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Kurzfilme
Transkript
00:00:09Musik
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00:01:37Musik
00:02:13Hilfe! Hilfe! Hilfe! Hilfe! Hilfe! Hilfe! Hilfe! Was ist denn los, Frau Grimm?
00:02:25Helfen Sie doch! Um Gottes Willen! Helfen Sie doch!
00:02:27Was gibt's denn? Es sind Einbrecher im Haus!
00:02:30Ein Einbrecher? Wo ist er? Ich will ihn sehen!
00:02:32Ach, es ist doch so schrecklich! Reden Sie doch!
00:02:34Es ist so entsetzlich, der Anblick!
00:02:36Es war mit meinem Emil, der ist nicht oben!
00:02:37Aber nein, nein, er ist das doch nicht!
00:02:38Das ist vielleicht was mit Ihrem Mann!
00:02:39Nein! Nein, nicht doch! Mein Gottlieb, der ist doch gar nicht hier! Der ist doch drüben im Dorf in Zyklin!
00:02:44Was ist es denn denn?
00:02:45Herr Wendler! Der arme Herr Wendler!
00:02:47Wendler? Der Maler?
00:02:49Na, was ist mit ihm?
00:02:51Er ist tot!
00:02:54Tot? Aber das ist doch nicht möglich!
00:02:58Wer ist tot?
00:03:00Er liegt drinnen auf der Erde!
00:03:03Er hat eine Wunde am Kopf!
00:03:06Man hat ihn erschlagen!
00:03:09Und Sie haben ihn gefunden?
00:03:12Ja!
00:03:13So!
00:03:20Ich gehe rein!
00:03:24Nein, Sie warten hier draußen!
00:03:29Was?
00:03:30Silzer!
00:03:30Was?
00:03:33Woher weiß denn Herr Netzke, dass der Tote im Speisenraum liegt?
00:03:37Ich habe doch gar nicht gesagt, wo ich ihn gefunden habe!
00:03:40Wo ist er denn?
00:03:42Gleich rechts!
00:03:43Von der Tür!
00:03:44Ja, danke!
00:03:45Wer ist es denn?
00:03:46Wendler!
00:03:46Wir kommen hierher!
00:03:51Nichts darf verändert werden!
00:04:05Und niemand darf den Raum betreten!
00:04:09Ich muss sofort die Polizei benachrichten!
00:04:11Polizei!
00:04:14Ja!
00:04:15Was ist denn hier los?
00:04:16Im Mord! Im Mord!
00:04:17Herr Wendler ist ja Mordetragen!
00:04:19Und mein Ebel ist weg!
00:04:20Ich wache auf und der ist weg!
00:04:24Nicht nur der!
00:04:25Haben Sie nicht gehört, wie Frau Krämmel Hilfe gerufen hat?
00:04:29Sonst wäre ich doch nicht hier!
00:04:31Warum sind Sie nicht gleich gekommen?
00:04:33Ich war im Müllers Zimmer!
00:04:35Wollten wecken!
00:04:36Aber der Bursche ist...
00:04:37Was?
00:04:39Der Heimler da auch?
00:04:40Der ist ein Ding, was?
00:04:41Ja, ja, getürmt ist er!
00:04:43Ach nee!
00:04:43Die Kommodenfächer sind leer!
00:04:45Auf dem Tisch steht eine offene Geldkassette!
00:04:47Aber kein Insgapfennig ist drin!
00:04:50Ach, so ist das also!
00:04:52Das habe ich gewusst!
00:04:54Wo ist denn überhaupt Sabine?
00:04:55Die Buchholzen?
00:04:56Aha!
00:04:57Ach, die ist sicher wieder zu Wendern rübergerudert!
00:05:00Ach du meine liebe Hüte, der Wender, der ist ja...
00:05:04Ist ja da drinne!
00:05:06Fräulein Buchholz fällt also auch!
00:05:08Wat denn?
00:05:10Die Buchholzen?
00:05:12Müller?
00:05:12Ja!
00:05:14Emil Wiedemann?
00:05:15Die sind alle verschwunden?
00:05:19Und Wendler ist tot!
00:05:20Einer von den dreien hat's getan!
00:05:22Moment mal!
00:05:23Mein Emil nicht!
00:05:24Emil ist ein Opfer!
00:05:26Emil!
00:05:27Wo bist du?
00:05:28Emil!
00:05:29Emil!
00:05:30Ja!
00:05:33Hier schon!
00:05:36Du kannst ruhig Emil zu mir sagen!
00:05:39Du bist mein Freund!
00:05:41Bleib doch mal da!
00:05:42Mein allerbester Einziger Freund!
00:05:47Du, wie heißt du eigentlich?
00:05:51Heinrich!
00:05:52Heinrich Klo!
00:05:54Wat Klo?
00:05:55Wer will doch tot, soll ich mein Vater's Namen vergessen!
00:05:59Weißt du?
00:06:00Also ich wusste ja nicht, was das vor prima Kerl auf dem Dorf gibt!
00:06:05Du weißt, ein Skat haben wir gekloppt!
00:06:10Ammer!
00:06:12Ist das nicht Müller?
00:06:14Was für ein Müller?
00:06:16Müller!
00:06:18Was unser Heimleiter ist!
00:06:22Los, los!
00:06:23Ich hab's eilig!
00:06:24Ich muss noch weiter!
00:06:29Willerchen!
00:06:31Hallo!
00:06:33Hallo!
00:06:35Quatsch!
00:06:35Ja!
00:06:38Ein Mord!
00:06:39In Villa Sonnenschein!
00:06:41In dem Betriebsferienheim!
00:06:43Ja, Frau Krimm hat ihn entdeckt!
00:06:45Wer was war?
00:06:46Ach so, der Maler aus dem Blockhaus da drüben!
00:06:49Wendler heißt er!
00:06:52Nein, der Täter ist unbekannt!
00:06:54Ja, und Emil Wiedemann ist verschwunden!
00:06:55Sabine Buchholz auch!
00:06:56Das sind zwei Feriengäste!
00:06:58Ja, der Müller!
00:06:58Ja, und der Müller, der Heimleiter, der ist auch verschwunden!
00:07:02Müller!
00:07:04Müller!
00:07:06Mitnehmen muss er mir schon!
00:07:08Herr Bene, komm ich nie mehr zu, Mutter!
00:07:11Kommt gar nicht in Frage!
00:07:13Ich fahr gar nicht nach Hause!
00:07:14Du fährst hier eine, Hol!
00:07:17Ach!
00:07:18Nee, da ist ja schon was drin!
00:07:23Mann, das Bild kenn ich doch!
00:07:26Weg da!
00:07:27Weg da vom Wagen!
00:07:28Hey, hey!
00:07:29Was machen Sie denn da, Mann?
00:07:30Was ist denn nun kaputt?
00:07:35Hallo!
00:07:36Wo bleibt der mit, der Held?
00:07:38Na, du!
00:07:40Na, du!
00:07:41Dey gode Sprit!
00:07:43Floreb zu uns in den Schichtgeläten!
00:07:45Vor der dir Aas komm ich doch!
00:07:47Komm, Emil!
00:07:49Ich nehm Kudelsin-Kauten,
00:07:51wofür die Räuber noch will er Sönnenschein!
00:07:53Ja, ja, ja, nimmer, Mann!
00:07:55Die liegt doch unten an Friedhof!
00:07:57Was? Friedhof?
00:07:58Den hier du mal ein vorn...
00:08:00Ja, ja, guck mal, Emil!
00:08:02Ja, ja, ja, ja, ja!
00:08:05Emil, du magst doch noch Haus kommst?
00:08:07Sonst kriegt ihn euch de Nacht keinen Aucht auf eine Angst!
00:08:18Emil ist da...
00:08:19Ach Quatsch!
00:08:19Die Polizei!
00:08:20Nein.
00:08:23Guten Abend.
00:08:24Ja, hier, hier, mein Herr. Bitte hier, kommen Sie hier rein.
00:08:32Guten Abend.
00:08:36Moment.
00:08:39Wer hat uns angerufen?
00:08:40Hier.
00:08:42Ich.
00:08:43Wo ist der Tatort?
00:08:46Hier.
00:08:46Hier, bitte.
00:08:49Kommen Sie, Doktor.
00:08:52Sie bleiben bitte hier.
00:08:55Sie müssen ihn suchen.
00:08:56Mein Schuh, der Emil und Gottes Willen, wenn Sie ihn bloß sich umgebracht haben.
00:08:58Wie den Wendler.
00:08:59Vielleicht ist er bloß in See gefallen.
00:09:00Bloß?
00:09:01Na, wenn der blau ist.
00:09:02Oh, Himmel, toller, wetter, himmelig!
00:09:07Scherzähnig, was schleppst du mir ausgerechnet?
00:09:11Bierlampen, Mann.
00:09:12Ja, ja, ja, du komm mal, Emil.
00:09:13Komm, komm, komm, komm, Emil.
00:09:16Vorsicht.
00:09:16Komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm, komm.
00:09:18Genau, das ist das ja.
00:09:19Und dort, da.
00:09:20Du, kleine, kleine, kleine, kleine, kleine, kleine, kleine.
00:09:23Ja, ja, ja, ja.
00:09:24Das tut nun nicht mehr.
00:09:27Nee.
00:09:28Gott sei mich bewohren!
00:09:30Das wird dich machen.
00:09:32Was ist los?
00:09:33Er geht weiter um.
00:09:35Ja, ich verstehe kein Wort.
00:09:38Das spögt.
00:09:39Bei dir in den Kopf, was?
00:09:40Kieck doch her und du das, Kopf.
00:09:45Mensch, mein, ich wäre verrückt.
00:09:49Du, ich, Mann, ich muss ja anschein getankt haben.
00:09:52Schon über 300 Jahre geht er um.
00:09:56Aber das ist besonders doll.
00:09:59Herrgott, bevor meine arme Seele
00:10:01und gebt dem Witten Johannes ihnen Frieden.
00:10:04Amen.
00:10:06Bist du katholisch?
00:10:08Nee.
00:10:09Dann nimmst du den Kreuz schlagen, wo auch nix.
00:10:11Kann man's wissen, hilft's, hilft's, Mensch.
00:10:14Jetzt, jetzt kommt's um uns zu.
00:10:17Oh Mensch, guck mal, du.
00:10:19Jetzt nimmst du den Kopf ab.
00:10:22Oh, du, das ist ein Knüller, was?
00:10:24Amen.
00:10:25Amen, lass uns gehen.
00:10:27So was siehst du doch nicht alle Tage, Mann.
00:10:30Amen.
00:10:31Wir, wir, wir gehen über die Straße nach Hause.
00:10:35Mir ist ganz schulderich so.
00:10:37Hast du Angst?
00:10:39Mir grauus.
00:10:40Ach, ich grau immer so mit dem Toten unter ihnen Dach.
00:10:46Vieles schlimmer ist, dass einer von uns der Mörder gewesen sein kann, wa?
00:10:50Blödsinn.
00:10:51Der Mörder, der wird hier sitzen bleiben.
00:10:53Und warten, bis die Polizei ihn abholte.
00:10:55Mann, der ist doch längst über alle Berge.
00:10:56Sie wollen's doch bloß auf andere abschieben.
00:10:59Wo waren Sie denn gestern, wie der Mord passiert ist, hä?
00:11:02Wat sagste da?
00:11:04Du wisst mal, wovor, irgendein verdammter Bänge!
00:11:07Du Kerl, ich schlag dir die Knochen ab!
00:11:09Jetzt denkt er feste.
00:11:11Mein Mist, verdammte Scheiße!
