- vor 8 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:35Ich weiß nicht, ob man jemanden wirklich lieben kann,
00:38wenn man mit seiner Vergangenheit noch nicht aufgeräumt hat.
00:47Schönen guten Abend, die Berliner Polizei.
00:49Wir machen eine Lokalkontrolle.
00:53Ihr wisst alle, was heute Nacht passiert ist.
01:00Es war ein einzelner, gezielter Schuss.
01:04Frau Rubens hat einen Mann verfolgt, den sie ganz offenbar gekannt hat.
01:09Kannten Sie Esther Rubens?
01:11Tote Politesse?
01:14Danke für die zweite Chance.
01:16Was haben Sie damit gemeint?
01:18Haben Sie Esther Rubens erschossen?
01:20Ich kenne die Frau gar nicht.
01:22Warum haben Sie bei der Vernehmung im Chéri nicht angegeben,
01:24dass Sie Esther Rubens gekannt haben?
01:26Ich habe mich in sie verliebt.
01:34Was für ein Typ ist Ihr Schiff eigentlich?
01:36Wieso?
01:37Sie unterbrechen mich meiner Vernehmung!
01:39Eindeutig über Schrecken schreien Sie mal!
01:40Ach ja?
01:41Sie sollten mich unterstützen, weil ich leite die Ermittlungen.
01:43Wollen Sie wirklich einfach so weitermachen?
01:45Wer ist der Mann mit dem zerkratzten Gesicht?
01:47Es gibt eine Verbindung zwischen Esther und dem Chéri.
01:50Müssen Sie nur finden!
01:56Wer ist der Mann mit dem Zerkratzten?
02:30Wer ist der Mann mit dem Zerkratzten?
02:47Machen Sie nur spyisch.
02:50Wollen Sie nicht mehr?
02:52Okay.
03:21Okay.
03:51Okay.
04:21Okay.
04:51Okay.
05:06Frau Wieser, ich glaube inzwischen, dass die 14-jährige Esther damals von einem der Männer aus dem Umfeld ihrer Mutter
05:13sexuell missbraucht worden ist.
05:16Und dass dieser Mann auch der Mörder ist.
05:20Er hat auf sie geschossen, weil er wusste, dass Esther ihn nach all den Jahren wegen seiner Tat zur Rechenschaft
05:26ziehen wollte.
05:35Ich weiß nicht, wer der Mann mit dem zerkratzten Gesicht ist, aber das ist der Polizist, der sie damals hierher
05:44gebracht hat.
05:46Würden Sie das auch vor Gericht aussagen?
05:49Ja, aber ich glaube nicht, dass er der Mann ist, der sie missbraucht hat.
05:57Esther wurde damals durch den Missbrauch schwanger.
06:02Und die haben sie gezwungen abzutreiben, um es zu vertuschen.
06:09Als Esther damals zu mir kam, war sie fix und fertig wegen dem verlorenen Kind.
06:16Sie hat sich solche Vorwürfe gemacht.
06:20Das ist ganz typisch für ein Missbrauchsobfer.
06:25Es hat Jahre gedauert, bis sie wirklich begriffen hat, was damals passiert ist.
06:30Sie hat es für Liebe, nicht für Missbrauch gehalten.
06:37Haben Sie eine Ahnung, wer der Vater des Kindes ist?
06:43Ich glaube auch, dass er aus dem Umfeld ihrer Mutter kommt, weil sie ihm so sehr vertraut hat.
06:48Bis ihre Gefühle dann in Hass umgeschlagen sind.
06:54Können Sie sich vorstellen, dass Esthers Mutter den Missbrauch bis heute verleugnet, weil sie den Mann gekannt hat?
07:07Ja.
07:13Dieser Polizist, der sie damals hergebracht hat, das war ein ziemlich komischer Typ.
07:19Fragen Sie den mal.
07:28Es ist doch immer wieder unfassbar, dass Missbrauch im engsten Familien- und Freundeskreis stattfindet und alle schweigen.
