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00:00:00Musik
00:00:42Musik
00:01:08Werner Bredebusch erfüllt einen schweren Auftrag.
00:01:12Als Kundschafter verfolgt er die Spur faschistischer Wölfe,
00:01:15die nach 1945 von geheimen Schlupfwinkeln aus
00:01:19die Fortsetzung ihrer aggressiven Politik betreiben.
00:01:22Im Auftrage der Genossen unserer Sicherheitsorgane
00:01:26lebt sich Werner Bredebusch in die Rolle des gefallenen Jagdfliegers
00:01:29Achim Detjen ein und gewinnt in einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager
00:01:33Kontakt mit dem SS-Offizier Born.
00:01:39Bei der Ankunft in der BRD entzieht das von Born informierte
00:01:43faschistische Kameradenhilfswerk den von den Franzosen
00:01:46wegen eines Kriegsverbrechens gesuchten Achim Detjen
00:01:49dem Zugriff der Militärpolizei.
00:01:57Über den römischen Weg gelingt es Detjen
00:02:001950 in die Hochburg der führenden faschistischen Militärs
00:02:04in Argentinien vorzudringen.
00:02:07Sogar den ehemaligen Geschwaderschef Detjens,
00:02:09Oberst Krösing, vermag der Kundschafter perfekt zu täuschen.
00:02:13Niemand zweifelt an seiner Identität.
00:02:19Der französische Journalist Charles André,
00:02:22der sich auf der Spur der Nazis befindet,
00:02:24wird aufgrund seiner Veröffentlichungen aufgespürt.
00:02:28Detjen warnt ihn und spielt ihm weiteres enthüllendes Material zu.
00:02:36Der Spezialagent der CIA, Wilson, versucht Detjen als Informanten zu gewinnen
00:02:42und durch ihn die Denkweise der faschistischen Militärs
00:02:45im Sinne der strategischen Konzeption der USA zu beeinflussen.
00:02:49Als vertrauter Krösings übernimmt Detjen wichtige Kurierdienste,
00:02:53die ihn 1951 wieder in die BRD führen.
00:02:57Bei der Vorbereitung der Remilitarisierung
00:02:59arbeiten die alten Argentinier
00:03:02eng mit dem entstehenden Amt Blank in Bonn zusammen.
00:03:06Hier hat Detjen die erste Möglichkeit,
00:03:08Kontakt mit seinen Genossen in Berlin aufzunehmen.
00:03:12Die Frankfurter Fotografin Winnie Winkelmann
00:03:15steht ihm als ständige Helferin zur Seite.
00:03:20Geschickt beeinflusst Achim Detjen den ehemaligen Fliegergeneral Kammgruber,
00:03:25sich für Krösings Berufung nach Bonn zu verwenden.
00:03:28Als Adjutant Krösings hofft Detjen ebenfalls
00:03:31in das künftige Kriegsministerium zu gelangen.
00:03:35Wieder in Argentinien versucht Detjen,
00:03:38Charles André vor den Verfolgungen
00:03:40durch die Schläger-Truppe der Nazis zu retten.
00:03:42Er kommt zu spät.
00:03:59Waffe weg und raus!
00:04:28Los, jetzt!
00:04:29Was?
00:04:33Los, jetzt!
00:04:38Los, jetzt!
00:04:40Los, jetzt!
00:05:09Das war's für heute.
00:05:30Musik
00:06:10Herr Oberst, wir haben den Informanten dieses französischen Schmierfinges.
00:06:17Ach nee. Der Franzose hat im Nachbardorf eingekauft. Man hat uns verständigt und wir sind hinterher.
00:06:25Na, her mit den beiden.
00:06:26Das tut mir leid. Der Franzose wurde auf der Flucht erschossen.
00:06:30Dann haben wir uns auf die Lauer gelegt. Es ist ungeheuerlich.
00:06:33Ja, aber was denn?
00:06:34Sein Informant.
00:06:39Wir haben ihn gefasst, als er den Franzosen besuchen wollte.
00:06:43Dätchen.
00:06:46Er weigert sich irgendwelche Aussagen zu machen, bevor er mit Ihnen gesprochen hat.
00:06:55Was haben Sie mir zu sagen, Kapitän?
00:06:57Dass diese famosen Sicherheitsbeauftragten die größten Idioten sind, die mir je über den Weg gelaufen sind.
00:07:01Ich habe das Zelt am See von oben entdeckt.
00:07:03Dann habe ich einen Motorenschaden vorgetäuscht, um den Mann nicht misstrauisch zu machen.
00:07:07Binden Sie ihn los.
00:07:09Aber als ich hinkam, hatten ihn diese beiden Experten ohne Sinn und Verstand abgeknallt.
00:07:13Und damit vollendete Tatsachen geschaffen.
00:07:16Dabei hätte ich ihn fassen können. Es ist nicht zu fassen, Herr Oberst.
00:07:18Herr Oberst.
00:07:19Ich selbst habe Kapitan Dätchen beauftragt, nach dem Franzosen zu forschen.
00:07:24Wir mussten annehmen, der Kapitan wolle einen guten Bekannten aufsuchen.
00:07:28Mit der Pistole in der Hand. Ich weiß nicht, wie Sie Besuche machen, Herr Kotzner.
00:07:31Befreien Sie mich von Ihrem Anblick, Mensch.
00:07:33Jetzt kommt Ihren Figuren da ab.
00:07:41Hätten Sie mir nicht ein Wort sagen können?
00:07:43Ich war mir nicht sicher, Oberst.
00:07:45Naja.
00:07:46Immer noch die alte Liebe zu Husarenstöckchen, was?
00:07:49Ach, hören Sie auf, den Arsch wohl gekriegt.
00:07:51Neue Maschinen, neue Montur.
00:07:54Aber der Geistertruppe.
00:07:55Na, lassen wir das.
00:07:59Nur trinken Sie erst mal, Sie haben es nötig.
00:08:03Trotz dieser Panne, Dätchen, Sie haben den Mann gefunden.
00:08:06Und das zählt.
00:08:09Naja.
00:08:11Nun werde ich mich erst mal landfein machen.
00:08:18Also ich muss sagen, von Argentinien habe ich die Schnauze gestrichen voll.
00:08:22Na dann packen Sie mal Ihre Klamotten.
00:08:24Der Wunsch meiner Männer war mir schon immer befehlt.
00:08:26Meinen fünfzigsten feiere ich bereits zu Hause.
00:08:28und sie sind dabei.
00:08:36Happy Birthday to you.
00:08:40Happy Birthday to you.
00:08:44Happy Birthday to you.
00:08:47Happy Birthday, Leva Günther.
00:08:51Happy Birthday to you.
00:08:55Alles Gute.
00:09:09Tanzen Sie mit mir?
00:09:10Gerne, Gnäs, Frau.
00:09:11Ich muss mich doch Ihrer mal ein bisschen annehmen.
00:09:13Ist ja so stieke da drüben.
00:09:14Ist aber nett von Ihnen, Fräulein Krösing.
00:09:16Sagen Sie doch einfach Renate.
00:09:17Ja, wenn Sie Achim zu mir sagen.
00:09:19Einverstanden.
00:09:21Gut, also Achim.
00:09:24Manchmal sind junge Leute hier.
00:09:25Da ist es nicht so langweilig wie heute.
00:09:26Ich bin nicht so langweilig.
00:09:27Das ist aber fast gezeichnet.
00:09:29Das kommt sich schon so weit.
00:09:33Führen Sie mich mal aufklären.
00:09:35Ich habe bei der Vorstellung so wenig mitbekommen.
00:09:38Der Herr da bei meinem Vater ist das beste Pferd im Stall.
00:09:41Um nicht zu sagen, das älteste.
00:09:42Rangälteste, meinen Sie?
00:09:44General Kammgruber.
00:09:45Inoffiziell bereits Chef der Abteilung 6
00:09:47im künftigen Verteidigungsministerium Luftwaffe.
00:09:50Der junge Mann bei meiner Mutter
00:09:52wäre an sich uninteressant,
00:09:53wenn er sich nicht in den Kopf gesetzt hätte,
00:09:55mich zu heiraten.
00:09:56Aha, so ist das.
00:09:59Na, das war mal Partie.
00:10:01Seine Laufbahn begann bei der Abteilung
00:10:02Fremde Heere Ost im Oberkommando Heer.
00:10:06Nun sitzt er als Referent
00:10:07bei seinem alten Chef, dem General Gehlen.
00:10:09Der zwar jetzt noch Nachrichten für Amerika sammelt,
00:10:12aber bald schon?
00:10:14Ein hoffnungsvoller junger Mann also.
00:10:17Wozu man Ihnen gratulieren müsste,
00:10:18Fräulein Renate?
00:10:20Gerd von Wieseneck.
00:10:23Ach komm, Sie trinken,
00:10:24was ich hab schon schwippst.
00:10:28Und der Würdenträger da?
00:10:31Prälat Böttinger.
00:10:32Er hat einmal als wehrmachtsgeistlicher Bomber gesegnet.
00:10:35Neulich hab ich Ihnen sagen hören,
00:10:36die Anwendung der Atombombe wäre nicht verwerflich.
