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07:03Dann muss ich das leider als Beamtenbärleidigung werten, gell?
07:06Nein, Gott, Herr Kommissar, es ist nur so, dass ich eine narrische Freude an dem Bär habe.
07:12Die Stimme hat der Breitenbach ihm eingepflanzt, ohne dass ich es gewusst habe.
07:15Ja, so war er, der Breitenbach.
07:17Sie waren also mit Herrn Breitenbach liiert?
07:20Bis vor drei Monaten. Da haben wir uns getrennt.
07:25Warum?
07:27Nicht zusammengepasst.
07:31Kommt vor.
07:31Also, der Breitenbach war durchaus zufrieden.
07:34Ich meine, die Bären verkaufen Sie ja nicht schlecht. Sogar bis nach Japan neuerdings.
07:39Haben Sie die Idee auch gemeinsam vermarktet?
07:42Also, nach Abzug der Herstellungskosten, Porto, Verpackung etc. waren 20% für ihn.
07:48Dann sind für Sie nur 80% geblieben.
07:52Ja, ich habe ja das Risiko, die Unkosten.
07:56Sie arbeiten hier als Verkäuferin.
08:00Auch.
08:02Aber eigentlich habe ich Mode studiert und Sie sagen, Sie trachten für die Teddys.
08:08Es ist Arbeit.
08:09Ja, sicher.
08:10Dann gibt es bestimmte Mottos, die laufen besonders gut.
08:14Wir haben ja nicht bloß Bären für Kinder, sondern auch welche für Erwachsene.
08:19Die haben, sagen wir mal, ein bisschen was Erotisches, so was Anzügliches.
08:25Im Bayerischen ist das ja eher nett.
08:28Also.
08:28Aber jugendfrei ist natürlich nett.
08:31Darum haben wir es auch ganz oben da ins Regal hier reingestellt.
08:33Wir nennen sie unsere Problembären.
08:36Das ist der Bodo.
08:37Drücken Sie mal.
08:38Schönen.
08:40Hat die Ex-Freund Feinde?
08:42Nein.
08:44Er war mehr so der heitere Typ.
08:47Immer einen lustigen Spruch auf den Lippen.
08:49Eigentlich genau wie seine Bären.
08:52Aber?
08:53Nichts aber.
08:54Er war allseits beliebt.
08:57Wann haben Sie den Herrn Breitenbach zum letzten Mal gesehen?
09:01Gestern Abend, bevor ich heim bin, so um sechs, halb, sieben rum.
09:05Und da haben Sie den ganzen Abend verbracht?
09:08Allein?
09:09Ja, leider.
09:11Die Frau Eberle hat meine Einladung zum trauten Dinner wieder einmal ausgeschlagen.
09:19Wo waren Sie gestern zwischen 19 und 20 Uhr?
09:23Ich bin gegen sieben hier los.
09:24Schnell noch was einkaufen.
09:26Halb acht sowas war ich zu Hause.
09:28Gut, da leben Sie im Moment allein.
09:31Alibi habe ich leider keins.
09:36Hätte ich vielleicht doch das Angebot vom Rostthaler annehmen sollen.
09:41Frau Stockler, was gibt's?
09:42Ja, Hofer, eine Frage.
09:43Seid ihr noch in dem Spielzeugland?
09:45Wieso?
09:47Pressiert schon wieder wem, oder was?
09:48Nein, aber an Michi müssen die kurz sprechen.
09:50Frau Stockler, warum rufen Sie nicht den Michi an?
09:53Mit ihm sprechen wollen.
09:54Weil sein Handy bei mir auf dem Schreibtisch liegt.
09:57Super.
09:57Michi!
09:58Ja?
10:01Telefon für dich.
10:03Grüß dich, Michi, jetzt pass einmal auf.
10:06So, da haben wir die Dampfhalze.
10:08Ah, super.
10:10Danke.
10:12Michi, was machst du denn da?
10:14Ich besorgen ein paar Kleinigkeiten von dem 80er-Sein-Enkel.
10:17Ein paar Kleinigkeiten?
10:18Naja.
10:19Außerdem dachte ich, wir sind hier zum Ermitteln und jetzt wein.
10:22Aber ich bin gleich fertig.
10:22Die anderen zwei Sachen sind drüben.
10:24Aha.
10:25Du, schau her, du hast dein Handy.
10:27Ja.
10:27Herr Kroll.
10:28Ja?
10:29Sie haben den Herrn Breitenbach gefunden?
10:32Ja, zusammen mit der Frau Eberle und dem Herrn Rostaler.
10:34Die Tür zum Geschäft war nicht verschlossen.
10:37Warum?
10:38Normalerweise spiel ich zu.
10:40Herr Kroll, wo sind jetzt die Sachen?
10:41Ja, aber der Herr Breitenbach, der wollte noch länger arbeiten und der hat ja selber auch
10:45einen Schlüssel gehabt.
10:47Also abgesehen vom Herrn Breitenbach, waren Sie der Letzte, der den Laden verlassen hat?
10:50Ja.
10:51Wann war das?
10:52Kurz nach sieben.
10:53Ich war schon ein bisschen spät dran.
10:55Für was?
10:56Wir haben am Dienstag immer unser Radler-Treffen.
10:58Ein paar Freunde von mir und ich beim Neuwert draußen in Einöth.
11:02Nach Einöth mit dem Radler, das sind ja bestimmt 20 Kilometer.
11:0421.
11:06Haben Sie es noch rechtzeitig geschafft?
11:08Punkt acht war ich dort.
11:09Respekt.
11:11Herr Kroll, wie war eigentlich Ihr Verhältnis zu Herrn Breitenbach?
11:14Nein, wir haben uns halt gegrüßt, aber sonst?
11:17Er war meistens im Labor und ich bin ja da im Laden tätig.
11:22Ja, ich glaube, das war's dann für's Erste.
11:24Wenn wir noch Fragen haben, melden wir uns.
11:27Ja, bitteschön.
11:29Ich mach gleich Ihre Rechen.
11:30Ja, das hören Sie nicht.
11:36Und, wie schaut's aus?
11:38Gar nicht so schlecht.
11:40Oder wie war das gemeint?
11:42Kriminaltechnisch, Herr Lind.
11:43Kriminaltechnisch, ja.
