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KurzfilmeTranskript
00:00Wenn dein Bruder operieren lässt, dann stirbst du.
00:02Ich liebe das, als sie mir etwas schuldig zu sagen.
00:04Pia, diese OP ist kein Spaziergang.
00:07Es besteht die Möglichkeit, dass Frank stirbt.
00:11Kann ich irgendwas für dich tun?
00:13Vorbeikommen, dich in den Arm nehmen?
00:16Ach, David.
00:19Warum sagst du das so?
00:21Fandest du es nicht schön?
00:22Doch.
00:24Du hast versucht, mir ein Kind anzuhängen, das nicht von mir ist.
00:27Dann ist dieses Kind nicht von ihm?
00:29Nein.
00:29Dann habe ich wegen nichts, wegen einer Lüge von dir, auf meinen eigenen Sohn geschossen.
00:34Ich will, dass du unverzüglich dieses Schloss verlässt.
00:37Wie bitte?
00:38Du hast mich schon ganz richtig verstanden. Ich will, dass du verschwindest.
00:40Ich muss einen Mann loswerden.
00:43Sein Name ist Fritz Schubert.
00:45Sie sind wohlhabend.
00:46Ein lohnendes Ziel für einen Betrüger wie Fritz.
00:49Ihre Anschuldigungen sind absurd.
00:52Herr Schubert hat sich noch nie für mein Vermögen interessiert.
00:55Weißt du, als ich hier reinkam, da kam sie mir gleich so komisch vor.
00:58Oh, vielleicht eine Verrückte.
01:00Auf jeden Fall habe ich hier kein Wort geglaubt.
01:09Es tut mir leid, dass wir uns gestritten haben.
01:12Das war meine Schuld. Ich habe dich provoziert.
01:14So kenne ich dich ja gar nicht.
01:15Ich habe auch noch nie einen Bruder verloren.
01:22Frank.
01:23Frank.
01:24Frank.
01:26Frank.
01:26Frank.
01:27Frank.
01:32Frank.
02:02Untertitelung des ZDF, 2020
02:31Ich kann das nicht.
02:33Dein Vater.
02:37Was siehst du, wenn du mich ansiehst?
02:38Eine wunderschöne Frau.
02:40Und weiter?
02:42Eine Frau, die gerne glücklich wäre, aber es nicht sein kann.
02:46Und was denkst du?
02:48Also nicht das, was du denkst, das ich denke.
02:53Lena, wenn ich mit dir zusammen bin, dann denke ich nicht an meine Mutter.
02:56Und dann denke ich auch nicht an deinen Vater.
02:59Meinst du, wir haben noch eine Chance?
03:02Durch den Unfall deines Vaters habe ich wieder gespürt, was wichtig ist im Leben.
03:07Und das Wichtigste bist du.
03:09Und jeder Tag, den ich mit dir verbringe.
03:21Das Krankenhaus.
03:24Lena Sander?
03:27Was?
03:28Sag mal, sind da Steine drin oder hast du irgendwelche Goldbahnen, von denen ich noch nichts weiß?
03:35Was schleppen Sie denn da die Treppe runter?
03:37Wollen Sie verreisen?
03:38Nein, das sind nur Frau Mayers Koffer.
03:41Da Frau Mayer nicht mehr hier auf dem Schloss lebt, hat sie auch keinen Anspruch auf ihre Hilfe.
03:46Wie soll ich denn dann meine Sachen transportieren?
03:49Mit deinen eigenen Händen, auf deinen eigenen Beinen.
03:52Wie jeder normale Mensch.
03:54Hören Sie, Frau Mayer ist in anderen Umständen.
03:57Ich trage einer Schwangeren die Sachen wirklich gerne zum Auto, auch wenn sie hier nicht mehr wohnt.
04:02Das hätte ich beinahe vergessen.
04:03Der Wagen, den ich dir zur Verfügung gestellt habe, bleibt natürlich auch hier.
04:08Und falls du die Autoschlüssel suchst, die habe ich hier bei mir.
04:12Bitte, Raphael.
04:13Nein, Isabelle braucht eine halbe Stunde hin und zurück und dann ist der Wagen noch wieder da.
04:17Wenn ich David nicht schon rausgeworfen hätte, würde ich es jetzt tun.
04:34Was ist los?
04:34Sie sind mitten in der Notoperation. Andreas versucht ihm die neue Herzklappe einzusetzen.
04:38Andreas meint, sein Zustand hätte sich nie so verschlechtert, wenn er ihn gleich operiert hätte.
04:41Alles, weil Papa so stur ist.
04:43Hoffen wir mal, dass Andreas genauso gut ist wie sein Ruf und dass Frank durchkommt.
04:46Er wird es schaffen.
04:47Wir halten zusammen.
