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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
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00:11Grüß Gott, Frau Ruh.
00:12Grüß dich, Herr Mauer.
00:14Herr Reitmeier, ein Anruf für Sie.
00:17Was ist denn los?
00:18Schon wieder ein Randalierer?
00:20Nein, der Gast ist abgehängt.
00:21Ist er abgehauen?
00:23Nein, seine Sachen sind auf dem Zimmer.
00:25Der ist nicht abgehauen, weil er selber Angst steht da noch draußen.
00:27Schauen wir mal.
00:33Warte mal.
00:35Der hat aber Vertrauen zu den Rosenheimern.
00:37Da ist was faul.
00:47Lauf gar ruhig, bleibs lieber.
00:55Ach, Herr Lindh, sagst du, was du gut haben, kommen Sie gerade zu mir.
00:58Und bringen Sie Frau Stockel mit.
01:02Äh, Frau Stockel, der Chef.
01:05Danke, Frau Vaznitschek, das reicht.
01:07Nichts, fertig.
01:08Doch, doch, das reicht schon.
01:10Nein, Sie Boss von Haus.
01:12Ich Boss von Putzen.
01:14Na ja, wie Sie wissen, ist der Herr Hofer ja für drei Wochen auf einer Tagung für die Organisation bundesrelevanter
01:22Zusammenarbeit der Landespolizei, die morgen in Berlin beginnt.
01:25Deshalb habe ich eine Vertretung für ihn angefordert, die heute kommt.
01:30Ja, ja, das haben Sie uns schon erzählt.
01:31Ja, und die Vertretung wird Hauptkommissar Heindl sein.
01:34Ein sehr guter Mann.
01:35Ich kenne ihn aus Staubinger Zeiten.
01:37Ach, Herr Achtziger, wo soll ich denn den Mann einquartieren?
01:39Na ja, im Kaiserhof natürlich.
01:41So, jetzt fertig.
01:43Und, äh, wenn Herr Heindl erscheint, schicken Sie ihn bitte umgehend zu mir.
01:50Ich kann den Herrn leider nicht persönlich begrüßen, äh, der Moor hat gerade angerufen, es gibt einen Leichenfront.
01:55Wo?
01:55Ein Gast in der Pension Rode liegt tot im Kofferraum seines Wagens.
01:58Ja, dann lassen Sie sich nicht aufhalten.
02:00Nein, nein, bin schon weg.
02:03Ah, Herr Achtziger, der Kaiserhof ist sauteuer.
02:07Na, schon möglich.
02:08Herr Heindl soll sich bei uns wohlfühlen.
02:10Wer weiß, wann wir ihn wieder brauchen.
02:11Gut, wieder schon.
02:22Geiz gut, Sie Nächsten, da war ich doch schon.
02:28Wie lange braucht denn der noch, um seine Arschweltstraßen zu kriegen?
02:31Komm, lass ihn.
02:34Hey, Opa, mach Dampf, du bist ja nicht alleine auf der Straße.
02:36Wenn du Wurzeln schlagen willst, ab auf den Friedhof.
02:40Spinnst du?
02:42Spinnst du?
02:42Spinnst du?
02:43Hey, ich kann dich auch gleich hier lösen.
02:51Steig aus.
02:52Äh, geht's noch?
02:54Wird's bald?
02:56Raus.
03:01So, Herr Büschel.
03:03Du nimmst jetzt deine Fies unter den Arm und gehst zu dem Mann und sagst, dass es dir leid tut.
03:07Das riecht Felix, Scherzverhalten entschuldigst, sonst kriegst du so eine Waschen von mir,
03:10dass du wochenlang so saudum umeinander judelst mit der Depper die Hupen.
03:13Geh zu.
03:20Tut mir leid.
03:22Es kommt nie wieder vor.
03:24Es kommt nie wieder vor.
03:25Was ist denn hier los?
03:27Mischen Sie sich nicht ein.
03:28Es geht gleich weiter.
03:29Hey, Vincent.
