahe vergessen.
09:14Können Sie den Widerspruch einwerfen?
09:16Heute noch?
09:17Ja, unbedingt heute, sonst wäre alles umsonst gewesen.
09:20Wo ist denn das?
09:21Amtsgericht Tiergarten.
09:23Rechts neben dem Tor ist der Posteinwurf.
09:27Eigentlich hatte ich ja noch was vor.
09:29Aber ich will mal nicht so sein.
09:31Danke.
09:48Ich hätte wissen müssen,
09:49dass du mich auf Brautschauern nimmst.
09:51So ein Tag, da sind das A und O.
09:53Und die Kisseljof war doch hinreißend.
09:55Ja, sie war hinreißend.
09:57Aber ich mag es einfach nicht, wenn du mich so anpreist.
10:01Willst du was trinken?
10:02Unbedingt.
10:04Du hast noch gar nichts von deinen aktuellen Fällen erzählt.
10:06Da gibt es nicht viel zu erzählen.
10:08Hallo, ich bin wieder gerne.
10:10Das eine Ehepaar streitet sich um seinen Hund.
10:12Und das andere Ehepaar möchte nicht nach Rosenheim.
10:18Danke.
10:22Rumi, so geht es doch nicht weiter.
10:26Ben hat dich an einem Pharmakonzern geangelt
10:28und du übst dich hier als Paartherapeutin?
10:30Danke, dass du mich nicht mit meinem Ex vergleichst.
10:32Du bist ja tausendmal begabter als er.
10:34Aber er weiß, wie wichtig Kontaktpflege ist.
10:37Papa, ich habe die Kanzlei seit zwei Monaten.
10:39Du kannst nicht erwarten,
10:41dass die Leute von alleine zu dir kommen.
10:42Ich bin blind.
10:48Nee, ohne Scheiß.
10:50Wenn ich das nicht heute noch mache,
10:51wird eine ganze Familie zwangsversetzt.
10:53Nach Rosenheim.
10:56Aber ich muss dir unbedingt noch von diesem Typen erzählen.
10:59Ja, der ist voll süß.
11:02Mailprogramm.
11:03Posteingang.
11:05Du hast eine neue Nachricht von
11:07Erika Müller.
11:09Betreff.
11:10Gruß aus Australien.
11:12Liebe Frau Heiland,
11:15Australien ist atemberaubend.
11:16Ja, das ist ja schön.
11:17Ich werde den Urlaub verlängern
11:19und noch einen Monat ins Landesinnere reisen.
11:22Späti?
11:23Und ich habe mich entschieden,
11:25mir danach eine andere Stelle zu suchen.
11:27Ich glaube, es ist eine Zeit,
11:29dass ich etwas ruhiger werde.
11:31Beste Grüße.
11:33Erika Müller.
11:35Toll.
11:36Frau Müller findet meine Kanzlei auch nicht attraktiv genug.
11:39Rumi, so war das doch nicht gemeint.
11:42Nach sieben gemeinsamen Jahren
11:43kündigt sie per E-Mail.
11:45Ich fass es nicht.
11:46Per E-Mail.
11:48Mama wird dir sicher helfen,
11:49einen guten Ersatz zu finden.
11:50Ich habe ja jemanden.
11:52Frau Holländer?
11:54Ja.
11:55Warum denn nicht?
12:20Schönen guten Morgen.
12:21Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?
12:24Wieso?
12:24Sie haben die Frist verpasst.
12:26Habe ich nicht, ich war da.
12:27Ja, aber nach Mitternacht.
12:29Hä?
12:29Wieso?
12:30In dem Briefkasten ist eine Klappe.
12:33Und die klappt Punkt Null Uhr um.
12:35Und alles, was danach eingeworfen wird,
12:37landet in dem Fach für den nächsten Tag.
12:39Nee, oder?
12:40Doch.
12:41Dass der Kasten eine Klappe hat,
12:42haben Sie aber nicht gesagt.
12:43Habe ich doch?
12:45Hm.
12:46Habe ich nicht?
12:47Haben Sie nicht.
12:49Stimmt, habe ich nicht.
13:05Hier ist er nicht.
13:07Ah, hier ist er.
13:11Heute eingegangen.
13:13Sehen Sie, genau da liegt das Problem.
13:15Er hätte gestern eingehen müssen.
13:17Ist er aber nicht.
13:19Ja, ja, heute ist nicht gestern.
13:20Ich weiß.
13:22Das Problem liegt folgendermaßen.
13:24Meine langjährige Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin
13:27hat in Australien ihre große Liebe gefunden.
13:30Sollte ich auch mal versuchen?
13:31Nein, nicht, dass alle hilfsbereiten Menschen
13:33nach Australien auswandern.
13:36Frau Heiland,
13:38ich kann da leider gar nichts machen.
13:41Sie können sich gar nicht vorstellen,
13:43was für ein Chaos in der Kanzlei herrscht.
13:45Und jeder Weg durch Berlin,
13:47die reinste Odyssee.
