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  • vor 5 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:30So, danke. Hier, für Ihre Mühe.
00:32Oh, danke.
00:33Baut sein Vergnügen.
00:35Vergnügen war ganz auf Ihrer Seite.
00:41100 Mark hast du denen gegeben?
00:42100 Mark?
00:44Bist du wahnsinnig 100 Mark, verdammt?
00:46Ja, bitte.
00:47Ich glaub's nicht.
00:48Wir ziehen um.
00:49Die Kosten hängen mir wie eine Melkmaschine am Konto.
00:51Und meine Frau, meine Frau.
00:52Ich habe jetzt keine Nerven für sowas.
00:53Halte bitte den Konto.
00:54Was war das verdammte Kind schon wieder?
00:55Ich hab die Jungen aus dem Spiel.
00:58Nein, das werde ich nicht.
00:59Unsere Expansionsphase ist...
01:03Nein.
01:04Kein Kredit mehr.
01:07Hä?
01:08Ohne mich.
01:10Das Risiko ist viel zu...
01:12Paul, pass auf, ich werde das nicht unterschreiben.
01:17Nein.
01:18Definitiv nicht.
01:26Was soll denn das heißen?
01:29Ey, das Geschäft ist nicht zu groß für mich.
01:31Ich bin bloß nicht verrückt genug, noch einen Kredit aufzu...
01:34Paul.
01:35Paul.
01:36Paul.
01:37Wenn Gröning seine Meinung geändert hat,
01:39dann heißt das doch bloß,
01:41dass das Geld aus einer anderen Richtung kommt.
01:43Ich meine mehr Geld, als wir ihm bezahlen.
01:48Das ist nicht das...
01:49Natürlich können wir.
01:53Die Finanzmasse ist einfach zu groß.
01:55Was?
01:56Ach, dann leck mich doch am Arsch!
01:59Hallo?
02:01Herr Dr. Goldmann?
02:03Ja?
02:03Rettig, wir haben telefoniert.
02:05Frau Rettig.
02:06Danke, danke.
02:08Äh, kommen Sie doch bitte mit rein.
02:12Darf ich gleich mal vorgehen?
02:13Kommen Sie.
02:15Wenn Sie vielleicht...
02:17Ihr Platz nehmen würden.
02:19So.
02:20Ja, danke.
02:21Wie ich Ihnen am Telefon schon sagte...
02:23Frau Rettig, ich...
02:24Sie sind uns empfohlen worden als einer der besten Rechtsmediziner.
02:27Nur Sie können uns helfen.
02:29Sie müssen uns helfen.
02:30Für die Polizei ist der Fall erledigt.
02:32Für die weiß Selbstmacht.
02:33Das stimmt nicht.
02:34Das weiß ich.
02:35Das fühle ich.
02:36Meine Tochter wurde ermordet.
02:39Ja, ich...
02:41glaube ja auch, dass meine Tochter...
02:43Wir haben einen Rechtsanwalt beauftragt.
02:44Wir werden das Gericht zwingen.
02:46Wir werden die Polizei zwingen.
02:48Geld spielt keine Rolle, wenn es das ist.
02:49Herr Dr. Kolmar, Sie müssen uns helfen.
02:52Ich habe mir diese Unterlage schon mal angesehen.
02:54Es ist sicher richtig, dass Sie hier auch sind.
02:58Nein, danke.
02:58Hören Sie zu.
02:59Ich muss wissen, was mit meiner Tochter war.
03:01Ich muss wissen, wie meine Tochter ums Leben gekommen ist.
03:04Sie wurde einfach beerdigt.
03:05Vor vier Wochen.
03:06Der Fall ist zu den Akten gelegt.
03:08Mein einziges Kind.
03:12Wollen Sie Ihre Frau nicht fragen, ob Sie durstig sind?
03:14Ich würde Ihnen gerne etwas zu trinken anbieten.
03:16Nein, danke.
03:17Ja, vorhin schon.
03:18Ja.
03:19Wissen Sie, wenn Sie eine Tochter hätten,
03:23die wäre plötzlich tot, das...
03:26Ich habe eine Tochter.
03:29Meine Tochter hat vor ein paar Wochen versucht,
03:32sich zu vergiften.
03:34Entgegen landläufiger Meinung ist es gar nicht so einfach,
03:36sich mit Schlaftabletten umzubringen.
03:39Ja.
03:41Dem Totenschein steht als Todesursache eine Valiumvergiftung.
03:46Ja.
03:46Ja.
03:52Also gut.
03:53Ich brauche eine ganze Reihe von Unterlagen.
03:56Tatortfotos, Polizeiberichte, darum kümmere ich mich.
03:59Sie müssten alle Untersuchungskosten tragen.
04:01Das wäre nicht billig.
04:03Dazu kommt dann mein Honorar, dass ich nachdenke lässt.
04:05Mein Mann bringt Ihnen morgen alles vorbei.
04:14Annika.
04:20Wie oft habe ich schon gesagt,
04:22ihr sollt seine Finger von meiner Kamera lassen?
04:34Andreas, das Haus ist wunderschön.
04:57Polizei-Notruf, Grimme, guten Tag.
05:00Hallo, wer spricht da?
05:02Nein.
05:03Können Sie mich hören?
05:04Sie haben die Nummer der Brief eingewählt.
05:07Ich möchte Sie darauf hinweisen,
05:08dass jeder ein bisschen auf Strafrecht.
05:09Ein Unfall, ja?
05:11In einer halben Stunde bin ich zurück.
05:13Was?
05:14Nee, Kolmer könnte absagen.
05:16Warum will ich das weg von mir fahren?
05:17Gerichtsbedingungen brauchen wir nicht.
05:18Schau.
05:19War ein Irrtum.
05:21Nee.
05:21War ein Irrtum.
05:22Dass du überhaupt nicht nach hinten worden bist.
05:24Das ist eine Kapitalsache.
05:26Nur ein tragischer Unfall.
05:28Das Badezimmer ist ja gefährlich so Ort im Haus.
05:30Statistisch gesehen passieren da die meisten Morde.
05:32Ja, kann ja sein, aber die Leiche ist schon abtransportiert.
05:34Zeugen?
05:35Ja, die Ehefrau saß in der Wanne, als es passiert ist.
05:38Die Sohn war gerade dabei, das neue Haus abzufählen.
