- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:01Musik
00:03Musik
00:14Musik
00:16Musik
00:20Ja?
00:24Sommerfest und Sonnenschein
00:26Und dann bin Präsidium hier zufrieden
00:30Was brauch ich denn zum glücklich sein?
00:33Ein Präsidium ein
00:36Frau Stockel, haben Sie hier einen 80er gesehen?
00:38In seinem Büro ist er nicht
00:39Der ist noch außer Haus, der kommt erst mittags wieder Termine
00:42Dann reservieren Sie mir doch bitte auch einen, um 12
00:45Ich muss ihn dringend sprechen wegen des Sommerfest
00:47Äh, unsern? Äh, vom Präsidium?
00:4912 Uhr
00:56Kripo Rosenheim Apparat Stock
00:58Michi
00:59Was, ein Mord?
01:01Ja, gleich
01:02Du, pass mal auf
01:03Mit unserem Fest, da ist was im Busch
01:07Überstunden, du?
01:08Ja
01:10Ja, ich würde auch gerne meine Überstunden abfahren
01:13Du, Liga, was?
01:14Nachts im Stadtrat noch was anderes aus dem Café dringen
01:19Aua!
01:20Sag einmal
01:21Das war doch die Wahrheit
01:25Telefon
01:25Dienstig
01:28Michi
01:29Was gibt's?
01:30Ausnahmsweise tue ich mir Überstunden abbehalten
01:33Wo?
01:36Ist gut
01:36Bin gleich da
01:37Was?
01:38Was?
01:40Was?
01:41Was?
01:47Was?
01:53Was?
01:55Was?
01:56Was?
01:57Was?
01:57Der Kollege
01:58Gestern bis elf noch im Büro und jetzt schon hier
02:01Respekt
02:02Ihnen auch einen schönen guten Morgen, Herr Lied
02:04Morgen
02:05So, könnt ihr euch ein bisschen beeilen, bitte
02:07Ich hab nämlich am Mittag frei und möchte noch gerne zum Schaft kopfen
02:10Ja, dann
02:11Dann schießen Sie los, wenn Sie pünktlich an die Karten wollen
02:13Jo
02:13Also, der Tote heißt Hubertus Schober
02:16Laut Pass war er wohnhaft in Köln
02:18Hier ist er Pensionsgast gewesen und gestern um 14 Uhr angereist
02:22Und schon ermordet?
02:23Ja mei, Rosenheim halt
02:25Das ist ein Auto
02:27Grüß euch
02:28Morgen
02:29Hat die Wirt in einen Fremden reinkommen sehen?
02:31Nein, die hat oben Karten gespult in ihrer Wohnung
02:34Mit ihren Freundinnen und die können das auch bestätigen
02:36Das ist die Frau Gabisberger
02:38Danke für die Hilfe
02:40Äh, andere Gäste vielleicht?
02:42Nein, gibt's keine
02:43Die Nachbarn haben auch nichts gesehen
02:44Und wann hat sie den Herrn Schober das letzte Mal gesehen?
02:47Sch, das war gestern Abend gegen 18 Uhr
02:51Da ist er nämlich zurückgekommen und hat gebeten, ob er das Zimmer noch für eine Nacht haben könnte
02:55Weißt du warum?
02:56Nein
02:58Das hat er nicht gesagt
02:59Aber die Frau Gabisberger hat gemeint, dass er sehr verstört gewesen ist
03:03Und woher ist er zurückgekommen?
03:05Das hat er auch nicht gesagt, aber ich glaube von Rosenheim
03:08Er hat nämlich gemeint, dass er dort einen Verwandten suchen muss
03:12Er ist nämlich ein Ganealoge
03:13Ein Ganealoge
03:15Ein Ahnenforscher
03:17Familienforscher
03:18Genau
03:19In der Genealogie geht es nämlich um Vorfahren, Nachfahren und Verwandte
03:23Sie kennen sich wohl damit aus?
03:25Mhm
03:26Naja, ich hab mal was drüber gelesen
03:29Anscheinend ein sehr gefährliches Hobby, ne?
03:31Ja, der Täter hat ihn erschlagen, keine Kampfspuren
03:35Wissen Sie schon was über die Kartoffeln?
03:36Dazu muss ich mir die Wunde erst genauer anschauen
03:38Aber wie ich Sie kenne, kennen Sie bestimmt die Tatzeit zumindest ungefähr
03:44Der Körpertemperatur nach war er vor 14 Stunden plus minus eine
03:48Äh, also sprich zwischen 18 und 20 Uhr
03:52Könnte passen
03:53Auf Wiedersehen meine Herren
03:54Ja, wunderschön Frau Doktor
03:57Wie ist er?
03:58Karl 1, was habt ihr gefunden?
04:00Ich will noch ein paar Finger abdrücken, da müssen wir noch auf der Suche werden
04:02Ich hoffe, wie immer
04:03Mich hast du schon kontrolliert, ob er telefoniert hat?
04:05Ah, das ist richtig normal, ich bin schon weg
04:08Äh, sag ich mal in der Brieftasche hier
04:10War da Geld?
04:12Ne
04:12Hast du sonst irgendwo Bargeld gefunden?
04:16Und der Computer fehlt
04:17Auf jeden Fall steht der Drucker sehr einsam da
04:20Und hier das Kabel
04:21Denken Sie, das ist ein Rauchmatter?
04:23Oh, das sollte so aussehen
04:25Ich meine, reiche Opfer wird der Dieb in so einer Tension wohl kaum erwarten können
04:29Hm
04:30Okay, dann schauen wir uns erstmal den Wagen an, was?
04:32Genau
04:33Also die Tankquittungen sind aus Köln von vor drei Tagen
04:36Und die ist aus Leipzig von gestern früh
04:39Also von Köln nach Leipzig, von Leipzig nach Rosenheim
04:41Ja, vielleicht hilft uns ja das Navi weiter
04:43Mhm
04:44Habt ihr das Navi schon überprüft?
