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00:16Thank you, Pupanke, thank you.
00:22Good morning, there I am.
00:23Not a whole year later.
00:25How are you doing here?
00:26I'm going to go to the next day.
00:28I'm going to go to the next day.
00:31I'm going to go to the next day.
00:33I'm going to go to the next day.
00:35I'm going to go to the next day.
00:36I love this idea.
00:38Good luck.
00:39Ansonsten, a nice summer, right?
00:41That's the weather.
00:42Let's see the weather of the last summer.
00:45Entweder there was the storm from Oz.
00:48Regen, everything fliegt rum,
00:49rote Lackschuhe, Gießkanenmann.
00:5135 Grad Todesstrahlen vom Planeten Klopotnik,
00:54nassgeschwitzte Kimme,
00:55verdorrte Felder, teilrasierte Dobermänner.
00:57Gisela trägt Bauch frei.
00:58Ein Wahnsinn.
01:00Das Klima geht steil.
01:03Apropos.
01:04Haben Sie diese epische Angelegenheit mitgekriegt?
01:07Das ist für mich die Geschichte des Sommers.
01:09Hier sag schnell.
01:11Von dem Vorfall in dieser Linienmaschine auf dem Weg von Atlanta nach Barcelona.
01:15Die ist zu 100% wahr.
01:17Können Sie überprüfen.
01:18Die ganze Geschichte stimmt.
01:19Ich schwöre es.
01:20Hier die Kurzfassung.
01:22Auf dem Flug klagt ein Passagier über Durchfall.
01:26Schlimm.
01:27Deswegen hier die Langfassung.
01:34Dieser Passagier, nennen wir ihn Steve, war noch beim Check-In frisch wie der Morgentau.
01:41Ein reiselustiges, elastisches Männchen, das sich flott dem vollbesetzten Flieger ans Fenster setzte.
01:46Dann hob der stählerne Donnervogel ab und schraubte sich in den Himmel.
01:51Die Millionenstadt Atlanta, 1847 gegründet und im Bundesstaat Georgia beheimatet, wurde zu einer Miniatüre.
01:58Und als das Flugzeug seine Reisehöhe erreicht hatte, sich ausrichtete und das Klapptischchenkonzert rei auf, rei ab, anschwoll.
02:05Da verspürte Steve ein dezentes Rumpeln in der Warenausgabe.
02:11Steve runzelte die Stirn.
02:14Na nun, muss er gedacht haben.
02:16Der Stuhlgang, so viel sei festgehalten, kann in den meisten Fällen als schierer Akt des Willens begriffen werden.
02:22Das ist wohl Konsens.
02:24Und als Steve in elf Kilometern Höhe spürte, wie eine tiefbraune Faust von innen an seine Därme klopfte,
02:31erhob er sich, lächelte und suchte den Waschraum auf.
02:36Dort stellte er zu seiner grenzenlosen Verblüffung fest,
02:39dass er zum einen mit einer alarmierenden Verflüssigung seiner verdauten Mahlzeiten konfrontiert wurde
02:45und zudem, dass er es hier nicht mit für Einzelpersonen abgabeüblichen Mengen zu tun hatte.
02:53In Klaftern stürzten ihm die Massen aus der untersten Schublade.
02:59Nicht unerheblicher Schub entwickelte sich und machte Steve gegen seinen Willen zu einer Art Bio-Raketenmann.
03:08In Folge der nicht enden wollenden, turbinenhaften, rektalen Verwirbelungen wurde in der Toilette rechtzügig, der Platz knapp.
03:19Steve rauschte, vermutlich von einem Kotstrahl befeuert, einige Zentimeter über dem Teppich schwebend, hilfesuchend in den Gang.
03:28Frage an Sie zu Hause, essen Sie noch?
03:43Jedenfalls stand Steve, Arme rudernd da, die Sauerstoffmasken fielen von den Decken.
03:49Menschen kreischten und als allen klar wurde, dass es am Sitz kein Knöpfchen gibt, das man drücken kann, um zu
03:54rufen,
03:55Nächste muss ich raus, Herr Busfahrer, Sir!
03:57Und als der Gestank vieläugiger Dämonen und versunkenen Zivilisationen durch den Flieger waberte,
04:03begannen die Flugbegleiterin wie Van Helsing Fläschchen zu zücken.
04:08Darin Desinfektion mit Vanilleduft, wirklich, Desinfektion mit Vanilleduft.
04:13Aber entweder stimmte das Mischverhältnis von AA und Vanille nicht, man weiß es nicht oder es passt generell nicht so
04:22prima zusammen.
04:23Jedenfalls wussten viele Fluggäste nicht, ob sie jetzt brechen sollen oder in der Weihnachtsbäckerei singen.
04:28Aber dafür wurde Ihnen schlagartig eines klar.
04:42Weder Sie noch Steve konnten der Apokalypse Einhalt gebieten.
04:48Das war der große Räumungsverkauf.
04:50Alles musste raus.
04:52Und so nahmen alle teil an einem völlig neuen Kapitel in der modernen Luftfahrt.
04:56Denn Steve kackte das Flugzeug des Meisterwerks der Ingenieurskunst so elementar, so grundlegend und nach allen Regeln einer vergessenen Kunst
05:07voll,
05:08so selbstvergessen, infernalisch und ohne jedes Augenmaß, dass die Maschine nach zwei Stunden wendete und wieder in Atlanta landete.
05:17Denn allen an Bord war klar, dass zwar die Bürger von Barcelona recht lässige People sind, es aber doch ein
05:24Riss im Gefüge der Völkerverständigung verursacht hätte, wenn die Räder dieses gottlos und bündig vollgeschissenen Eimers spanischen Boden berührt hätten.
05:33Und so fiel zumindest dieser zehnstündige Flug über den großen Teich aus.
05:39Und das ist natürlich gut fürs Klima.
05:42Also zumindest außerhalb des Flugzeugs.
05:44Viel CO2 wurde eingespart.
05:48Juchu!
05:49Was will uns diese Geschichte sagen?
05:51Nun, es gibt sie noch, die stillen Helden.
05:55Die versuchen etwas zu verändern mit Mitteln und Ideen, die man nicht sofort auf dem Zettel hat, die um die
06:00Ecke denken.
06:01Du kannst etwas bewegen und die Welt verändern, so wie Steve, der uns gezeigt hat, es ist alles in dir
06:08drin.
06:08Für mich die Geschichte des Sommers.
06:19Und natürlich das mit der Basketball-WM.
06:22Glückwunsch nachträglich, ich habe es nicht gesehen.
06:24Null Ahnung vom Sport.
06:25Mein Gast, Achtung, Überleitung, mein Gast, aber dafür voll.
06:29Und der kommt jetzt auch direkt die komplette Strecke von da vorne, das sind etwa 3,20 Meter.
