Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 1 Stunde
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Drehbuch - Christina Christoff /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel

Kategorie

📺
TV
Transkript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:44ZDF, 2020
00:59ZDF, 2020
01:36ZDF, 2020
02:02ZDF, 2020
02:38ZDF, 2020
02:58ZDF, 2020
02:58ZDF, 2020
02:59ZDF, 2020
03:03ZDF, 2020
03:20ZDF, 2020
03:32ZDF, 2020
04:00ZDF, 2020
04:10ZDF, 2020
04:32ZDF, 2020
04:35ZDF, 2020
04:37ZDF, 2020
04:38ZDF, 2020
04:40ZDF, 2020
05:00ZDF, 2020
05:06ZDF, 2020
05:07ZDF, 2020
05:43ZDF, 2020
05:46ZDF, 2020
05:50ZDF, 2020
06:01ZDF, 2020
06:04ZDF, 2020
06:07ZDF, 2020
06:08ZDF, 2020
06:10ZDF, 2020
06:12ZDF, 2020
06:17ZDF, 2020
06:25ZDF, 2020
06:31Ein Stich ins Herz, Leo. Vermutlich war er sofort tot.
06:38Es sieht aus, als hätte man ihm den Mund verklebt.
06:44Es gibt keine Kampfspuren. Es scheint so, als hätte er jemanden verarztet.
06:48Und wer hat die Polizei verständigt?
06:50Ich.
06:53Wir.
06:55Darf ich wissen, wer Sie sind?
06:57Ich bin Helen Jonas. Das ist mein geschiedener Mann.
07:02Wir haben eine Gemeinschaftspraxis. Meine Räume sind dort drüben.
07:06Von dort habe ich auch die Polizei verständigt, weil das Telefonkabel hier abgeschnitten worden ist.
07:13Da wollte jemand auf Nummer sicher gehen. Und wieso nicht bei Ihnen?
07:17Ich meine, Ihr Telefon ist in Ordnung.
07:20Ja.
07:20Wieso?
07:24Ich nehme an, die Verbindungstür war verschlossen.
07:28Die war verschlossen?
07:30Ihre Tochter nehme ich an.
07:33Ja, meine Tochter Claudia.
07:34Okay, jetzt.
07:38Ja, gut.
07:43Ich kann es einfach nicht glauben. Papst tot. Aber wieso? Ich kann es nicht begreifen.
07:49Wie war Ihr Verhältnis zu Ihrem Vater? Gut?
07:55Ja, nein.
07:57Nein, nicht schon.
08:00Claudia's Verhältnis zu Ihrem Vater war in letzter Zeit ein wenig gespannt.
08:03Er ist wieder verheiratet.
08:05War die andere Frau der Scheidungsgrund?
08:09Gehört das zur Sache?
08:10Das weiß man nicht so genau.
08:14Wo leben Sie? Bei Ihrem Vater oder bei Ihrer Mutter?
08:17Eigentlich nirgendwo.
08:20Hin und wieder auch bei mir.
08:22Oder bei Freunden in der WG, wenn ich es bei meinem Vater nicht aushalte wegen der Neuen.
08:26Die Neue, das ist die Stiefmutter nicht.
08:31Ach ja, haben Sie Sie inzwischen informiert über das, was hier passiert ist?
08:37Nein.
08:41Komm, mein Liebes, das sollten wir aber doch tun.
08:49Ich glaube, es ist Ihnen lieber, wenn ich das mache.
08:55Ich habe gar nicht dran gedacht. In der Aufregung.
09:02Dann meldet sich keiner.
09:04Hallo?
09:04Hallo?
09:06Ist da jemand?
09:07Hallo?
09:09So melden Sie sich doch.
09:15Hallo?
09:17Hallo, hier bin ich.
09:18Nur beeilen Sie sich doch.
09:20Ja, wir sind ja schon da.
09:30Na, das hätten Sie wohl auch noch alleine geschafft.
09:32Ich habe es doch versucht.
09:34Hier, schauen Sie mal her.
09:37Hauptsache, er hat Wort gehalten.
09:38Der Kriminelle, der mich hier eingeschwert hat.
09:41Und Vorsprung wollte er.
09:42Und Sie dann alarmieren, damit Sie mich rausholen.
09:46Welcher Kriminelle denn?
09:47Er hat sich nicht vorgestellt.
09:50Er hat sich nicht vorgestellt.
09:50Ich kam hier an der Praxis vorbei.
09:52Wie spät war es dann?
09:54Na ja, so genau.
09:56Es war gerade dunkel geworden.
09:57Deshalb sah ich ja, dass Licht in Vaters Praxis brannte.
10:00Das hat mich gewundert.
10:01Mittwoch nachmittags ist geschlossen.
10:03Und Walter?
10:05Sie sind rein ins Haus.
10:08Eigentlich wollte ich ihm nicht begegnen.
10:10Wir hatten seit Tagen Streit miteinander.
10:12Aber meine Stiefmutter fand, dass ich ihm zu sehr auf der Tasche liege.
10:16Dann dachte ich, das wäre eine Gelegenheit,
10:18mich unter vier Augen mit ihm auszusprechen.
10:20Ich habe geklingelt und geklopft, aber da rührte sich nichts.
10:23Aber er musste doch da sein.
10:24Sein Wagen stand im Hof.
10:28Ich bin so schnell wie möglich zur Wohnung meiner Mutter gefahren.
10:31Es dauerte eine Ewigkeit, bis sie mir öffnete.
10:33Ja, was ist denn?
10:35Mama, bitte mach auf!
10:46Gehen es dir nicht gut?
10:47Ich habe Migräne.
10:50Ich habe schon Mittel genommen.
10:52Ich war im Bett.
10:53Aber du musst jetzt mitkommen mit deinen Praxisschlüsseln.
10:55Mit deinem Vater stimmt was nicht.
10:57Wieso denn?
10:58In der Praxis ist Licht, aber er meldet sich nicht.
11:01Und sein Wagen steht im Hof.
11:02In meinem Zustand.
11:04Nein, ich kann doch deinen Wagen fahren.
11:12Ohne meine Migräne hätte Claudia mich gar nicht zu Hause angetragen.
11:19Ich war verabredet für die Oper.
11:22Ein Bekannter wollte mich abholen.
11:29So ungefähr um sieben habe ich ihn angerufen,
11:33dass ich schon ins Bett gegangen sei.
11:35Sagen Sie uns den Namen und die Adresse Ihres Bekannten.
11:38Wieso denn?
11:41Verdächtigen Sie mich etwa?
11:43Nö, nö, Reinhardtine.
11:46Na, sag's doch.
11:49Philipp Kütten, Armgartstraße.
11:53Armgart 8.
11:55Ich nehme an, Sie haben Schlüssel für alle Räume.
11:58Ja, natürlich.