05:41Das heißt, wir haben sogar ein Video vom Unfall geschehen, mein Lieber.
05:43Ich will mir das Bade ansehen.
05:45Es war ein Unfall.
05:46Ich will den Toten untersuchen.
05:48Es war ein Unfall.
05:49Ein für alle Maler, Dr. Kolmer.
05:51Solange Joe im Krankenhaus ist, bin ich Chef der zweiten Mordkommission.
05:54Aber keine Angst, ich war schon ein paar Mal im Kino.
05:56Ich weiß, was man von einem Bullen in so einer Funktion erwartet.
05:58Dauert das noch lange, bis der Joe da wieder rauskam?
06:00Länger, sehr lange. Warum fragst du?
06:02Also, kann ich mir nun das Bade mal ansehen, oder?
06:05Nein, das Haus ist zu und die Frau auf der Unfallstation.
06:07Auf Wiedersehen, schönen Tag.
06:14Oh, Dankeschön.
06:16Aber darf ich ja leider nicht essen, wegen der Sorge, oder?
06:19Ja.
06:20Und sonst?
06:21Wie fühlst du dich?
06:22Schlack.
06:24Wie eine deflorierte Jungfrau.
06:26Oh, da hast du aber lange dran gebastelt, was?
06:29Das ist aber schön, hier mal lachen zu hören, mal wieder.
06:31Und?
06:31Was willst du?
06:33Es geht um ein totes Mädchen.
06:36Die VB1 hat Selbstmord festgestellt.
06:37Die Eltern behaupten, es sei ein Mord und haben mich beauftragt, die Sache zu untersuchen.
06:41Welche VB1?
06:42Das ist die Direktion.
06:43Kennst du da irgendjemand?
06:44Das ist Rukasch.
06:46Das ist ein unangenehmer Hund.
06:48Spreizbeinig.
06:49Taub für alles, was nicht in seinen Kram passt.
06:52Immer, das ist hier eine polizeiinterne Information, ne?
06:56Und im Interesse der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Bürger möchte ich, dass das auch so bleibt.
07:01Das Verschweige ist der Anfang von allen.
07:03Sag mal, wieso glaubst du eigentlich, dass bei dem Badewannenunfall irgendwas nicht stimmt?
07:13Stromtod in der Badewanne.
07:15Da habe ich bei 70 bis 80 Prozent der Fälle kein Zeichen.
07:18Nicht mal eine Strommarke, nichts.
07:19Auch nicht bei der Obduktion.
07:20Das Herz setzt schlackertig aus.
07:23Kammerflimmern, das war's.
07:24Da bin ich von Berufs wegen Mistrausch.
07:26Ich wollte ja nur mal einen Blick auf den Toten werfen.
07:29Ich wollte ja nur ein paar Hintergrundinformationen.
07:31Aber dein Jungbulle im Karriere-Rausch, der...
07:33Na ja, komm, ich bin sein Chef.
07:34Ich rufe den Staatsanwalt an.
07:37Aber wir müssen jetzt wieder rein.
07:41Medikamentenausgabe.
07:41Das ist aber eine adrette Medikamentenausgabe.
07:44Na klar.
07:53Herzlichen Dank.
07:54Ich rieche es bei dir.
07:55Na, Paul, ich rieche nicht so gut.
07:58Ich habe was getrunken gestern.
08:02Hier, Brötchen, Kuchen.
08:05Machst du uns einen Kaffee?
08:06Pauli, ich habe noch nicht aufgeräumt.
08:09Ich muss mit dir reden.
08:11Rede mit mir.
08:13Der Tod zu diesem Zeitpunkt ist für die Firma eine Katastrophe.
08:17Wir haben einen unaufschiebbaren Zahlungstermin,
08:20den wir den Kredit beantragt haben.
08:23Über 60 Millionen.
08:24Das sollte bis morgen unterschrieben werden.
08:27Ja, bei so einer Summe müssen natürlich beide Gesellschafter unterschreiben
08:30und persönlich dafür haften.
08:33Wenn du bis Wörmau nicht zahlen, ist die Firma kaputt.
08:37Jetzt gehört dir 50 Prozent der Twimmo.
08:40Aber bis du deinen Erbschein kriegst, ist die ganze Woche rum.
08:44Alles.
08:45Es tut mir leid, dass ich dich mit sowas überfallen muss.
08:49Schon gut, was soll ich tun?
08:51Na ja, wenn einer von uns bei einem Mehrheitsgesellschafter wäre,
08:55würde sich die Bank mit einer Unterschrift begnügen.
08:58Du müsstest mir ein Prozent überschreiben
08:59und ich würde für alles haften.
09:02In ein paar Tagen machen wir das natürlich wieder rückgängig.
09:05Ich meine,
09:06du willst es.
09:10Ein Prozent?
09:12Ja.
09:13Und ich müsste nicht mit meinem Privateigentum haften.
09:15Nein.
09:16Die Twimmo ist ein GmbH.
09:19Wir könnten schon morgen oder
09:21ja, auch heute beim Notar alles erledigen.
09:25Ein Prozent.
09:26Und ich halte für sämtliche Kredite meinen Kopf.
09:29Du bist draußen.
09:31Lass mir Zeit bis morgen, ja?
09:33Na, sehr nett hier. Morgen.
09:35Morgen.
09:36Wie geht's?
09:37Bestens.
09:38Ich würde mich ja beklagen, aber wer fehlt?
09:40Soll ich auch einen Kaffee?
09:41Sag ich doch.
09:41Kaiser.
09:43Frisch aufgebrüht.
09:44Es ist doch morgen.
09:46Nicht schwarz, stark, heiß, sondern grau, dünn und kalt.
09:49Sie haben meinen Kaffee doch immer gemocht?
09:50Nur wegen dem Zucker.
09:54Was ist eigentlich los?
09:56Ein Eiswind ist hier plötzlich reingeweht.
09:59Kann ich irgendwas helfen?
10:01Mit mir kann man immer alles reden.
10:03Von Mann zu Mann, von Frau zu Frau.
10:05Es gibt auch Frauen, die haben Probleme mit mir.
10:07Es gibt auch Männer, die mit Männern Probleme haben.
10:10Und bloß gut, dass heute Frühjahr Schluss ist.