00:11:13Ja.
00:11:14Wat sind sie auch so rabiat, schöne Jacke.
00:11:16Warum lassen sie denn die Angel immer hier rumstehen mitten in der Nacht?
00:11:19Die steht immer hier.
00:11:21Warum fragen Sie denn nicht lieber die Rotznäse, was sie da immer mit ihrem Blitzsichtapparat rumfummelt?
00:11:25Mann, du Sülster hier, bloß diese Fülle rum, wo der Dote noch nebenan ist.
00:11:29Übrigens, nehm an.
00:11:31Kollege Netzka.
00:11:32Ja?
00:11:34Sagen Sie mal, woher wussten Sie denn überhaupt, dass die Leiche im Speiseraum ist?
00:11:38Die Grimm hatte doch noch jährlich gesagt, wo sie liegt.
00:11:40Wieso?
00:11:42Hat denn Frau Grimm nichts zur Tür gezeigt?
00:11:44Nee.
00:11:45Ach nee, Quatsch.
00:11:47Speiseraum hat doch Licht, da bin ich einfach aus Licht zugegangen, nicht?
00:11:50Nee, nee, nee, nee.
00:11:51Das Licht hatten Sie doch erst angeknipst.
00:11:53Jawohl, so war es.
00:11:54Sie hatten doch noch den Scheiter gesucht, Herr Netzka, nicht wahr?
00:11:57Und dann...
00:11:58Matthias!
00:12:01Matthias!
00:12:02Matthias!
00:12:02Das ist Emil.
00:12:04Emil!
00:12:06Emil!
00:12:06Emil!
00:12:07Moment mal, hier doch keiner raus.
00:12:08Wat he ist hier raus, mein Rinserleister, mein Emil.
00:12:12Och Emil!
00:12:13Ach, was den Glück, das ich dir wieder hab.
00:12:17Fulg der Ibel, du hast aber auch heute wieder eine Farme.
00:12:19Ja, aber bloß, bloß ne ganz kleine Tilikin.
00:12:24Tilikin!
00:12:25Hä?
00:12:26We-weiß, weißt du, was mir begegnet ist?
00:12:30Nee.
00:12:32Ein Gespenst.
00:12:33Emil!
00:12:34Geh lieber nach oben und schlaf da deinen Rausch aus, du voller Sufko.
00:12:38Ge-wenn ich dir sah, würd ich einen Gespenst gesehen hae, den Hals gesehen.
00:12:44Na, warum nicht?
00:12:45Der Fischer in sich liegen, glaube ich, auch allein, ja, ist doch ein Gespenster.
00:12:47Sieh, sieh, sieh.
00:12:48Vielleicht ist was dran an die Sache.
00:12:49Du Spinner!
00:12:50Na?
00:12:50Na, wat denn?
00:12:52Frau Rümmert auch auch gesagt, jetzt hier.
00:12:58Na, am?
00:12:59Geh sehen.
00:13:02Die Haustür wird bis auf weiteres verschlossen?
00:13:04Äh, wird verschlossen, Genosse Major.
00:13:05Wo ist das Leutland gehabt, ja?
00:13:06Am Tatort.
00:13:08Präzise.
00:13:09Hier, Genosse Major.
00:13:10Na, also.
00:13:12Wieso?
00:13:13Wieso denn Tatort?
00:13:16Du, sag mal, wer fahren das überhaupt?
00:13:18Das war Major Koch.
00:13:20Major Koch.
00:13:21Er leitet das Volkspolizei-Kreisamt.
00:13:22Und der andere, der zuerst da war?
00:13:24Der Leutnant Köpke, von der Muck.
00:13:26Köpke?
00:13:26Von wat?
00:13:28Von der Muck.
00:13:28Von der Mucks.
00:13:30Mucks, das heißt Morduntersuchungskommission.
00:13:31Darf ich den Herrn einen Tee kochen?
00:13:33Ja.
00:13:35Ja, bitte gehen Sie.
00:13:37Sie sind doch einer von den Vermissten, hm?
00:13:38Wie, wieso denn Vermisster?
00:13:42Emil Wiedermann ist mein Name.
00:13:43Ich wiss von nichts.
00:13:44Er ist es, Dachminister.
00:13:45Mein Emil ist wieder am Lande.
00:13:46Das werde ich gleich behalten.
00:13:47Sieh, wie lange sollen wir denn noch warten?
00:13:49Über ne Stunde hocken wir da schon rum.
00:13:51Aber TNAs kümmern sich um uns.
00:13:53Das muss ich auch sagen.
00:13:54Wenn wir uns hier nicht brauchen,
00:13:55dann könnte man doch wenigstens erlauben,
00:13:56dass wir die Zimmer aufsuchen.
00:13:57Das entscheidet der Genosse Major.
00:13:59Jawoll.
00:14:14Ja, bitte.
00:14:16Eine Meldung, Genosse Major.
00:14:18Raus damit.
00:14:18Herr Wiedemann ist eben zurückgekommen.
00:14:20Er war im Wirtshaus.
00:14:21Na.
00:14:23Also, ich sag's ja.
00:14:24Das klärt sich alles harmlos auf.
00:14:26Wird nicht lange dauern,
00:14:27das Mädchen ist auch wieder da.
00:14:30Danke, Sie können gehen.
00:14:32Wo soll denn dieses Fräulein Bucher stecken,
00:14:34mitten in der Nacht, hm?
00:14:35Ich hab mir sagen lassen,
00:14:37dass junge Mädchen nicht immer
00:14:38im eigenen Bett übernachten.
00:14:39Sie haben aber doch vorhin berichtet,
00:14:41Fräulein Bucher ist ja mit diesem Wendler befreundet.
00:14:42Ja.
00:14:43Und mit dem war sie doch offensichtlich nicht zusammen.
00:14:45Tja.
00:14:46Tja.
00:14:49Wer ist dieser Wendler überhaupt?
00:14:50Ist ein Maler.
00:14:51Wir wohnen das Blockhaus drüben am See.
00:14:53Ja, was hat er Ihrem Fehlheim zu suchen?
00:14:55Weiß ich nicht.
00:14:56In der letzten Zeit war er öfter hier.
00:14:58Wohl wegen des Mädchens.
00:14:59Was denn?
00:15:00Kann ich also einfach ein- und ausgehen?
00:15:02Es ist ein Labortipsferienheim,
00:15:03kein öffentliches Lokal.
00:15:03Er kannte den Müller.
00:15:05So.
00:15:06Also macht ihn nicht sympathischer.
00:15:08Wer hat diesen Kerl, diesen Müller,
00:15:10bloß zum Heimleiter gemacht?
00:15:11Das möchte ich auch wissen.
00:15:12Er hat alles Bargeld mitgehen lassen.
00:15:14Das Gehalt für die Wirtschaftlerin
00:15:15und den Gärtner war auch dabei.
00:15:16Sollte morgen ausgezahlt werden.
00:15:18Hm.
00:15:20Sortieren wir mal.
00:15:22Erstens,
00:15:23der Maler Wendler wird mitten in der Nacht
00:15:24im Speiseraum niedergeschlagen.
00:15:27Zweitens,
00:15:27Sabine Buchholz,
00:15:28die mit dem Maler befreundet ist,
00:15:29verschwindet spurlos.
00:15:31Ja, das scheint auf eine Eifersuchts-Affäre zu sein.
00:15:32Ich glaube das nicht.
00:15:33Na, ich komme gleich darauf.
00:15:34Drittens,
00:15:35der Heimleiter brennt in derselben Nacht
00:15:37mit der ganzen Bargeldkasse durch.
00:15:38Sie haben doch die Fahndung rausgehen lassen.
00:15:40Natürlich.
00:15:41Das will zu der Eifersuchts-Geschichte nicht.
00:15:44Warum ist denn das Bild schief?
00:15:46Welches Bild?
00:15:47Na das da.
00:15:48Tatsächlich, das hängen Sie.
00:15:50Hab ich noch gar nicht bemerkt.
00:15:51Noch gar nicht bemerkt.
00:15:53Man darf nichts übersehen.
00:15:57Wer hat Wendler gefunden?
00:15:58Frau Grimm, die Wirtschaftlerin.
00:15:59Steht alles im Protokoll.
00:16:03Ja.
00:16:04Und wer hat außer Frau Grimm nach der Tat
00:16:05den Speiseraum betreten?
00:16:06Ja.
00:16:08Nur dieser Herr Netzke?
00:16:09Ja.
00:16:10Was denn das für ein Mensch?
00:16:12Präzise.
00:16:14Netzke ist hier Feriengast.
00:16:15Das ist der Werbeleiter des Betriebs.
00:16:16Ist das alles?
00:16:17Wirkt ziemlich harmlos.
00:16:20Aber ich glaube,
00:16:20der kann schneller schalten,
00:16:21als es im ersten Moment scheint.
00:16:22Nicht ganz leicht zu durchschauen.
00:16:24Aha.
00:16:24Na, dann holen Sie mal rein.
00:16:28Herr Netzke, darf ich Sie für ein paar Minuten bitten?
00:16:30Eigentlich.
00:16:31Ich sage, es wird lange dauern.
00:16:32Kann ich ja davon ins Zimmer gehen.
00:16:34Ich habe noch zu tun.
00:16:35Was?
00:16:35Mitten in der Nacht?
00:16:36Im Urlaub?
00:16:37Ja, ich habe da nämlich eine gute Idee
00:16:39über die Ausgestaltung unseres Messestandes.
00:16:42Wie finden Sie das?
00:16:43Wer ist denn das hier?
00:16:44Das ist der Scherbe.
00:16:45Aha.
00:16:46Dann erzählen Sie uns mal,
00:16:47was Sie über die Ereignisse in dieser Nacht wissen.
00:16:48Schätzen Sie sich doch.
00:16:49Ja, danke.
00:16:50Na, so los.
00:16:51Ja, Gott wissen Sie, das ist natürlich...
00:16:52Stichwortartig.
00:16:53Präzise.
00:16:54Bitte.
00:16:55Also, ich erwachte gegen 12 Uhr,
00:16:57als Frau Grimm in der Diele schrie.
00:16:58Was hat das hier an?
00:17:00Na gut, ich hatte so ein graues Kleid
00:17:02und eine Wolljacke und Schürze.
00:17:04Ja, weiter, weiter, weiter.
00:17:05Ja, ich war der Erste, der unten war.
00:17:08Dann kam Frau Wiedermann, Arthur Fiebig und...
00:17:12Ja, Herr Schöbel, der...
00:17:14der kam etwas später.
00:17:15Warum kam Herr Schöbel später?
00:17:17Tja.
00:17:18Er sagte, dass er den Heimleiter verständigen wollte.
00:17:21Aber der war nicht da.
00:17:22Hm.
00:17:23Hm.
00:17:24Verstehe.
00:17:26Na und Sie?
00:17:29Sie haben dann den Speiseraum betreten, um sich vom Tatbestand zu überzeugen, nicht wahr?
00:17:33Jawohl.
00:17:34Ja.
00:17:36Ja.
00:17:36Was ist es?
00:17:37Wiederholen Sie das bitte.
00:17:39Na ja, also ich bin in den Rahmen hineingetreten und...
00:17:41Nein, wiederholen Sie es.
00:17:43Also kommen Sie noch einmal zur Tür rein und tun Sie genau das selber...
00:17:45Ach so, ja.
00:17:46Ja, ich verstehe.
00:17:58Ich habe...
00:17:59Ich habe Licht machen wollen.
00:18:02Dann habe ich gerufen Frau Grimm, wo ist denn der Lichtschalter?
