- vor 5 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:01Was bisher geschah.
00:03Es geht um Ellens Unfall und darum, dass ich dafür verantwortlich bin.
00:09Ich wollte sie zur Rede stellen.
00:11Dann habe ich gesehen, dass es brennt.
00:13Und Ellen war noch in einem Gebäude.
00:18Ich habe sie eingeschlossen.
00:20Aufmachen!
00:21Ellen!
00:23Sie wäre fast gestorben, hat gerade ihr Kind verloren.
00:26Unser Kind.
00:27Hallo ist recht.
00:28Ich kann Ellen nicht im Stich lassen.
00:30Jetzt bin ich ja bei dir.
00:31Danke, Christian.
00:33Dass du mich gerettet hast und dass du mich nicht allein lässt.
00:37Ohne dich wüsste ich gar nicht, wie ich das alles ertragen soll.
00:40Ich werde noch mehr Zeit bei Ellen verbringen müssen.
00:42Mhm.
00:43Und sie hat nach uns gefragt.
00:46Ich konnte ihr das nicht sagen.
00:48Was?
00:49Ich habe ihr gesagt, dass wir uns nicht mehr so oft sehen.
00:52Heißt, dass du stehst vor Ellen nicht dazu, dass wir zusammen sind?
00:56Ich will, dass du Christian endlich die Wahrheit wegen deines Kindes sagst.
00:58Warum sollte ich das tun?
01:00Weil Christian und mein Kind trauert, das nicht von ihm war, sondern von Oscar.
01:03Ich wollte ihr einfach nicht unnötig wehtun.
01:05Du tust dir unnötig weh, indem du ihr falsche Hoffnungen machst.
01:08Möglicherweise ist er gerade dabei, sein eigenes Glück für dich zu opfern.
01:11Was soll das heißen?
01:12Ellen kann so nicht gesund werden.
01:15Und am Ende bleibt nichts mehr von uns übrig.
01:19Ich kann es nicht mehr.
01:24Ich denke, es ist besser, wenn wir uns trennen.
01:26Das heißt, es ist besser, wenn wir uns trennen.
01:30To walk these streets without you, I hate being on my own
01:35So many souls around you, but it never feels like home
01:41Home is where there's no mistaking
01:46And I'm a million miles from you, but if we stay strong
01:55I know we'll make it through
02:00Ich hab noch Licht gesehen, da wollte ich dich fragen. Was ist los? Bist du krank?
02:13Ich bin nicht krank.
02:15Du weinst ja.
02:18Was ist denn passiert?
02:20Mona, nimm es mir nicht, will aber mir ist grad nicht nachreden.
02:22Alisa, ich bin Italienerin, wir reden immer. Und glaub mir, es hilft. Also.
02:34Ich hab mich von Christian getrennt.
02:36Was?
02:37Was?
02:52Hilfe!
02:55Ellen, Ellen, wach auf. Ellen, du hast geträumt. Von dem Traum.
03:04Oh Gott, das Feuer. Überall war Feuer. Ich bin nicht rausgekommen.
03:10Es ist vorbei. Nur ein Albtraum.
03:12Ich hab schon so Angst vor meinem Einschlafen.
03:24Meinst du, diese Träume kommen jetzt immer wieder?
03:27Wir gehen mit der Zeit vorbei.
03:31Oh Gott, ich hatte solche Angst, Christian.
03:33Ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt.
03:40Ich war mir sicher, ich würde sterben.
03:43Aber du lebst.
03:45Spürst du das nicht?
03:45Es ging nicht anders.
03:51Wenn ich mich nicht getrennt hätte, dann wäre er an dieser Last zerbrochen.
03:57Weißt du, seine Schuldgefühle, die Verantwortung, die er jetzt für Ellen trägt und dann auch noch ich.
04:02Dann auch noch du. Was soll denn das heißen?
04:04Du hast ihm Kraft gegeben, du hast ihn unterstützt.
04:06Ja.
04:07Das hab ich am Anfang auch gedacht, aber
04:11inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher.
04:15Er hat zwar immer gesagt, dass ich ihm helfe, aber
04:17tatsächlich hat er sich unter Druck gesetzt gefühlt.
04:24Er hat versucht, uns beiden gerecht zu werden, Ellen und mir.
04:28Er fühlt sich für sie verantwortlich und auf der anderen Seite will er für mich da sein, verstehst du?
04:33Das ist auch dauernd zu viel für den Menschen.
04:35Aber du liebst ihn doch.
04:38Die Weide liebt euch doch.
04:39Genau.
04:42Und deswegen hab ich's auch nicht ertragen, ihn so zu sehen.
04:46In anderen Worten, du hast ihn verlassen, dass er ganz für Ellen da sein kann.
04:52Er muss sich jetzt um sie kümmern.
04:55Das verstehe ich.
05:05Ja, ich lebe.
05:08Weil du dein Leben für mich riskiert hast.
05:10Und ich weiß sehr wohl, dass ich dir Vorwürfe deswegen gemacht hab.
05:15Kannst du mir das verzeihen?
05:16Das macht dir darüber keine Gedanken.
05:19Christian,
05:21heute bin ich sehr froh, dass du mich daraus geholt hast.
05:25Ich auch.
05:26War Christian nicht eben noch hier?
05:51Ja, ich hab ihn nach Hause geschickt.
