Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:39Musik
01:05Musik
01:51Marie, glaubt das nicht, wir müssen das synchron machen. Auf drei.
01:56Musik
02:03Eins, zwei, drei.
02:09Wie, wo geht's?
02:10Ja, grüß dich. Du, einen toten Geschäftsmann haben sie gefunden in seinem Haus im Pinzwang.
02:16Todesumstände sollen nicht ein bisschen ungewöhnlich sein.
02:18Was soll ich wissen?
02:19Du fährst halt hier und schaust das an.
02:21Wer ist der Tote?
02:22Eberhard Winkel, 45 Jahre alt, viel zu jung.
02:25Was räuchelt denn bei dir so im Hintergrund?
02:27Ach, das ist die Marie.
02:29Ach so, die Marie. Bitte.
02:32Marie!
02:34So wär das nix. Du musst eine Spiral nehmen, sonst kriegst du den Abschluss nie frei.
02:39Was hast du da rein?
02:40Ich muss weg.
02:41Das ist doch Tipp. Immer wenn's ein Problem gibt, muss er weg.
02:45Ich muss ja manchmal weg, wenn's kein Problem gibt.
02:49Was, was, Korbinian? Schau, dass du weiterkommst!
03:05Und?
03:06Ich kann die Vermutung des Notarztes nur bestätigen. Der Mann ist an den Folgen von Bienengift gestorben.
03:14Ich hab fünf Einstiche gefunden. Die Spurensicherung hat aber nur einen einzigen Kadaver entdeckt.
03:20Ist die Frage, wo sind denn die restlichen? Eine Biene verändert ja, wenn sie einmal gestochen hat.
03:25Ja, die Frage ist ja auch, wie sind die Bienen überhaupt da hingekommen? Ich mein, da ist ein Moskitonetz, Insektengitter...
03:33Durch die Tür.
03:35Ah, schön.
03:38Wegen ein paar Insektenstichen. Ich mein, wie viele Bienen braucht man, um einen Menschen zu töten?
03:44In seinem Fall eine einzige.
03:47Er muss gegen Bienengift allergisch gewesen sein.
03:50Ich hab in seinem Nachtschränkchen mehrere Fläschchen eines Antihistaminikums gefunden.
03:55Oh, Antihistaminikum.
03:57Das ist ein Mittel gegen allergische Reaktionen.
03:59Ja, ich weiß.
04:02Ich freu mich nur, warum er nicht gleich noch dem ersten Stich was eingenommen hat.
04:06Vielleicht ist er gar nicht erst aufgewacht.
04:08Ist unwahrscheinlich.
04:12So ein anaphylaktischer Schock, der geht mit Atemnot, Herzrasen und Juppreiz einher.
04:18Das muss er bemerkt haben.
04:21Haben Sie die Hämatome gesehen?
04:25Irgendjemand hat ihn mit Gewalt aufs Bett gedrückt.
04:28Und die Wirkung des Giftes abgewartet.
04:31Sie meinen, jemand, der auch dafür gesorgt hat, dass ihnen die Bienen gestochen haben?
04:37Wie bitteschön kriegt man Bienen dazu, einen bestimmten Menschen zu stechen?
04:40Bienen stechen, wenn sie sich bedroht oder eingeengt fühlen.
04:44Ja, und?
04:46Alle Einstiche sind in der Kopf- und Halsregion.
04:50Das Kissen.
04:51Mhm.
04:53Das ist gut.
04:57Und der Todeszeitpunkt?
04:58Der war gestern Abend zwischen 22 und 24 Uhr.
05:01Vielen Dank, Frau Doktor.
05:04Die Bienen habt ihr sichergestellt, oder?
05:06Sowieso.
05:07Gut, dann bringt sie ihn ins Labor zusammen mit dem Kissen, auf dem der Tode liegt, ja.
05:10Gut, und so weit sind wir klar.
05:12Servus bei uns.
05:12Wunderbar.
05:13Grüß dich.
05:14Grüß dich Holger.
05:15Servus.
05:16Michi, kannst du dir eines sagen, wie kommt man zu so einem nobelen Anwesen?
05:20Ja, mein Gott, ein Haufen Geld halt, ne?
05:22Nicht eh.
05:23Schau.
05:25Jachten, Boote, Zubehör.
05:27Dann hat er ein Dings, äh, äh, äh, Bootswerft in Brin.
05:30Hat übrigens einen Mitarbeiter angerufen und aus Bantlgritz, äh, wo es dann weiterwinkt.
05:35Ein gewisser Reut.
05:37Äh, Ewald Reuter.
05:39Hat der Tod der Angehörige?
05:41Ja, meine Frau, Cornelia Winkler, die haben aber getrennt gewohnt.
05:45Sie in der Thalheimer Straße in Rosenheim, gleich hinter dem Markt.
05:48Das weiß ich von der Haushälterin.
05:50Und die hat den Toten auch gefunden.
05:52Ja, ja.
05:53Einen Notarzt hat sie gleich gerufen.
05:56Ja, willkommen.
05:58Na, sehen Sie an.
06:00Der Kollege ist also auch schon da?
06:02Ja, freilich.
06:03Schöne heraume Zeit.
06:04Ich hab mir bereits einen Überblick über die Lage verschafft.
06:07Und?
06:07Schön, die Lage?
06:09Was haben Sie gemacht?
06:10Ich hab gearbeitet.
06:12Soll auch vorkommen.
06:14Hallo, Herr Doktor.
06:17Was hat Sie rausgefunden, unser Herr Doktor?
06:20Ja, es deutet einiges auf eine Gewalttat hin.
06:22Als Mordwaffe hätten wir es dann mit Bienen zu tun.
06:25Bienen?
06:26Leider Bienen, ja.
06:29Unser Opfer war allergisch gegen Bienengift.
06:31Das heißt, der Täter muss das gewusst haben.
06:33Dann fahren wir doch mal gleich rüber zu seinem Geschäft
06:36und fragen die Mitarbeiter, wer ist da?
06:37Ich weiß Reuter.
06:39Aber was du davon gewusst hast?