04:47Freilich, bin grad dabei
04:48Schau rüber, dann zeig ich's dir
04:53Also, vom Zimmer aus hat er nicht telefoniert, sagt die Gadesbergerin, sie hätt's überprüft
04:58Soll ich bei Handy?
04:59Im Zimmer war keins
05:00Ich frag immer bei den Anbietern nach
05:02Aber das mach ich vom Büro, als wenn der endlich wegkommt
05:04Das macht mich
05:05Die Karten warten
05:08Elisabeth, schau mal her
05:09Wir fahren jetzt in die Rathausstraße Nummer 5
05:11Der ist ein Startaktiv
05:13Achso
05:14Jedenfalls war das das letzte Ziel, was er eingegeben hat
05:16Mhm
05:17Michi
05:18Sei so gut und tu mir dich um meinen Wagen, ich fahr mit mir mit
05:21Wir sollen ihn vielleicht waschen auch noch
05:23Das ist eine gute Idee
05:33Na, habt ihr in Göttingen auch so eine schöne Startaktiv?
05:37Ha, viel besseres
05:39So
05:42Aber unsers ist geschichtsträchtiger
05:44Das ist typisch
05:51In der Postel flitten Sie dort hin
05:52Danke dir
05:56Herr Postel?
05:57Ja?
05:59Hofer, Kripo Rosenheim, das ist mein Kollege Hauptmann, das ist an Lint
06:02Die nette Dame davon hat gemeint, dass wir bei Ihnen sicher richtig werden
06:07Warum?
06:08Äh, ein Herr Schober war gestern hier, haben Sie den vielleicht getroffen?
06:13Wir haben telefoniert
06:16Was ist denn los?
06:17Herr Schober ist am Morgen
06:18Der Schober?
06:22Das ist ja schrecklich
06:25Und dabei wollten wir uns gestern Abend noch treffen
06:27Weil er gerade in Rosenheim war
06:30Woher haben Sie ihn gekommen?
06:32Ähm, aus einem Internetforum für Genealogie
06:36Ich bin Genealoge
06:38Bevor er herkam, hat er mich noch gefragt, ob ich ihm eine billige Unterkunft empfehlen kann
06:43Das habe ich gemacht
06:45Und?
06:46Ich meine, haben Sie ihn getroffen?
06:48Nein, er hat mir eine Nachricht auf Mailbox hinterlassen, dass er früher abreisen wollte
06:52Da haben wir ganz andere Informationen
06:55Angeblich wollte er sogar länger bleiben
06:57Aha
07:00Ja
07:02Kann ich auch nicht erklären
07:06Wir dachten, dass er hier war
07:08Vorsicht, bitte
07:10Entschuldigung
07:11Bei mir nicht
07:13Vielleicht war er unten an der Pforte
07:15Aber der Eingang wird um fünf geschlossen
07:18Wenn ich hier bei den alten Akten bin, höre ich die Klingel nicht
07:20Und gestern waren Sie bis abends hier
07:23Ja, ja, so bis um neun
07:27Wissen Sie vielleicht, wen oder was Herr Schurber hier in Rosenheim gesucht hat?
07:31Ja, einen entfernten Nachkommen seines Ur-Urgroßvaters hat er mir geschrieben
07:38Wissen Sie, ob er auch in Leipzig Verwandte gehabt hat?
07:41In Leipzig?
07:42Ja, dort hat er erfahren, dass der Verwandte jetzt in Rosenheim lebt
07:46Mehr weiß ich aber auch nicht
07:49Na, den Namen des Verwandten vielleicht
07:51Den wird er doch wohl in seiner E-Mail erwähnt haben, oder?
07:55Ja, ja, natürlich
07:57Kuhn
07:58Albrecht Kuhn
08:34Sie wünschen?
08:35Sie wünschen?
08:35Hauptkommissar Lindt, Kripo Rosenheim, das ist mein Kollege Herr Hofer
08:38Bis kurz
08:39Wir wünschen Ihnen, Kuhn zu sprechen
08:44Wer sind Sie mir nicht, Frau Anders?
08:46Die Aushälterin
08:48Ober, Ober, Marlies
08:53Er steht meistens spät auf
08:55Ich bin neidenswert
08:56Sagen Sie, die beiden Damen, die gerade gefahren sind, wer war das eigentlich?
09:00Ähm, Nadja und Janett, glaube ich
09:02Und was haben die hier gemacht, wenn ich fragen darf?
09:05Ihre Arbeit
09:06Sie sind vom Begleitservice, Eva, alles seriös natürlich
09:09Natürlich
09:11Könnten wir Herrn Kuhn trotzdem schon sprechen?
09:14Ich sage Ihnen Bescheid, sein Frühstück wartet auf ihn auf der Terrasse
09:17Das machen wir dann freilich auch noch
09:20Ähm, dürfte ich für Herrn Kuhn fragen, warum Sie kommen?
09:24Das haben wir dann lieber persönlich
09:27Danke
09:37Ja?
09:41Eine Unterschrift, bitte
09:45Mein Gott, kein Stift
09:46Moment
09:50Was für Wetter, Herr
09:51Hoffentlich Holz bis zum Wochenende, ich meine fürs Fest
09:55Zufällig reden wir gerade darüber
09:56Wirklich?
09:57So war es nicht?
09:58Ja, aber das Wetter ist ja eigentlich egal, weil wir feiern ja eh drinnen
10:01Wenn wir feiern
10:03Was?
10:04Ja, das Ministerium stoppt ab sofort die Finanzierung von Vergnügungsfeiern
10:09Der Erlass kam heute früh
10:10Ja, aber es gibt doch Sponsoren
10:14Das könnte nach Korruption riechen
10:16Da müssen wir sammeln
10:17Nein
10:18Da müsste dann jeder 20, 30 Euro dazugeben
10:21Ich kann mir nicht vorstellen, dass da alle mitmachen
10:22Außerdem ist das keine Privatväter, sondern ein offizielles Fest für die Mitarbeiter der Polizei
10:29Nein, Frau Stockler, mein Stift?
