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  • vor 5 Monaten
Die Rosenheim-Cops (578) Staffel 24 Folge 24 - Hansens neuer Bruder
Die Rosenheim-Cops (578) Staffel 24 Folge 24 - Hansens neuer Bruder
Die Rosenheim-Cops (578) Staffel 24 Folge 24 - Hansens neuer Bruder
Die Rosenheim-Cops (578) Staffel 24 Folge 24 - Hansens neuer Bruder
Die Rosenheim-Cops (578) Staffel 24 Folge 24 - Hansens neuer Bruder

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:00Guten Morgen, Herr Hansen.
00:10Frau Eichner, moin.
00:11Haben Sie gut geschlafen?
00:12Frau Eichner, danke nochmal, dass es mit den Zimmern so spontan geklappt hat gestern.
00:16Na, wenn Sie auch Ihre Wohnung so Hals über Kopf verlassen mussten.
00:19Ein Wasserschaden, haben Sie gesagt.
00:21Ob es ein Wasserschaden wird, weiß ich gar nicht.
00:22Was ich weiß, ist, dass der Mieter über mir die Badewanne hat überlaufen lassen.
00:26Tropf, Tropf.
00:27So ein Schock aber auch.
00:28Wir werden es mitten in der Nacht aus dem Schlaf geklingelt.
00:32So, jetzt brauchen Sie einen guten Kaffee.
00:34Den wollte ich eigentlich...
00:35Na, kommst mit, ich habe alles vorbereitet.
00:39Oder so.
00:41Kommst.
00:43So, die Frau Bader ist auch schon da, die macht mir die Zimmer.
00:46Aber erst braucht es meine Stärkung.
00:48Schönen guten Morgen, Frau Bader, freut mich.
00:49Graus Gott.
00:50So, dann sehen Sie, da gibt es alles.
00:52Semmeln, Brezen, selbstgebrachte Marmelade.
00:55Der Kaffee kommt gleich.
00:56Danke.
00:57Daran könnte ich mich gewöhnen.
00:58Äh, wollen Sie auch ein Brühe-Ei?
01:00Kaffee reicht erst mal.
01:01Brühe-Ei und Kaffee, kommt sofort.
01:07Ach, Herr Schlafzeiten.
01:10Heute geht es aber schon zeitlich los.
01:12In aller Hergut zu früh schon telefonieren.
01:15Kripo-Rusenheim-Apparat-Stockl, grüß Gott.
01:17Viertel?
01:18Ja?
01:19Ja?
01:20Aha.
01:22Ja, verstehe.
01:23Kreis dich doch.
01:25Ja, und wo?
01:27Bitte bleibt ganz ruhig, fasst nichts an.
01:30Wir kommen.
01:32Michi, du kennst doch den Viertel.
01:34Hinterstößer?
01:35Ja.
01:35Von der Verkehrspolizei?
01:36Ja.
01:37Hat er ihn erwischt?
01:38Nein, aber ein Motorradlfahrer und er meint, es handelt sich nicht um einen Unfall.
01:43Sondern?
01:45Mord.
01:45Jetzt können wir loslegen.
01:53Ja, endlich.
01:58Mirjam, heute bist du aber früher dran.
02:00Ja, Entschuldigung, Kilian, aber es gab wieder Laich.
02:03Das hab ich mir fast schon gedacht.
02:04Wo denn?
02:05In Mainz.
02:06In Mainz?
02:07Soweit ich weiß, liegt es doch in Rheinland-Pfalz und da sind wir nicht mehr zuständig, oder?
02:11Also in dem Fall handelt es sich um den Mainzer Weihlaut.
02:14Der ist bei Bad Aibling und das gehört zu unserem Einzugsbereich.
02:17Und deswegen schicke ich dir jetzt gleich die Daten auf dein Handy.
02:20Alles klar, bin schon unterwegs.
02:21Pfiat die.
02:23Frau Hofer, ich muss los.
02:25Einsatz in Bad Aibling.
02:26Aber jetzt haben sie doch noch gar nichts gegessen.
02:28Na mei, dann halt einmal ohne Frühstück.
02:31Wobei.
02:34Alles klar, das finde ich dann schon.
02:36Gut, danke und bis später, Frau Stockl.
02:39So, alles fertig.
02:42Sehr nett, Frau Eichner, aber...
02:44Ich muss los.
02:45Müssen wir jetzt mit dem Ei und dem Kaffee?
02:47Tja, was soll man machen?
02:48Die Pflicht ruft.
02:50Kaffee hole ich mir unterwegs.
02:53Wiedersehen, Frau Bader.
02:55Wiederschauen.
02:56Wiederschauen, Herr Hansen.
02:58Was soll ich jetzt damit machen?
03:00Also das Rührei kann er's gern mir geben.
03:02Wiederschauen, Herr Hansen.
03:18Moin.
03:20Herr Hansen.
03:22Bin ich heute einmal früher dran als Sie?
03:24Kunststück.
03:25Ich habe auch die Nacht in der Pension Eichner verbracht.
03:27Wieso das?
03:28Lange Geschichte.
03:29Kurz gesagt, der Nachbar über mir hat gedacht,
03:32das wäre eine richtig gute Idee,
03:33wenn er sich das Badewasser einlaufen lässt,
03:35während er sich zu einem Nickerchen hinlegt.
03:37Wenn Sie verstehen, was ich meine.
03:38Das ist blöd.
03:39Das habe ich auch gedacht.
03:40Das ist echt.
03:41Moin, Herr Moor.
03:42Parkt man's?
03:43Parkt man's?
03:43Unbedingt.
03:44Mit keinem?
03:45Jawohl.
03:48Danke, Kollege.
03:49Moin.
03:50Moin.
03:51Also, unser Toter ist der Herr Roman Wallner.
03:5451 Jahre alt ist er geworden.
03:57Er ist aus Rosenheim.
03:58Wir haben's heute im Führerschein.
03:59Wir haben's heute im Ausweis.
04:00Verheiratet war mit der Sabrina.
04:02Ebenfalls Wallner.
04:03Kinder haben's keine gehabt.
04:05Wie ist denn ein Hergang gewesen?
04:06Na ja, also, gefunden hat ihn auf jeden Fall der Frau Hinger Jonas.
04:10Der Frau Hinger Jonas hat einen neuen Traktor gekriegt
04:13mit dem ist er heute nicht langgefahren.
04:15Auf einmal sieht er hier diesen Ast.
04:18Schaut er genauer, sieht er da hinten dieses Motorrad.
04:21Schaut er noch einmal genauer, sieht er, dahinter ist ein Leich.
04:24Und dann hat er gedacht, das ist ein Unfall.
04:26Und deswegen waren die Kollegen von der Verkehrspolizei zuerst da.
04:28Genau, der Fährdi-Hinterstösser.
04:30Sie kennen ihn schon, nicht?
04:31Ja, ja.
04:32Du kennst ihn nicht.
04:33Der Fährdi-Hinterstösser, das ist kein Blöder.
04:35Nein, nein.
