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KurzfilmeTranskript
00:00Es hat einen Unfall gegeben.
00:01Einen Unfall?
00:02Wann?
00:03Wo?
00:06Wann reden Sie?
00:07Der Wagen mit Frau Bernstein, Frau von Weiden und Herrn Becker
00:11ist in der Kurve am Ende der unteren Bergstraße von der Fahrbahn abgekommen
00:16und hat sich mehrfach überschlagen.
00:19Großes Labor.
00:21Ich will auf jeden Fall ein Abdom-CT.
00:24Danach entscheiden wir auf überhaupt noch aufmachen.
00:27Stabilisieren.
00:284 Milligramm Morphin.
00:34Halt, Sie dürfen hier nicht rein.
00:37Also bitte, das geht wirklich nicht. Sie können hier nicht rein.
00:39Ich kann Sie verstehen, aber es ist...
00:44Es ist meine, es ist meine.
00:47Es ist meine.
01:14Ich bin ein Abdom-CT.
01:17Ich bin ein Abdom-CT.
01:18Day of my life
01:23Hörst du noch, Liebling?
01:25Kannst du mich hören?
01:26Hörst du mich, Helena?
01:28Du musst durchhalten.
01:29Sie werden dir helfen. Die Erste werden dir helfen, nicht wahr?
01:32Wir tun unser Bestes, Herr von Weiden.
01:33Aber der Zustand ihrer Frau ist mehr als kritisch.
01:37Hör zu, du kannst mich jetzt nicht einfach allein lassen.
01:39Wir haben da noch so viel vor.
01:41Unsere Hochzeit.
01:44Hör zu, Helena.
01:46Es hat nie in meinem Leben eine Frau gegeben, die ich so geliebt habe wie dich.
01:50Und jetzt, wo wir uns endlich wiedergefunden haben.
01:53Es tut mir leid, Herr von Weiden, aber wir müssen Sie jetzt bitten, zu gehen.
01:56Ihre Frau hat noch immer starke innere Blutungen und wir.
01:59Es läuft die Zeit weg.
02:01Ja, natürlich.
02:02Natürlich.
02:06Ich liebe dich.
02:08Ich liebe dich.
02:10Entschuldigung.
02:21Wie geht's ihr?
02:22Was sagen die Ärzte?
02:24Sie hat starke innere Blutungen.
02:31Kann ich Sie sehen?
02:34Papa, kann ich Sie sehen?
02:36Äh, äh, nein, nein, die Ärzte haben mich auch gerade rausgeschickt, Sie.
02:41Helena ist nicht bei Bewusstsein.
02:43Wie?
02:45Was heißt das jetzt?
02:46Das heißt, dass die Ärzte alles tun werden, um Helena zu helfen.
02:51Ich begreife immer noch nicht, wie das passieren konnte.
02:55Tobias Becker ist doch ein versierter Fahrer.
02:59Ja.
03:00Weiß man, wie es ihm geht?
03:02Nein.
03:04Aber Nora ist nur leicht verletzt.
03:06Wenigstens eine gute Nachricht.
03:09Ja.
03:12Was haltet ihr davon, wenn wir alle ein paar Schritte gehen?
03:14Ich meine...
03:15Herr von Weiden?
03:16Ja.
03:17Ihre Frau ist aufgewacht.
03:18Kann ich zu ihr?
03:19Ja, kommen Sie.
03:20Ja.
03:33Aber, wie konnte denn das passieren?
03:35Ich kann mir das auch nicht erklären.
03:36Der Wagen muss von der Straße abgekommen sein und dann...
03:40Harald ist schon bei einem Unfall ums Leben gekommen und...
03:44Und jetzt...
03:45Marianne, komm, komm, setz dich erst einmal hin.
03:51Danke.
03:54Wenn Tobias jetzt was passiert ist, ich...
03:56Ich fürchte, das würde ich nicht nochmal überstehen.
04:00Also, soviel ich weiß, ist einer der Frauen schwer verletzt.
04:03Herr Adam hat vorhin mit dem Krankenhaus telefoniert.
04:06Am besten ist, ich rufe selber nochmal in der Klinik an, ja?
04:09Ja.
04:11Hier.
04:14Danke.
04:17Das, was ich da vorher über Tobias gesagt habe, das war nicht...
04:22Ich weiß.
04:24Du hast es nicht so gemeint.
04:52Luisa, was machst du denn hier?
04:55Ich dachte, du wärst schon auf dem Weg zum Hotel.
04:57Es gab einen Unfall.
04:59Wie bitte?
05:00Der Wagen, der Helena zur Trauung bringen sollte, hat sich überschlagen.