00:10:41Er meint, der Untergang der Welt
00:10:42wäre ein kleineres Übel als der Sieg des Kommunismus.
00:10:45Ansonsten ist er ein ganz reizender Mensch,
00:10:47der Briefmarken sammelt
00:10:48und radikalen Studentinnen schöne Augen machen kann.
00:10:50Viel Eis, bitte.
00:10:51Bitte, pissige Kommentare, muss ich sagen.
00:10:54Halbgötter werden für mich erst interessant,
00:10:55wenn ich Ihnen die Postamente wegnehmen kann.
00:10:58Es scheint das Unglück aller Väter zu sein,
00:11:00dass Sie Ihre Kinder studieren lassen.
00:11:01Wir haben uns glänzend unterhalten, Herr Westfalt.
00:11:03Darf ich Sie mit meinem Adjutanten bekannt machen,
00:11:05Hauptmannädchen, Herr Delmenhorst?
00:11:07Besuchen Sie uns doch mal, Herr Hauptmann.
00:11:08Mein lieber Freund vergasst zu sagen,
00:11:10dass ich beim Donnier-Flugzeugbahn
00:11:11einen gewissen Einfluss genieße.
00:11:12Ja, aber kommt da ruhig was.
00:11:13Ich glaube, dass unsere neuen Versuchs
00:11:14muss da sehr interessant werden.
00:11:19Die Feste galt seit Alters her als uneinnehmbar,
00:11:22da sie an drei Seiten vom Wasser umspült wird
00:11:26und nur auf einem schmalen Grat zugänglich ist.
00:11:29Um diesen Grat zu erreichen,
00:11:31hätten die Feinde zwei Brücken bezwingen müssen.
00:11:33Eine steinerne erste
00:11:35und dann diese noch heute in Holz gehaltene zweite Brücke.
00:11:41Das dritte Hindernis
00:11:43stellte eine hier vorhandene Zugbrücke
00:11:45über den äußeren Wallgraben dar.
00:11:47Wonach, wenn Sie mir bitte folgen wollen,
00:11:49Damen und Herrschaften,
00:11:54wonach der innere Wallgraben
00:11:57zu überwinden gewesen wäre.
00:11:58Sie sehen also,
00:11:59unser Schloss stellt ein exemplarisches Beispiel
00:12:02einer gut erhaltenen mittelalterlichen Befestigungsanlage da
00:12:05und ist bis heute
00:12:06bis heute nur auf diesem Wege zu erreichen.
00:12:10Hat noch jemand eine Frage dazu?
00:12:12Nein?
00:12:12Dann betreten wir jetzt das Innere des Schlosses.
00:12:22Einzelheiten über das Schloss und seine Geschichte
00:12:24entnehmen Sie bitte einer Broschüre,
00:12:25die der jetzige Besitzer,
00:12:27Baptist Graf Ungelenk zu Finkenstein,
00:12:29persönlich geschrieben
00:12:30und Stück für Stück
00:12:31mit einem Autogramm versehen hat.
00:12:33Dieses Werk erhalten Sie an der Kasse
00:12:35zum Vorzugspreis von 5,95 Mark.
00:12:38Danke bitte.
00:12:38Ich bin extra gekommen,
00:12:39um mir die Innenräume des Schlosses anzuwerfen.
00:12:41Renovierungsarbeiten, mein Herr.
00:12:43Demnächst.
00:12:43Solange Sie andauern,
00:12:44können im Innern des Schlosses
00:12:46keine Führungen stattfinden.
00:12:48Leider.
00:13:17Nein, ich bin noch im Amt, Däthien.
00:13:18Nein, ich bin noch im Amt, Däthien.
00:13:19Haben Sie die Fotos vom Schloss bei sich?
00:13:22Na, kommen Sie ruhig noch her.
00:13:23Die Sache eilt.
00:13:24Ende.
00:13:27Herr Oberst,
00:13:28die Herren von der französischen Abwehr.
00:13:31Ich lasse bitten.
00:13:34Kapitän Redard,
00:13:37ich bin vom Service de Documentation Exterieur
00:13:39de Contrées Spionage beauftragt,
00:13:41Recherchen in einer Sache zu führen,
00:13:43in der es Sie um eine Aussage bitten muss.
00:13:45Bitte.
00:13:47Sie sind der ehemalige Dienstvorgesetzte
00:13:50des Jagdfliegers Achim Däthien,
00:13:52zuletzt Oberleutnant dem Jagdgeschwatter Emil Mann.
00:13:56Ganz recht.
00:14:17Das ist der ehemalige Oberleutnant Däthien,
00:14:23nachdem Sie fahnden.
00:14:25Da haben Sie ihn leibhaftig.
00:14:26Ich wünsche einen guten Tag, meine Herren.
00:14:30Tscheche,
00:14:31einmal hin,
00:14:31das ist der Hintergrund schön.
00:14:33Ich dachte,
00:14:34jetzt ist alles aus,
00:14:35jetzt nehmen Sie dich mit.
00:14:36Aber Kreusing hatte Ihnen schon
00:14:38einen Bären aufgebunden.
00:14:39Und was hat er gesagt?
00:14:41Tscheche,
00:14:42einmal hin,
00:14:42da kommt gerade die Fähre.
00:14:44Alles Mögliche.
00:14:46Weiß der Teufel was alles.
00:14:48Ich hätte in Rouen die Ruhe gehabt.
00:14:51Seit meiner hat der lange Korf die Maschine geflogen.
00:14:54In Korf ist gefallen.
00:14:58Je frecher, desto dicker.
00:15:01Und das haben Sie geglaubt?
00:15:04Ich bezweifle es.
00:15:07Ihre Gesichter sprachen dagegen.
00:15:09Aber Sie hatten die eidesstattliche Erklärung Krösings.
00:15:13Es muss für Sie nicht leicht gewesen sein,
00:15:15sich bei mir zu entschuldigen.
00:15:19Was ist nun mit dem Wasserschloss?
00:15:21In der nächsten Zeit findet dort eine vertrauliche Stabsbesprechung statt.
00:15:24Selbst die Experten aus Argentinien werden daran teilnehmen.
00:15:26Soweit ich unterrichtet bin,
00:15:28sollen auf diesem Schloss alle bisherigen Denkschriften,
00:15:30Memoranden,
00:15:31ein Dokument zusammenfließen.
00:15:33Ich bin sicher,
00:15:34dass der Beginn für eine neue Wehrmacht.
00:15:37Siehst du eine Möglichkeit, da ranzukommen?
00:15:40Noch nicht.
00:15:41Übrigens noch ein Bekannter,
00:15:42der sich aus Südamerika gemeldet hat.
00:15:45James Wilson.
00:15:47CIA, jetzt in Bonn.
00:15:51Telegramm noch im äußersten Notfall.
00:15:57Und noch schöne Urlaubstage am Rhein, gell?
00:16:47Ich bin sicher,
00:17:02Herr Détien?
00:17:03Ja.
00:17:04Kriminalpolizei, politisches Dezernat, Kommissar Heinze.
00:17:08Ich werde mich ganz gerne mal ein paar Minuten mit Ihnen unterhalten.
00:17:11Bitte kommen Sie.
00:17:19Bestatten Sie?
00:17:23Sie sprechen Französisch?
00:17:25Le Wöf der Ochs, la wasch die Kuh.
00:17:27Färme, Laporte, die Tür macht zu.
00:17:29Na bitte, Sie können ja auch.
00:17:30Dürfen wird.
00:17:30Fühlen sich ganz wie zu Hause.
00:17:40Wir tun unsere Pflichter led.
00:17:54Ich muss ein paar Fragen an Sie richten.
00:17:56Sie waren in russischer Kriegsgefangenschaft.
00:17:59Stehen Sie noch in Verbindung mit ehemaligen Kameraden, die nicht in der Bundesrepublik wohnen?
00:18:04Nein.
00:18:04Aber Sie haben Verwandte in der Ostzone, nicht wahr?
00:18:06Auch da sind Sie falsch unterrichtet.
00:18:08Wie beurteilen Sie Aktivität und Propaganda der kommunistischen Partei?
00:18:13Was fällt Ihnen ein, mich zu examinieren?
00:18:15Ich bin doch kein Schuljunge.
00:18:18Das bringt Ihnen eine gepfefferte Beschwerde ein, Herr Kommissar.
00:18:20Ihre Zeitung steht der CDU nahe.
00:18:28Loyalität.
00:18:35Na schön.
00:19:04Tja, dann wären wir also fertig.
00:19:07Entschuldigen Sie die Störung, Herr Lädchen.
00:19:09Es war mir trotzdem eine Freude.
00:19:37Entschuldigen Sie die Störung, Herr Lädchen.
00:19:50Die Störung, Herr Lädchen.
00:20:18Guten Abend, Herr Lädchen.
00:20:19Hier ist Renate Krösing.
00:20:21Entschuldigen Sie die Störung.
00:20:22Guten Abend, Renate.
00:20:23Haben Sie heute Abend schon was vor?
00:20:24Nein, ich habe nichts vor.
00:20:25Hätten Sie nicht Lust, vorbeizukommen?
00:20:26Ich kann in einer halben Stunde bei Ihnen sein.
00:20:28Ja?
00:20:29Ich würde mich freuen.
