- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
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00:02:47Ich habe ihn! Ich habe ihn!
00:02:59Ich habe ihn!
00:03:14Ich habe ihn!
00:03:26Siehst du das auch? Ein Jeschka!
00:03:40Das verbrannte Lauf, meine ich!
00:03:45Herrlich, der Duft!
00:03:49Da freut man sich doch schon, dass der Winter bald zu Ende ist!
00:04:21Ich habe ihn!
00:04:26Ich habe ihn!
00:04:39Ich habe ihn!
00:04:43Ich habe ihn!
00:04:44Ich habe ihn!
00:04:58Untertitelung. BR 2018
00:05:17Du musst die Fenster aufmachen. Es ist gar nicht mehr so kalt. Und es riecht so schön nach dem verbrannten
00:05:26Laub.
00:05:32Tag. Tag. Tag.
00:05:45Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag.
00:05:55Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag.
00:05:55Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag.
00:05:56Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag.
00:05:57Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag.
00:06:01Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag. Tag
00:06:26Papa?
00:06:29Papa?
00:06:41Du hast gedacht, ich bin tot, was?
00:06:46Glaubst du, ich mach mich einfach so vom Acker?
00:06:50Ich falle euch noch eine ganze Weile zur Last.
00:06:55Diesen zickigen Schwestern.
00:06:59Und dem knauserigen Staat.
00:07:11Die Hose können Sie anlassen.
00:07:13Nicht nur den Slip, auch die Jeans.
00:07:21So, kommen Sie mal hier rüber.
00:07:28Das sind ja auch noch kalte Hände.
00:07:32Habe ich sie einmal ab.
00:07:35Einatmen.
00:07:39Ausatmen.
00:07:39Ähm, nochmal ein.
00:07:42Luft anhalten.
00:07:44Mein Gott, Ihr Herz rast ja wie wahnsinnig.
00:07:47Ach so.
00:07:48Vielleicht rast es Ihretwegen.
00:07:54Okay.
00:07:55Können wir das nicht mal auslassen, ein Jahr?
00:07:57Ich meine, ich hab da nichts.
00:07:58Für uns kommt jeder dran.
00:08:00Einmal im Jahr.
00:08:02Ob Sie nun Streifel gehen oder so einer wie Sie sind.
00:08:05Auf Streifel könnte ich mir wenigstens mal einen Schnupfen holen.
00:08:09In den letzten Jahren war ich nicht einmal krankgeschrieben.
00:08:15Kommen Sie ruhig zu mir.
00:08:18Ich schreib Sie schon krank, wenn's nötig ist.
00:08:20Ach so.
00:08:23Wie viele Dienstjahre haben Sie jetzt?
00:08:25Uff, zu viele.
00:08:31Ihre Leberwerte sind ja auch ganz passabel.
00:08:33Ja, ich, äh, also ich trinke ja auch nicht.
00:08:37Ne?
00:08:39Alles im grünen Bereich für Ihr Alter, Herr Törner.
00:08:42Was soll denn das heißen für Ihr Alter?
00:08:45Schön brav bleiben, ja?
00:08:46Wissen Sie ja.
00:08:50Rauchen Sie?
00:08:51Nein, nicht.
00:08:53Nicht mehr.
00:08:55Das ist gut.
00:08:56Und wie sieht's aus mit Sport?
00:08:58Ja, schon, also...
00:09:00Ja?
00:09:00Ja, so normal, ja.
00:09:02Möchten Sie einen Termin beim sozialpsychologischen Dienst?
00:09:05Mal ein bisschen Seelenmassage?
00:09:06Wie, wie, wie kommen Sie denn jetzt darauf?
00:09:08Mache ich so einen Eindruck, ja?
00:09:10Also, weil ich mich jetzt hier rausgezogen habe...
00:09:12Sie haben als Kriminalhauptkommissar Anspruch...
00:09:14Nein, nein, nein, nein, nichts Psychologisches.
00:09:16Also, vielleicht mal so eine richtige Massage, ne?
00:09:20Mhm.
00:09:21Oder Luftveränderung vielleicht.
00:09:22Mhm.
00:09:24Also, mal sehen.
00:09:30Solche hat meine Frau auch getragen.
00:09:32Solche da?
00:09:33Mhm.
00:09:33Ah.
00:09:35Ah.
00:09:36Sie verstorben?
00:09:38Ah, ah.
00:09:39Ist quickelwendig.
00:09:41Aber nicht mehr mit mir.
00:09:44Hat sie sich einen Jüngeren genommen?
00:09:46Nee, er ist älter.
00:09:47Also, sieht jedenfalls älter aus.
00:09:53Ziehen Sie mich an?
00:09:54Hier.
00:09:55Ja.
00:09:56Und, Papa, wie sieht's aus?
00:09:58Hast du dich schon ein bisschen eingelebt?
00:10:00Es ist doch nicht schlecht hier.
00:10:01Ja?
00:10:09Ja.
00:10:14Ich muss.
00:10:17Hier für dich.
00:10:19Brauchst du noch was?
00:10:24Ja.
00:10:24Und ich keine Wasserleiche.
00:10:25Die magst du doch nicht.
00:10:27Papa, niemand mag Wasserleichen.
00:10:30Und geh nicht ohne Schal vor die Tür.
00:10:32So, hm?
00:10:39Fick.
00:10:47Das mag ich nicht.
00:10:49Du magst keine Wasserleichen, ich mag keine Erdbeer-Schokolade.
00:10:53Erdbeer.
00:10:54Alles Kunststoff.
00:10:56Reine Chemie.
00:10:57Okay.
00:10:58Okay.
00:11:01Okay.
00:11:14Nur keine Hektik.
00:11:16Ist ungesund.
00:11:26Halten Sie mal hier schon.
00:11:32Hashtun Sie mal hier schon.
00:11:34Ready!
00:11:36Do nuovo.es
00:11:562. Fallen Sie auf
00:11:57Erdbeer.
00:11:57Siluetien.
00:12:04Herr Törner, Sie sind ja wieder überpünktlich.
00:12:08Oder hatten Sie schon Feierabend?
00:12:10Nee, eigentlich bummlich Überstunden ab.
00:12:13Aber dann hat mich die Sehnsucht nach Ihnen so gepackt.
00:12:19Warum haben wir hier nicht so eine schöne Villa?
00:12:23Nee, nicht mit Ihnen zusammen.
00:12:25Könnte man mir ein Schloss schenken.
00:12:27Nee.
00:12:29Sie stehen doch bestimmt um sechs Uhr auf, früh.
00:12:33Um den Tag zu nutzen.
00:12:35Ich versuche so aufzustehen, dass ich pünktlich auf Arbeit erscheine.
00:12:39Ich brauche keine Villa.
00:12:41Das ist nicht so scheinheilig.
00:12:42Sie wollen doch bestimmt auch ein bisschen mehr verdienen, oder?
00:12:47Übrigens, dieses hübsche kleine Anwesen hier
00:12:50verdankt der Verstorbene den Toten hier von Mecklenburg-Vorpommern.
00:12:53Wie?
00:12:54Der Tote führte ein sehr gut gehendes Bestattungsinstitut.
00:12:58Der Täter schreibt Ortskenntnisse gehabt zu haben.
00:13:02Endlich mal wieder ein richtiger Mord.
00:13:04Dieser Mord?
00:13:05Üblich ist ein Unfall.
00:13:07Ausgeschlossen.
00:13:08Grüß dich, Hans.
00:13:09Und Selbstmord?
00:13:11Niemals.
00:13:14Den Toten hat die Ehefrau entdeckt.
00:13:16Sie hat aber Schwierigkeiten, die Tür zu öffnen.
00:13:18Die war nämlich verkeilt und sogar zugeschraubt.
00:13:21Der Hausangestellte Pavel, polnischer Staatsangehöriger,
00:13:24hat ihr dann geholfen, sie zu öffnen.
00:13:25Also, die Tür.
00:13:27Tja, der Schrauber ist natürlich nicht mehr da.
00:13:29Ich meine, ist das Gerät nicht der Täter?
00:13:32Ja, warum hat er denn die Glastür nicht eingetreten?
00:13:36Gute Frage.
00:13:39Durchwechsicherheitsglas.
00:13:40Mhm.
00:13:41Hier.
00:13:43Das Demonstrat wurde bis auf Anschlag gedreht.
00:13:45120 Grad Celsius.
00:13:48Aber so schnell nippelt da keiner ab.
00:13:53Wahrscheinlich ein vorzeitiger Tod durch Herzinfarkt.
00:13:56Aber Mord bleibt Mord.
00:14:01Karl Preußler, 58 Jahre.
00:14:04Ja.
00:14:13Die Sachen sollte man auch nicht in die Spülmaschine tun, oder?
00:14:17Die sollte man nicht mal benutzen.
00:14:19Es sei denn, man verfügt über eine wirklich sehr gute Versicherung.
00:14:26Frau Preußler kommt sofort.
00:14:29Danke.
00:14:33Die lässt uns aber schmoren.
00:14:35Methode.
00:14:36Alles nur Methode.
00:14:44Wir wollten Sie nicht gleich stören.
00:14:47Entschuldigen Sie bitte, ich habe versucht zu schlafen.
00:14:50Zu schlafen.
00:14:51Wir sind von der Kriminalpolizei.
00:14:53Ja.
00:14:54Das sieht man.
00:14:57Sie müssen sich jetzt auch nicht mit Höflichkeitsbekundungen abmühen.
00:15:01Sie machen hier Ihre Arbeit.
00:15:03Und Sie haben keinerlei persönlichen Bezug zu meinem Mann.