13:48Wie in Vorschriften.
13:50Zuerst hält kein Taxi,
13:51weil wahrscheinlich alle denken,
13:52ich winke nur fröhlich in der Luft.
13:53Dann habe ich mich entschieden,
13:54die Bahn zu nehmen.
13:55Aber glauben Sie,
13:56irgendjemand sagt mir,
13:57auf welches Gleis ich muss?
13:58Und in der Bahn
13:59wollte dann so ein Neunmark-Furger Kontrolleur
14:01meinen Schwerbehindertenausweis sehen.
14:03Und den hatten Sie nicht dabei?
14:05Also wo denken Sie denn hin?
14:07Und dann komme ich sage und schreibe
14:1190 Sekunden zu spät.
14:14Ich würde Ihnen ja gerne helfen.
14:16Aber die Briefe sind alle schon abgestempelt.
14:19Und die Stempel von gestern
14:21werden die um Mitternacht zerstört?
14:40Frau Heiland!
14:41Frau Holländer!
14:42Wer nicht aus dem Weg geht,
14:43wird umgerannt.
14:44Sind Sie wieder in Ihr Handy vertieft?
14:45Waren Sie erfolgreich?
14:47Vielleicht.
14:47Vielleicht ja oder vielleicht nein?
14:50Anruf Christian Fuchs.
14:53So vielleicht,
14:53dass ich mir einen Plan B überlegt habe.
14:55Wer wäre?
14:56Nachher abgestellt.
14:58Na gut,
14:59dann gehen wir da gleich mal vorbei.
15:01Wohin?
15:02Zum SEK.
15:03Zum SEK?
15:04Ja,
15:05zum Chef von Herrn Fuchs.
15:07Hui!
15:20Sie meinen,
15:21dieser Brandner lässt mit sich reden?
15:23Ich versuch's.
15:24Ich dachte,
15:24mit so Typen kriegt man nur einen Termin,
15:25wenn man eine Bank überfällt
15:27und Geiseln nimmt.
15:28Das wäre dann Plan C.
15:31Wir sind da.
15:33Dann nehmen Sie mal.
15:34Mhm.
15:41Alles gut?
15:42Sie sehen super aus.
15:43Dann bringen Sie mich bitte zur Tür.
15:45Ja.
15:48Und dann warten Sie hier, ja?
15:52Wieso holen Sie sich nicht einfach einen Blindenhund?
15:58Guten Tag.
16:14Dankeschön.
16:18Alles gut so?
16:19Ja, dankeschön.
16:26Vielen Dank, dass Sie sich so kurzfristig Zeit nehmen.
16:29Ich habe gehört, dass Sie die Einheit ins Leben gerufen haben.
16:32Ja, das ist richtig.
16:35In welcher Angelegenheit vertreten Sie denn Kriminalhauptkommissar Fuchs?
16:39Tragen Sie Uniform?
16:41Ich?
16:42Ja.
16:43Nein.
16:43Schade.
16:44Sonst hätte ich gefragt, ob ich mal anfassen darf.
16:47Ich hege eine heimliche Faszination von Männern in Uniform.
16:50Keine Sorge, ich kann mich beherrschen.
16:54Und wie kann ich Ihnen helfen?
16:56Ja.
16:57Ich habe ein paar Fragen zur Versetzung von Herrn Fuchs.
17:01Zur Versetzung?
17:03Er ist ja erst vor einem Jahr hierher gekommen.
17:05Und da ist es doch eher ungewöhnlich, dass er jetzt schon wieder gehen soll.
17:09Nun ja, Frau Heiland, ich kann nur sagen, dass die Versetzung gute Gründe hat.
17:14Und offen gesagt wundert es mich, dass Kriminalhauptkommissar Fuchs gegen die Versetzung vorgehen will.
17:21Ich hatte ein langes Personalgespräch mit ihm und er war einverstanden.
17:26Vielleicht hat er sich nicht getraut, sich zu widersetzen?
17:30Das weiß ich nicht.
17:32Kennen Sie seine Frau?
17:34Wieso?
17:35Sie können sich vorstellen, dass die Familie vom Umzug nicht gerade begeistert ist.
17:41Das Privatleben meiner Männer geht mich nichts an.
17:57Wer ist besetzt?
17:59Meine Chefin ist drin, aber sie braucht sicher nicht mehr lange.
18:01Und wer ist Ihre Chefin?
18:03Die einzige blinde Rechtsanwältin in Berlin, Romy Heiland.
18:06Schon von ihr gehört?
18:07Nein.
18:09Ich bin Ada Holländer.
18:10Und Sie?
18:11Sina Volkertz.
18:12Was genau machen Sie hier?
18:14Einer von Ihren Kollegen ist ein Mandant von uns.
18:16Aber ich glaube, darüber sollte ich nicht sprechen.
18:18Mann, Mann, Mann.
18:24Lass nicht einpennen hier.
18:27Ja.
18:29Neid halt zu mir.