06:33Er ist Sportsachverständiger, Moderator, Autor, Komiker, Mastermind und Vorzeigeschädelte.
06:37Heute-Show und ein feiner Mensch.
06:40Begrüßen Sie bitte Oliver Welke.
06:55Danke schön.
06:59Oliver Welke.
07:01Danke sehr.
07:04Vielen Dank.
07:10Danke, dass du da warst.
07:11Ja.
07:12Das war einfach so ein, der Applaus wird nicht zu toppen sein.
07:15Ist das nicht schön?
07:15Es ist super.
07:16Ich wusste ja auch nicht, womit du loslegst, aber ich sag mal direkt nach so einer richtig
07:19guten Dünnschiss-Anekdote rauszukommen.
07:21Was will man mehr?
07:23Das ist genau.
07:24Ich fand es, nein, geiler war nur, dass du zu You Never Walk Alone völlig allein in den Gang gemacht
07:30hast.
07:30Das hat mir am besten gefallen.
07:32Was verbindest du mit dem Lied gerade, You Never Walk Alone?
07:36Natürlich Borussia Dortmund.
07:37Ich bin ja doch von relativ früher Jugend an infiziert worden mit dem BVB-Virus, habe es auch geschafft, meine
07:44Söhne erfolgreich in die Sekte rein zu locken.
07:46Ja.
07:46Ich mag die Dortmund auch, klar.
07:48Ja.
07:50Generell, probierte Millionäre mit ausrasiertem Nacken, das ist eigentlich so mein Steckenpferd.
07:53Du, ich war jahrelang mein Beruf, sehr reiche Millionäre mit ausrasiertem Nacken nach dem Spiel am Duschen zu hindern mit
07:58Fragen, die ich ihnen gestellt habe.
08:00Deshalb, so fing ich ja an im Fernsehen.
08:01Aber sag mir doch bitte mal, ist die Sportreportage der letzte authentische Bereich im deutschen Fernsehen?
08:06Naja, also normalerweise, wenn es Live-Fußball ist, ist es ja dann logischerweise auch live im Nachgang.
08:12Das heißt, die ganzen tollen Fragen, die du dir für das, sagen wir mal, 1-1 überlegt hast, wenn es
08:16so steht in der 91.
08:17Und dann macht irgendein Arschgesicht noch das 2-1, kannst du alle deine Fragen wegschmeißen und der Trainer kommt dann
08:23trotzdem.
08:23Der wartet nicht, bis du die neuen Fragen geschrieben hast.
08:25Also du musst im Kopf dann relativ schnell umscheiden.
08:28Aber ich hatte ja Oli Kahn, einen der spontansten Menschen Deutschlands, den konnte ich dann immer mit einer schlauen Frage
08:34zum Zeitständen nach vorne schieben.
08:36Oli Kahn, kann man gut mitarbeiten, würdest du schon sagen?
08:39Ja, also ich habe ja fast sieben Jahre mit ihm gearbeitet und mir hat das großen Spaß gemacht.
08:43Ich hatte natürlich, wie wir alle, vorher Todesangst vor ihm.
08:46Das ist ein normaler, gesunder, menschlicher Reflex, Angst vor Oli Kahn zu haben.
08:50Und dann merkt man aber, es ist eine reine Fassade und eine Strategie.
08:52Das ist eigentlich ein sehr netter Kerl.
08:54Was er hat, ist dieser tatsächlich etwas pathologische Ehrgeiz, egal was er macht.
08:59Ich finde, wenn man Oli Kahn zusammenfassen will, muss man erzählen, wie wir beide mal kurz hintereinander bei klein gegen
09:05groß, bei diesem Pflaume-Format waren, wo man gegen Kinder spielt.
09:08Und der Witz ist natürlich, dass man, wenn man bis 13 kann, versucht sich ein bisschen zu bemühen, aber am
09:12Ende natürlich gegen das Kind zu verlieren.
09:14Weil man ja sonst irgendwie doof dasteht.
09:17Aber Kahn zum Beispiel musste gegen einen, ich glaube, fünfjährigen, super süßen Jungen spielen.
09:21Da ging es darum, dass man möglichst viele Golfbälle in so ein Fangnetz reinputtet.
09:24Und erst fing der Junge an, ein wirklich super niedliches Kind, hat dann, weil er aufgeregt war, fünf, sechs geschafft.
09:29Und dann kommt Kahn wie so ein Roboter, plöp, plöp, plöp, plöp, plöp.
09:33Und der Junge wurde immer eingeblendet, die Augen wurden immer größer.
09:37Und ich sage hinterher zu ihm, warum hast du den so fertig gemacht?
09:39Ja, dann soll er nicht spielen, hat er gesagt.
09:52Kommt Ihnen das auch nicht so vor, als würde die Heute-Show seit 14 Jahren laufen?
09:56Mir schon.
09:59Wie viele Folgen? 400?
10:00Ja, ich glaube, über 450 Folgen jedenfalls.
10:03Eine die Woche machen wir ja.
10:04Wir haben eine lange Sommerpause, für die ich immer verantwortlich gemacht werde.
10:07Geht dir das auch so?
10:08Ich war neulich im Supermarkt und wurde wieder superböse angeguckt von irgendeinem Rentner, den ich nicht kannte.
10:13Und der hat dann so über die Paprika hinweg mich wirklich so angeschnauzt mit, na, vielleicht mal wieder Lust zu
10:19arbeiten?
10:22Weil die Leute denken, dass ich die Länge der Pause bestimme.
10:25Was natürlich stimmt.
10:26Nein, stimmt nicht.
10:28Gibt's qualitativ bei Humor eine Grenze nach unten?
10:33Bei uns nicht.
10:35Also, nein, die Frage kommt ja regelmäßig.
10:38Lustigerweise wird ja über Satire eigentlich öffentlich immer nur diskutiert, wenn es um ihre Grenzen geht.
10:42Das ist ja auch schade eigentlich auf eine Art.
10:44Und dann sind die Leute immer ganz enttäuscht, dass die Antwort so publisch ist.
10:48Das ist halt eine Redaktion, das jede Woche neu ausjustieren muss.
10:51Und mal klappt's gut und mal liegt man auch daneben und würde im Nachhinein gerne auch Sachen natürlich theoretisch nochmal
10:56drehen.
10:58Aber das ist wirklich nichts.
10:59Es gibt nicht das goldene Buch der Tabus oder der Satire Grenzen.
11:02Also kann man nur hoffen, dass man richtig liegt.
11:05Mehr geht ja nicht.
11:05Du hast mal irgendwo erzählt, dass du Politiker, also dadurch, dass du natürlich einmal quer über die ganze Wiese mäßt
11:14mit der Sense, meidest du den Kontakt zu Politikern?
11:17Na, so weit würde ich nicht gehen.
11:19Aber es war eine Zeit lang so, als ich noch in Berlin gewohnt habe.