00:15:07Ich weiß nicht.
00:15:10Hat man Ihnen schon etwas zu trinken angeboten?
00:15:12Mhm.
00:15:17Scheiße.
00:15:19Scheiße, was ist das noch?
00:15:21Nicht so toll.
00:15:23Dann hilfst du noch Mund-zu-Mund-Beatmung.
00:15:24Na, wir sind Sie ja der Spezialist.
00:15:29Warum mussten wir Sie auch gleich derartig verhören?
00:15:32Verhör?
00:15:32Was denn für ein Verhör?
00:15:34Wir haben noch nicht eine Frage gestellt.
00:15:36Seit wann Herr Preußler tot ist, gibt es keine fünf Minuten Ruhe im Haus.
00:15:42Und hier ist sonst ein so ruhiges Haus.
00:15:44Ich wollte schon wieder ruhig werden.
00:15:48Ich wusste gar nicht, dass man mit Beerdigungen derartig viel Geld verdienen kann.
00:15:52Herr Preußler war fleißig.
00:15:55Ein anständiger Mensch.
00:15:57Wenn du gut bist in deinem Job, dann kann man viel Geld verdienen.
00:16:01Also in meinem Jobberuf ist das definitiv nicht so.
00:16:07Und Sie haben nichts gehört?
00:16:09Aber nein, ich wusste nicht, dass der Chef noch da ist.
00:16:13Ich denke, er arbeitet, aber...
00:16:16Jetzt nicht mehr.
00:16:17Richtig deutsch heisst das, ich dachte.
00:16:20Ja, er war arbeiten.
00:16:22Man kann doch sagen, ich dachte, er wäre arbeiten gewesen.
00:16:26Oder einfach nur so, ich dachte, er arbeitete.
00:16:30Arbeitete.
00:16:31Arbeitete.
00:16:34Arbeitete.
00:16:36Arbeitete.
00:16:37Wie denn jetzt?
00:16:39Ja, so ähnlich.
00:16:41Ja, aber der muss doch da unten geschrien haben.
00:16:44Ein sehr guter Staubsauger.
00:16:46Aber laut.
00:16:53Arbeitete heisst's.
00:16:55Herr und Frau Preußler gehen nicht oft in die Sauna.
00:16:59Die Sauna ist nicht schmutzig.
00:17:02Ich muss sie nicht oft putzen.
00:17:11Aber...
00:17:12Wenn ich heute die Sauna geputzt hätte, dann...
00:17:16Tja, wenn, dann...
00:17:37Nein.
00:17:40Keine Kinder.
00:17:46Wissen Sie, in manchen Ehen, da fehlen Kinder.
00:17:53Wir haben uns nie miteinander gelangweilt.
00:18:00Hm.
00:18:02Wir können auch morgen miteinander reden.
00:18:05Ich will nicht, dass Sie sich nochmal aufregen müssen.
00:18:07Nein, nein, bleiben Sie bitte.
00:18:08Bitte.
00:18:13Mein Mann war eine Seele von Mensch.
00:18:15Er hatte keine Feinde.
00:18:23Es muss eine Verwechslung sein.
00:18:26Ein vollkommen sehnloser Mord.
00:18:33Warum haben Sie eigentlich nichts gehört?
00:18:37Weil meine Musik zu laut war.
00:18:40Und warum war sie so laut?
00:18:44Weil ich den lauten Staubsauger von Anieszka nicht hören wollte.
00:18:53Wie können Sie so eine Frage stellen?
00:18:55Was soll ich machen?
00:18:57Das ist mein Beruf.
00:18:58Ihr Beruf ist ekelhaft.
00:19:01Gibt Schlemmereis.
00:19:07Auch wenn Sie sich das nach fast 30 Jahren Ehe nicht vorstellen können.
00:19:18Aber ich liebe diesen Mann.
00:19:46Ich liebe diesen Mann.
00:19:49...
00:19:49지 Japanese-Pf singen.
00:19:51Ich halte dich.
00:19:53Ich halte dich.
00:19:54Ich halte dir.
00:19:58Ich halte dich.
00:20:02Ich halte dich.
00:20:03Entschuldigung.
00:20:35Und?
00:20:36Öben.
00:20:56Nach 80 Kilometern Fußmarsch in sechs Tagen sind wir in 5.500 Metern Höhe.
00:21:02Am Ziel unserer Wünsche.
00:21:04Glücklich.
00:21:06Wie zum Anfassen nah thront er uns gegenüber.
00:21:09Der Mount Everest.
00:21:11Das Volk der Sherpa nennt ihn Göttin Mutter der Erde.
00:21:17Beim 10-Tage-Track durch Nepal mussten wir schon selber ganz schön ran.
00:21:44Wir sind heute hier, um Abschied zu nehmen von Karl Kreußler.
00:21:56Angesichts seines gewaltsamen Todes, da packt uns die Blut.
00:22:02Und die Angst.
00:22:04Und die Frage, warum.
00:22:08Aber wir wissen auch, dass es sinnlos ist, diese Frage zu stellen.
00:22:13Wir werden keine Antwort bekommen.
00:22:16Wir werden Ihnen diese Frage wohl mitgeben müssen.
00:22:26Was uns bleibt in dieser Entsetzung.
00:22:29Könnten Sie den Verstorbenen gucken?
00:22:31Ich konnte ihn überhaupt nicht.
00:22:33Ist die Erinnerung.
00:22:35Ich komme nur wegen Frau Dammers.
00:22:37Ich gehe zu jeder Beerdigung, auf der Sie spricht.
00:22:40Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
00:22:47Ist das nicht schön.
00:22:49Niemand macht das so schön wie Marianne.
00:22:52Die Liebe, die uns dieser außergewöhnliche Mensch geschenkt hat.
00:22:58Denn Liebe war sein Leben.
00:23:03Der Tod.
00:23:06Gib deine Hand, du schön und zartgebild.
00:23:10Bin Freund und komme nicht zu Strafen.
00:23:15Sei guten Muts.
00:23:17Ich bin nicht wild.
00:23:19Sollst sanft in meinen Armen schlafen.
00:23:23Ich komme nicht hin.
00:23:24Dann gehen wir mal.
00:23:28Ich bin.
00:23:37Oh Gott.
00:23:39Oh Gott.
00:23:40Ich
00:23:40bin. Ich
00:23:42bin. Oh
00:23:47Gott. Ich
00:23:49bin.
00:23:58Pauper, Pauper, servus et humilis.
00:24:08Pauper, Pauper, servus et humilis.
00:24:27Das war's für heute.
00:24:50Hm, Krimelkuchen.
00:24:54Sag mal, Papa, hast du heute noch kein Mittagessen?
00:24:57Wir haben hier eine Überbelegung.
00:25:01Zu viele Kreise, zu wenig Betten.
00:25:05Über das Essen, wenn man das so denken kann,
00:25:08regulieren Sie hier den Rentnerbestand.
00:25:10Ich lasse mich doch nicht vergiften.
00:25:12Du machst mich wahnsinnig.
00:25:14Muss ich mir Sorgen machen?
00:25:16Na, morgens die Milchnubeln, da können Sie ja nichts verderben.
00:25:18Ja, die esse ich.
00:25:20Ich weiß nicht, ich finde es prima hier.
00:25:23Kommt doch ganz schön die Sonne rein, in dein Zimmer.
00:25:26Ja, aber nur nachmittags.
00:25:30Na ja, mein Kram passt ja rein.
00:25:34Was noch übrig ist.
00:25:39Was noch übrig ist.
00:25:41Papa?
00:25:43Du, ich war heute für eine Beerdigung.
00:25:46Rein beruflich.
00:25:49Da hat jemand eine sehr schöne Rede gehalten.
00:25:53Was bleibt von einem Menschen?
00:26:01Richtig, Glück.
00:26:08Du, das geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf.
00:26:11Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin?
00:26:15Müsst du etwa vor mir sterben?
00:26:18Ich bin der Nächste, Jens.
00:26:19Drängel dich nicht vor.
00:26:22Genauso hat Nina auch gesprochen.
00:26:23Genauso.
00:26:25Was ist denn los mit dir, Jens?
00:26:26Du bist doch kerngesund.
00:26:29Du hast die Kinder, du hast mich.
00:26:31Eine Lebensversicherung.
00:26:33Ich will ja nicht sterben.
00:26:35Überhaupt nicht.
00:26:36Ich will einfach nur mal darüber nachdenken dürfen.
00:26:40Was ist daran so schlimm?
00:26:42Kommt, wie es kommt.
00:26:43Ja.
00:26:45Wie zum Beispiel würde meine Grabrede lauten?
00:26:47Und wäre es nicht besser, sie selber zu schreiben?
00:26:50Und zwar schon zu Lebzeiten.
00:26:52Warum soll ich es wild, fremden Menschen überlassen, zu erzählen, wie mein Leben war?
00:26:58Wie ich war?
00:27:02Mach das, mein Sohn.
00:27:04Schreib deine Grabrede.
00:27:06Wenn du das möchtest.
00:27:08Ich werde das nicht tun.
00:27:10Über mich dürfte er sagen, was er wollte.
00:27:12Ich hoffe natürlich, dass es nichts Höfliches ist.
00:27:20Und eine schöne Musik will ich.
00:27:22Du, eine richtig schöne Musik.
00:27:28Partisanen vom Amour.
00:27:30Nein, Quatsch.
00:27:31Nicht so etwas Trauriges.
00:27:32Ich will etwas Optimistisches.
00:27:37Brüder zur Sonne.
00:27:38Ja, fast, Papa. Fast.
