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KurzfilmeTranskript
00:00:15Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:00:46Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:01:09Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:01:30Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:01:52Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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00:03:44Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:04:14Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:04:18Ist doch der gute ins Bett gekommen, der alte Heidenreich.
00:04:22Ja, du interessierst dich plötzlich so für meine geschäftlichen Angelegenheiten?
00:04:27Ich auch nicht, ich wollte nur gerne wissen, ob ihr einig geworden seid.
00:04:31Beinahe.
00:04:33So ist so.
00:04:34Die Sache wäre auch heute Nacht noch zum Abschluss zu kommen, aber es war dann doch zum Nieder.
00:04:39So ist so.
00:04:40Ich bitte dich um vier Uhr.
00:04:41Ja, aber nur ein paar solcher Konferenzen und die Sache ist gemacht.
00:04:46So ist so.
00:04:47Ja, dein ewiges So ist so.
00:04:50Was hast du denn bloß?
00:04:52Ich finde es nur merkwürdig, dass dein alter Geschäftsfreund in der Dorschke eine Damenhandtasche vergibt.
00:05:00Du glaubst doch nicht etwa, dass der alte Heidenreich mit so einer Tasche rumreist?
00:05:04Nein, ich glaube überhaupt nichts mehr.
00:05:08Ich glaube auch nicht mal an deine nächtlichen Konferenzen.
00:05:11Und wenn du in Zukunft wieder eine Besprechung mit deinem Geschäftsfreund haben solltest,
00:05:14so werde ich mich vorher davon überzeugen, ob der Betreffend überhaupt existiert wird.
00:05:18Aber gehen Sie...
00:05:18Versuche mich, dich herauszureden, damit hast du bei mir kein Glück.
00:05:21Scheint mir auch so.
00:05:22Darf ich dir sowieso gleich an, wenn du mich beschwinden.
00:05:24Na, siehst du, was ich für eine ehrliche Haut bin.
00:05:27Das ist schon gut.
00:05:28Aber in Zukunft, wenn du schon auf mich keine Rücksicht nimmst,
00:05:31denke bitte daran, dass du eine erwartene Sochter hast.
00:05:34Richtig, habe ich ja ganz vergessen.
00:05:35Wie?
00:05:36Ich meine, habe ich ja ganz vergessen, dass sie heute zurückkommt.
00:05:39Wann kommt denn der Zug?
00:05:41In einer Stunde, also beeil dich.
00:05:42Du kommst doch mit zur Bahn.
00:05:43Wie kannst du fragen, wo ich mich schon so auf das Kind freue.
00:05:47Es ist mir schwer genug gefallen, sie ein ganzes Jahr lang aus dem Haus zu geben.
00:05:50Und dann noch nach Berlin.
00:05:52Bitte.
00:05:53Im Hause meines Bruders war sie sehr gut aufgehoben.
00:05:57Gewiss, gewiss.
00:05:58Aber nun lassen wir sie nicht mehr aus dem Haus.
00:06:00Ich scheine nicht zu vergessen, dass Gerti heute eine heiratfähige junge Dame ist.
00:06:04Durchaus nicht, aber sie kann sich doch auch hier in der Stadt verheiraten.
00:06:07Ich werde ihr schon den richtigen aussuchen.
00:06:10Du, damit was Schönes daraus kommt.
00:06:12Bitte sehr.
00:06:13Das muss ein Mann sein.
00:06:15Mit Grundsätzen, verlässlich, solide und treu.
00:06:18So wie du.
00:06:19Ja, kann auch ein bisschen treuer sein.
00:06:21Und wenn du es ganz genau wissen willst, ich habe schon einen ganz bestimmten im Auge.
00:06:24Da bin ich aber wirklich neugierig.
00:06:26Ach, an dem wirst selbst du nichts auszusetzen haben.
00:06:29Es ist nämlich...
00:06:30Wie ist das?
00:06:32Wer denn?
00:06:33Gerti.
00:06:33Gerti.
00:06:34Was?
00:06:34Mensch, im Auto ist die Gerti.
00:06:36Gerti.
00:06:36Sie doch schnell.
00:06:37Was ist der Fahrt?
00:06:39Der Zug kann doch noch gar nicht da sein.
00:06:42Oh, und im Auto.
00:06:44Da hat es nicht so richtig, da steht ein eleganter Reisewagen.
00:06:47Da merkt es nicht.
00:06:48Mama.
00:06:50Gerti.
00:06:50Oh mein Herr, das ist ein bisschen größer.
00:06:52Ja, deine Anni.
00:06:53Ja, du lachst mir das Kind doch auch mal.
00:06:55Ich bin doch auch mit 50 Prozent an dem Kind bezahlenlich.
00:06:57Tach, Papa.
00:07:00Na, was sagst du zu der Überraschung, hm?
00:07:03Fick, ja?
00:07:04Oh, ich bin ja sprachlos.
00:07:06Und mit dem Auto bist du gekommen?
00:07:08Ja, mit 70 Kilometern.
00:07:10Traumhaft.
00:07:10Ich hol's den Peck hoch, ja?
00:07:11Lass doch, lass doch, Anni.
00:07:12Wozu habe ich denn meinen Chauffeur?
00:07:14Was denn, du hast einen Chauffeur?
00:07:15Ja, was für ein...
00:07:16Da ist er schon.
00:07:18Das ist mein Freund, Heinz Fellner, meine Mama.
00:07:22Sehr, freut sich die Frau.
00:07:24Wirkt die Frau Mama arm?
00:07:25Nichts möglich.
00:07:26Ich hätte genügend für jede Schwester gehalten.
00:07:29Oh, mein Herr, wie schmarrt ich dir.
00:07:31Danke.
00:07:37Ja, verstehe ich mir.
00:07:38Haben Sie eine gute Farce gehalten.
00:07:41Oh, danke schön, Herr, das ist mein Papa.
00:07:43Ach, mein Papa.
00:07:45Da staunen Sie was?
00:07:46Mich haben Sie bestimmt für den jüngeren Bruder gehalten.
00:07:49Nein, nein.
00:07:51Gnädige Frau, Herr Seibold.
00:07:53Sie wundern sich gewiss, dass ich Ihnen so ins Haus falle, so Saint-Fantan.
00:07:57Ich verkehre nämlich im Hause Ihres Herrn Bruders in Berlin.
00:08:00Und Ihnen, Herr Seibold, dürfte mein Name auch nicht ganz fremd sein.
00:08:03Nur mein Vater steht doch seit Jahren mit Ihnen in Geschäftsverbindung.
00:08:06Ach, Fellner und Watzki, ganz recht.
00:08:08Sehr richtig, sehr richtig.
00:08:09Aber bitte nehmen Sie doch Plan, Herr Fellner.
00:08:11Sehr liebenswürdig.
00:08:13Herzlichen Dank.
00:08:13Und, ähm, Sie sind also auch im Geschäft Ihres Herrn Vaters tätig?
00:08:19Oh nein, darum kümmere ich mich gar nicht an.
00:08:22Keine Zeit.
00:08:23Herr Fellner hat eben Hörer, ist das ein passionierter Segeler, ein berühmter Tennisspieler.
00:08:28Und beim Tanztournee in Westerland hat er sich die Meisterschaft im Tannenberuhig.
00:08:31Das ist ja ein Koldersheim.
00:08:33Herr Fellner hat sich auch in den Fokstuklub in Berlin eingefügt.
00:08:36Dafür bin ich Ihnen aber wirklich dankbar.
00:08:38Und bitte sehr keine Ursache.
00:08:39Ja, Ihr Frau, Dein Tochter und ich sind famos aufeinander eingetanzt.
00:08:44Höchste Zeit, dass Sie wieder auseinandertanzen.
00:08:46Darf ich Ihnen irgendetwas anbieten, Herr Fellner?
00:08:49Vielen Dank, gnädige Frau.
00:08:51Aber ich möchte vor allen Dingen meinen Wagen unterbringen und mich umgleiten.
00:08:55Ach, die gedenken sich längere Zeit hier aufzuhalten.
00:08:58Aber natürlich.
00:08:59Wir werden ihn doch nicht gleich wieder weglassen, Frau Mama.
00:09:01Gar keinen Umständen.
00:09:03Sehr liebenswürdig, gnädige Frau.
00:09:05Dann gestatten Sie wohl, dass Sie mich jetzt empfehlen.
00:09:08Gnädiges Freundin, wie wäre es nachher mit einer Partizent?
00:09:10Ach ja, das wäre nett.
00:09:11Ja?
00:09:12Gnädige Frau?
00:09:14Herr Seidner.
00:09:15Also bis nachher.
00:09:16Bis nachher.
00:09:16Ich bringe ganz Fälle.
00:09:17Bitte schön.
00:09:18Begrüßt sich nicht, gnädige Frau.
00:09:19Herzlichen Dank.
00:09:20Wiedersehen.
00:09:23Das ist ja ein reißender Mensch.
00:09:25War Mama ein ganz famoser, ja?
00:09:27Ein ganz fauler Kopf ist das.
00:09:28Aber Julius.
00:09:29Na, Moment mal, was heißt denn hier Julius?
00:09:31Ich bin schließlich dein Vater und du rauchst?
00:09:34Du nicht mehr?
00:09:36Seit wann ist es überhaupt Mode, dass ein junges Mädchen am helllichten Tage allein
00:09:40mit einem jungen Mann rauchend mit einem Auto in der Welt rumkutschiert?
00:09:43Immer noch besser, als wenn ein alter Mann nachts mit einem Mädchen allein in einer
00:09:46Drosch gefährt.
00:09:47Das gehört ja nicht hierher.
00:09:50Also ich verstehe dich nicht, Papa, dass sie noch längst überwundene Spieße anschauen.
00:09:53Tch, tch, du bist wohl am Ende gar verliebt in diesen Tango-Fritzen, was?
00:09:57Verliebt?
00:09:57Also was du für altmodische Begriffe hast.
00:09:59Wer verliebt sich denn noch heutzutage?
00:10:01Aber ich gehste mir auf den Einzigen gefällt.
00:10:03Er ist gut gewachsen, wohl erzogen, modern, hat Manieren, sehr gute Manieren.
00:10:08Hm, interessanter Mann.
00:10:10Lebe Mann.
00:10:10Tust du auch noch?
00:10:12Wer weiß, wie viele Liebschaften der schon hinter sich hat?
00:10:15Eine ganze Menge.
00:10:16Da macht doch gar kein Hehl daraus.
00:10:18Jetzt glaubst du ganz, wie verrückt alle Frauen in Berlin haben.
00:10:20Und das gefällt dir?
00:10:22Ach, wie?
00:10:23Macht denn doch das interessant.
00:10:24Und es ist doch sehr schmeichelhaft für mich, dass ein so viel begehrter Mann, dem
00:10:27alle zu Füßen liegen, sich ausgerechnet in dich verliebt.
00:10:31Na, das sind ja schöne Aussichten.
00:10:33Gott, ist der Mann rückständig, Mama.
00:10:36Jedenfalls, das sage ich dir gleich, Julius.
00:10:37Wenn ich überhaupt mal heiraten sollte, dann nur einen Mann, der was erlebt hat.
00:10:41Glaube mir, Papa, das werden die besten Ehemänner.
00:10:44Und jetzt mach nicht so ein intelligentes Gesicht, mein Alter.
00:10:47Noch ist es ja nicht so weit.
00:10:48Jetzt geh ich mich aber rasch umziehen.
00:10:50Tschüss, Julius.
00:10:54Also, was sagst du zu deiner Tochter?
00:10:56Ich finde, das Mädel hat vollkommen recht.
00:10:59Na, du hörst sicher alles auf.
00:11:00Ich kann mir Herrn Felner als Spiegel so ein sehr gut vorstellen.
00:11:04Ausgeschlossen.
00:11:05Tja, das würde ja alle meine Pläne über den Haufen werfen.
00:11:08Meine Pläne?
00:11:10Ach, ja, richtig.
00:11:11Du sagst es ja wohl schon.
00:11:12Wittest du vielleicht die Freulichkeit, mich auch einzuweihen?
00:11:14Bitte, gerne.
00:11:16Ich will keinen Schwiegersohn, der Fuchstrott spielt und Tennistanzt,
00:11:20sondern einen soliden, braven Menschen, der was von Trikotagen und Reformkorsetts versteht.
00:11:26Ein Geschäftsmann, der mich mit ruhigem Gewissen meiner Fabrik anvertrauen kann.
00:11:31Und das Kind.
00:11:32Und das Kind.
00:11:33Und das wäre?
00:11:35Mein Kompanion.
00:11:38Herr Stieglitz, dein ehemaliger Buchhalt?
00:11:41Jawohl, er hat mal als Buchhalter bei mir angefangen.
00:11:44Aber weil er ein tüchtiger, strebsamer Mensch ist,
00:11:46habe ich ihn erst zum Prokuristen gemacht, dann zum Kompanion und...
00:11:49Nun wird er mein Spiegel so.
00:11:51Das kann ich ja nur kurz, aber schrill auflachen.
00:11:53Ha, ha.
00:11:53Was hast du denn gegen Herrn Stieglitz?
00:11:55Herr Stieglitz ist genau das Gegenteil von dem,
00:11:57was ich unsere Gertzwole dem Ideal eines Ehemannes vorstelle.
00:12:00Der hat überhaupt keine Manieren.
00:12:02Weil er dir nicht dauernd die Hände küsst.
00:12:04Ach.
