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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
00:01Norddeutscher Rundfunk 2021
00:03Latte?
00:06Latte.
00:10Nagel?
00:11Nagel.
00:13Oh, das ist bestimmt das Büro.
00:17Berntl?
00:18Ja, Vater, was machst du denn?
00:21Du, äh, was?
00:23Was, ich?
00:24Nein, ich hätte doch nicht deinen Vater da vergessen.
00:27Das weißt du doch, ich hätte auf jeden Fall noch angerufen.
00:29Ich bin jetzt heute ein bissel dick drin, gell?
00:31Was?
00:32Nein, ich rufe dich auf jeden Fall wieder aus.
00:34Bald ich ein bissel Luft hab.
00:35Ja.
00:36Und ein schöner Vatertag noch, gell?
00:38Pfiatdi, Papa. Servus.
00:41Mein Vater.
00:45Wo sind wir stehen geblieben?
00:47Nagel.
00:48Nagel.
00:48Wie?
00:53Wer gewinn ist dein Vater?
01:00Mag das sein?
01:01Das ist nicht fair!
01:03Mag das sein?
01:04Mag das sein?
01:09Glaubt's auch, dass wir alle da sind?
01:10Los, Abel, hab ich die Scheiße!
01:13Los!
01:13Los!
01:15Los!
01:15Los!
01:16Los!
01:16Los!
01:16Los!
01:20Und die, die sich erst mal werden müssen!
01:24Hübner, du bist ein Schandmaul!
01:27Denk nur, Franz!
01:28Was sagst du, Hübner?
01:29Du hast das gleiche Recht, da oben zu sitzen, wie wir alle!
01:33Stimmt's, Stefan?
01:35Was stimmt's?
01:36Warum soll ich jetzt hier nicht da oben sitzen?
01:37Du hör einfach nicht hin, komm!
01:38Was redet er denn?
01:40Von wegen Recht?
01:42Habe jetzt hier auf einmal keinen Bub mehr?
01:46Hübner, willst du sagen, der Bub ist nicht von mir, oder was?
01:49Franz!
01:51Du weißt das selber!
01:52Wer, wer, wer?
01:53Ich war acht früher unterwegs damals schon selten daheim!
01:55Wer, wer!
01:56Das ist hier nicht der richtige Ort!
01:58Und auch nicht der richtige Zeitpunkt!
01:59Franz!
02:00Deine Bruder!
02:02Du hast es gewusst, dass sie zu sein!
02:06Und wo ist denn jetzt hin?
02:08Franz!
02:09Du wärst ihn noch runter!
02:10Franz!
02:11Ihr werdet euch alle noch runter!
02:14Ja!
02:18Ja!
02:29Ja!
02:31Ja!
02:32Na ja, gestern Glück gehabt mit dem Wetter!
02:42So ist's recht!
02:44Der Manager war's!
02:46So, wenn wir gleich denken!
02:56Guten Morgen, Frau Dr.
02:58Morgen!
02:59Guten Morgen!
03:01Eieiei!
03:03Den hat sich der sauber erwischt!
03:04Er hat Quetschungen und Prellungen am ganzen Körper!
03:07Gestorben ist er aber an Genickbruch!
03:09Wahrscheinlich hat ihn einer der Stände getroffen!
03:11Vielleicht war es ein Unfall!
03:12Herr Mohr ist da anderer Meinung.
03:15Er hat den ganzen Apparat in Bewegung gesetzt.
03:21Und?
03:23Nur zusammertreten's Gras, aber keine Abdrücke.
03:25Was sind da drüben? Da ist ja alles zusammen dran, bitte.
03:28Ja, und wo du umeinander dran bist auch?
03:29Ich kann mir doch nicht die Luft auflösen.
03:31Leider.
03:33Morgen.
03:35Habt ihr das da unten schon gesehen?
03:37Ist doch ein Wahnsinn.
03:38Na ja, schön ist das nicht.
03:40Und Sie haben also schon beschlossen, dass es kein Unfall war, ja?
03:43Herr Linn, weil ich hinschaue und weil ich nachdenke.
03:46Schauen Sie mal her.
03:48Dieser Holzstoß.
03:49Der da.
03:50Ja, genau.
03:51Der steht schon eine ganze Weile da, ohne dass irgendetwas passiert war.
03:54Und warum ist nichts passiert? Weil er gesichert war.
03:57Das hat mir der Nachbar erzählt.
03:58Er ist gesichert gewesen mit einem Holzblock.
04:01Hier und einem anderen Holzblock da drüben.
04:04Und diese Holzblöcke waren so tief in der Erde drin,
04:07da hätte es ein mittleres Erdbeben gebraucht, dass da irgendetwas passiert.
04:11Habt ihr schon nachgefragt im seismologischen Institut?
04:13Nein, will ich noch nicht, aber es war ein super...
04:16Ah, Herr Bräntl, jetzt haben Sie fast reingelegt.
04:19Und wem gehört die Wiese?
04:20Ein Nachbarn, das ist ein Bauartüter, leicht durchgefunden.
04:23Ja, und wo finde ich den jetzt?
04:24Da unten bei den Sanitätern.
04:26Er hat ein bisschen einen, also einen Schock.
04:28Ah, gut, dann schaue ich mal da runter, ja?
04:30Ja.
04:32Ja, dann waren es also nur zwei einzelne Holzflöcke, die diese ganzen Stämme halten.
04:39Ja?
04:41Guten Morgen, Frau Stocke.
04:42Ah, Frau Ortmann, wenn Sie auch zufällig gerade einen Kaffee.
04:45Ja, gerne.
04:47Sagen Sie, könnten Sie so nett sein und das hier ins Reine bringen,
04:50vervielfältigen und dafür sorgen, dass es an die anderen Abteilungen geht?
04:52Was soll das sein?
04:54Mein Bericht zur Optimierung der Arbeitsabläufe am Streifendienst.
04:57Frau Ortmann, Sie lassen aber nichts aus.
05:00Bitte.
05:01Danke, dafür kriege ich auch mein Geld.
05:03Und passen Sie mir bitte darauf auf, auf mein einziges Exemplar.
05:06Ja, legen Sie es einfach da drüben hin.
05:08Mache ich.
05:13Wiederschauen.
05:15Wiederschauen.
05:19Optimierung im Streifendienst.
05:21Frau Stockel, die Herren sind noch nicht da?
05:23Nein.
05:24Sagen Sie mal, Frau Stockel, was hat denn der Herr Rohr da angezettelt?
05:29Angezettelt?
05:30Ach so, keine Ahnung.