06:41Ja.
06:41Frieden ist lautig.
06:42Ja.
06:44Herr Reuter?
06:45Ja, was kann ich für Sie tun?
06:47Hofer, Kripp, Rosenheim.
06:48Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Herr Winkler tot ist.
06:51Tod?
06:52Ja, Herr Reuter.
06:53Und das sieht so aus, als hätte dir jemand nachgeholfen.
06:56Ja, was?
06:57Mord.
06:58Wir nehmen an, dass Herr Winkler ermordet wurde.
07:00Und zwar mit Hilfe von Bienen.
07:02Von Bienen?
07:03Den Insekten?
07:05Ja.
07:05So was habe ich überhaupt noch nicht gehört.
07:07Ich auch noch nicht.
07:08Sie wussten nichts von Herrn Winklers Bienengiftallergie.
07:12Allergie?
07:12Der Winkler?
07:13Na.
07:15Allerdings hat er wohl recht Angst gehabt vor den Viechern.
07:18Das ist mir schon aufgefallen.
07:20Da war er fast panisch.
07:23Allergie.
07:24Wer hat denn das gemacht mit den Bienen?
07:27Wir stehen noch ziemlich am Anfang unserer Ermittlungen.
07:30Wir fragen gerade jeden nach seinem Alibi.
07:34Klar.
07:37Ach so, von mir brauchen Sie A1.
07:40Ja.
07:41Routine, verstehe.
07:42Bitte.
07:44Es handelt sich um die Zeit gestern Abend zwischen 22 und 24 Uhr.
07:49Ja, da war ich auf dem See.
07:51War ziemlich kalt.
07:53Aber eine wunderschöne Mondnacht.
07:55Nein, danke.
07:57Nein, danke.
07:58Ja, ich brauche erst mal einen.
08:01Waren Sie da allein?
08:04Die Zeiten der Zweisamkeit sind fürchtlich vorbei in meinem Alter.
08:10Also, ja.
08:12Ach so, ja, ich war allein.
08:16Wie war denn Ihr Verhältnis, Herr Winkler?
08:19Tadellos.
08:22Er hat mir völlig freie Hand gelassen, was die Führung der Geschäfte betrifft.
08:26Er selber hat sich mehr aufs Repräsentative konzentriert.
08:29Auf die Kundenpflege und den Prosecco zum Kaufabschluss.
08:33Laufen die Geschäfte gut?
08:34Top.
08:36Wir haben ja unsere Stammklienten mit ihren Booten auf dem Chiemsee.
08:40Und einige von ihnen haben ihren Zweitwohnsitz rund ums Mittelmeer.
08:43Die beliefern wir auch.
08:46Das finden wir alles in den Geschäftsbühen.
08:48Ja, ich kann Ihnen gerne Kopien machen.
08:50Geben Sie uns einfach die Originale mit.
08:53Ja, wie Sie wünschen.
08:59Kommen Sie bitte.
09:04Oh, Hochsee-Jachten. Nicht schlecht.
09:07Ja, das war in Stockholm.
09:09Dreimal in Folge haben wir da die Regatta gewonnen.
09:13Zweimal in Cardiff.
09:15Aber es ist schon eine Zeit her.
09:17Wie ist die Edelse Gönnebe?
09:18Aber nur hier auf dem See. Regatta geht nicht mehr.
09:21Da bin ich zu alt für.
09:24So, das müsste jetzt alles sein, was Sie brauchen.
09:28Danke.
09:36Ich schalte dann die Tür auf, gell.
09:38Wiederschauen Sie.
09:39Wiederschauen.
09:41So, und diese Woche geht überhaupt gar nichts mehr.
09:45Aha.
09:46Äh, Färben?
09:49Da muss ich jetzt erst einmal nachschauen, gell?
09:55Na, na, Spitzen schneiden reicht.
09:58Ja, schauen Sie nach.
10:00Geht auch nicht.
10:02Wissen Sie was?
10:03Dann schneide ich es mir halt selber.
10:06Haben Sie mich jetzt erschreckt?
10:09Weil ich Sie dabei erwischt habe, wie Sie vom Büro aus mit Ihrem Friseur telefonieren?
10:13Der hat mich angerufen.
10:17Hufe und Lin sind unterwegs?
10:18Äh, der eine ist unterwegs und der andere befragt eine Zeugin.
10:22Warum?
10:23Ich habe einen Attentat auf die beiden vor.
10:26Frau Ortmann, wenn ich Ihnen irgendwie behilflich sein kann.
10:29Danke.
10:31Ich sage Ihnen dann Bescheid, wenn beide wieder zurück sind.
10:38Ruf ihr halt den Friseur Huber an.
10:56Ah, Entschuldigung, wissen Sie vielleicht, wo ich Frau Winkler erreichen kann?
11:00Ja, die steht vor Ihnen.
11:03Oh, das trifft sich gut. Mein Name ist Lind.
11:06Griporosa, dann kann ich Sie kurz sprechen.
11:08Wichtig? Ich muss eigentlich zur Arbeit.
11:11Ja, es ist schon wichtig. Wo arbeiten Sie denn?
11:13Vielleicht kann ich Sie ein Stück begleiten.
11:14Wo sie es gerade ergibt.
11:16Ich bekaufe Versicherungen.
11:18Da komme ich meinen Kunden meistens entgegen.
11:20Worum geht es denn?
11:22Ihr Mann ist allem Anschein nach ermordet worden.
11:26Ermordet?
11:27Das ist schrecklich.
11:31Mein Mann und ich, wir leben schon lange getrennt.
11:33Große Gefühle existieren dann nicht mehr.
11:36Schrecklich finde ich das trotzdem.
11:38Warum leben Sie getrennt?
11:41Eine Affäre, die mein Mann mir nicht verziehen hat.
11:44Dauert diese Affäre noch an?
11:47Nein. Das ist längst zu Ende.
11:49Aber was ich so gehört habe, muss mein Mann dem Armen ziemlich zugesetzt haben.
11:53Was heißt das?
11:55Er hat irgendwelche Leute engagiert, die ihm seine Bienenstöcke zerstören und solche Dinge.