10:31Ach so, ja
10:33Bitte schön
10:34Danke
10:40Mich!
10:42Wir sabotieren unser Sommerfest
10:44München hat alle Gelder gestrichen
10:46Es ist nichts mehr da, sagt München, behauptet der Achtziger
10:48Aber das lassen wir uns nicht bieten
10:51Wir gehen selber sammeln
10:5220 Euro für jeden
10:55Das heißt, ich geh sammeln
10:58Logisch
10:59Sag einmal, was machst du eigentlich an meinem Computer?
11:02Recherche
11:05Genealogieservice Rosenheim
11:07Unser Opfer hat da gestern angerufen, sagt die Telefongesellschaft
11:12Mich schau, da kann man für nur 10 Euro herausfinden, ob man adelig ist oder so ähnlich
11:17Bitte, die sind doch lauter Glauner, glaubst du doch nicht, dass die bei dir ein blaues Brot finden
11:22Aber natürlich, wenn du zu viel Geld hast
11:26Schleich dich, Graf Mohr, und tu schön sammeln
11:28Sehr wohl
11:32Der Fliegengauner
11:34Das ist ein Rosenheimer, der macht sowas nicht
11:37Da bin ich dabei
11:40Die Herren von der Polizei
11:43Sie war's
11:46Entschuldigen Sie meinen Aufzug
11:49Albrecht Kuhn
11:50Hauptkommissar Lindh, mein Kollege Herr Hofer
11:53Grüß Gott
11:55Verkehrsunfall
11:56Lange her, aber immer noch gruseligern zu sehen, was?
11:59Frühstück?
12:00Nein, nein
12:00Danke
12:01Dann Mokka
12:02Latte, Espresso vielleicht
12:04Danke, es geht um Herrn Schober
12:07Der Ahnenforscher, ja
12:08Was hat er denn angestellt?
12:12Er ist ermordet worden
12:16Ich bin nicht zu fassen
12:19Ich bin nicht zu fassen
12:19Ja, Tüte und Service
12:20Dabei war er gestern noch hier
12:22Wann genau?
12:26Am Nachmittag
12:27Irgendwann so
12:29Weiß ich nicht
12:30Maris?
12:32Eingetroffen ist er um 15.10 Uhr
12:34Ja, wir haben so zwei, zweieinhalb Stunden miteinander gequatscht
12:38Er musste dann gehen, ich hab Besuch bekommen
12:39Von wem?
12:40Ach, zwei reizende Damen
12:43Ach, die beiden die gerade, ähm
12:46Nadja und Janett
12:49Und Sie sind verwandt mit Herrn Schober
12:52Über tausend Ecken
12:53Für mich überraschend
12:54Ich dachte mir, ich hab keine Verwandten mehr
12:56Hier hat er alles zusammen geforscht
12:58Aus dem Computer ausgedruckt
12:59Namen, Beziehungen
13:01Da steh ich und da steht er
13:04Drum war er hier, um seinen Verwandten kennenzulernen
13:06Mich
13:07Und worüber haben Sie so geredet?
13:09Wie ist das, unser Leben
13:11Klassische Musik natürlich
13:13Wieso natürlich?
13:14Schober hatte eine Musikhandlung
13:15Da hatten wir gleich einen guten Draht zueinander
13:17Na ja, und Sie sind Musiker
13:19Ach, das wissen Sie denn?
13:21Sonst stattbekannt
13:22Ich war Musiker
13:24Klassischer Pianist
13:25Vor der Wende in Leipzig
13:27Hab sogar eine Platte aufgenommen
13:29Leipzig?
13:30Ja, aber seitdem das mit der Hand passiert ist
13:33Geht das ja nicht mehr
13:34Ja, aber Sie waren anscheinend sehr erfolgreich
13:39Das hab ich alles geerbt
13:41So geht's ja
13:43Als der Herr Schuber hier war
13:45Hat er da irgendwas Auffälliges erzählt
13:47Dass er vielleicht bedroht wird oder ähnliches?
13:50Nein, nicht dass ich wüsste, Marlies
13:53Nein
13:54Ja
13:56So gern wir helfen würden
13:58Aber für das Begräbte
13:59Komm ich natürlich auf
14:00So als
14:02Verwandter
14:04Schön
14:05Dürfte ich mir das ausleihen
14:06Herrn Schobers Unterlagen sind offenbar gestohlen worden
14:08Danke
14:08Ja, und dann müssten wir noch wissen, wo Sie beide gestern Abend waren
14:14Also ich hab für die Gäste gekocht
14:16Und für Herrn Kuhn natürlich
14:18Und ganz hervorragend, weil ich das bemerkt habe
14:21Also waren Sie hier
14:23Herr Lind
14:25Ich hatte Damenbesuch
14:27Waren in der Bibliothek
14:32Naja, zumindest kennen wir jetzt Schobers Tagesablauf
14:34Wenn keiner gelogen hat
14:35Wenn
14:36Also um 14 Uhr erreicht er die Pension
14:38Und um 15 Uhr ist er hier
14:40Nach ca. 2,5 Stunden fährt er dann zum Stadtarchiv
14:43Und dort zurück zur Pension
14:45Da kommt er um ungefähr 18 Uhr an
14:46Wo er in den nächsten beiden Stunden ermordet wird
14:49Die Frage ist nur warum
14:53Lind
14:55Ah, ja ist gut, wir kommen zurück
14:57Der Herr Mohr weiß es vielleicht
14:58Der Michi
15:00Schlangs, der wird immer unheimlich
15:09Also Folgendes
15:10Auf Schober seinen Namen ist ein Handy angemeldet
15:13Und damit hat er gestern Abend zwei Telefonate geführt
15:15Das erste ist gegangen zu einem gewissen Udo Postl
15:19Davon wissen wir
15:20Der Ganealoge
15:22Genealoge
15:22Anwendforscher
15:23Familienforscher
15:24Ja, das auch
15:25Ja, also das war der Anruf im Viertel nach sechs
15:27Aber der zweite Anruf
15:29Der hat er bei uns angerufen
15:31Also unten bei den Kollegen
15:32Und laut Anrufprotokoll hat er gesagt, dass er einem Betrüger auf der Spur ist
15:36Und der darf sich nur mal melden
15:37Herr Michi, du kannst gleich mal den Hartler anrufen, ob die beim Betrug los haben
15:41Ja, ist recht, aber zuerst kriege ich noch von jedem von euch 20 Euro fürs Sommerfest
15:45Müssen wir heuer selber zahlen
15:47Wie bitte?