04:36Der hat gleich gesehen, da ist was faul.
04:38Mhm.
04:39Was denn?
04:40Da.
04:43Ach.
04:45Ziemlich sauber gesägt, he?
04:47Da hat jemand den Ast abgesägt und auf der Straße platziert.
04:50Das ist ja ganz schön perfide.
04:53Irgendeiner, der es auf Motorradfahrer abgesehen hat?
04:55Glaube ich nicht.
04:56Warum nicht?
04:57Da ist nichts los.
04:57Tote Hose.
04:59Du glaubst also, es war ein direkter Angriff auf den Wallner?
05:02Ja, logisch.
05:03Wo ist es denn nachts passiert?
05:04Ich weiß ja nicht, aber Frau Dimas wird es schon wissen.
05:07Gut, gut.
05:07Ja, dann hören Sie sich bitte in den Häusern der Nachbarschaft um.
05:10Vielleicht hat hier jemand das Motorrad gehört oder sonst irgendwas.
05:13Ja.
05:14Vorsicht.
05:22Morgen.
05:23Morgen.
05:24Wie ist die?
05:24Morgen, Elena.
05:26Guten Morgen.
05:27Moin.
05:28Ja, kannst du uns schon was sagen?
05:29Ja, also das Opfer hat mehrere Brüche und mit Sicherheit auch innere Verletzungen.
05:34Aber die Todesursache dürfte ein Bruch der Halswirbelsäule sein.
05:39Da hat ihm leider auch sein Helm nicht geholfen.
05:42Weißt du schon, wann es passiert ist?
05:43Ja, vergangene Nacht, vermutlich zwischen eins und zwei.
05:47Ja, tagsüber hätte er dem Ast wahrscheinlich auch ausweichen können.
05:49Ja, aber warum war er so spät nachts überhaupt noch unterwegs?
05:55Das war gut, Frau Eichner.
05:57Jetzt können wir loslegen.
06:00Trinken Sie ruhig Ihren Kaffee aus.
06:02Ich räume dabei den Tisch ab.
06:09Hier ist das.
06:11Ist was für Eichner?
06:13Jetzt hat der Herr Hansen sein Handy liegen lassen.
06:15Was machen wir jetzt?
06:16Ja, Oro verkönnen Sie ihm da schlecht.
06:19Aber er hat mit einer Frau Stockel telefoniert, bevor er los ist.
06:23Ah, vielleicht ist das eine Kollegin im Kommissariat.
06:26Wissen Sie was?
06:27Ich rufe einfach durch.
06:40Ach, okay.
06:42Kipperußenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
06:44Grüß Gott, Frau Stockel.
06:46Mathilde Eichner hier von der Pension Eichner.
06:48Ja, wie kann ich Ihnen helfen?
06:50Ist denn der Herr Hansen zu sprechen?
06:52Der hat zur Zeit ein Zimmer in meiner Pension.
06:55Wieso hat denn der Herr Hansen ein Zimmer bei Ihnen?
06:58Das wird Ihnen dann selbst sein.
06:59Ich muss Herrn Hansen dringend erreichen.
07:02Der hat sein Handy beim Frühstück liegen lassen.
07:04Ach so, ja, das ist jetzt blöd.
07:06Der Herr Hansen ist mit dem Herr Kaya unterwegs.
07:09Vielleicht probieren Sie es bei dem.
07:10Ah, dann geben Sie mir doch bitte seine Nummer.
07:12011...
07:13Äh, warten Sie, ich brauche noch was zum Schreiben.
07:20Was machen Sie denn da?
07:21Ich suche mein Handy.
07:23Moment.
07:24Ah, nein, ist bei Ihnen.
07:25Telefon.
07:25Kaya?
07:30Mathilde Eichner von der Pension Eichner.
07:32Herr Kaya, geben Sie mir doch bitte den Herrn Hansen.
07:35Ja, mache ich.
07:37Frau Eichner, für Sie.
07:39Aha, danke.
07:41Frau Eichner, Hansen, hier was gibt's?
07:43Herr Hansen, Sie haben Ihr Handy hier beim Frühstück liegen lassen.
07:46Ah, gut, gut, gut, gut, gut.
07:48Ich suche das nämlich schon die ganze Zeit, danke.
07:50Na, vielleicht wollen Sie schnell abholen.
07:51Äh, nein, ich kann jetzt schwer eine Stunde hin und her fahren.
07:54Es reicht, wenn ich es heute Abend habe.
07:55Äh, und wenn jemand für Sie anruft, soll ich dann dem Herrn Kaya Bescheid geben?
07:59Nein, auf keinen Fall, ist nicht nötig.
08:00Da muss der oder diejenige sich in Gedulden, ne?
08:03Wir stecken gerade mitten in Ermittlungen.
08:04Gut, dann bis heute Abend.
08:06Ja, danke fürs Bescheid geben, Frau Eichner.
08:08Bis heute Abend.
08:10Happy End.
08:11Mein Handy ist in der Pension.
08:13Ähm, Herr Hansen,
08:15darf ich die Miriam anrufen?
08:17Ah, sorry.
08:19Kilian, was hättest du denn gebraucht?
08:30Und zwar, bei unserem Toten handelt es sich um Roman Wallner aus Rosenheim.
08:34Schaust du mal, was du über ihn herausfindest, gell?
08:36Ja, Hintergrundrecherche.
08:37Sonst noch was?
08:38Na, danke, das wär's.
08:40Ah, übrigens hat euch die Frau Eichner erwischt.
08:42Ja, ja, hat sie, hat sie.
08:43Hat sie erledigt.
08:43Danke, wiederhören.
08:45Bis spät.
08:47Aufklickt.
08:47Ah, Herr Mohr.
08:50Grüß euch.
08:51Und, sind Sie mit den Anwohnern schon fertig?
08:53Ja, freilich.
08:55Also eigentlich nicht, eigentlich hab ich nur mit den Leuten oben am Hof geredet.
08:58Das ist ein gewisser Josef Lutzenberger und die Theresa, ist seine Frau.
09:02Haben die was mitgekriegt?
09:03Weiß ich nicht.
09:04Aber für jeden Fall die Theresa wäre die Schwester von unserem Opfer.
09:07Ach, dann war ich in der Nacht vielleicht bei denen.
09:11Was wollt ihr dort?
09:12Wollt ihr das nicht selber fragen?
09:14Herr Mohr, Sie werden lachen, das machen wir.
09:16Und zwar jetzt gleich.
09:17Finde ich gut?
09:18Mhm.
09:19Gut, sei ich.
09:20Ja.
09:22Frau Bader, jetzt ruft eine unbekannte Nummer am Handy von Herrn Hansen an.
09:26Ging erst doch ran, Frau Eichner.
09:28Vielleicht ist was Wichtiges.
09:32Eichner am Telefon von Herrn Hansen?
09:35Nein, ich bin die Pensionswirtin.
09:37Der hat sein Handy hier liegen gelassen.
09:40Und Sie sind?
09:42Kai Hansen.
09:43Der Bruder von Herrn Hansen.