12:02Bienenstöcke?
12:03Der Mann betreibt eine Imkerei in unserer Nachbarschaft.
12:06Beziehungsweise in der meines Mannes.
12:08Wir wissen zwar nicht genau, wie der Täter das angestellt hat, aber Ihr Mann ist durch mehrere Bienenstiche ums Leben
12:13gekommen.
12:14Wie heißt denn der Nachbar?
12:18Horst Gübel. Aber den haben Sie doch jetzt nicht im Verdacht.
12:22Entschuldigung.
12:24Winkler?
12:26Ja, grüß Sie.
12:29Ja?
12:31Ja, das kann ich mir einrichten.
12:34Das ist Times Square.
12:36Ja?
12:37Kenn ich.
12:38Gut.
12:39Heute Abend, halb acht.
12:41Wiederhören.
12:45Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Gübel mit dieser Sache etwas zu tun hat.
12:49Wo waren Sie gestern Abend zwischen zehn und zwölf?
12:52Ich?
12:55Oben in meiner Wohnung.
12:57Kann das irgendjemand bezeugen? Gab es Anrufe, Kundengespräche?
13:02Nein.
13:04Danke.
13:14Frau Stockl!
13:16Schreien Sie heute nicht so!
13:20Ich dachte, Sie sind unterwegs?
13:22Nein, ich bin schon da.
13:23Komm jetzt doch mal her, bitteschön.
13:25Also, setzen Sie sich mit den Anwälten von Herrn Windler in Verbindung, Bader und Partner in Prien.
13:31Ich möchte wissen, wer sein Vermögen erbt.
13:33Und dann schauen Sie sich noch diese Abrechnungen an, ob Sie da auf Hungerreimtheit stoßen.
13:37Ja.
13:38Hört!
13:43So, und das ist die Nummer von Bader und Partner in Prien, bitteschön.
13:51Vielen Dank, Herr Hofer.
13:52Ja.
13:54So.
13:57Frau Stockl!
13:58Versuchen Sie doch bitte mal einen Horst Göbel in Pinswang zu erreichen, ja?
14:01Wie heißt der?
14:02Der heißt Horst Göbel, ist Imker und wohnt in Pinswang. Und wenn er kein Handy hat, versuchen Sie es auf
14:10dem Festnetz und sagen mir Bescheid, wenn er zu Hause ist.
14:12Mhm.
14:12Halt ihn zum Mai.
14:19Frau Ortmann, grüße Sie. Die beiden Herren werden jetzt im Büro.
14:23Mhm. Danke. Wiederhören.
14:27Was, ein Fahrkurs?
14:30Ja.
14:30Den wir absolvieren sollen.
14:31Wäre schön, wenn Sie sich dazu bereit erklären.
14:34Ich habe festgestellt, dass der Benzinverbrauch der Rosenheimer Polizeifahrzeuge mit 12 Litern pro 100 Kilometer im Schnitt relativ hoch ist.
14:42Ökologisch wie ökonomisch gesehen ist das nicht gerade sinnvoll.
14:45Deswegen dachte ich, es kann nicht schaden, was andere Firmen schon seit längerem praktizieren.
14:49Ihren Mitarbeitern die Grundzüge benzinsparenden Autofahrens zu vermitteln.
14:52Ja, Frau Ortmann, der Ansatz ist ja gut und schön. Aber in unserem Beruf ist das so eine Sache.
15:00Stellen Sie sich vor, wenn wir einen Verdächtigen verfolgen oder ein Fluchtfahrzeug, da können wir nicht auf den Benzinverbrauch achten.
15:06Weil die Flüchtigen ja auch nicht in erster Linie an Spritsparen denken.
15:10Andererseits nehmen Verfolgungsfahrten gerade mal 1,3 Prozent aller Dienstfahrten in Anspruch, sodass in den restlichen 98,7 Prozent das
15:19Argument nicht so recht greift.
15:22Na gut, wenn man das so sieht, dann kann man quasi zu Ihrem Vorschlag gar nicht mehr eins sagen.
15:27Schlecht.
15:29Na gut, und wann denkst du, soll dieser Kurs stattfinden?
15:32Warum nicht gleich?
15:34Bis Frau Stockel Ihre Anfrage erledigt hat, hat sie eine kleine Lücke und Herr Achtziger hat ebenfalls gerade Zeit.
15:39Der Achtziger?
15:40Er steht voll hinter dieser Idee. Und er hat den Kurs selbst schon erfolgreich absolviert und sich bereit erklärt, Ihnen
15:45seine Kenntnisse zu vermitteln.
15:47Oh, dann spart man ja sogar noch die Kosten für den Fahrlehrer.
15:52Na dann.
15:53Na dann.
15:55Einen kleinen Schatten hat sie schon die Verordnung, jetzt mich fragen.
15:58Herr Zeeb, ist das ja gar nicht so schlecht.
15:59Okay.
16:02Augenblick noch, Herr Lehm.
16:03Ja, wir warten.
16:04Ich habe sonst nichts zu tun.
16:06Das heißt ja, folgendes.
16:08Die KTU hat den sichergestellten Bienenkandaver eindeutig als Stichverursacher des Insekt identifiziert.
16:15Hast du das auswendig gelernt?
16:16Ja.
16:17Und dann haben sie noch das andere Kissen untersucht und dabei haben sie Teile von anderen Bienen gefunden.
16:21Also Stachelreste, Härchen, Flügel, Streifen.
16:25Es schaut so aus, als hätte der Mörder die Bienen in dem Kissen versteckt und später wieder ausklärt, damit keiner
16:29was merkt.
16:31Gut, oder?
16:32Hervorragend, Michi. Mach mal ich das so.
16:35Was hat der denn?
16:36Frau Unterricht, Bayern 80er, genau wie ich.
16:41Also, auf geht's.
16:44Nervös?
16:45Na, ich werde schon sehen.
16:46Überhaupt kein Problem mit dem Bezilsprang.
16:48Das schaffen wir schon.
16:49Also, auf geht's.
16:50Das ist ja berührend.
