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00:28Good evening.
00:29Here is again Mr. Sträter.
00:30Also, I.
00:31A new episode is on and I'm flirrend
00:32and I'm afraid.
00:33At the same time, I'm so mad.
00:37Thank you very much.
00:39It's very important to me,
00:40and that it doesn't cost 130.000 Euro
00:43a year.
00:44No, seriously.
00:46If you really asked me,
00:48what so a Sendung cost,
00:50that's also from your money.
00:52I don't know.
00:54I don't have 50 Autors.
00:57I bring my clothes in Köln
00:58and I'm in Köln.
01:00And...
01:04And I'm doing it myself.
01:07I really care about it,
01:09that it's here not to be cheap.
01:10We work with very little eigenen Techniques.
01:13I always buy a Flix-Bus
01:15and then we park it to.
01:17That's a big deal.
01:18But...
01:19It's not a bad thing.
01:22For the camera...
01:25For the cameras
01:26we don't have anything to do
01:28financially.
01:29But we always bieten
01:30for 99,000 Euro
01:32the Kursus
01:33Digitales Filmen
01:34for Senioren.
01:35And I must say,
01:36you're doing this great, Erich.
01:37You're doing it.
01:38You're doing it.
01:38You're doing it.
01:39You're doing it.
01:40You're doing it.
01:40Altar Silberrücken.
01:41Die ganzen Scheinwerfer
01:43sind auch nicht unsere.
01:45Die sind von Leuchtmittel Lummermann
01:46aus Bochum-Wattenscheid.
01:49Moment.
01:51Leuchtmittel Lummermann.
01:53Ihr Partner für stimmungsvolles Ambiente.
01:56Von der Glühbirne bis zum LED Pinorek.
01:58Leuchtmittel Lummermann.
02:00Immer wieder erhellend.
02:13Das ist nicht die komplette Reklame.
02:17Leuchtmittel Lummermann.
02:18Das Licht, zu dem ich schlummern kann.
02:20Da gibt's keinen Kummermann.
02:22Auf geht's, Licht zu Lummermann.
02:28Wir haben auch...
02:29Dankeschön.
02:38Wir haben auch leider keine Regie.
02:40Also wir haben schon eine,
02:41aber das ist ein Volontariat.
02:44Wie lange machst du das jetzt, André?
02:46Neun Jahre.
02:47Gut.
02:47Weiter so.
02:49An der Qualität der Gästin des
02:50spart hier kein Mensch.
02:52Er ist der König des Cartoon.
02:53Seine Figuren sind berühmt.
02:54Sein Humor brillant.
02:55Sein Stil unverkennbar.
02:57Begnadete Hände.
02:57Und da hängt auch noch ein Mensch dran.
02:58Hier ist Ralf Rute.
03:06Ralf Rute.
03:20Many, many older people, who are kind of the support of this society are,
03:25can't just be able to report them.
03:27I mean not here, but I mean at home.
03:30Let's go.
03:30Let's go.
03:31Let's go.
03:31Let's go.
03:32Let's go.
03:34Let's go.
03:36Let's go.
03:37Sollen wir das vorlesen?
03:39Caroline, ich muss langsam mal.
03:40Mein Essen brennt an.
03:43Kommen Sie bitte morgen wieder.
03:44Heute ist eine Nestle-Firmenfeier.
03:46Sehr gut.
03:48Ja, ja.
03:49Und das ist...
03:52Und hier die Nachrichten.
03:54Alle bekloppt geworden.
03:55Das Wetter.
03:56Das ist halt so.
03:57Das ist...
03:58Obwohl das...
04:00Das...
04:00Mein All-Time-Favorite von dir.
04:03Phantom!
04:04Der Opa.
04:05Das ist tatsächlich mein Favorit.
04:08Zielgruppenorientiert und puppenlustig.
04:09Den liebe ich am allermeisten.
04:10Ich hab's tatsächlich geschafft.
04:11Den gibt's auch auf YouTube.
04:12Den hab ich auf 40 Sekunden gestreckt.
04:15Muss man sich angucken.
04:16Ja.
04:16YouTube ist...
04:17Wie soll ich Ihnen das erklären?
04:18Wie die Mediathek, nur dass du auch was findest.
04:20Was bist du?
04:21Cartoon-Zeichner?
04:22Äh, ich sag ja immer Witzbildmaler.
04:23Weil es ist tatsächlich so, wenn Leute...
04:25Also ich treffe Menschen, die ich nicht kenne und die sagen so, ja und was machst du so beruflich?
04:28Und wenn ich dann sage Cartoonist, stellen sie sich so einen Typen vor, der irgendwie so Kartons faltet.
04:34Stimmt.
04:35Kein Witz.
04:36Es ist so.
04:36Und dann sag ich mal, ich mach so Witzbilder.
04:38Und davon bin ich tatsächlich dazu gekommen, zu sagen, ich wäre Witzbildmaler.
04:42Kannst du das überschlagen, wie viele von diesen Einwitzbildern...
04:45Genau.
04:46Wir haben jetzt gerade...
04:47Also mit wir meine ich mich.
04:49Ja.
04:50Wir haben jetzt 20-jähriges gefeiert von meiner Serie Shit Happens und das sind halt diese
04:54Einbilder und insgesamt sind es inzwischen so 2500 Stück.
04:58Ist schon ein bisschen was.
05:00Ja.
05:00Mich hast du auch mal gezeichnet.
05:01Zeig mal.
05:02Habt ihr das?
05:02Da.
05:04Da.
05:05Da.
05:06Das ist in dem...
05:07In dem...
05:09Ja.
05:17Falls ich Ihnen jetzt zu Hause der Koks-Kontext nicht erschließt.
05:21Schade.
05:22Ich habe...
05:23Wie entscheidest du?
05:24Ich meine, du hast so viele Figuren.
05:25Da gibt es Biber und Bäume und den Tod.
05:28Äh...
05:29Wie entscheidest du immer, wer jetzt drankommt bei welchem Karton?
05:31Wie kommst du überhaupt da drauf?
05:33Ähm...
05:33Ich glaube, das ist ein bisschen auch wie du das machst.
05:35Also ich denke, also bevor du eine Geschichte schreibst, hast du vielleicht manchmal ein
05:38Thema, über das du sprechen möchtest.
05:40Ja.
05:40Oder du hast diesen einen Satz, von dem du denkst, wäre das lustig, wenn das jemand sagt.
05:43Und bei mir ist das auch so.
05:44Oft habe ich eine visuelle Situation.
05:47Und dann überlege ich, wie kann ich das auf Tiere übertragen.
05:50Weil als Kartonist arbeitet man ja mit Tierfiguren, weil die einfach interessanter
05:53anzuschauen sind als Menschen.
