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00:35Thank you, Ariane Rosenberg.
00:39Not so good in the winter, I have to buy soon winter.
00:42That's my personal favorite, before the Hämorrhoidensalbe.
00:46I hate everything.
00:49You don't have an emotional conversation with the customer.
00:53There's nothing to say,
00:54you need to buy winter, you need to buy it.
00:58And the customer says not,
01:00you are a man of taste and taste.
01:01Written in Doris Maggo,
01:02recht haben Sie,
01:03vorweihnachtliches Vollgummi,
01:04das Profil perfekt abgestimmt auf die Furche in Ihrem Gesicht.
01:07Vier richtig wuchtige Bollermänner,
01:09damit machen Sie schon Eindruck bei der hiesigen Damenwelt.
01:12Zwinky, zwonky.
01:12Wenn die Frauen wissen,
01:14mit diesem feinen Typen hier
01:15werde ich nicht an einer Pappel zerschellen.
01:18Wenn Frau Holle mal wieder Tourette bekommt,
01:19nein, Madame, nicht mit ihm,
01:21denn er hat Pneus.
01:23Die haften auf der Straße wie Fliegenpapier.
01:25Schnee, Regen, Glätte, Hirsche, Häuser, Hurricanes und Hyper Hyper.
01:28Da kann kommen, was will.
01:29Sie rumpeln und pumpeln darüber hinweg.
01:32Winterreifen. Chapeau.
01:34Ist nicht.
01:36Amen.
01:44Am Arsch jedoch.
01:46Stattdessen immer das Gleiche.
01:47Tach, ich brauch dringend Winterreifen.
01:49Verkäufer dann hätten sich im Juli drum kümmern müssen.
01:51Das ist jedes Mal.
01:52Jedes Jahr das Gleiche.
01:54Und ich weiß natürlich, was Sie jetzt denken.
01:56Und natürlich wollen Sie das jetzt auch hier fragen.
01:59Hast du keine Winterreifen eingelagert, du Opfer?
02:03Und da kann ich sagen, natürlich.
02:04Ich habe acht Sätze Winterreifen eingelagert.
02:08Aber ich weiß nicht mehr, wo.
02:12So Autowerkstätten, die sehen ja alle gleich aus.
02:14Verstehst du?
02:15Man kommt da rein, es ist immer das Gleiche.
02:17So ölverschmierte Kalender mit halbnackten Frauen,
02:20die so eine Nockenwelle kosen.
02:21Und links so ein rauchender Typ in Latzo,
02:24so ein anderer Typ liegt unter einem VW-Lupo und mummelt.
02:27Und dann kommt so ein dritter Typ,
02:28der putzt die Finger mit dem Geschirrtuch ab,
02:30rotzt in so einen aufgesägten Benzinkanister und sagt,
02:33ja.
02:35Tag, Sträter, ich bin wegen meiner Winterreifen hier.
02:38Welcher?
02:40Meiner.
02:44Fabrikat?
02:46Weiß ich nicht.
02:48Schade.
02:49Und dann schauen wir uns beide schweigend an,
02:51bis einer geht.
02:53Und überwältigend häufig bin ich das.
02:56Und das ist schade.
02:58Wegen dieser ganzen Herbstvorbereitung
03:00wird mir auch das Herz immer so schwer.
03:01Kennen Sie das auch?
03:02So eine leichte, echt, ey.
03:03Dabei ist der Herbst die beste Jahreszeit.
03:06Allergeilste Jahreszeit.
03:07Nicht so ein Krawallo wie der Winter, weißt du?
03:09Wo du diese ganzen Wattejacken-Pupsis hast,
03:12die dann in die Parks getrieben werden.
03:14Wo man so kranken Piepels,
03:15sich ein Loch in den zugefrorenen See hacken und Eis baden.
03:18Wem willst du was beweisen?
03:20Ich habe aber auch Skifahren noch nie gecheckt.
03:23Wirklich.
03:24Menschen fahren auf Brettern eine Schräge runter
03:27und im Prinzip funktioniert davon selber nichts.
03:29Du brauchst ja ohne Ende Hilfsmittel.
03:31Du musst die Bretter ja erst mal am Fuß festmachen.
03:34Und dann brauchst du auch noch Pinne zum Balancieren und Abstützen.
03:36Und ohne Glätte geht es auch nicht.
03:38Weißt du?
03:38Und wenn es richtig gut läuft mit all den Hilfsmitteln,
03:41wirst du irgendwann unlässig wie so ein Dulli wieder hochziehen.
03:43Was ist das für eine...
03:46Warum rollt man sich nicht einfach in Straßenkleidung
03:48in den Hang runter und ruft Aua?
03:49Das ist genau das gleiche Prinzip.
03:51So.
03:53Das ist ein Wichsel.
03:54Der...
03:56Mensch.
03:59Ja.
04:01Der Mensch kann im Winter nichts ohne Hilfsmittel.
04:04Ich glaube, der Mensch stünde besser da, wäre er ein Bär.
04:07Also nicht pauschal jetzt ein Bär,
04:09aber irgendwie doch, weil klar oder nein.
04:12Grizzlies sind grauenhafte Uhrmacher.
04:13Das ist wegen der kleinen Teile.
04:15Und ich möchte auch nicht, dass mir ein Tonnen schwerer Kodiakbär
04:18die Hämorrhoiden verödet.
04:19Dafür ist so ein Tier auch zu impulsiv.
04:20Da kann schnell was schief gehen.
04:22Aber so als Konzept, so Bärenkonzept, technisch,
04:26so mit haftenden Tatzen und Speckschicht und Pelz,
04:28trägt auf sich, aber ich würde es machen.
04:30Weil man kann als Bär einfach liegen und gut.
04:33Ich weiß allmählich nicht mehr, worauf ich konkret hinaus wollte.
04:38Der Herbst.
04:39Genau.
04:40Beste Jahreszeit.
04:42Na ja, kommen wir zu meinem Besuch.
04:44Ich bin, ganz geschmeidiger Übergang meinerseits,
04:48ich bin wirklich überaus stolz.
04:49Und das stimmt, dass wir das überhaupt hingekriegt haben.
04:51Was bin ich der Redaktion auf die Faktor gegangen?
04:53Fragt bitte an bei der Dame und besorgt Champagner
04:56und dann bettelt ihr.
04:57Irgendwie sowas.
04:58Ihr könnt der Dame auch erzählen,
04:59dass ich mich diesmal wirklich erwachsen benehme
05:01und sie schön ausreden lasse.