16:52Sehr gut.
16:56Also das A und O bei der ganzen Sache ist natürlich, dass man im unteren Turmbereich bleibt.
17:01Also nicht unnötig Gas geben, das kostet logischerweise Benzin.
17:05So, jetzt können wir den Motor starten.
17:09Wir legen den ersten Gang ein und fahren behutsam los.
17:15Ganz wichtig, bereits nach einer Wagenlänge schalten wir in den zweiten.
17:22So, dabei werfen wir immer wieder mal einen Blick auf den Tourenzähler, damit die Nadel nicht in den Tabubereich kommt.
17:33Was ist der augenblickliche Benzinverbrauch?
17:375,9.
17:38Hm?
17:40So, und jetzt kommt Phase 3.
17:42Wir schalten vom zweiten Gang nicht in den dritten, sondern, er nimmt, in den vierten.
17:48Jawohl, weil der dritte ist er der Spritfresser schlechthin.
17:53Und im vierten bleiben wir schön im unteren Drehbereich.
17:57Wenn der Motor nicht abstimmt.
17:59So, was ist der augenblickliche Benzinverbrauch?
18:02Ah, 4,7 Liter bei 42 kmh.
18:07Sind wir ja voll im grünen Reich.
18:15Was man bei dieser Fahrweise einspart, gibt man hintenrum leicht wieder aus, nicht wahr?
18:19Ja, Frau Stockl, was gibt's?
18:20Herr Hofer, ich habe jetzt den Imker erreicht, der wäre auf seiner Farm.
18:24Na super, dann fahren wir gleich aus.
18:26Danke.
18:28Wir haben eine Befragung in Pinswang.
18:30Möchten Sie uns hinfahren?
18:31Nein, nein, danke.
18:32Mein Bedarf an Autofahren ist für heute gedeckt.
18:37Sollen wir Sie irgendwo absetzen?
18:38Ach, nein, nein. Lassen Sie mal.
18:54Herr Gübel?
18:57Na, die Herren von der Polizei?
18:59Ja, ganz rechts.
19:01Hauptkommissar Lindh, das ist mein Kollege, der Herr Hofer.
19:03Grüß Gott.
19:04Bist du gerade rauschauer?
19:05Ja, der Drahtstrom ist an.
19:07Drahtstrom.
19:08Die Drahtstromfalle, damit die Bienen ihr Gift abgeben.
19:12Sie produzieren Bienengift?
19:14Dann fahren wir Zalten aus München.
19:16Ibamed.
19:18Wir haben Sie auf Injektionspräparate für Allergiker spezialisiert.
19:23Spritzen, damit die Allergiker immun werden gegen das Gift.
19:28Setzt man das nicht auch gegen Rheuma ein?
19:30Ja, richtig.
19:31Honig produzieren Sie aber auch?
19:33Na schon, Sortenhonig.
19:34Ich bin ganz schön unterwegs mit meinen Völkern, wo ich gerade die Blüten stecken.
19:38Aber das hier ist meine Basisstation.
19:40Und da drüben, da stand ein berühmter Weißtannenhonig.
19:44Ist das was Besonderes?
19:45Na ja, das gibt es halt nicht gerade in rauen Mengen.
19:48Ja, dementsprechend hoch sind die Preise.
19:50Allerdings wirkt sogar ein Sternkoch dafür.
19:52Jetzt sind sie am Weg der Hallenmarkt alle ganz wild noch mal in Honig.
19:55Das Geschäft läuft also gut.
19:57Ja, im Augenblick schon.
20:00Deshalb seid ihr wahrscheinlich nicht hergekommen.
20:01Stimmt.
20:02Ihr Nachbar, der Herr Winkler, ist ermordet worden.
20:06Ich hab's gehört.
20:07Herr Winkler ist an einer allergischen Reaktion auf Bienengift gestorben.
20:10Und das nicht zufällig.
20:12Da fahre ich jetzt als erstes ein Imker ein.
20:14Da fällt uns ein Imker ein, der große Probleme mit seinem Nachbarn gehabt hat.
20:19Darüber würden wir uns das gerne unterhalten.
20:22Ja, weil du doch SDVO-Experte bist.
20:26Ja, genau.
20:28Nein, eine rote Ampel.
20:30Wie lang?
20:31Ja, vielleicht eine Sekunde drüber oder so.
20:3450 Euro.
20:36Ah, und drei Punkte.
20:39Und was wär bei zwei Sekunden?
20:44200 Euro.
20:46Vier Punkte.
20:48Plus was?
20:49Ein Monat Fahrverbot.
20:51Jetzt hör mal aber auf.
20:52Was wär jetzt bei drei Sekunden?
20:57Oh Gott, das war einer.
20:59Die Cornelia.
21:01Die war halt recht vereinsamt.
21:04Der Mann ist von einer Bootsmesse zur nächsten, der ein paar Wochen lang unterwegs.
21:08Na ja, da ist sie halt öfter mal hierher.
21:12Wie hat Herr Winkler von diesem Verhältnis erfahren?
21:16Die Cornelia hat's ihm erzählt.
21:18Das war nicht so schlau.
21:20Danach hat er begonnen, Ihnen das Leben schwer zu machen.
21:24Das ist völlig absurd, wie er hier auftaucht ist.
21:26In Imkermontur wegen seiner Bienenallergie.
21:29Wer mir gedroht hat, dass wenn ich die Finger nicht von der Cornelia lasse, dass ich mein blaues Wunder erleben
21:33werde.
21:33Und, haben Sie sich dran gehalten?
21:35Ja, halb im Hinblick auf die Cornelia, dass er sich wie der daheim mitspielt.
21:41Aber ich hab ja geraten, dass sie sich von ihm trennt.
21:44Woran Sie sich denn auch gehalten hat?
21:47Ja, danach ist es so richtig losgegangen.
21:49Bienenstöcke sind zerstört worden.
21:51Zwei Mal hat es im Lager Feuer gegeben.
21:53Und einmal werden wir fast die ganze Farbe niederbrennen.
21:55Täter wurden nie ermittelt.
