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  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:03Und?
00:09Hallo!
00:11Wo ist der Einer?
00:12Hopp!
00:12Alarm!
00:18Hallo!
00:19Jetzt geht's los, Leute!
00:21Was ist denn los?
00:21Da kommt die Pläne, scheiß Dago!
00:23Ja!
00:25Wo sind wir?
00:27So, hopp, scho!
00:30Hey!
00:31Na los jetzt!
00:33Das ist für eine große Übung, gell?
00:34Nein, schon los jetzt!
00:36Geh schon ein bisschen rein, wir spritzen!
00:53Oda, hinter!
00:54Aufentwickel im Brachstuhl!
00:55Absetzen!
00:57Fahrzeinnahmestelle ist übergezogen!
00:58Hüttrandrei Meter von Hocheifahrt!
01:01Wo ist der Einer?
01:02Nein, nicht!
01:05Angriffstrupp zum Löschangriff über die Grillleiter zum Gachtel-Gradfahrt!
01:08Da, sag doch!
01:09Da, sag doch!
01:10Da geht das Verteilers anhecklich!
01:12So, passt!
01:14Der muss ja da her!
01:15Ja, ja, ist bestimmt!
01:19So, komm mal!
01:31Mach mal her!
01:39Hey, vor allem die Positionen!
01:41Hey, look nach!
02:04Wer zum Teufel...
02:40Ja?
02:42Morgen. Morgen. Ach, Frau Atman, die Akte Meierbergs hab ich's doch noch gefunden.
02:47Sehr gut. Sagen Sie, welche Größenwahnsinniger kommen mit seinem Segelboot zur Arbeit?
02:52Ja, das hab ich mich ja schon gewundert. Vielleicht ja der Reischl.
02:55Hab ich ihn vorhin zur Frau Stockl reingehen sehen?
02:57Er steht auf meinem Parkplatz.
03:06Ja?
03:08Wo ist der Herr Reischl?
03:09Der ist zur Frau Doktor Kern gegangen.
03:11Wissen Sie, ob das Boot da draußen im Reischl gehört?
03:16Das Trunken im Reischl?
03:18Das frag ich gerade Sie.
03:19Ja, das weiß ich nicht. Das kann gut möglich sein.
03:27Typisch Reischl.
03:33Einen Espresso Doppio für meinen entscheidenden Freund.
03:36Jetzt hör schon auf.
03:38Irgendwie ist das schon eine harte Nummer, dass du mir zum Stich lässt.
03:42Joe, Hamburg ist nicht aus der Welt.
03:44Alles, was über der Donau ist, ist aus der Welt.
03:47Herr Hansen?
03:49Wer bin ich?
03:51Christian Litt.
03:52Ah, freut mich sehr.
03:54Hatten Sie eine gute Reise?
03:55Naja, zwölf Stunden Nachtfahrt auf der Autobahn.
03:57Spaß ist anders.
03:59Seien Sie da mit dem zweiten Langrund gefahren?
04:02So ähnlich.
04:03Ich hätte noch mein Segelboot im Gepäck.
04:04Okay.
04:04Ja, darf ich bekannt machen?
04:06Ignaz Kaspar oder einfach Joe, Sven Hansen.
04:09Hi Joe.
04:10Sven.
04:11Servus.
04:12Joe war mir ein wertvoller Ratgeber.
04:14Vor allem, was die Sitten und Gebräuche der Bayern angeht.
04:16Und die der Bayerinnen.
04:19Hm.
04:20Und was trinkt der Sven?
04:22Erstmal nur einen Kaffee und Wasser, bitte.
04:24Gerne.
04:25Hübsche Kneipe.
04:28Auch nicht.
04:30Hallo.
04:31Hallo, ich such den Reischl.
04:32Der ist eben weg, der wollte zum 80er.
04:36Sag mal, weißt du, ob das sein Boot ist?
04:39Dieses Riesenteil auf dem Parkplatz?
04:40Du meinst, das gehört ihm?
04:42Na, das vermute ich mal stark.
04:44Wer kommt sonst auf so eine angeberische Schnapsidee
04:45mit seinem Boot durch Rosenheim zu juckeln?
04:50Ja, dann fange ich mal mit dir einen neuen Kollegen an.
04:53Der wäre erstmal der Knut.
04:55Knut Vietz.
04:57Er arbeitet nur Teilzeit.
04:59Er kommt aus seiner Fischerfamilie und muss im Betrieb noch mithelfen.
05:02Der ist gerade mir irgendwie bekannt worden.
05:06Du, die Ortmann steht auf dem Hof für seinen Parkplatz.
05:12Mhm.
05:13Und er kommt gerade.
05:16Das Boot gehört ein Reischl.
05:18Ja, schaut ganz so aus.
05:20Könnte ich überhaupt segeln.
05:22Wieso? Ist doch standesgemäß.
05:24Leid, ich muss der 80er warten.
05:26Ja, pfette Hartl.
05:28Das nächste Mal kommt er mit Zettbelein.
05:33Ist gut.
05:36Ist gut.
05:38Ja.
05:39Gut zusammen.
05:41Herr Hofer.
05:42Ich habe Ihren Kollegen Herrn Hartl hinzugezogen.
05:45Also nur so lange, bis unser neuer Mann da ist.
05:47Grüß dich.
05:48Das ist Stadtbrandinspektor Hausner von der Freiwilligen Feuerwehr.
05:52Herr Reischl kennen Sie ja.
05:54Herr Reischl.
05:55Bitte.
05:56Nehmen wir's doch Platz.
06:00Also, gestern ist bei einer Übung der Feuerwehrmann...
06:04Valentin Luckner.
06:05Ja.
06:06Valentin Luckner von der Leiter gestürzt und zu Tode gekommen.
06:10Bei dieser Gelegenheit wurde auch die neue Drillette eingeweiht.