10:12Um zwölf Uhr kommt ein Kammerjäger.
10:14Hoffentlich treffen sie sich nicht auch unterwegs.
10:15Sie könnten Funken schlagen.
10:17Ich gehe bei meiner Tochter einkaufen.
10:19Was machst du?
10:20Mit deinem Sohn?
10:21Es reicht.
10:23Ja.
10:24Nein.
10:26Tack.
10:27Ja?
10:31Beinahe hätte ich es vergessen.
10:33Seit einer halben Stunde wartet dieser Herr Rettig auf Sie.
10:36Cool.
10:38Mit dem Hemd war ihre Tochter bekleidet, als sie gefunden wurde.
10:42Ja, meine Frau, die hat das alles zusammengepackt.
10:47Wir beginnen mit einer Körperschweißanalyse.
10:50Wenn andere toxische Stoffe im Körper waren, können wir das nachweisen.
10:53Ach, nach vier Wochen in dem Hemd?
10:58Herr Rettig, ich bitte Sie noch mal rein, dass lassen Sie mir ein bisschen Zeit, ja?
11:01Sondern untersuchen, die brauchen einfach.
11:03Seid einverstanden?
11:05Selbstverständlich, natürlich, natürlich.
11:10Du kannst nicht immer wegrennen, wenn dir was nicht passiert ist.
11:12Niemand kann das.
11:13Du musst endlich ein bisschen erwachsen werden.
11:15Beweisen, dass du...
11:17Ich rede dieselben Sätze, die ich an meinem Vater gehasst, Anna.
11:20Erwachsen werden, wozu denn?
11:22Beweisen, was?
11:24Hast du kohlemäßig gerade getraut?
11:25Die ist nix.
11:26Oder Trick, ohne Klamotten hier anzurücken.
11:29Ich bin nur wegen Mama mitgegangen, nach Bern.
11:31Weil deine Ex hat nämlich eine kotzmäßige Angst, dass du keinen Typ mehr abkriegst in dem Alter.
11:35Anna, bitte.
11:35Hör mit diesem Vokabular auf.
11:37Das klingt dermaßen angeschaltet.
11:39Ist besser.
11:40Deine Mutter hat mir gesagt, sie hat es nur wegen dir getan, damit du wieder einen Vater hast.
11:43Tja, was wollen Sie reden?
11:45Dieser Traube ist aber harmoniesüchtig.
11:47Der ist verrückt und stressig.
11:49Der hat an mir rumgehämmert, als wollte er einen Friedensengel aus mir machen.
11:51Das ist doch nicht normal.
11:53Hat er dich, ich meine...
11:55Schlagen?
11:56Nee, nicht bestimmt nicht.
11:59Trinkst du die Kohle noch ab für die Steine?
12:01Ja.
12:04Wie kommt die übermorgen?
12:06Verräter.
12:15Lisa, Lisa, gib mal Gas.
12:26Ready, steady, go.
12:46Baby.
13:11Judith, alles okay?
13:19Hey, warte doch mal! Hey!
13:35Paul, bitte nicht.
13:38Ich hoffe, dass wir das Getrien hinter seinem Rücken haben.
13:42Nicht heute.
13:44Er ist sowieso nicht weitergegangen mit ihm.
13:47Er hat unsere ganze Firma kaputtgemacht.
13:50So genannte Ehe.
13:52Ach, Paul.
13:55Kann ich dir mal was sagen?
14:00Es ist gut, dass er tot ist.
14:03Dein Leben, mein Leben.
14:07Der alles zerstört.
14:09Der Erbsenzähler.
14:10Paul, bitte. Sag das nicht, bitte.
14:14Wie er mit deinem Sohn umgegangen ist.
14:17Wie oft hat er dich eigentlich geschlagen?
14:19Paul, er war mein Mann.
14:21Und er ist erst einen Tag tot.
14:24Die Frau wird an dem Tag wiedergeboren,
14:26an dem sie zur Frau eines anderen Mannes wird.
14:30Was soll das?
14:31Du verstehst nicht?
14:32Nein.
14:35Ich möchte, dass du meine Frau wärst.
14:40Meinst du...
14:43Meinst du das ernst?
14:47Ja?
14:56Ich muss nach Hause.
14:58Christian ist den ganzen Abend allein.
15:02Ach so.
15:04Gut.
15:06Wir sehen uns beim Notar.
15:09Zehn Uhr.
15:19Ist die letzte Festung gefallen?
15:22Die Damen niedergestreckt?
15:24Den Verletzungen nach muss es ja ein kräftiger Kampf gewesen sein.
15:27Jetzt lass mich in Ruhe!
15:29Bitte, gib mir noch eine Chance.
15:31Ja, ich...
15:32Es tut mir leid, ich rede immer solchen Quatsch.
15:35Okay.
15:35Ich komm jetzt, ja?
15:37Ich war heute Morgen im Krematorium.
15:39Ich hab mir die...
15:41...Badewanne gleich angeschaut.
15:45Und auf ein neugieriges...
15:47...und von deiner Seite würde ich weiter ausführen.
15:50Nichts.
15:51Keine Strommarke.
15:53Also kein direkter Kontakt mit einem metallischen Stromleiter.
15:56Die hätten beide tot sein können.
15:57Eigentlich hätte keiner von beiden tot sein dürfen.
15:59Normalerweise gibt es für solche Situationen extra Schutzschalter.
16:03Ja, aber das Haus ist 20 bis 30 Jahre alt und die Elektroanlage auch.
16:07Und damals war ein FI-Schalter noch gar nicht Standard.
16:09Ja.
16:11Vielleicht hat es aber auch jemand darauf abgesehen, beide umzubringen.
16:15Hm?
16:16Ich krieg' heute Nachmittag das Video, das der Junge aufgenommen hat.
16:20Es war ein Unfall.
16:22Die Frau hat ihren Mann verloren und es geht ihr sicher nicht gut.
16:25Musst du immer in anderer Leute Wunden rumwühlen?
16:28Äh, Robert, Ihr Privatkunde wartet schon seit einer Stunde auf Sie.
16:32Sie sollten sich ein bisschen mehr um Ihre zahlenden Gäste kümmern.
16:34Ja.
16:36Wäre doch gut, wenn du recht behieltest.
16:38Ich bin schon unterwegs.
16:42Ja?