21:57Ich hab ganz genau gewusst, dass er das gewesen ist.
21:59Sie meinen, das war sein persönlicher Racherfeldzug?
22:02Ja.
22:05Später ist er dazu übergegangen, die ganzen Ländereien ringsherum aufzukaufen.
22:08So sind wir zu unmittelbaren Nachbarn geworden.
22:10Was hat er davon gehabt?
22:13Er hat gemeint, dass er wegen seiner Bienenallergie gerichtlich dafür sorgen kann,
22:17dass ich meinen Betrieb einstellen muss.
22:19Das hat nämlich mein entsprechendes Urteil gegeben.
22:22Damit ist er aber nicht durchgekommen.
22:23Nein, weil er offenbar in Absicht und sich nachträglich zu meinem Nachbarn gemacht hat.
22:29Da kann man sich dann schon fragen, wie man so ein lästiges Wimmerl wieder los wird, gell?
22:33Ja, aber nicht so.
22:36Ja, trotzdem, Herr Göbel, Sie haben zugegeben, für die Tatzeit keine Alibi zu haben.
22:40Deshalb müssen wir Sie bitten, sich zu unserer Verfügung zu halten.
22:42Ja, und ein paar Bienen aus Ihren Stöcken würden wir auch gerne mitnehmen,
22:46für einen kriminaltechnischen Vergleich.
22:48Weil er dir ausgerechnet Bienen aus meiner Völker verwenden täte.
22:51Was muss?
22:52Nehmt euch was gebraucht.
22:54Da nehmt euch gleich ein paar Prospekte von mir mit.
22:56Damit ihr euch mit meiner Philosophie vertraut machen könnt.
22:59Die Natur dazu verwenden, dass man Lehm erhält, nicht dass man es vernichtet.
23:03Wenn es schon dabei sein könnte, so einen Weißtarnhonig auch?
23:06Vielleicht noch ein paar Kerzel für die Kinder?
23:08Ja, gerne.
23:08Nur seinen Weißtarnhund.
23:17Es stellt ja einiges her, der Herr Göbel.
23:20Propolis, Pollen, Gelee Royale, alles was gesundes für den Menschen.
23:24Dem scheint es ernst zu sein mit seiner Philosophie.
23:27Was aber noch lange nicht heißt, dass er nicht fähig ist, einen Menschen umzubringen.
23:30Ja, aber das macht zumindest nachvollziehbar, dass Frau Winkler sich mit ihm eingelassen hat.
23:35Mein Schwarm der Imker.
23:38Ja, unsere Fahrschüler.
23:40Habt ihr das gelernt, wenn wir ein 80er?
23:42Ich denke, wir brauchen noch ein paar Stunden, bis wir das genauso gut können wie der Chef.
23:47Was haben Sie denn da dabei?
23:50Ein paar Lebewesen, die etwas fleißiger sind als Sie, Frau Stockl.
23:54Da redet der Richtige.
23:55Frau Stockl, damit können Sie sich die Arbeit ein wenig versüßen.
24:00Ui, ein Honig, danke. Süß.
24:02Bitte, mich und du bringst die Bienen zur KTU. Die sollen diese Bienen mit unseren Mörderbienen vergleichen.
24:08Alles recht. Wir fliegen.
24:10Guten Flug.
24:11Ich habe übrigens mit den Anwälten vom Winkler telefoniert und die haben gesagt, dass die Frau alles erbt.
24:18Die genaue Aufstellung von den Besitztümern schicken sie uns noch zu.
24:21Und sie haben auch gesagt, dass die Frau ein ganz schönes Glück gehabt hat, dass der Mann gerade jetzt gestorben
24:25ist.
24:26Wieso das?
24:28Na ja, sie hat die Scheidung eingereicht und laut Ehevertrag hätte die ganz schön alt ausgeschaut.
24:32Sie hat nämlich nur einen Pflichtanteil bekommen und dagegen hat sie auch schon prozessiert.
24:36Da werden wir die Frau Winkler nochmal befragen müssen.
24:38Das ist gut, ich treffe dich heute Abend mit einem Kunden im Times Square.
24:41Wann?
24:41Wann, halb acht glaube ich.
24:44Apropos Fleiß. Ich bin die Geschäftsunterlagen vom Winkler durchgegangen.
24:49Und?
24:50Die Rechnungsnummern sind nicht durchlaufend, da fehlen einige.
24:53Da sollten wir Herrn Reuter doch mal fragen, wo die sind.
24:56Und sie fleißiges Bienchen sind so nett und rufen das Finanzamt an.
24:59Die müssten ja alle Rechnungen haben.
25:05Fehlende Rechnungen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
25:08Vielleicht hat sie ja Winkler nach Hause gemacht.
25:10Da haben wir aber nichts gefunden.
25:12Verstehe ich nicht.
25:13Dann sind sie vielleicht irgendwo anders reingerutscht.
25:15Und wenn sie das Boot später ins Wasser lassen?
25:24Werden wir nachschauen.
25:26Zu uns dieser Leute.
25:35Ich hab mir schon gedacht, ihr interessiert euch gar nicht für den Bericht.
25:37Dann stellt sich die Frau Doktor extra fertig und ihr kommt dann ewig nicht daher.
25:40Wir haben sonst auch noch ein bisschen was zu tun.
25:42Steht denn was wesentlich Neues drin?
25:43Insgesamt haben wir sechs Einstiche.
25:46Er ist am Bienengift gestorben.
25:48An dem Bienengift, da stirbt man nicht direkt.
25:50Er da ist an den Folgen davon gestorben.
25:52Die wären...
25:54Atemstillstand ausgelöst durch das Gift.
25:57Aber das ist doch was.
25:59Der Täter hat Lederhandschuhe getragen.
26:01An den Hämatomen im Schulterbereich konnten Abriebpartikel festgestellt werden.
26:07Er hat sich offenbar noch gewehrt.
26:09Er hätte auch eine Frau die Kraft gehabt, ihn niederzudrücken.
26:12Und davon was für eine Frau Sie meinen?
26:16Das Ganze hat nicht allzu lange gedauert.