00:12:04Kannst du dir vorstellen, dass ich jemals eine Frau in Herrn Stieglitz verliebt habe?
00:12:07Ich nicht.
00:12:07Oh, heiliger Bim-Bam.
00:12:09Wenn sich unsere Tochter schon so verschrobene Ideen in den Kopf gesetzt hat,
00:12:13dann hat sie dafür noch eine Entschuldigung.
00:12:15Ihre Jugend.
00:12:15Aber dass du diesen Blödsinn mitmachst, da kann ich nur sagen...
00:12:19Morgen, Herr Stieglitz.
00:12:21Ja, ich werde wieder gar nicht sehen.
00:12:23Morgen, Herr Stieglitz.
00:12:27Äh.
00:12:28Spann dich doch, Frau.
00:12:30Stieglitz.
00:12:31Mach mal meiner Frau ein bisschen verangenehm sein.
00:12:33Sie nicht zu ihr.
00:12:34Wieso?
00:12:34Hat sie Geburtstag?
00:12:36Herr Stieglitz.
00:12:37Pass an, wie mein Kindchen heute aussieht.
00:12:41Miserabel.
00:12:43Hat es Ihnen über Leber gelaufen?
00:12:45Haben Sie sich geärgert, was?
00:12:46Darf ich nicht machen.
00:12:46Sehen Sie eigentlich um zehn Jahre älter aus.
00:12:48Sie sind sehr liebenswürdig, Herr Stieglitz.
00:12:53Stieglitz.
00:12:57Stieglitz.
00:12:58Sie sind ein scheidlicher Mensch.
00:13:00Wieso?
00:13:00Wie kann man einer Frau so was ins Gesicht sagen?
00:13:02Wohin sollte ich es ihr denn sonst sagen?
00:13:04Sieht doch wirklich alt aus, ne?
00:13:06Naja, wäre schon bei Gelegenheit wieder gut gemacht.
00:13:08Aber komm doch jetzt, wir haben was Wichtiges zu überreichen.
00:13:10Komm doch mit ins Büro.
00:13:11Hier schreibt nämlich die Firma Schürmann aus Amsterdam.
00:13:19Reform Corvette Marke Weltniveau mit automatischem Verschluss.
00:13:24Das sind diese euchchen Dinger, die Sie da in einer Stellenstunde...
00:13:27Ja, Jürgen, das ist bei den geschäftlichen Krambeibreffel.
00:13:29Ich habe jetzt gar keinen Kopf dafür.
00:13:30Kommen Sie mal, setzen Sie sich mal hier hin.
00:13:33Ich muss mal ganz was anders mit Ihnen besprechen.
00:13:36Passen Sie, nehmen Sie doch mal den ollen Stummel da aus dem Mund.
00:13:40Kommen Sie mal her, hier.
00:13:42Sollen eine feine Zigarre haben.
00:13:44Weißt doch, Sie sind leidenschaftlicher Raucher.
00:13:48So, Feuer sollen Sie auch haben.
00:13:53So.
00:13:55So.
00:13:56Und nun hören Sie mal zu.
00:13:59Heute ist meine Tochter aus Berlin zurückgekommen.
00:14:04So, bitte mehr da, die kleine Gerfi.
00:14:05Ja, komm.
00:14:05Ha, ha, kleine Gerfi.
00:14:08Das ist heute eine erwachsene junge Dame.
00:14:10Ha, hab ich gar nicht vergessen.
00:14:12Ja.
00:14:12Weil man so ein Mädchen von Kindheit an Aufwachsen sieht, nicht?
00:14:15Ist doch ein lieber Kerl, nicht?
00:14:17Na, Sie kennen sie ja.
00:14:18Ja, was Besonderes ist es nicht.
00:14:19Was meinen Sie?
00:14:20Ja, Zigarre.
00:14:21Na, dann nehmen Sie doch eine andere.
00:14:23Das ist alles.
00:14:25Ich sage Ihnen, Sie werden das Mädel nicht wiedererkennen.
00:14:27Hübsch ist die geworden.
00:14:29Und eine Figur hat sie elegant und schlank.
00:14:32Die kurzen Dicken sind mir lieber.
00:14:33Hm?
00:14:34Ja, das ist alles.
00:14:36Klug ist sie.
00:14:37Sie hat was gelernt.
00:14:39Musikalisch ist sie auch.
00:14:40Und so häuslich.
00:14:42Na, kommt so gut.
00:14:42Sie hat alle Eigenschaften, ihren künftigen Mann glücklich zu machen.
00:14:46Nur einen Fehler hat sie.
00:14:47Sie hat keine Luft.
00:14:48Also, wollen Sie mir nun zuhören oder wollen Sie weiter meine Zigarren mitfüllen?
00:14:51Na ja, das ist ja erledigt.
00:14:53Ringe Sie sich auf.
00:14:54Die Sache ist erledigt.
00:14:57Na?
00:14:57Na, und weiter?
00:14:58Ja, also, ohne lange Vorrede.
00:15:01Ich will meine Tochter verheiraten.
00:15:03Ja, dann wollen Sie die mit Gift aus dem Geschäft rausziehen.
00:15:05Nein, das will ich eben nicht.
00:15:07Das soll alles so bleiben, wie es bisher war.
00:15:09Und wenn ich mich in ein paar Jahren zur Ruhe setze, dann sollen Sie die Firma Seiboldt und Stieglitz allein
00:15:15weiterführen.
00:15:16Na?
00:15:16Sagen Sie es in meinem Vorschlag.
00:15:18Ihre Vorschläge sind besser als Ihre Zigarren.
00:15:21Aber Ihr zukünftiger Schwiegersohn, wird der sich das so ohne weiteres gefallen lassen?
00:15:24Ja, sicher.
00:15:26Nein, nein, nein.
00:15:28Menschens Kind Stieglitz seien Sie doch nicht so schwer von Begriff.
00:15:31Sie sollen doch meine Tochter heiraten.
00:15:36Was?
00:15:37Ich soll?
00:15:38Hm?
00:15:41Zimmer?
00:15:42So einfach, wie Sie sich die Sache vorstellen, ist es nur widerlich.
00:15:45Mir wären Sie ja als Schwiegersohn sehr angenehm.
00:15:47Aber ob Sie auch meiner Tochter gefallen?
00:15:49Nein, das glaube ich nicht.
00:15:50Warum denn nicht?
00:15:51Ich habe noch nie einer Frau gefallen.
00:15:53Was ja auch nicht, woran das liegt.
00:15:55Denn schließlich immerhin.
00:15:57Als Kind war ich sogar mal eine Schönheit.
00:15:59Es hat sich dann später gegeben, aber...
00:16:03Schließlich bin ich doch ganz niedlich.
00:16:05Aber bei Frauen habe ich kein Glück.
00:16:07Können Sie sich das erklären?
00:16:09Oh ja?
00:16:10Und ich kann Ihnen auch sagen, woran das liegt.
00:16:12Sie haben keine Manieren.
00:16:14Sind wir so kurz, so geschäftlich?
00:16:16Einer Dame gegenüber muss man galant sein.
00:16:19Wenn sie reinkommt, geht man auf sie zu.
00:16:21Sind wir so.
00:16:22Küsst ihr die Hand?
00:16:24Nur sehen Sie sich mal die Pfoten an.
00:16:26Die sind ja ganz schwarz, da haben Sie ja lauter Tintenflecke dran.
00:16:29Kommt doch nicht wissen, dass Sie mir die Hand küssen wollen.
00:16:30Man hat überhaupt, wie Sie sich kleiden, wie Sie aussehen.
00:16:33So können Sie doch keiner Frau gefallen.
00:16:34Mit dem Rock sind Sie bei mir schon als Buchhalter eingetreten.
00:16:37Ja, den hat mein Vater damals altgekommen.
00:16:39Ja, der Kragen ist auch ganz unmodern.
00:16:40Solche genähten Krawatten trägt man überhaupt nicht mehr.
00:16:43Binden Sie das Ding mal ab.
00:16:44Kommen Sie mal, ich gebe Ihnen mal eine von meinen.
00:16:46Und nun waschen Sie sich hier erst mal die Pfoten.
00:17:00So, her, kommen Sie mal her.
00:17:02Na, da haben Sie einen flotten Selbstbinder von mir.
00:17:04Kostet 45 Mark, aber ziehe ich ihn dann von der Mitgift ab.
00:17:08Die Musen sind ja auch nicht gebügelt.
00:17:10Röllchen tragen Sie auch noch.
00:17:11Und die Frisur, kommen Sie mal her.
00:17:14Setzen Sie sich mal hin.
00:17:15Warum bin Sie denn denn nicht um?
00:17:17Ich denke, es ist ein Selbstbinder.
00:17:18Ach, komm, nehm doch mal diesen schrecklichen Kneifer ab.
00:17:21Sie wollen wohl einen Giegerl auf mir machen.
00:17:23Ah, ja, ja, das ist ja so geil.
00:17:51Musik
00:18:06Musik
00:18:36Musik
00:19:01Musik
00:19:35Musik
00:20:03Musik
00:20:37So, na zeigen Sie mal, na sehen Sie, so sehen Sie ja gleich menschlicher aus.
00:20:41Warten Sie mal hier, gucken Sie mal in den Spiegel.
00:20:44Hier, na, ich kann doch nicht sehen, ich habe doch keine Brille.
00:20:47Achso, halten Sie mal, hier, nehmen Sie mal eine Laserbrille.
00:20:50So, kommen wir hier, na.
00:20:53Die Uhren richtig hin.
00:20:54So, na.
00:20:58Wenn ich so in die Fabrik komme, kriegt das ganze Personal nach Klappchen.
00:21:01Ach, Unsinn.
00:21:02Nun stecken Sie mal noch Ihr Taschentuch in die Brusttasche.
00:21:06Um Himmels Willen, lass uns stecken.
00:21:08Hier, nehmen Sie mal eins.
00:21:10So, noch eine Blume.
00:21:12Ein kleines Blümchen.
00:21:15Das Knopfloch.
00:21:17So, kommen Sie mal her, na.
00:21:19So, na.
00:21:21So, strech die Klettern Sie mal hoch.
00:21:23Kann mich heute nicht so bücken.
00:21:24Ach, was ist das denn?
00:21:26Hier, die Hosen hoch, die Kampel.
00:21:28Wieso regnet es?
00:21:29Ach, Unsinn, das ist jetzt modern.
00:21:31Das trägt man so.
00:21:32So.
00:21:33Na, und jetzt schicke ich Ihnen meine Tochter.
00:21:35Wozu?
00:21:36Wir müssen doch mit ihr reden.
00:21:38Wir müssen ja doch einen Heiratsantrag machen.
00:21:40Kommen Sie mal mit.
00:21:41Sollen Sie mal sehen, was Sie auf meine Gerti für einen Eindruck machen.
00:21:47Na nun, Gerti.
00:21:48Äh, Anni, was bringen Sie denn da?
00:21:50Das Bouquet ist Ihnen abgegeben worden für das gnädige Fräulein.
00:21:52So, von Ihnen?
00:21:53Von Herrn Fellner.
00:21:54Die gnädige Frau hat noch ein viel größeres gekriegt.
00:21:56So, na, ist gut.
00:21:56Legen Sie es mal da hin.
00:21:57Und sagen Sie meiner Tochter Bescheid.
00:21:59Sie möchte mal runterkommen.
00:22:00Also, was?
00:22:04Wer weiß, wie es gemacht wird.
00:22:06Wer ist denn, Herr Fellner?
00:22:07Das ist ein Nebenbuhler von Ihnen und ein ganz gefährlicher.
00:22:09Ich sage, wenn Sie jetzt nicht losschießen, dann schnappt ihr Ihnen doch das Mädel vor der Nase weg.
00:22:14Hier, ihr Fräulein, kommt schon.
00:22:16Ja, ja, das wollte.
00:22:17Oh, der steht nicht so.
00:22:18Gehen Sie mal.
00:22:21So.
00:22:22Alles in Ordnung?
00:22:23Ja.
00:22:24So, nun lasse ich euch allein.
00:22:26So, los.
00:22:43Sehr schön.
00:22:44Das muss ja ein Heiden Geld gekostet haben.
00:22:51Ach, Herr Stieglitz.
00:22:52Wir haben uns ja noch gar nicht gesehen.
00:22:54Guten Tag.
00:22:55Guten Tag, Fräulein.
00:23:00Na nun, seit wann sind wir beide denn so vormlich miteinander?
00:23:04Überhaupt, Sie sehen so feierlich aus.
00:23:07Ja, das ist nur, weil ich wollte Sie begrüßen.
00:23:10Ach so.
00:23:11Die Blumen sind für mich?
00:23:13Ich, was für Blumen?
00:23:14Ach so, ja, die sind für Sie.
00:23:16Wie galant.
00:23:18Bei der Herr Stieglitz, ich kenne Sie gar nicht mehr wieder.
00:23:22So vereint, so geschniegelt, kleidet Sie doch gar nicht.
00:23:27Nicht, habe ich auch gesagt, ja.
00:23:30Ja, aber Sie haben sich auch verändert.
00:23:32Ja?
00:23:33Richtig junge Dame sind Sie geworden.
00:23:36Bildhübsch.
00:23:36Aber Herr Stieglitz, Sie machen mir einen Wuch.
00:23:38Nein, nein, nein, das ist mein voller Ernst.
00:23:42Wenn ich Sie so ansehe, wenn Sie mich so ansehen, bildhübsch.
