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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:37Geht's dir nicht gut?
00:39Nicht so besonders.
00:40Müssen wir kurz anhalten.
00:42So schlecht nur auch wieder nicht.
00:44Das letzte Bier gestern Abend kann sich aber nicht gewesen sein.
00:49Passen Sie raus!
00:57Herr Obenbach, ich sehe nichts.
01:00Meine Augen, verdammt.
01:02Gar nichts.
01:03Verdammte Scheiße, meine Augen.
01:05Ich sehe nichts mehr.
01:06Verfrucht, nochmal, ich kann nichts mehr sehen.
01:09Halt sie an!
01:11Halt sie an, Verfrucht!
01:12Halt sie an!
01:27Herr Obenbach!
01:33Eine Frage noch.
01:34Sie haben gesehen,
01:35wie die beiden schreiend aus dem Auto gehandelt sind?
01:37Ja.
01:38Danke. Dankeschön.
01:42Da hinten will ich stehen. Dann habe ich die Zähne im Rücken.
01:46Nun los, das soll doch an die Mittagssendung.
02:05Ja, hallo?
02:07Was?
02:09Nee, nee.
02:11Na, wie geht's?
02:13Gut.
02:14Alle drei bis fünf Tage komme ich dazu, ein Stündchen zu schlafen.
02:17Das ist eine Schwäche von mir.
02:18Aber ich bin ja bald in dem Alter, wo man überhaupt keinen Schlaf mehr braucht.
02:21Woran ist er gestorben?
02:24Schädeltrauma, innere Blut drin.
02:26Die Zeugin sagt aus, der Senator und sein Fahrer hätten schreiend das Auto verlassen.
02:31Wo ist denn der E-Morff eigentlich?
02:32In der Klinik.
02:35Er hat dem Notarzt hier noch vor Ort erzählt, dass er plötzlich ganz extremen Tränenfluss hatte, also dass er die
02:41Augen gar nicht mehr offen halten konnte.
02:43Der Tote hier hat beidseitig starke Bindehautreizung.
02:47Na ja, das könnte ein Reizstoff gewesen sein.
02:55Oh, na das ist ja schön, dass uns die Herren vom Staatsschutz unter die Arme greifen.
03:02Wir sind nicht gut miteinander ausgekommen.
03:04Versuchen wir es nochmal neu, von Anfang an so, als hätten wir nichts gegeneinander. Geht das?
03:11So, wir geben jedem eine dritte Chance.
03:14Joe, kommst du bitte mal?
03:16Das ist mein neuer erster Sachbearbeiter, Max Kollitz, Walter Buro, Herbert Ziskin, Staatsschutz.
03:22Wir lieben uns so sehr, dass wir irgendwann nochmal auf dem Standesamt landen.
03:25Joe, bitte.
03:28Wir gehen nicht vom terroristischen Hintergrund aus. Was meinen Sie?
03:32Ach, Sie meinen, Sie vergeuden Ihre kostbaren Kräfte gar nicht erst mit Ermittlungsarbeit.
03:36Die Herren vom Staatsschutz, könntet ihr mal bitte kommen?
03:49Ja, hier, hier klebte vorhin ein Zettel. Da stand was drauf.
03:54Und jetzt ist doch der Zettel weg.
03:56Was denn für ein Zettel?
03:57Keine Ahnung, ein Zettel eben.
03:58Wir sitzen im gleichen Boot.
04:00Ja, aber vielleicht wollt ihr steuern und wir sollen rudern.
04:02Mit einer Binde um die Augen.
04:05Entschuldigung, Herr Hofer, dürfte ich Sie zu einem Interview bitten?
04:09Wir haben die Erlaubnis Ihrer Pressestelle.
04:17Was stimmt da so aus?
04:19Dr. Kollmer, Sie würden Ihnen ebenfalls gerne ein paar Fragen stellen.
04:22Aha.
04:22Hey, Kollmer. Ich will aber bei der Obstuption dabei sein. Sie rufen mich an.
04:27Hey, Sie können doch telefonieren.
04:30Ich hab mal gesehen, wie er es geschafft hat.
04:35Ich kann mich an!
04:47Verstehen Sie mit dem statue hin.
04:51Das ist schillaender.
04:52Ich habe mich auch wiederholt.
04:53Ich kann mich nicht.
04:53Deine Frau, wir müssen uns zählen.
04:55Ich hab verdammelt.
05:04Guten Tag, Frau Reh, wird später heute wieder besser?
05:08Kommt ihr mit mir spielen?
05:13Frau Reh, Frau Reh, ich hab sie was gefragt.