04:49Wir müssen jetzt ganz fest an ihn denken und glauben.
04:51Solange bis Andreas rauskommt und sagt, dass alles gut ist.
05:11Hallo, Fritz.
05:12Hallo, David.
05:13Wie war es bei Lena?
05:15Schön.
05:17Aber dann kam der Anruf aus dem Krankenhaus.
05:21Ich habe sie dann hingefahren.
05:24In den letzten Tagen ist so viel passiert.
05:27Ja, da hast du recht.
05:30Hoffentlich findest du es nicht als unpassend, aber ich muss dir etwas erzählen, was mich seit kurzem stark beschäftigt.
05:40Wurzu?
05:41Es ist so, du weißt, dass ich Amelie sehr schätze.
05:47Es gibt da nämlich seit kurzem eine schlimme Geschichte.
05:54Jemand versucht, meinen Ruf zu ruinieren.
05:57Wie denn?
05:58Eine Frau ist bei Amelie aufgetaucht und hat ihr erzählt, dass ich sie geheiratet hätte und sie um ihr Vermögen
06:04betrogen hätte.
06:04Was?
06:05Ich kenne diese Person nicht.
06:08Bis Amelie mir von ihr erzählt hat, kannte ich nicht mal ihren Namen.
06:11Und wie hat Großmutter reagiert?
06:13Sehr souverän.
06:14Sie glaubt der Frau kein Wort, aber wir fragen uns natürlich, wer tut so etwas und vor allem, warum?
06:22Entweder eine Verrückte?
06:24Ja, das haben wir uns auch schon gefragt.
06:26Oder aber sie hat das ganz bewusst getan und will irgendwas damit bewirken.
06:30Nur was?
06:31Mein erster Gedanke war natürlich, sie sofort anzurufen und zu fragen, was sie mit dieser ungeheuerlichen Anschuldigung bezweckt.
06:37Und hast du es gemacht?
06:38Damit sie mir eine neue, unverschämte Lüge auftischt?
06:41Nein.
06:44Bevor ich mit ihr Kontakt aufnehme, muss ich mehr über sie erfahren.
06:48Du musst herausfinden, wer diese Frau ist.
06:54David, könntest du das für mich tun?
06:58Na klar.
06:59Danke.
07:01Guck mal, hier ist die Karte.
07:19Tonny, gut, dass du zu Hause bist.
07:24Was ist los?
07:28Ich weiß, dass ich mein Portemonnaie eingesteckt habe.
07:31Das ist nur die Frage, wo.
07:32Immer mit der Ruhe, ich hab Zeit.
07:36Also in der Handtasche ist es nicht.
07:39Wo haben Sie es denn das letzte Mal gesehen?
07:41Wenn ich das nur wüsste.
07:45Ist okay.
07:52Geht's.
07:53Danke.
07:54Stimmt so.
07:55Danke.
07:55Tschüss.
07:56Wiedersehen.
07:59Danke, Toni.
08:02Ich hab nämlich gar kein Geld mehr.
08:04Keinen Cent.
08:05Das ist kein Problem.
08:07Sag mal, äh...
08:09Siehst du bei mir ein?
08:11Ich fürchte ja.
08:13Ich weiß nämlich nicht, wo ich hin soll.
08:15Ja.
08:16Na wunderbar.
08:17Komm.
08:40Pia Sander, hallo.
08:42Hallo.
08:43Hier ist Janka.
08:44Ich wollte nur fragen, wie es euch geht.
08:46Das ist aber lieb.
08:48Micha und ich, wir sind noch im Krankenhaus.
08:51Lena haben wir nach Hause geschickt.
08:52Sie ruht sich aus und löst uns dann wieder ab.
08:55Und, äh, wie geht es Frank?
08:58Er wird noch operiert.
09:00Ich kann im Moment gar nichts sagen.
09:03Es muss schrecklich sein.
09:05Diese Ungewissheit.
09:07Ich wünsche Ihnen sehr, dass es Frank bald wieder besser geht.
09:11Danke.
09:12Und Ihnen?
09:14Geht's Ihnen gut?
09:15Alles in Ordnung.
09:18Ich mach mir nur ein bisschen Sorgen um Luca.
09:21Weil er Frank so mag und er ist immerhin wie ein Opa für ihn.
09:26Weiß er denn nicht, dass Frank im Krankenhaus liegt?
09:28Nein.
09:29Ich weiß auch überhaupt nicht, ob ich es ihm sagen soll.
09:31Wissen Sie, Kinder spüren, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist.
09:35Aber Sie müssen das alleine entscheiden.
09:37Sie sind die Mutter.
09:40Danke.
09:41Ich denke sehr oft an Sie und ich wünsche Ihnen von Herzen, dass es Frank bald wieder besser geht.