05:32Also ich meine, der wird schon wissen, was er macht.
05:34Meinen Sie?
05:35Ja, und wenn nicht, dann werden ihn die beiden Kommissare schon ordentlich einheizen.
05:39Und ich werde eigenhändig noch ein paar Scheinlupen drauflegen,
05:42wenn es keinen triftigen Grund gibt für diese Polizeiaktion.
05:45Das können Sie mir mal schon klar ausrichten.
05:46Herr Achtziger, aber nicht zu viel Wind machen.
05:50Also ich meine, im Ernstfall, wenn die Ortmann das wieder mitkriegt.
05:55Frau Stockel, wer in diesem Hause etwas mitkriegt oder nicht,
05:59das lasst es ruhig meiner Sorge sein.
06:02Guten Morgen, Frau Stockel.
06:03Guten Morgen.
06:12Sie sehen, wie das passiert sein kann?
06:14Ich bin Geldbeutelung erfunden.
06:16Danke, Elisabeth, ganz nett.
06:18Bitte.
06:19Herr Brandl, jetzt haben wir es amtlich auch noch.
06:22Der Tote ist tatsächlich der Ohlmüller Bernhard.
06:25Was war denn der beruflich?
06:27Der Ohlmüller?
06:28Ach, der Ohlmüller.
06:31Nein, ich habe wirklich keine Ahnung, Herr Mohr.
06:33Die Ohlmüllers, sie sind das Bekleidungshaus in Rosenheim.
06:36Da kauft ja jeder ein, der was auf sie holt.
06:38Da kriegst du ja alles.
06:39Da kriegst du ja klassisch, da kriegst du modern, bayerisch.
06:41Da hab ich immer erste Leder nicht gekriegt.
06:43Die Ohlmüllers.
06:45War das ein Familienbetrieb?
06:46Ja, genau.
06:48Ja.
06:49Was ist jetzt das?
06:53Lomazzo Milano.
06:54Nobel.
06:55Ein anderer lässt ja das für einen sein Billigstofenanzag hinein.
06:58Nein, der hat es im Portemonnaie.
07:00Lassen Sie mich es noch.
07:01Aha, ja.
07:02Das nehme ich mit.
07:04War sonst da was drin?
07:05Moment.
07:06Ja, auch noch ein Geld.
07:07So 100 Euro ungefähr.
07:09Michi, schau, das haben wir im Auto gefunden.
07:11Danke, Martin.
07:14Da haben Sie aber Pech gehabt, den Kollegen.
07:16Eine Strafverfügung über 15 Euro wegen vergessener Abgassonderuntersuchung.
07:22Hm, war gar nicht so lange her.
07:25Nein, gerade einmal eine Woche, da.
07:26Robert Koch, Weg 12.
07:28Genau.
07:29Was wollte er da?
07:30Vielleicht hilft uns das weiter.
07:32Schauen Sie doch da mal hin.
07:33Meier, Herr Berndtl, ist schon hoch, ist ja plätze, weil...
07:37Jawohl, das mache ich.
07:39Ah, Herr Kollege, was sagt der Nachbar?
07:42Ja, er ist heute Morgen hergekommen, weil der Hund nicht aufgehört hat zu bellen, also der Hund von dem Toten.
07:47Dann hat er ihn entdeckt, aber gesehen hat er sonst niemanden.
07:50Aber er hat bestätigt, was der Herr Moor schon vermutet hat, nämlich, dass der Holzstapel gut gesichert war und dass
07:55man diese Sicherungsposten hätte gewaltsam lösen müssen.
07:59Also doch, Mort.
08:02Respekt, Herr Moor.
08:03Danke.
08:04Dann schauen wir uns doch dieses Bekleidungshaus einmal an.
08:07Und Sie schnappen sich jemanden von der Spurensicherung und schauen sich das Haus des Toten an, ja?
08:11Schon erledigt.
08:12Was?
08:13Nein, nein, ich meine, also so gut wie.
08:16Auftrag erteilt und quasi schon erledigt.
08:18Erledigt, so wie das ist man.
08:20Bayerisches Futur.
08:22Aha.
08:23Ich bin da.
08:32Entschuldigung.
08:33Übergrüßend dritter Stock.
08:35Uniformen für man nicht.
08:37Das ist einmal eine nette Art.
08:39Ja, nicht so übertrieben freundlich.
08:40Da weiß man, woran man ist.
08:47Grüß Gott.
08:48Kann ich was für Sie tun?
08:49Ja, das können Sie.
08:51Herr Hauptkommissar Lindh, Kripo Rosenheim, das ist mein Kollege, der Herr Brandl.
08:55Kripo?
08:55Wir würden gerne den Chef des Hauses sprechen.
08:58Das ist mein Vater.
08:59Der ist leider nicht da, krankheitsbedingt.
09:01Stefan Ohlmüller.
09:02Grüß Gott.
09:05Um was geht's denn?
09:06Ja, sind wir hier oder?
09:09Ach so, ja.
09:09Komm, so bitte mit.
09:14Maud.
09:15Davon gehen wir raus, ja.
09:17Ja.
09:19Ja, wie soll ich das meinem Vater beibringen und ob überhaupt?
09:24Was fällt denn dem?
09:26Er bereitet sich auf eine schwere Herz-OP vor.
09:29Das glaube ich, würde er nicht verkraften.
09:31Und wo liegt er?
09:32In der Schweizer Klinik.
09:34Da praktiziert ein Freund von ihm.
09:37Wann haben Sie denn Ihren Bruder das letzte Mal gesehen?
09:41Gestern.
09:41Bei der Kutschfahrt.
09:43Kutschfahrt?
09:45Gestern war doch Vatertag.
09:47Dann ist der Vaterwagsausflug.
09:49Ja.
09:50Sagen Sie mal, fällt Ihnen irgendjemand ein, der vielleicht ein Motiv haben könnte für diesen
09:54Moment?
09:56Na, also...
09:58Absolut na.
10:00Als Sein Bruder könnte er uns bestimmt was erzählen über das Umfeld.
10:03Also Familie, Freunde, Bekannte.
10:05Ja, ja, natürlich.
10:08Entschuldigen Sie mich mal bitte kurz.
10:11Herr Hübner?
10:12Ja.
10:28Das hatte ich jetzt kein Zuhören.
10:29Ja, ich auch.
10:33Ich hake mir noch.
10:35Okay.
10:40Herr Hübner.
10:41Grüß Sie, Herr Gott.
10:42Grüß Gott.
10:44Brandl, Krippe Rosenheim.