05:48Herr Imhoff ist bereits in einem Klinikum, er war ansprechbar, auf Näheres können Ihnen
05:54dann sicher die behandelnden Ärzte sagen, bei dem Pfarrer können wir leider nur noch
05:58den Tod feststellen.
05:59Klar ist bisher einzig, dass er bei dem Aufprall erhebliche Verletzungen sich zugezogen hat.
06:04Bitte verstehen Sie, dass ich erst nach einer Obduktion genau was sagen kann, vermutlich.
06:10Vielen Dank.
06:11Gerne.
06:12Das ist schon erstaunlich, dass alle Menschen, deren Schädel man geöffnet hat, ein Gehirn haben.
06:19Nächster Punkt, Todes ursächlich ist ein Schädel-Hirn-Trauma mit starken Einblutungen.
06:24Konkurrieren mit passiven Einblutungen in die Brust- und Bauchhülle.
06:27Was sagt die PTU?
06:29Nichts.
06:31Im Wageninneren wurden weder Schaden noch Reizstoffe festgestellt, was allerdings nichts bedeutet,
06:36da die Wagen-Türen nach den Ereignissen mindestens eine halbe Stunde auferstanden.
06:40Guck mal hier.
06:42Die starken Reizungen im Nasen-Rachenraum.
06:47Das geht runter bis in die unteren Atemwege.
06:51Ja, ja.
06:52Mir muss einer plötzlichen Hochkonzentration eines Reizstoffes ausgesetzt gewesen sein,
06:57den er über die Atemwege aufgenommen hat.
07:02Ein aerosolierter, hochflüchtiger, tränenerzeugender Stoff,
07:07der die Elite-Muskel-Verkrampfung sofort eingeleitet hat.
07:10Der Senator auf dem Rücksitz hat nicht so viel abgekommen.
07:12Ja, das heißt also, die Austrittsstelle muss in der Nähe vom Fahrer gewesen sein.
07:16Aber wie kommt der aerosolierte Reizstoff ins Wageninnere?
07:20Klimaanlage, Luftzufuhr, die PTU hat ja nichts im Wageninneren gefunden, oder?
07:23Alles nur ein kleines Stück von der großen Wahrheit, die wir nicht kennen.
07:27Du solltest versuchen, mit Sloterdijk ins Gespräch zu kommen.
07:31Oh, verdammt, ich muss den Staatsschutz anrufen.
07:33Und die Staatsanwaltschaft.
07:34Und die Kriminalpolizei.
07:37Ich finde, wir sollten demnächst Eintrittskarten verkaufen.
07:41Sag mal, du hast doch nichts gegen die Staatsanwaltschaft, oder?
07:43Warum sollte ich?
07:44Eben. Sag mal, ist es nicht eh besser? Wir treffen uns gleich drüben in der PTU.
07:47Wie lange brauchst denn du für die Toxikologie?
07:5027 Minuten.
07:52Dr. Sommer?
07:55Robert!
07:57Eine Frau Reh.
07:59Kenn ich nicht. Wirklich?
08:02Ich kann jetzt auch nicht. Sag ihr, sie soll später nochmal anrufen.
08:07Schön, dass ihr gleich gekommen seid. Sehr lieb.
08:10Robert, du musst auf den Knopf hier drücken.
08:13Welchen Knopf?
08:13Auf den Knopf hier.
08:15Da!
08:17Warten Sie, schließen Sie auf. Die Karantäne ist aufgehoben.
08:20Wie?
08:21Warten Sie fünf Minuten.
08:24Aber Mama, warum denn?
08:26Wo bleibt der Ast, verdammt nochmal? Ist die Karantäne denn nicht aufgehoben?
08:29Papa, gedulde dich doch bitte einen Moment.
08:33Die haben hier so eine VIP-Station eingerichtet.
08:35Aber ich stehe hier rum wie ein Idiot in diesem Kaffel.
08:39Werde bewacht von diesem gehörten Biederkäuer da in Polizeiuniform.
08:45Nicht so ungut, Wachtmeister.
08:51Opa, wann kommst du denn wieder nach Hause? Was ist mit meinem Geburtstag?
08:56Mach dir keine Sorgen, mein kleiner Liebling. Opa ist ganz bald wieder draußen.
09:00Ähm, hey, Zöchterchen, hast du der Haushälterin gesagt, dass sie meine Sachen schickt? Rasierzeug, Schlafanzug und so weiter.
09:07Ist unterwegs. Schön, dass dir nichts passiert ist, Papa.
09:10Ciao.
09:12Tschüssi, Opa.
09:15Tschüssi, meine Kleine. Tschüss.
09:19So, die Karantäne ist aufgehoben.
09:21Danke, Schwester. Gibt's was Neues?
09:23Nicht, dass ich wüsste.
09:24Zwei gute Nachrichten nach Weimar. Kommt mit.
