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KurzfilmeTranskript
00:00:00Musik
00:00:30Musik
00:01:00Na?
00:01:10Na?
00:01:12Na, will ich nicht, kann ich nicht.
00:01:15Und das werde ich auch nicht.
00:01:18Weil ich eine schwerkranke Frau habe.
00:01:23Nein.
00:01:24Da würden mir nur zahllose Idioten Fragen stellen,
00:01:30die ich schon vor dem halben Jahrhundert abschließend beantwortet habe.
00:01:33Was?
00:01:36Puh.
00:01:39Auflage ist ein Wort, wer verliert hat.
00:01:42Ja, nein, nein, nein, nein.
00:01:46Ja, das ist definitiv.
00:01:50Hm, also.
00:01:54Frühstück.
00:02:11Guten Morgen.
00:02:13Kannst du mir sagen, warum ich auf eine Buchmesse fahren sollte?
00:02:19Zusammen mit Herstellern von Kriminalromanen.
00:02:22Als ob Ovid auf eine Buchmesse gefahren wäre.
00:02:30Oder Goethe.
00:02:37Wie war deine Nacht?
00:02:42Wie hast du geschlafen, lieber?
00:02:43Anna?
00:03:02Anna?
00:03:04Anna?
00:03:04Anna?
00:03:04Anna?
00:03:04Anna?
00:03:06Die Norweger wollten nicht in die europäische Gemeinschaft.
00:03:31Viele konnten sich nicht mit diesem anonymen europäischen Megastaat identifizieren.
00:03:39Und wir haben Öl und Gas und manche Leute hatten Angst, dass wir dann für die ärmeren EU-Länder bezahlen müssen.
00:03:47Ja? Ah, Frau Direktorin, Sie kommen wie gerufen. Haben Sie eigentlich damals für oder gegen den EU-Beitritt gestimmt?
00:03:55Sonja, kommst du mal eben?
00:04:01Komm gleich wieder, ja?
00:04:05Nein.
00:04:09Es tut mir sehr, sehr leid, Sonja.
00:04:15Es tut mir leid, Sonja. Komm her.
00:04:19Norwegen ist das einzige Land in Europa, das praktisch kein Bankgeheimnis kennt.
00:04:31Selbst unsere Einkommen liegen offen. Und das gebe ich als zuständiger Minister nicht preis, nur um die Opposition auf unsere Seite zu bekommen.
00:04:37Ja, das kann ich so an die Presse.
00:04:40Die spinnen doch.
00:04:44Sonja.
00:04:49Und wie geht's ihm?
00:04:51Ich weiß es nicht. Ich hab nur mit Frau Bornedal gesprochen. Die Beerdigung ist am Donnerstag.
00:05:10Und Laura?
00:05:12Mailbox.
00:05:14Ich hoffe später nochmal.
00:05:17Ich hoffe später nochmal.
00:05:19Ich hoffe später nochmal.
00:05:47Laura?
00:05:49Hier ist Bille.
00:05:51Ich hab dir doch gesagt, du sollst mich nicht anzunken.
00:05:55Du kannst nicht einfach Schluss machen.
00:05:58Man muss reden.
00:06:00Wir sehen uns schon seit über einem Jahr und wir haben es schön.
00:06:04Und nur weil Frau Prinzessin Laura Agderstein sich auf einmal ganz anders überlegt hat, heißt das eben nicht...
00:06:10Was soll ich mir denn anders überlegt haben?
00:06:12Trägt einer von uns vielleicht einen Verlobungsring?
00:06:15Wie bin ich denn in deinem Leben, hä?
00:06:17Der vierte, den du nach ziemlich genau einem Jahr abservierst?
00:06:20Oder doch schon Nummer fünf?
00:06:22Weil du angeblich plötzlich wieder deine Freiheit brauchst?
00:06:25Dein Handy klingelt.
00:06:27Stell dir vor, ich höre, dass mein Handy klingelt.
00:06:29Ja, Laura Agderstein.
00:06:30Was?
00:06:31Nein.
00:06:32Was ist denn?
00:06:33Was?
00:06:34Nein.
00:06:35Was ist denn?
00:06:39Nein.
00:06:40Was ist denn?
00:06:42Was ist denn?
00:06:44Was ist denn?
00:06:45Ja?
00:06:46Ich bin.
00:06:47Was ist denn?
00:06:49UNTERTITELUNG
00:07:19UNTERTITELUNG
00:07:28UNTERTITELUNG
00:07:31Hi, Simon.
00:07:53Hi, Tante Laura.
00:07:56Darf ich mal auf dein Motorrad mitfahren?
00:07:58Ja, klar.
00:07:59Mama, Tante Laura ist da.
00:08:14Hallo.
00:08:16Seid ihr schon lange hier?
00:08:18So eine halbe Stunde.
00:08:21Das ist Leif's Personenschützer, Herr Strange, meine Schwester Laura.
00:08:26Ich fühle mich gleich viel sicherer. Freut mich.
00:08:28Das freut mich auch.
00:08:30Und jetzt?
00:08:32Ich dachte, wir sollten vielleicht nochmal reden, bevor wir ins Haus...
00:08:36Dafür haben wir doch noch drei Tage Zeit.
00:08:38Hey, Laura.
00:08:39Hi.
00:08:42Na, bisschen zugelegt?
00:08:44Was? Kann eigentlich gar nicht sein.
00:08:46Also, ich habe mit ihm telefoniert.
00:08:51Wie geht's ihm?
00:08:52Also, eigentlich klang er wie immer.
00:08:54Was hattest du denn erwartet?
00:08:56Und er hat es meiste schon organisiert. Die Beerdigung ist morgen um zehn und die Anzeige ist auch schon erschienen.
00:09:03Ist doch klar.
00:09:04Sie hat damit nicht auf uns wartet.
00:09:07Er hat mir den Text vorgelesen, den hätten wir jetzt auch nicht besser hinbekommen.
00:09:09Siehst du?
00:09:10Entschuldigt mal.
00:09:11Leif, vielleicht dachte dein Vater, du hast zu viel zu tun.
00:09:14Nein, das dachte er ganz sicher nicht.
00:09:16Das kannst du doch gar nicht wissen.
00:09:17Das weiß ich sehr genau.
00:09:20Jedenfalls können wir alle in unseren alten Zimmern wohnen.
00:09:24Ich auch. Ich darf wieder ins Haus?
00:09:25Hätte ich eigentlich gebeten, das quasi für mich zu verhandeln?
00:09:29Leif, ich habe nicht für dich verhandelt.
00:09:32Aber ich dachte, wenigstens einer von uns sollte mit ihm reden.
00:09:35Ich möchte nicht, dass du für mich bei ihm betteln gehst.
00:09:38Vor zwei Jahren sind unser Vater und der Herr Minister so dermaßen aneinandergeraten, dass jetzt Funkstille ist.
00:09:43Fraggestein, das geht mich wirklich nichts an.
00:09:46Ich bin nicht hier, um Krieg zu führen.
00:09:49Ich bin hier, um mich von Mama zu verabschieden.
00:09:52Ja, das möchte ich auch.
00:10:22Hier, gibt es nichts mehr für dich.
00:10:36Lass du das begreifen?
00:10:38Hau ab!
00:10:39Hör du dich, Fisch.
00:10:42Akte Stein.
00:10:44Das ist ein Hund.
00:10:45Ich kann sehen, dass es ein Hund ist.
00:10:47Meine Augen sind vollkommen im Takt.
00:10:50Ihre Frau hat sieben Jahre lang Holgers Hund was zu essen gegeben.
00:10:54Ja, das war sehr nett.
00:10:57Die Dinge ändern sich.
00:10:58Hier ist nicht die Hundewohlfahrt.