18:31Warum?
18:32Warum?
18:34Weil Sie einen Riesenfehler gemacht haben.
18:36Wenn das keine Übung gewesen wäre, wären Sie jetzt tot.
18:39Das haben wir schon kapiert.
18:40Wenn Sie es kapiert hätten, wäre es nicht passiert.
18:42Es ist nicht die Verkehrspolizei hier, sondern ein SEK.
18:44Dann geht das endlich in Ihr Spatzenhör.
18:46Wie reden Sie denn mit mir?
18:48Vorsicht, Neid, halt vergessen Sie nicht Ihren Platz.
18:50Lassen Sie ihn los, sofort.
18:52Halten Sie sich da raus, das ist meine Truppe.
18:54Sie vergreifen sich im Thron.
18:56Er hat einen Fehler gemacht, den er im Ernstfall mit seinem Leben bezahlt hätte.
18:59Sollen wir das jetzt hier ausdiskutieren, oder was?
19:01Na los, ziehen Sie sich um.
19:06Ich werde da nicht mehr länger zuschauen.
19:15Frau Holländer?
19:16Hier.
19:17Ich danke Ihnen.
19:18Schönen Tag noch.
19:19Wir müssen noch kurz die Sachen holen.
19:22So.
19:23Und stopp.
19:25Was machen Sie denn hier?
19:27Herr Fuchs?
19:29Ich hatte versucht, Sie anzurufen, aber Sie hatten Ihr Telefon abgestellt.
19:32Ich war gerade bei Ihrem Dienststellenleiter.
19:35Was haben Sie ihm gesagt?
19:37Ich habe ein paar Fragen gestellt.
19:38Wegen Ihrer Versetzung.
19:40Sind Sie bescheuert?
19:41Das ist doch alles scheiße hier.
19:43Ich will Ihre Hilfe nicht.
19:45Es ist aus, okay?
19:46Aus und vorbei.
19:48Bei denen piept es wohl.
19:52Jetzt sind wir wohl gekündigt.
19:56Haben Sie gesehen, ob es irgendwo ein Café gibt?
20:00Da.
20:02Ja, da vorne.
20:06So.
20:10Zwei Euro für die Blöre.
20:12Naja.
20:17Darf der das überhaupt?
20:19Einfach so mir nichts, dir nichts kündigen?
20:22Das Verhältnis zwischen Rechtsanwalt und Mandant ist laut Paragraph 627 BGB ein besonderes
20:28Vertrauensverhältnis und als solches von beiden Parteien jederzeit kündbar.
20:32Ist das nicht krass?
20:33Ich habe mich auch schon mal von einem Mandanten getrennt.
20:35Das kommt vor.
20:36Aber eine Rechnung stellen wir dem schon, oder?
20:38Na sicher doch.
20:40Haben Sie eigentlich mitbekommen, was es in dem Streit ging?
20:43Nicht so richtig.
20:44Auf jeden Fall hat zum Polizeiazubi irgendwie Scheiß gebaut und der Fuchs hat sich voll aufgeregt.
20:49Aber die Polizistin ist auch voll abgegangen, hat ihm gedroht und so.
20:53Zum Glück ist es ja nicht mehr mein Problem.
20:58Polizei.
20:59Nee, das ist ein Krankenwagen.
21:01Trotzdem laut.
21:23Papa hat erzählt, dass Frau Müller gekündigt hat.
21:30Aber mach dir keine Sorgen wegen des Ersatzes.
21:35Ich habe...
21:37Voll lecker, Frau Heiland Senior.
21:42Ah.
21:44Ja, ich habe schon beim ABSV angerufen.
21:49Stell dir vor, eine tolle Frau, die ich doch kennengelernt habe.
21:55Frau Wachs.
21:58Sie ist so engagiert als Rehabilitationstrainerin, dass sie ein Jahr lang mit einer Augenbinde gelaufen ist.
22:06Als Sehende.
22:09Ne, davon habe ich doch nichts.
22:11Na gut, ich muss jetzt los.
22:12Aber ich werde dir diese Frau Wachs vorstellen.
22:15Mama, ich will keine Wachsfrau mit Augenbinde.
22:17Echt?
22:21Auf Wiedersehen, Frau Holländer.
22:22Tschüssi.
22:25Frau Heiland?
22:26Hm?
22:27Also, wenn jetzt Ihre Frau Müller...
22:28Moment.
22:32Rechtsanwältin Romy Heiland.
22:33Guten Abend.
22:34Frau Heiland, Christian Fuchs hier.
22:36Guten Abend.
22:36Oh, Herr Fuchs?
22:38Oh, Herr Fuchs?
22:39Ich...
22:41Ich brauche jetzt doch Ihre Hilfe.
22:42Also, wenn Sie noch dazu bereit sind.
22:44Schatz, ist nicht fertig.
22:46Ja, ja, ich komme gleich.
22:47Herr Fuchs, ich finde das ein ganz schönes Durcheinander.