10:46Sie haben sich ja schon gehört von dem tragischen Vorfahren mit Bernhard Ulmüller.
10:50Ja, der Stefan hat mir's gerade gesagt.
10:52Schrecklich, gell?
10:54Er hat mich damit etwas gebeten, aber ich weiß auch nicht, ob ich den Stefan da mit
10:58einem Freund bzw. seinem Bruder, Franz.
11:00Was ist mit dem?
11:00Ja, es haben so ein bisschen einige Leute mitgekriegt und vielleicht hat's ja nichts zu bedeuten.
11:04Es hat doch gestern einen kleinen Vorfall gegeben.
11:07Ja.
11:12Ja.
11:14Ja.
11:16Wie geht's dir denn?
11:17Ja, du mir langt's eigentlich schon wieder.
11:19Ein Vortrag nach dem anderen.
11:20Ich hab quasi überhaupt keine Zeit zum Ausspannen.
11:23Natürlich, selbst abends muss man oft vorhin.
11:25Du warst doch erst so begeistert von Brüssel, besonders vom Essen.
11:29Ja, ja.
11:31Das Essen ist schon gut, aber der Stress, du, ich komm oft gar nicht dazu.
11:36Du Armer, dass man vor Jahr nicht vom Fleisch vor ist.
11:39Wobei, jetzt jammer nicht, hast du ja nicht mehr lang.
11:42Und dann kannst du dich hier auf dem Hof total entspannen.
11:45Zum Beispiel bei Weidesaun reparieren, unten am Bach oder mit dem Wasserfass auf der...
11:48Ich komm gleich.
11:50Du, die warten schon wieder auf mich.
11:52Ich muss wieder, gell?
11:53Also, pfitte Schwesterherd, servus, Pussi.
11:58Typisch, wenn's um die Arbeit geht.
12:03Glaubst du das?
12:06Hofer?
12:07Ja, der Herr Reischl.
12:08Ich hab Sie gerade auf meiner Mailbox gehört.
12:11Was kann ich denn für Sie tun, Frau Homa?
12:13Ja, es geht um was Geschäftliches gehen.
12:16Was Geschäftliches, aha.
12:18Und welche Art von Geschäft?
12:19Also, der Bürgermeister hat nächsten Monats ein Amtsjubiläum.
12:21Und da haben wir mir vom Stadtrat gemeint, dass wir ihm seinen Stuhl, also seinen Amtssitz quasi, neu beziehen lassen.
12:29Und da haben Sie an den alten Stofflieferanten Reischl gedacht, ja.
12:33Das war eine gute Idee.
12:33Also, ich meine, Sie werden wahrscheinlich keinen Besseren finden, gell?
12:36Ja, nicht umsonst hat ja unsere Familie früher schon das Bayerische Königshaus beliefert.
12:41Umsonst bestimmt nicht.
12:43Wie wahr, wie wahr.
12:44Wann können Sie denn mal vorbeischauen?
12:46Das ist das Problem, wissen Sie, solange mein Bruder in Brüssel ist, kann ich ja schlecht weg vom Hof.
12:50Ach, das ist überhaupt kein Problem.
12:52Dann komm ich einfach zu Ihnen.
12:54Wann passt denn?
12:55Heute Nachmittag, zum Kaffee.
12:57Zum Kaffee?
12:58Gerne.
12:59Okay, also, bis später.
13:01Bis später.
13:02Wenn Sie kommen aus dem Kaffee trinken, können wir rausgeräuschen.
13:05Da haben Sie recht, Herr Kasper.
13:06Ich muss aufpassen, dass ich nachts nicht senkrecht im Bett stehe.
13:09Besser als waagerecht in der Erde.
13:11Ja, stimmt auch wieder.
13:13Und danach haben Sie den Franz Ohlmüller nicht mehr gesehen.
13:15Nein, er hat sich nicht aufhalten lassen.
13:16Er ist auf und davon.
13:17Ja, ich habe mich dann um den Geschmack gekümmert.
13:19Seien Sie der Kutscher, oder?
13:20Ja, Leidenschaft von mir.
13:22Ich fahre fast jeden Sonntag aus.
13:23Ich fahre jetzt an Eier.
13:25Ja.
13:26Und was genau machen Sie hier in dem Laden?
13:28Ich bin der Chefeinkäufe hier im Haus.
13:30Schon seit über 20 Jahren.
13:31Ist das die Lieferung von London?
13:32Ja.
13:33Gut, dann ab ins Lager, ja.
13:34Ja, mehr kann ich Ihnen leider zu dem Ausflug gestern nicht sagen.
13:37War das schon eine ganze Menge?
13:39Sie gehen doch vertrauensvoll mit der Information um.
13:42Können Sie sich darauf verlassen, Herr Öbner.
13:44Ach, jetzt, was ich noch wissen wollte.
13:47Sagt einer der Name Lomazzo was.
13:49Lomazzo?
13:51Ja, das ist ein italienischer Hersteller, der uns mit Anzügen beliefert.
13:54Ah.
13:55Warum?
13:57Jetzt weiß ich, was ich noch brauche.
13:59Die Liste aller Teilnehmer von der Kutschfahrt.
14:01Können Sie gerne haben.
14:08Und?
14:09Wie schaut's aus im Umfeld vom Toten?
14:11Ah, wie schaut's aus?
14:13Er hatte etliche Damenbekanntschaften.
14:16Seit Jahren geschieden.
14:17Die Kinder leben bei der Mutter.
14:19Er ist der Älteste von diesen drei Brüdern.
14:22Der Stefan, den wir gerade kennengelernt haben, ist der Mittlere.
14:24Hm?
14:25Ah, danke.
14:27Und zu dem wir jetzt gehen, ist der Jüngste, der Franz.
14:30Bei dem ist es so, der ist verheiratet, hat einen Sohn, beziehungsweise...
14:34Beziehungsweise?
14:36Ja?
14:38Frau Stockel, ich hab gehört, dass es sich bei dem Toten um einen von den Ohlmüllers handelt.
14:44Wissen Sie, um welchen?
14:46Nein, aber wenn Sie wollen, dann rufe ich gleich Herrn Lind an.
14:49Nein, nein, nein.
14:50Lassen Sie es gut sein.
14:51Schieben Sie einfach die Herrung in mein Büro, wenn Sie dann da sind.
14:54Gut, Sie fix!
14:55Apropos, haben Sie was vom Herrn Hofer gehört?
14:58Ja, ab und zu schickt er E-Mail.
15:01In der letzten hat er über die belgische Küche referiert.
15:06Ja, da ist er ja voll in seinem Element.