09:45Kai Hansen.
09:47In Spanien?
09:49Und was ist Ihnen passiert?
09:52Die haben Sie all seine Sachen gestohlen.
09:54Geh weiter.
09:56Ich werde Sie ausrichten.
09:58Wiederhören.
10:00Jetzt sitzt der arme Kerl in der Fremde ohne Geld.
10:03Was tut er jetzt?
10:04Jetzt ist er bei der spanischen Polizei, um Anzeige zu erstatten.
10:07Mei.
10:08Hoffentlich kein SM-Helfer.
10:10Hoffentlich.
10:11Aha.
10:20Scheinbar gibt es hier mehrere Motorradbegeisterte.
10:26Das ist ja auch eine schöne Gegend für so ein Hobby.
10:29Ich genieße die Landschaft lieber von meinem Boot aus.
10:31Kommissar Kilian Kaya.
10:43Ja, können wir es mit?
10:44So sind sie heute.
10:57Ich kann das gar nicht glauben.
11:00Gestern Abend sind wir noch an dem Tisch beieinander gesessen.
11:03Warum war Ihr Bruder denn bei Ihnen?
11:06Da hat es keinem sonder Grund gegeben.
11:08Mein Schwager, der war früh mit dem Motorrad unterwegs und ab und zu hat er dann bei uns vorbeigeschaut.
11:14Wie lange ist er denn gestern Abend da gewesen?
11:17Oh, so.
11:19Umher eins ist er wieder gefahren.
11:21Ja, kurz danach muss es passiert sein.
11:23Keine 500 Meter von hier.
11:24Sie, wir haben davon überhaupt gar nichts mitgekriegt.
11:28Sagen Sie mal, wenn er öfters zu Ihnen gekommen ist, hat er immer die Straße da hinten genommen, um nach Birch zu fahren.
11:33Ja, schon.
11:34Es könnten also auch andere Leute gewusst haben, dass er öfter mal die Strecke gefahren ist.
11:38Hat er irgendwelche Probleme gehabt?
11:40Hat es Streit gegeben?
11:41Nein, nicht, dass ich wüsste.
11:43Sie, Entschuldigen Sie, warum fragen Sie den so?
11:46War das kein Unfall?
11:48Naja, also für uns sieht das schon noch einer geplanten Tat aus.
11:52Was?
11:52Jemand wollte den Roman umbringen.
11:54Also, dass Ihr Bruder das Ziel war, steht noch überhaupt nicht fest.
11:58Dem Körner ist Motorrad.
11:59Das ist mein Maschin.
12:01Mhm.
12:02Fangen Sie da gelegentlich auch mal den Weg nach Birch?
12:04Feili, fast jeden Tag.
12:06Dann könnte es theoretisch auch jemand auf Sie abgesehen haben.
12:2124 und die 3.
12:24So, jetzt haben Sie auch meine Nummer.
12:25Kann ja nicht jemand ins Telefon von Ihrem Bruder gehen.
12:29Ach, das klingt nach einem guten Plan.
12:31Machen Sie das.
12:32Wieder hören.
12:35Der Kai Hansen ist genauso charmant wie sein Bruder.
12:38Ist er mit seinem Problem weitergekommen?
12:39Na, die Polizei konnte ihm nicht helfen.
12:41Aber jetzt geht er zur deutschen Botschaft und versucht da sein Glück.
12:44Dann hoffen wir ihm mal das Beste.
12:46Wer sollst du den Bildschirm auf mich abgesehen haben?
12:51Du weißt, wer ist, Sepp.
12:54Wen meinst du denn, Frau Lutzenberger?
12:55Sie meint den Bruder, Florian Bruder, Florian Bruder, das ist der Bauer vom Nachbarshof.
13:01Der streitet mit uns schon seit Monaten.
13:03Aha, worum geht's denn da?
13:06Jetzt sag schon.
13:08Dem Bruder gehört ein Waldstöckel.
13:10Und zu dem ist er immer über eine von unseren Wiesen gefahren.
13:13Letztes Jahr haben wir an der Wiese einen Zaun gebaut.
13:15Und jetzt muss er einen Umweg fahren.
13:17Das hat ihm gar nicht gepasst.
13:18Ja, aber deswegen bringt er doch keinen Um.
13:21Gut, dann reden wir mit dem Herrn.
13:24Unbedingt, ja.
13:26Gut, falls Ihnen noch was einfällt, jederzeit.
13:29Ja.
13:30Danke.
13:31Wiedersehen.
13:33Für Gott.
13:34Wiederschauen.
13:35Wiederschauen.
13:40Gehen wir mal davon aus, dass es irgendjemand gezielt auf unser Opfer, den Roman Wallner, abgesehen hat.
13:45Dann hätte der Täter wissen müssen, dass er in der Nacht bei seiner Schwester und seinem Schwager gewesen ist.
13:49Ja, deswegen kommen auch die Lutzenberger selbst jetzt in Frage, weil die haben ja genau gewusst, wann und wie er zurück nach Rosheim gefahren ist.
13:56Ja, aber dann hätte einer von den beiden in der Nacht, während er bei ihm ist, losziehen, den Ast absägen und auf der Straße platzieren müssen.
14:03Auch unwahrscheinlich, oder?
14:04Ja, abgesehen davon, dass die beiden gar kein Motiv haben. Angeblich.
14:08Das hat allerdings der Florian Bruder.
14:10Der hätte dann allerdings den Falschen erwischt.
14:12Richtig.
14:13Na, bis gut, Herrn.
14:15Herr Mohr, ich habe jetzt mit den anderen zwei Nachbarn geredet.
14:18Und?
14:19Keiner was gesehen, keiner was gehört.
14:20Das ist etwas wenig, Herr Mohr.
14:22Was haben Sie über den Florian Bruder vom Nachbarhof rausgefunden?
14:25Der Florian Bruder.
14:26Der Florian Bruder läuft ganz alleine auf seinem Hof und er hat ein unglaubliches Mundwerk.
14:31Und das ist gut so, als nämlich startet den Gott Eibling.
14:34Das würde uns nämlich auch ganz gut passen. Fährst du ihn aufs Kommissariat?
14:37Ja, ausreicht.
14:38Was macht's denn jetzt?
14:39Sind wir neugierig?
14:40Na, voll.
14:41Wir fahren zur Witwe.
14:42Sehr gut.
14:43Bis später.
14:45Bis später.
14:57Ich verstehe.
14:58Damit könnt ihr ihm natürlich nicht helfen.
15:01Aber vielleicht kann ich was machen.
15:03Er soll sich doch gleich nochmal bei mir melden.
15:05Wiederhören, Herr Botschaftsrat.
15:08Wer hat das auch gemacht?
15:09Das war ein Botschaftsrat von der Deutschen Botschaft in Madrid.
15:13Die startet den Kai Hansen mit neuen Papieren aus.
15:17Aber leider wird ihm das nicht viel weiterhelfen.
15:20Und warum nicht?
15:21Na, weil er kein Geld hat.
15:23Kein Telefon.
