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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
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00:16Ja, ich kann zuspulen.
00:18Ja, weiter.
00:19Ah, recht.
00:21Ich spule mit der Schäden.
00:22Sauber, Dietrich, rüberzappeln.
00:24Ja!
00:26Schaut.
00:28Okay?
00:33So, der gehört mir.
00:36Der ist hoch für euch, aber der ist schon gekommen.
00:39Weil du hast dieselbe Altmauer als, gell?
00:51Es ist zu verzweifeln.
00:53Es ist doch bloß zum Kartenhalten da.
00:56Na, geben dürft schon.
01:13So, Leidl.
01:15Und jetzt sprie ich das mal.
01:17Das wird dein Herz sticht.
01:20Oh, Jammern.
01:28So, und damit ist der Sack zu.
01:32Entschuldigung.
01:33Ja, hier ist doch so ein Tiefchen Sand.
01:34Was?
01:36Beim Simmeltbauern?
01:37Wir sind schon unterwegs.
01:39Wir müssen los, Männer.
01:40Beim Simmeltbauern der Heusch rüberbrennt.
01:42Hey, hey, hey, hey, hey.
01:43Was ist denn los?
01:43Wir müssen es jetzt fertig brennen.
01:45Wenn's brennt, dann brennt's.
01:46Dann gibt's nichts anderes für einen Feuerwehrmann.
01:48Einmal, wo ich gehacken hab.
01:50Da schau ich hin.
01:50Schneider-Schwarz.
01:52Das macht 2,40 Euro.
01:54Na gut.
01:55Noch nicht.
01:56So ein Fluffete.
01:59Schneider-Schwarz.
02:01Was ist meines?
02:05Ja.
02:06Magst du was, Cobinian?
02:07Nein, danke.
02:09Ich darf's dann zu ihm.
02:19Micky!
02:21Ja?
02:22Geh mal da her!
02:23Schau doch mal das an!
02:24Mach's doch halt!
02:26Da, schau mal her!
02:31Ja, um Gottes Willen.
02:34Ja, den hast du gewischt.
02:37Gut, dann stimmt's ja so.
02:38Danke, Cobinian.
02:40Gerne doch, du.
02:41Los ist also gut und pass auch dir noch Geld auf.
02:44Nicht, dass was wegkommt.
02:45Ja.
02:46Ja, schau.
02:50Michi, was gibt's?
02:53Nein.
02:59Wie bei so einem lumpigen Stadl hört sie mitten unter dem Spur auf.
03:03Jetzt hörst du aber auch.
03:04Na ja.
03:05Das ist eine schöne Bescherung.
03:07Wo ist denn der Lind?
03:08Ich weiß nicht.
03:10Sie sitzt wahrscheinlich wieder in irgendein Funkloch.
03:12Das hat ein bissel viel Funkloch in letzter Zeit, he?
03:14Na ja.
03:15Was dem einen sein Funkloch ist, ist dem anderen sein kalbende Kuh.
03:19Dich, wenn ich nicht hätte, Michi.
03:20Mhm.
03:21Was haben wir da?
03:22Was siehst du?
03:23Einen abgebrannten Stadl und mittendrin haben wir eine halbverkohlte männliche Leiche entdeckt.
03:27Wer ist der Tote?
03:28Wissen wir noch nicht.
03:30Er hat nichts dabei gehabt, womit er seine Identität ausweisen könnte.
03:33Sag einmal, der Stadl, der gehört dem Sinnenbauern, gell?
03:37Ja, genau.
03:37Na, du bist so gut und schickst mir den morgen Vormittag aufs Präsidium.
03:40Ja, ist recht.
03:41Ja, wissen wir was wie die Brandursache?
03:43Ja, also Selbstentzündung vom Heil müssen wir ausschließen.
03:46Aha.
03:47Warum?
03:48Wer kein Heuer im Stadl war.
03:49Super, Michi.
03:50Aber die Brandexperten von München, die habe ich schon gefordert.
03:53Super, Michi.
03:53Danke.
03:57Na ja, schönen guten Abend, Frau Doktor.
03:59Hallo.
04:00Wollen Sie die Leiche nochmal sehen?
04:02Na, danke.
04:03Das muss nicht sein.
04:05Ja, können Sie uns schon was sagen?
04:07Nicht allzu viel.
04:08Bei einer Brandleiche ist es immer besonders schwierig.
04:10Er ist zwischen 40 und 50 Jahren 1,75 bis 1,80 groß.
04:15Und ich gehe davon aus, dass er bereits vor dem Feuertod gewesen ist.
04:19Natascha, ja.
04:21Wissen Sie schon den Todeszeitpunkt?
04:23Das kann ich Ihnen morgen nach Mittag sagen, wenn Sie ihn mir rechtzeitig auf den Tisch legen.
04:31Ja, Jo.
04:33Servus, Christian.
04:34Alles klar?
04:35Alles klar.
04:37Ja, und?
04:39Was und?
04:40Ja, einmal oder zweimal?
04:42Heute bist du echt penetrant.
04:43Weißt du das?
04:45Zweimal.
04:46Na, geht doch.
04:48Du hast ja eh schon.
04:52Guten Morgen.
04:53Morgen.
04:54Morgen.
04:55Morgen.
04:55Morgen, Jo.
04:55Ein Cappuccino und ein Croissant.
04:57Dann weiß ich doch schon.
05:01Warum grinst du das so komisch, wenn ich das bestelle?
05:02Einfach ignorieren.
05:04Wieso ich dich sprechen wollte?
05:05Es geht um Hofer.
05:07Aber nicht seine Fehlzeiten, oder?
05:08Ich meine, ich dachte, das wäre kein Thema mehr.
05:10Ich habe mir seine Aktie durchgesehen und bin dabei auf etwas gestoßen.
05:13Da wollte ich erst mal deine Meinung hören, bevor ich damit zur 80er gehe.
05:17Danke.
05:18Ja, ja.
05:19Wollen wir uns da rüber setzen?
05:20Ja, ja.
05:31Komm mal, Frau Stockl.
05:32Gib dir einen Kaffee.
05:37Selbstverständlich.
05:39Frisch aufgebrüht, ein bisschen Milch und ein kleines Stückchen Zucker.
05:43Bitte schön.
05:44Danke.
05:45Was ist denn heute los?
05:47Und das ist die Kaffeekasse.
05:49Okay.
05:51Und eine Mail habe ich auch noch rauslassen für Sie.
05:54Von wem?
05:55Von der Spurensicherung.
05:56Was steht drin?
05:57Beim SIM-Mitbau.
