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00:31Herzlich willkommen und guten Abend hier bei Sträter aus dem Harbour Club in Köln.
00:36Wie immer vor einer Handvoll wunderschöner Zuschauer und Zuschauerinnen, damit man noch schneller merkt, wenn Material nicht funktioniert.
00:44Jede, Sie werden sehen, jede Menge Pärchen sind heute hier, wobei ich gar keine Ahnung, ob das stimmt.
00:50Das könnte jetzt auch, weiß ich nicht, deine Schwägerin sein.
00:53Oder man hat völlig fremde Leute neben völlig fremde Leute gesetzt, was weiß ich, ist auch Latte drüber.
00:57Aber ich sage das einfach nur, damit ich so einen geschmeidigen Übergang habe zum nächsten Thema.
01:02Eine Harvard-Studie hat ergeben, ja nix, also sie hat eigentlich, es gab eine Harvard-Studie, ich bin dann meistens
01:10schon raus.
01:10Also wenn es eine Harvard-Studie gibt, egal was es ist, ich glaube das.
01:14Sobald einer sagt, immer Harvard-Studie, Hauptsache Harvard-Studie, weißt du, Harvard-Studie sagt mir immer, ist extrem ausgeklügelter Content,
01:22weißt du, immer so ein repräsentativer Stoß Papier, an dem sehr viele Menschen mitgearbeitet haben, sei es vor, hinter oder
01:27neben der Studie.
01:28Harvard-Studien immer gut.
01:30Also sie machen auch wahnsinnig Eindruck auf mich, wenn so ein Satz losgeht mit einer Harvard-Studie.
01:35Es ist immerhin ein besserer Satz am Anfang, wenn man was sagen will, als zum Beispiel, bei Primark hat einer
01:41gemeint, als mich überzeugt es mehr.
01:45Oder der ehemalige Arbeitskollege vom Cousin, meines Bruders, sagt ja, Cousin, übrigens immer Cousin aussprechen, das ist die korrekte Aussprache,
01:54Cousin, als würde man mit einer Messingpfanne gegen eine Laterne dreschen, Cousin.
02:00Cousin sagt man nur in Jane Austen-Verfilmung, wo war ich genau, Harvard.
02:03Sobald Harvard eine Studie rausgibt, glaube ich alles.
02:07Selbst wenn eine Harvard-Studie ergeben würde, dass Porré fliegen kann, ich nehme es so hin.
02:11Ich meine, es ist eine Harvard-Studie, also eine Studie von einer Elite-Universität, etwas abseits des Bostoner Stadtkerns.
02:16Und die Jungs da tragen Slippe aus Pferdeleder.
02:19Das überzeugt mich immer komplett.
02:20Jedenfalls hat diese Harvard-Studie damals ergeben, dass alleinstehende Frauen gesünder sind und länger leben als verheiratete Frauen.
02:30Sie nicken bereits, das wird Gründe haben.
02:33Bei Männern fällt es sich exakt andersrum, tatsächlich.
02:37Und eine weiterführende Sträter-Studie sagt Ihnen jetzt, warum.
02:42Der Grund, Spülmaschine.
02:47Frauen können ja so ziemlich alles, wenn sie wollen.
02:49Männer können auch so ziemlich alles.
02:50Und wenn sie es nicht können, behaupten sie einfach so lange so laut, dass sie alles können, bis man abwinkt
02:54und sagt, ja, ist gut, Jürgen.
02:56Fakt ist, Männer können keine Spülmaschine einräumen.
03:01Das klingt wie billiges Comedy-Material, ich weiß das selber, aber es enthält auch eine tiefe elementare Wahrheit.
03:09Es gibt beim Einräumen einer Spülmaschine überaus viele Dinge zu bedenken, sodass der komplexe Verstand eines Mannes schnell daran zerschellt.
03:16Wir Männer sind Overthinker.
03:19Das bedeutet also Überdenker.
03:21Was?
03:22Wir sind...
03:25Ich möchte das nochmal überdenken.
03:27Wir sind schon vollends mental damit ausgelastet, die verschiedenen Verschmutzungsgrade von Herrenunterwäsche einzuschätzen und abzuwägen.
03:34Geht der Schlüpfer noch?
03:36Was für einen Wochentag haben wir?
03:37Welche Kalenderwoche?
03:38Warum sind da Ernie und Bert drauf?
03:40Und jetzt steht der alleinstehende Mann da.
03:43Lass mich die Gedanken kurz zu Ende bringen, falls das passiert.
03:47Jetzt steht der alleinstehende Mann da und stellt fest, in dieser Küche, die schon bei Einzug in der Single-Wohnung
03:54vorhanden war,
03:56befindet sich ein Portal mit frontal montiertem Display und dahinter ist eine Art dunkler Käfig.
04:03Hui!
04:04Sicher, man war schon vorher durch die Küche gewandert und hat sich also seine Gedanken gemacht.
04:08Man steht da vorm Brotkasten und deckt, na guck, eine kleine Garage für Gebäck.
04:11Aber eine Spülmaschine!
04:15Eine Spülmaschine, verstehen Sie?
04:17Das ist wie der schwarze Monolith aus diesem Science-Fiction-Film, wo keine Sau das Ende checkt.
04:20Der herkömmliche, wirklich, die herkömmliche Spülmaschine hat ja fünf Dimensionen.
04:26Tiefe, Höhe, Geruch, begrenzten Platz und mehrere unklare Sortierungsebenen in Drahtgitteroptik.
04:32Dann kommt noch dazu, dass die meisten Spülmaschinen auf Kniehöhe montiert sind,
04:36sodass man sich, Gott bewahre, bücken muss.
04:38Und dann stehst du da.
04:39Man hat über Jahrzehnte alles versucht, dem Mann die Praktik des Spülmaschineneinräumens nahezulegen.
04:45Spiel Tetris, haben Sie gesagt.
04:47Guck mal, Zauberwürfel, haben Sie gesagt.
04:48Oder schau dir mal in Ruhe Inception an von Christopher Nolan, haben Sie gesagt.