05:54Und so hangele ich mich dann da lang.
05:56Manchmal ist erst der Text da.
05:57Manchmal ist erst das Bild da.
05:59Und es ist nie gleich.
06:00Also auch für alle hier, die denken so, ach ja, wie machen die Profis das eigentlich?
06:05Wie kommen die auf diese Figuren und so?
06:06Wir haben auch null Ahnung am Anfang.
06:09Und das passiert über den Prozess des Machens.
06:11Ich kann allen nur raten, wenn ihr euer Buch schreiben wollt, euren Comic zeichnen wollt,
06:15eure Cartoons machen wollt, fangt einfach an.
06:17Der Rest ergibt sich.
06:19Ja.
06:19Das gilt immer für jede Kunstform, oder?
06:26Du hast ja noch eine Live-Show.
06:28Ja.
06:29Ist das die Frage, oder?
06:30Ja.
06:31Du hast ja eine Live-Show.
06:32Nächster Punkt.
06:33Dein Lieblingsgericht.
06:34Ich habe irgendwie gedacht, naja, das sind ja auch Pointen, so ähnlich wie bei einem
06:38Stand-up-Programm.
06:39Und wenn man jetzt diese einzelnen Bilder in eine Geschichte verpackt oder in eine Moderation,
06:44dann kann man ja an den Punkten, wo man halt so eine Rampe gelegt hat für einen Gag,
06:48das Bild zeigen und das Publikum lacht vielleicht.
06:51Und da habe ich angefangen und das so gezeigt, so auf Lesebühnen und bei anderen Veranstaltungen.
06:54Ja.
06:55Und mit einmal wurde es eine Show und Leute haben sich das tatsächlich angeguckt und das
07:00hat sehr viel Spaß gemacht.
07:01Und das machst du aber immer.
07:02Du machst jetzt erstmal ein bisschen Pause.
07:04Weil ich einen Kinofilm mache.
07:05Weil du einen Kinofilm vorbereitest.
07:06Danach wieder, genau.
07:07Wie wird der heißen, der Film?
07:09Die HNO-WG.
07:11Und zwar basiert das auf einer YouTube-Serie, die ich gemacht habe.
07:13Die HNO-WG.
07:14Ja, Leute kennen das.
07:16Ich habe tatsächlich noch nie in der Öffentlichkeit großartig erzählt.
07:20Also ich habe eine YouTube-Serie, in der wohnen ein Nashorn, ein Koala und eine Giraffe
07:23zusammen in einer WG.
07:25Und drumrum sind alles Menschen.
07:27Die leben in der Menschenwelt.
07:28Und das habe ich auch nie hinterfragt.
07:30Also die erleben halt absurde Geschichten.
07:31Und es hat sich auch nie jemand gewundert.
07:33Warum sind das eigentlich die einzigen Tiere?
07:34Und dann habe ich, als ich den Film machen wollte, gedacht,
07:37warum sind das eigentlich die einzigen Tiere?
07:40Und haben mir die Origin-Story dazu ausgedacht.
07:42Wie ist das dazu gekommen, dass diese drei Tiere in der Menschenwelt leben?
07:45Und das hat was damit zu tun, dass eine sehr ambitionierte Sozialarbeiterin erreichen
07:50möchte, dass Tiere und Menschen die gleichen Rechte bekommen.
07:53Und das wird sehr spannend.
07:54Ja, jetzt brauchen Sie den Film nicht mehr gucken.
07:56Aber nein, das ist natürlich, das ist die Origin-Story.
07:59Das ist ein bisschen der Anfang, um Ihnen das schmackhaft zu machen.
08:02Da freuen wir uns alle sehr drauf.
08:04Guck mal, du bist jetzt, du bist ja berühmt.
08:06Deswegen meine Frage, warum wohnst du in Bielefeld?
08:09Es ist ...
08:12Also die einfache Antwort ist, es ist viel günstiger, als zum Beispiel in Köln zu leben.
08:16Aber zu welchem Preis?
08:19Nein, aber ...
08:20Es ist meine Heimat.
08:21Also ich fühle mich da wirklich sehr wohl, sehr zu Hause.
08:23Ich habe da einen gewachsenen Freundeskreis, inzwischen eine Familie.
08:26Und ich fühle mich einfach unheimlich zu Hause im Leben.
08:28Reicht oft, oder?
08:29Du kennst es ja gut.
08:31Du kennst ja Omas Gyros und so, die ganzen Geheimecken, die man dort ...
08:34Ja, das ist eben das.
08:35Es gibt eine Bühne in Bielefeld, die heißt Zwei Schlingen.
08:38Und wenn man da hinfährt, da fährt man so eine elendlange nicht enden wollende,
08:41dem Jenseits gemahnte, unbeleuchtete Landstraße.
08:44Und dann kommt noch am Horizont eine gigantische Tafel, die beleuchtet ist.
08:48Und darauf steht, Gyros wie bei Oma.
08:50Und dann weiß man, wirklich ...
08:53Und dann weiß man, man ist fast da.
08:57Das ist Bielefeld.
08:59Ich kann verstehen, dass du da nicht weg willst.
09:00Es ist eine spezielle Gegend.
09:02Ja, so ein bisschen Twilight Zone-mäßig, aber ein Gut.
09:05Ja, ich lebe dort gerne.
09:06Kommen Sie mal vorbei, wir haben Pudding.
09:09Ja.
09:10Und der wird importiert.
09:11Ich habe tatsächlich ...
09:12Hattest du mal so richtig bizarre Auftragsarbeiten, dass du wirklich ...
09:15Naja, also Menschen wünschen sich oft irgendwas von einem,
09:19was man in der Form erstmal nicht erleisten kann.
09:22Es ist so, also jeder kann mir schreiben und mich fragen,
09:26ob ich dies oder das für den Verein mache oder dieses ...
09:29Es ist völlig in Ordnung, aber es ist grundsätzlich,
09:31wenn man einer Künstlerin oder einem Künstler schreibt
09:34oder einen freien Grafikerinnen und Grafiker,
09:37fangt doch vielleicht nicht an mit, wir können leider nichts zahlen.
09:40Ja.
09:41Weil ich habe noch nicht mal gefragt, was kostet das überhaupt?
09:44Aber grundsätzlich mache ich sowas eigentlich nicht.
09:46Aber ich mache gerne immer mal so, wenn ...
09:48Also ich schicke auch Postkarten zu Leuten ins Krankenhaus.
09:51Wenn hier mein Schwager liegt da und ist sehr krank und sowas,
09:54habe ich natürlich auch schon gemacht.
09:56Ja.
09:56Weil ich immer denke, ja, irgendwann liegst du da und freust dich auch.