05:03Und es gibt keine doofen Spiele.
05:04Fast, fast, fast keine doofen Spiele.
05:07So.
05:07Und hat das funktioniert?
05:10Wer ist deine Legende und wer ist heute hier?
05:12Marianne Rosenberg.
05:36Das war der Höhepunkt.
05:37Was sollen wir machen?
05:40Ja, keine Ahnung.
05:41Das Lied, das wir gerade gehört haben,
05:43das ist von deinem Album Bunter Planet.
05:46Ja.
05:46Worum geht es in dem Album?
05:49Um Liebe.
05:50Ja.
05:51Um die universelle Liebe, die Liebe miteinander.
05:54Und das war wichtig, das mal wieder zu besingen,
05:57weil zu viel Hass in unsere Welt gekommen ist.
06:03Und deswegen war das für mich einfach wichtig,
06:06über Toleranz, über Freiheit,
06:08über das Miteinander zu zelebrieren.
06:12Ja.
06:12Dass es nicht darauf ankommt,
06:13woran wir glauben,
06:15wen wir lieben oder wo wir herkommen.
06:28Wir haben das ja schon,
06:29wir dürfen uns duzen.
06:32Jetzt muss ich mir nur das Frau Rosenberg abgewöhnen,
06:34dann wird es was.
06:35Frau Rosenberg, du hast...
06:37Yes, Mr. Streeter.
06:38Marianne, since you were 13, you were a showbiz.
06:44How did you do that?
06:46I wanted to be a little singer.
06:49When I was 5, I built my first Bühne with Stühle and Tische.
06:55That was pretty good.
06:59And then?
07:01You built your Bühne.
07:02You built your Bühne with Stühle.
07:03I wanted to be a astronaut.
07:07How did you do that?
07:08It didn't work.
07:10I was like, I was like.
07:12And then?
07:14You were like, what do you want to be a astronaut?
07:19I was like, what do you want to be a astronaut?
07:24I was like, what do you want to be a astronaut?
07:25How did you come from that?
07:2750 years to be in Showbusiness?
07:30Why were you working on an deutschen politics,
07:33that was they were taking care?
07:40I was like...
07:40But in the public there was one, the Joachim Heider, who wrote all the Super-Hits.
07:48He discovered me.
07:50He talked about Michael Holm, who was supposed to produce.
07:56And then it was a little bit higher.
08:02Also not so a career, but always so.
08:06Und das ging eigentlich über viele, viele Jahre so.
08:10Ich wurde erwachsen und da ich öffentlich erwachsen wurde, musste ich dann irgendwie, ja, auch
08:18einen öffentlichen Break machen, um zu schauen, wie geht es für mich weiter, welche Inhalte
08:25möchte ich, wie möchte ich arbeiten und es war auch, würde ich sagen, so ein, ja, ein
08:34Emanzipationskampf, weil heute noch ist es so, dass dieses Business wirklich, die Machtposition,
08:40da sitzen die Männer, es ist nicht so ganz einfach und schon gar nicht, wenn man da jetzt autorenmäßig
08:47mitschreiben will, mitbestimmen will und weil ich sehr, sehr schüchtern und introvertiert
08:53war, hat das lange gedauert.
08:57Wie schlimm ist die Schlagerbranche wirklich?
09:01Man liest das ja immer ab und zu, dass selbst die heutige Schlagerbranche komplett giftig
09:05ist.
09:06Wie schlimm war das denn damals?
09:07Ja, man sagt Haifischbranche, aber ich glaube, nichts ist so schlimm wie die Politik.
09:23Und du bist ja politisch sehr interessiert, also du bist ja schon jemand, der ein politischer
09:27Mensch ist.
09:29Ja, also ich würde sagen, ich bin politisch geboren.
09:32Hast du mal über ein politisches Amt nachgedacht oder regelst du das schon mit Alpen?
09:36Nein, also über ein politisches Amt habe ich nie nachgedacht.
09:40Ich möchte frei sein im Denken und Handeln.
09:44Also ich würde sagen, dass ich irgendwie so spontimäßig immer Aktionen gemacht habe,
09:49Rock gegen Rechts, solche Veranstaltungen, viele Solidaritätsveranstaltungen, auch für
09:56die queere Szene.
09:57Ja.
09:58Das war mir alles sehr wichtig.
10:07Du bist ja eine Schutzheilige der queeren Szene.
10:11Ja, was heißt Schutzheilige?
10:13Also es gibt bestimmte Frauen, die werden in dieser Szene besonders verehrt und auf jeden
10:21Fall stehe ich da in einer Reihe mit Kylie Minogue oder Madonna oder Lady Gaga oder Barbaras
10:27Dreisand oder Cher sogar.
10:29Ja, und das sind alles so wundervolle, starke Frauen, dass es mich adelt, wenn ich daneben
10:37gestellt werde.
10:38Ja.
10:38Das finde ich ganz toll.
10:39Ja.
10:46Und du interessierst dich ja so ganz breit gefächert, was für Musikgenres, was bedeutet
10:52dir noch was?
10:53Also ich halte ja nicht so viel von Schubladen, insofern ich habe im Jazz-Bereich gearbeitet,
11:00auch im Elektro- und auch im Chanson-Bereich und ich höre sehr viele verschiedene Stilistiken,
11:10ja auch so Hip-Hop oder Rap inzwischen mit Echo Fresh mal gearbeitet, den ich sehr mag
11:15und ähm.
11:17Warst du schon mal auf Wacken?
11:21Kennst du das?
11:23Ne.
11:24Wacken ist, wie soll ich dir das, Wacken, Niedersachsen.
11:28Niedersachsen?
11:29Schleswig-Holstein.
11:30Schleswig-Holstein.
11:30Es ist an der Grenze zu, zu, ja, entspann dich, sonst tausche ich dich aus.
11:35Schleswig-Holstein.
11:36In Schleswig-Holstein gibt es einen gigantischen Acker, da findet einmal im Jahr ein Heavy-Metal-Festival statt.
11:43Wacken.
11:44Ja.
11:45Das ist legendär und so sehr die Musik einem wirklich auch die Kniescheibe rausschraubt,
11:50stellenweise.
11:51Da spielen acht Heavy-Metal-Bands gleichzeitig, ist das die herzlichste und schönste Veranstaltung
11:57der Welt.
11:58Du wirst...
12:01Ja, also das muss ich auch sagen, dass ich mit Heavy-Metal hatte ich noch keine Berührung.
12:08Außer, dass ich gemerkt habe, dass die eben, wie soll ich sagen, nicht mehr so authentisch
12:13sind, äh, wie früher.