11:22Die ersten zwei, drei Jahre Heute Show habe ich noch in Berlin gewohnt und habe dann in dem Flieger nach
11:27Köln sehr oft die Leute getroffen, über die ich ein paar Tage vorher gesprochen hatte.
11:31Und da kam nicht so viel Liebe zurück, muss ich sagen.
11:36Deswegen habe ich etwas Distanz geschaffen.
11:38Die Hauptstadt ist weiterhin Berlin, aber ich wohne in der Hauptstadt der Herzen Bonn und die Sendung wird in Köln
11:45produziert.
11:45Wir haben ja ab und zu auch mal Politiker da.
11:47Und ich weiß nicht, wie dir das geht.
11:49Du hast ja auch schon sicherlich mit welchen gesprochen.
11:51Also man hat erstens einen Respekt vor dem Arbeitspensum.
11:53Der Respekt ist bei manchen, finde ich, etwas verloren gegangen in letzter Zeit.
11:56Das tut mir auch leid.
11:57Und man findet dann auch Leute nett, bei denen man nicht damit gerechnet hätte.
12:00Das Beispiel?
12:01Jeder von uns hat halt so sein klassisches Kameragehabe und Gesicht und auch eine gewisse Tonalität.
12:07Und wenn die Kamera weg ist, redet man doch oft anders.
12:09Und bei Politikern ist der Unterschied extremer.
12:11Zum Beispiel Christian Lindner hat ja immer die gleiche Sprachmelodie.
12:16Wenn man darauf achtet.
12:17Und das ist alles druckreif, das ist alles perfekt formuliert.
12:20Aber es wirkt natürlich auch nicht wahnsinnig menschlich und authentisch.
12:23Und wenn du den dabei hinter der Bühne triffst, redet der halt total normal.
12:26Und dann sagst du, Mensch, Herr Lindner, hätten Sie nicht auch mal Lust?
12:30Also als ich ihn das erste Mal in Bonn bei einer Veranstaltung traf, in die Heute-Stuhe zu kommen.
12:34Ne, was habe ich denn davon?
12:35Sagt er.
12:37Ja, ja, ja, genau.
12:38Und dann habe ich so darüber nachgedacht, stimmt, er hat gar nichts davon.
12:42Aber ist Christian Lindner, oder anders gefragt, ist das indiskret zu fragen.
12:45Ist das mit der HAB-Transplantation gut gemacht?
12:47Also, es war ein Abend in Bonn, den ich moderiert habe.
12:51Und Christian Lindner war einer der Gäste.
12:53Und er kam dann irgendwann noch auf die Bühne und machte Witze über meine Haare.
12:57Über deine?
12:58Über meine Haare.
12:59Also, dass meine Haare ja immer weiter zurückgehen würden.
13:01Und dann habe ich gesagt, Herr Lindner, ich hätte das alles überhaupt nicht angesprochen,
13:05aber Sie zwingen mich nun.
13:06Und so kamen wir eben aufs Transplantieren zu sprechen.
13:09Was sagt er?
13:10Er hat sehr souverän reagiert.
13:11Er würde mir gerne die Telefonnummer von dem...
13:15Damit ich eines Tages aussehen könnte wie er.
13:20Die Transplantation muss richtig übel sein.
13:23Das dürfen wir ja vielleicht verraten.
13:25Jedes Mal, wenn wir uns treffen, werden wir uns erstmal immer obligatorisch austauschen,
13:28ob es einer von uns schon hinter sich gebracht hat.
13:31Aber du hast ja die Mütze.
13:32Und ich bin erst vor kurzem von einem Zuschauer gefragt worden.
13:35Ich lasse die Leute ja auch immer vor der Sendung Fragen stellen.
13:38Ja, ich kann die Mütze.
13:38Das ist top.
13:39Ja, das ist top.
13:45Ich habe neulich gemerkt, ich muss das gar nicht machen, für das viele Geld wollen.
13:50Mich hat neulich ein Zuschauer aus dem heutigen Publikum gefragt, ob das hier ein Toupet wäre.
13:54Das?
13:56Das ist...
13:57Habe ich dann...
13:59Habe ich wirklich nur zurückgefragt, wer würde dafür Geld bezahlen, weil...
14:03Vor allem, weißt du, wofür ich Angst hätte?
14:05Also angenommen, ich hätte wieder meine alte Popper-Frisur zurück.
14:07Ich mache ja manchmal noch diese Bewegung, weil ich früher diesen Seitenscheitel als Popper in den 80er hatte.
14:11Ja.
14:11Mach ich heute immer noch so.
14:13Obwohl da gar nichts mehr ist.
14:15Ja.
14:15Phantomscheitel.
14:16Ich mache immer noch Haarlack drauf und kriege dann zwei Wochen die Mütze nicht ab.
14:21Immer, weil es einfach auch besser aussieht.
14:24Wir haben...
14:26Wir haben...
14:27Guck mal, wir nähern uns ja jetzt mit einer gewissen Reife diesem Thema noch vor...
14:30Weiß ich nicht, ich hatte mal eine Sendung Stretters Männerhaushalt, hieß die, die war komplett aus Holz.
14:35Die gibt es nicht mehr, weil ich das ein bisschen modernisieren und auch reifer machen wollte.
14:40Ja, digitalisieren.
14:41Wir haben uns Perücken aufgesetzt am Ende dieser Nummer als Sanktion.
14:45Ja.
14:45Was ein bisschen albern ist.
14:46Deswegen schlage ich vor, wir machen das einfach mittendrin.
14:48Weil ich habe hier...
14:49Guck mal, ich habe zum Beispiel...
14:52Es hat eine kathartische Wirkung, weil du mit Haaren...
14:55Es ist auch nicht gut.
14:57Kann ich...
14:57Möchtest du...
14:58Wenn du mal gelernt hast, dass du dich damit nicht wirklich verbesserst, dann verliert das deinen Preis.
15:02Das ist tatsächlich...
15:02Hast du diesmal welche in meiner Größe auch?
15:04Ja, ja, das ist vom WDR Köln, das müssen sogar deine sein.
15:08Ich habe...
15:16Ich habe...
15:18Ich muss noch ein Stück zurückziehen.
15:20Ein Stück, ein Stück.
15:21Ich sehe ein bisschen aus wie Annegret Kramp-Karrenbauer.
15:25Ja, tatsächlich.
15:27Und du wie ihr Vater.
15:29Wir wollen uns jetzt auch nicht zu Tode melken.
15:31Aber hast du eigentlich gedacht, dass du so lange die Heute-Show machen würdest?
15:35Also, nur damit ich es verstehe, du möchtest jetzt noch ein ernsthaftes Gespräch weiter...
15:40Ja, ja, schon.
15:41Nach dem kompletten Verlust meiner Restwürde...
15:44Nein, das hätte man niemals gedacht, weil die Quoten auch die ersten zwei Jahre wirklich richtig Mist waren.