00:11:02Und sollten Sie andere Vorstellungen haben und diese gar hinter meinem Rücken betreiben wollen,
00:11:07Da muss ich Ihnen sagen, dass das norwegische Angebot an Haushaltshilfen nahezu unbegrenzt ist.
00:11:15Ist es das?
00:11:16Ja, ist es.
00:11:17Werfen Sie einen Blick in die Zeit.
00:11:19Es kann ohnehin nicht schaden.
00:11:21Ich möchte Ihnen was sagen, Herr Akte Stein.
00:11:25Tun Sie keinen Zwang an.
00:11:26Ich habe über 30 Jahre für Sie und Ihre Frau gearbeitet.
00:11:32Aber der einzige Grund dafür war Ihre Frau.
00:11:35Sie hätte Ihnen gesagt, dass es eine Schande ist, wie Sie sich hier aufführen.
00:11:42Sie kannten sie bestimmt besser als ich.
00:11:45Weiß Gott nicht.
00:11:46Aber gut genug, um das zu wissen.
00:11:49Weil Sie nämlich verstanden hätte, dass ich nicht bereit bin,
00:11:52auch nur einen einzigen Tag länger für einen Menschen zu arbeiten,
00:11:56dessen Herz aus Stein ist.
00:11:58Reisen soll man nicht aufhalten.
00:12:26Da sind wir.
00:12:40Schön.
00:12:56Frau Bornedal.
00:13:00Was hat Sie denn?
00:13:01Was hat Sie denn?
00:13:23Ist ja nicht.
00:13:26Es ist ja nicht.
00:13:27Ich weiß es nicht.
00:13:28Vielen Beileid.
00:13:36Leif.
00:13:39Hallo, Vater.
00:13:41Und Sie sind wer?
00:13:44Ulf Stranger.
00:13:46Herr Stranger ist mein Personenschützer.
00:13:49Ah.
00:13:50So, so.
00:13:52Was?
00:13:53Ich habe ganz vergessen, wie gefährdet du bist.
00:13:56Mein Beileid, Herr Aktenstein. Es tut mir sehr leid.
00:13:59Wie können Sie da nichts für?
00:14:03Kommt erst mal rein.
00:14:10Ich will auf Limonade.
00:14:12Simon, wir kaufen später Limonade.
00:14:15Aber jetzt gibt es erst mal Wasser.
00:14:19Danke.
00:14:25Es wird doch noch irgendetwas zu organisieren geben.
00:14:28Ich habe doch gesagt, es ist alles organisiert.
00:14:33Was ist mit den Blumen und den Kränzen?
00:14:36Sieht bestellt.
00:14:37Einer von mir, jeweils einer von euch drei.
00:14:40Und was steht drauf auf den Kränzen?
00:14:41Unsere geliebten Mutter.
00:14:44Oder?
00:14:45War das auch wieder falsch?
00:14:46Papa, das ist doch was Persönliches, das auf dem Kranz steht.
00:14:50Ach.
00:14:51Unsere geliebten Mutter.
00:14:54Das ist unpersönlich, ja?
00:14:55Nein, nein, Papa, es ist alles gut.
00:14:57Ihr könnt ja beim Wahlstrom anrufen.
00:14:59Vielleicht könnt ihr die Bänder noch austauschen.
00:15:00Was das eh.
00:15:00Wie lange bleibt ihr?
00:15:10Papa, wir sind gerade eben erst angekommen.
00:15:12Ja, deswegen frage ich.
00:15:14Wir haben nämlich ein Problem.
00:15:15Was haben wir denn für ein Problem?
00:15:18Frau Bornedal hat plötzlich gekündigt.
00:15:20Nach über 30 Jahren.
00:15:21Ich hab nicht gezählt.
00:15:23Ja, vielleicht.
00:15:25Was ist denn passiert?
00:15:26Das ist nicht die Frage.
00:15:29Die Frage ist, wie man jetzt sieben Personen bekochen soll.
00:15:33Das können wir doch machen.
00:15:36Bitte.
00:15:37Ich stelle mich nicht an Herd.
00:15:38Bloß war ein Hausranggestellter plötzlich beschließt, sich selbst zu verwirklichen.
00:15:41Verdammt nochmal, unsere Mutter ist gerade gestorben.
00:15:45Zweifel los!
00:15:45Das ändert aber nichts an der Sachlage.
00:16:04Papa!
00:16:15Papa!
00:16:45Das war dein Zimmer.
00:16:56Ganz für dich allein.
00:16:59Zuerst war es das von Leif und mir.
00:17:02Aber als wir größer wurden, hat Leif sein eigenes bekommen.
00:17:06Weil deine Mama schnarcht.
00:17:08Ist das wahr?
00:17:10Ich glaube ihm kein Wort.
00:17:11Und Laura?
00:17:17Die war ja damals noch ein Baby.
00:17:19Warum ist es bei euch wärmer als bei mir?
00:17:21Weil wir die Halssäulen hochgedreht haben.
00:17:24Papa, können wir den Boomerang ausprobieren?
00:17:28Vielleicht morgen, hm?
00:17:30Wieso denn nicht heute?
00:17:32Weil hier gerade jemand gestorben ist.
00:17:35Ja eben.
00:17:37Da kann doch nichts Schlimmes mehr passieren.
00:17:39Ist okay.
00:17:41Morgen geht doch an den Strand.
00:17:44Da stört ja keinen.
00:17:45Ja.
00:17:46Simon, jetzt warte doch.
00:17:51Teuscht das oder geht es euch beiden gut?
00:17:54Nein, das täuscht nicht.
00:18:02Ich hätte dich das nie gefragt, aber...
00:18:05Bist du glücklich, Sonja?
00:18:05Mama hat ihr Leben lang alles getan, um uns jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.
00:18:17In den letzten drei Jahren war ich genau viermal bei ihr.
00:18:23Ich wollte öfter, aber...
00:18:25Sie hat gesagt, nein, ich komme zu Recht und du hast Morten und Simon, du hast dein Leben.
00:18:38Lebe es.
00:18:41Genau das habe ich gemacht.
00:18:46Weil es bequemer war so.
00:18:47Und als ich ihr erzählt habe, dass ich wieder schwanger bin, da hat sie geweint vor Freude.
00:19:06Weihnachten wollten wir kommen.
00:19:08Und einmal hat sie gefragt, meinst du, Laura und Leif kommen auch?
00:19:12Und ich habe gesagt, Mama, ich weiß es nicht.
00:19:16Und...
00:19:17Und...
00:19:18Wer ist mir dazu nicht eingefallen?
00:19:27Und jetzt ist sie nicht mehr da.
00:19:33Sie hat Lukas nie gesehen.
00:19:42Und jetzt ist sie nicht mehr da.
00:20:12Mama?
00:20:36Ja, mein Schatz?
00:20:37Ist jeder Mensch dann so kalt?
00:20:42Jeder.
00:21:00Das war wirklich sehr gut, Herr Stranger.
00:21:02Danke.
00:21:02Gern.
00:21:03Sag doch einfach Ulf.
00:21:05Ja, sag doch einfach Ulf.
00:21:07Ulf hat ja mal ein Restaurant in Bergen.
00:21:13Oh, nur ganz kurz.
00:21:16Mhm.
00:21:18Von der Gastronomie zum Versohnenschutz, also.
00:21:24Ja.
00:21:26Nein, lass doch Ulf.
00:21:28So, ab ins Bett.
00:21:30Jetzt schon?
00:21:30So, es ist fast neun.
00:21:38Gute Nacht.
00:21:39Gute Nacht.
00:21:39Gute Nacht.
00:21:40Gute Nacht.
00:21:42Gute Nacht.
00:21:44Gute Nacht.
00:21:45So, ich werde auch mal.
00:21:46Gute Nacht.
00:21:52Gute Nacht.
00:21:53Hier mal einen Kaffee.
00:22:03Sehr gerne.
00:22:04Und klein.
00:22:05Also, Abfahrt ist um neun.