16:43Alles okay?
16:46Ja, nur ein Kratzer.
16:50Wir haben eine massive Heroinintoxikation festgestellt.
16:54Wenn man die Konzentration zurückrechnet, bedeutet das, dass mit großer Wahrscheinlichkeit das Heroin den Tod ihrer Tochter bewirkt hat und
17:04nicht die Vergiftung, die angenommener Vergifter mit Schlafmitteln.
17:10Ich denke, dieses Zwischenergebnis reicht aus, damit die Staatsanwaltschaft den Fall zu einem Offizialdelikt erklärt wird. Ich glaube, Sie haben
17:17genug für Ihre Tochter getan.
17:20Nein. Ich bitte Sie, wir haben schlechte Erfahrungen gemacht mit der Polizei und mit den Gerichten. Ich bitte Sie, arbeiten
17:30Sie an diesem Fall weiter. Wir bezahlen alles.
17:35Wir haben gut gegen das Restaurant und wir könnten uns das leisten.
17:40Der nächste Schritt wäre die Exhumierung.
17:44Ihr und Ihrer Frau Einverständnis vorausgesetzt würde ich bei der Staatsanwaltschaft die Genehmigung beantragen.
17:50Ja, ja.
17:52Wir mussten nach dem Tod Ihres Partners die Kreditwürdigkeit Ihrer Firma neu einstufen.
17:57Das heißt, Herr Dr. Gröning?
17:59Herunterstufung von Risikofaktor A plus auf Risikofaktor B minus.
18:03Trotz der Tatsache, dass jetzt Mehrheitsgesellschaften von Twimmo sind, können wir in den Kreditleiter...
18:07Der Kredit war zugesichert.
18:09Unsere ganze Finanzierung...
18:10Das sind doch unsere Verwertungskriterien.
18:12Sie muss trauen mir.
18:15Sagen wir mal, das Vertrauensfeld, das zwischen Ihnen und der Bank ist in eine neue Phase getreten.
18:20Bislang hatten wir immer mit Herrn Brandenal verhandelt.
18:22Sie haben mit ihm verhandelt, weil er Ihr Schulfreund war.
18:25Ich hafte mit meinem Privatvermögen.
18:27Schauen Sie, die Sorge besteht einfach darin, dass die Kreditnahme in Relation zu den haftenden
18:31Eigenmitteln ein Volumen erreicht hat, das vom generellen Risiko her unsererseits nicht weiter ausgedehnt werden kann.
18:36Ich habe hier eine Übersicht über das Geld, das mein Kompagnon Ihnen hat zukommen lassen.
18:43Für Beratertätigkeit.
18:44Bei der letzten Kreditnahme waren das für Sie immerhin ganze 25.000 Mark.
18:50Sind Sie wahnsinnig?
18:52Selbstverständlich.
18:53Entweder ich kriege den Kredit, oder in ein paar Minuten landet diese Mappe auf dem Schreibtisch Ihres Chefs.
19:02Zusammen mit dieser Kassette, auf der Andreas Gotter bin selig seine letzten Telefonate mit Ihnen mitgeschnitten hat.
19:09Ich mache sie fertig, Kröme. Ich habe nichts mehr zu verlieren.
19:17Wolle mal!
19:20Also so haben wir nicht gewendet.
19:21Ich wette überhaupt nicht mit Leuten, die ich nicht mag.
19:23Du warst schließlich als Gast in meinem Haus. Schon vergessen?
19:27Du hast Dank dafür, hast du nichts anderes zu tun als mein Kind und meine Frau...
19:29Anna ist meine Tochter. Das mit der Frau ist okay.
19:33Du hast doch noch nicht mal nötig gefunden uns zu sagen, dass sie bei dir ist.
19:36Ich wusste nicht wo sie war und als ich es wusste, habe ich euch angerufen.
19:39Das bleibt dir kein einziges Wort, Peter.
19:41Eins will ich dir sagen.
19:43Anna nehme ich jedenfalls wieder mit zurück. Zurück nach Bern. Das schwöre ich dir.
19:47Anna wird tun, was sie für richtig hält, oder was ihre Mutter für richtig hält.
19:52Das lassen Sie meinen Kragen los, der schlägt meinen Hals drin.
19:55Du bist ein solcher Sauhut.
19:58Dafür wirst du bezahlen.
20:02Du wirst bezahlen!
20:05Mama und Christian.
20:12Mama und Christian.
20:17Gut, sehr gut.
20:20Mama ist für dich immer da.
20:25Es klingelt an der Tür, an der Haustür.
20:28Papa ist tot.
20:32Ja, bleib hier. Ich komme gleich.
20:40Robert Kolmer, guten Abend. Frau Brändenall?
20:43Ich hatte vorhin angerufen, wegen...
20:45Was Sie wollen, diese Kassette?
20:47Ich habe ein schlechtes Gewissen dabei, ja.
20:52Darf ich einen Moment reinkommen? Es schneit.
20:55Ja, natürlich. Kommen Sie rein.
20:57Danke.
21:03Ja.
21:05Und warum war das Kabel hier so verlegt worden?
21:08Ich meine...
21:10Weil die Steckdose nicht in Ordnung war.
21:12Sie hat von Anfang an nicht funktioniert.
21:14Wir wollten die gesamte Elektrik neu machen lassen, aber nachher...
21:17Zum Umzug ist eine teure Angelegenheit.
21:19Ich habe doch die Waschmaschine gebraucht.
21:21Danke.
21:21Hat Ihr Mann das installiert?
21:23Ja.
21:23Ein Freund hat die Dose nachgesehen.
21:25Der Geschäftspartner meines Mannes.
21:26Er hat Elektriker gelernt.
21:28Warum fragen Sie das?
21:32Er ist taub. Ich meine fast taub.
21:35Er hat ein neues Hörgerät.
21:36Ein sehr, sehr gutes.
21:38Seitdem nimmt er zum ersten Mal die Alltagsgeräusche wahr.
21:40Er muss sich erst daran gewöhnen.
21:41Aber das geht vorbei.
21:44Nicht wahr, mein Liebling?
21:50Jos!
22:08Ich habe angerufen.
22:09Stundenlang.
22:13Ich kann nicht alleine sein und zu zweit bin ich eine Katastrophe.
22:17Willst du reinkommen?
