Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
#ddr #ddrarchiv #ddrfilme #ddrsendung #ddrserie #ddrdoku #deutschedemokratischerepublik #ddrmusik #ddrkinderfilm #ddrcomics #ddrkino #ddrfernsehen #ddrgeschichte #ostalgie #ostdeutschefilme #ostdeutschland #ossi #defa #defafilm #defadoku #deutschefilme #deutscherfilm #deutschland #deutschegeschichte #kommunismus #sozialismus #marxismusleninismus

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:00:58Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:59Untertitelung des ZDF, 2020
00:02:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:02:42Untertitelung des ZDF, 2020
00:03:21Untertitelung des ZDF, 2020
00:03:36Untertitelung des ZDF, 2020
00:04:04Untertitelung des ZDF, 2020
00:04:47Untertitelung des ZDF, 2020
00:05:14Untertitelung des ZDF, 2020
00:05:21Untertitelung des ZDF, 2020
00:05:52Wollt ihr denn hier nicht länger bleiben?
00:05:55Und wollt doch nicht, dass ich mit euch gehe.
00:05:58Ich danke euch, Antonio. Ich möchte es nicht.
00:06:02Mein Gestirn scheint dunkel auf mich herab. Ich weiß es.
00:06:26Sebastian! Wenn ihr nicht daran denkt, mich für meine Liebe und Treue umbringen zu wollen,
00:06:32so lasst mich euer ergebener Diener sein.
00:06:35Mein teurer Antonio, darauf möchte ich dir nur eins sagen.
00:06:39Nimm meinen Dank.
00:06:41Mein Freund, gehen wir zusammen in die Stadt.
00:07:06Wer ist das?
00:07:08Der Herrscher von Elyrien.
00:07:10Ein edler Herzog von Geblüht und Namen.
00:07:12Wie ist sein Name?
00:07:15Orsino.
00:07:20Orsino.
00:07:25Das Gerücht läuft, er werbe um die reizende Olivia.
00:07:28Wer ist sie?
00:07:30Sie ist ein sitzer Mädchen.
00:07:32Eine Skrafendochter.
00:07:34Er starb vor einem Jahr und überließ sie dem liebevollen Schutze ihres Bruders.
00:07:37Auch dieser starb.
00:07:40Und sie, sagt man schwertrauernd,
00:07:44Gesellschaft und Anblick aller Männer ab.
00:07:46Denn sie, ich habe auch diese nahe,
00:08:16das Haft.
00:08:22Kapitän, ich bitte dich von Herzen.
00:08:25Ich will dir es reichlich lohnen.
00:08:27Verhehle, wer ich bin.
00:08:29Verkleide mich, wie es taugt zu meinem Plan.
00:08:31Hast du verstanden?
00:08:34Es sei, ich will dem Herzog treu zu Diensten sein.
00:08:37Was dann geschieht, wird mir die Zeit schon zeigen.
00:08:41Und eines noch.
00:08:42Richte nach meinem Witz dein Schwein.
00:08:44Und ich verspreche, stumm wie ein Fisch zu sein.
00:09:23Untertitelung im Auftrag des ZDF für funk, 2017
00:09:44Und ichozische Musik
00:10:04Was hat sie gesagt?
00:10:05Mein Fürst, ich war nicht vorgelassen.
00:10:08Ihr Mädchen gab zur Antwort mir.
00:10:10Der Himmel selbst, sagt sie, ehe sieben Jahre verglühen, soll ihr Gesicht nicht ohne Hülle schauen.
00:10:16Sie will wie eine Nonnen Schleier gehen und tags einmal ihr Zimmer rings benetzen, mit schmerzendem, gesalzenem Nass.
00:10:29Keine Blum, keine einzige Blum süß wird auf meinem verlassenen Grab grün.
00:10:47Keine Seele, keine Seele grüßt mich der einst, zieht der Tod mich immer.
00:10:58Und sehnst du mich zu dir zurück, bist du alleine.
00:11:11Dann liebst du pink an unser Glück und weine und weine.
00:11:42In Babylon, da wohnt ein Mann, ei du didel, trai, lai, lai, lai.
00:11:48Weiß ist ein Eheweib, ei du didel, trai, lai, lai.
00:11:52Er wäre ja viel besser dran, ei du didel, trai, lai.
00:11:57Hätt sie den Satan nicht im Leib, ei du didel, trai, lai, lai.
00:12:02Ah, Maria.
00:12:05Still.
00:12:08Ein Wort, Junker Tobias, ihr müsst abends früher nach Hause kommen.
00:12:12Denn eure Nichte, mein Fräulein, hat viel Einrede gegen eure unschicklichen Zeiten.
00:12:16Wieso mag sie bei Zeiten Einrede tun, Herr Nachwalt, aber schweig.
00:12:27Das Bechern und Saufen wird euch noch zugrunde richten.
00:12:31Und das alles wegen dieses albernen Freiers, den ihr abends einmal mitgebracht habt, als Freier für sie.
00:12:37Wen denn?
00:12:39Aha, den Junker Christoph Bleichenwang.
00:12:43Ja, den Junker Bleichenwang.
00:12:45Das ist ein so starker Kerl wie keiner in ganz Illyrien.
00:12:49Na, wenn schon.
00:12:50Wenn schon.
00:12:51Er hat 3000 Dukaten im Jahr, meine liebe Maria.
00:12:55So.
00:12:56Sein ganzer Reichtum dauert höchstens nur ein Jahr.
00:12:59Ein Verschwender ist er.
00:13:02Und ein Säufer.
00:13:03Genau wie du.
00:13:04Wer sagt das?
00:13:07Dieselben, die von euch behaupten, dass ihr euch jeden Abend mit ihm zusammen betrinkt.
00:13:11Ja, aber er trinkt doch auf die Gesundheit meiner Nichte.
00:13:14Und ich trinke auch auf die Gesundheit meiner Nichte.
00:13:18So lange ich nach Raum in der Kehle habe,
00:13:21und es in die Lührin was zu trinken gibt.
00:13:28Das ist die Junker Bleichenwang.
00:13:33Und ich trinkt doch auf die Glocke.
00:13:35Und ich trinkt doch auf die Glocke.
00:14:22Ah, junger Tobias.
00:14:28Junger Tobias, mir ist, als hätte ich mitunter nicht mehr Witz in meinem Kopf, als ein gewöhnlicher, armseliger Tropf.
00:14:39Und ich weiß auch genau, woher das kommt, denn ich esse ohne Maßen fettes Rindfleisch.
00:14:47Da muss ich euch zustimmen.
00:14:49Ach, junger Tobias, ich reite morgen wieder nach Haus.
00:14:52Warum? Warum, Herzensjogger? Redet!
00:14:56Eure Nichte will sich ja nicht sehen lassen.
00:14:58Und wenn auch, ich wette zehn gegen eins, sie weist meinen Antrag sicher ab.
00:15:02Der Herzog wirbt doch um sie.
00:15:05Nein, ich sage dir, sie will den Herzog nicht.
00:15:07Sie will keine größere Partie tun, als sie selber ist.
00:15:11Sie will keinen, der ihr überlegen ist an Rang, an Jahren, an Bildung und an Verstand.
00:15:18Vor allem an Verstand.
00:15:21Ja?
00:15:21Lass nicht nach.
00:15:23Du wirst noch siegen, mein Herzensjunge.
00:15:48Ich diene schon lange beim Herzog Orsino.
00:15:52Und ich kann euch auf mein Wort versichern, dass, wenn der Herzog in seinen Gunstbezeugungen gegen euch sofort fährt, Cäsarion,
00:15:59ihr es noch weit bringen werdet.
00:16:01Ja, er kennt euch erst seit drei Tagen.
00:16:03Und schon seid ihr ihm nicht mehr fremd.
00:16:06Ich danke euch, meine Herren.
00:16:10Ich danke euch.
00:16:25Ruft mir Cäsarion.
00:16:54Cäsarion.
00:16:57Du kennst, was mich bedrückt.
00:16:59Die geheimsten Blätter im Buche meines Herzens.
00:17:02Und nichts ist dir verborgen, ihr Krieg.
00:17:05Und jetzt, guter Jüngling, mach dich auf.
00:17:09Nimm kein Verleugnen an.
00:17:11Steh vor der Tür und sage laut, fest soll mein Fuß auf dieser Schwelle wurzeln, bis das Olivien mir Gehör
00:17:17geschenkt.
00:17:20Doch Herzog, wenn sie so ganz dem Grame hingegeben, wie man erzählt, lässt sie mich nicht mehr vor.