11:45Es schaut so aus, dass die Spusi gerade den ganzen Laden nach einem geeigneten Tatwerkzeug durchsucht.
11:49Und bei Ihnen?
11:49Nein, im Laden scheint nichts zu fehlen, es war also kein Raub.
11:53Aha.
11:54Gut, dann schlage ich vor, wir schauen uns mal die Wohnung des Toten an.
11:56Ich schlage vor, das machen Sie allein und wir sehen uns nachher im Präsidium.
11:59Wieso, was machen Sie?
12:03Ich helfe dem Michi.
12:04Ist auch nötig.
12:05Ja.
12:06Hör dich auf.
12:07Bart Michi, die Rüchter.
12:18Du bist mal ein schöner Ruf.
12:20Wieso, ich trage die Verantwortung.
12:22Schau, und anklopfen wir da auch für dich.
12:25Herr Reinhardt.
12:26Herr Reinhardt.
12:26Wenn du den Kleppel abgeliefert hast, du fährst nach Einhüt zum Neuwirth und überprüfst das Halle wie vom Groll, gell?
12:30Ja.
12:31Herr Reinhardt.
12:32Leit dir noch meinen Fahrradl.
12:33Wenn du noch überschützige Geschäfte hast, warum nicht?
12:37Ja, was soll denn das?
12:38Bin's bloß ich.
12:39Ach, Herr Mohr.
12:40Herr Achtziger, die Frau Stockel hat ihren Auftrag an mich weitergeleitet und das sind jetzt die Sachen.
12:45Ja, das ist ja wunderbar.
12:47Wissen Sie was, tragen Sie doch die Sachen gleich runter zu meinem Wagen.
12:50Gerne.
12:51Wo habe ich denn meinen Autoschlüssel?
12:54Guten Morgen, Herr Stockel.
12:55Guten Morgen, Herr Rufa.
12:57Sie sollen zu Frau Ortmann kommen, wegen Ihrer Abrechnung von Ihrem Privatfahrzeug.
13:01Wieso, was ist denn mit?
13:02Sie hat noch ein paar Fragen offen.
13:04Die hat aber schon die korrigierte Fassung gekriegt, oder?
13:07Freilich.
13:08Ah ja, dann. Gut, dann schaue ich nachher mal rüber zu Ihnen.
13:11Danke.
13:16So, da habe ich den Schlüssel.
13:19Ja, sagen Sie mal, Herr Mohr, wo haben Sie denn so schnell die Sachen hergekriegt?
13:23Das war eigentlich ganz praktisch.
13:25Wir ermitteln doch gerade im Spielzeugland, da wo der Markt passiert ist.
13:28Und da hat unsere Frau Stockel gleich geschaltet.
13:31Was, von dem laden Sie denn die Sachen?
13:32Ja, genau.
13:33Ja, Herr Mohr, Sie können doch nicht einfach Ware von einem Tatort mitnehmen.
13:37Die Untersuchungen laufen doch noch.
13:39Wahrscheinlich ist sogar noch die Spurensicherung vor Ort.
13:41Ja, ja, ganz sicher.
13:42Aber Herr Achtziger, die Sachen, die sind aus einer ganz anderen Abteilung.
13:47Aber das ist doch vollkommen wurscht, Herr Mohr.
13:49Wir nehmen aus dem ganzen Laden nichts mit, solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind.
13:52So, und jetzt tragen Sie die Sachen hübsch, brav wieder zurück.
13:56Haben Sie mich verstanden?
13:57Jawohl.
13:59Was ist denn das überhaupt für ein Bier?
14:01Den habe ich doch gar nicht bestellt.
14:02Nein, den hat der Besitzer vom Spielzeugland Hotel obendrauf gelegt.
14:06Der ist gratis.
14:08Gratis?
14:08Ja, wunderbar.
14:10Und, gehört der Besitzer vielleicht auch noch zum Kreis der Verdächtigen?
14:13Also, theoretisch schon.
14:14Ja, theoretisch schon.
14:16Rein praktisch, Herr Mohr, kann man das als Bestechungsversuch werten?
14:20Wie kann man denn so naiv sein?
14:24Herr Mohr, ein bisschen mehr Umsicht, die von Ihnen schon erwartet.
14:28So, jetzt schaust du, dass wir weiterkommen mit dem Sach.
14:32Umgehend.
14:33Jawohl.
14:34Herr Aufziger.
14:37Ach so, ja, danke.
14:41Landwirt und jetzt auch noch Autoverleiher?
14:43Ist das Ihr drittes Standbein, Herr Hofer?
14:45Ja, ich habe nur dem Polizeiapparat aus einem Engpass geholfen
14:48und mein Privatfahrzeug für dienstliche Zwecke zur Verfügung gestellt.
14:52Gegen Geld?
14:52Na, gegen einen Oberlust.
14:55Im Ministerium ist man jedenfalls nicht sonderlich angetan
14:57von dieser Art betriebsinterner Rechnungsstellung.
15:00Deswegen hat man mir diese Belege auch zurückgeschickt zu näheren Prüfungen.
15:02Na, und die halten jeder Prüfungsstand.
15:04Alles fein selberlich aufgelistet und von den 80ern höchstpersönlich abgezahlt.
15:09Ich will ja hier auch gar keine Erbsen zählen.
15:11Wie gesagt, die Anfrage kommt vom Ministerium.
15:13Für mich sieht ja auch alles korrekt aus.
15:1521 Cent pro gefahrenen Kilometer, das entspricht der Pauschale.
15:19Was ich allerdings nicht wusste, ist,
15:20dass Ihr Hof 35 Kilometer vom Präsidium entfernt liegt.
15:23Na ja, wenn's da steht.
15:26Steht da.
15:27Na dann?
15:29Hast du's?
15:30Ja.
15:32Von wegen nur ein paar Fragen.
15:36Was haben Sie denn da dem 80er zum Unterschied vorgelegt, hm?
15:39Ihre Rechnung mit den von mir korrigierten Kilometerangaben.
15:44Korrigiert.
15:44Warum liegt dann mein Hof immer noch 35 Kilometer vom Präsidium entfernt, hm?
15:48Ach, Scheiß.
15:50Da muss ich Ihrem wohl das Original vorgelegt haben.
15:53Super.
15:54Da haben Sie mir ja schön reingeritten, Frau Stockl.