22:50Ihre Frau kommt, Sie schmeißen mich raus und jetzt soll ich wieder zur Stelle sein?
22:53Ja.
22:55Herr Fuchs, es tut mir leid, Frau Heiland.
22:58Gut, äh, um was geht's denn?
23:04Ich, ich hab einen Polizeischüler von mir angefahren.
23:07Morgen Vormittag soll ich dazu befragt werden.
23:08Ich weiß nicht, was ich denen sagen soll.
23:11War das ein Unfall?
23:12Ja.
23:17Ja, ähm, ja, dann besprechen wir das morgen.
23:21Wann soll ich wo sein?
23:23Zehn Uhr in der Kaserne im Raum 206.
23:27Da treffen wir uns Viertel vor zehn vor Raum 206.
23:32Danke.
23:33Bis morgen.
24:07Was tippen Sie denn da die ganze Zeit?
24:08Gucken Sie auch manchmal nach vorn?
24:10Ja.
24:11Na, ich hab Ihnen noch von diesem Typen erzählt, den ich gut finde.
24:14Ja, ich erinnere mich.
24:16Ah, wir sind da.
24:17Und?
24:18Haben Sie sich inzwischen mal getroffen?
24:20Nee, aber er schreibt immer sofort zurück.
24:24Gefällt Ihnen diese Art von Rieffreundschaft?
24:28Nee, also klar müssen wir uns jetzt bald mal sehen.
24:31Aber ich will warten, bis er was vorschlägt.
24:34Geht mich ja nichts an.
24:35Es ist wichtig, dass er den ersten Schritt macht.
24:37Sonst denkt er noch, ich will einfach nicht, dass er denkt, ich bin...
24:42Sie glauben ja gar nicht, wie oft man nach dem ersten Date absolviert wird, Frau Heiland.
24:46Sie? Sie werden absolviert?
24:47Ja.
24:49Guten Morgen.
24:51Herr Fuchs?
24:52Guten Morgen.
24:54Warten Sie schon lang.
24:55Machen Sie sich keine Sorgen.
24:56Wie geht es Ihnen heute?
24:58Na ja, den Umständen entsprechend.
25:02Zuerst einmal, auch bei einer internen Ermittlung haben Sie grundsätzlich das Recht zu schweigen.
25:08Das ist wichtig.
25:10Ja.
25:11Mir erzählen Sie jetzt aber bitte möglichst ausführlich, was gestern passiert ist.
25:14Ja, gut.
25:18Also nach unserer Begegnung vor Brandners Büro...
25:21Begegnung ist gut.
25:23Frau Holländer, Entschuldigung.
25:25Bitte.
25:26Ich wollte danach nach Hause fahren.
25:28Bin auf dem Parkplatz und das stand da auf einmal.
25:35Und dann?
25:38Wer nicht spricht, den gibt es nicht, sage ich immer, Herr Fuchs.
25:42Ich habe ihn zu spät gesehen.
25:44Ich konnte nicht mehr bremsen und habe ihn angefahren.
25:47Wen?
25:49Ein Polizeischüler von mir.
25:52Wissen Sie denn, ob er nach dem Unfall ansprechbar war?
25:54Wieso fragen Sie das?
25:55Es wäre interessant zu wissen, ob er bereits vernommen wurde.
25:58Keine Ahnung.
26:00Wie heißt er denn?
26:04Mike Neidhardt.
26:06Terminalabkommissar Fuchs.
26:08Sie sind die Anwältin?
26:09Nee, ich bin nur die Assistentin.
26:11Rechtsanwältin Heiland.
26:15Guten Tag.
26:16Mit wem habe ich die Ehre?
26:18Äh, Bernd Stiller.
26:20Freut mich.
26:22Ja, kommen Sie bitte.
26:26Frau Heiland?
26:28Gut.
26:31Herr Kriminalhauptkommissar Fuchs, Sie haben gestern Nachmittag gegen 17.20 Uhr auf dem Parkplatz der SEK-Kaserne den Polizeischüler Mike
26:38Neidhardt mit dem Auto angefahren.
26:40Wie kam es dazu?
26:43Ich weiß ich nicht genau.
26:45Es ging alles so schnell.
26:47Ich bin aus der Parklücke raus.
26:50Plötzlich stand er vor mir.
26:51Wie kann es denn sein, dass Sie ihn nicht gesehen haben?
26:54Vielleicht war ich für eine Sekunde abgelenkt.
26:56Er kam wie aus dem Nichts.
26:58Kriminalhauptkommissarin Volkertz hat ausgesagt, dass es kurz vor dem Unfall zu einem heftigen Streit zwischen Ihnen und der Neidhardt gekommen
27:04sei.
27:04Ja, das war klar.
27:06Gab es diesen Streit?
27:12Gab es einen Streit, Herr Fuchs?
27:15Nein, Sina Volkertz hat ein Problem mit mir. Und das schon seit ich meinen Dienst hier angetreten habe.
27:21Es gab also keinen Streit.
