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  • 11 hours ago

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00:00Seit den 60er Jahren zeigt diese Frau,
00:02wie wandlungsfähig sie ist vor der Filmkamera,
00:05vor der Fernsehkamera.
00:07Aber auch in ihrem Privatleben hat sich ein Wandel vollzogen.
00:10Sie hat nämlich das Land gewechselt.
00:12An sich nichts Ungewöhnliches, aber wir wollen doch mal nachhaken,
00:15weil es ist eine berĂĽhmte Frau und es ist ein wunderbares Land.
00:17Also es gibt Anlass zum Gespräch.
00:18Wir freuen uns sehr, dass sie da ist.
00:20Andrea LaRange, herzlich willkommen.
00:30Und Andrea, Sie haben etwas von Pippi Langstrumpf kopiert,
00:35was sogar ein TikTok-Trend geworden ist.
00:38Nämlich einfach sich mal hinzusetzen und an nichts zu denken
00:42und nichts zu machen.
00:44Genau.
00:44Ich wäre Ihnen verbunden, wenn das jetzt unmittelbar nicht bevorstünde.
00:50Ich werde mir MĂĽhe geben.
00:51Aber ist das ein Ritual, das Sie z.B. heute Morgen
00:54oder im Laufe des Tages immer machen?
00:57Manchmal kommt man ja nicht so richtig dazu.
00:59Manchmal muss man sich dazu zwingen.
01:01Aber ich mache es immer öfter, sagen wir es mal so.
01:04Und dann, was passiert dann mit Ihnen, wenn Sie so nichts machen?
01:09Manchmal kommt mir ein guter Gedanke.
01:11Das ist doch schon mal was.
01:12Also wenn man nichts macht und an nichts denkt,
01:15kommt ein guter Gedanke.
01:16Dann sind Sie aber schon wieder in der Situation, dass Sie denken.
01:19Also mit anderen Worten, ist es ja...
01:20Nein, das kommt wie so ein Blitz, wie so eine Eingebung von oben.
01:23Manchmal nicht unmittelbar, sondern erst ein bisschen später.
01:26Aber es funktioniert.
01:28Pippi Langstrumpf ist nicht nur aus diesem Grund
01:32der Beginn eines roten Fadens in Ihrem Leben.
01:35Sie haben Pippi Langstrumpf ganz am Anfang,
01:37als Sie sehr jung waren, synchronisiert.
01:39Aber was Sie sonst noch so gemacht haben,
01:41haben wir versucht filmisch festzuhalten
01:43in einem cineastischen SchmuckstĂĽck,
01:47was Sie unten auf dem Monitor jetzt sehen können.
01:49Gut, dann bin ich gespannt.
01:52Diese Frau bringt schon seit Jahrzehnten Schwung
01:55auf den Film- und Fernsehplatz.
01:57Auf einen Schlag berĂĽhmt wird sie schon als Kind.
02:00Ihre Rolle?
02:01Artistentochter Biggie in Salto Mortale.
02:04Das ist gemein, richtig gemein.
02:05Was verstehst du schon von Tigern?
02:07Von da an gerät ihre Karriere so richtig ins Rollen.
02:11Das gibt's doch gar nicht.
02:12Neben Krimis und Komödien, Romantik und Reisereien
02:16locht sie bei echten Klassikern wie Anwalt Abel
02:19oder Nicht von schlechten Eltern ein.
02:22Es folgen diverse Langstrecken-Erfolge.
02:2520 Jahre und ĂĽber 250 Folgen
02:28spielt sie in Soko Kitzbühl die Gräfin Schönberg.
02:33Und mit ihren prominenten Mitspielern
02:35liefert sie sich gerne einen Schlagabtausch.
02:38Immer auf der Suche nach dem perfekten Abschlag.
02:42Andrea Larange.
02:55Andrea, was empfinden Sie,
02:57wenn Sie das alles noch mal Revue passieren lassen?
03:00Ja, also der rote Faden fing ja dann schon lange vor
03:04Pipi Langstrumpf an, nämlich mit Salto Mortale tatsächlich.