05:02Nora saß drin.
05:04Und wie geht es ihr?
05:05Man hat mir unten gesagt, dass nichts Schlimmes passiert ist.
05:07Jetzt warte ich hier auf sie.
05:09Gut.
05:10Und Tobias?
05:11Ich glaube, es ist soweit alles in Ordnung.
05:13Nur Helena ist schwer verletzt.
05:17Und Tobias, wie bei deiner Operation?
05:19Ach, alles in Ordnung.
05:20Es gab keine Komplikationen.
05:21Ich warte nur noch auf ein paar restliche Unterlagen.
05:24Ich bin so froh, dass du da bist.
05:33Ich hoffe, dass dieses Vollstückspiel endlich bald aufhört.
05:35Es wird aufhören, wenn Annabelle uns nicht mehr erpresst.
05:37Ja, aber wir müssen ihr endlich das Handwerk legen.
05:39Wir werden einen Beweis finden.
05:41Wir müssen nur den richtigen Augenblick abwarten.
05:43Warten.
05:43Immer nur warten.
05:44Ich habe es satt zu warten.
05:45Bitte, Simon.
05:46Wir waren uns doch einig.
05:47Ich weiß, du hast recht.
05:52Ich liebe dich.
05:54Ich dich auch.
05:57Ich werde mal nach Tobias sehen, vielleicht.
05:58Lassen Sie mich ja zu ihm.
06:00Grüß Nora von mir.
06:02Besser nicht.
06:03Ich hoffe, sie weiß es zu schätzen, dass du hier bist, nach allem, was passiert ist.
06:14Du wirst sehen, es ist ihm bestimmt nichts passiert.
06:16Es kommt mir so vor, als hätte die Polizei gestern erst angerufen, um mir zu sagen, dass dein Vater einen
06:24Unfall hat.
06:26Und als er dann ins Koma fiel, da habe ich gedacht, ich werde verrückt.
06:30Mama, hör zu.
06:32Dein Vater war von heute auf morgen, war er nicht mehr da.
06:38Ja, er war noch am Leben, aber er war nicht mehr bei mir.
06:43Er war auch nicht mehr bei uns.
06:49Ich habe den Vater so sehr geliebt, Sebastian.
06:55Ich weiß.
07:01Hallo, ihr beiden.
07:05Tobias.
07:29Hallo, mein Schatz.
07:38Ich bin hier bei dir.
07:42Sind wir verheiratet?
07:46Nein, leider nicht.
07:49Stell dir vor, ich habe geträumt, ich hätte meine eigene Hochzeit verpasst.
07:56Ja, von uns beiden ist dann weggelaufen, du oder ich?
08:02Kannst du dich denn gar nicht an den Unfall erinnern?
08:09Ein Unfall?
08:14Auf dem Weg zur Trauung ist euer Wagen von der Straße abgekommen und hat sich überschlagen.
08:23Was ist denn mit Noah und Tobias?
08:27Noah ist nur leicht verletzt.
08:29Und wie ich gerade gehört habe, Herr Becker auch.
08:33Gott sei Dank.
08:35Dann hatten wir Glück im Unglück.
08:42Ja, das hatten wir.
08:45Und du wirst sehen, in ein paar Tagen geht es dir auch wieder besser.
08:54Ich bin so froh, dass du wieder bei mir bist.
08:59Eben als du da so gelegen hast.
09:01Hey.
09:04Ey, ich...
09:06Ich lasse dich nicht allein.
09:09Du bist doch völlig hilflos ohne mich.
09:13Und denk ja nicht, dass du dich vor der Hochzeit drücken kannst,
09:17wenn ich erst wieder mal fit bin.
09:20Was hast du?
09:22Ich...
09:22Was hast du?
09:23Ich weiß nicht.
09:25Ich habe irgendwo den Wagen verdorben.
09:31Wenn sie meine Frau heute schmerzen,
09:32Sie bekommen jetzt ein starkes Schmerzmittel.
09:44Dann können Sie sich etwas auswählen.
09:56Ich kann es mir auch nicht erklären.
09:59Ich weiß nur, dass ich auf die Bremsen getreten habe.
10:03Und dann...
10:05Da ist nichts passiert.
10:08Sie haben nicht funktioniert?
10:12Das war wie bei Glatteis auf der Straße.
10:15Der Wagen hat überhaupt nicht reagiert.
10:17Und dann...
10:18Dann habt ihr euch überschlagen.
10:20Ja, es...
10:21Es war furchtbar.
10:24Nora von Weiden konnte sich ziemlich schnell aus dem Auto befreien.