00:23:49Das mache ich aber lieber, dass ich fortkomme, sonst verliehen Sie sich am Ende noch nicht.
00:23:52Nein, nein, nein, halt!
00:23:53Ich werde Sie sitzen.
00:23:57Ist bereits geschehen.
00:23:59Aber bitte nicht unterbrechen.
00:24:00Jetzt habe ich die richtige Einladung gefunden.
00:24:01Wenn Sie jetzt unterbrechen, dann verliere ich den Faden.
00:24:03Aber bitte.
00:24:03Den will ich mit der Herr Stieglitz.
00:24:05Sie haben sich über mein verändertes Aussehen gewundert.
00:24:08Und da haben Sie auch vollkommen recht.
00:24:10Und mit mir ist wirklich eine Veränderung vorgegangen.
00:24:13Nicht nur äußerlich, sondern...
00:24:16Die Hosen nicht, die hat mir Ihr Vater umgekrempelt.
00:24:18Der meint, ich sehe so fäscher aus, ne?
00:24:20Aber ich...
00:24:20Der will bitte nicht unterbrechen.
00:24:21Es geht ja noch weiter.
00:24:23Frau Herrn Gerti, wie ich Sie zum letzten Mal gesehen habe, da waren Sie noch ein halbes
00:24:28Kind.
00:24:28Aber wie ich Sie jetzt eben gesehen habe, wie Sie so die Treppe heruntergehoppelt kam,
00:24:33da...
00:24:35Wollen Sie meine Frau werden?
00:24:38Herr Stieglitz, Sie wollen mich heiraten?
00:24:40Ja, wie kommt denn auf die Idee?
00:24:43Sie sind ja ein lieber netter Mensch.
00:24:45Und ich bin auch überzeugt, dass es eine Frau bei Ihnen sehr gut haben wird.
00:24:48Aber als meinen Mann, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
00:24:51Wissen Sie, Stieglitz, wenn ich mal heirate, dann nur einen gereiften Mann.
00:24:55Er muss was erlebt haben.
00:24:57Er muss nicht nur mir, er muss allen Frauen gefallen.
00:24:59Ich muss auf ihn stolz sein können.
00:25:01Also mit einem Wort, ein interessanter Mann muss es sein.
00:25:04Lieber Herr Stieglitz, Sie müssen doch selber sagen, interessant sind Sie doch wirklich
00:25:07nicht, aber Sie werden bestimmt noch ein anderes Mädchen finden, das nicht so anspruchsvoll
00:25:12ist wie ich.
00:25:12Frau Lein-Herz?
00:25:13Ja?
00:25:14Herr Fellmeister.
00:25:15Naja, ich komme schon.
00:25:16Also nicht böse sein, Herr Stieglitz.
00:25:19Und wir bleiben trotzdem sehr gute Freunde, nicht wahr?
00:25:22Tschüss.
00:25:30Tschüss.
00:25:41Herr Stieglitz, was ist los?
00:25:44Haben Sie mit ihr gesprochen?
00:25:45Jawohl, die Sache ist erledigt.
00:25:47Tatsächlich?
00:25:48Ja, wir haben Ihre Krawatte, wir haben Sie Ihr Taschentuch, ich habe es noch nicht benutzt.
00:25:52Na, was hat Sie denn nun gesagt?
00:25:54Ich bin ja nicht interessant genug.
00:25:56Aha.
00:25:58Da steckt der Preistänzer dahinter.
00:26:00Der junge Fellner.
00:26:02Der renommiert mit seinen Liebschaften und das imponiert ihr natürlich.
00:26:05Das hätten Sie auch tun müssen.
00:26:07Ich habe doch noch nie eine Liebschaft gehabt.
00:26:08Machen Sie keine Witze.
00:26:09Nein, tatsächlich.
00:26:11Nein, das brauchen Sie an meiner Tochter nicht auf die Nase zu bringen.
00:26:15Schösses.
00:26:17Na, ich stehe jetzt.
00:26:18Herr Stieglitz, ich gebe die Sache noch nicht auf.
00:26:20Sie werden doch noch mein Schwiegersohn.
00:26:22Na, Ihre Tochter will doch nur einen Mann heiraten, der ein Vorleben hat.
00:26:25Na, machen wir ihr die Freude.
00:26:27Da werden wir Ihnen eben ein Vorleben fabrizieren.
00:26:30Ist zwar nicht unser Artikel, aber macht er nichts.
00:26:33Sollen Sie mal sehen, was ich aus Ihnen für einen interessanten Mann mache.
00:26:37Sie haben jahrelang ein Verhältnis mit einer berühmten Schönheit gehabt.
00:26:43Für wen denn?
00:26:44Das weiß ich noch nicht.
00:26:45Das glaubt mir doch Ihre Tochter im Leben nicht.
00:26:47Wir werden hier Beweise bringen.
00:26:48Was denn für Beweise?
00:26:50Briefe, Bilder.
00:26:51Und wo sollen wir die hernehmen?
00:26:53Ach, Stieglitz, Sie sind zu schwerfällig.
00:26:55Kommen Sie mal her.
00:26:57Kommen Sie mal her.
00:26:58Sehen Sie mal da drüben die Papierhandlung.
00:27:00Na, da sind doch immer so eine Menge Postkarten ausgestellt von schönen Frauen.
00:27:04Da gehen Sie einfach rüber und kaufen ein paar.
00:27:06Ich bin jemige Fotos.
00:27:06Na ja, so von Künstlerinnen, Schauspielern, Filmstars.
00:27:09Dann haben Sie eine Vergangenheit.
00:27:10Dann haben Sie eine Vergangenheit.
00:27:11Ja, wenn ich unbedingt eine bewegte Vergangenheit haben soll, dann kann ich heruntergehen und mir ein paar Verhältnisse vorlegen lassen.
00:27:15Ja, und die, die mir gefallen, die kaufe ich dann einfach.
00:27:19Ja, aber auf Geschäftskosten.
00:27:21Na klar.
00:27:25Na, woher wisst ihr denn, dass ich schon da bin?
00:27:27Frieda Meisner hat nicht gesehen, wie du im Auto angekommen bist.
00:27:31Du, sag mal, wer war denn der junge Mann, der mit dabei war?
00:27:35Ach, das weiß man also auch schon.
00:27:36Sag mal, bist du am Ende verlobt?
00:27:38Quatsch.
00:27:39Bekannte aus Berlin, der mich in seinen Wagen mitgenommen hat.
00:27:42Das ist doch so.
00:27:45Oh, Verzeihung, meine Damen.
00:27:47Darf ich bekannt machen?
00:27:48Herr Fellner aus Berlin, meine Freundin Walli und Hilde, die darauf brennen, Sie kennen zu lernen.
00:27:55Gerdisch Herz, sehr angenehm.
00:27:57Meine Damen, ich bin entzückt.
00:27:59Ach, mein Schatz.
00:28:01Darf ich bekannt machen?
00:28:03Herr Fellner aus Berlin, Herr Stieglitz, der Kompagnon meines Vaters.
00:28:07Sehr erfreut.
00:28:08Gleichfalls empfehle ich mich.
00:28:10Wollen wir nicht unsere Wagen zu Ende spielen?
00:28:11Ja, mit Vergnügen.
00:28:12Vielleicht beteiligen sich die Damen.
00:28:14Nein.
00:28:15Dankeschön, aber wir schauen gerne zu.
00:28:17Also zu gehen wir.
00:28:25Na, Stieglitz?
00:28:26Sag sie mir ja, was du mitgebracht hast.
00:28:27Das war alles, was ich aufteilen konnte.
00:28:28Es hat aber ein Heidengeld gekostet.
00:28:29Zweimal künftig.
00:28:30Das Stück.
00:28:30Na ja, nun lass uns mal sehen.
00:28:32Bitte.
00:28:35Ist ja ein Jugendbildnis von Adele Sandrock.
00:28:38So?
00:28:38Ach.
00:28:39Die.
00:28:41Menschenskind, Stieglitz, das ist doch die Mona Lisa.
00:28:44Hübsch, nicht?
00:28:45Sehen Sie mal, wie freundlich die ist und wie nett die lächelt.
00:28:48Na ja, aber Mensch, die ist schon 500 Jahre tot.
00:28:51Schade.
00:28:52Und die hat mir gerade am besten gefallen.
00:28:54Ja, dann geht's nicht.
00:28:55Dann hab ich bloß noch die hier.
00:28:56Na ja.
00:28:58Donnerwetter.
00:28:59Das ist ja ein Prachtweib.
00:29:01Wer ist denn das?
00:29:02Na, da steht's ja.
00:29:03Ria Rai.
00:29:05Ja, die, das ist ja die bekannte Kinoschauspielerin.
00:29:09Ja, die ist richtig.
00:29:10Bei der bleiben wir.
00:29:11Das wird meiner Tochter riesig imponieren.
00:29:14Meinen Sie?
00:29:14Ja, natürlich, so eine bekannte Persönlichkeit.
00:29:16Haben Sie noch nie gelesen?
00:29:18Ria Rai mit solchen Buchstaben auf dem Plakat?
00:29:20Keine Ahnung.
00:29:21Meine Tochter kennt ja meine Frau auch, die rennt ja dauernd ins Kino.
00:29:25Ja.
00:29:26Und mit der hab ich ein Verhältnis, ne?
00:29:27Ja.
00:29:28Eine Frage, hat dieses Verhältnis auch Folgen gehabt?
00:29:30Ach, Unsinn.
00:29:31Ja, man muss es ja wissen.
00:29:32Ja, ne, die Sache ist aus und zum Abschied hat sich diese Fotografie geschickt.
00:29:36Geben Sie mal her.
00:29:36Ja, da muss noch eine Widmung drauf.
00:29:39So eine, das mach ich selber mit verstellter Handschrift.
00:29:42So ein paar verfängliche Worte, so was recht Zärtliches.
00:29:45Das strengt sich doch mal ein bisschen an.
00:29:47Vielleicht ein Ferschen.
00:29:48Ja, ausgezeichnet.
00:29:50Was Poetisches.
00:29:51Ja, was sich auf Max reimt.
00:29:52Auf Max, Moment, hab ich schon.
00:29:55Leb wohl, geliebter Max, du gabst meinem Herzen den Knacks.
00:30:00Kunstpreis werden Sie dafür auch nicht kriegen.
00:30:02Bitte, wenn Sie es besser können.
00:30:04Nun musst du vielleicht was nehmen, was sich auf Ria reimt.
00:30:06Was reimt sich denn auf Ria?
00:30:07Moment, ich hab's schon.
00:30:09Bleib auf ewig deine Ria und lieb dich immer noch wie früher.
00:30:16Ich seh schon, mit der Dichterei wird's nicht.
00:30:18Nein, nein, das muss man von Kind auf angegibt haben.
00:30:21Na, wir schreiben ganz einfach.
00:30:22Ihrem heißgeliebten Max in ewiger Liebe zur Erinnerung an süße, unvergessliche Stunden Ria.
00:30:39Ach, so.
00:30:41Na?
00:30:43Und was wird nun weiter?
00:30:44Ja, das müssen wir jetzt geschickt meiner Tochter in die Finger spielen oder besser noch meiner Frau.
00:30:47Ja, wie soll man das machen?
00:30:48Ganz einfach, stecken Sie das mal ein.
00:30:50Die anderen beiden gehen zu mir.
00:30:51So, nun kommen Sie mal mit.
00:30:55Was sehen?
00:30:57Keiner da?
00:30:59Kommen Sie mal da.
00:31:00Gehen Sie mal da rüber.
00:31:03So, wenn jetzt meine Frau hier reinkommt, dann müssen Sie das Bild verlieren.
00:31:09Unauffällig natürlich.
00:31:11Meine Frau, meine Regine, neugierig wie sie ist, wird sich sofort auf das Bild stürzen, die Widmung lesen.
00:31:17Sie tun so, als ob Sie einen Todesschein kriegen und rufen Haar oder Mein Gott oder...
00:31:24Mein Himmel.
00:31:24Naja, oder was Sie wollen.
00:31:25Meine Frau fällt bestimmt auf den Spindel rein, die erzählt das gleich meiner Tochter.
00:31:29Sie sind der interessante Mann und alles andere überlassen Sie mir.
00:31:32Julius, Herr Mann, ich...
00:31:35Ach, du bist nicht allein, du will ich nicht stören.
00:31:38Nein, bitte bleib drauf, wir haben nur etwas Geschäftliches.
00:31:40Wir sind gleich fertig.
00:31:41Kleinen Moment.
00:31:42Bitte.
00:31:43Also, Stieglitz, wir sind uns ja einig.
00:31:49Das weitere erledigen Sie wohl.
00:31:51Ja, das weitere erledige ich wohl.
00:31:57Empfehle mich, Frau Seilbrück.
00:31:58Adieu, Herr Stieglitz.
00:32:02Nochmal.
00:32:02Nochmal.
00:32:07Empfehle mich, Frau Seilbrück.
00:32:09Ich sagte ja schon Adieu, Herr Stieglitz.
00:32:12Bitte, Sie spiel doch nicht.
00:32:15Ach, Herr Stieglitz, Sie haben ja da was verloren.
00:32:20Erschrecken.
00:32:20Ach, oh Himmel.
00:32:21Mein Gott.
00:32:22Mein Gott.
00:32:23Na nun, Sie erschrecken ja so.
00:32:25Was ist es denn?
00:32:26Ach, Herr Stieglitz, das ist ja Reha-Rei.
00:32:29Ach, wer ist denn das?