03:06Da war ich, oder noch frĂĽher im Grunde,
03:09als ich acht war, ging's los.
03:12Und ja, dieser Film, der impliziert irgendwie,
03:15dass ich ständig Golf spiele.
03:16Aber tatsächlich habe ich seit zehn Jahren
03:18keinen Schlagabtausch gehalten.
03:20Aber das finde ich witzig, Hubertus.
03:21Wir haben doch vor der Sendung noch gesagt,
03:22Frau Larange sieht irgendwie immer aus
03:24wie so eine reiche Gutsbesitzerin,
03:26wie so eine reiche, elegante Dame,
03:29egal in welchem Film.
03:30Ja, die Golf spielt.
03:31Wie Golf spielt?
03:31Ja, ja, da hat man sich schon was bei gedacht.
03:33Ja, das ist doch ganz schön, wenn man so was ausstrahlt.
03:37Ja, das lässt sich Golf spielen.
03:39Ja, nein, also mit Golf habe ich eigentlich in Italien
03:42nichts mehr zu tun.
03:42Dafür muss ich Olivenbäume ernten
03:45und Kräuterbeete anpflanzen.
03:47Hat sich ein bisschen verschoben.
03:48Aber Tragödien sehen anders aus.
03:49Ja, nein, absolut.
03:52Aber Sie haben sehr, sehr frĂĽh,
03:54mit acht Jahren angefangen zu spielen.
03:56Und war das ein reines VergnĂĽgen?
03:58War das eine Tortur?
04:00War das eine Kindheit?
04:03Nein, eine Kindheit war es definitiv nicht.
04:05Aber als Kind kann man das eben schlecht beurteilen.
04:07Ja.
04:08Das hat sich verselbstständigt.
04:11Und ich schreibe ja auch in meinem Buch
04:14und deswegen stellen Sie wahrscheinlich die Frage,
04:16dass das fĂĽr mich im Nachhinein betrachtet
04:21so ein Ausgleich war an Anerkennung
04:24fĂĽr das, was ich zu Hause nicht bekommen habe.
04:27Und dieses GefĂĽhl, dass man Geld verdient
04:30und dass man dadurch so ein GefĂĽhl der Macht bekommt,
04:34weil meine Eltern haben mich dann schon immer mal wieder gefragt,
04:36ob ich da nicht einen Urlaub mitfinanzieren wollte.
04:40Dann fahren wir lieber nach St. Moritz als nach KitzbĂĽhel
04:42und solche Sachen.
04:43Das hat mir so eine Wichtigkeit verliehen.
04:45Und irgendwann war ich halt einfach schlicht und ergreifend versaut,
04:50glaube ich.
04:51Das ist, glaube ich, fĂĽr viele Menschen,
04:53die nicht im Schauspielberuf sind oder dem nahestehen,
04:56schwer zu verstehen,
04:57dass viele Schauspielerinnen und Schauspieler
05:00oder vielleicht auch Entertainer, Sänger hier sitzen,
05:03die in der Kindheit psychisch ins Defizit gesetzt wurden
05:07und ein Leben lang versuchen, das wieder aufzuarbeiten
05:11und auch eine Geltung zu bekommen.
05:12Sie haben sehr frĂĽh geheiratet, mit 21.
05:14Und das in einer Zeit, wo man eigentlich gar nicht geheiratet hat,
05:17sondern ziemlich unterwegs war, wenn ich das mal...
05:20Ja, das war halt so meine Sehnsucht nach einer intakten Familie.
05:24Ja, das geht meistens schief, ja.
05:26Ja, in meinem Leben auf alle Fälle, ja.
05:29Ja, Sie haben, das ist ja, also,
05:31da es in Ihrem Buch Erwähnung findet,
05:33bohre ich so journalistisch, beinhart, nachher.
05:35Ja, so natĂĽrlich taktvoll, weil Sie haben geheiratet
05:38und haben nach fĂĽnf Jahren eine Viertelmillion Mark Schulden gehabt.
05:42Das heiĂźt, Sie kennen auch die andere Seite des Mondes sozusagen.
05:45Sie kennen auch das familiäre Drama.