09:59Also das ist ja eigentlich total toll.
10:01Du signierst dir auch einen Wolf, ne?
10:03Ja, weil ich das immer denke, also nach der Show da zu sitzen
10:06und wenn ich jetzt Autor wäre oder Stand-up-Comedian,
10:09dann verstehe ich, dass die Unterschrift auf eine Autogrammkarte machen,
10:13aber ich bin ja nun mal Zeichner.
10:14Einfach nur mit einer Unterschrift, das finde ich blöd.
10:17Deswegen sitze ich ja teilweise wirklich bis drei Uhr morgens
10:19und mache für alle, die sich anstellen, eine Zeichnung.
10:21Und das Glück in den Augen, wenn die dann weggehen und denken,
10:24ich habe wirklich das Bild, was ich haben wollte,
10:27das mache ich als Eigennutz.
10:28Weil ich das selbst sehr, sehr schön finde zu sehen,
10:30wie die sich freuen.
10:32Das werde ich mir zu Herzen nehmen. Das ist ganz wunderbar.
10:39Ich werde ab jetzt am Büchertisch auch maßschalbgetreue Karten
10:42des Ruhrgebiets für Sie auf Backpapier übertragen.
10:46Aber nein, werde ich nicht. Das kann ich halt einfach nicht.
10:48Bitte. Das ist schon stark.
10:50Ich habe nämlich heute auch für dich eine Auftragsarbeit.
10:52Ich muss mal ganz kurz eine Anmoderation machen.
10:54Das ist halt lange Rede, kurzer Sinn.
10:56Ich war mal wieder, weil ich keine Zeit hatte,
10:57draußen was zu drehen, in der Lagerhalle,
11:00wo der WDR seine ganzen uralten Filmchen und Clips aufbewahrt.
11:03Und da haben wir einen sehr, sehr alten,
11:04einen sehr alten, einen auch sehr gut gealterten rausgesucht.
11:08Und der ist schon wunderschön.
11:09Ich habe mich trotzdem ein bisschen um die Nachvertonung gekümmert.
11:11Hier.
11:18Hobby-Tek.
11:19Wir können aber auch unsere Platten zu Hause mit dem gleichen Erfolg von Hand waschen.
11:25Ja, und dazu nimmt man eine Plastikschüssel, die natürlich groß genug sein muss,
11:29damit die Platte nachher Platz darin findet.
11:31Mhm.
11:32Und kocht sich etwas Wasser ab, lässt es etwa 10 Minuten kochen und lässt es kalt werden
11:37und schöpft dann von oben ganz vorsichtig mit einer Kelle das Wasser aus dem Topf.
11:42Ja.
11:42Und zwar hat das den Sinn, weil die mineralischen Stoffe beim Kochen ausgeflockt werden
11:47und die setzen sich am Boden ab und ich darf jetzt mit der Kelle natürlich nicht so tief in den
11:52Boden reingehen.
11:53Ja, klar.
11:53Dann nehme ich einen Schwamm oder ein Schwammtuch, nehme die Platte
11:57und gebe jetzt noch einen kleinen Tropfen, aber wirklich nur einen Tropfen klares Spülmittel hinzu.
12:04Das ist ja alles irgendwie unglaublich charmant, aber irgendwie, finde ich, trifft es den Kern der Sache nicht.
12:10Nochmal.
12:11Ich bin Egbert Wumbold vom Technischen Institut für Praktische Theorien Bad Blau-Segeberg.
12:16Ich übergebe an Hifi Schrödinger, dem Erfinder des flüssigen Grammophons.
12:20Das ist korrekt.
12:21Heute brennen wir uns eine Schallplatte.
12:23Dafür brauchen wir nur den Resonanzbottik aus Hornhaut und eine verschmockte leere Platte
12:28und 800 Milliliter Fixierungsflüssigkeit, bestehend aus Lebertran, Aceton und 4711.
12:35Ich nehme mal drei Kellen.
12:37Das entspricht etwa drei Kellen.
12:41Schön langsam, sonst explodiert alles.
12:44So.
12:45Nun nehme ich hier ein Stück Orangenhaut und lege die Platte in die Fixierung ein.
12:49Fein, fein.
12:50In dieser blauen Flasche ist das Lied.
12:53Ein Tropfen.
12:56So.
12:57Übertragen.
12:59Und nun können Sie auch schon abspielen.
13:12So.
13:12Zurück an Herrn Wumbold.
13:16Jetzt müssen wir die frisch gebrannte Platte schön trocken reiben.
13:19Und zwar vor allem, weil ich nassen Lappen brauche.
13:21Sicher ist sicher.
13:23Denn wegen meiner Krawatte werde ich heute bestimmt noch angezündet.
13:25Guten Abend.
13:27Applaus
13:31Machen Sie sich nun bereit für eine weitere Folge Aktivics.
13:35Die Rubrik, die sich unsere Sprache ansieht.
13:37Sie dreht, wendet und dann erschauert.
13:39Hier.
13:42Ich habe Stuhl.
13:43Heute.
13:45Geröll.
13:47Unter Rubrik Geräusche und bekloppte Fragen von Vorgesetzten.
13:53Es gibt ja Sätze, die hört man in aller Regel nur an seinem Arbeitsplatz.
13:57Echte Klassiker.
13:58Und diese Leute, also langjährige Chefs, schöpfen ja aus einem wahrhaft tiefen Kessel sinnloser rhetorischer Fragen und Phrasen.
14:06Gerne bei Verfehlungen eingesetzt.
14:08Das Breitschwert unter den behämmernden Fragen.
14:11Oftmals bei nachgehörten Lappali mit dem versehentlich kaputt gemachten Drucker.
14:14Sie alle kennen das?
14:16Was haben Sie sich dabei gedacht?
14:19Tipp von mir, beantworten Sie das.
14:22Wahrheitsgemäß.
14:23Denn niemand denkt strukturierte Gedanken.
14:26Das ist ja immer alles unsortiertes Gewaber ohne Konzept im Schädel.
14:29Sagen Sie das trotzdem.
14:31Was ich dabei dachte?
14:33Nun etwa folgendes.
14:36Die Britta macht die besten Pommes ungelogen.
14:38Ich muss Pferdesalbe holen.
14:39Warum ist Badi bezeichnet für ein Lokal und Luftdruck?
14:42Check ich nicht.
14:43Schlimm, schlimm, palimm.
14:43Ich will eine eigene Kirmes.
14:45Rucke die Guh.
14:46Blut ist im Schuh.
14:47Ach scheiße, ich hab Kaffee in den Drucker gekippt.
14:48Das gibt Stress.
14:49Hui, da geht der Alte wieder steil.
14:50Das ist nicht hilfreich.