15:24Das Laptop haben sie ihn auch gestohlen.
15:26Das braucht er zum Arbeiten.
15:28Dann soll ihm sein Bruder was schicken.
15:30Der hat einen Fall, der kommt da nicht dazu.
15:32Und jetzt?
15:32Jetzt übernehme ich das und strecke das Geld vor.
15:38Also, der Kommissar wird einer sicher sehr dankbar sein, wenn sie ihm seinem Bruder so helfe.
15:43Ah, da ist schon der Kai.
15:49Ja, Herr Hansen.
15:51Kein Problem.
15:53Jetzt geben sie mir doch mal ihre Bankverbindung.
15:58Guten Tag, Sabrina Wallner.
16:01Es tut mir leid, ich habe leider gar keine Zeit.
16:02Ich muss gleich das Auto zur Werkstatt bringen.
16:04Was ist denn mit ihrem Wagen?
16:05Ach so, nein.
16:06Das ist ein Mietwagen.
16:08Meiner war die letzten drei Tage zur Reparatur.
16:10Frau Wallner, ich fürchte, Sie müssen sich noch ein bisschen Zeit für uns nehmen.
16:14Ja, Hauptkommissar Hansen, Kripo Rosenlein, mein Kollege Kommissar Kaya.
16:22Kripo.
16:23Ja.
16:24Was denn passiert?
16:26Können wir das vielleicht drin besprechen?
16:34Ich habe mir immer gedacht, dass diese Höllenmaschine ihn einmal umbringt.
16:37Na ja, Frau Wallner, ein Unfall war es nicht.
16:40Also jemand hat einen schweren Ast abgesägt und auf die Straße gelegt.
16:43Wer macht denn so etwas?
16:45Genau, das versuchen wir herauszufinden.
16:48Und Ihnen ist nicht aufgefallen, dass Ihr Mann nicht nach Hause gekommen ist?
16:52Ich war vergangene Nacht bei einer Besprechung in München.
16:55Da es spät geworden ist, habe ich mir ein Hotelzimmer genommen.
16:58Frau Wallner, was machen Sie denn beruflich?
17:00Ich bin Inhaberin eines Architekturbüros.
17:02Wallner Architektur? Haben Sie nicht das neue Konzerthaus in Luzern entworfen?
17:08Das ist eines meiner Projekte, ja.
17:10Schön, schön.
17:12Nur mal zurück zur vergangenen Nacht. Wo waren Sie denn zwischen Mitternacht und zwei Uhr?
17:16Da war ich in meinem Zimmer. Im Hotel Trassenstein.
17:19Allein?
17:20Selbstverständlich.
17:22Und sagen Sie mal, gestern hat Ihr Mann seine Schwester besucht, ja?
17:26Gresi?
17:26Ja.
17:27Warum das denn?
17:28Wundert Sie das?
17:29Die beiden hatten eigentlich wenig miteinander zu tun.
17:37Frau Bader?
17:39Ja?
17:42Ich fahre jetzt schnell zur Bank und überweise das Geld an den Kai Hansen.
17:46Wenn Sie eh in den Stadtteil fahren, dann nehmen Sie doch dem Kommissar sein Handy gleich mit.
17:50Ach, gute Idee.
17:51Nach dem Tod meiner Schwiegereltern haben Resi und Sepp den Hof weiter bewirtschaftet. Mein Mann wurde ausbezahlt.
17:59Ah.
18:00Was hat er eigentlich beruflich gemacht?
18:03Bis vor einem halben Jahr war er Manager bei einem Vermögensverwalter. Dann ist er zu große Risiken eingegangen und hat das Geld seiner Kunden und der Folge auch seinen Job verloren.
18:10Das heißt, Ihr Mann ist gerade arbeitslos gewesen?
18:13Ja.
18:14Hat er Vermögen gehabt?
18:16Nein, nicht mehr. Roman hat auch sein eigenes Geld verspekuliert. Glücklicherweise haben wir getrennte Konten. So war wenigstens mein Geld sicher.
18:24Und womit hat er seinen Lebensunterhalt finanziert?
18:27Ich habe ihn unterstützt.
18:31Unterstützt? Aha. Da lassen sich ja bestimmt Zahlungseingänge auf seinem Konto feststellen.
18:37Das Geld habe ich ihm in Bar gegeben. Die Gläubiger sollten nichts mitbekommen.
18:42Frau Wallner, wenn ich Sie richtig verstanden habe, kann er Sie also Chor nennen? Das wäre sehr wehrwarten.
18:46Nein.
18:48Gut, dann, ja, falls Ihnen noch was einfallen sollte, melden Sie sich bitte her. Unser Beileid nochmal.
18:55Danke.
18:57Grüß Gott. Mathilde Eichner mein Name.
19:12Was kann man denn für Sie tun, Frau Eichner?
19:14Ich wollte kurz zu Herrn Hansen.
19:16Ah, ich glaube, der ist noch gar nicht im Haus, oder?
19:19Was hätten Sie denn gebraucht von ihm?
19:20Ja, der wohnt zur Zeit in meiner Pension und hat sein Handy bei mir vergessen.
19:25Ah, sehen Sie, da kam die Kommissare schon.
19:31Herr Hansen, gut, dass ich Sie treffe.
19:33Frau Eichner, hallo.
19:35Ah, Frau Eichner.
19:37Hey.
19:38Na gut, ich bin nochmal die Damen.
19:40Ja, gut.
19:41So, hier haben Sie Ihr Handy wieder.
19:43Ach, das ist aber lieb von Ihnen.
19:46Dafür hätten Sie nicht extra kommen müssen.
19:47Ja, kein Problem.
19:49Aber die Sache mit Ihrem Bruder in Spanien...
19:51Meinem Bruder?
19:53Ich habe keinen Bruder.
19:54Da hat jemand für Sie angerufen und gemeint, er ist Ihr Bruder Kai Hansen.
20:00Ja, lassen Sie mich raten, der steckt in Schwierigkeiten, braucht dringend Geld.
20:04Das sind betrügerische Anrufe.
20:07Betrüger?
20:08Ja, ja.
20:09Aber Sie sind hoffentlich nicht darauf reingefallen.
20:12Nein, natürlich nicht.
20:13Da bin ich ja beruhigt.
20:15Danke fürs Bringen.
20:16Gerne.
20:16Wir sehen uns.
20:24Hallo, Frau Stockel.
20:25Ah, Herr Hansen, auch schon da?
20:26Ja, ja, ich habe es schon gehört.
20:30Ah, dachte ich nicht.
20:31Ja, schauen Sie mal, hier, das sind die Verbindungsdaten von unserem Opfer.
20:35Aha, irgendwas Interessantes dabei?
20:37Auf den ersten Blick nix.
20:39Vielleicht hat der Täter sein Handy dabei gehabt.
20:43Miriam?
20:44Ja?
20:44Veranlasst du bitte eine Funkzellenabfrage und lässt überprüfen,
20:47welche Handys in der vergangenen Nacht in der Nähe vom Tatort eiglockt waren?