15:09Was machen Sie da eigentlich?
15:12Äh.
15:13So.
15:15Sie werden schon wissen, was du.
15:18Ja.
15:22Ach, Marco.
15:42Das ist gar nicht weit weg vom Tatort.
15:44Vielleicht ein halber Kilometer da hinter dem Waldstück.
16:01Das ist gar nicht weit weg vom Tatort.
16:01Franz Ohlmüller?
16:02Ja.
16:04Hauptkommissar Lind, Kripo Rosenheim, mein Kollege Herr Frantl.
16:06Grüß Gott.
16:07Wir haben Ihnen was mitzuteilen.
16:08Es handelt sich dabei um Ihren Bruder Bernhard.
16:11Ja, und?
16:13Also, wo waren Sie heute früher?
16:15So um 8 Uhr.
16:17Mein Raus-Ausschlaf, Herr Schätzl.
16:20Sie können sich nicht erinnern.
16:25Ich bin erst einmal heim nach der Kutschfahrt, weil ich wissen wollte, ob es stimmt, was mein Bruder da anteilt
16:31hat.
16:32Wie geht dem Buh?
16:34Sie wissen es ja schon.
16:39Und?
16:39Ja?
16:42Meine Frau hat mir den Vaterschaftstest hingeknallt, den es damals hat machen lassen.
16:47Bruder Bernhard ist also der Vater Ihres Sohnes?
16:50Meines Neffen.
16:54Wo ist Ihre Familie?
16:57Familie?
17:00Keine Ahnung.
17:02Wissen Sie nicht?
17:04Ehrlich gesagt, nein, ich war stockblau. Warum bin ich verdächtig?
17:07Sie kommen uns erst einmal mit zum Alkoholtest und dann sehen wir weiter.
17:13Drin ist aus in der Backmasse.
17:30Das klappt ja wunderbar.
17:31Auf geht's zur Blutentnahme und dann bringen wir es noch an.
17:34Machen wir.
17:38Was ich tatsächlich an nichts erinnern kann?
17:41In Zwiefang spekulierte er auf eine alkoholbedingte Schuldunfähigkeit.
17:45Naja, warten wir mal seine Promillewerte ab.
17:50Schauen wir mal her.
17:52So, der rote Strich.
17:55Das kann doch ja passen.
17:57Ja, das stimmt, Michi.
18:00Herr Moor, kommen Sie da.
18:00Herr Gott.
18:02Was denn?
18:03Weil mir jetzt gleich der Hut hochgeht, wenn mir das noch jemand irgendwie durcheinanderwirbelt.
18:07Was ist das?
18:08Das wäre der neue Dienstplan von der Frau Ortmann gewesen.
18:11Ich hätte das weiterreichen sollen.
18:12Frau Stockl hat den dann aber doch lieber geschreddert.
18:16Warum?
18:17Weil es so ist.
18:18Ja, ist ja gut.
18:19Herr Moor.
18:20Jo.
18:21Ich komme wieder.
18:24Schwer aufpassen.
18:25Psst, Madden.
18:28Haben Sie in der Wohnung des Toten irgendwas entdeckt?
18:32Nichts Besonderes.
18:33Er hat wohl alleine gelebt.
18:35Gibt es irgendwelche Hinweise, dass er...
18:37Sehr aufmerksam, danke.
18:38Ja, so bin ich.
18:40Gibt es irgendwelche Hinweise, dass er in der Nacht vielleicht nur Besuch gehabt hat?
18:43Vielleicht von seiner Schwäge reden?
18:45Oder von ihrem Sohn?
18:45Nein, eigentlich nicht.
18:47Aber schauen Sie mal her.
18:50Da.
18:51Diese Telefonnummer.
18:54Die ist öfter auf seinem Handy gewesen.
18:57Also offensichtlich hat er in der letzten Zeit ein paar Mal mit Italien telefoniert.
19:00Und dann war ich noch bei der Adresse, wo Sie mich hingeschickt haben.
19:04Wissen Sie, wo der Ohlmüller den Strafzettel gekriegt hat?
19:06Wegen seiner Abgase.
19:08Wegen der Asu.
19:10Und da war er in einem Chemielabor.
19:13Was wollte er denn da?
19:14Da wollte er eine Expertise über einen seiner Anzüge, ob der gesundheitsbedenkliche Fachstoffe enthält.
19:21Ja, und die enthält er da.
19:23In einer Konzentration, die um das 7,8-fache über den in Europa geltenden Höchstwert liegt.
19:28Und die Wahrscheinlichkeit des Herkunftslandes ist Indien.
19:32Und welche Firma ist der Ans?
19:33Das wissen wir nicht, weil das Etikett herausgeschnitten gewesen ist.
19:39Herr Brandl.
19:40Das ist vielleicht das Ding, was wir gefunden haben in der Briefdach.
19:43La Mozza.
19:44Lomazzo.
19:44Doch, Lomazzo Milano.
19:47Haben Sie die Nummer schon angegeben?
19:49Super, ich mit mein Italienisch.
19:51Also nicht?
19:52Nein.
19:54Entschuldigt bitte, aber die beiden Kommissare möchten doch bitte zum Herrn 80er kommen.
19:58Ja, willkommen.
19:59Äh, Frau Stockel.
20:01Das ist eine Nummer in Italien.
20:03Und meines Wissens spricht Frau Ortmann fließend Italienisch.
20:06Bitten Sie sich doch mal da anzurufen und zu fragen, wer das ist und was der Bernhard Ohlmüller da gewollt
20:10hat, ja?
20:11Warum bitten Sie die eigentlich nicht selber? Sie kennen doch so gut mit der.
20:15Äh, Frau Stockel?
20:20Ich hätte auch noch was.
20:23Das ist die Hände genommen von Franz Ohlmüller seiner Frau. Ich erwisch die nicht. Ich muss ja dringend mit dir
20:29sprechen.
20:29Ja, ich probier's.
20:31Das ist sehr nett.
20:34Italienisch.
20:37Herr Mohr?
20:38Na?
20:38Reden Sie doch mal bitte mit dieser Vatertagsgesellschaft.
20:42Mich interessiert, wie ernst die die Drohungen vom Franz Ohlmüller genommen haben.
20:46Äh, Herr Kollege, Dana.
20:5080er.
20:52Ja.
20:54Ja.
20:57Und es handelt sich definitiv um Mord.
21:00Ja.
21:01Im Moment ist der jüngste Bruder des Mordopfers unser heißester Kandidat.
21:06Brudermord.
21:08Das in einer so renommierten Rosenheimer Familie.