15:48So weit sind wir schon
15:50Das hat sich in 25 Jahren nicht gegeben, da mach ich schon aus Protest nicht mit
15:53Gut, wird notiert
15:55Was?
15:56Ja, der Stockler hat gesagt, wenn nicht alle mitmachen, dann reicht es nicht
15:59Und jetzt werden alle Nichtzahler von Ihnen noch einmal verständigt bei hausinterner Rundmehl
16:04Sag einmal, das ist ja Erpressung
16:06Vollkommen richtig, aber das ist mir wurscht, den Betrug hat die Frau Ortmann angeordnet und ich will jetzt endlich zum
16:11Schafkopfer
16:12Das ist ja recht
16:14Sag einmal, da gibt kein Wechsel geht
16:17Ja, dann geben Sie mir irgendwann mal 30 zurück
16:19Ja
16:19Und die Frau Ortmann hat das angeordnet, glaub ich auch nicht
16:22Tja
16:24Doris, Servus, ich bin's
16:26Du, pass einmal auf, die Auswertung von meinem Stammbaum ist gerade gekommen
16:32Ja, und Sie sprechen von positiven und durchaus überraschenden Ergebnissen
16:37Ja, aber die brauchen jetzt nur noch ein Upgrade von mir
16:40Was?
16:41Wie viel das kostet?
16:4379 Euro
16:45Selbstverständlich weiß ich um die knappen Finanzmittel
16:47Aber bitte bedenken Sie
16:49Unsere Leute arbeiten hart und dieses Sommerfest soll der Motivationsbereitschaft eben nicht dem reinen Vergnügen
16:56Ja, bitte prüfen Sie das
16:58Wissen Sie, es geht schon in der Billigschaft
17:02Und das sollte man nicht unterschätzen
17:24Wo ist denn der Michi?
17:26Auf dem Nachhauseweg
17:28Wie viele hier, außer mir
17:29Ja, da halten Sie ihn auf
17:31Der muss unbedingt mit der Nadja und der Jenny nach oben
17:33Und warum sollte er das machen?
17:36Verstockl, sagen Sie es ihm einfach, ja
17:38Ja, aber was ist, wenn er mich fragt, wieso, weshalb, warum, wer ist das?
17:42Also gut, er muss das Alibi vom Kuhn überprüfen
17:45Die Damen sind vom Begleitservice Eva
17:47Und was ist mit seinen Überstunden?
17:50Das ist doch quasi wie Überstundenausgleich
17:56Übrigens, der Bericht von der Spurensicherung ist gekommen
17:59Und, haben Sie gelesen?
18:00Nein
18:01Selbstverständlich
18:02Keine Täterrelevanten Fingerabdrücke am Tatort
18:05Der Täter muss also Handschuhe getragen haben
18:07Ja, danke, wirst du das
18:08Die Frau Dr. Kern hat angerufen, die hat gesagt, dass sie was Auffälliges am Kopf des Toten entdeckt hat
18:14Nur, im Labor ist halt keiner mehr
18:16Warum?
18:17Weil die pünktlich nach Hause gehen dürfen, im Gegensatz zu mir
18:20Tja, Frau Stockel, das Leben ist kein Ponyhof
18:26Mir ist zu Ohren gekommen, dass Frau Stockel mit einem gewissen Nachdruck Geld sammelt
18:30Und mir ist zu Ohren gekommen, dass diese Idee von dir stammt
18:34Was? Quatsch
18:36Das Sommerfest ist eine offizielle Veranstaltung der Behörde
18:38In dem Fall der Polizei Rosenheim, als Teil der Polizei Bayern
18:41Kann man nicht einfach hingehen und Geld einsammeln und dann unter dem Signier der Polizei feiern
18:46Weil?
18:47Weil es keine Privatangelegenheit ist
18:48Aha
18:50Ja
18:51Du hast Farbe abbekommen
18:53Naja, ich weiß
18:54Ziemlich sonnig draußen
18:55An den Hemden
18:58Na, na prima
18:59Hilft man einmal einer Kontrolle, dann schon hat man drei Gramm Finger
19:04Fertig
19:05Danke
19:05Bitteschön
19:06Sprechst du mit Frau Stockel?
19:08Ja, ja
19:09Danke
19:12Ja, wieso, Schatz?
19:14Wie sieht das aus?
19:17Was schaut wie aus?
19:18Na, der Herr Mohr war bei den beiden Damen, Nadja und Janet
19:22Und?
19:22Mein Herr Lind, wenn ich das Ganze noch einmal erzählen muss, ich gebe nicht zum Schafkupfer
19:26Die Kurzfassung ist mir eh lieber, Herr Mohr
19:29Also, die Nadja und die Janet, die haben das Alibi vom Kuhn bestätigt
19:33Sie waren tatsächlich an dem Abend bei ihm, das Essen war aber grottenrecht
19:37Sonst sind sie eigentlich die zwei ausgesprochen netten Damen
19:39Also, die zwei ausgesprochen netten Damen tun mir schon sehr leid, wenn das Essen nicht ihren Erwartungen entsprochen hat
19:45Ja, du, das kann furchtbar sein, ich wollte neulich Pöfflamotte essen beim Oberwirten
19:49Michi, willst du nicht los?