00:20:30Also, bis dann.
00:20:31Ja, bis dann.
00:20:34Ich bin gut.
00:21:03Kommen Sie herein.
00:21:06Mein Vater hat im Augenblick noch Besuch. Sie müssen schon so lange mit mir vorlieb nehmen.
00:21:10Ah, da weiß Ihr Vater gar nichts von Ihrem Mannhof bei mir.
00:21:14Wäre Ihnen das unangenehm?
00:21:17Nein, natürlich nicht.
00:21:19Gehen wir so lange zu mir?
00:21:29Koka?
00:21:31Mir habe ich nichts anzubieten.
00:21:40Ist da was?
00:21:43Nichts besonders.
00:21:46Was sagen Sie eigentlich zum Ende dieses französischen Journalisten?
00:21:49Da haben Sie mir die Zeitschrift geschickt.
00:21:51Ich dachte mir, das würde Sie interessieren.
00:21:53Sie waren doch in dieser Gegend, nicht?
00:21:55Ah, als Pilot Ihres Vaters.
00:21:56Ah, was?
00:21:58Meinen Sie die entzückenden Kommilitonen hätten es sich nehmen lassen, mir die Zeitungen zu präsentieren,
00:22:03in denen dieser Franzose auf der Spur der Wölfe recherchierte?
00:22:06Mit Fotos von meinem Vater.
00:22:08Da müssten Sie doch erleichtert sein, dass es keine Berichten mehr geben wird.
00:22:10Ist lustig.
00:22:12Damit ist die Sache doch nicht aus der Welt geschafft.
00:22:14Ihr Vater wird Ihnen doch was gesagt haben.
00:22:15Mhm.
00:22:16Dass es eine ziemlich wilde Gegend ist.
00:22:18Raubtiere, Schlangen, Banditus.
00:22:24Glauben Sie auch, dass er daran zugrunde gegangen ist?
00:22:26Ich weiß es nicht.
00:22:29Sie wissen mehr, als Sie sagen.
00:22:35Na, haben Sie den heutigen Tag gut überstanden, Dätchen?
00:22:37Oh, ich kann mich nicht beklagen, Herr Obers.
00:22:39Nun sagen Sie bloß, diese Krebsschulen-Heinis waren nicht auch bei Ihnen.
00:22:41Was?
00:22:42Ihr auch?
00:22:42Das ist doch eine bodenlose Frechheit.
00:22:46Ich habe sofort bei Kammgrubern Fass aufgemacht.
00:22:48Und der ist bei Blank noch lauter geworden.
00:22:50Und was stellt sich er aus?
00:22:51Irgend so ein beförderungsgeiler Sesselfurzer,
00:22:54missversteht eine neue Anordnung zur Einstellungsüberprüfung von Staatsbeamten
00:22:58und jagt seine Kommissare durchs Halbeamt Blank?
00:23:00Ach, geht doch schon rüber ins Arbeitszimmer.
00:23:02Ich komme gleich nach.
00:23:03Und Renatchen.
00:23:04Ja, ja, ich weiß schon.
00:23:05Einen richtigen Team.
00:23:16Und lassen Sie, wie gesagt, mal fallen, dass Dornier in der Lage wäre, sofort zu produzieren.
00:23:20Wir bauen unsere Werke in Brasilien systematisch aus.
00:23:23Wie ich Sie kenne, das Modernste vom Modernen.
00:23:25Sie oder einer Ihrer Herren sind uns dort jederzeit willkommen.
00:23:29Rufen Sie mich noch rechtzeitig an.
00:23:31Sie überschätzen die finanziellen Möglichkeiten der Zentralstelle für Heimatdienst.
00:23:34Ich bring sie noch.
00:23:35Aber lieber Größing, das sind ja unsere Geschäftsunkosten.
00:23:38Und wenn es gegen die Greiner Gruppe geht, dann lassen wir uns doch nicht lumpen.
00:23:40Vielleicht nach unserer Geheimkonferenz, Herr Delmorst.
00:23:43Da wird sich manches präzisieren.
00:23:46Das ist doch der alte Focke-Doppeldecker, nicht?
00:23:49Darauf hat mein Vater bei der Reichswehr fliegen gelernt.
00:23:52Fast noch.
00:23:52Diesem alten Vogel noch?
00:23:54Im Frackfuhl noch.
00:23:55Ja, das war Pflicht.
00:23:57Also, Renatchen.
00:23:59Verstehe.
00:23:59Die Herren sind ja schon so gut wie ungestört.
00:24:03Ich hatte Renate gebeten, Sie anzurufen, weil ich etwas mit Ihnen besprechen wollte.
00:24:09Vertraulich.
00:24:09Bin ja schon weg.
00:24:11Dazu ist unser Amt schon nicht mehr der richtige Ort.
00:24:13Täglich neue Gesichter.
00:24:14Und neue Ohren hauberst.
00:24:16Hm.
00:24:16Was macht der Soldat, wenn er von Feinden umgeben ist?
00:24:19Er igelt sich ein.
00:24:20Und in genau der Lage sind wir beide.
00:24:22Prost.
00:24:22Wieso?
00:24:25Ach, ich meine nicht den äußeren Feind.
00:24:27Haben Sie schon bemerkt, dass es in unserem Amt von Karrieristen und Intriganten nur so wimmelt?
00:24:31Die meisten sind damit beschäftigt.
00:24:33An fremden Stühlen zu sägen und die eigenen zu zementieren.
00:24:36Ach, ich fürchte nichts, Täthien.
00:24:39Aber Vorsicht, ist die Mutter der Porzellankiste.
00:24:41Machen Sie doch mal so ein bisschen Spanne, Mann.
00:24:43Ja.
00:24:44Die neuen Leute, die da in der 408 eingezogen sind.
00:24:47Major Greiner, ja?
00:24:48Ist nie geflogen.
00:24:49Der Mann ging nicht mal in Uniform.
00:24:50Soviel ich weiß, war im technischen Dienst des Reichsluftfahrtministeriums.
00:24:53Hat als Spezialist für Triebwerke an der Entwicklung unseres ersten Düsenjägers mitgearbeitet.
00:24:58Dann schenken Sie noch mal einen.
00:24:59Ja, ja.
00:25:00Ich habe keine Lust, mich auf irgendeinen Fliegerhorst abschieben zu lassen,
00:25:03wo sich die Füchse Gute Nacht sagen.
00:25:04Weiß Gott, ich auch nicht, Herr Oberst.
00:25:07Ganz ehrlich, aus der Ecke fürchte ich was.
00:25:11Freunden sich doch so en passant mal mit dem Mann.
00:25:15Hab verstanden.
00:25:16Holts Auge.
00:25:36Dätchen?
00:25:36Ja, hallo, hier ist Greiner.
00:25:37Wer ist da?
00:25:38Major Greiner.
00:25:39Herr Major Greiner?
00:25:40Ich hätte Sie gern mal gesprochen.
00:25:42Ja, ich bin etwas überrascht.
00:25:43Ja, ich weiß, es ist ungewöhnlich.
00:25:44Eine ungewöhnliche Zeit, Herr Major.
00:25:46Einen halben Stunde vor Ihrem Haus?
00:25:48Na gut, ich stehe vor dem Haus.
00:25:50Ende.
00:25:54Wie Sie gerade auf mich verfallen, Herr Major?
00:25:56Oh, nur den Namen bitte.
00:25:58Ich halte sehr wenig von diesem militärischen Titel.
00:26:01Im Dienst nicht zu umgehen, aber privat.
00:26:04Wie Sie wünschen, Herr Greiner.
00:26:06Um aber auf Ihre Frage zurückzukommen.
00:26:09Sie sind Yachtflieger.
00:26:11Und im Amt nur drei Türen von mir entfernt.
00:26:14Ich bin so eine Art Amateurpsychologe, Herr Dietchen.
00:26:17Menschen interessieren mich.
00:26:18Manche mehr, manche weniger.
00:26:20Und ich mache mir ganz unnützerweise über Ihren Platz in diesem Leben
00:26:23und über Ihre Zukunftsaussichten Gedanken.
00:27:00Ja, also mein Leben und meine Zukunft interessieren Sie?
00:27:04Ja, ja, ganz recht.
00:27:05Ich frage mich manchmal, ob Sie in meiner Abteilung
00:27:07nicht besser aufgehoben wären als bei Hannover's Grössing.
00:27:09Den ich persönlich auch's auch nicht schätze.
00:27:11Ja, ich war mit Ihnen in Argentinien.
00:27:13Ich weiß.
00:27:14Nach einem nicht ganz freiwilligen Aufenthalt in Russland,
00:27:17der Ihnen das eher eines Ostexperten eingebracht hat.
00:27:20Ah, nur.
00:27:21Bisschen übertrieben ist das schon.
00:27:28Was ich Sie fragen wollte, sprechen Sie eigentlich Russisch?
00:27:31Nemno, was man so in den Jahren mitgekriegt hat.
00:27:36Verstehen Sie?
00:27:41Diese Kenntnisse werden bald hoch im Kurs stehen.
00:27:44Ich habe jetzt schon in meiner Abteilung
00:27:45eine Menge hochinteressanter russischer Materialien zu bearbeiten.