05:54Er hat dringend Schlaf nötig.
05:57Ich hatte gestern mit dem Stationsarzt gesprochen.
05:59Er wollte die Schmerzmitteldosis reduzieren.
06:02Wie geht's dir damit?
06:03Eigentlich ganz gut.
06:05Ich kann jetzt wieder besser denken.
06:06Wenn mein Körper schon hinüber ist, dann will ich wenigstens einen klaren Kopf haben.
06:15Gut.
06:16Ich komm bald wieder.
06:18Bis dann, Ellen.
06:19Paul.
06:23Paul, bitte glaub mir.
06:26Ich kann das nicht.
06:28Ich kann es Christian nicht sagen.
06:31Ich sag's ihm irgendwann.
06:33Aber nicht jetzt.
06:33Christian ist doch das Einzige, was mir jetzt noch geblieben ist.
06:42Und wir sind uns grad so nah wie lange nicht mehr.
06:45Ja.
06:45Weil du ihm belügst.
06:47Ich verschweige ihm etwas.
06:49Das stimmt, aber...
06:50Du tust viel mehr als das.
06:52Du benutzt dein Unglück, um ihn an dich zu binden.
06:55Du machst ihm Schuldgefühle wegen deines verlorenen Kindes.
06:58Ein Kind, das nicht von ihm war, sondern von seinem Onkel.
07:00Paul, ich muss dich wohl nicht nochmal an deine ärztliche Schweigepflicht erinnern.
07:05Christian ist mein bester Freund.
07:07Glaub nicht, dass ich zusehe, wie er in sein Unglück rennt.
07:10Christian ist nicht unglücklich.
07:12Paul, wir waren fast zehn Jahre zusammen.
07:14Wir haben uns geliebt.
07:16Warum sollte das denn nicht wieder so werden?
07:18Wenn du ihn wirklich liebst, dann darfst du noch nicht weiter belügen.
07:25Du sagst ihm auf keinen Fall etwas.
07:29Überlegst du dir lieber, ob du mit so einer Lüge leben kannst?
07:37Die Frage ist wohl eher, wie ich überhaupt weiterleben soll.
07:39Christian?
07:58Du bist schon auf?
08:01Du doch auch.
08:03Ich konnte nicht schlafen.
08:06Ja.
08:07Klingt mir ähnlich.
08:08Du siehst eher so aus, als hättest du überhaupt nicht geschlafen.
08:16Ludwig hat mir erzählt, dass du dich von Alisa getrennt hast.
08:22Streng genommen hat sie sich eigentlich von mir getrennt.
08:24Und ich habe im gleichen Augenblick nur gewusst, dass sie recht hat.
08:28Oder dass das Beste so ist.
08:32Liebst du sie denn nicht mehr?
08:35Doch.
08:35Aber dann...
08:38Was nützt dir meine Liebe denn, wenn ich sie nicht mit ihr leben kann, wenn ich nicht
08:45bei ihr bin?
08:47Wenn ich nicht einmal weiß, ob ich es jemals kann?
08:49Weil du dich um Ellen kümmern musst.
08:55Ellen hat sonst niemanden.
08:59Und außerdem bin ich für ihren Unfall verantwortlich.
09:04Wenn ich den Brandschutztermin für das Gebäude nicht verschoben hätte, dann hätte man das defekte Kabel finden können
09:08und den Brand verhindern.
09:11Aber der Brand war ein Unfall.
09:14Das kann überall passieren.
09:17Das hilft unserem Kind auch nicht mehr.
09:19Christian, du bist nicht schuld.
09:22Im Gegenteil.
09:23Du hast Ellen das Leben gerettet.
09:24Genau, deshalb darf ich sie nicht im Stich lassen.
09:33Christian.
09:35Ich, ähm...
09:37Ich musste in den letzten Tagen oft darüber nachdenken, was du mir über deinen Gedächtnisverlust erzählt hast.
09:44Wie verloren du dich gefühlt hast.
09:46Wie einsam.
09:47Es war wie...
09:54Eingesperrt sein.
09:57Ich wusste nicht, wohin.
10:01Ich weiß nicht.
10:02Wenn ich damals nicht deinem Vater begegnet wäre...
10:06Ich hätte weder eine Vergangenheit noch eine Zukunft gehabt.
10:13Genau, so muss Ellen sich auch fühlen.
10:17Und der Einzige, der sie da rausholen kann, das bin ich.
10:22Du solltest auch an dich selbst denken.
10:26Alisa und du, ihr wart so glücklich.
10:40Ich suche den Unterlagen gleich raus.
10:42Ja, es reicht mir nicht.
10:43Bis heute Abend da kam.
10:46Hallo, Alisa.
10:47Hallo.
10:49Hallo.
11:00Wie geht's dir?
11:02Gut, und dir?
11:05Auch.
11:06Musst du nicht.
11:20Es tut so weh.
11:32Wird das jemals wieder aufhören?
11:35Aber wie sollte es das?
11:37Ich liebe ihn doch.
11:38Das wird doch auch nie aufhören.
11:41Und wie soll ich damit leben?
11:43Kann mir das vielleicht mal jemand sagen?
11:45Jeden Tag zu spüren, dass ich Christian für immer verloren habe.
12:02Schön, dass du gekommen bist.