04:52Da faltet sich ganz Paris im rechten Winkel nach oben.
04:55Das sollte helfen, aber nein.
04:57Nun sitzt der Torben da auf dem Fliesen mit verschwitztem Nacken und starrt in den Schacht.
05:04Links neben ihm zwei Tassen und eine Gabel.
05:06Was nun, mein Freund?
05:10Studien haben ergeben, dass Männer da bereits alles probiert haben.
05:14Zum Beispiel die Tasse und die Gabel da hineinlegen, in die Übergangsjacke schlüpfen, weggehen,
05:20sich einem Track nach Westen anschließen und nie zurückkehren.
05:22Oder das Geschirr mit Schmackes in den dunklen Schacht werfen und brüllen.
05:27Ich befehle dir, Bastis-Maschine!
05:29Oder nachdenklich den Spülmaschinentapp lutschen und dabei einschlafen.
05:36Ich hab's mir vielleicht viermal passiert.
05:38Oder es schmeckt leicht pelzig.
05:44Biber hingegen glatt im Abgang.
05:47Weiter.
05:47Oder im Unterhemd in die Spülmaschine kriechen und rufen.
05:51Ich bin jetzt im Lüftungsschacht, Schweinebacke, irgendwas.
05:53Es gab durchaus auch erhabene und schöne Momente in der Geschichte der Kombination Mann-Spülmaschine.
05:59Erinnern wir uns gemeinsam an den alleinstehenden Herren,
06:02der derartig viel Geschirr nach einem unfassbar komplexen Muster einsortierte,
06:07das daraus in der Maschine ein einziger scharfkantiger Granitblock wurde.
06:12Es war wirklich wie Keramik, komplett bündig.
06:15Und beim Ausräumen benötigte man dann zwei Schlüsseldienste und ein Steinmetz im Ruhestand.
06:19Oder gedenken wir, gedenken wir des einen Mannes, der einen einzelnen Löffel reinigte,
06:25der immer wieder klirrend vom rotierenden Spülarm in der Maschine wie eine Rückhandball zurück in die Innenwände gepfeffert wurde
06:31und das über siebeneinhalb Stunden, neun Waschgänge lang und dabei 400 Liter Trinkwasser verbrauchte.
06:39Zurück blieben ein geräuschinduzierter Nervenzusammenbruch und gegen 4.30 Uhr morgens ein einzelner, sehr sauberer Löffel.
06:49Ja, wir sterben früher, oft mit Recht.
06:52Wenn wir unverheiratet sind, und das ist auch bitter, aber andererseits sieht dann auch keiner, was für eine unglaubliche Scheiße
06:58wir bauen.
07:00Oder erzählen.
07:01Hm, kann natürlich auch sein, dass Frauen immer sehr auf ihre Männer achten.
07:06Deswegen leben die so lange und wenn die Frauen dann alleine sind, achten die plötzlich zu 100% auf sich.
07:10Und du Pimmel stehst dann da, Single-Männer verrohen.
07:14Die gehen nicht mehr zum Arzt, die essen totalen Schropotnik und schauen Filme, die haben es egal und sterben dann
07:18zeitig, oft im Sitzen.
07:19Aber Spülmaschine klingt besser, finde ich.
07:23Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sträter mit Gast.
07:38Genau. Gast.
07:40Kommen wir nun zur knappsten Anmoderation, die mir unter diesen Umständen möglich ist.
07:45Vor zig Jahren sah ich seinen ersten Film, Johnny Flash.
07:49Und seitdem bin ich Verehrer seiner Kunst und seiner Person.
07:52Ich war in den Live-Shows, wirklich in allen, die ich bezahlen konnte, und das war immer billig.
07:56Und ich besitze wie alle meine Freunde auch, alle Hörspiele und alle Kinofilme und die Bücher und die Schallplatten und
08:03die CDs.
08:04Und es ist völlig normal, dass irgendwer, zum Beispiel Hennes Bender, den Dialog aus der Tropfsteinhöhle anstößt.
08:09Wissen Sie, du Tropfsteinhöhler, ich kann ja jetzt, weißt du, bleib doch hier.
08:12Das geht gar nicht anders oder irgendwas sinkt.
08:14Wir sind alle davon besessen.
08:16Mein Gast, würde ich gern sagen, hat mich inspiriert, auf die Bühne zu gehen.
08:20So was sagt man ja gerne, aber es ist komplett gelogen.
08:23Dafür war er immer schon irgendwie zu heftig im Guten und zu virtuos und so sehr komplett einfach anders als
08:29Musiker und Komiker und Geschichtenerzähler.
08:31Und alles, was ich sagen kann, ist, dass ich über sein Schaffen seit Jahrzehnten lange, egal wie es mir geht
08:37oder ging oder der einst gehen wird,
08:40immer staune und mich im Prinzip auch immer quasi ein Kacke vor Lachen.
08:50Er ist eine Legende, er ist heute hier.
08:52Begrüßen Sie Helge Schneider.
09:13Helge Schneider.
09:30Helge.
09:34Ah, lecker. Wasser.
09:40Elke, schau mal, Elke, sag mal, damals, was war dein Antrieb überhaupt auf die Bühne zu gehen?
09:53Ja, also.
09:57Was war?
10:04Ich habe nichts anderes gelernt, also habe versucht, ein paar Sachen zu machen, Bäume pflanzen, Mauern, Mauern, Fußball war ich
10:16nicht so gut, ich wollte Torwart werden, aber wir hatten keine Fußballschuhe zu Hause, nur von meinem Opa, die hatten
10:25Stahlkappen.
10:28Und die Stollen waren mit Nägeln drin und dann hatte ich immer blutige Füße und so ist es gekommen, dass
10:35ich dann irgendwie doch durch die Musik dann auf die Bühne gekommen bin und dann habe ich eine Geschichte erzählt
10:40und dann nahm mein Leben seinen Lauf bis jetzt.
10:47Ich muss die Mütze abnehmen, ich kann nicht mehr.
11:04Ich habe so viele Fragen.