06:14Ein bescheidener Beitrag von mir zur Unterstützung der Rosenheimer Feuerwehr.
06:18Ja.
06:20Herr Hausner hat sich diesen Sturz nicht erklären können.
06:23Na ja, Herr Luckner war einer unserer erfahrensten Männer.
06:25So ein Erstütz nicht einfach von der Leiter.
06:27Und die Obduktion hat ergeben, dass er mit Arsen vergiftet wurde.
06:32Aber wir haben das zu sich genommen, das Arsen.
06:35Ja.
06:35Da man arbeitet, die Frau Dr. Kern noch.
06:37Herr Hausner hat uns jede Unterstützung zugesagt.
06:40Na ja, ich will, dass dieser Fall lückenlos aufgeklärt wird.
06:44Das bin ich Valentin und meine Männer entschuldig.
06:46Also, falls ich mich da irgendwie einbringen kann,
06:49ich stehe natürlich zur Verfügung.
06:52Entschuldigung.
06:54Ja.
06:55Oh, Sie haben eine Besprechung.
06:57Ja, Entschuldigungsverordnung, aber Sie stehen auf meinem Parkplatz.
07:01Ja, das tue ich, weil der Herr Reischl auf meinem Parkplatz steht.
07:04Tue ich das wirklich?
07:06Dann bitte ich Sie natürlich um Verzeihung.
07:09Ich werde sofort wegfahren.
07:13Wäre da noch irgendetwas?
07:15Nein, nicht, dass ich wüsste.
07:17Okay, gut.
07:18Dann haben Sie die Ehre.
07:20Herr Reischl, Mast und Schotbruch, gell?
07:24Ja.
07:24Ja, genau.
07:25Machst den Job hoch.
07:37Das ist aber ein schicker Flitzer für heute Morgen.
07:40Danke.
07:40Bitte.
07:42Oh ja.
08:03Was ist das jetzt?
08:29Also dann, viel Glück.
08:31Ebenso.
08:35So.
08:37Mach's gut, mein Freund.
08:40Du auch.
08:46Hey!
08:50Danke.
08:59Er wird mir abgehen.
09:02Abgehen?
09:03Vermissen.
09:04Ich werde ihn vermissen.
09:07Und das war jetzt die erste Lektion.
09:11Ich suche einen Anlegeplatz für Moby Dick.
09:14Für wen?
09:15Ach so, mein Boot.
09:17Da wisst ihr was.
09:18Der Dunninger Albin, der hat einen.
09:22Und im Gegenzug könnten Sie mir ein bisschen Segellatein beibringen.
09:26Das hat mich schon immer ein bisschen gebitzelt.
09:29Auch gejuckt.
09:30Mach ich gerne.
09:31So funktioniert das bei uns.
09:33Also durch ständiges Geben und Nehmen wird jeder von jedem sein Amigo.
09:48Der Hofer?
09:49Ja.
09:53Ich bin der Sebastian Tauber.
09:55Tut's gut.
09:56Der Vorrangzin war mein Partner und mein Freund.
09:58Meine Frau kommt auch gleich mit den anderen zwei.
10:00Und unser Hof ist gleich da drin.
10:02Der Bruder von Herrn Lübner hätte auch kommen sollen.
10:04Ja, den hat meine Frau dabei.
10:06Und dem seine Frau auch, wie sie das angeschafft haben.
10:08Sie haben einen Schlüssel zum Haus, Herr Lübner.
10:10Ja, freilich.
10:11Und er zu meinem Sicherheitshalberwissens.
10:13Kommen Sie endlich!
10:14Ich bin ja schon da.
10:18Das ist übrigens der Hauptkommissar Hartl, unser Schnellester.
10:21Alles gut.
10:25Ach, ist das Segelboot immer noch da?
10:27Ja.
10:28Das ist der neue Hafen von Herrn Reischl.
10:31Unser neuer Mann.
10:33Hat er sich jetzt gemeldet?
10:34Nein.
10:35Immer noch nicht.
10:36Und er bloß bleibt.
10:38Macht ja gut an.
10:43Wie lange haben Sie den Herrn Lübner schon gekannt?
10:46Nein, schon ewig.
10:47Wir sind miteinander in die Schule gegangen, haben miteinander studiert.
10:50Und wenn Sie den Eltern die Höfe übergeben haben, haben wir uns zusammengetan.
10:53Ja.
10:55Also bis dann.
10:57Der Bus ist unterwegs.
10:58Schön.
11:00Was sagen Sie denn eigentlich?
11:02Der Herr Lübner ist vergiftet worden.
11:04Ich denke mal, dass er eine Vorliebung noch geflüchtet hat.
11:06Was vergiftet?
11:07Ja.
11:08Leider.
11:26Leider.
11:28Ja, das tut doch weh.
11:29So, jetzt.
11:30Kommst du jetzt mit und mach keine Sparenz?
11:32Ich geh ja mit.
11:33Ja.
11:36Suchen Sie jemanden?
11:37Ja, einen Herrn Achtziger.
11:39Mein Name ist Hansen.
11:40Ach, Herr Hansen.
11:42Willkommen an Bord.
11:43Patricia Ortmann.
11:44Auch Mord?
11:45Nein.
11:46Die einzigen Leichen, mit denen ich es zu tun habe, sind Karteileichen.
11:49Ich mache das Controlling.
11:50Controlling?
11:51Braucht man das hier?
11:53Ja, mehr als Sie denken.
11:54Herr Achtziger hat sein Büro gleich da.
11:56Ach, danke.
11:57Bitte.
11:58Ach, noch was.
12:00Ich fahre hier draußen auf einem Dienstparkplatz.
12:02Das geht doch, oder?
12:03Ja, sicher.
12:04Sie sind ja jetzt einer von uns.
12:07Braucht man das hier?
12:12Ja?
12:14Guten Tag, Hansen.
12:16Ah, Herr Hansen.