27:23Was glauben Sie? Dass ich meinen besten Schüler absichtlich anfahre? Wollen Sie darauf hinaus?
27:28Gab es einen Streit, Herr Fuchs?
27:29Nein, verdammt!
27:34Frau Volkertz hat sich zu denen gestern bei ihrem Dienststellenleiter Klaus Brandner über Sie beschwert.
27:38Sie beschreibt sie hier, ich zitiere, als einen cholerischen, unkontrollierten Ausbilder, der...
27:44Das ist lächerlich.
27:48Herr Fuchs?
27:50Bitte entschuldigen Sie meinen Mandanten, Herr Stiller.
27:54Was hat denn Frau Volkertz noch gesagt?
27:56Sie sagt, sie sei gestern zum Zeitpunkt des Unfalls ebenfalls auf dem Parkplatz gewesen
28:00und habe gesehen, wie Kriminalhauptkommissar Fuchs ohne abzubremsen direkt auf dem Polizeischüler Neidhardt zugesteuert sei.
28:07Gibt es dafür noch andere Augenzeugen?
28:10Nein.
28:12Aha.
28:15Und haben Sie schon mit Mike Neidhardt gesprochen?
28:18Nein, er war gestern leider nicht vernehmungsfähig.
28:22Hm.
28:23Aha.
28:25Gut.
28:27Wir können jetzt gehen.
28:29Mhm.
28:30Gut.
28:32Es ist hirnlässig.
28:33Es geht jetzt vor allem darum, Nerven zu bewahren.
28:35Aber sie lügt!
28:36Ich glaube Ihnen.
28:38Aber helfen Sie mir zu verstehen, warum Sie in der Volkertz lügt.
28:42Christian, kommst du mal kurz?
28:44Ja.
28:46Wir warten hier auf Sie.
28:48Wo gehen wir hin?
28:49Ins Büro.
28:53Okay.
28:54Tut mir leid, Frau Heidel.
28:55Aber ist doch glasklar, der Fuchs lügt nicht die Volkertz.
28:57Ich habe den Schreib gesehen und ich erinnere mich jetzt an die Namen.
29:00Neidhardt zu mir!
29:01Dann geht mir das endlich in Ihr Spatzen an.
29:03Wie reden Sie denn mit mir?
29:05Der Neidhardt war der, der den Fuchs provoziert hat.
29:07Und die Volkertz war die, die dazwischen gegangen ist.
29:10Das haben Sie sich alles gemerkt.
29:11Ja.
29:12Halt auf hier!
29:12Ah, Achtung!
29:13Bewegung!
29:14Komm, komm, komm!
29:15Neidhardt!
29:17Hast du ihn angefangen?
29:19Christian, ich weiß von dem Streit.
29:20Hast du ihn absichtlich angefangen?
29:22Nein, ich...
29:24Mann, ich schwöre es dir klar aus.
29:25Es war ein Unfall.
29:26Es war ein Unfall, okay?
29:27Bis die Sache geklärt ist, werde ich dich vom Dienst suspendieren müssen.
29:31Mir bleibt keine Wahl.
29:32Sina Volkertz hat dich schwer belastet.
29:34Das kannst du nicht bringen.
29:37Es tut mir leid.
29:38Gib mir deinen Ausweis, bitte.
29:39Du kannst mich doch nicht einfach nach Hause schicken.
29:53Wenn das alles geklärt ist, dann...
29:54Wie soll sich das denn klären?
29:57Das weiß ich nicht.
29:58Das liegt jetzt an dir.
30:05Herr Fuchs?
30:07Könnten wir irgendwo in Ruhe sprechen?
30:09Sie können auch gern nach Dienstschluss in die Kanzlei kommen.
30:14Wir können jetzt reden.
30:16Ich bin suspendiert.
30:18Oh.
30:23Ist das der Parkplatz, auf dem Sie gestern gestanden haben?
30:27Ja.
30:28Die oberen Dienstgrade haben eigene Parkplätze.
30:30Sehr praktisch.
30:36So.
30:38Anni, lieber im Beifahrersitz.
30:40Okay.
30:44Nur wie ich sag, geben Sie mir.
30:47Ich fahre für mein Leben gerne Auto.
30:53Ich bin auch schon mal selbst Auto gefahren.
30:56Natürlich auf einer Teststrecke.
30:58Aber immerhin stolze 130.
31:08Wo ist denn der Unfall genau passiert?
31:11Entschuldigung.
31:12Hier.
31:14Sind Sie genau so aus der Parklücke rausgefahren?
31:17Ja.
31:21Was hatte denn Herr Neidhardt auf dem Parkplatz der oberen Dienstgrade zu suchen?
31:27Was wollen Sie von mir?
31:30Sie sind mein Mandant.
31:31Und ich glaube Ihnen.
31:33Sie hatten Schreit mit dem Neidhardt.
31:34Ich war doch da.
31:35Aber die Ermittler, die werden Ihnen nicht glauben.
31:37Die werden Ihnen noch viel unangenehmere Fragen stellen.