22:20Nein.
22:21Was willst du dann?
22:22Ich?
22:25Ich wollte dich fragen, ob Anna heute Nacht unter Umständen bei dir...
22:30Nein, nicht heute.
22:30Also, dass sie unter Umständen bei dir ein paar Tage wohnen kann.
22:35Was ist denn passiert?
22:37Der Ex meiner...
22:39Der Mann meiner...
22:41Tut mir leid, dass ich dir diesen ganzen privaten Schmumpf...
22:45Also, der neue Mann meiner alten Frau ist eingetroffen
22:48und der macht keinen sehr guten Eindruck.
22:50Und ich habe einfach ein bisschen Sorge, dass...
22:53Anna schläft heute Nacht bei einer Freundin.
22:54Auch nur, falls sie da nicht noch ein paar Nächte bleiben kann.
22:58Du bist jetzt extra hier vorbeigekommen, um mir das zu sagen?
23:03Inzwischen finde ich mein Timing heute gar nicht so schlecht.
23:07Hast du...
23:09Ähm...
23:12Also dann.
23:13Also dann.
23:18Also dann.
23:21Jan glaubt übrigens, dass du der Grund dafür bist, dass ich mich von ihm getrennt habe.
23:26Also pass ein bisschen auf, wenn du um die nächste dunkle Ecke biegst.
23:31Und wenn er rechnet?
23:34Sag Anna, ich freue mich auf Sie.
23:38Sag Anna, ich freue mich auf Sie.
24:00Sag Anna, ich freue mich auf Sie.
24:03Was ist das video genug?
24:23Ich fühle mich auf sie.
24:28Das aber derechos!
24:28Ich brauche, dass die Leute finden.
24:29Sie bekommen den gleichen Stromstoß.
24:31Er ist tot und sie überlebt und krabbelt Wind spät aus der Wand.
24:34Also mir reicht's.
24:35Du musst doch nicht mit Gewalt hinter jedem Unfall einen Mord sehen, oder?
24:38Manchmal ist es wirklich eine Ente, wenn es quakt.
24:40Entschuldigt nicht, aber ich hab noch zu tun.
24:47Weißt du was über die Ehe? Ich mein, das Verhältnis der beiden?
24:51Naja, er konnte den Sohn nicht leiden, das war das Hauptproblem.
24:53Sie vergötter den Kleinen, ja.
24:56Übrigens, Limburg hätte ein Motiv.
24:59Wenn die beiden da tot wären, würde der Sohn Christian die Hälfte der Firma erhoben.
25:03Und jetzt rate mal, bevor sage ich, dass dessen Vormund benannt ist.
25:06Paul Limburg.
25:09Es geht nicht um beide.
25:12Was du hier siehst, das ist, das ist, äh, der perfekte Mord.
25:17Robert, hör mal, möglicherweise bin ich ein bisschen voreilig gewesen.
25:20Weißt du was?
25:21Was?
25:22Vergiss den Fall.
25:24Es ist nicht zu beweisen.
25:25Du bist wahnsinnig, als Limburg ein Prozent übertragen.
25:28Und man kann in der Firma schalten und warten, wie er will.
25:30Und du bist draußen.
25:31Ein für allemal.
25:34Er macht dich kaputt.
25:36Er kann nicht wie heute auf morgen die Miete hochsetzen.
25:38Er kann, wenn er will.
25:38Wieso die Miete hochsetzen?
25:40Weil das Haus, in dem du wohnst, die Firma gehört.
25:45Hilf mir.
25:47Aber nur aus der Deckung.
25:49Nur bis zu einem gewissen Grade.
25:51Wieso nur bis zu einem gewissen Grade?
25:54Weil ich erpressbar bin.
25:56Weil ich Geld von deinem Mann genommen habe und weil Limburg das weiß.
26:00Wie ist die finanzielle Situation der Firma?
26:03Völlig überschuldet.
26:05Limburg richtet sich systematisch zugrunde.
26:08Du musst deinen Anteil so schnell wie möglich verkaufen.
26:10Paul hat gesagt, dass Andreas die Firma kaputt machen würde.
26:12Ist auch nicht so verkehrt.
26:14Die Firma finanziert sich durch Revolving-Geschäfte.
26:17Was ist das?
26:20Ein Immobilienkauf finanziert den Vorausgegangenen.
26:24Die Kaufsumme wird durch Tricks zurückgehalten.
26:25Die Verkaufe werden vertröstet.
26:27Bis der nächste Kredit da ist.
26:29Oder eine Immobilie verkauft ist.
26:31Kredit folgt auf Kredit.
26:33Die Summen werden immer größer.
26:35Und irgendwann fehlt das Geld.
26:37Das Kartenhaus stört sein.
26:39Es geht nicht um mich.
26:41Es geht nur um meinen Sohn.
26:43Ich will ihn materiell absichern.
26:45Hörst du nicht? Limburg verspielt das Vermögen.
26:47Deine Zukunft und die Zukunft deines Sohnes.
26:49Und deine auch.
26:53Ja, meine auch.
26:55Und was möchten Sie von mir?
26:57Rädig.
26:59Was werden Sie tun, wenn Sie wissen, wer der Mörder Ihrer Tochter ist?
27:03Ich meine, falls Sie wirklich keinen Selbstmord begangen hat, was ja alles noch nicht geklärt ist.
27:08Wie?
27:09Wie meinen Sie das?
27:11Herr Rettig, versprechen Sie...
27:13Ja, bitte, bitte, bitte.
27:16Herr Rettig.
27:18Versprechen Sie mir, dass Sie keinerlei Art von Selbstjustiz üben.
27:23Unter keine Umständen.
27:25Nur unter dieser Bedingung bin ich bereit, die Untersuchung weiterzuführen.
27:28Können Sie mir das versprechen?
27:29Ich, ich...
27:30Ich sage doch dann meiner Frau, bitte bitte.
27:32Nein.
27:33Sie sollen es mir versprechen.
27:35Und Ihre Frau.
27:36Danke.
27:37Ich habe gemerkt, wie nah Ihnen das alles geht.
27:40Wollen Sie den Zigaretten?
27:41Nein, hier bitte nicht.
27:43Ich verspreche Ihnen das.
27:47Gut.