11:06Wie viele Filme hast du gemacht?
11:08Fünf?
11:08Ne, ich glaube mehr, was mein erster Film hieß, glaube ich, wie hieß der, Le Privatier, den habe ich nur
11:13selbst gedreht mit 8 Millimeter, Super 8, Stummfilm.
11:17Der kommt auch in meinem jetzt gedrehten autobiografischen Film vor.
11:21Es gibt eine Dokumentation zu Ehren deines Geburtstages und da kriegen wir den Film zu sehen.
11:27Und dann kam Johnny Flash.
11:29Johnny Flash war durch Zufall, da hatte ich den Regisseur im Eduscio kennengelernt.
11:34Ja, es war.
11:35Die gleiche Geschichte wie bei der Weißer Hei.
11:38Der wollte immer eine Oper und so mit mir drehen.
11:41Eine Oper?
11:41Ich war ja Musiker, sehr musikalisch, ich habe eine Orgel gehabt, habe Orgel gespielt, zusammen mit einem Schlagzeuger, wir hatten
11:47so ein Duo.
11:48Und dann dachte der, ich mache so eine Oper und dann habe ich ihm so zehn Schlager geschrieben, die ich
11:54auch teilweise heute noch gesungen habe, zuletzt so zum Beispiel Texas oder 100.000 Hosen schicke ich dir, das ist
12:01ein Liebeslied.
12:02Ja, wir kennen es alle.
12:05Und dann habe ich die Lieder gemacht und dann war dann praktisch so eine Hitparade in dem Film.
12:10Der Film war dann der Träger für diese Musik.
12:13Und dann habe ich davon eine Schallplatte auch gemacht und habe die Schallplatte genannt, seine größten Erfolge.
12:19Das war dann meine erste oder meine zweite Schallplatte.
12:22Die erste war eine Jace-Platte, die habe ich schon 1976 machen dürfen.
12:27Und dann kam eben diese erste Platte und dann ging es so langsam.
12:30Dann hatte ich immer mehr Jobs, so hier wie in so kleinen Theatern oder im Jazzclub und so weiter.
12:39Und dann habe ich da angefangen mit irgendwie meinen Beruf so selbst zu erfinden.
12:45So war das dann.
12:47Kam dann Texas?
12:48Ah, ist gut.
12:49Was?
12:53Texas, ja, war so eine richtig große Produktion.
12:57Und dann habe ich zusammen mit so einem Co-Regisseur.
12:59Nachher, der Film war dann fast vier Stunden lang.
13:02Da habe ich mich ganz heimlich in so einen, habe ich schneiden gelernt, Filmschnitt und mit dem Ton und so.
13:08Und dann habe ich den Film nochmal nachgeschnitten.
13:09Und dann habe ich aus den vier Stunden, habe ich dann 80 Minuten gekriegt.
13:12Gibt es irgendwas Bizarres zu erzählen von den Dreharbeiten, die das Bizarre des Films selber übersteigen?
13:18Ja, ja.
13:18Ja, dann raus damit.
13:20Da gibt es schon bizarre Szenerien.
13:22Zum Beispiel, ich musste ja mein Pferd einreiten.
13:26Ich war vorher noch nie geritten und dann war ich extra drei Monate vorher da.
13:30Habe mir das größte Pferd ausgesucht.
13:32Das hieß, glaube ich, Peter.
13:34Nee, Boris hieß das Pferd.
13:35Boris.
13:35Und ich habe es aber anders genannt.
13:37Ich habe es Angelika genannt.
13:39Ich wollte einen Frauennamen für das Pferd haben.
13:42Und dann habe ich auf dem Pferd so reiten gelernt.
13:45Und das funktionierte nur, weil ich immer Maiskörner in der Tasche hatte.
13:49Weil da war der richtig scharf drauf.
13:51Aber das war echt gefährlich.
13:53Wir hatten einmal, ich wollte eine Szene machen mit einem Vogelkäfig am Sattel.
13:58Also in dem Vogelkäfig wäre da ein Vogel gewesen.
14:01Und dann hat der Pferdetrainer gesagt, hör mal, das probieren wir erst mal nur ohne Vogel.
14:08Dann haben wir dem Pferd, haben wir dann den Vogelkäfig an den Sattelknauf gebunden.
14:13Und das Pferd guckt dann immer, die können ja so nach hinten gucken, mit den Ohren fast schon.
14:16So guckt so nach hinten und denkt so, jetzt hau ich ab, was ist das denn?
14:20Dann rast das Pferd los.
14:22Und dann saß so wie in weiter Pferd immer der Vogelkäfig, da waren nur noch so Drähte von.
14:29Und die hauen ab, wenn irgendwas denen Spanisch vorkommt.
14:35War das in Jugoslawien oder Fort Pfannen? Was verwechsel ich da jetzt?
14:38Nee, das war alles im Sauerland.
14:40Das war alles im Sauerland?
14:41Alles im Sauerland, in so einem Steinbruch und in der Nähe, in den Vodikal-Mai-Festspiegeln.
14:45In Olpe, Elspe.
14:47Elspe, genau.
14:48Und da haben wir gedreht.
14:49War auf jeden Fall ein Meilenstein.
14:51Meilenstein.
14:51Absolut.
14:52Aber ich sagte, im Sauerland-Leben ist es echt nicht einfach.
15:04Ich hatte die ganze Zeit Kopfschmerzen, weil die Luft so gut ist.
15:07Weißt du?
15:07Ja.
15:09Du kannst keinen rufen, weil du kein Handynetz hast.
15:12Ich fand dich auch.
15:12Ich hatte gar nicht damals.
15:15Ich hatte C-Netz, hatte ich noch in meinem Auto.
15:17Weiß ich noch ganz genau.
15:18Genau, so eine Waschmaschine von Mannesmann.
15:22Geschmiedet von Mannesmann.
15:23Keine Ahnung, der Siemens war das.
15:24Ja genau, Mannesmann war der Anbieter.
15:26Siemens, so ein Okulym, Minute vier Mark.