11:59Und da haben Sie sich natürlich erst drüben bei Ihrem Mann umgesehen.
12:03Ja.
12:11Ist ja gut.
12:13Wir wollten dann von drüben telefonieren, aber da war ja die Leitung zerschnitten.
12:20Also haben wir von hier aus angerufen.
12:25So, ich hab's.
12:27Gute Nacht.
12:27Gute Nacht.
12:29Moment, Doktor.
12:30Du hast mir noch nichts über die vermutliche Todeszeit gesagt.
12:34Ja, sobald ich das hier beurteilen kann, vor zwei bis drei Stunden etwa.
12:38Also in dem Zeitraum.
12:40So, zwischen 18 und 19 Uhr.
12:42In etwa, ja.
12:43Gut, das war's.
12:44Gute Nacht.
12:48Das war nicht mein Mann, den Sie da rausgetragen haben.
12:50Wie?
12:50Das war nicht Doktor Jonas.
12:52Wo ist mein Mann?
12:54Frau Jonas?
12:57Bitte, Frau Jonas, Sie müssen hier sehr gefasst sein.
13:00Ich weiß, das sagt sich so einfach, aber...
13:03Diese Gangster haben ihn umgebracht.
13:09Moin!
13:11Wir sind ein Schwein!
13:14Jonas, Frau Jonas, ruhigen Sie mich!
13:17Lassen Sie mich los!
13:18Lassen Sie mich los!
13:20Ruhe!
13:21Kommen Sie, setzen Sie mich.
13:23Du hast es.
13:24Die Männer wollten ihm nichts tun.
13:26Du hast ihn umgebracht, weil er dich enterbt hat.
13:29Dich auf den Pflichtteil gesetzt hat.
13:31Ihr beide habt ihn umgebracht!
13:34Frau Jonas, das bringt doch nichts.
13:37Kommen Sie.
13:38Eben haben Sie noch gesagt, die Gangster hat ihren Mann getötet.
13:40Kommen Sie.
13:41Ganz ruhig, ganz ruhig.
13:44So, trinken Sie einen Schluck.
13:52Wir wurden heute Nachmittag in unserem Haus überfallen.
13:55Die Männer waren vermummt und bewaffnet.
13:58Zwei Stunden herein.
14:00Mein Dritter war verletzt.
14:01Er lag noch in ihrem Wagen.
14:04Die Männer zwangen meinen Mann, ihnen zu helfen.
14:07Dazu sollte er in die Praxis fahren.
14:10Der dritte Mann hielt mir eine Pistole unter ihr Nase und bedrohte mich.
14:19Vermummt und ein Verletzter.
14:20Das könnte der Banküberfall von heute Nachmittag gewesen sein.
14:23Frag doch mal im Präsidium noch, die Täter schon gefasst sind.
14:27Nach etwa einer Stunde wurde mein Bewacher über Handy angerufen.
14:31Er könne jetzt kommen und sie abholen.
14:33Darum entsperrte mich der Räuber in unser Badezimmer ein.
14:36Können Sie da nicht das Fenster öffnen und nach Hilfe rufen?
14:40Unser Badezimmer liegt auch innen und ist fensterlos.
14:43Wer sollte mich da schon hören?
14:46Der Mann wollte in einer Stunde die Feuerwehr anrufen,
14:48damit die mich befreien können.
14:50Und sind die gekommen?
14:53Fragt sich nur, woher die Bankräuber ihre Privatadresse hatten.
14:58Da fragen Sie mich zu viel. Ich kann es mir auch nicht erklären.
15:02Eine Vermutung, wo da eine Verbindung sein könnte, haben Sie nicht.
15:05Tja, wenn man schon mal abends alleine ausgeht,
15:07wenn Vater abends Dienst hatte, hm?
15:10Dein Vater hatte nichts dagegen.
15:12Könnte ja sein, dass man da jemanden kennenlernt beim Tanzen,
15:14den man nicht kennt.
15:16Du hättest deinem Vater ruhig sagen können,
15:17dass du mich mal im Fahrort gesehen hast,
15:19falls du geglaubt hast, Punkte gegen mich sammeln zu können.
15:22Du, das ist nicht meine Art.
15:24Als ob ich da Fremden gegenüber private Dinge ausplaudern würde.
15:27Ja.
15:28Die Kollegen vom Raubdezernat haben immer noch keine Spur.
15:31Guten Abend.
15:34Klaus.
15:38Papst, Papst ist tot. Er wurde ermordet.
15:41Nein.
15:41Was?
15:42Was? Aber das, das, das glaube ich nicht.
15:45Es ist aber so.
15:47Chris, Mordkommission.
15:48Darf ich fragen, in welcher Beziehung Sie zu dem Toten stehen?
15:51Klaus Bergheim.
15:52Ich bin der Oberarzt von Dr. Jonas in der Klinik.
15:56Dem Posten des Chefarztes steht Ihnen ja noch nichts mehr im Wege,
15:59Herr Dr. Bergheim.
15:59Was ist eine solche Unverschämtheit?
16:02Frau Claudia, was ist denn eigentlich überhaupt passiert?
16:05Am Telefon hast du mir nichts gesagt,
16:06nur, dass ich so schnell wie möglich hierher kommen sollte.
16:09Da wusste ich doch noch nichts.
16:11Ich ernte nur etwas Schreckliches, als ich dich von Mama aus anrief.
16:15Nein.
16:17Ja, danke. Sie können dann alle vorläufig gehen.
16:20Aber halten Sie sich bitte für weitere Befragungen bereit.
16:23Schaut doch mal die Addressen auf.
16:25Claudia, Sie kommt bitte morgen früh um neun Uhr zu mir ins Präsidium.
16:30Zimmer 186.
16:32Morgen.
16:33Morgen.
16:36Also, Gerd, du gehst zu diesem Knetten, äh, ne, das stimmt nicht.
16:40Kütten.
16:41Kütten heißt das.
16:41Kütten, ja.
16:42Aber ruf vorher an, mach einen Termin mit ihm aus.
16:44Okay.
16:45Henry, du gehst auf Feuerwehr.
16:47Äh, lass dir das Tonband aushändigen mit dem Anruf von diesem Bankräuber.
16:52Frag den Werner, ob er mitkommen kann.
16:55Ich werde nach der Vernehmung von Fräulein Jonas in die Klinik fahren.
16:59Diesen Dr. Bergheim.
17:02Ja?
17:05Guten Morgen.
17:06Morgen, Fräulein Jonas.
17:08Entschuldigen Sie den gestrigen Abend.
17:09Wir waren alle wohl ein bisschen gereizt.
17:11Oh, hm.
17:12War doch sehr aufschlussreich, ne?
17:15Jedenfalls steht fest, dass Sie und Ihre Stiefmutter,
17:17die zweite Frau Ihres Vaters, sich nicht mögen.