12:15Das heißt, die trinken wirklich so Cola hinter der Bühne und so, die bleiben ganz clean,
12:21gehen die raus und spielen.
12:23Da muss man sich...
12:24Wette.
12:25Ja.
12:26Das weiß ich.
12:27Das weiß ich von Kollegen.
12:29Da muss man sich aber keine Sorgen machen, das Publikum vorne hat sich gar nicht im Griff.
12:34Das...
12:35Das kippt dann wieder genau.
12:37Wirklich ganz schlimm.
12:39Aber ein Guth.
12:40Das ist...
12:43Es würde mich nicht wundern, wenn die Initiatoren und Veranstalter von Wacken, auch zwei so
12:47Legenden, dir bald mal eine Einladung schicken.
12:50Und glaube mir, da solltest du hin.
12:53Die Leute, du wirst den Boden nicht berühren, sie werden dich die ganze Zeit tragen.
12:56Vielleicht gegen deinen Willen, aber es wird dir gefallen.
12:58Es ist, äh...
12:59Ja, ist ja so.
13:01Es wacken halt.
13:01Es wacken.
13:05Es wacken.
13:06Was willst du denn noch machen?
13:08Das klingt jetzt wieder so mit, äh, was willst du denn jetzt zum Ende der Karriere machen,
13:12oder so, aber ich meine, was willst du jetzt noch machen?
13:14Was, was, was würdest du gerne noch machen?
13:16Ich denke gar nicht darüber nach, wenn du jetzt, äh, mit dieser Frage meinst, ob ich irgendwie
13:21ein großes Ziel habe.
13:23Klar, ich gehe nächstes Jahr auf Tour und ich will dann natürlich bunter Planet auch live
13:28spielen.
13:28Wie viele Termine?
13:30Äh, 15.
13:31Mhm.
13:31Und weil das, äh, größte Geschenk ist natürlich die eigenen Sachen, die du erfindest.
13:38Und inzwischen schreibe ich ja schon viele Jahre Selbstsongs, äh, dann mit anderen Menschen
13:44zu teilen.
13:46Das ist das Größte überhaupt.
13:47Weil man macht ja die Musik nicht für sich selbst.
13:50Aber ist es ein Geschenk oder hat man es sich verdient?
13:53Nein, es ist ein Geschenk.
13:55Wenn du, wenn du es schaffst, in so einem Konzert nur für einen Moment Haut und Herzen
14:01der Menschen zu berühren, ist es mehr, als du erreichen kannst.
14:11Ich muss was zwischenmoderieren, nämlich einen Einspielfilm, den ich gedreht habe, mit
14:14diesen lieben Menschen von der Burg.
14:16Und den moderiere ich mir eben an, den gucken wir und dann geht's weiter.
14:19Ja, sehr gerne.
14:20Ein Moment stiller Einkehr, Zeit für einen kleinen Film, Stichwort Dritter.
14:23Ich war auf Burg Satzwey, das ist hier um die Ecke.
14:26Tiere, Metall, Waffen.
14:28Natürlich war er klar am heißesten Tag des Jahres, logisch.
14:32Cause I wanted Satzwey.
14:34Wortspiel, hier.
14:45Und hier sind wir in den Gewölben der Burg.
14:49Und hier ist bereits Rittergedöns arrangiert und wie heißt du?
14:52Josch.
14:53Du bist Vollzeit-Ritter.
14:55Ich bin Teilzeit-Stuntman, Teilzeit-Ritter.
14:58Und das ist deine Rüstung, nicht wahr?
15:00Korrekt, das ist meine Rüstung, die habe ich für mich anfertigen lassen, damit man mit
15:04reiten kann und stürzen kann.
15:06Und das ist original Gewicht, wovon reden wir hier?
15:08Wir reden von roundabout 60 Kilo.
15:11Ja.
15:11Naja, Kaschmir geht anders.
15:12Dann zeig mal.
15:13Womit fange ich an?
15:13Wir fangen mit der Brust und dem Rücken an.
15:15Bauch, Beine, Po.
15:17So.
15:17Das ist die Brustplatte mit deinen Beintasseln.
15:21Die lege ich dir jetzt vorne an.
15:23So.
15:24Das geht jetzt nicht über Schnellverschlüsse, über der Flensburger Flasche.
15:27Das ist auch jetzt schon angenehm klaustrophobisch.
15:31Gut, das ist jetzt Brust.
15:33Fühlt sich jetzt schon an wie schwerer Auffauunfall in einem Fiat Punto.
15:36Und was passiert als nächstes?
15:37Als nächstes legen wir dir die Halsberge an.
15:40Wie bitte?
15:41Das ist das, was dann von mir geborgen wird, wenn etwas passiert?
15:46Genau.
15:46Das trägt sich ja richtig Arsch.
15:49Unter Rittern wurde nicht viel genickt, oder?
15:51Das ist richtig.
15:52Ja.
15:53Kann das sein, dass man diese Rüstung braucht, weil man immer angeritten wird,
15:57weil sobald man die an hat, steht man bewegungsunfähig am Baum?
16:00Das ist durchaus im Bereich des Möglichen, ja.
16:02Kann es sein, dass es besser wäre, man hätte keine Rüstung, könnte weglaufen?
16:06Deswegen trage ich sie so selten.
16:09Ah!
16:11Entschuldigung.
16:12Es ist irgendwie nicht besonders ritterlich, wenn man eine Rüstung anlögt, um ins Gefecht zu gehen,
16:16aber kreischt, sobald einem der Lederriemen ins Fleisch schneidet.
16:19Tut mir leid.
16:20Sind die Smartphone tauglich?
16:22Äh, ich hab's nicht ausprobiert tatsächlich.
16:24Ja.
16:25Das ist nämlich das.
16:26Wer doppelt kauft, kauft zweimal.
16:27Nein, wer...
16:27Warte, ich komm.
16:30Das ist...
16:31Oh, das ist...
16:32Das ist sexy.
16:34Guckst du wegen den Ohren?
16:35Ja.
16:36Sind dran.
16:38Es ist ein unfassbarer Radau hier drin, sobald man sich bewegt.
16:42Aber egal.
16:44Hauptsache...
16:45Jetzt sieht man auch nichts mehr.
16:47Das ist wirklich perfekt.
16:48Ich seh' nichts mehr und kann mich nicht bewegen.
16:52Wohin ist das?
16:53Gegen einen atomaren Erstschlag oder was?