00:18:05Und...
00:18:05Da hat Frau Grimm geantwortet rechts.
00:18:09Und dann...
00:18:11...habe ich das Licht angeknipst.
00:18:12Weiter.
00:18:14Ja, und dann bin ich einen Schritt in den Raum...
00:18:17...hineingetreten.
00:18:18Und dann?
00:18:23Dann sah ich den Toten.
00:18:26Was sahen Sie?
00:18:28Ja, den Toten natürlich.
00:18:31So.
00:18:33Und sonst haben Sie nichts gesehen?
00:18:35Nein, nicht.
00:18:36Ich habe hier den Raum sofort verlassen.
00:18:39Sie haben nicht bemerkt, dass dieses Bild schiefing.
00:18:41Das was?
00:18:42Schiefing?
00:18:44Entschuldigung, aber ich verstehe nicht, was...
00:18:48Das war alles.
00:18:49Sie können Ihr Zimmer aufsuchen.
00:18:51Äh, danke.
00:18:52Ich verstehe jetzt zwar immer noch nicht, was das...
00:18:53Ja, aber Nacht.
00:18:57Gute Nacht.
00:19:04Genose Major, der Junge überhaupt nicht hat, eine Aussage zu machen.
00:19:06Ja, wenn es wirklich etwas Wichtiges ist, rein mit ihm.
00:19:09Tag, Genose Major.
00:19:10Fifi ist mein Name.
00:19:10Atze Fifi, behalten Sie Platz.
00:19:11Ich bin Lehrling beim Metro, wissen Sie?
00:19:13Nächstes Jahr habe ich ausgeärmt.
00:19:15Na, haben Sie schon was raus?
00:19:17Oder kann ich ein bisschen helfen?
00:19:19Was verschafft uns denn die Ehre, junger Mann?
00:19:21Darf ich Sie mal, ja?
00:19:22Nein, zum Donnerwetter, das darfst du nicht.
00:19:24Schade, man möchte so eine Schauerkammer haben.
00:19:25Gucken Sie mal, das ist ein extra...
00:19:26Direkt vom Betrieb als Prämie, wa?
00:19:28Oh, Entschuldigen Sie.
00:19:30Das ist ganz aus Versehen passiert, wa?
00:19:31Zum Donnerwetter nur aber raus mit dem Bengel.
00:19:33Na, warte, ich hab doch wirklich was zu sagen, was Wichtiges.
00:19:35Dann aber raus mit der Sprache.
00:19:37Ja.
00:19:38Ha, wissen Sie, das ist ja nur, Sie werden glauben, ich spinne, wa?
00:19:41Das ist schon los.
00:19:42Also der Wiedemann hat doch ein Geist gesehen, wie er nach Hause gekommen ist vorhin.
00:19:45Na, auf dem See ist das gelaufen, das Gespenst und ein weißes Hemdnatz angehabt.
00:19:48Und Frau Wiedemann hat ihr an Emil verboten, das an ich soll darüber reden.
00:19:50Na, wie ich das gehört habe, ich gedacht, hier ist immerhin...
00:19:52Stopp, stopp, stopp.
00:19:53Nur mal langsam.
00:19:54Also.
00:19:55Herr Wiedemann hat ein Gespenst gesehen, als er aus dem Wirtshaus gekommen ist.
00:19:59Mhm.
00:19:59War wohl schon ganz schön angegangen, ne?
00:20:02Sehen Sie, Sie glauben mir nicht.
00:20:04Wer glaubt denn an Gespenster?
00:20:05Na, die fischen alle hier.
00:20:06Jedenfalls ist das gut, wenn man alles sagt, was man weiß.
00:20:08Du hast es schon richtig gemacht, mein Junge.
00:20:10Schönen Dank.
00:20:10Naja, nisch zu danken.
00:20:11So, nun, verschwinde mal langsam.
00:20:12Na, warte, ich wollte doch hier was aufdecken.
00:20:14Moment, ja.
00:20:15Jöns, wenn ich Ihnen noch einen guten Tipp geben darf,
00:20:17Verbrecher kehren immer einen Tater zurück.
00:20:19Ich eine Näherstelle werde mich auf der Lauer lehnen und aufpassen.
00:20:21Ja, du aber raus.
00:20:23Das ist vielleicht ne Marke.
00:20:25Ich glaube, Sie waren als Junge genauso, oder?
00:20:27Ja, genau, das können Sie glauben.
00:20:28Bloß die Zeit war ne andere.
00:20:30Damals hat so ein Fotoapparat auf dem schwarzen Markt noch ein Vermögen.
00:20:33Ja, warum ist denn schon wieder los?
00:20:35Also, so etwas, was macht, dass du hereinkommst?
00:20:37Einen Wirtshaushocker hab ich zum Mann.
00:20:40Was, was, was?
00:20:41Ja, ja, betrunken.
00:20:42Na, da sehen Sie's doch.
00:20:43Völlig betrunken ist er.
00:20:45Nein, also, so einen Mann.
00:20:46Schämen solltest du dich vor den Herrschaften.
00:20:48Ich höre immer Herrschaften.
00:20:50Lassen Sie mal, meiner ist ohne je besser.
00:20:52Wenn der ein paar gekippt hat, dann sieht er auch gleiche Spenster.
00:20:55Sehen Sie mal, wie schön der pennt.
00:20:57Sieht der nicht aus wie ein Unschuldsengel?
00:20:59Wer schläft, der sündigt nicht.
00:21:01Ja, aber das Arsch schläft so wenig.
00:21:03Au, knutsch mir doch nicht immer, Edwig.
00:21:05Los, los, los, los.
00:21:06Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
00:21:06Ich geh' ja gleich, ich wollte ja da sagen, ich weiß ja nicht, was hier los ist.
00:21:09Komm schon, komm schon.
00:21:09Jetzt erzählen Sie Ihrem Mann lieber erst mal, was hier eigentlich los ist.
00:21:12Ja, eben, ich weiß ja ja nicht, was hier vorgefallen ist.
00:21:15Das ist Zeit, du gehst jetzt hinunter in die Küche und schneidest die Mohrüben für morgen.
00:21:19Geschabt hab ich dich stolz.
00:21:21Ruhe.
00:21:21Ich will rasch den Herrn den Tee servieren.
00:21:25Ja, Moment mal.
00:21:27Sie haben ja gar keinen Tee bei sich.
00:21:28Und das Tablett steht im Speisenaufzug.
00:21:30Wenn Sie mich nicht da reinlassen, dann wird der Tee kalt.
00:21:32Immer rein in die gute Zube.
00:21:36Guten Abend.
00:21:37Guten Abend.
00:21:44Na, Frau Grimm, haben Sie sich von Ihrem Schrecken erholt?
00:21:47Ja, gewiss.
00:21:49Moment.
00:21:52Ja, bitte?
00:21:53Sagen Sie, Frau Grimm, wie viele Gäste beherbergen Sie eigentlich zur Zeit in der Villa Sonnenschein?
00:21:58Im Augenblick nur sechs.
00:22:00Das Ehepaar Wiedemann, dann Frau den Buchholz, dann Herrn Fiebig, den Lehrling,
00:22:06Herr Netzker, ja, und dann Herr Schöbel.
00:22:10Was halten Sie von Herrn Schöbel?
00:22:12Es kommt mir nicht zu, über Gäste zu urteilen.
00:22:15Auch nicht, um der Polizei weiter zu helfen?
00:22:17Nun, ich weiß nur, dass er Kraftfahrer ist und dass er Tag und Nacht fischt.
00:22:21Haben Sie voll ein Buchholz weggehen sehen?
00:22:23Ja.
00:22:24Nach dem Abendessen, da fuhr sie im Kahn weg.
00:22:27Sagte sie, wohin sie wollte?
00:22:29Nein.
00:22:29Was für ein Kleid trug sie?
00:22:32Ein rosa Kleid und eine gestreifte Strickjacke.
00:22:37Sie sind offensichtlich eine korrekte und ordnungsliebende Frau und haben ein präzises Beobachtungsvermögen.
00:22:42Danke.
00:22:42Was ist denn mit dem Bild los?
00:22:45Das Bild?
00:22:47Das hängt doch schief.
00:22:49Ach, das Bild.
00:22:51Es hängt schief, ja, ja, ja.
00:22:53Ganz richtig.
00:22:56Das muss dann wohl, das muss dann wohl zusammenhängen mit der ganzen Sache.
00:23:01Das muss er dann wohl gestohlen haben.
00:23:04Wer muss was gestohlen haben?
00:23:06Herr Müller.
00:23:08Was soll denn Herr Müller gestohlen haben?
00:23:10Na, das Bild hier.
00:23:12Hören Sie mal, wollen Sie mich zum Narren halten?
00:23:13Das Bild hängt doch an der Wand.
00:23:15Ja, ja, das schon.
00:23:17Ein Bild hängt hier.
00:23:19Aber vielleicht, vielleicht ist es nicht das Richtige.
00:23:24Ich verstehe kein Wort.
00:23:26Herr Müller hat sich vor kurzem das Gemälde von Herrn Wendler kopieren lassen.
00:23:35Haben Sie beobachtet, dass Müller das Bild gegen die Kopie ausgetauscht hat?
00:23:38Nein.
00:23:39Das gerade nicht.
00:23:42Aber...
00:23:43Heute Nacht...
00:23:44Ja?
00:23:45Ja, wenn ich das vielleicht der Reihe nach erzählen dürfte...
00:23:48Natürlich, erzählen Sie ganz in Ruhe.
00:23:50Setzen Sie sich.
00:23:51Bitte.
00:23:53Nein, nein, das geht doch nicht.
00:23:54Also bitte setzen Sie sich.
00:24:10Ja, also das war nämlich so.
00:24:15Herr Wendler hatte auf Wunsch von Herrn Müller das Bild kopiert.
00:24:19Keiner durfte ihn stören.
00:24:22Endlich war er fertig und Herr Müller, der wollte das Bild gleich da behalten.
00:24:26Aber Herr Wendler meinte, die Farben müssten erst trocknen und nahm das Bild mit.
00:24:32Dann kam Herr Wendler ein paar Tage, nicht erst heute Nacht.
00:24:39Ja, ich habe einen sehr leichten Schlaf. Es klopfte er an der Haustür.
00:24:42Sie haben ihn kommen sehen?
00:24:43Ja.
00:24:44Es muss kurz vor zwölf gewesen sein.
00:24:47Ich habe nicht sehr fest geschlafen, da ich meinen Mann erwartete.
00:24:50Der war noch drüben im Dorf.
00:24:51Mitten in der Nacht?
00:24:54Ja, er war im Wirtshaus.
00:24:56Aber sonst, sonst ist er sehr solide.
00:24:58Schon gut.
00:24:59Weiter?
00:25:00Es klopfte, also wahrscheinlich bin ich davon aufgewacht.
00:25:04Es klopfte mehrere Male.
00:25:07Als ich sah, dass das Bett neben mir noch leer war, da dachte ich, es sei mein Mann, der da
00:25:11klopfte.
00:25:12Ich bin also aufgestanden, habe mir den Schlafrock übergezogen und bin durch die Küche gegangen und die Treppe vom Souterrain
00:25:17hinauf gestiegen.
00:25:19Denn unser Zimmer, das liegt ja unten, im Kellergeschoss, neben der Küche.
00:25:27Die Tür zur Diele, die stand einen kleinen Spalt auf.
00:25:31Und da sah ich, dass Herr Müller die Haustür bereits geöffnet hatte.
00:25:36Es war auch nicht mein Mann, der eintrat, sondern Herr Wendler.