00:32:31Die bekannte Kinoschauspielerin.
00:32:33So?
00:32:34Na, lass doch mal einen Sech...
00:32:35Laschen Sie mich doch durch.
00:32:37Sie werden doch keine Geheimnisse vor Ihrem Kompagnon haben.
00:32:40Kannst du dich auch eine Wichnung machen?
00:32:41Na klar.
00:32:42Ach, lies doch mal vor.
00:32:43Mit Ihrem heißgeliebten Max in ewiger Liebe zu erinnern, süße, unvergessliche Stunden
00:32:51hier...
00:32:52Was ist das?
00:32:53Sie sind ein heißgeliebter Max?
00:32:55Und Sie haben mit der Dame süße Stunden verlebt?
00:32:57Na, ich bin ja sprachlos.
00:32:59Was sagst du, Gienchen?
00:33:00Ach, lass doch mal.
00:33:01Ich muss gestehen, Herr Stieglitz.
00:33:02Das hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut.
00:33:04Ich bin ja gar nicht überrascht.
00:33:05Überrascht?
00:33:06Ich bin empört.
00:33:07Also, mich geht ja Ihr Privatleben nichts an.
00:33:10Aber, dass Sie die Kühnheit hatten, bei so einem Vorleben...
00:33:13Ach, das weißt du ja noch gar nicht, Gienchen.
00:33:15Dass Sie die Kühnheit hatten, bei so einem Vorleben, mich um die Hand unserer Tochter zu bitten.
00:33:20Also, das finde ich stark.
00:33:22Ich begreife dich gar nicht, Julius.
00:33:24Du hast es doch wahr, am allerwenigsten nötig, dich moralisch zu entrüsten, bitte.
00:33:28Herr Stieglitz, ich denke da, anders als sei wohl.
00:33:30Ein Mann muss sich austoben.
00:33:32Vor der Hochzeit natürlich.
00:33:35Und zwar, wie wir einem so guten Geschmack bewiesen haben.
00:33:37Eine so schöne und eleganze Frau, die Rieherei.
00:33:41Was muss sie das gekostet haben?
00:33:432,50 Meter.
00:33:45Und wie muss diese Frau Sie geliebt haben?
00:33:48Ach, das ist ja...
00:33:50Ich schätze Ihre Diskretion und will nicht weiter in die dringen.
00:33:54Lieber Herr Stieglitz, würden Sie mir das Bild für einige Augenblicke überlassen?
00:34:01Ich danke Ihnen.
00:34:03Tschüss, tschüss.
00:34:07Ihnen muss geschehen, Herr Stieglitz, so galant.
00:34:10Das bin ich ja gar nicht von Ihnen gewöhnt.
00:34:12Sie erscheinen mir heute in einem ganz anderen Licht.
00:34:15Sie sehen, diese Spitzel.
00:34:19Ja, das ist nicht.
00:34:22Na, was habe ich gesagt?
00:34:23Es wird.
00:34:24Jetzt erzählst du die ganze Geschichte.
00:34:26Prü war meiner Tochter.
00:34:27In der Stunde weiß die ganze Stadt, was sie für ein doller Kerl.
00:34:30Ja, Mann, Mann, Mann, das kann ich mir auch nicht.
00:34:33Und der hat mich da rauf verlassen.
00:34:35Ich bin durch einen Zufall dahinter gekommen.
00:34:36Er hat mit dir ein regelrechtes Verhältnis gemacht.
00:34:39Ja, bitte hier, Sie, diese Fotografie hat er hier im Zimmer verloren.
00:34:42Ja, Mann, Mann, Mann, ist sie.
00:34:44Aber das kann ich mir gar nicht vorstellen.
00:34:45Mein übles Kind.
00:34:47Wenn eine Frau von süßen Stunden spricht, dann haben Sie bestimmt nicht 66 miteinander gespielt.
00:34:51Ja, aber zeig doch mal, wo denn...
00:34:53Ja, bitte hier, liegt doch die Widmung.
00:34:55Ja, Mann, Mann, das muss ich doch sofort...
00:34:58Kinder, Mann, komm doch mal schnell rein.
00:35:03Was ist denn, Gerti?
00:35:05Ihr kennt doch alle die berühmte Kinoschauspielerin Ria Reisen.
00:35:07Eine herrliche Frau.
00:35:08Denkt euch doch nur, Herr Stieglitz war jahrelang ihr Geliebter.
00:35:11Herr Stieglitz?
00:35:13Das ist doch ein fauler Witz.
00:35:14Wieso?
00:35:15Herr Stieglitz ist doch ein sehr stattlicher Mann.
00:35:17Tja, ich fand ihn schon immer sehr interessant.
00:35:19Und wenn eine Künstlerin wie Ria Reis ihn so abgüttelst schliebt, dann...
00:35:22Dann wird sie auch wissen, warum.
00:35:23Oh, da ist er schon...
00:35:26Ein Mann.
00:35:28Interessant.
00:35:31Guten Tag, Herr Stieglitz.
00:35:33Guten Tag, Herr Stieglitz.
00:35:34Oh, liebe Herr Stieglitz.
00:35:37Ich habe ja ganz vergessen, Sie für morgen zu Tisch zu bitten.
00:35:40Puh, Sie machen uns doch die Freude.
00:35:43Wieso?
00:35:44Ist morgen schon wieder Sonntag?
00:35:45Aber nein, Sie sind uns doch immer willkommen.
00:35:49Ich würde sagen, meine Herrschaft, aber ich möchte es mich nur empfehlen.
00:35:51Also, auf Wiedersehen bis heute Abend.
00:35:54Richtig!
00:35:55Wir haben Sie ja für heute Abend eingeladen.
00:35:58Ja, das ist ja sehr dumm, nämlich wir sind gar nicht zu Hause.
00:36:00Bitte?
00:36:01Das tut uns furchtbar leid, aber vielleicht ein andermal.
00:36:05Bitte sehr, gnädige Frau.
00:36:06Wir haben mir etwas sehr Wichtiges vor.
00:36:09Etwas sehr Wichtiges vor.
00:36:11Was ist es denn?
00:36:12Wir gehen heute alle zusammen ins Kino.
00:36:14Ja, natürlich.
00:36:15Lärst du was?
00:36:16Was ins Kino?
00:36:18Ja, zu dem neuen Film mit Trijerei, von der haben Sie doch sicher auch schon gehört.
00:36:22Oh ja, eine so berühmte Schönheitssätze.
00:36:24Nicht wahr?
00:36:25Mein lieber Herr Steele, Sie sind doch sicher so freundlich und besorgen uns eine Loge.
00:36:30Was mich dieses Verhältnis schon für Geld kostet?
00:36:32Sie kommen doch natürlich mit.
00:36:34Oh nein, das ist mir peinlich.
00:36:35Oh, bitte bitte mehr zu, lieber Herr Steele.
00:36:37Also, abgemacht, wir gehen heute alle ins Kino.
00:36:43Na schön, bei der Gelegenheit lerne ich Sie wenigstens mal kennen.
00:37:09Ja, ich komme ja schon.
00:37:13Ja.
00:37:16Hier bei Seibold.
00:37:17Ja, wer ist denn da?
00:37:19Ach so.
00:37:20Moment, ich werde mal nachsehen.
00:37:22Augenblick.
00:37:22Sie werden am Telefon verlangen.
00:37:24Frau Seibold.
00:37:24Ja, wer ist denn da?
00:37:25Frau Baurat Krause.
00:37:27Ach, diese grässliche Person.
00:37:29Entschuldigung.
00:37:32Ja, guten Tag, liebste Freundin.
00:37:34Wie geht es denn?
00:37:36So, Sie waren gestern im Kino.
00:37:40Ach, wie hat es Ihnen denn gefallen?
00:37:42Nicht wahr?
00:37:43Karrierei ist zauberhaft.
00:37:45Ja, ja.
00:37:46Herr Stieglitz hat einen sehr guten Geschmack.
00:37:50Wie?
00:37:51Sie möchten mich von morgen zu Tisch bitten?
00:37:54Ach, Ihre Frieda interessiert sich für ihn, weil Sie nichts sagen.
00:37:58Ja, so würde es Sie wahrscheinlich auch interessieren, dass sich gestern Abend Herr Stieglitz mit unserer Gerti verlobt hat.
00:38:02Ja.
00:38:03Ach, danke, danke.
00:38:06So, jetzt legen Sie keinen Wert mehr darauf.
00:38:08Das habe ich mir gedacht.
00:38:10Auf Wiedersehen, liebste Freundin.
00:38:14Schön, Frau Neid.
00:38:16Guten Morgen, Mama.
00:38:16Herr Stieglitz, du hörst nur auf, hier strahlt ja das Glück für mich aus den Augen.
00:38:20Ich bin auch sehr glücklich für ihn, Max.
00:38:22Ich habe Überraschung für ihn.
00:38:24Das ist doch Ihr Bild mit Witwen.
00:38:26Ja, ich habe es einen Rahmen lang.
00:38:28Halt, Mama.
00:38:29Wo darf ich stehen?
00:38:31Ach, nein.
00:38:33Na, nein, Mama.
00:38:34Besser hierhin.
00:38:35Hier sieht es ja viel schöner aus.
00:38:36Ach, wenn wir es unser eigenes Heim haben, sollen wir einen Ehrenplatz bekommen.
00:38:42Ist es denn wahr, du hast dich verlobt?
00:38:44Ja.
00:38:46Ich gratuliere dir von Herzen.
00:38:48Ich gratuliere ihr auch.
00:38:50Ich gratuliere ihr auch.
00:38:50Ich gratuliere, ich muss mich nicht aufstehen, einen so interessanten Mann zu bekommen,
00:38:54von dem die ganze Stadt spricht.
00:38:55Hast du schon die neuen Fotos von Katerierei gesehen?
00:38:57Ja, sie haben sie hier.
00:38:58Oh, Marzen, schau doch nur, darf ich sie mal halten?
00:39:00Ja, wir haben sie hier mitgebracht.
00:39:01Oh, wir stellen sie hier alle im Zimmer auf.
00:39:04Ja, natürlich.
00:39:05Ja, natürlich.
00:39:14Da ist ja der Herr Stiegel, ist sehr glücklich, Herr Bräutigam.
00:39:18Ich gratuliere.
00:39:20Ich gratuliere auch.
00:39:21Danke, meine Damen und Herren.
00:39:22Mein Mensch.
00:39:24Oh, mein Liebling, ich habe dir ein paar Blümchen mitgebracht.
00:39:27Oh, wie galant von dir.
00:39:28Wie lieb Sie da so einander sind.
00:39:31Na, und mich bemerkt man gar nicht.
00:39:34Sag mal.
00:39:36Komme ich keinen Kuss?
00:39:38Doch.
00:39:40Heute bin ich zu allem fähig.
00:39:43Mäxtchen, du hast ja schon den neuen Anzug an.
00:39:45Lass dich mal anschauen.
00:39:46Ich muss sagen, tortschig.
00:39:48Ja, wirklich, tatschig.
00:39:49Oh, Silde.
00:39:50Ich glaube, wir müssen jetzt gehen.
00:39:52Ja, lass bitte.
00:39:54Glücklicher Vater.
00:39:55Wiedersehen.
00:39:56Wiedersehen.
00:39:58Grüßt schön zu Hause.
00:39:59Wiedersehen.
00:40:01Wiedersehen.
00:40:02Wiedersehen.
00:40:03Wiedersehen.
00:40:07Wiedersehen.
00:40:08Ich bin gleich wieder da.
00:40:13Mäxtchen, ich habe eine Überraschung für dich.
00:40:16Schau mal.
00:40:17Das Bild, das sie dir geschenkt hat.
00:40:18Ich habe es einrahmen lassen.
00:40:20Das ist nett.
00:40:21Mäxtchen, und schau mal.
00:40:22Hier.
00:40:23Alles voll.
00:40:23Und Mäxtchen, hier.
00:40:25Schau mal.
00:40:25Da, und hier, Mäxtchen.
00:40:27Da, die neuesten Aufnahmen von ihr.
00:40:31Also, ich bitte dich, hör auf, Liebling.
00:40:33Das ist mir peinlich.
00:40:34Die Sache ist nun mal aus und erledigt, also sprechen wir nicht mehr davon.
00:40:37Ja, richtig, das wollte ich dich schon immer fragen.
00:40:40Warum warst du denn eigentlich aus?
00:40:42Wie?
00:40:42Ich meine, warum seid ihr auseinandergegangen?
00:40:45Ja, da muss ich erst mal Vater fragen.
00:40:46Wie?
00:40:46Ja, ich meine, da musst du erst mal deinen Vater fragen.
00:40:50Der weiß das viel besser als ich.
00:40:51Bist du?
00:40:52Ja, wieso?
00:40:52Ja, wieso?
00:40:53Weil, äh, ich habe ihm alles gebeichtet.
00:40:57Ach so.
00:40:58Mäxtchen, ich achte ja dein Zartgefühl und deine Diskretion.
00:41:02Aber weißt du, jetzt bin ich doch deine Frau, ja?
00:41:05Und jetzt möchte ich ja alles wissen.
00:41:08Sag dir offen und ehrlich, empfindest du gar nichts mehr für sie?
00:41:11Nicht das Geringste.
00:41:12Also, du wirst es nicht für möglich halten, aber wenn ich mir dieses Bild ansehe,
00:41:15dann ist es mir, als ob ich diese Frau nie im Leben gesehen hätte.