12:19Endlich.
12:20Grüß Gott.
12:22Herzlich willkommen in Rosenheim.
12:24Danke.
12:25Bitte.
12:27Und?
12:28Haben Sie schon eine Bleibe?
12:30Ja, mein Vater hat meine Wohnung in der Nikolai-Straße besorgt.
12:34In der Nikolai-Straße?
12:35Ja, dann sind wir ja jetzt Nachbarn.
12:39Ja, Herr Hansen.
12:41Ich möchte Sie bitten, die speziellen Umstände Ihrer Versetzung nicht an die große Glocke zu hängen.
12:45Es herrscht mir eh schon genug Tratsch.
12:47Es muss reichen, dass Sie im Austausch für Ihr Leben kommen.
12:51Okay.
12:53Und vermeiden Sie vor allem die freundschaftliche Beziehung zwischen mir und Ihrem Vater anzusprechen.
12:59Ja?
13:01Ja?
13:01Herr Achtz, ich bin jetzt mit den ganzen Feuerwehrleuten durch und konkret hat sich aber nichts ergeben.
13:07Und unkonkret?
13:08Auch nichts.
13:10Herr Mohr, das hier ist Herr Hansen.
13:12Ach so, ja.
13:13Alles gut.
13:14Herzlich willkommen.
13:15Tag.
13:16Herr Mohr ist eine wichtige Stütze unserer Truppe.
13:20Danke.
13:20Hi, freut mich Sie kennenzulernen.
13:22Einerseits.
13:24Sonst noch was?
13:25Ja.
13:27Ach so.
13:33Tut mir so leid, Monika.
13:36Mein Beileid.
13:40Victor.
13:45Ich kann das noch gar nicht fassen.
13:56Ich bin Sabine Zauber, seine Frau.
14:01Victor Lugner, Valentins Bruder.
14:04Monika Lugner, seine Frau.
14:05Mein Beileid.
14:07Vergiftet haben Sie den Valentin.
14:09Vergiftet?
14:11Deswegen prüfen Sie jetzt da die Lebensmittel.
14:15Sagen Sie mal, Sie sind doch auch da dabei gewesen, wo das passiert ist.
14:21Sagen Sie da nichts Ungewöhnliches aufgefallen?
14:26Nein.
14:27Jede Kleinigkeit kann hier von Bedeutung sein.
14:30Also denken Sie nochmal gescheit nach.
14:32Ja, ich weiß jetzt nicht, ob das was bringt, aber weil Sie vergiftet sind.
14:38Kurz bevor die Übung losgegangen ist, hat der Valentin sein Marmeladenbrot gegessen.
14:42Sein Marmeladenbrot?
14:43Das klingt nach Gewohnheit.
14:46Der Valentin hat meine selbstgemachte Marmelade geliebt.
14:49Ein Polterpixi.
14:52Was war Ihr Bruder für ein Mensch?
14:54Schwierig, ganz schwierig.
14:55Er hat meinen Mann andauernd bevormundet.
14:57Er war halt der Ätere.
14:59Sie wissen ja, wie das ist.
15:01Naja, er war schon sehr selbstgerecht.
15:03Also, ich will jetzt, weiß Gott, nicht schlecht über ihn reden.
15:05Aber er hat ihm andauernd seinen Erfolg unter die Nase gehalten.
15:08Was machen Sie beruflich?
15:10Architekt.
15:12Wer sich anstrengt, der kommt auch zu was.
15:14Und wer es zu nix bringt, der hat sich auch nicht angestrengt.
15:17So in der Art.
15:19Geht's mir denn gerade nicht so gut beruflich?
15:21Ja, im Augenblick nicht so.
15:25Gut.
15:27Mhm.
15:31Ja.
15:33Der Neue ist beim 80er.
15:45Ja, Moin.
15:46Ja, Michi.
15:47Du fährst jetzt zur Feuerwehr.
15:49Da ist im Küchenabteil vom Aufenthaltsraum ein Kühlschrank.
15:52Da ist ein Marmeladenglas drin.
15:53Das bliebste Labor.
15:55Jetzt gleich.
15:56Ja, super, Michi.
15:57Du schlagst jetzt eine Beförderung vor.
15:58Ja, Zeit wird's.
16:00Verstanden.
16:01Alles gut.
16:11Ja?
16:13Frau Stockl.
16:15Das ist Herr Hansen.
16:17Frau Stockl ist der gute Geist im Haus.
16:19Unsere Sekretäre.
16:20Ah.
16:21Sie sind der Neuge.
16:23Richtig.
16:24Mein Name ist Miriam Stockl.
16:26Sven, Sven Hansen.
16:28Freut mich, Frau Stockl.
16:30Ah, Herr 80er, ich hätte ein paar Unterschriften.
16:33Ja.
16:35Ja.
16:39Herr 80er, ihr müsst ja zur Feuerwehr.
16:41Und da habe ich mir gedacht, ich könnte ja mal gleich, also den Herrn Hansen gleich mitnehmen
16:44und in den Fall einleihen.
16:46Gute Idee.
16:47Was meinen Sie?
16:47Klar, los geht's.
16:50Wiedersehen.
16:52Wiedersehen.
16:53Wiedersehen.
16:55Also Frau Stockl, da ist ja gar nichts zum Unterschreiben drin.
17:00Ach, Entschuldigung.
17:03Frau Stockl.
17:06Die Monika und ich arbeiten als Altenpflegerinnen in der Seniorenresidenz Sonnenberg.
17:12Die Monika Lugner hat vorhin gesagt, dass das Verhältnis der beiden Brüder nicht das Beste gewesen ist.
17:17Das stimmt so nicht.
17:19Ja, schon der Valentin hat einen Viktor öfters einmal zusammenbügelt, weil der seinen Asch nicht
17:22hochgekriegt hat.