09:26Warten Sie, Hofer, Joe Hofer, LKA 41?
09:29Genau.
09:30Die Alkoolanomalie damals. Über sie wäre ich was gestürzt. Wissen Sie das eigentlich?
09:34Ja, ist besser als über eine Spendenaffäre.
09:39Staatsschutz, boah. Eine ganz normale Antiterror-Truppe, hätt's auch getan.
09:45Setzt euch.
09:46Danke.
09:47Nein.
09:48Wollt ihr was trinken?
09:49Danke.
09:50Nein.
09:51Ist alles da.
09:53Hier, Biografie von Calvin Kulvitsch, 30. Präsident der USA. Hört euch das mal an.
09:59Ich glaube, die amerikanische Öffentlichkeit wird ein würdevolles Arschloch als Präsidenten haben.
10:04Ich denke, es wird das Beste sein, wenn auch ich daran nicht rüttle.
10:08Das waren auch Männer.
10:10Kein Leißverschluss und erohrsamer Krips im Kopf.
10:13In zwei Wochen ist Wahl in dieser Stadt und ich will, dass Sie mich wählen.
10:16Sie beide.
10:18Senator, wo parkten Sie Ihr Auto in der letzten Nacht?
10:20Haben Sie irgendetwas Verdächtiges bemerkt?
10:23Waren Sie Drohungen ausgesetzt?
10:27Wir kamen sehr spät nach Hause gestern Nacht von einem Empfang, einem Kultursenator.
10:33Der Fahrer hat den Wagen mit nach Haus genommen.
10:36Heute Morgen, ich habe nichts gemerkt, bevor es passiert ist.
10:40Er ist tot, oder?
10:41Ja, ja.
10:43Was sind das für Blumen?
10:48Der regierende Bürgermeister.
10:49Es tut ihm leid, bla bla bla.
10:52Wer hat das ausgepackt?
10:54Sicherheitskontrolle.
10:55Wir?
10:57Mit meiner Enkeltochter.
10:59Das ging aber schnell.
11:02Soll ich Ihnen mal was sagen?
11:04Irgendwelche krummen Gestalten wollen verhindern, dass ich kandidiere.
11:07Verstehen Sie?
11:08Die wollen Fotos.
11:09Imhoff krank.
11:10Imhoff angeschlagen.
11:12Senator Imhoff zieht sein Schwänzchen ein, aber die werden sich wundern.
11:16Wo waren Sie gestern Abend?
11:17Sagen wir so 20 Uhr bis heute früh.
11:22Zu Hause.
11:23Natürlich.
11:25Zeugen?
11:26Oh, natürlich nicht.
11:27Leider, woher auch?
11:29Sie leben hier allein, völlig zurückgezogen.
11:31Sie haben sich ganz der Kunst verschrieben.
11:33Was für eine schöne Lebensaufgabe.
11:36Ich beneide Sie, Dr. Oberoi.
11:39Kommen Sie, Oberoi.
11:40Wenn es ein Staatsgeheimnis gibt, dann muss es doch jemanden geben, der es schützt.
11:43Und der muss dann gegen den vorgehen, der es verraten will.
11:45So einfach ist das.
11:46Einfach und logisch.
11:48Oder noch besser demokratisch.
11:49Das eine zieht das andere nach sich.
11:52Hören Sie, Oberoi.
11:53Sie und ich, Sie sind intelligent.
11:54Ich habe nichts gegen Sie, Doktor.
11:56Aber ein Staat kann sich nun mal nicht so einfach erpressen lassen.
12:01Kommen Sie, Oberoi.
12:04Die Amokschläufe aus der Tradition der furchtlosen Kämpfer.
12:08Sie haben doch selbst erlebt, wie schnell man einen Mann kaputt machen kann.
12:11Hier ein paar Gerüchte, dort ein gesperrtes Konto.
12:13Plötzlich ist die Wohnung gekündigt, die Arbeit futsch.
12:16Vier Wochen, Oberoi.
12:17Vier Wochen.
12:18Länger hält das keiner aus.
12:21Ein Mann in so einer Situation ist wie ein trockenes Blatt.
12:28Wie lange haben Sie es eigentlich damals ausgehalten?
12:31Eine Woche?
12:32Zwei Wochen?
12:33Sehen Sie mich an?
12:35Erinnern Sie sich nicht?
12:37Sie haben mich damals am Messer in den Bauch gestoßen.
12:39Selbstverstümmelung, als Verzweiflung, weil niemand mehr geglaubt hat.
12:44Nicht einmal die Presse.
12:46Sie schwitzen.
12:48Ich rieche Ihren Schweiß.
12:50Angst, Doktor Oberoi.