05:49Ja, so viel zu der reichen Dame, die immer Golf spielt.
05:52Alles Show.
05:52Also alles, ja, genau.
05:54Aber man hat dann, Sie haben dann gleich wieder geheiratet.
05:56Das ist schon ein Phänomen bei uns Menschen,
05:58dass man immer glaubt, die Sache funktioniert,
06:00man muss es nur auch häufig genug probieren.
06:02Ja, ich sag halt, Schicksal serviert einem immer,
06:05irgendwie dieselbe Situation, bis man lernt,
06:08worauf man eigentlich achten mĂĽsste.
06:09Und jetzt, das ist ja so ein Alter,
06:13wir sind, also Sie sind deutlich jĂĽnger als ich,
06:15aber so ein bisschen nur.
06:17Dankeschön.
06:17Jetzt haben Sie was in Italien gefunden.
06:20Und das ist auch sozusagen der Kern,
06:23das Kernthema Ihres Buches.
06:26Oder man muss besser sagen, Sie haben Italien wiedergefunden.
06:29Genau.
06:30Und wissen jetzt, was Ihnen gut tut.
06:32Genau.
06:32Warum tut Ihnen Italien gut?
06:35Also, im Grunde hat mir gut getan,
06:37dass ich was verändert habe in meinem Leben.
06:39Ich habe meine Ehe nach 33 Jahren beendet
06:42und habe mir einen Traum erfĂĽllt,
06:44habe mir ein Haus in Italien gekauft,
06:46habe das kernsaniert.
06:48Völlig irrsinnig eigentlich,
06:49weil ich damals nicht gut Italienisch gesprochen habe.
06:52Und als Frau alleine,
06:53die Situation habe ich unterschätzt,
06:56im Macholand Italien ein bisschen vor die Wand gelaufen bin.
06:59Meine ersten Vokabeln waren dann halt so
07:03Dachrinne und Verputz und FuĂźbodenheizung.
07:05Was heiĂźt Dachrinne auf Italienisch?
07:07Nicht jetzt fragen.
07:08Jetzt kann ich nicht sagen.
07:13Ja, also Intonaco heiĂźt Verputz
07:19und Riscaldo Pavimento heiĂźt FuĂźbodenheizung.
07:22Und so, das waren so die ersten Schritte,
07:24die ich da per Forza machen musste.
07:26Inzwischen geht es besser.
07:27Und ich habe mir auch ein bisschen, ja,
07:31ein Team dort an Handwerkern gezĂĽchtet,
07:34die trotz, dass ich eine Frau bin und alleinstehend auf mich hören.
07:37Wie zĂĽchtet man ein Team von Handwerkern?
07:40Das interessiert mich.
07:40Ja, das ist eine spannende Geschichte.
07:43Das ist eine spannende Geschichte.
07:44Ich musste lernen.
07:46Meine Freundinnen haben mir dort erklärt,
07:48wie man italienische Männer behandelt.
07:49Also man macht da so ein bisschen so auf Hasi.
07:52Das, was ich so gar nicht gerne mache.
07:54Und man muss da immer so die SchutzbedĂĽrftige spielen.
07:57Können Sie das auf Hasi?
07:59Ja, es ist mir sehr schwer gefallen.
08:01Aber irgendwann war ich so verzweifelt,
08:02dass ich gesagt habe, ich muss mich jetzt da drauf einlassen.
08:06Und dann muss man allerdings,
08:07bevor sie dann doch denken, du bist ein bisschen doof,
08:11muss man dann wieder die Peitsche ein bisschen knallen.
08:13Also es ist so dieses Zuckerbrot- und Peitsche-Dings,
08:16was ich mittlerweile ganz gut drauf habe, glaube ich.
08:19Vom Hasi dann zurĂĽck zum Terrier.
08:20Ja, genau, so ein bisschen so.
08:22Aber das waren auch von deutschen Männern, muss man doch sagen.
08:24Das ist ja nicht typisch italienisch.
08:25Nur typisch italienisch.
08:26Wahrscheinlich bloĂź.
08:26Hier habe ich es nie machen wollen
08:28und auch nicht machen mĂĽssen vielleicht.