06:00Wieso lesen Sie das nicht eigentlich selber?
06:03Danke.
06:04Danke.
06:06Ich vergesse, gehen Sie bitte die vermissten Dateien der letzten drei Monate durch.
06:11Wir suchen einen Mann zwischen 40 und 50, 1,75 bis 1,80 groß.
06:15Kann das nicht der Michi machen?
06:16Frau Stockl.
06:18So virtuos, wie Sie mit Computerdateien umgehen.
06:21Das wäre doch eine Schande, wenn man dieses Talent ungenutzt lassen würde.
06:26Der Kaffee ist fantastisch.
06:28Ja, rufe er.
06:29Nicht ausrutschen.
06:31Lass beim Friseur.
06:37Guten Morgen.
06:39Guten Morgen.
06:39Guten Morgen.
06:39Sind Sie jetzt wieder draußen aus Ihrem Funkloch?
06:42Wieso?
06:43War irgendwas?
06:43Eine verkohlte Leiche in einem Heuschober.
06:46Oh.
06:47Na ja, dafür habe ich jetzt mindestens eine kalbende Kuh bei Ihnen gut.
06:50Okay.
06:50Meinetwegen.
06:51Die Spurensicherung hat einen frischen Reifenabdruck gefunden vor dem Schober.
06:56Wahrscheinlich von seinem Nobelgeländewagen.
06:57Aha.
06:59Morgen, Frau Stockl.
07:00Guten Morgen, Herr Lindner.
07:15Ich habe mir gedacht, du willst ihn befragen, dann wir ins Vernehmungszimmer.
07:18Pass mal auf mich.
07:20Wir machen jetzt Folgendes.
07:21Das Vernehmungszimmer bleibt das Vernehmungszimmer.
07:24Ja.
07:24Und unser Büro nennen wir ab sofort Befragungszimmer.
07:27Ja.
07:28Und ich sage dir dann immer, ob ich jemanden vernehmen oder befragen will.
07:31Hast du das verstanden?
07:33Ja.
07:34Gut.
07:36Was machen wir jetzt, wenn Sie ihn mitbauen?
07:38Den befragen wir jetzt im Vernehmungszimmer.
07:41Ja.
07:45Na gut, dann bringen Sie mich mal auf den neuesten Stand.
07:49So, Leute.
07:49Servus, warte.
07:50Grüß dich.
07:52Das ist mein Kollege.
07:54Hauptkommissar Lind.
07:57Sag einmal, seit wann bist denn du für abbrennende Heuschuber zuständig?
08:01Seitdem es bei den Brand einen Toten gegeben hat.
08:03Einen Toten?
08:05Wer ist tot?
08:06Das wollte ich eigentlich von dir erfahren.
08:07Dein Stadl hat gebrannt.
08:09Was weiß ich?
08:11Zwischen 40 und 50, etwa 1,80 groß.
08:15Keine Ahnung, wer das gewesen sei, kommt.
08:17Sag einmal, Hansi.
08:18Du hast doch in dem Stadl schon lang keinen Heim mehr gelagert.
08:21Den brauche ich schon Jahre nicht mehr.
08:22Aber das Geld von der Versicherung, das kannst du gut brauchen, oder?
08:25Wolltest du damit sagen, dass ich mein Stadl selber, Korbinian,
08:29wir kennen uns seit der ersten Klasse Volksschule?
08:32Geben.
08:34Wo waren sie gestern zwischen 20 und 22 Uhr?
08:39Beim Gesangsverein.
08:41Wir haben Probe gehabt.
08:42Und dann sind wir noch zum Neuwirt.
08:43Und ihr Sangesbrüder können das bezeugen?
08:46Freilich.
08:47Die können das bezeugen.
08:49Dann ist ja gut.
08:51Dann kannst du ja wieder gehen.
08:52Also, vierte.
08:53Und einen schönen Gruß an die Susanne, gell?
08:56Vierte.
08:57Herr Mohr?
08:58Ja?
08:58Hatten Sie mal kurz Zeit für mich?
09:00Meine Frau Ottmund, das ist wirklich schlecht.
09:01Ich hab doch gar keine Zeit.
09:02Nur zwei Minuten.
09:03Es geht um Herrn Hof.
09:04Äh, kein wenig.
09:05Da weiß ich wenig.
09:06Also ganz wenig.
09:07Praktisch gar nichts.
09:08Ich aber.
09:09Bitte.
09:19Na, das wäre nicht der erste Bauer,
09:21der sein Einkommen auf diese Art und Weise aufbisset.
09:24Ich war schon für die Gemütslage unserer Landwirt,
09:26das ist ein sicherer Spezialist.
09:27Auch nicht.
09:28Aber was ist mit seinem Alibi?
09:30Mein lieber Herr Gesangsverein.
09:33Na ja, der Trick mit der Kerze, der ist so alt,
09:35der ist denn selbst der schlimmste Bauerkind.
09:44Herr Lind, ich hab jetzt die vermissten Anzeigen der letzten drei Monate durch.
09:49Ah ja, und?
09:51Ja.
09:51Hat ja keiner dabei, auf den die Personenbeschreibung passt.
09:54Hm.
09:54Trotzdem danke, Frau Stockl.
09:55Gerne.
09:56Wo ist eigentlich Herr Mohr?
09:58Der Michi, der ist mit den Brandspezialisten unterwegs.
10:02Und wenn wir schon dabei sind, wo ist...
10:04Der Herr Hofer hat Mittagspause.
10:06Ich büße für mein Funkloch.
10:17An Kurden.
10:21Danke.
10:22Was ich Sie fragen wollte.
10:24Herr Hofer, haben Sie schon eine relevante Spur?
10:26Solange wir nicht wissen, wer der Tote ist, tun wir uns schwer.
10:28Ja, dann bringen Sie das mal in Erfahrung.
10:30Das machen wir schon, ja.
10:32Oh Gott, Herr Achtziger.
10:33Oh Gott, Herr Mohr.
10:33Ja, dann ist ja bald die ganze Truppe beim gemütlichen Mittagessen beieinander.
10:38Ja, wir treffen Sie rein dienstlich.
10:41Ach so.
10:42Ja, dann will ich nicht weiter stören.
10:44Beim Dienstgespräch.
10:45Tja, Michi, was haben denn die Brandspezialisten herausgefunden?
10:49Sie haben herausgefunden, dass die Ursache des Brandes eindeutig war...
10:55Ja, Sie.
10:57Ja.
10:57Binian, Herr Mohr.
10:58Das ist gut.
10:59Was dürfen Sie euch bringen?