17:24Aber letztlich hat er halb jetzt so am Käufer.
17:25Ja, der Valentin war ein Perfektionist.
17:28Manisch, pedantisch.
17:30Schon die kleinste Abweichung von der Ideallinie hat er nicht verputzen können.
17:33Nichts war ihm gut genug.
17:35Außer deiner Marmelade.
17:37Das war auch der Grund, warum er keine Frau gefunden hat.
17:40Bei jeder war ein Haar in der Suppe.
17:42Das hat ihn zum Eigenbrödler gemacht.
17:45Valentin war ein guter Kerl.
17:47Der hat bloß keine rechte Geduld gehabt mit den Menschen.
17:51Ja, vor allem wohl nicht mit seinen Brüdern.
17:55Ja, aber wie gesagt, eigentlich haben sie die zwei Mengen.
17:58Hm.
18:13So, jetzt schauen Sie rauf.
18:16Bitte schön, das ist da unsere Küche.
18:19Und da ist der Kühlschrank, den Sie sehen wollten.
18:22Ich glaube, da haben Sie jetzt alles, was Sie brauchen.
18:24Also das...
18:25Dann lassen Sie da, Alain.
18:26Danke.
18:27Danke, Herr Gott.
18:28Servus.
18:29Ich bin nämlich früher auch bei den Freiwilligen gewesen.
18:32Und jetzt sind Sie nicht mehr dabei?
18:33Na, keine Zeit.
18:37So.
18:39Da ist Kuh-Marmelade.
18:42Da ist keine.
18:45Da auch nicht.
18:48Schauen Sie doch da mal bitte rein.
18:50Wo?
18:51Da.
18:56Bingo.
18:58Wollt Sie?
19:08Aufmachen?
19:08Jawohl.
19:12Das ist ein Erdbeermarmelade.
19:14Das ist doch bloß streng.
19:18Ist vielleicht was drin.
19:19Die nehmen wir mit.
19:20Das mitnehme.
19:22Und wie lange sind Sie jetzt vor schon verheiratet?
19:25Acht Jahre.
19:27Äh, und äh, Kinder?
19:28Nein.
19:32Willen Sie mir das erklären?
19:35Erklär es einem du.
19:37Ich war mal mit Valentin zusammen.
19:39Nur ein paar Monate, dann war wieder Schluss.
19:42Und dann sind wir zwei zusammengekommen.
19:44Ja.
19:44Und das hat der Lukner einfach so toleriert?
19:47Weil ich ihm nix übrig geblieben.
19:48Der war sogar unser Trautzeichen hat.
19:50Ich muss ihm nur versprechen, ihn weiterhin mit meiner Marmelade zu beliefern.
19:54Hey.
19:55Grüß euch.
19:56Grüß Gott.
19:57Grüß Gott.
20:00Also ich kann mir nicht vorstellen, dass der Lukner ein Glas, wo nur eine Marmelade drin ist, in die Kirche
20:04hineinschmeißt.
20:05Sie meinen, es war der Mörder, ja?
20:07Ja, freilich. Damit wirst du es nicht finden.
20:09Und außerdem wollte er verhindern, dass nur jemand von der Marmelade isst.
20:12Also ich weiß nicht, Kollege Mohr, wenn ich der Mörder wäre, würde ich es nach der Tat sofort an mich
20:17nehmen und sicher entsorgen.
20:19Ich würde es nicht unbedingt in den Mülleimer werfen.
20:21Ja, das hätte ich auch nicht gemacht. Aber wieso war das Glas dann in dem Kübel drin?
20:24Wahrscheinlich hat das doch Valentin Lukner weggeworfen. Ganz einfach, weil ihm die Marmelade nicht geschmeckt hat.
20:28Wegen dem bittermandelartigen Geschmack von dem Arsen.
20:31Achso, ja. Ja, so kann es gewesen sein.
20:34Glück für uns.
20:35Wieso?
20:35Vielleicht wollte der Mörder nach der Tat ja wirklich das Glas sofort entsorgen, hat es aber im Kühlschrank nicht mehr
20:39gefunden.
21:00Grüße, Herr Reischel.
21:02Ich sehe noch viel mehr, Frau Hofer.
21:04Bringen Sie mir was.
21:05Kuchen. Ich hoffe, Sie haben nichts gegen eine kleine, süße Pause.
21:11Na, schöne Idee. Wissen Sie was? Dann mache ich uns schnell meinen Kaffee, ja?
21:14Aber bleiben Sie nicht zu lange weg, Franzeska. Aufschluss alles alleine.
21:18Mhm.
21:28Brautmann, das Boot steht ja immer noch draußen.
21:31Ja, es gehört nicht dem Herrn Reischel. Sagen Sie, können Sie nicht rausfinden, wem es gehört? Sie haben noch Zugang
21:36zur Halterdatei.
21:37Frau Ortmann, ich bin beschäftigt. Ich muss jetzt zum Kriminalhauptkommissar Hofer, gell? Aber ich sage es einmal.
21:42Danke.
21:52Was macht der, er gerade in Rosenheim?
21:56Rosenheim ist schön.
21:58Ja, aber so einer bringt doch Mafia-Gangster in Frankfurt oder in St. Pauli auf den Kieps zur Strecke, aber
22:04Rosenheim.
22:05Vielleicht hole ich es jetzt ein bisschen gemütlicher an.
22:09Vielleicht hat er aber auch untertauchen müssen.
22:13Wieso jetzt untertauchen?
22:15Es kann ja sein, dass der Undercover-mäßig verbrannt ist.
22:18Mein Stockel.
22:19Ja, ihr sucht einen schön Rosenheim.
22:22Na ja.
22:25Grüß dich, Stoppel.
22:26Hartl.
22:27Ah, Michi, du sollst bei einem Auftrag von der Frau Ortmann den Halter von dem Segelboot ermitteln.
22:32Sie hat es recht.