03:31Herr Lind.
03:32Lind, Skripo Rosenhemd.
03:34Lind?
03:35Ja, das passt ja.
03:36Grüß Gott, Herr Kollege, ich bin die Vertretung aus Straubing.
03:40So, kann ich jetzt weiter?
03:42Ja, aber merkt das.
03:48Tja, na dann, Herr Heindl.
03:50Nein, nicht Heindl.
03:51Mein Name ist Brandl, Florian Brandl.
03:53Herr Heindl liegt im Bettkrippe.
03:56Für ein paar Wochen.
03:57Ich bin sozusagen die Vertretung der Vertretung.
04:00Verstehe.
04:02Tja, ich weiß ja nicht, ob es der Herr 80 was so gut findet, wenn Sie gleich mit zum Tatort
04:05kommen.
04:05Vielleicht sollten Sie erst mal ins Präsidium fahren.
04:07Ja, dem ginge die Amno fräge nur über, wenn er mich zieht, statt dem Herrn Heindl.
04:11Sie kennen sich wohl.
04:12Er, er, mich.
04:14Kollegen?
04:15Ja.
04:16Das ist Frau Dr. Kern aus der Pathologie.
04:19Es ist Gott, Brandl.
04:20Freut mich.
04:20Herr Mohr, unsere unverzichtbare Stütze.
04:22Sehr gut.
04:23Moin.
04:23Brandl.
04:24Ja, wie gesagt, Kriminalhauptkommissar Brandl aus Straubing ist die Vertretung für Herrn Hofer,
04:28also quasi die Vertretung der Vertretung eigentlich.
04:31Tja, was haben wir bis jetzt?
04:33Ja, also der Tote heißt Simon Lüders.
04:36Er war Gast hier in der Pension Ruh und die Besitzerin, die Frau Ruh, die hat mich gestern
04:42angerufen, weil er abgängig war.
04:44Ja, und dann habe ich ihn gefunden, da im Kofferraum.
04:46Er ist ein Tote.
04:47Der Kofferraum war unversperrt.
04:49Ich habe das Kennzeichen überprüfen lassen.
04:50Es handelt sich um einen Mietwagen.
04:53Fingerabdrücke auf den Kofferraumtügel?
04:55Nein, also die Spuse hat nichts gefunden.
04:57Was hat er eben schon weggewischt?
05:00Lüders hat mehrere Schürfwunden und Hämatome am Körper.
05:03Die könnten auf einen Kampf hindeuten.
05:06Und am Hinterkopf, da ist eine tiefe Wunde, wahrscheinlich die Todesursache.
05:10Und der Todeszeitpunkt?
05:12Schwer zu sagen, da die Leichenstarre noch anhält.
05:15Aufgrund der Leichentemperatur würde ich sagen, gestern früh zwischen sieben und neun in etwa.
05:20Irgendwas über die Leichen flicken?
05:27Vollständige, flächenhafte Ausprägung.
05:29Anzeichen von Umlagerung?
05:30Nein.
05:32Entweder erlag Lüders seiner Verletzung im Kofferraum oder er wurde unmittelbar nach der Tötung dort verstaut.
05:37Wann ist denn der Wagen hier das erste Mal bemerkt worden?
05:40Also, die Frau Ruhrz ist zum Mittag schon gesehen, dass er da ist.
05:43Gestern Mittag gefahren, ein paar Stunden nach der Tat.
05:47Ja, dann konnte er genauso bei mir in Straubing umgebracht worden sein wie in Salzburg.
05:52Oder in Ulm.
05:53Oder in Ulm.
05:55Er war immer freundlich, hat immer gegrüßt.
05:58Aber sonst war er schon ein wenig mitgetan.
06:01Und was?
06:02Geizhals.
06:03Danke.
06:05Wann hat er denn bei Ihnen eingecheckt?
06:07Vor drei Tagen.
06:08Am Montag.
06:10Zum ersten Mal?
06:11Nein, nein, der war schon öfters ja.