11:00Hm, ein Weißbier.
11:01Und so, hast du den Knöchels jetzt da?
11:03Ja, mit Bratkartoffeln.
11:04Super.
11:04Ja.
11:05Ja, ich hätte gerne eine Himbeerlimon, bitte.
11:07Eine Himbeerlimon.
11:09Also, jetzt erzähl.
11:12So, die Ursache des Brandes wäre eindeutig Brandstiftung und als Brandbeschleuniger haben
11:17der oder die Täter handelsübliches Benzin verwendet.
11:21Super, dann einmal.
11:23Mei, die will ich nicht.
11:25Da gibt's Anstehungen dafür, dass der Brand mit Zeitverzögerung ausgelöst worden ist?
11:28Ja, hast du vergessen.
11:29Also, der alte Trick mit Kerze in der Scheune, das auszuschließen.
11:32Definitiv.
11:33Dann war's der Simmelbauer mal nicht.
11:34So.
11:35Ein Weißbier.
11:36Danke.
11:37Eine Himbeerlimon.
11:38Danke.
11:39Das haben Sie gestern liegen gelassen.
11:41Das aber nicht.
11:42Danke.
11:43Prost.
11:44Prost.
11:47Da sag ich mir, da fehlt doch was.
11:49Freilich fehlt da was.
11:51Genau das, was das letzte Spiel kostet.
11:53Ja, was haben wir gar nicht fertig gespielt?
11:54Freilich hab ich nicht fertig gespielt.
11:55Corona hab ich auch.
11:56Die hat's bloß noch nicht Zeit gehabt.
11:57Über nur das, was noch zusteht.
11:59Nein, nein, über das reden wir schon, gell?
12:01Corona ist Corona.
12:03Knöchersalz.
12:04Danke.
12:05Hartkartoffeln.
12:07Dankeschön.
12:07Dankeschön.
12:08Ja, was den Verkohlungsgarten Leiche angeht, ist noch Folgendes zu sagen?
12:13Mahlzeit.
12:14Mahlzeit.
12:21Grüß Gott.
12:22Ist die Frau Doktor nicht da?
12:24Nachdem ich Sie hier nirgendwo sehe und Sie sich auch nicht versteckt haben wird.
12:30Nein, die Frau Doktor ist nicht da.
12:32Bloß ich.
12:33Und zufällig bin ich auch ein Doktor.
12:36Aber lang nicht so genannt.
12:38Haben Sie irgendwas, das uns weiterbringt?
12:42Woher soll ich jetzt bitte schon wissen, was euch weiterbringt?
12:44Aber wir haben einiges herausgefunden.
12:47Und das wäre?
12:47Alter und Größe bestätigen die erste in Augenscheinnahme durch die Frau Doktor.
12:52Dann war er bereits mindestens 48, längstens 54 Stunden tot, bevor das Feuer ausgebrochen
13:00ist.
13:00Wer lässt denn eine Leiche so lange liegen, bevor sie anzündet?
13:03Und warum?
13:04Ist jetzt aber keine ernst gemeinte Frage an mich, oder?
13:07Weil ich bin hier nicht der Kommissar.
13:11Also der Tod ist quasi Freitagabend beziehungsweise Freitagnacht eingetreten?
13:15Ja.
13:17Todes Ursaal?
13:18Ein sehr gründliches Sedativum.
13:21Ein Cocktail aus verschiedensten Arzneimitteln in sehr, sehr hoher Konzentration.
13:25Weil es sonst täten es nicht zu wirken.
13:27Ein Schlafmittel.
13:29Also quasi vergiftet.
13:30Für Sie leidenhaft ausgedrückt, ja.
13:33Aber die Frau Doktor hat Ihnen hier alles ganz genau aufgeschrieben.
13:38Sehr schön.
13:40Und wo kriegt der Leiche sowas?
13:43Da, wo man Medikamente herkriegt, aus der Apotheke.
13:46Wenn Sie ein Rezept dafür haben.
13:48Wie schnell wirkt denn so ein Cocktail?
13:50In der Konzentration, ich denke, eine Stunde nach Einnahme.
13:54Wenn Sie uns jetzt auch einen Gebissabdruck nehmen könnten für die Identifizierung.
13:58Ja, glauben Sie, ich langweile mich hier so bloß durch meinen Dienst.
14:01Wir haben bereits heute Morgen an alle Zahnärzte in Rosenheim und Umgebung eine Anfrage gemailt.
14:06Aber unsere Herren Zahnärzte haben scheinbar alle noch was Besseres zu tun.
14:09Auf eine Antwort warten wir noch.
14:10Ja, Herr Gastl, Sie haben es schwer, das wissen wir.
14:13Sagen Sie der Frau Doktor Kleiner einen schönen Gruß bei mir, gell?
14:15Werde ich machen.
14:18Selbstverständlich habe ich die Nummer notiert.
14:21Ja, ich werde es weiterleiten.
14:24Ja, wiederhören.
14:25Mein Gott.
14:27Grüß Gott, dein Amt.
14:28Ach, Herr Hofer.
14:29Ein Zahnarzt hat gerade angerufen.
14:31Ein Doktor Nährlinger.
14:32Den kenne ich gar nicht.
14:34Der hat was von der Mail gesagt.
14:35Da ist die Nummer, bitte.
14:36Danke.
14:40Herr Mohr.
14:41Hm?
14:43Dürfte ich Sie kurz stören?
14:46Was ist denn?
14:46Klappern Sie doch bitte mal die Apotheken ab und finden Sie raus, wer in letzter Zeit diese Medikamente gekauft hat,
14:50ja?
14:51Nein, Herr Lind, muss das unbedingt heute noch sein, weil wir haben jetzt gleich nachlöschen.
14:57Also, wenn man löscht, dann ist man durstig.
15:00Nein, das hat locker Zeit.
15:02Reicht mir eigentlich, wenn ich das morgen früh bei Dienstantritt habe.
15:10Ja.
15:11Tatütata.
15:12Ja.
15:16Und Sie sind sich da ganz sicher?
15:17Danke, Herr Doktor, Sie haben uns sehr geholfen.
15:20Wiederhören.
15:21Wir wissen jetzt, wer der Tote ist.
15:24Und woher wissen wir das?
15:26Weil sein Zahnarzt ihn aufgrund seines Gebisses identifiziert hat.
15:29Aha.
15:30Das ist der Martin Stefanik.
15:33Stefanik?
15:34Ja.
15:36Muss ich den kennen?
15:37Ja, dem gehört doch das große Spahnplattenwerk in Hosenheim.
15:40Ach, das Spahnplattenwerk, ja, das kenn ich.