12:04Wir möchten mit dir über Ellen und ihre Prognose sprechen.
12:06Ich hoffe, ich kann Ihnen weiterhelfen.
12:07Ich bin ja nicht der behandelnde Arzt.
12:09Morgen, Tamara.
12:10Morgen.
12:10Ist Christian gar nicht da?
12:12Der ist schon sehr früh ins Büro gefahren.
12:14Komm.
12:14Also, wir wünschen uns natürlich, dass Ellen so schnell wie möglich aus dem Krankenhaus
12:19entlassen wird.
12:20Und danach hierher zu uns kommt.
12:23Naja, also, Ihre transplantierte Haut ist gut angewachsen.
12:27Die Wunden sind geschlossen.
12:28Wenn die Kollegen im Krankenhaus keine Einwände haben und ihr selbst das Ganze hin und her
12:31nicht zu viel wird, immerhin muss sie ja wieder ins Krankenhaus zurück, wenn der
12:34Professor Wagner die Schönheits-OP deinen Abend vornimmt.
12:37Ellen werde ich überzeugen können.
12:38Ich denke, bei uns ist sie am besten aufgehoben.
12:41Sie wird aber noch einige Zeit Pflege brauchen und Physiotherapie.
12:43Das kann sie beides bei uns bekommen.
12:45Vor allem aber ist es wichtig, dass sie hier in einer vertrauten Umgebung ist, denke
12:49ich.
12:49Und allein kann sie sich sowieso noch nicht behelfen.
12:53Guten Morgen.
12:54Guten Morgen zusammen.
12:54Guten Morgen.
12:55Guten Morgen.
12:55Medizinisch spricht also nichts dagegen?
12:59Ich denke nicht.
13:01Für Genießung kann es nur von Vorteil sein, wenn sie hier im Haus versorgt wird.
13:05Ich hatte gehofft, dass du das sagen würdest.
13:09Herr Hartmann, wie geht es Ihnen um Vater?
13:13Danke in der Nachfrage.
13:15Ich muss Sie wohl nicht an unsere kleine Abmachung erinnern.
13:18Schließlich haben Sie ja keine Alzheimer.
13:21Keine Sorge, ich behalte Ihre miese kleine Affäre mit Ellen für mich.
13:24Kluge Doktor.
13:27Und ich übersehe großzügig die Tatsache, dass Sie ohne Berechtigung eine Arztpraxis führen.
13:32Oh.
13:34Du hast es fertig.
13:34Guten Tag, Frau Hund.
13:39Guten Morgen.
13:40Sagen Sie, an wen wende ich mich, wenn ich Urlaub beantragen will?
13:43Ja, Sie füllen ein Formular aus und geben es mir.
13:46Aber sind Sie nicht noch in der Probezeit?
13:49Ja, trotzdem.
13:49Es muss ja nur zwei Tage Sonderurlaub oder sowas.
13:53Ja, aber dafür gibt es kein Formular.
13:55Egal, dann schreibe ich Ihnen formlosen Urlaubsantrag.
13:58Ja, bitte.
13:59Alles in Ordnung mit Ihnen?
14:07Ja.
14:08Dankeschön.
14:10Ich meine, ein ärztliches Attest bräuchten Sie erst nach zwei Tagen.
14:15Dankeschön, aber ich bin nicht krank.
14:21Weißt du es?
14:22Ja.
14:23Ich meine, ich entscheide das nicht.
14:24Ich gebe das an meinen Mann weiter.
14:25Gut.
14:26Dankeschön.
14:26Wiedersehen.
14:27Ja, tschüss.
14:46Sagen Sie, können Sie mir nicht wenigstens einen Spiegel geben?
14:50Ich will nur mal einen kurzen Blick...
14:52Warte lieber noch ein bisschen damit.
14:53Ich will doch nur wissen, wie es um mich steht, Paul.
14:57Oder ist es so schlimm, dass ich bei meinem Anblick gleich wieder ins Koma falle?
15:01Nein.
15:02Aber wenn du jetzt einen Blick auf deine Wunden wirfst, bekommst du einen ganz falschen Eindruck.
15:06Und ich will nicht, dass du dir unnötig Sorgen machst.
15:09Und wann darf ich mir endlich Sorgen machen?
15:12Warte doch erst mal ab, was der Spezialist aus der Schweiz sagt, den Christian kontaktiert hat.
15:16Dieser Professor Wagner.
15:18Ja.
15:19Du bist wirklich ein erstklassiger plastischer Chirurg.
15:21hat sich spezialisiert auf das Abtragen und Glätten von Narbengewebe.
15:26Aber es werden Narben bleiben, oder?
15:30Ich werde nie wieder so aussehen wie früher.
15:32Ja, es werden Narben bleiben.
15:36Aber wie deutlich die dann zu sehen sind, das kann jetzt noch niemand sagen.
15:46Was machst denn du schon hier?
15:49Alisa?
15:50Hallo.
15:50Ey, ich hab mir was über die Hose geschüttet und Mona hat mir erlaubt, hier zu duschen.
15:57Wirklich gar nicht gesehen.
15:58Ja, den Eindruck hab ich auch.
15:59Ja, was machst du denn da?
16:08Und warum bist du eigentlich bei der Arbeit?
16:10Ich bin in der Fabrik als erstes Christian über den Weg gelaufen.