00:27:49Na, ich nehme an, das wird bei Herrn Oberst Grössing nicht anders sein.
00:27:53Es ehrt Sie, dass Sie zu Ihrem alten Chef stehen.
00:27:55Ich weiß das zu würdigen.
00:27:59Nur, was ich jetzt sage, bleibt unter uns.
00:28:01Ja.
00:28:02Wenn Sie weiterkommen wollen, müssen Sie im Amt die Tapete wechseln.
00:28:05Grössing macht Standortplanung.
00:28:07Ich bin mit einem viel kleineren Projekt befasst,
00:28:10den künftigen Jagdverbänden.
00:28:12Sie sind doch von Hause aus Jagdpfleger.
00:28:15Wollen Sie also Rollbahn vermissen
00:28:17oder wollen Sie auf Ihrem eigentlichen Gebiet
00:28:20ein entscheidendes Wort mitreden?
00:28:22Das wäre natürlich sehr reizvoll.
00:28:25Ich sehe, dass wir uns verstehen.
00:28:26Ich trinke gerne.
00:28:27So.
00:28:30Noch eine Flasche.
00:28:32Wir sollen mal rangehen.
00:28:33Sie sehen aus, als wenn Sie was springen lassen wollen.
00:28:35Finger weg.
00:28:37Geschäftsbespannung.
00:28:41Kennen Sie eigentlich diesen Herrn Delmenhorst näher?
00:28:45Nicht näher.
00:28:45Ich weiß nur, dass er mit Dornier zu tun hat.
00:28:47Bekannt.
00:28:48Oberst Grössing scheint da sehr engagiert.
00:28:50Und man hört, Herr Delmenhorst spare keine Mühe,
00:28:54den Oberst für seine neuen Projekte zu interessieren.
00:28:57Wenn Sie damit sagen wollen, dass sich Oberst Grössing kaufen lässt,
00:29:00bedauere ich.
00:29:01Aber das wäre doch menschlich.
00:29:03Haben Sie nie in Ihrem Leben geträumt,
00:29:05sich Wünsche erfüllen zu können,
00:29:06zu denen ein normaler Weißblick oder sei es geklagt,
00:29:09die Mittel fehlen?
00:29:11Ihre Amateurpsychologie kann einen wirklich heiß machen, Herr Greif.
00:29:13Natürlich kenne ich solche Wünsche, jeder kennt sie.
00:29:16Aber ich würde es sehr bedauern,
00:29:17wenn Oberst Grössing über solch eine menschliche Schwäche stolpern würde.
00:29:20Sie kennen also solche Schwächen?
00:29:22Ich versichere Ihnen, dass Ihr Name in keinem...
00:29:23Tut mir leid, dass der heutige Abend für Sie so unergiebig verläuft.
00:29:27Ganz im Gegenteil, Herr Detjen, Sie werden mir immer sympathischer.
00:29:30Es gehört natürlich auch zu meiner Amateurpsychologie,
00:29:33gewisse Tests anzustellen.
00:29:35Ja, was gibt es denn?
00:29:35Herr Detjen?
00:29:36Ja?
00:29:37Sie werden am Telefon verlangt.
00:29:38Im ersten Stock, Zimmer 7.
00:29:40Ganz ausgeschlossen, weiß doch niemand, dass ich hier bin.
00:29:42Es wurde aber ausdrücklich Herr Detjen verlangt.
00:29:47Ja, ich scheine ja heute ein gefragter Mann zu sein.
00:29:50Tut mir leid.
00:29:50Ja.
00:29:52Ja.
00:29:58Ja.
00:30:01Ja.
00:30:03Ja.
00:30:04Ja.
00:30:07Ja.
00:30:09Ja.
00:30:15Ja.
00:30:16Ja.
00:30:18Ja.
00:30:19Ja.
00:30:24Ja.
00:30:25Ja.
00:30:26Ja.
00:30:29Ja.
00:30:30Ja.
00:30:30Ja.
00:30:31Ja.
00:30:32Ja.
00:30:34Ja.
00:30:35Ja.
00:30:36Ja.
00:30:37Ja.
00:30:38Ja.
00:30:38Ja.
00:30:39Ja.
00:30:39Ja.
00:30:39Ja.
00:30:45Ja.
00:30:45Ja.
00:30:46Ja.
00:30:47Ja.
00:30:59Hallo?
00:31:01Hallo?
00:31:25Ich weiß ja nicht, wie du oben ohne aussiehst. Auf alle Fälle hast du Pickel auf dem Rücken.
00:31:28Komm, gib her. Komm, komm, gib her.
00:31:36Ha, vergess das Spülen nicht.
00:32:00Komm!
00:32:02Komm da was schon, Johan.
00:32:04Been aus anderem.
00:32:08Jene, aus anderem.
00:32:09Ja.
00:32:15Ja.
00:32:17Private Werkpolizei.
00:32:23Eine Viertelstunde Ruhe, danach kannst du brüllen, so viel du willst.
00:32:29Sag deiner Werkpolizei, das nächste Mal keine Vollbuddilettanten schicken.
00:32:54Private Werkpolizei. Scheint eine eiserne Schulter zu haben, der Herr Greiner.
00:32:58So viel habe ich raus. Hinter ihm steht eine Interessengruppe an der Milliardene.
00:33:02Sieh mal, es geht um Machtpositionen. Krösing ist mit Dämmnosen hier.
00:33:05Und die Leute, die hinter Greiner stehen, fürchten, dass sie bei der Auftragsverteilung zu kurz kommen.
00:33:10Wenn es denen gelingt, Krösing zu kippen.
00:33:13Ach, und ich, Ranfi, muss auf die Einladung von Greiner eingehen.
00:33:16Diesem Unterhosen-Gesicht. Ich könnte mich ärgern.
00:33:20Aber zu beobachten, wie sich die Wölfe beißen, ist auch nicht schlecht.
00:33:25Plus, was machen wir draus?
00:33:27Meldung aufgeben muss ich.
00:33:29Ach, ändert in irgendeinem Aktenschrank.
00:33:31Man muss dieser Werkpolizei die Lust nehmen, sich an dir zu rächen.
00:33:34Lust nehmen? Nimm mir mal die Lust. Ich habe leider keinen anderen Einfall.
00:33:38Mir ist kalt. Willst du einen Kaffee?
00:33:40Ja, gute Idee.
00:33:48Willst du mal?
00:33:49Danke.
00:33:50Ich kenne leider Herrn Adenauer noch nicht persönlich, sonst würde ich mit ihm mal ein Schwätzchen machen.
00:33:54Aber, Mr. Wilson.
00:33:56Vielleicht rufst du den mal an?
00:33:58Nee.
00:33:59Diesen Salon Texaner.
00:34:02Warum so stolz? Eine Hand wäscht die andere.
00:34:05Kein Grund, sich zu entschuldigen.
00:34:07Ich habe immer Dienst.
00:34:08Das war das Glückste, was Sie tun konnten, mich anzurufen.
00:34:11An wen hätte ich mich in meinem Amt nehmen sollen?
00:34:12Ja, das ist völlig okay, aber...
00:34:14Nehmen Sie doch Platz.
00:34:16Sie haben uns einen Dienst erwiesen, jetzt revanchieren wir uns.
00:34:19Der Dienst ist vielleicht etwas übertrieben.
00:34:20Nicht so bescheiden.
00:34:22Unser Gespräch damals in Cordoba ist auf fruchtbaren Boden gefallen, schätze ich.
00:34:26Wer anders soll Krözing auf die richtige Linie gebracht haben als Sie?
00:34:29Man tut, was man kann.
00:34:30Dafür müsste Ihnen auch General Kammgruber dankbar sein, doch der weiß vermutlich wenig von Ihnen.
00:34:34Doch, ich habe schon für Ihr Männchen gebaut.
00:34:36Ihr Rasierwasser ist gut. Was ist denn das?
00:34:38Was?
00:34:38Also, meine Sekretärin, sagen Sie mal, dieser Mr...
00:34:42Greiner ist...
00:34:42Ja, Greiner.
00:34:44Ich habe nichts dagegen, dass der Mann seine Geschäfte macht, aber...
00:34:47wenn er meine stört, gibt's Ärger.
00:34:50Ja.
00:34:51Sie können jederzeit auf mich rechnen, Mr. Däckchen.
00:35:08Ist da was?
00:35:09Nichts gehört.
00:35:15Er kommt.
00:35:17Allein?
00:35:18Ja.
00:35:19Von der Hauptstraße.
00:35:26Mach ihn fertig.
00:35:28Wird prompt besorgt, Chef.
00:35:29Aber lass ihn leben.
00:35:31ihm sollen die Lust vergehen, einen von uns nochmal anzufassen.
00:35:35Okay?
00:35:37Okay.
00:35:57Warte.
00:35:58Warte.
00:36:25Warte.
00:36:26Warte.
00:36:26Warte.
00:36:30Warte.
00:36:37Warte.
00:36:39Warte.
00:36:41Warte.
00:36:46Warte.
00:36:48Warte.
00:36:56Warte.
00:36:57Warte.
00:36:59Warte.
00:37:04Warte.
00:37:06Warte.
00:37:12Warte.
00:37:20Warte.
00:37:21Warte.
00:37:26Warte.