00:27:41Du bist nahe dran.
00:27:42Ich gebe dir noch eine kleine Hilfestellung.
00:27:43Und die Farbe ruht.
00:27:44Spielt dabei eine große Rolle.
00:27:45Ja, ja, dann weiß ich's.
00:28:03Sie dachten wohl,
00:28:05ehe die Alte vom Friedhof kommt,
00:28:08da schlage ich noch mal zu.
00:28:10Sie müssen mir das verzeihen,
00:28:12aber so ein Kuchenblech,
00:28:13das war schon immer ein Traum von mir.
00:28:15Wissen Sie, ich bin kein Spitzel.
00:28:18Und ich zeig's ihr auch nicht an.
00:28:20Ich will nur,
00:28:21dass Sie ein Schuldbewusstsein entwickeln.
00:28:24Und wissen, dass ich's weiß.
00:28:29Das Lebensmotto von Jens Hinrichs,
00:28:32in dessen Grab wir heute und hier stehen, war,
00:28:35ein intelligenter Mensch knopft nicht auf Rost.
00:28:38Erlebt mit ihm.
00:28:39Im Laufe seiner,
00:28:40in der reiferen Arbeit.
00:28:42Na du?
00:28:44Wusst du mir zu,
00:28:45oder willst du was zu essen?
00:28:48Ich hab nichts mehr.
00:28:52Du hast recht, natürlich.
00:28:53Irgendwas mit Liebe muss noch rein.
00:28:55Mit Liebe oder Leidenschaft?
00:29:02Ja, bitte.
00:29:07Oh, entschuldigen Sie,
00:29:08ich wollte Sie nicht stören.
00:29:10Sie können sich ruhig umdrehen.
00:29:12Im Schwimmball sieht mich jeder so.
00:29:18Ist Agnetka nicht da?
00:29:20Nein.
00:29:22Ich versuche gerade,
00:29:23die Heizung zu reparieren.
00:29:25Man schwitzt hier zu Tode.
00:29:33Sie gehen oft ins Schwimmbad.
00:29:36Das kann man sehen.
00:29:40Warum hab ich Sie noch nie bei uns unten,
00:29:42beim Schwimmen angetroffen?
00:29:44Ja, das ist Ihr Schwimmbadist.
00:29:47Außerdem, die Bahnen sind mir zu kurz.
00:29:52Was wollten Sie mich eigentlich fragen?
00:29:54Ja,
00:29:57also nein,
00:29:58ich wollte Agnetka etwas fragen.
00:30:01Aber,
00:30:02vielleicht wissen Sie auch etwas davon.
00:30:06Sie hatte doch vor dem Tod meines Mannes
00:30:09als Letzte mit ihm gesprochen.
00:30:12Ich habe es nur von Weitem gesehen.
00:30:15Den gebügelten Anzug hat sie ihm gebracht.
00:30:18Sie wissen nicht zufällig,
00:30:20worum es in Ihrem Gespräch geht?
00:30:22Entschuldigen Sie,
00:30:22aber es interessiert mich generell nicht,
00:30:24was meine Frau mit Ihrem Mann gesprochen hat.
00:30:26nicht normalerweise auch nicht.
00:30:30Aber jetzt will ich schon alles wissen,
00:30:32was an diesem Morgen passiert ist.
00:30:35Fragen Sie Sie selbst.
00:30:37Aber ich weiß nicht,
00:30:38wo Sie jetzt wieder steckt.
00:30:48jetzt wohnen Sie schon so lange bei uns.
00:30:51Und ich weiß nichts über Sie.
00:30:57Ich weiß,
00:30:58welche Musik Sie lieben,
00:31:00weil ich die auch gerne höre.
00:31:06Aber kennen
00:31:07tue ich Sie auch nicht.
00:31:10Ich wollte Ihre Besprechung nicht stören,
00:31:12Frau Preußler,
00:31:12aber wir haben noch einige Gespräche vor uns.
00:31:15Mit Ihnen übrigens auch,
00:31:16Herr Jabl,
00:31:18Jabl,
00:31:18Ihr Name möchte ich auch noch sprechen.
00:31:21Entschuldigen Sie,
00:31:22mein schlechtes Schulrussisch.
00:31:23Ich bin Pole, Herr Törner.
00:31:26Pole.
00:31:28Dieser Pavel ist doch
00:31:30ein ganz netter Bursche,
00:31:31oder?
00:31:33Aber Sie hatten ja wahrscheinlich
00:31:34nur Augen für Ihren Gatten.
00:31:37Wir wollten zusammen alt werden.
00:31:40Jetzt bin ich ohne ihn alt geworden,
00:31:43in einer einzigen Sekunde.
00:31:46Ich hätte nie geglaubt,
00:31:47dass es so wehtut,
00:31:48die Trauer.
00:31:51Wir hatten ja beruflich
00:31:53immer damit zu tun.
00:31:54Die vier Trauerphasen,
00:31:56ich weiß doch alles darüber.
00:31:58Aber das ist so wehtut.
00:32:02Das kann sich niemand vorstellen,
00:32:03der es nicht selbst erlebt hat.
00:32:07Sagen Sie,
00:32:07wer wusste über die speziellen Gewohnheiten
00:32:09hier im Haus Bescheid?
00:32:11Also,
00:32:13lauter Staubsauger,
00:32:14lauter Musik
00:32:15und vor allen Dingen,
00:32:16wann Ihr Mann in die Sauna ging?
00:32:19Niemand.
00:32:20Er hatte keine festen Zeiten.
00:32:23Er ging nur selten.
00:32:26Sporadisch.
00:32:28Wenn es vom Geschäft her passte,
00:32:30er musste doch jederzeit erreichbar sein.
00:32:34Die Sauna.
00:32:35Der einzige Ort,
00:32:36wo der Geschäftsmann sein Handy nicht mitnimmt.
00:32:40Sie müssen mich nur fragen,
00:32:41ob ich alles erbe.
00:32:43Genedige Frau,
00:32:44davon gehe ich aus.
00:32:45Da haben wir doch ein wunderbares Motiv.
00:32:47Ja,
00:32:47das ist nicht das Schlechteste.
00:32:49Jetzt kann ich das Leben so richtig genießen.
00:32:53Das Erbe und die Freiheit.
00:32:56Männer rumschwirren mich wie Motten.
00:33:01Das ist so eine alte Frikatte wie ich.
00:33:06Und wenn Sie verbrennen dafür,
00:33:08kann ich nicht.
00:33:12Sie sind doch eine sehr attraktive Frau.
00:33:14Was sagten Sie?
00:33:18Sie sind doch eine sehr attraktive Frau.
00:33:21Ihr Kompliment ist nicht vollständig.
00:33:23Für Ihr Alter.
00:33:25Es muss lauten,
00:33:26Sie sind doch für Ihr Alter
00:33:28eine sehr attraktive Frau.
00:33:31Ah ja.
00:33:35Was glaubt Ihr Männer denn?
00:33:38Selbst wenn Sie das beste Herz der Welt hätten,
00:33:40Herr Turner,
00:33:42Sie würden noch nie freiwillig
00:33:43mit einer Gleichaltrigen ins Bett steigen.
00:33:45Geben Sie es doch zu.
00:33:48Außer Sie wären 100 Jahre geheiratet,
00:33:52hätten sieben Kinder.
00:33:54Dann kämen Sie vielleicht dann nicht mehr raus.
00:33:59Wie alt ist Ihre Frau?
00:34:02Gibt's nicht.
00:34:04Und Ihre Freundin wie alt?
00:34:06Ich hab keine.
00:34:07Also, nicht so richtig.
00:34:10Und wie alt ist Mrs. nicht so richtig?
00:34:14Ich glaube, die ist knapp unter 30.
00:34:23Wer klug ist, kümmert sich rechtzeitig um den Tod.
00:34:27Ich jedenfalls hab mich damit schon ein bisschen beschäftigt.
00:34:30Ist mir schon aufgefallen.
00:34:32Übrigens, Säge hießen früher Erdmöbel.
00:34:36Es macht ja auch einfach keinen Sinn,
00:34:39so zu tun, als würde man ewig leben.
00:34:40Einfach kindisch.
00:34:42Andererseits, naja, ein bisschen merkwürdig ist das schon.
00:34:45Jetzt hier schon seinen eigenen Säge auszusuchen.
00:34:48Guten Abend.
00:34:49Hardy Jansen mein Name.
00:34:51Sie sind die Herren von der Polizei?
00:34:53Ja, nament.
00:34:54Sehr richtig, samt und seite.
00:34:56Der kostet dann aber auch 9.000 Euro.
00:34:59Also, mit Blumendeko.
00:35:04Schönes Stück.
00:35:07Eine Frage an Sie, Herr Jansen, als den Insider.
00:35:11Sagen Sie, wie findet man ein wirklich gutes Bestattungsunternehmen?
00:35:14Durch Empfehlungen.
00:35:18Empfehlungen?
00:35:19Empfehlungen von Toten?
00:35:26Die Berufsbezeichnung Bestatter ist ungeschützt, leider.
00:35:31Jeder kann sich einen Gewerbeschein holen und in das Geschäft einsteigen.
00:35:36Sogar die Stiftung Warentest hat ja Sargpreise geprüft.
00:35:40Ja, allerdings meine ich, es sollte nicht nur danach gehen, was am billigsten ist.
00:35:43Einen Sarg aus Pappe finde ich persönlich einfach unwürdig.
00:35:48Das ist übrigens Eiche.
00:35:50Bitte.
00:35:53Entschuldigung.
00:35:55Wer erbt den Laden hier eigentlich?