15:29Funkgrät war versteckt hinten im Wohnmobil irgendwie.
15:31Dann kam ein langes Kabel, dann kam noch ein Akkugerät dazwischen.
15:35Und vorne hattest du so ein Ding.
15:36Und dann machte du das so, Beep, Beep, Beep, wenn jemand anrief.
15:40Und dann wolltest du reden und dann ...
15:49Die ganze Zeit.
15:51Und das Ding hat 5.000 Euro D-Mark gekostet damals noch.
15:55Weiß ich noch ganz genau.
15:56Das war super.
15:57Ich kann eine Geschichte noch erzählen, die ist, finde ich, sehr wichtig.
16:00Ich hatte mir damals, das kam ganz neu raus, einen Anrufbeantworter.
16:05Den habe ich geliest.
16:09Hör mal, ich habe 10 Jahre lang 44 Mark im Monat gezahlt.
16:16Hahahaha.
16:29Hahahaha.
16:32Hahahaha.
16:33Hahahaha.
16:35Hahahaha.
16:36Hahahaha.
16:36Hahahaha.
16:37Hahahaha.
16:37Hahahaha.
16:39Ich bin dabei.
16:41Ich habe schon angefangen wieder zu drehen.
16:42Sollen wir drüber reden?
16:45Hahahaha.
16:47Kann wir, können wir, können wir drüber reden?
16:50Wir können gerne drüber reden, es ist noch viel, sehr viel noch geheim.
16:54Hahahaha.
16:56Hahahaha.
16:56Aber wir können auch gerne ein bisschen darüber reden.
16:58Yeah, how much is so?
17:01Yeah, that's a film that is then after to see, you understand?
17:07Okay.
17:09Is this a film...
17:10A film, right.
17:15Is that a sport film?
17:18In the most sense.
17:19It's a film about a boxer.
17:20Also a guy who will be a boxer,
17:24who will be a boxer,
17:24he says he would be a boxer.
17:27Seine Mutter is dagegen.
17:29Sie stirbt vor Graben.
17:31Seine sieben Brüder sind auch dagegen.
17:37Das Traurige ist,
17:38er hat keine einzige Schwester.
17:47Aber du drehst den gerade.
17:49Und der kommt ins Kino?
17:50Der kommt dann ins Kino hoffentlich.
17:52Nächstes Jahr oder in zwei Jahren.
17:54Je nachdem wie lange ich drehe.
17:56Es ist ein Budget von über 1000 Euro.
18:04Kann ich da mitspielen?
18:05Ja, wenn ich eine Rolle für dich finde,
18:08könnte ich eventuell dran denken.
18:11Warum nicht?
18:12Ja, gute Idee.
18:14Wir haben das auf Band.
18:15Wir haben das auf Band.
18:17Wir haben das auf Band.
18:19Wenn er einschlappt als Schweizer Taschenmesser
18:22unter den Künstlern.
18:24Freuen wir uns, wenn du uns jetzt...
18:26Die Filmmusik zu dem Boxerfilm könntest.
18:28Ja, ja, ja.
18:31Was kostet so ein Gerät?
18:34Das ist jetzt etwas teurer aus.
18:35Das kostet so über 10, 12.000 Euro.
18:37Aber es gibt auch billige.
18:50Aber es gibt auch billige.
19:06Also das kostet so eine Móchlusik.
19:07Die Filmmusik zu dem Boxerfilmヾ абсолютно volliärer mensch.
19:10Nur bischö없et.
19:14D
19:14Schönen, die Filmmusik zu dem Boxerfilmstellen,
19:21Schönen, die Filmmusik zu dem Boxern sind example.
19:40¶¶
19:54¶¶
20:16Warum Jazz?
20:19Jazz, ja.
20:21Weißt du, die Lotterie des Lebens.
20:27Führt einen manchmal durch Täler und über Berge und plötzlich ist da Jazz und das finde ich, also ohne Jazz
20:34weiß ich auch nicht.
20:36Also ich muss Jazz, ich bin schon so gelaufen immer früher im Rhythmus, ich habe immer den Rhythmus, immer Swing,
20:42weißt du?
20:42Ja.
20:43Und damals in den Diskotheken wurde ja auch noch Musik gemacht, die irgendwo Swingte.
20:46Wenn du jetzt an Deep Purple denkst, so Black Night oder auch Black Sabbath zum Beispiel, Paranoid, irgendwie Swingte das,
20:55da kann man nicht anders sagen.
20:57Und dann habe ich sehr gerne darauf getanzt, so fing das eigentlich an.
21:02Und dann habe ich immer, Jazz fand ich immer toll, fand ich toll und das füllt mich aus.
21:08Also Jazz gibt es immer was Neues zu entdecken, immer was Neues.
21:12Alte Sachen, die man nie kapiert hat, so nach 30 Jahren fängt man an, da zu verstehen und solche Sachen.
21:20Also das ist für mich Jazz und auch Freiheit und auch grenzenlos.
21:26Wie viele Instrumente beherrschst du?
21:28700.
21:31Nein, ich beherrsche eigentlich keine Instrumente.
21:34Ich spiele Klavier, Saxophon, Orgel spiele ich sehr gerne, Kontrabass, ich habe Cello gelernt und Klavier als Kind.
21:45Ich habe auch Klavier studiert, aber nur zwei Semester.
21:50Aber Bach, nur Bach, ausschließlich Bach. Bach wollte mich.
21:54Bach.
21:55Ist Bach leichter als andere Komponisten oder schwerer?
21:58Oh, das ist gar nicht so einfach zu beantworten.
22:01Er ist nicht so einfach, weil es klingt auch manchmal einfach, aber genau das Einfache ist manchmal schwieriger, wie das,
22:08was kompliziert klingt.
22:10Und wenn man jetzt Bach beispielsweise hört, heutzutage, dass jemand Bach spielt, das heißt nicht unbedingt, dass Bach so gespielt
22:17hat.
22:18Sondern man muss sich da so reinversetzen, wie das wohl gewesen wäre, das kann man aber nicht mehr.