12:53Die Angst hat die Seiten gewechselt, Herr Staatsschützer.
12:57Deshalb sind Sie doch hier.
12:59Von jetzt ab werden wir nicht mehr nur kontrolliert, sondern überwacht.
13:04Ganztagsprogramm.
13:05Wir zählen Ihre Schritte, wir messen Ihre Pisse, wir sammeln Ihr gesamtes Schweigen auf.
13:10Und ich hoffe für Sie, Oberoi, sehr, dass Sie und Ihre Schrottlaube da gestern Abend oder heute früh nicht in
13:17der Nähe vom Senator zu sehen waren.
13:19Ich hoffe es sehr.
13:35Danke!
13:36Oh Gott!
13:37Hallo?
13:39Warten Sie bitte einen Moment.
13:40Meinen Sie mich?
13:41Kann ich etwas für Sie tun?
13:42Ich habe hier auf Sie gewartet.
13:45Auf mich?
13:46Wer denken Sie bin ich?
13:47Dr. Robert Kolmer, Rechtsmediziner.
13:49Sie sind ja völlig durchnässt.
13:51Kommen Sie, wir werden schon eine Leine finden, auf der wir Sie mit etwas zum Bocken aufhängen können.
13:55So, kommen Sie.
13:58Geben Sie mir einen Rundel.
14:00Oh Gott, Sie sind ja völlig durchnässt.
14:04Hier, ein Antuch.
14:06Wissen Sie was?
14:07Ziehen Sie doch einfach mal so einen Kittel an.
14:09Hier.
14:10Oh, ich kann doch nicht.
14:11Doch, das können Sie.
14:13So.
14:14So.
14:19Kennen Sie das Märchen von einer kleinen See-Jungfrau?
14:22Wenn sie zum Tanzen ging auf Menschenfüßen, wurde sie an ihrem nassen Rocksaum erkannt.
14:30Warum wollten Sie mich sprechen?
14:32Rauchen Sie?
14:34Ja.
14:34Das ist oft der letzte Ort in diesem Institut, an dem man das darf.
14:40Mein Sohn ist gestorben, vor ein paar Tagen.
14:45Das tut mir leid.
14:47In demselben Krankenhaus, in dem man seit Jahren behandelt wurde.
14:50Immunschwäche.
14:52Aber die Ärzte dort...
14:57Ich habe das Gefühl, die verschweigen mir was.
15:00Ich habe einen Verdacht.
15:01Was für einen Verdacht?
15:06Nein, ich...
15:07Nein, ich möchte ein objektives Ergebnis.
15:11Warum kommen Sie gerade zu mir?
15:14Ich habe Sie heute früh im Fernsehen gesehen.
15:17Und ich habe Vertrauen zu Ihnen.
15:23Bitte helfen Sie mir.
15:25Sie meinen, Ihr Sohn ist falsch behandelt worden.
15:27Ein Kunstfehler.
15:28Nein, ich möchte einfach wissen, was Sie dort mit meinem Kind gemacht haben.
15:30Die verschweigen mir was.
15:33Ich fühle das.
15:34Ich kann Ihnen da nicht helfen.
15:36Sie müssen zur Staatsanwaltschaft gehen und Anzeige erstatten.
15:45Vor acht Jahren...
15:48...habe ich schon mein erstes Kind verloren.
15:52In derselben Klinik, mit denselben Symptomen.
15:55Verstehen Sie das?
16:06Überraschung!
16:09Guck mal, was ich für Dich...
16:13...gekauft habe.
16:15Hier.
16:16Ein hypergeiler Mobilprozessor.
16:18DVD-Laufwerk.
16:19Integriertes, äh...
16:20Naja, also Dingsbums.
16:21Mit Gameport.
16:24Hey, ich hatte ja gehofft, dass Du Dich irgendwie freust.
16:27Aber dass Du gleich dermaßen aus dem Häuschen gerätst?
16:29Papa, Philipp hat eine eigene Wohnung.
16:31Ich werde zu ihm ziehen.
16:32Aha.
16:33Ist eine Einraumwohnung.
16:3436,5 Quadratmeter.
16:36Ich liebe ihn.
16:38Ich liebe Dich, Papa, aber...
16:41Ich dachte, dass wir...
16:42Du...
16:43Du erziehst mich, aber Du sprichst nicht mit mir.
16:45Du willst immer zu Hause sein, aber Du bist nie da.
16:48Verstehst Du?
16:50Ich habe Dir die Adresse hier auf den Zettel geschrieben.
17:00Besuch mich nicht.
17:02Erstmal, okay?
17:05Nein, Du willst, dass ich werde wie Du.
17:07Dass ich dieselben Dinge liebe und hasse.