17:21Na, das kann man wohl sagen.
17:24Wir fragen uns nun, wo gab es möglicherweise eine Verbindung
17:27zwischen Ihrem Vater und den Bankräubern?
17:29Sie sagten gestern, Ihre Stiefmutter ging manchmal alleine aus.
17:34Es würde ja heißen, dass Sie im selben Lokal waren,
17:36wenn Sie Ihre Stiefmutter da gesehen haben.
17:39Naja, einmal.
17:40Offensichtlich war sie angeheitert und tanzte mit irgendeinem Musiker rum.
17:44Diese Musiker, kennen Sie die?
17:47Kennen es so viel gesagt.
17:48Ich habe sie mal auf einer Unifete flüchtig kennengelernt.
17:51Wir spielten da.
17:52Wir haben kaum drei Worte gewechselt.
17:53Prost, hallo, irgend so was in einem Dreh.
17:55Nee, nichts Privates, wollten Sie nur wissen, oder?
17:58Würde es Ihnen was ausmachen,
18:00mich heute Abend in dem Lokal zu treffen?
18:05Also um 22 Uhr im Fahrrad.
18:08Dr. Bergheim hat jetzt natürlich noch weniger Zeit,
18:11aber wenn es nicht zu lange dauert...
18:13Sicher nicht.
18:14Ich möchte nur fragen,
18:14ob er mir was über die Familie von Dr. Jonas sagen kann.
18:17Sein Eindruck.
18:18Er kennt Sie doch auch privat.
18:20Eigentlich weniger.
18:22Wegen der Tochter, der...
18:24Aber darüber möchte ich nicht reden.
18:26Zu Dr. Jonas hat er bestimmt keinen privaten Kontakt gehabt.
18:30Also wenn ich Sie richtig verstehe,
18:31dann heißt das ja wohl,
18:32Ihr Chef war nicht gerade beliebt.
18:35Nicht beliebt?
18:38Aber Tote soll man ja ruhen lassen, nicht?
18:41Jedenfalls ist Dr. Bergheim wesentlich angenehmer.
18:46Hier entlang, bitte.
18:48Naja, vielleicht hat er jetzt ja Absichten.
18:51Als Nachfolger?
18:52Hm?
18:53Sie verdächtigen doch wohl nicht,
18:54ihn Dr. Jonas umgebracht zu haben.
18:56Nee, nee, nee, wie wäre ich denn im Gotteswillen?
18:58Wäre auch völlig sinnlos, Herr Kress.
19:00In Ihrer Laufbahn bringen Sie es ja vielleicht irgendwann
19:02zum Polizeipräsidenten.
19:04Auf den Chefarztjob rückt so leicht keiner nach.
19:07Diese Stellen werden in der Regel von außen besetzt.
19:09Bitte.
19:09Danke.
19:10Bitte.
19:13Das ist jetzt keine Unhöflichkeit,
19:15aber wenn Sie es bitte kurz machen könnten.
19:17Sehr kurz.
19:18Sie sind mit Claudia Jonas verlobt.
19:20Richtig.
19:21Aber Sie käme bestimmt nicht auf die obskure Idee,
19:24ich könnte hier Chef werden, wenn Ihr Vater tot ist.
19:26Und den Praxisschlüssel hat sie mir auch nicht geliehen,
19:30da sie meines Lissens nach gar keinen besitzt.
19:32Für Ihren Zeitmangel sind Ihre Antworten ein bisschen zu lang.
19:36Wie ist Ihr Verhältnis zur neuen Frau Jonas?
19:40Schlecht.
19:41Kurz genug.
19:44Sagen wir, Sie hat die Gelegenheit genutzt,
19:46um Dr. Jonas gegen seine Tochter aufzubringen.
19:49Na ja, dass Claudia und ich heiraten wollen,
19:51hat dem Chef natürlich nicht gepasst.
19:53Er hat Sie unter Druck gesetzt,
19:55entweder die Finger von mir zu lassen oder aber Enterbung.
19:58Ach so sehr war Dr. Jonas gegen Sie.
20:00Warum eigentlich?
20:02Na ja, er wünschte keine Vermischung von Beruf und Privat.
20:06Hat Claudia nicht unter dem Zerwürfnis mit Ihrem Vater gelitten?
20:09Ich glaube schon.
20:11Claudia hing doch sehr an Ihrem Vater.
20:13Und wie wurde Frau Dr. Helen Jonas mit der Trennung von Ihrem Mann fertig?
20:17Ich hatte zu diesem Zeitpunkt erst kurz Kontakt zur Familie.
20:21Ich glaube nicht, dass sie um aufrechte Haltung dieser Ehe gekämpft hat.
20:25Dazu war sie zu konsequent und zu stolz.
20:29Sie hat auch auf sein Geld verzichtet, wenn Sie das meinen.
20:34Ja, Berkheim?
20:36Ja, ja, in ein paar Minuten.
20:38Nur eine Frage noch.
20:39Wie würden Sie die neue Frau Jonas einschätzen?
20:42Tja, sie hatte es sicherlich nicht leicht mit Ihrem Mann.
20:46Alles musste nach seinem Kopf gehen.
20:49Sie hat sich diese Ehe bestimmt anders vorgestellt.
20:51Bestimmt nicht als bloßes Anhängsel eines Egomanen.
20:56Herr Dr. Die Sieben.
20:57Professor Grüneisen, bitte.
20:59Tja, tut mir leid, Herr Kress.
21:01Danke, Sie haben mir sicher geholfen.
21:03Auf Wiedersehen.
21:04Auf Wiedersehen.
21:05Für uns geht es turbulent so.
21:12Frau Kütten, guten Tag.
21:14Guten Tag.
21:15Habe ich mit Ihnen gesprochen? Mein Name ist Heimann.
21:17Ach, von der Polizei? Ja, bitte.
21:19Bitte. Mein Gott, ist das nicht furchtbar?
21:22Mein Sohn hat es eben von seiner Bekannten gehört, dass mit...
21:24Lass du, Mama.
21:25Helen hat mich gerade verständigt.
21:26Bitte.
21:28Heimann, schön, dass ich Sie antreche.
21:33Die neue Zeit.
21:34Viele in meiner Firma arbeiten zu Hause.
21:37Nur gestern Abend.
21:38Darum geht es doch.
21:39Sie hat es mir gesagt.
21:40Also, da war ich gerade nicht zu Hause.
21:43Dann haben Sie den Anruf gar nicht bekommen.
21:44Da wäre ich gerätemäßig schlecht bestückt, wenn die simpelsten Dinge fehlten.
21:50Schon eingestellt.
21:53Andi, ich bin's.
21:56Ich hoffe, du bist noch nicht losgefahren, um mich abzuholen.
22:01Hör mal, es geht mir nicht gut.