15:50Und der Sender aber die Füße stillgehalten hat.
15:52Deswegen gab es uns dann noch in der Phase, wo andere Sender uns schon längst abgesägt hätten.
15:56Und es hat sich letztlich dann gelohnt, das war...
15:58Das ist ein bisschen albern.
15:59Hier, nimm die.
16:00Okay.
16:00Fernsehen ist ja schwierig zu gestalten.
16:02Und gerade dann, wenn man vom Sport kommt...
16:04Du hast ja angefangen im Radio tatsächlich, ne?
16:05Ja, das stimmt.
16:08Oh, wow.
16:08Das ist aber wirklich gut.
16:11Was sind die Sachen, die man wirklich...
16:15Weißt du, was wirklich schlimm ist?
16:18Dass man sich damit verbessert, dann doch...
16:21Nein.
16:22Das ist sehr erniedrigend, muss ich sagen.
16:23Das ist...
16:24Also...
16:24Ach, du siehst...
16:25Wer bist du jetzt?
16:26Ich versuche gerade...
16:27Ich sehe aus wie einer der Ehrlich Brothers of Crack.
16:28Ja.
16:30Tatsächlich...
16:30Wie sieht es aus, als hättest du Der Schwarm 2 geschrieben oder so?
16:34Hast du Der Schwarm gesehen im ZDF?
16:35Ja, ja.
16:36Ich muss ja alle ZDF-Sendungen gucken, ja.
16:40Was ist die beste ZDF-Sendung aller Zeiten?
16:42Die Heute Show.
16:42Bitte was?
16:44Die Heute Show.
16:46Ja.
16:46Oder die beste Serie.
16:48Was ist die beste Non-Fiction-Serie?
16:51Ich stelle fest im Alter, dass ich, wenn um die Jahreswende werden, doch immer bei ZDF-Neo,
16:56so die 80er-Jahre-Serien wiederholt.
16:59Und ich bleibe wirklich hängen bei sowas wie, ich heirate eine Familie.
17:02Ich gebe es zu.
17:03Das ist mein Guilty Pleasure.
17:04Findest du nicht, dass der Titel sehr viel spoilert?
17:07Dass du das da auch...
17:08Ja, aber ich bitte dich, beim Wunder von Bern wusstest du auch, dass die Deutschen gewinnen.
17:12Also hast du trotzdem geguckt.
17:13Ja, aber da wusste ich beim Titel noch gar nicht, worum es geht.
17:15Ach so.
17:16Hier, willst du eine Frische?
17:17Ja, gerne.
17:18Ich habe...
17:20Du bist ja vom Radio tatsächlich.
17:22Also du kommst ja vom Radio.
17:24Ja.
17:24Tatsächlich.
17:26Ja, ist ja gut.
17:27Du kommst vom Radio...
17:30Das ist jetzt...
17:31Das ist so ein bisschen jetzt...
17:33Wie hieß das?
17:33Catch a Gugu, oder?
17:34Das ist...
17:35Too shy shy.
17:36Too shy shy.
17:38Und bei shy ist das Wort noch lange nicht zu Ende.
17:40Guck mal, das sieht sehr echt aus.
17:41Das sieht richtig echt aus, was du da auch...
17:51Wow!
17:55Das finde auch super, gerade weil du hier drin 42 Grad hast, macht das richtig Spaß mit
17:58dem Beflug.
18:01Erzähl im Radio, wie war das?
18:02Nein, für mich war das ein super Start,
18:04weil ich habe damals mit Olli Kalkofe
18:06und dem großartigen Dietmar Wischmeier,
18:08der unser Boss war, eine Sendung namens Frühstücksradio gemacht.
18:10Und das waren halt drei Stunden Comedy jeden Sonntagmorgen.
18:13Und ich könnte sagen, dass wir zumindest in Norddeutschland,
18:16das lief in Niedersachsen, Hamburg, Bremen,
18:17ich würde mal sagen, die Sprachentwicklung
18:19einer ganzen Generation nachhaltig versaut haben.
18:22Und da bin ich sehr stolz drauf, muss ich sagen.
18:24Ja, kann es auch sein.
18:27Kann es auch sein.
18:32Ich will das Thema nicht übertrieben forcieren,
18:34aber ich glaube, das ist die eine, die wirklich nicht passt.
18:35Das ist meine, ne?
18:36Ich habe sie sofort gesagt und gedacht, das ist doch meine.
18:38Ich persönlich muss sagen, dass ich mir diese hier wirklich liebäugle,
18:41aber ich weiß nicht.
18:43Das Gute ist, dass mein karges Resthaar
18:45mit jedem Umzug besser aussieht.
18:49Oh, ja, ja, ja, das ist es.
18:51Das ist es.
18:53Jetzt sehe ich aus wie Hinnack,
18:55der Knecht in so einem Bauertheater.
18:56Nein, nein, überhaupt nicht.
18:58Überhaupt nicht.
18:59Guck mich an.
19:00Ich sehe aus, als würde ich sagen,
19:01willst du meinen richtigen Hasen sehen?
19:03So sehe ich aus.
19:06Schlimm.
19:14Jetzt siehst du aus wie jemand,
19:16wo man sagen will, steig nicht in seinen Lieferwagen.
19:20Ich muss was zwischen anmoderieren.
19:21Ich muss eher einspielertechnisch, das vergesse ich immer wieder.
19:25Die Show lebt ja davon, dass sie sich lebendig abwechseln
19:27und dann kommen so kleine Einspielfilmchen.
19:29Nun komme ich selten dazu, mal einen zu drehen draußen vor Ort mit Menschen.
19:34Und deswegen neige ich dazu, dann und wann, wenn mir richtig langweilig ist, so ein bisschen
19:39durch die dunklen Gänge des Senders zu meandern, um mir dann Material rauszusuchen, wo ich mir
19:45sicher bin, das kann man sprachlich noch verbessern.
19:49Und das ist einer dieser Einspieler.
19:51Vielleicht können wir den mal zeigen.
19:51Los geht's.
19:52So, liebe Zuschauer.
19:53Und nun zur Abwechslung, zum Spaß hier im Studio, unser kleines Spielchen.
19:59Und Wolfgang erhielt es, wie er mir sagte, von einer Bekannten, die längere Zeit in den
20:03USA lebte.
20:04Es ist dort ein beliebtes Bergmannsspiel.
20:07Wahnsinn.
20:11Tja, ich fand diese kleine Holzpfeife so lustig und auch so einfach zum Nachbauen, dass sie
20:15gerade richtig für die Hobbitek ist.
20:17Als wir damit ins Studio kamen, brach eine wahre Epidemie aus.
20:21Überall wurde geübt und das kleine Bällchen in den Draht eingehängt.
20:25Das Ziel des Spieles ist es nämlich, diesen kleinen Korkball hier oben in diese Drahtöse
20:31einzuhängen.