19:51Gut, wenn ich...
19:5240!
19:54Tja, das Problem ist, dass der Kuhn Stammkunde war bei dem Eskort Service und bei den beiden Damen
20:00Einem Stammkunden bestätigt man alles
20:06Grüße
20:07Du, sag mal, du kennst dich doch aus hier im Rosenheimer Nachtleben, oder?
20:11Ja, da bin ich unter anderem auch Profi
20:14Was gibt's?
20:16Danke
20:16Na ja, es gibt einen Eskort Service, Eva, da gibt es zwei Damen, Nadja und...
20:21Janett, die kenn ich
20:26Und einen Albrecht Kuhn, kennst du den auch?
20:29Tja, er hätte den Eskort Service besser gekauft, weil er sich viel Geld spart so oft, wie er den genutzt
20:36hat
20:38Aber ich würde für sowas nie bezahlen
20:41Ui, Champagner, laden rumvoll
20:43Ja, du wirst dich wundern, wer den bestellt hat
20:48Einen Champagner für die Damen
20:51Vielen Dank, Joe
20:52Gibt's was zum Feiern?
20:55Selbstverständlich
20:56Ja, und was, wenn man ihn fragen darf?
21:00Damit es, dass du gleich am Lind erzählst, wenn er hier reinkommt
21:04Der war sogar schon da
21:11So
21:13Sehr zum Wohl
21:15Vielen Dank
21:21Okay
21:22Also, zum Wohl
21:23Zum Wohl
21:27Ah
21:30An den Geschmack von Champagner muss ich mich erst noch gewöhnen
21:35Woher kennst du den Kuhn?
21:37War der öfter hier, ich hab ihn ja auch nie gesehen
21:38Na, nicht ganz sein Stil
21:41Das war ja vielleicht verständlich für einen Pianisten
21:45Pianisten?
21:46Na ja, klassischer Pianist und sogar eine Platte aufgenommen
21:48Aha, okay
21:49Der hat eine klassische Musik überhaupt gar nicht mit
21:53Sagt zumindest die Leute und Jeanette
21:56Können wir zahlen, bitte?
21:57Ja
22:07Schönen guten Abend, die Damen
22:09Ah, Herr Lind, das ist aber nicht
22:10Das ist übrigens meine Freundin Doris
22:14Gibt's was zu feiern, Frau Stockl?
22:16Ja, freilich
22:18Von Stockl in Zukunft
22:21Also, mein blaues Blut ist quasi rausgekommen
22:24Der Adel halt
22:29Ich geb zu, das ist etwas gewagt, aber schauen Sie
22:32Der Kuhn taucht plötzlich hier auf
22:34Niemand kennt ihn von früher, zum Glück vielleicht
22:37Er behauptet Konzertpianist zu sein, mag aber gar keine klassische Musik
22:41Wir sollten uns eine Schallplatte besorgen, vielleicht ist da irgendwo ein Foto von ihm drauf
22:45Gute Idee
22:46Die Frage ist also, wer ist der Kuhn, wenn er nicht der Kuhn ist?
22:49Genau
22:51Guten Morgen
22:52Guten Morgen, Michi
22:53Du pass auf, wir müssen Vermisstenanzeigen durchschauen
22:56Wir, das heißt ich, sehe das hier richtig
22:58So kann man es natürlich auch ausdrücken
23:01Wer, wo, wann?
23:03Wir suchen einen Mann so um die 40, der aussieht wie unser Herr Kuhn
23:06Am besten Sie fangen Leipzig an vor 18 Jahren, so um die Wendezeit
23:11Das ist aus wie der Kuhn, Leipzig vor 18 Jahren, keine Frage
23:14Danke
23:18Übrigens, wussten Sie, dass Frau Stockel auch schon kundig ist bei Herrn Postel und seinem Genealogieservice?
23:22Ich glaube, sie ist ordentlich
23:25Das ist verpflichtet aber
23:29Miriam von Stockel
23:32Mit Willa von Stockel
23:36Ja?
23:38Guten Morgen, Frau Altmann
23:39Was kann ich für Sie tun?
23:41Frau Stockel, hat Christian schon, äh, ich meine, Herr Linz schon mit Ihnen gesprochen?
23:44Wegen was, beispielsweise?
23:47Wegen Ihres Sammelns für das Sommerfest
23:49Na, das hat er noch nicht, aber die Idee ist ja quasi nicht alleine auf meine Mist gewachsen
23:54Frau Stockel, das Geld muss zurück
23:55Was? Warum?
23:59Eigentlich wollte Ihnen das Herr Christian erklären
24:01Ja, das wollte ich auch gerade, aber du warst ja schneller
24:04Ja, es handelt sich bei dem Sommerfest um ein offizielles Ereignis und nicht um irgendeine Privatveranstaltung, deswegen...
24:14Morgen, die Damen
24:15Morgen
24:16Ja, aber wie soll denn das gehen? Ich meine, da haben zig Polizisten einbezahlt, wir sollen das ganze Geld zurückfließen
24:21Sie werden doch sicher eine Liste all derer haben, die schon bezahlt haben
24:24Ja, nein, habe ich nicht, weil der Michi hat das gemacht, ich komme ja zu solchen Dingen nicht bei dem,
24:29was hier los ist und außerdem verstehe ich sowieso nicht, warum das fest
24:31Langsam, langsam, Frau Stockel, ich kann Sie beruhigen, das Ministerium zahlt jetzt doch unser Sommerfest, wenn auch in einer kleineren
24:38Version
24:39Sie haben einsehen müssen, dass es notwendig ist
24:41Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder?
24:44Doch, mein voller Ernst
24:48Ja
24:50So, ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe wirklich etwas gefunden
24:54Das ist ja unglaublich, Michi, schieß los
24:56Habt ihr übrigens gewusst, dass die in Leipzig ganz anderes Computerprogramm haben bei mir da?