16:13Ich musste da einfach mal raus.
16:16Verstehe, du feierst krank, ja?
16:17Nein, ich hab mir Sonderurlaub genommen.
16:19Ich brauch eine Auszeit.
16:21Ich geh wandern, mal den Kopf freikriegen.
16:23Wandern?
16:24Ja, fällt dir vielleicht irgendwas Besseres ein?
16:27Und außerdem, ich bin seit Monaten hier und hab überhaupt noch nicht zum Harz gesehen.
16:30Das wird sich jetzt ändern.
16:32Ich zieh mich kurz um und bin dann mal weg.
16:42Sonderurlaub?
16:42Was glaubt die eigentlich, wer sie ist?
16:46Und mit welcher Begründung überhaupt?
16:47Das hat sie nicht gesagt.
16:49Dass Fräulein Lenz glaubt, sie kann sich alles erlauben.
16:51Und das auch noch in der Probezeit.
16:53Du hast doch letztes Mal auch spontan Sonderurlaub genommen, Bernhard.
16:59Ich arbeite aber auch schon seit Jahrzehnten hier.
17:02Und bin Produktionsleiter.
17:04Sprechen Sie über meine Tochter?
17:06Was ist denn los?
17:07Ja, das wüssten wir auch gern.
17:10Sie hat sich mal eben selbst Urlaub genommen.
17:12Urlaub?
17:14Hat sie gesagt, weshalb?
17:15Nein, es tut mir leid.
17:17Die Tochter des Betriebsratsvorsitzenden scheint wohl zu glauben,
17:19dass für sie andere Regeln gelten, als für den Rest der Belegschaft.
17:22Nein, das glaubt sie bestimmt nicht.
17:24Wenn meine Tochter so etwas tut, dann gibt es dafür einen wichtigen Grund.
17:28Sie müssen hier noch unterschreiben.
17:35So gut kann der Grund gar nicht sein, dass sie dafür keine Abmahnung bekommt.
17:42Das kannst du nicht machen, Bernhard.
17:45Das kommt doch in die Personalakte.
17:46Ja.
17:47Ja.
17:48Ja.
17:49Ja.
17:51Ja.
17:56Ja.
17:57Ja.
17:57Ja.
17:57Oh, mein Gott.
18:27Nein, nein, nein, nein.
18:57Nein.
19:27Du bist dir wirklich sicher, dass du mitkommen willst. Ich bin im Augenblick keine gute Gesellschaft.
19:40Ich hab dich morgens schon ungeschminkt gesehen. Mich kann nichts mehr schocken.
19:43Und ich dachte, du hasst Wandern.
19:45Krass, ich liebe Wandern. Schon immer.
19:47Mona, du bist eine ganz miserable Lügnerin. Aber eine großartige Freundin.
19:52Also los, fahren wir auf den Brocken und suchen Hexen.
19:55Die gibt's doch nur in der Walpurgisnacht.
19:57Dann halt woanders hin, wo keine Männer sind.
20:00Genau. Männer sind sowieso überbewertet.
20:05Also, ich hab gehört, im Arzt gibt es wunderbare Wanderwege.
20:09Willst du etwa auch mitkommen?
20:10Ja, glaubt ich, lass euch zwei allein?
20:12Spätestens an der ersten Biegung verehrt ihr euch und findet nie wieder nach Hause.
20:16Und was ist mit dem Mona Lisa?
20:18Micha hat gesagt, er schmeißt den Laden.
20:20Das ist wirklich nett von euch beiden.
20:25Sein Tag.
20:31Hallo, hier ist Alisa Lenz.
20:33Ich bin gerade nicht erreichbar, rufe aber gerne zurück, wenn sie mir eine Nachricht hinterlassen.
20:36Tschüss.
20:37Alisa, Papa hat mir erzählt, dass...
20:41Du, ich mach mir Sorgen.
20:43Bitte melde dich, wenn du das abhörst, ja?
20:46Tschüss.
20:47Entschuldigung, ich konnte nicht vermeiden zuzuhören.
20:53Ist alles in Ordnung mit Ihrer Tochter?
20:55Ich hab keine Ahnung.
20:57Mein Mann hat mich angerufen und mir gesagt, dass Alisa kurzfristig Urlaub genommen hat.
21:01Wohin will sie denn fahren?
21:03Ich weiß es nicht.
21:04Und es ist überhaupt nicht ihre Art.
21:06Und auch nicht ihre Art, ihr Handy abzustellen.
21:09Naja, vielleicht möchte sie einfach alleine sein, um das Ganze zu verarbeiten.
21:15Wieso was denn verarbeiten?
21:18Ach, hat sie Ihnen nichts erzählt?
21:23Sagen Sie mir, was Sie wissen.
21:27Ich weiß nicht, ob Ihrer Tochter das Recht ist.
21:30Frau Kastellow, bitte!
21:31Alisa hat sich gestern von Christian getrennt.
21:38Ich bin Christian getrennt.
22:08Aspekt was unsglücklich macht.
22:10Wie soll her 말씀?
22:11witchesszweig bleiben sie in Ordnung stehen.
22:13Wie
22:17sie divided artists undARE
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22:35die
22:36り
22:38Und wo jetzt lang?
22:54Egal, wir haben ja kein bestimmtes Ziel.