15:56Von wegen reingeritten, das mach ich doch nicht extra.
15:59Ja, Frau Stockl.
16:00Kann ich's bloß hoffen, dass die das nicht wirklich nachprüft.
16:03So hätt's ja was zu tun.
16:06Herr Hofer, der Rosthaller vom Spielzeugland hat angerufen.
16:10Weder im Geschäft noch im Lager fehlen Waren oder Wertgegenstände.
16:13Gut, das heißt, dass wir einen Raub definitiv ausschließen können.
16:16Ja, das können wir.
16:18Danke, Frau Stockl.
16:20Bitte.
16:21Du Mario, die Tatwaffe, die wir sagen, das ist doch ein kantiger und nicht allzu breiter Gegenstand.
16:26Und wie war's denn mit dem da?
16:28Schmehr?
16:29Das könnte hinkommen, ja.
16:31Wir nehmen Olli mit ins Laufort.
16:37Ich erhofe Ihre Batterien.
16:39Da ist aber schon noch Saft drauf, oder?
16:40Ich hab doch keinen Problem.
16:42Was?
16:44Und, Herr Linz, haben Sie beim Breitenbach in der Wohnung was Brauchbares entdeckt?
16:48Ja, was Interessantes, glaube ich.
16:50Herr Breitenbach wollte seinen Arbeitgeber wechseln.
16:52Da schon, ja.
16:53Den Vertrag hat er schon unterschrieben.
16:55Bei einem Elektronikkonzern in Detroit.
16:58In drei Wochen sollte er anfangen.
16:59Da hätte der Rostfaller aber den wertvollen Mitarbeiter verloren.
17:03Leider ist das kein Mordmotiv.
17:05Ich meine, jemanden am Weggehen zu hindern, indem man ihn umbringt,
17:09besonders viel hat man nicht davon.
17:10Nicht wirklich.
17:12Na ja, bei dem Streit über den Wechsel könnte es trotzdem gegeben haben.
17:17Ja, das stimmt.
17:19Am besten, wir gehen der Sache gleich mal nach, ja?
17:21Ja.
17:22Frau Stockl?
17:24Ja?
17:25Kontaktieren Sie doch bitte mal diese Telefongesellschaft.
17:27Mich interessiert die Handyverbindung des Opfers, aber von Herrn Breitenbach.
17:30Das kriegen wir raus, Herr Linz.
17:31Super.
17:36Und Michi, bist du wieder zurück, was eine ist, oder warst du noch gar nicht dort?
17:41Ja, sicher war ich dort.
17:43Michi!
17:44Ja, okay.
17:48Ja und, stimmt jetzt im Große Alibi?
17:52Na ja, einer für sich schon.
17:53Punkt 8 Uhr ist ja von dem Wirtshaus vorgearbeitet gewesen, sagt die Bedienung und nicht einmal
17:57groß geschwitzt hätte.
17:58Und wenn du siehst, dann nimmst du mal ein Beispiel.
18:00Also, das sagt jetzt genau der Richtige.
18:03Frau Stockl, die Batterie.
18:05Wie meinst denn du das?
18:35Du schwitzt ja schon mal ein Bleistift spitzst.
18:37Okay.
18:37Ganz so abwegig ist das ja auch nicht.
18:38Wo sind die Sachen?
18:39Bei mir im Auto.
18:50Grüß Gott, auch mal ein schöner Arbeitsplatz bei dem Wetter, he?
18:55Aber nicht mehr lang.
18:56Wieso?
18:57Die Zelte kann ich gleich wieder abbauen.
19:00Heute Nachmittag haben sie ein Unwetterang gezahlt.
19:02Echt?
19:03Mit Blitz und Hagel.
19:05Na, verdammte Schönheit.
19:11Wieso?
19:11Haben Sie vergessen, dahin die Fenster zuzumachen?
19:14Schlimmer, ich hab's ausgehängt.
19:16Ich wollte noch Kieten, bevor ich in die Arbeit fahre.
19:18Dann hat der Micha angerufen und dann hat es natürlich brisiert.
19:20Sie tun mir leid, Herr Hofer.
19:21Danke.
19:22Ach, der Bär.
19:23Halten Sie mal schnell.
19:27Das Wetter ist wirklich für Heidau gesagt.
19:29Ja.
19:41Bestechung?
19:43Wenn Sie meinen, also, wenn Sie den Fall gelöst haben und ich war nicht der Mörder, dann kann
19:51Ihr Chef die Sachen gerne wiederhaben.
19:53Schön.
19:56Matthias Breitenbach hat bei Ihnen gekündigt.
19:58Ja.
19:59Warum haben Sie mir das nicht gesagt?
20:01Weiß ich, dass das wichtig ist.
20:03Sonst hätten Sie es meinem Kollegen ja nicht verschwiegen.
20:06Geh, verschwiegen.
20:08Wenn ich an jeden umbringe, der mir kündigt.
20:11Wäre er weiterhin am Erlös der Bären beteiligt gewesen?
20:17Nein, wir haben uns auf eine Ablöse geeinigt.
20:19Wie hoch?
20:2050.000.
20:22Auf seinen Konten ist aber kein derartiger Betrag eingegangen.
20:26Hätte ich in den nächsten Tagen überwiesen.
20:28Das können Sie sich jetzt ja sparen, gell?
20:30Die Stofftiere habe ich gelöstet.
20:33Danke.
20:34Dann machen Sie mit den Holzspülsachen weiter.
20:43Was hielt Herr Breitenbach eigentlich davon, dass Sie sich für seine Freundin interessieren?
20:49Seine Ex.
20:51Es war ihm wurscht, sonst hätte er ihr wahrscheinlich nicht den Lappplatz gegeben.
20:55Was Sie meinen, die beiden haben sich gar nicht einvernehmlich getrennt?
20:58Woher denn?
21:02Die Frau Eberle wollte mit dem Herrn Breitenbach unbedingt ins gelobte Land.
21:07Und da hat der Breitenbach keine Lust dazu gehabt.
21:10Was erzählt der?
21:13Das ist völliger Quatsch.
21:16Im Gegenteil.
21:17Matthias hat mich regelrecht bekniet, dass ich mit ihm in die USA gehe.
21:20Und das, obwohl Sie getrennt waren?
21:22Ja.
21:25So war es aber.
21:28Da habe ich eben keine Lust auf aufgewärmte Geschichten.