22:05Ich habe wieder Migräne und ich bin voll mit Mitteln, die doch nicht helfen.
22:10Und ich habe mich schon ins Bett gelegt.
22:14Schade.
22:17Ich rufe mich doch morgen an, ja?
22:20Ciao.
22:22Tja, das war's.
22:24Aber wozu?
22:25Ich meine, Sie braucht doch wohl kein Alibi.
22:27Naja, wir müssen alle Angaben überprüfen.
22:30Haben Sie ein Ersatzband, das da würde ich gerne mitnehmen?
22:32Äh, Sie wollen das mitnehmen?
22:34Äh, wenn ich Ihnen rasch eine Kopie von diesem Anruf ziehe?
22:37Na, verstehen Sie, ich speichere alle Anrufe und die möchte ich nicht so gern.
22:41Nein, nein, Kopie reicht völlig.
22:45Ach ja, als dieser Anruf kam, waren Sie da schon unterwegs, um Frau Dr. Jonas abzuholen?
22:51Nein, zum Glück. Ich kam kurz darauf hier zur Tür herein.
22:54Und vorhin, als Sie mit meiner Mutter telefonierten, war ich zum Krötchen holen.
22:59Ist das genau genug?
23:00Und gestern Nachmittag, also vor dem Anruf, waren Sie da mal längere Zeit außer Haus.
23:06Ach so, ich brauch ein Alibi.
23:08Wäre nicht schlecht.
23:17Der Anruf, die Geisel zu befreien, ging um 19.34 Uhr bei der Feuerwehr ein.
23:23Redmann hat ihn gleich kopiert und ins Sprachlabor zum Entzerren gebracht.
23:27Entzerren? Wieso?
23:29Verstellt der Anrufer seine Stimme?
23:30Die Elvira Jonas hat sie doch original gehört.
23:32Das ist vielleicht ein alter Kunde von uns, denn ich will, dass wir ihn gleich wiedererkennen.
23:37Der Anruf von Frau Dr. Jonas war auf dem Anrufbeantworter.
23:40Kütten hat sie mir kopiert.
23:42Ach, handeln wir jetzt mit Kassetten oder was?
23:44Der Kütten war dann nicht zu Hause.
23:46Um 18.47 Uhr nicht.
23:49Und den ganzen Nachmittag auch nicht.
23:51Könnte es einer von denen gewesen sein.
23:53Das hat uns Weirich vom Rauchdezernat rübergeschickt.
23:57Und das in der Kapuze kann jeder stecken.
23:59Habt ihr euch das mal überlegt?
24:01Wenn die Claudia, die Tochter von Jonas, öfter in Wohngemeinschaften lebt,
24:07dann haben wir noch eine Menge Arbeit, um die ganzen Kontaktpersonen abzuchecken.
24:11Und die...
24:13Ja, Chris?
24:15Was, wer?
24:16Ja, soll aufkommen. Danke.
24:20Frau Dr. Jonas, hat der Kütten dazu gesetzt, weil ich ihn nach dem Alibi gefragt habe?
24:26Die zweite Ehefrau, die Elvira, müssen wir auch noch besuchen.
24:29Aber jetzt sehen wir uns erst mal Claudias nächtliche Bekanntschaften an.
24:33Ihr habt euch ja schon lange keinen schönen Abend mehr gemacht, oder?
24:36Ja.
24:38Frau Dr. Jonas, guten Tag.
24:40Guten Tag.
24:41Also den Spruch, ich war zufällig hier in der Nähe und wollte die Gelegenheit nützen, etwas mit Ihnen zu klären,
24:46den spare ich mir.
24:48Kommen Sie, setzen Sie sich.
24:49Danke.
24:51Kann ich Ihnen irgendwas anbieten, Kaffee, Tee oder so?
24:53Nein, danke.
24:55Also dann, warum sind Sie gekommen?
24:59Ja, also, ich wollte fragen, wann ich meine Praxis wieder aufmachen kann.
25:04Meine Patienten erkundigen sich danach.
25:07Ach so, ja.
25:08Ja, wenn Sie nur Ihre Praxis ohne die von Dr. Jonas brauchen,
25:12dann können Sie meinetwegen am Montag wieder aufmachen.
25:14Danke.
25:17Aber ich darf Ihnen trotzdem noch ein paar Fragen stellen.
25:20Ja.
25:21Wie alt war Claudia, als Sie sich scheiden ließen?
25:23Ich meine, konnte sie damals schon selber entscheiden, bei wem sie leben wollte?
25:28Ja, Claudia stand kurz vor dem Abitur.
25:30Und sie hat sich entschieden, beim Vater zu bleiben, weil sie nicht mehr Stress haben wollte.
25:36Was ich absolut verstehen kann.
25:37Sie hatte immer ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater und meine Wohnung stand ihr jederzeit offen.
25:42Und das Verhältnis zur zweiten Frau war damals noch besser?
25:46Ja.
25:48Elvira war ganz passabel.
25:50Vor der Heirat.
25:51Und danach?
25:53Tja.
25:55Ich weiß nicht, was für Vorstellungen Sie von diesem Familienleben gehabt hat.
26:02Tja, ich muss jetzt gehen.
26:04Mit meiner Praxis ist dann insoweit alles in Ordnung.
26:07Alles in Ordnung.
26:08Danke.
26:10Steht sonst noch irgendwas an?
26:12Nein, im Moment jedenfalls nicht.
26:15Sollte ich noch Fragen haben, werde ich mich bei Ihnen melden.
26:17Auf Wiedersehen.
26:18Wiedersehen.
26:19Wiedersehen.
26:22Eine sympathische Erscheinung.
26:25Habe ich das Gegenteil behauptet?
26:36Habe ich das Gegenteil behauptet?
27:18Geht ihr mal in die Bar, ja?
27:20Ich bin da drüben.
27:41HöProfonos.
27:42Awesome.
27:42Guten Abend.
27:43Hallo.
27:48Was bekommt ihr?
27:50Für mich ein Gin-Brun.
27:52Tonic-Core.
27:57Heute spielt eine Band, die ich nicht kenne.
27:59Nur der Sänger ist von der alten Band.
28:01Und fragte nach Elvira, ob sie heute auch keine.
28:03Ja, und?
28:05Ich hab gesagt, da müsste er sich schon selbst fragen.
28:08Aber vom Tod Ihres Vaters haben Sie nichts gesagt.
28:12Wozu auch?
28:14Prost.
28:15Prost.
28:20Nicht, dass Sie meinen, ich wär mit Elvira zusammen hier gewesen.
28:23Ich hab sie nur getroffen.
28:24Mit dem Sänger da hat sie geflirtet.
28:30Da kommt übrigens der Zweite von der anderen Band.
28:34Ach, normalerweise spielen die immer hier.
28:36Umso viel ich weiß, ja.