22:56Okay, aber ich weiß jetzt schon nicht mehr, wo unser Auto steht.
22:59Typisch Frau, keinerlei Orientierungssinn.
23:01Geht bloß nicht so an, als ob du bei den Pfadfindern gewesen bist.
23:03Ja, das nicht, aber ich hab im Rucksack Karte einen Kompass.
23:06Gehen wir einfach nach rechts.
23:07Wieso nach rechts?
23:08Wieso nicht?
23:09Wenn der Weg nirgendwo hinführt?
23:10Jeder Weg führt irgendwo hin.
23:12Und außerdem alles besser, als hier rumzustehen und zu zweifeln, ob man das Richtige tut.
23:16Das ist nämlich genau das, was ich heute nicht tun wollte.
23:18Du hast recht. Wir gehen nach rechts.
23:21Mona, vielleicht hätten wir Lisa doch besser allein gelassen.
23:24Glaube ich nicht. Auch wenn sie die ganze Zeit vor uns herläuft.
23:27Ich glaube, ihr tut es gut, wenn wir bei ihr sind.
23:30Also, auf mich macht ihr nicht so den Eindruck, als würde sie unser Ausflug auf großartig andere Gedanken bringen.
23:35Nicht so wirklich, nein.
23:36Wenn du mit ihr in aller Ruhe ein Frauengespräch führen willst, lass euch gerne im Moment allein.
23:42Ich glaube, Alisa will jetzt eher für sich sein. Und außerdem willst du dich nur über den Picknickkorb hermachen.
23:47Sag mal, wir müssten es doch irgendwie schaffen, dass sie diesen ganzen Trennungsnüßt mal für eine Weile vergisst.
23:55Ja.
23:56In ihrem Kopf dreht sich alles nur um Christen und immer wieder im Kreis.
23:59Wir müssen sie ablenken, wir irgendwas finden, was sie aus ihren Gedanken herausreißt.
24:03Du meinst so eine Art Schocktherapie?
24:06Vielleicht. Manchmal ist das das Einzige, was hilft.
24:13Dein Vater hat mir gesagt, dass er dich in der Firma beurlaubt hat, damit du dich mehr um Ellen kümmern kannst.
24:18Das stimmt.
24:20Ich denke, er hat es nicht ohne Hintergedanken gemacht, aber letzten Endes bin ich ganz froh.
24:23Es ist wirklich wichtig, dass ich mich um Ellen kümmer war.
24:28Aber trotzdem bist du heute früh in die Firma gefahren.
24:30Ich dachte, ich könnte mich ein bisschen ablenken.
24:33Aber das hat nicht funktioniert.
24:36Ja, dann habe ich Alisa getroffen.
24:40Wir standen gemeinsam im Fahrstuhl und konnten nicht mal richtig miteinander reden.
24:44Weil euch alles, was ihr hättet sagen können, banal vorkam.
24:47Und weil alles, was ich ihr gerne gesagt hätte, es noch schlimmer gemacht hätte.
24:51Dass ich sie liebe, dass ich hoffe, dass wir eine Lösung finden werden.
24:56Und du glaubst nicht, dass du eine Lösung finden könntest?
25:00Nicht, solange Ellen auf meine Hilfe angewiesen ist.
25:04Das wird wahrscheinlich noch sehr lange so sein.
25:07Ich kann nicht tagsüber bei ihr sein und nachts bei Alisa.
25:10Oder andersrum.
25:12Das funktioniert einfach nicht.
25:14Ich hatte mich schon gefragt, ob eure Trennung etwas damit zu tun hat,
25:16dass Ellen und du, dass ihr euch wieder etwas näher gekommen seid.
25:21Natürlich hat sich in den letzten Wochen viel geändert.
25:24Ich habe bei ihr im Bett gesessen, mich an Dinge erinnert, die wir zusammen erlebt haben.
25:29Natürlich sind wir uns sehr vertraut.
25:34Aber ich liebe Alisa.
25:37Daran hat sich nichts geändert.
25:40Du bringst ein großes Opfer für Ellen.
25:43Das bin ich erschorgen.
25:43Ich bin mir selbst auch.
25:46Ich stehe hier in der herrlichsten Landschaft, um mich von Christian abzulenken
25:52und kriege ihn einfach nicht aus dem Kopf.
25:56Heute Morgen im Aufzug, das war furchtbar.
26:00Aber ich habe eine Entscheidung getroffen.
26:03Weil ich weiß, dass es keinen Zweck hat.
26:05Je eher ich mich damit abfinde, desto besser.
26:09Wenn ich nur wüsste, wie ich das machen soll.
26:11Hier, das Letzte.
26:26Greif zu, bevor sich Jonas drüber hermacht.
26:29Danke.
26:30Ich bin gar nicht so hungrig.
26:32Trotz zehn Kilometer Fußmarsch?
26:36Wirkt denn die Wandertherapie in langsam?
26:38Nicht wirklich.
26:43Gegen Liebeskummer ist eben kein Gewürz gewachsen.
26:46Kein Kraut.
26:47Meinetwegen auch kein Kraut.
26:49Also wenn Wandern dagegen helfen würde, dann wäre ich schon längst Mitglied im Wanderclub.
26:54Es ist ja nicht das erste Mal, dass eine Beziehung von mir in die Brüche geht, aber...