21:31Deshalb habe ich abgelehnt.
21:32Hat Ihnen der Herr Breitenbach vielleicht erzählt, wie hoch die Ablösesumme war, die er von Herrn Rostaler bekommen sollte?
21:38Nein.
21:39Der Breitenbach wollte 100.000.
21:41100.000?
21:42Das war reiner Zufall, dass ich das gehört habe.
21:44Ich habe auch nicht alles verstanden.
21:46Die Tür war ja zu, aber dass der Herr Rostaler damit nicht einverstanden war, das ist schon mehr als deutlich
21:50geworden.
21:51Dann war das halt ein handfester Streit zwischen den beiden.
21:54Na ja, handfest.
21:56Laut auf alle Fälle.
21:58Und wie hat Herr Breitenbach reagiert, als Rostaler ihm nur die Hälfte zahlen wollte?
22:03Wütend.
22:03Er hat gesagt, dass er sich so nicht abspeisen lässt.
22:07Und wann war der Streit?
22:10Vorgestern, am Nachmittag.
22:12Danke, Herr Kroll.
22:14Dann werden wir Herrn Rostaler gleich nochmal danach befragen.
22:17Der ist gerade eben weggefahren.
22:20Wohin?
22:21Nach Nürnberg.
22:22Wie?
22:23Wir haben dort einen Stand auf der Spielzeugnäße.
22:26Herrschaftszeiten.
22:27Müssten wir jetzt eine Fahndung rausgeben können.
22:29Herr Rostaler bei der Beweislage.
22:31Geht nicht, das weiß ich doch.
22:34Hat der Herr Rostaler ein Handy?
22:36Ja, klar.
22:37Haben Sie die Nummer?
22:39Im Büro?
22:41Mailbox.
22:42Herrschaft, Marie, jetzt fährt einmal dein Handy ein.
22:44Hey, Herr Rostaler, hier ist Hauptkommissar Lindh.
22:46Was ist denn ab, ist denn die Fenster ein?
22:48Wie mal, dass Sie nach Nürnberg gefahren sind.
22:50Also, wenn Sie diese Nachricht abgehört haben, dann melden Sie sich mit der Umgehung bei uns.
22:54Ich bin unnötig von der Aufmerksamkeit.
22:55Präsidium, das ist die 0804-1-1-1620.
22:58Also, bis später.
22:59Danke sehr.
22:59Ich glaube, es ist unglaublich.
23:05Hallo.
23:09Hallo.
23:13Herrschaftszeiten.
23:13Also, weil die Mailbox erfunden hat, Sie gehört für mich, der Schlag.
23:16Gut, ich melde mich dann morgen wieder.
23:18Danke, wiederhören.
23:21So.
23:23Schaut einmal her.
23:24Da hat die Spur sich sichergestellt.
23:27Das ist wahrscheinlich die Tatwaffe, mit der der Breitenpacht erschlagen worden ist.
23:32Wie ist denn?
23:34Was geht da?
23:35Ja.
23:36Ja, der Kante haben Sie Hautpartikel entdeckt.
23:39Die sind schon bei der Frau Doktor Kern zum Abgleichen.
23:41Da war ein Fingerabdruck drauf.
23:42Nein, die haben Sie wahrscheinlich weggewischt.
23:44Wäre ja auch zu einfach gewesen.
23:46Aber da haben wir was anderes gefunden.
23:50Na, Bett.
23:51Mit der Froni geht nix, weil im Bett da bringe ich nix.
23:56Das ist eindeutig die Stimme von Kroll.
24:00Was ich glaube, folgendes.
24:02Der Breitenpacht hat wahrscheinlich diesen Spruch aus einem Haufen von Wortschnipsel zusammengestellt
24:07und in den Bären eingebaut.
24:09Das ist ja Hammer.
24:10Das ist ja direkt eine Anspielung auf den Zeilen.
24:13Ach so.
24:14Danke mich.
24:16Klingt nach einer handfesten Beleidigung, würde ich sagen.
24:18Na.
24:19Wer ist eigentlich diese Froni?
24:22Meines Erachtens ist das die Veronika Eberl, Kollegin von Kroll und Ex-Freundin des Opfers.
24:27Das ist die, die die Lederhose macht für die Bären.
24:30Aha.
24:31Und die dafür sogar darauf verzichtet, mit ihrem Ex nach Amerika zu gehen.
24:34Na.
24:36Sag sie jedenfalls.
24:37Na gut, Herr Mohr, dann fahren Sie jetzt noch mal zum Spielzeugland und kriegen raus,
24:41warum man dem Bären das mit seiner Stimme angetan hat.
24:44Mei, Herr Linsch.
24:45Ob da jetzt noch weh ist?
24:47Probieren geht überstudieren.
24:48Der Gesprächspartner ist zur Zeit.
24:51Geh mal.
24:53Herrschaftszeit, hier reicht die Marie einfach nicht.
24:57Man muss jetzt hören, wie nötig das Wetter kommt, das angesagt ist.
25:01Und ich hab die Fenster nicht eingesetzt, bevor das da ist.
25:03Dann steigt man die Marie aufs Dach.
25:04Wenn der Hagel was davon übrig lässt.
25:06Sehr witzig.
25:08Na, ich muss los.
25:09Ich will den Busen für Dr. Kern.
25:11Äh.
25:12Ja.
25:13Herr Lind, ich fahr dann auch.
25:15Ich bin mit dem Radl da.
25:16Mit dem Radl?
25:16Bei dem Wetter?
25:17Ja, drum war ja.
25:18Ja, schon.
25:19Viel Glück.
25:19Ja, tschüss.
25:24Immer nicht.
25:28Vater.
25:29Ja.
25:31Also, die Hautpartikel am Skateboard stammen eindeutig vom Opfer.
25:36Damit hätten Sie also Ihr Tatwerkzeug.
25:38Schön.
25:38Und die Todesursache?
25:39Da lag ich mit meiner ersten Annahme richtig.
25:41Wieso oft?
25:42Danke.
25:44Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr infolge eines Schlags gegen die Halsschlagader.
25:48Und jetzt noch den Todeszeitpunkt.
25:50Zwischen 19.15 Uhr und 19.30 Uhr.
25:53Perfekt.
25:55Bitte.
25:57Schönen Abend.