25:01Michi...
25:01Ja, auf jeden Fall hat mir der Kollege in Leipzig erzählt, dass die damals wirklich einen unbekannten Toten gefunden haben
25:08Und jetzt kommt's, dieser Tote hatte eine verkrüppelte Hand, dem aber damals gar keinen vermisst mit einer verkrüppelten Hand
25:17Eine verkrüppelte Hand? Also das wäre schon ein großer Zufall
25:21Also Fakt ist jedenfalls, dass ein vermeintlicher Harkun hier auftaucht, den vorher noch niemand gesehen hat und sein dickes Erbe
25:26einstreicht
25:28Vielleicht ist das ja der Betrüger, den der Herr Schaube entdeckt
25:31An was ist der Mann gestorben?
25:34Herzbeuteltamponade nach Myokardinfarkt
25:36Also...
25:37Was ja eigentlich ganz was normales, das kann schon mal passieren
25:41Tja, wer ist unser Herr Kuhn dann aber wirklich?
25:44Äh, was ist mit den Namen, die vermissten mich hin?
25:47Die schicken es mir ein Fakt von Leipzig
25:49Logisch
25:50Ja
25:53Also, ihr solltet zur Frau Doktor Kern kommen, sie hält was
25:56Und das ist für Sie, Herr Lind, bitteschön
25:59Wieso kriegt ihr das?
26:00Ja, das ist die Rückzahlung vom Sommerfest
26:02Ich lauf schon den ganzen Tag in diesem Haus rum und gebe den Leuten ihr Geld wieder
26:06Sie auch nicht?
26:08Ja, nur Sie kriegen nix, Herr Hofer, weil Sie haben auch noch nicht gezahlt
26:10In weiser Voraussicht
26:14Du Sorge, wieso gibst du jetzt hier nicht leichtes Geld wieder zurück?
26:18Das ist ein Auftrag von der Frau Ortmann
26:21Von der Frau Ortmann?
26:23Na, Herr Lind, was ist das?
26:26Keine Ahnung, Schlingpflanzen
26:30Papierpartikel, die ich am Kopf des Toten gefunden habe
26:32Wie auch die Spusi an der Kleidung und in Schobers Zimmer
26:35Es handelt sich dabei um ältere, nicht mehr handelsübliche Papiersorten
26:40Und da das Opfer Genialoge war, dachte ich, vielleicht stammen die aus einem Archiv
26:47Soweit wir wissen, war Schoba aber nicht in dem Archiv
26:49Aber der Postel
26:51Dann müsste Postel in Schobers Zimmer gewesen sein
26:54Richtig, obwohl er gesagt hat, dass er ihn nicht mehr getroffen hat
27:02Herr Postel
27:04Herr Postel
27:06Was wollen Sie?
27:07Wir wollen uns die Akten anschauen, insbesondere den Staub auf denselbigen
27:11Dürfen Sie das überhaupt?
27:13Ja, ich darf mir das
27:14Da ist der Versuchungsbeschluss dazu
27:16Wir haben nämlich ganz bestimmte Partikel auf Schobers Leiche gefunden
27:18Und genau solche werden wir sicher auch hier finden
27:27Grüß dich, Stocke
27:29Mei, der Hartl
27:31Magst du mir heute keinen Kaffee anbieten?
27:34Bedien dich, Hartl
27:36Weißt, das steht nämlich in den Sternen, wer in Zukunft hier für den Kaffee zuständig ist
27:43So, warum nachher du nicht mehr?
27:46Ja
27:46Das wirst du schon noch sehen
27:50Äh, die Herren sind gar nicht da
27:53Die wollten denn die Pathologie und wo sie jetzt sind, weiß ich nicht, warum?
27:57Hm, ich hab doch recherchieren sollen wegen den Stammbäumen
28:03vom Genealogieservice Rosenheim
28:06So schauen die aus
28:08Schau mal, Hartl
28:11Ich hab auch einen
28:13Da legst du dich nieder
28:17Aha
28:20Das ist da alles korrekt, bis auf da
28:23Schau
28:29Der steht ja da auch?
28:30Aha
28:31Das tut mir jetzt wirklich leid, Stockel, aber da haben wir dich reingelegt
28:35Ab da ist nämlich alles gleich
28:41Bei alle
28:49Halt
28:50Halt
28:51Stockel
28:51Halt
28:56Halt
28:58Ah, da geht's
28:59Halt, da seid's ja endlich
29:01Mei
29:01Schön, wenn man so vermisst wird
29:03Allerdings
29:03Er hat zuerst sollen Druck machen und dann nicht da sein
29:05Was gibt's?
29:06Also, über allen Herrn Postl hat's ja einiges zum rausfinden gegeben
29:09Und zwar hat er die Leute sauber über das Internet abzogen
29:11Er hat immer den gleichen Stammbaum gebraucht und dann schön abkassiert
29:15Bei Frau Stockel auch
29:20Na Gott sei Dank
29:22Nächstes mit der Großfürstin
29:25Na, da haben Sie sicher eine saubere Betrugsmasche einverlassen
29:31Ich?
29:32Haben Sie einen Beweis dafür?
29:34Wir haben jede Menge Unterlagen
29:36Und die reichen locker für eine Anklage wegen Betrugs
29:38Dann haben wir hier noch eine schöne Analyse vom Papierstaub im Archiv
29:45Und wie Sie leicht erkennen können, ist er identisch mit dem Papierstaub an der Leiche
29:50Sieht nicht gut aus für Sie
29:52Gar nicht gut
29:59Ja gut, ich war abends bei Schoper
30:03Warum?
30:05Naja, ich hätte im Archiv ja die Klingel nicht gehört
30:08Er hat mir ja auf die Mailbox gesprochen
30:11Dass er früher abreisen wollte
30:12Nein, es ging um Kuhn
30:14Er wollte mich dringend sprechen
30:15Warum haben Sie es nicht gleich gesagt?