00:41:17Ach, Mäxtchen, dir fällt ein Sternen vom Herzen.
00:41:22Bravo.
00:41:23Das lasse ich mir gefallen.
00:41:25Du bist Papa.
00:41:26Fui, um so zu erschrecken.
00:41:27Ja, ich kann ja in Zukunft anklopfen, wenn ich zu mir nach Hause komme.
00:41:31Ja.
00:41:31Gehört sich auch so, wenn man ein Drahtpaar im Hause hat.
00:41:34Julius.
00:41:35Tschüss, Mäxtchen.
00:41:37Tschüss.
00:41:38Mama!
00:41:40Na, du alter Hasenfuß.
00:41:44Fein, da haben wir das gedeichselt, was?
00:41:46Jetzt haben wir alles erreicht, was wir wollten.
00:41:48Du bist glücklicher Bräutigam.
00:41:50Meine Regine ist ganz verschossen in dich.
00:41:52Und meine Frau, die schwelgt denn Seligkeit.
00:41:55Jetzt kann uns nichts mehr passieren.
00:41:56Das war wirklich eine gute Idee von Ihnen, Herr Seibold.
00:41:59Ja.
00:41:59Herr Seibold?
00:42:01Mensch, wir haben doch gestern Brüderschaft getrunken.
00:42:03Ach so, ja.
00:42:03Hatte ich ganz vergessen.
00:42:04Ja.
00:42:06Mir ist ja, also ich muss gestern einen ganzen großen Zacken weggehabt haben, was?
00:42:09Hast du jetzt einen ganz schönen Brummschädel, was?
00:42:11Nee, das ist das Merkwürrige.
00:42:13Sonst, wenn ich so viel getrunken habe, dann habe ich immer Kopfschmerzen.
00:42:16Aber heute tut mir der Fuß weh.
00:42:18Als ob mir einer stundenlang draufgetreten hätte.
00:42:20Stimmt, hat.
00:42:21War ich.
00:42:22Warum denn?
00:42:23Du warst heute Nacht von einer Reetseligkeit, dass du bald den ganzen Schwindel verraten hättest.
00:42:27Ach, darum.
00:42:28Mir fehlen dann nämlich ein paar Viertelstunden von gestrigen Nacht.
00:42:31Ist ja nichts passiert.
00:42:32Aha, das sagst du immer, wenn ich auftrete.
00:42:35Danneretter, was ist denn hier los?
00:42:37Wo kommen denn die ganzen Bilder her?
00:42:38Das ist eine Aufmerksamkeit von Gerti.
00:42:44Hier das Bild mit der Widmung.
00:42:46Wenn die eine Ahnung hätten, dass ich das auch.
00:42:49Wie mag es?
00:42:58Hier im Haus dreht sich ja sowieso nur noch alles um dich.
00:43:00Und mich kümmert sich kein Mensch mehr.
00:43:03Und das ist mir auch ganz angenehm.
00:43:04Ich habe nämlich heute einen Brief bekommen von der Kleinen aus der Droschke.
00:43:09Ich habe dir doch die Geschichte erzählt.
00:43:11Sie hat mir gestattet, ihr heute ihr Täschchen zurückzubringen.
00:43:15In ihrer Wohnung.
00:43:17Merkst du was?
00:43:18Also bitte, Julius, entschuldige, aber du treibst es wirklich ein bisschen zu toll.
00:43:21Du willst mir wohl eine Moralpauke halten, was?
00:43:23Aber du hast nötig, wo du ein stadtbekanntes Verhältnis mit einer Filmdiebe hast.
00:43:28Ist auch wieder richtig.
00:43:30Sag mal, eine Frage.
00:43:31Ja?
00:43:32Wie willst du nun aber hier rauskommen?
00:43:34Ganz einfach.
00:43:35Ich habe wieder eine geschäftliche Unterredung.
00:43:37Darauf wird doch deine Frau nie wieder rein.
00:43:39Sie fällt drauf ein, weil lass dich drauf.
00:43:41Wird ja gleich beweist.
00:43:45Gienchen!
00:43:47Gienchen!
00:43:48Ja, Julius!
00:43:49Ach, komm doch mal einen kleinen Augenblick her, bitte.
00:43:51Ich muss gleich sehen.
00:43:59Ja, Julius, was ist denn?
00:44:01Ach, ich wollte nur sagen, dass ich heute zum Abendbrot nicht zu Hause bin.
00:44:08Ach, du hast doch wieder mal eine wichtige geschäftliche Unterredung.
00:44:12Erraten.
00:44:13Du klingst dir doch nicht ein, dass ich immer noch so dumm bin, an deine nächtlichen Konferenzen zu glauben.
00:44:17Das kannst du halten, wie du denkst.
00:44:19So.
00:44:20Wie heißt denn diesmal dein Geschäftsfreund?
00:44:22Wenn du es genau wissen willst, einer unserer ältesten Kunden, Herr Wiemann.
00:44:25Ach, Herr Wiemann.
00:44:27Und wie sieht er aus?
00:44:29Bist du neugierig.
00:44:30Ein kleiner, dicker Herr mit Glatze, so in meinem Alter.
00:44:32Ach so, so.
00:44:34Und wo wohnt er?
00:44:35Im goldenen Engelszimmer Nummer 13.
00:44:37Na, darüber werde ich mich gleich selbst entorientieren.
00:44:39Bitte sehr.
00:44:40Ja, bitte schön, goldener Engel.
00:44:47Ja, ist das der goldene Engel?
00:44:50Ich spreche mit dem Portier.
00:44:51Hier ist Frau Seibold.
00:44:53Jawohl, Firma Seibold und Stieglitz.
00:44:55Sagen Sie, wohnt bei Ihnen auf Zimmer Nummer 13 ein Herr Riemann?
00:44:59Sie ist jetzt nicht voll drin.
00:45:05Nein, nein, nein, mein Mann wollte das nur gerne wissen.
00:45:09Es ist schon gut.
00:45:10Auf Wiederhören.
00:45:12Siehst du, nun bist du blamiert.
00:45:14Oh, du spiel dich doch bitte nicht so auf, weil du zufällig mal die Wahrheit gesagt hast.
00:45:17Du bleib nicht so lange aus, hörst du.
00:45:18Nein, da kannst du ganz unbesorgt sein.
00:45:21Herr Gietchen.
00:45:23Na, was auch denn nun?
00:45:24Ich bin straflos, ja.
00:45:26Sag mal, Riemann ist ein alter Kunde von uns.
00:45:29Den Namen nie im Leben gehört.
00:45:30Ich auch nicht.
00:45:32Sag mal, wie konntest du aber wissen, dass der goldenen Engel...
00:45:35Ganz einfach.
00:45:36Ich bin heute zufällig im Hotel gewesen, da habe ich auf dieser schwarzen Tafel gelesen,
00:45:39Herr Riemann, Zimmer Nummer 13.
00:45:42Das mache ich jetzt immer so.
00:45:43Wenn ich so eine kleine Extratour vorhabe, dann gehe ich in irgendein Hotel,
00:45:47sehe mir die Namen der neu angekommenen Fremden, dann untersuche ich mir einen aus.
00:45:52So ein neuer Trick.
00:45:53Du siehst, jeder Reihenfall ist ausgeschlossen.
00:45:56Morgen.
00:45:57Hier ist die Zeitung.
00:45:58Ja, danke schön.
00:45:59Macht ihr die Zeitung heute? Komm mal, morgen gibt es eine neue Nummer.
00:46:02Julius, da muss doch schon unsere Verlobungsanzeige drinstehen.
00:46:06Ja, hier steht es ja.
00:46:07Die Verlobung ihrer einzigen Tochter Gerti mit Herrn Max Stieglitz zeigen an,
00:46:12Julius Seibold und Frau Regine, geborene Kleckerbrei.
00:46:16Macht sich großartig.
00:46:18Die Lunarichtspiele, eine Sonderforschung.
00:46:22Was? Das ist doch nicht möglich.
00:46:24Was ist los?
00:46:25Bitte, komm mal hier.
00:46:27Gieß mal.
00:46:28Hier.
00:46:30Der rührigen Direktion der Lunarichtspiele, die stets bestrebt ist,
00:46:33dem kunstliebenden Publikum unserer Stadt die größten Sensationen zu bieten,
00:46:36ist es mit vieler Mühe gelungen, die hierort so beliebte und allgemein bekannte Filmdieber Ria Rai
00:46:40zu einem persönlichen Gastspiel zu gewinnen.
00:46:43Was?
00:46:44Die berühmte Künstlerin weint bereits in unseren Mauern
00:46:46und wird der heutigen Erstaufführung der Sensationsfilm Sündige Liebe beibringen.
00:46:50Da haben wir den Salat.
00:46:52Adieu.
00:46:53Wo willst du denn hin?
00:46:54Ich wandere aus.
00:46:55Das ist so ein Sinn.
00:46:56Na ruhig, nur nicht gleich den Kopf verlieren.
00:46:58So schlimm ist die Sache nicht.
00:46:59Hast du eine Art?
00:47:00Seit acht Tagen spricht man in dieser Stadt, in jeder Familie von nichts anderem,
00:47:04als von meinem Verhältnis mit Ria Rai.
00:47:06Wenn die jetzt kommt und das erfährt und die wird es erfahren,
00:47:08die hat es wahrscheinlich schon erfahren.
00:47:09Und wenn die jetzt noch erfahren, dass die ganze Geschichte von uns überhaupt nicht erfunden war,
00:47:13also diese Blamasch ist ja gar nicht mehr auszudenken.
00:47:15Ich wandere aus.
00:47:16Bleib doch mal dir.
00:47:17Hier.
00:47:17Ich muss erst mal in Ruhe überlegen.
00:47:19Ja, was ist denn?
00:47:21Luna Lichtspiele.
00:47:22Bitte.
00:47:23Ja, Herr Direktor.
00:47:25Ja, wir haben es gerade in der Zeitung gelesen.
00:47:28Wir haben uns ja mächtig gefreut.
00:47:29Ja, was Sie nicht sagen.
00:47:32Er sagt, der Marktplatz ist schwarzvoller Mensch.
00:47:33Die Blöte stürmen die Gassen.
00:47:35Das ist ja sehr schön für Sie, Herr Direktor.
00:47:37Was?
00:47:38Ja, das würde Herrn Stieglitz ja sehr freuen.
00:47:40Was würde ich wollen?
00:47:41Er hat ja eine Loge reserviert, direkt neben dir.
00:47:43Gott, ich hatte den Karten.
00:47:44Ja, Herr Direktor.
00:47:45Ja, sehr schön.
00:47:47Ja, wir danken schön.
00:47:48Ja, Sie kriegen dann noch Bescheid.
00:47:50Ja, tschön.
00:47:51Du siehst, die Katastrophe ist überhaupt gar nicht mehr aufzuhalten.
00:47:55Ich habe sich gefreut, lieber Riemann, diesen Nestleinen so lieben, alten Bekannten zu wirken.
00:47:59Ja, zweiterseits, lieber Felder.
00:48:01Aber was hat Sie denn in diese Stadt geführt?
00:48:03Kleiner Autospritz, du habe die Tochter des Hauses hier begleitet.
00:48:07Unter uns ein bisschen verknallt.
00:48:09Also, was ernsthaft?
00:48:10Da darf ich mich gratulieren, Marc.
00:48:11Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
00:48:12Ein anderer hat sie mir vor der Nase weggeschnappt.
00:48:14Na, macht nichts.
00:48:15Aber was machen Sie denn hier?
00:48:16Kennen Sie die Familie Seibold auch?
00:48:18Nein.
00:48:18Stellen Sie sich mal vor, ich komme vorhin ins Hotel, da sagt mir der Portier, eine Frau Seibold
00:48:21hat ja an die Rufnahme gefragt.
00:48:22Ist mir vollkommen unerklärt.
00:48:24Ich kenne nämlich keinen Menschen in dieser Stadt.
00:48:25Was machen Sie denn hier?
00:48:27Ich habe auch eine Dame hier begleitet.
00:48:28Ah, verstehe.
00:48:30Sie versteht falsch.
00:48:32Mein lieber Felder.
00:48:33Die Dame ist nämlich meine Frau.
00:48:34Oh, pardon, hat ja natürlich keine Ahnung gestatten.
00:48:37Mein Glückwunsch.
00:48:37Danke, danke.
00:48:38Na ja, Sie werden es übrigens sicherlich kennen, das ist eine bekannte Filmschauspielerin
00:48:42Ria Rai.
00:48:44Ria Rai, das ist Ihre Braut?
00:48:46Ja.
00:48:47Ja, natürlich, ich habe viel von ihr gehört.
00:48:49Richtige, persönliche Scheinladen, hat sich selber angezeigt.
00:48:52Ja, Alter, sie hat ein dolles Angebot von dem Kinobesitzer hier bekommen.
00:48:54Sie scheint ja auch neu und lieb zu sein.
00:48:56Stellen Sie sich mal vor, als ob man vorhin durch die Straße geht, war einfach doll, sag ich.
00:48:59Überall bliebende Leute auf der Straße stehen, ein Betuschel und die Risma.
00:49:02Und dann ist sie, dann ist sie.
00:49:04Dann wird ein Schaubitz, wobei die Kicken ihre Bilder und Küche gesichtet.
00:49:07Und dann so, ja, hier sind welche.
00:49:09Nee, sag ich, das ist ja ein dolles Nesse.
00:49:13Oh, und da sie ja eine gerade.