26:18Doch das könnte auch eine Frau schaffen.
26:20Was ist mit dem Tunstakt?
26:2523 Uhr.
26:27Danke.
26:38Schmeckt er denn nicht?
26:41Zu gesund.
26:44Ich sehe, ihr habt eine Beschäftigung gefunden.
26:47Apropos Beschäftigung, Herr Hofe.
26:49Ihr Schwester hat gerade angerufen.
26:50Sie sollen zum Schmidthuber-Franz fahren und die elektrische Spirale mitnehmen.
26:54Die normale funktioniert nämlich nicht.
26:56Und wann bitte soll ich das machen?
26:58Nein, vielleicht vor dem Times Square.
27:00Ist eh gleich soweit.
27:02Und ich habe noch eine Beschäftigung für Sie.
27:04Vom Finanzamt sind die fehlenden Rechnungen vom Winkler reingekommen.
27:08Bitte schön.
27:10Danke, Herr.
27:11Das ist aber schnell gegangen.
27:13Dafür lassen Sie sich bei der Steuerrückzahlung umso mehr Zeit.
27:18Danke.
27:20Hey.
27:24Na ja. Und?
27:30So, ich mache jetzt Feierabend, gell?
27:32Ja.
27:33Ist recht.
27:34Für dich.
27:34Bitte schön.
27:35Hey, kommst du?
27:36Für dich.
27:37Herr Mohr?
27:38Ja?
27:39Für Sie habe ich noch einen Spezialauftrag.
27:41Ja.
27:42Ja.
27:44Äh, schauen Sie doch bitte mal, ob Sie irgendeinen von diesen Kunden erreichen, auf die die Rechnungen ausgestellt sind.
27:50Okay.
27:51Vielleicht ergibt sich ja irgendwas Neues.
27:53Eher heute oder eher morgen?
27:55Wie viel haben wir?
27:56Gleich sehen wir.
27:57Dann eher heute.
27:58Und die nimmst du auch noch mit.
27:59Danke, ganz lieb.
28:29Bitte.
28:44Ja.
28:47Ja.
28:50Ja.
28:51Ja.
28:51Das ist mein Kollege, der Herr Hofer.
28:52Ist gut.
28:54Wir haben mit den Anwälten Ihres Mannes gesprochen.
28:57Sie wollten sich scheiden lassen?
28:58Ja.
29:01Ich will es noch mal versuchen.
29:05Heiraten.
29:07Ich hoffe, dass es diesmal besser klappt.
29:10Wer ist denn der Glückliche?
29:12Vielleicht, äh, Horst Göbel?
29:16Nein.
29:18Er ist ein Kunde von mir.
29:20Und ich hoffe, dass Sie den jetzt nicht auch noch verdächtigen.
29:23Hätten wir den Grund dazu?
29:25Er ist seit einer Woche auf Geschäftsreise in den USA.
29:28Na, das klingt doch zumindest nach einem soliden Alibi.
29:31Und soliden Einkommensverhältnissen.
29:33Sehr solide.
29:34Aber auf den Reichtum Ihres Mannes wollten Sie trotzdem nicht so ganz verzichten.
29:37Sie wollten den Ehevertrag anfechten und prozessieren.
29:41Ich wollte von meinem Recht Gebrauch machen.
29:44Tja, das hat sich ja nun erübrigt.
29:46Letzens Wittler und frei für die Ehe.
29:49Ja, eine schöne Mitgliedstamms auch.
29:51Ja, hab ich.
29:53Und wissen Sie was?
29:54Ich bin kein bisschen traurig darüber.
29:57Schönen Abend noch.
30:10Oh, Marie.
30:11Weißt du, was ich vergessen hab?
30:13Spirale.
30:14Scheiße.
30:14Kannst du ganz laut sagen.
30:16Was machen wir jetzt?
30:17Tja, ich mach nix.
30:19Mit dem Muster, aber ich hab heute bestimmt keine Zeit.
30:22Nein, Kabine, wie oft ich das schon gehört hab.
30:25Aber gut, wollen wir mal nicht so sein.
30:27Ich nehm dir das Problem ab.
30:28Aber dafür nehm ich mal das Wochenende frei.
30:33Gut, das ist ein Wort.
30:35Und den Montag dazu.
30:37Vielleicht den Dienstag auch noch?
30:39Wen's meinst?
30:40Mhm.
30:43Gut.
30:44Ausgemacht ist ausgemacht.
30:48Sag einmal, was ist denn das für eine rote Schachtel da hinten?
30:51Das da?
30:51Ja.
30:53Eine Spirale?
30:54Eine elektrische.
30:56Wie kommt denn die da her?
30:58Schmidt Hofer, Franz hat's vorbeigebracht.
31:00Ich hab ihn gestern einmal angerufen, ob du's abgeholt hast.
31:02Aber während wir's gedacht hab, hast du's natürlich vergessen.
31:05Du hast gleich so voll übern Tisch zu.
31:08Nein.
31:09Marie, diesmal hast du das übertrieben.
31:11Jetzt ist Schluss.
31:12Aus, Äpfel, Amen.
31:14Leb wohl.
31:25Schön, schön, dann kommen Sie also gut voran in Ihrem Fall.
31:28Ja, wir sind guter Dinge, nicht wahr?
31:30Ja, ja.
31:30Gut.
31:32Herr Achtziger, haben Sie das schon ausgerechnet, was das kostet?
31:35Das Malier und Ampel.
31:37Schwer zum Sagen.
31:38Ich weiß ja nicht, wie lange die Ampel schon auf Haut geschaltet war.
31:42Mir kam's wie eine Ewigkeit vor.
31:44Das ist der Schock.
31:45Das ist bei Unfällen ganz genauso.
31:47Da scheint sich die Zeit zu dehnen.
31:48Ja, ja.
31:49Aber das ist nur subjektiv.
31:51Ja.
31:52Danke für Ihr Mitgefühl, Herr Lint, aber ich fürchte, dass es doch mindestens drei Sekunden waren.
31:58Waren's nicht der Achtziger?
32:00Warum?