06:14Und was hat er als Wohnort angegeben?
06:16Nix.
06:17Ja, nix.
06:17Nix halt.
06:19Was wollt ihr denn hier?
06:21Keine Ahnung.
06:24Wie war Ihr Eindruck? War er eher auf Urlaub hier oder geschäftlich?
06:27Geschäftlich.
06:28Wie kommen Sie darauf?
06:30Nein, Erfahrung.
06:32Gab es vielleicht irgendwas Ungewöhnliches?
06:35Eine Frau hat ihn vor zwei Tagen in der Nacht besucht.
06:38So eine Zweifelhafte.
06:40Zweifelhafte? Wie meinen Sie das?
06:41Flitscherl.
06:42Ich glaube schon.
06:43So eine junge Geschubfte, einer.
06:46Prostituierte.
06:48Bisschen überkannt titelt.
06:50Schaut sie mal her.
06:52Vielleicht hat die Jenny etwas damit zu tun.
06:54Jenny?
06:56Ah ja, Jenny, 20 Jahre.
06:58Komme bei...
06:59Danke, Frau Ruh.
07:00Wir kommen auf Sie zurück.
07:05Tja, schauen wir mal.
07:07Müsst du jetzt hoch, Ruf?
07:08Na klar.
07:09Ja, aber Herr Link schon verdeckt, gell?
07:11Wie?
07:12Verdeckt.
07:13Ja, ich glaube, da hat er recht.
07:14Wenn Sie sich als Grüner ausgeben, dann erfahren Sie von der so früh wie von einem toten Fisch.
07:18Das würde ich doch auch nicht machen.
07:24Hallo, spreche ich da mit Fräulein Jenny?
07:26Ja, ich würde Sie gerne treffen.
07:29Wo?
07:31Äh, kennen Sie das Times Square?
07:33Ja.
07:34Gut, ja, dann können wir da erst mal uns beschnuppern.
07:39Christian Lind.
07:40Christian Lind.
07:42Ja, sagen Sie, in einer Viertelstunde geht das schon?
07:45Super, alles klar, dann bis gleich.
07:47Danke, wiederhören.
07:50Gut so, gräbig.
07:53Er mannt atmosphärisch einwandfrei.
07:55Was mich noch wundert, wenn der Lüders geschäftlich hier war, wieso finde ich dann überhaupt keine Aktentasche,
08:01keine Unterlagen, Geschäftspapiere, sowas.
08:04Vielleicht im Auto.
08:05Aber nix.
08:07Oder er war nur wegen des Abenteuers hier.
08:10Tja, gut, wir sehen uns im Präsidium.
08:12Viel Spaß beim Schnuppern.
08:14Bitte?
08:16Wiederschauen.
08:17Ja, ja, tschüss, bis dann.
08:19Wo ist jetzt der Herr?
08:21Böttingen.
08:22Okay.
08:26Ah, grüß dich, John.
08:27Ah, Christian, servus.
08:29Du, ähm, sie hat nach dir gefragt.
08:35Ich kenn die.
08:36Das ist die Renate.
08:38Die ist ab und zu da.
08:39Aber mit der musst du ein bisschen vorsichtig sein.
08:42Die nennt sich Jenny.
08:43Und soviel ich weiß, arbeitet die für einen Begleitservice.
08:47Weiß ich doch alles.
08:49Ach ja?
08:49Mhm.
08:51Ja, wenn das so ist, dann, äh, einen Sex on the Beach.
08:53Nee, Wasser genügt mir, danke.
08:56Ja, die stillen Wasser.
08:58Christian Lind.
08:58Hallo?
08:59Ins Hotel?
09:01Nicht so schnell.
09:03So.
09:04Sie wollen erst reden.
09:05Bitte.
09:06Aber es gehört schon zur Zeit.
09:10Hatten Sie vor zwei Tagen einen Kunden in der Pension Ruh?
09:13Halt, halt, halt.
09:14Was soll denn das?
09:15Bist du von der Bullerei?