20:51Mache ich.
20:52Zweitens?
20:53Wenn Sie schon dabei sind, überprüfen Sie doch bitte,
20:55wo sich das Handy von Sabrina Wallner befunden hat.
20:57Angeblich war sie zur Tatzeit in München.
21:00Drittens?
21:01Besorg uns doch bitte auch noch Ihre Bankunterlagen.
21:03Sie hat nämlich behauptet, dass Sie Ihren Mann finanziert hat.
21:05Stichwort Bargeldauszahlungen.
21:08Bargeldauszahlungen.
21:09Viertens?
21:11Ja, um Gottes Willen, da seid's ja.
21:13Wo soll man sonst sein?
21:14Ja, der Brutscher wird auf euren Vernehmungsraum.
21:16Gut, dann packen wir's.
21:17Ja.
21:18Danke.
21:19Danke.
21:19Danke, Herr Mohr.
21:21Und fünftens, Michi, für uns gibt's jetzt einen schönen Kaffee.
21:25Das ist aber nett.
21:30Christi.
21:31Moin.
21:31Wird ja auch Zeit.
21:32Wisst ihr eigentlich, mit wem ihr es zu tun habt?
21:36Florian Brutscher, 57 Jahre alt, Landwirt aus Mainz, einem Ortsteil von Bad Aibling, oder?
21:42Sie sind ja ganz so schlaue.
21:45Ich bin aber auch Stadtrat in Bad Aibling und ich werde mich beim Bürgermeister über Sie beschweren.
21:50Gut.
21:51Hauptkommissar Hansen, mein Kollege Kommissar Kaya, damit Sie auch wissen, über wen Sie sich da beschweren müssen.
21:55Fangen wir an.
21:57Herr Brutscher, Sie wissen, warum Sie da sind?
21:59Ja, ich vermute mal, weil es auf der Straße nach Bilch den Motorradfahrer geschmissen hat.
22:03Aber ich verstehe nicht, was das mit mir zu tun haben könnte.
22:07Es ist kein Unfall gewesen, sondern Mord.
22:10Aha.
22:12Und wer ist der Tote?
22:14Roman Weiner heißt er.
22:16Der Bruder von der Resi?
22:18Ach, Sie kannten den Mann?
22:20Wie man sich so kennt.
22:22Herr Brutscher, Ihr Verhältnis zu Ihren Nachbarn soll ja nicht ganz so gut gewesen sein.
22:25Ach, daher wird er finden.
22:34Haben Sie Ihren Bruder vom Hansen-Eus erledigt, frage ich, ne?
22:37Ja, jetzt nur auf, Frau Bader.
22:39Der Herr Hansen hat überhaupt keinen Bruder.
22:41Ach, geh.
22:43Hat er mir selbst gesagt, wie ich ihn im Kommissariat getroffen habe.
22:46Und wer hat Sie noch aufgerufen?
22:48Weiß ich nicht.
22:50Und das Geld?
22:523500 Euro habe ich überwiesen.
22:55Da bin ich wohl am Betrüger aufgesessen.
22:58Aber Sie haben doch mit der Botschaft in Madrid telefoniert.
23:01Ja.
23:02Eben, die werden Sie doch nicht betrügen.
23:05Fragen Sie da doch noch einmal nach.
23:08Ich werde mal bei der Telefonauskunft nachfragen,
23:11dass die mir die richtige Nummer von der Botschaft geben.
23:14Nicht, dass das auch Betrüger sind.
23:17Und dann werde ich mal richtig Druck machen.
23:20Da war doch dieser Polizeichef.
23:23Dem haben Sie doch vor zwei Wochen den Bürgerpreis verliehen.
23:27Wie war da noch einmal sein Name?
23:29Herr Achtziger.
23:46Natürlich hat es mich genervt, dass ich nicht mehr über deren Ihre Wiese zu meinem Wald fahren konnte.
23:51Aber warum sollte ich deshalb den Roman Wallner umbringen?
23:53Herr Brutscher, vielleicht soll es ja gar nicht ihn erwischen.
23:57Der Josef Lutzenberger fährt ja am Motorrad.
24:01Ach so, ihr denkt, ich hatte es auf den Sepp abgesehen,
24:05habe aber aus Versehen seinen Schwager erwischt.
24:08Seid ihr deppert?
24:10Na, na, na, na, na, na, na, jetzt aber, na?
24:12Wo waren Sie in der vergangenen Nacht zwischen, sagen wir mal, 0 und 2 Uhr?
24:16Wo soll ich gewesen sein?
24:17Zuhal?
24:18In meinem Bett?
24:19Mhm, alleine nehme ich mal an.
24:21Selbstverständlich alleine.
24:22Seitdem die Bärbel mir abgehauen ist, kommt mir keine Frau mehr auf den Hof.
24:26Wenn ihr mich fragt, schaut es euch mal die Resi und den Sepp genauer an.
24:31Wie meinen Sie das?
24:32Na ja, die haben im Sommer ihre Viecher immer auf einer Wiese am Beibach stehen.
24:36Und diese Wiese haben es vom Roman Wallner gebachtet.
24:38Ich dachte, sein Erbe wurde ihm ausbezahlt und seiner Schwester gehört das Land.
24:42Na, da seid ihr aber schlecht informiert.
24:45Definitiv hatte er noch eine Wiese am Beibach.
24:47Und die ist vor kurzem zu Bauland geworden.
24:50Mit Sicherheit wollte der Roman Wallner nicht Stelle für Riesis Viecher dorthin stellen.
24:56Herr Prutscher, schauen Sie, jetzt haben Sie uns zum Schluss noch mal richtig weiterhelfen können.
25:00Ja, da kann ich da gehen.
25:01Ja, selbstverständlich, Herr Stadtrat, bitte.
25:04Wiederschauen.
25:05Also, seine Abneigung gegen die Lutzenbergers verbirgt er ja nicht gerade.
25:11Vielleicht wollte er aber niemanden ermorden, sondern dem Josef Lutzenberger nur einen Denkzettel verpassen.
25:17Das glaube ich nicht.
25:18Nee, da.
25:19Auf jeden Fall sollte man mal mit den Lutzenbergers sprechen.
25:21Das ist ja jetzt doch ein Motiv.
25:22Mach mal das.
25:23Wie, nicht hier die Zuständigkeit.
25:31Das höre ich jetzt zum dritten Mal.
25:32Sie wollten doch richtig Druck machen.
25:34Ja, sonst erreichen sie doch nichts.
25:37Jetzt hören Sie mal zu.
25:39Ich bin gut mit Herrn Achtziger, dem Rosenheimer Polizeichef bekannt.
25:44Ich werde mich an ihn wenden.
25:46Und da könnte es sicher sein, dass er das Innenministerium einschaltet.
25:49Gut, ich warte.
25:54Ich glaube, dass er gesessen.
26:05Tag, Herr Lutzenberger.
26:07Was meinen Sie denn noch?
26:09Es geht um eine Weide, auf der Ihre Kühe stehen.
26:12Ja, und was ist damit?