00:22:25Sie wollte, dass Bach gespielt wird.
00:22:34Der Fahrer sagt ein paar Worte, dann ganz im Grab.
00:22:39Das Ganze wird in etwa eine Stunde dauern.
00:22:41Ansonsten ist sie einfach eingeschlafen.
00:22:55Es gibt einen alten jüdischen Glauben, dass nur die ganz Gesegneten im Schlaf sterben.
00:23:08Vielleicht stimmt das also.
00:23:11Und die Tage davor.
00:23:16Die Tage davor.
00:23:19Wie alle Tage davor.
00:23:22Manchmal konnte sie ja noch runterkommen.
00:23:24Aber in der letzten Zeit war sie zu schwach.
00:23:27Und von ihrem Zimmer aus konnte sie das Wasser sein.
00:23:30Es geht ja hier nicht.
00:23:31Aus der Küche.
00:23:35Es war immer nur noch Brei.
00:23:37Was?
00:23:41Ich habe ihr das Essen pürieren müssen.
00:23:44Festes nahm ihr Magen nicht mehr an.
00:23:49Das sei das Schlimmste, meinte sie.
00:23:51Nicht mehr in ein Steak beißen zu können.
00:23:57Das müsse nun ich für sie machen.
00:23:59Was?
00:24:02Okay.
00:24:02Musik
00:24:32Wusstest du das?
00:24:38Dass sie nichts Festes mehr essen konnte?
00:24:46Wenn ich mit ihr telefoniert habe,
00:24:49dann hat sie manchmal so komische Pausen gemacht.
00:24:55Ich habe gefragt, ob alles in Ordnung ist.
00:24:58Sicher, hat sie gesagt.
00:25:02Was glaubst du, wie es ihm geht?
00:25:16Ich weiß es nicht.
00:25:22Er ist ganz schön fertig.
00:25:29Ja.
00:25:32Guck mal, hier hat unsere Mutter unser Schwimmen beigebracht.
00:26:00Und dein Vater?
00:26:06Der hatte dazu nicht die Geduld.
00:26:08Der hat nicht die Geduld.
00:26:09Das war's.
00:26:39UNTERTITELUNG
00:26:42UNTERTITELUNG
00:26:53Jorik...
00:27:09UNTERTITELUNG
00:27:39UNTERTITELUNG
00:28:09UNTERTITELUNG
00:28:39Können Sie nicht lesen?
00:28:44Wie bitte?
00:28:45In der Todesanzeige stand eindeutig, nur im engsten Familienkreis.
00:28:49Und das war nicht auf Chinesisch.
00:28:51Herr Arktestein, der Friedhof ist ein öffentlicher Platz.
00:28:54Ihre Frau war nun mal sehr beliebt.
00:28:56Sie können den Leuten nicht verbieten, zur Beerdigung zu kommen.
00:29:03Würden Sie mir das bitte erklären,
00:29:06warum Sie meinen ausdrücklichen Wunsch meiner Frau
00:29:08und nur im engsten Familienkreis beizusetzen, nicht respektieren?
00:29:12Papa.
00:29:13Was ist?
00:29:14Wenn dir Mama irgendetwas bedeutet hat,
00:29:16dann lässt du jetzt diese Leute in Ruhe.
00:29:19Aufsteigliche Menschen.
00:29:30Von Erde bist du genommen.
00:29:35Zu Erde sollst du werden.
00:29:38Von Erde sollst du wieder auferstehen.
00:29:44Ingen kvei kann lära,
00:29:51Becken, freu und ro.
00:29:55Ingen klocken bära,
00:29:59Och noch viele bo.
00:30:03Som mitt hjärta stundar,
00:30:08Bankande i vann,
00:30:11Tillägein gong röndan,
00:30:16I gülzvodaran.
00:30:23Hm?
00:30:25Bleib.
00:30:36Gut.
00:30:37Dann hätten wir das also hinter uns.
00:30:47Eure Mutter ist unter der Erde.
00:30:49Den Segen der Kirche hat sie auch.
00:30:51Also.
00:30:53Papa, das war Mamas Beerdigung.
00:30:57Das war keine Beerdigung.
00:31:01Hörst du, Sonja, dein Bruder widerspricht dir.
00:31:05Das war eine Pflichtübung.
00:31:07Was fällt dir eigentlich ein, diesen Leuten zu verbieten, sich von Mama zu verabschieden?
00:31:17Das waren ihre Freunde.
00:31:19Das waren Menschen, die sich um sie gekümmert haben.
00:31:23Im Gegensatz zu einigen anderen.
00:31:31Vater, das da eben.
00:31:35Das hätte schön sein können.
00:31:38Das ist aber nicht schön, wenn jemand tot ist.
00:31:45Aber es kann schön sein, sich zu verabschieden.
00:31:47Es könnte Würde haben.
00:31:48Stille.
00:31:51Nein.
00:31:52Stille hat's.
00:31:56Glaubt ihr, sie ist noch hier?
00:31:57Ich hab die ganze Zeit das Gefühl, sie ist noch hier bei uns.
00:32:03Das ist sie ja auch.
00:32:04Weil wenn man stirbt, dann wird man ein Engel.
00:32:10Man ist da, aber man kann dich nicht sehen.
00:32:13Damit man auf die anderen aufpassen kann.
00:32:17Völlig klar ist sie noch da.
00:32:18Das ist keineswegs klar, Junge.
00:32:24Das ist eine Geschichte, die sich die Leute ausdenken, damit sie sich nicht vor Verzweiflung aus dem Fenster stürzen.
00:32:30Hör nicht auf ihn.
00:32:36Das ist seine Art zu zeigen, dass er traurig ist.
00:32:39Ach, ist es das.
00:32:40Nein, das ist die Summe meiner Erfahrung.
00:32:42Ich stelle dir eine Menge gebracht zu haben.
00:32:46Immerhin genug, um drei Kinder großzuziehen.
00:32:57So, Vater, was wird jetzt?
00:33:00Ja, das frage ich euch.
00:33:06Was ist jetzt mit euch?
00:33:12Komm, so übel ist er nicht.
00:33:15So was einem kleinen Kind zu sagen, das ist nicht so übel.
00:33:18Er hat gerade seine Frau beerdigt.
00:33:20Er sagt das, was ihm hilft.
00:33:22Ja, das kann am besten.
00:33:24Ob das die Gefühle anderer verletzt?
00:33:27Scheißegal.
00:33:28Als ich so klein war, ja,
00:33:30da habe ich Theater gespielt.
00:33:32Ich fand das ganz toll, hier in der Schultheatergruppe.
00:33:35Meinst du, du hast du erst mal zu einer Vorstellung gekommen?
00:33:36Ein einziges Mal.
00:33:38Weil meine Mutter ihn förmlich gezwungen hat.
00:33:40Er hat eine kleine Rolle, aber alle meinten,
00:33:43ich hätte das ganz gut gemacht.
00:33:44Und nach der Vorstellung bin ich zu meinem Vater gelaufen.
00:33:47Roten Backen, stolzer Brust.
00:33:50Und weißt du, was er gesagt hat?
00:33:53Er hat gesagt, Junge, so kann man das doch nicht spielen.
00:33:55Du hast da gestanden wie so ein nasser Sack.
00:33:59So ist mein Vater.
00:34:01Das ist der ganze Hendrik Aktestad.
00:34:10Und weißt du, was er sagt,
00:34:40Entschuldigung!
00:35:02Entschuldigung!
00:35:06Entschuldigung!
00:35:07Herr Aktestein?
00:35:13Das ist mein Name, ja.
00:35:18Ihr Sohn meinte,
00:35:19der Rasen sollte mal wieder gemäht werden.
00:35:22Mag sein, aber dieser Rasen liegt direkt vor meinem Arbeitszimmer.