09:17Ja, bin ich.
09:18Nicht so schnell, Jenny.
09:20Könnte ich auch Ihren Ausweis sehen, bitte.
09:28Was sagst du?
09:31Aha.
09:32Die gute Renate alias Jenny heißt mit bürgerlichem Namen Holzschläger.
09:37Hast was dagegen, Joe?
09:39Oder soll ich sagen, Ignaz?
09:43Bin ich weg.
09:46Ich will Ihnen nur ein paar Fragen stellen, wenn Sie die mir korrekt beantworten.
09:49Brauchen wir auch nicht aufs Präsidium.
09:50Entverstanden?
09:53Ein Whisky, Ignaz.
09:55Ein Doppelten.
09:57Selbstverständlich, Frau Holzschläger.
10:01Haben Sie vorgestern Nacht Herrn Lüders in der Pension besucht?
10:04Ja, so gegen elf.
10:06Wie lange?
10:07Zwei Stunden.
10:09Hat er bezahlt?
10:11Ja, bin ich von der Heilsarmee.
10:13Natürlich hat er bezahlt.
10:14Er nahm das Geld aus einer Aktentasche, wo lauter 50 Euro Geldbündel drin waren.
10:18Hat er Ihnen gesagt, wofür er das ganze Geld braucht?
10:20Nein.
10:22Gab es sonst irgendwelche Unregelmäßigkeiten?
10:25Nur geregelten Sex.
10:28Keinen Streit.
10:29Wieso fragen Sie?
10:30Antworten Sie doch einfach.
10:32Na ja, er hat korrekt bezahlt und basta.
10:33Was hat er Ihnen erzählt?
10:36Na ja, dass ich mich langsam ausziehen soll und er dann...
10:39Das meine ich nicht.
10:41Ein Niveau voller ist nicht geworden.
10:44Hat er Ihnen nicht zufällig erzählt, warum er sich in Rosenheim aufhält?
10:47Sehr zum Wohl, Frau Holzschläger.
10:51Dankeschön, Ignaz.
10:53Nein, hat er nicht.
10:55Was ist mit ihm?
10:56Er ist ermordet worden.
10:59Ermordet?
11:01Wo sind Sie nach Ihrem Besuch hingegangen?
11:03Nach Hause, zu meinem Freund.
11:05Wie heißt Ihr Freund?
11:05Heinz Schneider.
11:07Und mit ihm waren Sie die ganze Nacht zusammen?
11:09Nein, er ist nochmal weg.
11:17Ja, Stockl, das ist der Herr Kriminalhauptkommissar Brantl aus Straubing.
11:20Wie ist es Gott?
11:21Wie ist es Gott, Stockl?
11:22Aber ich dachte...
11:23Ich bin die Vertretung vom Herrn Heindl, der ist leider erkrankt.
11:26Ja?
11:28Ach, Sie?
11:30Ah, wo ist denn der Herr Heindl?
11:32Ja, vermutlich im Bett.
11:33Krippe.
11:34Und warum kommen Sie jetzt erst?
11:36Ich habe mich halt gleich in die Arbeit gestürzt.
11:39Arbeit?
11:40Der Herr Dr. Hausner war gerade eben bei mir und hat mir von Ihrer Arbeit berichtet.
11:45Der Herr Dr. Hausner ist der Stadtkämmerer von Rosenheim.
11:48Und er will Anzeige erstatten gegen einen Hauptkommissar aus Straubing.
11:52Er soll seinen Sohn geschlagen haben.
11:54Der Gläufe, den habe ich nicht geschlagen.
11:56Der Herr Dr. Hausner hat da was anderes erzählt.
11:58Und wenn das stimmt, dann droht Ihnen ein Dienstaufsichtsverfahren.
12:02Aber das kennen Sie ja schon alles.
12:04Ich habe das Zigarettenbüscherl ein bisschen zurechtgestutzt, aber nur mit Worten.
12:08Was ist mit seinem Fuß?
12:09Den hat er sich für lauter Blödheit selber verringt.