16:55So fingen bei denen im Mittelalter Krieger an, weil irgendeiner was nicht sehen konnte an Hack.
16:59Und das war der Jürgen.
17:01Meine Fresse.
17:03Wenn du stolperst, du weißt, ich krieg dich nicht mehr hoch.
17:05Ist dir klar, oder?
17:06Wenn du stolperst, wurfst du bitte den ADAC.
17:09So viel zum Thema Keller.
17:12Und nun Drohnenflug, Kostümwechsel und frische Luft.
17:16Das wurde auch Zeit.
17:18Aron, komm.
17:21Das ist die Mischung von einem Tesla und einem Pferd.
17:24Toll.
17:25Das ist Aron.
17:26Das ist Aron.
17:27Aron ist ein Filmpferd.
17:30Keine Ahnung, aber irgendwas stimmt nicht, was ich sage.
17:32Hallo.
17:33Lach mal.
17:35Richtig, auch nicht.
17:36Smile.
17:36Smile.
17:38Aron ist ein Filmpferd.
17:40Und in seiner Eigenschaft als Filmpferd hat er eine Menge Toll.
17:42Er war Ostwind.
17:43Unter anderem, ja.
17:45Ostwind.
17:45Und dann noch, was noch?
17:46Ach, der war Cagliostro bei Immenhof.
17:49Er hat mit Kristen Stewart bei Drengerfett Charlie gedreht.
17:52Also pass auf, Pferd.
17:54Man kann das Tier als solches nicht absenken.
17:56Das ist richtig.
17:57Ja.
17:58Ich könnte es eingraben lassen für dich.
17:59Ja.
18:01Mach das.
18:01Nein, ich gehe seitlich.
18:03Pass auf.
18:05Perfekt.
18:06Sehr gut.
18:08Pferde.
18:09Nicht nur pikant im Geschmack, sondern auch tolle Fortbewegungsmittel.
18:12Was für ein liebevolles Tier.
18:14Man fühlt sich sicher auf diesem Ausgebildeten.
18:17Also man fühlt sich so halbsicher.
18:18Mann, ich meine, einer von uns ist immerhin gepanzert, wenn was ist.
18:21Ich brauche einmal die Gerte, bitte.
18:23Was?
18:24Wer ist Gerte?
18:25Eine völlig neue Person kommt ins Spiel.
18:28Okay.
18:29Gerte von den Maisglockjes.
18:31Komm.
18:36Komm.
18:37Bremsen ist wie immer übers Hauptkabel, ne?
18:39Genau.
18:40Richtig.
18:41Und alle gelaufen.
18:41Komm.
18:42Alle gelaufen.
18:43Hopp.
18:43Komm, hopp.
18:48Bogen schießen, würde ich jetzt mal sagen.
18:51Ah, danke.
18:52Ist schon vorgespannt.
18:54Das ist eben das bei uns alten Leuten.
18:56So.
18:57Das ist ein Linkshänderbogen.
18:59Ja.
19:00Das heißt, ne?
19:01Hirsche müssen immer von rechts kommen, sonst wird das nichts.
19:04Äh.
19:05So.
19:05Ansonsten schieße ich einfach auf Bäume.
19:07Bleib stopp.
19:07Oh.
19:08Mensch, Aaron, nimm dich zusammen.
19:10Während ich den Bogen in der Hand habe, stelle ich auch gerade fest, warum das Pferd hinten
19:13gepanzert ist.
19:14Halbe Miete.
19:18Ja, das passt doch.
19:19Ich bin bereit.
19:20Na, dann komm.
19:21Auf geht's.
19:22Ups, entschuldige.
19:26Komm.
19:29Ach, knapp daneben.
19:30So, vorbei.
19:38Kommen wir nun zum unpraktischen Waffen.
19:41Teil 1.
19:41Ich hatte mal so einen ähnlichen Gartenschirm.
19:44Das war auch nichts.
19:45Wie halte ich den?
19:46Ja, so ungefähr ist richtig.
19:47In die Einbuchtung?
19:48In die Einbuchtung, genau.
19:49Unter die Achsel?
19:50Unter die Achsel.
19:50Das ist respektlos, wenn ich das auf dem Kopf des Pferdes abstütze, oder?
19:53Wäre es, ja.
19:54Ja, okay.
19:55Sehen Sie nun, wie Thorsten Sträter in einer von Ihnen bezahlten Sendung einen Mann tötet.
19:59Für eine kleine Unachtsamkeit.
20:20Irgendippe Friedrich.
20:21Es ist wieder mal vorn.
20:26Sisler Absopf wieder auf dem Haut des 행 tribus.
20:30Inspirierend, inspirierend.
20:31from 14 days. Can I give you the Pinorek, the Lanze?
20:35I'm going to go.
20:36How is that?
20:37She's called Brechlanze.
20:38Right.
20:39And I'm not good.
20:41My Lieber, then...
20:43...kleide dich um.
20:44Have a nice day.
20:45You too.
20:46And I wish you much fun.
20:47Come on, up.
20:49Here, lang.
20:50Na, komm.
20:51Na, komm.
20:53Na, komm.
20:55Na, here, lang.
21:01So.
21:02Wie das war's?
21:03Das ist alles.
21:04Wir bleiben hier stehen.
21:05Das Ding hat komplett eingepackt.
21:07Vielleicht ist er leer.
21:23Ich bin immer noch bei Marianne Rosenberg und Marianne Rosenberg ist immer noch bei mir.
21:28Du hast ja dieses wunderschöne Lied gemacht.
21:30Das beste deutsche Liebeslied.
21:32Darauf können wir uns festlegen.
21:34Liebe kann so wehtun.
21:36Es gibt kein besseres deutsches Lied über die Liebe.
21:38Wir hören mal eben rein.
21:39Das machen wir nur für mich.
21:40Und jetzt.
21:42Liebe kann so wehtun, doch sie geht auch viel.
21:47Ohne Liebe leben, nein, das könnte ich nie.
21:51Macht das was mit dir?
21:53Und ich will leben.
21:54Nein, aber mit Dieter Bohlen.
21:56Nur mit dir.
21:56Das ist auch sein Lieblingslied.
21:58Es ist Dieter Bohlen's Lieblingslied?
21:59Ja, dann finde ich es nicht so gut.
22:01Ähm.
22:05Ähm.
22:06Ähm.
22:10Doch, ich finde es mega.
22:11Es ist mega.
22:12Ja, ja.
22:12Und ich finde es auch toll.
22:13Auch von 1976 klingt keine Minute älter als eine Woche, finde ich.
22:17Wirklich toll.