21:11Mein Gott, das kann man dem Vater ja gar nicht sagen.
21:13In seinem Zustand.
21:15Kennen Sie ihn näher?
21:16Ja, sehr sympathischer Mann.
21:19Ich bin ihm immer wieder begegnet auf Empfängen und öffentlichen Anlässen.
21:22Bei so einer Gelegenheit hat er mir von seiner bevorstehenden Herzoperation erzählt.
21:27Da was Interessantes um die Erbschaftsverhältnisse steht.
21:31Ja, ich kann den Anwalt der Familie vielleicht mal dem hier Auskunft geben.
21:35Der Herr Dr. Fischbach.
21:36Fischbach?
21:37Ja.
21:37Wenger.
21:38Dr. Wenger.
21:39Ah, der.
21:41Das würde uns natürlich sehr helfen.
21:43Kennen Sie die Söhne auch?
21:44Na, bloß von zehn.
21:46Aber fangst du mal bei meinem Reischel nach?
21:49Ach, mein, der Stofffabrikant müsste ja doch geschäftliche Beziehungen zu den Ohlmüllers unterhalten.
21:54Und die arbeiten ja alle drei im Bekleidungshaus.
21:56Ja, aber die Ohlmüllers kaufen ja fertige Sachen ein und keine Stoffe.
21:59Na gut, dann fragst du halt jemand anderen.
22:01Der Herr hat gemeint, die bewegen sich alle in höheren Kreisen.
22:05Und der Reeper miteinander, der wird ausgetauscht.
22:07Und das ist deswegen, finde ich, eine gute Idee.
22:11Eben.
22:12Ja.
22:23Frau Hofer?
22:24Ja.
22:26Guten Tag.
22:27Was gibt's?
22:28Greiner.
22:30Der Herr Reischler hat mich geschickt.
22:31Ich soll mit Ihnen einen Stoff aussuchen.
22:33Er selber ist leider verhindert.
22:35Aha.
22:36Ja, eigentlich bin ich für Stoffdesign zuständig und nicht für den Verkauf.
22:41Stoffdesign?
22:41Ja, der Herr Reischler hat gemeint, dass Sie sehr speziell wären und ich da dafür der Richtige bin.
22:50Süß so.
22:53Mängst du welche?
22:54Auszogen nicht, gerade frisch gemacht?
22:55Viel zu fett.
22:56Na danke, da muss ich passen.
22:58Wenn's meinen?
22:59Frau Hofer, zurück zum Thema.
23:01Vielleicht ein Kaffee?
23:03Einen Espresso tät ich gerne nehmen.
23:05Da muss ich jetzt leider passen.
23:07Macht nix.
23:08Es handelt sich also um den Amtsstuhl vom Bürgermeister, der neu bezogen werden soll.
23:13Genau.
23:13Ich hab hier ein Foto.
23:15Frau Hofer, den kenn ich.
23:17Der Herr Reischl wäre doch selber beinahe drin gesessen.
23:18Na ja, beinahe.
23:22Schauen Sie, ich hab hier eine kleine Auswahl ganz hervorragender Stoffe.
23:26Von der Qualität allererster Güte.
23:28Und der Preis auch allererste Güte?
23:31Über Geld, da müssen Sie mit dem Herrn Reischl selber reden.
23:34Damit hab ich nix zu tun.
23:37Sehen Sie, strapazierfähig bis zum Äußersten.
23:40Und getestet auf maximale Reißfestigkeit.
23:43Ja, ja, ich seh schon, der hält auch ein Politiker hinteren aus.
23:47Wie meinen Sie das jetzt?
23:50Schnapshahn?
23:54Ganz schön hauptig, die Werte.
23:56Tja.
23:58Ich hatte keine Ahnung, dass mein Bruder eine solche Expertise hat anfertigen lassen.
24:02Wissen Sie vielleicht, auf welche Ware Sie das beziehen könnte?
24:07Wollen Sie sich nicht setzen?
24:14Herr Schneider, schicken Sie mal an Herrn Hübner in mein Büro, bitte.
24:18Danke.
24:21Sagen Sie mal, warum haben Sie eigentlich an Herrn Hübner gebeten,
24:24uns den Streit zwischen Ihren beiden Brüdern gestern bei der Kutschfahrt zu verschweigen?
24:29Ah.
24:34Offensichtlich hat er Sie nicht Druck halten.
24:38Naja, verschweigen ist vielleicht das falsche Wort.
24:40Ich wollte einfach nicht, dass Sie den Franz verdächtigen.
24:44Wo waren Sie eigentlich heute Morgen, so gegen Acht?
24:48Ich?
24:49Beim Laufen.
24:51Damit ich wieder einen klaren Kopf kriege.
24:55Beim Laufen.
24:57Allein?
24:58Ja.
25:01Aber vielleicht hat mich ein Spaziergänger gesehen.
25:03Wo waren Sie denn laufen?
25:05Im Kräuterforst.
25:06Das ist ganz in der Nähe des Tatorts, oder?
25:09Wenn Sie es sagen.
25:11Das ist auch ganz in der Nähe, wo ich wohne.
25:15Wir wohnen alle ganz nah beieinander.
25:17Die ganze Familie.
25:20Hat das jetzt was zu bedeuten?
25:22Es kommt eher selten vor, dass irgendwas nichts zu bedeuten hat.
25:39Das ist ja.
25:57Sie?
25:58Also der Herr Olmil hat mir gegenüber davon nichts erwähnt.
26:01Ich verstehe das nicht.
26:02Unsere Lieferanten, die arbeiten alle in Europa.
26:05Natürlich lässt der ein oder andere in Asien produzieren,
26:07aber auch das unterliegt den strengsten Qualitätskontrollen.
26:10Entschuldigung.
26:12Lind?
26:13Frau Stöckling, was gibt's?
26:15Herr Lind, die Frau Ortmann, die hat jetzt gerade mit Italien telefoniert.
26:19Da ist aber keiner rangegangen.
26:20Dann hat es aber über die dortige Auskunft herausgefunden,
26:24zu welchem Namen diese Nummer gehört.
26:26Wenn Sie es wissen.
26:27Ja, natürlich.
26:28Und zwar ist das Lomazzo aus Mailand.
26:31Was? Wie nochmal?
26:33Lomazzo.
26:34Aha. Gut.
26:35Sagen Sie, Sie sollen es weiterprobieren, ja?
26:36Ja.
26:40Kann es sein, dass die Firma Lomazzo aus Mailand ihre Sachen in Asien fertigen lässt?