26:13Ja, bei eben dieser Weide handelt es sich nämlich nicht um Ihr Eigentum, sondern um das von Ihrem Schwager.
26:18Ja, und?
26:19Wir haben vom Roman das Land gepachtet.
26:22Er hat damit eh nichts anfangen können.
26:23Das hat sich offenbar geändert.
26:25Die Fläche von Ihrem Bruder ist vor kurzem zu Bauland umgewidmet worden.
26:29Wird wohl nicht mehr allzu lange von ihm genutzt werden können.
26:32Na, dann hätten wir unsere Viecher halt woanders grasen lassen.
26:34Wir haben genug Land.
26:36Das haben Sie einfach so hingenommen.
26:38Ja, mei.
26:39Begeistert waren wir nicht.
26:41Wie groß ist die Fläche?
26:43Das ist gut ein Hektar.
26:44Ja, ein Hektar, der jetzt so Bauland wird.
26:48Muss ja Vermögenwert sein.
26:49Wir haben da nichts davon.
26:51Die weiht die Erbzellfrau und die wird's gewiss verkaufen.
26:55Die was Erbzellfrau?
26:56Die Weide.
26:57Ach, so wirst du es.
26:59Ja gut, oder?
27:00Dann wollen wir Sie mal nicht länger stören.
27:02Wiedersehen.
27:03Sehr gut.
27:04Wiederschauen.
27:04Wiedersehen.
27:14Also hat uns die Sabrina Wallner angelogen.
27:16Bei Ihrem Mann hat's doch was zu holen gegeben.
27:18Aber sie war ja zur Tatzeit in München.
27:20War sie's wirklich?
27:21Und deswegen ruf ich jetzt Frau Stockel an.
27:23Herr Hansen, was hätten Sie denn gebraucht?
27:32Hallo, liebe Frau Stockel.
27:33Ich stelle mal auf laut.
27:35Grüß Sie, Miriam.
27:36Servus, Kilian.
27:37Sagen Sie, sind die Ergebnisse der Funkzellenabfrage schon gekommen?
27:40Ja, Herr Hansen-Sanz.
27:42Moment, jetzt passt's auf.
27:44Und zwar, das Handy von der Sabrina Wallner
27:46war in München eingeloggt im Bereich vom Hotel Trassenstein.
27:50Ah ja, das bestätigt in gewisser Hinsicht ihr Alibi.
27:53Ja, und die Handys, die um den Tatort eingeloggt waren,
27:56sind die vom Roman Wallner?
27:58Macht Sinn.
27:59Von den Lutzenbergers und vom Florian Brutscher.
28:02Ah, die wohnen alle da, ja.
28:04Ja, und sonst keins?
28:05Nein, aber ich hab noch was für euch.
28:07Und zwar hat letzte Nacht um kurz nach eins
28:11der Florian Brutscher die 112 gebildet
28:13und hat aber sofort wieder aufgelegt.
28:15Da schau her.
28:16Das ist ja nicht uninteressant.
28:18Danke, Frau Stockel.
28:19Sehr gerne.
28:21Steckt also doch Florian Brutscher dahinter.
28:23Und als er gesehen hat, dass er den Falschen erwischt hat,
28:26wollte er den Rettungsdienst rufen, hat's aber sein lassen.
28:29Aber Herr Hansen, haben Sie vor einer Stunde nicht noch gesagt,
28:31dass der Mann mit dem Mord nichts zu tun hat?
28:34Herr Kaya, sind Sie Historiker oder Polizist?
28:35Und wenn wir schon da sind, nehmen wir den Brutscher doch gleich mit.
28:39Das machen wir.
28:41Das machen wir.
28:46Ja?
28:49Frau Stockel.
28:53Gerade hat mich der Dr. Lauser König angerufen.
28:56Was wollte er denn?
28:57Er wollte wissen, wer da mit meinem Namen Druck
28:59auf die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Madrid ausübt.
29:04Wie bitte?
29:04Ja, da hat irgendjemand angerufen
29:07und meinen Namen ins Spiel gebracht.
29:09Und was soll das sein?
29:10Ja, das würden der Dr. Lauser König und ich auch gerne wissen.
29:14Haben wir vielleicht gerade irgendwelche Ermittlungen
29:17in Spanien einmal laufen?
29:19Na, nicht, dass ich wüsste.
29:21Dann seien Sie doch bitte so gut
29:22und rufen dort an und fragen, was da los ist.
29:27Herr Achtziger, da, da wische ich heute garantiert niemanden mehr.
29:30Ah ja, stimmt.
29:32Dann erledigen Sie das doch bitte gleich morgen früh.
29:34Morgen früh.
29:35Gut, danke.
29:39Ich war daheim im Bett.
29:41Das habe ich Ihnen bereits gesagt.
29:44Das ist wirklich komisch, Herr Brutscher,
29:45weil um kurz nach eins ist mit Ihrem Handy
29:47der Rettungsdienst angerufen worden.
29:48Ja, Sie haben zwar gleich wieder aufgelegt,
29:50aber der Anruf ist ja trotzdem registriert worden.
29:52Verstehen Sie?
29:52Ja, aber ich habe ja gesehen, dass der tot ist.
29:59Da war ja sowieso nichts mehr zu machen.
30:01Da steckt doch was anderes dahinter, Herr Brutscher.
30:03Ich sage jetzt gar nichts mehr.
30:07Aha.
30:08Gut, dann bleiben Sie selbstverständlich unser Gast.
30:11Horst, bitte.
30:11Ja, Miriam, du bist schon am Aufräumen.
30:19Sag einmal, Kilian, hast du mir auf den Boden geschaut?
30:21Oh, doch schon.
30:22Sagen Sie mal, Frau Stockel,
30:23kennen wir mittlerweile die Vermögensverhältnisse
30:25von Roman und Sabrina Wallner?
30:27Kennen wir nicht, Herr Hansen,
30:28kennen wir morgen.
30:29Die Bank schickt die Unterlagen.
30:31Gut, dass die können, können wir auch,
30:32nämlich Feierabend.
30:33Frau Stockel, schönen Abend noch bis morgen.
30:34Schönen Abend.
30:35Für dich.
30:36Für dich.
30:42Frau Hofer, ich hoffe, Sie haben es schon gegessen.
30:46Keine Sorge, ich bin satt.
30:48Ich war gerade mit ein paar Kollegen aus dem Stadtrat beim Italiener,
30:52aber zu so einem Bierchen sage ich nicht.
30:54Gut, dann nehmen Sie das und ich hole mir gleich eins.
31:00Sagen Sie, stimmt das,
31:01dass der Florian Brutscher verhaftet worden ist?
31:03Wieso?
31:05Kennen Sie den?
31:06Freilich, also der ist ja Stadtrat in Bad Aibling
31:09und ich in Rosenheim,
31:10da laufen Sie schon ab und zu über den Weg.
31:12Und haben Sie mehrere mit ihm zu tun?
31:15Nicht wirklich.
31:16Bei der hockt er im Bauausschuss
31:17und ich bin für Kultur zuständig, wissen Sie?