09:45Das hoffen wir alle.
09:48Danke.
09:48Bis bald.
10:03So.
10:04Mann, hab ich einen Hunger.
10:06Und?
10:07Was habt ihr heute gemacht?
10:10Hm.
10:11Zuerst hole ich ihn an den Geräten.
10:13Das war wie immer langweilig.
10:15Aber dann haben wir Fußball gespielt.
10:17Und?
10:17Welche Mannschaft hat gewonnen?
10:20Leider die andere.
10:22Aber dafür hab ich zwei Tore geschossen.
10:24Dann warst du bestimmt traurig, als der Schlusspiff kam, oder?
10:27Na ja, ist ja nur ein Spiel.
10:30Aber Kunst war halt viel besser.
10:32Weißt du warum?
10:33Nein, warum?
10:34Warte, ich bin so.
10:45Weil ich hierfür eine Eins bekommen hab.
10:49Das bin ich ja.
10:51Und das hier ist Papa?
10:54Hm.
10:54Wir sollten halt unsere Familie mal rein.
10:58Dann ist das hier Lena.
11:01Hm.
11:01Aber die war echt schwer zu malen.
11:03Und wer sind die hier?
11:05Siehst du das denn nicht?
11:06Das sind doch Pia und Frank.
11:08Die anderen haben auch ihre Omas und Opas gemalt.
11:11Die anderen haben zwei Opas.
11:13Dafür hab ich als Opa einen Polizisten.
11:17Was ist denn?
11:21Bin traurig.
11:26Weil es Frank nicht gut geht.
11:29Er hat ja einen Unfall und liegt im Krankenhaus.
11:35Können wir ihn ja bald besuchen?
11:37Ganz bestimmt, mein Engel.
11:56Schön.
11:59Gut, dass du hier bist, Vater.
12:01Ich wollte was mit dir besprechen.
12:03Was gibt's?
12:06Es geht um Vanessa und den DNA-Test.
12:10Du weißt ja, dass ich Vanessa nur hier auf dem Schloss geduldet habe,
12:13da sie behauptet hat, ich wäre der Vater ihres Kindes.
12:16Ja.
12:17Die Thematik ist mir bekannt.
12:20Es war so, wie ich erwartet hatte.
12:23Sie hat versucht, den Test zu manipulieren, aber es hat nicht geklappt.
12:27Das heißt?
12:29Ich bin natürlich nicht der Vater ihres Kindes.
12:33Es tut mir so leid, dass ich nicht dir geglaubt habe.
12:36Sondern Vanessa, ich hätte dich fast umgebracht deswegen.
12:41Ja.
12:42Vanessa hat sehr viel kaputt gemacht in unserer Familie
12:44und ich habe sie deshalb vor die Tür gesetzt.
12:47Mach dir keine Gedanken, David.
12:50Ich an deiner Stelle hätte genauso reagiert.
12:53Im Übrigen bin ich dir dankbar dafür.
12:56Wirklich?
12:58Vanessa ist danach sofort zu mir gekommen
13:00und hat versucht, schön Wetter zu machen,
13:03damit sie hier auf dem Schloss bleiben kann.
13:04Was hätte ich mir ja denken können?
13:06Sie hat alles versucht, um mich auf ihre Seite zu ziehen.
13:08Die ganze Palette.
13:09Liebe, Leidenschaft, Mitleid, Reue.
13:13Den gefälschten DNA-Test hat sie mir auch gebeichtet.
13:16Sie hat uns beide reingelegt.
13:21Stell dir vor, ich hätte dich getötet.
13:24Ich hätte mein eigenes Kind auf dem Gewissen.
13:30Ja, das ist ja zum Glück nicht passiert.
13:33Ich bin so froh, dass du mir verziehen hast.
13:37Und wie erklären wir, dass Vanessa hier nicht mehr wohnt?
13:40Du meinst Amelie?
13:41Ja.
13:42Was sagen wir, wenn sie fragt, wo Vanessa ist?
13:45Oder auch Fritz oder das Personal?
13:46Ich finde, wir sollten ihr vorerst gar nichts sagen.
13:49Sie macht sich sonst nur unnötige Sorgen.
13:51Vater, irgendwann muss Amelie erfahren, was hier los ist.
13:54Wenn sie es nicht sowieso schon ahnt und anfängt, Fragen zu stellen.
13:59Bitte, David, sag Amelie noch nichts.
14:03Ich kann dir sagen, Schuhe ausziehen wird auch immer schwieriger.
14:08Das Essen ist gleich fertig.
14:10Was gibt's denn?
14:11Lass dich überraschen.
14:13Also, irgendwoher kenne ich den Geruch.
14:16Heute mal kein frischer Hummer oder belugger Kaviar.
14:20Ui, Ravioli.