22:33Gibt es eigentlich was Neues von der Marmelade?
22:35Ja, freilich.
22:36Vergiftet ist es gewesen.
22:37Wir haben es gefunden in einem Abfalleimer.
22:40Und der Hansen hat gemeint, dass der Lugner weggeschmissen hat, weil es so bitter geschmeckt hat wegen dem Arsen.
22:44Und wie der Mörder dann zurückgekommen ist, um das zu entsorgen, hat er es natürlich nicht mehr gefunden.
22:48So, der Hansen.
22:52Ui.
22:53Ist er das?
22:54Ja.
22:56Und der Hofer, wo ist der?
22:58Ich glaube, der ist bei dir.
22:59Nein, ist er nicht.
23:00Ja, da ist er.
23:03Was hört's?
23:04Tag.
23:05Mein Name ist Hofer, Kabinian Hofer.
23:07Sie sind der Hansen?
23:08Richtig.
23:09Herzlich willkommen.
23:10Ja, wir zwei sind ab jetzt das neue Team.
23:14Freut mich.
23:15Und der Herr, der da kommt, ist der Herr Hartl vom Betrugsdesernat.
23:18Der hilft noch einmal ein bisschen aus bei uns.
23:21Ist nicht unbedingt der Schnellste, aber ansonsten ist er ein netter Klaut.
23:23Was geht's?
23:24Tag.
23:25Also, was ich sagen, der Herr Hofer, bläst sich gerne mal ein bisschen auf.
23:28Ja, und ist es dabei rausgekommen?
23:31Also, ich habe mir mal den E-Mail-Verkehr von unserem Toten angesehen.
23:35Da waren ganz interessante E-Mails dabei, die alle darauf hindeuten, dass er etwas mit
23:38einer gewissen Sabine hatte.
23:41So, ja.
23:42Wie sind Sie so schnell an die Mails gekommen?
23:44Ja, die Spurensicherung ist doch in Lugners Haus.
23:47Ich habe da angerufen und mir den ganzen E-Mail-Verkehr herschicken lassen.
23:50Nicht verkehrt.
23:52Und darunter waren eben mehrere E-Mails von dieser Sabine.
23:56Herr Mohr hat mir gesagt, dass es sich dabei um die Ehefrau von Lugners Partner handelt,
24:00Sebastian Tauber.
24:01Ja, genau.
24:02Lieber Valentin, Sebastian ist morgen auf Geschäftsreise.
24:06Treffen wir uns?
24:07Bei dir?
24:07Wann?
24:08Gruß Sabine.
24:10Ja.
24:11Ja.
24:11Ich habe nur vier ähnliche E-Mails gefunden.
24:14Bei allen handelt es sich um Treffen, wenn ihr Mann unterwegs war.
24:17Von wegen alles Paletti.
24:19Die Tauber, die hatte ja immer hinten und vorne, also nach Streich und Faden betrogen wohl.
24:23Na, schaut ganz aus.
24:25Wahrscheinlich ist bei den beiden die alte Leidenschaft wieder aufgeflammt.
24:29Hat sich für mich alles voll zu vernünftig angekehrt.
24:32Was denn genau?
24:33Also es ist ja so, die Sabine Tauber und da vor allem sind Lugner waren einmal ein Paar.
24:37Dann haben sie festgestellt, dass sie nicht zueinander passen und haben sich wieder getrennt.
24:41Und dann ist der Tauber eingesprungen und hat es geheiratet.
24:44Aber sowas geht ja nie gut, wenn man die Abgelegte von einem Freund übernimmt, oder?
24:48Ist doch der Rückfall vorprogrammiert.
24:50Dann ist es ja gut, dass ich das Ehepaar Tauber für morgen hergestellt habe.
24:54Na, da schau her.
24:56Siehst du, Hartl, da kannst du wieder mal was lernen.
24:59Sie sind doch nicht bloß zum Kuchenessen gekommen, ha?
25:02Eigentlich schon.
25:05Aber by the way, ich bin eigentlich gekommen, um mich in die Schlange zu stellen.
25:10Ja, in die Schlange derer, die eine Rede von Ihnen wünschen.
25:15Zu welchem Anlass?
25:17Leider zu einem Traurigen, wie Sie vielleicht von Ihrem Herrn Bruder schon wissen, der Valentin Lugner.
25:24Ja, der ist tot.
25:26Ja, schrecklich.
25:27Der Valentin war Mitglied bei uns im Mittelstandsforum.
25:30Ich bin ja deren Vorsitzender.
25:32Verstehe, und da brauchen Sie zur Rede.
25:36Normalerweise ist das für mich kein Problem, bis jetzt aber bei Tod, da fällt mir partout nichts ein.
25:42Sie müssen seine Verdienste würdigen.
25:46Ich habe gewusst, Sie sind die richtige Frau.
25:49Ich hätte hier die Details.
25:52Wissen Sie, bei so etwas Emotionalem, da macht der Ton die Musik.
25:56Und ich bin sicher, Sie treffen den richtigen Ton.
26:04Da, über dem Fitnessstudio, soll die Wohnung sein.
26:07Ach, da?
26:08Ja, da wohnen Sie mir ja fast gegenüber.
26:11So was dachte ich mir schon.
26:12Vielen Dank fürs Mitnehmen.
26:14Gern geschehen.
26:15Haben Sie eigentlich keinen eigenen Wagen?
26:17Doch, aber der steht noch vor dem Präsidium.
26:20Und mit dem Boot im Schlepptaufe, finde ich da bestimmt kein Parkplatz.
26:23Sie sind das?
26:26Ja.
26:27Dann lass uns das bloß nicht Frau Ortmann wissen.
26:29Warum? Ich habe sie gefragt, sie hätte nichts dagegen.
26:31Tatsächlich?
26:32Ja?
26:32Na ja, dann ist ja alles bestens.
26:34Also, bis morgen.