31:40Sie können uns doch nicht für blöd verkaufen.
31:42Und darauf müssen wir vorbereitet sein.
31:44Verstehen Sie das?
31:45Wir sind nämlich auf Ihrer Seite, falls Sie es noch nicht gecheckt haben.
31:48Schluss jetzt!
31:51Mike Neidhardt ist einer meiner besten Schüler.
31:53Ich schätze ihn.
31:55Aber er kann nicht gut mit Autorität umgehen.
31:57Ich habe ihn zu Recht für einen Fehler gemaßregelt.
31:59Aber er ist mir hinterhergelaufen, wollte diskutieren.
32:01Und dann hat er sich vor das Auto gestellt.
32:03Ich dachte, der geht mir aus dem Weg.
32:04Wie?
32:05Mehr kann ich dazu nicht sagen.
32:07Er hat sich ihn vor das Auto gestellt?
32:09Ja, verdammt!
32:11Dann hat er eine Teilschuld.
32:13Wir müssen ins Krankenhaus fahren und mit ihm sprechen, bevor es die Kollegen tun.
32:17Steigen Sie bitte raus.
32:21Raus!
32:23Ist ja schon gut.
32:37Also, Freiland, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, ihn fristlos zu kündigen.
32:41Nee, jetzt möchte ich wissen, was da los ist.
33:04Vielleicht ist ja unser Herr Fuchs wirklich voll der Sadist und quillt ungestört den Nachwuchs.
33:09Vielleicht hat auch der Volkertz ihre eigene Agenda.
33:13Welcher Film ist das nochmal, wo der Serienmörder ein ehemaliger Bulle ist?
33:17Gibt's viele.
33:19Die längste Nacht, das größte Schweigen, Herz aus Stahl.
33:24Sie sind echt gut.
33:26Ja, guck ja auch viel.
33:28Hier.
33:34Hallo, Herr Neidhardt.
33:36Ja?
33:38Wer sind Sie?
33:39Entschuldigen Sie die Störung.
33:40Ich bin Rechtsanwältin Heiland.
33:42Ich vertrete Herrn Fuchs.
33:44Ich bin die Assistentin.
33:45Was wollen Sie?
33:47Ich möchte Ihnen sagen, wie leid es Herrn Fuchs tut, was passiert ist.
33:53Wom kommt er nicht selbst?
33:55Gute Frage.
33:58Sie wissen vielleicht gar nicht, was sich alles ereignet hat, seit Sie hier liegen, Herr Neidhardt.
34:02Es läuft ein internes Ermittlungsverfahren gegen Ihren Ausbilder.
34:06Er ist heute vom Dienst suspendiert worden.
34:08Was?
34:10Warum?
34:10Naja, er hat sie über den Haufen gefahren.
34:13Frau Holländer, wollen Sie...
34:14Nee, ich will nicht draußen warten.
34:18Herr Fuchs sagt, Sie haben sich vor's Auto gestellt, um ihn aufzuhalten.
34:23Setzen Sie sich.
34:26Stimmt das?
34:30Was hat er noch gesagt?
34:31Ehrlich gesagt, nicht viel.
34:32Dem muss man jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen.
34:33Frau Holländer, wollen Sie oder darf ich?
34:37Gut.
34:39Herr Neidhardt, ich verstehe, dass Sie Herrn Fuchs nicht helfen wollen.
34:43Aber bitte helfen Sie mir, damit ich verstehen kann, was vorgefallen ist.
34:46Warum haben die ihn suspendiert?
34:50Sina Volkerts behauptet, er habe Sie absichtlich angefahren.
34:54Sie will es gesehen haben.
34:56Sie war doch gar nicht da.
35:00Sind Sie da sicher?
35:01Na klar, wir waren allein auf dem Parkplatz.
35:03Frau Volkerts lügt.
35:04Er hat immer schon ein Problem mit ihm.
35:09Noch was?
35:12Warum hat sie ein Problem mit ihm?
35:15Er ist der Beste.
35:18Ist er eine aggressive Ausbilder?
35:26Nun ja, Frau Heiland, ich kann nur sagen, dass die Versetzung gute Gründe hat.
35:32Ich danke Ihnen.
35:35So, jetzt können wir gehen.
35:36Sofort.
35:43Gute Besserung.
35:44Danke.
35:56Vielleicht hat der Fuchs Ihnen gedroht.
35:58Der war gestern wirklich krass aggressiv zu Ihnen.
36:02Mhm, vielleicht.
36:03Schon seit?
36:05Mhm.
36:08Ach, haben Sie für Herrn Selige die Rechnung eingeworfen?
36:11Wer war nun gleich Herr Seliger?
36:13Der mit dem geteilten Hund?
36:14Stimmt.
36:15Ja, also die Rechnung habe ich im Prüfkasten gesteckt.
36:18Wenn der unten kein Loch gehabt hat,
36:21muss er eigentlich in Ordnung sein.
36:24Wer könnte das sein?