28:40Dann fragen Sie doch mal, warum heute nicht.
28:44Okay.
28:49Ja!
29:00Super!
29:02Hey, heute nur zu zweit?
29:03Macht er mal ne Pause von der Musik, oder was?
29:05Genau kann heute nicht, der ist krank.
29:06Vielleicht ne kleine Schussverletzung, oder so?
29:11Das ist fertig.
29:12Geht auf den Rücken.
29:13Was?
29:15Hey!
29:16Hey!
29:17Ah!
29:20Schweine!
29:21Greismordkommission zwei.
29:23Bitte zwei Streifenwagen zum Fahrrohrort.
29:26Deine Diskte.
29:26Die Diskothek.
29:29So, Schluss, jetzt raus hier.
29:34Claudia, Sie haben uns sehr gewollt.
29:41Sie sind beide vorläufig festgenommen wegen des Verdachts auf Raubüberfall.
29:45Und wo finden wir den Dritten?
29:47Was sind denn Dritten?
29:48Was wollen die überhaupt von uns?
29:49Jetzt ist aber Schluss mit den Spielchen.
29:54Sie zeigen uns jetzt den Weg.
29:57Du rückst dir mal ein Stück nach, bitte.
30:01Ja, nimmst du dir das Abend mit?
30:03Ja.
30:23Na, seid ihr gestern Abend noch mal zurück ans Fahrort und habt weitergefeiert?
30:27Ich bin normal verschlafen, Dio.
30:29Und du?
30:30Wie wär's mit Überstunden abfeiern?
30:32Ach nee, so was gibt's bei uns.
30:34Dann seid ihr ja ausgeruht genug, um unsere Freunde in die Mangel zu nehmen.
30:38Aber bitte nicht gleich alle Verdachtspunkte auspacken.
30:42Kommen wir erst mal mit dem Banküberfall an.
30:44Wenn die lesen können, davon geh ich mal raus.
30:47Dann werden sie wissen, dass sie hier in der Mordkommission sind.
30:51Wer von euch drängelt sich vor und geht ins Haftkrankenhaus, den Benno-Maiwald vernehmen?
30:59Wie schön, dass ihr euch so einig seid.
31:02Gerd, machst du's?
31:03Ich kann diesen Krankenhausgeruch nicht mehr ertragen.
31:09Na, schön.
31:15Schönen guten Morgen, Kollegen.
31:17Guten Morgen.
31:19Was willst du denn hier? Du strahlst ja so.
31:22Ja, eine erste Spur.
31:23Wir haben den Wagen, den die Bankräuber benutzt haben.
31:26Ein Gestohlener natürlich. Gefunden auf einem Schrottplatz.
31:28Schön. Gratuliere.
31:31Und wir haben schon die drei Jungs, die drin gesessen haben.
31:35Ihr habt meine Kunden?
31:38Nee, nee, erst mal sind's meine Kunden. Mordverdacht.
31:41Was dann auch von Ihnen übrig bleibt, das geben wir gerne ans Raubdezernat weiter.
31:46Ah ja. Wie großzügig.
31:58Bier?
32:01Heiko Renner und Rudi Martowski, Herr Gress.
32:04Danke. Die Dinger können Sie Ihnen abnehmen, aber Sie bleiben bitte vor der Schuhe.
32:08Ja, danke.
32:10Bitte.
32:28Was soll der Quatsch?
32:29Doch gut getroffen, oder nicht?
32:31Nee.
32:33Ich hab keine Ahnung, was Sie von uns wollen.
32:35Wir haben mit der Sache nichts zu tun.
32:37Wo waren Sie am Mittwochnachmittag?
32:41Zu Hause?
32:42Mit ihm?
32:44Es gibt keinen anderen, der das bezeugen kann.
32:46Nee.
32:48Und Ihr Freund Benno, der war auch bei Ihnen zu Hause, ne?
32:51Ja.
32:52Der lag im Bett mit einer Grippe.
32:55Und die Schussverletzung, die hat er sich dann selber beigebracht.
32:59Nehme ich an.
33:01Schussverletzung?
33:02Ist er verletzt?
33:06Sie haben sich abgesprochen, ne?
33:08Nichts gesehen, nichts gehört.
33:10Und nichts sagen.
33:11Aber es geht hier nicht nur um einen missglückten Banküberfall.
33:14Es geht vor allem in erster Linie um Mord.
33:19Was?
33:21Mord?
33:23Was haben wir denn mit Mord zu tun?
33:25Ach, vom Mord an Dr. Jonas wissen Sie nichts.
33:31Als wir die Praxis...
33:39Als wir die Praxis verließen, da lebte er noch.
33:43Den Banküberfall geben Sie also zu, auch dass Sie mit Benno bei Dr. Jonas in der Praxis waren.
33:48Okay, okay.
33:50Den Rabbefall haben wir gemacht, weil wir eine CD produzieren wollen.
33:54Mit unserer Musik, verstehen Sie?
33:57Dieser Dr. Jonas, der benahm sich doch top.
34:01Es lief doch alles wie am Schnürchen.
34:02Ja, als wir da weggingen, da lebte der noch.
34:06Heiko ist reingekommen und hat ihn, hat ihn in den Mund verklebt.
34:09Und dann hat er ihn gefesselt.
34:11Mit Mullbinden!
34:13Wir wollten doch nur einen kleinen Vorsprung.
34:16Und dann haben Sie die Praxistür zugeschlossen.
34:20Das mussten wir gar nicht.
34:21Die hatten Schnappschloss.
34:23Ja, Rudi und ich, wir...
34:26Wir haben Benno untergehackt und die Tür einschnappen lassen.
34:30Wenn das alles stimmt, dann erklären Sie mir doch mal,
34:33von wem Dr. Jonas erstochen werden konnte.
34:36Seine Tochter Claudia hatte zwar den Wagen ihres Vaters unten im Hof gesehen,
34:41aber sie kam nicht in die Praxis.
34:42Sie hatte keinen Schlüssel.
34:43Die frühere Frau Dr. Jonas lag wegen Begränen im Bett.
34:46Und die jetzige Frau, Jonas, war im Bad eingesperrt
34:50und ist von der Feuerwehr befreit worden.
34:53Ich selbst habe doch die Feuerwehr angerufen,
34:56damit sie befreit werden konnte.
34:58Und sie sollte dann in die Praxis fahren, um ihren Mann zu befreien.
35:02Aber da war der schon tot.
35:04Als Mörder bleiben nur Sie beide übrig.
35:07Ihr Benno mit seiner Schussverletzung kommt ja wohl nicht infrage.
35:12Diese Schlampe.
35:14Die hat doch alles von Anfang an geplant.
35:18Wer hat alles geplant?
35:29Und ich bin darauf reingefallen.
35:33Elvira Jonas.
35:36Wir haben seit ein paar Wochen ein Verhältnis miteinander.