22:23Das war das 17. Jahrhundert, 16. Jahrhundert.
22:27Ne, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert.
22:29So, da war Bach.
22:31Ich verwechsel das immer.
22:33Für mich gibt es jetzt das 19. Jahrhundert, aber wir leben ja im 21. Jahrhundert.
22:37Ja.
22:37Also ich nicht, aber ich bin ja völlig von gestern.
22:43Helge, ich bring's nicht über mich, diesen Talk zu beenden, aber ich muss mal eben was anderes wegarbeiten.
22:51Bitteschön.
22:52Kannst du einen Moment warten?
22:53Ich warte auf jeden Fall.
22:54Okay, die Rubriken warten nicht.
22:56Bitte.
22:56Ein Moment.
22:58Erstmal zur Rubrik.
22:59Erstmal zur Rubrik.
23:01Sie heißt Aktewix.
23:03Die Rubrik, die sich anschaut, welche Phrasen und schreckliche Formulierungen aus unseren Mündern kommen.
23:08Und die will ich kurz machen und dann geht's auch schon weiter.
23:11Aber es ist mir mein Anliegen.
23:13Immer, wenn ich mich aufgeregt habe, geht's mir danach besser.
23:18Hier also die Rubrik, die sich anguckt, wie schlimm alles sprachlich geworden ist.
23:23Vorne weg.
23:25Ich mag diese seltsamen Formulierungen ja eigentlich.
23:28Wobei, damit geht's schon los.
23:30Eigentlich.
23:33Eigentlich ist irgendwie, weiß ich nicht, auch nur ein Wort, aber eigentlich tatsächlich das Übelste von allen.
23:38Direkt nach tatsächlich.
23:40Eigentlich ist tatsächlich tatsächlich noch schlimmer als eigentlich.
23:45Eigentlich bedeutet ja im Prinzip auf so eine ganz süße Weise das Gegenteil.
23:50Guck mal.
23:51Tapezieren.
23:52Ist eigentlich ganz einfach, Torben.
23:55Was Torben nicht dazu gesagt wird, ist, das ist eigentlich ganz einfach.
23:59Wenn ich ausgerechnet, du Spagulo das machen müsstest.
24:03Also ist eigentlich ganz einfach.
24:05Und wenn es nicht um Tapete ging, sondern Bauklötze, du Opfer.
24:07Aber eigentlich ist es total einfach.
24:11Also wenn wir jetzt sagen würden, statt Tapezieren ist Schubkarre schieben und machen tust nicht du das, sondern irgendeine Nonne
24:16oder Zyklop aus Krull.
24:17Dann wär's ein Klacks.
24:20Für dich aber nicht, Torben.
24:22Ein Ding der Unmöglichkeit.
24:25Tatsächlich ist aber auch so ein schlimmes Wort, finde ich.
24:27Dieses tatsächlich.
24:29Wir alle haben das schon erlebt.
24:31Du Manfred, ich hab 41 Fieber.
24:33Tatsächlich?
24:34Nein.
24:35Tatsächlich nicht.
24:37Das Quecksilber im Thermometer hat eine bipolare Störung.
24:39Ja sicher tatsächlich.
24:41Aber denken die denn, dass wir immer im ersten Schritt lügen?
24:44Weißt du, du fragst mich was?
24:46Und erst auf dein entlarvenes, Hercule Poirot-artig schnarrendes, tatsächlich?
24:50Hören wir auf, dir ins Fressbrett zu flunkern?
24:52Nein.
24:53Tatsächlich.
24:54Weißt du?
24:55Der auf jeder Ebene bescheuerte Satz, den ich in diesem Kontext hörte, und es kam tatsächlich
24:59drin vor, das war anders.
25:01Da standen zwei Männer, die sich, wie viele von uns, ganztags nicht müde wurden zu versichern,
25:07im besten Alter zu sein.
25:09Ohne aber zu ergänzen, für was genau?
25:11Und während die da standen, knallte so eben im Sichtfeld mit einer Affengeschwindigkeit
25:15irgendeine sandfarbene Karre vorbei.
25:17Und der eine sagte dann, der guckte dem Auto nach und sagte, der Martin hat Benzin im Blut.
25:24Und der andere sagte, Tatsache.
25:30Der Martin hat Benzin im Blut.
25:33Das soll wohl heißen, dass der Martin, der gerade durch diese Spielstraße gekachelt war,
25:37wie eine Pershing, eine derartige Steve McQueen-hafte Liebe zu Kraftfahrzeugen verspürte,
25:43dass er irgendwann morgens aufwachte und sich selber sagte, mein Name ist Martin Habekost.
25:50Ich bin Prokurist mit Leib und Seele, aber das ist noch etwas.
25:54Ich habe Benzin im Blut.
25:55Und ab jetzt heißt es, ich und Beige Fury, mein seelenverwandter Dacia,
26:00ich und die Maschine, wir sind eine Einheit.
26:05Ab jetzt heißt es, wir gegen die Uhr.
26:08Denn wir sind Legenden.
26:09Ich bin der Wagen und der Wagen bin ich.
26:11Hui.
26:12Und wenn ich Treppen steige, mache ich auch Geräusche wie der Scheibenwischer hinten.
26:15Ich denke nur in KMH und ich habe Nockenwelle.
26:19Das ist mein Religion.
26:20So viel steht fest wie alle großen Racer.
26:23Benzin im Blut.
26:26Deswegen brennt es auch so beim Pissen.
26:28Und ich sage einfach mal, nein.
26:34Nein.
26:36Nein.
26:40Wenn du Benzin im Blut hättest, wärst du nicht hier.
26:43Und zumindest für die Anwohner der Spielstraße wäre das ganz was Feines.
26:46Aber Gottes Segen auf allen Wegen.
26:49Wo wir gerade von Elend sprechen.
26:53Hier auch Tipps, die unbedingt ignoriert gehören.
26:56Folgender.
26:57Gönnt ihr mal eine Atempause.
27:02Ich bin kein Arzt.
27:05Aber ich sag mal, nicht machen.
27:07Ich meine, was soll das sein?