17:09Dass ich dieselben Vorstellungen von der Welt habe.
17:11Ja.
17:12Nein, natürlich nicht.
17:14Anna, bitte lass uns doch...
17:15Du wirst ein bisschen deinen Schwung verlieren, Papa.
17:17Ein paar Tage, dann bist du wieder.
17:18Anna.
17:19Max Koldetzir.
17:21Ich habe ein bisschen im Internet recherchiert.
17:23Sehen Sie sich mal die Presse vom 5.10.92 an.
17:27Denken Teil.
17:28Könnte sein, Ihnen fällt es selber auf wie mir.
17:31Tschüss.
17:44Spannende Koldetzir.
18:09So, Oktober 1992.
18:12Oktober 1992.
18:15Viel Vergnügen.
18:33Beim Versuch, die Maschine hinter einer Häuserzeile nur zu landen,
18:36explodierte das Flugzeug und es kam zu einem Brand,
18:39der eine zeitweise Evakuierung der umliegenden Häuser notwendig machte.
18:46Imhof liegt noch auf der Intensivstation.
18:48Drehen Sie sich den Teddy an, aus dem muss das Gas ausgestürmt sein.
18:51Das Personal sagte, es hatte nur eine bläuliche Färbung,
18:55aber die haben natürlich sofort die Fenster aufgemacht.
18:56Du hast doch die Tüte mit dem Teddy zu Imhof gebracht.
18:59Und du warst bei der Sicherheitskontrolle dabei, oder?
19:02Und was ist, wenn der Täter von innen kommt?
19:03Jedenfalls muss er genaue Kenntnisse von Imhoffs familiärer Situation gehabt haben,
19:08seinen Tagesablauf kennen.
19:09Was ist, wenn der Senator den Täter genau kennt?
19:13Sieht aus, naja, das könnte ein chemischer Zünder gewesen sein.
19:20Dass er dir einen chemischen Lärmesatz zündet, der die Substanz dann verdampfen lässt.
19:26Das würde auch erklären, warum der Metalldetektor nicht angesprochen ist.
19:30Der Täter hat eine Art Kampfstoff verwendet, ein angsterzeugendes Mittel.
19:34Ist Ihnen klar, was das bedeutet?
19:36Mensch, Buro, spiel endlich mit offenen Karten.
19:39Was war in dem Flugzeug, das am 04.10.92 südlich von Berlin abgestürzt ist?
19:45Kennen Sie diesen Mann? Dr. Oberoi, Chemiker.
19:47Ich nehme an, aus der Rüstungsindustrie.
19:49Er hat behauptet, damals seine giftige Substanzen abgebrannt.
19:53Und diese hätten die Gegend weit um die Absturzstelle hinaus kontaminiert.
19:56Er hat den Insenator aufgefordert zu reagieren.
19:59Und der damalige Insenator war, wir wissen es alle, Jörg Imhoff.
20:03Sagen Sie uns, was das für ein Stoff war. Das ist alles.
20:12Nein, das kriege ich nicht durch.
20:17Verdammt noch mal, da muss doch selbst die Staatsanwaltschaft hellhörig werden.
20:21Das zweite Kind tot.
20:24Dieselben Symptome.
20:25Dieselbe Klinik.
20:26Ja, derselbe behandelnde Arzt.
20:29Ja, aber ich bekomme doch beim jetzigen Stand der Ermittlungen keinen Durchsuchungsbefehl für überhaupt irgendeinen Krankenhaus.
20:34Geschweige denn für die Unterlagen des Chefarztes.
20:37Ich meine, weißt du überhaupt, wer dieser Professor Hilfinger ist?
20:40Nein, das kriege ich nicht durch beim Richter ausgeschlossen.
20:44Ich meine, wir haben doch noch nicht mal einen Anfangsverdacht auf fahrlässige Tötung.
20:47Ich schon. Ich danke dir für deine Bemühungen.
20:52Ach, weißt du was?
20:55Ruf du bitte diese Frau Rehan, ja?
20:58Sag dieser Mutter, dass wir nichts unternehmen können wegen ihres toten Kindes.
21:02Hier ist die Nummer, bitte.
21:03Komm, ruf an.
21:24Keiner da.
21:26Stritte Fax, Internet. Anonymizer. Nicht rückverfolgen.
21:32Das ist eine letzte Warnung.
21:34Sagen Sie die Wahrheit über den Flugzeugabsturz am 04.10.1992.
21:38Stellen Sie alle Observierungen und Untersuchungen ein. Ultimatum.
21:43Bis morgen 10 Uhr haben Sie über die Hintergründe des Absturzes eine Pressemeldung über DPA herauszugeben.
21:51Oder der nächste Anschlag wird mit Letargiften durchgeführt.