20:32Und zwar durch geschicktes Hantieren.
20:34Ja, klar.
20:35Ganz schwer ist es jedoch, den Ball nachher hier oben wieder auszuhängen, um ihn dann auf
20:39das Röhrchen wieder aufzusetzen.
20:40Das ist ja alles irgendwie unglaublich charmant, aber irgendwie, finde ich, trifft es den Kern
20:45der Sache nicht.
20:46Nochmal.
20:48Hallo, ich bin Wolverine Hartwig.
20:51Nachdem wir uns einen Baseballschläger getöpfert haben, nun ein dufterneuer Trend aus Amerika.
20:56Was zuerst wie eine barbarische Mottengillotine aussieht, ist natürlich ein Spaß für die
21:01ganze Familie.
21:02Und zwar mit dem kultigen Namen Crack.
21:05Und hier sind schon alle seit Stunden drauf.
21:08Huhu, ich bin der Norbert und meine Füße sind aus Raufaser.
21:12Die Birgit gegenüber wird bei Vollmond ein Marienkäfer und die Ursula inhaliert nicht.
21:17Wer filmt eigentlich den Kameramann?
21:19Das ist creepy.
21:21Und diese Frau ist im Prinzip gar nicht im Raum.
21:24Egal.
21:25Hauptsache Crack.
21:26Er hält dich bei ihrem machenden Assi um die Ecke.
21:30Das hier sind übrigens nicht meine Hände, ist aber nicht schlimm.
21:33Die kommen einfach von unten hoch.
21:34Vermutlich hauptberuflich.
21:36Ist mir aber Rille, denn ich muss AA.
21:38Auf Wiederhören.
21:50Wir haben uns der Perücken entledigt.
21:52Und jetzt sind wir hier und machen was Sachliches.
21:55Oliver, vorneweg, ich mag überaus deinen Duktus, also deine Vortragsart.
21:59Ja.
21:59Schon stilbildend.
22:01Und ich habe zu diesem Anlass tatsächlich viele, viele wunderschöne Einspielfilme verschiedener öffentlich-rechtlicher Sender gesichtet, wo ich sagen muss,
22:12das sind große Bilder.
22:13Die Geschichten dazu sind aber oft ein klein bisschen banal.
22:17Lass uns die einfach nachvertonen.
22:21Ich fange an, okay?
22:22Ja.
22:22Immer abwechslend.
22:24Sie achten auf den Bildschirm, das sind alarmierende Bilder.
22:26Und los.
22:29Supergau im Sauerland.
22:31Anlässlich der feierlichen Bürgermeisterbeschneidung vorm Rathaus des sauerländischen Sundern ist es zu einem ärgerlichen Buchungsfehler gekommen,
22:39als der örtliche Kostümverleiher versehentlich statt der bestellten hautfarbenen Pillemann-Einteiler 400 Mal absolut identische Nussknackeranzüge herausgab und das in
22:48den Farben von Schalke 04.
22:49Der Hauptskandal aber im weiteren Verlauf der Festivitäten ist erneut die entfernte Vorhort des Stadtobersten abhanden gekommen.
22:56Die dritte in Folge.
22:58Nach Bürgermeister Tannenberg und Rehbein nun die Vorhort des Hoffnungsträgers OB Wolfgang Schlöben.
23:03Klar ist, findet man sie nicht binnen 96 Stunden wieder, verliert sich ihre Spur.
23:07Es bleibt die Frage Straftat oder versehen.
23:09Schwer zu sagen, fest steht nur, eine Stadt windet sich in Scham.
23:12Aber alle Versuche, die Schaulustigen am Straßenrand mit Blasrochen bewusstlos zu schießen, schlugen bisher fehl.
23:17Sondern betet für ein Wunder.
23:29Der zweite Einspieler ist in deiner Version überschrieben mit Kämpfer in Ostwestfalen.
23:35Da geht man mit seinem Partner durch Paderborn-Mönkeloh und dann dieser seltene Anblick.
23:39Hier auf dem Beschälerhof der apostolischen Gemeinde Maria hilft der Kapsbrenn an,
23:45treffen sich nach Jahren der Heimatlosigkeit die Leute, die in Peking durch die Shaolin-Prüfung gefallen sind.
23:52Ja, die Regeln in China sind streng und nirgends durften diese Menschen bleiben, nicht mal in Schleswig-Holstein.
23:59Immerhin werden hier die Kampfstile ad absurdum geführt.
24:02Neben Drache, Tiger, Kranich und Schlange praktizieren die geschassenen Novizen hier auch Schere, Stein, Papier,
24:09eine Muh, eine Mäh, gottlose Fluglotsen-Moves und den verbotenen Stil mit dem Namen
24:14Da vorne geht die Britta und da vorne auch.
24:18Kontrovers, aber die Paderborner haben ein Herz für Kämpfer und irgendwie ist es auch ansteckend, nicht wahr?
24:23Kommt, okay. Sehr gut, sehr gut.
24:29Man muss es so nachrichtlich wie möglich machen.
24:31Ja, ja, genau.
24:34Es ist so nachrichtlich, dass ich instinktiv immer nach unten geguckt habe, obwohl der Text da vorne steht.
24:38Ich muss auch, ich lese auch instinktiv mit und bin vollkommen...
24:42Bewegst du auch die Lippen dann zu meinem...
24:43Ja, ja, ja, ich bewege auch die Lippen, das ist peinlich.
24:45Sehr gut.
24:46So, deswegen, ich habe auch das alarmierende Material bis jetzt.
24:50Okay.
24:53Soest.
24:54Mit der Aktion Soziopathen stellen aus, hat die Stadt Soest weiterhin gegen Bürgerbegehren zu kämpfen.
25:00Eine Wasserrutsche, die direkt auf Kopfsteinpflaster endet, eine vier Tonnen schwere Zündkerze,
25:05die größte Wäschespinne der Welt und der neue Hexenverdampfer von Woelki Industries.
25:11All das würden die Bürger ertragen, wäre da nicht der Mann mit dem roten Gerät am Schritt.
25:18Dann nützen auch die Blauwal-Nieren nix, die abends auf den Grill kommen.
25:23Ein einziges Chaos findet auch Stadtkämmerer Johann König, aber er ist machtlos.
25:27Das ist Deutschland.
25:28Und so rotieren auch weiter radioaktive Wäsche trocknen an den Fenstern der übernächtigten Bürger vorbei.
25:33Diese Aktion geht noch bis November 26.
25:36Vielen Dank.
25:37Sehr gut.
25:39Gut, funktioniert.
25:45Bereit?
25:45Wir schließen mit Sensation in Sundern.
25:50Nachdem ein 14-jähriger Junge gefasst und mehrere Stunden lang verhört wurde, nun die Erlösung.