08:30Aber da unten ist es leider...
08:33Geht nicht anders.
08:34Geht nicht anders.
08:34Aber dieser Ort, der spielt in Ihrem Leben ja, glaube ich,
08:37schon mal eine Rolle.
08:39Ja.
08:40Ja, meine Eltern waren vor 40 Jahren,
08:43haben die in Rom gelebt.
08:45Mein Vater war Kameramann beim Bayerischen Rundfunk
08:47und ist ins Auslandsstudio nach Rom gegangen.
08:51Und ich war zu der Zeit schwanger
08:53und habe sie natürlich öfters dort besucht.
08:56Ist ja auch ganz angenehm, so Eltern in Rom.
09:00Und es war heiĂź.
09:00Und sie haben gesagt, sie besuchen Freunde vom ZDF.
09:04Und ob ich nicht mitkommen möchte,
09:05es sei so ein toller See da, Lago di Bracciano heiĂźt der.
09:08Da habe ich gesagt, ja klar, komme ich mit.
09:10Und ich erinnere mich einfach noch heute.
09:12Und dieser Moment, der vermittelt mir immer noch Gänsehaut,
09:16wie ich da auf die Terrasse gegangen bin
09:18und sehe diesen See unter mir liegen.
09:20Und das hat mir so richtig so einen Schlag in die Magengrube.
09:23Ich habe gedacht, boah, ist das hier schön.
09:25Aber ein schöner Schlag.
09:26Ja, ein schöner Schlag in die Magengrube.
09:27Ich habe nur gedacht,
09:28Mensch, hier könnte ich mir echt vorstellen zu leben.
09:30Das war so eine Sekundengeschichte.
09:34Und na ja, dann fährt man nach Hause und vergisst es
09:36und lebt sein Leben und kriegt Kinder und all diese Dinge.
09:41Und dann habe ich mich eben getrennt
09:44und habe ein Jahr später eine Pilcher gemacht in England.
09:49Und der Regisseur, der Marco Serafini,
09:52der ist mir wohl bekannt gewesen schon von anderen Produktionen.
09:56Und der hat gesagt, Mensch, ich habe in der Zeitung gelesen
09:58und du bist getrennt und was machst du denn jetzt?
10:00Furchtbar.
10:00Und da habe ich gesagt, du, ich möchte mir jetzt endlich
10:03meinen Traum erfĂĽllen.
10:05Ich möchte mir ein Haus im Süden kaufen und abhauen.
10:07Und da hat er gesagt, ja, komm doch nach Pratschano.
10:09Ich habe ein Haus fĂĽr dich.
10:10Super.
10:10Und da kam ich da wieder hin.
10:12Und dann fing die Geschichte von vorne an.
10:14Jetzt heiĂźt ja das Buch, fĂĽr das wir gerne etwas Werbung machen.
10:19Danke schön.
10:19Das Buch heiĂźt
10:22Der Zitronenbaum in meinem Garten.
10:24Genau.
10:25Welche Rolle spielt der Zitronenbaum in Ihrem Garten,
10:28dass er in den Titel es schafft, Ihres Buches?
10:31Tja, die Titel sind ja so eine Sache irgendwie.
10:35Und ich dachte lange, dass dieser Titel, das ist halt mein Arbeitstitel, der ist zu kitschig,
10:40aber Zitronenbaum war immer so mein Wunsch.
10:42Ich habe immer gedacht, das ist ein Synonym fĂĽr mich fĂĽr Lebensfreude, fĂĽr SĂĽden, fĂĽr
10:49Relaxe, fĂĽr ja auch diesen wunderbaren Duft, den die ja haben.
10:54Und ich habe immer so gedacht, Mensch, einmal einen Zitronenbaum in meinem Garten, wenn
10:59ich das mal schaffe in meinem Leben, das wäre echt geil.
11:02Der Einzelne, der jetzt lächelt, ist Franziska, die, glaube ich, sich eben so hat vorstellen
11:06können, dass sie auch mal einen Zitronenbaum pflanzt.
11:09Ja, finde ich toll.
11:10Zitronenbäume finde ich toll.