22:17Hast du Lust mit mir ein kleines Spiel zu spielen?
22:20Es ist nichts Schlimmes, glaube ich.
22:22Okay.
22:23Die haben, also die Redaktion hat aus Songs, aus deutschen Liedern, irgendwelche Textpassagen
22:27ausgeklammert.
22:28Und wir müssen jetzt entscheiden, ist das zum Beispiel, ist das von den Toten Hosen oder
22:33von Beatrice Egli?
22:36Mal gucken.
22:37Ich frag mal.
22:38Hier ist der Text.
22:40Du merkst nicht, wie die Tage vergehen, auch wenn es so scheint, sie bleiben nicht stehen.
22:45Sie tropfen stetig vor sich hin, wie ein Wasserhahn, der undicht ist.
22:49Das reimt sich ja nicht mal.
22:50Äh, ist das, sind das die Toten Hosen oder Beatrice Egli?
22:53Ich weiß es nicht.
22:53Das können sogar die Toten Hosen sein.
22:56Weil sie es nicht reimt, ne?
22:57Ja.
22:57Wir legen uns fest.
22:58Tote Hosen.
22:59Du merkst nicht, wie die Tage vergehen.
23:02Beatrice Egli.
23:03Wer hätte das gedacht?
23:05Ja, das sind die Toten Hosen.
23:07Wir haben recht.
23:12So, Konzentration.
23:13Es ist sehr schwierig, die Texte nicht wie eine Trauerrede vorzunehmen.
23:16Das sind ja Songtexte, so bitte.
23:19Das hört sich leider auch oft anders an als gesungen.
23:22Muss ich sagen.
23:23Das ist bei, wenn ich fall, ist es auch viel am Telefon.
23:25Das klingt auch immer, als wäre einer gestorben.
23:27Dabei will ich nur wissen, wo mein Paket ist.
23:29Die...
23:30Ganz viel.
23:33Ähm...
23:34Hier ist der Text.
23:37Haha.
23:39Wie kann ich dir erklären, dass wir ein Traumpaar sind?
23:42Das klingt, als wäre ich in die Wohnung eingedrungen.
23:43Ne?
23:43Ich fange mal von vorne an.
23:46Wie kann ich...
23:47So, jetzt Schluss.
23:51Nachts am Bett.
23:52Wie kann ich dir erklären, dass wir ein Traumpaar sind?
23:54Ich rufe die Bullen.
23:56Ist es?
23:56Lass es mir jetzt vorlesen.
23:59Applaus
24:03Ich habe den Text hier jetzt.
24:05Marianne, bitte, Konzentration.
24:07Ja, wie kann ich dir erklären?
24:08Wie kann ich dir erklären, dass wir ein Traumpaar sind?
24:11Vielleicht wärst du bei sowas anderer Meinung.
24:13Ich fliege viel zu hoch.
24:15Ich bin zu nah am Licht.
24:17Ich brauche eine Landebahn, doch die ist nicht in Sicht.
24:20Ich bin total verliebt und muss doch schreien.
24:24Hm.
24:24Ist das Matthias Reim?
24:27Der alte Leguan?
24:28Oder ist es Sportfreunde Stilla?
24:31Ich würde sagen Matthias Reim.
24:33Das ist ein netter Mann, ich habe den mal kurz getroffen.
24:36Ja, stimmt.
24:37Ich glaube, netter, angenehm, gebräunter.
24:39Dann müssen wir kurz reinhören, bitte.
24:44Wie kann ich dir erklären, dass wir ein Traumpaar sind?
24:46Du wusstest es.
24:49Was?
24:51Dieses Spiel.
24:53Das haben wir ganz mal verloren.
24:54Danke.
24:59Danke, Matthias Reim.
25:01Und danke auch an dieser Stelle an Marianne Rosenberg.
25:05Wir sind mit unserem Sport am Ende.
25:07Tausend.
25:07Hier ist dich leider hinausgeleiten.
25:11Marianne Rosenberg.
25:17And now I invite you to invite me to phrase the phrase in this section, which is called Acte Wix.
25:32Welcome to Acte Wix.
25:34What are you doing today?
25:36That is a very important rubric, because this is what explains.
25:41We have now in more than 24 Folgen Acte Wix 1.
25:4899,2% of the phrase phrase are completely wrong.
25:53For example, if you have a normal person,
25:581,77 cm groß,
26:001,7 cm groß,
26:001,7 cm groß,
26:011,7 cm groß,
26:021,7 cm groß,
26:05also II,
26:06oder ich
26:07oder you
26:07oder was weiß ich
26:09.
26:09When der irgendwas schönes tut,
26:11zementiert
26:11oder erreicht etwas,
26:12cetendruck hinterlässt, wo man denkt,
26:14ach komm,
26:14ziemlich schön.
26:15Kommt nicht selten
26:16ein anderer Mensch daher,
26:19legt einem die dampfende Pranke oben aufs Schlüsselbein
26:21und sagt,
26:23das war ein Meilenstein .
26:26Das sag Од último,
26:27ich sag immer,
26:27das ist ein Meilenstein.
26:29Und das klingt ja sehr nach,
26:31mehr kann man nicht erreichen, Kollege,
26:33das gibt es nicht,
26:33Hammerbursche, das ist ein Meilenstein, zicke, zicke, zicke, hoi, hoi, hoi, was für ein Meilenstein.
26:39Das Problem ist nur, im Verständnis, das Problem mit Meilensteinen ist, die kommen oft vor.
26:47Nämlich jede Meile, ehrlich gesagt.
26:49Das wird völlig falsch benutzt, das sind ja dauernd Meilensteine.
26:51Man könnte sagen, jede Meile, ich halte das für gut geschätzt.
26:54Der Begriff hilft nicht, weil der Begriff, das ist ein Meilenstein, wäre eigentlich zu sagen, guck, schön wieder was geschafft
27:00und jetzt geht es weiter.
27:01Und nicht etwa Hose runter hinlegen, du bist ein Genie, ruhe dich für immer aus, Manni.
27:05Das sagt gar nicht Meilenstein.
27:08Das ist völlig trivial, da könnte man genauso gut sagen, weil wir Deutschen ja die Einheit Meile auch gar nicht
27:13benutzen.
27:14Klar, eine Meile sind saubere 1,6 Kilometer, beziehungsweise 4.527 Zoll, 3 Inch und ein 8.000. Pinch.
27:20Also sozusagen 5.600 Unzen nautische Klabocken.