21:58Haben Sie diesen Zahlenaufkleber an meinem Wagen entfernt?
22:00Ja.
22:04Verdammt, verdammt.
22:06Wieso konnte das passieren?
22:10Wieso hat dieser Oberoi so einen Spiegelraum?
22:12Muss doch irgendein Motiv geben.
22:15Ein Auslöser.
22:16Jahrelang ist er ruhig und auf einmal geht's wieder los.
22:20Umfeld abklären, Alibi überprüfen, auf jeden Fall die Observierungen aufrechterhalten.
22:25Sagen Sie mal, was war denn das eigentlich für ein Zeug letzte Nacht?
22:29Adam Sitt, chemischer Kampfstoff.
22:32Angsterzeugend.
22:33Wird seit dem Ersten Weltkrieg als Maskenbrecher eingesetzt.
22:35Und wie geht's Ihnen?
22:38Die Ärzte sagen, es bleibt nichts zurück.
22:40Dieser Rechtsmediziner, Dr. Kollmer, den sollten wir aus der Untersuchung rausnehmen.
22:45Der weiß Bescheid.
22:48Oberoi ist krank, ne?
22:50Krebs.
22:52Vielleicht ist es das.
22:54Hat nichts mehr zu verlieren.
22:59Untertitelung des ZDF-T50?
23:00Der weiß nicht die Regen.
23:09Vielleicht hat er was ist das.
23:09Wer hat eine Verkaufung beerdigt.
23:12Wer hat das gemacht?
23:12Ich ist wieder aufgeregt.
23:13Ich bin nur noch nicht zu schlafen.
23:25Guten Tag, Herr Dr. Oberoi, Dr. Oberoi, Robert Kollmer, Institut für Rechtsmedizin.
23:35Ich möchte, hören Sie, ich wollte mit Ihnen über einen Flugzeugabsturz sprechen, über den vom 4.10.92.
23:50Ich kann mich nicht erinnern. Oh, das ist eine sehr beliebte Form der Vergangenheitsbewältigung. Eine Art Volkssport geradezu.
23:59Dann will ich mich mal für Sie erinnern. Damals haben Sie vermutet, dass giftige Chemikalien ausgetreten sind.
24:05Ich habe mich geirrt. Sie haben vor Spätfolgen gewarnt. Karzinogene Veränderungen, Schädigung des Erbmaterials.
24:12Sie haben die Regierung aufgefordert, eine Sonderkommission...
24:15Ich habe Ihnen doch gesagt, ich habe mich geirrt.
24:18Sie haben von Vorstufenprodukten für Kampfstoffe gesprochen, die unter Umgehung der Exportkontrolle ins Ausland gebracht werden sollten.
24:27Sie haben...
24:27Verschwinden Sie.
24:29Und? Sind Folgeuntersuchungen eingeleitet worden? Sind Hilfsprogramme angelaufen?
24:36Uwe Roy. Bloß, weil Sie damals einer mit dem Ellbogen gerämpelt haben.
24:43Wissen Sie, was Sie sind?
24:46Soll ich es Ihnen wirklich sagen?
24:49Ein jämmerlicher Feigling.
24:52Einer, der einmal Mut gehabt hat. Für ein paar Tage.
24:56Und der seinen Mut verloren hat.
24:58Für immer.
25:08Sie wissen überhaupt nicht, wovon wir reden.
25:13Sie Ahnungsloser.
25:17Machen Sie, dass Sie wegkommen.
25:25Gehen Sie.
25:27Ja.
25:37Tut mir leid.
25:39Entschuldigen Sie.
25:42Ich habe mich vermutlich in der Hausnummer geirrt.
25:59Observationsbericht 102, M200 VD.
26:03Zielpersonen 460, besondere Vorkommnisse.
26:06Wurde 14.48 Uhr kontaktiert von Person 461, Todname Mediziner, Personbeschreibung bekannt.
26:15Mediziner verließ Wohnobjekt der Zielpersonen 15.03 Uhr, Bericht Ende.
26:27Und jetzt?
26:34Ja.
26:45Wurde 14.03 Uhr, Bericht Ende.
26:48Wurde 14.03 Uhr, Bericht Ende.
26:49Wurde 14.03 Uhr, Bericht Ende.
27:03Bitte kommen Sie schnell, ich brauche einen Notarzt.
27:30Ich habe Sie angerufen, es hat keiner abgenommen, ich wollte mit Ihnen reden, ich komme
27:38nicht weiter, ich komme einfach nicht weiter, wir, die Staatsanwaltschaft, ich komme nicht
27:46mal an die Behandlungsunterlagen Ihrer Kinder. Und deshalb kommen Sie extra hierher.
