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KurzfilmeTranskript
00:00Ich bin selbst auf die Idee gekommen, Luisa hinterher auf dem Fahrersitz anzuschnellen, damit jeder glaubt, sie wäre gefahren.
00:06Simon glaubt aber nicht, dass Luisa gefahren ist.
00:08Weil er immer noch hofft, dass sich alles aufklären wird. Das wird aber nicht passieren.
00:11Was macht dich denn da so sicher?
00:13Ohne Spuren keine Beweise.
00:15Weil alle Welt davon ausgeht, dass Luisa Harald Becker überfahren hat.
00:20Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese zarte Beziehung beendet ist.
00:27Ganz besonders, wenn Herr Becker sich von diesem Unfall nie wieder erholt.
00:52Laura?
00:54Laura?
01:24Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:32Simon.
01:33Was machst du denn hier?
01:36Die Infusion. Die läuft nicht richtig durch.
01:40Was?
01:44Ich kann nichts erkennen. Ich rufe zur Sicherheit die Schwester.
01:48Laura? Was machst du denn hier?
01:52Ich wollte so gern dabei sein, wenn er aufwacht.
01:56Aber wenn Sie lieber allein sein wollen...
01:58Nein, nein, nein, nein.
02:00Es ist ja schön, dass Sie da sind. Sie gehören ja fast zur Familie und demnächst sind Sie auch noch
02:04Simons Schwägerin.
02:07Je mehr Menschen meinem Mann jetzt beistehen, desto besser.
02:11Schön, dass du gekommen bist.
02:14Du wirst sicher bald wieder wach werden.
02:16Und dann kannst du uns erzählen, wer dir das angetan hat.
02:38Das ist alles, was Ihre Kollegen in meinem Wagen sichergestellt haben?
02:41Ja, alles.
02:50Dann vielen Dank. Auf Wiedersehen.
02:52Auf Wiedersehen.
03:17Ja, bitte.
03:20Haben Sie einen Augenblick Zeit für mich?
03:22Sicher, haben Sie.
03:24Ich müsste einen Auftrag mit Ihnen besprechen.
03:30Oder störe ich beim Aufräumen?
03:33Die Polizei hat mir nur die Sachen gebracht, die sie nach dem Unfall in meinem Wagen sichergestellt hat.
03:38Ach ja, der Unfall. Wie geht es dem Arnhabenbecker denn?
03:43Er ist außer Lebensgefahr.
03:44Ach, das freut mich. Ich schätze Harald Becker wirklich sehr, als Forscher und als Mensch.
03:49Aber sicher.
03:52Luisa Maywald ist bestimmt da auch beruhigt. Immerhin hat sie ja den Unfallwagen gefahren.
03:57Das ist nun nicht bewiesen. Sie kann sich an nichts erinnern.
04:02Na, sie soll ja ziemlich viel getrunken haben.
04:05Luisa verteilt überhaupt keinen Alkohol.
04:09Und sie schläft nach wenigen Augenblicken ein.
04:11Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie in diesem Zustand das Auto gefahren hat.
04:15Was glauben Sie denn, wer es war?
04:17Ich weiß es nicht.
04:18Aber Harald Becker wird gerade aus dem künstlichen Koma geholt.
04:23Er kann dann sicher alles erzählen, wie es passiert ist.
04:27Na ja, der wird sich ja alles aufklären.
04:53Ach, hier bist du. Ich habe dich schon gesucht.
04:58Haben Hagen und Sophie sich schon gemeldet?
05:00Ja, Hagen hat angerufen. Sie kommen ein wenig später.
05:03Er meinte, du willst dich sicher nach deinem langen Rückflug aus Hongkong ein bisschen frisch machen.
05:07Das ist schon passiert.
05:11Habe ich mich eigentlich schon bei dir bedankt, dass du dich um die Geschäfte der von beiden Gruppen gekümmert hast,
05:15während ich weg war?
05:16Schon dreimal, aber ich höre es immer wieder gern.
05:23Ich frage mich, wie Annabelle Herrn Becker dazu bringen konnte, ihre schlechten Vertragsbedingungen zu akzeptieren.
05:29Ach, ich habe diese Betrügereien und Tricks so satt.
05:32Erzähl mir lieber was von Hongkong. Warst du erfolgreich?
05:35Vor allem einsam.
05:37Ja, ist mir gefehlt.
05:39Du mir auch.
05:41Und ich habe daran gedacht, dass ich oft mit Viktoria dort war.
05:46Alles steckte voller Erinnerungen.
05:49Ich kann es manchmal gar nicht glauben, dass unsere Tochter tot ist.
05:53Hier.
05:55Das trage ich immer bei mir.
06:00In einem Restaurant, in dem wir oft waren, habe ich ihren Lieblingsdrink bestellt.
06:04Mai Tai.
06:08Und ich habe darüber nachgedacht, dass es sehr schade ist, dass wir unsere Erinnerungen an Viktoria nicht mit Hagen teilen
06:14können.
06:17Es tut mir sehr weh, dass ich ihn nicht so behandeln kann, wie ich würde.
06:21Er war wie ein Sohn für mich.
06:24Tja, es ist sicher nicht leicht, haben die Vergangenheit mit Viktoria zu verschweigen, aber vergiss nicht, warum wir uns dafür
06:29entschieden haben.
06:30Ja, ja.
06:32Ich glaube nach wie vor daran, dass es richtig ist, dass wir ihm viel Leid damit ersparen.
06:37All die Erinnerungen an die Trauer an Viktoria, den Mordprozess.
06:42Seine Rache fällt zu gegen Annabelle.
06:46Hagen war so voller Hass.
06:48Und wenn ich ihn jetzt mit so viel sehe, wirkt er wie ein anderer Mensch.