14:21Hast du die vom Italiener oder selbst gemacht?
14:23Willst du dazu Parmesan?
14:28Hast du jetzt Hunger oder nicht?
14:33Naja.
14:34Langsam kannst du dich mal damit raushalten, warum du überhaupt hier bist.
14:38Tu, der Salat, der sieht aber auch nicht übel aus.
14:42Ah, das freut mich.
14:45Trotzdem will ich wissen, was passiert ist.
14:47Ja, also gut.
14:49Ich hab dir doch von dem DNA-Test erzählt.
14:53Dir beweisen sollte, dass David der Vater ist.
14:56Der Test war negativ.
15:00Und als David das erfahren hat, sollte ich meine Sachen packen und musste verschwinden.
15:04Wenn David nicht der Vater ist...
15:07Toni, du brauchst mich gar nicht so anschauen.
15:09Es ist nicht dein Baby.
15:34Peter?
15:39Na endlich, weißt du
15:44Weißt du, wie oft ich versucht habe, dich auf dem Handy zu erreichen?
15:46Ich konnte nicht rangehen
15:48Warum hast du denn nicht zurückgerufen?
15:50Es war viel los auf dem Schloss
15:51Du hättest mir wenigstens eine SMS senden können
15:55Ich musste nachdenken
15:57Nachdem was passiert ist, was ich angerichtet habe, meine ich natürlich
16:02Ich habe den Schlüsselanhänger wieder dahin zurückgebracht, wo er hingehört
16:04Gabi hat nicht mal gemerkt, dass er weg war
16:08Danke dir
16:11Okay
16:12Ich bin gekommen, um dir alles zu erklären
16:15Aber du darfst mich bitte nicht unterbrechen, bis ich fertig bin, ja?
16:18Bis ich wirklich alles gesagt habe
16:20Ich werde es versuchen
16:21Okay
16:22Es ist so
16:23Ich wollte Gabi wirklich nicht bestehlen
16:26Wegen deiner Kleptomanie, ich habe ja gerade
16:28Lass mich bitte ausreden
16:31Okay
16:33Es ist
16:35Es ist wie ein Zwang, der plötzlich über mich kommt
16:37Und dieser Zwang, der ist so viel stärker als ich
16:40Ich habe dir nichts davon gesagt, weil ich
16:42Ich dachte, ich hätte es im Griff
16:45Als ich
16:46Als ich auf dem Schloss angefangen habe zu arbeiten
16:48Da ging es irgendwann wieder los
16:50Ich sehe was
16:51Und im nächsten Moment landet es in meiner Tasche
16:54Obwohl ich den Gegenstand gar nicht brauche
16:55Er muss mir nicht mal gefallen
16:57Besonders wertvoll sein
16:59Ich habe mich informiert
17:00Bitte
17:00Ich bin noch nicht fertig
17:05Wenn ich dann was eingesteckt habe, was mir nicht gehört, dann bin ich total erleichtert
17:08Ich bin
17:11Fast glücklich
17:13Aber auch nur eine halbe Stunde
17:14Und dann bekomme ich Gewissensbisse, mache mir Vorwürfe
17:16Und nehme mir jedes Mal fest vor, das war jetzt wirklich das allerletzte Mal
17:20Weißt du, ich will überhaupt keine Diebin sein
17:24Und manchmal da
17:26Manchmal schaffe ich es auch ein paar Tage
17:27Das letzte Mal waren es sogar sechs Wochen
17:30Fünfeinhalb
17:31Wenn ich ganz ehrlich bin
17:34Ja, das ist wie eine Sucht
17:35Ja
17:37So kann man das sagen
17:42Weißt du, du und ich, wir sind wie
17:45Feuer und Wasser
17:47Katz und Maus
17:48Du bist ein Polizist
17:51Und ich bin eine Kleptomanin
17:54Isabel
18:21Herr von Ahrensberg
18:24Ja, richtig
18:25Ich bin der Enkel von Fritz Schubert
18:27Sehr freut
18:29Ursula von Bergfeld
18:30Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben
18:32Keine Ursache
18:34Nur schade, dass es ein so trauriger Anlass ist
18:38Wer hört schon gern, dass er in seiner Familie einen Betrüger hat
18:41Zumal Fritz immer einen so ganz anderen Eindruck macht
18:46Woher kennen Sie denn meinen Großvater?
18:48Wir waren mal verheiratet
18:51Ich habe ihn sehr geliebt
18:53Er war so einfühlsam
18:56Charmant
18:56Liebevoll
18:58Alles nur Theater
18:59Hm
19:01Sie haben ihn ja ganz richtig beschrieben jetzt
19:03Und natürlich ist er ein Riesenfan von klassischer Musik
19:06Hat er Ihnen das erzählt?