00:17:26Sie muss.
00:17:28Sei fest.
00:17:29Brich lieber alle Sitten, die du den Auftrag unverrichtet lässt.
00:17:32Gesetz nun, Herr, ich spreche sie.
00:17:34Was dann?
00:17:35Was dann?
00:17:37Sag ihr, ich liebe sie.
00:17:39Bestürme sie mit meiner treuen Preis.
00:17:41Es wird dir wohlstehen, meinen Schmerz zu klagen.
00:17:43Sie wird geneigter deiner Jugend horchen, als einem Boten Ernst an Angesichts, der nicht ihr Herz anspricht.
00:17:49Das glaube ich nicht, mein Herzog.
00:17:51Glaub's nur, mein lieber Junge.
00:17:55Denn der verleugnet deine frohen Jahre, der sagt, du seist ein Mann.
00:18:03Die Lippen Dianas sind weicher nicht und pur und pur pur.
00:18:07Dein Stimmchen ist wie eines Mädchens Kehle hell und klar und alles ist an dir nach Weibe sah.
00:18:15Vollbring dies glücklich.
00:18:17Und du sollst frei wie dein Gebieter leben.
00:18:19Und alles mit ihm teilen.
00:18:21Ich will versuchen, euer Fräulein zu gewinnen.
00:18:24Beeile dich.
00:18:25Schnell.
00:18:30Doch wo ich immer werbe.
00:18:36Mühvoll, Pein.
00:18:37Ich selber möchte seine Gattin sein.
00:19:11Wo treibst du dich herum?
00:19:14Das Fräulein wirklich hängen lassen, du nichts nutzt.
00:19:17Meinetwegen.
00:19:19Denn wie, sagt er nach, gut gehängt ist immer noch besser als schlecht war.
00:19:25Ruhig, Schell, das Fräulein kommt.
00:19:29Kleiner Bruder, hilf mir, dass mir ein guter Witz sein wird.
00:19:35Denn wie, sagt er nach, besser ein weiser Tor als ein twörigter Weiser.
00:19:55Meine Ehre, wie du Madonna.
00:19:58Schafft das Narrengesicht weg.
00:20:00Hört denn hier keiner?
00:20:02Schafft das Fräulein weg.
00:20:03Geht, ihr seid ein armseliger Narr.
00:20:05Ihr langweilt mich.
00:20:07Überdies fangt ihr an, euch schlecht aufzuführen.
00:20:09Leute, hört mal her.
00:20:10Das Fräulein wollte das Narrengesicht weggeschafft haben.
00:20:13Und ich sage euch, schafft das Fräulein weg.
00:20:15Guter Freund, ich wollte euch weggeschafft haben.
00:20:17Ein gewaltiger Irrtum.
00:20:19Allerliebste, Madonna.
00:20:21Wenn ihr so gütig seid, es zu erlauben, beweise ich euch eure Nachhalt.
00:20:24Will ich sein?
00:20:25Aber natürlich, Madonna.
00:20:28Beweis.
00:20:28Dann muss ich euch die Weichte abnehmen, Madonna.
00:20:32Ich bin's zufrieden.
00:20:33Aus Mangel an anderem Zeitvertreib will ich euren Beweis annehmen.
00:20:38Mein ach so tugendhaftes, armes Mädchen.
00:20:42So antwortet's mir.
00:20:44Nun, so fragt's.
00:20:46Meine gute Madonna, sagt, warum trauert ihr?
00:20:51Mein guter Narr und meines Bruders Tod.
00:20:56Ich glaube, seine Seele ist in der Hölle, Madonna.
00:21:00Nein, seine Seele ist im Himmel, die Tor.
00:21:04Eine Torheit, liebe Madonna.
00:21:06Traurig zu sein, wenn eures Bruders Seele doch im Himmel ist.
00:21:12Und da sagt ihr,
00:21:14schafft dieses Narrengesicht weg.
00:21:16Was denkt ihr von diesem Narre, Malvolio?
00:21:19Während im Alter ein vernünftiger Mann an Geist verliert,
00:21:23so wird dein Narr nur umso witziger mit seinen dummen Possen.
00:21:28Ich wundere mich, wie euer Gnaden an so einem ungesalzenen Schuft gefallen finden können.
00:21:33Ich weiß, ihr krankt an Eigen, liebe Malvolio.
00:21:35Es liegt so manche Weisheit in eines Narrenkeckenspruchs.
00:21:41Und oftmals ist der Klügste nur ein Narr.
00:22:14Nein, das ist er, wenn er sich nicht ansiedelt.
00:22:14Ja, ich höre auch.
00:22:15Mein Fräulein, vor dem Tor ist ein Mann, der euch zu sprechen wünscht.
00:22:20Geh zu ihm, mein Volio.
00:22:22Wenn es ein Bote des Herzogs ist, sagt ihm, ich sei krank oder nicht im Schloss.
00:22:26Ach, sagt ihm, was ihr wollt.
00:22:43Was führt euch her, junger Mann?
00:22:45Mich schickt Herzog Orsino.
00:22:47Das Fräulein ist krank und kann niemanden empfangen.
00:22:49Ich muss das Fräulein aber sprechen.
00:22:51Das ist ganz unmöglich, sie ist nicht zu sprechen.
00:22:54Schließt das Tor.
00:23:16Fräulein, der junge Mann draußen beteuert, er müsse euch im Namen des Herzogs sprechen.
00:23:21Sagt ihm, dass ich ihn nicht zu sprechen wünsche.
00:23:23Ja, das sagte ich ihm bereits, aber ich glaube, dass der junge Mann so lange vor unserem Tor stehen bleibt,
00:23:29bis er vorgelassen wird.
00:23:31Welche Art von Mensch ist er?
00:23:32Von männlicher Art, Fräulein.
00:23:34Ach, ist sein Benehmen.
00:23:35Von einer sehr unartigen Art, er sagt, er muss euch unbedingt sprechen.
00:23:39Wie ist sein Äußeres und wie alt ist er?
00:23:41Nicht alt genug für einen Mann und auch nicht jung genug für einen Knaben.
00:23:46Er ist sozusagen weder Fisch noch Fleisch.
00:23:49Ja, soeben auf der Grenze zwischen einem Mann und einem Kind.
00:23:54Sein Gesicht ist ziemlich zart und voller Liebreiz.
00:23:57Doch seine Rede ist unverschämt.
00:24:00Ich möchte ihn sehen, er soll kommen.
00:24:02Wir wünschen.
00:24:11Bitte.
00:24:21Bring's weg.
00:24:24Hören wir uns noch einmal die Botschaft Orsinus an.
00:24:35Hören wir uns noch einmal die Botschaft Orsinus an.
00:25:07Sagt mir, wer von euch ist die Dame des Hauses?
00:25:10Wendet euch an mich.
00:25:12Ich werde für sie antworten.
00:25:16Was wünscht ihr?
00:25:22Allerstrahlendste, auserlesene und unvergleichliche Schönheit.
00:25:29Ich bitte euch, sagt es mir, wer die Herrin hier in diesem Hause ist, denn ich bin ihr noch nie
00:25:34begegnet.
00:25:35Ich möchte nicht gerne meine Rede verkehrt anbringen.
00:25:38Denn abgesehen davon, dass sie meisterhaft abgefasst ist, habe ich mir viel Mühe gegeben, sie auswendig zu lernen.
00:25:46Seid ihr ein Schauspieler?
00:25:50Nein, mein gescheites Frolle.
00:25:54Seid ihr die Herrin vom Haus?
00:25:57Wenn ich mir nicht zu viel über mich selbst anmaße, so bin ich es.
00:26:02Ich erlaubte euch den Zutritt mehr, um mich über euch zu verwundern, als um euch anzuhören.
00:26:07Wollt ihr nicht unter Segel gehen, junger Mann? Dort geht der Weg.
00:26:11Nein, hübscher Matrose, ich möchte hier noch ein wenig auf- und abkreuzen.
00:26:17Macht euren Riesen doch ein wenig zahm, Fräulein.
00:26:20Ich bringe eine Botschaft.
00:26:21Dann sagt mir euren Auftrag.
00:26:25Verzeiht, edle Gräfin, er ist nur für euer Ohr.
00:26:31Lasst uns bitte allein.
00:26:38Nun, junger Freund, wie lautet eure Botschaft?
00:26:42Wunderschönes Frolle.
00:26:44Und wo steht eure Botschaft?
00:26:46In Orsinus Brust.
00:26:47In Orsinus Brust?
00:26:49In welchem Kapitel steht sie?