06:53Sie hat seinetwegen sogar den Job in Rom abgelehnt.
06:56Aber es wäre für die beiden sicher eine große Chance gewesen, weit weg von Falkenthal nochmal ganz neu anzufangen.
07:08Und du willst wirklich mit mir zusammen nach Rom?
07:12Ja.
07:12Du willst mit mir dort arbeiten, leben, wohnen, Kinder kriegen, zusammen alt werden.
07:23Sophie, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als in Rom neu anzufangen.
07:26Zusammen mit dir.
07:31Also, das mit dem Kinderkriegen können wir ja noch vertagen.
07:35Einverstanden.
07:37Aber ich muss mir langsam Gedanken darüber machen, wovon ich denn in Rom überhaupt lebe.
07:41Also, ich finde, als Tellerwäscher in einer Pizzerie würdest du bestimmt eine gute Figur abgeben.
07:46Da bin ich ganz sicher. Davon habe ich auch immer geträumt.
07:49Du gehst los und machst Karriere und ich stehe zu Hause und schwinge die Abwaschbräste.
07:55Wahlweise könntest du auch Richard fragen, ob er eine Idee hat.
07:59Wie ist es schließlich schon mal für ihn rumgearbeitet?
08:01Ja.
08:05Aber im Gegensatz zu vielen anderen Dingen bin ich nicht böse, dass ich das auch vergessen habe.
08:10Ich hatte eigentlich gehofft, du könntest mir Kontakte machen in deinem Bereich.
08:14Du willst als Anwalt für Menschenrechte arbeiten?
08:18Hey, dann können sie dir bald keine Designeranzüge mehr leisten.
08:21Ich denke, ich werde es überleben.
08:24Und du glaubst wirklich, dass du dieser anspruchsvollen Aufgabe gewachsen bist?
08:29Was soll das denn heißen?
08:32Na ja, für diesen Job braucht man extrem viel Leidenschaft.
08:35Oh, Leidenschaft, ja?
08:38Leidenschaft?
08:40Ähm, ja.
08:42Dann schauen wir mal.
08:54Ich wünsche mir so sehr, dass es Harald gut geht, wenn er aufwacht.
08:58Dass er wieder ganz gesund wird.
09:00Für Marianne.
09:02Für seine Familie.
09:04Und der uns sagt, wie sich der Unfall ereignet hat.
09:07Ich möchte endlich Gewissheit und die Chance, die Verantwortung zu übernehmen, falls ich doch schuld an Haralds Unfall bin.
09:15Könnte mir Simon das jemals verzeihen?
09:23Hat der Arzt schon irgendetwas Genaues gesagt, wann er wieder aufwacht?
09:26Nein.
09:27Nur, dass es der frühe Nachmittag sein wird.
09:31Dafür ist es schon viel zu spät.
09:35Wahrscheinlich wurde das Narkose mitlehrt heute Vormittag abgesetzt.
09:38Jetzt kann man eigentlich nur warten, bis es nicht mehr wirkt.
09:41Vielleicht sollten wir doch einen Arzt rufen, dass ihr mal nach ihm sieht.
09:44Ja, das mache ich mal.
09:49Guten Tag.
09:51Hat sich schon etwas getan?
09:53Nein, überhaupt nichts.
09:54Er schläft immer noch.
10:02Soweit ist alles in Ordnung.
10:04Er müsste schon längst aufgewacht sein.
10:07Wir haben ihrem Mann Morphium gegeben gegen die Schmerzen.
10:12Wahrscheinlich hat er noch zu viel davon im Blut, um aufzuwachen.
10:17Ich werde ihm ein Antidot geben.
10:25Wir werden gleich sehen, ob es wirkt.
10:34Herr Becker?
10:38Herr Becker?
10:40Können Sie mich hören?
10:46Herr Becker?
10:53Irgendetwas stimmt hier nicht.
11:04Panna Cotta.
11:06Habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen.
11:09Ich kenne es eigentlich mit Orangeneis.
11:13Aber das hier schmeckt auch wunderbar.
11:18Okay.
11:19Und jetzt machst du mal kurz die Augen zu.
11:22Zu mal.
11:24Ich habe gesagt, zu mal.
11:25Ja, ist schon gut.
11:32Okay.
11:33Du lässt die Augen zu?
11:34Ja.
11:36Ja.
11:47Das ist wunderschön.
11:51Du überraschst mich.
11:54Jeden Tag aufs Neue.
11:56Genau.
11:57Das ist meine Absicht.
11:59Oh mein Gott.
12:01Oh nein.
12:02Ist schon so spät.
12:03Wir haben einen Termin bei Richard schon vergessen.
12:06Er ist auch heute aus Hongkong zurückgekommen.
12:09Auf Dauer sollte unser Liebesleben die Arbeitsmoral aber nicht so stark beeinträchtigen.
12:14Ich finde es sehr interessant und abwechslungsreich.
12:17Sag mal.
12:20Wir gehen wirklich zusammen nach Rom?
12:22Ja.
12:23Ja.
12:26Mich hält hier nichts mehr.
12:28Es wird mich auch niemand vermissen, außer Elsa vielleicht.
12:31Ach ja, und Konrad.
12:32Mein bester Freund.
12:33An den ich mich leider nicht mehr erinnern kann.
12:35Du vergisst Richard.
12:37Richard.
12:38Für den bin ich doch nur ein kleiner Angestellter.
12:40Der findet ganz schnell einen neuen Wirtschaftsberater.
12:43Oder glaubst du, ich bin für ihn unersetzbar?
12:47Für mich bist du es.
13:00Was macht er da?
13:02Er prüft die Reflexe.
13:03Aber das wird er uns gleich selbst erklären.
13:11Er wacht nicht auf.
13:13Was?