10:29Aber Frau Bernstein...
10:33Ich habe versucht, ihr zu helfen, aber...
10:36Sie war eingeklemmt.
10:38Ich bin gar nicht zu ihr gekommen.
10:39Und sie hat auch so stark geblutet.
10:42Ich hatte das Gefühl, es dauert Stunden, bis Hilfe kommt.
10:48Und wie geht es ihr jetzt?
10:50Ich weiß es nicht.
10:51Sie ist auf der Intensivstation.
10:53Oh Gott, an ihrem Hochzeitstag.
10:54Wie furchtbar.
10:58Vielleicht hätte sie sich besser einen anderen Fahrer genommen.
11:03Tobias, das ist doch Unsinn.
11:05Du bist nicht schuld an dem Unfall.
11:07Die Bremsen haben nicht funktioniert.
11:10Das hast du doch gerade gesagt, oder?
11:14Niemand ist schuld an diesem Unfall.
11:18Musst du schon los?
11:19Ja, sorry, aber...
11:21Der Kurierdienst wartet.
11:23Sagst du, Eva, bitte Bescheid, dass es...
11:25Tobias gut geht?
11:26Das mache ich.
11:28Tschüss.
11:29Tschüss.
11:30Kann es sein, dass ihr euch...
11:32wieder ganz gut versteht?
11:34Ja.
11:37Tobias, es ist wunderbar, dass du...
11:40gesund wieder bei uns bist.
12:03Böse?
12:04Tut mir leid, ich bin's nur.
12:07Was ist denn hier in Ruhe?
12:08Ja, du hast bestimmt jemand anderen erwartet.
12:11Ich hätte es zumindest gehofft.
12:14Aber wer weiß, wozu es gut ist.
12:16Ich meine, mein neuer Halsschmuck gibt ja nicht sehr viel hier.
12:25Wie geht's dir?
12:28Ich lebe.
12:31Der Arzt hat gesagt, du hättest einen Schock erlitten.
12:34Wie würdest du dich denn fühlen,
12:35wenn direkt neben dir im Autofrag jemand eingeklemmt ist?
12:41Eingeklemmt.
12:43Die Sanitäter mussten Helena befreien.
12:45Sie hatte sehr starke Schmerzen.
12:48Das tut mir so leid.
12:50Frau Müller, bitte auf die Kreativierung.
12:52Ich bin jedenfalls froh, dass es dir gut geht.
12:55Wirklich?
12:56Ja, wirklich.
12:57Und jetzt lass uns doch rausgehen.
12:58Ich ruf uns ein Taxi.
13:00Warte mal kurz.
13:03Sitz ich mal hin, Mutter.
13:09Es tut mir leid, dass wir uns gestritten haben.
13:12Wir haben uns nicht einfach nur gestritten.
13:14Ich wollte nicht, dass es so weit kommt zwischen uns wegen Simon.
13:17Eigentlich wollte ich nicht mehr darüber sprechen.
13:21Kannst du mir denn verzeihen?
13:23Was erwartest du von mir?
13:25Du hast Annabelle's Erpressung ausgenutzt.
13:28Und dich hinter meinem Rücken an Simon rangemacht.
13:31Obwohl ich Todesängste wegen ihm ausgestanden habe.
13:35Du wusstest ganz genau, dass ich nicht aufgehört habe, ihn zu lieben.
13:39Ich liebe ihn aber auch.
13:42Tut mir leid.
13:43Das hat einfach keinen Sinn.
13:45Ich hätte auch im Autowrack eingeklimmt sein können, aber es interessiert dich ja im Dreck.
13:48Ich bin sehr froh, dass du es nicht warst.
13:51Aber wir können nicht da weitermachen, wo wir aufgehört haben.
13:55Du bist meine Schwester.
13:58Jedenfalls auf irgendeine Art und Weise.
14:01Aber wir können nicht so tun, als wir mehr Freundinnen wären.
14:05Nicht mehr.
14:11Ich bin jedenfalls froh, dass wir wenigstens mit ihm wieder an einem Tisch sitzen können, ohne zu streiten.
14:17Ja.
14:19Ich hoffe, das bleibt auch so.
14:22Wieso? Ich dachte, ihr hättet euch ausgesprochen.
14:24Naja, so kann man das nicht nennen.
14:27Aber wir sind einen Schritt aufeinander zugegangen.
14:30Du glaubst, er wird das mit uns nie wirklich akzeptieren?
14:36Ich weiß es nicht.
14:39Auf jeden Fall hätte ich mir gewünscht, er wäre noch ein bisschen geblieben.
14:43Vielleicht wollte er uns auch einfach nur allein lassen.