25:58Wo ist denn Ihr Kollege?
25:59Der Kollege versucht, das Wetter einzuholen.
26:15Was ist der Bus?
26:16Kannst du in Lohal?
26:17Ja, der Kollege ist auf einer wichtigen Mission.
26:20Und der muss daheim dem Hagel zuvor kommen, sonst fährt seine Schwester mit ihm schlitten.
26:23Da ist ein bisschen zu spät.
26:25Wieso?
26:26Westlich von Rosenheim sind Hagelkörner runter, so groß wie Tennisbälle.
26:30Ist nicht wahr.
26:31Haben Sie gerade im Radio durchgegangen.
26:34Tja, also, sehr zum Wolle.
26:37Joe, weißt du wirklich, wo es Tennisbälle sind?
26:40Ja, also, Tennis- oder Tischtennisbälle.
26:44Da dürft man es nicht festnommen.
26:46Ja, der Empfang war halt ein bisschen schwach,
26:48wegen der atmosphärischen Störungen.
26:50Was darf es sein?
26:51Ach, gib mir ein Whisky.
26:53Kotsch?
26:53Ja, bitte.
26:54Ja.
26:56Lind?
26:57Ach, der Herr Rostal, ein schönes Jahr anrufen.
27:00Ja, ist gut.
27:01Das heißt, Sie fahren mal zurück.
27:04Das erzähle ich Ihnen morgen früh auf dem Präsidium.
27:08Genau.
27:09Ja, bis dann wieder.
27:11Eis?
27:12Das heißt, unbedingt.
27:23Na so.
27:25Maria, hast du deine Mobilbox nicht abgekürzt?
27:27Doch.
27:28Warum hast du die Fenster nicht aufgekürmt?
27:30Erstens hast du die Fenster nicht aufgekürmt
27:31und zweitens hat es bei mir auch so lange gedauert.
27:34Na prima.
27:35Dann haben wir jetzt das mal leer.
27:37Ja, das Wetter ist total unberechenbar.
27:39Aber die brauchen wir sowieso nicht mehr.
27:41Die Fenster?
27:42Na freilich die Fenster.
27:43Wieso?
27:43Der Fredi macht gleich ein paar neue rein.
27:45Die alten hat er gemeint, werden eh hinüber.
27:46Da tät's reparieren nimmer lohnen.
27:48Du hast den Fredi angerufen.
27:49Marie, das ist der Teuerste in der ganzen Gegend.
27:51Und der Zuverlässigste.
27:53Übrigens, die Frau Oppmann hat mich vorhin gerade angerufen.
27:56Was wollten die?
27:57Wissen, wie weit unser Hof von Rosenheim entfernt liegt.
28:00Was hast du gesagt?
28:0335 Kilometer.
28:04So, so.
28:04Na ja, ich kann da schlecht was anderes angeben,
28:06als das, was ich selber einreich
28:07für meine Kilometerpauschale im Rathaus.
28:10Du hast recht.
28:11Außerdem ist das ja nur ein bisschen Aufgrund,
28:13damit es leichter rechnet, gell?
28:15Genau.
28:15Und außerdem sind es ja 35 Kilometer,
28:17wenn man nicht quasi querfell ein über Großtatenhaumpfahrt,
28:20sondern hinten die Straße über Klein-Pfels-Biberg nimmt, gell?
28:22Sehr richtig.
28:23Und das ist ja viel besser,
28:24weil man ja viel schneller auf der B15 ist
28:26und umso früher im Büro.
28:28Genau.
28:28Und die schönere Strecke ist es obendrein.
28:30Eben.
28:31Also ich habe an deiner Rechnung
28:33überhaupt das auszusetzen, Marie.
28:34Gell?
28:35So, und mach dir keine Sorgen wegen den Fenstern.
28:37Die Kosten übernehme ich.
28:38Hm.
28:51Gut war's.
28:52Guten Morgen.
28:55Na, war der Schaden groß an Ihrem Hof?
28:57Na ja.
28:58Nichts, was man nicht mit Geld aus der Welt schaffen könnte.
29:02Wenn man es hat.
29:05Guten Morgen.
29:07Guten Morgen, michi.
29:08Also, meine Ermittlungen gestern Abend haben folgendes ergeben.
29:12Diesen Bären...
29:14Sagen wir, ist das nicht ein Löwe?
29:17Stimmt.
29:18Diesen Löwen hat der Kroll vom Breitenbach zum Geburtstag bekommen.
29:23Es ist nämlich so,
29:24der Kroll wollte gern mit der Eberle ausgehen.
29:27Und die hat ihn aber abblitzen lassen.
29:28Und jetzt hat sich der Breitenbach den Spaß erlaubt
29:31und hat bei der Geburtstagsfeier diesen Spruch vorgespielt.
29:34Und da haben sie natürlich alle gelacht.
29:36Und der Kroll ist da gestanden wie ein begossener Brudel.
29:39Na, kein Wunder.
29:40Und dann hat er diesen Bären in den nächsten Mal eingeschmissen.
29:43Den Löwen.
29:43Den Löwen.
29:45Und dort hat ihn die Butzfrau gefunden.
29:48Und die hat ihn bis jetzt bei sich im Butzkammerl sitzen gehabt.
29:52Wann war die Geburtstagsfeier?
29:54Ja, so circa drei Monate.
29:55Da hätte sich der Kroll aber lang Zeit lassen,
29:58um sich für diesen Spaß zu rächen.
30:01Ja, schon, aber...
30:03Ja, gesehen, davon hat er ein Alibi.
30:05Eben.
30:06Das ist einmal leid für die Michi,
30:07aber das bringt uns nicht allzu viel.
30:10Ja, schon, aber was weiß ich,
30:11vielleicht hat der Kroll die Strecke
30:13in noch kürzerer Zeit zurückgelegt.
30:15Ja, der hat gerade einmal eine halbe Stunde,
30:16maximal eine Dreiviertelstunde Zeit gehabt.
30:18Für 21 Kilometer, das schafft vielleicht ein Profi.
30:21Und der nur, wenn er getobt ist.
30:23Entschuldigt bitte.
30:24Aber der Rosthaller, der wartet im Vernehmungsraum.
30:27Herr Rosthaller, so einig mit Herrn Breitenbach
30:30über die Ablöse für die Bären,
30:31wie Sie uns reiß machen wollen,
30:33waren Sie offenbar doch nicht.