00:35:25Mein Sohn mag das geflissentlich verdrängt haben,
00:35:27aber ich brauche meine absolute Ruhe.
00:35:30Natürlich, ich...
00:35:31Ist das Satie, was Sie da hören?
00:35:40Ja, die Gnosiëren.
00:35:42Die Erste.
00:35:43Es gibt nicht viele Menschen,
00:35:53die Satie zu würdigen wissen.
00:35:56Ich würde sagen,
00:35:57ein offenes Ohr reicht dazu völlig.
00:35:59Es gab eine Zeit,
00:36:14da haben meine Frau und ich ständig das hier gehört.
00:36:16Es ist ein kleines Wunder,
00:36:24dass die Rosen hier am Meer überhaupt gedeihen.
00:36:26Verstehen Sie was davon?
00:36:28Mein Vater hatte einen Gärtnerei-Betrieb.
00:36:31Das hat meine Frau geschafft.
00:36:34Ja.
00:36:36Ich scheine sie auch schon zu vermissen.
00:36:39Meine Frau liebte diese Rosen.
00:36:40Sie hat sogar mit Ihnen geredet.
00:36:44Sie war überzeugt,
00:36:46dass Sie ihr zuhörten.
00:36:49Wer weiß?
00:36:52Ja.
00:36:54Frauen nehmen.
00:36:59Ich werde sehr verbunden,
00:37:01wenn Sie Ihr Mähen nach meinem Feierabend beenden würden.
00:37:04Leif!
00:37:14Leif!
00:37:16Auf an Bord.
00:37:18Vater, bitte.
00:37:18Wir haben Mutter vor drei Stunden geerdigt.
00:37:21Warum glaubst du mir,
00:37:22das mitteilen zu müssen?
00:37:24Weil mir dein Tonfall sagt,
00:37:25dass dir das vielleicht nicht ganz klar ist.
00:37:27Doch.
00:37:28Stell dir vor.
00:37:30Mir ist das klar.
00:37:32Ich weiß aber nicht,
00:37:33ob es dir klar ist.
00:37:34Jedenfalls habe ich noch nie davon gehört,
00:37:36dass es Sitte ist,
00:37:37am Tag einer Beisetzung,
00:37:38den Rasen zu mähen.
00:37:40Gut, ich werde ja einem strange sagen...
00:37:42Gemüde ich nicht.
00:37:43Ich habe es deinem Ulf schon gesagt.
00:37:45Vater, was ist das Problem?
00:37:48Die Frage ist,
00:37:49wie du überhaupt darauf kommst,
00:37:50hier irgendwelche Gartenarbeiten anzuordnen.
00:37:54Wir sind genau da...
00:37:54Willst du mir jetzt hier bestimmen?
00:37:56Kein Mal.
00:37:56Ausgerechnet du!
00:37:59Dass seine Mutter in den letzten zwei Jahren
00:38:00genau ein einziges Mal gesehen hat,
00:38:02die schon dankbar sein konnte,
00:38:04wenn du bei deinen Regierungsarbeiten
00:38:06mal angerufen hast.
00:38:08Willst du das jetzt korrigieren, ja?
00:38:11Indem du den verdammten Rasen schneiden lässt?
00:38:17Leif, nein.
00:38:18Wo doch?
00:38:21Nein!
00:38:26Was soll ich hier denn noch?
00:38:27Wir sind hierher gekommen.
00:38:28Ich bin für eine Beerdigung gekommen.
00:38:32Und die ist vorbei.
00:38:34Es geht hier aber nicht nur um eine Beerdigung.
00:38:38Ach so?
00:38:38Warum geht es denn dann?
00:38:41Gut, Sonja,
00:38:42warum bist du hergekommen?
00:38:43Ich bin wegen Mama gekommen.
00:38:49Wir hätten früher hier sein sollen,
00:38:51aber das waren wir nicht.
00:38:52Und das Beste und Letzte
00:38:55und vielleicht auch Einzige,
00:38:58das wir jetzt noch tun können,
00:39:00ist uns würdig,
00:39:01von ihr zu verabschieden.
00:39:02Sonja, das sind schöne Worte, aber...
00:39:04Indem wir Frieden mit ihm machen.
00:39:09Und das sagst du mir?
00:39:10Ja, das sage ich dir.
00:39:12Und auch Laura
00:39:14und mir selber,
00:39:17weil es Mama so gewollt hätte.
00:39:19Er will doch keinen Frieden.
00:39:22Was glaubst du,
00:39:23was er noch hat,
00:39:25wenn wir wieder weg sind?
00:39:27Hast du dir das schon mal überlegt?
00:39:29Sein Starrsinn?
00:39:32Und das herrliche Gefühl,
00:39:33auf niemanden angewiesen zu sein?
00:39:35Er wird weiter seine Bücher schreiben
00:39:36und jeden wissen lassen,
00:39:38dass er Hendrik-Aktestein
00:39:39nicht das Wasser reichen kann.
00:39:41Okay.
00:39:42Papa hat es
00:39:43seit Leben lang
00:39:44niemanden leicht gemacht.
00:39:48Aber...
00:39:50Leif,
00:39:53er ist unser Vater.
00:39:59Willst du wirklich so weggehen?
00:40:01er hat es nicht mal geschafft,
00:40:14die Heizung aufzudrehen?
00:40:19Ach, Leif!
00:40:20Er wartet nur darauf,
00:40:31dass wir hier wieder abhauen.
00:40:32Jetzt hört doch endlich mal auf,
00:40:33als wenn er der Teufel wäre.
00:40:34Ja, dann wartet er eben nur drauf.
00:40:35Und?
00:40:37Wisst ihr noch,
00:40:38wie Mama uns morgens
00:40:39zur Schule gefahren hat
00:40:39und wir immer gesungen haben?
00:40:41Das ist quasi sein Programm.
00:40:42Er wartet,
00:40:42bis er irgendwas findet,
00:40:43damit er wieder um sich schlagen kann.
00:40:44Kanon,
00:40:45Dona Nubis Patschem,
00:40:47Dona Nubis Patschem,
00:40:51Patschem,
00:40:52Das ist ja ernst, oder?
00:40:53Dona Nubis Patschem,
00:41:16Dona Nubis Patschem,
00:41:22Entschuldigung, Ihr Sohn meint, ich sollte mir mal den Wagen anschauen.
00:41:40Ich habe dem Troffel von der Werkstatt im Dorf schon so viel Geld in den Rachen geschmissen,
00:41:44mit dem Ergebnis, dass sich jetzt gar nichts mehr tut.
00:41:52Hat man Ihnen mitgeteilt, wo sich meine Kinder aufhalten?
00:41:56Die wollten mit dem Steinwitz zum Friedhof.
00:42:03Also gar nichts ist nicht richtig.
00:42:22Ich glaube, Mama hätte lieber einen Naturstein gewollt, also sowas, was nicht überhauen ist, sagt man?
00:42:28Naturbelauf.
00:42:30Wie ist denn der hier?
00:42:40Stimmt. Der ist schön.
00:42:42Herr Aktestein, mein Beileid.
00:42:51Ja.
00:43:00Laura?
00:43:01Mir gefällt er auch.
00:43:09Na dann, von mir aus.
00:43:10Kostet?
00:43:12Es ist egal, was der kostet, wir nehmen den.
00:43:16Ach.
00:43:18Ihr nehmt den.
00:43:20Ja, und falls es sich beruhigt, wir bezahlen den auch.
00:43:23Oh, na dann. Ist ja alles geregelt.
00:43:27Genau.
00:43:29Genauso wie du die Beerdigung geregelt hast.
00:43:30Live.
00:43:31Nein, nein, bitte.
00:43:33Ich möchte das hören.
00:43:35Ich meine, was geht es mich schon an, was meine Frau für einen Grabstein kriegt?
00:43:39Boah, das geht dich durchaus was an, aber wir wollten uns gerne einen Überblick verschaffen.