00:25:42Er trug das Bild unter dem Arm, das er kopiert hat.
00:25:47Herr Müller, der blickte sich vorsichtig um, ich wollte nichts stören und zog mich deshalb wieder nach unten zurück.
00:25:55Während die beiden Herren den Speiseraum betraten, niemand hatte mich bemerkt.
00:26:00Als ich die Küche durchqueren wollte, da hörte ich, aus dem offenen Schacht des Speisenaufzugs, heftige Stimmen.
00:26:10Der Streit wurde immer lauter und plötzlich, da schrie jemand auf.
00:26:17Es muss Herr Wendler gewesen sein.
00:26:19Und gleich darauf, da hörte ich einen dumpfen Fall.
00:26:25Ich lief so schnell, ich konnte wieder nach oben, aber ich war noch nicht oben.
00:26:31Da hörte ich die Haustür zuschlagen.
00:26:34Gleich darauf, als ich die Diele betreten hatte, da hörte ich gerade einen Wagen abfahren.
00:26:44Die Tür zum Speisenraum stand offen und drinnen auf der Erde lag Herr Wendler in seinem Blut.
00:27:01Es war grauenhaft.
00:27:06Ich verlor die Nerven, ich schrie um Hilfe.
00:27:14Da trinken Sie, zur Stärkung.
00:27:17Nein, nein, danke.
00:27:19Doch nicht am Herrschaftstisch.
00:27:22Liebe Frau, haben Sie denn die letzten Jahre verschlafen?
00:27:25Darf ich nun wieder gehen?
00:27:27Bitte.
00:27:34Darf ich noch?
00:27:35Bitte.
00:27:36Ich möchte nur sagen, mein Mann,
00:27:39Ja, er ist jetzt wieder zurück, er sitzt unten in der Küche.
00:27:43Mein Mann ist ein guter Mensch, wirklich ein guter Mensch.
00:27:47Arbeitssam und gottesfürchtig.
00:27:50Nur, er ist jetzt manchmal ein bisschen verwirrt.
00:27:56Verwirrt?
00:27:57Ja, ja.
00:27:58Sein Kopf, der fasst nicht mehr alles.
00:28:02Und nun heute besonders, er hat doch im Wirtshaus gesessen.
00:28:04Schon gut, Frau Grimm.
00:28:05Ich kenne ja Ihren Mann.
00:28:07Danke.
00:28:09Danke sehr.
00:28:18Was man doch aus einem Menschen alles machen kann.
00:28:20Tja.
00:28:20Dass man denn mit einem solchen Kopf nochmal Ordnung schafft.
00:28:23Man braucht Geduld.
00:28:25Viel Geduld.
00:28:27Da hinfalls sind wir jetzt schon erheblich klarer.
00:28:29Darf ich zusammenfassen?
00:28:30Oh, bitte.
00:28:33Die Sache scheint sich folgendermaßen abgespielt zu haben.
00:28:38Der Heimleiter Müller ließ sich ein Gemälde kopieren,
00:28:42das aus dem Besitz des Kunsthändlers Greiner stammte.
00:28:45Greiner?
00:28:46Wer ist denn das denn schon wieder?
00:28:48Greiner ist der ehemalige Besitzer dieser Villa hier.
00:28:50Ein Kunsthändler.
00:28:51Bis dem vorigen Jahr nach dem Westen abgerückt.
00:28:53Der Mann hatte sich Kunstgegenstände als Staatsbesitz angeeignet,
00:28:55sie nach dem Westen verschoben.
00:28:57Na, mal weiter näher Theorie.
00:28:59Warum ließ Müller das Bild kopieren?
00:29:00Wahrscheinlich, weil er den hohen Wert des Gemäldes erkannte.
00:29:04Der Maler hätte aber den Tausch bemerkt.
00:29:06Richtig.
00:29:07Darum zog Müller den Maler ins Vertrauen und bot ihm Anteil am Geschäft.
00:29:11Und warum kam es zum Streit?
00:29:13Wahrscheinlich wegen des Anteils.
00:29:15Und im Verlauf der Auseinandersetzung schlug Müller den Maler nieder und floh.
00:29:21Und das verschwindende Buchholz.
00:29:23Wie wollen Sie das erklären?
00:29:24Das habe ich ja vorhin schon gesagt.
00:29:25Das wird sich harmlos aufklären.
00:29:29Hoffentlich haben Sie recht.
00:29:31Was Sie da entwickelt haben, das klingt alles sehr logisch.
00:29:39Nach Ihrer Meinung müsste dieses Bild also eine Kopie sein, die erst vor ein paar Tagen angefertigt wurde.
00:29:46Verstehen Sie was davon?
00:29:47Nein.
00:29:49Ist ein impressionistisches Bild.
00:29:52So viel sehe ich immerhin.
00:29:55Aber ob es eine Kopie ist...
00:29:59Ich werde Dr. Sorge anrufen.
00:30:01Er muss her.
00:30:01In der Nacht um zwei?
00:30:04Wo ist denn das Telefon?
00:30:06Bitte hier, Herr Major.
00:30:07Danke.
00:30:08Wir müssen los.
00:30:11Amt?
00:30:12Ja, ich hätte gern Schwerin, den Kunsthistoriker Dr. Ewald Sorge in der Luisenstraße.
00:30:17Bitte?
00:30:19Sorge!
00:30:23Nein, die Nummer weiß ich leider nicht.
00:30:25Ich sage, die Nummer weiß ich leider nicht.
00:30:27Zum Teil, wir hören uns auf zu pfeifen.
00:30:29Nein, Sie nicht, Fräulein.
00:30:31Luisenstraße, ja.
00:30:33Gut, ich warte.
00:30:35Ich kann das nicht mehr bei mir behalten.
00:30:40Herr Major, das muss raus.
00:30:42Wenn Ihnen schlecht ist, dann müssen Sie vor der Tür gehen.
00:30:44Nicht, Herr Major, so doch nicht.
00:30:48Ich meine, das drückt mir das Herz ab.
00:30:51Ich muss alles erzählen.
00:30:521344.
00:30:53Ja, danke, ich habe Türschmeier.
00:30:55Richtig, Herr Major, schreiben Sie mal alles auf, was ich Ihnen zu sagen habe.
00:30:59Ihre Gespenstergeschichten interessieren mich überhaupt nicht.
00:31:01Haben Sie schon davon gehört?
00:31:03Zum Donnerwetter, Sie sehen doch, dass ich telefoniere.
00:31:07Kommen Sie zu mir rein, Herr Wiedemann.
00:31:09Hier können Sie Ihr Herz erleichtern.
00:31:10Zu Ihnen?
00:31:11Ja, ist auch recht.
00:31:14Nee, nee, nee, Tilliken.
00:31:15Du bleib mal hübsch streusen.
00:31:17Du machst mir sonst ganz kaum Fuß.
00:31:26Nun passen Sie mal ganz hier nur auf.
00:31:29Was sind Sie denn von Beruf, Herr Wiedemann?
00:31:34Transportarbeiter.
00:31:36Ja, ich arbeite in die Expedition.
00:31:38Und ab und zu nehmen Sie meinen Kleinen aus der Pulle.
00:31:40Ja, das muss ja wohl mal sein.
00:31:43Jetzt haben Sie aber auch einen Kleinen gezischt.
00:31:45Ja.
00:31:46Hark, ich gebe ganz ehrlich zu.
00:31:49Also, wie Sie denken, ist es nicht, Herr Mucks.
00:31:54Ich war ein bisschen an die Jahren.
00:31:56Was ich sehe, das sehe ich und das Gespenster Hark gesehen.
00:32:00Genau wie den Wirt und den Hinrich.
00:32:04Und den Müller, können Sie mal glauben.
00:32:08Müller? Welcher Müller?
00:32:10Müller, wo hier unser Heimleiter ist.
00:32:14Wo sind Sie ihm begegnet?
00:32:16In einer Tankstelle in Zechlin.
00:32:19Überlegen Sie mal ganz genau.
00:32:21Mache.
00:32:22Haben Sie etwas in Müllers Wagen liegen sehen?
00:32:27Hätten wir ja fast die direkt drauf gesetzt.
00:32:30Auf was?
00:32:30Auf das Bild.
00:32:31Welches Bild?
00:32:32Auf das Bild.
00:32:38Nun ist es ja wieder da.
00:32:41Doktor Sorge ist unterwegs.
00:32:43Ich habe ihm Wagen geschickt.
00:32:45Das ist richtig.
00:32:46Nicht mehr nötig.
00:32:47Wir haben den Beweis.
00:32:49Herr Wiedemann hat das Bild im Müllers Wagen liegen sehen.
00:32:52Donnerwetter.
00:32:52Ich habe es ja gleich gesagt.
00:32:53Wir sind auf dem richtigen Dampfer.
00:32:56Und die Gespenster, da wollen Sie ja nicht von Herrn.
00:33:00Jetzt gehen Sie aber lieber schlafen.
00:33:02Die anderen können auch schlafen.
00:33:04Was denn?
00:33:05Mathilde soll ja nicht verheert werden?
00:33:07Nein.
00:33:09Kollege Koch.
00:33:10Das wird ich Ihnen nie verzeihen.
00:33:13Na legen Sie mal ein gutes Wort für uns bei ihr ein.
00:33:15Mach ich.
00:33:15Und dann schlafen Sie gut.
00:33:16Ja, Sie auch.
00:33:17Danke, Chef.
00:33:20Na los, Abmattelken in der Heier.
00:33:23Ja.
00:33:23Ja.
00:33:26Ja.
00:33:36Ja, aber wohl hätte der Hübel auf Doktor Sorge warten müssen.
00:33:45Schön.
00:33:47Wirklich schön.
00:33:49Je länger ich es mir ansehe, umso besser gefällt es mir.
00:33:52Ich dachte, Sie interessieren sich nur für Fußball.
00:33:55Man interessiert sich immer für das, wovon man am meisten versteht.
00:34:05Die Fahndung nach Müller scheint keinen Erfolg zu haben.
00:34:08Und wenn der Bursche direkt nach Westberlin durchgefahren ist, dann hatte die Kontrolle jetzt schon passiert.
00:34:12Ich werde...
00:34:16Ich werde alle geeigneten Maßnahmen ergreifen, die Sie veranlassen könnten, hierher zu sehen.
00:34:20Denn wer nicht hier her sieht, der sieht die wichtigsten Dinge nicht.
00:34:34Nun sitzen wir beide hier ganz gemütlich am Kamin und haben gar keine Lust aufzustehen.
00:34:42Nun...
00:34:44Frau Verkrem.
00:34:46Was machen Sie denn hier?
00:34:48Sie hat es nicht getan.
00:34:49Was spionieren Sie hier herum?
00:34:51Sie... Sie hat es nicht getan.
00:34:54Wirklich nicht.
00:34:55Sie weiß auch nichts von dem Mädchen.
00:34:57Sie ist keine Mörderin.
00:34:59Hedwig ist so eine gute Frau.
00:35:01Sie befürchten, dass Sie Ihre Frau des Mordes verdächtigen?
00:35:03Sie ist es nicht.
00:35:05Na nun beruhige dich mal, Opa.
00:35:06Das hat kein Mensch geglaubt.
00:35:07Nicht?
00:35:08Achtet, sagen Sie bloß so.
00:35:10Ne, ne.
00:35:12Aber...
00:35:13Sie haben doch den Kunsthändler Greiner auch gut gekannt.
00:35:16Ja.
00:35:18Auf meine Knie habe ich ihn geschaukelt, den jungen Herren.