30:34Wer sagt denn das?
30:36Ein Zeuge.
30:38Sie haben uns erzählt,
30:40dass Sie sich mit dem Breitenbach
30:41auf 50.000 Euro geeinigt hätten.
30:43Der wollte aber in Wirklichkeit 100.000 Euro.
30:45Das ist ein branchenüblicher Poker.
30:47Bei dem Herr Breitenbach
30:48neben seiner Ablöse auch gleich
30:49noch sein Leben eingebüßt hat.
30:52Sie glauben doch nicht,
30:53dass ich wegen 50.000 oder 100.000 Euro
30:55jemand umbringe.
30:57Aber prinzipiell kommt es für Sie schon in Betrag.
31:02Schmarrn.
31:03Ebenfalls soll es laut unserem Zeugen
31:05bei Ihrer Pokerrunde
31:06ziemlich lautstark zugegangen sein.
31:09Wer ist denn überhaupt Ihr Zeuge?
31:12Die Frau Eberle.
31:14Und die hat es angeblich
31:15vom Herrn Breitenbach.
31:17Herr Rostaller,
31:18Fakt ist doch,
31:19dass Sie sich eine satte Ablöse gespart haben,
31:21egal ob 50.000 oder 100.000.
31:24Und Fakt ist auch,
31:25dass Sie den Erlös aus dem Verkauf
31:26Ihrer Bären jetzt nicht mehr teilen müssen.
31:28Da hat sich der Unglücksfall,
31:29dass der Breitenbach Sie verlassen hat wollen,
31:31durch seinen Tod unversehens
31:33in einen Wüchsfall verwandelt.
31:36Tja, mei.
31:37Kann ich da jetzt was dafür?
31:40Ich sag's mal so,
31:41solange wir das nicht negativ beantworten können,
31:44bleiben Sie unter Verdacht.
31:46Unangemeldete Fahrten nach Nürnberg
31:48oder sonst wohin,
31:49unterlassen Sie bis dahin, ja?
31:50Auf Wiederschauen, Herr Rostaller.
31:52Stefan, sei so gut
31:53und führe den Herrn nach draußen.
31:57Wiederschauen.
31:58Wiederschauen.
32:09Bleiben wir, dass Sie vorbeigefangen sind.
32:10Ja.
32:12Ach, Herr Hofer.
32:13Ja, Frau Hauptmann.
32:14Es tut mir leid,
32:15dass ich an Ihren Angaben gezweifelt habe.
32:17Wie?
32:18Na, dass Ihr Hof tatsächlich
32:1935 Kilometer von Rosenheim entfernt liegt.
32:22Ach so,
32:22das haben wir nicht geklärt?
32:24Um ehrlich zu sein, nein.
32:25Echt?
32:26Aber jetzt hab ich's ja quasi zweimal amtlich,
32:28von Ihnen und Ihrer Schwester.
32:30Und auch wenn das nicht ganz der Wahrheit entsprechen sollte,
32:32zweimal Minus ergibt ja am Ende noch Plus.
32:42Ach, Herr Lind,
32:43gut, dass Sie da sind.
32:44Das ist gerade von der Telefongesellschaft reinkommen.
32:47Das sind die Handyverbindungen von Breitenbach.
32:49Ah, danke.
32:50Die meisten Gespräche
32:51waren zwischen ihm
32:52und seinem neuen Auftraggeber aus Detroit.
32:55Mhm.
32:55Und jetzt schauen Sie mal.
32:57Ich hab da noch was gesehen.
32:59Und zwar,
33:01das hier sind die eingegangenen SMSen.
33:04Vor zwei Tagen,
33:05also kurz vor seinem Tod,
33:06hat ihm seine Ex-Freundin,
33:07die Veronika Eberle,
33:09das da geschrieben,
33:10da,
33:11sie bittet ihn um Aussprache.
33:14Sie, ihn?
33:15Mhm.
33:16Die wär ja schon blöd gewesen,
33:17wenn sie ihn durch die Lappen hätt gehen lassen
33:18bei dem vielen Pulver,
33:19was er jetzt verdient hätt.
33:22Ist das nicht ein bisschen spekulativ,
33:24Frau Stocker?
33:25Ja, nein.
33:27Ich hab sämtliche Fluggesellschaften
33:29antelefoniert,
33:30die nach Amerika fliegen
33:31und hab herausgefunden,
33:33dass die Veronika Eberle
33:34am selben Tag
33:36wie der Breitenbach
33:37nach Detroit fliegen wollte.
33:39Respekt.
33:42Dann stimmt das ja vielleicht doch,
33:44was der Rosthaler gesagt hat.
33:46Nämlich,
33:47dass Frau Eberle unbedingt
33:48mit Breitenbach nach Amerika wollte
33:50und nicht umgekehrt.
33:51Mhm.
33:52Und
33:52wenn sie ihm
33:54eine SMS geschickt hat,
33:56dann heißt es doch,
33:58dass er ihr aus dem Weg gewollt.
34:00Heißt es das?
34:02Ja.
34:03Ha.
34:04Wäre natürlich interessant
34:05zu erfahren,
34:06ob diese Aussprache
34:07stattgefunden hat
34:08und wenn ja,
34:10wie sie verlaufen ist.
34:11Mhm.
34:12Das wäre wirklich interessant,
34:13Herr Lind.
34:17Schlagzeis gibt's nicht.
34:18Tut's auch.
34:19Dank Frau Stockers
34:20kriminalistischem Feingefühl.
34:23Sie brauchen sich gar nicht
34:24erst hinzusetzen.
34:24Okay.
34:27Viel Spaß.
34:29Okay.
34:30Grüß dich doch.
34:38Ja, stimmt.
34:40Ich hab mir ein Ticket
34:41nach Detroit besorgt
34:42und das wollte ich Matthias
34:44an diesem Abend mitteilen.
34:45Wollten Sie oder
34:46haben Sie?
34:48Hab ich.
34:50Er war gerade hier im Laden
34:51und
34:52da hat es sich so ergeben.
34:54Der Herr Breitenbach
34:55hat aber dann
34:56nicht so positiv
34:57darauf reagiert,
34:58wie Sie sich das gewünscht haben.
34:59Sie haben sich gestritten.
35:01Ja.