07:37Selbst die Opfer.
07:41Entschuldigung.
07:44Entschuldigung.
07:47Kleinefeld hier.
07:48Sie werden nicht glauben, wer gerade aus Lefebbers Wohnung gekommen ist.
07:51Wer?
07:52Professor Lukas Schwadenflügel.
07:55Und ich glaube, er hat außerdem Besuch von einer Minderjährigen.
07:59Observieren Sie Lefeber etwa?
08:02Schauen Sie, dass Sie da wegkommen.
08:05Und passen Sie auf, dass er sie nicht sieht.
08:22Ja, ich weiß, aber es kam gerade wieder raus.
08:27Und ich habe gedacht, falls er ihn nicht öffnet oder Sie ihn oben überraschen wollen, halte ich mir besser die
08:35Tür auf.
08:50Schumann.
08:52Ich habe jetzt keinen Dienst.
08:56Und ich habe ein Recht auf Privatsphäre.
08:58Ja.
09:01Aber kein Recht, sich mit Minderjährigen Mädchen zu amüsieren.
09:05Entweder lassen Sie mich jetzt sofort rein oder Sie haben hier gleich eine Streife vor der Tür.
09:10Ähm.
09:12Äh.
09:12Äh.
09:13Äh.
09:15Äh.
09:16Ist gut.
09:17Ist gut.
09:18Ist gut.
09:26Sie schämen Sie sich nicht mal, oder?
09:34Ja.
09:46Alles okay?
09:50Ja.
09:53Ja.
10:05Du kannst jetzt runtergehen.
10:07Da wartet eine Kollegin von mir auf dich.
10:10Ja.
10:11Ja.
10:20Ihre Kollegin.
10:21Ist ja interessant.
10:26Sie verlieren Ihre Dreistigkeit nicht mal, wenn Sie kurz vorm Abgrund stehen.
10:30An Ihrer Stelle würde ich den Ball mal ganz flach halten.
10:33Sie stecken richtig tief in der Scheiße, Lefeber.
10:38Sie hatten gerade eben nicht nur Besuch von einem minderjährigen Mädchen.
10:41Sie hatten heute auch noch Besuch von Lukas Schwanenflügel.
10:43Ach Gott, die sind der Barnoid Schumann.
10:45Die sehen überall nur noch ...
10:47...
10:49Na, alles und jedes hat mit Esther Rubens zu tun.
10:51Der Schwanenflügel und ich, wir treffen uns wegen der Arbeit an seinem neuen Buch.
10:57Es wird langsam Zeit, dass Sie Ihre Karten auf den Tisch packen.
11:02Gut.
11:03Was genau soll es sein?
11:05Das ist der Beweis, dass Esther damals geschwängert wurde.
11:08Sie haben geholfen, das zu vertuschen.
11:18Das ist doch totale Scheiße.
11:20Ich habe keine Ahnung, wen Sie decken.
11:23Aber wer immer es auch ist,
11:26der ist gerade dabei, mit seiner Vergangenheit aufzuräumen, genau wie Esther.
11:28Nur auf die blutige Art.
11:35Jeder auf diesem Foto, der nicht der Täter ist, schwebt in Lebensgefahr.
11:39Begleiten Sie das nicht?
12:03Ach, Schumann!
12:07Ich freue mich, zum Telefon zu greifen und dann können Sie bestenfalls noch irgendwo im Brandenburger Dorf den Verkehr regeln.
12:17Wie alt war das Mädchen eben? 15?
12:20Die ist volljährig. Können Sie gerne mal prüfen, wenn Sie dann besser schlafen können.
12:26Ich hab's noch nicht mal angefasst.
12:30Und Schuban, also auch mit den großen Hunden pissen zu wollen, wenn Sie das Bein nicht hoch genug heben können.
12:40In Ihrer Haut möchte ich nicht stecken.
13:00Bruno? Ja?