26:58dass es diesmal so weh tut.
27:02Da ist doch keine idyllische Mittelgebirgslandschaft.
27:06Bisher nicht.
27:06Aber wer weiß, vielleicht passiert dir noch was total Aufregendes.
27:11Ein Erdbeben oder so.
27:12Mh.
27:17Na, wenn das so ist, den Damen kann geholfen werden.
27:22Ab jetzt gibt es Schocktherapie.
27:32Hallo, El.
27:33Ist alles in Ordnung?
27:42Ob alles in Ordnung ist?
27:45Mein ganzer Körper ist verbrannt.
27:48Ich bin völlig entstellt.
27:51Und du fragst, ob alles in Ordnung ist.
27:54Wie redest du denn?
27:56Komm, gib dir keine Mühe.
28:00Ich weiß, wie ich aussehe.
28:03Ich hab ein Foto mit meinem Handy gemacht.
28:04Ich bin ein Monster.
28:20Aber die Ärzte sind doch noch gar nicht fertig mit der Behandlung.
28:23Warte doch erst mal ab.
28:24Dana.
28:26Die Ärzte können auch nicht zaubern.
28:28Es werden überall Narben zurückbleiben.
28:33Im ganzen Körper.
28:40Aber das Äußere, das ist doch nicht alles.
28:43Das ist doch ausgerechnet du.
29:00Meinst du, die Leute würden diese Kameras auch kaufen, wenn das Foto von mir wäre?
29:03Kein Mann wird mich jemals wieder anfassen wollen.
29:15Christian wird mich genauso abstoßend finden wie du.
29:19Und ich mich selbst.
29:22Wie soll ich denn jetzt weitermachen?
29:24Wenn Männer packen.
29:38Das gehört doch hier gar nicht rein.
29:52Schön.
29:53Dann können wir endlich weiter.
29:54Du kannst es ja kaum erwarten, dir endlich die Füße wund zu laufen.
29:57Ach, ich möchte einfach ein paar Kilometer richtig stramm gehen.
30:00Und dann bin ich heute Abend hoffentlich todmüde und schlafe sofort ein.
30:03Okay.
30:03Ich habe eine Idee, wie wir unseren Ausflug noch interessanter machen können.
30:18Sag mal.
30:20Bist du wahnsinnig?
30:21Da waren unsere Karten drin und der Kompass.
30:22Aber genau das macht es doch spannend.
30:24Ohne Karten, ohne Kompass.
30:25Das wird ein richtiger Abenteuerurlaub.
30:27Ja und bitte, wo sollen wir jetzt lang?
30:28Ach, das findet sich doch.
30:31Hey, wir sind im Harz und ich stehe in den Rocky Mountains.
30:33Wenn mich das nicht auf andere Gedanken bringt, Alisa.
30:36Wieso ist das Feuer überhaupt ausgebrochen?
30:44Wieso ist das Feuer überhaupt ausgebrochen?
30:47Lass uns nicht darüber reden.
30:48Du sollst jetzt an positive Dinge denken.
30:50Dana.
30:50Warum ist die alte Fabrik abgebrannt?
30:56Ein Kabel hat angefangen zu schmoren.
30:59Einfach so?
31:01Ausgerechnet in der Nacht, als ich da war?
31:04Ja.
31:04Aber du sollst dir jetzt darüber keine Gedanken machen.
31:11Ist das denn ernst?
31:12Es war ein Unfall.
31:17Irgendjemand ist immer verantwortlich.
31:19Aber in diesem Fall kann keiner was dafür.
31:22Oskar hat ein Brandgutachten machen lassen.
31:24Es war einfach ein altes Kabel, was angefangen hat zu schmoren.
31:27Ellen, was ist?
31:50Dana, ich...
31:54Jetzt erinnere ich mich.
31:57Das war gar kein Traum.
32:00Was war kein Traum?
32:08Ich habe immer geträumt, dass ich in der Halle eingeschlossen werde.
32:12Aber das war kein Traum.
32:14Das war wirklich so.
32:18Ich erinnere mich.
32:21Die Tür war zu.
32:24Aber vorher war sie offen.
32:27Verstehst du?
32:28Sie muss verschlossen worden sein.
32:33Gott sei Dank, mich wollte jemand umbringen.
32:40Du und deine Schocktherapie.
32:43Was hast du dir denn bloß dabei gedacht, Jonas?
32:45Wir werden hier umkommen.
32:46Mein Gott, keine Panik.
32:47Deutschland ist dicht besiedelt und irgendwo in der Nähe gibt es bestimmt ein Dorf.
32:50So ein Blödsinn.
32:52Auf der Karte gab es im Umkreis von zehn Kilometern kein Dorf.
32:54Ich weiß jetzt schon nicht mehr, wo wir sind und wo unser Auto steht.
32:57Genau, und bald wird es auch dunkel und wir haben nicht mal eine Taschenlampe.
32:59Okay, okay, beruhigt euch.
33:01Ich wollte euch doch bloß auf andere Gedanken bringen.
33:03Die Sachen sind alle in Sicherheit.
33:04In Sicherheit?
33:05Vor wem denn?
33:05Vor uns?
33:07Du hast sie doch eben gerade in den Abgrund geworfen.
33:09In Wirklichkeit sind die Sachen alle hier.