00:37:27Warte.
00:37:38Warte.
00:37:50Warte.
00:37:51Die Vorkehrungen sind hier folgerechtlich am schwächsten.
00:37:53Rote?
00:37:54Ja.
00:37:55Das Wasserschutzpolizeikommando reinstellt sie und auch die Mannschaften.
00:38:00Ah.
00:38:01Genau.
00:38:04Ausgezeichnet.
00:38:06Hier links geht es zu den Beratungsräumen mit dem ehemaligen Jagdsaal.
00:38:11In den letzten Tagen hat sich dort eine Munitionsbergungsfirma zu schaffen gemacht.
00:38:16Sicherung vor Abführeinlagen.
00:38:18In diesem Flügel befinden sich die Unterkunftsräume für die Tagungsteilnehmer.
00:38:22Reichen die aus?
00:38:24Nur für die Prominenten.
00:38:26Deshalb sind auch einige Hotels der Umgebung für die fragliche Zeit belegt worden.
00:38:30Zum Beispiel das Hotel Schloss Freiheit.
00:38:32Hier in Bildmitte.
00:38:34Vom Schloss durch die Wasserfläche getrennt.
00:38:37Hier die Straßenseite.
00:38:40So, das wär's.
00:38:51Haben wir eine Liste der technischen Mitarbeiter der Beratung?
00:38:54Noch nicht.
00:38:55Aber ich bin sicher, dass Oberst Größen zu der Beratung hinzugezogen werden.
00:38:58Ja, ja. Aber Bredebusch.
00:39:01Es ist gar nicht sicher, dass eine Attentatur auf dem Schloss gebraucht wird.
00:39:05Doch Werner muss hin.
00:39:08Er ist der Quelle am nächsten.
00:39:14Ach, jetzt brauche ich einen Schnaps.
00:39:17Mann, seien Sie bloß froh, dass Sie an der Besprechung beim Chef nicht teilnehmen müssen.
00:39:20Die Platze werden Sie kriegen.
00:39:22Was kriege ich?
00:39:23Die Platze.
00:39:25Ach, wenn man das hört, möchte man sich in Grund und Boden schieben für dieses flaumenweiche Volk.
00:39:29Kommen Sie her.
00:39:30Aber, Oberst, geteilter Ärger halber Ärger.
00:39:33Das Bundeskanzleramt hat einige Befragungen machen lassen, wie es um die Bereitschaft bestellt ist, Soldat zu werden.
00:39:41Na und?
00:39:42Katastrophal. Hier sehen Sie mal.
00:39:44Emnet-Institut, 74,6 Prozent.
00:39:47Dafür?
00:39:49Dagegen, Mann.
00:39:50Die Zeitschrift Mann in der Zeit, 90,7. Dagegen.
00:39:54Reutlinger Generalanzeiger, 91,3 und so weiter und so fort.
00:39:57Und wir operieren mit Hunderttausenden.
00:39:59Ach, auf uns kommt eine Masse zusätzlicher Arbeit zu, Dätjen.
00:40:02Welche?
00:40:03General Speidel als Militärberater des Bundeskanzlers war anwesend.
00:40:06Er empfiehlt eine umfassende Wehrpropaganda.
00:40:10Das heißt?
00:40:11Den Leuten den Fall Rot einzuhämmern.
00:40:13Und wie verstehe ich das?
00:40:15Ideen, Dätjen. Ideen werden gebraucht.
00:40:181945 muss vergessen werden.
00:40:20Man muss im Keentop Maschinen mit dem Balkenkreuz nicht nur fliegen, man muss sie auch siegen sehen.
00:40:23Aber die künftigen Soldaten wollen ein Ziel sehen.
00:40:26Die Russen.
00:40:27Wenn man den Leuten morgens, mittags und abends einhimmert, dass der Osten bereitsteht, jeden Augenblick über uns herzufallen,
00:40:32Teufel noch mal, das muss doch wirken.
00:40:33Ja, völlig richtig, wenn's zu beweisen wäre.
00:40:35Ach, das war nicht unser Bier, sollen sich die Spezialisten drum kümmern.
00:40:38Mann, Sie wissen gar nicht, wie gut Sie's haben.
00:40:40Während ich in diesen Scheiß-Beratungen schwitze, können Sie in Urlaub fahren.
00:40:43Urlaub, also jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.
00:40:45Major Greiner fährt mit. Ihnen mutig doch nicht, zu Kohlepapier zu zählen.
00:40:48Oder wollen Sie Schreibmietzen beaufsichtigen?
00:40:50Oh, nichts dagegen, wenn Sie nicht allzu hübsch sind.
00:40:51Nee, nee, nee, nee, nee. Der Greiner soll mal ein bisschen runter von seinem hohen Pferd.
00:40:55Oh, der schäumt doch vor Wut.
00:40:56Ah, da wär ich nicht so sicher.
00:40:58Ihnen ins Gesicht vielleicht, Herr Oberst.
00:41:00Mal deutlicher.
00:41:01Sie fragten mich neulich, wie man sich verhält, wenn man von Feinden umgeben ist.
00:41:04Jaja.
00:41:05Ich sagte, man igle sich ein.
00:41:07Ja und?
00:41:07Und Sie reißen die Flanke auf, Herr Oberst.
00:41:10Beweise?
00:41:10Ich sage nur Greiner.
00:41:12Er hätte mich um ein Haar reingelegt.
00:41:14Packen Sie aus, Mann.
00:41:16Bei aller Verbundenheit, Herr Oberst, das...
00:41:18Ach, nun lass doch mal den Oberst.
00:41:20Ich heiße Günther.
00:41:21Achim.
00:41:23Sie behalten es dann...
00:41:24Was ist los, Achim?
00:41:25Ach so.
00:41:25Du behältst es für dich, Günther.
00:41:27Blöde Frage.
00:41:29Die Beweise hatte ich sie ja eh.
00:41:48Danke, danke, geht schon.
00:41:51Nur den Koffer noch.
00:42:04Na, da haben Sie ja noch mal Glück gehabt mit dem Zimmer.
00:42:06Ein Kriegerverein hat fast alle Zimmer bestellt.
00:42:09Aha.
00:42:09Ich dachte, die Männer hätten die Nase voll davon.
00:42:12Vielleicht sind's Offiziere.
00:42:13Die denken anders als unser einer, der im Dreck gelegen hat.
00:42:16Trotzdem angenehmen Aufenthalt, Mirjefrau.
00:42:18Ich bedanke mich.
00:42:29Entschuldigung, was ich noch sagen wollte.
00:42:31Der Tennisplatz liegt ein paar hundert Meter von hier im Wald.
00:42:34Sehr schön gelegen.
00:42:35Dankeschön.
00:42:35Ich werde ihn morgen vor Mittag gleich ausprobieren.
00:43:03Die Landzugänge zum Schloss sind absolut zuverlässig gesichert.
00:43:06Dafür verbirge ich mich.
00:43:07Unsererseits stehen zwei Barkassen zur Verfügung.
00:43:09Beide mit Scheinwerfern und Nachtsichtgerät.
00:43:12Ich glaube, die lückenlose seeseitige Überwachung garantieren zu können.
00:43:15Na wunderbar.
00:43:16Die Ingenieure der Munitionsbergungsfirma bescheinigen, dass es keinerlei Abhöranlagen gibt.
00:43:20Sie schlagen übrigens vor, alle Telefonleitungen für die Dauer der Beratung zu unterbrechen.
00:43:25Völlige Klausur.
00:43:27Ich werde aber für die fragliche Zeit hier eine Funkstelle des Amtes Blank installieren lassen.
00:43:31Ja, und da alle etwas gesagt haben, möchte ich meinerseits noch hinzufügen, dass alle
00:43:35nötigen Vorbereitungen zur Abwehr möglicher Feindspionage abgeschlossen sind.
00:43:38Unter Feindspionage verstehe ich auch die Neugierde der Zeitungsfritzen.
00:43:43Na, ich denke, wir werden gut zusammenarbeiten, meine Herren.
00:43:46Gibt's noch Fragen?
00:43:47Gestatten Sie, Herr von Wieseneck.
00:43:49Ja, bitte.
00:43:49Wir sind leider gezwungen, mit einer Menge Zivilangestellter zusammenzuarbeiten.
00:43:52Schreibkräfte.
00:43:53Wer garantiert das nicht innerhalb des Sicherheitscordants?
00:43:56Kommissar Heinz hat Mitarbeiterin seiner Abteilung hier, die gelegentlich Leibesvisitation vornehmen werden.
00:44:00Ja. Kann ich jetzt?
00:44:02Ja, bitte.
00:44:02Wenn ich Ihnen jetzt die Innenräume zeigen darf, meine Herren.
00:44:05Kommen Sie, meine Herren.
00:44:07Sie werden starren.
00:44:08Ah, Dätchen.
00:44:09Ist noch was?
00:44:10Nein, nein.
00:44:13In diesem Raum, dem sogenannten Yachtsaal, finden alle wesentlichen Beratungen statt.
00:44:20Von hier aus schließt sich dann nach rechts im Zwischengeschoss das Schreibbüro an,
00:44:27das ja eine Menge Arbeit haben wird.