15:43Warum haben wir so eine Persönlichkeit nicht vermisst?
15:46Das frage ich mich allerdings auch.
15:48Tod?
15:50Mein Gott, was ist passiert?
15:53Tut mir leid, Frau Stefanik.
15:55Lass mal reinkommen.
15:57Ja, natürlich.
15:59Entschuldigen Sie.
16:05Klaus?
16:07Martin ist tot.
16:08Was?
16:10Das ist ja schrecklich.
16:13Das sind die Herren von der Polizei.
16:15Das ist mein Bruder Klaus Trauper.
16:17Gut, Hofer, Kripo.
16:19Das ist mein Kollege Lind.
16:23Was denn passiert?
16:25Man hat ihren Schwager in einer abgebrannten Scheune gefunden.
16:28Allerdings hat die Obduktion ergeben, dass er wohl in einer Überdosis von Medikamenten gestorben ist.
16:34Hat man ihn ermordet?
16:36Davon gehen wir im Moment aus, ja.
16:39Unmöglich.
16:40Wer sollte meinen Mann umringen?
16:42Na, das wollten wir eigentlich von Ihnen erfahren.
16:46Wann haben Sie Ihren Mann das letzte Mal gesehen?
16:49Vorige Woche.
16:51Meine Schwester und ich waren eine Woche in Portugal Golf spielen.
16:54Wir sind erst gestern Nachmittag zurückgekommen.
16:58Und haben Ihren Garten, Ihren Schwager bis jetzt nicht vermisst?
17:02Wir haben uns in den letzten Wochen nicht mehr so oft gesehen.
17:05Mal kam er nach Hause, mal nicht.
17:06Unser Leben war in letzter Zeit sehr unstet.
17:09Sie erfahren es ja ohnehin.
17:10Die Ehe meiner Schwester war nicht mehr so...
17:13Wie soll ich sagen?
17:14Harmonisch.
17:16Die üblichen Abnutzungserscheinungen eben.
17:18Ich wollte einfach ein bisschen Abstand gewinnen.
17:20Das war auch der Grund für die Reise.
17:22Darf ich Sie fragen, wo Sie gestern Nacht waren, Frau Stefanik?
17:25Hier.
17:26Das kann ich bestätigen. Sie war den ganzen Abend zu Hause.
17:29Ach, Sie waren da, zu Besuch?
17:30Ich wohne hier in der Einliegerwohnung.
17:33Ah.
17:33Und am Freitag waren Sie noch in Portugal?
17:36Ja.
17:38Ja, dann...
17:39Wer ist das für einen Augenblick?
17:41Danke.
17:41Sehr schön.
17:42Sehr schön.
17:52Ist richtig schön, so ein ruhiger Abend daheim.
17:56Findest nett?
17:57Das kannst du öfter sein.
17:58Ja, tu her.
17:59Ach.
18:00Wenn ich nimmer im Stadtrat wär?
18:02Zum Beispiel?
18:03Wenn das Wörtchen Wenn nicht wär.
18:06Wär unser Vater Millionär.
18:09Danke.
18:11Grüß Bruderherz.
18:21Du sag mal, du müsstest doch eigentlich den Stefanik kennen.
18:25Den mit dem Spannplattenwerk?
18:26Mhm.
18:27Freilich.
18:27Der sponsert einen Haufen Kulturveranstaltungen in der Stadt.
18:30Warum?
18:30Den haben wir gestern im Simmelbauer seinem Stadelzod aufgefunden.
18:36Ermordet?
18:36Na, freilich ermordet.
18:38Sonst hätten wir ja nichts damit zu tun.
18:40Ach weh.
18:41Na, das wird ganz schön Staub aufwirbeln.
18:43Wie war er denn so als Mensch?
18:44Welche Version möchtest du den Herrn?
18:46Ein Nachhof von der Stadträtin Hofer oder...
18:48Meine Meinung.
18:49Der war knallhart.
18:51Wenn der sich was in den Kopf gesetzt hat, dann hat er das auch durchgezogen.
18:53Ohne Rücksicht auf Verluste.
18:55Ist der in letzter Zeit irgendjemand besonders auf die Füße gestiegen?
18:59Nicht, dass ich wüsste.
19:00Allerdings...
19:01Es wird gemunkelt, dass er sich übernommen hat.
19:04Wie übernommen?
19:06Also angeblich barer Pleite.
19:08Ich hab gehört, dass die Staatsanwaltschaft München gegen ihn wegen Untreue und Konkursverschleppung
19:12ermittelt hat.
19:13Na wunderbar.
19:14Dann halt wieder mal die halbe Stadt Rosenheim ein Motiv.
19:17Viel Feind, viel Ehr.
19:19Prost.
19:20Prost.
19:26Frau Altmann, wollen Sie zu mir?
19:28Nein, zu Herrn Achtziger. Auf Sie komme ich später zurück.
19:30Mhm.
19:33Herr Renn?
19:35Guten Morgen, Herr Achtziger.
19:36Frau Altmann, was kann ich für Sie tun?
19:38Es geht um Herrn Hofer.
19:40Ich habe hier seine... Personale.
19:43Sie lauschen doch nicht etwa.
19:45Ich?
19:46Nein, wir kommen jetzt noch drauf. Ich...
19:48Oh Gott, Herrn Achtziger.
19:50Ich hab das jetzt noch mal überlegt.
19:51Hätte doch nicht zu Ihnen gepasst.
19:53Was?
19:54Das Lauschen.
19:55Eben.
20:02Guten Morgen, Frau Stockl.
20:04Guten Morgen, Frau Stockl.
20:05Guten Morgen.
20:06Und der Kaffee ist auch schon fertig.
20:08Eine Harmonie herrscht bei uns manchmal fast nicht zum Aushalten.
20:11Das ist ja wieder mal typisch.
20:13Kaum zaubert man bisher eine schöne Atmosphäre ins Büro, ist auch wieder nicht recht.
20:17So dürfen Sie das nicht sehen, Frau Stockl.
20:18Ich weiß doch, was ich an Ihnen habe.
20:21Das ist schön, dass Sie das auch einmal feststellen, Herr Hofer.
20:23Frau Stockl, das habe ich schon oft festgestellt.
20:25Und weil Sie gerade beim Zaubern sind.
20:27Wenn mich nicht alles täuscht, dann war der Stefan vor zwei, drei Jahren in eine Betrugsgeschichte
20:31verwickelt.
20:32Wenn Sie in der Richtung mal ein bisschen zaubern könnten, das wäre nett.
20:35Gerne, Herr Hofer.