13:13Ich habe keine guten Nachrichten.
13:16Die Wirkung der Narkotika, mit denen wir ihren Vater in künstlichem Koma gehalten haben, ist bereits zurückgegangen.
13:23Und was heißt das?
13:25Er ist in ein natürliches Koma gefallen, Frau Becker.
13:28Und wie kann das passieren?
13:29Das kann ich nicht sagen.
13:31Wir müssen ihn sofort untersuchen.
13:33Möglicherweise ist eine Kopfverletzung übersöhnt worden.
13:37Denkbar wäre auch eine psychische Reaktion, falls der Unfall sehr traumatisch für ihn war.
13:42Und wie lange wird er in diesem Koma bleiben?
13:43Solange wir diese Ursache nicht geklärt haben, kann ich nicht sagen.
13:47Aber Sie müssen noch eine Prognose stellen können.
13:49Leider nicht.
13:51Aber je früher er aufwacht, desto besser.
13:54Das heißt, mit jedem Tag, den er länger im Koma liegt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass er überhaupt nochmal aufwacht?
13:59Ja.
14:00Das ist leider so.
14:01Das ist leider so.
14:36Ich habe kein Problem damit, dass zwischen dir und Sebastian was läuft, sondern damit, dass du es mir verheimlicht hast.
14:42Das verstehe ich.
14:44Und am meisten gekränkt hat mich, dass du mich auch noch angelogen hast, als ich gefragt habe, was mit euch
14:48beiden los ist.
14:49Ich habe mich einfach nicht getraut, es dir zu sagen, weil ich nicht wusste, wie du darauf reagieren würdest.
14:53Aber Lissi, genau das ist das Problem.
14:56Weißt du, hättest du es mir gesagt, dann hätte ich eine Chance gehabt, damit umzugehen.
14:59Und so habe ich es hinten herum erfahren.
15:00Es tut mir leid, Maike.
15:03Das war wirklich falsch von mir.
15:06Und was ist jetzt mit euch beiden?
15:08Seid ihr jetzt ein Paar?
15:10Sebastian und ich?
15:12Ja, irgendwie schon.
15:14Wir haben noch gar nicht darüber gesprochen.
15:16Immerhin war erst ihr wert, mich anzulügen.
15:19Also mach was draus.
15:27Sebastian, nicht aufgewacht, bin zu Hause.
15:32Oh je.
15:34Sein Vater ist nicht aus dem Koma aufgewacht.
15:36Er liegt jetzt richtig im Koma.
15:38Oh Gott.
15:39Und wie geht Sebastian?
15:41Er schreibt, er hat keine Lust zu feiern.
15:43Er ist nach Hause gefahren.
15:45Geh zu ihm.
15:47Vielleicht will er lieber alleine sein.
15:49Das glaube ich nicht.
15:49Ich glaube, er wird sich sehr freuen, wenn jemand bei ihm ist.
15:52Meinst du?
15:53Er braucht dich jetzt, Lissi.
15:56Danke.
15:58Ich habe dich so vermisst.
15:59Ich dich auch.
16:17Frau Bernstein?
16:18Ja?
16:19Entschuldigen Sie bitte die Verspätung.
16:21Hallo.
16:22Hallo.
16:23Ja, wir sind aufgehalten worden.
16:26Was ist mit Richard?
16:27Hat er seinen Flug Verspätung?
16:28Hat er ihn verpasst?
16:29Wo ist er?
16:29Er lässt Sie herzlich grüßen.
16:31Aber durch die Reise ist einiges liegen geblieben,
16:33worum er sich dringend kümmern muss.
16:34Verstehe.
16:35Ja, aber das macht ja gar nichts.
16:37Denn eigentlich bist du ja jetzt auch Expertin in Sachen Formel, oder?
16:39Ich habe den Vertrag geprüft, den Herr Becker mit Frau von Weiden abgeschlossen hat.
16:47Absolut wasserdicht.
16:49Nichts?
16:50Irgendwelche Fristen?
16:51Keine Klauseln?
16:52Leider nein.
16:53Obwohl die Vertragsbedingungen für Herrn Becker so schlecht sind,
16:56dass man schon fast von Sittenwidrigkeit sprechen kann.
17:00Richard hätte ihm eine Partnerschaft in einer gemeinsamen Firma angeboten,
17:04mit großzügiger Gewinnbeteiligung.
17:07Es ist mir ein Rätsel, warum er bei Annabelle unterschrieben hat.
17:10Die Frage ist doch eher, was hat Annabelle von Weiden getan, damit er unterschreibt?
17:16Harald Becker bekommt ein paar tausend Euro.
17:18Und sie verdient mit der Porzellan-Glasur, die er erfunden hat, Millionen.
17:22Ich hoffe, dass sie bei der Scheidung nicht ähnliche Tricks drauf hat.
17:26Vergessen Sie nicht, dass Richard Anteile an der Manufaktur hält.
17:29Dadurch hat er ein Druckmittel gegen sie in der Hand.
17:31Annabelle scheint wirklich mit allem Wasser gewaschen zu sein.
17:34Vor allem hat sie die Gabe, jede Situation zu ihren Gunsten zu wenden.
17:38Die Härtefallscheidung kann sie jedenfalls nicht verhindern.
17:41Sobald das Gericht den DNA-Test geprüft hat,
17:43weisen wir nach, dass sie Herrn van Weiden, seine Tochter, jahrelang verschwiegen hat.
17:47Tja, und damit wäre dann die Scheidung so gut wie durch, nicht wahr?
17:50Ja, und danach werden sie sich wohl neue Anwälte suchen müssen.
17:56Was? Ich denke, sie wollten in Falkenthal bleiben.
17:59Das ist Geschichte. Wir wandern aus.