32:01Es waren exakt drei Hundertstel unter einer Sekunde.
32:04Was bedeutet, dass Sie Ihren Führerschein behalten dürfen?
32:06Äh, woher wissen Sie?
32:15Wir haben uns das von den Kollegen geben lassen.
32:19Bei den Punkten geht das ja leider nicht, Herr Achtziger.
32:22Aber die Geldbuße, die teilen wir uns natürlich.
32:25Also bitte, Herr Hofer, sonst noch was?
32:26Ich hab's einprokter, so wie ich's selber auslöffeln.
32:28Ja, aber Sie wissen doch, Chef, mitgegangen, mitgegangen.
32:31Naja.
32:32Deswegen wird das keiner aufhängen.
32:34Meine Herren.
32:36Das bleibt natürlich unter uns, ne?
32:39Datenschutz.
32:40Dann, selbstverständlich.
32:42Na ja.
32:59Gibt's ja nicht, oder?
33:01Mei, oh mei.
33:03Mei, oh mei.
33:08Ah, halt.
33:09Moment, mein Herren.
33:10Das ist gerade per Kurier von den Anwälten von Eberhard Winkler reingekommen.
33:14Der hat doch tatsächlich das Land um den Göbel Salbinenform aufgekauft.
33:19Ja, das wissen wir schon.
33:20Aber wisst ihr auch, dass er das der bayerischen Staatsregierung zur Verfügung stellen wollte?
33:24Nein, wofür?
33:26Die wollten da probeweise Gen-Mais anbauen.
33:29Gen-Mais?
33:30Ja, schauen Sie.
33:32Die haben den ganz schön eingekastelt.
33:34Die armen Viecherl.
33:36Gen-Honig.
33:39Natürlich hab ich von den geplanten Versuchsfeldern gewusst.
33:41Ich hab sogar einen Einspruch hingeschickt an die bayerische Landwirtschaftsverwaltung.
33:45Vielleicht hab ich sogar eine Chance.
33:47Es gibt mir schon die ersten Gerichtsentscheide.
33:50Worüber?
33:50Ja.
33:51Dass man die Maisblüten rechtzeitig abernten muss, bevor die Bienen den Nektar saugen.
33:57Wer kontrolliert denn das?
33:58Legt die doch einmal an mit der Regierung.
34:00Ich weiß, was die sonst noch für Mais-Sorten entwickeln, die sie dann eben nicht mehr abernten brauchen.
34:07Für ihre Farm hier wäre das das Ende gewesen.
34:10Na klar.
34:11Ich glaub sie lieber mit, kauft mir mal Bienengiften ab, wenn die Tiere mit dem Gen-Mais in Kontakt kommen.
34:17Hast du keinem spritzendes Zeug?
34:19Da ist ja keiner, der sich draus entwickelt.
34:22Und meinen Honig, den hätte ich auch vergessen können.
34:25Da ist der Winkler fast doch noch geschafft, sie zu ruinieren.
34:28Laut den Anwälten von Herrn Winkler waren die Verträge über die Nutzung der Felder noch nicht unterzeichnet.
34:34Bei ihrem Einspruch bei der Landwirtschaftsverwaltung müssen die das ihnen doch mitgeteilt haben, oder?
34:38Ja, klar.
34:41Zukunftsmusik sei das.
34:42Haben sie getönt.
34:44Was glauben Sie das?
34:45Aber sie hatten noch eine Chance.
34:47Ach so.
34:48Ja.
34:49Wenn Ihnen Winkler vor der Unterzeichnung das Zeitliches eignet.
34:55Wisst ihr, dass es mal kolossal auf den Zeiger geht?
34:58Wenn es der Winkler nicht schafft, dass er mich fertig macht, dann wird es das jetzt zwar.
35:02Herr Gröbel, wir gehen davon aus, dass Sie in nächster Zeit auf der Farm bleiben.
35:05Sonst müssen wir Sie bitten, uns ins Präsidium zu begleiten.
35:09Ich laufe euch schon nicht davon.
35:14Schauen wir mal.
35:20Michi, Michi, geh mal her, musst du was zeigen.
35:26Nein.
35:28Und das wollen Amtspersonen sein.
35:31Das sind schon, die dürfen uns eh nicht lustig machen.
35:37Na, du Verkehrssünder?
35:39Ach, dir bleibt aber auch nichts verborgen, ne?
35:41Ich habe euch auf dem Foto an der Blitzampel gesehen.
35:44Wo hast du uns gesehen?
35:45Da gehen Kopionen im ganzen Haus.
35:47Als die Jungs von der Streifelspitz gekriegt haben, wer ihnen da ins Netz gegangen ist, gab es kein Halten mehr.
35:52Du liebes bisschen.
35:53Weiß 80er schon davon?
35:55Er trägt es mit Fassung.
35:56Er meint, er würde der Stadt Rosenheim nicht nur Kosten sparen, sondern ja auch noch Geld einbringen.
36:01Oh, nee.
36:03Was hat der 80er gemeint? Man wird uns nicht aufhängen dafür.
36:06Mhm.
36:06Hm.
36:07Ja gut.
36:08So.
36:09Ich bring das einmal der Elfi.
36:12Michi!
36:13Ja.
36:19Servus.
36:20Und?
36:21Hast du es erreicht?
36:22Ja, ich habe es erreicht.
36:23Und zwar bei Kunden vom Winkler.
36:25Nämlich alle die, die die Rechnungen gefehlt haben.
36:27Jetzt haben wir die Rechnungen von denen mit den Rechnungen vom Finanzamt verglichen.
36:31Und was soll ich sagen?
36:32Das Ergebnis?
36:33Die Beträge auf die Rechnungen vom Finanzamt waren in allen Fällen um 15% niedriger.
36:40Das heißt, die Kunden haben mehr gezahlt, als in Winklers Rechnungen ausgewiesen ist.
36:43Ja, genau.
36:45Wollte der Winkler das Finanzamt bescheißen?
36:47Nein, nein, nein.
36:48Die 15% waren gedacht als Rabatt für Stammkunden.