12:12Haben Sie Zeugen?
12:14Naja.
12:15Gut.
12:16Dann brauche ich bis morgen eine hieb- und stichfeste Gegendarstellung.
12:20Gegendarstellung.
12:21Gegendarstellung.
12:22Frau Stockl, für die Post.
12:24Ja.
12:28Ja, also kaum sind Sie da, schon sitzen Sie in der...
12:31Scheiße.
12:32Ja.
12:34Dann weiter.
12:38Herr Lind, Momentan.
12:40Ja.
12:42Der Neue.
12:43Ich sage es Ihnen, schon gibt es Probleme.
12:45So.
12:46Wissen Sie, was der gemacht hat?
12:47Der hat den Sohn vom Stadtkämmerer Hausner zusammengeschlagen.
12:51Und jetzt haben wir mir den Trick im Schachtel, weil der möchte den nämlich anzeigen.
12:54Das ist doch völliger Quatsch.
12:55Der Junge hat ein bisschen gehinkt mehr, war da nicht?
12:56Ich möchte ja nichts sagen.
12:58Aber finden Sie nicht auch, dass der so ein bisserl grobschlechtig ist?
13:03Wie die Bayern halt so sind.
13:05Der Herr Hofer, der ist auch nicht immer der Zarteste.
13:08Aber der, der kommt aus Niederbayern.
13:10Frau Stockl, geben Sie den Niederbayern eine Chance.
13:14Im Übrigen der...
13:15Der Herr Achtziger.
13:16Das ist ein ganz anderes Thema.
13:19Das Auto ist am Münchner Flughafen angemietet worden.
13:22Der Herr Lü...
13:23Herr Brandl.
13:26Der Herr Lüdes ist vor drei Tagen mit dem Pfleger von Hamburg gekommen.
13:30Und sowohl das Auto als auch der Pfleger sind von einer Hamburger Firma bezahlt worden.
13:34Und zwar von der Firma Gusto Plant.
13:36Das ist die Telefonnummer.
13:38Ihr Ansprechpartner ist eine gewisse Frau Schramm.
13:41Viel Spaß.
13:45Ah, Herr Lü...
13:46Der Herr Brandl telefoniert gerade mit der Firma von Lüdes, Gusto Plant.
13:50Gusto Plant, ja.
13:53Grüß Gott, Frau Schramm.
13:54Hauptkommissar Brandl, Kripo Rosenheim.
13:57Guten Tag, Herr Brandl.
13:58Ihr Kollege hat uns schon unterrichtet.
14:01Wir sind alle sehr bestürzt.
14:03Ja, Frau Schramm.
14:04Warum war der Herr Lüdes in Rosenheim?
14:06Er betreut ein Produkt von uns.
14:08Ein Produkt.
14:09Kartoffeln.
14:11Kartoffeln.
14:12Ja.
14:12Unser Auslaufmodell Bianca und das Nachfolgeprojekt Brigitte.
14:16Einige Bauern in ihrer Gegend bauen sie in Lizenz an.
14:19Herr Lüdes war unser regionaler Key-Product-Sales-Manager.
14:23Ah ja.
14:24Könnten Sie mir eine Liste der Bauern zufaxen?
14:27Gerne.
14:29Frau Schramm, mein Kollege hat noch eine Frage.
14:32Ja, Frau Schramm, hier ist Hauptkommissar Lind.
14:35Eine Frage.
14:36Der Herr Lüders hatte eine Aktentasche mit Geld bei sich.
14:39War das Geld von Ihnen?
14:43Nein, ich weiß nichts von einer Aktentasche mit Geld.
14:47Sind Sie da ganz sicher?
14:49Ja.
14:51Gut, wir melden uns wieder.
14:53Wiederhören.
14:53Auf Wiederhören.
14:56Haben Sie das gehört, was Sie plötzlich für einen trockenen Hals gekriegt hat?
15:02Das ist eigentlich ein Key-Product-Sales-Manager.
15:07Und?