18:02Viele Wege führen nach Rom. Unsere auch.
18:10Ich weiß nicht, was ich tun soll.
18:12Ich kann ihn doch nicht einfach so allein lassen.
18:14Mama, wir besuchen ihn jeden Tag.
18:16Wir reden mit ihm. Wir tun alles, was in unserer Macht steht.
18:18Aber du sagst doch selbst, er hört uns nicht einmal.
18:20Das kann man nicht wissen. Er kann jederzeit wieder aufwachen.
18:23Aber mit jedem Tag, den er da länger liegt, wird es unwahrscheinlicher.
18:26Aber doch nur, wenn er Wochen oder Monate im Koma bleibt.
18:30Wenn Harald keine schwere Kopfverletzung hat, spricht nichts dagegen, dass er bald wieder zu Bewusstsein kommt.
18:35Ich weiß nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll.
18:39Marianne, du bist nicht allein. Du hast hier deine beiden Söhne.
18:42Und ich unterstütze dich auch, wo ich nur kann.
18:46Schau mal.
18:47Wir haben auch Glück im Unglück gehabt.
18:51Sebastian hat Harald auf der Straße gefunden.
18:53Er hat zwei Notoperationen überlebt.
18:55Und das hier, das übersteht er auch noch. Das weiß ich.
18:59Wahrscheinlich hast du recht. Und er kommt zu uns zurück.
19:03Jetzt werde ich erst mal in der Manufaktur anrufen und sagen, dass ich morgen auch nicht zur Arbeit komme.
19:12Danke, Tobias.
19:14Wofür?
19:15Dafür, dass du für Mama da bist. Und für uns.
19:19Harald ist mein Bruder. Ihr seid auch meine Familie.
19:21Trotzdem. Ich weiß nicht, was Mama ohne dich machen würde.
19:24Ich weiß, wir wollten eigentlich ausziehen, aber vielleicht könnten wir noch ein bisschen länger...
19:28Simon hat schon mit mir gesprochen. Macht dir keine Sorgen.
19:30Ihr könnt hier so lange bleiben, wie ihr wollt.
19:33Danke.
19:35Das Wichtigste in solchen Fällen ist, dass die Familie zusammenhält.
19:41Er lebt? Harald Becker lebt noch?
19:43Ja, aber er ist ins Koma gefallen.
19:46Und das soll mich beruhigen?
19:48Wir haben doch eine klare Absprache, was zu tun ist.
19:50Ich kam ja gar nicht dazu. Die ganze Familie belagert ständig sein Bett.
19:54Ja, und jetzt?
19:55Der Arzt sagt, es ist nicht klar, ob er überhaupt nochmal aufwacht.
19:57Er kann schon morgen wieder aufwachen.
19:59Vielleicht wird er auch von ganz alleine sterben.
20:01Zählt das bloß nicht deinem Simon.
20:02Ich bin keine Mörderin.
20:04Ich dachte, du hast schon einige Übungen darin.
20:06Ich hab dir das schon mal gesagt. Die Sache mit Holger, das war ein Unfall.
20:08Ich bin nicht so kalt wie du.
20:10Das ist nur eine Frage der Notwendigkeit.
20:11Dann mach die Drecksarbeit doch selbst.
20:14Du willst doch nur nicht, dass herauskommt, wie du Herrn Becker dazu gebracht hast, mit
20:17dir den Vertrag abzuschließen.
20:19Er wird sich daran erinnern, dass du gefahren bist und nicht Luisa.
20:23Hast du schon mal daran gedacht?
20:24Vielleicht wird er sich auch an nichts erinnern.
20:26Oder er bleibt ewig im Koma.
20:28Wenn er sich nicht erinnert, ich werde es tun.
20:30Ich habe dein Schuldgeständnis.
20:32Schon vergessen?
20:34Und das sollte doch eigentlich unter uns bleiben.
20:37Harald Becker muss sterben, wenn er es nicht von alleine tut.
20:41Wirst du dafür sorgen?
20:58Er wird wieder aufwachen, Luisa.
21:01Ganz bestimmt.
21:03Ich habe den Kummer der anderen kaum ertragen.
21:07Wahrscheinlich bin ich für alles verantwortlich, Eva.
21:11Das ist doch überhaupt noch nicht bewiesen.
21:13Es kann doch auch eine ganz andere Erklärung für den Unfall geben.
21:19Und die hätte uns Simons Vater geben können.
21:24Ich habe so gehofft, dass wir von ihm erfahren, was in dieser Nacht wirklich passiert ist.
21:31Ja.
21:36Herr Adam.
21:38Was führt Sie denn hierher?
21:39Habe die Ehre, Frau Landmann.
21:41Frau Maywald.
21:44Es handelt sich um das Verlobungsgeschenk von Frau Maywalds Schwester.
21:49Ach, das Hotel.
21:51Ich habe das in der Aufregung ganz vergessen.
21:54Sie müssen nur kommen und es aus einem Dornröschenschlaf erwecken.
22:01Genau so habe ich es in Erinnerung.
22:04Wie ein verwunschenes Schloss, das auf Simon und mich gewartet hat.
22:08Darf ich mir die Frage erlauben?
22:10Wann wollen Sie mit den Renovierungsarbeiten beginnen?
22:15Also ich fürchte, das wird noch einige Zeit dauern.
22:19Der Vater meines Verlobten hatte einen schweren Autounfall.
22:23Ja, am Abend nach der Verlobungsfeier.
22:27Er ist von einem Auto angefahren worden und liegt noch im Koma.
22:33Ich bin wahrscheinlich diejenige, die ihn angefahren hat.
22:38Und wir wissen nicht, wann er wieder aufwachen wird.
22:52Mariana, du willst schon wieder los?