00:26:51Um methodisch zu antworten, im ersten seines Herzens.
00:26:56Hier lest es, Gräfin.
00:26:57Oh, ich habe es gelesen.
00:26:59Es ist Ketzerei.
00:27:01Habt ihr mir weiter nichts zu sagen?
00:27:05Erfüllt mir einen Wunsch.
00:27:07Ich bitte euch, lasst mich euer Gesicht sehen, o Allerschönes.
00:27:11Hat vielleicht der Auftrag, den ihr mir bringt, etwas mit meinem Gesicht zu tun?
00:27:16Ich werde den Vorhang wegnehmen und euch das Gemälde weisen.
00:27:25Sagt, ist die Arbeit nicht gut?
00:27:34Ich sehe euch, wie ihr seid.
00:27:38Ihr seid zu stolz.
00:27:39Ja, es ist wahr.
00:27:41Doch wäret ihr sogar der Teufel.
00:27:43Ihr seid sehr schön.
00:27:46Mein gnädiger Herzog liebt euch.
00:27:49Solche Liebe kann nur vergolten werden, würdet ihr als Schönheit.
00:27:52Auch gekrönt, Olivia.
00:27:53Ja, der Herzog weiß doch, dass ich ihn nicht lieben kann.
00:27:57O liebt ich euch mit meines Herren Blut.
00:28:00Mit solcher Pein, so todesgleichem Leben, wie er es erleidet.
00:28:04Ich würde euer Weigern nicht verstehen.
00:28:08Den Sinn erfasst ich.
00:28:09Was tätet ihr, mein Freund?
00:28:11Sprecht.
00:28:14Vor eurer Türe
00:28:17Baut ich mir ein Hüttchen.
00:28:22Und immer wieder rief ich euren Namen hinauf zum Schloss.
00:28:27Meiner verschmähten Liebe Lieder seng ich
00:28:30vom Glück geträumend wie verzaubert in der Nacht.
00:28:34Laut rief ich nur den einen Namen,
00:28:37bis die vertraute Schwätzerin die Luft von jedem Hügel her Olivia schrie.
00:28:41Oh, Olivia!
00:28:45Oh, ihr solltet mir nicht Ruhe genießen,
00:28:50zwischen Erd und Himmel,
00:28:52bevor ihr euch erwartet.
00:28:54Wer weiß, wie weit ihr es bringen könntet.
00:28:57Wer weiß es.
00:29:03Wie ist eure Herkunft?
00:29:06Ob schon mir es wohl geht?
00:29:08Über meine Lage.
00:29:11Ich bin von Adel.
00:29:14Geht jetzt wieder zu eurem Herrn.
00:29:16Er weiß, ich liebe ihn nicht.
00:29:18Sagt ihm, er soll nicht weiter zu mir schicken.
00:29:21Wo ihr nicht etwa wieder zu mir kommt,
00:29:24um mir zu sagen, wie er es aufgenommen hat.
00:29:27Und nun lebt wohl.
00:29:29Ihr lebt.
00:29:31Habt Dank für eure Mühe.
00:29:35Steckt euren Beutel ein.
00:29:37Ich bin nicht Käufig.
00:29:39Mein Herr bedarf Vergeltung.
00:29:42Nicht ich selbst.
00:29:46Seid gegrüßt.
00:29:48Hart, herzige Schönheit.
00:30:04Hey da mal wohl, Junge.
00:30:05Ja, Fräulein, zu euren Diensten.
00:30:07Lauf diesem eigensinnigen Menschen nach.
00:30:09Dem Abgesandten des Herzogs.
00:30:12Der Jüngling gab mir hier diesen...
00:30:15Ring.
00:30:16Sag dem, ich will ihn nicht.
00:30:19Wenn etwa morgen der junge Mann vorsprechen will,
00:30:22dann soll er den Grund erfahren.
00:30:25Macht schnell mal wohl, Junge.
00:30:28Ich fliege schon.
00:30:53Ich gab ihr doch keinen Ring.
00:30:56Was meint sie?
00:31:01Verhüte, dass mein Aussehen sie betört.
00:31:09Allmächtiger, sie liebt mich.
00:31:11Puh.
00:31:12Ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha.
00:31:35Heilige Maria, Mutter Gottes,
00:31:40bitte für uns arme Sünder,
00:31:42jetzt und in der Stunde unseres Todes.
00:32:03Heilige Maria, bitte für uns. Amen.
00:32:16Halt mal still, du Kuhkater.
00:32:21Junge Tobias, Junge Tobias, großartig Kuhkater.
00:32:43Da seid ihr ja, ihr Saufrollen.
00:32:45Ach, der Narr ist wieder da.
00:32:48Habt ihr schon mal das Bild mit den drei Eseln gesehen?
00:32:50Nein, nein, wo ist es?
00:32:56Drei lustige Kerle sind wir.
00:32:59Nein, nein, nein.
00:33:00Nein, Freunde, lass lieber den Narren etwas singen.
00:33:04Wollt ihr ein Liebeslied oder vielleicht etwas Belehrendes?
00:33:08Ein Liebeslied.
00:33:09Ein Belehrendes.
00:33:10Nein, ein Liebeslied, so ein richtiges Liebeslied, ein Liebeslied.
00:33:13Ich brauche kein Belehrendes.
00:33:15Gut, ein Liebeslied.
00:33:16Ein Liebeslied.
00:33:21Schatz, auf welchen Wegen ihr Tier
00:33:24bleibt und hört, der liebste Girt hier
00:33:28singt im hohen und tiefen Ton.
00:33:32Singt im hohen und tiefen Ton.
00:33:38Hüpf nicht weiter, zartes Kindlein,
00:33:41Liebe findet stets ihr Stündlein.
00:33:45Das weiß jeder Jüngling schon.
00:33:49Das weiß jeder Jüngling schon.
00:33:52Ach, wenn's doch wahr wäre, du lieber Narren.
00:33:58Was ist lieb, sie macht euch Sorgen,
00:34:01lacht des Nachts und weint am Morgen.
00:34:04Was noch kommen mag, liegt weit.
00:34:08Was noch kommen mag, liegt weit.
00:34:13Wenn wir warten, kann's zu spät sein.
00:34:17Darum küss ich, kleines Mäcklein.
00:34:22Liebe ist so schön zu zweit.
00:34:26Liebe ist so schön zu zweit.
00:34:42Du hast mir das Herz gebrochen.
00:34:45Ach, du bist ein Esel, wir wollen ein Kader singen.
00:34:49Drei lustige Kerle sind wir, ding, ding, dong.
00:34:52Drei lustige Kerle sind wir, ding, ding, dong.
00:34:56Drei lustige Kerle sind, kuckuck, sind wir.
00:35:11Drei lustige Kerle sind wir, ding, ding, dong.
00:35:15Drei lustige Kerle sind, wir ding, ding, dong.
00:35:18Drei lustige Kerle sind, kuckuck, sind wir.
00:35:21Tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tuck, tucker, tucker.
00:35:26Auft!
00:35:28Seid still.
00:35:30Oh, Maria.
00:35:31Oh, Maria.
00:35:33Was macht ihr hier für ein Katzenkonzert?
00:35:35Liebling.
00:35:36Seid still, wenn das gnädige Fräulein nicht ihrem Haushofmeister Malvolio befohlen hat, dass er euch aus dem Hause werfen soll.
00:35:42So will ich nicht ehrlich sein.
00:35:44Das Fräulein.
00:35:45Das Fräulein.
00:35:46Das Fräulein.
00:35:48Bin ich nicht ihr Blutsverwandter?
00:35:52Fließt denn Ihr Blut nicht auch in meinen Adern?
00:35:57Das Fräulein ist aus meinem Geblüt, äh das Fräulein!
00:36:03Still doch!
00:36:04Will ich denn nicht Ihr Ohrheit?
00:36:08Das war ein Blut, das war ein Blut!
00:36:46Ihr seid wohl toll, oder was seid ihr?
00:36:50Wollt ihr durchaus das gnädigen Fräuleinsschloss zum Wirtshaus machen?
00:36:55Miau, miau.
00:36:58Mich, mich, mich.
00:37:04Also, Juncker Tobias,
00:37:07ich muss ganz offen mit euch sprechen.
00:37:10Das Fräulein trug mir auf, euch zu sagen,
00:37:13obgleich sie euch als Verwandten aufgenommen hat,
00:37:16hätte sie doch nichts mit eurem Betragen zu schaffen.
00:37:25Wenn ihr euch von eurem üblen Betragen losmachen könnt,
00:37:29so seid ihr in ihrem Hause willkommen.