11:11Ich finde auch die Idee toll.
11:13Und ich finde toll, wenn man, heutzutage muss man ja immer dazu sagen, wenn man als
11:18Frau so mutig ist und dann tatsächlich, warum sollte man als Frau, wenn man getrennt ist
11:22und alleinstehend, nicht nach Italien gehen und sein Leben selbst in die Hand nehmen.
11:26Also ich finde es sehr inspirierend.
11:28Ich hoffe, dass ich nach der Show nicht zu inspiriert bin.
11:36Aber.
11:36Die kriege ich, glaube ich, Ärger zu Hause.
11:39Sophie ist ja, du bist ja auch so Italien-affin, du liebst auch Italien.
11:43Ich mag vor allem Nudeln.
11:46Das ist jetzt ganz was anderes wie Zitronen.
11:48Ich mag keine Kohlenhydrate im Urlaub essen, deswegen bin ich gerne in Italien.
11:51Ich finde an dem Zitronenbaum als Traum halt auch toll, dass es was materiell nicht potziges
11:55ist.
11:55Also natürlich, da gehört dann ein Garten und ein Haus zu, das ist was Großes.
11:58Aber wenn man sagt, ich träume immer von diesem seltenen Porsche, den ich nie mir leisten
12:02kann, dann ist es irgendwie was, was Dolles.
12:04Und so ein Zitronenbaum ist irgendwie auch klein und machbar und den könnte man ja
12:08jetzt im Baumarkt kriegen.
12:09Ich war ja vor 20 Jahren, durfte ich ja schon mal hier sein, war eingeladen zur GrĂĽndung
12:13meines Kosmetikunternehmens Shanti und da habe ich ja nur Ayurvedische Ă–l und Kosmetik
12:18gemacht.
12:19Und da habe ich mich sehr viel mit Düften beschäftigt und daher weiß ich, dass der Zitronenduft
12:25oder sagen wir mal, der Duft aller Zitrusfrüchte der verkaufsförderndste Geruch in der ganzen
12:31Branche ist.
12:32Ach, wie verrĂĽckt.
12:33Ich habe immerhin eine Zitrone auf dem Arm.
12:35Ach, schau!
12:36Also könnte auch eine Orange sein, aber es ist eine Zitrone.
12:38Oh!
12:43FĂĽr den Baum hat es nicht gereicht, oder was?
12:45FĂĽr den Baum hat es nicht gereicht.
12:45Der Baum war zu groĂź.
12:46Vielleicht baue ich noch an.
12:48Schauen wir mal.
12:48Also es gibt aber noch eine andere Seite zu entdecken, die nicht nur das Pflanzen von Zitronenbäumen
12:54betrifft, sondern Sie haben, lieber Andrea, Sie haben Yoga entdeckt und Sie kommen gerade
12:58zurĂĽck aus Indien.
12:59Sie waren beim Holi-Fest.
13:01Das Holi-Fest ist, glaube ich, ich bin da nicht ganz im Thema, aber es ist, glaube ich,
13:04ein FrĂĽhlingsfest ein bisschen.
13:06Es ist ein Frühlingsfest, ähnlich wie bei uns, der Fasching, wenn die bösen Geister ausgetrieben
13:11werden und der FrĂĽhling zurĂĽckkommt.
13:12Aber dort war ich eigentlich schon, das ist schon ein paar Jahre her und Yoga habe
13:16ich mit 40 entdeckt.
13:18Ja, ist ja auch noch nicht so lange.
13:19Also Ayurveda habe ich dort...
13:23Er hat gedacht, er hat es versaut.
13:28So tief komme ich ja vor Yoga kaum noch runter.
13:32Also drei Jahre Yoga machen Sie jetzt schon.
13:35Ich werde verrĂĽckt, ich bleibe bei euch.
13:36Ja, ist eine schöne...
13:38Aber, aber, was, was, was, ich meine, Sie gehen zu neuen Ufern und wann auch immer
13:42Sie was entdeckt haben, ist er eigentlich nachrangig tatsächlich.
13:45Und hier ist ein Foto, sind Sie das?
13:46Ja.