25:55Lange verloren geglaubt, zeigen endoskopische Aufnahmen.
25:58Die Vorhäute der Bürgermeister sind in Not.
26:01Aber noch gut beieinander.
26:03Es sollte wohl ein harmloser Bubenstreich sein, der dazu führte,
26:06dass die Vorhäute in einem Kaugummiautomaten in der Attendorner Straße feststeckten.
26:11Aber nun wird die Welt Zeuge, wie die tapferen Gesellen sich ihren Weg ans Licht kämpfen, hinauf zur Warenausgabe.
26:17Das ist Willenskraft, meine Damen und Herren, die dem menschlichen Erbgut zu eigen ist.
26:21Diese Bilder machen fassungslos, aber sie machen auch Hoffnung.
26:24Alle drei Vorhäute werden es schaffen.
26:26In den Straßen beten die Menschen um eine sichere Passage durch den Automaten.
26:31Draußen wartet ein Team erfahrener Bergungsspezialisten mit Decken und kleinen Knuspereien.
26:36Dann klärt sich auch die Frage, woher sie Füße haben.
26:38Was für eine Zitterpartie, aber Happy End in Sundern, meine Damen und Herren.
26:42Dankeschön.
26:46Tausend Dank, Oliver Welke.
26:57Und now, die Kernrubrik der Sendung, das schwarze Loch, um das sich alles andere gruppiert,
27:07der dunkle Abgrund, auf dessen Boden sich noch die allerschlimmsten Phrasen schlängeln.
27:12Willkommen zu Akte Wix.
27:16Dankeschön.
27:20Danke.
27:23Die deutsche Firmenkultur ist ja ein Kosmos für sich.
27:26Gut, auch der Kosmos ist ein Kosmos für sich, aber die deutsche Firmenkultur ist nochmal ein ganz anderer Kosmos.
27:31Ich finde natürlich trotzdem in diesem Kosmos statt, ist jetzt auch ein bisschen übererklärt, aber was?
27:35Kostasmos.
27:36Ist gut jetzt.
27:37Also jedenfalls gebe ich das ja auch alles gar nichts an, weil ich geringstmöglich in Büros abhänge, außer meinem eigenen.
27:45Dass man neuerdings zu Bürooffice sagt, nehme ich so hin.
27:50Auch, dass ich einen Kumpel habe, der eine Versicherungsagentur besitzt, aber sagt, er wäre im Insurance Business, atme ich so
27:57weg.
27:57Er ist halt ein knochenhatter Insurance Agent und sein größter Hit ist die sogenannte private Haftpflichtversicherung.
28:04Der einbeinige Pegasus unter den Produkten mega beliebt, seine private Haftpflichtversicherung.
28:11Die ist vermutlich wichtig, wenn man Schaden an einer Leuts Brocken verursacht oder an anderen Leuten.
28:15In der Praxis kenne ich das nur von früher so, dass wenn man eine hatte, man dann komplexe Verbrechen aushäckte.
28:23Also beispielsweise der Ralf mir aus Versehen den Tischkicker anzündet und seine Versicherung das dann bezahlt und wir machen halbe,
28:28halbe.
28:30Hat aber nie funktioniert und das hier wird auch nicht helfen.
28:32Bedenklicher ist nur die sogenannte Sterbeversicherung, die gibt es wirklich.
28:36Die einem bei permanent steigenden Raten die Beerdigung bezahlt und irgendwann ist das so teuer, dass man Minus macht, wenn
28:42man weiterlebt.
28:44Und darum geht es aber auch gar nicht, fällt mir gerade auf, sondern um Office und Co.
28:52Vorneweg, Sie dürfen in Ihrem Office gerne Amerikanismen benutzen, bis Ihnen die Füße platzen.
28:58Denken Sie von mir aus eine Stunde Outside the Box oder boxen Sie Outside the Denk.
29:02Committen Sie sich, greenlighten Sie sich einen Uroh ans Knie, machen Sie, wie Sie meinen.
29:06Aber, unabhängig davon, ob Sie Ihre Arbeitsklitsche mit Telefunken, Fax und Ü-Eiern auf dem Röhrenmonitor jetzt Office nennen oder
29:14das Loch,
29:16gehen Sie mittags bitte nicht mit den anderen Stoffeln zum Systemgastronom und nennen das Power Lunch.
29:23Was soll das sein, der Power Lunch? Welche Power? Die von Greyskull, Wolfgang?
29:28Was ist denn der Power Lunch? Lutscht ihr da Brennstäbe?
29:32Man kann es wirklich übertreiben. Bestell dir was, macht die Braxhose auf, isst, dann macht ein Bäuerchen, dann die Hose
29:38zu und dann den Kopf zu.
29:39Power Lunch. Was soll das sein? Ey, was ist mit euch?
29:42Und dann schlurfen dann ihren Slippern mit ergonomischem Fußbett beim unauthentischen Italiener rein,
29:48hängen ihr Sakko, das so grau ist wie der Himmel, über dem reinen Erftkreis an den Stuhl
29:51und dann gibt es eine schöne Apfelschorle und dann fressen die Rabiaten Penner Penner Rabiata
29:56und labern von der Verschwörung des Arbeitsplatten-Einkaufspreiskartells
30:00und davon, dass wenn gar nichts mehr geht, macht man halt ein schönes Matratzengeschäft auf,
30:03Ecklage, belebte Kreuzung, das läuft ja immer.
30:06Und dann wird kleinteilig die Rechnung auseinanderklamüsert.
30:11Das geht bis in den subatomaren Scheidemünzen-Bereich.
30:14Sechs Personen, aber Jürgen hatte gar keine Cola Light, das sind dann zwei, zehn weniger
30:18und der Stefan hatte Parmesan extra, ei, ei, ei, 1,20 und der Kellner steht die ganze Zeit
30:23an der Tischkante und altert stumpf vor sich hin.
30:26Und dann haben sie es endlich, 53,82 Euro, komm, mach 55, ganz große Geste, hui.
30:33Irgendwer schaut auf die Uhr, upsi, Feierabend, ja.
30:36Über den nur biblisch zu nennenden Vorgang an Taschenspielereien und Kupferklumpengehäufes
30:42ist der fahle Mond aufgegangen.
30:44Jemand klopft wie ein Morlock auf die Tischplatte und sagt, mit morgen dann.
30:50Und ein anderer von endlosen Calls mit der Lohnbuchhaltung fast blankgeschliffener Joachim ergänzt,
30:56in alter Frische.
31:01Bis morgen dann in alter Frische.
31:06Ich sag mal so, nie war eine Bemerkung falscher.
31:12Wir werden nie wieder so frisch wie gestern sein oder den Tag davor.
31:18Täglich sterben in uns Milliarden von Zellen.
31:21Und sicher, die werden wieder erneuert, aber im Kern nicht mehr so gut wie am Tag davor.