00:35:59Karl Preußler hat in seinem Vermächtnis verfügt, dass der Betrieb an P&G verkauft wird.
00:36:05Einen amerikanischen Konzern.
00:36:08Die Ablösesumme bekommt dann seine Frau.
00:36:10Einige Tochterfirmen gehen an die jeweiligen Geschäftsführer.
00:36:15Amerikanischer Konzern.
00:36:16Und was wird aus ihm?
00:36:18Für mich bleibt alles, wie es ist.
00:36:20Ich werde als Angestellter übernommen.
00:36:23Und der Chef hat dann also gewechselt?
00:36:26Ja.
00:36:28Leider.
00:36:29Entschuldigung.
00:36:31Sagen Sie, wo waren Sie eigentlich?
00:36:33Zur Tatzeit.
00:36:34Ich habe ja mit Frau Marianne damals ein Geschäftsgespräch gehabt.
00:36:42Schöne Frau.
00:36:47Es gibt niemanden, der einen Nutzen hat vom Tode Herrn Preußlers.
00:36:50Glauben Sie mir.
00:36:52Da fällt mir wirklich niemand ein.
00:36:56Sie haben doch hier in Ihrem Betrieb sicher auch gute Grabredner.
00:37:02Sehr gute.
00:37:04Warum sprach dann bei der Beädigung von Herrn Preußler,
00:37:08Marianne Dammerz von der Konkurrenz.
00:37:10Das ist keine Konkurrenz.
00:37:12Die Firma Dammerz, ein alter Familienbetrieb,
00:37:16wurde kurz nach der Wende von Herrn Preußler aufgekauft.
00:37:20Marianne Dammerz ist dort Geschäftsführerin.
00:37:22Ja, sie hält in der Tat die schönsten Grabredner.
00:37:27Das ist ganz klar.
00:37:28Unsere Beste.
00:37:30Ich muss leider.
00:37:33Moment mal.
00:37:34Wo ist mein Kollege?
00:37:38Hinrichs?
00:37:42Kollege Hinrichs?
00:37:45Feierabend!
00:37:58Ah!
00:37:59Mein Gott!
00:38:01Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:04Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:04Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:09Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:21Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:22Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:23Müssen Sie mich so erschrocken!
00:38:24Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:25Müssen Sie mich so erschrecken!
00:38:25Es wird形 architecture gefaltet geradeaus es eine derura,
00:38:25und die du sollst Cir 1500 spieler,
00:38:25Vauchen Sie sich jetzt doch martial.��
00:38:28Challenges你就flüściene will высоту hü Halter hervor.
00:38:41Anni ist eine sehr alte Frau geworden.
00:38:44Und sie ist gestorben, wie sie es sich immer gewünscht hat.
00:38:47Ohne Schmerzen und in Frieden.
00:38:52Bis zuletzt hat sie ihr Strickzeug nicht aus der Hand gegeben
00:38:54und das Garn, aus dem sie schon gestrickt, bereicht sicher mehrmals um den Erdball.
00:39:01Ich bin sicher, einige von euch haben heute Strümpfe von Anni an den Füßen.
00:39:08Erinnert euch, wie es war, bei ihr in der Küche zu sitzen und mit ihr zu plaudern.
00:39:13Es duftete nach Äpfeln.
00:39:17Man muss gut essen, um gut zu leben, das hat sie immer gesagt.
00:39:20Und für jeden hatte sie einen Teller Suppe und ein gutes Wort und einen Schnaps.
00:39:27Und ihr Apfelkuchen war der beste, weit und breit.
00:39:30Hallo.
00:39:33Ihre Hände haben viel geerntet und viel gearbeitet.
00:39:36Viel getröstet, viele Tränen getrocknet.
00:39:39Sie als Kind in den Schlaf gewiegt,
00:39:43während ihre Lieblings-Volksmusiksendung bei voller Lautstärke lief,
00:39:46um die Batterien des Hörgeräts zu schonen.
00:39:51Denkt an Anni, wenn es wieder einmal herrlich nach Äpfeln duftet.
00:39:57Oder einfach...
00:39:58Finden Sie nicht auch?
00:39:59Marianne macht aus jedem Leben ein gutes Leben.
00:40:03Wenn Sie reden hört, da hat man gar keine Angst mehr vorm Sterben.
00:40:08Lasst uns glücklich sein darüber, dass es Sie gab.
00:40:21Das war ein Vorschlag von Frau Preußler,
00:40:23weil ich auf Sie noch warten muss, um die Zeit zu überbrücken.
00:40:26Also, sie hat jetzt noch keine Zeit.
00:40:29Okay, okay, lassen Sie sich nicht stören.
00:40:38Was ist das für eine Geschäftsidee?
00:40:40Ein Schmetterlingsgarten?
00:40:44Woher wissen Sie das?
00:40:46Das weiß ich von Ihrer Gattin.
00:40:48Ach, das sollte wohl ein Geheimnis bleiben.
00:40:51Eigentlich ja.
00:40:54Ich will mich selbstständig machen.
00:40:58Ich möchte auf seine alten dritten Reihen
00:41:00Schmetterlingsparadies machen.
00:41:02Mit Palmen und so.
00:41:06Auch um die Touristen anzulocken.
00:41:10Ein bisschen südliches Flair
00:41:11kann Mecklenburg nicht schaden.
00:41:18Was stören Sie mich denn so an?
00:41:21Die Hosen, die...
00:41:23könne ich irgendwie.
00:41:26Na klar.
00:41:27Ja, meint Sie, ich würde mir so eine freiwillig kaufen?
00:41:30Viel zu auffällig.
00:41:33Ja, die ist von Frau Preußler.
00:41:35Also, von ihrem Mann.
00:41:43Na, der muss es nötig gehabt haben.
00:41:46Wiedersehen.
00:41:47Danke.
00:41:50Ach, sind Sie mir böse, wenn ich jetzt gar keine Zeit für Sie habe?
00:41:54Ich mache noch eine Beerdigung
00:41:56und dann bereite ich noch jemand bei mir im Laden vor.
00:42:00Gesundheit.
00:42:00Entschuldigung.
00:42:01Danach können wir reden, ja?
00:42:02Kommen Sie zu mir?
00:42:04Es tut mir leid, das ist kein Acht-Stunden-Job.
00:42:07Ach Gott.
00:42:09Das ist...
00:42:12Das ist unbenutzt.
00:42:13Ihnen glaube ich alles.
00:42:16Soll ich Ihnen mal verraten, wie man jetzt zu der schönen, warmen Mahlzeit kommen könnte,
00:42:21Herr Törner?
00:42:22Man mischt sich einfach unter die Trauergäste und zack, ist man im Restaurant.
00:42:27Durch die Grabrede, da weiß man ja auch schon, was man sagen muss,
00:42:31falls doch jemand fragen sollte.
00:42:32In welcher Beziehung standen Sie denn zu der Verstorbenen?
00:42:37Greta, gehen Sie mit mir essen?
00:42:40Ja, gern.
00:42:42Aber nur essen, Herr Törner.
00:42:44Nur essen.
00:42:44Also bitte.
00:42:45Ich bin ein Gentleman.
00:42:47Ja, leider.
00:42:57Tag.
00:42:58Tag.
00:42:58Hören Sie zur Trauergesellschaft?
00:43:00Ja.
00:43:00Nein.
00:43:04Operette haben wir gemacht.
00:43:07Messeschlager Gisela.
00:43:09Die Lehrerin Giselas war ich.
00:43:13Na ja, das waren herrliche Zeiten, Anfang der 60er.
00:43:17Da konnten Sie noch nicht mal über den Tisch gucken.
00:43:20Wie bitte?
00:43:22Da war ich so eine Art Rex-Gildo in einer Schulband.
00:43:28Richtig guten Swing haben wir gemacht.
00:43:31Jeden Abend ausverkauft.
00:43:32Hätte ich ganz gerne mal gesehen.
00:43:36Konnten Sie dann bald nicht mehr sehen.
00:43:39Haben uns einfach vom Spielplan gestrichen.
00:43:43Zu westlicher Rhythmus.
00:43:46Ich habe mich dann mit Folklore über Wasser gehalten.
00:43:50Aber jetzt ist Schluss.
00:43:52Jetzt trete ich nicht mehr auf.
00:43:53Wissen Sie, Tobias, ein guter Abgang von der Bühne, das ist wichtig.
00:44:00Und nicht zu spät.
00:44:07Ich möchte was Schönes auf meinem Grab haben.
00:44:11Erdbeeren.
00:44:13Weiß nicht, ob das erlaubt ist.
00:44:18Ihnen rate ich zu einem schönen, gelben, dicken Kürbis.
00:44:25Mein Grab kommt eine Rolle Stacheldraht, damit ja keiner Stiefmütterchen draufpflanzen kann.
00:44:33Das klingt ja nach Weltschmerz.
00:44:35Ach ja, geht mir alles auf den Nerven hier.
00:44:41Ewig Winter, alles trist, alles grau.
00:44:46Mein Gottchen, wo wollen Sie denn hin?
00:44:50Erst mal Kündchen.
00:44:52Und dann nach Kathmandu.
00:44:56Kathmandu?
00:44:57Aber warum denn das?
00:44:59Keine Ahnung.
00:45:01Ist weit weg, fremd und klingt schön.
00:45:06Vielleicht soll ich mitkommen.
00:45:09Ja, ich weiß, ich bin zu alt für Sie.
00:45:13Umgekehrt.
00:45:13Sie sind zu jung für mich.
00:45:23Ich bin noch nicht fertig.
00:45:25Wir können aber trotzdem reden.