00:37:33Wo nicht?
00:37:36Und es beliebt, euch Abschied von ihr zu nehmen.
00:37:39Ja, dann wird sie euch ebenso gern Lebewohl sagen.
00:37:44Was bist du?
00:37:46Bist du was mehr als ein Haushofmeister?
00:37:50Was meinst du, weil du tugendhaft seist,
00:37:53sollst auf der Welt keine Torhalten mehr geben?
00:37:57Kein Fasswein?
00:38:01Bei uns, die Kerle sind wir, ding, ding, dong.
00:38:05Bei uns, die Kerle sind wir, ding, ding, dong.
00:38:07Bei uns, die Kerle sind, kuh, kuh, sind wir.
00:38:12Geht, du Herr, ihr tut nur groß gegen das Gesinde.
00:38:17Aha, so meinte ich es.
00:38:19Ja, ja.
00:38:26Maria, wenn ihr euch etwas aus der Gnade unseres Fräuleins maltet,
00:38:31so würdet ihr diesem unziemlichen Lebenswandel
00:38:34keinen Vorschub leisten.
00:38:36Aber sie soll es erfahren.
00:38:39Ich schwöre es.
00:38:41Bei meiner Ehre.
00:38:54Ach, es wäre wirklich ein gutes Werk,
00:38:57den Burschen zum Duell herauszufordern
00:38:59und da nicht hinzukommen.
00:39:02Eine gute Idee.
00:39:04Wir werden ihn zum Besten halten.
00:39:06Tut das, lieber Juncker.
00:39:08Ich werde es tun.
00:39:08Und ich überbringe die Herausforderung.
00:39:10Lieber Juncker Tobias,
00:39:12haltet euch nur diese Nacht ruhig.
00:39:15Ich werde den Burschen so foppen,
00:39:17dass er zum Allgemeinen Gelächter wird.
00:39:19Bitte sage es uns.
00:39:21Bitte sage es.
00:39:22Wett, acht, ich werde es euch erklären.
00:39:24Passt auf.
00:39:26Er ist ein Kriecher.
00:39:27Das stimmt schon.
00:39:28Du bist ein Kriecher.
00:39:29Ein Truthahn.
00:39:30Ein alberner Esel, weil er sich einbildet.
00:39:32Er sei so vollkommen,
00:39:33dass ich all in ihn verlieb.
00:39:36Diese Einbildung wird meiner Rache zugutekommen.
00:39:38Was hast du vor?
00:39:39Schnell erzähl, Maria.
00:39:41Hört zu.
00:39:44Ich habe nämlich die Absicht,
00:39:46ihm heute unverständliche Liebesbriefe in den Weg zu legen,
00:39:50worin er sich ganz handgreiflich abgeschildert finden soll.
00:39:53Herrlich bei meiner Ehr.
00:39:55Nur weiter.
00:39:55Herrlich.
00:39:56Ich schreibe ebenso wie eure Nichte
00:39:58und ich versichere euch,
00:39:59sie ist kaum zu unterscheiden.
00:40:02Glaubt ihr es?
00:40:03Nein.
00:40:06Ich wittere schon, was sie vorhat.
00:40:09Ich höre es auch schon im Ohr.
00:40:11Er wird wahrscheinlich glauben,
00:40:13dass die Briefe, die er finden wird,
00:40:15von meiner Nichte sind.
00:40:16Und er wird denken,
00:40:17dass sie sich in ihn verliebt hat.
00:40:19Bist du aber klug?
00:40:20Es wird köstlich sein, nicht wahr?
00:40:22Ein königlicher Spaß,
00:40:23verlasst euch nur auf mich.
00:40:25Ich weiß,
00:40:25mein Tränkchen wird beim Wirken.
00:40:27Bestimmt.
00:40:28Bestimmt wird es.
00:40:29Aber für heute Nacht,
00:40:31ihr Herren,
00:40:31ins Bett.
00:40:32Inzwischen dürft ihr von unserer Kurzweil träumen.
00:40:40Gute Nacht,
00:40:41Amazonen.
00:40:44Eine brave Dirne.
00:40:46Ein Tätzchen.
00:40:47Ja.
00:40:47Ein süßes Kind.
00:40:49Sie betet mich an.
00:40:51Was?
00:40:52Ich wurde auch schon genauso angebetet.
00:40:55Ja.
00:40:56Hörst du, Juncker?
00:40:57Ja?
00:40:57Es wäre an der Zeit,
00:40:59dass ihr euch Geld kommen lasst.
00:41:01Juncker Tobias,
00:41:02wenn ich eure Nichte
00:41:03nicht zur Frau bekommen kann,
00:41:05bin ich verlogen.
00:41:10Nein, glaubt mir,
00:41:11ich bin sehr, sehr verzweifelt.
00:41:13Nein, lieber Juncker,
00:41:15lasst noch Geld kommen.
00:41:17Und wenn euch meine Nichte
00:41:18nicht ihr Ja-Wort gibt,
00:41:20dann könnt ihr mich
00:41:22einen großen Esel nennen.
00:41:28Was ist lieb,
00:41:29sie ist nicht künftig,
00:41:30gleich gelacht ist,
00:41:31gleich vernünftig.
00:41:32Nie bereut,
00:41:34wer Junge freut.
00:41:35Nie bereut,
00:41:36wer Junge freut.
00:41:39Mach ich Worte,
00:41:40so verliere ich,
00:41:41komm,
00:41:42der Liebchen,
00:41:43küss mich tierlich.
00:41:44Jugend wird nur kurze Zeit.
00:41:47Jugend wird nur kurze Zeit.
00:41:49Jugend wird nur kurze Zeit.
00:41:55Dann wird nur kurze Zeit.
00:41:55Ha, ha, ha, ha.
00:42:25Untertitelung des ZDF, 2020
00:42:41Untertitelung des ZDF, 2020
00:43:04Cesario, wenn je du Liebe fühlst, dann denk daran, wie schmerzlich ich gelebt bin.
00:43:22Liebwertes Lied von gestern Nacht.
00:43:25Ich fühle, wie die Melodie mir meinen Gram verscheucht, viel mehr als lustgeweisen, dumme Worte, aus dieser wirbe Füßgenzeit.
00:43:45Gefällt dir diese Melodie?
00:43:49Ein Echo gibt sie wahrhaft jenem Platz, wo Liebe wohnt.
00:43:55Du redest meisterhaft.
00:43:58Mein Leben, wette ich.
00:44:00Jung wie du bist, hat schon dein Auge um liebevolle Gunst geburt.
00:44:05Ja?
00:44:06Woher wisst ihr das?
00:44:07Was für ein Mädchen ist das?
00:44:10Etwa von eurer Art.
00:44:11So kann sie deiner Wert nicht sein.
00:44:13Und von welchem Alter?
00:44:16Von eurem ungefähr.
00:44:17Zu alt für dich.
00:44:20Ein Weib sollt nur einen älteren zum Gatten nehmen.
00:44:24Dann lebt sie stets in seinem Herzen.
00:44:27Ich glaub euch nicht, Herr.
00:44:29Mädchen sind wie Rosen.
00:44:32Kaum ist ihre Blüte entfaltet,
00:44:35ist sie schon veraltet.
00:44:38So sind sie auch.
00:44:41Sagt, muss ihr los so sein?
00:44:44Ach, zu sterben grad im herrlichsten Gedeihen.
00:44:53Oh, mein Cäsario.
00:44:55Geh noch einmal zu ihr hin.
00:44:57Zu meiner holden Grausamkeit.
00:44:59Und sage, meine Liebe sei größer als die Welt.
00:45:01Doch wenn sie keine Liebe für euch fühlt.
00:45:03Die Antwort will ich nicht hören.
00:45:05Ihr werdet sie hören.
00:45:07Denkt euch ein Mädchen,
00:45:09das um euch genauso leidet.
00:45:11Mit solcher Herzenspein.
00:45:13Wie um Olivia.
00:45:15Keines Weibes Brust verträgt der liebe Andrang,
00:45:17wie sie klopft in meinem Herzen.
00:45:18Ja, ich weiß es.
00:45:19Was weißt du?
00:45:20Was ein Weib fühlt.
00:45:28Mein Vater,
00:45:30er hatte eine Tochter.
00:45:32Und sie liebte wie ich.
00:45:36Wie ich vielleicht euch lieben würde.
00:45:39Dann wäre ich ein Mädchen.
00:45:40Erzähl mir die Geschichte.
00:45:44Sie sagte,
00:45:46ihre Liebe nie.