22:54Jetzt ruhe dich doch ein bisschen aus.
22:55Das kann ich immer noch, wenn er wieder wach ist.
22:57Es bringt niemandem etwas, wenn du dich jetzt überanschränkst.
23:00Komm.
23:03Ich möchte ihn einfach nicht allein lassen.
23:06Du machst immer noch Vorwürfe.
23:08Ich bin ganz sicher, dass dieser Unfall gar nicht passiert wäre,
23:11wenn wir uns nicht so gestritten hätten.
23:13Haralds Unfall hat nichts mit eurem Streit zu tun.
23:15Jetzt redet das nicht ein.
23:16Er war so furchtbar wütend, so habe ich ihn überhaupt noch nie erlebt.
23:19Ich bin sein Bruder und hast ihm gesagt, dass wir uns geküsst haben.
23:23Tja.
23:25Er war so gekränkt und verletzt.
23:28Was ist, wenn er nicht wieder wach wird und wir uns nicht wieder versöhnen können?
23:31Er wacht wieder auf.
23:36Er hat unsere gesamte Ehe in Frage gestellt.
23:39Stell dir mal vor, er stirbt und glaubt, ich hätte ihn nie wirklich geliebt.
23:45Er weiß, dass du ihn liebst.
23:47Er hat es immer gewusst.
24:00Und ich hatte sie genötigt, mit mir anzustoßen.
24:03Aber ich wusste wirklich nicht, dass der Orangensaft mit Sekt vermischt war.
24:07Herr Adam, Sie können nichts dafür.
24:09Das war ein Versehen.
24:11Luisa macht komische Dinge, wenn sie Alkohol getrunken hat.
24:14Aber Autofahren? Ausgeschlossen.
24:16Du wärst in kürzester Zeit eingeschlafen.
24:18Eva, ich bin in Hennings Wagen aufgewacht.
24:20Und dieser Wagen hat den Unfall verursacht.
24:22Und Sie können sich an nichts erinnern?
24:25Nein.
24:26Ein kleiner Schluck Alkohol genügt und alles, was danach passiert, ist am nächsten Morgen wie ausgelöscht.
24:33Ich hoffe inständig, dass sich bald alles aufklärt.
24:38Und selbst wenn ich es war, das Schlimmste ist die Ungewissheit.
24:45Ach, Entschuldigung.
24:47Was erzähle ich Ihnen? Sie wollten sich ja eigentlich verabschieden.
24:50Vermutlich ist das der ungünstigste Zeitpunkt, aber...
24:53Also was ist los? Raus damit, Herr Adam.
24:55Nun ja, mit der Übergabe des Hotels bin ich sozusagen ohne Beschäftigung.
25:02Wenn Sie vielleicht irgendwas hören...
25:04Ach so, ja. Wenn ich etwas höre, sage ich Ihnen Bescheid.
25:07Aber vielleicht könnten Sie ja auch Ihre Unterlagen vorbeibringen und ich reiche sie dann an Herrn van Weyden weiter.
25:12Das ist sehr aufmerksam von Ihnen. Aber nur, wenn es keine Umstände bereitet.
25:18Ja, selbstverständlich. Bis bald.
25:21Und alles Gute auch für Herrn Becker.
25:24Ja, werde ich ausrechnen. Wiedersehen.
25:35Weißt du, Annabelle.
25:38Annabelle ist die Einzige, die sogar von dem Unfall profitiert.
25:46Ja, es ist schon merkwürdig, dass sie ausgerechnet jetzt diesen Vertrag präsentieren kann,
25:50den Herr Becker niemals unterschreiben wollte.
25:52Ja, und wieder kann ihr niemand etwas nachweisen.
25:55Wie beim Tod von Viktoria. Aber mir reicht's.
26:00Was?
26:01Von heute ab kann sich Frau van Weyden selbst versorgen.
26:05Ich rühre keine Hand mehr für Sie.
26:07Einen Streik?
26:09Ja, unbefristet.
26:25War es eigentlich Hagens Idee, nach Rom zu gehen?
26:27Ja. Ich war selbst sehr überrascht.
26:31Hat Hagen sich bisher an irgendetwas aus seiner Zeit mit Viktoria erinnert?
26:35Nein. Ich glaube nur, dass er spürt, dass er sich sehr verändert hat.
26:41Er wirkt unbeschwert. Richtig fröhlich. Und verliebt.
26:46Er hat mir sogar einen Heiratsantrag gemacht.
26:49Wirklich?
26:51Ja. Ich habe natürlich abgelehnt.
26:55Sobald wir die Papiere beantragen, würde er erfahren, dass er schon einmal verheiratet war.
27:00Mit Viktoria.
27:02Es ist gut, dass Sie Falkenteil verlassen.
27:04Hier ist die Gefahr, dass Hagen sich irgendwann wieder an alles erinnern wird, viel größer.
27:10Ich hoffe, das wird niemals passieren.
27:13Zu dem Schmerz über seine Vergangenheit würde auch noch die Enttäuschung kommen,
27:18dass wir ihn alle belogen haben.
27:21Tja, aber wir haben uns dazu entschieden,
27:24ihn vor seinen Erinnerungen an die Vergangenheit zu schützen.
27:38Noah, was machst du denn hier?
27:40Ich wollte zu dir.
27:42Und, worum geht's?
27:44Ich war gerade im Krankenhaus.
27:47Harald Becker liegt immer noch im Koma.
27:49Auf unabsehbare Zeit, sagen die Ärzte.
27:52Und du kommst extra in die Manufaktur, mir das zu sagen?
27:54Ja.
27:56Ich bin völlig fertig.
27:58Mach mir solche Sorgen, Luisa.
28:00Wieso? Was ist mit ihr?