27:54Mayla, helfen Sie mir. Was ist passiert mit Ihren Kindern? Sie wissen doch mehr, sagen
28:00Sie mir die Wahrheit. Welche? Was, welche? Wahrheit. Manchmal denke ich, ich werde verrückt.
28:15Ich bin verrückt. Ich bin verrückt.
28:22Ich bin verrückt.
28:22Ich bin verrückt.
28:25Ich komme Sie.
28:30Ich bin verrückt.
28:59Ich bin verrückt.
29:00Ich bin verrückt.
29:06Sie haben sich da nicht gerade ein homöopathisches Mittel ausgesucht.
29:09Ich nehme sonst nie sowas. Ehrlich, ich nehme sonst überhaupt keine Schlaftabletten.
29:15Und so starke sowieso nicht. Was ist? Besteht die Gefahr, dass Sie sich umbringen?
29:23Manchmal weiß ich wirklich nicht, was besser ist. Der Tod oder dieses Leben, das sich kaum noch
29:27davon unterscheidet. Aber hatten Sie Besuch? Sie haben gebacken.
29:37Morgen ist die Unbeisetzung. Ich weiß nicht, vielleicht kommen Nachbarn.
29:46Morgen früh?
29:48Halb zehn, ja. In den Treptow. Und abends war ich dann weg. Ganz weit weg.
30:01Ich glaube, dass man Sie niemanden, der sich ein bisschen um Sie kümmern kann? Eine Freundin
30:06oder der Vater Ihrer kennen? Meine Kinder haben keinen Vater.
30:14Entschuldigung, ich lebe auf Abruf. Robert Kollmer, ja? Ja. Ja. Ja.
30:31Ich... Ich muss los. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, aber ich habe die Tabletten eingesteckt.
30:40Ach, na ja. Vielleicht ist es besser so. Danke.
31:03Herr Doktor Oberoi. Das ist die letzte Aufforderung. Bitte kommen Sie sofort heraus. Oder wir räumen das Gelände.
31:12Bloß gut, dass er keine Holzbildhauerei macht. Zugriff!
31:29Also. Doktor Oberoi, Sie sind verhaftet.
31:43Wie geht's, Puro? Kommt durch. Der Notarzt hat gerochen, dass es sich um Blausäuregas gehandelt hat.
31:48Und hat ihm was gespritzt. Hier. Riech hier mal. Mhm. Riech nach Mandeln. Was ist das?
31:54Der Zündmechanismus. Ein Trinkkeim als Zwei-Kammern-System mit Dichtscheibe und einem dünnen Reißfaden.
32:00Puro zieht daran. Die beiden Chemikalien treffen aufeinander. Ballon explodiert.
32:16Mein Gott, bin ich froh, dass das alles vorbei ist.
32:22Kann ich dich was fragen? Sicher?
32:26Hat dich irgendjemand irgendwie unter Druck gesetzt? Im Zusammenhang mit den Untersuchungen zu diesem Fall?
32:35Hast du meine Frage verstanden? Ja.
32:42Und? Ja. Geben wir was trinken? Ich will nach Hause. Vielleicht ist Anna da.
32:57Sie wird nicht da sein.
33:01Nein.
33:07Wir sperren das nachher hier zu, ja?
33:17Dieser Oberoll mit seinen Fähigkeiten ist nicht der Mann, der sich einfach von ein paar SEK-Leuten so auf dem
33:24Fußboden nageln lässt.
33:27Oder er will es so und es gehört zu seinem Plan.
33:29Ja, aber verdammt nochmal, zu welchem?
33:31Kamel 1, ja?
33:32Vorsicherung mit drei Wagen. Nebenstraßen entsprechend. Ersatzplan mit Kräften besetzt.
33:37Danke Kamel 4.
33:38Fabelhafte Kurtenamen.
33:40Labebedingt. Die Balance müssen weg.
33:43Ja, das war's jetzt, ja? Das war's.
33:47Dieser U-Bauer ist aus dem Land.
33:49Sein Ultimatum war eine leere Drohung.
33:51In einer Stunde ist es eine leere Drohung.
33:52Vielleicht.
33:53Falls er Einzeltäter war.
33:54Falls er nicht schon vor seiner Verhaftung das Arme geht...
33:56Ich will, dass Sie und Ihre Leute das Haus jetzt verlassen.
33:58Haben Sie das verstanden?
33:59Ab jetzt ist es hier privat.
34:01Ganz wie Sie wollen.
34:03Wie geht's Ihrem Kollegen? Wie war gleich der Name?
34:06Wie war gleich der Name? Er holt sich.
34:08Wie war gleich der Name? Kommt durch.
34:10Senator, Sie wollen sich mit dem fallenroten Teppich ausrollen.