27:24Deswegen nehmen wir stattdessen, was weiß ich, nehmen wir statt Meilenstein etwas ähnlich unspektakuläres aus dem Straßenverkehr.
27:31Ja, hier, abknickende Vorfahrt. Das kannst du genauso nehmen.
27:35Du kannst dich hinstellen und kannst sagen, Francesco, du Goldkehlchen.
27:42Also dieser Fachvortrag über die Geschichte der Salzteiggewinnung war für alle hier und ich übertreibe nicht.
27:49Eine abknickende Vorfahrt, sondern dergleichen.
27:52Wirklich.
27:54Und deswegen, es ist falsch benutzt.
27:57Geht nicht, geht nicht.
28:00Es ist nicht richtig.
28:04Es ist nicht richtig und ich hoffe, dass Ihnen das hilft, denn das ist ein sehr hilfreicher Text.
28:08Eine wunderschöne Floskel indes ist übrigens von Marie Antoinette, die 1793 unmittelbar nach ihrer Hinrichtung verlauten ließ.
28:16Sorry, ich höre Sie gerade so abgehackt.
28:24Das stellen Sie sich nicht so an, Sie benutzen das doch auch.
28:27Selbst Jahrhunderte später kommt der Spruch doch noch aus den Mündern von Leuten, die gerade nicht telefonieren wollen, aber zu
28:33feige sind einfach aufzulegen, oder?
28:36Sie simulieren doch auch dann so ein fernmündlich, so ein Elektrosturm.
28:39Frau Gott, bitte, genug, sorry.
28:42Hör mal, ich höre dich gerade so abgehackt.
28:44Auflegen.
28:45Das machen Sie doch genauso.
28:46Meinen Sie, ich mache das nicht?
28:48Ich mache das dauernd, wenn ich keinen Bock mehr habe zu reden.
28:51Ich?
28:51Olli?
28:52Stebbar, zahle die Mampi, Mundi, Gnu.
28:55Ich höre dich gerade so abgehackt.
28:58Olli?
28:58Ich sitze vor dir, Thorsten.
29:02Ich ziehe das durch.
29:05Machen Sie das, ziehen Sie es durch.
29:09Ich bleibe dann sitzen und mache so, Olli, Olli, Olli, Olli, Olli.
29:17Und dann stehe ich auf und gehe weg.
29:18Ich komme da erschütternd häufig mit durch.
29:20Das ist total super.
29:21Machen Sie das bitte ab jetzt auch.
29:23Das hat Olli natürlich keineswegs verdient.
29:25Das ist ein alter Freund.
29:26Olli ist ein guter.
29:28Olli denkt auch an andere.
29:29Der geht zum Beispiel, weißt du, der geht im Baumarkt und spricht Mitarbeiter an und sagt,
29:33Hören Sie, kann ich Ihnen helfen, damit die mal sehen, wie das ist?
29:36Das finde ich total, das ist einer meiner ältesten Freunde, so empathisch.
29:40Aber ich gehe nicht so weit zu sagen, und jetzt wird es wieder schlimm, dass ich sage,
29:45Olli wäre, Achtung, das finde ich wirklich ganz scheiße.
29:48Nicht von schlechten Eltern, das ist eine Kackformulierung, sondern dergleichen.
29:53Wo kommt dieser Quatsch eigentlich her?
29:55Nicht von schlechten Eltern.
29:57Ich verstehe das natürlich ein bisschen.
29:59Schließlich hat, und das ist ja ein Naturgesetz, die Generation vor einem immer richtig schwer
30:04war an der Waffel.
30:05Und das bleibt so, bis man selber Kinder hat, dann ist man persönlich der Idiot.
30:10Das ist ja so normal.
30:12Die vor einem sagt sie immer, komm, geh weg.
30:14Weißt du?
30:16Aber, gute oder von guten oder schlechten Eltern sein, das ist doch als Redewendung völlig
30:20Latte.
30:21Das hat ja keine Auswirkung auf einen.
30:23Sollte es zumindest nicht, ob deine Eltern schlecht waren.
30:26Man wird ja nicht schlecht dadurch, dass die Eltern schlecht waren.
30:29Man verhält sich dann nur ab und zu ein bisschen unangemessen.
30:32Es gibt vermutlich gar kein richtiges Schlecht, nur halt komplett unfähig.
30:36So wenig, wie es meiner Auffassung nach, jetzt mal ernsthaft, Faulheit gibt.
30:39Ich glaube, das gibt es nicht, Faulheit.
30:41Da steckt immer was dahinter, zum Beispiel Unwillen oder Protest oder Erschöpfung, kann
30:45ja sein.
30:45Obst kann faul sein oder irgendwas im Staate Dänemark.
30:48Menschen aber nicht, wenn Sie mich fragen.
30:50Wirklich.
30:51Es gibt so viele unsinnige Redewendungen, die mich komplett auf die Palme bringen.
30:55Warum Palme zum Beispiel?
30:56Jetzt mal ehrlich.
30:58Wir sind immer noch in Deutschland.
30:59Was für eine Palme, Junge.
31:01Oder was für ein Kack ist denn, der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
31:05Warum?
31:07Der muss ja nicht kaputt gehen.
31:08Wo wird das behauptet, es gibt ja durchaus Verbundmaterialien, wo du den Krug vom Dortmunder
31:14Fernsehturm auf den Leopard 2-Panzer schmeißen kannst.
31:17Und da ist nix, da ist kein Kratzer dran zu sehen.
31:19Bei nix, vor allem nicht beim Fernsehturm, klar.
31:21Aber auch nicht beim Krug.
31:25Aber es muss ja immer so fatalistisch zugehen in den deutschen Redewendungen, weißt du?
31:30Nicht von schlechten Eltern.
31:32Deine Eltern können so übel gewesen sein, wie sie wollten oder vielleicht nicht anders konnten.
31:37Vermutlich, weil ihre Eltern genauso schlimm waren.
31:39Aber das macht dich ja als Erwachsenen, der nicht mit einem goldenen Löffel in der Properze
31:43aufgewachsen ist und eine Menge wegstecken musste, nur noch wertvoller als Mensch.
31:47Du bist ja komplett da durchgegangen.
31:49Du kannst jetzt deinen Eltern vergeben oder eben nicht.
31:53Kannst du dir aussuchen.
31:54Du hast die Wahl.
31:54Es ist dein Leben allein.
31:56Und wenn du deine Kinder und die Menschen um dich herum gut behandelst, dann hast du schon
31:59das ganze System geschlagen.
32:01Und du bist immer noch da.
32:03Und wenn deine Eltern anrufen, kannst du ihnen, wie gesagt, vergeben.