30:17Naja, weil
30:19Weil Sie zu ihm hin sind
30:20Er hat Sie als Betrüger entlarvt und Sie haben ihn erschlagen
30:23Nein, ich habe ihn nicht getötet
30:26Als ich ins Zimmer kam, lag er bereits tot auf dem Boden
30:29Ich habe nur gehorcht, ob er atmet
30:31Dabei wird auch dieser Papierstaub auf die Leiche gekommen sein
30:35Ich habe Schober nicht umgebracht
30:41Entschuldigung, ich fühle mich die Störung
30:43Ganz, ganz wichtig
30:46Na, bitte schön
30:58Bevor ihr da weitermacht, darf ich kurz mit dem reden
31:01Ja, aber kurz, gell
31:02Und reden, nicht schlagen
31:05Okay
31:08Wer sind Sie?
31:10Wer sind Sie?
31:10Von Stockl
31:12Und jetzt möchte ich mehr Geld zurück
31:14Aber zack
31:43Ich habe doch forschen sollen
31:45Ein Tag im Melderegister
31:46Bodo Marquardt hat zusammen mit Albrecht Kuhn eine Wohnung bewohnt
31:52Mit Tasche her
31:53Sag mal, der Kuhn hatte doch einen Unfall mit seiner Hand, nicht wahr?
31:58Dann müsste es doch theoretisch noch irgendwelche Röntgenbilder aus dem Krankenhaus geben
32:01Sicher gibt es die
32:03Die besorgen wir uns und dann vergleichen wir sie mit den Fotos von der Hand der Leiche
32:06Dann ist die Leiche in Leipzig der echte Kuhn
32:09Und unser Rosenheimer Kuhn
32:11Ist der Herr Marquardt?
32:30Herr Kuhn
32:32Mann, haben Sie mich erschreckt
32:34Die Frau Oberhuber hat uns sagen lassen
32:36Ja, kann ich was helfen?
32:40Wir haben erfahren, dass Herr Schober eine Betrüger auf der Spur war
32:47Nein
32:47Doch
32:49Und außer Ihnen und einem weiteren Herrn hat er eigentlich niemand getroffen
32:54Ja
32:57Na ja, haben Sie den Mann schon unter die Suppe genommen?
32:59Wir wollten damit bei Ihnen anfangen
33:01Bei mir?
33:03Ja, wenn Sie uns freundlicherweise ein paar Takte auf dem Flügel vorspielen würden
33:07Und zwar mit der rechten Hand
33:18Zum Aufwärmen
33:20Entschuldigung, bin ein bisschen eingehorst
33:47Wie war's?
33:49Wie war's?
33:49So, für eine Hand
33:52Wie war's?
33:53Wedenfalls gut gelernt
33:55Sicher ein Kompliment
33:57Jetzt wollen wir noch sehen, ob Sie Albrecht Kuhn sind
34:00Gut
34:08Der Handschuh
34:10So wären wir keine Freunde
34:12Haben wir auch nicht vor
34:13Haben wir auch nicht vor
34:19Wollen Sie auch noch riechen, ob ich Albrecht Kuhn bin?
34:23Nein, das wollen wir nicht
34:25Gehst du zwischen 28 und 20 Jahren waren Sie hier, oder?
34:27Denken Sie etwa, ich könnte mir das selbst antun, um ein paar Millionen abzukassieren?
34:32Ja
34:34Kennen Sie die?
34:36Ach, meine Schallplatte
34:41Kennen Sie den auch?
34:44Da...
34:44Da war ich noch jung
34:47Haben Sie sich nicht verändert?
34:49So sehr nicht
34:50Na, ich will nicht schon
34:52Ja, wir haben aber keine verkrüppelte Hand, die unser Leben als Pianist beendet hätte
34:59Folglich mussten wir auch nicht in ein Krankenhaus und Röntgenbilder davon machen lassen
35:04So wie diese hier
35:09Wenn es nötig sein sollte, dann können wir diese Fotos jederzeit mit aktuellen Röntgenbildern Ihrer Hand vergleichen
35:15Ich würde mal sagen, Schluss mit der Maskerade
35:19Es ist vorbei
35:20Es ist vorbei, Herr Markwart
35:25Ich hätte doch abhauen sollen
35:28Wissen Sie was?
35:31Hat sich trotzdem gelohnt
35:34Schön, erzählen Sie mal vom echten Kuhn
35:37Ja, sein Leben war die Musik
35:40Als er nicht mehr spielen konnte, ging es mit ihm bergab
35:44Psychisch, körperlich, wurde herzkrank
35:47Depressiv
35:49Plötzlich
35:50Wie aus heiterem Himmel
35:51Das Erbe
35:52Er hat die Formalitäten erledigt, dann haben wir in der alten Wohnung Abschied gefeiert
35:58Ja, ein bisschen zu doll, ein bisschen zu lang, bis wir umgefallen sind
36:02Er ist nicht mehr aufgestanden
36:05Und dann sind sie da gesessen
36:06Mit Kopfschmerzen, einer Leiche und einem Millionen Erbe, das sich der Staat nehmen würde
36:11Und da dachten Sie, das kann ich mir auch selbst nehmen
36:16Ich hatte ja nichts zu verlieren
36:17Ich wusste doch alles über Kuhn
36:19Und was nicht, fand ich in seinen Unterlagen
36:22Und dann kam Schober Ihnen auf die Schliche
36:26Netter Mann, aber zu neugierig
36:29Und dann musste er eine Scheiplatte mit Kuhn vorne drauf in die Hände kriegen
36:32Eine Nachbarin hat es ihm gegeben, sollte ihm bei der Suche helfen
36:36Naja
36:37Warum haben Sie den Herrn Schober eigentlich in seiner Pension umgebracht und nicht in der Villa
36:42Weil die Frau Oberhuber der Zeuge gewesen wäre, was?
36:45Was?