14:52Aber machen Sie es.
14:54Sagen.
15:03Ich kann das nicht.
15:05Einer meiner Favoriten tatsächlich an dummen Fragen, und Sie kennen die, ist diese hier.
15:11Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?
15:15Was für eine Kackfrage.
15:17Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?
15:20Ich antworte immer.
15:22Muss ich gucken.
15:23Warte.
15:24Inventur?
15:25Ne.
15:26Huibu, Caspar, Ginny, Patrick Swayze aus Ghost, das Gespenst von Kenterville, der kopflose
15:32Nick, der tote Obi-Wan und Kellergeister, alle noch da.
15:35Also, daran liegt's nicht.
15:38Weißt du?
15:39Komm.
15:42Meine...
15:46Meine Nummer eins.
15:47Meine Nummer eins aber.
15:49Haben Sie mal auf die Uhr geschaut?
15:53Ich empfehle Ihnen diese Frage einfach auch so zu beantworten.
15:56Beantworten Sie die durch.
15:58Gern auch lyrisch.
16:00Ich mach das.
16:02Haben Sie mal auf die Uhr geschaut?
16:04Sanft Arme ausbreiten, lächeln, Gedicht bringen.
16:08Ich mach es wie die Sonnenuhr und zähl die heiteren Stundenuhr.
16:14Jedoch, mit Heiterkeit ist's hier vertrackt.
16:17Doch, das nehm ich gern in Kauf.
16:18Ich hab in Ihr Büro gekackt und schreib's als Überstunde auf.
16:20Das ist...
16:22Willkommen.
16:27Ich hab...
16:30Ich hab in Ihr Büro gekackt und schreib's als Überstunde auf.
16:33Werde ich auch auf Kissen stecken lassen.
16:35Mein Tipp ist, ziehen Sie Ihre Antworten immer, ohne zu zögern durch.
16:39Immer weg vom Körper.
16:40Und bieten Sie keiner Angriffsfläche.
16:42Seien Sie souverän.
16:43Hören Sie zum Beispiel auf damit, wenn Sie, und ich mein das nicht böse,
16:46wenn Sie etwas hervorbringen und erzählen wollen, in Ihren Gedankenpausen kleine Geräusche zu machen.
16:51Das ist ne schlechte Angewohnheit.
16:53Hier so Ähms.
16:54Wissen Sie?
16:55Ähms.
16:56Sie kennen das.
16:57Personalchef, Herr Müller.
16:59Ihr Lebenslauf liest sich beeindruckend.
17:01Jedoch, zwischen September 97 und Januar 98 haben wir da ne kleine Lücke im Lebenslauf.
17:06Darf ich fragen, was in der Zeit war?
17:09Da war ich, ähm, wohnhaft in Bottrop, ähm, und hab mit meinen Nymphensittichen an Turnieren teilgenommen, ähm, die konnten durch
17:17Ringe fliegen, auch mehrere Ringe, ähm, und über Hansi, das war der Sittich Rüde, ähm, also der Master Chief Sittich,
17:23äh, konnte man Karton stülpen, ähm, und wenn man ihn hochhobt, den Karton, ähm, machte Hansi Kuckuck, aber so ganz
17:29hochfrequent, ähm, wie so ne kleine silbrige Blockflöte, ähm, voll knuffig irgendwie, ha, ha, ähm.
17:34Damit haben wir einen Pokal gewonnen, also den silbernen Switchi Swatchi, ähm, von Alpen, das liegt, ähm, nie da rein.
17:40Und von dem, ähm, Preisgeld hab ich einen Mercedes kaufen können.
17:44Personalchef, ne M-Klasse?
17:46Schwierig.
17:47Das ist, das ist eine, das ist, das ist einfach eine schlechte Angewohnheit, das ist kein Defekt.
18:03Ich find's ein bisschen störend, diese Ähms, die bringen mich immer so raus, aber andererseits bin ich da vielleicht auch
18:07zu streng und zu kleingeistig.
18:09Ich meine, möglicherweise sind wir nicht allein im All.
18:15Und irgendwann in nahe oder nicht so naher Zukunft wird der Himmel sich verdunkeln und die Regierung schickt dann hektisch
18:21Chats in die Luft.
18:22Und siehe da, ein Trapezoid von der Größe eines Stadions wird über Berlin gesichtet.
18:27Sie sind da.
18:28Die anderen.
18:31Außerirdische.
18:31Sie landen im Zentrum, zermallen, ob mit Absicht oder nicht, die halbe Innenstadt von Berlin beim Einparken.
18:37Die Bundeswehr rückt an.
18:38Das THW, die Polizei.
18:39Still und beinahe so hoch wie der nun pulverisierte Fernsehturm ruht das Raumschiff auf den geborstenen Resten der Stadt.
18:47Alarmstufe rot.
18:48Irgendwann, der Mond bescheint Knochenfahl, die apokalyptische Szenerie, fährt mit einem Geräusch, bei dem man an die Trompeten von Jericho
18:57denken muss, eine Rampe aus dem Zentrum des Raumschiffs.
19:02Ein Schemen nähert sich dem Ausstieg, dann erblicken wir eine Gestalt.
19:07Sie ist wuchtig, gewiss drei Meter hoch, acht, acht, nein, neun, neun nasse Tentakel, schrundige, irisierend, glimmende Haut, ein zentrales,
19:18milchiges Auge, das wie Kohle zu glühen scheint, hui, gruselig.
19:22Wie eine entstellte, baggergroße Schnecke gleitet das Fee die Rampe hinab.
19:28Überall am Schiff öffnen sich nun Luken und wir sehen Tentakel, überall Tentakel.
19:33Es müssen Tausende sein. Die Kreatur, der Besucher auf seinem Raum jenseits unserer Erfahrung, richtet sich auf.
19:42Ein Zittern durchläuft den Leib des fremden Wesens.
19:45Dann sagt es, ähm, ähm, ähm, ähm, ähm, ähm, ähm, ähm, ähm, und dann wird man Sie rufen.
19:52Das ist Ihr Moment. Sie sind jetzt der Dolmetscher zwischen uns zerbrechlichen Menschlein und dem Großvisier der Klobotta-Karnivoren aus
20:00dem Spiralnebel Schnabulski 68.
20:02Viel Spaß damit, mit Ihrem Scheiß-Ähm. Ich mein's nur gut, ey, komm.
20:06So, ich habe... Wir machen jetzt eine Aktion. Ich wollte mich nur aufreden. Es ist gut. Es ist ja gut.
20:16Ich habe... Könnte nicht... Ach... Mir tut das gut. Wir machen jetzt eine Aktion. Es ist schwer, diese Aktion zu
20:26erklären, aber eigentlich ist es ganz leicht.