20:37Danke, Frau Stockl.
20:37Und dann müsste ich noch wissen, ob bei der Staatsanwaltschaft München gegen Ihnen ein Verfahren
20:42wegen Konkursverschleppung anhängig ist.
20:45Selbstverständlich, Herr Hofer.
20:46Danke, Frau Stockl.
20:48Haben Sie überhaupt fleißig recherchiert, Herr Kollege?
20:50Gell.
20:51Das ist schön, wenn meine Schwester halt im Stadtplatz sitzt.
20:53Gell?
20:54Dann sind Sie bloß ins Hälfte zurück im Kino.
20:59Guten Morgen.
21:00Wissen Sie, wie viele Apotheken es in Rosenheim gibt?
21:02Du wirst es uns gleich sagen.
21:05Sechsundzwanzig.
21:05Was denn, die haben Sie alle abgeklappert?
21:06Nein, die habe ich nicht alle abgeklappert, ich habe nur eine abgeklappert.
21:09Und warum hast du nach der einen schon wieder aufgehört?
21:11Weil ich schon in der einen auf etwas sehr Interessantes gestoßen bin.
21:15Die Medikamente, die wir suchen, die hat jemand gekauft, der dem Opfer sehr nahe steht.
21:21Michi macht es nicht so spannend.
21:22Wer hat das Zeug gekauft?
21:23Die Frau von Stefanik.
21:25Der Apotheker hat gesagt, mit der Menge kannst du eine ganze Elefantenherde umbringen.
21:29So wird uns Frau Stefanik so einiges erklären müssen.
21:32Zum Beispiel, warum sie eine Elefantenherde umbringen will.
21:36Die Polizei ist schon wieder.
21:38Bleib ganz ruhig, ich mach das schon.
21:45Grüß Gott.
21:46Tag.
21:47Haben Sie schon was herausgefunden?
21:49Ja, deshalb sind wir auch hier.
21:51Frau Stefanik?
21:54Kann es sein, dass Sie starke Beruhigungs- oder Schlafmittel nehmen?
21:59Mein Arzt hatte sie mir verschrieben.
22:02Wir sagten Ihnen doch, dass es meiner Schwester in letzter Zeit seelisch nicht sehr gut ging.
22:06Das mag sein, aber an diesen Medikamenten ist die Schwager gestorben.
22:10Haben Sie Erklärung dafür?
22:11Das kann nicht sein.
22:13Wir haben sie entsorgt.
22:15Wie entsorgt?
22:16Ja, weggeworfen.
22:17Meine Schwester hat eingesehen, dass diese chemischen Hämmer ihre Probleme nicht lösen.
22:22Und da habe ich sie in den Müll geworfen, bevor wir nach Portugal fuhren.
22:24Finden Sie es nicht, dass das ziemlich unglaublich klingt?
22:27Ja, aber so weit.
22:32War es denn so, Frau Stefanik?
22:34Frau Stefanik?
22:37Ja, natürlich. Ich wollte das Zeug nicht mehr nehmen.
22:43Ja?
22:45Frau Stöckel, können wir Sie mal kurz sprechen?
22:47Sie? Mich?
22:48Ja, es geht um Herrn Hofer.
22:50Frau Ortmann.
22:51Sie werden von mir nichts Schlechtes über den Herrn Hofer hören.
22:55Er ist vielleicht manchmal ein bisschen grob.
22:57Meistens ein wenig geschert und gemein, aber im Grunde seines Herzens ist es ein ganz feiner und liebenswürdiger Mensch.
23:03Freut mich, dass Sie so positiv von Ihrem Chef sprechen.
23:05Aber trotzdem würde ich gern mit Ihnen über ihn reden.
23:09Grüß Gott.
23:11Danke, Frau Stöckel. Ich komme dann später wieder.
23:13Wollen Sie zu mir?
23:13Nein, zu Frau Stöckel.
23:17Was wollt denn die schon wieder?
23:18Ich weiß es nicht, aber ich kriege es noch raus.
23:22Apropos rauskriegen. Wissen wir, was ich mit dem Betrugsfall?
23:25Ja, ich weiß schon was. Und wenn Sie es lesen, wissen Sie auch was.
23:28Was steht drin?
23:29Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Stefanik wegen Konkursverschleppen.
23:34Also, geht doch.
23:36Ein ganz lebenswerter Mensch.
23:38Ich finde es ja reichlich mysteriös, was die Stefanik und ihr Bruder da fand ich.
23:42Ja, ich hoffe, Sie haben nicht so lange warten müssen.
23:47Also, meine Herren, warum ich Sie habe rufen lassen?
23:51Wegen der Frau Ortmann.
23:52Frau Ortmann? Warum?
23:53Ach so, nein.
23:55Deshalb.
23:58Und wie schaut es aus? Haben wir schon eine konkrete Spur?
24:01Spur wäre so viel gesagt. Eine Vermutung.
24:04Und die wäre?
24:06Ja, die Frau Stefanik. Aber angeblich war sie zur Tatzeit in Portugal.
24:10Mit anderen Worten, ich soll die Kollegen dort bitten, ihr Alibi zu überprüfen.
24:13Und das ihres Bruders.
24:15Ja, gut.
24:16Wenn Sie mir das alles hier kurz notieren mögen.
24:23Wegen der Frau Ortmann.
24:24Ach, Herr Ofer.
24:26Alles der Reihe nach.
24:27Jetzt ist erst einmal das Amtshilfeersuchen wichtig.
24:31Ja, gut.
24:32Ja, verstehe ich.
24:34Ja, natürlich war das wichtig.
24:36Alles klar, vielen Dank. Bis dann.
24:39Was denken Sie, wie lange die in Portugal brauchen, um das Alibi zu überprüfen?
24:42Keine Ahnung.
24:44Hm.
24:45Ich habe nämlich mit Frau Dr. Kern gesprochen. Sie hat gemeint, die Medikamente müssen kurz vor der Einnahme in die
24:50Flüssigkeit gemischt worden sein, weil die sich relativ schnell am Boden absetzen.
24:53Das heißt, wenn Brüderlein und Schwesterlein wirklich in Portugal waren, können sie es nicht gewesen sein.
24:58Richtig. Was ist das?
25:01Das sind Unterlagen über den Betrugsfall, in den der Stefanik vor zwei Jahren verwickelt war.
25:05Ja, hat das was mit dem Mord zu tun?
25:08Das lässt sich rausfinden.
25:10Ach, und diese Aufgabe haben Sie mir zugedacht.
25:12Ja.