00:45:27Ich glaube, ich näher jetzt schon eine ganze Weile hinterher.
00:45:30Heute muss es sein.
00:45:31Jetzt oder nie.
00:45:35Sie sehen gar nicht wie ein Kommissar aus.
00:45:38Sie sind ja mehr so lässig, mehr so wie ein Musiker.
00:45:42Ja.
00:45:43Ich komme Blockflöte.
00:45:45Dritte bis sechste Klasse.
00:45:46Aber bevor Sie das nächste Kompliment vorkraben,
00:45:49muss ich Sie ein paar Sachen über Preußler fragen.
00:45:52Über den göttlichen Karl Preußler.
00:45:55Alles, was ich über ihn weiß,
00:45:56habe ich an seinem Grab gesagt.
00:46:04Kann ich mit nach hinten kommen?
00:46:08Ich hoffe, der Anblick stört Sie nicht.
00:46:10Gehört ja auch zu unserem Leben.
00:46:14Der Betrieb gehört Ihnen Eltern?
00:46:17Ja.
00:46:18Und davor meinen Großeltern.
00:46:20Sogar mein Urgroßvater war Sargtischler.
00:46:23Hm.
00:46:25Ist ja nun mal selten.
00:46:28Familientradition.
00:46:30Bei mir ist das mehr als Tradition.
00:46:33Ich mag diesen Beruf wirklich.
00:46:35Das glaube ich Ihnen.
00:46:37Das hört man.
00:46:40Warum haben eigentlich Ihre Eltern damals an Preußler verkauft?
00:46:45Sie bekamen ein sicheres Gehalt.
00:46:46Es war Ihnen wichtig nach der Wende.
00:46:49Ich habe das verstanden.
00:46:51Heute sind Sie beide pensioniert.
00:46:52Haben sich aus dem Geschäft zurückgezogen.
00:46:55Sie kümmern sich jetzt mehr um Ihren Garten
00:46:57und können auch mal verreisen.
00:47:04Tanatopraxie.
00:47:05Das ist die konservierende
00:47:07und kosmetische Behandlung von Leichen.
00:47:10Ach so.
00:47:13Und wie weit darf man da gehen?
00:47:16Ganz einfach.
00:47:17Der Verstorbene soll friedlich aussehen.
00:47:20Nur Frieden.
00:47:22Nicht mehr und nicht weniger.
00:47:27Aber wenn die dann, die Leiche verbrannt wird,
00:47:30machen Sie sich da auch so eine Arbeit?
00:47:35Ja und, gehört da jetzt der Betrieb?
00:47:36Wieso?
00:47:38Haben Sie nicht richtig zugehört bei Janssen?
00:47:41Einige Tochterfirmen gehen zurück an die jeweiligen Geschäftsführer.
00:47:44Und damals ist eine Tochterfirma.
00:47:47Gesundheit.
00:47:49Entschuldigung.
00:47:50Also noch eine Verdächtige.
00:47:53Das ist ein leichter Frauenüberschuss.
00:47:55Ich habe mir eine simple These gestellt.
00:47:58Reiche Leute werden wegen ihres Geldes umgebracht.
00:48:01Ja.
00:48:02Und deswegen habe ich Agnieszka,
00:48:04Preußlers Putzfrau,
00:48:05in den Fokus meiner Überlegung gesetzt.
00:48:08Sie war bei Preußlers Saunatod vor Ort.
00:48:10Und ihr Mann schuldet Herrn Preußler Geld.
00:48:12Woher wissen Sie das?
00:48:14Das, das weiß ich von, von Johanna Preußler.
00:48:19Wie viel konnte sie leider nicht sagen.
00:48:22Ihr Mann hat es nochmal so nebenbei erwähnt.
00:48:24Aber.
00:48:27Bestattungsinstitut Hinrichs und Co.
00:48:30Entschuldigung.
00:48:31Wir sind ein bisschen überarbeitet.
00:48:40Wir kümmern uns drum.
00:48:43Ja und?
00:48:44Die Witwe hat eine telefonische Morddrohung bekommen.
00:48:50Kommen Sie mit?
00:48:51Ich?
00:48:52Nein, gehen Sie doch ruhig alleine hin.
00:48:54Sie haben doch eh den besseren Trag dorthin.
00:48:56Ich habe noch zu tun.
00:48:59Was machen Sie denn da?
00:49:01Was ist denn das?
00:49:02Ich möchte darüber nicht sprechen.
00:49:03Zeig sie nochmal.
00:49:04Nein.
00:49:09Was ist denn das?
00:49:11Für bei der Bestattung habe ich folgende Wünsche.
00:49:16Erdbestattung, Reingrab, Eichensäug.
00:49:19Und ich wünsche einen weltlichen Redner.
00:49:26Gibt es da einen Frühbuchungsrabatt?
00:49:49Gut, dass Sie endlich da sind.
00:49:52Es war eine verzerrte Stimme am Apparat.
00:49:54Keine Forderung, nur eine Todesandrohung.
00:49:57Dann mich oder weibliche Stimme.
00:49:59Haben Sie sich den festgemacht?
00:50:00Nein, nein.
00:50:00Ich war zu aufgeregt.
00:50:01Ich habe keine Angst.
00:50:03Entschuldigung.
00:50:04Ich werde mal gucken.
00:50:07Aber Sie bleiben noch hier.
00:50:08Immer nachts, meine ich.
00:50:09Moment, ich sowieso nicht.
00:50:10Also wenn hier eine reale Gefahr besteht,
00:50:13dann schicke ich einen Streifenpolizist,
00:50:14der das Haus über war.
00:50:15Nein, das geht nicht.
00:50:16So einen unbekannten, uniformierten.
00:50:18Da habe ich ja noch mehr Angst.
00:50:19Ich brauche jemanden, dem ich vertraue.
00:50:24Ich habe mich aber der Falschütze.
00:50:25Aber wenn mir heute Nacht etwas passiert,
00:50:27dann ist das Ihre Schuld.
00:50:30Das können Sie nicht riskieren wollen.
00:50:33Sie müssen nicht mal jemandem Bescheid geben.
00:50:36Keine Kinder warten auf einen Gute-Nacht-Kuss,
00:50:37keine Frau wartet mit dem Abendessen.
00:50:40Was heißt angriffslustig?
00:50:43Bereiten Sie bitte das Gästezimmer für Herrn Turner vor.
00:50:47Danke.
00:50:49Nein, lassen Sie mal.
00:50:53Tja, also ich werde das gehen.
00:50:57Haben Sie Angst vor mir?
00:51:01Nein, ich weiß nur nicht, was ich Ihnen glauben soll.
00:51:06Wenn Sie jetzt nach Hause kommen,
00:51:07erwartet Sie nur eine Tiefkühlpizza.
00:51:10Bleiben Sie wenigstens zum Abendessen.
00:51:15Jetzt können Sie sowieso nicht mehr nach Hause fahren.
00:51:19Sonst muss ich Sie wegen Alkohol am Steuer der Polizei melden.
00:51:23Ja, dann machen Sie das doch.
00:51:26Dann werde ich in Unehren entlassen
00:51:28und bekommen zum 30-jährigen Dienstjubiläum
00:51:31keine armer Nummer.
00:51:33Und ein Bus fährt hier sowieso nicht.
00:51:35Hier sagen Sie Fuchs und Hase gute Nacht.
00:51:42Da laufe ich.
00:51:46Sehr nett.
00:51:51Das hat sich mein liebster Gut ausgedacht.
00:51:56Weil ich keinen Führerschein habe,
00:51:59kann ich nur mit ihm aus dieser Einsiedelei.
00:52:05Da er oft auf Geschäftsreisen ist,
00:52:07weiß er immer genau, wo ich bin.
00:52:09Zu Hause.
00:52:11Dass die Mädels immer so schlichtes Schulwerk hat.
00:52:25Schätzchen!
00:52:46Schätzchen!
00:52:51Jedenfalls haben Sie sich besser mit meinem Mann verstanden
00:52:54als Ihr eigener Mann mit ihm.
00:52:58Der mochte ihn ja nur aus einem ehrenwerten Grund.
00:53:01Frau Preußler, Sie sind wirklich sehr böse.
00:53:04Aber Sie haben Trauer.
00:53:06Ich muss das Ihnen verzeihen.
00:53:08Moment mal!
00:53:09Frau Johanna.
00:53:11Hm?
00:53:11Was war denn der Grund
00:53:12dieser außerordentlichen Männerfreundschaft?
00:53:15Wofür werden Menschen geliebt, hm?
00:53:17Warum sind Sie so gemein?
00:53:18Pavel hat viel gearbeitet für sein Geld.
00:53:23Sie verstehen mich falsch.
00:53:27Ich achte, Pavel.
00:53:31Und ich fand die Idee mit dem Schmetterlingsgarten sehr putzig.
00:53:37Ich finde es nur absurd,
00:53:39dass man einem Fremden Geld für einen Traum überlässt
00:53:42und während dieser an seinem Traum schuftet,
00:53:45dessen Ehefrau fickt.
00:53:47Absolut nichts wissen Sie von Karl.
00:53:49Und Sie haben ihn nie verstanden.
00:53:51Ich habe ihn so gut verstanden,
00:53:53dass ich all Eure Bums-Eskapaden monatelang erduldet habe.
00:53:57Soll ich Euch mal was sagen?
00:54:01Zurück dicke Wände!
00:54:02Hat das Haus nun doch nicht!
00:54:03Wie kann man einen erwachsenen Mann
00:54:06bloß mit Bärchen betiteln?
00:54:08Einfach geschmachlos!