19:08Also ich kenne ihn nur als Liebhaber von diesem grässlichen Rock'n'Roll
19:13Und wieso kommen Sie erst jetzt zu uns?
19:16Ich brauchte Zeit, um das alles zu verkraften
19:19Ich bin auch ganz bewusst nicht zur Polizei gegangen
19:21Weil ich, wie ich Ihnen bereits schon sagte
19:25Ihren Großvater sehr geliebt habe
19:28Woher haben Sie denn erfahren, dass er jetzt wieder neu verheiratet ist?
19:32So etwas spricht sich in unseren Kreisen herum
19:35Verstehe
19:36Also hat er mit Sicherheit auch schon als Immobilienmakler gearbeitet, während Sie beide verheiratet waren
19:41Tut mir leid, davon weiß ich nichts
19:43Er war Gärtner
19:45Später hat er dann Landschaftsarchitektur studiert
19:48Sehen Sie, da gibt es ja doch einige Unstimmigkeiten
19:51Und natürlich ist Ihnen klar, wie schlimm Ihre Anschuldigungen sind
19:56Anfangs war ich ja auch misstrauisch
19:58Aber er war so bescheiden
20:00Hat jeden Cent zweimal umgedreht
20:03Weil er angeblich nur ein einfacher Gärtner war
20:05Das verstehe ich nicht
20:07Mein Großvater selbst wohlhabend
20:09Ja, weil ich ihm mein Vermögen überschrieben habe
20:13Und was ist dann passiert?
20:15Ein paar Tage später war er verschwunden
20:18Er hat nicht mal einen Abschiedsbrief hinterlassen
20:22Ich habe mir die Augen aus dem Kopf geholt für Kummer
20:26Wochenlang
20:26Ja, das tut mir leid, dass Sie da so schlechte Erfahrungen gemacht haben
20:29Aber wie können Sie sich so sicher sein
20:31Dass dieser Heiratsschwindler und mein Großvater ein und dieselbe Person sind
20:36Fritz macht sich rein gar nichts aus Geld
20:38Genau davon war ich auch überzeugt
20:41Die Vollmacht über meine Konten muss sich ihm regelrecht aufdringen
20:44Damit er endlich seine Stellung als Gärtner aufgibt
20:47Er hätte doch immer solche Rückenschmerzen
20:51Konnte ich bloß so dumm sein
20:55Um ehrlich zu sein
20:58Habe ich nicht gedacht, dass Sie mir glauben
21:01Deshalb
21:02Habe ich Ihnen etwas mitgebracht
21:05Hier
21:08Bitte
21:37Friedrich, Schubert
21:38Natürlich weiß ich das
21:40Aber ich musste ja keine Rechenschaft abgeben
21:42Aber hier wohnen willst du schon?
21:44Wenn es dir nicht passt, sag Bescheid
21:46Natürlich kannst du hier wohnen
21:48Aber ich denke
21:50Wir wissen beide, dass ich der Vater des Kindes bin
21:53Ich habe dir eben was dazu gesagt und jetzt hör auf
21:57Okay, ich sage gar nichts mehr
21:59Willst du einen Tee?
22:00Nein, danke
22:05Willst du dich hinlegen?
22:07Und dass dir nichts ausmacht?
22:09Nein
22:11Weißt du, die Rückenschmerzen, die werden von Tag zu Tag schlimmer
22:13Und wenn ich zu lange auf den Beinen bin, dann wird mir immer irgendwann schwindelig
22:18Das kenne ich noch von Janka, als ich mit Luca schwanger war
22:21Aber glaub mir, nach der Geburt wird alles besser
22:23Oh, die kalten Füße auch? Und die Wadenkrämpfe?
22:26Okay, das kann man jetzt schon was machen
22:28Darf ich?
22:29Ja
22:35Bist du fest?
22:36Nein, das ist genau richtig so
22:40Na also
22:43Weißt du, was ich mich gerade frage?
22:46Nein
22:47Du lässt mich bei dir wohnen
22:49Du kochst für mich
22:50Du spürst ab
22:51Und jetzt massierst du mir auch noch die Füße
22:55Toni, womit habe ich das verdient?
23:00Auch wenn du es nicht zugeben willst
23:02Ich glaube, wir wissen beide, dass du die Mutter meines Kindes bist
23:06Und deswegen kümmere ich mich um dich
23:09Ich kaufe ein
23:09Ich koch
23:12Ich verwöhne dich
23:16Außer du hast was dagegen
23:20Komm, komm, komm, komm
23:22Komm, komm
23:25Komm, komm
23:26Komm, komm
23:27Komm, komm
23:28Komm, komm
23:30Komm, komm
23:31Komm, komm
23:31Komm, komm
23:32Komm
23:32Komm
23:32Komm
23:32Komm
23:35Komm
23:50Die ganzen Schläuche und Geräte in seinem Zimmer, die haben mir richtig Angst gemacht.