13:06Frau Kleinefeld hat das Mädchen aufgegriffen. Sie ist volljährig.
13:10Auch wenn's so volljährig ist. Das war noch ein halbes Kind. Der Typ ist einfach... Verdammt, nochmal!
13:21Die Briefe sind alle von Schwanenflügeln.
13:24Was? Alle?
13:26Halbe Romane.
13:28Und immer und immer wieder bittet er Esther um Verzeihung.
13:32Wofür?
13:33Das benennt er ihm nie so richtig.
13:37Klar.
13:39Sonst hättest du die Briefe irgendwann gegen ihn verwenden können.
13:57Was hatten Sie denn so Dringendes mit Lefebvre zu besprechen, dass Sie ihn mitten in der Nacht in seiner Wohnung
14:02aufsuchen mussten?
14:29Sie kannten Esther auch schon früher.
14:32Genau wie Bovenkerk und Lefebvre.
14:35Ich habe nur versucht herauszufinden, was mit Esther passiert ist.
14:39Genau wie Sie.
14:43Ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass ich Esthers Gefühle verletzt hatte.
14:49Aber sie mir verziehen hatte.
14:53Wenn sie ihn verziehen hat, warum haben Sie ihr dann all die Briefe geschrieben?
15:05Womit hatten Sie Esthers Gefühle denn verletzt?
15:09Ich habe es nicht geschafft, ihrer Mutter da rauszuhauen.
15:15Und dann hat Esther sich da selber rausgeholt.
15:19Und ist in das Heim gegangen.
15:22Und jetzt steht Esther plötzlich vor ihrer Tür.
15:29Sie wollte auf einmal etwas aus ihrer Vergangenheit angehen.
15:39Welche Rolle haben Sie denn in diesem Zusammenhang gespielt?
15:42Sie hat mich um Hilfe gebeten und ich habe ihr geholfen.
15:46Von mir hatte sie die Informationen über das Hinterzimmer im Chéri.
15:50Woher wissen Sie davon?
15:55Ich musste mal ein Mädchen verarzten, mit dem einer der Kunden zu Ruppig umgegangen ist.
16:17Sie stecken da immer noch tief drin.
16:23Sie dürfen bis auf Weiteres die Stadt nicht verlassen.
16:39Sie dürfen bis auf Weiteres die Stadt nicht verlassen.
16:45Sie dürfen bis auf Weiteres die Stadt nicht verlassen.
16:48Morgen.
16:53Morgen.
16:55Morgen. Morgen.
17:03Der war so fest um seinen Hals gezogen, dass er wahrscheinlich dran erstickt ist.
17:06Er hat ihm fast den Kehlkopf zerquetscht.
17:11Ich war gestern Abend noch hier bei ihm. Aber offenbar war ich nicht der Letzte.
17:18Wer hat ihn gefunden?
17:19Die Putzfrau. Ich rede nachher mit ihr, wenn sie sich beruhigt hat.
17:25Die Putzfrau.
17:30Vielen Dank.
18:23Untertitelung des ZDF, 2020
18:53Untertitelung des ZDF, 2020
19:08Untertitelung des ZDF, 2020
19:54Untertitelung des ZDF, 2020
19:55Das sollte ich Sie fragen
20:01Kam ja nicht ganz unerwartet
20:05Und Sie hatten ihn gewarnt
20:25Schumann, das reicht mir nicht
20:28Der Mord an Lefeber ist Ihnen nicht Beweis genug
20:30Nein, alles was ich sehe ist, dass die beiden Kollegen, die im selben Milieu ermittelt haben, jetzt tot sind
20:36Natürlich ist die Frage naheliegend, ob der oder die Täters auf die Polizei abgesehen haben
20:41Die Taten hängen zusammen
20:43Und Sie sind persönlich motiviert
20:45Rainer Lefeber kannte Esther schon als Kind
20:47Er hat geholfen, den Missbrauch zu vertuschen
20:51Also wusste er auch, wer der Täter ist
20:56Die Kratzspuren am Hals, hier, hier und da
21:00Die hat er sich selbst zugefügt beim Versuch, den Kabelbinder abzureißen
21:04Und er ist tatsächlich daran erstickt
21:07Lefeber hat übrigens regelmäßig Kokain konsumiert
21:09Könnten wir in seinen Haaren feststellen
21:11Und da ist noch was
21:15Das hier steckt er in seinem rechten Handballen
21:18Darf ich mal?