26:35Bis morgen, Herr Nachbar.
26:37Aha.
26:44Hansen?
26:44Servus, du hast den Job.
26:46Also, das mit dem Anliegeplatz, das geht jetzt in Ordnung.
26:50Kostet natürlich ein bisschen was.
26:51Natürlich.
26:52Wann kann ich mein Boot bringen?
26:54Wieso?
26:54Morgen Nachmittag.
26:55So, ab fünf, wie wäre der Albin da?
26:58Ab fünf, das schaffe ich.
26:59Vielen Dank, Joe.
27:04Was hat er denn?
27:05Eine Rede.
27:06Und?
27:06Wie ist der Neue?
27:07Blond.
27:08Was für eine Rede?
27:09Zum Tod vom Luckner.
27:10Wie alt ist er?
27:11Der Hansen?
27:12Ja.
27:12Keine Ahnung, ein Pfandreißen vielleicht.
27:14Hält der Reischliberi ums Rede?
27:15Nein, er hält sie im Mittelstandsforum.
27:17Wie schaut er denn aus?
27:18Der Hansen?
27:19Ja.
27:19Dünn?
27:19War der Luckner ein Mittelstandsforum?
27:21Ja, wie dünn?
27:23Von dir aus gesehen dünn oder wirklich dünn?
27:24Dünn wie der Linn, darf ich länger?
27:26Gitter, Linn war doch nicht dünn.
27:27Eigentlich war der Dünn wie der Punger, was willst du mäßen?
27:30Nix.
27:31Damit du auch schön dünn wirst.
27:39Morgen, Wiege.
27:40Grüß dich, Sandy.
27:45Grüß dich, Frau.
28:05Morgen, Herr Dr. Brückte.
28:11Guten Morgen, Herr Hansen.
28:14Neun, neun.
28:15Ja, schon.
28:16Wieso sind Sie schon da?
28:18Ja, das heißt ja schon.
28:19Ich dachte, der Arbeitsbeginn sei 8 Uhr.
28:21Das stimmt.
28:21Ich habe übrigens gerade einen frischen Kaffee gemacht.
28:24Wollen Sie einen?
28:25Gerne.
28:28Danke.
28:30Ein Brezen hätte ich auch für Sie.
28:32Eine Brezelung.
28:34Danke.
28:37Guten Morgen, Stockl.
28:38Darf ich an deinen Computer?
28:40Gerne, Michi.
28:41Danke, Stockl.
28:41Bitte, Michi.
28:45Moin, Moin, Herr Moor.
28:46Herr Hansen, sagen Sie mal.
28:47Na, sagen Sie mal, der Herr Hofer gehört wohl nicht zu den Pünktlichsten.
28:50Mei, ich wollte halt nur auf dem Hof was zu tun gehabt haben.
28:52Was ist denn für ein Hof?
28:53Der Herr Hofer ist nebenbei Bauer.
28:56Bauer.
28:56Ach so.
28:58Herr Hansen.
29:00Wo ist die?
29:07Also doch.
29:08Stockl, komm mal her.
29:10Was glaubst du, wenn mir die Badewanne da unten kehrt?
29:13Keine Ahnung.
29:14Ja.
29:15Na, Jo.
29:19Herr Hansen, Sie müssen Ihr Schiff weiter wegfahren.
29:23Wie ist denn das denn?
29:24Weil sie die Frau Ortmann sonst ungespitzt im Boden einhaut.
29:27Hm.
29:28Ich habe aber Frau Ortmanns Segen.
29:30Ah ja?
29:31Ja, ja.
29:33Und, packen wir's?
29:35Ja, packen wir's.
29:40Herr Hansen.
29:41Das ist das Ehepaar Lugner und das ist das Ehepaar Tauber.
29:45Was machen die Lugners hier?
29:46Na, der Kabine, der Herr Hofer wohnt's da haben.
29:49Schön.
29:50Vielleicht nur Herr selbst.
29:52Herr Tauber, kommen Sie bitte mit.
29:58Herr Hansen, hätten Sie was dagegen, wenn ich ein bisschen zuhör?
30:02Mal sehen, was der Neue so macht.
30:03Mal sehen Sie.
30:07Mal sehen Sie.
30:09Mal sehen Sie.
30:15Ihre Frau war früher mit Valentin Lugner zusammen?
30:18Ja, das habe ich nicht lange guckt gegangen mit den beiden.
30:23Geht es denn gut zwischen Ihnen und Ihrer Frau?
30:26Ja.
30:28Auf Herrn Luckners Computer sind die ganzen Geschäftsdaten,
30:32also Schriftverkehr mit den Kunden, dem Finanzamt, Verträge, Buchhaltung und so weiter.
30:38War er mehr für das Kaufmännische zuständig?
30:41Ja, ich bin mehr so der Praktiker.
30:43Aber Sie hatten jederzeit auch Zugang zu den Daten?
30:46Ja.
30:46Konnten also jederzeit ran an den Computer?
30:48Ja, völlig.
30:50Hätten also auch diese Mails hier einsehen können. Schauen Sie mal.
31:04Und?
31:05Das ist alles, was Ihnen dazu einfällt.
31:08Das sind Treffen zwischen Ihrer Frau und Valentin Luckner.
31:11Die haben sich heimlich getroffen, wenn Sie auf Geschäftsreise waren.
31:13Ja.
31:14Als Sie die Mails zum ersten Mal gelesen haben, haben Sie sicher nicht so gelassen reagiert wie jetzt.
31:18Da waren Sie doch rasend vor Eifersucht und Sie wussten, dass Sie gern Marmelade isst.
31:22Sie haben die Marmelade vergiftet, um Ihren Nebenbohler zu beseitigen.
31:25Ja.
31:26Ich habe gewusst, dass dieser Biene mit dem Valentin geschlafen hat.