00:49:18Ihrem Heiß hier liebten Max in ewiger Liebe.
00:49:26Ich habe doch ja kein Wort von ihm gesagt.
00:49:29Sicher doch.
00:49:30Es mag ja schmerzlich für Sie sein, auf diese Weise zu sagen.
00:49:36Ohne Umschweifel, wussten Sie von der ganzen Anlegenheit.
00:49:38Ja, ich kann es nicht leugnen, denn es schwören Sie alle an Gerüchte in der Stadt.
00:49:41So, da komme ich ja hinter Donnersachen.
00:49:43Und wer ist dieser Max?
00:49:44Einer Stieglitz, der Kompagnon, der ist dann seitwürdig.
00:49:47Ach, jetzt was schluss ich.
00:49:49Jetzt weiß ich auch, warum Sie durchaus hierher wollte.
00:49:52Lieber Feld, wollen Sie mit Ihren Freundschaften reisen?
00:49:56Ja, gerne, aber ich weiß nicht, wie ich...
00:49:57Bitte gehen Sie ins Hotel und fragen Sie nach Fräulein Maria Rainer.
00:50:00Wie, Fräulein Rainer?
00:50:01Ja, Maria Rainer ist doch nur ein künstler Name.
00:50:03Sagen Sie, ich möchte Sie unbedingt sprechen und bringen Sie sie her.
00:50:05Sagen Sie, um Jott, das will mit keinem Wort am Bad.
00:50:07So, wenn ich Ihnen damit einen Gefallen erweisen kann, herzlich gerne.
00:50:09Bitte, lieber Pendantin.
00:50:10Ich bin in dem Sistema.
00:50:11So, Prof.
00:50:19Ihrem reißigen Lieben, Max.
00:50:22Na, warte.
00:50:24Den Burschen werde ich mir kaufen.
00:50:26Ja.
00:50:37Entschuldigt Sie, mein Herr.
00:50:39Verzeihen Sie mir, Frau, dass ich hier...
00:50:41Bitte, mit wem habe ich das Vergnügen?
00:50:43Mein Name ist Riemann.
00:50:45Ach, Sie sind der Herr aus dem Goldenen Engel?
00:50:47Ja, Sie hatten ja vorhin telefonisch nach mir gefragt.
00:50:50Allerdings, aber ich weiß nicht.
00:50:52Ja, aber liebe Frau, warum sehen Sie mich denn so an?
00:50:53Ach, mein Mann hat sie mir ganz anders geschildert.
00:50:56Viel älter.
00:50:57Ihr Mann?
00:50:58Hä, den kenne ich gern.
00:51:00Was?
00:51:00Sie kennen Julius Seibold nicht?
00:51:02Nee, den Namen konnte ich zum Ersten machen.
00:51:04Na, das ist ja merkwürdig.
00:51:05Ja, aber liebe Frau, wollen Sie mal nicht erklären.
00:51:06Einen Augenblick, bitte.
00:51:08Julius!
00:51:10Ach, komm doch bitte mal rein.
00:51:14Ja, was gibt's denn, Gietchen?
00:51:16Sieh mal, wer da ist.
00:51:18Ja, wer ist denn da?
00:51:18Kennst du den Herrn nicht?
00:51:20Nein.
00:51:21Na, das ist doch Herr Riemann.
00:51:22Wer ist das?
00:51:23Na, dein ältester Kunde, der Herr aus dem Goldenen Engel.
00:51:27Das sind Sie.
00:51:28Mein Name ist Riemann.
00:51:30Sie sind mein alter Freund Riemann.
00:51:34Das ist ein kleiner, dicker Herr mit Glatte.
00:51:36Ja, war er auch.
00:51:38Mensch, haben Sie sich aber verändert.
00:51:40Oh, bitte lass doch jetzt diese Scherze.
00:51:42Du wirst mir doch nicht einreden wollen, dass du diesen Herrn kennst.
00:51:44Habe ich ja nie behauptet.
00:51:45Hörst du also zu?
00:51:46Ich gebe gar nicht zu.
00:51:47Ich habe gesagt, mein alter Freund Riemann kommt.
00:51:51Und nun hat er keine Zeit gehabt und da hat er seinen Sohn geschickt.
00:51:55Nicht wahr?
00:51:56Seien Sie mir herzlich willkommen, Herr Riemann Junior.
00:51:59Wie geht's denn dem Herrn Papa?
00:52:00Ich habe ihn ja mindestens ein Jahr nicht gesehen.
00:52:02Immer noch gesund und munter.
00:52:04Leider nein.
00:52:05Mein Vater ist ja 20 Jahre alt.
00:52:07Machen Sie keine Witze.
00:52:09Jetzt weiß ich genug.
00:52:12Zeigen Sie, mein Herr, dass ich Sie einen Fremden zum Zeugen dieser peinlichen Unterredung
00:52:15gemacht habe.
00:52:16Ach, das war Sie am Janken gebraucht.
00:52:17Ich empfehle mich.
00:52:20Wir beide sprechen uns später.
00:52:22Bitte, bitte, das hat Zeit.
00:52:23Herr Seibel, du tut mir leid.
00:52:24Aber jetzt möchte ich nicht.
00:52:25Ihr Mitgefühl kommt ein bisschen spät.
00:52:27Vorhin, da haben Sie mich zappeln lassen wie so ein Fischer in der Angel.
00:52:30Nehmen Sie es mir nicht übel, aber das war nicht hübsch von Ihnen.
00:52:33Wenn man sieht, wie ein Mensch in der Bredouille sitzt, da spricht man ihm doch bei.
00:52:38Wie kommt es denn überhaupt in mein Haus?
00:52:39Na, glauben Sie mal, wenn man mich am Telefon verlangt.
00:52:41Och, verlangt, verlangt.
00:52:43Einen kleinen dicken Riemann mit einer Glatze habe ich verlangt, aber nicht Sie.
00:52:46Na ja, Sie können ja nicht dafür.
00:52:48Nichts für ungut, nehmen Sie es mir nicht übel.
00:52:50Na ja, schon gut.
00:52:51Aber da ich zugreit Ihre Bekanntschaft gemacht habe, möchte ich Sie doch bitten, mir eine Unterredung mit dem Herrn, meinem
00:52:54Kompagnon zu verschaffen.
00:52:55Herr und Herrn Stieglitz, kennen Sie denn den?
00:52:58Nee, ich hatte noch nicht die Ehre, aber ich brenne darauf, ihn kennenzulernen.
00:53:00So, was wollen Sie denn von ihm?
00:53:02Ich habe schon mancherlei von ihm gehört.
00:53:03Und außerdem, man hat so gemeinsame Bekannte.
00:53:06So, da wird sich der Stieglitz ja sehr freuen.
00:53:09Kleinen Augenblick, bitte.
00:53:10Ja?
00:53:11Äh, Pax, komm doch mal bitte. Kleinen Augenblick.
00:53:14Ja, was ist denn schon wieder was passiert?
00:53:15Nein, nein, ich will nicht nur dem Herrn davor stellen.
00:53:19Mein Kompagnon, Herr Stieglitz, Herr Riemann.
00:53:24Angenehm.
00:53:25Bitte, nehmen Sie auf Platz.
00:53:26Susanne Riemann, ist es dir aus dem Röntgen?
00:53:28Aus dem Röntgen, ja.
00:53:28In Gottes willen, wenn deine Frau den Geltens...
00:53:29Hat er schon gesehen, die Sache ist schon verfahren.
00:53:32Also wieder reingetallen, putz des neuen Tricks.
00:53:33Mächtig, aber.
00:53:34Jutes, fällt schon was Neues ein.
00:53:36Sie sind also Herr Stieglitz und heißen mit Vornamen Max?
00:53:40Ja, schon seit meiner Geburt.
00:53:42Na, ich habe schon viel von Ihnen gehört.
00:53:44Von mir?
00:53:45Oh, ich bin zwar erst ein paar Stunden in dem Ort, aber nach allem, was man sich von Ihnen erzählt,
00:53:48scheinen Sie am doller Lebermann zu sein.
00:53:50Siehst du, aber die Fremden wissen schon, dass Sie sich über den Typen feiern.
00:53:53Ah, die Junge hat mächtig Sex und Bier.
00:53:55Jetzt ist er mit meiner Tochter verlobt.
00:53:57So, so.
00:53:58Man sagt aber allgemein, dass Sie Beziehungen zu einer bekannten Wirtschaftsspielerin gehabt haben.
00:54:04Oh, Beziehungen, warum ist das so viel gesagt?
00:54:06Ach, da wiesst du doch unter uns Männern.
00:54:08Ich finde, sich hat jeder doch von uns schon mal so ein kleines Techtel-Mächteljahr.
00:54:13Ja, warum interessiert Sie das eigentlich so?
00:54:15Was will ich Ihnen sagen?
00:54:17Ich kenne die Dame nämlich persönlich.
00:54:20Ei, ei, ei, ei, ei, ei, verflucht ist.
00:54:23Wer fährt sich sicher?
00:54:24Kaltes Blut, da bauen wir wieder ab.
00:54:28Also, ein Techtel-Mächtel haben Sie mit ihr gehabt.
00:54:31Wieso, wie kommen Sie darauf?
00:54:32Na, das haben Sie doch eben gesagt.
00:54:33Nein, nein, habe ich nicht gesagt, dann hat er gesagt.
00:54:34Ich habe Techtel-Mächtel gesagt, da müssen Sie sich aber verhört haben.
00:54:38Ja, der Techtel-Mächtel ist überhaupt zu viel gesagt.
00:54:41Er kennt die Dame zwar, aber ganz oberflächlich.
00:54:44Schau so.
00:54:44Nein, nein, nein, oberflächlich ist auch zu viel gesagt.
00:54:46Kennen Sie eigentlich nur so von der Leinwand her.
00:54:50Oh, Leinwand ist ja viel zu viel gesagt.
00:54:51Mehr vom Papier, vom Plakat.
00:54:54Meine Herren!
00:54:56Ich achte Ihre Diskussion.
00:54:57Ich bitte Sie jetzt aber, mir die volle Wahrheit zu sagen.
00:54:59Ich bin nämlich mit der Dame verlobt.
00:55:02Allmächtel, jetzt liege ich drin.
00:55:03Machen Sie also keine weiteren Ausflüchte.
00:55:05Gestehen Sie doch offen, nein, Sie waren Ihr Geliebter.
00:55:07Aber ich gebe Ihnen mein Wort.
00:55:09So, und das soll ich Ihnen glauben.
00:55:10Ich brauche mich so nur im Zimmer umzusehen.
00:55:12Hier, überall nur Bilder von Ria Rai.
00:55:14Donner, der Techtel-Mächtel mit der Widmung 7.2 ergibt.
00:55:20Das ist gar nicht mehr da.
00:55:22Gott sei Dank.
00:55:23Und was haben Sie dafür für eine Erklärung?
00:55:27Wir sind eben Kunstenthusiasten.
00:55:29Ja, wir schwärmen überhaupt für Künstlerinnen.
00:55:31Ja, und dann kaufen wir uns die Bilder.
00:55:32Ich sehe hier aber nur Bilder von Ria Rai.
00:55:35Oh, wir haben auch andere.
00:55:36Hier, hier, da haben wir uns die Alte Sandrock gekauft.
00:55:40Und hier sogar die Mona Lisa.
00:55:42Und was sagen Sie zu dieser Fotografie?
00:55:45Das Bild hat er auch.
00:55:46Wollen Sie also immer noch leugnen,
00:55:48nachdem ich diese Widmung gelesen habe?
00:55:50Also wir geben zu, wir müssen jetzt Fahrerinnen bekennen.
00:55:52Ich glaube, besser bin ich jetzt alles eingestellt.
00:55:54Ich bitte da vor der Dame selbst.
00:55:55Jawohl, ja.
00:55:56Bitte, hören Sie mich doch erst einmal an.
00:55:58Kein Lob.
00:55:59Sie werden im Augenblick hier sein.
00:56:00Was?
00:56:01Aber sie kommt hierher.
00:56:02Ja, ich werde es Ihnen gegenüber stellen.
00:56:04Ich muss nicht aufhören.
00:56:05Aus, aus, aus ist alles, alles aus.
00:56:09Jetzt bin ich blamiert.
00:56:10Blamiert vor aller Welt, blamiert bis auf die Dings.
00:56:12Und wem habe ich das alles zu verdanken?
00:56:14Ihnen, Herr Seibold.
00:56:15Bitte duzen Sie mich nicht mehr.
00:56:17Jetzt dichten Sie mir dieses Verhältnis an mit dieser verfixten Rieherein,
00:56:20dann hetzen Sie mir auch den Beutigam auf den Halse.
00:56:21Mensch, ich schrei doch nicht.
00:56:23Auch der Boom schreit, wenn er, wenn er getreten wird.
00:56:27Und was habe ich für ein glückliches, zufriedenes Dasein geführt.
00:56:29Da kamen Sie in mein Leben, haben mir die Hosen hochgekremptet, haben mich zum Lebemann gemacht.
00:56:33Und jetzt, jetzt muss ich die Sache ausbaden.
00:56:35Warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte, warte.
00:56:51Wenn ich nicht kenne, wo sind wir überhaupt?
00:56:53Wir befinden uns hier im Hause des Fabrikanten Seibold.
00:56:56Kenne ich nicht.
00:56:57Aber Sie sagten doch, mein Beutigam wäre hier.
00:57:00Ja, ich begreife auch nicht, der Wolf uns hier war.