00:35:21Er ist mir immer kreuz und quer mit dem Dreirad über die Beete gefahren.
00:35:26Und dann hat er mir eine Marke geschenkt, wenn ich alles wieder in Ordnung gebracht habe.
00:35:31Tja.
00:35:31Den Arsch hätten Sie ihm vollhauen sollen.
00:35:33Ja.
00:35:34Und wie er dann erwachsen war...
00:35:35Moment mal.
00:35:36Beantwortet Sie uns bitte mal eine Frage.
00:35:38War Ihr junger Herr bekannt mit Herrn Müller?
00:35:41Ja.
00:35:42Ja.
00:35:44Gekannt haben Sie sich schon.
00:35:47Aber...
00:35:48verkehrt hat der junge Herr mit Müller nie.
00:35:50Dazu war er ihm gar nicht gut genug.
00:35:52Ja.
00:35:53Ja.
00:35:54Herein.
00:35:56Herr Doktor Sorge.
00:35:58Herein mit ihm, herein.
00:35:59Ich brauch Sie nicht mehr. Schönen Dank.
00:36:00Bitte.
00:36:03Da bin ich, lieber Freund.
00:36:04Ja.
00:36:08Na?
00:36:08Womit kann ich helfen?
00:36:09Entschuldigen Sie bitte, dass wir Sie so spät noch...
00:36:11Aber ich bitte Sie, das macht doch nichts.
00:36:13Sorge.
00:36:14Sorge.
00:36:15Köpke.
00:36:15Ja, wo, wo...
00:36:18Wo brennt sie?
00:36:19Wir hätten gerne eine Bestätigung von Ihnen, dass dieses Bild hier eine frische Kopie ist.
00:36:22Eine frische Kopie?
00:36:23Na, wollen wir mal sehen.
00:36:25Schalten Sie das Licht ein.
00:36:32Was wollen Sie?
00:36:33Darf ich dem Herrn Doktor einen Tee servieren?
00:36:35Ja, ja.
00:36:35Bitte, bitte, bitte, bitte.
00:36:45Nein.
00:36:51Nun, Doktor.
00:36:52Ist die Kopie frisch?
00:36:53Kopie?
00:36:54Kopie?
00:36:55Sieh!
00:36:55Wenn das eine Kopie ist, dann...
00:36:56dann bin ich ein Flaschenkind.
00:36:58Also keine Kopie?
00:36:59Aber nicht doch!
00:37:00Ein echter Korinth!
00:37:03Verdammt!
00:37:05Nun ist unsere schöne Theorie zum Teufel.
00:37:06Ach, was Theorie, Theorie!
00:37:08Pfeifen Sie auf Ihre Theorie!
00:37:09Sie haben eine herrliche Entdeckung gemacht.
00:37:12Das wertvollste Gemälde unseres Museums haben Sie wiedergefunden.
00:37:16Seit 45 suchen wir danach.
00:37:18Es ist ein Geschenk des Himmels.
00:37:21Sagen Sie lieber ein Geschenk des Zufalls.
00:37:22Ich verstehe das nicht.
00:37:24Es gibt eine Möglichkeit.
00:37:26Müller muss die Kopie mit dem Original verwechselt haben.
00:37:29Sie meinen, er hat in der Eile der Flucht das falsche Bild hiergriffen?
00:37:32Ja, nur so kann es gewesen sein.
00:37:34Wahrscheinlich standen beide Gemälde dicht nebeneinander, als Müller den Maler niederschlug.
00:37:38Pech gehabt, der Junge.
00:37:40Ich verstehe keine Silbe.
00:37:42Ja, wollen Sie mir nicht erklären, liebe Freund?
00:37:43Später, später.
00:37:44Bitte diktieren Sie erst einmal Ihr Gutachten in die Maschine.
00:37:46Gut.
00:37:47Frau Grimm, scheiden Sie doch bitte das Radio an.
00:37:49Sofort, bitte, sofort.
00:37:51Minister Major, eben kommt eine Meldung aus Zechlin.
00:37:54Ein Fischer hat beim alten Friedhof ein leeres Boot gefunden, das auf dem Wasser trieb.
00:37:58Darin lag eine gestreifte Damenstrickjacke.
00:38:00Eine gestreifte Jacke?
00:38:01Sabine Buchholz.
00:38:03Ich fahre sofort nach Zechlin.
00:38:04Lieber Doktor, ich darf mich von Ihnen verabschieden, es war Sinn, dass wir...
00:38:06Ach was, kein Wort weiter.
00:38:07Fahren Sie ab.
00:38:12Ich bin gleich wieder da.
00:38:13Bereiten Sie zwischen die Protokolle vor.
00:38:16Frau Grimm, bringen Sie uns bitte den Tee ins Büro vom Heimleiter.
00:38:19Da ist doch sicher eine Schreibmaschine.
00:38:20Ja, ja, natürlich, natürlich.
00:38:21Bitte.
00:38:22Kommen Sie, Doktor.
00:38:23Ja.
00:38:36Na nun, der Bengel ist noch nicht im Bett.
00:38:39Hey, aufstehen!
00:38:40Zieh auf mich, Mann!
00:38:41Das ist der Mörder!
00:38:41Was rückst du dich denn hier rum?
00:38:43Na, ich dachte, ich kann nicht mehr helfen, während der Mörder kommt, bin ich gleich da.
00:38:46Kratz die Kurve!
00:38:47Los!
00:38:47Ab ins Bett!
00:38:48Mann, wo bleibt denn da die Mitarbeiterbevölkerung?
00:38:50Los, los, los!
00:38:51Mein Weg krieg auch alleine.
00:38:52Gut.
00:38:53Aber dann lass den Unfug und geh schlafen.
00:39:00Denkste!
00:39:25Halt!
00:39:26Ha!
00:39:27Mensch!
00:39:27Wat machst du denn hier?
00:39:29Ich will Mörder fassen, Mann!
00:39:30Die Polent ist ja nicht auf Zack!
00:39:31Ohne mir könnte ich auch nichts ausrichten, oder?
00:39:33So, so!
00:39:34Den Mörder willst du dir greifen.
00:39:38Na, da fasst du nur auf, dass der dir nicht greift.
00:39:40Dazu kommt er ja nicht.
00:39:42Wieso denn nicht?
00:39:44Bis du merkst, wer das ist, da hat er dich schon lange kalt gemacht.
00:39:48So'n Mörder erkennt man doch gleich.
00:39:51Ich lehme jetzt auf der Terrasse auf Lauer.
00:39:53Warum denn auf der Terrasse?
00:39:55Na, weil er so'n Mörder, mein Tater zurückkommt.
00:39:57Ich brauche um los zu knipsen und schon ist alles klar.
00:40:00Na, dann mach's mal gut.
00:40:06Wo rennen Sie überhaupt hin?
00:40:09Wieder nach oben.
00:40:12Pass das auf!
00:40:13Moin früh ist mein Bild in die Zeitung.
00:40:42Die Mitternachtsakademie
00:40:43Verehrte Hörer, im Rahmen unserer Sendereihe Die Mitternachtsakademie
00:40:47hörten Sie einen Vortrag von Professor Thor Riegel
00:40:50über das Thema Psychologie der Gewohnheitsverbrecher.
00:40:54Wir melden uns nach kurzer Pause wieder.
00:41:01So, wenn man nicht mehr an, ich werde hier.
00:41:03Wo na?
00:41:22Wo die Leute sein, ich war nicht damit.
00:41:23Lure doch nicht.
00:41:24Wissen Sie theatre.
00:41:25Wo die Leute sein, man?
00:41:25Hier bist du Häurt und sein.
00:41:25Wo die Leute sie das sind?
00:41:25Wo die Leute?
00:41:25Wo die Leute sein.
00:41:26Wo die Leute sein, wo die Leute sein.
00:41:50Das war's für heute.
00:42:08Mann, Atze, bleib wach. Und träum nicht.
00:42:11Nee, nee. Ich hab nicht geträumt, Herr Polizeipräsident.
00:42:16Und hat gesperrt, also noch, weil er Arm zu trägen.
00:42:20Ich verstehe kein Wort.
00:42:21Ach, was nach Hochdeutsch, du Klaus.
00:42:23Er hat noch was unter den Arm getragen, sagst du nicht.
00:42:26Ja, aber was er unter den Arm getragen hat, das konnte ich ja nicht unterscheiden.
00:42:32Und dann ist er direkt im Mank auf das Erbegriffnis von den Renzus auf Lust.
00:42:36Ja, den Renzus, den hat hier ja mal alles ringsrum zugehört, nicht?
00:42:40Ja, weiter. Stichwortartig, präzise.
00:42:44Ja, ich bin da drin zu Kudel Griebsch und hab ihm vertellt,
00:42:47da hat gar nicht die Witte Johannes den auspögt,
00:42:50sondern ein Vorfahr von dem Herrn Baron.
00:42:53Ja, man will ja wissen, mit wem er das zu tun hat, nicht?
00:42:56Ob mit dem Old Baron oder mit dem Witten Johann.
00:42:59Aber das konnten wir ja nicht klarkriegen.
00:43:02Eingespernts war weit und breit nicht mehr zu sehen.
00:43:04Bloß ein Olle-Kahn, der da auf dem Wasser rumgeschwommen ist.
00:43:07Als ich den Kaul ans Land gezogen hab, ist da eine gestreifte Jacke hingelegen.
00:43:12Die kann dem Witten Johann sein eigentlich gewesen sein und den Herrn Baron sein auch nicht.
00:43:17Sind Sie in der Gruft gewesen?
00:43:19Nee, Gott soll uns beworben.
00:43:22Da ist schon seit vielen Jahren kein Mensch nicht bei gewesen.
00:43:26Das Spuch da.
00:43:28Ach nee.
00:43:30Na, dann führen Sie mich mal hin.
00:43:31Das Gespenst will ich mir mal näher ansehen.
00:43:37Das ist doch widow, seinem Haus.
00:43:56Ifest, Herr Schiff.
00:44:01Jetzt wissen Sie welche.
00:44:05Im Heren sei ihnen zurück.
00:44:10Was ist denn hier los?
00:44:12Mann, noch eine Leiche.
00:44:16Nicht, Arzt.
00:44:17Ja.
00:44:19Sind Sie verletzt?
00:44:22Nein.
00:44:23Ich glaube nicht.
00:44:25Kommt zu.
00:44:34Ein, ein fremder Mann, ein Schatten, ein Mann geht hier um.
00:44:40Was?
00:44:42Ja, er hat mich an der Schulter gepackt.
00:44:46Nun mal eins nach der Mandat.
00:44:47Was wollten Sie hier im Essraum?
00:44:50Ich, ich habe vergessen, das Radio auszuschalten.
00:44:54Und deshalb bin ich noch einmal hereingekommen.
00:44:57Also schalten wir das Radio aus.
00:44:59Wird gemacht.
00:45:00Weiter.
00:45:02Als ich mitten im Zimmer war, da kam der Schatten auf mich zu.
00:45:07Er packte mich.
00:45:09Erst konnte ich gar nicht schreien vor Schreck.
00:45:13Aber dann habe ich den Kerl zurückgestoßen.
00:45:16Und dann, dann hat es geblitzt.
00:45:18Der Blitz war Ecke.
00:45:19Du lause Lümmel.
00:45:20Das nehmen Sie mal zurück, Herr Leutnant.
00:45:22Und dann, ich habe ja Wache geschoben, wir zeigen Mörder, schwarz auf weiß auf der Platte.
00:45:24Ich habe ihn hier blitzt.
00:45:25Donnerwetter, zeig mir das.