00:43:44Und? Ist auch nur einer von euch auf die Idee gekommen, mich mitzunehmen?
00:43:47Papa, das bringt doch jetzt nichts.
00:43:51Herr Strowan, wenn bei anderen Männern die Frau stirbt, ist es dann ihre Erfahrung, dass es nichts bringt, wenn man die um ihre Vorstellungen in puncto Grabstein fragt?
00:44:00Wir hätten dich doch gefragt.
00:44:02Herr Gott, noch mal.
00:44:06Aber wir mussten einfach mal raus aus dem Haus, wo du uns 24 Stunden am Tag zu spüren gibst, dass du förmlich die Minuten zählst, bis wir wieder weg sind.
00:44:14Und du dich in deine heilige Einsiedelei zurückziehen kannst.
00:44:17Ja, und vielleicht kannst du zur Abwechslung auch mal das zur Kenntnis nehmen.
00:44:24Dass wir nämlich unsere Mutter verloren haben.
00:44:28Und das Sinnvollste, das uns eingefallen ist, war uns Grabsteine anzusehen.
00:44:35Und wir hätten dich gefragt.
00:44:39Mama liegt da drüben.
00:44:42Und es ist ganz sicher nicht in ihrem Sinn, dass wir uns hier schon wieder streiten.
00:44:45Sie hat es schon ihr Leben lang angehört.
00:44:48Sie hat es schon ihr Leben lang angehört.
00:45:00Komm, Papa.
00:45:07Weil du auch das wieder kaputt machen musst.
00:45:10Weil du alles immer kaputt machst.
00:45:11Warte mal!
00:45:13Ach, da können wir ja von Glück sein, dass wir dich haben.
00:45:17Wenn du immer so besonnen und diplomatisch bist, ideal für die Politik.
00:45:22Zumindest weiß ich, wann ich auch mal die Schnauze zu halten habe.
00:45:27Wie bitte?
00:45:28Hast du dich mal gefragt, warum Mama krank geworden ist?
00:45:37Menschen werden krank.
00:45:40Ja, aber warum?
00:45:43Weil sie letztendlich aus Eiweiß bestehen.
00:45:45Und Eier bleiben auch nur im Kühlschrank frisch.
00:45:48Deshalb nennt man ja den Körper die sterbliche Hülle, weil sie irgendwann kaputt geht.
00:45:55Und am Ende eben stirbt.
00:45:57Oder?
00:45:58Zu hoch für dich?
00:45:59Lass du dich da raus!
00:46:02Ja, Menschen werden krank.
00:46:04Und manchmal werden sie krank, weil sie unglücklich sind.
00:46:08Weil sie 40 Jahre lang an den Menschen ausgesetzt sind, der sich für nichts als für sich und seine Arbeit interessiert.
00:46:13Und jetzt?
00:46:23Rufst du jetzt deinen Personenschützer?
00:46:36Du hast nicht geantwortet!
00:46:38Das hier ist mein Haus.
00:46:41Wenn ich wegwehen, könnte ich es gerne haben.
00:46:44Aber jetzt hätte ich gern wieder meine Ruhe.
00:46:47Aber jetzt hätte ich gern wieder meine Ruhe.
00:47:07Fahren wir denn schon wieder nach Hause?
00:47:37Und dann öfter das in der Marseite.
00:47:38Und dann möge ich mal.
00:47:40Da darf ich mich selber machen.
00:47:41Ich bin echt gern.
00:47:42Und dann war es noch mal ohne.
00:47:43Ich bin echtes Knife und bin immer fertig.
00:47:44Ich bin echtes Knife.
00:47:45Ich bin echtes Knife.
00:47:46Ich bin echtes Knife für dich.
00:47:47Eiweiß?
00:47:48Ich bin echtes Knife.
00:47:50Alles in Ordnung.
00:47:52Ich bin echtes Knife.
00:47:54Ich bin echtes Knife.
00:47:56Ich bin echtes Knife und schwelge in und das in der dude vor.
00:47:58Ich bin mordet.
00:48:01Und ich bin echtes Knife mit.
00:48:02Ich bin echtes Knife.
00:48:03UNTERTITELUNG
00:48:33UNTERTITELUNG
00:49:03Musik
00:49:33Musik
00:50:03Was ist denn los?
00:50:22Wir können nicht so einfach wegfahren.
00:50:24Also ich habe hier nichts mehr verloren.
00:50:26Wir haben getan, was wir tun konnten.
00:50:28Das war's.
00:50:31Weil er das so will.
00:50:33Wir haben alle unser eigenes Leben.
00:50:37Wenn er sich für diesen Weg entscheidet, ich halte ihn nicht auf.
00:50:42Mama hat uns alles gegeben.
00:50:44Und du gibst ihr nicht mal ein paar Tage.
00:50:50Ich bin doch hier, oder?
00:50:54Wir sind auch hier.
00:50:56Deine Schwester.
00:50:57Sonja hat recht, Leif.
00:50:59Mama hat was Besseres verdient.
00:51:00Sie war so voller Leben.
00:51:04Sie hat die Menschen geliebt.
00:51:06Was ist, wenn wir...
00:51:09Wir nehmen nochmal Abschied.
00:51:12So dass sie wirklich dabei ist.
00:51:13Mit allen aus dem Dorf.
00:51:15Mit Blumen.
00:51:16Mit Musik.
00:51:17Und wir stellen ihre Bilder aus.
00:51:19Es soll schön sein.
00:51:23So schön, wie sie war.
00:51:26Und was glaubt ihr, was unser Vater zu dieser Idee sagen wird?
00:51:29Wir wissen, was er dazu sagen wird.
00:51:32Aber es geht hier nicht um ihn.
00:51:33Es geht um sie.
00:51:46Das muss gehen.
00:51:47Mach doch hier keine Vergnügungsreise.
00:51:49Meine Mutter ist gestorben, ja.
00:51:51Ja, bitte sagen sie das.
00:51:55Frau Bornedal?
00:51:58Ja?
00:51:59Laura?
00:52:00Laura!
00:52:02Hätten Sie noch Zimmer für uns?
00:52:05Hab ich.
00:52:07Danke!
00:52:22Papa?
00:52:23Papa?
00:52:29Ich bin nicht gekommen, um wieder von vorne anzufahren.
00:52:56Sondern?
00:52:57Wegen Mamas Bilder.
00:52:59Ihre Bilder?
00:53:00Ja, wir brauchen sie.
00:53:02Ah, wir brauchen sie.
00:53:05Ja, hat sie gesagt.
00:53:07Die Kinder werden nach den Bildern fragen.
00:53:18Wie lange hat sie noch gemalt?
00:53:21Bis fast zuletzt.
00:53:24Sie konnte schon nicht mehr.
00:53:29Einmal hat sie erzählt, dass man dem alten Matisse, als er nicht mehr aufstehen konnte, den Pinsel an die Hand gebunden hat.
00:53:35Und dann hat er an die Decke gemalt.
00:53:38Und ich habe gesagt, du bist mir aber nicht, Matisse.
00:53:40Hm?
00:53:41Hm?
00:53:41Hm?
00:53:43Ja.
00:53:44Ja.
00:53:44Und wir haben gelacht.
00:53:46Das ist aber so, ein kleines Fest.
00:53:55Ja.
00:53:56Na ja, das wird allen ein schönes Gefühl geben.
00:54:00Und was ist mit dir?
00:54:01Ja.
00:54:02Und was ist mit dir?
00:54:03Du lasst mich da bitte raus.
00:54:06Tut ihr, was ihr nicht lassen könnt.
00:54:08Hier, das ist das Letzte, was sie gemalt hat.
00:54:14Hat sie sehr gelitten.
00:54:28Sie hatten ja einmal ein Gedicht von Storben vorgelesen.
00:54:43Ein Punkt neu ist es, kaum ein Schmerz, nur ein Gefühl, empfunden eben.