00:57:02Also wollen Sie bitte erklären, was er von mir...
00:57:07Das darf ich nicht. Ich habe es ihm ausdrücklich versprochen.
00:57:10Gut, dann geh.
00:57:12Na, bitte, bleiben Sie.
00:57:16Aber wenn Sie mir doch nichts sagen wollen.
00:57:18Ach, wenn Gnedi ist ja durchaus darauf gestehen, dann muss ich wohl.
00:57:21Es ist vielleicht doch besser, wenn Sie Ihrem Bräutigam nicht ganz unvorbereitet gegenübertreten.
00:57:25Es handelt sich nämlich um eine etwas peinliche Angelegenheit.
00:57:33Oh, da bin ich aber wirklich neugierig.
00:57:36Ja, also nämlich, Riemann glaubt, Grund zur Annahme zu haben,
00:57:39dass Gnedi ist vor der Früh einmal zu einem Herrn hier in der Stadt,
00:57:43wie soll ich sagen, ihn in Beziehung gestanden haben.
00:57:47Ach, das hätte ich mir ja beinahe reden können.
00:57:52Das ist doch kaum zu glauben.
00:57:54Sogar hier in diesem lächerlichen Nest quält er mich mit seiner Eifersucht.
00:57:58Wer hat ihm denn diesen Floh ins Ohr gesetzt?
00:58:00Oh Gott, er muss das ja schließlich erfahren, wo die ganze Stadt darüber spricht.
00:58:04Die ganze Stadt?
00:58:05Ja.
00:58:05Die ganze Stadt spricht darüber.
00:58:09Lass es los.
00:58:10Mit wem soll ich ihn denn diesmal wieder betrogen haben?
00:58:13Ja, nämlich, wie man glaubt, mit Herrn Stieglitz.
00:58:17Stieglitz?
00:58:18Ja.
00:58:19Stieglitz, er hat einen Vogel.
00:58:21Wie kommt er bloß darauf?
00:58:23Ja, er hat nämlich eine Fotografie von ihm gefunden, Gnedi ist vollerin,
00:58:26mit einer etwas kompromittierenden Mitmeldung.
00:58:30Von mir?
00:58:31Ja.
00:58:32Ach, die hätte ich aber doch selbst auch gern mal gesehen.
00:58:35Ja, bitte, hier ist es.
00:58:38Oh ja, das ist von mir meine Beaufnahme.
00:58:43Meinem heiß geliebten Maß in ewiger Liebe zur Erinnerung an süße, unvergessliche Stunden.
00:58:54So eine Frechheit, das habe ich überhaupt nicht geschrieben.
00:58:57Nicht möglich.
00:58:58Aber nein, das ist eine ganz ploppe Fälschung.
00:59:00Bei dem Wurschen werde ich mal gürig bei den Ohren nehmen.
00:59:02Nein, das werden Sie nicht tun.
00:59:05Den überlassen Sie, bitte mir.
00:59:07Was haben Sie denn vor?
00:59:09Oh, ich habe schon einen Plan, ich werde es Ihnen gleich sagen.
00:59:11Und Sie müssen mir dabei helfen.
00:59:14Ich stelle mich mit Vergnügen zur Verfügung.
00:59:16Aber Sie dürfen keiner Menschen sehen, was der Frau vorraten.
00:59:19Warte, darf mein Bräutigam von diesem Verdacht nichts wissen.
00:59:25Also, strengst du Diskretium.
00:59:28Meine Hand drauf.
00:59:30Dieser Steglitz soll von mir einen Denkzettel bekommen, den er nicht so schnell wieder vergessen wird.
00:59:35Und meinen Herrn Bräutigam werde ich ein für alle mal zeigen, was Eifersucht heißt.
00:59:42Ich werde sie ihm abgewöhnen.
00:59:48Ich lasse mich auf nichts mehr ein.
00:59:50Aber du weißt doch noch gar nicht, was ich vorhabe.
00:59:52Doch, doch, doch, kann ich mir genau denken.
00:59:53Wieso willst du dich wieder in einen neuen Schwindel hineinetzen?
00:59:55Aber da weiß ich nicht mehr, ich gehe jetzt die ganze Wahrheit eingeschickt.
00:59:57Aber Max, das tut man doch irgendwann ein gar nichts mehr ein.
01:00:00Das tut man doch glücklich.
01:00:01Ach, da kennt man die, Julian.
01:00:03Da bin ich aber sehr gespannt, wo bist du denn?
01:00:04Da bin ich aber sehr gespannt, wie du mich jetzt hier aus der Patsche wieder rauskriegst.
01:00:07Da muss ich jeden Augenblick hier eintreten.
01:00:10Warte doch mal.
01:00:11Ruhig.
01:00:12Regine, Gerti, kommt doch mal schnell her.
01:00:15Ja, denkt euch, Ria Rai wird jeden Augenblick hier sein.
01:00:19Kommen Sie her.
01:00:20Ja, mit ihrem Bräutigam.
01:00:23Ja, denkt euch mal, der hat hier das Bild mit der Widmung gesehen
01:00:26und dadurch erfahren, dass Max was mit ihr gehabt hat.
01:00:29Wie fein.
01:00:29Ja, da siehst du, was du angestellt hast.
01:00:31Er hat Max bereits zur Rede gestellt, der hat natürlich alles geleugnet.
01:00:34Damit gab der Riemann sich aber nicht zufrieden.
01:00:36Jetzt holt er die Rieherei und will sie ihm gegenüberstellen.
01:00:39Oh, Gottes Willen, Max.
01:00:40Ja, das möchte ich auch gerne wissen.
01:00:43Ruhe, Ruhe, es ist ja noch nicht alles verloren.
01:00:45Die Dame wird natürlich auch leugnen.
01:00:47Ja, glaubst du.
01:00:48Na sicher, wenn sie hier reinkommt.
01:00:52Und Max sieht, wird sie sagen, den Herrn kenne ich gar nicht.
01:00:55Heißt du nicht auch?
01:00:56Ja, das würdest du ganz bestimmt sagen.
01:00:59Du musst auch so tun, als ob du sie nie im Leben gesehen hast.
01:01:03Das würde ich sehr gut machen.
01:01:04Alles ist in schönster Ordnung.
01:01:06Ihr dürft euch bloß nicht verraten.
01:01:07Ach nein.
01:01:10Na, was sagst du zu dem Köpfchen?
01:01:13Julius, du verdienst die Rettungsmedaille.
01:01:16Ich will dich nicht erklären.
01:01:17Willst du mir nicht erklären, was ich hier soll?
01:01:20Ich soll es sofort machen.
01:01:21Ach, da sind wir wieder schon.
01:01:23Meine Damen, verzeihen Sie, dass ich nochmals hier einbringe.
01:01:26Aber es handelt sich um eine Affäre, von deren Ausgang das Reden zwei Menschen abhängt.
01:01:30Der eine davon will ich.
01:01:31Herr Stieglitz.
01:01:32Hier.
01:01:33Sie haben mir vorhin ihr Wort gegeben, dass ich keinerlei Beziehung zu dieser Dame habe.
01:01:37Ja, und ich wiederhole es noch einmal vor aller Welt.
01:01:39Ich kenne sie nicht und ich habe sie nie gekannt.
01:01:42Max!
01:01:43Ja.
01:01:45Du verleugnest mich.
01:01:46Sie?
01:01:47Denkst du nicht mehr an die süßen und vergessten Stunden, die wir miteinander verleben?
01:01:51Haha!
01:01:52Du geschicktest also ein...
01:01:53Max, mein heiß geliebter Max!
01:01:56Ich weiß nicht, was ist denn das denn schon?
01:01:58Ich bin auch ganz platt.
01:01:59Also ist das wahr!
01:02:01Ja!
01:02:02Es ist wahr!
01:02:04Stoße mich von dir!
01:02:06Töte, töte mich!
01:02:07Aber ich kann nicht anrufen, wie du...
01:02:10Eher war die große Liebe meines Lebens.
01:02:13Sie flattete mir in meinem Herzen verschlossen.
01:02:15Aber jetzt, jetzt, gleich dich wieder gesehen habe ich im Liefer.
01:02:18Dein Anblick hat alles in mir aufgewöhnt.
01:02:21Du Süßer, du Einziger, du...
01:02:23Wie?
01:02:23Du!
01:02:24Ach, du!
01:02:25Wie?
01:02:25Wie?
01:02:26Mensch, das Kind hast du erwähnt.
01:02:27Ich war mit dir.
01:02:28Ja, jetzt glaube ich fast selber.
01:02:29Ach, aber warum so kalt, mein Geliebter, so küssen Sie?
01:02:33Erlauben Sie, Herr Stieglitz ist mein Freund.
01:02:35Ich habe mir ganz drückt.
01:02:36Nein, jetzt habe ich ihn, jetzt halte ich ihn und ich lasse ihn lieben.
01:02:41Mama!
01:02:43Mein Fräulein, wir kennen uns nicht mehr.
01:02:45Und Sie, Herr Stieglitz, Sie werden sich mit mir schießen.
01:02:49Oh Gott, oh Gott, oh Gott.
01:02:53Oh Gott!
01:02:54Heute hätte ich mir doch bloß die Mona Lisa aus für Sie.
01:03:15Julius!
01:03:18Julius!
01:03:22Julius!
01:03:29Julius!
01:03:32Anna!
01:03:33Anna!
01:03:36Wo ist denn, mein Mann?
01:03:37Der sei wohl, der ist weggegangen.
01:03:39Wo sind Sie denn, jetzt haben Sie den nicht gesehen?
01:03:41Nö, der ist auch weg.
01:03:42Wo sind Sie denn, jetzt müssen alle hin?
01:03:46Ich muss jetzt keinen Besuch.
01:03:48Ich weiß schon gar nicht mehr, wo mir der Kopf so hoch anwiesen.
01:03:51Der ist auch so hoch anwiesen.
01:03:52Der ist auch nicht mehr.
01:04:07Der ist auch so hoch anwiesen.
01:04:13Der ist auch so hoch anwiesen.
01:04:20Sämtlich, liebe Mama, wenn Mr. Brossy schon in der Zeitung gestanden hätte,
01:04:25wenn die Verdunung jetzt zurückgeht.
01:04:27Aber Kate, man muss doch nicht weiter das Schlimmste denken.
01:04:30Es kommt sicher dahin, die Lissi liegt mehr aus den Krallen.
01:04:33Hast doch gesehen, wie sie sich über den Hals geworfen macht.
01:04:36Ja, das war ein Skandarm. So eine Schamlosigkeit.
01:04:40In einem fremden Haus vor dir, seiner Braut, macht es nicht leid.
01:04:44Wenn es wirklich zu einem Duell kommen sollte, wenn ihm was passiert,
01:04:47also Mama hat es überlebt.
01:04:48Der Herr wird sich das nur überlegen.
01:04:50Deswegen wird alles zugeschütteln.
01:04:52Papa, endlich, dass du kommst. Wir vergehen hier voran.
01:04:55Wo warst du denn bloß?
01:04:56Im Hotel bei diesem Büterich, diesem Riemann.
01:04:59Ich wollte ihn zur Vernunft bringen. Der war nicht da.
01:05:00Na gut, was soll denn nun werden?
01:05:02Ja, passiv mal abgefälligst. Uns Männer, wie wenn das schon wieder gerade bietet.
01:05:06Wenn das nicht bloß nicht warst du.
01:05:08Wir gehen.
01:05:11Die Hulius!
01:05:18Das ist eine Geschichte.
01:05:22Ist das eine Geschichte.
01:05:24Julius!
01:05:25Da bist du ja. Wo warst du denn?
01:05:27Waffengeschäft.
01:05:28Was wolltest du denn da?
01:05:29Nie.
01:05:29Hast du vergessen, dass der Kerl sich mit mir schießen will?
01:05:32Ach, jetzt, wenn dazu kommt es ja gerade.
01:05:34Doch, kommt dazu.
01:05:35Es ist immer anders gekommen, als du gesagt hast.
01:05:37Kommt auch dazu.
01:05:38Aber Max ist vorbereitet.
01:05:41Ja, hast du dir der Pistole gekauft?
01:05:43Ja, das heißt, nein, geht nicht.
01:05:44Ja, du musst mal einen Waffenschein haben.
01:05:46Da habe ich mir inzwischen die da ausgesucht.
01:05:51Hier.
01:05:53Nimm das Ding weg!
01:05:56Es ist mir bloß ein Kork.
01:06:00Ich bin schon verkorrigst genug.
01:06:02Ich zerbreche mir hier den ganzen Tag den Kopf.
01:06:04Wie ist sowas möglich?
01:06:05Eine Frau, die dich nie im Leben gesehen hat,
01:06:08stürzt auf dich zu, fällt dir um den Hals mit denselben Worten,
01:06:12die ich hier auf das Bild geschwindelt habe.
01:06:14Das ist doch Hexerei.
01:06:15Nein, nee, es ist alles möglich.
01:06:17Wenn jetzt jemand zur Tür reinkommt und sagt,
01:06:20Kaiserin Witwe von Persien,
01:06:21das ist ein unähnliches Kind von mir,
01:06:22glaube ich, glaube ich alles.
01:06:24Ach, das ist meine Gärtenlein.
01:06:26Wieso denn?
01:06:27Du hast doch immer einen Mann mit einer tollen Vergangenheit gewünscht.
01:06:30Mehr hätten in der kurzen Zeit, die wir verlobt sind,
01:06:33ein echter Liebensmann ja auch nicht tun können.