27:49Die Feinanalyse hat ergeben, dass das Heroin mit einem Mittel gestreckt wurde, was man nur in Kliniken bekommt.
27:53Das heißt Lidukain.
27:55Hatte Ihre Tochter Freunde Bekannte, die in einer medizinischen Einrichtung arbeiten?
28:00Ja.
28:01Ihr Freund ist Krankenpfleger und...
28:03Zucker?
28:04Ja.
28:05Bitte.
28:06Er hat...
28:07Danke.
28:08Er hat ihr...
28:10meiner Tochter Heroin gegeben.
28:13Und ich habe sie einmal angetroffen in diesem Zustand.
28:16Das war furchtbar.
28:18Aber haben Sie mir das nicht schon früher gesagt?
28:20Das weiß ich nicht.
28:22Danke.
28:23Danke.
28:24Danke.
28:25Danke.
28:30Danke.
28:31Danke.
28:31Danke.
28:31Danke.
28:46Danke.
28:50Danke.
28:58Danke.
29:00Das ist ja eine Überraschung.
29:02Wenn Frau Lindbergh was verspricht,
29:04das Geld ist schon nächst angelegt.
29:06Du hast genau das Richtige gemacht.
29:08Den habe ich in der Hand, den Jungen.
29:30Oh, oh!
29:50Herr Mon!
29:53In der Dusche?
29:55Aha.
29:56Paul Lindbergh. Die Adresse?
30:00Ich bin gleich unterwegs, ja?
30:03Wer hat ihn gefunden?
30:04Seine Reinemann, Frau.
30:06Todeszeitpunkt?
30:07Ach du.
30:08Der Körpertemperaturnach muss ja fast zwei Tage hier gelegen haben.
30:10Ist völlig ausgekürt.
30:12Lief die Dusche noch?
30:14Was hat die Reinemannfrau gesagt?
30:15Nee, die ist sicher, dass sie nicht mehr lief.
30:18Sondern hier drin hast du mindestens 20 Grad.
30:21Außen wärmer als innen.
30:22Ich kann mir das nur erklären, dass er ein paar Stunden
30:24unter der kalten Dusche gelegen haben muss.
30:27Also...
30:28Na hier, an der Auflagefläche sind sie da.
30:30Die Haare noch feucht.
30:32Tja, du...
30:33Der Zeuge aus dem Wald-Dimburg gestern Abend noch in der Kneipe.
30:36Und dann hat der Tod, wie er ist?
30:37Die Dusche noch abgestellt, oder was?
30:41Na ja.
30:42Ordentlicher Tod in einer sauberen Welt.
30:44Die beiden Chefs, eine...
30:46So muss ich mit der Schulter hin los.
30:47Was hab ich gestoßen?
30:48Eine Immobilienfirma sterben beide an einem Herztod.
30:50Im Badezimmer.
30:51Bisschen zu viel Zufall, oder?
30:52Amin am Reich geworden, Schlag auf Schlag verstorben.
30:55Ich will den so schnell wie möglich bei mir auf dem Tisch haben, ja?
31:00Und?
31:02Absolut nichts.
31:04Bin eben fertig.
31:06So.
31:08Bleibt einzig die Anomalie der Körpertemperatur.
31:11Hölzermann hat angerufen.
31:13Keine verwertbaren Spuren am Park.
31:16Dafür hab ich was aus dem Labor.
31:18Im Scheidenabstrich von Sonja Rettich wurde Sperma nachgewiesen.
31:21Dazu die Verletzung im Vaginalbereich.
31:25Das spricht eher von der Gewaltigung.
31:27Kann ich hier beischlagen.
31:28Und noch was.
31:29Dass wir keine Injektionsstelle für das Heroin gefunden haben,
31:32liegt nicht an der postmortalen Zersetzung.
31:34Sondern?
31:35Das Mädchen war doch tamponiert, ohne dass wir Blutanhaftung entdeckt haben.
31:39Das Heroin war ein Tampon.
31:40Der goldene Schuss.
31:48Aber eine tamponierte Frau kann man schwer vergewaltigen.
31:51Ja.
31:53Spricht für Fremdbeibringung.
31:54Post-Coital.
31:56Er hatte erst das Valium eingeflößt und dann...
32:07Er war kaum älter als einer.
32:11Was ist das?
32:12Ich meine...
32:15Was sind das für Menschen?
32:21Lass uns den kriegen, ja?
32:26Ach so.
32:29Ich wollte heute Abend noch in Limburgs Apartment.
32:33Hölzemann wollte mir den Schlüssel rüberschicken,
32:35sobald er mit der Tatort arme fahrlich ist.
32:37Müsst du mit?
32:38Komm mit.
32:41Wie würdest du's machen?
32:42Ich würde die Schwalldusche unter Strom setzen.
32:45Bei der normalen Dusche ist das Risiko zu groß,
32:47dass der Stromfluss unterbrochen wird.
32:49Die Faser am Duschkopf.
32:52Der Stromfluss wird über das Metall wohl in die Erde abgeleitet.
32:55In Limburg wäre gar nichts passiert.
32:57Tja.
32:58Und was nunmeister Scharfsinn?
33:01Keine Ahnung.
33:03Ganz einfach.
33:04Der Stromfluss kommt von unten.
33:07Vom Abfluss aus?
33:10Der Abfluss ist aus Metall.
33:12Das Abwassersystem wahrscheinlich aus Plastik.
33:14Im Trockenzustand wird also kein Strom abgeleitet.
33:19Warte mal.
33:22Warte mal, warte mal.
33:25Hier.
33:27Achtung.
33:30Netzer.
33:34Der Täter könnte hier ein starres Kabel in diesen Abfluss angeführt haben.
33:40Dann hat er durchgeschoben bis zu diesem Abfluss.
33:43Und dann den Fasenstecker, den Fasenstecker.
33:45Hier, in diese Steckdose eingeführt.
33:48Das war's.
33:49Was heißt, das war's?
33:50Ja, dann ist er gegangen.
33:51Solange kein Wasser fließt, fließt auch kein Strom.
33:52Dann kommt Limburg nach Hause.
33:55Rehe die Dusche an.
33:56Das Wasser schließt in den Abfluss.
33:57Der Stromkreislauf schließt sich.
33:59Kammerflimmer und Exitus.
34:00Großer Bock ist ja ein Auftraum.