00:45:48Und ihren Kram verbergen sich,
00:45:50du lächelst sie dahin.
00:45:53Ist das nicht Liebe?
00:45:59Doch nun genug.
00:46:00Wir Männer schwören und das sprechen allerlei.
00:46:05Und was ist jetzt?
00:46:07Soll ich zum Fräulein gehen?
00:46:08Ja.
00:46:09Eile.
00:46:12Hier.
00:46:13Gib Olivia in meinen Ring.
00:46:15Sag ihr,
00:46:16dass ich nicht Weigern noch Verzug ertrage.
00:46:36Das ist das nicht weib.
00:46:50Ach, was liegt denn da?
00:47:05Dem unbekannten Geliebten soll dies gewidmet sein.
00:47:09Und meine freundlichen Wünsche für ihn, das sind ihre C's und ihre U's.
00:47:13Und so macht das Fräulein die großen P's.
00:47:18An wen mag es sein? An wen?
00:47:26Gebt Acht, gebt Acht, nun ist die Schöpfe ganz dicht am Garn.
00:47:31Den Göttern ist es kund, ich liebe.
00:47:34Doch wen verschließe dich um Mund?
00:47:37Nie darf ich es gestehen.
00:47:40Nie darf ich es gestehen.
00:47:43Wenn du es wärst mal wohl, Jürgen.
00:47:47Ja, ich kann gebieten, wo ich liebe.
00:47:50Doch schweigen wie Lucretias Stahl
00:47:53Durchbohrt mein Herz voll sehnsuchtsvoller Triebe.
00:47:57M-O-A-L ist meine Wahl.
00:48:03M-O-A-L ist meine Wahl.
00:48:08M-O-A-L ist meine Wahl.
00:48:13Naum ist meine Wahl.
00:48:15Nein.
00:48:16Darüber muss ich nachdenken.
00:48:31Einige werden hochgeboren, einige erwerben Hoheit und einigen wird sie aufgezwungen.
00:48:37Dein Schicksal wirft das Glück dir zu.
00:48:40Erinnere dich, wer deine gelben Strümpfe lobte.
00:48:43Mit kreuzweise
00:48:46gebundenem Kniegürtel.
00:48:47Nur zu, dein Glück ist gemacht.
00:48:49Leb wohl, die glücklich Unglückselige.
00:48:53Sie liebt mich.
00:48:54Es ist offenbar, sie liebt mich.
00:48:57Er ist so weit.
00:49:09Ach, nur ruhig mal, Volio.
00:49:13Vom Glück stirbt man nicht.
00:49:20Ich will stolz sein.
00:49:23Ich will sogar politische Aufsätze lesen.
00:49:27Ich will alle gemeinen Bekanntschaften aufgeben.
00:49:30Ich will gelbe Strümpfe tragen und kreuzweiß gebundene Kniegürte.
00:49:35Ja, ich will ein vollkommener Mann sein.
00:49:37Das verspreche ich dir.
00:49:39Oh, hier ist noch eine Nachschrift.
00:49:43Du kannst nicht umhin, mich zu erraten.
00:49:47Wenn du meine Liebe begünstigst,
00:49:50lass es in deinem Lächeln sichtbar werden.
00:49:55Dein Lächeln steht dir wohl.
00:49:58Darum ein teurer Lächle immer.
00:50:02In meiner Gegenwart.
00:50:04Ich bitte dich darum, Geliebter.
00:50:10Ich will lächeln.
00:50:12Liebst dich, tue alles, was du von mir verlangst.
00:50:14Angst?
00:50:29Wirkt es auf ihn?
00:50:31Ja, wie Brandwein.
00:50:33Auf ein altes Frauenzimmer.
00:50:36Aber wenn ihr die Frucht von unserem Spaß sehen wollt, Juncker,
00:50:41dann gebt Acht, wenn er bei unserem Fräulein erscheint.
00:50:43Er wird den gelben Strümpfen zu ihr gehen.
00:50:44Und ich sage euch, sie hasst diese Farbe.
00:50:48Mit kreuzweiß gebundenen Kniegürteln, eine Mode, die sie nicht ausstehen kann.
00:50:53Und er, und er, er wird sich verliebt an ein Lächeln.
00:51:01Doch das wird mit ihrer Gemütsverfassung kaum übereinstimmen,
00:51:04da sie sich der Melancholie ergeben hat.
00:51:06Und ihr werdet sehen, wie ihn sein Lächeln bei ihr heruntersetzt.
00:51:32Entschuldigt mich.
00:51:33Ich wandere mit Gefahr durch diese Gassen.
00:51:36Ich habe im Seekrieg gegen die Galeren Orsinos gekämpft.
00:51:40Und würde ich hier gesehen, könnte ich kaum Antwort geben.
00:51:43Seid vorsichtig, Antonium.
00:51:45Das bin ich.
00:51:48Was soll ich mit dem Beutel?
00:51:49Vielleicht fällt euer Auge auf einen Tank, den ihr zu kaufen wünscht.
00:51:52Und eure Barschaft, denke ich, reicht nicht zum müßigen Kaufe.
00:51:56Ich muss jetzt gehen und treffe euch dann im Elefanten.
00:51:59Ich bin dort.
00:52:16Ich bin dort.
00:52:21Ich bin dort.
00:52:27Ich bin dort.
00:52:52Ich bin dort.
00:52:56Wenn ich dich beführe, so allein trauert mein Herz und trinkst um, blüht nur die Felle.
00:53:21Was ist mal wohl, Jo?
00:53:24Mein allerschönstes Fräulein.
00:53:27Du lächelst? Ich rief dich her zu einem ernsten Anlass.
00:53:32Ernst, Fräulein? Wohl könnte ich ernsthaft sein.
00:53:36Es macht einige Stockungen in Blute, dieses Binden der Kniegürtel.
00:53:42Aber was tut's, was tut's, wenn es den Augen des angebeteten Fräuleins gefällt?
00:53:51Ringsum blüht froh die Welt.
00:54:00Willst du nicht zu Bett gehen, Malvolio?
00:54:03Zu Bett?
00:54:05Ja, liebes Herz, ich will gern zu dir kommen.
00:54:14Was ist? Was habt ihr denn Malvolio?
00:54:19Nachtigallen antworten wohl Krähe mich.
00:54:22Warum erscheint ihr in dieser lächerlichen Unverschämtheit vor dem Fräulein?
00:54:26Sei nicht ängstlich vor unserer Hoheit.
00:54:29Wie hieß es in dem Brief?
00:54:33Einige werden hochgeboren, einige erwerben Hoheit, einige wird sie aufgezwungen.
00:54:40Erinnere dich, wer deine gelben Strümpfe lohnt.
00:54:42Gelbe Strümpfe?
00:54:44Und die kreuzweiß gebundenen Kniegürtel.
00:54:48Nur zu, dein Glück ist gemacht.
00:54:52Ist das nicht deine rechte Hundstagstollheit?
00:54:55Seht da, der Bote des Herzogs ist wieder hier.
00:54:59Er kommt zu spät.
00:55:03Sagt Onkel Tobias, er soll für ihn Sorge tragen.
00:55:08Ah, kein Geringerer als Onkel Tobias soll für Malvolio Sorge tragen.
00:55:12Wie steht's mit euch, mein Freund?
00:55:15Lasst mich in Ruhe.
00:55:18Sag, wie fühlt ihr euch, hoher Herr?
00:55:20Geht weg. Geht jetzt weg.
00:55:22Ihr seid entlassen.
00:55:25Lasst mich meine Einsamkeit genießen.
00:55:28Geht doch fort.
00:55:32Hört euch das an, wie hohl der Böse aus ihm spricht.
00:55:36Na, mein Täufchen.
00:55:38Wie geht's denn, mein Potönchen?
00:55:41Gut, kleiner Heuschrecke.
00:55:42Tobias, lass ihn sein Gebet her sagen.
00:55:45Mein Gebet? Bärkratze.
00:55:47Geht alle zum Henker.
00:55:49Ihr seid alberne Geschöpfe.
00:55:51Ihr hört noch von mir.
00:55:54Alifes!
00:55:55Lass mich hoch!
00:55:56Ferti da hin!
00:55:57Ferti da hin!
00:56:00Mein Prinzessor und die Linie, der Sturz zum Schiff.
00:56:08Wie ist euer Name?
00:56:10Cesario heißt euer Diener, berückende Prinzessin.
00:56:13Mein Diener, Herr.
00:56:14Ihr seid auch Sinusdiener.
00:56:16Er aber ist teure.
00:56:18Und ich eures Dienersdiener.