33:11Bitte.
33:11Hey, das verstehe ich nicht.
33:22Ich habe die Sachen weder in den Rucksack geräumt, als du im Gebüsch warst.
33:25Du hast was?
33:27Du meinst, die sind jetzt alle...
33:29Was weißt du denn auch an meine Sachen?
33:31Ach, deine Sachen?
33:32Das sind unsere Sachen.
33:32Ruhe!
33:33Hört auf.
33:35Was passiert ist, ist passiert.
33:38Wir müssen den Rucksack finden, solange es hell ist.
33:40Kommt mit.
33:56Sie weiß es.
33:59Sie erinnert sich.
34:01Tana, ich verstehe kein Wort.
34:04Ellen erinnert sich an die Brandnacht.
34:05Am liebsten würde ich den Bau einer neuen Produktionshalle schon morgen in Auftrag geben.
34:11Das ginge natürlich nur, wenn die stillgelegte Fabrik das Gelände da nicht mehr blockiert.
34:15Also im Prinzip bin ich vorbereitet.
34:17Sorge nur für eine diskrete Abwicklung.
34:19Sollte aus wie ein Unfall.
34:20Du bist mein Mann, Bernhard.
34:22Was hat sie gesagt?
34:23Woran genau erinnert sie sich?
34:25Dass sie mir die Tür in der Halle zugeknallt hat.
34:29Das ist ja nicht allzu viel.
34:30Aber vielleicht erinnert sie sich ja noch mehr.
34:33Vielleicht hat sie ja sogar gesehen, dass ich sie eingesperrt habe.
34:36Ruhig, ruhig, ruhig.
34:38Hat sie irgendwas in diese Richtung erwähnt?
34:41Hat sie dich im Verdacht?
34:45Ich glaube nicht.
34:47Aber noch nicht, Oskar.
34:49Dana, Dana, hör zu.
34:51Hör mir zu, bitte.
34:51Ja.
34:54Das ist nicht gut, ich weiß.
34:56Aber du darfst nicht in Panik geraten.
34:58Ich habe ihr Leben zerstört.
35:04Was soll ich denn jetzt tun?
35:06Nichts.
35:07Du tust nichts.
35:07Ich kümmere mich darum.
35:09Ich rede mit dir.
35:12Es wird kein Verdacht auf dich fallen.
35:13Ich verspreche es.
35:20Hallo?
35:21Hallo, Ellen, ich bin's.
35:22Ich wollte nur kurz sagen, dass ich es heute nicht mehr schaffe.
35:24Ich komme dann morgen früh irgendwann vorbei.
35:27Du musst dann noch arbeiten.
35:29Ja, es gibt dir noch ein paar Sachen, um die ich mich kümmern muss.
35:33Verstehe.
35:34Ist alles okay?
35:36Du klingst so traurig.
35:39Nein, ich bin nur...
35:40Wahrscheinlich bin ich nur müde.
35:43Dann ruhe dich ein bisschen aus.
35:46Soll ich morgen noch irgendwas aus unserer Bibliothek mitbringen?
35:49Ja, gern.
35:50Hast du auf was Bestimmtes Lust?
35:51Nein, nein.
35:54Such doch was aus.
35:55Vielleicht wieder einen klassischen Abenteuerroman.
35:59Ja, ein Abenteuerroman klingt gut.
36:01Ich habe ihn!
36:19Entschuldige.
36:20Dacht wirklich für einen Moment, da ist es.
36:22Walter, wir müssen ihn finden, bevor es dunkel wird.
36:26Also ist wirklich alles in Ordnung?
36:28Ja, ja.
36:29Mach dir keine Gedanken.
36:30Okay.
36:32Bis morgen.
36:32Schlaf gut.
36:33Du auch.
36:51Es kann doch nicht so schwer sein, zurück zum Auto zu finden.
36:54Wir müssen nur überlegen, wo wir langgegangen sind.
36:57Ja, da den Berg rauf und darüber dann.
37:00Aber wir sind doch so gekommen.
37:03Ich glaube, wir müssen einfach immer nur nach Westen.
37:05Und wo ist Westen?
37:06Da, wo die Sonne untergeht.
37:12Naja, egal.
37:13Kriegen wir auch anders raus.
37:15Norden ist zum Beispiel da, wo Moos an den Bäumen wächst.
37:18Quatsch.
37:18Da, wo kein Moos wächst.
37:20Aber Norden ist doch die Wetterseite.
37:22Ihr Überlebenskünstler habt ihr überhaupt keine Ahnung, was?
37:33Kennen wir uns, junger Mann?
37:40Ich weiß.
37:41Sorry, Papa, aber ich bin in der letzten Zeit total beschäftigt.
37:44Geht's dir gut?
37:44Ja, ja.
37:45Aber du weißt, der Hund hat mich auf dem Kieker und ich muss jetzt Fußball tränen, sonst krieg ich wieder Ärger.
37:49Ja, dann red ich mal mit ihm.
37:50Nein, seitdem du den Vorsitzenden Betriebsrat übernommen hast, da ist deine Laune besonders mies.
37:56Pass auf, du bist ein guter Fußballer.
37:58Und das weiß er auch.
37:59Vielleicht ist er gerade deshalb besonders streng mit dir.
38:02Naja.