32:07Oder du hörst sie ab sofort nur noch sehr abgehackt.
32:09Das meint ihr.
32:11Dankeschön.
32:15Danke.
32:17Es war mir ein Anliegen.
32:19Und nun freue ich mich besonders auf eine Rubrik, in der ich nicht weiß, was passiert.
32:23Ich habe keine Ahnung, welches Material mir präsentiert wird von meinem lieben Freund
32:27Tino Bommelino mit seiner Rubrik Tino Bommelino und folgendem Jingle.
32:47Ich habe mir diesmal die Frage gestellt, was braucht die Welt von mir?
32:52Also welches Wissen fehlt den meisten Menschen?
32:55Und dann habe ich diesen Kurs hier entwickelt, wie man sein Maul hält.
33:12Also die erste Frage, die ich mir gestellt habe, ist, warum wird überhaupt so viel gesprochen?
33:17Und ich glaube, die meisten Leute reden, damit sie sich selbst und anderen beweisen, dass
33:22sie existieren.
33:22Ja, also inhaltlich sagen die meistens sowas wie, mich gibt's, ja, aber mich gibt's
33:28auch.
33:30Ist ja schön und gut, aber dabei darf man nicht vergessen, dass es mich gibt.
33:34Moment mal, was mit mir?
33:37So läuft das ungefähr ab.
33:39Dann wird oft gesprochen, weil die Anwesenden sehr oft vergessen, was bereits gesagt wurde.
33:47Also das wäre ein Beispiel, ja, äh, liebst du mich noch?
33:51Ja, man, schreib sie halt mal auf.
34:05Und ich würde mir wünschen, dass wir alle so ein bisschen mehr zur Stille zurückfinden,
34:10ja, dass wir mehr in Meditationskurse gehen zum Beispiel und ich will auch, dass der Lehrer
34:14dann sowas sagt wie, ähm, wir atmen alle tief ein und halten mal für fünf Minuten unser
34:19dummes Maul.
34:20Ja.
34:22Das wäre schön, oder?
34:24Ja.
34:25Außerdem ist Schweigen eine Form der Rücksicht, ne?
34:28Also man sollte sich immer fragen, ist der andere überhaupt bereit, ne?
34:32Für, äh, also Leute sind ja immer in ihren eigenen Situationen, ne?
34:37Und dann einfach mal fragen, du hast gerade keine Energie für meine Wortkotze, oder?
34:40Weil man weiß nicht, in welcher Situation der andere ist.
34:44Der kann das dann vielleicht nicht verkraften.
34:48Ja.
34:48Aber Schweigen ist auch ein Vorteil, denn wie sagt man so schön, wenn man lange genug
34:52in tiefem Abgrund reinlabert, dann sucht er sich irgendwann neue Freunde, ne?
34:59Also meine Meinung ist ja, bitte lösch meine Nummer.
35:07Dann habe ich mir die Frage gestellt, wie schafft man es, ähm, andere Leute dazu bewegen, dazu
35:12zu bewegen, auch mitzumachen beim Schweigen.
35:14Und da habe ich, äh, einen Trick gefunden, und zwar, was man machen kann, ist, man muss immer
35:18so eine Flasche Wasser dabei haben.
35:19Und wenn man dann mit jemandem redet, dann, äh, fängt man so an zu trinken, und sagt so,
35:24hm, hm.
35:26Das funktioniert.
35:27Was man auch machen kann, ist, äh, Leute mit Käse belegen.
35:31Und ein bisschen Petersilie drauf, die werden ganz schnell still, das ist voll krass.
35:40Und zu guter Letzt habe ich mir noch, äh, äh, den lautesten Ort angeschaut, den Skipton-Fußballstadion, ne?
35:47Wart ihr da schon mal, das ist ganz interessant, äh, was da passiert ist, nämlich, also es fängt
35:51so an, und dann, ähm, rufen so die einen, rufen so, wir sind für die einen, und die anderen
35:57rufen so, ja, aber wir sind für die anderen.
35:59Und, und dann geht es so zwei Stunden lang hin und her, und ich finde inhaltlich, äh, ist
36:05das, also der Informationsaustausch ist nicht effizient, ich finde, das könnte man einmal
36:10sagen, oder?
36:12Und dann sich zusammen ruhig das Spiel angucken, das wäre nett.
36:16Und ansonsten, ähm, ist mir auch aufgefallen, dass, äh, für jede WM wird ja so ein neuer
36:20Song geschrieben, und dann müssen sich den alle immer anhören, immer einen neuen Song und
36:24so, deswegen habe ich mal alle Songs mir angehört und die so zu einem zusammengefasst, und, äh,
36:28äh, jetzt braucht man nur noch den, ja, also müssen jetzt keine neuen mehr geschrieben
36:32werden, und da ist inhaltlich alles drin, äh, was in den anderen auch enthalten ist,
36:36ich hab den hier kurz...
36:38Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball,
36:53Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball,
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36:55Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball, Fußball
37:07Tino Bommelino.
37:11Tino Bommelino.
37:13So.
37:20So.
37:21Letzter Halt vom Haierbettchen.
37:24Nostalgie ist Faserhase.
37:26Zminkizmonkey.
37:27Hier ist meine Rubrik mit dem wohltönenden Claim.
37:30Spiels noch einmal, Sam.
37:32Kommen wir jetzt zum Spielzeug aller Spielzeuge.
37:35Ich weiß nicht recht, was ich sagen soll
37:37zum nun vorzustellenden Teil.
37:39Jeder kennt es irgendwie.
37:41Die meisten hatten auch eins davon.
37:42Keiner weiß allerdings mehr warum.
37:45Von wem oft auch.
37:47Es ist unter den Spielzeugen irgendwie ein Mysterium.
37:50Fest steht nur,
37:51und das habe ich gegoogelt, es wurde 1926
37:53von einem Schweizer erfunden.
37:55Und er hat bestimmt auch einen Namen, den sage ich Ihnen aber nicht,
37:57weil ich nicht will. Drum rum reden
37:59bringt auch nichts.
38:00Hier.
38:04Die abkackende Giraffe.
38:06Das ist...
38:16Ganz kurz erklärt.
38:18Gibt es in vielen Ausführungen.
38:19Reh, Löwe, Hirsch, Waran, Wombat, Wiesent, wozu.
38:22Das Tier gar nicht mal so lebensecht
38:24aus Kunststoff oder so Holz-Penorek-Kugeln
38:26zusammengewemst.
38:27Ist widerwillig auf ein Podest montiert.