21:19Mhm
21:21Ist das ein Holzsplitter?
21:23Ja, aber das Holz ist auf eine sehr spezielle Art und Weise lackiert
21:29Kann ich mir das nochmal unter dem Mikroskop anschauen?
21:31Ja
21:55Ist das Besondere an dem Lack?
21:57Das ist ein sehr harter und strapazierfähiger Lack
21:59Kommt aus Amerika
22:11Danke
22:42Stören wir?
22:43Überhaupt nicht
22:45Setzen Sie sich bitte
22:52Sie können ruhig bleiben
22:53Gar kein Problem
22:58Ich kann mir vorstellen, warum Sie hier sind
23:00Eine furchtbare Tragödie
23:03Aber wenn Sie den Mord an Ihren Kollegen aufklären wollen
23:06Dann schniffeln Sie an der falschen Stelle
23:09Der Tod des alten Schulfreundes scheint Ihnen nicht sonderlich nahe zu gehen
23:14Wann haben Sie Rainer Lefebers das letzte Mal gesehen?
23:16Weiß ich nicht
23:17Ist eine Ewigkeit her
23:19Warum haben wir dann Spuren einer Ihrer Bahnen an seiner Hand gefunden?
23:24Gab's Streit?
23:25Weil es nicht mehr geschafft hat, dem Schiri die Polizei vom Hals zu halten?
23:29Das ist eine Unterstellung, Herr Schumann
23:33Die Einsparungen müssen doch ganz ordentlich sein
23:37Keine Feber mehr
23:39Den man für seine Dienste bezahlen muss
23:42Und wenn Bovenkerk absolviert ist
23:44Dann können Sie sich auch noch seinen Teil in die Tasche stecken
23:48Kommen Sie ein paar Wochen wieder
23:50Weil Sie hier ein Irrtum eingesehen haben
23:52Dann gebe ich Ihnen eine aus
23:55Und dann lachen wir zusammen über die ganze Sache
23:58Ich weiß ja nicht genau, wie tief Sie da drin stecken
24:02Aber ich verspreche Ihnen
24:03Ein paar Wochen wird es nicht dauern, bis ich wiederkomme
24:22Das hat die KTU gerade geschickt
24:24Die Fingerabdrücke auf dem Glas
24:26Sie liefen hier bei der Wohnung
24:27Stammen von Damian Hintze
24:48Übernehmen Sie jetzt Bovenkerks Stoff?
24:51Was wollen Sie?
24:52Ihre Fingerabdrücke wurden in Lefiebers Wohnung sichergestellt
24:55Sie haben ihn in der Nacht besucht, in der er ermordet wurde
24:58Das haben Sie doch auch
25:00Ja, aber ich habe ihn nicht umgebracht
25:04Ich habe Ihnen nur eine Kleinigkeit vorbeigebracht
25:06Das ist alles, ja?
25:06Kommen Sie, erzählen Sie mir doch jetzt nicht
25:07Dass er Ihnen für ein paar Gramm Koks die Razzien erspart hat
25:10Da ging es doch um mehr
25:13Was war los?
25:15Konnte ein Hals nicht vollkriegen
25:17Hat Schleuweck Ihnen deswegen den Auftrag erteilt, ihn zu erledigen
25:20Wenn Sie nichts dagegen haben
25:21Ich würde mich jetzt gerne um die Mädchen kümmern, ja?
25:23Wollen Sie wirklich Ihr Leben wegschmeißen
25:24Und für diese Typen in die JVA zurückgehen?