00:56:19Sein denke ich nicht.
00:56:20Ich komme nur, um euer gütiges Gefechtnis an ihn zu machen.
00:56:23Verzeiht.
00:56:24Ich habe euch gebeten, nie mehr von ihm zu reden.
00:56:28Doch hättet ihr ein anderes gesucht?
00:56:30So sagt es mir.
00:56:32Teures Fräulein.
00:56:33Nach der Verzauberung, die ihr hier angerichtet,
00:56:38überbracht euch mal wohl die um einen Ring.
00:56:41Was mochtet ihr wohl denken?
00:56:43Ihr dauert nicht.
00:56:44Das ist der erste Schritt zur Liebe.
00:56:45Aber nein!
00:56:46Nicht einen Fußball!
00:56:54Die Glocke wirft mir Zeitverschwendung vor.
00:56:58Seid ruhig, junger Freund.
00:56:59Ich will euch nicht.
00:57:01Nun denn.
00:57:03Ich wünsche euch guten Mut und Frieden.
00:57:11Fräulein, ihr sagt mir nichts für meinen Herrn?
00:57:31So lange besteht die dumme Welt!
00:57:36Hela!
00:57:38Ja!
00:57:42Ich war einmal betrunken,
00:57:47bin in dem Loch versunken,
00:57:50und sang dabei mein Tralala.
00:57:52Junker Tobias!
00:57:56Junker Tobias!
00:57:58Ja, ich trinke nicht.
00:58:00Junker Tobias!
00:58:01Ich sage euch, ich bleibe nicht eine Minute länger hier.
00:58:06Warum?
00:58:07Sag's ja erstmal warum!
00:58:10Ihr müsst uns euren Grund sagen, Junker!
00:58:12Was ist euer Grund?
00:58:13Den Grund?
00:58:14Ich sah, Junker Tobias,
00:58:16wie eure Nichte vorhin im Garten mit diesem
00:58:19Cäsario, dem Diener des Herzogs,
00:58:20sehr viel freundlicher tat,
00:58:23als sie es jemals gegen mich gewesen ist.
00:58:26Sag mal, alter Knabe!
00:58:28Nun?
00:58:29Sah sie nicht derweil auch?
00:58:30Ja?
00:58:31Genauso deutlich, wie ich euch jetzt sehe.
00:58:38Das war ein großer Beweis ihrer Liebe zu euch!
00:58:41Was?
00:58:41Ja!
00:58:42Was?
00:58:43Was ist?
00:58:45Wollt ihr aus mir einen Ezel machen?
00:58:47Was redest du da?
00:58:49Ich dachte immer, du bist ein hübsches kleines Scheu-Sang.
00:58:53Jetzt habe ich genug.
00:58:55Ich werde es euch beweisen.
00:58:58Sie hat mit diesem jungen Menschen ein bisschen schön getan,
00:59:02bloß um euch kräftig zu ärgern, um euer Herz mit Feuer zu erfüllen.
00:59:06Und dadurch reizt sie eure Tapferkeit bis zur Weißblut.
00:59:09Zu was?
00:59:10Zur Weißblut.
00:59:11Fordere diesen elenden Burschen und verwundet.
00:59:14Kff, kff, kff, halt elf stellen.
00:59:18Ja?
00:59:18Meine Nichte wird sich wohl merken und seid versichert,
00:59:23dass nicht ein, ein liebes Makler in der Welt den Frauen einen Mann
00:59:28besser empfehlen kann als seine Tapferkeit.
00:59:31So ist es.
00:59:31Ja?
00:59:32Ja.
00:59:32Es wird dir nichts anderes übrig bleiben.
00:59:34Nein?
00:59:36Nun will einer von euch ihm meine Herausforderung überbringen?
00:59:41Schreibt ihm in einem razzialischen Hand.
00:59:43Natürlich, das tue ich.
00:59:44Sei hart und klug.
00:59:46Mach ihm mit aller Freiheit der Feder herunter.
00:59:51Eure Hand.
00:59:54Ich werd's ihm zeigen.
00:59:56Mut.
00:59:57Auf in den Kampf.
01:00:04Bleibt doch noch, ich bitte euch.
01:00:06Sagt mir, Cesario, was ihr von mir denkt.
01:00:09Nun, dass ihr denkt.
01:00:11Ihr seid nicht, was ihr seid.
01:00:13Und ich denk dasselbe von euch.
01:00:15Und da habt ihr recht.
01:00:17Ich bin nicht ich.
01:00:21Cesario, bei des Frühlings blumen Jugend.
01:00:26Jungfräulicher Sitt, bei Treu und Tugend.
01:00:29So, Cesario, lieb ich dich.
01:00:32Vergessen ist mein stolzer Sinn,
01:00:35dass meines Herzens ich nicht mächtig bin.
01:00:38Nein.
01:00:39Bei meiner Jugend, meiner Unschuld, nein.
01:00:41Dies Herz gehört nur mir allein.
01:00:45Kein Weib darf seine Herrin sein.
01:00:48Daran sollt ihr immer denken.
01:00:51Keiner Frau werd ich es schenken.
01:00:53Nun, Fräulein, lebet wohl.
01:00:55Ich klage eurem Ohr
01:00:57die Seufzer meines Herrn
01:00:59nie malen wieder vor.
01:01:07Komm her, geschwind.
01:01:11Guter Nachlauf, schnell.
01:01:13Hol ihn zurück.
01:01:21Er kommt.
01:01:35Gott grüß euch, junger Herr.
01:01:38Euch gleichfalls, Herr.
01:01:40Euer Feind,
01:01:42wilder Grimm,
01:01:43blutdürstig wie ein Jäger,
01:01:44er wartet auf euch.
01:01:46Welche Beleidigung ihm zugefügt,
01:01:48weiß ich nicht.
01:01:49Ihr irrt euch, Herr.
01:01:50Ich bin gewiss,
01:01:51dass niemand irgendeinen Zank mit mir hat.
01:01:54Das kann nicht sein.
01:01:55Wenn euch also euer Leben etwas wert ist,
01:01:58so seid auf der Hut.
01:02:01Verzeiht, Herr.
01:02:01Wer ist dieser Mann?
01:02:03Er ist ein Ritter.
01:02:04Er fischt wie ein Teufel.
01:02:08Ich bitte euch, Herr.
01:02:09Er zeigt mir die Gefälligkeit,
01:02:10den Ritter zu fragen,
01:02:11womit ich ihn beleidigt.
01:02:13Das werde ich tun.
01:02:16Signor Fabio.
01:02:17Ja?
01:02:18Gebt ihr Acht auf diesen Herrn,
01:02:20bis ich zurückkomme.
01:02:21Macht euch keine Kopfschmerzen.
01:02:23Ich werde aufpassen.
01:02:24Hoffentlich hat er da keine Kopfschmerzen,
01:02:26sonst...
01:02:40Nehmt, Herr.
01:02:40Nein!
01:02:42Er ist der Behändeste
01:02:43und der Blutgierigste
01:02:45und obendrein der Verderblichste
01:02:48gegen ein ganzes Lügerin.
01:02:55Hört, Junker!
01:02:57Er ist ein richtiger Teufelskerl.
01:03:01Ich habe nie so einen Kämpfer gesehen.
01:03:03Man sagt, er soll Fechtmeister
01:03:05des Polenkönigs gewesen sein.
01:03:08Holste Henker.
01:03:09Junker Tobias.
01:03:11Ich will mich aber nicht mit ihm schlagen.
01:03:14Er gibt sich nicht zufrieden.
01:03:15Signor Fabio kann ihn kaum halten.
01:03:18Oh je, hätte ich gewusst, dass er herzhaft
01:03:22und so ein großer Fechter ist,
01:03:24hätte ich ihn niemals herausgefordert.
01:03:26Macht, dass er zurücktritt
01:03:28und ich schenke ihm meinen Hans,
01:03:29den Apfelschimmel.
01:03:30Ehrenbombe.
01:03:32Ich schlag's ihm vor.
01:03:33Beeilte euch.
01:03:33Bleibt stehen.
01:03:34Stellt euch bloß herzhaft an.
01:03:37Es soll doch ohne
01:03:38Mord und Totschlag gehen.
01:03:40Ja?
01:03:42Wenn möglich.
01:03:44Oh.
01:03:45Haltung!
01:03:49Hey!
01:03:51Er gab mir sein Pferd,
01:03:53um diesen Streitfall beizulegen.
01:03:56Ich habe ihm eingeredet,
01:03:57dass dieser Junge ein Teufel ist.