00:44:28Und dieses Schreibbüro wiederum ist praktischerweise verbunden mit dem Laborraum,
00:44:31in dem die erarbeiteten Materialien dann sofort auf Mikrofilm kopiert werden.
00:44:35Für den gesamten technischen Apparat ist Major Greiner verantwortlich.
00:44:38Geendet. Major Greiner hat andere Aufgaben übernommen.
00:44:41An seine Stelle tritt Hauptmann Dätchen.
00:44:43Durch diese Anordnung der Raumverteilung ist eine klare Abtrennung der Arbeitsräumlichkeiten
00:44:49und der Wohn- und Aufenthaltsräume erreicht worden.
00:44:51Dieses Geschoss hier ist die Arbeitsetage.
00:44:54Im Untergeschoss befinden sich dann der Speisesaal und die Zimmer, in denen Generalgraf von Schwerin
00:44:59und die Generäle Brandenburger und Mehlmann einquartiert werden.
00:45:01Übrigens habe ich in die fraglichen Zimmer zusätzliche Heizkörper installieren lassen.
00:45:04Die Herren sind ja nicht mehr die Jüngsten.
00:45:06Sehr umsichtig. Fehlt bloß noch der Fahrstuhl.
00:45:08Dazu fehlt in den ehrwürdigen Rittern schon eine dazu mal der Investmittel.
00:45:11Also, dieses Problem haben die Herren auf ihre Art gelöst, wenn ich das mal zeigen dürfte.
00:45:23Bitte meine Herren.
00:45:25Was denn?
00:45:27Hier gibt's Geheimtüren?
00:45:28Nicht so pompös, wie wir sie während des Krieges in Loa-Schlössern gesehen haben, aber immerhin.
00:45:34Vorsichtig, geht automatisch.
00:45:35Geheimgang.
00:45:35Los.
00:45:38Passen Sie auf.
00:45:41Also, diese Wendeltreppe mündet in den Gang.
00:45:46Der reinste englische Krimi.
00:45:47Wo die Zimmer der Generale Schwerin, Brandenburger und Mehlmann liegen.
00:45:51Zuvor im Zwischengeschoss das Schreibbüren.
00:45:53Wo ist denn da hin?
00:45:54Oh, hier, stopp.
00:46:01Sehr romantisch.
00:46:08Ach, also von Geselligkeit hielten die alten Raubritter was.
00:46:16So meine Herren, ich habe dafür gesorgt, dass dieser Geheimgang bewacht wird.
00:46:20Denn wer weiß, ob nicht noch andere englische Krimis gelesen haben.
00:46:23Wenn man vor dieser Türe hier steht, hört man genauestens, was oben im Saar gesprochen wird und unten in den
00:46:28Gästezimmern.
00:46:28Ich habe das überprüft.
00:46:30Ne, das interessiert mich nur wirklich.
00:46:31Wozu war der Geheimgang da?
00:46:33Ja, Horberst.
00:46:34Die Legende weiß, der alte Schlosserherr hatte eine Vorliebe für junges, frisches Blut.
00:46:37Und die hat er da unten untergebracht.
00:46:39Das hier ist der grüne Salon.
00:46:41Praktisch waren die alten Raubritter.
00:46:42Das muss Internet lassen.
00:46:43Hier ein zweiter Gang, wenn ich das mal zeigen darf.
00:46:47Ist für uns nicht weiter interessant.
00:46:50Er ist eingestürzt.
00:46:53Menschenskind Heinze.
00:46:54Das haben Sie alles nicht gewusst?
00:46:56Ich habe das Schloss auf den Kopf gestellt.
00:46:57Ja, na, Herrgott noch mal.
00:47:00So, ich muss noch mal an die Unterwelt.
00:47:01Den Keller mit den Heizungsanlagen.
00:47:03Die beiden Heizer unterstehen Ihnen übrigens auch.
00:47:05Gediente Leute, zuverlässig.
00:47:07Trotzdem werfen Sie mal einen Blick auf Sie.
00:47:08Wird gemacht.
00:47:09Sie haben Spaß daran, nicht?
00:47:11Renate hat mir einiges von Ihnen erzählt.
00:47:12Jetzt, wie Sie den Franzosen aufgespürt haben.
00:47:14Und jetzt, wie Sie Herrn Greiner ausgetrickst haben.
00:47:16Sauber, Herr Detchen.
00:47:17Das war gekonnt.
00:47:18Fräulein Grösing wird gewiss übertrieben haben.
00:47:20Das ist nicht Ihre Art.
00:47:21Sie hat nur wiedergegeben, was Sie von Ihrem Vater erfuhren.
00:47:23Das gefiel mir sehr.
00:47:24Sie machen mir doch die Freude und kommen zu unserer Verlobung.
00:47:26Das ist mir eine große Ehre, Herr von Wieseneck.
00:47:28Und dann sollten Sie sich mal überlegen,
00:47:29ob Sie nicht Lust hätten, zu uns überzuwechseln.
00:47:31In die Abwehr, mein Sie?
00:47:31Mein Schwiegervater würde bestimmt keine Schwierigkeiten machen.
00:47:34Dafür mag er Sie viel zu sehr.
00:47:35Das bleibt natürlich unter uns.
00:47:38Aus der Schlosskapelle.
00:47:39Eine echte Silbermanoele.
00:47:41Traumhaft.
00:47:43Sie brauchen keinen Schlüssel.
00:47:44Die Tür zur Kapelle steht dem Orfen.
00:48:10Wenn Sie erwartet haben, dass hier die weiße Ahnfrau heimlich Orgel spielt,
00:48:14muss ich Sie enttäuschen, Herr Detjen.
00:48:16Ich muss Sie ein Kompliment machen.
00:48:17Sie spielen wirklich ganz ausgezeichnet, Herr Greiner.
00:48:19Dann kommen Sie doch herauf.
00:48:20Gerne.
00:48:35Sie nehmen mir doch den kleinen Vorfall von neulich nicht übel, Herr Detjen.
00:48:38Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
00:48:40Man bedankt Sie.
00:48:41Aber im Ernst, ich wäre ungern abgereist, ohne Sie noch einmal gesprochen zu haben.
00:48:45Und Sie kommen auf diese Art zu einem komfortablen Quartier.
00:48:48Drüben in der Schlossfreiheit.
00:48:49Ich dachte mir, Sie hielten etwas von Bewegungsfreiheit.
00:48:53Ich danke Ihnen.
00:48:54Haben Sie recht.
00:48:55Da wohnt auch ein Herr Schnitter.
00:48:58Wenn Sie ihn treffen, dann grüßen Sie ihn doch von mir.
00:49:23Besser kann es nicht kommen.
00:49:25Das gleiche Hotel.
00:49:26Was denn?
00:49:26Wir können uns in 24 Stunden noch einmal treffen, dann weiß ich hoffentlich mehr.
00:49:30Ich kenne die Sicherungsmaßnahmen, aber das ist bisher alles.
00:49:33Die Teilnehmerliste?
00:49:34Noch unter Verschluss.
00:49:35Graf Schwerin, Mehlmann, Brandenburger wurden nebenbei erwähnt.
00:49:38Es werden Leute von der Historical Division erwartet.
00:49:41Ehemalige deutsche Offiziere, die im amerikanischen Auftrag den Zweiten Weltkrieg ausgewertet haben.
00:49:46Ah.
00:49:47Und eine Argentinier?
00:49:49Zu spekulieren hat keinen Zweck, Winnie.
00:49:52Ja, morgen ist offizieller Beginn.
00:49:53Die Tagung dauert genau eine Woche.
00:49:54Ich bleibe jedenfalls in der Schlossfreiheit.
00:49:57Und merke dir den Satz, ich soll Ihnen Grüße aus Frankfurt bestellen.
00:50:00Die Paulskirche wird renoviert.
00:50:02Ich soll Ihnen Grüße aus Frankfurt bestellen.
00:50:04Die Paulskirche wird renoviert.
00:50:06Deine Antwort muss lauten, das Goethe-Haus wäre wichtiger.
00:50:09Das Goethe-Haus wäre wichtiger.
00:50:11Daraufhin kannst du dich anvertrauen.
00:50:13Gut.
00:50:14Morgen Abend also wieder hier?
00:50:16Es kann allerdings spät werden.
00:50:18Noch was, Winnie.
00:50:19Interessiere dich mal für einen Herrn Schnitter, der in der Schlossfreiheit wohnt.
00:50:23Schnitter.
00:50:23Ich soll ihn von Herrn Greiner grüßen.
00:50:46Ich soll ihn von Herrn Greiner grüßen.
00:51:19So meine Damen, jeder Kohlebogen darf nur einmal benutzt werden.
00:51:23Sie sind so abzulegen, dass in jedem Korb ein vollständiger Satz des Protokolls ist.
00:51:29Seite 1 bis so und so viel.
00:51:30Also, Bogen 1, Korb 1, Bogen 2, Korb 2 und so weiter und so fort.
00:51:36Wenn Sie eine Seite wiederholen müssen, neuer Bogen, alter in den Korb.
00:51:41Bitte denken Sie dran, meine Damen, kein Bogen darf verschwinden.
00:51:44Und was wird damit?
00:51:46Souvenirs, Souvenirs.