36:48Ich bin vielleicht ein Betrüger
36:52Kein Mörder
36:55Ich hab Schober nicht ermordet
36:59Ja
37:02Entschuldigung die Störung, aber ich hätte was
37:04Also es ist ja so, die Nadja und die Janet, die waren von 6 Uhr weg mit dem Kuhn, also
37:10mit dem Marquard zusammen
37:11Die Oberhuber hatte in der Küche das Essen gemacht und damit war sie ungefähr, sagen wir, um 8 Uhr war
37:16sie fertig
37:16Also zusammen heißt, sie waren zusammen mit Marquard in der Villa?
37:20Ja genau
37:21Das heißt ja heute ein Alibi
37:23Und die Frau Oberhuber gleich mit
37:26Sofern die beiden Damen nicht bestochen wurden
37:29Na, das glaube ich nicht
37:30Die zwei haben so abgelästert, wie schlecht der Marquard drauf war und die Oberhuberin auch und wie furchtbar das Essen
37:36gewesen ist
37:37Übrigens hier ist die Aufzeichnung des Verhörs für unseren Kollegen Hartl
37:40Kein Betrug hat er ja gestanden
37:42Dann wird er sich überfreuen, hat er gleich zwei abgeschlossene Fälle von seiner Statistik
37:48Danke
37:52Wenn er es nicht war, wie war es dann?
37:56Er ist reich, vielleicht hat er den Marty auch einen Auftrag gegeben
38:00Auftragskiller in Rosenheim
38:02Ich lass auf jeden Fall mal seine Konten überprüfen
38:04Hm
38:12Ist irgendwas?
38:13Eure Durchlauchts schauen ein wenig verärgert aus
38:16Ha ha ha
38:17Das ist ein Kreiz mit der Unehrlichkeit von der Menschheit heutzutage
38:21Ja, da haben Sie recht
38:22Wenn Sie so nett wären, die Konten von Herrn Kunz überprüfen, bis wir vom Chef zurück sind, ja?
38:26Ja, was bleibt einem?
38:28Also mir eine liebenswerte, zuverlässige Mitarbeiterin
38:33Na, ist ja recht schön und gut, Sie haben einen Betrug aufgedeckt, aber was ist mit unserer Mordfreude?
38:43Ja, wir sehen viel klarer
38:44Ja, aber offensichtlich noch nicht klar genug
38:47Ich will einen überführten Mörder
38:49Den glücken wir schon noch
38:50Ja, sicher
38:53Na, na
38:56Dankeschön, immer schon
38:58Ah, Herr Lind, ich hab was für Sie
39:00Was ist das?
39:02Das sind die Unterlagen von Kunz Bank, die wollten Sie doch haben
39:06Schneller als die Polizei erlaubt
39:08Auf die Achtung
39:09Dankeschön, bitte
39:12Gut
39:16Was ist denn das?
39:20Und da wieder
39:23Warum überweist unser Herr Marquardt jeden Monat 5000 Euro Gehalt an seine Haushälterin?
39:28Das ist ein Haufen Geld
39:30Vielleicht bezahlt er die für Schweigen
39:33Dann hätte sie allerdings was zu verlieren, wenn er auffliegt
39:37Allerdings
39:38Sie hat doch auch Libid
39:40Sie hat die ganze Zeit in der Küche
39:43Angeblich
39:45Für mich hat doch was erzählt, dass die beiden Damen das Essen bemerkt haben
39:51Obwohl Marquardt betont, wie gut sie kochen kann
39:55Vielleicht war sie gar nicht in der Küche, wie der Marquardt sich mit den Damen beschäftigt hat und geglaubt hat,
40:00dass sie in der Küche steht und kocht
40:01Vielleicht war sie weg
40:04Dann müsste sie das Essen irgendwo auf dem Weg zwischen Schobers Pension und der Villa Kuhn besorgt haben
40:13Was wollen sie denn noch hier?
40:15Hat doch schon alles gestanden
40:17Wir wollten auch gar nicht zu ihm
40:23Frau Oberhofer
40:26Ja?
40:29Wir kommen gerade von Iterimank, wo sie am Mordabend das Essen geholt haben
40:34Sie haben verschiedene Gerichte bestellt, sind zur Pension gefahren, haben Schober umgebracht und auf dem Rückweg das Essen abgeholt
40:42Und das Ganze mit perfekten Zeiten
40:44Wir werden DNA-Proben von ihnen nehmen und sie über den Spuren vom Tatort vergleichen
40:49Ihre Wohnung wird bereits durchsucht
40:51Sagen Sie mal, kann das sein, dass wir da die Platte finden und Schoberts verschwunden ist auch noch?
41:00Im Keller
41:00Also
41:06Sie haben sie aufbewahrt für den Fall, dass Marquard kein Schweigegeld mehr zahlen will
41:13Ja, bisher war er aber immer korrekt zu mir
41:17Woher wussten Sie, dass er nicht Albrecht Kuhn ist?
41:20Ich hatte mitbekommen, wie er versucht hat, heimlich Klavier zu lernen
41:25Und daraufhin haben Sie ihn erpresst und wollten 5000 Euro monatlich
41:30Erpresst
41:31Wir haben uns arrangiert, ich habe ja auch gearbeitet für das Geld
41:35Nicht nur im Haushalt
41:37Sondern auch?
41:39Ich habe ihm richtiges Klavierspielen beigebracht und vieles über Klassik
41:43Und auf dieses Einkommen wollten Sie nicht verzichten?
41:49Wusste Herr Marquardt eigentlich, dass Sie Schober umgebracht haben?
41:53Nein
41:57Vielleicht hätte er mich sogar verraten
42:01Einen Mord hätte er nicht akzeptiert
42:05Frau Reza, sei Sie gut
42:13Tja, was ich immer sage
42:16Schlechtes Essen ist ein Verbrechen
42:18Oder klärt's auf
42:20Schlechtes Essen ist ein Verbrechen
42:21Schlechtes Essen ist ein Verbrechen
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