35:03Er hat mich
35:04ziemlich gedemütigt.
35:06Und das war bestimmt
35:07schwer zu verkraften
35:08für Sie.
35:10Das ist auch nicht leicht,
35:11wenn man einfach
35:12so feingelassen wird.
35:13Das ganze Gerede
35:14von ihm vom Neuanfang
35:15und dass er einen freien
35:16Kopf braucht
35:16für seine Arbeit.
35:18Er selber,
35:19er wollte frei sein.
35:20Das war's.
35:21Ich war doch nur
35:22eine Altlast für ihn.
35:23Das haben Sie ihm
35:24alles gesagt?
35:25Ja.
35:30Ja, das hab ich.
35:31Und ich war wirklich
35:32verletzt von seinen
35:33ganzen Beleidigungen
35:34und von seinem
35:34herablassenden Gezuhel.
35:37Aber umgebracht
35:38hab ich ihn deshalb nicht.
35:41Na gut,
35:42wann war der Streit?
35:43Sieben.
35:45Ziemlich genau.
35:46Ich bin gleich
35:47danach weggefahren.
35:48Im Autoradio
35:49liefen noch die Nachrichten.
35:51Also kurz vor seinem Tod.
35:54Hat jemand
35:55den Streit mitbekommen?
35:58Keine Ahnung.
36:00Laut seiner
36:00eigenen Aussage
36:01war der Herr Kroll
36:03dann noch im Haus.
36:05Gesehen hab ich ihn nicht.
36:07Nicht einmal geschwitzt
36:08hat er der Kroll,
36:09wie er in
36:09ein Öd angekommen ist,
36:11hat er mir hier gesagt.
36:12Und das nach
36:1321 Kilometern
36:13in maximal
36:1445 Minuten.
36:16Das ist
36:16kaltverdächtig.
36:18Das wird
36:18dein Fahrrad sein,
36:19oder?
36:19Schau,
36:20ganz klar.
36:23Dann müssen wir
36:23schon recht schnell.
36:24Das ist ja
36:25aber drin.
36:28Oh je,
36:30die Kratze
36:30hab ich mir auch
36:30schon geholt.
36:32Kofferraumhaube.
36:38Was wär denn,
36:38wenn er sein Fahrrad
36:39im Kofferraum
36:40transportiert hat?
36:41Dann wär die Strecke
36:42doch raus in der Zeit
36:43zu bewältigen.
36:44Und das
36:44ist völlig schweißfrei.
36:50Ah,
36:51Herr Kroll.
36:54Schönes Fahrrad
36:54haben Sie da.
36:55Danke.
36:57Aber Auto
36:57haben's schon auch?
36:59Ja.
37:06Ach,
37:06Herr Hofer.
37:08Ich hab das
37:08wieder übrigens
37:09in Ordnung gebracht.
37:10Was?
37:11Ich hab das
37:12alles
37:12auf meine Kappe
37:13genommen.
37:13Ich hab
37:13zur Frau
37:14Ortmann gesagt,
37:14dass Ihr Hof
37:1532,7 Kilometer
37:17von Rosenheim
37:17entfernt ist
37:18und nicht
37:1835 Kilometer
37:20und dass das
37:21Ganze von mir
37:21ein Tippfehler war.
37:23Na.
37:23Und dann hab ich
37:24die ganzen
37:24Abrechnungen der
37:25Frau Ortmann
37:26heute Morgen
37:26auf den Schreibtisch
37:27gelegt.
37:28Warum war die
37:29so süffisant?
37:30Ich glaub,
37:31da haben Sie mir
37:31einen sauberen
37:31Bärndienst
37:32erwiesen,
37:33Frau Stockel.
37:33Wann sag ich
37:34einer?
37:34Für eine
37:34Halt die
37:35mir nochmal
37:35den Kopf
37:35hin, gell?
37:36Ja,
37:36so war das
37:36eigentlich
37:36gemeint.
37:37Was hat sie
37:37gesagt,
37:38dass sie
37:38macht,
37:38die Frau
37:39Ortmann?
37:39Dass sie
37:40den Fall
37:40nicht nochmal
37:40aufrollen
37:41wird wegen
37:41eines
37:42Tippfehlers.
37:43Es sei denn,
37:44Sie stiften
37:44Ihre Mitarbeiter
37:45auch weiterhin
37:45zu solchen
37:46kleinen
37:46Korrekturen
37:46an,
37:47die Ihnen
37:47zum Vorfeld
37:48sind.
37:48Dann könnte
37:48ich mir
37:48das Ganze
37:49anders
37:49überlegen.
37:49also
37:50anstiften.
37:51Ja.
37:52Hier.
37:53Für Ihre
37:54künftigen
37:55Kilometerabrechnung.
37:55Wenn Sie die
37:56eingezeichnete
37:56Straße nehmen,
37:57dann kommen
37:57wir zwei
37:58uns nicht
37:58in die
37:58Haare.
37:59Ein
37:59Exemplar
38:00für Ihre
38:00Schwester.
38:01Danke.
38:02Ja,
38:03Sie,
38:03das mache
38:03ich sehr
38:03gerne,
38:04Frau Ortmann.
38:05Sobald
38:05diese
38:05Straße
38:06nicht
38:06bewegen
38:07bei
38:07Arbeiten
38:07sperrt es.
38:08Der
38:08Herr Kroll ist
38:08im
38:09Vernehmungsraum.
38:10Ist gut.
38:10Danke,
38:11Frau Ortmann.
38:17Lass ihn
38:18mich hin.
38:18Dann lass
38:18es mal sehen.
38:19Das ist
38:22von der
38:22KTU.
38:24Schaut
38:24Sie mal
38:24her.
38:25Das ist
38:25die
38:26Zeugenaussage
38:26von dem
38:27besagten
38:27Spaziergänger
38:28Egon
38:29Paluschke.
38:30Bitte.
38:31Viel Spaß.
38:32So,
38:33Herr Kroll.
38:39Tja,
38:40Mann.
38:43Die
38:44Kratzer
38:45am Rahmen
38:45Ihres
38:45Fahrrads
38:46stammen
38:47eindeutig
38:48von der
38:48Kofferraumhaube
38:49Ihres
38:50Pkw
38:50mit dem
38:50amtlichen
38:51Kennzeichen
38:51Rosenheim
38:52E-Mail
38:52Kaufmann
38:53270.