38:03Also, bis später, ne?
38:04Ja, halt dich gut.
38:06Ciao, Mom.
38:06Ja, tschüss, bis später.
38:09Hallo.
38:10Hallo.
38:12Alles in Ordnung?
38:12Nein.
38:14Ich weiß jetzt, warum Alisa kurzfristig Urlaub genommen hat.
38:16Frau Kastelhoff hat es mir erzählt.
38:19Was weiß die denn, was wir nicht wissen?
38:21Alisa hat sich von Christian getrennt.
38:27Weißt du auch, was passiert ist?
38:28Also, warum sie sich getrennt haben?
38:30Nein.
38:31Keine Ahnung.
38:33Oh, Mensch, die Kleine.
38:35Ich verstehe auch, warum sie nicht ans Telefon geht.
38:39Sie hat sich zurückgezogen.
38:42Wahrscheinlich brauchst du jetzt einfach ein bisschen Zeit für sich.
38:47Aber spätestens morgen oder übermorgen, da meldet sie sich bestimmt.
38:51Und dann kannst du sie nach allen Regeln der Kunst bemuttern.
38:53Ich wünschte, ich könnte mehr für sie tun, als sie nur einen Kuchen backen oder ihr Lieblingsessen kochen.
39:00Wir können da gar nicht so viel tun.
39:03Wir müssen ja einfach nur zeigen, dass wir für sie da sind.
39:06Ja.
39:08Trotzdem wüsste ich gerne, wo sie ist.
39:12Sie hat sich irgendwo hin zurückgezogen, wo es ruhig ist.
39:16Wo sie mal entspannen und einfach richtig durchatmen kann.
39:19Tja.
39:21Wahrscheinlich würde ihr jetzt ein bisschen Ruhe guttun.
39:28Sag mal.
39:29Warum ruf mir nicht einfach irgendjemanden an?
39:32Ich nehme doch zum Warnern kein Handy mit.
39:34Ich meine, es hängt zum Aufladen an der Steckdose.
39:36Ich bleibe jedenfalls nicht hier stehen.
39:48Wenn wir einfach immer nur geradeaus laufen, dann müssen wir wieder einen Weg finden.
39:52Wir hätten Krümel streuen sollen, so wie Hänsel und Gretel.
39:55Ja, und die wurden dann von der Hexe gefressen?
39:57Mona, die Hexe wollte sie fressen.
39:59Und es gibt keine Hexen, auch nicht im Harz.
40:00Halt den Mund, du bist an allen schuld.
40:02Früher oder später werden wir auf den Weg stoßen.
40:04Und dann finden wir auch zurück in die Zivilisation.
40:06Hoffentlich.
40:06Ich habe keine Lust, in diesem Wald zu übernachten.
40:09Psst.
40:11Hörst du irgendwas in der Straße einmal, Leute?
40:13Sind das die Hexen?
40:16Nein.
40:17Das sind.
40:20Das sind Wildschweine.
40:22Mann, Mann, Mann!
40:22Psst.
40:24Hier ist nur eins.
40:26Wegrennen.
40:26Dana hat gesagt, dir geht es nicht besonders.
40:36Ich habe mir Sorgen gemacht.
40:39Was hat sie erzählt?
40:42Dass dich Erinnerungen an den Brandquellen echt oder eingebildet haben.
40:50Ich fantasiere nicht.
40:52Jemand hat mich eingeschlossen.
40:54Eingeschlossen?
40:55Ja.
40:57Ich bin mir ganz sicher.
40:59Die Tür wurde von außen verriegelt.
41:00Und zwar genau die Tür, durch die ich vorher reingekommen war.
41:03Glaubst du wirklich?
41:04Aber alles war voller Rauch.
41:06Du warst in Panik.
41:07Ich weiß es ganz genau, Oskar.
41:10Aber wer sollte denn so etwas tun?
41:12Dich im Feuer einschließen?
41:13Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn.
41:16Oh doch.
41:18Es ergibt sogar eine Menge Sinn.
41:22Offensichtlich wollte mich jemand aus dem Weg räumen.
41:24Aber ist doch lächerlich.
41:25Wer hätte denn ein Interesse daran, dich umzubringen?
41:29Wahrscheinlich jemand, der Angst vor mir hatte.
41:33Weil ich zu viel über seine schmutzigen Geschäfte wusste.
41:37Und den ich teilen wollte.
41:39Und wer sollte das sein?
41:40Du zum Beispiel.
41:47Was glaubst du, was hier los ist, wenn die rauskriegen, dass ich die Schule schwänze?
41:51Ja.
41:51Und was glaubst du, wie lange das noch gut geht?
41:53Dir war aber auch klar, dass das Kind und ich ein ständiger Risikofaktor für dich sein würden.
41:57Ellen verdächtigt mich.
41:58Weißt du, was das heißt?
41:59Ich kann schlecht von dir verlangen, Tag und Nacht bei mir zu sein.
42:02Sonst hat der Alisa gar nichts mehr von dir.
42:04Ich bin nicht mehr mit Alisa zusammen.
42:08Als wir von den Wildschweinen durch den Wald gejagt wurden, habe ich keine Sekunde an Christian gedacht.
42:12Und ab jetzt sind wir nur noch Kollegen, nichts weiter.
42:14Ich bin nicht mehr von dir.
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