23:56Aber ich weiß, Frank schafft es.
23:59Er war immer willensstark und ein Kämpfer.
24:03Benjamin braucht auch seinen Vater.
24:08Er ist noch sehr schwach nach der OP.
24:17Hoffentlich bekommen Sie die Herzmuskelentzündung in den Griff.
24:20Er muss jetzt erst mal diese Nacht überstehen und...
24:24...sagt Andreas.
24:26Das wird ja ganz bestimmt.
24:32Weißt du, was ich gerade dachte?
24:34Das gleiche, was ich gerade gedacht habe?
24:38Es ist doch irgendwie wie ein kleines Wunder, dass ausgerechnet wir beide jetzt hier sitzen.
24:43Und nicht nur seine Ex-Frau.
24:46Sein und auch seine Ex-Freundin.
24:50Na ja, er hat eben einen guten Geschmack.
24:59Vielleicht liegt es auch an uns, weil wir ihn verziehen haben.
25:08Es war genau so, wie Sie gesagt haben.
25:11Ihr Sohn konnte einfach nicht glauben, dass Fritz Schubert jemals in seinem Leben ein Mensch in Haar gekrümmt hat.
25:16Und dass er ein Heiratsschwindler sein soll.
25:18Erst recht nicht.
25:19Dann war das Treffen also umsonst?
25:21Als ich um meine Geschichte aufgetischt habe, wurde er unsicher.
25:24Sie erinnern sich, armes Mädchen aus reichem Hause, mit Vaterkomplex, Blitzheirat.
25:29Ich überschreite meine Konten, er plündert sie und lässt mich sitzen.
25:34Ja, mir kommen die Tränen.
25:36Und dann habe ich ihm die Heiratssurpründe auf den Tisch gelegt.
25:39Nicht zu früh und nicht zu spät.
25:42Ja, und weiter?
25:42In diesem Moment habe ich in seinen Augen gesehen, dass er anfängt zu zweifeln.
25:47Bravo.
25:50Hier, Ihr Honorar.
25:53Zählen Sie bitte nach.
25:54Seit ich nicht mehr sehen kann, bin ich etwas unsicher.
25:57Bei größeren Beträgen.
26:01Alles wie abgesprochen.
26:03Vielen Dank.
26:05Ich habe zu Dank.
26:06Haben Sie denn gar keine Angst, dass Ihr Sohn die Heiratsurkunde überprüfen lässt?
26:11Was soll schon passieren?
26:12Nun, er wird schnell feststellen, dass es eine Fälschung ist.
26:15Machen Sie sich keine Sorgen, auch daran habe ich gedacht.
26:18Eine gute Intrige lebt davon, dass man immer einen Schritt weiter ist als die anderen.
26:22Sie machen mich neugierig.
26:24Was haben Sie denn als nächstes vor?
26:26Es kann gut sein, dass Ihre tragische Geschichte und die Heiratsurkunde schon reichen,
26:32um Fritz vom Schloss zu vertreiben.
26:34Und wenn nicht?
26:36Dann würde ich gerne noch mal Ihre Dienste beanspruchen,
26:39falls Sie dazu bereit wären.
26:42Selbstverständlich, wenn die Gage stimmt.
26:44Darauf können Sie sich verlassen?
27:06Wie geht's, Papa?
27:08Wir müssen die Nacht abwarten.
27:13Kann ich zu ihm?
27:15Er ist noch nicht wieder bei Bewusstsein.
27:21Du musst Geduld haben.
27:23Und mach dir bitte keine Sorgen.
27:24Dein Vater hat einen Dickkopf, das weißt du doch.
27:27Und wenn der sich in den Kopf setzt, dass er leben will, dann wird er das auch.
27:34Danke, Andreas.
27:38Ich schaue noch mal nach ihm.
27:39Mhm.
27:46Papa, du musst durchhalten.
27:47Bitte.
27:49Du darfst mich nicht alleine lassen.
27:51Was soll ich denn ohne dich tun?
27:54Auch wenn ich David habe, aber das kann man nicht vergleichen.
27:57Ich weiß ja auch nicht, wie es mit uns weitergeht.
28:01Ich wäre jetzt so gerne bei dir.
28:05Warum meldest du dich nicht?
28:07Was ist passiert?
28:10Was ist mit deinem Vater?
28:14Immer noch keine Nachricht von David.
28:19Nein.
28:20Ich will Lena jetzt nicht bedrängen.
28:22Sie wird sich schon melden.
28:25Oder kann sie mir doch nicht verzeihen,
28:26dass ihr Vater meinetwegen in Lebensgefahr schwebt?