01:03:59Er hat ebensoch eine fürchterliche Einbildung
01:04:00von dem anderen.
01:04:04Oh, ich arme.
01:04:08Kommt, Juncker, es hilft alles nicht.
01:04:10Der Kavalier will nur zu seiner
01:04:12und eurer Ehrenrettung
01:04:14einen einzigen Gang mit euch machen.
01:04:16Er hat versprochen,
01:04:17dass er euch kein Leid zufügt.
01:04:19Wenn er nur Wacht hält,
01:04:20wenn er nur Wacht hält.
01:04:22Es gibt keine Rettung, Herr.
01:04:24Er hat geschworen,
01:04:25sich mit euch zu schlagen.
01:04:27Er sagt, er wird euch nichts tun.
01:04:29Frisch dran!
01:04:30Glaubt mir, Juncker,
01:04:32ich tue es wieder meinen Willen.
01:04:36Gott, steh mir bei.
01:04:38Es hängt bloß an einem Haar,
01:04:39so sage ich Ihnen,
01:04:40wie viel mir zu einem Mann fehlt.
01:04:42Wenn der Bursche wütend wird,
01:04:44dann lauft weg.
01:04:45Verlasst euch darauf.
01:04:47Frisch dran!
01:04:52Jetzt stoßt.
01:04:53Stehenbleiben!
01:04:55Nicht weglaufen!
01:04:56Keine Angst!
01:04:58Wiert euch!
01:05:00Na los!
01:05:05Vorwärts!
01:05:08Wo ist er?
01:05:22Los!
01:05:24Los!
01:05:25Los!
01:05:26Los!
01:05:27Los!
01:05:31Halt!
01:05:32Weg mit dem Ding!
01:05:34Wenn dieser junge Mann hier euch beleidigte,
01:05:36so nehme ich es auf mich.
01:05:37Und habt ihr ihn beleidigt,
01:05:38so fordere ich euch statt seiner.
01:05:40Wer seid ihr?
01:05:41Ja, wer seid ihr denn eigentlich?
01:05:44Ein Mann, der mehr für seine Freunde wagt,
01:05:47als ihr ihn gegen euch auf Prahlen hören.
01:05:49Ich bin zur Stelle!
01:05:58Juncker Tobias, haltet ein!
01:06:00Dort kommen die Gerichtsdiener!
01:06:02Stellt sie!
01:06:04Na, los!
01:06:06Wir sprechen uns doch!
01:06:13Antolio!
01:06:14Ich verhafte euch im Namen des Herzogs Orsino!
01:06:17Verrat ihr euch in mir!
01:06:18Nicht doch!
01:06:20Ich kenne eure Gesicht sehr wohl,
01:06:22obgleich ihr jetzt kein Schifferkäppchen tragt.
01:06:24Nehmt ihn gefangen!
01:06:26Weg! Weg!
01:06:37Weg! Weg!
01:06:46Weg!
01:06:56Weg!
01:07:04Ich gebe es auf.
01:07:08Sagt, was soll geschehen.
01:07:10Nun drängt die Not, mich meinem Beutel wieder von euch zu fordern.
01:07:13Es schmerzt mich mehr, dass ich für euch nichts tun kann, als das, was mich betrifft.
01:07:19Ihr seid betrübt.
01:07:21Doch sorgt euch nicht um mich.
01:07:22Kommt jetzt.
01:07:25Ich muss euch jetzt um etwas von dem Gelde bitten.
01:07:29Welches Geld wollt ihr?
01:07:31Der Güte wegen, die ihr mir heute erwiesen, will ich aus meinem schmalen Beutel euch etwas borgen.
01:07:37Doch meine Mittel sind gering.
01:07:39Was?
01:07:41Ist es möglich, ihr verleugnet mich?
01:07:44Braucht mein Verdienst um euch eine Überredung?
01:07:46Ich kenne euch nicht.
01:07:48Das ist nicht wahr.
01:07:50Kommt, Antonio.
01:07:51Einen Augenblick.
01:07:54Seht diesen Jüngling da.
01:07:57Einst war er beinahe schon des Meeres Beute.
01:08:01Ich pflegte ihn mit solcher Heiligkeit der Liebe.
01:08:05Und seinem Bilde huldig dich mit Andacht.
01:08:12Wie wird er Gott so schnell zum schnöden Götzen?
01:08:20Führt mich weg.
01:08:37Wollt ihr mir weismachen, ich wäre nicht nach euch geschickt?
01:08:39Ja, du bist ein toller Bursche, erlöse mich von dir.
01:08:42Gut ausgedrückt.
01:08:44Meiner treu.
01:08:45Nein, ich kenne euch nicht.
01:08:47Mein Fräulein hat mich auch nicht zu euch geschickt.
01:08:48Ihr seid nicht Monsieur Cesario und das ist nicht meine Nase und nichts ist so, wie es ist.
01:08:53Geh aus dem Weg.
01:08:54Was soll ich dem gnädigen Fräulein sagen?
01:08:56Dass ihr nicht kommen wollt?
01:08:58Lass mich in Ruhe, du Kuppler.
01:09:00Hey, hey.
01:09:02So ein lumpiger Bursche und feig wäre ein Hase.
01:09:05Lässt seinen Freund in der Not Mutterseelen allein und verleuchelt ihn.
01:09:09Eine Memme.
01:09:10So ein feiger Bube.
01:09:15Jetzt soll er mich kennenlernen.
01:09:17Ah, treff ich euch endlich.
01:09:19Da habt ihr was.
01:09:20Ah, da hast du auch was.
01:09:22Auf, auf.
01:09:23Haltet ein, Herr.
01:09:25Sonst fliegt euer Säbchen in den Hohenbogen über den Turm.
01:09:28Ach, du.
01:09:30Lass meine Hand los.
01:09:31Lustre dich nicht auf.
01:09:32Ich werde deine Hand nicht loslassen.
01:09:34Weg.
01:09:35Den Degen stecken lassen.
01:09:37Willst du es mit mir aufnehmen, Sochi?
01:09:39Was, was?
01:09:40Nun, so werde ich ein paar Tropfen von deinem naseweißen Blut abfampfen.
01:09:45Lass nur, Juncker.
01:09:46Ich will auf eine andere Art mit ihm fertig werden.
01:09:48Ich will eine Klage wegen Prügelei gegen ihn einleiten.
01:09:52Uh, das muss ich sofort dem Fräulein erzählen.
01:10:04Ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah.
01:10:09Halt, Tobias!
01:10:10Bei deinem Leben, halt!
01:10:12Du rauf, bolst, fort aus meinen Augen!
01:10:26Er ist eures Zornes nicht wert, Cesario.
01:10:31Kommt mit mir, ich bitte euch.
01:10:34In allem folget meinem Rat.
01:10:42Bis zum nächsten Mal.
01:10:43Oh, jetzt bin ich'stırz아.
01:10:46Oh, aber...
01:11:23Geht mit mir in die Kapelle, dort an der heiligen Stätte.
01:11:31Verbürget feierlich mir eure Treu.
01:11:42Das habe ich nicht verdient.
01:11:53Lieber Herr Pfarrer, ich bin wirklich nicht irre.
01:11:58Sie haben mich hier eingesperrt, in furchtbarer Finsternis.
01:12:01Das ist Wahnsinniger, du irrst.
01:12:03Es gibt keine andere Finsternis als die Unwissenheit.
01:12:08Lieber Pfarrer, ich bin ebenso gut bei Sinnen wie ihr.
01:12:12Mein lieber Freund, ihr seid wahrhaftig unklug.
01:12:15Wenn ihr nicht besser bei Sinnen seid, das ernarbt.
01:12:17Amen.
01:12:19Alle sind verrückt.
01:12:22Mach doch endlich auf.
01:12:26Mach doch auf!
01:12:32Mach doch endlich auf!
01:12:49Ich gehe mit euch und diesem guten Alpen.
01:12:53Will Treue schwören und sie ewig, ewig halten.
01:13:04Ufff!
01:13:07Ufff!
01:13:31Der Herzog kommt!
01:13:40Das ist der Mann, der mich gerettet hat.
01:13:43Er tat mir dienstig nicht, Herr Herr.
01:13:45Ich kenne ihn gut.
01:13:48Er ist ein berüchtigter Pirat und Räuber.
01:13:53Ich war nie ein Pirat noch Räuber,
01:13:55ob schon ich gebe es zu, ein Feind Orsinus.
01:13:57Genug davon. Folgt mir.
01:14:22Beallt euch! Schnell! Der Herzog kommt!
01:14:35Wartet hier. Ich komme gleich zurück.