28:01Sie hatte doch so gehofft, dass die ganze Sache sich endlich klärt.
28:04Und jetzt liegt Herr Becker immer noch im Koma.
28:07Und weiß einfach nicht, was wirklich passiert ist.
28:10Jetzt mal Schluss mit dem Theater.
28:11Ich weiß, dass du dir keine Sorgen um Luisa machst.
28:14Vor gar nicht langer Zeit wolltest du sie vor lauter Eifersucht sogar umbringen.
28:17Henning!
28:18Du hast alles versucht, um ihre Beziehung mit Simon zu torpedieren.
28:21Täuscht einen Selbstmordversuch vor.
28:24Kaufst heimlich das Hotel, in dem sie mit ihm leben wollen.
28:26Das habe ich ihr aber zur Verlobung geschenkt.
28:28Aber nur, weil ich dich sonst verraten will.
28:30Was willst du eigentlich von mir?
28:32Ich frage mich einfach, ob dir der Unfall mit Herrn Becker nicht gerade recht sein muss.
28:37Und dass Luisa daran schuld sein soll.
28:40Was meinst du denn?
28:41Wenn Luisa tatsächlich gefahren ist, was ich nicht glaube,
28:45hättest du vielleicht freie Bahn bei Simon.
28:46Ist dir der Gedanke noch gar nicht gekommen?
28:48Wie kommst du dazu?
28:52Das...
28:53Ärger dich nicht zu sehr, das macht falten.
29:16Hey Lissi, wie geht's Sebastian?
29:19Ich weiß es nicht, ich habe ihn gar nicht gesehen.
29:21Sondern?
29:23Ist irgendwas passiert mit Sebastians Vater?
29:25Nein, ich glaube nicht.
29:28Wird das jetzt hier ein Ratespiel oder soll ich deine Gedanken lesen?
29:33Ich habe ein Gespräch belauscht, zufällig, zwischen Sebastians Mutter und Tobias.
29:39Und jetzt weiß ich einfach nicht, ob ich es Sebastian sagen soll.
29:42Wenn du mir genauer erzählen würdest, was passiert ist, dann könnte ich dich besser beraten.
29:47Sebastians Mutter hat erzählt, dass sie sich am Abend des Unfalls noch mit Sebastians Vater gestritten hat.
29:52Ja und? Das kommt vor.
29:53Aber es ging darum, dass Sebastians Mutter, also Marianne, Tobias geküsst hat.
29:59Ja, das ist natürlich starker Tobak.
30:02Und? Würdest du Sebastian sagen?
30:06Gegenfrage.
30:09Wie würdest du dich fühlen, wenn du es ihm nicht sagst?
30:12Na, damit habe ich ja gerade schon schlechte Erfahrungen gemacht.
30:40Hallo?
30:42Ihr seht aus, als würdet ihr gerade in den Schlachtplan aushicken.
30:45Was mich betrifft, stimmt das sogar.
30:47Ich bestreike Frau van Weiden.
30:50Wir glauben, Annabelle hatte beim Unfall meines Vaters ihre Finger im Spiel.
30:54Annabelle aber wieso?
30:56Sie ist die Einzige, die davon profitiert.
30:58Und angeblich hat ihr Simons Vater die Formel verkauft, kurz bevor angefahren wurde.
31:02Für ein paar läppische tausend Euro.
31:05Aber dein Vater wollte den Vertrag doch mit Richard abschließen.
31:07Hat er aber nicht.
31:08Er muss ganz plötzlich seine Meinung geändert haben.
31:10Und danach ist der Unfall passiert.
31:13Annabelle war heute bei mir.
31:15Sie hat sich für den Stand der Ermittlungen interessiert.
31:19Kennst du den O-Ring?
31:21Er wurde mir heute mit anderen Dingen, die in meinem Wagen lagen, von der Polizei übergeben.
31:25Ist das deiner?
31:27Brillant.
31:28So was hab ich nicht.
31:30Das ist eher Annabelles Liga.
31:32Sieht ziemlich wertvoll aus.
31:34Aber sie könnte ihn im Wagen verloren haben.
31:36Vielleicht hat sie ihn sogar selber gefahren.
31:39Und?
31:40Hat Luisa dann hinter Steuer gesetzt?
31:42Um den Verdacht auf sie zu lenken?
31:45Ja, wie soll das denn gehen?
31:46Na ja, du hast das Glas mit dem Alkohol erwischt.
31:49Und bist eingeschlafen.
31:51Das hat sie vielleicht gesehen.
31:53Wenn Annabelle ihn wiedererkennt, dann können wir beweisen, dass sie in deinem Wagen war.
31:58Sie ist oben in der Bibliothek.
32:01Ich glaube, ich habe den O-Ring heute in der Designabteilung gefunden.
32:08Henning weiß was.
32:10Ganz bestimmt.
32:11Er hat mir auf den Kopf zugesagt, dass ich mich über den Unfall freue.
32:14Ach, was er kann gar nichts wissen.
32:16Außerdem würde Simon ohne diesen Unfall bald Luisa heiraten.
32:21Im Grunde kannst du dich freuen.
32:23Du kannst dich doch viel mehr darüber freuen.
32:25Mit der Formel von Harald Becker scheffelst du Millionen.
32:28Und niemand wird jemals erfahren, dass du ihn dazu gezwungen hast, an dich zu verkaufen.
32:32Du willst doch nicht etwa Geld gegen Liebe aufwiegen.
32:37Vielleicht war die Entscheidung, deine Anteile an der Manufaktur an deinem Vater zu verkaufen, doch ein bisschen voreilig.
32:44Ja?
32:46Simon Becker möchte Sie sprechen.
32:48Herr Becker, was kann ich für Sie tun?
32:50Nur eine Kleinigkeit.