20:29Ich habe... Wir machen jetzt ein Spiel und das geht so. Ich habe mir Begriffe ausgedacht. Das sind mal Redewendungen,
20:37mal ist das ein Lied, mal ist das so ein Satzkulturerbe, so ähnlich wie da.
20:42So, kann man schlecht beschreiben. Und du zeichnest die, du versuchst das wirklich kompakt zu zeichnen und dann raten wir
20:47zusammen. Das wird ein Riesenspaß.
20:49Ein Beispiel mal, damit Sie wissen, auf welchem mentalen Level wir arbeiten. Was Sie erraten müssten, wäre jetzt Vorsicht an
20:58der Varan-Ausgabe.
21:02Das ist nicht besonders komplex, oder?
21:08Betrachten Sie das Bild und machen Sie sich Ihre Gedanken und fragen Sie sich, was könnte es sein.
21:12Pass auf.
21:13Das ist das eine... Du musst gucken da, weil...
21:18Ja, ja, das kann...
21:19Okay, das ist... Tipp für Sie, es ist eine populäre Fernsehserie aus den 80ern.
21:25Ja, bitte.
21:27Es ist der ASMR-Seite.
21:28Es ist angelehnt an eine populäre Fernsehserie aus den 80er-Jahren.
21:32Super spannend fürs Publikum, mir dabei zuzuhören, wie man Stift quietscht.
21:36Es ist schon schön.
21:38Ja, ich kann übrigens dazu sagen, dass viele Leute denken, ja, auch wenn ich nach der Show oder bei Signierstunden
21:43zeichne, das würde zu Hause tatsächlich so entstehen.
21:46Nein. Also das ist dann doch irgendwie deutlich aufwendiger mit Vorzeichnen und sowas, weil es uns auch einfach krampig aussieht.
21:52Und hier würde ich jetzt mal behaupten, ist das ja Teil des Charmes, dass es eben nicht perfekt ist.
21:58So, ich werde fertig, Thorsten.
22:00Bitte was?
22:00Du bist jetzt schon fertig?
22:02Ja, was ist...
22:03Bravo.
22:03Wir haben noch keine Zeit.
22:04Also, Sie wissen, wir schreiben es sensationell.
22:06Achtung.
22:11Angelehnt, also auf eine populäre Fernsehserie aus den 80er-Jahren.
22:14Ja.
22:15Guck mal.
22:17Was fliegt denn dort?
22:19Dackel im Sturm.
22:20Ja!
22:20Dackel im Sturm.
22:21Es sind Dackel im Sturm.
22:23Bravo.
22:24Bravo.
22:26Stark.
22:28Die Hass.
22:31Ein schnelles Publikum.
22:33Ich liebe das Spiel schon jetzt.
22:34Ja, großartig.
22:35Das ist leicht und werden Sie mögen.
22:40Ja, ich kann es dir auch nicht.
22:43Kann ich nur um die Ecke lesen.
22:45Es ist ein Beruf.
22:47Kein besonders aktueller.
22:49Nicht besonders aktuell, aber doch.
22:56Ja.
22:59Es wird Zeit für so eine Schöngeworden.
23:03Was zahlt sie hier kalt?
23:05So, da hätte ich jetzt so, weißt du?
23:07Nee.
23:08Ist schön.
23:09Luftig halt, ne?
23:11So ein bisschen wie so ein Loft.
23:17Ich bin jetzt auch fertig.
23:18Wir haben die peinliche Stille überbrückt.
23:20Es ist keine peinliche Stille.
23:21Das sind unsere Freunde hier.
23:23Das sind Menschen, die einfach kommen und sich hier hinsetzen und das mittragen.
23:28Stopp.
23:28Bitte was?
23:29What?
23:30Nee, Leute.
23:31Ja, so, Schabrichter.
23:32So vor, ich hab gesagt, es ist leicht.
23:34Schabrichter.
23:36Ja, es ist Schabrichter.
23:39Wollte doch, darf ich noch mal?
23:41Fantastisch.
23:42Ja, Schabrichter.
23:45Ja, gut, brav, brav, brav.
23:46Besser werden wir nicht.
23:48Ich hab schon einen.
23:49So.
23:52Es handelt sich hierbei um einen Song.
23:54Okay?
23:58Gott.
24:00Das geht.
24:01Das geht.
24:01Theoretisch.
24:06Wir haben das alles selber verputzt.
24:08Wir haben gedacht, bevor wir jemanden holen.
24:13Aber ich sag, also da kommen die Leute drauf, hundertprozentig.
24:17Meinst du?
24:17Ja.
24:18Okay.
24:18Ich sage unter fünf Sekunden.
24:21Ich bin überaus gespannt, wie du es umsetzt, wenn ich ehrlich bin.
24:25Es gibt ja nur einen Weg.
24:27Ja, stimmt.
24:28Weil ich möchte ja schon, dass die Leute auch eine Chance haben.
24:30Und deswegen muss ich bestimmte Elemente so darstellen, dass man sie auch erkennt.
24:34Und damit ist schon eine Sache gespoilert.
24:36Und das, ja, stimmt, stimmt, stimmt, du hast recht.
24:39Ja, ja, ja, ja, ja.
24:40Das ist wohl wahr.
24:43Ja.
24:43Ja, ich höre.
24:45Es ist Rama-Lama-Ding-Dong.
24:48Ganz genau.
24:48Und das ist wirklich hervorragend.
24:52Hervorragend.
25:01Lehrer, also halte ich für.
25:04Tipp ist, ähm, ach, sie kommen drauf.
25:09Jetzt gehe ich ein bisschen anders vor.
25:11Ihr alle kennt das ja, glaube ich, wenn wir, so sind wir wieder bei Auftragsarbeiten,
25:15wenn Unternehmen sich ein Firmenmaskottchen wünschen.
25:18Das ist eigentlich immer das Gleiche.
25:19Machst du das?
25:20Ich mache jetzt das Firmenmaskottchen.
25:27Oh, das ist wunderbar.
25:30Das ist ja ein kleiner Pillermann.
25:33Die Stimmung kippt.
25:37Leuchtmittel-Lummermann.
25:38Ja!
25:39Richtig!
25:41Leuchtmittel-Lummermann.
25:44Da habe ich ganz, ganz toll.
25:47Das ist.
25:55Einen kleinen Moment.
25:58Leuchtmittel-Lummermann.
26:00Das Licht, zu dem ich schlummern kann.
26:03Da gibt's keinen Kummermann.
26:04Für Licht geht's Licht zu Lummermann.
26:06Vielen Dank, Ralf Gute.
26:09Ralf Gute, danke, dass du da warst.
26:11Ralf Gute.
26:12Du warst deine Leiste.