36:27Schauen Sie mal nach.
36:28Ja.
36:32Sie haben da noch unten was am Mund.
36:34Wo?
36:35Vielleicht.
36:37Links.
36:38Ein bisschen.
36:39Ist weg.
36:40Danke.
36:40Ich muss wirklich gleich los.
36:41Ich habe nämlich noch ein Date.
36:42Ich habe noch ein paar Tage.
36:43Ach, jetzt doch.
36:44Könnten Sie den Rest in den Kühlschrank stellen?
36:46Ess ich später.
36:53Oh, Frau Fuchs.
36:54Kommen Sie doch ein.
36:57Frau Fuchs für Sie.
36:59Oh, Frau Fuchs, guten Abend.
37:00Was kann ich denn für Sie tun?
37:02Warum ist mein Mann suspendiert worden?
37:05Ich denke, der ihn das nicht erzählt?
37:08Also nicht wirklich.
37:09Er hat nur gesagt, es gab einen Autounfall.
37:12Aber das ist doch kein Grund, ihn zu suspendieren.
37:15Ja, dann setzen Sie sich doch mal kurz.
37:17Tschüssi.
37:18Tschüss.
37:24Was ist da los, Frau Heilert?
37:26Um ehrlich zu sein, ich weiß es auch nicht wirklich.
37:36Würden Sie sagen, Ihr Mann ist cholerisch?
37:37Nein, wieso?
37:39Seine Kollegin Sina Volkerts belastet ihn.
37:41Vielleicht zu Unrecht.
37:43Sie sagt, er könne seine Wut nicht zügeln.
37:45Das ist nicht wahr.
37:48Reden Sie mit Klaus.
37:49Klaus?
37:50Brandner.
37:52Sie kennen Klaus Brandner?
37:54Ja, er ist ein sehr guter Freund von uns.
37:56Also der Patenonkel von Jenny.
37:57Das sagen Sie mir jetzt?
38:00Ja, ich wollte ja schon...
38:02Sie kommen zu mir, wenn Sie nicht wollen,
38:04dass Ihr Mann versetzt wird.
38:05Und jetzt kommen Sie zu mir und sagen,
38:07Sie haben direkt einen Draht zum Dienststellenleiter.
38:10Langsam reicht es mir.
38:17Das ist ein sehr guter Freund.
38:46Warum haben Sie mir nicht gesagt,
38:48dass Sie Herrn Fuchs persönlich kennen?
38:50Ich habe es nicht für nötig gehalten.
38:54Wieso sollte er weg?
38:57Hat er sich den Auszubildenden gegenüber problematisch verhalten?
39:01Nein.
39:02Hier herrscht ein harter Ton, okay?
39:05Aber da kotzt man sich einfach mal aus und gut ist.
39:08Im Einsatz werden die Kollegen froh sein,
39:10dass Sie so hart herangenommen wurden.
39:12Sie gestatten, aber es ist eindeutig,
39:13dass Herr Fuchs seine Wut nicht unter Kontrolle hat.
39:17Christian hat es in letzter Zeit nicht einfach gehabt.
39:20Da ist ihm vielleicht mal der Kragen geplatzt.
39:22Aber er ist ein ausgezeichneter Ausbilder, das weiß ich.
39:25Wieso behauptet Frau Volkerts das Gegenteil?
39:32Sie hat Ihnen eine Frage gestellt.
39:37Das sind Interna.
39:39Das kann ich mit Ihnen nicht besprechen.
39:41Und jetzt gehen Sie bitte.
39:43Nein, ich gehe nirgendwo hin.
39:45Ich bleibe so lange, bis mir jemand sagt, was hier los ist.
39:49Was hat Frau Volkerts gegen Herrn Fuchs?
39:58Sie fühlt sich übergangen, weil sie unbedingt nach Rosenheim wollte.
40:02Sie beschwert sich darüber schon die ganzen letzten Wochen bei mir.
40:06Und Christian hat mir geschworen,
40:08dass dieses Normadenleben jetzt aufhört.
40:11Und dass wir jetzt eine ganz normale Familie werden.
40:14Wollte Herr Fuchs nach Rosenheim?
40:18Das ist es.
40:19Er wollte weg und Sie haben es ihm ermöglicht.
40:22Aber wieso?
40:24Jetzt müssen Sie Christian fragen.
40:47Woher wollte er fliehen?
40:49Vielleicht vor der Volkerts.
40:50War die so furchteinflößend?
40:52Ja, nee, aber vielleicht hatten die was miteinander.
40:57Wie kommen Sie darauf?
40:58Na, die ist die einzige Frau in dem Schub.
41:00Mir ist doch naheliegend.
41:02Angenommen, die hat eine Affäre und er hat sie abserviert.
41:04Oder sie ihn.
41:05Das würde doch erklären, dass die es nicht mehr miteinander aushalten.
41:08Liebe und Hass liegen oft nah beieinander, Frau Heiland.
41:10Er ist der Beste.