14:46Nein, das glaube ich nicht.
14:53Dir geht dieser Unfall nicht aus dem Kopf?
14:59Immer wieder sehe ich diese Kurve vor mir.
15:01Ich bin sie schon so oft gefahren.
15:04Natürlich habe ich versucht zu bremsen, wie immer an dieser Stelle.
15:08Aber wie hätte denn das funktionieren sollen, wenn die Bremsen kaputt sind?
15:14Was, wenn sie nicht kaputt waren?
15:17Ich meine, vielleicht bin ich dann schuld, dass Frau...
15:22Tobias, so etwas darfst du nicht denken.
15:24Du machst dich ja verrückt.
15:27Du hast ja recht, aber ich könnte es mir nie verzeihen, wenn Frau Bernstein...
15:32Frau Bernstein wird wieder gesund werden.
15:35Sie ist in der Klinik in guten Händen.
15:37Es wird ihr in ein paar Tagen schon wieder besser gehen.
15:39Du wirst es sehen.
15:51Was ist?
15:53Kann ich endlich zu ihr?
15:55Ich fürchte, es geht gerade nichts.
15:57Sie hat starke Schmerzen, der Arzt ist bei ihr.
15:59Gibt es Neuigkeiten?
16:02Wie geht es, Frau Bernstein? Können wir Sie sehen?
16:05Ich würde gerne mit Ihrem Vater unter vier Augen sprechen.
16:08Warum das denn?
16:10Komm, Bissi.
16:11Lass uns ein bisschen frische Luft schnappen.
16:14Wir können sicherlich später zu Helena.
16:26Was ist los? Warum tun Sie so geheimnisvoll?
16:28Vielleicht setzen wir uns besser.
16:30Sagen Sie mir einfach, was Sie zu sagen haben, okay?
16:34Ihre Frau, ich meine, Frau Bernstein, hat viel Blut verloren.
16:39Das sagt sie bereits.
16:41Die verminderte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung hat ein Polytrauma verursacht.
16:46Ein Polytrauma? Was heißt das?
16:49Es ist zu spät, Herr van Weiden.
16:53Was ist zu spät? Ich verstehe Sie nicht.
16:55Der Zustand, in dem sich Ihre Frau befindet, ist inzwischen irreversibel.
16:59Ihre Nieren haben bereits versagt und...
17:01Moment, Moment, Moment. Ich verstehe Sie nicht.
17:03Moment. Es tut mir sehr leid, aber sie wird es nicht schaffen.
17:26Hey.
17:27Hi.
17:30Tobias ist nach Hause gekommen.
17:32Es geht ihm gut.
17:34Gott sei Dank.
17:35Und?
17:37Was und?
17:38Ja, was hat er gesagt?
17:40Na, da fragst du ihn am besten selbst.
17:42Mama ist gerade bei ihm.
17:44Ich muss in die Firma.
17:48Du kannst einfach nicht über deinen Schatten springen, oder?
17:53Ich weiß, dass es nicht leichtwürdig ist.
17:56Die Erinnerung an den Unfall deines Vaters und...
17:58Für Mama ist es bestimmt auch nicht leicht.
18:00Ja, das glaube ich auch.
18:04Aber solche Sätze aus deinem Mund?
18:07Ich weiß, dass ich ein selbstgerechter Idiot war.
18:09Ja, so hart würde ich das vielleicht nicht formulieren.
18:13Aber im Grunde gibst du mir recht.
18:15Als Mama Tobias geküsst hat, bin ich irgendwie ausgerastet.
18:19Marianne und Tobias haben in schlimmen Zeiten gegenseitig Halt gesucht.
18:23Und ihn gefunden, so wie es aussieht.
18:25Ja.
18:28Ich habe mich unmöglich benommen.
18:30Vielleicht, weil ich meine eigene Beziehung nicht auf die Reihe gekriegt habe.
18:34Du vermisst Lissi, oder?
18:37Hm.
18:38Sie und Maike.
18:40Unsere Nähe, unsere Freundschaft.
18:43Ich habe alles kaputt gemacht, Eva.
18:45Hm.
18:46Die richtige Erkenntnis zur richtigen Zeit ist doch schon ein guter Anfang.
18:56Was wollen Sie mir eigentlich erzählen?
18:58Ich habe gerade mit meiner Frau gesprochen.
19:00Sie ist wieder bei Bewusstsein, verstehen Sie?
19:02Das hat leider gar nichts zu sagen.
19:04Was hat nichts zu sagen?
19:05Jetzt hören Sie mir mal gut zu.
19:06Meine Frau stirbt nicht, ja?