25:13Weil ich mich um das Motiv von der Trauernden Witte kümmere.
25:17Lassen Sie mich raten, dazu müssen Sie ins Rosenbräu.
25:20Wie kommen Sie jetzt tot, oder?
25:21Das ist nur so eine Eingebung.
25:36Herr Gurken.
25:37Ah, Servus.
25:38Servus.
25:39Servus, Rainer.
25:40Es hätte mich jetzt aber schwer gewundert, wenn du nicht aufgetaucht wärst.
25:43Wie kommst du denn da drauf?
25:44Wenn du immer auftauchst, wenn irgendwas mit einem von meinen Mandanten ist. Aber dieses Mal kriegst du nichts aus mir
25:49raus.
25:50Ach, ich habe ja gemeint, wie kannst du mir zwanglos unterhalten?
25:52Kein Sterbenswörterl.
25:53Grüß die Kobinian.
25:54Grüß die Rosi.
25:55Ein Weißbier?
25:56Gerne.
25:57Und zum Essen?
25:59Die Schweinsachsen ist sehr zu empfehlen.
26:01Ja, das glaube ich, aber mir fehlt da die Zeit dazu.
26:03Dann halt nicht.
26:05Hm.
26:08Herr Rainer, du sag mal, ich habe gehört, dass der Stefanik in finanziellen Schwierigkeiten gewesen ist.
26:14Kein Kommentar.
26:15Es soll sogar die Staatsanwaltschaft München ermittelt haben, wegen Unterschlagung und Konkursverschleppung.
26:23Du weißt doch, Kabinian, über Mandanten und Todes soll man nichts Schlechtes sagen.
26:28Und der Stefanik war nicht nur mein Mandant, er ist auch tot.
26:30Also sag ich zweimal nichts.
26:32Schaut.
26:32So, da schau her.
26:35Zum Wohl.
26:37Magst du nicht doch was essen?
26:39Nein, danke.
26:44Aber du könntest mich was über die Frau von Stefanik fragen und ihren sauberen Bruder.
26:48Das sind keine Mandanten von mir und lieben tun sie auch noch.
26:52Was könnte ich dich da fragen?
26:54Ja, zum Beispiel, ob sie ein Motiv gehabt hat.
26:57Was selbst?
26:58Ich würde sagen, 1,5 Millionen Motive.
27:02Ich habe gedacht, der Stefanik war pleite.
27:04Aber es gibt noch eine Lebensversicherung.
27:06Und die Frau von Stefanik ist die Begünstigte.
27:09Die hast du dir so richtig ins Herz gelassen, oder?
27:11Sie gegangen, ja.
27:12Aber ihr Bruder, du musst langsuchen, bis du einen ausgeschampten Schmarotzer findest.
27:18Der hat den Stefanik ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
27:24Wo ist sie?
27:26Ich bin jetzt bei Dachserschein, sag's.
27:27Aha.
27:28www.mute-search.
27:37Ah.
27:40Frau Stockl, was in der Linz?
27:43Geht das auch freundlich, Herr Hofer?
27:47Teuer ist ja, Frau Stockl.
27:48Dürfte ich die Hilfsliste bitten, mir mitzuteilen, wo der Herr Lind ist?
27:52Sehr gern, Herr Hofer.
27:53Der Herr Lind ist bei der Frau Ortmann.
27:55Danke.
27:55Was will denn die schon wieder?
27:57Und der Micha, wo ist der?
27:58Ja, das würde ich auch gern wissen.
28:01Danke.
28:01Danke.
28:31Bitte.
28:31Ich bin bei der Hausungsstelle.
28:31Was hast du da gemacht?
28:33Dort habe ich ermittelt.
28:34Wer hat dir das angeschafft?
28:35Das hat mir niemand angeschafft.
28:37Ich habe in diesem Fall Eigeninitiative entwickelt.
28:40Ich habe mir nämlich gedacht, wenn die Leiche von Stefanik tatsächlich mit einer Geländelimusine
28:46zum Brandort gebracht worden ist, dann wäre es doch interessant zu wissen, wer in Rosenheim
28:50sein Auto fährt.
28:51Das wird doch nicht wenig sein?
28:53Nein.
28:54Das sind viele.
28:55Sogar sehr viele.
28:56Das ist das ganz Wichtigste rauskrieg, gell Michi?
28:58Ja.
28:59Zum Beispiel, wenn Rosenheim auch so ein Auto fährt.
29:05Und wer fährt auch sein Auto?
29:07Drei Meter drauf.
29:08Michi, lass raus.
29:11Der Stefanik selber.
29:13Und jetzt habe ich schon alles in die Wege geleitet, dass die Kollegen von der Spusse
29:16sich dieses Auto einmal genauer anschauen können.
29:20Super Mühe.
29:25Guten Abend.
29:26Na ja.
29:27Ist da noch frei?
29:28Nehmen Sie doch einen Platz.
29:29Danke.
29:31Gehst du so gut, du machst mal Weißbier.
29:33Sonnenarbeit.
29:34Und einen Morgen bitte.
29:35Einen Morgen bitte?
29:36Du?
29:37Ja, ich hab's vergessen.
29:43Hat der Ausflug ins Rosenburg sonst noch was gebracht?
29:45Ja, das kann man schon sagen.
29:47Der Stefanik hat eine Lebensversicherung über 1,5 Millionen.
29:50Die wird jetzt an seine Frau ausgezahlt.
29:52Na, wenn das kommotiv ist.
29:54Wir sollten uns aber nicht nur auf die Ehefrau konzentrieren.
29:57Ich hab mir mal die Akte über diesen Betrugsfall von vor zwei Jahren angesehen.
30:01Ja, und?
30:02Ja, der Stefanik hat damals alles auf seinen Angestellten,
30:05einen Walter Küffner, abgewälzt.
30:06Und der ist dafür auch verurteilt worden.
30:08So, und jetzt raten Sie mal, wann der Walter Küffner aus der Haft entlassen wurde.
30:12Natasche, Herr.
30:13Den Herrn sollten wir uns beide mal anschauen.
30:15Ich hab mich schon mit ihm verabredet für nachher.
30:17Müssen Sie jetzt nicht ein bisschen viel für Ihr Funkloch?
30:24Ah, Patricia, was gibt's?
30:27So, was ist jetzt?
30:28Ohne.
30:30Merci.
30:31Du, sag mal.
30:33Du weißt ja, dass ich normalerweise nichts sag, wenn ich was aufschnapp.
30:36Aber kann das sein, dass da irgendwas gegen dich läuft?
30:39Da kommst du nicht drauf.