31:29Aber einen Nebenbohler, den da schlage ich vielleicht, den vergifte ich doch nicht mit einem Glasl Kirschmarmelade.
31:34Geh bitte.
31:35Was haben Sie dann gemacht, als Sie die Mails gelesen haben?
31:39Ich habe es nicht aus den Mails erfahren.
31:42Ach.
31:42Sondern?
31:43Meine Frau hat es vorgeschlagen und ich war einverstanden.
31:50Das darf doch nicht wahr sein.
31:55Na super.
31:57Alles für heute.
32:10Viel Spaß, Herr Hansen.
32:15Sie sollen Ihrem Mann gesagt haben, dass Sie mit Herrn Lugner schlafen wollen.
32:20Ja, das stimmt.
32:21Und er war damit rundherum einverstanden?
32:24Ja.
32:27Herr Mohr, glauben Sie das?
32:30Nein.
32:31Also ich auch nicht.
32:33Es sei denn, es gibt einen triftigen Grund.
32:36Entschuldigen Sie, aber ich muss Sie das jetzt fragen.
32:39Konnte Ihr Mann Sie nicht ausreichend befriedigen?
32:41Doch.
32:43Das war nicht der Grund.
32:44Dann sagen Sie mir den Grund.
32:48Frau Tauber, es geht hier um Mord.
32:53Herr Mohr, holen Sie mal bitte Frau Lugner herein.
32:56Ja.
32:57Und Sie warten bitte draußen.
33:05So.
33:07Frau Lugner, bitte.
33:09Herr Mohr.
33:10Ja.
33:11Ist der Zeit.
33:17Ja?
33:18Hm?
33:19Hat der Herr Molli Halter-Überprüfung schon gemacht?
33:21Das weiß ich doch eh nicht.
33:24Äh, Frau Ortmann, da können Sie jetzt nichts stören.
33:33Frau Lugner, Sie arbeiten zusammen mit Sabine Tauber in der Seniorenresidenz Sonnenberg.
33:41Ja?
33:42Wie ist Ihr Verhältnis zu Frau Tauber?
33:44Sind Sie befreundet?
33:46Ja.
33:47Also, Sie sind befreundet, man arbeitet zusammen.
33:51Da redet man auch sicher öfter mal über intime Dinge.
33:57Wussten Sie, dass Frau Tauber mit Valentin Lugner geschlafen hat?
34:00Natürlich, Sie waren doch früher mal zusammen.
34:02Nein, nein, ich meine nicht damals, sondern jetzt.
34:05Was?
34:07Haben Sie es nicht gewusst?
34:08Nein.
34:12Hat sie Ihnen sonst etwas anvertraut?
34:15Nein.
34:17Nein?
34:19Gut, dann können Sie draußen warten.
34:22Bitte.
34:28Etwas wäre da noch.
34:30Vor drei Wochen, da hat sie mir erzählt, dass sie schwanger ist.
34:35Danke.
34:37Grüß Gott.
34:38Grüß Gott.
34:41Habe ich was verpasst?
34:43Wieso haben Sie die Lugners herbestellt?
34:45Naja, ich war gestern Abend noch beim Anwalt von Valentin Lugner.
34:50Der wollte sein Testament ändern.
34:53Aha.
34:53Also bisher war der Victor Lugner sein Bruder der Hauptbegünstigte.
34:57Jetzt wenn der Victor das gewusst hat und er bringt seinen Bruder vor der Testamentsänderung noch um,
35:02dann kriegt er sich seinen Anspruch.
35:03Also das wird durchaus ein Motiv.
35:05Ja.
35:06Wer hätte denn der Hauptbegünstigte sein sollen?
35:08Der Sohn von Valentin Lugner.
35:10Nur was ein bisschen blöd ist, der hat überhaupt keine Kinder.
35:13Vielleicht doch.
35:15Also was habe ich verpasst?
35:17Das werden Sie gleich sehen.
35:18Bitte.
35:18Okay.
35:19Schauen wir mal.
35:22Herr Tauber, bitte.
35:24Frau Tauber, bitte.
35:36Frau Tauber, Sie sind schwanger.
35:42Mhm.
35:45Herr Tauber, Sie sind zeugungsunfähig.
35:55Also musste der Freund aus alten Tagen herhalten.
36:00Ja.
36:03Nach einigem Zögern hat Valentin sein Einverständnis gegeben.
36:09Er hat versprochen, dass er nichts sagt.
36:12Weil es muss auch nicht gleich jeder wissen, dass das Kind von ihm ist und nicht von mir.
36:16Wir haben uns heimlich getroffen.
36:19Ich wollte gar nicht wissen, wo Sie es machen und wie Sie es machen.
36:22Weil so stark bin ich dann auch nicht.
36:25Wenn es ein Bub wird, dann soll er Valentin heißen.
36:33Warten Sie bitte draußen.
36:50Du Stockl, ich habe so einen Durst.
36:52Ich habe so einen kleinen Limo.
36:54Zitronenlimo oder Orangenlimo?
36:55Was willst du denn das wissen?
36:56Ja, Zitronenlimo kostet 50 Cent und Orangenlimo 60.
37:02Logisch!
37:04Der Tauber hat ja gerade von Kirschmarmelade gekriegt, oder?
37:06Ja.
37:06Ja, wieso?
37:07Weil ich mir gerade eine Limo rauslassen wollte.
37:09Und er fragt mir die Stockl Orangenlimo oder Zitronenlimo.
37:11Was hat das jetzt mit der Marmelade zu tun?
37:13Sauviel.
37:14Weil Marmelade ist auch nicht gleich Marmelade.
37:16Was für eine Marmelade wurde vergiftete Marmelade?
37:18Äh, Erdbeermarmelade.
37:19Und von was für einer Marmelade hat der Tauber geredet?
37:21Ja, Kirschmarmelade.
37:23Herr Mohr, holen Sie mal bitte Frau Tauber rein.