00:45:26Nein, nein, nein, nein.
00:45:27Erst muss ich ihn entwickeln.
00:45:28Und dann können Sie kicken.
00:45:30Wenn Sie bitte sagen.
00:45:33Was ist denn nun schon wieder los?
00:45:34Das ist der Mörder aus hier.
00:45:35Hier, Mann.
00:45:37Klatschkopf.
00:45:38Das Wien muss ich da erst entwickeln.
00:45:39Aber da hat doch wieder jemand geschrien.
00:45:41Draußen bleiben.
00:45:43Aha.
00:45:45Niemand ist auch niemand.
00:45:49Von der Diele her bin ich gekommen.
00:45:52Durch die Flurtür kann er also nicht entkommen sein.
00:45:55Und der Kamin?
00:45:56Das ist eine Attrappe.
00:45:57Die Fenster sind verschlossen.
00:46:00Und auf der Terrasse war er zerfiebig.
00:46:02Und der Speisenaufzug?
00:46:04Da passt doch kein Mann hinein.
00:46:06Der ist doch viel zu flach.
00:46:08Richtig.
00:46:10Es gab also keinen Fluchtweg.
00:46:14Sie müssen sich geehrt haben, Frau Grimm.
00:46:16Sie meinen also eine Halluzination?
00:46:21Ihre Nerven sind überreizt.
00:46:22Die Aufregung.
00:46:24Legen Sie sich etwas hin.
00:46:25Das wird Ihnen gut tun.
00:46:26Danke.
00:46:27Danke sehr.
00:46:31Kann man jetzt hereinkommen?
00:46:33Bitte, bitte.
00:46:34Ist etwas mit dem Bild?
00:46:36Nein.
00:46:36Nein, nein.
00:46:38Es ist noch da.
00:46:39Es hängt noch.
00:46:41Also was ist denn eigentlich los?
00:46:43Oder ist nichts los?
00:46:43Weißt du, was passiert?
00:46:44Los ist zwar viel, aber passiert ist nichts.
00:46:49Was stehen Sie noch hier herum?
00:46:51Warum suchen Sie den Dieb nicht?
00:46:53Welchen Dieb?
00:46:54Das Bild ist doch da.
00:46:55Eine plump Befälschung.
00:46:56Bitte.
00:46:58Die Farbe ist noch feucht.
00:47:01Das Bild ist ausgetauscht worden.
00:47:03Aber das ist doch unmöglich, Doktor.
00:47:05Sie müssen sich irren.
00:47:06Ach, machen Sie sich doch nicht lächerlich.
00:47:08Ich werde doch solch ein Machwerk nicht mit dem herrlichen Original verwechseln.
00:47:12Aber die Kopie hat Müller doch in seinem Wagen.
00:47:15Ja, dann ist dieser Müller eben zurückgekehrt.
00:47:17Nee, Müller kommt nicht zurück.
00:47:19Darauf können Sie Gift nehmen.
00:47:21Der Müller ist wieder da.
00:47:25Tableau.
00:47:30Sie sehen wohl, Herr Drostmann.
00:47:32Schon gut, lassen Sie ihn nur.
00:47:33Das ist doch ein Wissenschaftler.
00:47:34Ach so.
00:47:36Sie haben diesen Mann festgenommen?
00:47:37Er war aber nach Westberlin unterwegs.
00:47:39Das wollte ich Ihnen doch gerade sagen, wenn er Sie Leutnant.
00:47:43Das ist ja wohl das tollste Ding, was mir je passiert ist.
00:47:48Geschirrten Sie, mein Name ist Otto K. Müller.
00:47:50Ich bin der Leiter dieses Heimes.
00:47:52Nicht Otto K. Otto. K. Punkt.
00:47:55Ich bin widerrechtlich verhaftet worden.
00:47:57Ich sitze ganz harmlos.
00:47:58Die Vernehmung führe ich.
00:47:59Bitte?
00:47:59Sie antworten, wenn Sie gefragt werden.
00:48:01Was gibt's denn, Doktor?
00:48:03Es war ein Irrtum.
00:48:06Der Mann hat das Bild nicht ausgetauscht.
00:48:08Aber was sagen Sie nun?
00:48:09Glauben Sie mir jetzt?
00:48:13Jetzt bin ich aber geplättet.
00:48:15Wir haben ja beide Bilder hier vor der Nase.
00:48:17Das ist doch der Beweis.
00:48:18Aber nichts ist bewiesen.
00:48:20Kein Mensch wird eine Kopie mit einer Kopie auswechseln.
00:48:22Sie wollen doch nicht etwa behalten.
00:48:23Dass dieses Bild auch eine Fälschung ist, ja.
00:48:26Sind Sie ganz sicher?
00:48:27Ganz sicher.
00:48:28Hören Sie, dieses Gemälde ist doch keine Kopie.
00:48:31Das weiß ich doch ganz genau.
00:48:32Natürlich ist es eine Kopie.
00:48:34Corinns Technik vor seinem ersten Schlaganfall
00:48:36ist für den Fachmann überhaupt nicht kopierbar.
00:48:38Bitte.
00:48:39Man hat mich betrogen.
00:48:41Dieser Wendel ist ein Schuft.
00:48:43Ich werde es ihm heimzahlen.
00:48:44Na?
00:48:46Setzen wir uns erst mal hin.
00:48:49Jawohl.
00:48:50Die anderen verlassen bitte den Raum.
00:48:53Emil.
00:48:54Das nennt man nur so.
00:48:55Ach, was ist die?
00:49:01Zigarette?
00:49:02Oh ja, danke.
00:49:04Sie haben also mit dem Maler Wendler
00:49:06gemeinsame Sache gemacht.
00:49:07Oh nein, nicht.
00:49:07Leugnen Sie nicht.
00:49:08Das erschwert nur Ihre Situation.
00:49:10Ich, ich habe doch nur das Bild kopieren lassen.
00:49:12Warum?
00:49:13Ja, weil, weil es so ein wunderbares Gemälde ist
00:49:15und ich als Kunstliebhaber und geistiger Mensch...
00:49:17Erzählen Sie mir doch keine Märchen.
00:49:19Ich will Ihnen sagen, wie es war.
00:49:21Sie haben das Bild hier im Haus entdeckt
00:49:22und dass Sie nichts von seinem Wert ahnten,
00:49:24es hier im Speiseraum aufhängen lassen.
00:49:26Lassen Sie mich weitererzählen.
00:49:28Wegen der milderen Umstände.
00:49:29Bitte.
00:49:31Ich fand einen alten Museumskatalog
00:49:32und in dem Katalog, da war das Gemälde abgebildet.
00:49:35Oh, auch ein Identitätsbeweis.
00:49:38Und daraufhin ließen Sie sich das Bild von Wendler kopieren,
00:49:41um es unbemerkt auszutauschen
00:49:42und nach West-Berlin verschieben zu können, nicht wahr?
00:49:44Ich würde es so krass nicht formulieren.
00:49:47Kannte Wendler den Verwendungszweck der Kopie?
00:49:49Nicht genau.
00:49:50Offen gesagt, eigentlich gar nicht.
00:49:54Das heißt, ich dachte das.
00:49:56Der Bursche hat ja mehr gewusst, als ich dachte.
00:49:58Betrogen hat er mich.
00:50:00Einfach eine zweite Kopie anzufertigen
00:50:01und das Original für sich zu behalten.
00:50:03Seine Gemeinheit.
00:50:05Ja.
00:50:07Also darum haben Sie Wendler niedergeschlagen.
00:50:11Wie meinen Sie?
00:50:12Sie haben Wendler doch heute Nacht niedergeschlagen.
00:50:14Was haben Sie da gelernt?
00:50:16Was soll ich getan haben?
00:50:18Wollen Sie mir einen Mord in die Schuhe schieben?
00:50:19Ich begehe keine Ohrheiten.
00:50:21Dazu bin ich ein viel zu geistiger Mensch, nicht wahr?
00:50:24Ich habe Wendler seit gestern früh nicht gesehen.
00:50:26Man hat Sie beobachtet,
00:50:27wie Sie Wendler heute Nacht die Haustür aufschlossen.
00:50:29Das ist eine Verleumdung.
00:50:34Führen Sie den Mann ab.
00:50:35Wir setzen die Vernehmung fort,
00:50:36wenn der Genosse Major zurück ist.
00:50:37Ich protestiere aufs Schärfste.
00:50:39Einverstanden.
00:50:39Kommen Sie.
00:50:43Es ist schon fast vier Uhr.
00:50:45Wo ist der Alte bleibt?
00:50:47Wer?
00:50:48Der Genosse Major, meine ich.
00:50:50Ach so.
00:51:09So, nun gehen Sie mal alleine weiter.
00:51:13Hallo, ist ja auf.
00:51:26Ist hier jemand?
00:51:29Ist da jemand?
00:51:30Ja.
00:51:31Sind Sie es voll im Buchholz?
00:51:33Wer sind Sie denn?
00:51:34Polizei.
00:51:35Na endlich.
00:51:37Was machen Sie denn da unten?
00:51:38Schlafen.
00:51:39Sie haben vielleicht Nerven.
00:51:41Stundenlang habe ich mir die Kehle heise geschrien.
00:51:43Dann bin ich endlich eingeschlafen.
00:51:44Hören Sie mal, die Tür ist doch gar nicht verschlossen.
00:51:46Ja, die obere.
00:51:46Aber die untere ist doch zu.
00:51:48Kommen Sie doch mal runter.
00:51:49Warten Sie.
00:52:00Na also.
00:52:02Lass ja mal gleich haben.
00:52:08Na bitte.
00:52:10Haben Sie eine Zigarette?
00:52:12Nee, nur Zigarillos.
00:52:14Na ja, bitte.
00:52:15Bitte.
00:52:15Bitte.
00:52:16Bitte.
00:52:17Bitte.
00:52:20Jetzt sind Sie wohl sozusagen meine Retter, was?
00:52:28Was ist mit Hans?
00:52:29Mit Wendler meine ich.
00:52:30Es ist doch nichts passiert.
00:52:32Wer hat Sie überhaupt hier eingeschlossen?
00:52:34Das Gespenst.
00:52:35Na wenn Sie doch keinen Unsinn.
00:52:36Berichten Sie stichwörter dadurch präzise.
00:52:38Das ist ein Gespenst von ganz besonderer Art.
00:52:41Es muss zu Lebzeiten ein Kunstverächter gewesen sein.
00:52:43Und deshalb ist es jetzt verurteilt, in der Geistesstunde umherzuwandern und Kunstgegenstände
00:52:47zu sammeln.
00:52:48Da, gucken Sie sich das mal an.
00:52:56Donnerwetter.
00:52:59Das wär's also.
00:53:00Schöne Sammlung, was?
00:53:02Vielseitig.
00:53:03Das kann man nicht bestreiten.
00:53:04So, und jetzt sagen Sie mir bitte, was mit Wendler ist.
00:53:06Sie verschweigen mir was.
00:53:08Wendler ist tot.
00:53:09Und ich soll das gewesen sein.
00:53:11Ausgerechnet ich, ich, der sich keiner Fliege ein Bein ausreißen kann.
00:53:14Mach auf, du lausen Junge, du.
00:53:16Das geht nicht, ich arbeite für den Polente.
00:53:19Was ist denn das für ein Blödsinn?
00:53:21Ich habe einen Mörder fotografiert, Mann, und jetzt muss ich ihn erst entwickeln.
00:53:24Ich bin kein Mörder.
00:53:25Ich lasse mir so etwas nicht anhängen.
00:53:27Ich verlange sofort einen Verteidiger.