34:02Die PTU hat absolut schlammig gearbeitet.
34:04Die müssen ja alles aufreißen.
34:05Alle Abflüsse, die Rohre fallen, nach Kratzern, Finger, Faserspuren absuchen.
34:09Wo zum Beispiel hat der Täter das Kabel entsorgt?
34:12Liegt das irgendwo in dem Gebüsch hier in der Nähe des Hauses oder in der Mülltonne?
34:15Ja.
34:16Soviel zum Tatverlauf.
34:17Und jetzt zum Täter.
34:18In der Regel geht einer Tat ein Frustrationserlebnis voraus.
34:21Was fällt dir dazu ein?
34:22Mir ist kalt, kein wenig.
34:23Das Frustrationserlebnis ist aber nur der Anlass.
34:27Die Ursache, die liegt tiefer, viel, viel tiefer.
34:30Was meinst du damit?
34:31Als Einzeltat ist es der perfekte Mord.
34:33Erst in der Tatwiederholung geht der Täter ein enormes Risiko ein.
34:37Du meinst, ist er das Russland?
34:38Aber je höher das Risiko, desto tiefer die Verzweiflung.
34:41Welche Rückschlüsse lässt zum Beispiel die Intelligenz des Tathergangs auf die Intelligenz des Täters zu?
34:46Analysierst du eigentlich jeden Menschen so?
34:49Was?
34:49Nein, bei dir zum Beispiel gebe ich eine Kilosion hin.
34:52Jetzt bist du im roten Bereich.
34:53Ein unbeschädigtes Türschloss.
34:56Kenntest der Örtlichkeit und der idealen Tatzeit.
34:58Lässt auf eine intensive Täter-Opfer-Beziehung schließen.
35:01Das ist übrigens noch etwas.
35:02Dass der Täter zurückkommt, um die Installation wieder abzubauen, ist notwendig.
35:06Dass er die Dusche abstellt, ist Zufall.
35:08Im ersten Fall folgt es einem Plan, im zweiten.
35:12Einem Impuls, einem Ordnungsimpuls.
35:15Er ist intelligent, aber er denkt nicht komplex.
35:19Er tötet, aber ist nicht brutal.
35:22Du weißt, wer es ist.
35:24Ja.
35:28Mama, bitte sag nichts.
35:29Papa hat mir wirklich schon ins Gerissen geredet.
35:31Ich bin auch abgehauen.
35:34Genau wie du.
35:37Mama, ihr wolltet doch heiraten.
35:40Mit Traube ist es aus.
35:44Dein Vater wird mich auslachen.
35:46Ach.
35:47Bei dem läuft ja auch nichts.
35:49Beziehungstechnisch meine ich.
35:51Er schnüttelt zwar immer seiner Kollegin hinterher, aber die...
35:54Du meinst...
35:56Rügezommer?
35:57Hm.
35:58Verknallt bis in die Zehennägel.
36:00Ah, ja?
36:01Mama.
36:03Du weißt doch nicht vor.
36:06Aha.
36:08Testreihe beendet, ja?
36:10Geh wieder auch los.
36:12Mama, bei den Schlachtfesten, die ihr hinter euch habt.
36:17Und?
36:19Und wenn doch?
36:21Ich meine...
36:23Dich betrifft das ja auch.
36:24Nee.
36:25Dann geht das ganze dreimal wieder von vorne los.
36:28Wohl.
36:33Hafa?
36:39Irina.
36:40Hallo, Robert.
36:41Hallo.
36:46Also, pass auf.
36:47Letztlich ganz einfach.
36:48Der Täter oder die Täterin hat vermutlich eine Kupferplatte an das Kabelende gesteckt, um den Stromfluss zu verbessern.
36:54Denn genau dort, wo diese Platte mit dem Metall des Duschabflusses Kontakt hatte, hatten wir eine Metallisation.
37:02Ja.
37:02Also eine Verschmelzung der Metalle.
37:05Wir können also mit Sicherheit sagen, dass der Stromfluss stattgefunden hat.
37:08Und wir könnten sogar anhand morphologischer Überflussveränderungen die angewendete Kupferplatte eindeutig zuordnen.
37:13Wenn sie gefunden würde.
37:15Ja, aber wer war denn nun der Täter?
37:16Anneke Brändenall.
37:17Wie, warte mal einen Moment.
37:19In beiden Fällen?
37:20Mhm.
37:21Ja, die saß doch mit in der Wanne als ihr Mann.
37:22Du sprichst jetzt vom ersten Tönungsdelikt.
37:24Gleiches Prinzip.
37:26Sie hat das Kabel so geschickt an der Wand festgemacht, dass es beim Herunterfallen nur in Richtung Fußende der Wanne
37:30pendeln konnte.
37:32Also dahin, wo ihr Mann saß.
37:33Strom sucht sich immer den kürzesten Weg.
37:36Und der war auch in diesem Fall der Abfluss.
37:38Er saß im Stromweg, nicht sie.
37:40Deshalb musste er sterben.
37:42Scheiße.
37:42Und dann hat sie noch Badesalz ins Wasser gekippt, um die Leitfähigkeit zu erhöhen.
37:46Und sie hat noch das Kind dazu gebracht, im richtigen Moment die Videokamera draufzuhalten.
37:50Toll.
37:50Wir sind also Zeuge von einem Mord, den wir niemals...
37:52Den wir niemals...
37:54Nee.
37:54Warum hast du es nicht früher gesagt?
37:56Entschuldige.
37:56Da konnte ich natürlich nicht sicher sein.
37:58Da ist ein enormes Risiko dabei.
38:00Ist doch klar.
38:01Und du musst ziemlich verzweifelt sein, wenn du da...
38:06Wenn du dich da ins Wasser stellst, obwohl du weißt, dass wenig später der Strom durchfließen wird.
38:10Hallo?
38:12Herr Rettich!
38:14Heute Abend noch.
38:17Hat das nicht Zeit bis morgen?
38:20Nein, entschuldigen Sie, aber das kann ich Ihnen nicht versprechen.
38:24Hören Sie, ich...
38:25Ich rufe nochmal zurück später, ja?
38:26Danke.
38:27Na super.
38:28Das war ja mein erster eigenständiger Fall.
38:30Ich habe auch was dabei gelernt.
38:32Ja, eine einzige Erfolgsstory.