27:09Eine Atempause, was willst du mir sagen?
27:11Und vor allen Dingen für wie lange?
27:12Eine Stunde oder was?
27:13Wer ist da drauf gekommen?
27:15Die Krankenkassen?
27:17Jetzt ist er weg.
27:18Gerade war er noch da.
27:19Geschickt erstickt.
27:19Dank Auka.
27:20Piu-piu.
27:22Machen Sie eine Pause.
27:24Pause.
27:27Aber keine Atempause.
27:29Keine Atempause.
27:33Ich mache überhaupt keine Pausen mehr.
27:35Tatsächlich.
27:35Ist mir auch aufgefallen.
27:37Ich brauche ja auch gar keine.
27:38Ich bin ja nicht wie Sie.
27:40Weißt du?
27:41Was ich ja mache, ist nichts, was eine Pause benötigt.
27:43Ich bin ja zumindest zeitlich eher auf Minijob-Basis unterwegs.
27:47Apropos.
27:48Ich war neulich auftreten und da habe ich das erste Mal in meinem Leben einen Begriff.
27:52Und ich reg mich ja wahnsinnig gerne über Begriffe auf.
27:54Da habe ich einen Begriff gehört, den ich noch gar nicht kannte.
27:57Da bin ich vielleicht kaputt gegangen.
27:59Ich war irgendwo an der Bühne und dann saß ich in meiner Garderobe und trank Kaffee.
28:02Als der Veranstalter so ein ganz flinker Hans Dampf mit Krawatte den Kopf in die Garderobe steckte.
28:07Also nicht den Kopf in die Garderobe steckte.
28:09Wenn Sie einen Schädel aus dem Schrank.
28:10Sondern er guckte rein und ich saß in der Garderobe.
28:12Stellen Sie sich das so vor.
28:13Und dann sagte der, Thorsten?
28:16Ich sage ja.
28:18Der sah mir dann direkt in die Augen und sagte, wir machen jetzt Einlass.
28:22Es hieß, die Leute kamen rein.
28:24Ich sage ja.
28:24Und dann blickte er mir nochmal sehr lange in die Augen und sagte, in 10 Minuten kommt die Seekuh.
28:33Und dann ging er weg.
28:35Ich war wie erstarrt.
28:37Ich habe da gesessen und dachte, was?
28:41Nach sehr genau 10 Minuten betraten zwei bis unter die Augen lieder tätowierte Typen den Raum und stellten sich vor,
28:48sie werden von der Seekuh abkürzend für Security wohl.
28:52Und stünden dann später am Bühnenrand und warum ich weinen würde.
28:56Und ich sagte, gereizte Augen, zu viel Netflix.
29:00Sie nickten und sind weggegangen.
29:02Aber ich, ich war wie gelähmt.
29:06Diese 10 Minuten hatten mich von Grund auf verändert.
29:10Es muss 1975 gewesen sein, Alvetta Zoo Münster, der so heißt, weil die da nur Tiere haben, die problemlos nass
29:16werden können.
29:17Und ich hatte, ist auch egal, Alvetta Zoo Münster.
29:23Wir können keine Ponys nehmen, Team.
29:27Die gehen kaputt bei Regen.
29:32Es muss 1975 gewesen sein.
29:35Alvetta Zoo Münster.
29:37Und da hatte ich mit meiner Mutti einen ganzen Tag lang ganz doll viel Spaß.
29:42Die Stimmung kippte dann aber, als meine Mutter mir nicht die vierte Packung Hubba Bubba kaufen wollte.
29:48Grabsteingroße Kaugummi-Haubitzen, die einen über Stunden das Maul versiegelten und so absurd schmeckten, wie Kaugummi nun mal zu schmecken
29:55hat.
29:56Und deswegen war ich rechtschaffend zornig.
29:59Und deswegen warf ich einer auf Zwang in Münster wohnenden Seekuh ein zerknülltes Hanuta-Papier an die massige Rübe.
30:07Der Blick der Seekuh.
30:09Ein riesiges Tier streifte meinen.
30:12Und ich sah in diesen dunklen Augen Trauer.
30:16Trauer und Empörung und Enttäuschung.
30:19Zu meiner Verteidigung sagte ich selber, obwohl die Seekuh gar nichts Provokantes zur Debatte gestellt hatte.
30:25Und dann zog meine Mutter mich fort.
30:27Weiter zu den Pavian.
30:29Fraglos nach den Menschen, die zweitgrößten Arschlöcher unter den Primaten überhaupt.
30:34Ich saß noch nicht im Auto zurück nach Waltrop.
30:38Da hatte ich die Seekuh vergessen.
30:40Sie mich aber nicht.
30:43Sie hatte gewartet.
30:45Und dann, als sie 50 Jahre später spürte, dass sie bald sterben würde, wusste die Seekuh, was sie zu tun
30:52hatte.
30:53Sie entkam aus dem Zoo.
30:54Vielleicht hatte sie sich aus Kot und Sägespänen eine Attrappe von sich gebaut und eine Decke drüber geworfen, um die
30:58Wärter zu täuschen.
30:59Keine Ahnung, wie so ein Tier das macht.
31:01Und nun war sie auf dem Weg zu mir.
31:04Eine 66 Jahre alte, 6 Meter lange und 500 Kilo schwere Seekuh, die langsam aber unaufhaltsam die A7 entlangwalzte.
31:12Tagelang.
31:13Von polnischen Brummifahrern sporadisch mit Wasser aus dem Tetrabag übergossen.
31:17Immer weiter unaufhaltsam wie eine Maschine.
31:20Nach Rache strebend wummerte sie über den Seitenstreifen.
31:23Alte dunkle Augen im Abblendlicht und Wut im Herzen.
31:27Und dann, hinter der Ausfahrt, als den Menschen da klar wurde, was das Tier vorhatte und plante, ging wie ein
31:34Lauffeuer die Runde.
31:35Diese Seekuh, dem Tode nah und voller Jähzorn, würde in meine Garderobe robben, Möbel zermalmen, triumphierend röhren und mir dann
31:46nur Minuten vor meinem Auftritt ins Salzgitter aus Vergeltung ins Gesicht rotzen.