00:53:29Verdammt noch mal, wie soll man denn arbeiten bei dem Krach?
00:53:32Schaffen Sie den Mann nach oben.
00:53:35Das ist ein verfluchter Blödsinn.
00:53:37Seit einer vollen Stunde blockiert ist der Lausen unge das Bad.
00:53:40Vorgestern aber schon sein Fixier ist, als für meinen Badesatz gehalten, nicht?
00:53:42Ja, ja, das geschah auf meiner Anweisung.
00:53:44Was?
00:53:44Dass er im Bad entwickelt, meine ich.
00:53:45Ich will aber baden.
00:53:47Ich meine, wenn ich schon nicht in Ruhe schlafen kann, dann will ich doch wenigstens baden, nicht?
00:53:50Sagen Sie, Herr Netzka, als Sie den Speiserraum betraten und Wendler liegen sahen,
00:53:54da haben Sie doch von drinnen das Licht angeknipst.
00:53:58Naja, das habe ich Ihnen aber doch schon gestern gesagt, nicht?
00:54:00Ja, richtig, richtig, danke schön.
00:54:02Na, bitte.
00:54:02Bist du fertig?
00:54:04Essig, kein Neues zu sehen nicht, bloß Frau Grimm.
00:54:07Zeig mal her.
00:54:10Na, würden Sie vielleicht jetzt gültigst erlauben, dass ich bade?
00:54:12Ja, ja.
00:54:13Nee, erst muss ich aufräumen.
00:54:15Du, mit dir sollt' ich mal aufräumen.
00:54:22Atze, komm mal her.
00:54:25So ein Mist war?
00:54:27Schau dir das mal an.
00:54:29Vergleiche mal.
00:54:30Na und?
00:54:31Vergleiche mal das Bild mit dem Zimmer.
00:54:33Ist alles unverändert?
00:54:35Moment mal.
00:54:37Oh.
00:54:40Das ist alles, wie es war.
00:54:43Der Juni Worm.
00:54:45Der Musik-Troll.
00:54:48Das Bild.
00:54:50Und der Speiser.
00:54:52Mensch.
00:54:54Jetzt ist die Tür ja zu.
00:54:55Na, endlich.
00:54:56Na, was sagen Sie jetzt?
00:54:57So, da werden wir mal wieder.
00:54:58Atze, verschwinde, wir haben zu tun.
00:55:00Halt mich jetzt ab, die Fotos, eine Rollke, Mann.
00:55:01Wenn nicht, nicht werden die Quillen Kartoffeln.
00:55:03Mann, Sabine, da bist du ja wieder.
00:55:05Ja, ja, es findet sich alles wieder an.
00:55:07Atze, ab.
00:55:07Kommen Sie, setzen Sie sich.
00:55:08Zunächst mal das Wichtigste, ich kenne den Täter.
00:55:12Ich auch.
00:55:13So, warum so besser.
00:55:15Und Sie sind wahrscheinlich voll an Buchholz.
00:55:16Sie haben's erfasst.
00:55:17Ich hab Sie zwischen Särgen aufgegabelt auf dem alten Friedhof.
00:55:20Wie sind Sie denn da hingekommen?
00:55:21Och, das ist eine lange Geschichte.
00:55:23Bitte erzählen Sie.
00:55:23Ja, aber stichwortartig.
00:55:25Präzise.
00:55:26Ja.
00:55:28Ich hatte mich während meines Urlaubs mit Hans Wendler angefreundet.
00:55:31Er besuchte mich hier und ich fuhr auch oft zu ihm hinüber.
00:55:35Eines Tages erzählte mir nun Hans, dass er vom Heimleiter den Auftrag bekommen hätte,
00:55:39das Bild zu kopieren, das hier an der Wand hängt.
00:55:42Bei der Arbeit kam Hans immer mehr der Gedanke, dass es sich vielleicht auch um ein echtes Gemälde
00:55:47handeln könnte.
00:55:48Er beschloss also, das Bild von einem Fachmann überprüfen zu lassen.
00:55:51So weit ist alles bekannt.
00:55:52Was denn?
00:55:53Das Original ist weg?
00:55:55Steht alles im Protokoll.
00:55:58Was, durch den Speiseaufzug?
00:56:01Ich lasse sofort das Haus durchsuchen.
00:56:05Erzählen Sie ruhig weiter vor deinem Buchholz.
00:56:07Ja.
00:56:09Ähm, Hans musste doch hier draußen auf der Terrasse arbeiten, weil Müller das Original
00:56:13doch nicht aus der Hand geben wollte.
00:56:15Und deshalb fertigte er zwei Kopien an.
00:56:18Warum zwei?
00:56:19Ja, um das Original zur Überprüfung in seine Hand zu bekommen.
00:56:22Er verbarg das echte Bild vor Müller und gab eine der beiden Kopien als Original aus.
00:56:28Aha, ich verstehe.
00:56:29Auf diese Weise brachte er es in Sicherheit.
00:56:31Ja.
00:56:32Hans befürchtete doch, dass Müller das Original stehlen wollte.
00:56:36Kein Mensch hätte es bemerkt, wenn der Heimleiter anstatt des Originals eine Kopie in die Wand
00:56:40gehängt hätte.
00:56:41Naja, und deshalb bat Hans mich, darauf zu achten, ob Müller tatsächlich einen Austausch
00:56:46der Bilder versuchte.
00:56:47Wie war denn das möglich?
00:56:48Sie waren als Feriengast doch viel außer Haus.
00:56:51Ja, aber ich hatte Glück.
00:56:53Noch am gleichen Nachmittag konnte ich Müller beobachten.
00:56:56Und das war gestern.
00:56:58Ich lag da draußen im Liegestuhl auf der Terrasse.
00:57:00Müller dachte, ich schliefe und wechselte in aller Ruhe die beiden Bilder aus.
00:57:05So ein Dilettant.
00:57:07Naja, ich fuhr dann gleich zu Wendler hinüber und berichte dem alles.
00:57:10Und dann wurde uns plötzlich klar, in welcher verteufelten Situation wir uns befanden.
00:57:14Wieso?
00:57:14Ja, denken Sie doch, Müller besaß zwei Kopien.
00:57:17Das Original hatte Hans.
00:57:18Wenn der Heimleiter tatsächlich zur Polizei gegangen wäre, Hans wäre als Dieb und Bilderfälscher
00:57:22verhaftet worden.
00:57:23Aber Müller verstand doch gar nichts von Bilder.
00:57:25Konnten wir sicher sein?
00:57:27Wir beschlossen jedenfalls, das Original am gleichen Abend noch an seinen Platz zu hängen.
00:57:30Als wir hier beim Ferienheim ankamen, gab ich Hans meinen Schlüssel und er ging mit dem Bild
00:57:34ins Haus.
00:57:34Und warum gingen Sie nicht mit hinein?
00:57:36Ja, wir wollten doch wieder zurückfahren.
00:57:39Wieso?
00:57:40Ach so, Sie wollten drüben über...
00:57:42Ach so, ja.
00:57:43Fahren Sie bitte fort.
00:57:46Inzwischen war es also sehr spät geworden.
00:57:48Ich wartete vor der Haustür.
00:57:50Lange wartete ich.
00:57:51Und dann wurde ich aber doch sehr unruhig und ich wollte ins Haus gehen.
00:57:56Und da ging plötzlich die Haustür auf und Müller kam heraus.
00:57:59Er trug ein Bild unter dem Arm.
00:58:01Er sah sich nach allen Seiten um und schlich dann zu seinem Wagen, der draußen vor dem Tor
00:58:06parkte.
00:58:07Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
00:58:09Lärmschlagen konnte ich doch nicht.
00:58:10Denn Hans tauschte doch gerade die Bilder aus.
00:58:12Und dann dachte ich, Müller besaß ja auch nur eine der beiden wertlosen Kopien.
00:58:17Also ließ ich ihn abfahren.
00:58:19Als ich dann so am Tor stand und dem Wagen nachblickte, hörte ich plötzlich aus dem
00:58:23Haus einen furchtbaren Schrei.
00:58:25Und kurz darauf rief jemand um Hilfe.
00:58:27Ich glaube, es war Frau Grimm.
00:58:29Ich erschrak schrecklich und rannte auf das Haus zu.
00:58:32Und da sah ich plötzlich ein Gespenst.
00:58:34Was?
00:58:35Ein Gespenst?
00:58:36Ja.
00:58:37Es war ein Mann, der sich ein Laken umgehängt hatte.
00:58:39Auch er trug ein Bild unter dem Arm.
00:58:41Er ging genutzt zum Wasser und stieg in einen Kahn.
00:58:43Was sollte ich tun?
00:58:45Ich folgte ihm.
00:58:45Übers Wasser?
00:58:47Ja, in Wendels Boot, natürlich.
00:58:49Ein verdammter Leichtsinn.
00:58:50Und wo fuhr das Gespenst hin?
00:58:52Zum Friedhof, wohin sonst?
00:58:54Es lief also zwischen den Kreuzen hindurch auf eine alte Grabkapelle zu.
00:58:59Ich schlich ihm nach und sah, wie es sich an der Tür der Kapelle zu schaffen machte.
00:59:04Das Gespenst ging nun in die Kapelle hinein und ich folgte.
00:59:10Drinnen war überhaupt niemand zu sehen.
00:59:12Nur eine Treppe führte hinunter zur Krypta.
00:59:15Von unten her kamen Geräusche und da ging ich hinunter.
00:59:19Und als ich die Krypta betrat, da erlebte ich eine große Überraschung.
00:59:24Direkt vor mir, in einem offenen Sarg, lag ein Haufen von wertvollen Kunstgegenständen.
00:59:29Da hörte ich plötzlich ein Geräusch und einen Fluch.
00:59:33Das Gespenst hatte dicht neben der Tür gestanden, ergriff das Bild, stürzte hinaus und warf die Tür zu.
00:59:40Ich war gefangen.
00:59:41Na ja, und das Übrige wissen Sie.
00:59:43Eine tolle Geschichte.
00:59:45Und das Gespenst, wer war es?
00:59:47Ich habe es nicht erkannt.
00:59:49Nun, wir wissen es, es war...
00:59:51Herr Rhein?
00:59:53Darf ich den Herrn das Frühstück servieren?
00:59:55Bitte.
00:59:56Wer hat denn den Urlauber gestattet, das Haus zu verlassen?
00:59:59Niemand.
00:59:59Herr Schöbel ist mit dem Boot auf den See hinausgefahren und der Netzger steht unten am Strand.
01:00:03Das soll doch gleich.
01:00:04Was macht der Netzger denn am Strand?
01:00:06Er bescht sich.
01:00:08Das Bad war ja belegt.
01:00:11Ach, Fräulein Buchholz, Sie sind wieder da?
01:00:15Ja, wie Sie sehen.
01:00:18Eine Frage, Frau Grimm.
01:00:19Ja, bitte?
01:00:21Als Sie vorhin das Radio ausschalten wollten, warum haben Sie denn da kein Licht im Speiserraum gemacht?
01:00:27Nun, die Skala ist doch erleuchtet.
01:00:30Seltsam.
01:00:31In der Diele brannte doch auch kein Licht.
01:00:34Dr. Sorge hat es erst eingeschaltet, während ich die Treppe herunterlief.
01:00:37Na und?
01:00:38Was ist dabei?
01:00:40Sie scheinen die Dunkelheit zu lieben.
01:00:42Als Sie Herrn Wendler auffanden, war es doch auch dunkel, oder?
01:00:45Erst Herr Netzger hat doch Licht gemacht, nachdem Sie um Hilfe gerufen haben.