35:41Woher sollten wir denn sonst Ihre Privatadresse kennen?
35:47Als Dr. Jonas, Benno und Rudi weg waren,
35:51da haben wir es miteinander getrieben.
35:54Wir fanden das geil in dieser Situation.
35:58Ich selbst habe ihr dann gesagt,
35:59dass sie sich beim Eintreffen der Feuerwehr im Bad einsperren sollte.
36:05Also hatte sie genug Zeit,
36:07die Praxis zu fahren,
36:10ihren Mann uns zu bringen
36:12und nach Hause zurück zu gehen.
36:14Warum soll sie Dr. Jonas umgebracht haben?
36:17Sie hat mir irgendwann mal gesagt,
36:19dass ihr Mann sie als Alleinerbin eingesetzt hätte
36:24und dass sie nur durch seinen Tod Gewissheit haben konnte.
36:28Und dass, wenn er tot sei,
36:29dass seine Tochter Claudia ihr nicht mehr in die Quere kommen könnte.
36:34Sie würden also Elvira Jonas zutrauen,
36:38ihren Mann vorsätzlich zu ermorden?
36:41Ja, Sie kennen diese Frau nicht.
36:45Frau Jonas hat also in der Praxis
36:46ihren Mann von den Fesseln befreit,
36:49damit man glaubt,
36:50die Bankräuber haben ihn umgebracht.
36:52Das ist das, was Sie sagen wollen.
36:54Eine Frage noch.
36:55Warum haben Sie nur im Praxisraum von Dr. Jonas
36:58die Telefonleitung gekappt?
37:00Wussten Sie nicht,
37:01dass nebenan der Praxisraum von seiner geschiedenen Frau ist?
37:04Die Zwischentür war verschlossen.
37:07Entschuldigung.
37:08Werner, du kommst gerade richtig.
37:10Du, es wird höchste Zeit,
37:11dass ich das Ergebnis kriege.
37:12Die Blutgruppe auf den Muld binden.
37:14Zum Erleid, ich hab's noch nicht.
37:15Aber das Band, das sollst du dir mal anhören.
37:17Oh, es hat Zeit.
37:18Henry, die Herren sind fertig und können zurück.
37:22Äh.
37:24Sie können die beiden wieder zurückbringen.
37:29Die Blutgruppe von dem Bennum Haftkranker hat,
37:31brauche ich auch.
37:32Habt ihr sonst noch irgendwelche Hinweise gefunden?
37:34Nein.
37:34Ich hoffe bloß,
37:35ich kriege sofort einen Haftbefehl vom Ermittlungsrichter.
37:59Ja, der ist da.
38:00Chris hier.
38:08Ich bin überrascht.
38:10Wenn Sie die Sprechanlage auch benutzt hätten,
38:12als die Bankräuber kamen,
38:13dann wären Sie nicht überrascht worden.
38:15Wissen Sie, mein Mann...
38:17Den Sie kaltblütig ermordet haben.
38:20Sind Sie verrückt?
38:21Frau Jonas,
38:22ich nehme Sie vorläufig fest,
38:23wegen des Verdachts,
38:24Ihren Mann getötet zu haben.
38:26Aber das ist doch...
38:27Das ist doch...
38:28Bitte packen Sie die notwendigen Sachen zusammen.
38:31Ein glatter Justizertum ist das...
38:33Ich rufe sofort meinen Anwalt an.
38:36Entschuldigung.
38:38Daran hindert Sie keiner.
38:40Nichts, wer nicht warten können, bis er hier ist.
38:42Mit Hermine kann er mit dem Ermittlungsrichter Overbeck absprechen.
38:46Sie beschuldigen mich ernsthaft,
38:48meinen Mann getötet zu haben.
38:51Ja, vorsätzlich.
38:53Und wie...
38:54Wie bitte soll ich das gemacht haben?
38:56Sie wissen selbst,
38:56dass er schon tot war,
38:57als ich in die Praxis kam.
38:59Genauer gesagt,
39:00als Sie zum zweiten Mal in die Praxis kamen.
39:03Bis zu diesem Zeitpunkt
39:04war ich hier im Bad eingesperrt.
39:06Die Feuerwehr hat mich rausgeholt.
39:08Das werden Sie ja wohl nachgeprüft haben.
39:10Richtig.
39:11Nur, dass Sie sich selber eingesperrt hatten,
39:13kurz bevor die Feuerwehr kam.
39:15So, wie Sie es mit Heiko Renner abgesprochen hatten.
39:19Heiko?
39:22Heiko hat das behauptet.
39:25Ja, glauben Sie,
39:25dass der den Kopf hinhält für den Mord?
39:28Haben Sie das wirklich erwartet?
39:30Aber er...
39:31Er war es doch.
39:33Er oder einer seiner Kumpanen.
39:35Und hat er Ihnen erzählt,
39:36ich wäre kurz nach ihm weggefahren
39:37und in die Praxis eingedrungen,
39:39als die drei weg waren?
39:41Einen eigenen Schlüssel besitze ich ja,
39:43das weiß er.
39:43Und dann hätte ich kaltblütig.
39:46Ist das jetzt bereits ein Geständnis?
39:49Nein!
39:51Ich würde Sie trotzdem bitten,
39:52ein paar Sachen mitzunehmen.
39:53Ich habe ihn nicht umgebracht!
39:56Warum auch?
39:57Sie wären nicht gerade ärmer durch seinen Tod.
40:01Ich habe ihn nicht umgebracht.
40:05Packen Sie jetzt Ihre Sachen.
40:20Fünf Minuten.
40:22Gut.
40:26Ich spring schon nicht aus dem Fenster.
40:45Darf ich?
40:46Welcher ist es?
40:48Ja, dann.
40:53Der Schlüssel zum Bad ist natürlich dicht dran.
40:56Den haben Sie verschwinden lassen, oder?
40:58Hätte ich wohl lieber die Praxis-Schlüssel verschwinden lassen sollen.
41:06Das war jetzt auch kein Geständnis.
41:08Dann hätten Sie dann einen Verdachtsmoment weniger.
41:16Ich bin seit einer halben Stunde mit den Beweismitteln hier.
41:19Also, das Blut auf den Mullbinden.
41:20Blutgruppe Nullresisfaktor positiv.
41:22Stimmt genau mit der Blutgruppe von Dr. Jonas überein.
41:24Und nicht mit der von Benno Meirat.
41:26Der hat AB negativ.
41:27Genau wie die Blutspunde auf den Tupfern.
41:29Ja, die hat Dr. Jonas benutzt, als er ihn verarztet hat.
41:32Und dann haben Sie den Dr. Jonas mit diesen Mullbinden an den OP-Tisch gefesselt.
41:36Das stimmt alles mit Heiko Renners Aussage überein.