31:55Aber ist ja wie gesagt die Abkürzung für Security und ich kenne mich mit Abkürzungen nicht so aus, deswegen ist
32:04dieser Text auch so lang. Dankeschön.
32:17Und nun wird es Zeit für den dritten Mann.
32:22Für einen weiteren Kollegen und Freund, der eine eigene Rubrik in dieser Sendung hat, mit Material, das ich nicht kenne.
32:28Wir kennen es vorher nicht, Sie kennen es nicht, ich kenne es nicht, keiner kennt es.
32:31Die Rubrik heißt Tino Bormelino, der Mann heißt Tino Bormelino und der hat einen musikalischen Jingle, der wie folgt klingt.
32:45Hallo Tino.
32:51Ich habe mir heute ein kleines Thema vorgenommen und zwar also die ungelösten Fragen der Menschheit, Klammer auf, insbesondere meine,
32:58Klammer auf, Tino Bormelino, Klammer auf, Klammer zu, Klammer zu, Klammer zu.
33:04Also, erste Frage, die sich ja viele schon stellen ist, wenn im Wald ein Baum umfällt und den hört keiner,
33:13macht das dann ein Geräusch.
33:15Und ich habe da, also der Baum macht ja dann ein Geräusch, wenn er umfällt und ich habe eine Aufnahme,
33:19also ich habe quasi eine gemacht und mich versteckt.
33:21Deswegen habe ich es jetzt gelöst, es klingt so.
33:27Gläuiss.
33:27Gläuiss.
33:30Oh shit, war da jemand?
33:32Äh, ich meine, ich meine.
33:37Gut, haben wir das geklärt und dann, ähm, also eine andere Frage, die viele haben, ist so, wenn man so
33:43nachts im Bett liegt und man hört zu seinen Eltern, äh, man hört zu seinen Nachbarn, freut zum Versprecher.
33:52Man versucht.
33:59Als, als Künstler versucht man das ja immer zu verschlüsseln, das ist mir jetzt gerade nicht gelungen, also man, wenn
34:04man dann so seine Eltern hört und sich so fragt, sind das Sexgeräusche oder muss ich den Tierschutz rufen?
34:15Dann habe ich eine sehr große Frage, glaube ich, die sich viele stellen, ist, äh, also Allzweckreiniger, wow, ja, also
34:22warum gibt es andere Reiniger?
34:25Wieso kaufen, wieso kaufen Leute Shampoo, frage ich mich so, ja?
34:28Also, stimmt.
34:30Die haben sich richtig ein Ei gelegt, als sie das erfunden haben.
34:34Ja, okay.
34:37Und dann habe, also dann habe ich noch eine, eine große Frage und zwar, ähm, hast du eine neue Handynummer?
34:47Nein!
34:48Äh, genau, also es ist so, also ich schreibe ja manchmal und dann, und dann antwortest du nicht so.
34:52Und, und ich stelle mir dann immer so vor, was der Torsten so gerade macht.
34:55Ich stelle mir so dein Leben vor und stelle mir so vor, dass du mir auch mal so Bilder schickst
35:00und dann so sagst, dass so los ist, ja.
35:02Und, ähm, das ist jetzt so ein bisschen eine Einsicht in meinen Kopf, was ich mir dann so vorstelle.
35:06Mhm.
35:11Tino, ich kann grad nicht, ich rauf mit Bert und Ernie.
35:17Tino, bitte warte kurz, ich hab dich trotzdem gern nie.
35:22Du bist gerade nicht mein Ding, weil ich grad den Müll rausbring, hast mich leider nicht erreicht.
35:30Ich hab mich nackig eingeseift.
35:35Tino, du, ich kann grad nicht, ich rauch grad im OP.
35:41Tino, oh, verzeihe mir, ich grill ne Wurst im ICE.
35:46Jam, jam, lecker Wurst.
35:48Lecker, lecker Wurst.
35:50Jam, jam, lecker Wurst.
35:52Im ICE.
35:55Tino, brauchst nicht traurig sein, denn bei mir ist grad Bumsi-Time.
36:02Verstehst es sicherlich.
36:04Bumsi-Time ist nun mal Bumsi-Time.
36:07Bumsi-Time mit Sträter, ich antworte dir später.
36:13Bumsi-Time, Ki-Keri-Ki, mit später mein ich meistens nie.
36:20Bumsi-Time mit Mütze auf, passt bitte auf die Pfütze auf.
36:25Noch tut die Funsel funzen, doch gleich macht mein Matscher Bunsen.
36:31Bumsi-Time, schla, boinkler Wurst, das geht mit Wasser wieder raus.
36:37Tag, tü-ta-ta.
36:40Es ist jetzt Schluss, weil ich in die Haier muss.
36:44Ich geh nicht ran, wie kann das sein?
36:48Es war bestimmt Schla, Bumsi-Time.
36:51Das reicht, denke ich.
36:53Danke.
36:53Rose an, Wiedersehen.
36:55Das ist ungefähr...
37:05Tino Romelin.
37:08Tino Romelin.
37:14Wir neigen uns dem Ende der Sendung zu.
37:18Stichwort Spielzeuge.
37:20Meine Rubrik heißt
37:22Spielts noch einmal, Sam?
37:25Und es gibt ja wahnsinnig viele Spielzeuge zum ineinander stecken.
37:30Lego zum Beispiel.
37:32Oder Puzzles.
37:34Also alles Dinge, die mich komplett aggressiv machen.
37:38Jetzt mal ernsthaft.
37:39Puzzeln.
37:39Was ist denn mit dir?
37:41Wer setzt sich freiwillig an den Tisch und ruft, so jetzt schön was Puzzeln?
37:46Du hast einen Karton und auf dem Deckel ist ein Motiv.
37:50Eins, das den reifen erwachsenen Menschen zutiefst anspricht.
37:54Ein Rottweiler mit Sherlock Holmes-Mütze oder vier komplett verkeilte Delfine.