25:27Ich habe den Bullen nicht umgebracht
25:28Und Ihre Kollegin auch nicht
25:31Mann, wie blöd sind Sie eigentlich?
25:33Die lachen sich hinter Ihrem Rücken ins Fäustchen
25:35Weil sie die ganze Drecksarbeit für die erledigen
25:37Oder sie zumindest decken
25:45Wie geht's euch?
25:51Wir vermissen Esther
25:55Ja
25:57Das ist schon eine bedrückende Situation
26:09Danke, dass ihr da seid
26:11Danke, dass ihr da seid
26:12Danke, dass ihr da seid
26:27Hallo
26:51Soll ich denn jetzt den Fieber auch noch umgebracht haben?
26:57Von hier aus hätten Sie den Mord problemlos in Auftrag geben können.
27:01Genug Lakaien haben Sie ja.
27:04Einen habe ich gerade eben noch unten im Hof gesehen.
27:08Wie wäre es mit Damian Hinze?
27:12Seine Fingerabdrücke wurden in Lefebers Wohnung sichergestellt.
27:16Na prima. Gratuliere. Haben Sie ja schon einen Täter.
27:20Wie viel haben Sie Hinze für den Mord gezahlt?
27:24Und wie viel Lefeber für sein Stillschweigen?
27:27Ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass ich nur hier drin sitze,
27:30weil mir jemand was anhängen will.
27:34Ich habe Esther damals nicht missbraucht.
27:37Von daher keinen Grund, Sie und Lefeber umzubringen.
27:47Bringen Sie auch mal was Neues an.
27:51Wer ist der Mann mit dem zerkratzten Gesicht?
27:54Ich weiß es nicht mehr.
27:59Meine Güte.
28:02In Ihrer Vorstellung haben wir vermutlich alle das Mädchen gequält, nicht?
28:06Haben Sie gezwungen, mit uns am Tisch zu sitzen?
28:10Ihnen kommt überhaupt nicht in den Sinn,
28:12dass Esther damals mit uns gerne Zeit verbracht haben könnte.
28:17Sie hat es genossen, mit Erwachsenen zusammen zu sein.
28:21Von uns ernst genommen zu werden.
28:24Und so lange aufbleiben zu dürfen, wie sie gerade lustig ist.
28:30An diesen Abenden hat ihr niemand unter den Rock gegriffen.
28:34Da hat sie einfach mit uns Spaß gehabt.
28:50Esther hat mir unglaublich viel bedeutet.
28:54Ich war hier ein Vater für sie.
28:59Ohne mich wären Han und Esther einfach auf der Straße gelandet.
29:15Wie ein Vater.
29:23Aber wenn Sie wirklich wie ein Vater für Esther gewesen wären,
29:29hätten Sie denn nicht den Missbrauch an ihr verhindert?
29:41Ich hätte sie gern vor ihm beschützt.
29:43Vor wem?
29:46Wer auch immer ihr das angetan hat.
29:48Sie wissen genau, wer es war.
29:50Nein.
29:53Wenn ich es wüsste, würde er da mal nicht mehr leben.
30:44Untertitelung. BR 2018
30:46Davon hat sie mir erzählt, ja.
30:49Was genau?
30:56Dass sie sein Kind verloren hat, als sie noch sehr jung war und daher nicht da, wenn sie weggekommen ist.
31:07Sonst nichts?
31:12Nein.
31:19Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, dass gleich was Schreckliches passiert.
31:24Dabei ist es ja schon passiert.
31:27Ist er es tot?
31:31Das kenne ich.
31:33So ging es mir, als mein Vater vor ein paar Jahren, wenn es plötzlich gestorben ist.
31:42Einfach aus dem Leben gerissen.
31:54Einfach aus dem Leben gerissen.
32:09Ich sehe Esther als 14-jähriges Mädchen vor mir.
32:15So wie sie damals wahrscheinlich war.
32:18Als der Missbrauch passiert ist.