34:14Darf ich eine private Frage an Sie richten?
34:17Nein. Gehen Sie bitte. Meine Enkelin hat Geburtstag.
34:23Der Mann heißt Buro. Walter Buro.
34:40Der Gräbnis Peter Reh. Entschuldigung. Bin ich zu spät?
34:45Der Bestattungstermin war vor 15 Minuten.
34:47Ich, äh, ich hab da hinten gewartet. Ich wollte...
34:54Die Mutter war nicht hier?
34:55Sie sind der Einzige. Wir haben lange gewartet.
35:01Ach, äh...
35:02Bitte warten Sie noch einen Moment, ja?
35:07Bitte einen Moment noch, ja? Danke.
35:25Entschuldigung.
35:41War er Ihr Sohn? Wollen Sie die Urne selbst bestatten?
35:46Äh, ja, ich, äh... Ja. Vielen Dank.
35:59Herzliches Beileid.
36:02Vielen Dank, Jo.
36:19Wo bist du?
36:21Wo bist du?
36:21Ich bin jetzt vorm Haus beim Senator.
36:23Ach, bei Imhof, ja, verstehe.
36:26Ähm...
36:26Warte mal.
36:27Sag mal, ähm...
36:28Kannst du übers Einwohnermelder ab folgenden Namen abfragen?
36:32Reh Meiler.
36:33Moment.
36:35Wohnhafte Garten, Weg 1N, N Nordpol.
36:40Ja, Reh, Meiler mit AI.
36:42Mit wem war sie verheiratet? Und wo hat sie früher gewohnt?
36:46Ja, ja, ich warte.
36:47Happy Birthday to you.
36:52Happy Birthday to you.
36:54Happy Birthday, liebe Liebe.
36:56Happy Birthday to you.
37:02Oberoi.
37:03Ja.
37:04Pass auf, Oberoi war's nicht.
37:06Oder er hat eine Mittäterin.
37:08Lass keine Frau in das Haus, hörst du?
37:10Keine Frau reinlassen.
37:11Hol Imhof raus mit der ganzen Familie.
37:13Aber du bist so verrückt, was?
37:15Hör mal, wenn ich da jetzt reingehe,
37:17da reißt mir dieser Hüter der Bürgerrechte den Arsch ab.
37:21Außerdem ist das Ultimatum seit 5 Minuten abgelaufen.
37:24Und ich liebe meinen Arsch.
37:25Ja.
37:27Na ja, okay, weil du's bist.
37:29Aber ich sage dir, du, das kostet dich ne Kleinigkeit.
37:33Ja.
37:35Ich seh die Tochter mit der Geburtstagstorte.
37:39Stellt sich auf den Tisch.
37:41Ja, natürlich Kerzen.
37:44Wunderkerzen.
37:45Was?
37:47Oh, Scheiß.
37:48Das ist das Ende meiner Karriere.
37:50Mensch, Robert, wenn das wahr wäre.
37:58Was?
37:59Na, ne?
37:59Leck!
37:59Geh da raus!
38:00Dios, tra Sepfando!
38:02Reck, die Küche!
38:03Hier!��wegrunder!
38:15Ha... Matthias!
38:16Ha...
38:17Ah, ha...
38:19Lachen!
38:27Lachen!
38:30Lachen Lachen!
38:32Lachen Lachen!
38:49Lernen Sie stehen, Kolmar.
38:52Dem Senator ist nichts passiert.
38:55Auch seiner kleinen Enkelin ist nichts passiert.
38:58Wussten Sie, dass fünf Kinder eingeladen waren?
39:00Nein, das habe ich nicht gewusst.
39:03Gerda hat gesagt, sie werden noch eine sein.
39:05Haben Sie sich deshalb mit Imhoffs Tochter angefreundet?
39:09Nein. Als ich sie kennengelernt habe,
39:12lernen Sie stehen!
39:14Wusste ich nicht mehr, sie war.
39:15Und, Oberoi, was ist mit dem?
39:16Was ist mit dem?
39:17Er fühlte sich entschuldig.
39:18Hier ist es passiert.
39:19Hier ist das Flugzeug abgedrückt.
39:21Nein, hört sich auf!
39:22Meiler!
39:22Nein, Sackleit!
39:24Statt es recht, nur an Witwen zu machen!
39:27Nein, Meiler!
39:38Kolmar, ich wollte doch nur...
39:40Das Beste, ja.
39:44Der Weg zur Hölle führt immer über die besten Absichten.
39:51Der Weg zur Hölle führt und der Tscheco ein und von der Tscheco.
39:54Er ist ein ein, das ist, das ist, das ist, das ist, das ist, das ist, das ist, das ist...
39:54Musik
40:24Musik
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