41:14Jetzt haben Sie mich gerade auf eine Idee gebracht, Frau Holländer.
41:20Wie war denn Ihr Date?
41:22Hat in der letzten Sekunde abgesagt, der Idiot.
41:24Ach, das tut mir leid.
41:26Achtung, Stufe?
41:35Was ist los, Papa?
41:37Das ist gut, mein Schatz.
41:39Kannst du uns mal zwei Minuten allein lassen?
41:42Ich will aber hierbleiben.
41:44Ich finde euer Haus so toll.
41:45Gibst du mir mal eine Tour?
41:47Das ist doch eine richtig gute Idee.
41:49Mach das.
41:50Oder zeig dir doch dein Baumhaus.
41:51Ja.
41:53Ja, cool.
41:55Dana?
41:55Ja, Papa.
41:57Jacke anziehen.
41:58Ja.
42:05Als Ihre Frau zu mir gekommen ist, da hat sie gesagt, Sie hätten ihr versprochen, dass Sie ab jetzt eine
42:12ganz normale Familie werden.
42:15Inwiefern sind Sie denn momentan keine normale Familie?
42:24Herr Fuchs, wir stehen in keinem persönlichen Verhältnis.
42:28Sie können mir alles sagen.
42:29Sie sind frei.
42:39Ich weiß nicht, wie mir das passieren konnte.
42:46Ich habe mich in Mike verliebt.
42:54Deshalb wollte ich ja weg.
42:58Was mache ich denn jetzt?
43:08Sie sind niemandem ein normales Leben schuldig.
43:12Ich habe nie ein vermeintlich normales Leben geführt und finde es auch gar nicht erstrebenswert.
43:18Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf, stehen Sie dazu.
43:44Ich weiß nicht, wie es ist, wie es ist, wie es ist, wie es ist, wie es ist.
43:52Ich habe an dem Tag erfahren, dass Christian weg wollte.
43:57Das war der eigentliche Grund für den Fehler in der Trainingseinheit.
44:03Und für den Streit im Gang.
44:05Auf dem Parkplatz.
44:08Ich konnte nicht fassen, dass er einfach vor mir weglaufen würde.
44:13Deswegen habe ich mich auch vor das Auto gestellt.
44:22Wir waren beide Idioten.
44:25Das können Sie ja jetzt gemeinsam der internen Entwicklung erklären.
44:30Wir machen mal einen Abgang.
44:31Kommen Sie freundern.
44:34Ich, äh...
44:35Danke.
44:38Tschüssi.
44:42Tschüssi.
44:44...we were at the fire, to call for the patch of our world,
44:52to ignore what I'm doing now.
44:58...we gave up to call for the patch of our world,
45:03to leave off what I'm doing now.
45:09...we gave up to the patch of our world.
45:15Stellen Sie sich mal vor, Frau Fuchs hat Blumen geschickt.
45:18Ist ja nett.
45:19Vielleicht ist sie ja froh, dass sie ihn los ist.
45:22Frau Holländer.
45:23Na ja, kann doch sein.
45:24Muss doch schlimm sein, jahrelang mit einem schwul Mann zusammen zu leben.
45:27Was ich nur nicht verstehe, ist, warum sie es nicht geahnt hat.
45:31Vielleicht hat sie es ja geahnt.
45:33War das auch ihr Problem mit ihrem Ex?
45:36Sie haben mehr Fantasien.
45:38Ich weiß ja nicht, sie sagen ja auch nie was.
45:40Das ist auch gut so.
45:43Rechtsanwältin Heiland.
45:44Guten Abend.
45:46Ach, Herr Seliger.
45:48Das ist ja schön.
45:50Ach.
45:52Na dann, dann könnt ihr jetzt auch mal eine Rechnung begleichen.
45:55Grüßen Sie Ihre Frau und natürlich Max.
45:58Die Seliger sind wieder zusammen.
46:00Wegen Max.
46:01Wegen dem Hund?
46:02Ja.
46:03Abgefahren.
46:04Na, ich mach dann mal los.
46:06Frau Holländer, könnten Sie da noch einen Blick drauf werfen?
46:09Oh Mann, Frau Heiland.
46:11Ich hab genug vom Papier für heute.
46:13Und außerdem hab ich ein Date.
46:14Es ist sehr dringend.
46:23Im Ernst?
46:24Wenn Sie wollen.
46:28Ja.
46:29Ist er sie noch da?
46:29Ja.
46:31Aber den Papagei wird euch nicht jeden Tag.
46:33Nein, der Papagei ist nicht Vertragsgegenstand.
46:35Papagei ist freiwillig.
46:37Cool.
46:38Dann machen wir es schriftlich.
46:41Prima.
46:43Sie müssen unterschreiben.
46:44Ja.
46:53Zack.
46:54Dann haben Sie mich jetzt an der Backe.
46:56Dann sehen Sie mich.
46:57Dann sehen Sie mich.
47:12Tschüss.
47:27Untertitelung. BR 2018
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