31:25Ein schleichender Prozess, er schleicht etwa so 70, 80 Jahre.
31:28Und dann rappeln unsere Zellen wie abgegriffene Autoscooterchips.
31:32Wir verwesen quasi lachend, wo wir gehen und stehen.
31:35Schimmeln dezent vor uns hin, verlieren Haare, Muskeln und die Beherrschung.
31:39Und uns wird klar, das letzte Mal, als wir uns richtig frisch fühlten, war 1981.
31:44Als wir dünn waren und Chucks trugen, die stanken wie der Leibhaftige.
31:48Und da war auch unser letzter Powerlunch, nämlich eine Tüte Flips.
31:51Und weil, wenn man massiv besoffen war, hingen die an noch Tage lang in den Klamotten.
31:55Und der Kassettenrekorder spielte The Clash.
31:57Und man saß hinten ohne Helm auf Jörgs Mofa und kotzte gegen ein Schild für abknickende Vorfahrt.
32:15Und heute ist uns klar, dass das ganze Leben eine abknickende Vorfahrt ist.
32:19Wir wollen vorwärts kommen, aber kein Schimmer, was hinter der nächsten Ecke liegt.
32:23Und deswegen kommt es das Rückblicken doch alles so wahnsinnig chaotisch vor.
32:26Aber vermutlich ist es okay.
32:27Und nix gegen Schuhe mit ergonomischem Fußbett.
32:30Wie soll das Fußbett auch sonst sein? Pyramidenförmig?
32:32Dann weint man ja den ganzen Tag beim Gehen.
32:34Das geht schon klar.
32:36Aber Chucks sind es nicht gerade.
32:37Also erzähl mir nichts von in alter Frische.
32:41Das war zum Ende hin jetzt ein bisschen melancholisch.
32:43Eigentlich melancholerisch.
32:45Alles halb so wild.
32:46So wie Sie sind, sind Sie schon okay.
32:49Selbst wenn Sie meinen, Sie waren beim Powerlunch.
32:52Sie Trottel.
32:54Komm, egal.
32:55Egal.
32:56Sie sind jetzt, um mal was Motivierendes zu sagen, in richtig guter Form.
32:59Vor allem im Vergleich zu, sagen wir mal, morgen.
33:03Dankeschön.
33:05Und nun, danke.
33:07Und nun.
33:11Und nun, nächster Halt, Tino Bommelino.
33:30Tino, du hast was mitgebracht, was, ich habe Angst.
33:35Zurecht.
33:36Ich denke mir gerne unnötige Superhelden aus.
33:41Ja.
33:42Und jetzt gibt es die.
33:43Wollte ich dir zeigen.
33:44Und zwar hier, der erste ist die Entenfrau.
33:52Man darf sich nicht so sehr darauf einlassen.
33:54Das ist das Geheimnis.
33:57Ja, okay.
33:58Die ist ganz toll.
33:59Die weiß bei Enten, welche welche ist.
34:03Ne, das hat man ja oft, dass man bei Enten sich fragt,
34:05welcher Ente war das nochmal?
34:09Sie weiß es einfach.
34:11Und.
34:15Sie gibt jeder Ente einen Namen.
34:18Aber sie ist nicht so gut im Namen geben.
34:20Also dann fragt man so, wie heißt die Ente?
34:21Ja, das ist Ente unterstrich normal unterstrich 7335 unterstrich final.jpg.
34:35Oder wie heißt die Ente da?
34:38Das ist Tasselfried Schmidtschmidt.
34:41Aber erst mit DT und dann mit TT.
34:44Das ist Telepatio.
34:48Der kann Gedanken übertragen.
34:52Mit Sprache.
35:05Der kann auch Gedanken lesen, aber dann muss man es ihm vorher aufschreiben.
35:10Dann die Teleportierfrau.
35:13Die ist ganz toll.
35:13Die kann sich...
35:14Die Teleportierfrau.
35:16Bitte.
35:17Die kann sich teleportieren, aber immer nur in verspätete Züge.
35:23Das ist ein bisschen blöd.
35:27Das ist übrigens Tasselfried Schmidtschmidt.
35:29Aber erst mit TT.
35:32Das ist ein anderer.
35:34Echt verwirrend.
35:36Dann haben wir hier Ambidextra.
35:39Die kann mit beiden Händen schreiben, aber mit Links nicht so gut.
35:43Das ist voll schwierig mit Links.
35:54Nächste ist Superman.
35:56Der hat keine Fähigkeiten, aber der findet alles super.
36:01Hier, ich habe einen klitzekleinen Überfall auf Sie vor.
36:04Ha, super.
36:06Das ist lustig.
36:08Das ist gut.
36:15Und dann habe ich noch den Kaffeemann.
36:20Der kann immer noch einen Kaffee trinken.
36:28Tino Bormelino.
36:38Und wieder neigt sich ein entspannter Abend dem Ende zu und nimmt uns mit ins Land der Träume.
36:43Also dem Ort, wo auch die Krimskramskommode unserer Vergangenheit steht.
36:46Und das bringt uns direkt zu Spiels noch einmal, Sam.
36:49Der Rubrik mit Spielzeug von früher.
36:52Ich will jetzt nicht schon wieder damit anfangen, dass ich damals ein Kind war und außerdem war Heiligabend.
36:57Aber so war das halt.
36:58Die großen Sachen gab es eben bei Stretas nur an Weihnachten.
37:01Und Bescherung bei Stretas war sowieso immer komplett gleich.
37:04Immer die gleichen Koordinaten.
37:06Personalgleich, Essen, Rituale, das gottlose Gehupe auf der Holzflöte,
37:10Gotthilf Fisch aus der Phonotruhe, das komplette Panoptikum.
37:14Stundenlang blockierte ich die Milchglas-Scheibe zum Bescherungszimmer
37:17und starrte durch die Trübe der Tür einen rechten Winkel in die Pupillen,
37:21konnte aber meistens trotzdem nichts erkennen.
37:24Schon mit fünf glaubte ich nicht mehr an den Weihnachtsmann.
37:27Grund war folgendes behutsames Gespräch mit meinem Opa.
37:31Ich?
37:32Kommt heute der Weihnachtsmann, Opa?
37:34Opa?
37:35Hast du den Schuss nicht gehört?
37:36Das ist alles von uns.
37:39Ich?
37:40Aha.
37:40Ah, jedenfalls stand ich immer vor der Tür, um nichts zu verpassen.
37:44Keiner kam mehr rein, keiner raus.
37:47Meine Oma sagte jedes Jahr, ich wäre ein Mensch gewordener Raumteiler.
37:52Deswegen führten wir immer das, was ich später als der George-Lucas-Dialog etablierte.
37:57Ich klopfte irgendwann in das Milchglas und rief,
38:00Omi, wann?
38:10Oma, ruhig, junger Paravent.
38:13Jetzt.
38:14Egal.
38:15Egal.