32:52Ich habe heute in der Designabteilung einen sehr wertvollen O-Ring gefunden.
32:56Ich kann mir nicht erklären, wer ihn dort verloren haben könnte.
32:59Ist das vielleicht ihrer?
33:03Ähm...
33:04Das ist meiner!
33:06Was?
33:07Mensch, den vermisse ich schon eine ganze Weile.
33:09Gott sei Dank hast du ihn gefunden.
33:11Bist du sicher? Das sind echte Brillanten?
33:13Ja, Annabelle hat sie mir geschenkt.
33:15Richtig, sie waren als kleines Willkommensgeschenk in der Familie gedacht.
33:19Du hast sie schon lange nicht mehr getragen.
33:20Ja, stimmt.
33:22Ja, dann hat sich das ja wohl geklärt.
33:35Aber Hagen, das ist doch fantastisch.
33:38Siehst du, was habe ich dir gesagt?
33:39Nicht mal meine eigene Schwester bedauert es, dass ich Falkenthal verlasse.
33:42Ach bitte, Falkenthal, Rom.
33:43Rom ist doch gigantisch.
33:44Ich würde auch gerne in Rom leben.
33:47Also, falls die da noch einen Förster brauchen.
33:49Ich glaube, die brauchen eher einen Fremdenführer bei den ganzen Sehenswürdigkeiten.
33:53Ich werde euch auf jeden Fall sehr vermissen.
33:55Kein Wunder.
33:56Eine leichtere Beute als mich wirst du noch nie wieder finden.
33:58Ja, ich schieße nicht mehr auf Juristen.
34:00Da bin ich beruhigt.
34:01Äh, wann soll es denn losgehen?
34:02In drei Monaten.
34:04Ich werde erst mal meine Stelle in der Kanzlei antreten.
34:06Und ich werde mich in aller Ruhe nach neuen Kanzlei-Räumen umschauen.
34:08Mir schwebt davor Ritter und Nowak.
34:11Nowak und Ritter.
34:12Ritter und Nowak.
34:13Wir arbeiten noch an einem Konzept.
34:16Also, ich finde, das ist einfach...
34:18Das Beste, was mir jemals passieren konnte, ja.
34:20Nicht nur dir.
34:21Uns allen.
34:26Simon hat gerade versucht, dir eine Falle zu stellen.
34:28Wie kannst du nur so dumm sein, deinen Ohrring in Hennings Wagen zu verlieren?
34:32Wie gut, dass er mich öfter mitnimmt.
34:35Das war wirklich ein blöder Anfängerfehler.
34:37Nicht dümmer als ein Schuldgeständnis auf einer Mailbox zu hinterlassen.
34:42Ja, vielen Dank jedenfalls.
34:45Die gibst du mir selbstverständlich zurück, wenn Gras über die Sache gewachsen ist.
34:49Wir müssen doch wohl glaubwürdig bleiben.
34:51Außerdem habe ich ja wohl eine Belohnung verdient.
34:53Belohnung? Wofür?
34:54Ich habe dich gerade gerettet.
34:55Du hast dich selbst gerettet.
34:57Hast du es immer noch nicht begriffen.
34:59Wenn ich untergehe, dann nur mit dir zusammen.
35:08Hagen hat recht.
35:09Echt? Irgendwie sind wirklich alle froh, wenn er Falkenthal verlässt.
35:12Naja, es haben alle Angst, dass er sich hier an seine Vergangenheit erinnern kann.
35:16Aber es sieht ja nicht so aus, als ob er das tut.
35:19Ich glaube nicht, dass man sein Unterbewusstsein einfach ausschalten kann.
35:21Und da sind alle Dinge gespeichert, die man mal erlebt hat.
35:25Denkst du jetzt an den Ring, den er so viel geschenkt hat?
35:27Du hast ja selbst gesagt.
35:28Es ist genau der gleiche, wie der, den er Victoria zur Verlobung geschenkt hat.
35:32Aber ich glaube irgendwie nicht, dass man seinen Geschmack verändert.
35:35Das muss doch nicht gleich was mit dem Unterbewusstsein zu tun haben.
35:38Ja, und Rom ist ja jetzt nicht das Schlechteste für ihn.
35:42Sicher, aber es wird immer wieder Situationen geben, in denen Sophie Hagen belügen muss.
35:46Und dann nutzt es auch nichts, nach Rom auszuwandern.
35:47Aber umso weniger Situationen es gibt, die Hagen an sein altes Leben erinnern, umso besser ist es doch.
35:53Und das mit dem Ring, das war bestimmt nur ein Zufall.
35:57Ja, vielleicht ist Geschmack ja wirklich einfach die Erinnerung an Dinge, die man mag.
36:02Ja?
36:05Ich mag dich.
36:14Und?
36:16Wie ist es?
36:18Perfekt.
36:21Fast perfekt.
36:23Nur fast?
36:24Mhm.
36:26Tret' ich mal auf.
36:29Warte.
36:36So, zeig mal.
36:41Jetzt ist es perfekt.
36:43Und dir fällt gar nichts auf?
36:45Du trägst den Ring.
36:47Soll das heißen?
36:48Das heißt, dass nichts mehr auf dieser Welt uns trennen kann.
36:58Sophie.
36:59Für mich bist du jetzt meine Frau.
37:01Ob mit oder ohne Heiratsurkunde.
37:10Oh nein.
37:11Oh nein.
37:11Oh Gott, nein, nicht schon wieder.
37:13Dein Termin mit Richard, ne?
37:14Ja.
37:15Sorry, ich muss los.
37:31Hier.
37:32Hier.
37:34Auf jeden Fall werden wir Schichten einteilen und ihn abwechslend besuchen, sodass Papa nie
37:38alleine ist.