00:54:16Flittchen.
00:54:43Siehst du, Papa?
00:54:44Da können wir uns nämlich die 20 Euro sparen.
00:54:48Dann müssen Sie nicht diesen Friseus in den Hirn
00:54:50den Rachen schmeißen.
00:54:52Die sowieso nur an dir rumfuschen.
00:54:54Ach, die eine, die hat schon was.
00:54:57Beine bis zum Kinn.
00:55:00Aber ein bisschen Haare schneiden
00:55:01sollte sie schon können, oder?
00:55:07Keine bis zum Kinn.
00:55:08AHHHHH!
00:55:08Pein, pein, pein.
00:55:11Pein, pein, pein.
00:55:19Ouh!
00:55:24Einfach schlafen.
00:55:36Papa, du sahst in letzter Zeit manchmal aus, wie ich bei der Jugend war.
00:55:39Was denn?
00:55:42Du warst der Einzige mit Lederschlips.
00:55:46Den hatte man sonst nur im Westen.
00:55:48Ja, genau.
00:55:49Gelber Lederschlips und rote Samtjakette.
00:55:52Und ich blass wie eine Bäckermütze.
00:55:54Papa.
00:55:55An dem Abend hat mit mir niemand getanzt.
00:55:57Nicht mal die dicke Doreen.
00:55:59Das lag aber nicht an deinem Aufzug.
00:56:01Du bist ja nicht gerade ein Draufgänger.
00:56:04Hast du nicht von mir geerbt.
00:56:06Schade.
00:56:07Mama hat gesagt...
00:56:08Was denn?
00:56:12Ja.
00:56:14Ich verstehe Sie schlecht.
00:56:17Ach, Herr Turner.
00:56:19Ja, das riecht meine Wüste auf Telefon.
00:56:21Ja, da ist dann auch der beste Früchte-Regel nichts.
00:56:23Wenn man abends derartig versagt.
00:56:29Das sind ja spektakuläre Neuigkeiten.
00:56:44Das ist wohl Ihre zweite Arbeitsstelle.
00:56:48Wer bitte?
00:56:50Ist das Ihr zweites Job?
00:56:52Das ist doch nicht verboten, oder?
00:56:55Das Geld reicht trotzdem nicht.
00:56:58Ich kann arbeiten für meinen Traum.
00:57:00Ach, hören Sie mir doch auf mit Ihrer Träumerei.
00:57:03Sie brauchen ja gar nicht weiter rumzueiern.
00:57:06Herr Preusler hat Sie finanziell unterstützt.
00:57:08Wir wissen das längst.
00:57:11Herr Preusler hat mir einen Kredit gegeben, ja.
00:57:14So?
00:57:15Wie viel?
00:57:16Das sage ich nicht.
00:57:17Das brauchen Sie auch nicht.
00:57:18Auch das wissen wir längst.
00:57:19Aber was zu fragen Sie denn?
00:57:20Ich wollte es noch mal aus Ihrem Mund hören.
00:57:24Das wird nicht klappen mit den Schmetterlingen.
00:57:28Unsereins hat nur zu dienen.
00:57:31Das kann es mich sagen, meine Arbeit.
00:57:34Verstehen Sie das?
00:57:35Und dann wollte Herr Preusler sein Geld zurück.
00:57:38Nein.
00:57:40Herr Preusler hat mich immer unterstützt.
00:57:42So?
00:57:42Aus reiner Menschenliebe oder
00:57:44eher als Schweigegeld?
00:57:48Das grenzt ja schon fast an Zuhälterei.
00:57:57Nochmal rette ich Ihnen nicht das Leben.
00:58:20Ich möchte nicht mehr, dass Sie die Hemden meines Mannes bügeln.
00:58:26Das mache ich dann schon selber.
00:58:29Frau Preusler, Sie können uns auch kündigen.
00:58:33Dazu haben Sie recht.
00:58:35Ich bin doch mit der Arbeit von Ihnen beiden
00:58:37immer sehr zufrieden gewesen.
00:58:42Ich gehe schon.
00:58:56Ach.
00:58:58Guten Abend.
00:59:02Ihr Kollege hat der Anderwalt dich im Einsatz?
00:59:07Die angenehmen Aufgaben unseres Berufes versuchen wir immer zu teilen.
00:59:16Darf ich reinkommen?
00:59:17Ja, bitte.
00:59:20Möchten Sie mit Abend, Bruder?
00:59:22Nein, danke.
00:59:23Ich habe alles dabei.
00:59:25Was auch was?
00:59:52Ich habe das gemacht.
01:00:22WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
01:00:39Das war's für heute.
01:00:54Ähm, ja.
01:00:56Jetzt im Mai.
01:00:57Dann finde ich dich für.
01:00:59Kaum.
01:01:04Dieses hier schmeckt ja nicht sehr, sehr gut.
01:01:08Darum sollte man gleich doppelt.
01:01:13Möchtest du noch etwas anderes?
01:01:16Die Terrine musst du nicht probieren.
01:01:22Schmeckt ganz gut.
01:01:23Du bist total versalzen.
01:01:25Du hast einen Jeschka gemacht.
01:01:26Hab ich schon probiert. Kannst du lassen.
01:01:31Was?
01:01:33Na.
01:01:35Aber Kaum.
01:01:37Den kennst du doch.
01:01:40Den hast du mir geschenkt.
01:01:42Ja.
01:01:44Zum Geburtstag.
01:02:22Ja bitte.
01:02:33Ich ähm.
01:02:35Ich ähm.
01:02:35Ich möchte Ihnen sagen, warum mein Mann Geld von Herrn Preußler bekommen hat.
01:02:40Ich muss das jetzt sagen, damit Sie Pawe in Ruhe lassen.
01:02:43Er ist nicht schuldig.
01:02:46Es ist weil...
01:02:48Könnten Sie mir vielleicht mein Jackett rüberreichen?
01:02:57Danke.
01:02:58Es ist so, dass Pawe hat...
01:03:01Moment.
01:03:02Setzen Sie sich doch.
01:03:09Mama.
01:03:11Er...
01:03:11Er arbeitet...
01:03:12Könnten Sie das Mikrofon?
01:03:14Danke.
01:03:17So.
01:03:20Jetzt.
01:03:22Pawe hat ihm Informationen gegeben.
01:03:25Ja.
01:03:26Was für Informationen?
01:03:28Er ist...
01:03:29Alle Tage im Stift und arbeitet im Garten.
01:03:32Und...
01:03:33Wenn dort jemand im Sterben ist, dann weiß er das.
01:03:37Ver...
01:03:38Verstehen Sie?
01:03:39Es geht nicht heute auf morgen.
01:03:42Und...
01:03:42Wenn der Tod gekommen ist, dann...
01:03:44Hat er Herr Preußler angerufen und...
01:03:47Bescheid gesagt.
01:03:49Das war die Information?
01:03:50Ja, das...
01:03:51Das war die Information.
01:03:52Dann ist Herr Preußler gekommen und hat den Toten abholen lassen.
01:03:57Darum liefen Karl Preußlers Geschäfte so besonders gut.
01:04:01Er war immer als Erster am Ball.
01:04:03Ja.
01:04:04Ja, Preußler kümmert sich gut um die An... Angehörige?
01:04:08Angehörigen?
01:04:09Angehörigen, richtig.
01:04:10Die sind ja auch froh, wenn sie so ganz direkt mit dem Toten nichts mehr zu tun haben, weil...
01:04:16Weil der liegt dann lange in Herr Preußlers Kühlkammer.
01:04:20Ja, und für das und alle anderen Sachen.
01:04:23Sarg, Hemd für die Leiche, ähm... Deckengarnituren.
01:04:28Ja, da kann man dann paradiesische Preise erzielen.
01:04:30Ja, aber...
01:04:31Pavel war nicht der Einzige.
01:04:33Herr Preußler hatte viele Informanten.
01:04:36Ähm... Feuerwehr, ähm... Polizisten, ja, und...
01:04:39Rettungswagen, Sanitätsfahrer...
01:04:41Sagen Sie, wäre es Ihnen irgend möglich, dass Sie meine Füße loslassen?
01:04:45Ja, Entschuldigung.
01:05:09Wenn Sie mich intensivieren wollen.
01:05:15Was hab ich dir denn getan?
01:05:34Rückt sich das nicht negativ auf Ihr Liebesleben aus?
01:05:38Immer nur Leichen, immer nur Trauer.
01:05:40Ich bin alleinstehend.
01:05:42Hat das denn Spaß hier?
01:05:46Ja, man wird geliebt.
01:05:48Es kommt einem vielen Dank entgegen.
01:05:50Ich will den Menschen eine schöne Erinnerung geben.
01:05:53Das ist der beste Trost.
01:05:54Das kann doch keine echte Gefühlsbindung sein.
01:05:59Das ist ja doch so eine Art Schauspielerin.
01:06:03Natürlich ist es schöner, wenn einer der Angehörigen selber spricht.
01:06:07Aber das ist schwer, sich ans Grab zu stellen und zu sagen,
01:06:11ich kann kaum sprechen, weil ich so traurig bin, aber ich möchte euch trotzdem sagen, was ich an dem Menschen
01:06:16verloren habe.
01:06:17Das können die wenigsten.
01:06:21Deshalb mach ich das.
01:06:23Man muss viel recherchieren.
01:06:26Es dauert.
01:06:29Schließlich hab ich die meisten Verstorbenen ja nicht persönlich gekannt.
01:06:35Aber Herrn Preußler, den kannten Sie.
01:06:39Sie müssen ja noch ein Kind gewesen sein, als er der Chef Ihrer Eltern wurde.