26:45Lomazzo? Ausgeschlossen.
26:47Die fertigen ausschließlich in Italien.
26:49Warum?
26:50Lomazzo beliefert uns seit Jahren zuverlässig mit bester Qualität
26:54und ist deshalb auch im höherpreisigen Segment zu finden.
26:57Warum frage ich Sie?
26:58Weil Ihr Bruder in den letzten Tagen mehrfach mit der Firma telefoniert hat, deswegen.
27:03Also das überrascht mich jetzt.
27:05Normalerweise tätige ich die Einkäufe für die Firma,
27:07aber ich kann gerne mal nachfragen, warum, wenn es sich interessiert.
27:12Ja.
27:13Das war gut.
27:15Ja, und wie lange dauert das?
27:17Ja, das ist ein passend. Sehr gut.
27:19Also bis später dann. Servus.
27:21Und?
27:22Wenn es der gleiche Stoff ist, geht es relativ schnell.
27:24Wenn es ein anderer Stoff ist, dauert es ein bisschen länger,
27:25aber dann nutzen Sie es nichts mehr.
27:27Dann hoffen wir mal, dass unsere Vermutung richtig ist.
27:29Genau.
27:29Da lang.
27:35Herr Mohr, stimmt irgendwas nicht?
27:37Ich weiß nicht.
27:39Das riecht ein bisschen, als wenn Sie faul waren.
27:51Ist nicht faul. Genauso wenig wie Sie, hoffe ich.
27:54Nein, ich war nicht faul.
27:55Die haben alle Teilnehmer von der Kutschlaut befragt, und zwar jeden Einzelnen.
27:58Und die haben alle gemerkt, dass das dem Ohlmüller Franz aber schon so ein bisschen gestungen hat,
28:02dass dem sein Bruder nicht von ihm selber ist, sondern von seinem großen Bruder.
28:05Und dass Sie diese Drohung also durchaus ernst nehmen.
28:08Die glauben also, dass der Franz Ohlmüller der Mörder sein kann.
28:13Einer hat sogar gesagt, dass das Ganze ein bisschen komisch klaffer ist,
28:16weil das wäre nie herausgekommen, wenn der Kutscher nicht geblattet hätte.
28:20Der Hübner?
28:21Ja, genau.
28:22Der Ohlmüller Franz wartet übrigens selbst.
28:26Was will er denn?
28:27Der möchte gern wissen, ob Sie schon herausgefunden haben, ob der der Mörder ist.
28:30Er kann sich nämlich an nichts erinnern.
28:32Und was hat der Alkoholtest ergeben?
28:331,6 Promille.
28:38Haben Sie schon was herausgefunden?
28:40Eine ganze Menge.
28:41Herr Ohlmüller, bitte.
28:46So, Herr Ohlmüller, nehmt ihr doch Platz, bitte.
28:52Also, die Alkoholtester ergeben, dass Sie 1,6 Promille im Blut hatten.
28:58Das entspricht einem Wert von ca. 2,2 zur mutmaßlichen Tatzeit.
29:04Das ist schon viel.
29:06Allerdings.
29:08Kann ich das überhaupt gewesen sein, rein theoretisch?
29:11Ich bitte die Frage nicht.
29:13Natürlich können Sie es gewesen sein.
29:14Aber ich sage es mal zu Ihren Gunsten, wenn Sie die Tat in dem Zustand begangen haben,
29:17dann hätten Sie wesentlich mehr Spuren hinterlassen müssen.
29:21Mit so einem fetzen Rausch können Sie es normalerweise gar nicht mehr laufen.
29:25War es vielleicht gar nicht.
29:27Es sei denn, Sie haben sich den Rausch erst hinterher angetroffen.
29:31Ja, und sich damit im Nachhinein ein Schuldunfähigkeitszeugnis ausgestellt.
29:35Ja, wann kann man das nicht rausfinden?
29:36Warte den Alkohol drungen ab.
29:37Ich meine, medizintechnisch, oder?
29:42Entschuldigen Sie bitte, Herr Brandl, Telefon.
29:44Nein, das kommen wir leider nicht.
29:49Das ist am Ohlmüller, seine Frau.
29:54Frau Müller?
29:56Ja, grüß Sie Gott, Brandl.
29:57Schiedersogrufe.
29:58Es geht um Ihren Mann.
29:59Können Sie mir sagen, was der heute Nacht gemacht hat?
30:07Ganz wirklich, dass sie es war.
30:09Glauben.
30:11Sie haben ein Motiv, Sie haben eine Drohung ausgesprochen
30:13und Sie haben kein Alibi.
30:15Was soll ich sagen?
30:19Ja, ich war Ihre Frau.
30:21Die hat Ihre Aussage bestätigt.
30:24Sie haben sich die ganze Nacht hochflaschelt
30:25und als Ihre Frau dann um halb sieben am Morgens ging,
30:28haben Sie tief und fest geschlummert.
30:31Echt?
30:32Ja, das war doch ein Alibi.
30:34Tja, sieht ganz so aus.
30:36Gut, Herr Ohlmann, dass Sie gehen können.
30:38Aber Sie halten sich zur Verfügung, ja?
30:40So wie so.
30:41Angst noch.
30:43Haben Sie in letzter Zeit mit Ihrem Bruder
30:44über eine Firma Lomazzo in Mailand geredet?
30:47Mit Bernhard?
30:48Nicht direkt.
30:49Aber ich weiß nicht, dass er letzte Woche nach Mailand gefallen ist.
30:53Wissen Sie warum?
30:55Leider nicht.
30:57Gut, das war's. Danke.
31:06Mit der Bernhard Ohlmüller.
31:08Extra nach Mailand fahrt.
31:10Hat er vielleicht den gleichen Verdacht gehabt wie mir.
31:12Dass Lomazzo irgendwas mit den kontaminierten Textilien aus Asien zu tun hat.
31:16Mit ein bisschen Glück wissen wir es mit dem Laborbericht morgen ganz genau.
31:19Mit ein bisschen Glück.
31:21Bisschen.
31:24Ach, ich wollte mich nur bedanken für deine Anrufe nach Italien.
31:29Kein Problem.
31:30Da konnte ich meine Sprache mal wieder ein bisschen ölen.
31:33Ich habe übrigens auch im Internet nachgeschaut.
31:34Aber Lomazzo hat dort kein Portal.
31:36Aha.
31:37Das muss allerdings auch nicht wirklich was heißen.
31:39Es gibt einige Nobelfirmen, die im Internet keine Präsenz haben.