37:39Jetzt sind gerade Tobias und meine Mutter bei ihm.
37:42Gut.
37:43Ich bin echt froh, dass er sich um sie kümmert.
37:46Ich bin immer so unsicher, was ich ihr sagen soll.
37:48Das ist so schwierig bei Eltern.
37:49Hm, verstehe ich.
37:51Sag mal, sind die eigentlich oft zusammen, deine Mutter und Tobias?
37:56Er hat dir viel geholfen, vor allem nach dem Unfall.
37:58Zum Glück, das rechne ich ihm echt hoch an.
38:03Was ist denn los?
38:05Hast du immer noch Stress mit Maike?
38:06Nee, wir haben uns ausgesprochen, ist alles wieder okay.
38:10Aber irgendwas stimmt doch nicht.
38:13Ich muss dir was sagen.
38:14Ich habe mir jetzt länger darüber Gedanken gemacht und ich finde, du solltest es wissen.
38:18Ja?
38:20Es geht um deine Mutter und Tobias.
38:22Was ist mit den beiden?
38:24Ich habe zufällig mit angehört, dass die beiden sich geküsst haben.
38:28Was?
38:35Was, die Ohrringe gehören? Nora?
38:37Ja.
38:39Ich habe sie noch nie an ihr gesehen.
38:41Na ja, und woher sollte Nora das Geld haben?
38:43Annabella hat sie ihr geschenkt.
38:45Ach, dann wundert es mich nicht, dass sie sie nicht trägt.
38:48Ja, aber wie kommt der Ohrringe dann in meinen Wagen?
38:51Du hast doch Nora früher ab und zu mit dem Wagen mit in die Manufaktur genommen.
38:54Vielleicht hat sie ihn da verloren.
38:56Das stimmt natürlich.
38:57Du glaubst doch nicht etwa, dass Nora etwas mit dem Unfall zu tun hat.
39:00Ich weiß nicht.
39:01Sie hat sich gerade groß mit Luisa und mir versöhnt.
39:05Sie hat uns zu unserer Verlobung mein Traumhotel geschenkt.
39:08Also etwas Schöneres hat sie gar nicht für mich tun können.
39:11Und außerdem, warum sollte Nora mit Annabelle zusammenarbeiten?
39:13Die beiden sind offen verfeindet.
39:15Nora hat nichts davon, wenn Annabelle mit der Formel Millionen macht.
39:18Ich habe Nora letztens mehrmals bei Annabelle gesehen.
39:22Was hat sie von ihr gewollt, wenn sie angeblich so verfeindet sind?
39:25Ich habe sie gebeten, Annabelle ein wenig auszureichen.
39:27Vielleicht erfährt sie etwas.
39:31Redet ihr etwa über mich?
39:34Guten Tag, Frau Nowak.
39:35Guten Tag.
39:36Ich hoffe, ich bin nicht zu früh.
39:38Nein, Herr von Weiden erwartet Sie schon.
39:39Vielen Dank.
39:44Guten Tag.
39:46Herr von Weiden, ist alles in Ihrem Sinne?
39:49Ja, ich habe Ihnen schon unterschrieben.
39:55Soll das ein schlechter Scherz sein?
39:57Was ist denn?
40:01Sophie, Sie...
40:07Sie sind angezogen wie Viktoria.
40:14Das darf nicht wahr sein.
40:19Danke, dass du es wenigstens versucht hast.
40:21Ich dachte, wenn Annabelle erfährt, dass dein Vater im Koma liegt,
40:24würde sie vielleicht mal ein Einsehen haben und den Kaufpreis erhöhen.
40:27Aber sie wollte sich natürlich auf nichts einlassen.
40:30Diese Frau hat wirklich ein Herz aus Stein.
40:32Das hätte ich Ihnen auch gleich sagen können.
40:35Herr Reichenbach, hier ist noch ein Brief für Sie.
40:37Er ist heute Morgen versehentlich zwischen die Zeitungen geraten.
40:40Danke.
40:41Und die Polizei hat deinen Ohrring in Hennings Wagen gefunden.
40:44Ihr dachtet, er gehört Annabelle, richtig?
40:46Hätte er Annabelle gehört, dann wäre es ein Beweis dafür gewesen,
40:49dass sie in Hennings Wagen war.
40:51Ja.
40:52Stimmt.
40:53Schade.
40:54Das wäre wenigstens meine Spur gewesen.
40:56Bist schon wieder.
40:58Bis jetzt, hast du dich immer noch nicht daran gewöhnt,
40:59dass du Steuern zahlen musst?
41:00Nein, ich bin geblitzt worden.
41:05Und das willst du jetzt mit uns feiern?
41:07Die Aufnahme muss unmittelbar vor dem Unfall gemacht worden sein.
41:12Das heißt, es gibt ein Foto vom Fahrer.
41:14Ich werde es beim Polizeipräsidium anfordern.
41:18Endlich gibt es Klarheit.
41:20Jetzt werden wir erfahren, wer wirklich den Wagen gefahren hat.
41:28Ich kann noch verstehen, dass du Luisa schützen willst.
41:31Aber davon wird der Unfall auch nicht ungeschehen.
41:33Und ihre Schuld schon gar nicht.
41:35Redlicherweise hat die Ungewissheit ja bald ein Ende.
41:38Dann wird sich zeigen, wer wirklich Schuld an dem Unfall hat.
41:40Ich bin mir sicher,
41:42dass ich diese Ohrringe immer bei Annabelle gesehen habe.
41:45Sie wäre zumindest die Einzige,
41:46die von dem Unfall profitieren würde.
41:48Es ist vorbei.
41:49Wir werden aufliegen.
41:50Sie werden rausfinden,
41:51dass wir für den Tod von Harald Becker verantwortlich sind.
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