37:26Ja.
37:26Die vergiftete Marmelade war Erdbeermarmelade.
37:29Tauber sprach aber von Kirschmarmelade.
37:31Ich hab's gerade mehrfach gehört.
37:33Ja.
37:36Was für Marmelade machen Sie ein?
37:39Normalerweise Erdbeermarmelade, aber dieses Jahr habe ich ausnahmsweise Kirschmarmelade eingemacht.
37:43Warum?
37:43Und genau diese Marmelade hat Herr Luxner bekommen.
37:46Ja.
37:46Also nur Kirschmarmelade?
37:48Ja.
37:49Kann es sein, dass er noch Erdbeermarmelade vom letzten Jahr übrig hatte?
37:52Nein, die ist ihm ausgegangen.
37:56Danke, Sie können draußen warten.
38:00Herr Mohr?
38:01Kommen Sie bitte die ganze Bande in den Vernehmungsraum, ja?
38:04Ja.
38:05So, deklinieren wir die Sache mal durch.
38:07Frau Tauber stellt Marmelade her, Erdbeermarmelade für Valentin.
38:10Nur gab es dieses Jahr keine Erdbeermarmelade, sondern Kirschmarmelade.
38:13Also erstens muss der Täter von Valentin Lugners Vorliebe für Marmelade gewusst haben.
38:17Zweitens muss er gewusst haben, dass es immer Erdbeermarmelade war.
38:20Drittens wusste er aber nicht, dass es dieses Jahr anders war.
38:23Also hat er seine eigene Erdbeermarmelade hergestellt und hat sie vergiftet.
38:27Er hat sie im Kühlschrank der Feuerwehrküche gegen die vermeintlich andere Erdbeermarmelade ausgetauscht.
38:32Die aber in Wirklichkeit Kirschmarmelade war.
38:34Wer kann sonst noch von seiner Vorliebe gewusst haben?
38:36Zum Beispiel der Bruder.
38:37Oder die Ehefrau.
38:38Genau.
38:39Frau Stockel, selbst dafür, dass die Spurensicherung die Wohnung von den Lugners durchsucht.
38:44Ach was?
38:51Herr Mohr, Gott sei Dank.
38:54Morgen, Frau Artmann.
38:55Morgen.
38:56Was wollten Sie von ihm?
38:58Herr Mohr sollte für mich eine Halterüberprüfung machen.
39:00Wozu denn das?
39:02Weil ich endlich wissen will, wer auf meinem Parkplatz steht.
39:05Ach, das wissen Sie nicht.
39:06Nein.
39:11Wieso, wissen Sie irgendwas?
39:13Ich?
39:14Oh, ist der heiß.
39:15Wissen Sie, wo ich stehe?
39:17Unten bei der Metzgerei Meier.
39:18Im Halteverbot.
39:19Gestern habe ich glatten Strafzeitel bekommen.
39:21Leute, sehen Sie mal.
39:22Auf die Rosenheimer Polizei ist doch Verlass.
39:29Super.
39:33Wie lange dauert das noch?
39:35Mein Kollege kommt gleich.
39:37So, was habe ich gesagt?
39:41Wieso haben Sie unsere Wohnung durchsucht?
39:43Wir hatten unsere Gründe dafür.
39:46Sie machen Marmelade ein?
39:49Ja.
39:51War die Marmelade vergiftet?
39:53Ja.
39:54Die aus dem Kühlschrank in der Feierwecke ich.
39:56Genau die.
39:57Welche Marmelade ist der Bruder normalerweise?
40:00Erdbeermarmelade.
40:01Von der Sabine.
40:03Die vergiftete Marmelade war Erdbeermarmelade.
40:07Also, war es Sabine?
40:10Nein.
40:11Die Sabine Tauber hat dieses Jahr ausnahmsweise Kirschmarmelade eingekocht.
40:16Welche Marmelade haben Sie eingekocht, Frau Lugner?
40:19Erdbeermarmelade.
40:22Wir haben die Erdbeermarmelade aus Ihrer Küche mit der vergifteten Marmelade verglichen.
40:27Sie enthalten zu 100% dieselben Beschaffenheitsanteile.
40:30Sie haben dem Valentin Lugner die vergiftete Marmelade untergeschoben.
40:35Mein Gott.
40:36Ich habe es für dich getan.
40:39Du wärst so viel zu feig dazu gewesen.
40:42Du hast dich mit seinen Almosen begnügt.
40:45Wie hätt's denn weitergehen sollen?
40:47In zwei Tagen hättest du den Offenbarungseid leisten müssen.
40:50Der Valentin Hemmerkäufer.
40:53Herr Lugner, bitte.
40:55Mit seinen homöopathischen Geldspritzen, damit auch schön die Abhängigkeit erhalten bleibt.
41:00Dann wollte er dich auch noch enterben.
41:03Ich hab's einfach satt gehabt, wie wir alle nach seiner Pfeife tanzen mussten.
41:07Frau Lugner, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:09wegen des dringenden Tatvertrags Valentin Lugner Morde zu haben. Michi, abhören.
41:13Frau Lugner, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:18Ich hab gehört, Sie haben Ihren ersten Fall gelöst.
41:20Ach, die Marmelade.
41:22Hofer und ich, ja.
41:23Schön.
41:24Sagen Sie, haben Sie eigentlich schon eine Wohnung?
41:26Die hab ich, ja.
41:28Fiks?
41:29Hofer hat mir schon gesagt, dass Sie ein fixer Kerl sind.
41:32Also, bis morgen.
41:34Bis morgen.
41:36Ich bin ja mal gespannt, ob ich schon wieder ein Knäuelchen hab.
41:49Ja, Mama, ich...
41:51Ich weiß, dass ich mich lange nicht gemeldet hab.
41:53Ja, Mama.
42:06Untertitelung des ZDF, 2020
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