30:41Na, weil die Altmann letztes Mal mit Christian über dich geredet hat.
30:45Und?
30:46Was haben Sie gesagt?
30:47Das hab ich eben nicht verstanden.
30:48Das ist ein extraer Hintergang.
30:49Na, super.
30:53Was wichtig ist?
30:54Ganz privat.
30:56Mhm.
30:57Kann das sein, dass Sie irgendwas wissen, was ich nicht weiß?
31:00Herr Hofer, da gibt's bestimmt eine ganze Menge.
31:03Hat Ihnen vielleicht die Patricia irgendwas erzählt, was mich betrifft?
31:10Sie wissen, dass ich Sie als Kollegen wirklich sehr schätze.
31:12Aber Frau Ortmann hat mich um Verschwiegenheit gebeten.
31:16Also, tut mir leid.
31:17Sie sind vielleicht ein Partner.
31:20Sie sind.
31:21Sie sind.
31:32Sie sind.
31:34Sie sind.
31:35Wo warst du denn so lang, Herr Schaft?
31:37Jetzt ist Essen geholfen.
31:38Ich hab gerade Hunger.
31:40Oh oh.
31:42Das ist jemanden, warum wir jetzt laus über das Leber laufen.
31:47So viel wie es auch wieder ist.
31:49Jetzt ruck schon raus mit der Sprache.
31:55Heißt die Laus vielleicht wieder mal Artmann?
32:03Geht's um deine Fehlzeiten?
32:04Da ist irgendwas anderes eingefallen. Keine Ahnung was.
32:07Ja, was sollen die gefunden haben? Du hast ja doch nix zu Schulden kommen lassen.
32:10Wir haben ja mit aller Gewalt zu. Die sind geblieben irgendwas.
32:13Schlimm wird's schon nicht werden.
32:14Ich bin doch schon einfach an auf Dürfen gegangen.
32:16Soll ich mal mit ihr reden?
32:17Na, vielleicht sagt's mir, worum's geht.
32:19So wahrscheinlich hab ich jetzt so viel im Büro, mein Hans.
32:21Ich tu jetzt wenig.
32:23Nein, nein, nein, nein, nein. Und wenn's dort mehr tuest, dann tuest auf dem Hof zu wenig.
32:32So, das Bier her.
32:34Ja.
32:36Prost.
32:51Du schrot, Mann?
33:00Ja.
33:01Du schrot, Mann.
33:21Herr Ruffer, was machen Sie denn hier?
33:23Herr Ruffer, ja, ich wollte zu Ihnen, ich habe eine Frage und da war offen und ich dachte, ich warte
33:28schon mal da hin.
33:29Ah ja.
33:32Was wollen Sie wissen?
33:34Äh, ob die Vernehmungsprotokolle jetzt in Ordnung sind.
33:38Die Vernehmungsprotokolle sind soweit ganz okay. War es das?
33:42Ja, ich glaube schon.
33:44Okay, dann gehe ich wieder. Wiederschauen.
33:47Tschüss.
33:53Guten Morgen, Herr Ruffer. Kaffee ist schon fertig?
33:56Ich mache heute keinen.
33:57Also Launen hat der, wie eine Diva.
34:07Hallo, Frau Stackel. Gibt es noch keinen Kaffee?
34:10Guten Morgen. Bei mir hat es noch nie einen Korn Kaffee gegeben.
34:13Gibt es irgendeinen Grund für Ihre schlechte Dauer, den ich beseitigen könnte?
34:16Wenn er wirklich zu Ihren Spezialitäten gehört?
34:19Ich denke darüber nach.
34:20Übrigens, Sie sollen zum 80er.
34:21Ist gut.
34:23Morgen, Herr Kollege.
34:25Morgen.
34:26Interessiert ist Sie, was Küffners Befragung ergeben hat?
34:29Brennend.
34:30Man sieht's.
34:32Also, er hat ein Alibi für Freitag und für Sonntag.
34:34Dann ist er raus.
34:36Richtig.
34:37Übrigens, ich glaube, der Chef erwartet uns.
34:39Super.
34:42Nimm uns doch pitchen.
34:44Ja, so wie es ausschaut, haben Sie sich ja praktisch hauptsächlich auf die Frau Stefanik und Ihren Bruder konzentriert.
34:52Ja, weil das halt die Hauptverdächtigen sind.
34:54Wir haben auch gegen einen ehemaligen Angestellten von Stefanik ermittelt.
34:57Und?
34:58Er hat ein starkes Motiv, aber ein Alibi.
35:01Hieb und Stich fest.
35:02Wie es ausschaut, ja.
35:03Die Frau Stefanik hat halt das stärkste Motiv.
35:06Die war zerrüttet und es besteht eine Lebensversicherung über 1,5 Millionen Euro zu Ihren Gunsten.
35:12Und der Bruder, das ist eine ziemlich zwielichtige Gestalt.
35:15Also, das passt alles.
35:16Wenn jetzt noch die Kollegen in Portugal, die sind Alibi im Kräften.
35:20Ja, und genau da haben wir jetzt ein Problem.
35:23Die beiden waren in Portugal und haben keine Möglichkeit gehabt, zwischendurch hierher zu kommen.
35:29Da schauen Sie mal selber.
35:30Die Kollegen in Portugal haben das, so wie es ausschaut, sehr sorgfältig recherchiert.
35:35Na prima.
35:48Du, Seppi, lass den Wagen nicht ab.
35:52Lass den drauf, der Spus ist gleich da, gell?
35:54Alles recht.
35:55Bis nachher.
35:56Bis nachher.
36:04Bis nachher.
36:05Jetzt waren die zwei wirklich da dort.
36:08Das heißt, wir stecken ganz schön tief in der Sackgasse.
36:11Schaut, dass Portugal nicht in Bayern liegt.
36:18Was gibt's, Frau Stockel?
36:20Entschuldigen Sie, aber Sie sollen zum 80er kommen.
36:22Ja, Moment noch.
36:24Nein, nicht Sie, Herr Lind.
36:25Der Herr Hofer, Aloha.
36:26Was will er denn von mir?
36:27Das weiß ich nicht.
36:29Ich weiß nur, dass die Frau Ortmann da ist.
36:32Dann bin ich jetzt einfach gespannt.
36:39Sagen Sie mal.
36:40Ja, Herr Heide.
36:43Sie wollten mich sprechen?
36:47Tja, Herr Hofer.
36:50Frau Ortmann ist bei einer routinemäßigen Durchsicht ihrer Personalakte auf einen gravierenden Umstand gestoßen,
36:59der diese, sagen wir mal, Unterhaltung nötig macht.