32:25Sie ist ganz präsent.
32:28Lässt mich einfach nicht los.
32:32Warum hat sie nicht mit mir geredet?
32:35Ich hätte ihr doch helfen können.
32:41Na ja, genauso wenig wie sie das können, konnte sie es vielleicht auch nicht.
33:05Die Bilder von Esther, also meine Bilder von ihr.
33:11Wir selbstständigen sich.
33:15Es hat was Bedrohliches.
33:19Sie steht plötzlich im alten Kinderzimmer von meiner Tochter bei mir zu Hause.
33:27Ich habe das nicht unter Kontrolle.
33:32Und es tut weh.
33:41Meine Tochter ist in Leukämie gestorben.
33:49Es tut mir leid.
34:02Sie haben mal gesagt, dass Esther mit ihrer Vergangenheit abschließen wollte, um eine Zukunft zu haben.
34:11Vielleicht will sie Ihnen das Gleiche sagen.
34:33Und es tut mir leid.
34:57Sie sollten auch mal was essen.
35:01Ich muss was übersehen haben.
35:06Dann lassen Sie mich teilhaben.
35:08Hat doch gestern gut funktioniert.
35:12Esther verliebt sich in Fabian Wollnig.
35:15Zum ersten Mal ist es ihr richtig ernst mit dem Mann.
35:18Aber nach einer Weile spürt sie, dass das überhaupt nicht funktionieren kann,
35:21wenn sie nicht vorher mit ihrer Vergangenheit aufräumt.
35:24Also Trauma holt sie ein?
35:27Nehmen wir mal an, Esther wollte sich mit ihrer Mutter versöhnen.
35:31Wie reagiert Hannah Serden darauf?
35:36Die wird sich nicht vom Bufenkeck lösen können.
35:39Das ist ein klassisches Abhängigkeitsmuster.
35:41Ja.
35:42Ja, und wenn Hanne sich nicht aus dem ganzen Umfeld vom Sherry löst,
35:46dann gibt's für Esther auch keine Versöhnung.
35:49Essen Sie den wirklich nicht mehr?
35:54Was macht sie also?
35:58Sie haben mit oder vereignet was.
36:02Und gibt selbst der Staatsanwaltschaft Hinweise,
36:04den ganzen Laden zu Fall zu bringen.
36:07Und die Staatsanwaltschaft gibt's an die Sitte,
36:11die febernd mich, und es kommt zur Razzia.
36:16Und dabei passiert irgendwas,
36:19womit Esther nicht gerechnet hat.
36:22Ja, dass Lefie über die Razzia macht, damit hat sie schon gerechnet,
36:24hat sie ja selber initiiert.
36:26Aber sie hat nicht damit gerechnet,
36:29dass sie dabei selbst aus dem Weg geräumt wird.
36:35Wissen wir inzwischen,
36:37wer vor der Razzia im Sherry angerufen hat?
36:42Nein.
36:57Das gibt's ja nicht.
36:59Die bringt das Mädchen hier wieder her.
37:15Wir haben noch geschlossen.
37:17Dann haben Sie ja Zeit, uns ein paar Fragen zu beantworten.
37:20Gerade ist eher schlecht.
37:22Frau Seidel, wenn Sie das Mädchen hier gegen ihren Willen
37:24zu sexuellen Handlungen zwingen,
37:25dann können Sie Bovenkerk in der JVA demnächst Gesellschaft leisten.
37:46Frau Seidel, ich glaub,
37:47dass der Mann, den Sie decken,
37:48ihre Tochter ermordet hat.
37:50Warum tun Sie das?
37:58Wer ist der Mann mit dem zerkratzten Gesicht?
38:01Keine Ahnung.
38:03Sie können sich nicht an den Mann erinnern,
38:04der Ihre Tochter missbraucht hat?
38:07Esther wurde nicht missbraucht.
38:11Ich glaub nicht,
38:12dass sie ihm aus Liebe her das Gesicht zerkratzt hat.