00:55:01Und dennoch spricht es stets von dir, und dennoch stört es dich zu leben.
00:55:08Wenn du es anderen klagen willst, so kannst du es nicht in Worte fassen.
00:55:14So seltsam fremd wird dir die Welt, und leis verlässt dich alles hoffen, bis du es endlich,
00:55:23endlich weißt, dass dich des Todes Pfeil getroffen.
00:55:28So ist es, hat sie gesagt.
00:55:34Aber dieses Gedicht beschreibt nur den Anfang ihrer Krankheit.
00:55:41Am Ende hatte sie schreckliche Schmerzen.
00:55:54Das ist der Anrufbeantworter von Wille Holm.
00:55:57Nachrichten nach dem Siegatum.
00:55:59Wille, ich bin's.
00:56:02Ich weiß, ich hätte netter sein können, und wenn du noch willst, dann lass uns reden,
00:56:09ja?
00:56:10Wenn du...
00:56:11Ich bin's weg, Dilla.
00:56:19Meine Mama ist nicht mehr da.
00:56:30Frau Bonedal sagt, sie ist nicht die Einzige, die nichts mehr mit ihm zu tun haben will.
00:56:40das ganze Dorf ist gegen ihn. Wundert dich das? Die Johansons wollen ihm keine Lebensmittel mehr
00:56:49verkaufen. Der Friseur will ihm nicht mehr die Haare schneiden. Der Gärtner hat schon vor zwei
00:56:54Monaten gekündigt und für ihn kochen oder seinen Haushalt führen will sowieso keiner. Dann muss er
00:57:01eben einmal was selber machen. Hast du nicht zugehört? Er wird ganz allein sein. Sonja, für
00:57:08eine Image-Kampagne für Hendrik Adgestein ist es wahrscheinlich etwas spät. Im Übrigen hörst du dich
00:57:14schon an wie Mama. Du kannst ja ruhig noch lauter seufzen. Hendrik Adgestein hat sein ganzes Leben
00:57:23nur um sich geschlagen und die ganze Welt zum Feind erklärt. Und Mama hat an seiner Seite gestanden
00:57:30und ihn vor aller Welt beschützt. Und ihre Belohnung dafür ist, dass sie vor ihm stirbt. Warum,
00:57:37warum sie, warum nicht er? Leif, sag das nicht. Das hat er nicht verdient. Das weißt du auch.
00:57:49Es liegt nicht in unserer Hand, einen Mann zu retten, der sein ganzes Leben lang systematisch an seiner
00:57:53Isolation gearbeitet hat. Ja, das mag sein, aber das heißt nicht, dass wir nicht alles in unserer
00:57:57Machtstehende versuchen sollten. Das wird nicht funktionieren. Und übrigens klingst du schon wie Papa.
00:58:08Ei! Wen interessiert das, wie ich aussehe? Mich interessiert's.
00:58:24Hast du über das Fest nachgedacht?
00:58:26Ja, ich nicht. Da gibt's nichts nachzudenken.
00:58:29Wir möchten aber alle, dass du kommst.
00:58:33Ach!
00:58:36Als ich deiner Mutter das erste Mal begegnet bin,
00:58:40da wusste ich,
00:58:43dies ist die Frau,
00:58:44die mein Leben retten kann.
00:58:54Das hat sie getan.
00:58:55Das kann kein Mensch auch nur annähernd begreifen.
00:59:03Deshalb bin ich nicht gut für sowas.
00:59:07Ritual der Trauer.
00:59:10Rührseligkeiten.
00:59:11Aber es geht nicht um dich, Papa.
00:59:13Es geht um Mama, die dich vermissen würde.
00:59:16Sie kann mich nicht mehr vermissen.
00:59:23Sie ist nicht mehr da.
00:59:25Aber das weißt du doch gar nicht, Papa.
00:59:42Darf ich alles mitnehmen?
00:59:44Ja, nimm, nimm.
00:59:47Was du magst.
00:59:48Schau mal.
00:59:59Da waren wir am Nordkap.
01:00:01Da hast du uns doch das Haus gezeigt,
01:00:02wo du geboren bist.
01:00:04Wann war das?
01:00:04Vor 30 Jahren?
01:00:11Wirklich.
01:00:12Wie schön ihr beide hier ausseht.
01:00:23Deine Mutter war so schön.
01:00:26Du auch.
01:00:28Mann, ist doch nicht schön.
01:00:30Höchstens gut aussehend.
01:00:34Warum klappen meine Beziehungen nie?
01:00:35Wenn du Schwierigkeiten hast, dich zu binden,
01:00:41dann, weil irgendwas in dir sagt,
01:00:42dass das ein Fehler wäre.
01:00:45Na, danke.
01:00:46Na, was soll ich sagen?
01:00:47Ich bin kein Psychiater.
01:00:52Wie war er?
01:00:54Nicht mehr.
01:00:56Dein Vater.
01:00:56Du hast nie viel von ihm erzählt.
01:01:02Aus gutem Grund.
01:01:13Mein Vater.
01:01:17Das war ein Mann,
01:01:18der es für richtig hielt,
01:01:19mich in regelmäßigen Abständen
01:01:21vor die Tür zu schicken.
01:01:24Egal aus welchem Grund.
01:01:27Manchmal, wenn ich meine Mutter
01:01:28vor ihm schützen musste.
01:01:31Wie in der Nacht,
01:01:33als ich Schuhe und Strümpfe
01:01:35ausziehen musste.
01:01:39Im Nordkapp.
01:01:42Da sind die Winter fürchterlich.
01:01:46Besonders, wenn du ein kleiner Junge bist
01:01:48und wenn dein Vater dir sagt,
01:01:50du frierst, weil du schlecht bist.
01:01:56Und wenn du dir dann
01:01:58den Fuß abfrierst,
01:02:01den der Arzt dann amputieren muss
01:02:03und du bist acht Jahre alt
01:02:08und du weißt,
01:02:10von jetzt an,
01:02:13da hörst du nicht mehr dazu.
01:02:14und du hörst gar nicht mehr auf zu weinen.
01:02:21Und wenn dein Vater dir dann sagt,
01:02:24das wird ja hoffentlich
01:02:24eine Leere sein,
01:02:27dann ist es besonders
01:02:30kalt da oben.
01:02:31Ihr habt uns immer gesagt,
01:02:36dass es ein Unfall war.
01:02:39Ja.
01:02:39Manchmal ist
01:02:40das Leben
01:02:41ein Unfall.
01:02:42Hast du es jemals
01:02:50live erzählt?
01:02:52Soll ich mich
01:02:52bei meinem eigenen Sohn
01:02:53auf die Couch legen?
01:02:55Wieso nicht?
01:02:58Bei mir tust du es doch auch.
01:03:01Ja.
01:03:07Im Übrigen
01:03:07hielt ich es immer für billig,
01:03:10wenn biografische Zufälligkeiten
01:03:13als Entschuldigung dienen.
01:03:14Ich bin intelligent genug
01:03:16zu wissen,
01:03:18dass ich oft hart war.
01:03:20Manchmal auch zu hart.
01:03:22Aber eines
01:03:23habe ich nie vergessen.
01:03:27Was man Kindern
01:03:28nicht antun darf.
01:03:34Nimm dir Zeit.
01:03:40Tante Laura,
01:03:48als Baby
01:03:48hattest du noch nicht
01:03:49so eine riesige Nase.
01:03:51Frischer,
01:03:52du kleine Kartoffel.
01:03:56Leif,
01:03:57guck mal.
01:04:02Ach nee.
01:04:06Das ist dein Abitur,
01:04:07ne?
01:04:07Mhm.
01:04:09Oh Gott.
01:04:10Schau mal, Leif,
01:04:11das ist alles mit dir.