38:54Süßes.
38:55Und dann
38:56haben wir
38:56hier noch
38:56eine
38:57Aussage.
38:58Ihr
38:58Wagen
38:59wurde
38:59am
38:59vergangenen
39:00Dienstag
39:00Abend
39:00in
39:00Einöte
39:01in der
39:01Nähe
39:01des
39:02Gasthofs
39:02Neuwirth
39:03von einem
39:04Zeugen
39:05identifiziert.
39:08Sie haben
39:09darin
39:09Ihr Fahrrad
39:09transportiert,
39:10um schneller
39:10am
39:11Gasthof
39:11anzukommen.
39:13Und um
39:14sich damit
39:14ein Alibi
39:15zu verschaffen
39:15für die Zeit
39:16des Mordes
39:16an Matthias
39:17Breitenbach.
39:28Ja,
39:30das stimmt.
39:33Ich war
39:33an dem
39:33Abend
39:34ja recht spät
39:34dran.
39:36Ich wollte
39:36schon los.
39:38Da höre ich,
39:38wie die
39:38Frau
39:39Eberle
39:39und der
39:39Herr
39:39Breitenbach
39:40streiten.
39:41Der hat sie
39:42beleidigt.
39:43Der hat
39:44Sachen
39:44gesagt,
39:44die sagt
39:45man zu
39:45niemand.
39:46Kommt schon
39:46gar nicht
39:47zu einer
39:47Frau,
39:47die
39:47Sie
39:47bewundern.
39:49Sie haben
39:49mir zu
39:49leid
39:50getan.
39:51Ich habe
39:52dann extra
39:52noch gewartet,
39:53als sie
39:54zu ihrem
39:54Auto ist,
39:54damit sie
39:55nicht merkt,
39:55dass ich
39:55das
39:55mitgekriegt
39:56habe.
39:58Und als
39:58ich dann
39:58ein paar
39:59Minuten
39:59später
39:59das
39:59Geschäft
40:00zusperren
40:00wollte,
40:01stand der
40:01Breitenbach
40:02im
40:02Foyer.
40:04Ich habe
40:05ihn zur
40:05Rede
40:05gestellt.
40:06Ich habe
40:06ihm
40:06gesagt,
40:07dass man
40:07so
40:07mit
40:07einer
40:07Frau
40:07nicht
40:07umspringt.
40:09Da
40:09hat er
40:09gelacht.
40:10Der
40:10hat
40:11gelacht
40:11und
40:11gemeint,
40:13auch
40:13wenn ich
40:14mich
40:17nichts
40:17werden.
40:18Und
40:19da
40:19haben
40:19Sie
40:19sich
40:20an
40:20seinen
40:20Geburtstag
40:21geschenkt
40:21geändert.
40:22Der
40:22hat
40:22überhaupt
40:22nicht
40:23mehr
40:23aufgehört
40:23zum
40:23Lachen.
40:24Und
40:25da
40:25war
40:25dann
40:26es
40:27wieder
40:27da,
40:27die
40:28Demütigung.
40:30Ich
40:30habe
40:30da
40:30zunächst
40:31besten
40:31Gegenstand
40:31gegriffen
40:33und
40:33habe
40:33zugeschlagen.
40:38Es tut
40:39mir
40:39furchtbar
40:39leid.
40:41Offenbar
40:41nicht
40:42so
40:42sehr,
40:42dass
40:42Sie
40:42sich
40:43nicht
40:43doch
40:43ein
40:43falsches
40:44Alibi
40:44verschaffen
40:44wollten.
40:48Erwin
40:48ist also
40:49gut
40:49für den
40:49Herrn
40:49ab.
40:51Komm
40:51bitte.
41:01Tja.
41:03Und
41:04plötzlich
41:04ist
41:05dein
41:05armes
41:05Würstchen
41:06ein
41:06Mörder.
41:09Wissen
41:09Sie
41:09was?
41:09Ich
41:10hätte
41:10jetzt
41:10richtig
41:10Appetit
41:11auf
41:11den
41:11Schweinsatz.
41:12Dann
41:12gib mir
41:12Rosenbrei.
41:13Mein
41:13Rosenbrei.
41:14Gut,
41:14eigentlich
41:15hatte
41:15mal
41:15einen
41:15Teins
41:15spät.
41:16Gerade
41:17habe
41:17ich
41:17Ihren
41:17Bericht
41:18auf
41:18meinen
41:18Schreibtisch
41:18gekriegt.
41:19Ihr
41:19Fall
41:20ist
41:20ja
41:20schon
41:20gelöst.
41:21Ja.
41:22Gratuliere.
41:23Respekt.
41:24Danke.
41:25Ja,
41:25dann
41:25können
41:26wir
41:26theoretisch
41:27die
41:27Geschäftsbeziehungen
41:28zum
41:28Spielzeugland
41:29wieder
41:29aufnehmen.
41:30Das
41:30ist
41:30praktisch
41:31schon
41:31passiert.
41:33Ja,
41:34Sie
41:34denken
41:34ja
41:34wirklich
41:35mit.
41:35Na
41:35freilich.
41:37So,
41:38Herr
41:38Achtiger,
41:39das
41:39sind
41:39jetzt
41:39die
41:40Sachen
41:40für
41:40Ihren
41:40Enkel
41:40und
41:41einen
41:41schönen
41:41Gruß
41:42vom
41:42Chef
41:42vom
41:42Spielzeugland
41:43und
41:43der
41:43sagt
41:44jetzt
41:44wo
41:44es
41:44quasi
41:45keine
41:45Bestechungsgefahr
41:46mehr gibt
41:46können Sie
41:47die
41:47Sachen
41:48ruhig
41:48annehmen.
41:49Und
41:50der
41:50da
41:50vorn
41:50der
41:51redet
41:51sogar
41:51wenn man
41:51auf den
41:52Bauch
41:52drauf
41:52drückt.
41:52Was
41:53sagt
41:53er
41:53drückt
41:54ihn
41:54drauf.
41:56Du
41:56blöde
41:56Sau.
41:59Ja,
42:01ich
42:01glaube,
42:02da habe
42:02ich
42:02jetzt
42:02den
42:02falschen
42:03Birntopf.
42:04Das
42:04glaube
42:04ich
42:05auch.
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