19:08Falls Sie das meinen.
19:09Weder jetzt noch hier.
19:11Und wenn Sie meiner Frau nicht helfen können, dann werde ich Mittel und Wege finden.
19:15Verstehen Sie?
19:15Ich kenne die besten Ärzte der Welt, ja?
19:17Glauben Sie mir, die werden Ihrer Frau auch nicht helfen.
19:19Ich glaube Ihnen überhaupt nichts mehr.
19:21Gar nichts, verstehen Sie?
19:22Richard.
19:22Nichts.
19:23Es tut mir sehr leid.
19:25Ja, mir auch.
19:38Sie darf nicht sterben.
19:42Sie darf nicht sterben.
19:45Richard, geh zu ihr.
19:50Sei bei ihr.
19:55Als Viktoria damals.
20:01Es war das Schlimmste für mich, dass ich mich verabschieden konnte.
20:09Nutzt die Zeit, die euch bleibt.
20:13Nutzt sie.
20:35Nura, da bist du ja.
20:37Ich sollte gerade zu dir ins Krankenhaus kommen.
20:39Hallo.
20:41Nur wenigstens ein Mensch, der sich für mich interessiert.
20:44Danke, Herr Adam.
20:45Ich komme schon zurecht.
20:46Schön, Sie hier bei uns zu haben, Frau von Weiden.
20:50Wolltest du nicht zur Kur fahren?
20:51Ja, aber dann überschlugen sich die Ereignisse.
20:54Vielleicht nur die.
20:56Was ist denn mit deinem Hals?
20:59Schick, oder?
21:00Das ist nur ein schleudertrauma.
21:01Halb so schlimm.
21:03Halb so schlimm.
21:04Ich bitte dich.
21:05Ich bin so erleichtert, dich zu sehen.
21:09Keine Ahnung, warum ich dir das glaube, aber wahrscheinlich willst du ihm glauben.
21:13Nura, du bist meine Tochter.
21:15Ich habe mir so große Sorgen um dich gemacht.
21:19Wie konnte jetzt dieser schreckliche Unfall noch passieren?
21:21Keine Ahnung.
21:23Ich schätze, Tobias ist jetzt erstmal sein Floreschein los.
21:26Wie geht es denn, Becker, denn?
21:28Du willst doch nicht wirklich wissen, wie es unserem Hausmeister geht.
21:31Bitte sei jetzt nicht sarkastisch.
21:33Ich hoffe, er hat keine schlimmen Verletzungen davongetragen.
21:36Es geht ihm gut.
21:38Im Gegensatz zu Helena.
21:39Das war es doch, was du wissen wolltest, oder?
21:41Ich weiß nicht, was du meinst.
21:42Ich bitte dich, du musst mir noch nichts vormachen.
21:45Wenn du eine Möglichkeit gefunden hättest, die Hochzeit zu verhindern, dann hättest
21:47du es getan.
21:48Das macht mich wirklich traurig, dass du so über mich denkst, aber das werde ich wohl
21:52dich ändern können.
21:55Helena ist schwer verletzt.
21:57Die Ärzte ringen um ihr Leben.
22:00Die Ärmste.
22:11Herr Delbrück, ich bin's.
22:14Gute Arbeit.
22:23Jetzt verschlafe ich auch noch unsere Hochzeit.
22:27Wir hätten es noch pünktlich schaffen können.
22:33Gute, ich erst mal ausnehme es.
22:35Ja.
22:37Nur ganz kurz.
22:46Hallo.
22:48Hallo, Lissi.
22:53Sie schläft jetzt.
23:00Papa, was hat der Arzt vorhin gesagt?
23:03Warum sollten wir rausgehen?
23:11Was hältst du davon, wenn wir einen Spaziergang machen?
23:14Ja, gut.
23:18Mich home.
23:19Gott.
23:31Herr Delbrück, wir sehen uns im Schöne.
23:32Machampum.
23:35Machampum.
23:35bestricht.
23:35Sie schläft.
23:48Weißt du noch, als wir damals auf Mamas Befund gewartet haben?
23:53Der Park bei dem Krankenhaus sah genauso trostlos aus wie dieser hier.
23:59Ich fühle mich genauso hilflos wie damals.
24:04Kannst du mir sagen, warum?
24:11Helena hat sehr viel Blut verloren.
24:13Dann müssen die ihr Blut geben.
24:15Haben die keine Blutkonserven oder was?
24:17Dann kriegt sie meins.
24:20Wenn das so einfach wäre.
24:22Wieso ist es denn daran schwer?
24:24Was hat denn der Arzt gesagt?