38:16Worüber hat Esther wirklich mit Ihnen gesprochen,
38:18als Sie sie zum letzten Mal gesehen haben?
38:23Sie wollte sich mit Ihnen versöhnen, oder?
38:29Sie wollte Ihnen tatsächlich noch mal eine Chance geben.
38:46Sie haben doch nur darauf gewartet,
38:49auf mich einknüppeln zu können.
38:51Auf den Kinderficker.
38:55Sie haben das minderjährige Mädchen aus dem Chéri geschafft
38:57und zu Hanne Seidel in die Wohnung gebracht.
38:59Vor der Razzia.
39:02Genauso, wie Sie es vorher mit vielen anderen minderjährigen Mädchen gemacht haben.
39:05Was hätte ich denn tun sollen?
39:07Viel früher aussteigen.
39:09So sind Sie jetzt mitschuldig.
39:12Menschenhandel und Prostitution minderjährige Mädchen.
39:15Ich hab Esther nicht umgebracht.
39:19Und ich hab keines dieser Mädchen zum Beispiel abgezogen.
39:23Aber Ihr alter Freund?
39:32Hier ist Damien Hinze.
39:34Ich hab das Gefühl, ich werd beobachtet.
39:36Ich muss mit Ihnen sprechen.
39:37Heute 23 Uhr im Bowlingcenter.
39:44Ich will sie endlich auspacken.
40:00Ich will sie endlich auspacken.
40:14Ich will sie endlich auspacken.
40:44Ich will sie endlich auspacken.
41:14Ich will sie endlich auspacken.
42:02Die Sprangmarke verläuft horizontal zirkulär und passt nicht zu dem Seil, an dem er hing.
42:07Er hat Staubungsblutungen in den Bindehäuten und der Mundschleimhaut.
42:10Die sollten beim typischen Erhängen aber fehlen.
42:13Sieht so aus, als wäre er erdrosselt und dann Postmord am Hirn gehängt worden.
42:27Damian Hintze wurde umgebracht, weil er auspacken wollte.
42:30Sie glauben, er wusste, wer es das Marder ist?
42:32Er war kurz davor, mit mir zu sprechen.
42:34Wenn Bovenkerk vom Gefängnis aus den Mord an Lefeber ein Auftrag gegeben hat, dann kann er auch hierfür verantwortlich gewesen
42:40sein.
42:43Mit Bovenkerk kann sie der Presse immerhin einen Täter präsentieren.
42:49Bovenkerk hat Esther nicht erschossen.
42:52Und solange ich ihren Mörder nicht kenne, steht für mich überhaupt nichts fest.
42:59Ebenfalls, Herr Esther.
43:11Ja?
43:12Schumann?
43:14Der Mann mit dem zerkratzten Gesicht ist Schwanenflügel.
43:16Okay, ich fahr sofort hin.
43:17Ich fahre, ich fahre.
44:03Sie sind der Mann auf dem Foto.
44:06Das zerkratzte Gesicht.
44:09Sie waren damals schon dabei.
44:12Sie, Bovenkerk, Stollwerk und Lefeber.
44:16Aber Sie haben Esther sexuell missbraucht, als sie 14 Jahre alt war.
44:20Sie haben das leichtsinnige Vertrauen ihrer Mutter einfach ausgenutzt.
44:24Das war auch der wahre Grund, warum Sie ihr all die Briefe geschrieben haben.
44:31Wie oft haben Sie sich in dem Kind vergangen?
44:33Einmal?
44:33Zehnmal?
44:35So lange, bis Esther schwanger geworden ist.
44:38Und durch die Abtreibung ein weiteres Mal missbraucht wurde.
44:41Ich habe Sie nicht missbraucht!
44:49Ich habe damals Ihr Kind abgetrieben.
44:53Ich war Medizinstudent.
45:13Sie haben Ihr Kind abgetrieben.
45:17Bovenkerk und Lefeber, sie haben mich dazu gezwungen.