31:20Bauausschuss?
31:21Also es wird gemunkelt,
31:23dass der Florian Brutscher
31:24öffentliche und private Interessen vermengt.
31:28Verstehen Sie?
31:29Könnte sein,
31:29dass er seinen Einfluss als Stadtrat dafür genutzt hat,
31:32dass aus der Wiesn ein Bauland wird?
31:34Da bin ich leider überfragt, Herr Kaya.
31:37Gut, aber Ihr Bier haben sich verdient.
31:39Ja.
31:40Zum Wohl.
31:41Prost.
31:41Wollen Sie noch einen Schluck, Herr Hansen?
32:02Frau Eichner,
32:03ich wollte gerade gehen.
32:06Aber mein Handy nehme ich diesmal mit.
32:08Nicht, dass Sie nochmal mit meinem Bruder telefonieren.
32:10Ja, Herr Hansen,
32:11das wollen wir wirklich nicht.
32:13Wiederschauen.
32:14Wiederschauen, Herr Hansen.
32:20Frau Walter, guten Morgen.
32:22Trinken wir doch erstmal einen Kaffee.
32:23Na, lass uns den Kaffee.
32:25Ich hab was für Sie.
32:26So.
32:28Ich hab gestern mit meiner Tochter
32:30über ihr Missgeschick geredet.
32:32Und die hat mir einen Tipp gegeben,
32:33wie Sie wieder an ihr Geld käme.
32:34Oh, das ist ja längst in Spanien.
32:36Na, eben nicht.
32:38Überweisungen ins Ausland,
32:40die brauchen einen Tag.
32:42Ja, die Bank kann es sicher noch stoppen.
32:44Das wäre ja großartig, Frau Bader.
32:47Da rufe ich gleich die Bank an.
32:48Ah, der Kaffee.
33:03Herr Achtziger, frisch aufgeblüht.
33:05Sehr schön.
33:07Dankeschön.
33:08Gerne.
33:09So, ich hab jetzt mit der Deutschen Botschaft
33:11in Madrid telefoniert.
33:12Ja, sehr gut.
33:13Und haben die Ihnen sagen können,
33:14wer sich da auf mich berufen hat?
33:16Herr Achtziger, Datenschutz.
33:18Sie haben nur gemeint,
33:18das sind Ermittlungen von der spanischen Polizei.
33:20Das muss jemand hier aus dem Haus gewesen sein.
33:24Aber warum weiß ich davon nichts?
33:26Macht hier ja inzwischen jeder, was er mag.
33:28Herr Achtziger,
33:28ich hab mit allen Abteilungen telefoniert.
33:31Da war es niemand.
33:32Na, vielleicht haben Sie ja nicht richtig nachgefragt.
33:34Ja, jemand von außen kann es ja nicht gewesen sein.
33:38Ja, ist ja gut, Frau Stockel.
33:40Ich mach's selber.
33:46Undank ist der Weltenlohn, ich denke.
33:50Glaubst du das?
33:52Wirklich?
33:56Guten Morgen, Miriam.
33:57Guten Morgen.
33:58Schönen guten Morgen, Frau Stockel.
33:59Guten Morgen.
34:00Ja.
34:01Und, gibt es das Neue zu unserem Fall?
34:03Ja, Herr Hansen, tatsächlich gibt es.
34:05Die Bankunterlagen vom Herrn Wallner sind gekommen
34:07und er hat gut eine halbe Million Schulden gehabt
34:10aus Spekulationsgeschäften.
34:12Oha, da hat sich aber einer sauber verspekuliert.
34:16Halt, das ist noch nicht alles.
34:19Ich hab hier den Ehevertrag von den Wallners.
34:21Die haben Gütertrennung vereinbart.
34:23Aha.
34:24Ja gut, bei den Schulden hätte sie im Falle einer Scheidung
34:26sowieso nichts bekommen.
34:27Im Gegenteil, er war ja auf ihr Geld angewiesen.
34:29Ja, aber der Roman Wallner wollte sich scheiden lassen.
34:32Moment, er wollte sich von ihr scheiden lassen?
34:34Ja.
34:35Dabei lebt man doch auf Kosten seiner Frau,
34:36das ist doch merkwürdig.
34:37Auf der anderen Seite
34:38wird sein Grundstück in Bad Aibling ja jetzt zu Bauland.
34:41Ja, das ist ja ahnicht nix.
34:43Ahnicht nix.
34:44Wie man hier so schön sagt.
34:46Gut, danke Frau Stocker und geben Sie uns bitte Bescheid,
34:48wenn die Bankunterlagen von Frau Wallner da sind.
34:50Bitte.
34:51Ja, wenn ich es hinkriege.
34:52Ach.
34:56Das freut mich aber.
34:58Vielen Dank auch.
35:00Schönen Tag noch.
35:03Stellen Sie sich vor, Frau Bader,
35:04die spanische Polizei hat die beiden Gauner geschnappt.
35:08Und was hat Bank gesagt?
35:09Die überweist das Geld zurück.
35:11Vielen Dank nochmal für Ihren Tipp.
35:13Dann ist ja noch einmal alles gut gegangen.
35:16Und jetzt gehe ich zur Polizei und mache meine Aussage.
35:20Mit einer Mathilde Eichner macht man sowas nämlich nicht.
35:23Sagt sie mal, wie viel Geld will eigentlich die Frau Wallner ihrem Mann geben haben?
35:32Also das haben wir nicht erfragt.
35:35Sie hat nämlich jede Woche 5000 Euro im Bar von ihrem Konto abgehoben.
35:415000 Euro?
35:42Wie lange ist denn das schon gegangen?
35:44Das geht ein knappes Jahr und insgesamt sind da 200.000 Euro zusammengekommen.
35:49200?
35:50Wozu soll denn Roman Wallner so viel Geld gebraucht haben?
35:53Was hat er damit gemacht?
35:55Ich hab da so eine Idee, Herr Hansen.
35:58Und zwar,
36:01die Frau Hofer hat mir nämlich gestern Abend von Gerüchten erzählt,
36:04dass der Florian Brutscher private Interessen mit seinem Amt im Bauausschuss vermischt.
36:08Ach, du meinst mir geht?
36:11Ja, liegt doch nahe, oder nicht?
36:12Ich mein, Roman Wallner ist eigentlich pleite.
36:15Dann wird ausgerechnet seine Wiese zu Bauland und zack, plötzlich will er sie scheinen lassen.
36:21Ja, ja, ja, ja, ja.
36:22Frau Stockel, der Brutscher sitzt doch noch bei uns.
36:26Selbstverständlich. Ich lass ihn hier holen.
36:28Dankeschön.
36:34Sie haben also auch tatsächlich keine Ahnung, wer da...
36:38Ja, gut, dann will ich Sie nicht weiter aufhalten, Herr Schwarz.
36:43Und, äh, nix für ein Gut.
36:44Wieder dann.
36:46Herr Rhein?
36:48Grüß Gott, Herr Achtziger, darf ich Sie kurz sprechen?