15:09Sie klamm der Jenny.
15:10Wenn Sie das Geld gestohlen hat, hätte Sie dann die Aktentasche erwähnt.
15:13Das ist auch wieder richtig.
15:15Was ist mit dem Schneuentreiber?
15:18Schneuentreiber?
15:19Ja, ihr Feind, der Zuhälter.
15:20Ach so, der.
15:22Nennen wir ihn einfach mal Heinz Schneider.
15:24Ob er Zuhälter ist, wissen wir ja nicht.
15:26Die Jenny hat ihm jedenfalls von dem Geld erzählt.
15:28Er ist in der gleichen Nacht noch weggefahren und bis jetzt unerfindbar.
15:31Fahndung schon raus?
15:32Ja, freilich.
15:37Sie, sagen Sie mal, Herr Lind, der Beifahrer von diesem Cabrio-Heine, den haben Sie doch gekannt?
15:44Ja.
15:45Gut.
15:45Schon, ja.
15:47Was ist denn das für einer?
15:49Das ist eigentlich ein ganz patenter Junge, warum?
15:51Vielleicht geben Sie mal von dem mal die Adresse.
15:54So, by the way.
15:56Da.
16:05Entschuldige, geht's hier zum Hof von Stadlers?
16:07Ja.
16:08Was wollen Sie denn von meinem Vater?
16:11Äh, wir, wir sind von der Polizei.
16:14Polizei?
16:16Kennst du Herrn Lüders?
16:17Schon.
16:18Was ist mit ihm?
16:20Eingereg sind wir gar nicht.
16:22Ist ihm was passiert?
16:25Ja, er, er ist tot.
16:29Alles okay?
16:50Herr Stadler?
16:51Lind, Ypo Rosenheim, das ist mein Kollege, der, der Herr Brandl.
16:55Sie hätten einige Fragen an Sie zu Herrn Lüders.
16:59Lüders von der Firma Gusto Plant.
17:01Ja?
17:01Da kriegen wir bei Ihnen unser Saatgut.
17:03Für die Bianca, also für diese Kartoffel Bianca.
17:06Bianca war gestern, heute war Spiegitta.
17:08Ja.
17:09Und wieso das?
17:12Aus moralischen Gründen.
17:13Ergibt's ja für die da oben nichts mehr zum Verdienen.
17:15Also bezüglich Bianca.
17:17Deswegen haben Spiegitta am Markwoffer.
17:19Da kann ich jetzt leider nicht ganz folgen.
17:21Schau'n's, Gusto Plant hat Bianca entwickelt.
17:24Das heißt, gezüchtet vor 30 Jahren.
17:26Und jetzt läuft der Sortenschutz ab.
17:27Ach so, das ist quasi eine Patent.
17:30Mir könnte mir jetzt quasi Bianca ohne Lizenz abbauen.
17:33Also theoretisch.
17:35Ja, deswegen hat Gusto Plant Bianca von der Sortenliste steigern lassen,
17:39hat den Saatgutverkauf eingestellt.
17:40Und für uns gibt's nur noch für Gitter zum Käfer.
17:45Und gab's da Konflikte?
17:47Von mir her nicht.
17:49Für den Zoff ist der Nachbar zuständig, der Kraml.
17:52Wie, Kraml?
17:54Andreas Kraml.
17:57Dem hat das Ganze nicht geschmeckt.
17:59Der in den Aktionskreis Bianca gründet
18:01und jetzt für den Krieg gegen den Konzern.
18:03Und wo ist der Hof von diesem Herrn Kraml?
18:06Das können Sie jetzt nicht sehen.
18:08Dahinter, hinter der Lichtung.
18:10Aber der ist nicht daheim.
18:11Der hat eine Aktionskreissitzung im Rosenbei.
18:14An dieser Andreas Kraml möchte ich Bianca weiterhin anbauen.
18:18Das möchte Gusto Plant verhindern.
18:20Hat's da vielleicht ein bisschen einen Streit gegeben?