00:51:46Verbrannt wie die heilige Johanna.
00:51:48Ich hoffe, wir haben eine gute Zusammenarbeit.
00:51:58Verzeihung.
00:51:58Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.
00:52:00Das ist doch Ihr Arbeitsbereich.
00:52:02Sie sind ja komplett eingerichtet.
00:52:05Nur ein Professorium.
00:52:06Haben Sie wenigstens genug Filme mit?
00:52:08Genug, um jeden Stein dieses alten Gemäuers einzeln aufzunehmen.
00:52:11Dann geht's ja.
00:52:13Es geht los.
00:52:24Lassen Sie uns, Kameraden, doch das Dichterwort nicht vergessen.
00:52:29Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte.
00:52:35Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in seine Rechte.
00:52:42In unseren Händen liegt eine große Verantwortung.
00:52:46Noch sind sie leer.
00:52:49Aber die göttliche Vorsehung hat uns berufen,
00:52:53dass Deutschland wieder wehrhaft gemacht werde.
00:52:57Hier und heute wird Geschichte geschrieben.
00:53:01Ich bin kein Katholik, aber es beeindruckt mich.
00:53:05Es ist, wie wenn die Kreuzritter in die Schlacht ziehen.
00:53:08Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
00:53:11Hier und heute werden die Grundlagen für einen neuen Kreuzzug gelegt.
00:53:40Ja, immer fleißig, immer rührig, ja.
00:53:42Ach, Sie waren ja auch nicht faul, Gnähefrau.
00:53:45Und? Zufrieden mit dem Tennisplatz?
00:53:47Ausgezeichnet.
00:53:48Erstens liegt er windgeschützt und zweitens habe ich einen großartigen Partner getroffen,
00:53:51Herrn Schnitter.
00:53:52Ich kenne nur wenig Gäste.
00:53:53Na nun, Stammgast.
00:53:54Nee, Gnähefrau, Stammgäste sind jetzt nicht da.
00:53:57Und ein Herr Schnitter?
00:53:59Ich bin seit 45 hier.
00:54:01Schnitter?
00:54:02Nee.
00:54:03Na sowas.
00:54:07Mädchen, wo stecken Sie denn?
00:54:11Ach, da bist du ja. An die Maschinen, es geht los.
00:54:14Begrüße ich besonders herzlich den Leiter der deutschen Gruppe bei der deutschen Sektion
00:54:21der historischen Abteilung im Oberkommando der United States Forces in Europa,
00:54:28Herrn Generaloberst A.D. Halder,
00:54:32Generalleutnant A.D. Speidel,
00:54:34Klammer Beifall
00:54:36und Generalleutnant A.D. Heusinger,
00:54:40Klammer Beifall.
00:54:41Völlige Übereinstimmungen über die Aufstellung einer gemeinsamen Armee
00:54:45und einen zentralen Oberkommando zum frühestmöglichen Zeitraum.
00:54:49Es kommt, glaube ich, auf folgende Maximen an.
00:54:54Erstens, die Bundesrepublik und ihre künftigen Streitkräfte werden gleichberechtigt.
00:54:59Und dieses gleichberechtigt, möchte ich unterstrichen sehen.
00:55:03In den Nordatlantik-Pakt integriert.
00:55:07Zweitens, es wird eine Armee aufgestellt, die aus zwölf motorisierten Heeresdivisionen besteht.
00:55:12Diese werden mit starken Panzerkräften und Feuermitteln ausgestattet.
00:55:16Drittens, für die Ausbildung und die operative wie innere Führung der Armee
00:55:24wird ein zentralisierter Führungsstab gebildet.
00:55:27Absatz, Zwischenruf General Mehlmann, OKB nur etwas modifiziert.
00:55:36Klammer auf, Heiterkeit, Klammer zu.
00:55:39General Kammgruber fährt fort. Viertens, zur Bewaffnung.
00:55:44Die Streitkräfte werden zunächst mit moderner amerikanischer Bewaffnung und Ausrüstung versehen.
00:55:52So, hier ist der Anschluss. Läuft der wie geschmiert.
00:55:56Ist das schon fertig? Na prima.
00:55:59Wie Sie sehen, kriege ich mein Geld hier nicht umsonst.
00:56:01Ordentlich.
00:56:07Wissen Sie, ich war schon immer ein ordentlicher Mensch.
00:56:09Als Offizier bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig.
00:56:11Ich bin zum Glück bloß der Willist.
00:56:15Ach, Miege Frau. Miege Frau.
00:56:18Ja.
00:56:21Sie fragten doch heute früh, ob Herr Schnitter einer unserer Stammgäste wäre.
00:56:24Haben Sie sich vorhin geirrt?
00:56:25Nein, nein, nein. Ich habe da zufällig Gespräch gehört.
00:56:27Er kommt aus Bonn.
00:56:28Er ist bei der Kripo oder so.
00:56:31Aha.
00:56:33Bitteschön.
00:56:34Na, stimmt's?
00:56:37Stimmt, 22.
00:56:40Okay.
00:56:41Ganz schön für den ersten Tag.
00:56:51Kohlebogen?
00:56:51Verwein ich selbst.
00:56:52Na wunderbar.
00:56:54Schon haben wir unseres Bleibens hier die Tänge zu verweilen.
00:56:56Wo bleibst du denn, Menschenskind?
00:56:57Ach.
00:56:58Hauptkommissar Debel, Bundeskanzleramt.
00:57:00Na, dann gute Fahrt.
00:57:04Na Achim.
00:57:05Wo bleibst du denn?
00:57:06Ja, tue, ich habe noch zu tun.
00:57:08Na, pack den Ramsch zusammen und komm runter.
00:57:09Ich gehe da auch.
00:57:10Ja, gut.
00:57:11Ich hätte keine Ruhe, wenn ich die Blätter nicht auf Vollständigkeit untersucht hätte.
00:57:14Bevor ich sie verbrenne.
00:57:16Du hast recht.
00:57:17Entschuldige, ich wollte dich nicht von deinen Pflichten abhalten.
00:57:19Dann bis nachher.
00:57:20Bis nachher.
00:57:24Und dann bis nachher.
00:57:28Du hast recht.
00:57:28Dann bis nachher.
00:57:39Nimmst du.
00:58:07UNTERTITELUNG
00:58:24UNTERTITELUNG
00:59:07UNTERTITELUNG
00:59:14UNTERTITELUNG
00:59:15UNTERTITELUNG
00:59:44Untertitelung des ZDF, 2020
00:59:49ZDF, 2020
01:00:44ZDF, 2020
01:00:55Nichts?
01:00:56Natürlich nicht. Ich halte diese Nachtkontrollen für ausgesprochenen Blödsinn.
01:01:00Quatsch sich die Nächte um die Ohren zu schlagen.
01:01:01Trotzdem.
01:01:40ZDF, 2020
01:02:12ZDF, 2020
01:02:24Hotelschloss, Frau Hette Empfang, guten Abend.
01:02:27Bundeskanzleramtzentrale, bitte verbinden Sie mich sofort mit Herrn Achim Dätjen. Dätjen, Dora, Emil, Theodor, Julius, Emil Nordpol.
01:02:33Herr Dätjen, da muss ich Sie leider enttäuschen. Herr Dätjen wohnt nicht mehr in unserem Haus.
01:02:37Entschuldigen Sie, aber auf meiner Liste steht er doch.
01:02:40Ja, Herr Dätjen ist heute Nachmittag ausgezogen.
01:02:43Und über welchen Anschluss kann ich ihn erreichen, bitte?
01:02:45Bedauere, er selbst war gar nicht mehr hier. Zwei Männer haben sein Gepäck geholt.
01:02:49Danke.
01:02:50Danke.
01:02:59Musik
01:03:30Musik
01:04:03Musik
01:04:20Musik
01:04:27Musik
01:04:29Na nur...
01:04:31Na, immer noch nicht fertig?
01:04:32Nun beeil dich mal.
01:04:34Du, wetten, dass du gleich sagst, ich sei wie ein Papa zu dir?
01:04:37Ich aber neugierig.
01:04:38Ich hab dafür gesorgt, dass dir der blöde Weg ins Hotel erspart bleibt.
01:04:41Du wohnst hier, dein Gepäck ist schon hergebracht worden.
01:04:43Das ist doch prima, ich wollte immer schon mal am alten Schloss liegen.
01:04:45Ja, ja, kleiner Flott mit der Arnfrau, was?
01:04:47Das wäre gar nicht schlecht.
01:04:48Nun verbrenn deine Papierchen und komm rüber, wir sitzen noch gemütlich zusammen.
01:04:51Verstanden?
01:04:52Ja, Papa.
01:04:53Sei nicht so frech, mein Sohn.
01:04:53Jo, ja, Horst.
01:05:05Und daran kann und soll kein Zweifel bleiben.
01:05:08Die Erarbeitung einer strategischen Konzeption für die NATO kann und wird nur dann sinnreich und vertretbar sein.
01:05:15Wenn diese strategische Konzeption gewährleistet, dass ein zukünftiger Krieg sofort offensiv in östlicher Richtung auf das Territorium des potenziellen Gegners
01:05:26getragen und als Bewegungskrieg geführt wird.