31:43Ich wollte dich eh noch bitten,
31:44ob du vielleicht mal mit unseren Kollegen in Mailand telefonieren kannst,
31:47damit sie noch was über die Firma rausfinden.
31:50Okay, kümmere ich mich drum.
31:52Super, danke dir.
31:55Achso, ich gehe noch auf den Sprung ins Timescale mit Herrn Brandl.
31:57Hast du Lust?
31:59Absolut, aber ich habe da Fehler entdeckt.
32:01Die muss ich erst ausbessern.
32:04Schade.
32:07So, einen Rioja, einen Bordeaux.
32:10Danke.
32:11Ja, und ein Mokka für den Herrn Reischl.
32:13Grüß Sie.
32:13Danke, kein Kaffee hatte ich heute schon genug.
32:16Ich nehme ein kleines Bier.
32:17Ja, ein Aluna, ein Covadis, Pinkis, Xialu oder vielleicht der Lumi Lumi.
32:23Lumi Lumi ist es das Orangefarbene.
32:25Ja, genau.
32:28Dann nehme ich ein Mineralwasser.
32:29Ich bin still.
32:31Die Frau Stockl hat mir gesagt, dass ich die beiden Herren hier finde.
32:34Ja, schön, dass sie noch gekommen sind.
32:37Es geht um die Olmüllers, gell.
32:39Tagisch.
32:41Also von den Olmüller-Jungen, da ist mir der Berner der Nächsten gestanden.
32:44Vom Lebenswandel her?
32:45Nein, vom Alter her.
32:47Vom Lebenswandel, da waren wir ja grundverschieden.
32:49Ich meine, er war halt im Ersten der Weiberer von seiner Frau geschieden.
32:53Aber gut, da hat halt wenigstens niemanden, der leidet, gell.
32:58Aber dass er sich an seine Schwägerinnen macht, meint man.
33:01Sie sind aber gut im Bild.
33:02Ja gut, ich habe doch alle bei dieser Kutschenfacht gekannt.
33:05Der Armer Franz hat auch seine Drohung doch wahrgemacht.
33:09Ja, ich frage mich, was ist, wenn sich jemand seine Drohung zu Nutze gemacht hat?
33:14Wie schaut es denn aus mit den Erbschaftsverhältnissen?
33:16Ich nehme an, der mittlere, der Stefan, berückt nach.
33:20So, zwei.
33:21Vielen Dank.
33:23Das von den Herren, das geht auf mich, gell.
33:25Danke sehr.
33:26Jeden Tag eine gute Tat.
33:28Über die Papine, ja.
33:29Danke.
33:30Aber heute sind sie mal zwei.
33:34Ich nehme auch einen Rotwein.
33:47Guten Morgen, Herr Brandtl.
33:48Guten Morgen, Frau Hofer.
33:50Ah, die Stoffe.
33:52Ich war schon für den Stuhl vom Bürgermeister, gell.
33:54Haben Sie was Schienes gefunden?
33:55Ja, ja, edle Stoffe sind sie schon, aber ich kann doch einen Reischel einen guten Preis machen.
34:00Wahrscheinlich nur, wenn ich ihm so viel abnehme, dass wir auch noch den passenden Vorhang nehmen lassen.
34:04Das ist doch gut.
34:05Alles Ton in Ton.
34:09Apropos.
34:09So, wir zwei wollten doch heute die neuen Bretten lasieren.
34:14Genau.
34:15Bretten lasieren.
34:16Das wollten wir.
34:17Jetzt hat mich aber gerade vorhin der Herr Lind angerufen, wir sind zum 80er.
34:21Besprechung.
34:22Sie wissen ja, wenn der Chef ruft.
34:25Manchmal wünscht ich mir auch, ich werde Chef.
34:28Das sind sie doch.
34:29Ihr eigener.
34:30So, jetzt muss ich.
34:32Bis später.
34:34Ja.
34:42Ja, perfekt.
34:44Wir sind uns im 80er.
34:45Ah, wie wenigstens gewusst.
34:47Haben Sie jetzt hellseherische Fähigkeiten?
34:48Bei wichtigen Dingen schon.
34:52Ja, herein.
34:57Ja?
34:59Ja.
35:00So.
35:01Ja.
35:02Meine Herren, bitte nehmen Sie doch Platz.
35:06Also.
35:08Ich habe mit dem Anwalt der Familie Hohlenmüller gesprochen.
35:12Dr. Wenger.
35:13Ja, Dr. Wenger.
35:15Und laut seiner Aussage hätte der älteste Sohn Bernhard nach Ableben seines Vaters den Betrieb geerbt.
35:21Die beiden anderen Brüder wären mit dem Pflichtteil bedacht worden.
35:24Jetzt, nach dem Ableben von Bernhard, rückt der zweitälteste Sohn Stefan in der Erbfolge nach.
35:30Und damit hat er ein Motiv.
35:32Ja.
35:33Und was für eins.
35:33Wenn man noch bedenkt, was der Reischel uns gestern erzählt hat.
35:37Ach ja?
35:37Da sage ich also doch nicht so ganz falsch, Herr Lund.
35:41Ich habe gestern nur gemeint, dass in Stofffabrikaten nicht automatisch...
35:44Ja.
35:44Der Herr Lind meint, es war interessant, der Herr Reischel sagte, dass Stefan Ohlmüller doch sehr unter der Dominanz seines
35:50älteren Bruders litt.
35:52Aha.
35:54Ich glaube, wir sollten ihn mal herbestellen.
35:58Gute Idee, Herr Lind.
36:00Ja.
36:04Ja, es stimmt, dass mein Bruder gerne den Chef gegeben hat.
36:06Und dass er es nicht mochte, das stimmt auch, aber deswegen ermordet ihn doch nicht bei der erstbesten Gelegenheit.
36:11Fakt ist aber, dass Sie jetzt nach seinem Tod in der Erbfolge nachgerückt sind.
36:16Wissen Sie, was unser Betrieb wert ist?
36:18Wir haben uns schon ein bisschen erkundigt.
36:20Ja, also, dann dürfte Ihnen auch klar sein, dass es schlimmere Schicksale gibt, als nur den Pflichtteil zu erben.
36:26Es gibt aber noch viel günstigere Schicksale.
36:29Nettlich, Chef.
36:31Nie mehr zweite Geige.
36:33Ich habe meinen Bruder nicht umgebracht.
36:34Das ist eine Meinung.
36:35Entschuldigung.
36:37Brandl?
36:38Ja?
36:40Und da gibt es keinen Zweifel?
36:41Der gleiche Stoff?
36:43Die selbe Kontamination?