36:52Jetzt hat doch damals irgendwie der Dollar geschwankt oder irgendwas und deswegen ist das nicht gegangen.
36:57So hat das zumindest der Reuter in die Kunden erklärt.
37:00Und der Reuter, der hat die Verkäufe getätigt.
37:03Der Reuter?
37:05Würde mich einmal interessieren, wie der Winkler das gesehen hat.
37:07Der Reuter war natürlich ziemlich irritiert, wenn ihn einer von den Kunden auf das angesprochen hat.
37:11So als hätte er gar nichts davon gewusst.
37:13Schaut ganz so aus, als ob der Reuter den Rabatt als Provision eingestrichen wird.
37:19Wenn er mit Winkler nichts merkt, hebt er die gefälschten Rechnungen ab.
37:24Kann man nur nicht vorstellen, dass der Winkler das einfach so hingenommen hat.
37:27Das sieht ganz nach einem Konflikt aus.
37:29Wenn nicht gar nach einem Motiv.
37:31Mhm.
37:31Das ist aber noch nicht das einzige, was wir wissen.
37:34Nicht?
37:35Moment.
37:39Alle vergessen!
37:43Von der KTU.
37:48Die Todesbiene stammt definitiv nicht aus den Völkern von Horst Göbel.
37:52Was ja erstmal nichts heißen muss.
37:53Auch deutet die Zusammensetzung des Blütenstaubs auf den Herrchen der Biene darauf hin, dass sie nicht im Revier von Göbels
37:59Völkern aktiv war.
38:00Und jetzt kommt's.
38:01Da mich.
38:04Neben Blütenstaub fanden sich an den Herrchen der Biene feinste Staubpartikel von einem Granulat, wie es auf Schiffen zum Absorbieren
38:11von Feuchtigkeit verwendet wird.
38:15Also ich sehe das folgendermaßen.
38:16Der Mörder muss ja die Biene irgendwie zum Tatort gebracht haben.
38:21Jetzt hat er sie wahrscheinlich in eine Dose hineingesteckt, wo vielleicht vorhin das Granulat drinnen war.
38:27Jetzt ist das Granulat darüber auf der Biene draufgepappt.
38:29Das liegt alles auf der Hand.
38:32Michi, wo nimmst du's noch her?
38:35Also so schlau wie du bist, hast du doch bestimmt auch eine Idee, wer die Biene in die Dose hineingesteckt
38:41haben könnte.
38:47Sitzt schon im Vernehmungsrahmen.
38:49So, michi.
38:51Michi, jetzt schlage ich dich zur Beförderung vor.
38:55Wirklich, lieber?
38:56Ein Scherz.
39:03Tja, Herr Reuter.
39:06Der kriminaltechnische Bericht sagt aus, dass der Granulatstaub, den wir an der sichergestellten Biene gefunden haben, eindeutig von einem Hersteller
39:13stammt, dessen Produkte Sie in Ihrer Bootswerft vertreiben.
39:16Und wir gehen mal davon aus, dass Herr Winkler die Biene nicht selbst eingepackt und mit nach Hause genommen hat.
39:27Er hat mich ganz schön am Wickel gehabt, mein Chef, mit dieser blöden Sache.
39:32Schauen Sie, ich bin mein ganzes Leben lang unterwegs gewesen.
39:37Ich habe gelebt, ich habe gut gelebt.
39:40Aber zur Seite gebracht habe ich nichts.
39:42Na wie denn auch, wenn du nichts anderes kannst, außer segeln.
39:45Und selbst das war irgendwann vorbei.
39:48Da habe ich dann angefangen beim Winkler.
39:50Aber mit dem, was ich verdient habe, da hätte ich mich längst nicht zur Ruhe setzen können.
39:54Wie haben Sie das mit den Verträgen gemacht?
39:57Na, ich habe eine Blankopause zwischen die Seiten gelegt.
40:00Da hatte ich dann die Unterschrift des Kunden und das alles habe ich dann am Computer nachbearbeiten können.
40:07Spricht die Rechner und fälschen.
40:11Ja.
40:12Wie hat der Winkler reagiert, als er das gemerkt hat?
40:15Er hat gesagt, dass er mich anzeigt.
40:17Wenn ich die Beträge nicht bis Ende des Monats zurückerstatte.
40:21Um welche Summe ging es?
40:23Ein bisschen mehr als 50.
40:25Aber ich habe die Summe nicht gehabt.
40:27Ich habe sie auch nicht auftreiben können.
40:29Aber der Winkler hätte ernst gemacht.
40:31Das war mir schon bewusst.
40:33Die geprägten Kunden hätten sicherlich ausgesagt.
40:36Na klar.
40:39Außerdem hatte er ja meine gefälschten Rechnungen als Beweis gehabt.
40:43Wo sind die Rechnungen jetzt?
40:45Die habe ich vernichtet.
40:49Wer hat sie im Schreibtisch aufbewahrt?
40:52Weiß ich daheim.
40:54Die habe ich dann genommen, nachdem...
40:57Nachdem Sie die Bienen im Kissen platziert hatten.
41:01Ja.
41:04Mir geht es jetzt.
41:07Wie sind Sie eigentlich an die Bienen gekommen?
41:11Stellst ein paar Gläser mit Zuckerlösung auf den Parkorn und wartest eine halbe Stunde.
41:17Also Sie wussten von Winklers Allergie?
41:20Ich habe viel von ihm gewusst.
41:22Wir waren ja oft zusammen unterwegs.
41:26Da lernt man sich kennen.
41:29So.
41:30Das war's ja, bitte schön.
41:35Bitte schön.
41:41Bienenstiche.
41:42Dem einen bringen sie tot, dem anderen lebenslänglich.
41:45Und dem dritten eine dicke Wampel.
41:48Habe ich vom Pickup.
41:49Haut's rein!
41:51Nuckel, machst du uns einen Kaffee?
41:53Ich habe keine Knappen gehabt.
41:55Nein, aber auch Spinnenstich.
41:56Ich habe keine Knappen gehabt.
41:57Vielen Dank.
Kommentare

Empfohlen