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00:00I am from the Brust.
00:04It is so hard to do it.
00:08I mean, from the Biceps here, I can do that.
00:12But if I want to go to my head, I don't want to do that,
00:16because I don't have to do that.
00:18All of this must Christina Vogel learn new.
00:21And she does it like always, with hard training.
00:24Fast her whole life is she's just Leistungssportlerin.
00:28It's not a problem.
00:30It's not a problem, right?
00:32It's a problem.
00:39For me, it's also a Kraft-Aktem-Rollstuhl.
00:42Because the other muscles,
00:46they have to do not do that,
00:48what the Ruf did before.
00:50It means to train them and to bring them to them.
00:52It's just a lot of fun.
00:54I celebrate not as fast as before.
00:57Christina Vogel ist eine der erfolgreichsten Bahnradsportlerinnen der Welt.
01:02Ein Ausnahmetalent.
01:03Elf Weltmeistertitel.
01:05Zweimal holt sie olympisches Gold.
01:07Zu den eindrucksvollsten Szenen ihrer Karriere gehört diese hier 2016 in Rio.
01:12Christina verliert beim entscheidenden Zielsprint den Sattel.
01:16Egal, sie zieht durch und gewinnt.
01:19Mit 27 Jahren hat sie sportlich eigentlich alles erreicht.
01:23Dann beim Training im Juni 2018 stößt sie auf der Radrennbahn Cottbus mit einem niederländischen Nachwuchsfahrer zusammen.
01:31Mit 60 Kilometern pro Stunde.
01:33Aus, vorbei, ihr bisheriges Leben.
01:36Alles ist harte Arbeit, alles neu zu lernen, wie man es macht, wie man es nicht macht.
01:39Zieht immer die Hose an und aus im Rollstuhl, ohne den Popo zu heben.
01:43Macht das mal.
01:44Geht, aber macht das mal.
01:46Ist anstrengend.
01:48Seit Anfang 2019 verbringt Christina die meiste Zeit im Olympiastützpunkt Kienbaum in Brandenburg.
01:56Ihre Reha, die voraussichtlich bis September dauern wird, läuft im nahegelegenen Berlin.
02:01Über ihren neuen Alltag postet die 28-Jährige offen und oft in sozialen Netzwerken.
02:07Seit ihrem Unfall sind die Klicks auf ihren Seiten rasant gestiegen.
02:18Auch weil Christina ihre Fangemeinde ziemlich authentisch an ihrem Weg zurück ins Leben teilhaben lässt.
02:24So postet sie zum Beispiel, wie sie es zum ersten Mal allein vom Rollstuhl ins Krankenhausbett schafft.
02:31Weil das ein bisschen wie Therapie ist.
02:33Ich habe die Chance zu reflektieren, weil die Zeit so schnell gerannt ist irgendwie auch.
02:38Und ich will Leute motivieren, dass sie rausgehen und probieren und versuchen.
02:43Und ich meine, ich sage das gerne, es ist für mich irgendwie auch Wahnsinn, was ich für Leute bewegen kann.
02:50Einfach nur, weil ich halt ich bin.
02:52Und ich war jetzt vor ein paar Wochen mit meiner Schwester, meiner erste Schwester und Michael essen.
02:56Und da war so, dass eine kam und gesagt hat, die ist das zweite Mal Brustkrebs erkrankt.
03:02Und weiß aber, ich schaffe das, weil ich es auch schaffe.
03:05Und das ist einfach für mich auch Motivation, weiterzumachen, weiterzukämpfen Tag für Tag.
03:12Und es war schon irgendwie so, ja, war schon echt rührend.
03:17Mitte September, der Unfall ist gerade mal zweieinhalb Monate her,
03:21lädt Christina Vogel zur Pressekonferenz ins Unfallkrankenhaus Berlin.
03:26Die Journalisten erleben eine starke Frau im Rollstuhl. Fast unglaublich.
03:32Man kann vieles nicht beeinflussen.
03:34Und jeher man es akzeptiert, desto weiter kommt man aber wieder, und schneller kommt man aber wieder hinaus.
03:39Den Unfall selbst scheint sie zu diesem Zeitpunkt schon ein Stück weit verarbeitet zu haben.
03:44Jedenfalls wirkt sie innerlich ziemlich aufgeräumt.
03:47Ich habe noch so viel zu machen, so viel zu erleben.
03:49Und nur, dass ich jetzt am Rollstuhl unterwegs bin, heißt nicht, dass ich es nicht machen kann.
03:52Und ich habe ganz viel gegoogelt.