36:53Mathilde Eichner.
36:55Ich bin zur Zeit die Pensionswirtin von Herrn Hansen.
36:58Äh, sehr erfreut, Frau Eichner, aber ich habe jetzt wirklich im Moment keine Zeit.
37:03Söhnen Sie endlich mal in echt zu sehen.
37:06Ich kenne Sie ja sonst nur aus der Zeitung.
37:07Ja, äh, um was geht's denn?
37:12Zwei Betrüger haben versucht, mich um mein Geld zu bringen.
37:16Aber dank unserer Botschaft in Madrid und der spanischen Polizei konnte ich den beiden das Handwerk legen.
37:23Die Botschaft in Madrid.
37:26So, Herr Brutscher, nehmen Sie bitte Platz.
37:31Moin, Herr Brutscher.
37:32Bitte.
37:33Danke, Herr Mohr.
37:34Sehr gern.
37:36Herr Brutscher, Sie leiten doch den Bauausschuss von Bad Aibling.
37:40Ja, und?
37:42Und dieser Ausschuss entscheidet doch darüber, ob ein Grundstück zu Bauland wird.
37:48Was soll das jetzt?
37:49Es geht im Speziellen um die Wiese vom Roman Wallner.
37:54Die ist jetzt auf einmal das zigfache wert.
37:56Ist da vielleicht was für Sie drin gewesen?
37:58Sö, was wolltest du denn ihr mir da unterstellen?
38:02Worauf mein Kollege hinaus will, wenn wir jetzt ihren Hof durchsuchen lassen,
38:05werden wir da eine große Menge Bargeld finden, dessen Herkunft Sie uns nicht erklären können?
38:10Es geht um Mord, Herr Brutscher.
38:14Also gut, ich sag mal so.
38:17Der Wallner hat mir ein bisschen Geld gegeben, damit ich ihm dabei unterstütze, dass seine Wiese Bauland wird.
38:24Mhm, und dann ist wegen der Summe zum Streitkimmer und Sie haben ihn umgebracht.
38:28Das ist ja schon mal drin.
38:29Damit schneide ich mir doch ins eigene Fleisch.
38:31Ja, so gesehen haben Sie sogar recht, Herr Brutscher.
38:35Dann kann ich ja gehen.
38:36Ja, Moment, nicht so schnell.
38:37Der Kollege Mohr wird Sie jetzt zum Dezernat für Wirtschaftsdelikte begleiten.
38:41Ich kann mir vorstellen, dass die Kollegen sich da unheimlich gern mit Ihnen unterhalten würden, Herr Stadtrat.
38:46Und jetzt gehen wir.
38:51Noch Ihnen?
38:53Wiedersehen.
38:57Dann ist das Ganze ja Gott sei Dank nochmal gut gegangen.
39:00Aber, Frau Eichner, bevor Sie das nächste Mal gegenüber irgendeiner Behörde meinen Namen verwenden, fragen Sie mich, ja?
39:10Das mache ich, Herr Achtziger.
39:12Herr Rhein?
39:14Frau Stockel.
39:15Also, Wiederschauen, Frau Eichner.
39:17Wiederschauen, Herr Achtziger.
39:19Ah, Frau Eichner.
39:20Grüß Gott, Frau Stockel.
39:21Hat Ihnen eigentlich schon mal jemand gesagt, was Sie für einen tollen Chef haben?
39:26Wenn man in Spanien seinen Namen hört, stehen Sie alle sofort gewehrt bei Fuß.
39:32In Spanien?
39:34Mhm.
39:34Bei der Botschaft und bei der Polizei.
39:37Aha.
39:38So, jetzt will ich Sie aber nicht länger aufhalten.
39:41Wiederschauen miteinander.
39:42Wiederschauen.
39:43Wiederschauen.
39:43Herr Achtziger.
39:49Ja?
39:50Dann war das also doch niemand aus unserem Haus her, der Ihren Namen in Spanien ins Spiel gebracht hat?
39:55So ist es, Frau Stockel.
39:57Folglich habe ich bei den Kollegen richtig nachgefragt.
40:01Das haben Sie, Frau Stockel.
40:03Aber das mit der Frau Eichner konnte ja wirklich niemand ahnen.
40:07Aber ich hätte es ahnen sollen, oder wie?
40:09Nein.
40:10Selbstverständlich nicht, Frau Stockel.
40:11Wieso hat die eigentlich bei der Botschaft angerufen?
40:15Ja, gute Frage.
40:16Ich werde jetzt den Dr. Lauser König anrufen und ihm alles erklären.
40:20Und Sie können bitte gerne zuhören.
40:26Also hat die Sabrina Wallner letztlich mit ihrem Geld dafür gesorgt,
40:30dass aus der Wiesn von ihrem Mann ein Gold krugen wird?
40:32Ja, und jetzt, wo es soweit ist, wollte ihr Mann sich scheiden lassen.
40:35Blöd.
40:36Das ist nämlich ein starkes Motiv.
40:37Sie ist aber zur Tatzeit in München gewesen.
40:39Ja, aber Herr Kollege, nur weil Ihr Handy sich nicht am Tatort eingeloggt hat,
40:42heißt das nicht, dass sie nicht da war.
40:44Nur, wie beweist man das?
40:50Sie hatte doch einen Mietwagen.
40:51Frau Wallner, Sie haben sich schon recht geschickt angestellt,
41:03als Sie Ihren Mann umgebracht haben.
41:04Was erlauben Sie sich?
41:06Es sollte nach einem Unfall ausschauen.
41:07Und dazu haben Sie sich ein Alibi verschafft.
41:09Ihr Handy.
41:10Das haben Sie in München liegen lassen, ne?
41:12Damit es die ganze Nacht über eingeloggt ist.
41:14Ich war ja auch in München.
41:16Wussten Sie, dass Mietwagenfirmen Ihre Fahrzeuge häufig mit GPS-Trackern ausstatten?
41:20Frau Wallner.
41:21Und zufälligerweise auch die Firma, wo Sie das Auto gemietet haben.
41:25Schauen Sie mal, die waren so freundlich und haben uns die Daten von der Tatnacht geschickt.
41:29Ich habe dafür gesorgt, dass Roman endlich wieder zu Geld kommt.
41:39Sie haben Florian Brutscher bestochen, damit er dafür sorgt, dass die Weide von Ihrem Mann erbauland wird.
41:44Aber kaum war es soweit, wollte Ihr Mann sich scheiden lassen.
41:47Und Sie wären leer ausgegangen, ne?
41:48Hätte ich mir das denn gefallen lassen sollen?
41:50Nicht mit mir.
41:50Gut, Frau Wallner, dann sind Sie jetzt vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachtlichen Ehemann Roman Wallner am Rode zu haben.
41:58Sabine, bitte.
42:00Kommen Sie mit mir.
42:01Scheint so, als Kenner die Lutzenbergers ihre Kür auf der Weide stehen lassen.
42:15Tja, wie sagt man so schön, meins bleibt meins.
42:18Kommen Sie mit mir.
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