13:46Hi, beim Entkernen des Hauses.
13:49Das ist doch...
13:49Nein, das war eine Rappeterrasse.
13:51Das war die Krähe.
13:52Oh, das ist so schwer, diese Krähe.
13:53Da falle ich immer auf den Kopf.
13:54Also auf die Nase.
13:55Kann ich nicht.
13:56Ja, das ist ja dann der Elefant, wenn man auf den Kopf fällt.
13:58Ach so.
13:59Ach so.
14:00Ja, das passt ja auch zu mir.
14:02Geil.
14:03Guck, guck, guck, guck, guck.
14:07Kann man, kann man das machen.
14:09Der Elefant ist ja nur vollständig, wenn man ja dann wieder nach oben kommt.
14:13Und das ist natürlich außergewöhnlich.
14:15Viel Kraft, Stärke, Power und Ausdauer und alles.
14:19Das ist ganz toll.
14:20Wir mĂĽssen nach der Sendung mal ein paar Ăśbungen machen.
14:21Ja, machen wir.
14:22Das wäre schön, wenn ihr mich da rauslassen würdet.
14:26Aber interessant ist ja immer, was raten Sie Menschen?
14:30Weil uns gucken Menschen zu, Männer wie Frauen, die sagen, vielleicht ist auch ein Neuanfang für
14:35mich überfällig.
14:37Und Mut ist ja was Relatives.
14:40Es gibt ja kein objektives Kriterium fĂĽr Mut.
14:44Was hat Sie, was war der Mo-Wenz, wĂĽrde man neudeutsch sagen, oder was war die Inspiration,
14:50die Sie gesagt hat, ich mach's jetzt?
14:52Ja, da gibt's ja immer so Klickmomente.
14:54Also mit Mut hatte das bei mir, glaube ich, nichts zu tun.
14:56Alle kamen und sagten, du bist so mutig und dass du das sich getraut hast.
15:01Ich hab's nicht als Mut empfunden, ich hab's als Ăśberlebensmodus empfunden.
15:06Ich war ständig krank, mir hat ständig was gefehlt.
15:10Da haben wir ja hier noch einen anderen Gast heute Abend, der Ihnen dann ganz viel dazu
15:13erzählen kann, wie die Seele den Körper krank machen kann.
15:17Haben Sie RĂĽckenschmerzen jetzt nach der Entkernung?
15:20Also Sie haben...
15:21Ich hab manchmal Rückenschmerzen, wenn ich meine 14 Olivenbäume geerntet habe.
15:25Aber das ist ja dann auch legitim.
15:29Ne, es war so ein Klickmoment.
15:31Ich hab tatsächlich ein Gespräch gehabt im Palau, wo ich das letzte Traumschiff noch
15:37gedreht habe und saß da und dann hat's plötzlich während diesem Gespräch Klick gemacht.
15:42Und dann bin ich nach Hause gefahren und dann hab ich meinem Mann gesagt, du, ich such mir
15:47jetzt eine neue Wohnung, wir mĂĽssen gucken, wie es weitergeht.
15:49Und dann ging's nicht weiter, wie das immer so ist.
15:51Und dann ging's nicht weiter, aber wir sind sehr gut befreundet, wir haben ein gutes
15:56Verhältnis, auch unsere Tochter ist da natürlich glücklich drüber.
15:58Das ist natürlich das Schönste, wie es sein kann.
16:00Ja, und das Leben besteht, wenn es ein gutes Leben ist, finde ich, besteht es auch aus
16:05Brüchen und aus Neuanfängen und man kann, glaube ich, nicht leben, ohne gelegentlich
16:09auch mal Menschen zu verletzen.
16:10Und es ist vor allem nie zu spät.
16:12Das ist, glaube ich, die Quintessenz aus allem, weil ich kenne so viele, die mir begegnet,
16:16die mir gesagt haben, ich bin doch schon 60 und was soll das jetzt noch, da muss man sich
16:20arrangieren.
16:20Ja, nein, man muss einen Zitronenbaum pflanzen in Italien.
16:24Yes.
16:24Andreas Lauer.
16:25Vielen Dank.
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