24:26Helena hatte eine Art Schock.
24:29Lebenswichtige Organe haben versagt.
24:31Was?
24:32Sie sah doch eben noch ganz gesund aus.
24:35Sie können Helena nicht mehr helfen.
24:37Das kann doch überhaupt nicht sein.
24:40Lissi, wir müssen akzeptieren, dass Helena nicht überleben wird.
24:44Das ist doch sehr, sehr, sehr leicht.
25:17Hallo. Ich hoffe, dich hat niemand auf dem Weg hierher gesehen.
25:20Ich habe aufgepasst.
25:22Wie geht es, Nora?
25:23Ich glaube, es ist schlechter, als sie zugibt.
25:26Hat sie irgendwelche Verletzungen?
25:28Zum Glück nur leichte. Ich habe das Gefühl, der ganze Unfall hat sie ziemlich mitgenommen.
25:34Du machst dir Sorgen, hm?
25:35Nein. Nein, damit habe ich ein für alle Mal aufgehört.
25:38Ah, verstehe. Merkt man auch, du wirkst so richtig sorglos.
25:44Ja, Nora muss ihre Probleme alleine lösen.
25:46Jetzt, wo du es sagst?
25:47Es ist doch immer dasselbe. Weißt du, sie lügt und betrügt mich und am nächsten Tag sind wir die liebste
25:51Schwester in der Welt.
25:52Das war dir auch lange. Gut, in letzter Zeit eher selten.
25:54Aber so lasse ich nicht mehr mit mir umgehen.
25:56Das ist auch richtig. Und soll ich dir sagen, warum?
25:59Weil ich sonst derjenige wäre, der es nicht mehr zulassen würde.
26:02Dann sind wir uns ja einig. Nora wird schon klarkommen.
26:07Und so ein Schleudertrauma hat noch niemanden umgebracht.
26:13Schleudertrauma?
26:14Ja, der Arzt sagte, sie hätte einen Schock, aber auch das geht vorbei.
26:20Das klappt ja schon ganz gut, findest du nicht?
26:23Was?
26:24Das mit dem Nora ignorieren und sich keine Sorgen mehr um sie machen.
26:31Wenn du willst, kann ich ja nachher mal nach ihr sehen.
26:36Aber nur kurz.
26:37Ganz kurz.
26:39Danke.
26:40Ich liebe dich.
26:41Ich weiß.
26:58Das ist nicht fair.
27:01Das ist einfach nicht fair.
27:04Vermutlich nicht, nein.
27:07Aber ich fürchte, das Schicksal kennt solche Begriffe wie Fairness nicht.
27:11Wahrscheinlich nicht.
27:12Sonst würde sich das Scheiß Schicksal ja nicht immer die gleichen Menschen aussuchen.
27:21Ich hätte nicht gedacht, dass ich meine Frau an deiner Seite so lieb gewinnen könnte.
27:28Meinst du wie deine Mutter?
27:32War ja auch ein ganz besonderer Mensch.
27:35So wie du.
27:39Sie war die mutigste Frau, die ich kannte.
27:42Und Helena ist die Erste, die ihr das Wasser reichen kann.
27:51Jeder Augenblick ist der Letzte.
27:55Das hat sie mal gesagt, als es mir nicht gut ging.
27:58Sie meinte damit, dass jeder Tag, jeder Augenblick, jeder noch so klitzekleine Moment unvergänglich und einmalig sind.
28:13Deshalb müssen wir jeden Augenblick genießen.
28:18Jeden einzelnen Moment, den wir zusammen sind.
28:33Weiß ich's schon?
28:49Müssen wir sie ihr denn unbedingt sagen, Papa?
29:03Er, ich mag es.
29:08Ich weiß, dass ich dich.
29:32Nein, es war.
29:48Ich wollte schon eine Suchanzeige noch euch aufgeben.
29:52Entschuldige, wir waren spazieren.
29:57Ich wollte euch nur ein schlechtes Gewissen machen.
30:01Um ehrlich zu sein, habe ich bis eben geschlafen.
30:07Lissi, ich freue mich, dass du auch da bist.
30:10Guck mal, wir haben dir Blumen mitgebracht.
30:13Wie schön. Meine Lieblingsblumen.
30:19Ach, ich, ich, ich muss dir auch was geben.
30:24Meine Ohrringe?
30:27Ja.
30:30Erinnerst du dich?
30:32Etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues.
30:37Und etwas Geborgtes.
30:40Du wolltest sie doch unbedingt wiederhaben.
30:43Ja.
30:44Aber erst nach der Hochzeit.
30:47Na ja.