26:14Ralf Gute.
26:16So.
26:18Ralf Gute.
26:20Ralf Gute.
26:31Liebe Mitbürger sämtlicher geschlechtlicher Ausrichtung,
26:34stellen wir uns heute die große Frage und auch der großen Frage,
26:39finden Sie Erwachsensein auch so anstrengend?
26:41Ich meine jetzt mal ehrlich, was ist das für ein Blödsinn?
26:44Dieser ganze Trott mit morgens Hose anziehen und freundlich sein und Finanzamt?
26:49Es gehört wohl dazu.
26:50Ich war ziemlich gerne Kind, wenn ich ehrlich bin.
26:53Und das Gott sei Dank in Dortmund und nicht in Bangladesch.
26:56So konnte ich mir meinen Einstieg in die Textilverarbeitung besser einteilen.
26:59Trotzdem, die Menschen hassten von A nach B Konflikte, wohin das Auge blickt.
27:07Man hat nur Randale als Erwachsene, oder?
27:10Dafür war immerhin zu allem eine Meinung.
27:12Deswegen möchte ich einmal hier klar sagen,
27:14meine Urteile und Einschätzungen geben lediglich meine Meinung wieder hier in meiner Sendung.
27:20Und meine Meinung ist, und darauf lege ich Wert, vollkommen unerheblich.
27:25Da ich das weiß, werden Sie mich eher selten in politischen Talkshows antreffen.
27:29Ich weiß auch nicht, was ich da erzählen soll.
27:31Was soll ich da sagen?
27:33Louis Klamroth?
27:34Herr Sträter, Stichwort Klimakrise.
27:36Halten Sie eine Umkehr noch für möglich?
27:38Ich?
27:39Keine Ahnung, aber ich war noch nicht in John Wick 4.
27:41Weißt du, das ist meine Privatmeinung, die jetzt in diesem Moment streng genommen nicht mehr privat ist.
27:48Und die lautet, das Klima wird schlimm. Kippen? Was tun?
27:53Ich bin 56, ich breche mir schon ein damit ab, den Müll zu trennen.
27:56Der Klimawandel ist für mich Roland Emmerich Material.
28:00Wenn der so richtig kommt, der Klimawandel, dann bin ich tot.
28:04Und ich will mir wie die meisten von Ihnen noch gar nicht vorstellen, was das wird.
28:07Ich bin ja Deutscher.
28:08Die maximale Zeitspanne, die ich mir überhaupt vorstellen kann, ist die Frühbucher-Rabatt-Dimension.
28:13Also so acht Monate, darüber geht gar nichts.
28:15Aber wenn ich der Wissenschaft glauben kann, was ich tue, wird es in 50 Jahren überaus unkomfortabel in Bottrop und
28:21Umland.
28:22Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll.
28:24Aber ich will genau wie Sie, dass die anderen das dann auch machen müssen.
28:28Am besten zuerst.
28:30Und wenn das zu wenig ist, kann ich ja sagen, mache ich nicht, bringt eh nichts.
28:33Und ehrlich gesagt weiß ich von der Dramatik der Lage nur deswegen, weil sich Leute auf der Straße festkleben.
28:41Und darüber kann man sich tierisch aufregen.
28:42Das verstehe ich alles, aber was sollen die sonst machen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen?
28:47Mit Wachsmalstiften, Bildmalen oder was?
28:48Dann kommt doch keiner.
28:49Da berichtet doch kein Mensch drüber dann.
28:51Über Blockaden schon.
28:53Was wollte ich eigentlich sagen?
28:54Genau.
28:55Erwachsensein ist anstrengend.
28:57Und ich denke wirklich, uns allen sind zu früh unsere Stofftiere weggenommen worden.
29:03Wir könnten einfach bessere Menschen sein, wenn wir unsere Schmusis noch hätten.
29:08Schmusis, nicht Smoothies.
29:11Das ist Obst und Gemüse, das gekaut 80 Cent kostet, geschreddert aber 3,90 Euro.
29:16Schmusis.
29:18Schmusis.
29:20Plüschtiere.
29:21Wir hätten alle behalten sollen, oder?
29:23Ich könnte Olaf Scholz auch viel besser aushalten, wenn er ein zerfranztes Stoffzebraun am Arm hätte.
29:30Wir würden alle, denken Sie darüber nach, wir würden alle so im Zug sitzen, IC nach Berlin, mit unseren Stofftieren.
29:36Dann sitzt du da, dann kommt ein Mann und sagt, verzeihen, Sie sitzen auf meinem Platz, 13a, Wagen 26.
29:42Mein Name ist Kotlewski und das hier ist Euli.
29:47Und Sie sagen, oh, das tut mir leid, dann habe ich mir hier im Wagen verstanden.
29:50Geben Sie mir drei Minuten einen Plauzzi-Wauzi, schläft grad.
29:53Das würde viel Schärfe rausnehmen.
29:56Glauben Sie mir.
30:04Beim Grimme-Preis gäbe es nur eine Sitzreihe für zerfledderte Eichhörnchen, Kirmestiere und Schweinchen aus Samt.
30:10Und wenn man jemandem gut zureden will, sagt man nicht mehr, halt die Ohren steif, sondern halt die Steifohren.
30:15Die Menschen würden mit ihren Plüschfreunden reden, ihnen im Flugzeug zumurmeln, sie müssten keine Angst haben,
30:23sie wären ja schon ein großer Otter, alles halb so wild.
30:27Und Amtsrichter würden sagen, die Beweislage ist klar, ich erkenne auf Steuerhinterziehungen, bevor sie fragen, Ferdinand Ficki, der Fasan, geht
30:35da komplett d'accord.
30:36Es wäre eine bessere Welt.
30:39Meine Meinung.
30:41Aber das weiß ich schon.
30:43Was hat das Leben mich gelehrt, so im Rahmen meiner Möglichkeit Dinge überhaupt zu begreifen?
30:47Immerhin ein paar Sachen, vieles nicht.
30:49Aber zum Beispiel, falls du dich hässlich fühlst, das geht ja vielen so, es ist bedeutungslos, wie alt du aussiehst
30:57oder wie du überhaupt aussiehst.
30:59Deine Optik überlagert weder deine Talente noch deinen Charakter, wirklich.
31:03Und falls du dich fragst, was andere über dich denken, vermutlich nichts.
31:07Jeder ist am allermeisten mit sich selbst beschäftigt, auch die anderen.
31:11Und ja, Karl Lagerfeld hat mal gesagt, wenn er eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
31:16Und ich habe gelernt, brauche ich keine Jogginghose führen.
31:19Der Mensch ist nun mal fehlbar, ich kenne das.
31:25Wissen Sie, ich habe so viel Stumpfsinn gemacht.