28:49Es ist nicht gerade ein Himmelwirt,
28:50aber trotzdem gemütlich.
28:55Tony, es ist wirklich lieb von dir, dass ich bei dir bleiben kann.
28:58Aber ich bräuchte ein bisschen Privatsphäre.
29:01Ich verstehe.
29:03Mit dem Handwerker im Bett ist schon ein Abstieg, was?
29:07Das hast du gesagt, nicht ich.
29:10Aber du hast es gedacht.
29:11Nein.
29:13Tony.
29:14Tony, ich schlafe zu einer Zeit nachts einfach nicht so gut
29:18und ich würde dich nur stören.
29:20Das glaube ich nicht.
29:21Tony, wir sind kein Paar.
29:24Und ich sage dir das lieber jetzt als später.
29:28Ich will nicht, dass du dich ausgenutzt fühlst.
29:30Und wenn du ein Problem damit hast, dass ich hier bin,
29:32dann sag es bitte.
29:34Ich weiß, dass wir kein Paar sind.
29:37Und ich habe auch nichts dagegen, dass du hier bist.
29:40Ganz im Gegenteil.
29:42Und wenn du länger bleiben willst,
29:44dann kannst du in Lukas Zimmer ziehen.
29:49Aber was anderes habe ich leider nicht.
29:50Hey, das ist überhaupt gar kein Problem.
29:52Wenn Lukas nichts dagegen hat.
29:55Der ist ein echter Gentleman.
29:58Außerdem ist er sowieso meistens im Schloss.
30:00Und wenn er dann mal kommt,
30:03naja,
30:03dann musst du halt zu mir ins Bett.
30:05Kein Problem.
30:07Du kannst deine Suite gleich beziehen.
30:19Naja.
30:21Also.
30:26Dann willkommen.
30:30Ich lasse dich lieber jetzt alleine.
30:33Du bist bestimmt müde.
30:35Gute Nacht.
30:37Gute Nacht.
30:39Hey, Tony.
30:42Danke.
30:44Danke für alles.
31:00Hesul.
31:10Hesul.
31:36Oh, darf ich reinkommen?
31:39Ja, bitte.
31:50Du machst es mir ganz schön schwer, weißt du das?
31:51Okay. Wenn du gekommen bist, um mit mir Schluss zu machen, dann kannst du gleich wieder gehen.
31:56Erstens, hörst du mir jetzt mal bitte zu.
31:57Das wird nichts mit uns. Wir sind zu verschieden.
32:00Zweitens, schätze ich es nicht, wenn man mir vorschreibt, mit wem ich eine Zukunft habe und mit wem nicht.
32:06Drittens, finde ich es unmöglich, seine Mitmenschen zu bestehlen. Aus welchem Grund auch immer.
32:14Außerdem verabscheue ich zutiefst, wenn man lügt, um einen Diebstahl zu vertuschen.
32:17Und das sage ich jetzt nicht nur als Polizist, sondern auch als Mensch.
32:23Viertens möchte ich dich nicht verlieren, weil du mir fünftens verdammt wichtig bist.
32:29Und sechstens bin ich kein Mann, der bei Problemen Hals über Kopf flieht.
32:34Und aus diesen ganzen Gründen zusammen freue ich mich siebtens auf eine Zukunft mit dir.
32:41Du meinst in ein paar Jahren dann, weil ich lande ja erstmal bestimmt im Gefängnis.
32:45Was war nochmal erstens?
32:47Äh, nicht stehlen?
32:48Äh, nein, ich hab's. Dir zuhören.
32:52Das führt uns zu achtens.
32:54Achtens ist die Grundvoraussetzung für siebtens.
32:57Ich hoffe, du hast den siebten Punkt nicht vergessen.
33:00Was war nochmal siebtens?
33:03Unsere Zukunft.
33:07Die gibt es nur, wenn du freiwillig eine Therapie machst gegen deine Kleptomanie.
33:15Du meinst?
33:16Ja.
33:32Ehemann Fritz Schubert.
33:36Ehefrau Ursula von Bergfeld.
33:39Das ist ja eine Eheurkunde.
33:42Ja, von einem Standesamt in Konstanz.
33:45Ich sag es nochmal, diese Person kenne ich nicht.
33:48Ich kenne ihren Namen nicht und habe sie noch nie gesehen.
33:51Also kann ich auch nicht mit ihr verheiratet sein, oder?
33:53Frau von Bergfeld behauptet genau das Gegenteil.
33:56Wem vertraust du mir?
33:57Mir oder der Unbekannten?
33:59Dir natürlich.
33:59Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass du die Wahrheit hast.
34:02Es muss eine Möglichkeit geben, dieses Dokument zu überprüfen.
34:05Vielleicht bei dem Standesamt, wo die Urkunde ausgestellt worden sein soll.