30:49Mit dem nächsten Eheanlauf
30:52hat es wohl noch ein Weilchen dauern.
30:54Nicht wahr?
30:57Ich gebe sie dir lieber noch mal zurück.
31:02Lass du mir meinen.
31:05Lissi.
31:08Lissi muss noch für einmal mit allein sein.
31:14Krankenhäuser sind auch nicht unbedingt
31:19Lissis Lieblingsumgebung.
31:22Nein, das sind die Erinnerungen an ihre Mutter.
31:27Natürlich.
31:30Aber es ist nicht nur das.
31:34Da habe ich recht.
31:40Ich weiß nicht, was du meinst.
31:44Nein.
31:49Natürlich, Lissi macht sich Sorgen um dich,
31:50aber
31:52sie weiß auch, dass du bald wieder gesund
31:54und munter bist.
31:59Du warst noch nie ein guter Lügner, Richard.
32:04Sag mir die Wahrheit.
32:07Was haben die Ärzte gesagt?
32:11Ihr Gegenüber tun sie nämlich so,
32:14als
32:17als wäre ich schon tot.
32:20Wie kannst du so etwas sagen?
32:24Du musst kämpfen.
32:26Wir müssen kämpfen.
32:30Der Zustand ist kritisch,
32:31aber
32:32nicht hoffnungslos.
32:39Es passiert etwas mit mir, Richard.
32:44Ich kann das
32:47fühlen, weißt du.
32:52Sag es mir.
32:55Ich werde sterben, nicht wahr?
33:07Richard und Helena wollten heiraten.
33:09Und jetzt bangen wir alle um Helenas Leben.
33:12Wie es Richard und Lissi wohl geht.
33:16Ich hoffe, Helena wird wieder gesund
33:18und sie und Richard bekommen eine neue Chance.
33:21Genau wie Simon und ich.
33:25Ist es egoistisch,
33:26dass ich mir das wünsche?
33:27Nach diesem schrecklichen Unfall?
33:31Ich bin froh,
33:32dass Simon nach Nora sehen will.
33:35Ich könnte das im Moment nicht.
33:40Wie lange noch?
33:47Ich weiß es nicht.
33:50Vielleicht noch einen Tag,
33:51ein paar Stunden.
33:56Vielleicht aber auch.
34:00Noch viel weniger.
34:06Du bist nicht allein.
34:08Ich bin bei dir.
34:13Es tut mir so leid,
34:15mein Liebster.
34:17Dir tut es
34:18was?
34:20Wer will es denn?
34:24Jede Sekunde,
34:25die ich nicht mit dir
34:26und den Kindern verbracht habe.
34:29Mir tut es leid,
34:32um jeden Moment,
34:34den wir verschenkt haben.
34:38Wir haben uns wiedergefunden
34:39nach all den Jahren.
34:41Ja.
34:42Das allein zählt.
34:44Aber wir haben so viel Zeit vergeudet.
34:50Nicht die letzten Monate.
34:52Nein.
34:55Die letzten Monate nicht.
35:12Ich liebe dich.
35:23Und ich habe nie aufgehört,
35:25dich zu lieben.
35:25Und ich habe nie aufgehört,
35:28auch nicht,
35:29dass wir so lange
35:29voneinander getrennt waren.
35:33Das sind nicht
35:34meine besten Jahre gewesen,
35:36die Jahre ohne dich.
35:41Aber vielleicht
35:42sollten wir nicht
35:43zurückschauen.
35:45Nein.
35:49noch eins noch.
35:51Was?
35:56Ich hätte so gerne
35:58noch einmal
36:00ja gesagt,
36:03wenn der Standesbeamte
36:05mich gefragt hätte,
36:07ob ich deine Frau werden will.
36:24Ich bin so erbärmlich.
36:26Wir wollten uns doch
36:27vor Helena nichts anmerken lassen.
36:29Lissi, ich finde,
36:30du verlangst ein bisschen
36:31viel von ihr, oder?
36:33Lissi, du hast das Ganze
36:34schon mal mit deiner Mutter
36:35durchgemacht.
36:38Du kannst sehr stolz
36:39auf dich sein,
36:39dass du dich dieser Situation
36:40überhaupt stellst.
36:43Ich bin sicher,
36:44Helena ist ganz stolz
36:45auf dich,
36:45dass du jetzt hier bist.
36:47Und dein Vater auch.
36:51Aber es tut mir so leid,
36:52ich wollte das.
36:53Schon gut, kein Problem.
36:56Jetzt denkt sie bestimmt,
36:57dass ich ihretwegen
36:57rausgerannt bin.