45:21Und Esther's ganze Hass hat hinterher nur mir gegolten.
45:24Anstatt dem Mann, der sie missbraucht und geschwängert hat.
45:28Sie hat geglaubt, diesen Mann zu lieben.
45:32Und hat Jahre gebraucht, um zu begreifen, was damals wirklich geschehen ist.
45:38Es ist unglaublich, wie bequem Sie sich das alles zurechtgelegt haben!
45:44Auf Kosten eines 14-jährigen Mädchens, das ein ganzes Leben lang gelitten hat und am Ende einfach abgeknallt wird!
46:01Wer hat ihr das angetan?
46:12Sie hätten den Täter anzeigen können.
46:19Aber Sie haben sich einfach umgedreht und sind weggegangen.
46:24Und haben genau wie alle anderen Esther im Stich gelassen.
46:33Sie sind genauso schuldig.
46:41Okay.
46:44Okay.
46:46Das war's.
47:21Frau Seidel, ich weiß, dass Sie im Scherian gerufen haben, um vor der Ratsherz zu warnen.
48:10Wenn man missbraucht wurde...
48:17Es ist sehr schwer, eine normale Beziehung zu einem Mann aufzubauen.
48:26Trotzdem hat Esther um diese Normalität immer gekämpft.
48:33Sie war gerade dabei, sich zu verlieben.
48:38Sich wirklich auf jemanden einzulassen.
48:49Ihr Anruf hatte zur Folge, dass Ihre Tochter ermordet wurde.
49:03Wer ist der Mann, der Esther damals missbraucht hat?
49:09Ich habe immer geglaubt, dass Sie ihn wirklich lieben.
49:11Sie war noch ein Kind.
49:15Sie wusste gar nicht, was da passiert.
49:18Das wäre Ihre Aufgabe gewesen als Mutter, Sie davor zu schützen.
49:23Ihr klarzumachen, dass das eben keine Liebe ist, sondern Missbrauch.
49:35Ist Arthur Stolmerk der Mann, der Esther damals missbraucht und geschwängert hat?
49:42Ja.
49:45Ja.
50:18Ja.
50:40Hat mein Mann...
51:03Er ist unten...
51:12Bringen Sie Ihre Töchter in Sicherheit.
51:18Komm dann.
51:19Danke.
51:21Es ist ja eine Erklärung.
51:46Herr Schumann...
51:49Ist etwas passiert?
52:01Esther hat mich geliebt.
52:07Erst Weltverbesserer wie Visa und Leute wie Sie haben mir eingeredet, dass ich Sie missbraucht hätte.
52:17Sie selbst hat das nie so gesehen.
52:21Genauso wenig wie ich.
52:28Sie haben so lange über Missbrauch geredet, dass Sie das am Ende auch geglaubt hat.
52:44Wie wollen Sie das Ihren Töchtern erklären?
52:48Lassen Sie meine Töchter aus dem Spiel.
52:51Das hat nichts mit Ihnen zu tun.
52:53Doch, das hat sehr viel mit Ihnen zu tun.
52:58Damit, dass Ihr Vater minderjährige Mädchen missbraucht.
53:05So wie Sie es mit Esther getan haben.
53:09So wie Sie es mit vielen anderen Mädchen getan haben.
53:11Hören Sie auf.
53:15Wie wäre das für Sie?
53:19Wenn Ihre Töchter 14, 15 wären.
53:23Hören Sie auf.
53:25Und dann käme so ein Schwein wie Sie.
53:27Und wird sie sich einfach nehmen.
54:00Im Fr frühe.
54:01Im Früh sitten.
54:08Im Frühe.
54:09Apf億.
54:09Hören Sie ab.
54:11Nun, lieber Schwein!
54:14Auf unsere Mädchen!
54:16Das ist was!
54:43Boi!
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57:25Untertitelung des ZDF, 2020
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58:47Untertitelung des ZDF, 2020
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