31:28Beispiel, falls Sie mal in eine gemischte Sauna gehen, können Sie so einiges für einen Aufguss nehmen, aber keine Fanta.
31:38Sie können sich das kaum vorstellen, das ist wie Nebel aus Prittstiften.
31:41Ich will ihn, weißt du, und lassen Sie los, wenn es irgendwas gibt, lassen Sie los, außer Sie hängen an
31:48der Dachlinne, dann halten Sie sich fest, um Gottes Willen.
31:52Irgendwann erkennen Sie, wann es Zeit ist, loszulassen und wann sich festzuhalten, wenn es geht aneinander.
31:59Haben Sie den besten Sommer Ihres Lebens, Kussi, danke.
32:11Und jetzt, die nächste Rubrik.
32:14Tino Bommelino präsentiert mir Material, das ich nicht kenne, das ist die Wahrheit.
32:18Kein Trick, kein Kniff des Fernsehens, ich habe keine Ahnung, was kommt.
32:22Bitte begrüßen Sie herzlich Tino Bommelino mit seiner Rubrik Tino Bommelino und seinem Einspieler.
32:42Ich arbeite gerade an einem Kurs zur Lebensverbesserung.
32:46Ist ein Kurs für alle, die Bock haben auf Erfolg.
32:49Weiß nicht, ob da heute jemand da ist.
32:51Habt ihr Bock auf Erfolg?
32:53Das muss man anders fragen.
32:54Habt ihr Bock auf Erfolg?
32:57Ja, dann ist vielleicht der Kurs, was für euch, mit dem knackigen Titel.
33:02Loban, tumbo, maximise, feilisier.
33:07Dein Life.
33:20Die Idee von dem Kurs ist, dass man einfach Redesituation so angeht.
33:25Das fängt mit kleinen Sachen an.
33:26Gucken wir uns mal so einen typischen Ausschnitt von einem Tag an.
33:30Zum Beispiel willst du eine Nachricht schreiben, wartest kurz auf die Antwort, kriegst die Antwort, liest die Antwort, gehst dann
33:35auf klein.
33:36Musst dann einen Kaffee.
33:38Dann musst du erst Wasser nachfüllen, dann legst du das Pad rein, dann machst du es an.
33:41Und dann musst du warten und dann ist der Kaffee fertig.
33:43Bis hierhin kein Problem, oder?
33:45Falsch!
33:48Ich hab hier mal die Zeiten aufgeschrieben, wie lange das dauert.
33:51Das sind 211 Sekunden, das ist totale Zeitverschwendung.
33:54Ich zeig euch, wie man das viel schneller schafft.
33:57Und zwar, mit der Global-Turboparallelisierung macht man erst das Wasser an, lässt es in die Kanne laufen, legt dann
34:04parallel das Pad rein, schreibt dann die Nachricht,
34:07muss dann aber nach 10 Sekunden mit der anderen Hand den Wasserhahn ausmachen.
34:10Dann macht man die Kaffeemaschine an, geht dann auf Toilette, dann kann man das beides gleichzeitig laufen lassen und liest
34:17dann die Antwort währenddessen und ist dann nach 95 Sekunden fertig.
34:20Das ist über 100% schneller.
34:22Mit den 116 gewonnenen Sekunden können Sie jetzt machen, was Sie wollen.
34:25Das ist Ihre Zeit, da können Sie warten oder bis 116 zählen.
34:30Oder was wird das?
34:33Dann behandle ich da auch Kommunikation.
34:35Wir kennen alle die vier Seiten einer Nachricht von Friedemann Schulz von Thun.
34:38Danach hört jeder Mensch jede Nachricht mit vier Ohren, scannt die so ab, um sie dann falsch zu verstehen.
34:46Ich finde, das reicht nicht.
34:48Ich habe eine Methode entwickelt, die könnt ihr lernen.
34:51Da hört man mit 18 Ohren!
35:03Da haben wir hier das Bahnhofsohr, das steht nur Bahnhof, das horcht nach Sonderangeboten.
35:09Das ist das Ohrwurmohr, das hört die ganze Zeit warm aus aller Pleia.
35:14Und das ist das Meterohr, das hört Ohren.
35:20Dann behandle ich auch die Fallstricke der Interaktion.
35:24Und zwar wird man manchmal gefragt, hey, möchtest du auf meine Party kommen?
35:27Von einer Person, die man nicht mag.
35:30Und das ist das Problem, dass man nicht auf die Party will, aber man will auch nicht, dass die andere
35:35Person denkt, man würde sie nicht mögen.
35:38Obwohl das ja stimmt.
35:40Und dann sagt man vielleicht ja, aber hat nicht einberechnet, dass die andere Person einen vielleicht auch nicht mag und
35:45die ganze Zeit denkt so, bitte sag nein, bitte sag nein.
35:48Und dann trifft man sich so auf der Party und beide denken so, boah, ist das kacke.
35:53Aber keiner darf es merken.
35:55Und dadurch eine Methode entwickelt und zwar macht man sich einfach für jede Situation so eine handliche Tabelle, wo man
36:00einfach alle Möglichkeiten auflistet.
36:04Also ist die Frage ehrlich gemacht?
36:05Dann kann man dann so Wahrscheinlichkeiten ausrechnen, welche, was man selber will, welche Antwort.
36:11Und dann kann man das alles, kann man den Erwartungswert ausrechnen und das maximieren.
36:14Das ist super.
36:15Und wenn man dann das nächste Mal gefragt wird, willst du auf meine Party, dann kann man einfach die Tabelle
36:20rausholen.
36:22Das ist fantastisch.
36:34Dein Leif.
36:39Danke.
36:40Dino Bommelino.
36:51Kommen wir nun zur letzten Rubrik für heute.
36:54Ich spüre es auch selber.
36:55Aber ja, es ist so, Nostalgie schwappt durch die Gänge, mir wird ganz warm ums Herz.
36:59Das ist meine Spielzeugrubrik und die habe ich natürlich gern, weil die mich immer so anweht.
37:03Und sie heißt, spiel's noch einmal, Sam.
37:06Und darum geht's.
37:09Oder anders.
37:10Es gibt Begriffe, die sollte man mit Fingerspitzengefühl einsetzen.
37:15Katastrophe zum Beispiel.
37:16Mir hat mal ein Freund gesagt, wirklich,
37:19ich neulich beim Zahnarzt zeigte mit so einem kleinen Spiegel, wie viel Zahnstein ich habe.
37:23Katastrophe, ey.
37:24Das ist natürlich Umgangssprache, das weiß ich selber.
37:27Trotzdem, Katastrophen sind streng genommen alles verschlingende Wassermassen oder extreme Stürme oder alles andere, was Mutter Natur an Brutalitäten im
37:35Puffärmel bereithält.