36:46Ja, danke, Herr Doktor.
36:48Das war das Labor, in dem Ihr Bruder die Expertise in Auftrag gegeben hat.
36:51Die Ware aus Asien?
36:54Die Ware aus Asien ist identisch mit der Ware der Firma Lomazzo aus Mailand.
36:59Ja, die haben uns das dann untergeholt.
37:01Ihr Bruder war letztes Wochenende in Mailand.
37:03Vermutlich aus dem Grund.
37:06Ja, davor habe ich nichts gewusst.
37:08Vielleicht, dass die Italiener mit seinem Tod zu tun haben.
37:13Textilmafia.
37:15Ihnen ist auch alles recht, was von Ihnen und Ihrem Motiv ablenkt, was?
37:18Ehrlich gesagt, ja.
37:22So weit, so gut, Herr Ullmüller.
37:25Wir werden es euch überprüfen.
37:30Und so lange bleiben Sie bitte in Rosenheim, ja?
37:38Zitte, Einbruchsdezernat der 80er.
37:41Ja?
37:44Ach, Herr Ottmann.
37:46Gerade ist er fertig worden, der Bericht.
37:48Zwölf Kopien, duftig und frisch.
37:51Das tut mir jetzt echt leid, Frau Stockel.
37:53Aber ich habe gestern in meiner Analyse ein paar Fehler auf dem alten Bericht entdeckt.
37:56Hier ist der überarbeitete.
37:58Ach.
38:00Ja, und was mache ich jetzt mit dem Euden?
38:03Den können Sie schreddern.
38:05Die Kommissare...
38:06Ich sehe schon.
38:09Das gibt es doch nicht.
38:11Hallo.
38:12Die ganze Arbeit, du mal so.
38:13Sie hat ein paar Fehler entdeckt.
38:15Die können Sie schreden.
38:17Gerade vorhin haben mich eure Kollegen aus Mailand zurückgerufen.
38:20Klar, und?
38:20Die Kommissare sind zu der Adresse der Firma Lomar zugefahren und haben fest...
38:27Und haben festgestellt...
38:28Dass es sich dabei nur um eine Briefkastenfirma handelt.
38:32Genau.
38:33Also ein Etikettenschwindel im wahrsten Sinne des Wortes.
38:36Hm.
38:37Grazie, Frau Ottmann.
38:38Non difficile.
38:39Ciao.
38:40Ciao.
38:44Du lässt dir billige Textilien aus Asien liefern.
38:46Versiehst diese dann mit einem europäischen Label.
38:50Besten Mailand, guter Name, auch wenn es fingiert ist.
38:53Und verkaufst es dann fürs Vier-Fünffache an einem Bekleidungshaus,
38:56von dem du seit Jahren der Chefeinkäufer bist.
38:59Höbner.
39:00Hm.
39:01Von dem Überschuss.
39:02Kann man sich ein bisschen mehr leisten, als ein paar Pferdl und das Gespann dazu.
39:05Solange dir keiner auf die Schliche kommt.
39:08Vermutlich hat Bernhard Ohlmüller auf seiner Reise nach Mailand
39:10genau das Gleiche festgestellt, wie unsere Kollegen dort.
39:13Steckt also der Hübner hinter dieser Firma La Mozza.
39:16Lomazzo.
39:18Grazie.
39:19Und dies müssen wir ihm nochweisen.
39:21Seine Konten.
39:26Da, Herr Hübner.
39:27Sie sind zweifelsfrei Inhaber dieses Geschäftskontos der Firma Lomazzo in Mailand.
39:33Eine Firma, die es nur auf Papier gibt, aber trotzdem echtes Geld abwirft.
39:37Billigware, die Sie unter Ihrem eigenen Markennamen Lomazzo teuer an die Ohlmüllers weiterverkauft haben.
39:44Wie hoch war da so die Gewinnspanne?
39:48Das Vierfall, circa.
39:50Tja, kommt einiges zusammen im Laufe der Zeit, wie man schön an diesen Kontoauszügen sehen kann.
39:55Wie lange betreiben Sie dieses Spiel schon?
39:58Seit zwölf Jahren.
40:01Die Ware war vergiftet.
40:02Die Stoffe sind kontaminiert, war ja nicht das Wurscht.
40:05Davon habe ich nichts gewusst, bis ich die Expertise gesehen habe.
40:09Geh.
40:10Jedenfalls hat das Ergebnis dieser Expertise Bernhard Ohlmüller veranlasst, weitere Nachforschungen über Lomazzo anzustellen.
40:16Ja, ich war letztes Wochenende in Mailand und habe festgestellt, dass es sich um eine Briefkastenfirma handelt.
40:23Ihm war dann natürlich sehr schnell klar, dass Sie dahinter stecken.
40:26Mhm.
40:27Ich habe mich am Montag damit konfrontiert, auch mit der Expertise.
40:32Ich wollte das so nicht hinnehmen.
40:34Es hat ja im Begleitungshaus Ohlmüller durch mich ein immenser Schaden entstanden.
40:37Doch meine überhöhten Preise, der mangelnde Gegenwert, eventuelle Regressansprüche von unzufriedenen Kunden und so weiter.
40:46Er wollte eine Wiedergutmachung und natürlich meine Kündigung.
40:51Und wie hoch sollte diese Wiedergutmachung ausfallen?
40:55500.000.
40:57Gemessen und der Länge der Zeit?
40:59Und er wollte Sie nicht anzeigen?
41:01Nein, er wollte jedes Aufsehen vermeiden.
41:03Ja, da haben Sie natürlich eine Chance gesehen.
41:06Ja.
41:07Sie haben bei dieser Vatertags-Kutschfahrt ganz gezielt die Sprache auf Bernhards Vaterschaft gebracht, nicht wahr?
41:15Dass der junge Franz Ohlmüller da so heftig reagiert, das war natürlich für Sie jetzt mal die Wissen.
41:21Seine Drogen von versammelter Mannschaft, tja, da kann ja nichts mehr schiefgehen.
41:26Jetzt ist es ja doch schiefgegangen.
41:28Herr Hübner, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Verdachts, Bernhard Ohlmüller zu töten zu haben.
41:34Führen Sie ihn ab.
41:35Immer.
41:39Sie hätte nie gedacht, dass man auf mich kommt.
41:44Wie sagte schon der große Sherlock Holmes, es gibt kein perfektes Verbrechen.
41:49Nein, zumindest nicht so lange wir hier sind, in Rosenheim.
41:52Nein, Moment.
41:53Ja, ne Spiegel.
41:56Jetzt ist das.
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