01:06:36Ich, Gärtenlein.
01:06:38Der Felder ist da und mögt die Herren sprechen.
01:06:40Na, ist gut, wir lassen bitten.
01:06:42Aua!
01:06:43Aber wenn, da hat der uns gerade die Geschichte eingebrochen.
01:06:46Ist möglich.
01:06:47Der ist alles zuzutrauen.
01:06:48Natürlich, wo der so hinter der Gärten hier war.
01:06:52Der trifft mich in der richtigen Stimmung.
01:07:00Meine Herren, Sie wundern sich gewiss,
01:07:02dass ich mir noch mal zu Freiheit nehme.
01:07:03Ist mir selbst so unangenehm,
01:07:05zumal die Mission nicht zu erfüllen habe.
01:07:07Eine äußerst unangenehme.
01:07:08Deine Mission?
01:07:09Ich komme nämlich im Auftrag meines Freundes Riemann.
01:07:12Was denn?
01:07:12Herr Riemann ist Ihr Freund?
01:07:14Ja.
01:07:15Dann nehmen Sie doch Platz.
01:07:16Bring doch mal den Cognac.
01:07:18Gibt Zigarre gefällig.
01:07:19Ich muss leider ablehnen.
01:07:21Der ernste Anlass, der mich zu Ihnen führt...
01:07:22Setzen können Sie sich doch erst mal.
01:07:25Danke.
01:07:25So, denn...
01:07:26Ist doch gleich viel gemütlicher, nicht?
01:07:28Können wir uns doch richtig in Ruhe unterhalten.
01:07:30Pardon, aber nach allem, was sich vorhin hier zugetragen hat,
01:07:33bleibt Herrn Riemann keine Handel wahr.
01:07:35Dann können Sie doch mal sitzen.
01:07:36Man kann sich doch in Ruhe und Freundschaft über alles unterhalten, nicht wahr?
01:07:40Sehen Sie mal, die ganze Sache ist ein Missverständnis.
01:07:42Davon können Sie Herrn Riemann nur schwerlich überzeugen.
01:07:44Nachdem er mit eigenen Augen gesehen hat, wie seine Brautherrn Stieglitz um den Hals fiel,
01:07:48bleibt Ihnen keine Handel wahr.
01:07:49Dann können Sie doch mal sitzen.
01:07:51Sie waren ja ganz nervös.
01:07:54Also schön, wenn Sie es durchaus wünschen, kann ich mich eines Auftrags noch sitzen entledigen.
01:08:00Herr Riemann fühlt sich durch Herrn Stieglitz auf das Schwerste in seiner Ehre verletzt.
01:08:04Aber wieso denn?
01:08:05Warum denn?
01:08:06Nehmen wir mal an, er hätte wirklich etwas mit Fräulein Reihenhaben.
01:08:08Wie kommt Herr Riemann dazu, Ihnen für etwas zur Verantwortung zu ziehen,
01:08:12was früher mal vor der Verlogung mit der Dame passiert ist?
01:08:14Das würde er auch gar nicht tun, wenn er nicht den unwiderleglichen Beweis dafür hätte,
01:08:18dass dieses Verhältnis in allerletzter Zeit noch bestanden hat.
01:08:20Ist ja schon wieder was ganz Neues.
01:08:22Den Beweis soll er uns erstmal liefern.
01:08:24Nichts leichter als das.
01:08:26Die Fotografie mit der gravierenden Aufschrift ist die letzte Aufnahme der Künstlerin
01:08:29und das einige Wochen alt.
01:08:31Oh, auf das.
01:08:32Das ist ja zum Auf die Bäume klettern.
01:08:33Also ich gebe zu, es spricht alles gegen ihn.
01:08:36Aber ich versichere...
01:08:36Julius, Ausschluss, Herr Riemann.
01:08:39Also was haben Sie uns weiter auszurichten?
01:08:43Herr Riemann fordert von Ihnen Genugtuung mit der Waffe.
01:08:46Er will Blut sehen.
01:08:48Soll er auf den Vierhof gehen?
01:08:49Struhe, weiter.
01:08:51Sie sind sicher mit mir der Ansicht, dass in diesem Falle nur Pistolen in Frage kommen?
01:08:54Nur?
01:08:55Ha, ha, ja.
01:08:57Ja, glauben Sie vielleicht, dass ich Angst vor seiner Pistole hätte, ja?
01:09:00Moment, ich bin vorgereiht.
01:09:01Ja, dann lasst doch stecken.
01:09:02Ja?
01:09:03Ihr Freund soll sich die Sache noch mal überlegen.
01:09:06Da können Sie Herrn Riemann schlechten.
01:09:07Den ersten Schuss hat natürlich ihr, weil er der Beleidete.
01:09:09Ob Sie dann überhaupt nichts zum Schießen kommen, das halte ich dir aus.
01:09:12So, regeln Sie ja meine Knallwechse vollkommen.
01:09:14Übrigens müssen Sie wissen, dass Herr Riemann einen gefürchteter Pistolen befindet.
01:09:18Auf hundert Meter schießt er dem Figum den Kopf weg.
01:09:21Wird er ja meinen auch, Herr Riemann.
01:09:23Ist sicher.
01:09:23Also, wenn ich bitten darf, morgen früh um fünf Uhr im Startwählen.
01:09:27Jawohl.
01:09:27Was, fünf Uhr?
01:09:28Ja, ein bisschen früh, ja?
01:09:30Ja, wenn ich noch nicht da sein sollte, fangen Sie bitte ohne mich an.
01:09:32Also, Himmel, Donnerwetter, habe ich aber genug von dem Quatsch.
01:09:36Wir sind Kauffler, wir haben keine Zeit für Kinkerlitzchen.
01:09:38Na, erlauben Sie mal.
01:09:39Ich erlaube überhaupt nichts.
01:09:40Wir haben ja eine Fabrik und keine Schießkude.
01:09:43Und wenn wir mal Differenzen haben, dann sind wir gewohnt, uns auszugleichen.
01:09:46Aber gestatten Sie mal die Forderung meines Freundes.
01:09:48Na, die zitieren wir Ihnen. Sehen Sie zu, wie Sie sie eintreiben.
01:09:51Soll das etwa heißen, dass Sie kneifen?
01:09:53Jawohl, ich kneife.
01:09:56Sagen Sie Ihrem Freund, ich bin ein ganz krüchter Kneifer.
01:10:03Dann allerdings ist meine Mission hier beendet
01:10:05und ich muss es Herrn Riemann überlassen, sich auf andere Weise genug zu verschaffen.
01:10:09Meine Herren.
01:10:11Ach, schön.
01:10:15Max, du warst herrlich in deinem Zorn.
01:10:19Was hat das denn für einen Zweck?
01:10:21Du hast ja gehört, jemand wird sich auf andere Weise genug zu verschaffen.
01:10:25Ach, ja, wäre ich mich wohl auf Keile gefacht machen müssen.
01:10:28Und das alles für süße, unvergessliche Stunden,
01:10:31die nie, nie im Leben stattgefunden haben.
01:10:35Oh, oh, oh, oh, oh, oh, das ist bitter.
01:10:38Nein, das ist alles viel zu tragisch.
01:10:41Sieh mal, morgen vielleicht schon reißt diese schöne Ria-Reihe ab
01:10:45mit ihrem blutdurstigen Bräutigam und kein Hahn kräft mehr nach der ganzen Geschichte.
01:10:49Dann machst du so schnell wie möglich Hochzeit mit der Gärti
01:10:51und wenn ihr dann erst euer gemütliches Heim habt
01:10:54und deine Frau dir so entgegentritt,
01:10:56ein glückliches Lächeln auf den Lippen mit strahlendem Gesicht.
01:10:59Nein, Nanu, du siehst ja so verheult aus.
01:11:03Papa, lieber Max.
01:11:05Was ist denn los?
01:11:06Hier hast du deinen Verlösen zurück.
01:11:08Es kommt schon wieder an.
01:11:09Diese Frau hat nun mal ältere Rechte an dich.
01:11:12Aber das ist doch alles schuldig.
01:11:13Nein, nein, Papa, versuche nicht, dich unzustimmen.
01:11:15Ich entsahle Max, dein Schnack.
01:11:19Ich bin es auch.
01:11:24Jetzt wird sich die ganze Welt über mich krank lachen.
01:11:28Mein Bräutigam will sich mit mir schießen.
01:11:31Mein Verlobte bin ich auch los.
01:11:33Julius, mein Kompliment, das hast du hervorragend hinbekommen.
01:11:39Nein, ich gebe die Sache noch nicht auf.
01:11:41Ich gehe jetzt ins Hotel zu dieser Ria-Reihe.
01:11:44Sie muss ihrem Bräutigam eingestehen, dass ihr euch überhaupt nicht kennt.
01:11:47Max, verlass dich auf mich.
01:11:49Ich habe dich in die Tinte reingeritten.
01:11:51Ich ziehe dich wieder auf.
01:11:53Du weißt, wenn ich was in die Hand nehme.
01:11:57Ich weiß.
01:12:02Tagmixchen.
01:12:03Da geht's, da geht's, da geht's, da geht's, da geht's, das ganze Theater.
01:12:12Erfängt man so eine Frau, mit der man süße, unverlässliche Stunden verbracht hat?
01:12:16Ich bitte Sie, ich flehe Sie an. Wenn Sie nicht wollen, dass ich mir ein bisschen verstandvoll ins Verlierende mache,
01:12:20dann machen Sie Schluss mit dieser Komödie. Verzeihen Sie mir.
01:12:24Das wäre freilich sehr bequem für Sie. Oh nein, mein Freund!
01:12:29Sie spielen hier auf meine Kosten den interessanten Mann, fälschen meine Unterschrift,
01:12:33bringen mich um einen guten Ruf und kompromittieren mich vor der ganzen Stadt.
01:12:38Und das soll ich alles so ungestraft hingehen lassen?
01:12:41Ich gebe es ja zu, ich bin der gemeinste niederträchtigste Mensch, der auf Gottes weisen Erdboden erhoben.
01:12:46Ich habe es vorhin nicht gewusst.
01:12:49Ich werde die ganze Sache dem Gericht übergeben.
01:12:51Das werden Sie mich doch nicht anschauen.
01:12:53Das war eigentlich sehr unangenehm für Sie, aber für mich eine unbeschreibliche Reklame.
01:13:00Seien Sie doch friedlich. Hören Sie mich doch mal an. Ich bin ja zu jeder Genug zu unbereit.
01:13:07Gut, da gibt es nur einen Ausweg. Sie müssen mich heiraten.
01:13:13Ich Sie, Sie sind ja viel zu schade zu heiraten.
01:13:15Nein, das ist mein fester Entschluss.
01:13:17Ich bin Ihnen ja fertig. Ich bin ja total fertig. Ich kann Ihnen überhaupt gar nicht mehr heiraten.
01:13:23Auf meinen Knien flehe ich Sie an. Haben Sie doch erbarmt.
01:13:26Ohne, bitte wüte mich.
01:13:28Will ich mir nicht weiter?
01:13:29Seien du denn nicht sein, das ist hier die Frage.
01:13:32Mit solch einem Halbmann haben Sie mich betrogen.
01:13:34Solches Jammer gestellt, ziehen Sie meinem vor.
01:13:36Ich bin nur...
01:13:37Ein Schafskopf.
01:13:38Ich verbitte mich...
01:13:39Nein, ich wiederhole es ein Ausgewachsener dazu.
01:13:43Und wenn du nicht so ein lieber, süßer Kerl wärst, dann hätte ich dich nach diesem beleidigenden Verdacht überhaupt nicht
01:13:49mehr angesehen.
01:13:52Und das Bild mit der Widmung?
01:13:54Ach, diese Angst.
01:13:56Hätte sie dir nicht die Besinnung geraubt, dann hättest du vielleicht gesehen, dass ich das überhaupt nicht geschrieben habe.
01:14:28Was ist denn da los?
01:14:32Kommen Sie ruhig rein.
01:14:34Es hat sich alles aufgeklärt.
01:14:36Ja, Herr Stieglitz, ich habe Ihnen Unrecht gefahren.
01:14:39Ja, diese Heiraten brauchen Sie mich auch nicht.
01:14:41Sie können getrohen, Ihre Braute einführen.
01:14:43Schauen Sie mir den Einzigen gefahren, rauben Sie meiner Tochter nicht die Illusion, dass er ein Lebemann ist.
01:14:50Mein Fräulein.
01:14:51Ich habe Ihnen wohl einen großen Koma bereitet.
01:14:54Oh, bitte.
01:14:55War ja meine Schuld.
01:14:56Ich wollte ja nur einen Mann heiraten, der was erlebt hat.
01:14:59Was gebe ich jetzt drum, wenn Herr Stieglitz Sie nie im Leben gesehen hätte?
01:15:03So.
01:15:05Dann kann ich es Ihnen ja allen gestehen.
01:15:09Wir haben uns heute das erste Mal gesehen.
01:15:13Und das Bild mit der Widmung?
01:15:15Habe ich geschrieben.
01:15:17Mönchchen.
01:15:18Ich bin ja so fing.
01:15:22Da hätten wir uns den ganzen Schwindeln ja ersparen können.
01:15:42Ich bin ja so, ich bin ja so, ich bin ja so, ich bin ja so.
01:16:21Ich bin ja so, ich bin ja so.
01:16:30Ich bin ja so, ich bin ja so, ich bin ja so.
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