34:09Da habe ich schon angerufen.
34:10Und?
34:11Die geben generell per Telefon keine Auskunft.
34:13Und eine schriftliche Anfrage, das dauert ewig.
34:16Gibt es denn noch irgendwie eine andere Möglichkeit?
34:19Natürlich.
34:20Ich könnte diese Urkunde meiner Rechtsanmeldin zeigen.
34:22Ja, vielleicht sieht sie auf den ersten Blick, dass es eine Fälschung ist.
34:25Ja, vielleicht.
34:26Und wenn nicht, dann findet sie bestimmt einen Weg,
34:28wie wir schneller an eine schriftliche Anfrage herankommen.
34:32Eine Bitte habe ich noch.
34:34Ja.
34:35Mach es diskret.
34:36Du meinst, Armini soll nichts von dieser Urkunde erfahren?
34:39Äh, was soll ich nicht erfahren?
34:54Er ist auf dem Weg der Besserung.
35:00Das war eine ziemlich schwierige OP.
35:03Kann ich zu ihm? Nur kurz.
35:04Jetzt nicht. Wir sind gerade mitten in der Visite.
35:06Ich wollte euch nur kurz Bescheid geben.
35:08Bleibt er auf der Intensivstation oder wird er verliebt?
35:10Das werde ich mit den Kollegen besprechen.
35:12Sobald ich Zeit habe, erkläre ich euch alles.
35:14Therapie, Plan, Prognose, wann ihr ihn sehen könnt.
35:17Danke, Andreas.
35:20Danke.
35:22Ich habe nur meinen Job gemacht.
35:24Nein.
35:25Nein.
35:27Das war viel mehr als nur ein Job.
35:28Das werde ich dir nie vergessen.
35:30Danke.
35:40Also, das gibt es doch nicht.
35:43Hier steht es schwarz auf weiß.
35:45Das ist doch nur ein billiges Stück Papier.
35:48Das hat überhaupt nichts zu bedeuten.
35:50Ja, aber es sieht schon aus wie ein amtliches Dokument.
35:55Ja, dann soll es eben so aussehen.
35:57Aber es ist eine Fälschung.
35:58Wie oft soll ich das denn noch wiederholen?
36:00Ich habe diese Ursula von Bergfeld weder jemals gesehen, noch mit ihr gesprochen.
36:06Was sagtest du bereits?
36:07Immer mit der Ruhe.
36:08Fritz hat recht.
36:09So eine Urkunde sieht vielleicht auf dem ersten Blick beeindruckend aus, aber das kann man heute kinderleicht fälschen.
36:14Alles, was man dazu braucht, ist ein Computer.
36:16Wem vertraust du mehr?
36:18Einem leblosen Fetzen Papier?
36:20Oder zwei lebendigen Menschen?
36:23Ja, einem Enkel und mir.
36:25Warum sollte sich denn jemand die Mühe machen, ein Dokument zu fälschen, wenn es ohnehin nichts wert ist?
36:31Du vertraust also einer wildfremden Frau und einem einem Fetzen Papier mehr als mir.
36:37Wird mir leid.
36:38Ich habe genug von bei dir.
36:41Fritz, bitte.
36:44Na?
36:45Was machst du denn für Sachen, hm?
36:50Ich bin von den Trugenden auferstanden.
36:53Nicht solche Witze.
36:56Hast du irgendeinen Wunsch?
36:58Ich denke die ganze Zeit.
37:02Was denn?
37:05An euch alle.
37:07Dass ich ein schlechter Vater bin.
37:09Dass ich euch wehgetan habe.
37:13Und dass ihr euch so viele Sorgen macht.
37:17Frank, keine Selbstvorwürfe.
37:19Du musst gesund werden.
37:20Das ist das Allerwichtigste.
37:24Oh mein Gott.
37:25Frank, Linda, bitte tu was.
37:27Hörst du mich?
37:28Er ist ohnmächtig.
37:40Kann man filmen.
37:41Linda, da.
37:41Er ist ohnmächtig.
37:54Er ist ohnmächtig.
38:00Er kommt bitte.
38:03Schock.
38:05Aber du gehst jetzt ja nicht so sein.
38:26Relena ist spitze.
38:28Sie hat Live-Erfahrung und ein Song von ihr läuft sogar in den Charts.
38:31Vielleicht kannst du den ja auch gleich am Eröffnungsabend singen.
38:34Am besten gehen wir alles einmal Punkt für Punkt durch den gesamten Zeitablauf des Todes ihrer Mutter
38:39und vergleichen die Aussage von Frank Sander mit den Fakten.
38:42Ob es eventuell Abweichungen gibt, einverstanden?
38:45Entschuldigung, aber ich kann mir die Fotos jetzt nicht ansehen.
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