01:04:23Ich muss sie
01:04:23über die ganzen Jahre
01:04:24gesammelt haben.
01:04:32Bist du wirklich
01:04:33so berühmt?
01:04:34Ja.
01:04:34Ja.
01:04:40Und grüß zu Hause.
01:05:02Mama.
01:05:03Dein Lieblings-Tee.
01:05:11Oh hey.
01:05:12Danke,
01:05:13Frau Bornedal.
01:05:14Darf ich?
01:05:15Ja,
01:05:15natürlich.
01:05:21Es ist schön,
01:05:22was ihr vorhabt,
01:05:23das Fest.
01:05:24Es hätte
01:05:25eurer Mutter
01:05:25sehr gefallen.
01:05:26ich, ähm,
01:05:35also du weißt,
01:05:37dass deine Mutter
01:05:38immer da ist.
01:05:43Ach,
01:05:44ja,
01:05:45darauf hat mich
01:05:45der kleine Simon
01:05:46schon aufmerksam gemacht.
01:05:48Meine Mutter
01:05:49ist über 20 Jahre tot,
01:05:50aber ich rede immer noch
01:05:53mehrmals die Woche
01:05:54mit ihr.
01:05:57Und ihre Mutter
01:05:58spricht ja auch mit ihm?
01:06:00Ja,
01:06:00natürlich.
01:06:02Und glaub nicht,
01:06:03dass mir alles passt,
01:06:04was sie mir sagt.
01:06:09Der kleine Leif.
01:06:11Oh süß.
01:06:17Der große.
01:06:23Du bist deinen Weg gegangen.
01:06:29Niemand
01:06:29hat es besser verstanden
01:06:31als deine Mutter.
01:06:32Ich weiß.
01:06:43Wie akkurat
01:06:44das alles aufgeklebt ist,
01:06:45oder?
01:06:49Lern Ordnung,
01:06:50liebe sie,
01:06:52das erspart dir
01:06:53Fleiß und Mühe.
01:06:54Wissen Sie noch?
01:06:56Ja.
01:06:57Das mussten wir
01:06:58immer mit dem Chor aufsagen
01:06:59und dann hat sie
01:07:00genickt und hat gesagt,
01:07:01so ist das.
01:07:04Ja.
01:07:05Ja,
01:07:06und genauso hat sie
01:07:06das hier gemacht.
01:07:11Nein, Leif.
01:07:15Deine Mutter hat nie
01:07:16Zeitung gelesen.
01:07:18Sie hat Bücher gelesen,
01:07:19Musik gehört.
01:07:20Und als allerwichtigste
01:07:21war ihr Garten.
01:07:23Die eigentlichen Dinge
01:07:24im Leben
01:07:25verändern sich
01:07:27sowieso nicht,
01:07:28hat sie gesagt.
01:07:30Das,
01:07:30das hat dein Vater gemacht.
01:07:35Er hat alles von dir gelesen,
01:07:37ausgeschnitten,
01:07:38aufgeklebt,
01:07:39alle Reden,
01:07:39alle Aufsätze,
01:07:40alles.
01:07:41Und die politischen
01:07:42Sendungen im Fernsehen,
01:07:43die hat er sich alle
01:07:43angeschaut.
01:07:45Irgendwann
01:07:45rief er mich in sein
01:07:47Arbeitszimmer,
01:07:48saß mit dem neuesten
01:07:49Artikel von dir
01:07:50und bröte los.
01:07:50Ja,
01:07:51dieser Klebstoff
01:07:52ist ausgetrocknet,
01:07:53der ist alt
01:07:54und überhaupt,
01:07:54warum ist in diesem
01:07:55Riesenhaus?
01:07:57Aber,
01:07:58das kennst du ja.
01:08:02Glaub mir,
01:08:03Leif,
01:08:03es gibt nichts
01:08:05Wichtigeres für ihn
01:08:06als seinen Sohn,
01:08:08der dann noch
01:08:08der jüngste Minister wurde.
01:08:11Das wurde er
01:08:12natürlich nie zugeben,
01:08:13lieber beißte
01:08:13sich die Zunge ab.
01:08:14Aber was ist eigentlich
01:08:24dein Problem?
01:08:27Dein Vater hat
01:08:28Zeitungsausschnitte
01:08:29gesammelt und eingeklebt.
01:08:31Da sagt er eine ganze
01:08:32Menge über seine Gefühle
01:08:33zu dir.
01:08:36Als ich 18 war,
01:08:37da sagte ich zu meinen Eltern,
01:08:40es gäbe da etwas,
01:08:42worüber wir reden müssen.
01:08:45Meine Mutter hat nur gelacht,
01:08:46mich in den Arm genommen
01:08:47und er.
01:08:49Er hat noch mit den Schultern
01:08:50gezuckt.
01:08:53Immerhin leben wir ja
01:08:54im 20. Jahrhundert.
01:08:57Er war so tolerant,
01:08:58wie man sich das wünscht.
01:08:59Ja, dann ist alles okay.
01:09:00Aber ich konnte spüren,
01:09:01dass er log,
01:09:02dass er es nicht
01:09:03akzeptieren konnte.
01:09:04Leif,
01:09:05dein Vater ist aus
01:09:05einer anderen Generation.
01:09:07Der kann das Wort
01:09:07schwul nicht mal
01:09:08in den Mund nehmen.
01:09:09Eines Tolles,
01:09:11da habe ich ihn gefragt.
01:09:13Ich habe ihm gesagt,
01:09:14was ich spüren konnte.
01:09:15Ich wollte wissen,
01:09:16was er wirklich denkt.
01:09:18Und den Vater
01:09:18hat mir den gefallen.
01:09:20Er sagt,
01:09:20ich werde dich immer lieben,
01:09:24auch wenn du kein
01:09:24richtiger Mann bist,
01:09:26auch wenn ich nie
01:09:27einen Stammhalter
01:09:28haben werde.
01:09:30Aber ich kann dir
01:09:30noch nicht im Ernst
01:09:31gehofft haben,
01:09:32dass er sich darüber freut,
01:09:33in Wahrheit drei Töchter
01:09:34zu haben.
01:09:36Leif,
01:09:36das sind furchtbare Worte.
01:09:37Aber er hat mich verachtet,
01:09:38weil ich anders war,
01:09:40anders bin.
01:09:40Mensch,
01:09:41du bist nicht anders,
01:09:42niemand ist anders.
01:09:42Das weiß ich.
01:09:44Und das weißt du,
01:09:45aber ein Hendrik
01:09:46Aktenstein will
01:09:47davon nichts hören.
01:09:49Er hat beschlossen,
01:09:49nicht zum Rest
01:09:50der Menschheit zu gehören
01:09:51und weißt du was?
01:09:52Meinen Segen hat er.
01:09:53Sie kommen nicht mehr.
01:10:14Sie wird überhaupt nicht mehr kommen.
01:10:18Aber ich habe ihr versprochen,
01:10:19mich um euch zu kümmern.
01:10:21Das Problem ist nur,
01:10:21ich verstehe nichts davon.
01:10:24Ich habe mir jetzt ein Buch bestellt,
01:10:25also wie man sowas macht.
01:10:27Ich kann nichts garantieren,
01:10:29aber ich will mein Bestes versuchen.
01:10:32Jetzt rede ich schon mit Grünzeug.
01:10:34Herr Aktenstein,
01:10:35ich würde gerne mal mit Ihnen...
01:10:35Glauben Sie,
01:10:36ich könnte den Verstand verlieren?
01:10:38Nein, nicht am geringsten.
01:10:40Das ist nicht das Einzige,
01:10:42was ich wie Sie mache.
01:10:46Ich trinke plötzlich Tee.
01:10:49Ich war mein Leben lang
01:10:51Kaffeetränker.
01:10:51Hanna Tranty.
01:10:55Wie ist sie denn gestorben?
01:11:09Wie sie gelebt hat.