38:22Egal.
38:27Um sieben war Bescherung, das hieß früher noch 19 Uhr, Tür auf, Kerzenstille Nacht, Baum.
38:34Ein paar kleine Pakete und ich backte aus und war glücklich und zufrieden.
38:37Als meine Oma mit einem milden Lächeln sagte, Thorsten, ich glaube, da ist noch was für dich.
38:42Meine Oma war nämlich auch die Königin der One-More-Thing-Überraschungen, quasi mein ganz
38:47persönlicher Steve Jobs, also wies sie auf ein gigantisches Paket und ein Schauer überlief
38:52mich.
38:53Der Form nach konnte ich nicht einschätzen, was drin ist.
39:07Es war mein erstes und einziges Kettgar.
39:15Ein Triumph der Technik, ein Cabrio mit Schalensitz und Pedalen.
39:20Super Gerät, wenn man davon absehlt, dass der Schalensitz sich anfühlt, als würde man
39:23an einer Busseitestelle hocken.
39:25Und das Ding so aerodynamisch war wie ein Amboss.
39:27Aber man war schnell auf glattem Boden, auf abschüssigem, glatten, eingefetteten Boden,
39:34wenn einer schob.
39:37Oder besser drei.
39:39Auf Schotter hingegen wurde es schnell ein bisschen mühsam und auf Sand kam man schneller
39:43voran, wenn man das Kettgar warf.
39:44Aber immerhin hatte es eine prima greifende seitliche Handbremse, falls man Lust auf spontane
39:51seitliche Überschläge hatte.
39:54Will sagen, es war wie die meisten Fahrzeuge seiner Zeit ein bisschen riskant.
39:58Aber man war der Chef vom Hof, wenn man langsam an den Gummi-Twist spielenden Mädels vorbei
40:04cruised.
40:06Wobei man lässig die Titelmusik der gnadenlos unterschätzten Hundekampfsport-Serie Hongkong-Pfui
40:11pfiff.
40:13Und dann drehte man da ein, zwei Runden.
40:15Zwinky, zwunky.
40:16Die Mädchen flüsterten.
40:18Und dann zog man lässig und ruckartig die Handbremse.
40:21Und wenn man wieder wach wurde, waren die Mädchen weggezogen, verheiratet und hatten einen
40:24Job im Blumenladen.
40:25Aber es war trotzdem super.
40:28Aber nicht so super wie folgendes Fortbewegungsmittel.
40:35Ein Tisch.
40:36Rollschuhe.
40:38Die passten unter jedem Fuß, wurden einfach so auf billig unten festgezurrt.
40:43Alles komplett selbsterklärend.
40:45Was soll ich sagen?
40:45Lebensgefahr für die ganze Familie.
40:48Von 4 km zu Fuß auf 30 km bergab.
40:51Juhu, gebremst wurde mit dem Gesicht.
40:55Rückwärts-Saltos bekam man sofort, ohne Proben, zu ungefähr mindestens 50% hin.
41:00Man bewegte sich damit wie eine Mischung aus Robocop und Bürostuhl.
41:03Ständig lockerten sich die Dinger.
41:05Aber immerhin, man rollte.
41:09Und dann kamen die Disco-Roller.
41:10Die waren so ähnlich wie das hier.
41:12Nur hatte diesmal irgendein pfiffiger Geist den Rollstuhl direkt unter eine Stiefelette
41:15geschraubt.
41:16Und vorne hatten die linge als Stopper aus Hartgummi.
41:19Endlich konnte man damit sehr abrupt bremsen.
41:21Und man konnte in Dortmund in die Rollerdisco.
41:26Juhu.
41:27Das ist wie beim Koch-Duell.
41:28In die Rollerdisco.
41:31Mhhm, Rollerdisco.
41:34Ja, mich weht das auch so massiv an.
41:37Das kennen viele nicht.
41:39Rollerdisco war so ein bisschen nach dem Prinzip der Eislaufhalle.
41:41Weißt du?
41:42Nur, dass man jetzt halt nicht froh.
41:43Der Rest blieb absolut gleich.
41:44Das ist das gleiche Konzept.
41:46Hochdemokratisch.
41:47Man fuhr zu lauter Baller-Baller-Musik.
41:49Immer stumpf im Kreis.
41:5133% lebensmüde Anfänger.
41:5333% Leute sich dachten, ja, fahr ich mal im Kreis.
41:57Und 33% maximal übertreibende Ausdruckstänzer.
42:02Die alle Gefährdeten sich versonnen, die Arschbacken reibend rückwärts fuhren, natürlich mit geschlossenen Augen.
42:11Und die man betrachtet und dachte, toll, mach das draußen und in fünf Sekunden wirst du vom Linienbus aufgegessen.
42:19Aber hier geht das, so ein Blindflug mit Ficky-Ficky-Bewegung.
42:23Denn wenn du irgendwas nicht kennst an Newton's erstes Gesetz, weil man das von Olivia Newton-John, du Penner.
42:28Ja, ich mochte Rollschuhfahren trotzdem wahnsinnig gerne.
42:31Und zwar genau bis 1985, nee, 86 ist es.
42:35Als ich mit Rollschuhen in Glasscherben fiel und mir die halbe Hand abtrennte.
42:41Was natürlich wieder typisch dreht, damit es nicht übertrieben klingt, aber ich trennte mir die halbe Hand ab.
42:45Komplett.
42:46Ich verlor literweise Blut, deswegen wusste ich den Hubschrauberflug auch nicht so richtig zu schätzen.
42:52Und es war eine knappe Sache.
42:54Seitdem meide ich Rollschuhe und Hubschrauber.
42:58Das ist die einzige Sache in meinem Leben, von der ich immer noch schwer traumatisiert bin.
43:02Wirklich, tatsächlich.
43:03Und das ist so ein Kackschluss für diese Rubrik.
43:07Deswegen jetzt ein Trailer für die nächste.
43:09Das nächste Mal bei Spiels noch einmal, Sam.
43:12Der Verzehrer der Welten.
43:14Der Grund für alles Elend in der Welt.
43:16Der Voldemort in Rund.
43:18Tonnen schwer, außen wie der Hodensack vom Zyklopen.
43:22Innen gefüllt mit Kindertränen, Blei und radioaktiven Meerschweinchen.
43:26Der Medizinball.
43:27Bleiben Sie dran.
43:29Gute Nacht.
43:31So.
43:33Und hier nochmal.
43:34Oliver Welke und Tino Bambini.
43:36Oliver Welke.
43:40Oliver Welke und Tino Bambini.
43:41Oliver Welke und Tino Bambini.
43:45Oliver Welke und Tino Bambini.
43:46Oliver Welke und Tino Bambini.
43:47Oliver Welke und Tino Bambini.
43:47Oliver Welke und Tino Bambini.
43:50Oliver Welke und Tino Bambini.
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