01:06:44Na ja, ein junges Mädchen.
01:06:49Eigentlich hat mich der Chef meiner Eltern nie interessiert.
01:06:54Wussten Sie, dass er schwer herzkrank war?
01:06:57Nein.
01:06:58Das hab ich nicht gewusst.
01:07:01Die Firma damals gehört Ihnen jetzt wieder?
01:07:04Ja, leider.
01:07:06Jetzt muss ich auch noch diese ganze Buchhaltung machen, diesen lästigen Abrechnungskram.
01:07:10Ich hasse das.
01:07:11Das ist gar nicht meine Welt.
01:07:14Also ich hab Sie ja schon auf verschiedenen Beerdigungen erlebt.
01:07:16Aber bei aller Schauspielerei,
01:07:19Ihre Trauer bei Karl Preußlers Beerdigung,
01:07:22die war echt.
01:07:25Wahrscheinlich war dieser Herr Preußler eine...
01:07:28Wer hat Ihnen diesen Quatsch erzählt?
01:07:32Glauben Sie doch nicht alles, was dieser Schwachgraf Jansen sagt.
01:07:36Er war immer nur eifersüchtig auf Karl.
01:07:38Er konnte nie das Wasser reichen.
01:07:48Herr Turner.
01:07:53Mein Kater ist verschwunden.
01:07:54Zum Frühstück hat man ihn das letzte Mal gesehen.
01:07:56Ich wollte nicht gleich eine ganze Polizeistaffel in den Marsch setzen.
01:07:59Vielleicht können Sie mir beim Suchen helfen.
01:08:00Bitte.
01:08:01Danke, okay.
01:08:02Sie zum See, ich im Wald.
01:08:08Papa!
01:08:15Papa!
01:08:31Papa!
01:09:01Papa!
01:09:05Papa!
01:09:07Papa!
01:09:09Papa!
01:09:16Papa!
01:09:25Du schon wieder.
01:10:00Hinrichs, ich habe Ihren Vater. Hallo, Hinrichs. Ich habe Ihren Vater. Er ist bei mir im Bootshaus.
01:10:14Ist ja ein Zufall, was? Ich... Ich warte. Ich mache mir Sorgen um Jens. Und Sie sind ja jeden Tag
01:10:23mit ihm zusammen.
01:10:24Ja, jeden Tag. Fast jeden Tag. Stellen Sie sich vor, der formuliert schon seine eigene Grabrede. Überlegt, was auf dem
01:10:35Grabstein stehen soll.
01:10:38Na, danke. Such die Musik aus. Das ist doch nicht normal.
01:10:49Ich finde das schon normal. Denkt euch über den Toten nach. Denkt euch über das Leben nach.
01:10:59Hier, bitte. Hallo. Wer bin ich? Was habe ich für ein Leben? Was möchte ich? Was will ich ändern?
01:11:10Denken Sie auch über sowas nach? Kommt schon vor.
01:11:16Und? Wollen Sie was ändern? Wollen schon.
01:11:26Nepal vielleicht. Nepal. Soll schön sein.
01:11:31Ja.
01:11:33Munkt Everest. Kathmandu.
01:11:39Vietnam kenne ich ganz gut.
01:11:42Ah, wirklich?
01:11:43Unser Trupp hat Eisenbahnkräne geliefert und montiert.
01:11:49Wiederaufbau der Sozialistischen Republik Vietnam.
01:11:55Oh Mann, war das Land im Heimer.
01:11:58Es war heiß und schwül und die Suppe lief einem nur so runter.
01:12:02Und wir hatten einen Arsch voll Arbeit.
01:12:08Aber schön war es doch. Aber schön war es doch. Aber schön war es doch.
01:12:16Und ich möchte, das hat die Knef mal gesungen.
01:12:19Da habe ich noch manchmal Rias gehört. Später nicht mehr.
01:12:26Das ist der.
01:12:30Vietnam. Schön.
01:12:33Sie glauben auch jeden Mist, den man Ihnen erzählt. Was?
01:12:36Ah, stimmt nicht. Was? Stimmt nicht.
01:12:39Ich sage immer gut geflungert. Ist fast so wie wirklich da gewesen.
01:12:44Das gibt es doch nicht.
01:12:46Ich war noch nie weiter als bis zur Ostsee.
01:12:50Außer mit dem Finger auf der Landkarte.
01:12:59Mensch, Papa. Ich kann dich mal wieder schimpfen.
01:13:04Du hättest sowieso Kindsinn.
01:13:06Ich gehe nicht zurück.
01:13:07Was?
01:13:08Ich gehe nicht zurück in dieses Leichenhaus.
01:13:12Das ist wie Levence begraben.
01:13:42Ich gehe nicht zurück.
01:13:46Ich gehe nicht zugelassen.
01:13:47по Playstationام Zentrum zuểnbeht.
01:13:47Los researched hin.
01:13:47Ich gehe nicht anulative Zeit.
01:13:49Ich weiß, ich bin dran.
01:13:53Aber könnten Sie heute freundlicherweise die Witwinwache übernehmen?
01:13:58Ja, na klar.
01:14:00Vielleicht kriege ich ja bei ihr noch was Leckeres zu essen.
01:14:06Gestern war das unsere letzte Nachtwache hier bei Ihnen.
01:14:09Ab heute sind Sie wieder mit Pawel und Agnieszka allein im Haus.
01:14:13Die beiden haben mit dem Tod ihres Mannes nichts zu tun, das glaube ich ganz sicher.
01:14:18Vielleicht können Sie Ihnen wieder vertrauen.
01:14:22Ansonsten glaube ich, waren diese Morddrohungsanrufe eine reine Erfindung.
01:14:29Habe ich recht?
01:14:35Merkwürdig ist nur, dass ich das von Anfang an geahnt habe.
01:14:38Und dass ich ihn trotzdem nicht abschlagen wollte.
01:14:45Dann muss ich ab jetzt mit meinem Mann wieder alleine essen.
01:14:53Also, wenn wir hier als Privatperson säßen, würde ich Sie das jetzt ganz bestimmt nicht fragen.
01:15:03Aber wir haben immer noch nicht den Mörder Ihres Mannes.
01:15:07Nur zu. Mit den Wahrheiten. Nur zu.
01:15:12Wussten Sie, dass Ihr Mann ein Verhältnis mit Marianne damals hatte?
01:15:25Man muss ihn schon bewundern.
01:15:30Was der so alles unter einen Hut gebracht hat.
01:15:36Ein erfolgreiches Geschäft, bei dem er jeden Toten der Gegend im Griff hatte.
01:15:43Und dann noch drei anstrengende Frauen.
01:15:48Ein Organisationsgenie.
01:15:54Also, ich muss Ihnen doch eine private Frage stellen.
01:15:59Sie haben das Verhältnis zu Agnieszka geduldet.
01:16:03Und doch jetzt strahlen Sie einen Großmut ihm gegenüber aus.
01:16:07Warum? Warum kein Hass, kein Zorn?
01:16:12Er war gut zu mir.
01:16:15Sicher.
01:16:16Er war auch gut zu anderen.
01:16:19Die bekamen mehr von ihm.
01:16:21Aber in meinem Alter braucht man nicht alles.
01:16:25Manches wird wichtiger.
01:16:28Der Kuss vor dem Schlafengehen.
01:16:31Der Gute-Morgen-Kuss.
01:16:33Das sich freuen, wenn er von langer Geschäftsreise nach Hause kommt.
01:16:36Die erste Umarmung.
01:16:39Das sind meine erotischen Abenteuer.
01:16:43Ein Mann in meinem Alter kann ins Bordell gehen,
01:16:45aber was soll eine Frau machen?
01:16:48Soll ich mir die Haare blond färben und nach Jamaika färben?
01:16:53Also, hier ist Sherry, Frau Johanna.
01:16:56Spitze!
01:17:02Jetzt kommen Sie erst wieder,
01:17:03wenn Sie den Menschen gefunden haben,
01:17:06der meinen Mann umgebracht hat.
01:17:08Abgemacht?
01:17:08Jawohl.
01:17:14Sie sind ja zur Salzsäule erstarrt.
01:17:18Keine Angst.
01:17:20Mehr will ich von Ihnen nicht.
01:17:25Machen Sie auch die Augen zu.
01:17:28Und stellen Sie sich vor,
01:17:29was oder wen Sie wollen.
01:17:34Schöne?
01:17:42Schöne?
01:17:53Schöne!
01:17:55Schöne!
01:18:17Zit!
01:18:24Zit!
01:18:26Und ohne den Akkuschrauber könnt ihr gar nichts beweisen.
01:18:30Der kann zwar die Tür zugeschraubt haben, aber...
01:18:33Das Ganze muss übrigens in einer affenartigen Geschwindigkeit passiert sein.
01:18:38Sonst wäre Päuser doch noch rausgekommen.
01:18:39Meine Frau hätte das sicher nicht geschafft.
01:18:42Aber letztlich, obwohl sie den Akkuschrauber nicht betätigt hat, ist sie die Mörderin.
01:18:48Ein Auftragsmord.
01:18:50Ein sehr persönlicher Auftragsmord.
01:18:54Mit dem Motiv Liebe.
01:18:58Aber Papa, warum sollten die Dammers einen Mann, den sie liebt, von einem Mann, den sie nicht liebt, umbringen lassen?
01:19:06Weil Preußler sie fallen gelassen hat, wie einen heißen Apfel.
01:19:09Heiße Kartoffel heißt das bei uns.
01:19:11Preußler hat die Menschen benutzt und wenn er sie nicht mehr brauchte, hat er sie weggeworfen.