03:54Es gibt zum Beispiel auch einen Tony Hawk des Rollstuhlfahrens.
03:56Der Junge, der fährt Halfpipes. Das will ich auch.
04:00In den folgenden Wochen, Monaten kann die Fangemeinde via Internet verfolgen, welche Sportarten die ehemalige Radrennfahrerin so ausprobiert.
04:11An schier allem hat sie Spaß, will neue Erfahrungen machen, unbedingt.
04:15Trotzdem holt sie manchmal auch eine andere Stimmung ein.
04:18Natürlich gibt es so gute Momente.
04:22Ich meine, der Querschnittsunfall ist natürlich ein extremes Eigenes gewesen, was das Leben von Grund auf geändert hat.
04:30Und es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, es gibt nicht mal Momente, wo ich sage, jetzt nervt mich das einfach so richtig doll.
04:37Und natürlich, wenn du mal im Bett liegst und irgendwas vergessen hast und dann überlegst,
04:41Okay, jetzt nochmal transferen, Rollstuhl, das holen, wieder zurück.
04:45Och Gott, nein. Brauchst du das wirklich oder brauchst du nicht?
04:49Also natürlich nervt es oft.
04:51Aber am Ende des Tages kann ich immer noch lachen und bin immer noch ich.
04:55Und von daher, ja, es ist halt so.
04:57Ja, es ist halt so.
05:09Boah, wir haben auch keinen Bock heute, ne?
05:13Es liegt aber nicht an mir, es liegt an meinen Spastiken.
05:15Seht ihr das? Ne, ne?
05:17Die so bescheuert, die so drücken mich halt voll, mein Oberkörper wieder weg und lassen mich halt nicht.
05:24Ich muss erstmal auf meine Beine.
05:26Die lassen mich nicht.
05:27Die lassen mich nicht.
05:47Zack, nicht sexy aber drum.
06:01Ja, da sind sie.
06:04Die Spastiken.
06:05Seht ihr das?
06:06Ja.
06:07Verrückt, ne?
06:08Die Beine funktionieren ja eigentlich nicht, aber sind ja trotzdem da.
06:12Und jetzt entspannen die sich.
06:15Und sind irgendwann von mir bedienbar wieder.
06:17Und das macht es mir so schwer, beim Transfer.
06:20Dass die halt da mitspielen wollen und sowas.
06:23Und mir halt nicht, mir halt den Bauch so festmachen, dass ich halt nicht hochkomme und so.
06:30Und da bin ich halt noch ein Neuling quasi.
06:32Ich wäre halt nicht so richtig, wie ich halt dann, ich muss halt mein Weg finden,
06:35wie ich halt damit umgehen muss und kann, soll, sowas halt.
06:39Ohne ihn, sagt sie, ist dieser Weg nicht vorstellbar.
06:42Seit 14 Jahren sind Michael Seidenbecher und sie ein Paar.
06:46Sie haben in Erfurt ein Haus gebaut, wollen einmal eine Familie gründen.
06:50Michael, selbst sechsfacher Bahnrat-Europameister, ist Polizist wie Christina.
06:56Seit dem Unfall weicht er fast nie von ihrer Seite.
06:59An die Zeit im Krankenhaus, als Christina aus dem Koma erwacht, erinnert er sich noch gut.
07:04Die Frage nach, kann ich laufen oder nicht, kam relativ schnell.
07:11Und da muss man natürlich ehrlich sein.
07:14Und wir waren auch ehrlich.
07:16Also nicht nur ich, auch der Rest ihrer Familie.
07:18Und sie hat das natürlich aufgenommen, weil natürlich am Anfang auch Tränen lassen sich da nicht vermeiden.
07:25Das ist ja ganz klar, bei allen nicht.
07:26Aber, ja okay.
07:28Sie sagte dann zu uns, noch auf der Intensivstation, wir sollen uns keine Sorgen machen, das wird schon alles.
07:34Und das ist dann halt, wo man sagt, sie hat uns da wirklich, also uns teilweise mehr abgeholt, als wie sie irgendwo abgeholt haben.
07:44Und da hat sie auch, obwohl sie ja eigentlich diejenige ist, um die sich gerade alles gedreht hat,
07:47hat sie trotzdem immer versucht uns zu unterstützen.
07:49Und das war beeindruckend, sehr beeindruckend.
07:52Weil das hat uns das so erleichtert alles auch.
07:55Man weiß einfach, dass es gemeinsam im Leben irgendwo immer vorwärts geht.
08:00Und das hat uns nicht aus der Bahn geworfen.
08:03Es gibt wahrscheinlich auch noch andere Schwierigkeiten im Leben, die auf uns zukommen.