01:14:38Ich komme gleich zurück.
01:15:07Ich komme gleich zurück.
01:15:09Das war's für heute.
01:15:47Oh, oh, oh, oh.
01:16:20Was wünscht mein Fürst, bis auf das Versagte, worin Olivia kann gefällig sein?
01:16:25Reizende Olivia.
01:16:26Wenn's nach der alten Weise ist, mein Fürst, so ist es meinem Ohr so widerwärtig wie Turben nach Musik.
01:16:34Noch immer grausam?
01:16:36Noch immer...
01:16:37Beständig.
01:16:39Wie?
01:16:40In der Verkehrtheit.
01:16:43Trausamer Schönheit.
01:16:48Ach so ist das.
01:16:53Doch höret dies, weil ihr denn meine Treue gar nicht achtet und ich genau die Ursache kenne, die meinen Platz
01:17:03in eurem Herzen sperrt.
01:17:06So liebt nur unmenschliche Tyrannien.
01:17:10Doch diesen, euren Günstling, den ihr liebt, den ich beim Himmel lieb und teuer halte, ihn reiß ich aus diesem
01:17:20stolzen Auge, wo er thronet, deinem Herrn zum Trotz.
01:17:27Komm, mein Junge, ich bin entschlossen abzurechnen, dies zarte Lämmchen werd ich nun entsehlen, um einer taube Rabenherz zu quälen.
01:17:43Und ich, bereit mit freudigem Sinn, geb mich zum Trost euch tausend Toten hin.
01:17:50Folgt mir.
01:17:53Cäsario, wo willst du hin?
01:17:55Ich folge ihm nach, dem ich mich ganz und gar ergeben.
01:17:59Der Meer mir ist als Augenlicht und Leben.
01:18:06Wehe mir, entsetzlich, wie getäuscht ich bin.
01:18:10Wer täuscht euch denn?
01:18:11Wert hat euch hohen.
01:18:12Vergisst du selbst dich?
01:18:15Ist es denn so lange schon?
01:18:18Ruf den Priester her.
01:18:20Komm mit, Cäsario.
01:18:21Bleib hier, mein Gemahl.
01:18:22Bleib hier.
01:18:23Gemahl?
01:18:24Ja, mein Gemahl.
01:18:26Willst du es leugnen?
01:18:27Sprich.
01:18:27Er euer Gemahl?
01:18:30Nein, Herr, ich bin's nicht.
01:18:34Cäsario.
01:18:36Ah!
01:18:38Vater, ich beschwöre dich, uns bei deinem heiligen Amte zu bezeugen, dass du gesegnet,
01:18:44was ich und dieser Jüngling hier vollbracht.
01:18:47Der liebe Bund hat sie auf ewigen Hund vereint, bestätigt durch in eins gefügte Hände,
01:18:54bezeugt durch euer Lippen heilgen Druck, bekräftigt durch das Wechseln eurer Ringe.
01:19:01Oh!
01:19:07Oh, heuchlerischer Brot.
01:19:10Was wirst du sein, wenn du im späten Alter erst ergraut?
01:19:15Mir aus den Augen, sie sei dein.
01:19:18Und geh auf Wegen, wo wir einander nie begegnen mögen.
01:19:21Ich schwöre euch, Herzog.
01:19:22Cäsario, keine Schwöre.
01:19:25Selbst Feiglinge sollten Ehre spüren.
01:19:33Oh!
01:19:34Oh!
01:19:34Oh!
01:19:35Leute!
01:19:36Oh!
01:19:37Oh!
01:19:38Oh!
01:19:38Um Gottes Willen, einen Felssch her.
01:19:40Und schickt auch schnell einen zu Junker Tobias.
01:19:43Ach!
01:19:43Oh!
01:19:45Was ist geschehen?
01:19:46Ach, verehrter Herr, er hat mir ein Loch in den Kopf geschlagen.
01:19:50Und Junker Tobias hat auch eine blutige Krone.
01:19:55Wer hat es getan, Junker?
01:19:57Der Herzogskavalier.
01:19:59Cesario heißt er.
01:20:00Cesario?
01:20:01Ja, Cesario.
01:20:03Ah!
01:20:03Das ist er!
01:20:04Lieber Gott, bitte tut mir nichts.
01:20:06Tut mir nichts.
01:20:08Ihr habt mir um nichts und wie nur nichts ein Loch in den Kopf geschlagen.
01:20:12Was wollt ihr?
01:20:13Ich tat euch nicht zu leide.
01:20:14Wenn eine blutige Krone was Leides ist, dann habt ihr mir was zu leid getan.
01:20:18Hey!
01:20:19Ui!
01:20:26Wer hat euch so zugerichtet?
01:20:28Onkel Tobias!
01:20:29Was?
01:20:31Ah!
01:20:32Ach, da kommt er.
01:20:36Es tut mir leid.
01:20:38Um eures werten Vetters Wunde.
01:20:41Doch wäre es auch der Bruder meines Bluts gewesen.
01:20:43Ich konnte nicht mit Sicherheit um ihn.
01:20:46Ist das eine Täuschung?
01:20:47Ihr seht mich an, mit wunderlichem Blick.
01:20:51Gesicht, Ton, Kleidung eins.
01:20:53Doch zwei Personen.
01:21:03Mein lieber Bruder.
01:21:08Mein totgeglaubter Sebastian.
01:21:10Schwester, Schwester, widerstandene Viola.
01:21:23Lieber Junge, du hast mir tausendmal gesagt, du würdest dein Weib nie lieben so wie mich.
01:21:35Und jedes Wort, mein Herr, beschwöre ich euch.
01:21:39Mein Fürst, sagt, gefällt es euch vielleicht, nach erwogener Sache mich als Schwester anzusehen,
01:21:45statt als eure Frau.
01:21:47So krönen einen Tag, ich bitte euch dieses Bündnis.
01:21:50Und ist's euch recht, in meinem Hause und auf meine Kosten.
01:21:54Euer Vorschlag ist uns hoch willkommen.
01:22:03Fräulein, ihr habt mir Unrecht getan, ein unverzeihliches Unrecht, und mich eingesperrt.
01:22:10Hab ich das mal wohl, Jo?
01:22:12Ihr habt es.
01:22:15Hier, liest das, Herrin.
01:22:20Guter Freund, dies ist nicht meine Hand.
01:22:23Wenn auch, ich muss gestehen, die zügt ihr gleich.
01:22:27Doch ohne Zweifel ist's Marias Hand.
01:22:31Hört mich, wertes Fräulein.
01:22:34Es war ein Scherz.
01:22:36Maria schrieb den Brief auf starkes Drängen unseres Junkers,
01:22:39zum Dank, wofür er sie zur Frau genommen.
01:22:45Armer Freund, wie hat man dich geneckt.
01:22:49Ich war auch eine Person in diesem Spiel.
01:22:52Nämlich, der hochverehrte Pater.
01:22:56Oh, du Schuft.
01:23:00Ich werd mich rächen, Narr.
01:23:03An deiner ganzen Rotte.
01:23:07Sie haben ihm böse mitgespielt.
01:23:10Mann, lauf ihm nach und bring ihn zur Versöhnen.
01:23:13Cäsario, kommt.
01:23:16Ihr sollt Cäsario sein, solange ihr Mann noch seid.
01:23:20Doch wenn man euch mit anderen Kleidern schaut,
01:23:24Orsinos Herring.
01:23:26Seine liebe, süße Braut.
01:23:36Oliya, ein Hochdeck, Oliya!
01:23:43Oliya, ein Hochdeck, Oliya!
01:23:46Halt!
01:23:47Halt!
01:23:48Ha!
01:23:49Zu spät!
01:23:49Seht wohl!
01:23:59Kommt nun, Freunde, auf zum Tanze
01:24:03und verbunden, auf zum Tanze.
01:24:09Möge die verliebten Paare glücklich sein für alle Zeit.
01:24:22Trotz Verwechslung und trotz Irrung
01:24:27löst zum Schluss sich jede Führung, denn das Schicksal ist galang.
01:24:34Und so fügt sich's das am Ende, auf dies wackere Paar sich fahr.
01:24:47Freunde, schenkt mir diesmal Glauben, lasst euch nicht die Hoffnung rauben.
01:24:54Was ihr wollt, ist unser Spiel, und in meinem letzten Fässchen wünsch ich, dass es euch gefühlt.
01:25:08Und so fügt sich's das am Ende, auf diesmal Glauben, auf das Schicksal ist es euch gefühlt.
01:25:17Untertitelung. BR 2018
Kommentare

Empfohlen