38:33Das Ende ist ja noch offen.
38:42Was wollen Sie?
38:44Sie haben...
38:45Sie haben nicht alle Tassen im Schrank.
38:48Wer soll ich das gewusst haben?
38:50Ich bin kein Elektriker.
38:52Ich will nur, dass Sie wissen, dass ich es weiß.
38:55Und dass die Polizei es weiß.
38:59Verlassen Sie mein Haus.
39:02Sie hätten die Dusche nicht abstellen sollen.
39:05Ein Hausfrauenimpuls.
39:05Raus.
39:07Irgendwo in diesem Haus gibt es eine Tasche.
39:10In dieser Tasche ist eine Metallplatte Kupfer.
39:13Ein Kabel, Plastikhandschuhe.
39:15Sie sind sich viel zu sicher.
39:18Und Sie spielen nur meinen verdammten Einsatz.
39:22Es ist ganz allein Ihr Einsatz.
39:25Ich wäre dumm.
39:26Wahrscheinlich unterschreibt der Staatsanwalt gerade die Durchsuchungsanweisung.
39:31Und in einer Stunde, eineinhalb...
39:36Was wollen Sie?
39:40Rufen Sie die Polizei, legen Sie ein Geständnis auf.
39:43Was hätte ich davon?
39:45Irgendwann findet sich ein Zeuge.
39:47Oder ein Detail, das Sie vergessen haben.
39:49Man wird Sie stundenlang verhören.
39:51Immer wieder, bis Sie sich in Widersprüche verwickeln.
39:54Von jetzt ab ist Ihr Leben Angst.
39:57Bei jedem Türklingeln müssen Sie damit rechnen, dass man Sie holen kann.
40:04Aber das ist gar nicht das Schlimmste.
40:06Wir werden Ihren Sohn als Zeugen vernehmen müssen.
40:11Natürlich wird das von einem Spezialisten übernommen.
40:13Aber trotzdem wird es hart für ihn.
40:19Vielleicht bekommen Sie aber auch die Zeit, ihm selbst einiges zu erklären.
40:25Vielleicht können Sie ihn vorbereiten.
40:30Vielleicht brauchen wir seine Aussage dann gar nicht mehr.
40:34Vielleicht bleibt Ihnen sogar die Urhaft erspart.
40:38Vielleicht.
40:41Und diese Frau hat dem LKA angerufen und ein Gefrenznis abgelegt?
40:45Ja.
40:46Wahrscheinlich hatte sie die Metallteile tatsächlich im Keller.
40:50Naja, bei der Hauptverhandlung wird sich alles abstreiten und bei der Beweislage...
40:54Du wirst das schon schaffen.
40:55Irina, ich muss mit dir noch was anderes besprechen.
40:57Ich wollte das gestern Abend nicht gleich so in die Runde werfen.
40:59Also ich möchte nicht, dass ihr, also du und Anna länger bei mir wohnt.
41:02Warum?
41:05Bist du mit diesem netten Herrn Traube inzwischen eigentlich verheiratet?
41:09Nein, nein.
41:16Er hat zweimal versucht, mir aufzulauern.
41:19Wann denn das?
41:21Vorgestern und vor drei Tagen.
41:24Einmal sogar im Flur, im Hausflur.
41:27Wieso denn? Der ist doch schon seit Dienstag wieder in Bern.
41:31Er hatte einen Kongress in seiner Klinik.
41:33Was?
41:38Robert?
41:40Anna wartet auf uns.
41:42Du hast uns zum Essen eingeladen. Hey!
41:45Kannst du schon vorfahren?
41:46Ich meine, ich muss zum Taxistand.
41:50Ich bin in einer Stunde da, ja?
41:51Bitte sei so lieb, ich bin die Tasche mit.
41:54Danke.
41:57Es geht schon wieder los.
42:00Komm mal hier!
42:01Hören Sie, ich bin in einer halben Stunde bei Ihnen.
42:03Ja.
42:33Herr Rettich, hallo?
42:34Aha, Sie sind's.
42:36Dr. Kolmer, kommen Sie her.
42:39Hier, trinken Sie was mit mir.
42:42Das ist ein Wein aus der besseren Gesellschaft.
42:45Der Geruch nicht zur Baumachung des Fensters nicht mehr.
42:47Ja, ich habe hier, hier sehen Sie, ein paar Ehrenge gebraten.
42:56Ich muss mit Ihnen reden. Können Sie die Musik nicht...
42:59Sofort, sofort, ich muss sofort aber noch etwas ganz Wichtiges sagen.
43:02Ich liebe wichtige Mitteilungen.
43:12Sie waren es. Sie haben Ihre Tochter vergewaltigt.
43:17Und weil Sie Angst hatten, dass Sie es Ihrer Frau erzählt, haben Sie sie umgebracht.
43:23Ich habe Sie geliebt. Verstehen Sie?
43:28Ich habe meine Tochter geliebt!
43:31Niemand soll es erfahren, nicht wahr?
43:34Diese furchtbare Schande.
43:36Als Ihre Frau mir den Auftrag erteilte, mussten Sie das Spiel mitspielen, das jetzt zu Ende geht.
43:40Ihr im Gestank gebratener Heringe von den beiden Dilettantischen Versuchen hier aus dem Weg zu räumen, rede ich gar nicht.
43:47Das musste ich tun.
43:51Ich hatte solche Angst, wenn meine Frau das erfährt.
44:00Aber das wird sich nicht erfahren.
44:04Niemand wird das erfahren.
44:23Was ist eine Schlange.
44:30Was ist eine Schlange.
44:31Gott weiß das, kommt es im Internet zum Zug, der sich direkt nicht aufnehmen kann.
44:35Wenn in der Berghandlung herumkontbekommen.
44:35Ich bin wieder vor Ort hin.
44:37Der jetzt noch nicht leicht.
44:37Und das ist nicht so jackass, was es zu machen.
44:37Wo ist ganz schön?
44:39Da war ein Schlange.
44:41Ich bin vor Ort hin.
44:41Er...
44:42Er...
44:43Um...
44:43Er...
44:43Er...
44:43Z...
44:50Was war hier los?
44:52Ich habe Sie etwas gefragt.
44:54Dann fragen Sie mich nie wieder was.
45:29Ich habe Sie etwas gefragt.

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