37:03Frau Ortmann hat es sich nicht leicht gemacht.
37:05Sie hat sich sowohl meine Rückendeckung als auch die von Herrn Lind, Herrn Mohr und Frau Stockel eingeholt.
37:11Und wir alle sind der Meinung, dass man das nicht einfach so unter den Tisch fallen lassen darf.
37:16Ja.
37:18Ja, bitte, Frau Ortmann.
37:21Ja, Herr Hofer.
37:23Ähm, also um es kurz zu machen.
37:26Vor genau 25 Jahren hatten Sie Ihren ersten Tag bei der Bereitschaftspolizei.
37:30Und dazu möchten wir Ihnen ganz herzlich gratulieren.
37:33Ach so.
37:34Ja.
37:37Gratulation, Herr Hofer.
37:38Danke.
37:40Ich hab gemeint.
37:41Was?
37:42Ja, ich meinte, das bemerkt gar keiner.
37:44Das fällt überhaupt nicht auf.
37:45So.
37:46Na ja, wir werden das Jubiläum natürlich noch ausgiebig feiern.
37:50Ich hab mir heute Abend im Rosenbräu einen Tisch bestellt.
37:52Ja.
37:52Und dann habe ich hier noch eine Kleinigkeit für Sie, Herr Hofer.
37:58Ja, Wahnsinn.
37:58Na, die Überraschung ist doch gelungen, oder?
38:01Aber, Herr Lund.
38:01Es hat doch die Frau Ortmann ganz schön geschickt eingefädelt.
38:04Mhm, ja, ich muss sagen, ich war überrascht.
38:07Aber, ich meine, die Frau Ortmann, so im Gesamten gesehen, nette Person.
38:12Habe ich lieber gesagt.
38:14Na, auf jeden Fall gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem Dienstjubiläum
38:18und wünsche uns weitere 25 Jahre gute Zusammenarbeit.
38:21Danke.
38:22Herr Hofer, von mir auch.
38:25Danke.
38:27Danke.
38:28Bitte.
38:30Das ist doch der Allerwerteste, aber ganz schön auf Grundeis gegangen, gell?
38:34Die Frau Ortmann, das ist ganz eine Gewifte.
38:36Ja, ja.
38:37Was haben Sie da?
38:38Ach so, ja.
38:39E-Mail von der Spuse.
38:40Warum sagen Sie das nicht gleich?
38:41Ich war so gerührt von Herrn Hofer sein Jubiläum.
38:44Auf jeden Fall steht da drin, dass der Stefanik tatsächlich mit seinem eigenen Auto zum Brandort
38:49gebracht worden ist.
38:50Da, Schönen.
38:52Da bin ich aber jetzt gespannt, was Brüderlein und Schwesterlein dazu sagen.
38:55Ja, ja, wir sagen erst mal Prost, oder?
38:58Prost.
38:59Prost.
38:59Prost.
39:02Prost.
39:03Klaus.
39:05Mach auf.
39:06Ja.
39:15Hallo, Frau Stefanik.
39:16Dürfen wir reinkommen?
39:17Bitte.
39:18Treten Sie ein.
39:31Guten Tag.
39:33Haben Sie den Mörder?
39:35Nein, noch nicht, aber wir sind ein gutes Stück vorangekommen.
39:38Das ist ja sehr erfreulich.
39:40Ja, finde ich auch.
39:42Kann sich mein Kollege vielleicht ein bisschen umsehen.
39:44Wieso?
39:45Wenn ich fragen darf.
39:46Mein Kollege hat jetzt höflich gefragt.
39:48In einer Stunde sind wir wieder da, mit Durchsuchungsbeschluss.
39:51Bitte?
39:52Wir haben nichts zu verbergen.
39:55Na, also geht doch.
39:57Es steht zweifelsfrei fest, dass Ihr Schwager, oder besser gesagt seine Leiche, mit seinem
40:02eigenen Wagen zur Scheune gebracht wurde.
40:05Haben Sie dafür eine Erklärung?
40:09Der Wagen stand die ganze Zeit in der Garage.
40:12Der Schlüssel hing da, was weiß ich, wer damit rumfährt.
40:13Wir sprechen von Sonntagnacht, da waren Sie bereits wieder da.
40:18Was hatten Sie an, am Sonntag?
40:21Jeans, Polo.
40:23Farbe.
40:24Jeans sind üblicherweise blau.
40:26Das Polohemd.
40:28Grün, glaube ich.
40:30Lindgrün.
40:32Was vielleicht ist das?
40:34Kann sein.
40:35Faserspuren eines solchen Hemdes haben wir auf dem Fahrersitz gefunden.
40:38Ich benutze ständig den Wagen meines Schwagers.
40:41Da ist das Logo eines portugiesischen Golfclubs drauf, nicht wahr?
40:44Ja, Villanova, ein sehr schöner Platz.
40:45Ja, und dort haben Sie auch das Hemd gekauft, weil es das Hemd nämlich nur da zu kaufen gibt.
40:49Und Sie kamen erst am Sonntag zurück.
40:50Es kann sein, dass ich nochmal im Auto war, um was zu suchen, aber gefahren bin ich nicht.
40:54Warum sollten wir Ihnen jetzt nicht glauben?
40:55Weil Sie mir nicht das Gegenteil beweisen können.
40:57Oh Gott, das bringt doch alles nichts mehr.
40:59Halt du dich da raus, Ilse!
41:01Ich kann nicht mehr.
41:02Und ich will auch nicht mehr.
41:04Gut, Frau Stefanik, dann erzählen Sie uns mal, was los war.
41:11Mein Bruder hat die Leiche meines Mannes weggebracht und angezündet.
41:15Als wir aus Portugal zurückkamen, fanden wir meinen Mann in seinem Arbeitszimmer.
41:20Er war tot.
41:22Neben ihm lag dieser Abschiedsbrief.
41:25Das erklärt zumindest, warum er drei Tage lang rumkleben ist.
41:28Er hat sich mit einer Überdosis meiner Beruhigungsmittel sein Leben genommen,
41:31weil er den Zusammenbruch seiner Firma nicht verkraftete.
41:34Hier, es steht alles drin.
41:38Warum haben Sie den Selbstmord nicht einfach gemeldet?
41:42Die Lebensversicherung meines Schwagers hat eine Klausel.
41:45Bei Selbstmord wird sie nicht ausbezahlt.
41:48Und deshalb haben Sie alles dafür getan, dass das will nur der Schritt.
42:03So entschmarrn.
42:05Entschmarrn.
42:06Bis zum nächsten Mal.
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