41:40Damit haben Sie ihm den Mund zugeklebt, damit er nicht ihm Hilfe rufen konnte.
41:43Eindeutig.
41:44Auf der Rückseite finden sich ein paar Barthaarwurzeln.
41:47Auf dem Brieföffner finden sich keinerlei Fingerspuren.
41:50Sag mal, Leo, hast du dir denn inzwischen mal die Kassette angehört?
41:52Die Kopie vom Anrufbeantworter?
41:54Noch nicht gleich.
41:56Schaut doch mal im Protokoll nach.
41:58Ach, die Claudia Jonas, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
42:02Die hat sich doch so gewundert, dass die Verbindungstür zwischen den beiden Praxen
42:08verschlossen gewesen sein soll während des Mordes.
42:11Heiko Renner hat das behauptet.
42:13Frau Dr. Jonas hat das auch vermutet, weil ihre Telefonleitung nicht gekackt war.
42:18Aber die Claudia ist mit ihrer Mutter zu diesem Telefon gegangen.
42:21Offensichtlich durch die inzwischen wieder geöffnete Tür.
42:25Elvira könnte sie geöffnet haben.
42:27Sie hatte die Praxisschlüssel.
42:31Ja, ja, Werner, fahr ab.
42:34Andi, ich bin's.
42:37Ich hoffe, du bist noch nicht losgefahren, um mich abzuholen.
42:42Hör mal, es geht mir nicht gut.
42:46Ich hab wieder Migräne und ich bin voll mit Mitteln, die noch nicht helfen.
42:50Und ich hab mich schon ins Bett gelegt.
42:55Schade.
42:58Ich ruf mich doch morgen an, ja.
43:00Tschau.
43:06Mittwoch, 18.47 Uhr.
43:13Moment mal, was war denn das?
43:14Fahr noch mal ein Stück zurück und mach's lauter.
43:21Ich, ich hab wieder Migräne und ich bin voll mit Mitteln, die noch nicht helfen.
43:26Und ich hab mich schon ins Bett gelegt.
43:27Und ich hab mich schon ins Bett gelegt.
43:30Schade.
43:33Ich ruf mich doch morgen an, ja.
43:35Tschau.
43:39Tschau.
43:41Martinshorn mit drauf.
43:43Fahren Kollegen vorbei oder die Feuerwehr?
43:46Der Notarztwagen, Krankenwagen.
43:48Dann wisst ihr ja, was ihr jetzt zu tun habt.
43:50Gerd, du rufst sämtliche Krankenhäuser in der Umgebung an.
43:53Brauchst du mich noch?
43:54Nee, Moment, jedenfalls nicht.
43:56Frag, welche Krankentransporte oder Notarztwagen am Mittwochabend zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr
44:03welche Wegstrecke mit Martinshorn gefahren sind.
44:07Ist besetzt.
44:09Probier ich die andere Nummer.
44:10Ich übernehme die Recherchen bei unserem Einsatzkommando und für dich, Henry, gilt das gleiche.
44:16Rufst du Feuerwehren.
44:17Ja, aber ich geh mal zu mir rüber, bevor ihr das Chaos ausbricht.
44:21Ja, Chris.
44:22Grüß dich, Leo.
44:24Wo brennt's denn?
44:25Du, ich brauche eine Auskunft von dir.
44:27Hattet ihr einen Notruf am Mittwochnachmittag gegen 18.30 Uhr?
44:32Interessiert mich aber nur, wenn ihr mit Martinshorn gefahren seid.
44:35Moment, ich schau mal nach.
44:37Soll es sofort sein oder hat's Zeit?
44:40Keine Zeit, kennst mich doch.
44:42Du, ich komm runter, wenn du's nicht schaffst.
44:44Schaff ich schon.
44:46Interessieren dich bestimmte Straßenzüge?
44:48Wo?
44:51Arnsberger und Martinsstraße.
44:52Moment, das haben wir gleich.
44:58Bei der Feuerwehr brennt's.
44:59Die haben keine Zeit für uns.
45:00Wahrscheinlich ein Großansatz oder so.
45:02Am besten, ich fahre da mal selber hin.
45:04Florian, München 10.1.
45:06Sie fahren Giselaer Straße 20.
45:09Dort werden Sie von der Polizei erwartet.
45:12Gasgeruch aus einer Wohnung.
45:13Kollege, kannst du mir nicht wenigstens die Einsatzdaten von Mittwoch und Nachmittag auf den Schirm rollen?
45:18Dann suche ich mir nämlich aus, was ich brauche.
45:26Dauert eine Ewigkeit bei denen.
45:29Fress?
45:30Ja, Henry.
45:34Und da gibt's keinen Zweifel.
45:3618.47 Uhr durch die Arnsberger Straße.
45:40Aha, hast du gut gemacht.
45:42Ich fahre jetzt mit Gerd zu Helen Jonas in die Wohnung.
45:46In die Martinsstraße. Ende.
45:47Zwischen 18 und 20 Uhr keiner.
45:50Danke, das war's.
45:52Kannst du aufhören, Gerd.
45:53Hab ich schon mitgekriegt.
45:54Jetzt, bauen wir einen Streifenwagen.
45:57Nee, das wird nicht nötig sein.
46:00Aber den kleinen Rekorder nehmen wir mit.
46:11Gestern warst du noch ziemlich angetan von der Dame.
46:14Und du hast mir nicht widersprochen.
46:16Nee.
46:17Ja, dann wollen wir ihr die veränderte Situation mal schon beibringen.
46:22Willst du erst mal allein rein?
46:23Nee, wieso denn?
46:27Darf ich Ihnen etwas anbieten?
46:30Einen Drink vielleicht?
46:32Sofern Sie im Dienst trinken dürfen.
46:34Danke.
46:36Frau Dr. Jonas, ich beschuldige Sie des Mordes an Ihrem früheren Ehemann, Dr. Günther Jonas.
46:43Was?
46:48Ich denke, Sie haben die Mörderin bereits überführt.
46:51Elvira.
46:53Es war leider ein Irrtum unsererseits.
46:55Weil Frau Elvira Jonas sich durch ihr Verhalten selbst in Verdacht gebracht hatte.
47:05Sie werden ja eine Zeit lang brauchen, um mir zu erklären, wie ich meinen Mann, ja, wie ich das gemacht
47:12haben soll.
47:17Wie Sie wissen, wie Sie wissen, hat mich meine Tochter aus dem Bett geholt.
47:20Und als wir gemeinsam in der Praxis ankamen, war er bereits tot.
47:23Richtig.
47:25Dass Ihre Tochter ihren Vater in der Praxis besuchen wollte, das war eine Panne, mit der Sie nicht rechnen konnten.
47:33Sie hatten sicher ausgerechnet, dass Elvira als Erste kommen würde.
47:36Aber anscheinend lief dann doch alles nach Ihrem Plan.