37:36Zahnstein hingegen, ey, so keine Katastrophe, sofern der Zahnstein nicht in faustgroßen Klum auf Sauerland niederprasselt.
37:44Oder nehmen wir das Wort, auch im wahrer Fall, nehmen wir das Wort Grenzerfahrung.
37:50Mir wurde mal gesagt, das ist schon Jahre her, aber mir wurde mal gesagt, und zwar mit Leichenvitamine,
37:56also Zelten auf Teneriffa, schon ne Grenzerfahrung.
38:00Absolut.
38:30Gut. Ja.
38:31Mies, klar, wo kommen wir denn da hin? Zu den Waschräumen.
38:35Aber was für eine Grenzerfahrung, vor allen Dingen im Bereich der Umgangssprache.
38:40Oder nehmen wir das schöne Wort Wunder.
38:44Und das ist irgendwie keine Umgangssprache.
38:46Ich meine, was ist ein Wunder?
38:47Es gibt bekanntlich Weltwunder, wie die chinesische Mauer oder die wirklich jordanische Felsenstadt namens Petra.
38:53Klingt wie eine Pension ohne WLAN in Bad Salzuflen gehört, aber zu den sieben Weltwundern.
38:58Wunder bringen uns zum Staunen, Augenreiben, Ausflippen.
39:01Sie sind der goldene Lichtstrahl des Unglaublichen, der unvermittelt in unser Leben fällt, oder?
39:06Nicht wahr?
39:07Das bringt uns direkt hierzu.
39:09Danke.
39:12Die Wundertüte.
39:14Alle Magie der Welt in einem Umschlag mit einem Clown drauf.
39:18Echte Wunder.
39:19Blickdicht umhüllt in keiner Ahnung, was das ist.
39:21Diener 5.
39:22Mir schauert.
39:23Wenn ich diesen Umschlag öffne, hier vor Ihnen stehen uns genau zwei Szenarien zur Auswahl.
39:29Eins.
39:30Tüte auf.
39:31Und die Lahmen werden gehen.
39:33Und ihre Krücken jauchzend von sich schleudern.
39:37Und den Geblendeten fällt der Grint von der Pupille.
39:40Und hier und da tun sich Land auf, Land ab, ungünstig Wundmaler auf.
39:45Ein unbestimmtes göttliches Glimm und hüllt uns.
39:48Und ein Kamel geht durch ein Nadelöhr.
39:51Warum auch immer das Tier sich diesen Strapazen antun sollte, ich weiß es doch auch nicht.
39:54Oder Option 2.
39:58Aus der Tüte fällt billigster Tinev, dessen Wert monetär kaum messbar ist.
40:05Ein schlecht entgrateter chinesischer Plastikkowboy.
40:09Eine scheißgrüne Trillerpfeife.
40:11Fünf Gramm Puffreis für die Puppenstube.
40:14Und hier so eine bekackte, essbare Armbanduhr.
40:17Und wenn man reinbeißt, bleibt die eigene Uhr stehen.
40:20Kurz gesagt Schrott, Klumpatsch.
40:22Billigstes Glumpe.
40:23Klimbim ohne die geringste Qualität.
40:28So eine Tüte hat früher 2 Mark gekostet.
40:31Das war damals viel Geld.
40:33Nämlich 2 Mark.
40:36Dafür bekam man eine Schubkarre voller Brause-Ufos.
40:39Und zwar die guten von damals, die der Körper gar nicht verdauen konnte.
40:43Mir klebt noch heute die Kanzel so eines Ufos am Gaumen.
40:46Mein Zahnarzt denkt immer, in meinem Maul hätte einer Laminat verlegt.
40:49Oder?
40:49Man bekam, hören Sie zu, für 2 Mark.
40:542 Liter Benzin.
40:56Und der Opel meines Opas, damals nur deutsche Wertarbeit.
40:58Also beide, Opa und Opel.
41:00Der Opel jedenfalls verbrauchte aus Respekt vor meinem Opa überhaupt keinen Treibstoff.
41:05Der kam mit den 2 Litern bis Rimi nieder.
41:07Dann wurde der Rest weggekippt.
41:08Zumindest in meiner Erinnerung.
41:10Das Einzige, was noch krasser war, waren 5 Mark.
41:14Ein Haiermann.
41:15Damit kommt man mit seinem Opel ohne Benzin nach Hamburg fahren.
41:18Und eine beliebige Zeppelin-Werft-Latschen.
41:20Und ich nehme den aus purem Gold.
41:22Pack ein, den scheiß Kaventsmann.
41:24Dann bekam man noch eine Mark raus.
41:27Immerhin, der Produzent der Wundertüte, und ich zweifle nicht daran, dass es sich dabei
41:31um einen James-Bond-Schurken mit Sägeblatt im Hut handelt, ist dadurch reich geworden.
41:37Und das ist das wahre Wunder.
41:39Dass wir für die Sendung einen ganzen Batzen gekauft haben, war sicher auch hilfreich.
41:44Nur wir Schwachköpfe.
41:45Aber wir können etwas tun.
41:47Wir füllen diese Tüte jetzt mit echten Wundern.
41:53Hier.
41:55Lachende Kinder.
41:59Oder hier.
42:00Zufriedenheit ohne Anlass.
42:04Bedingungslose Liebe.
42:08Und die Lottozahlen für Samstag.
42:20Ich weiß allerdings nicht, welcher Samstag.
42:23Das kann schon gewesen sein.
42:26Oder kommt noch.
42:27Kann sich ziehen bis zur Ziehung.
42:29Aber jemand von Ihnen, ach wissen Sie, was ich gebe Ihnen.
42:31Sie können den gut brauchen.
42:33So.
42:35Und was soll ich Ihnen anderen sagen?
42:36Denken Sie daran, Sie dürfen die Hoffnung niemals aufgeben.
42:39Irgendwann wird alles gut.
42:40Bestimmt.
42:40Jeder von Ihnen bekommt sein Wunder.
42:43Handeln Sie bis dahin angemessen.
42:45Und bitte, es wird ein schöner Sommer.
42:48Regen Sie sich nicht unangemessen über Kleinigkeiten auf.
42:52Zwei Mark.
42:54Diese Arschlöcher.
42:56Naja.
42:58Feierabend.
42:59Vielen Dank.
43:00Vielen Dank.
43:00Und danke nochmal an Ralf Rute.
43:05Ralf Rute.
43:06Kino Mommelini.
43:10Dankeschön.
43:10Dankeschön.
43:12Ihr wart toll.
43:13Fantastisch.
43:14Kino Mommelini.
43:15Kalt Rusein.
43:16Kino Mommelini.
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