01:19:16Sie scheint der einzige Mensch auf dieser Welt zu sein, der Herrn Preußler nicht den wiederauferstandenen Heiland sah.
01:19:21Nein, fragen Sie Jansen.
01:19:24Und mittlerweile können Sie auch Frau Damals fragen.
01:19:29Seitdem er Agnieszka hatte, wurde Frau Damals nur von ihm gestriffen.
01:19:35Geschnitten?
01:19:37Das auch.
01:20:00Lesen Sie sich aus dem Allerbohr, wo er die Brüche öffnet.
01:20:03Ja, ja, ja.
01:20:05Auf Wiedersehen.
01:20:31Das habe ich Ihnen alles schon hundertmal erzählt.
01:20:34Können Sie eigentlich gar nicht zuhören?
01:20:37Zuhause sein ist kein Alibi.
01:20:39Das weiß ich ja auch.
01:20:42Aber warum soll ich jemanden aus Eifersucht umbringen?
01:20:47Ich habe mit dieser...
01:20:54Mit dieser...
01:20:56Ich habe mit dieser Frau schon lange nichts mehr zu tun.
01:20:59Ach so, ach so.
01:21:00Dafür regen Sie sich aber noch zu sehr auf.
01:21:05Ich weine diesem Menschen, diesem, diesem Preußler, keine Tränen nach.
01:21:09Das will ich gerne zugeben.
01:21:13Aber warum soll ich denn...
01:21:16Sie glauben doch nicht im Ernst, man beseitigt Janes Liebhaber und schon rennt sie in meine Arme zurück.
01:21:23Sie sind doch jetzt Geschäftsführer.
01:21:25Das erhöht Ihre Attraktivität für Marianne Damers.
01:21:29Sie sind doch viel zu alt, Mensch.
01:21:32Doch viel zu alt für die Frau.
01:21:35Ekelhaft.
01:21:36Voll Deibe.
01:21:38Jetzt hören Sie doch auf mit diesen Lächerlichkeiten.
01:21:41Der Mann ist ja...
01:21:42Der war ja viel älter.
01:21:46Aber Ihre Trauer nach dem Tod von Preußler, die war wirklich exzellent gespielt.
01:21:53Ein Kompliment.
01:21:54In Ihrer Branche scheinen ja alle auf der Schauspielschule gewesen zu sein.
01:22:00Aber wir fallen auf Ihre Künste nicht mehr rein.
01:22:07Hier, gucken Sie.
01:22:09Guck.
01:22:12Den haben wir im Saunavorraum im Abfluss gefunden.
01:22:17Aber...
01:22:18Aber...
01:22:19Aber, aber, was aber?
01:22:20Aber ich hab...
01:22:21Aber, aber, aber, was?
01:22:22Aber ich, äh...
01:22:24Reden Sie.
01:22:25Wie kommt der da hin?
01:22:26Wie kommt der da hin?
01:22:27Wie kommt der Knopf da hin?
01:22:28Wie kommt der von Ihrem Mantel...
01:22:30Von Ihrem Mantel in den Abfluss?
01:22:32Hat der Flügel?
01:22:33Hat der Flügel?
01:22:34Reden Sie.
01:22:35Komm, haltet.
01:22:36Ja, ist sie geflogen.
01:22:37Einfach nur geflogen.
01:22:39Rede.
01:22:39Geh stehe.
01:22:40Komm, komm.
01:22:41Na komm.
01:22:42Rede du.
01:22:43Reden.
01:22:43Einfach nur reden.
01:22:45Dann hast du Ruhe.
01:22:46Einfach nur reden.
01:22:48Schlampe.
01:22:49Diese Schlampe.
01:22:50Benutzt.
01:22:52Benutzt hat sie mich.
01:22:54Ich hab einfach...
01:22:55Ich war nur Handlanger.
01:22:57Ihr Handlanger.
01:22:58War ich.
01:23:00Ich war da nur...
01:23:01Ihr Werkzeug.
01:23:05Ist ja gut.
01:23:05Ist ja gut.
01:23:06Ist gut.
01:23:07Also, Mann.
01:23:08Komm, ist ja gut.
01:23:09Ist gut.
01:23:11Ja, ist ja gut.
01:23:13Wir sind alle nur Werkzeuge.
01:23:15Alle.
01:23:18So, und jetzt erzählen Sie...
01:23:19ruhig eins nach dem anderen.
01:23:21Mir war schon völlig klar,
01:23:22dass Sie nicht der wahre Schuldige sind.
01:23:28Es war gut, dass Sie, Mutter und Tochter,
01:23:32in der Stunde des Todes bei ihm waren.
01:23:34Ihr Ehemann und Vater hat es sicher gespürt.
01:23:39Falls ich vor Ihnen sterben sollte
01:23:41und irgendjemand sollte Sie fragen,
01:23:43ob ich jemals etwas geäußert hätte,
01:23:45wie ich mir meine Beerdigung vorstelle,
01:23:46dann sagen Sie doch bitte,
01:23:48er hat gesagt,
01:23:50die sei ihm völlig egal.
01:23:52Sie können ihn verbrennen oder komplett vergraben.
01:23:54Egal.
01:23:55Das Einzige, was für Jens Hinrichs wirklich zählte,
01:23:58war das Leben.
01:24:00Nicht der Teil danach.
01:24:02So gesund, wie Sie leben,
01:24:04mache ich sowieso eher den Abgang.
01:24:06Berühren heißt
01:24:09es fassen,
01:24:11begreifen,
01:24:13den Tod begreifen.
01:24:20So weit weg kann ein Mensch sein
01:24:23und doch für immer noch da.
01:24:32Aber warum,
01:24:33warum haben Sie ihm am Schluss
01:24:35nicht die Wahrheit gesagt?
01:24:38Ihr habt mir doch erzählt,
01:24:39was für ein Despot er in den letzten Jahren war.
01:24:42Wie er euch gedemütigt hat,
01:24:44wie er euch die Liebe entzogen hat,
01:24:46wie er euch unter Druck gesetzt hat.
01:24:49Da, da liegt er jetzt.
01:24:52Ja.
01:24:53Jetzt muss er endlich einmal zuhören.
01:24:57Jetzt kann er nicht mehr widersprechen und lügen.
01:25:02Werft ihm keinen Sand in das schwarze Loch hinterher.
01:25:04Schreit ihm eure Gefühle hinterher.
01:25:07Lasst die Wut raus.
01:25:09Gebt ihm eure Angst mit auf dem Weg,
01:25:11die er euch aufgelastet hat,
01:25:13damit ihr davon loskommt.
01:25:18Schreit es ihm hinterher.
01:25:23Jetzt muss er zuhören.
01:25:48Ihr Ex-Ex Janssen hat uns gestanden,
01:25:52dass Sie ihn überredet haben.
01:25:53Ihr Ex-Ex Janssen hat uns gestanden,
01:25:55das vorletzte Geleitzung.
01:25:56Woher wussten Sie eigentlich,
01:25:58dass Herr Preußler in die Sauna wollte?
01:26:00Er war am Nachmittag bei mir gewesen.
01:26:02Ich sollte seine Rufbereitschaft übernehmen.
01:26:04Er hat mich nur noch wie seine Putzfrau behandelt.
01:26:07Und die Putzfrau wurde seine große Liebe.
01:26:09Oder was er so unter Liebe verstand.
01:26:11Erst hat er meiner Familie den Betrieb weggenommen,
01:26:14und dann hat er mir meine Ehre.
01:26:16Es besteht keine Fluchtgefahr.
01:26:19Meine Herren, gehen wir.
01:26:35Wenn ich Ihnen einen Rat geben kann,
01:26:37Sie sollten sich Ihrem Alter gemäß anziehen.
01:26:39Und wenn ich Ihnen einen Rat geben kann,
01:26:42sollten Sie nie wieder
01:26:43in diesen Trainingshosen zum Abendbrot gehen.
01:26:45Lieber sportlich als lächerlich.
01:26:48Finden Sie meinen Rock zu sportlich?
01:26:58Finden Sie sich auf nichts ein.
01:26:59Das würde ich bei jeder tun.
01:27:12Wo wollen Sie jetzt hin?
01:27:17Also, nicht gleich.
01:27:20Aber nach Kathmandu, ja.
01:27:23Wo man heute alles hinfährt.
01:27:27Ich bin hier nicht viel weggekommen.
01:27:31Stimmt es, dass Agnieszka und Pavel das Haus verrassen?
01:27:35Sie wenig Glück in Berlin versuchen.
01:27:39Berlin.
01:27:43Wenn ich jünger wäre,
01:27:47Pavel geht nach Hause zurück.
01:27:48Nach Posnern.
01:27:49Und ich?
01:27:52Ich werde dieses traurige Trauergeschäft verkaufen.
01:27:56Diesen goldenen Käfig.
01:28:00Dann kaufe ich mir eine Wohnung.
01:28:04Vielleicht in Venedig?
01:28:07Die Stadt des Untergangs?
01:28:10Oder ist das zu kitschig?
01:28:13Ja, Venedig.
01:28:21Riechen Sie das?
01:28:24Ja, draußen.
01:28:29Das ist kein Wintergeruch mehr.
01:28:32Das duftet doch ganz anders.
01:28:36Bald werden Sie es auch sehen.
01:28:40Was haben Sie bloß für eine Nase?
01:28:44Die Sherry riecht so stark.
01:28:46Das ist auch nicht.
01:28:56ward Information weiss.
01:28:59Duft durch.
01:29:00Ich kann dir das zu bellen Mund
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