37:00Helena weiß,
37:01was sie erwartet.
37:03Sie weiß es schon
37:04die ganze Zeit.
37:10Ihr Mut ist bewundernswert.
37:13Ich wünschte,
37:14ich wäre auch so tapfer.
37:17Das bist du doch, Papa.
37:19Das bist du wirklich.
37:22Richard,
37:22wenn es irgendwas gibt,
37:23das wir tun können,
37:24dann sag es mir.
37:27Da gibt es vielleicht
37:28wirklich etwas.
37:40was?
37:40Hör mir jetzt bitte
37:41ganz genau zu.
37:43Brems?
37:43Was ist mit dem Bremsen?
37:45Was machen Sie denn?
37:45Was machen Sie denn?
37:46Das geht nicht.
37:47Ich kann nicht bremsen.
37:51Ja?
37:54Na, Schwester?
37:55Bringst du es nicht übers Herz,
37:57mich meinem Schicksal zu überlassen?
38:01Simon?
38:02Hallo, Nora.
38:05Schön, dich zu sehen.
38:07Was macht deine Hand?
38:10Wie geht's dir?
38:11Das wollte ich eigentlich
38:12dich fragen.
38:14Meiner Hand geht's bestens.
38:17nur die Nackenschmerzen
38:18nerven ein bisschen.
38:20Gott, wir zwei.
38:25Na komm, setz dich.
38:29Trau dich.
38:30Ich tu dir nichts.
38:32Und wer garantiert mir das?
38:33Die hier.
38:37Es war ein furchtbarer Unfall.
38:39Es war sicher schlimm für dich.
38:43Es hätte schlimmer kommen können.
38:46Was sagen die Ärzte?
38:48Ich soll meinen Hals
38:49ne Weile ruhig stellen.
38:51Aber sonst ist alles okay.
38:55Ja.
38:57Sonst ist alles okay.
39:01Das sieht nur so aus,
39:03dass...
39:05Mir geht's gut, wirklich.
39:06Bist du sicher?
39:07Ja.
39:07Ich kann auch einen Arzt rufen.
39:08Nein, nein, muss nicht.
39:12Vielleicht solltest du dich
39:12einfach ein bisschen ausruhen.
39:15Wenn irgendetwas ist,
39:17dann weißt du ja,
39:17wie du mich erreichen kannst.
39:18Sivonne.
39:37Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
39:40Sag nichts.
39:42Entschuldig, lieber.
39:47Der Standesbeamte ist da.
39:49Danke.
40:05Wir haben uns heute hier versammelt,
40:07um diesen Mann und diese Frau
40:09in den Stand der Ehe zu führen.
40:20Das ist nicht das,
40:20was wir vereinbart hatten.
40:22Wir hatten auch nicht vereinbart,
40:24dass Frau Bernstein
40:25den Unfall überlebt.
40:27Was soll das?
40:27Wollen Sie mich um mein Geld betrügen?
40:29Sie bekommen den Rest,
40:31wenn Sie Ihren Auftrag erledigt haben.
40:33Wer hat sich das denn vorgestellt?
40:35Soll ich ins Krankenhaus gehen
40:36und bei Frau Bernstein
40:37den Stecker ziehen?
40:38Ich habe die Hochzeit verhindert,
40:40also habe ich meinen Auftrag erfüllt.
40:42Und dafür bin ich Ihnen
40:43auch mehr als dankbar.
40:44Aber ich muss sicher sein,
40:45dass die Hochzeit
40:46nicht irgendwann nachgeholt wird.
40:58Wenn ich dich nicht haben kann,
41:00Richard Liebling,
41:02dann soll ich auch keine andere haben.
41:09Und darum frage ich Sie nun,
41:10Frau Helena Bernstein,
41:11wollen Sie den hier anwesenden
41:14Richard van Weyden
41:15zu Ihrem angetrauten Manne nehmen,
41:18ihn lieben und ehren
41:19in guten wie in schlechten Tagen
41:21bis das
41:23auf immer und ewig.
41:30Ich möchte euch etwas sagen.
41:43Denkst du,
41:44dass das jetzt der richtige Augenblick ist,
41:45um über Luisa zu reden?
41:47Ich möchte,
41:47dass Luisa zu mir
41:48und meiner Familie gehört.
41:51Ich hoffe mal,
41:52Sie sind zufrieden mit sich.
41:53Bin ich.
41:54Und mit meiner Arbeit?
41:56Erst hatte ich ja meine Zweifel,
41:58aber dann?
41:59Hat ein tragischer Autounfall
42:01die Hochzeit des Jahres verhindert?
42:03Eine Tragödie.
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