01:05:30General Brandenburger, Doppelpunkt, das würde natürlich am zweckmäßigsten unter dem sofortigen Einsatz von Kernwaffen geschehen.
01:05:40Absatz, Zwischenruf, General Mehlmann, Doppelpunkt, sehr richtig.
01:05:49General Kammgruber, Doppelpunkt.
01:05:52Wie ich dank einer Konsultation mit Herrn Speidel weiß, bewegen wir uns damit vollkommen auf der Linie auch des Herrn
01:06:00Adenauer.
01:06:00Im Übrigen denke ich, was wir heute hier verabschiedet haben, meine Herren, wird Geschichte in Europa machen.
01:06:13So, das wäre es ja dann wohl.
01:06:19So, bitte schön.
01:06:20Guten Abend.
01:06:21Guten Abend.
01:06:24Na, du hast ja gestern Abend ganz schön geknissen.
01:06:26Du, das ist ja spät geworden.
01:06:28Nee, nee, nee, nee, nee.
01:06:28Aber heute Abend gibt's keine Entschuldigung.
01:06:30Wir wollen zum Abschied noch einen kleinen Sorbrust nehmen.
01:06:33In diesen Tagen haben wir den ersten Meilenstein gesetzt.
01:06:38Große Dinge kommen auf uns zu.
01:06:41Bleiben Sie gesund.
01:07:02Zwei kleine Mäuse beobachten eine Fledermaus.
01:07:04Da sagt die eine Maus zur anderen, ich gehe später auch mal zur Luftwache.
01:07:08Ja, ich gehe später auch mal zur Luftwache.
01:08:04Meine Herren, das ist der Weg ins Himmel.
01:08:08Ich gehe nicht mehr rein.
01:08:09Scheiße.
01:08:22Was ist denn da für ein Krach?
01:08:24Da ist ein Taumenschlag.
01:08:26Tauben gibt's da oben?
01:08:33Wir können sie auch mal Staub wischen.
01:08:54Jetzt dieser Rotbart Lobesarm ins Heilige Land gezogen kam.
01:08:59Da muss er mit dem Frommen her, durch ein Gebirge, wüst und leer.
01:09:05Das ist das.
01:09:12Das ist das.
01:09:23Das ist das.
01:09:25Das ist das.
01:09:56Gute Nacht, Herr Erika.
01:10:14Was? Nichts zu trinken, da? Vorratskameraden, wir treten den planmäßigen Rettzug an.
01:10:48Der Mist funktioniert nicht und ich habe einen Durst.
01:10:54Wir sind eingesperrt.
01:10:56So nehmt den Abschied von Haus und Hof und Weib und Kind.
01:10:59Auf zum heiligen Grab, ehrenwerte, liebe, getreue.
01:11:02Jawohl.
01:11:02Aufmarsch!
01:11:05Aufmarsch!
01:11:08Aufmarsch!
01:11:09Aufmarsch!
01:11:10Aufmarsch!
01:11:11Aufmarsch!
01:11:12Aufmarsch!
01:11:14Ordonnanz!
01:11:15Sofort zum Saal!
01:11:16Ordonnanz!
01:11:17Hören Sie!
01:11:18Öffnen Sie endlich!
01:11:20Eine Ordonnanz!
01:11:21Sofort zum Saal!
01:11:23Ordonnanz!
01:11:44Harte Tage! Was, General? Sind Sie zufrieden?
01:11:46Meine kühnsten Hoffnungen sind übertroffen worden.
01:11:49Ich glaube, mein lieber Krösing, wir können der Zukunft mehr als gelassen entgegensehen.
01:11:53Wir sind wieder da.
01:11:55Na, gute Fahrt.
01:12:20Der Wagen sollte längst da sein. Na, die Zivilschlamperei hört auch wieder auf.
01:12:24Ich seh mal nach, Herr Oberst.
01:12:25Ja, gehen Sie mal.
01:12:29Nur sag mal, Achim, du hast ja gestern Abend wieder geschwänzt.
01:12:33Aber nicht doch, ich war da.
01:12:34Wo wart ihr denn? War wohl ein trauriges Fest.
01:12:36Nur General Kammgruber saß da und pente.
01:12:38Na, Schwamm drüber.
01:12:39Ich geh mal telefonieren.
01:12:41Jeden Mist muss man alleine machen.
01:12:44Na?
01:12:49Na, haben Sie schon den Hals gewaschen, mein lieber?
01:12:51Ja, Gesichtskontrolle?
01:12:53Tatsächlich.
01:12:54Aber sagen Sie dem von Wiesenig nicht, dass ich es Ihnen verraten habe.
01:12:57Er ist ja stolz auf seinen Einfall.
01:12:59Zum Abschluss lässt er bei uns den Sicherheitsbeauftragten eine Leibesvisitation durchführen.
01:13:03Der Mann hat eine seltsame Auffassung von Witz, finden Sie nicht?
01:13:05Und gar ja, komisch finde ich das.
01:13:30Das ist doch nicht zu fassen.
01:13:32Der Wagen war doch für zehn bestellt, oder?
01:13:33Natürlich, so ist es.
01:13:34Herr Oberst?
01:13:35Ja?
01:13:36Ah.
01:13:37Ehe wir ablegen, möchte ich mich verabschieden.
01:13:38Ja.
01:13:39Es war mir eine Freude.
01:13:40Alles Gute.
01:13:41Wiedersehen, Herr Oberst.
01:13:42Ich denke, wir sehen uns dann.
01:13:44Bleiben Sie ein anständiger Mensch, auch wenn Sie jetzt bei der Polizei sind.
01:13:48Naja, nicht mal.
01:13:49Ja, ich weiß nicht, dass Sie nicht haben.
01:13:49Sie wollen das, ich weiß nicht.
01:13:57Vierze.
01:13:57Vierze, mache ich mich.
01:13:59Hier nicht nur ein ähnliches, geht es nicht.
01:14:03Can ich nicht das?
01:14:09Ich weiß nicht, was ich weiß nicht.
01:14:11Ich weiß nicht.
01:14:12Ich weiß nicht.
01:14:16Bist du meinst, wie ich...
01:14:16Ich hab das Gefühl, ich weiß nicht.
01:14:16Ich weiß nicht.
01:14:18Na, Kamerad Tätjen?
01:14:20Das gibt's.
01:14:21Ich möchte mich auch von Ihnen verabschieden.
01:14:25Ich soll Ihnen Grüße aus Frankfurt bestellen. Die Paulskirche wird renoviert.
01:14:28Goethehaus wäre wichtiger.
01:14:29Würden Sie mir bitte Feuer geben?
01:14:31Gerne.
01:14:43Zugig.
01:14:44Hier, nehmen Sie doch selbst.
01:14:48Behalten Sie es doch.
01:14:50Vielen Dank. Also dann, alles Gute.
01:14:53Ihnen ebenfalls.
01:15:06Berlin am 11. August 1951.
01:15:10Eine internationale Pressekonferenz des Nationalrats der Nationalen Front
01:15:14beginnt in wenigen Minuten im Steinsaal am Berliner Thälmannplatz.
01:15:19Der Deutschland-Sender wird diese wichtige Konferenz mit Enthüllungen
01:15:22über die organisatorische, politische und wirtschaftliche Vorbereitung
01:15:26der Aufstellung einer westdeutschen Revanche-Armee original übertragen.
01:15:31Der Nationalrat legt ein Weißbuch vor über die amerikanisch-englische Interventionspolitik in Westdeutschland
01:15:38und das Wiedererstehen des deutschen Imperialismus.
01:15:41Ich befinde mich nun im Steinsaal, wo Pressevertreter zahlreicher europäischer und außereuropäischer Zeitungen
01:15:47über die Hintergründe, Hintermänner und den organisatorischen Stand der Remilitarisierung in Westdeutschland.
01:15:55Seit Jahr und Tag ist in Westdeutschland die Strategie der verbrannten Erde vorbereitet,
01:16:01weil die Regierungen der USA, Englands und Frankreichs beabsichtigen,
01:16:06im Herbst dieses Jahres die Wiederherstellung der deutschen Wehrmacht offen zu verfügen.
01:16:11Die in diesem Weißbuch enthaltenen Tatsachen beweisen,
01:16:16dass in Westdeutschland nicht etwa nur Polizeiformationen geschaffen werden,
01:16:21sondern, dass der wiedererstehende deutsche Imperialismus...
01:16:24Der Osten weiß alles.
01:16:27Das ist nicht zu fassen.
01:16:30Wollen Sie rauchen, Herr Herr?
01:16:31Zur Beruhigung.
01:16:34Bitte.
01:16:40...über die europäischen Marschallstaaten herzustellen...
01:16:43Stellen Sie doch den Mist ab.
01:16:44Den Überfall...
01:16:45Ist ja nicht mit anzuhören.
01:16:52Die volksdemokratische...
01:17:04Wie die das bis machen.
01:17:12Wie die das bis machen.
01:17:41Wie die das bis machen.
01:18:10Wie die das bis machen.
01:18:12Wie die das bis machen.
01:18:17Wie die das bis machen.
01:18:28Wie die das bis.
01:18:36Meret-Jus René.
01:18:37Das bis Althoughbein Tatsache.
01:18:46Musik
01:19:18Musik
01:19:40Musik
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