38:00Oder ein abwegig zwölffingerdarmfarbiges Aquarell vom Big Ben mit umliegenden Gebäuden.
38:05Oder auch die vom schweren Erbe der wahren ersten und ohne Frage ausgebeuteten amerikanischen Ureinwohner.
38:14Völlig unbeeindruckte Grafikabteilung der Puzzle-Firma.
38:19Und deren Lieblingsmotiv?
38:21Einen schillerndsten Farben und Klischees auf den Karton gestanzter, genervt glotzender indigener CEO mit Federschmuck und Stammesgelöt um den Hals.
38:31Und wenn du dann den Deckel abnimmst, findest du da im Innern exakt dieses Motiv.
38:36Nur zersägt in Paniermehl große Stücke.
38:40Und du Opfer sollst das jetzt alles wieder zusammensetzen.
38:48Da hockst du im Licht der Funzel und suchst sechs Stunden das Nasenloch von kopulierender Erpelhäuptling der Knapphansen.
38:55Warum?
38:58Schneid doch einfach das Motiv vom Deckel aus und nagelst dir an die Wand.
39:01Weißt du, ich kapier's nicht.
39:03Und überhaupt, wen soll das denn auch überraschen?
39:07Weißt du?
39:08Warum gibt es keine Puzzles, bei denen man nicht weiß, was kommt?
39:11Dann sitzt man eben vier Wochen lang am Tisch, hat keinerlei Koordinaten und ganz zum Schluss,
39:16nach 17.000 weggepimmelten Pappscherben stellt man fest, es ist der Busfahrplan von Gütersloh.
39:21Oder ein...
39:24Oder ein Napf Chili con carne aus der Vogelperspektive oder das Blutbild vom Nachbarn oder...
39:30Ein Foto von dir beim Puzzeln.
39:34Das wär mal was, Lego genau das gleiche.
39:37Ich find Lego im Prinzip toll, aber ich will nicht bauen.
39:41Die sollen Hogwarts einfach als einen massiven Block liefern, Feierabend, Punkt.
39:44Quasi ein Baustein.
39:47Meine Meinung.
39:48Aber...
39:49Dann gibt es...
39:50Russisch.
39:52Dann gibt es Montagespielzeuge.
39:58Dann gibt es...
40:10Dann gibt es Spielzeug.
40:17Das ist geradezu genial.
40:20Und das bringt uns zu...
40:26Der Matroschka.
40:28Ein Spielzeug wie ein Christopher Nolan.
40:31Fangen wir vorne an.
40:33Die Matroschka-Puppen kommen aus Russland, obwohl streng genommen hat jemand mal so eine Puppe aus Japan mitgebracht, um sie
40:39für den russischen Markt adaptiert.
40:41Sie zeigt eine ältere russische Dame in bäuerlicher Kleidung, oft handbemalt.
40:47Und die Matroschka enthält im Schnitt sechs weitere im Prinzip baugleiche Ommas, die aber im Maßstab abnehmen.
40:57Quasi eine Multidimensions-Omma.
40:59Das Coole an dem Ding, man kann daraus alles machen und deuten, was man will.
41:04Die Matroschka kann Symbol sein für Mutterschaft, Familie, gespaltene Persönlichkeiten, das perfekt ineinander passen oder dafür, warum man Cordon Bleu
41:14nicht schichtweise aufbauen kann.
41:15Und wenn man alle Ommaschichten entfernt, bis noch die äußere und innere Hülle übrig sind, dann klackerst du wie ein
41:23Würfelbecher.
41:24Man kann Leuten damit das ganze Leben erklären.
41:28Alles, was man bis ins hohe Alter mit sich rumschleppt.
41:32Oder man sagt einfach, egal, ich baue mir aus der äußeren Schale einen vorwurfsvoll guckenden Eierbecher.
41:38Oder ich nutze sie, oder ich nutze sie als Multi-Gewürzbehälter.
41:46Erste Schicht ist dann Salz und dann kommt Pfeffer, alles schön zwischen den Dingern.
41:50Und dann, weiß ich nicht, Kerbel.
41:53Und auf Ebene 4, gräbelter Estragon. Brauche auch keine Sau.
41:57Und ganz kleinen Kümmel.
41:59Und die ganz kleine in der Mitte, das ist die subatomare Oma, die wird einfach komplett so, wie sie ist,
42:03über die Muskatreibe gezogen.
42:04Oder man benutzt die unterschiedlichen oberen Hälften der inventierten Omas fürs Hütchenspiel.
42:20Und wenn ihr den Ball nicht findet, seid doof wie in einem Magnete.
42:22Oder man klebt alles zusammen und verschenkt die Matroschkan Leuten, die man nicht mag.
42:28Oder man verschenkt nur die äußere Hülle.
42:30Und wenn man die dann aufmacht, liegt da ein Zettel mit der Aufschrift, bin in Venlo, melde mich, Gruß Hildegard.
42:35Oder man stellt sie einfach nebeneinander ins Regal.
42:45Oder traurige Musik.
42:49Oder man stellt sie dahin und denkt, wir alle sind mehrschichtig.
42:54Und diese Leere, die wir manchmal spüren, ist nichts als eine Illusion.
42:58Ich bin mehr als das.
43:01Auch ich habe so viele Ebenen als Mensch.
43:04Nicht jeder kann sie sehen, aber für mich sind sie da.
43:08Und wer sich die Mühe macht, die Vielschichtigkeit meiner Persönlichkeit zu erkunden,
43:13der erkennt den Reichtum meiner inneren Welt.
43:16Und ganz tief drinnen, im Kern, da findet man mein wahres Wesen.
43:23Eine winzige Holzommer ohne Füße.
43:26Es ist im Prinzip albern, aber immer noch besser als passeln.
43:36Vielen Dank.
43:38Vielen Dank.
43:38Das war Sträter mit Helge Schneider und Tino Bommelino.
43:48Und Tino Bommelino.
43:51Und Tino Bommelino.
43:51Und Tino Bommelino.
43:58.
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