01:00:49Oder wollen Sie etwa behaupten, dass Sie das Licht ausgeschaltet haben, während Sie entsetzt schreiend den Raum verließen?
01:00:54Worauf wollen Sie eigentlich hinaus?
01:00:56Sie erzählten uns, dass Sie heute Nacht durch Klopfen an der Tür geweckt worden seien, hätten Ihren Schlafrock übergezogen und
01:01:01wollten öffnen.
01:01:02Bis zu dem Moment, wo Sie zwei Minuten später um Hilfe schrien, kamen Sie aber nicht mehr in Ihr Zimmer
01:01:08zurück.
01:01:09Folglich hatten Sie weder Zeit noch Gelegenheit, sich umzukleiden.
01:01:11Als Sie um Hilfe riefen, trugen Sie aber Ihr graues Kleid, die Wolljacke und die Schürze.
01:01:15Genau wie jetzt.
01:01:16Wollen Sie damit vielleicht beweisen, dass ich in diese Mordgeschichte verwickelt bin?
01:01:20Damit habe ich bewiesen, dass Ihre erste Aussage von Unstimmigkeiten nur so wimmelt.
01:01:24Müller und Wendler haben sich in dieser Nacht überhaupt nicht gesehen.
01:01:26Lüge!
01:01:27Nichts als Lüge!
01:01:28Wir sind rechtschoppene Menschen, mein Mann und...
01:01:30So, so, so!
01:01:31Raus hier!
01:01:32Raus hier!
01:01:33Zeig's doch mal in deiner vollen Schleenheit!
01:01:37Gottlieb!
01:01:37Das war er!
01:01:39Das ist das Gespenst!
01:01:41Ja, ich war's.
01:01:44Hedwig!
01:01:45Der Heriort hat seine Hand von uns gezogen.
01:01:49Ja, wir müssen es mit Demut tragen.
01:01:53Sie haben ihn erwischt, hm?
01:01:54Ja, es ist es.
01:01:55Ich sitze da ganz gemütlich in meinen Kahn und angle.
01:01:58Ach, darum sind sie aus dem Haus geschlichen.
01:01:59Naja, wo ich doch nur so ein Fanatiker beim Angeln bin.
01:02:02Seit Tagen schon stehe ich auf so ein Riesenkerl von Hecht.
01:02:04Aber das Biest beißt nicht an.
01:02:06Nur mal weiter. Stichwortartig. Prezise.
01:02:08Ja, schön.
01:02:08Kommt da die komische Figur vorbeigerudert.
01:02:11Ignorant mit meinem Kahn, hab ihn geändert.
01:02:13Ja, hat der was bei sich?
01:02:14Ein Bild hat er hinten im Kahn liegen.
01:02:17Um Gottes Willen.
01:02:18Das wertvolle Gemälde im offenen Kahn.
01:02:20Da muss ich doch gleich nachsehen.
01:02:22Das Bild hätten wir also.
01:02:25Vielleicht wäre es doch besser, wenn Sie beide alles gestehen würden.
01:02:29Von uns erfahren Sie kein Wort.
01:02:31Dann werde ich Ihnen erzählen, wie alles gewesen ist.
01:02:35Seit über 30 Jahren sind Sie beide nun hier im Hause tätig.
01:02:39Und doch Sie selbst keine Kinder hatten, schenkten Sie Ihre ganze Liebe dem Sohn des Besitzers.
01:02:42Dem jungen Herrn.
01:02:45Aber dieser saube Bursche verschob Kunstgegenstände nach West Berlin.
01:02:50Als man ihn auf die Schliche kam, floh er.
01:02:54Er hatte keine Gelegenheit mehr weitere Wertgegenstände zu verschieben.
01:02:59Da sprangen Sie für ihn ein.
01:03:01Sie nutzten die dumme Gespensterfurcht vieler Dorfbewohner aus
01:03:04und schafften Gemälde und andere wertvolle Kunstgegenstände über den Seen einer alter Grabkapelle.
01:03:09Dort verstecken Sie das Diebesgut.
01:03:11Wie können Sie von Diebesgut sprechen?
01:03:13Alles, was sich hier in diesem Hause befindet, da stammt als Familienbesitz.
01:03:16Hm, Familienbesitz!
01:03:18So wie dieses Bild hier, das 1945 aus dem Museum entwendet wurde, wie?
01:03:23Familienbesitz!
01:03:24Ein schöner Familienbesitz ist das!
01:03:27Nein, nein, das...
01:03:28Das ist doch unmöglich.
01:03:31Das kann doch nicht wahr sein.
01:03:33Es ist wahr.
01:03:35Sie schafften also nach und nach alles Wertvolle aus dem Hause.
01:03:38Nur mit diesem Bild ging das nicht, weil der Heimleiter es entdeckt und aufhängen ließ.
01:03:43Als Müller dann den Wert des Bildes erkannte, wurde er ja Konkurrent.
01:03:47Es ist Ihnen sicher nicht schwergefallen zu erraten, zu welchem Zweck Müller die Kopie anfährt ihn ließ.
01:03:52Sie beschlossen ihn zu überwachen, den Austausch der Bilder zu verhindern.
01:03:57Aber Müller war rascher als Sie.
01:03:59Als Sie am späten Abend seine Fluchtvorbereitungen bemerkten, hat er den Diebstahl längst ausgeführt.
01:04:04Das wussten Sie aber nicht.
01:04:05Sie standen beide im dunklen Speisezimmer und warteten.
01:04:08Hm?
01:04:09Sie wollten Müller auf frischer Tater tappen, um den Mann in Ihre Hand zu bekommen.
01:04:12Nicht wahr?
01:04:14Sie, Frau Grimm, standen in der einen Zimmerecke, der Mann in der anderen.
01:04:17Wirklich öffnete sich nach einiger Zeit auch die Glastür und ein Mantrat ein.
01:04:21Sie dachten, es wäre der Heimleiter und schlichen ihm nach.
01:04:25Der Mann leuchtete mit einer Taschenlampe die Wand ab, trat auf das Bild zu und fingerte daran herum.
01:04:32Wie konnten Sie ahnen, dass dieser Mann gar nicht Müller war?
01:04:35Leise näherten Sie sich dem Bilderdieb, der ganz in seiner Arbeit vertieft war.
01:04:40Da verursacht einer von Ihnen ein Geräusch.
01:04:43Der Mann fuhr herum, da plötzlich ein Poltern, ein Aufschrei.
01:04:46Hören Sie auf! Ich ertrage es nicht!
01:04:52Ich...
01:04:52Ich bin es gewesen.
01:04:55Ja.
01:04:56Ich hab ihn umgebracht.
01:04:57Ja.
01:04:58Sie sind es gewesen.
01:05:00Sie waren es auch, die hier den These erwirbt, als Dr. Sorge das Bild als Original erkannte.
01:05:05Da erfuhren Sie, dass Sie das falsche Bild gestohlen hatten.
01:05:08Die Kopie.
01:05:08Und nicht das Original.
01:05:10Daraufhin tauschten Sie, Frau Grimm, in der Nacht die Bilder zum zweiten Mal aus.
01:05:13Gerade als Sie das Original von der Wand abgenommen und die Kopie dafür aufgehängt hatten,
01:05:17überraschte Azephibich Sie mit seinem Blitzlicht.
01:05:20Da verbargen Sie das Bildgeistesgegenwärtig im Speisenaufzug.
01:05:24Später zogen Sie Ihre Beute in die Küche hinunter.
01:05:26Was?
01:05:28Das wissen Sie auch?
01:05:29Kunststück.
01:05:31Sie hatten eben die Tür des Speiseaufzuges geöffnet, um das Bild hineinzustecken.
01:05:34Und da hat Atze Sie fotografiert.
01:05:36Nun bleibt noch eine Frage offen.
01:05:39Womit haben Sie Wände niedergeschlagen?
01:05:41Wo ist das Werkzeug?
01:05:43Ich...
01:05:44Ich weiß es nicht.
01:05:46Es war ein...
01:05:48Ich weiß es wirklich nicht.
01:05:51Aber ich, ich bin es gewesen.
01:05:52Nein!
01:05:53Sie war es nicht.
01:05:54Ich war es.
01:05:55Ich.
01:05:56Ganz allein.
01:05:57Und warum haben Sie es getan?
01:05:59Mit einem Knüppel habe ich ihn.
01:06:03Ach so.
01:06:04Warum ich es getan habe.
01:06:07Warum ist er denn ermordet worden?
01:06:10Wer sagt Ihnen denn, dass er ermordet worden ist?
01:06:16Was?
01:06:17Treiben Sie keinen Spott mit uns.
01:06:19Ihre Verbindungen zum Geistreich sind nicht übel, Herr Grimm.
01:06:22Aber ich habe da auch meine Beziehung.
01:06:25Schauen Sie her.
01:06:30Hans!
01:06:34Vorsicht.
01:06:38Tut es weh?
01:06:39Ach was.
01:06:40Ist nur eine Schamme.
01:06:41Was?
01:06:42Sie leben noch, Herr Wendler?
01:06:44So ein Dickschädel wie Meiler hält viel aus.
01:06:47Ich war eine Weile besinnungslos.
01:06:48Im Krankenwagen bin ich aufgewacht.
01:06:49Wer hat dir das Ding verpasst, er oder sie?
01:06:52Keiner von beiden.
01:06:54Wer war es dann?
01:06:56Das Bild.
01:06:57Was?
01:06:58Das Bild?
01:06:59Ja.
01:07:00Das Bild.
01:07:01Oder genauer gesagt, der Rahmen.
01:07:03Ich stand gerade davor, als ich hinter mir ein Geräusch hörte.
01:07:06Ich drehte mich um.
01:07:08Ich stieß an das Bild.
01:07:09Es hing wohl nicht fest genug auf dem Haken.
01:07:11Es schlug mir auf den Kopf.
01:07:12Ich sprach zusammen.
01:07:18Tatsächlich, Blut.
01:07:20Das habe ich noch gar nicht bemerkt.
01:07:22Gar nicht bemerkt.
01:07:23Man darf nichts übersehen.
01:07:25Ja, was denn?
01:07:26Wie denn?
01:07:29Dann...
01:07:29Ja, dann bist du es doch gar nicht gewesen, Gottlieb Teufel.
01:07:33Und ich dachte, du warst.
01:07:35Sie haben sich also beide in der Dunkelheit gegenseitig für den Täter gehalten, hm?
01:07:38Sie sind ja auch die Täter.
01:07:40Wir wollten doch nur unserem jungen Herrn sein Eigentum erhalten.
01:07:43Damit er alles wiederfindet, wenn er eines Tages zurückkommt.
01:07:46Ja.
01:07:48Genosse Raftmeister.
01:07:52Abführen, ja.
01:07:54Bitte kommen Sie.
01:08:08Schade, dass kein Mord war, hm?
01:08:09Na, du bist ja ein Herzchen.
01:08:12Wat klumsen, wat die Grimms krieren werden, hm?
01:08:15Ich bin kein Richter, aber ich denke...
01:08:18Währungsfrist war?
01:08:19Vielleicht.
01:08:20Jedenfalls ist der Fall gelöst und IK die Sache aufgeklärt
01:08:23und die beiden Herrlein mir tatkräftig unterstützt.
01:08:24Dankeschön.
01:08:26Dankeschön.
01:08:27Gestatten?
01:08:48Erstklars.
01:08:50Tja.
01:08:54Tja.
01:08:56God.
01:08:57avino, tja.
01:09:07Tja.
01:09:19Musik
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