38:30Hallo.
38:31Und harte Dinge, die da kommen mögen.
38:33Auf der Unterseite befindet sich ein Mechanismus,
38:36den eine knubbelige Hand gut eindrücken kann
38:38und dann schlabott.
38:43Kollabiert, die Giraffe.
38:45Der Clou, wenn man das wieder losliest, richtet sich das Tier auf
38:49und rezitierte düstere Gedichte von Charles Baudelaire.
38:52Zudem roch es in der ganzen Wohnung nach Ananas.
38:54Das war so toll am Arsch.
38:57Das war's.
38:58Das war alles, was passieren konnte.
39:01Du drücktest drauf, schlabott.
39:05Das ist ein Low-Performer.
39:07Spielspaß, eine Sekunde zwölf.
39:10Weißt du?
39:11Und das ist...
39:12Ich hab Fragen.
39:16Zum Beispiel, warum ist das Ding Spielzeug?
39:20Und für wen?
39:22Vielleicht bekommen auf medizinischen Fakultäten
39:25so die Erstsemester demonstriert, wie ein Hirnschlag funktioniert.
39:27Kann ja sein.
39:28Weißt du?
39:29Schreiben Sie bitte mit, diese Giraffe ist stellvertretend
39:32für einen adipösen Kettenraucher Anfang 70.
39:34Um meinen Finger ist der Schlaganfall.
39:37Schlabott, Giraffe-tot.
39:38Fragen?
39:39Ich hab keine Ahnung.
39:42Vielleicht...
39:50Auch ein Trostpreis für Leute, die sich eine echte
39:52Großwilderjagd nicht leisten können oder so.
39:55Das ist vielleicht ein Spielzeug für Kinder mit Allmachtsfantasie
39:58der Wiederauferstehung.
39:59Weißt du?
39:59Ich sitze neben dem Zimmer.
40:00Stirb, Giraffe!
40:01Schlabott!
40:01Weißt du?
40:02Erhebe dich, Giraffe!
40:04Schnunker!
40:05Stirb, Giraffe!
40:06Ich hab keine Ahnung.
40:08Fest stand nur, wenn man es geschenkt bekam,
40:11war es immer irgendwie von der gleichen Sorte Mensch.
40:13Geben Sie es zu, oder?
40:14Das war meistens so ein verballerter Onkel väterlicherseits,
40:18der zu jeder Jahreszeit Slipper trug und so haarige Finger hatte.
40:21Mit so einem Siegelring vom Sportverein Ickernwest so.
40:24Und der rasierte sich immer mit so einem Kaffeekannengroßen Bollermann
40:27mit drei Scherköpfen und Spiralkabel
40:29und roch nach so einem Aftershave,
40:31dessen Duftkomponenten schon zur Zeit der Ardennenoffensiv
40:34ins Leichtziegenhafte gekippt waren.
40:36Immer ganz schlimm.
40:37Und aus dem Maul so Knochenschinken und Geneva.
40:40Und bei der Begrüßung fasst er uns Kindern an die Wangen
40:43und versucht auf so eine kumpelhafte Art, die ruckartig abzureißen.
40:46Kennen Sie das noch?
40:48Na, ihr Räuber?
40:50Was hat der Onkel Werner in der Tasche?
40:52Was?
40:53Was hat der Onkel Werner in der Tasche?
40:57Vollgefluss das Eukalyptusbonbon.
40:58Was hat der Onkel Werner in der Tasche?
41:01So, bitte lass mich in Ruhe.
41:03Was hat der Onkel Werner?
41:04Was hat er in der Tasche?
41:08Ein vergilbtes Taschentuch in DIN A4.
41:10Was hat der Onkel Werner in der Tasche?
41:12Ich weiß es nicht, Onkel Werner.
41:14Sprich einfach.
41:15Sprich.
41:15Ich bin erst acht und will Frieden finden.
41:29Und Onkel Werner so.
41:30Ja, ihn hier.
41:31Weißt du?
41:32Und dann holte er auf so einen Pondist modierten Scheiß Schäferhund hervor.
41:35Also dieses hier.
41:36Guck mal, Thorsten.
41:37Wenn du unten drückst, kaputt.
41:41Und du standst da.
41:43Und dann?
41:45Wat und dann?
41:47Ja, und dann?
41:48Ja, wat und dann?
41:49Ja, und dann, Onkel Werner?
41:52Wat seid ihr blagenundankbar?
41:55Wir hätten uns gefreut, wenn wir damals noch was Schönes geschenkt bekommen hätten.
42:00Echt?
42:00Ja, sicher.
42:02Ja, wenn's doch nicht zu spät ist, behalte ihn doch jetzt.
42:04Weißt du?
42:04Und dann?
42:06War auch total scheiße.
42:07Ja.
42:20Ich hab den dann angenommen, meine Mutter wollte das so.
42:23Und als ich dann abends damit in meinem Bett lag und immer wieder drauf drückte.
42:26Schlabot!
42:27Schlabot!
42:28Wurde mir klar, es muss doch eine immer wiederkehrende Handbewegung geben, die mehr Sinn ergibt.
42:32Und so fing ich an zu onanieren, das war eine völlig andere Geschichte letztendlich.
42:48Fakt ist, irgendwo auf den hinteren dunklen Parkbuchten unseres Reptiliengehirns hat dieses Ding durchaus eine Daseinsberechtigung, oder?
42:56Und außerdem denke ich, dass es nach Lego Movie und Barbie Zeit wird für eine neue Verfilmung mit Spielzeug.
43:02Finden Sie nicht?
43:03Ich freu mich schon auf den ersten Trailer, wenn es dann heißt, nach Sandra Hüllers Sensationserfolg in Strick-Liesel-Confidential.
43:12Und nach dem Siegeszug von Henning Baums Action-Thriller Monchichi Jackson.
43:16Nun, endlich der neue Film von Doris Dörri, Elias M. Barek in jetzt aber flott, Don Quixote.
43:24Die Geschichte eines Ritters, der einfach nicht aus dem Arsch kommt, weil ihm alle vier Minuten sein komisches Holzpferd zusammenbricht.
43:30Schlabot!
43:30Ich freu mich besonders drauf, es ist aber auch heiß egal.
43:33Das war Sträter und hier sind noch mal meine Gäste.
43:37Marianne Rosenberg, Gino Bommelino.
43:40Dankeschön.
43:42Dankeschön.
43:44Gino Bommelino.
43:46Dankeschön.
43:49Gino Bommelino.
43:53Dankeschön.
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