01:11:14Mutig,
01:11:15voller Zuversicht,
01:11:16beschämt.
01:11:17Bitte?
01:11:18Ich hatte nur Angst.
01:11:21Vor allem wollte sie nicht,
01:11:22dass die Kinder es mitbekommen,
01:11:23wie hart es war.
01:11:24Ich glaube,
01:11:27sie wusste von Anfang an,
01:11:29dass es zu Ende geht.
01:11:31Ich dachte nur,
01:11:33das kann nicht sein.
01:11:36Sie war es,
01:11:37die es mir beibringen musste.
01:11:40So ist das.
01:11:41Niemand will das wissen.
01:11:41Vier Jahre lang
01:11:46habe ich Himmel und Hölle
01:11:48in Bewegung gesetzt,
01:11:49Ärzte aus aller Welt
01:11:50kommen lassen.
01:11:52Ich glaube,
01:11:53es war mehr
01:11:53weinetwegen als ihretwegen.
01:11:58Wenn man sich liebt,
01:11:58gibt es da kaum noch
01:11:59einen Unterschied.
01:12:00Es geht.
01:12:30Wenn man sich liebt,
01:13:00Frau Bornedal, das ist Bille.
01:13:11Ich freue mich.
01:13:11Hallo.
01:13:13Sie weiß alles über mich.
01:13:16Und jetzt lernst du meine Geschwister kennen.
01:13:30Dein Vater kannte die Liebe überhaupt nicht.
01:14:00Er kann es nicht geben, die du brauchst.
01:14:02Egal wie oder wer oder was du gewesen wärst.
01:14:06Das kann er einfach nicht.
01:14:09Weil er es überhaupt nicht weiß, wie das ist, von deinem Vater geliebt zu werden.
01:14:18Leif, du musstest zu ihm fahren.
01:14:19Komm.
01:14:30Vater?
01:14:35Vater?
01:14:36Vater?
01:15:00Vater?
01:15:01Vater?
01:15:02Vater?
01:15:03Vater?
01:15:04Vater?
01:15:05Halt!
01:15:27Halt!
01:15:29Halt!
01:15:33Halt!
01:16:03Halt!
01:16:07Halt!
01:16:09Halt!
01:16:11Halt!
01:16:13Halt!
01:16:15Halt!
01:16:17Halt!
01:16:19Halt!
01:16:21Halt!
01:16:23Halt!
01:16:25Halt!
01:16:27Halt!
01:16:28Halt!
01:16:29Halt!
01:16:31Halt!
01:16:32Halt!
01:16:34Sie sagt, dass das nicht lächerlich ist.
01:16:45Doch, doch, das ist lächerlich.
01:16:59Hier war ich oft mit deiner Mutter.
01:17:04Einmal habe ich versucht, mit ihr darüber zu reden,
01:17:08wie das wäre, wenn wir zusammen gehen würden.
01:17:11Sie wollte kein Wort darüber hören.
01:17:13Das Leben ist ein Geschenk, meinte sie.
01:17:22Lass mich noch einen Moment allein hier.
01:17:28Herr Unwesorg, du siehst ja, es passiert mir nichts.
01:17:38Das hier bleibt unter uns, wirst du.
01:17:43Das hier ist ein Geschenk.
01:17:45Ja, das ist ein Geschenk.
01:17:47Du bist du nicht.
01:17:48Du bist du nicht.
01:17:48Du bist du nicht.
01:17:49Du bist du nicht.
01:17:50Du bist du nicht.
01:17:52Vielen Dank.
01:18:22Vielen Dank.
01:18:52Vielen Dank.
01:19:22In einem Jahr drängelt mich mein Verleger.
01:19:25Ich habe gesagt, es ist fertig, wenn es fertig ist.
01:19:27Das Schlimmste war die Stille.
01:19:51Die Stille in der Dunkelheit, Nacht für Nacht.
01:20:00Denn was nur wenige Menschen über Monika Lundgren gewusst hatten, sie hatte geschnarcht.
01:20:12Sie hatte ein Schnarchen geschnarcht, das in seiner Monumentalität nicht von dieser Welt war.
01:20:20Und dieses Schnarchen war für Jakob Lundgren unerträglich.
01:20:32Es hat ihn wahnsinnig gemacht.
01:20:35Er hatte buchstäblich alles versucht.
01:20:39Ohrenstöpsel, Baldrian.
01:20:41Aber seine Frau schnarchte weiter.
01:20:45Und dann, der genaue Zeitpunkt schien ihm entgangen zu sein.
01:20:58war das Wunder geschehen.
01:21:06Monikas Schnarchen wurde zum Grundton der Nacht.
01:21:11Ohne ihr Schnarchen wurde es nicht mehr dunkel.
01:21:17Gab es keine Jahreszeiten mehr.
01:21:21Was ihm zunächst vollkommen unerträglich erschienen war,
01:21:25wandelte sich in das Wissen,
01:21:32dass irgendwie doch alles gut war.
01:21:41Ja, weiter bin ich nicht gekommen.
01:21:47Seit sie
01:21:48fort ist,
01:21:52kommt mit.
01:21:55Und es ist jetzt
01:21:56können wir nichts
01:21:58das Grauen
01:22:02darüber nehmen,
01:22:03dass sie
01:22:03dass eure Mutter
01:22:12sehr große, schöne Vogel
01:22:16lässt mir bei mir isst.
01:22:39Meine Kinder sind gekommen.
01:22:41Hannas Kinder.
01:22:48Und
01:22:48obwohl ich
01:22:50alles getan habe,
01:22:51sie von mir zu stoßen,
01:22:54tun sie alles,
01:22:55um für mich da zu sein.
01:22:59Und
01:23:00bevor ihr euch wieder in alle Winde
01:23:02verstreut,
01:23:03will ich es wenigstens
01:23:04einmal gesagt haben.
01:23:08Wie stolz ich auf euch bin.
01:23:11auf dich,
01:23:15Sonja.
01:23:17Die du so schön bist
01:23:18wie deine Mutter damals.
01:23:21Und
01:23:22Laura.
01:23:24Weißt du,
01:23:25Laura?
01:23:28In dir
01:23:29entdecke ich manchmal
01:23:31meinen eigenen
01:23:35Dickkopf.
01:23:42Live.
01:23:45Gott.
01:23:48Das Beste,
01:23:50was ich sagen kann
01:23:51über mein Leben.
01:23:57Dass ich einen Sohn
01:23:58für dich habe.
01:23:59Ich bin froh.
01:24:29Vater, soll ich dir nach Hause fahren?
01:24:47Was soll denn das?
01:24:51Mal weiter weg.
01:24:59Mal weiter weg.
01:25:29Mal weiter weg.
01:25:59Mal wiedersehen.
01:26:05Danke.
01:26:06Mama, Opa hat mir die Wikinger geschenkt.
01:26:17Schön. Danke. Mach's gut, Papa.
01:26:22Fahrt vorsichtig.
01:26:25Ja, Herr Strahne, das war eine Freude.
01:26:30Ja, auch zu wissen, dass mein Sohn zu guten Händen ist.
01:26:35Danke. Auf Wiedersehen.
01:26:39Ja, bis dann.
01:26:41Leif, lass nicht wieder so lange auf dich warten.
01:26:46Auf bald, Vater.
01:26:46Und hau die dämliche Opposition weg.
01:26:52Ja, ich würde mir Mühe geben.
01:26:54Tschüss.
01:26:55Das ist nicht so lange auf dir.
01:26:59Frau Braunendal, meine Ohren sind noch ausgezeichnet.
01:27:25Ich weiß, Herr Akenstein, ich weiß.
01:27:37Was willst du denn schon wieder her?
01:27:55Ich weiß, Herr Akenstein, ich weiß.
01:28:14Untertitelung des ZDF, 2020
01:28:44Untertitelung des ZDF, 2020
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