08:06Wir wissen einfach, wir haben jetzt das geschafft.
08:07Und was soll dann noch kommen, was wir jetzt nicht mehr schaffen.
08:09Von daher.
08:18Dass Christina mit ihrem Schicksal offenbar so abgeklärt umgehen kann, hängt vielleicht ja damit zusammen,
08:23dass sie schon einmal einen schweren Unfall erlitt.
08:262009, bei dem alles in Frage stand.
08:29Man hat ja vom Ungewissen Angst.
08:31Und vieles kam mir halt leider bekannt vor.
08:34Auch auf den Stationen und sowas.
08:36Und ich habe damals schon gelernt, dass die Frage, warum ich, nicht beantwortbar ist.
08:41Weil es darauf einfach keine Antwort gibt.
08:44Und mich deswegen das in der Verarbeitung auch nicht weiterbringt.
08:48Und deswegen stelle ich mich einfach gar nicht.
08:50Im Dezember 2018 feiert die Sportwelt Christina Vogel gleich mehrfach.
08:56Sie wird Radsportlerin des Jahres und hinter Angelique Kerber Sportlerin des Jahres.
09:02Die Preise erhält sie für ihre sportlichen Erfolge, aber auch dafür, wie sie ihr neues Leben in die Hand nimmt.
09:08Ich denke, heute gehört dir die Bühne, weil du bist ein Vorbild und eine Inspiration für uns alle.
09:15Und deshalb bleib so, wie du bist, bleib genauso positiv. Und ich wünsche dir alles, alles Gute.
09:20Christina Vogel will vor allem eins, selbstständig sein.
09:26Alltägliche Situationen, wie mit dem Auto mal eben schnell tanken fahren, sind für sie ein Kraftakt.
09:32Es dauert einfach, den 12 Kilo schweren, sperrigen Rollstuhl zu verstauen.
09:36Egal, sie hält das aus.
09:38Das Tanken heute ist Premiere.
09:40Und es klappt auf Anhieb. Sogar fast perfekt.
10:05Wieder ein Schritt in die Unabhängigkeit. So.
10:24Jetzt alles wieder von vorne, ne?
10:26Christina Vogel kann ihrer Querschnittslähmung auch Chancen auf neue Möglichkeiten und Ziele abgewinnen.
10:31Bei der Kommunalwahl hat sie sich für die CDU als Kandidatin für den Stadtrat Erfurt aufstellen lassen.
10:37An so ein Amt hätte sie früher nie gedacht.
10:39Nun ist das auch Teil ihres Neuanfangs. Ein Leben, das sich nicht mehr um Medaillen sammeln dreht.
10:45Ich hab halt einfach die Chance, da auszuberechnen aus allem.
10:50Und mich für mich nochmal so neu zu rotieren und einfach drauf zu besinnen, was im Leben wirklich wichtig ist.
10:56Also ich wär halt schön, wenn ich irgendwann mal meinen Rumpf so gut stylisieren kann, dass ich halt schaff, im Alltag mehr oder weniger mit zwei Händen arbeiten zu können.
11:04Und da ist so ein Kochtopf zum Nudeln abgießen doch so ein gutes Ziel, oder?
11:09Wenngleich das nicht in den nächsten Wochen schaffbar ist.
11:12Das ist ein sehr euphorisches Ziel.
11:15Viel weit in die Zukunft, aber es wär mal cool, das zu schaffen.
11:19Es ist ein wenig zu schaffen.
11:20Wir gehen jetzt weiter.
11:21Ich bin jetzt ab und jetzt ein viel zu schwer.
11:22Schaft mit uns in den letzten Wochen zusammen.
11:23Ich bin jetzt ein ganzes Mal bei uns jetzt.
11:24Hast du dich auch auf jeden Fall geschaffen?
11:25Mit dir, was bin ich ab und wieder auf jeden Fall.
11:26Bis zum nächsten Mal.
11:27Ich bin jetzt hier, da was ich jetzt noch vor.
11:28Bis zum nächsten Mal.
11:29Und da ist bis zum nächsten Mal.
11:30Ich bin jetzt am Abend.
11:31Das ist immer so weiter.
11:32Und das ist immer noch denorausend.
11:33Ich bin jetzt noch mal auf.
11:34Und da kommt dann, da wird über die Ecke nicht.
11:35Ich bin jetzt am Grundsonsten.
11:36Jetzt schaffbar?
11:37Und da kann ich wieder öffnen, das ist immer noch einiger Frühling.
11:39Und dann das wird hier nicht so vieles.
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