47:41Den Sie mir jetzt genau erläutern werden.
47:44Gerne.
47:45Sie hatten am Mittwochnachmittag ebenfalls keine Sprechstunde, aber solche Zeiten nutzt man ja manchmal, um andere Dinge zu erledigen, Schriftkram
47:55aufzuarbeiten, Abrechnungen und so weiter.
47:58Jedenfalls waren Sie in Ihrer Praxis.
48:02Vielleicht wollten Sie ja gerade gehen.
48:15Aber als Sie ins Treppenhaus kamen, sahen Sie unten Ihren Mann mit zwei vermunten Männern, der eine mit einer Waffe
48:21in der Hand.
48:23Wahrscheinlich hätte bei diesem Anblick jeder so reagiert.
48:27Die Situation schien ja nicht ungefährlich zu sein.
48:38Fassen Sie doch mal an!
48:39Legen Sie die Pistole weg und helfen Sie mir, verdammt nochmal, allein schaffe ich das nicht!
48:43Halt die Schnauze!
48:45Vielleicht wollten Sie sogar telefonieren, Polizei rufen, im ersten Impuls.
48:54Und wie soll ich ihn behandeln, mit der Kapuze auf dem Kopf?
48:57Das ist immer noch nicht kapiert, Doktor.
48:59Wenn du einen von uns siehst, bist du dran, klar?
49:12Gibt es hier noch ein Telefon?
49:14Immer!
49:18Schlüssel!
49:19Hab ich nicht!
49:20Verdammt, nein, ich brauche Schlüssel!
49:21Ich hab keinen!
49:24Wollen Sie jetzt mit mir umstreiten oder soll ich Ihren Freund versorgen?
49:27Okay, mach weiter!
49:33Keine Spritze!
49:36Verdammt nochmal, wie soll man den hier wieder rauskriegen?
49:39Dann halten Sie mir den Mund zu!
49:40Oder wollen Sie, dass das ganze Haus zusammenschreit?
49:42Das könnte dir schlecht bekommen.
49:44Und deine Frau auch.
49:47Halten Sie mir den Mund zu!
49:55So haben Sie die ganze Aktion hinter der Tür mitbekommen.
49:58Da lag doch der Gedanke nahe, dass man die Bankräuber für die Mörder halten würde,
50:03wenn man Doktor Jonas tot auffindet.
50:06Ihre Geschichte hat einen entscheidenden Fehler.
50:09Welchen?
50:10Ich war nicht in der Praxis.
50:13Aber nehmen wir mal an, Sie wären da gewesen.
50:15Bin ich nicht.
50:16Ich geh ja nur mal von der Annahme aus.
50:18Dann hätten Sie nämlich gehört,
50:21wie der eine der Gangster über Handy seinen Freund angerufen hat
50:24und ihm sagte, dass die Aktion beendet ist.
50:29Nicht doch vielleicht einen kleinen Konjak zwischendurch.
50:33Ihre Geschichte scheint sich ja noch etwas länger hinzuziehen.
50:36Als der dritte Mann eintraf, hätten Sie es doch gehört,
50:39dass Elvira eingesperrt war
50:41und dass man nach einer Stunde die Feuerwehr rufen würde,
50:44die Elvira befreien sollte.
50:46Elvira sollte dann in die Praxis fahren
50:48und ihren gefesselten Mann befreien.
50:50Und jetzt sahen Sie sogar die Möglichkeit,
50:52das Ganze so zu inszenieren,
50:54dass der Verdacht auf Elvira fallen musste.
50:57Als Mörderin wäre sie hinter Gittern verschwunden
51:01und hätte jeden Anspruch auf das Erbe verloren.
51:04Vielleicht kann man Ihnen ja zugute halten,
51:06dass Sie dabei weniger an sich als an Ihre Tochter gedacht haben.
51:19Sieh, Sieh, Sieh!
52:09Untertitelung. BR 2018
52:38Untertitelung. BR 2018
52:43Die Spuren, Mullbinden, Pflaster etc., haben Sie nur so beseitigt, wie das ein medizinischer Laie gemacht hätte.
52:51Elvira würde ja bald befreit werden, dann in der Praxis auftauchen und so in die Falle gehen.
52:58Und dann passierte eine Panne. Ihre Tochter tauchte plötzlich auf.
53:02Sie mussten noch mal in die Praxis fahren, bevor Elvira dort erschien.
53:06Und die zweite Panne. In der Eile haben Sie vergessen, die Zwischentür wieder abzuschließen.
53:11Mir fiel gleich auf, dass Claudia sich so wunderte, dass sie angeblich verschlossen gewesen sei.
53:20Es hat sich doch herausgestellt, dass Elvira gar nicht wirklich eingesperrt war.
53:24Sie hätte doch leicht in der Zwischenzeit das Haus unbemerkt verlassen können.
53:28Richtig. Dadurch wurde jeder Verdacht von Ihnen abgelenkt.
53:34Also Ihre Fantastereien, die müssen Sie mir erst mal beweisen.
53:38Können wir.
53:41Dr. Jonas wurde etwa gegen 18.30 Uhr ermordet.
53:47Ja, da war ich zu Hause.
53:48Sie telefonierten mit Herrn Kütten wegen Ihrer Verabredung und Ihrer Migräne.
53:54Das hat er Ihnen doch bestätigt, oder?
53:57Hat er. Auf die Minute.
54:01Andi, ich bin's.
54:05Ich hoffe, du bist noch nicht losgefahren, um mich abzuholen.
54:10Hör mal, es geht mir nicht gut.
54:14Ich, ich hab wieder Migräne und ich bin voll mit Mitteln, die doch nicht helfen.
54:18Und ich hab mich schon ins Bett gelegt.
54:23Schade.
54:25Ich, ich ruf mich doch morgen an, ja?
54:30Tschau.
54:34Mittwoch, 18.47 Uhr.
54:38Ein Feuerwehrwagen.
54:40Aber der fuhr um diese Zeit exakt 18.47 Uhr.
54:44Das haben wir recherchiert.
54:46Nicht hier an Ihrer Wohnung, sondern an Ihrer Praxis vorbei.
54:49Und die Zeit hätte nie und nimmer gereicht, um nach Hause zu fahren, bevor Herr Kütten gekommen wäre.
55:07Das verstehen Sie nicht.
55:16Wir haben ja alles genommen.
55:25Wir haben ja alles zusammen gemacht.
55:29Wir haben ja alles zug montiert.
55:33Wir haben ja alles Sylvie.
55:37Wir haben ja allesạ zeker.
55:42Wir haben ja alles Sega Rights eingreisen.
55:48Wolle ist nie hier!
56:17Untertitelung. BR 2018
56:48Untertitelung. BR 2018
57:00Untertitelung. BR 2018
Kommentare

Empfohlen