18:23Mit dem Herrn Lüders?
18:26Er hat ja den Lüders hochgekannt von seinem Hochwerfer.
18:29Daraufhin ist er mit der Polizei gekommen
18:30und er hat ihm das ganze Saatgut geschlagen haben lassen.
18:35Sind Sie auch in diesem Aktionskreis Bianca?
18:39Nein.
18:40Warum nicht?
18:41Ich möchte mich da raushalten.
18:43Aber genug, ich bin selber zu tun.
18:50Schöner Hund.
18:51Wie heißt er denn?
18:52Don Camillo.
18:54Don Camillo.
18:55Und wo ist der Pepone?
18:56In Valencia.
18:58Ach, den gibt's wirklich?
18:59Ist der und von meinem Freund.
19:01Hm.
19:02Und dein Freund ist Spanier?
19:04Ja.
19:05Warst du schon mal dort?
19:06Ich darf nicht.
19:11Und wie hast du ihn da kennengelernt?
19:13Im Internet.
19:14Ja.
19:15Wie sonst heutzutage.
19:18Wie ist denn dein Mutter?
19:20Weg.
19:21Mit einem anderen.
19:24Sag mal, dieser Andreas Kraml und dein Vater sind das Feind.
19:28Schon.
19:28Der Andreas ist mein Taufpate.
19:31Ohne ihn hätte ich ihn Fernando nie kennengelernt.
19:33Weil der mir nämlich an den Computer geschenkt hat.
19:35Und war jetzt der Kraml auf deinen Vater Space, weil der bei diesem Aktionskreis nicht mitgemacht hat?
19:41Space?
19:42Na, ein bisschen sauer vielleicht.
19:45Wie kamen Sie mit Herrn Lüders zurecht?
19:47Gut.
19:49Wie gut?
19:51Der war immer korrekt zu mir.
19:52Er hat immer wieder Umstellung auf Pegitterkäufer.
19:54Sonst war um Franks das Ganze.
19:56Weil der umgebracht wurde.
19:59Aha.
20:00Umgebracht.
20:01Mei, sie möchte halt ihren Freund da gerne mal live sehen.
20:04Und nicht bloß übers Internet.
20:06Warum hat ihr Vater was dagegen?
20:08Sie ist halt immer nur sein Mädel.
20:09Denk ich mal.
20:11Das ist das alte, rebellische Phase.
20:14Das ist der Park an viel Väter nicht.
20:17Und dann das mit seiner Frau.
20:19Was denn?
20:20Mit dem anderen.
20:22Klassisch halt.
20:33Ja, der Herr Lin.
20:34Lassen Sie sich auch einmal wieder blicken.
20:36Ja, wir wollten gerade zu Ihnen.
20:37So?
20:38Darf ich vorstellen?
20:40Hauptkommissar Prantl.
20:41Frau Hofer.
20:44Die Vertretung.
20:45Grüß Gott, Frau Hofer.
20:46Grüß Gott.
20:48Und?
20:49Wie geht's Herrn Hofer?
20:50Bestens.
20:51Da, wo's Essen gut ist, geht's auch ihm gut.
20:53Aha, verstehe.
20:54Ja, wir wollten eigentlich mit Vincent sprechen.
20:56Ist er zu Hause?
20:57Keine gute Idee.
20:58Der liegt im Bett und heißt...
20:59Ich bin gerade auf dem Weg zur Apotheke.
21:01Hat der eine Erkältung und fährt mit dem Max im offenen Cabrio rum.
21:04Also blöder geht's nicht.
21:06Ja, wir denken eigentlich, dass der Vincent Herrn Prantl helfen könnte.
21:09Aha.
21:10Wie das?
21:11Ich hab dem Max den Kopf gewaschen, aber nur mit Worten, weil er einen alten Mobledo gegangen
21:15ist.
21:16Jetzt behauptet er, ich hätte ihn verdroschen und sein Vater erstattet Anzeige gegen mich.
21:20Okay.
21:21Ja.
21:21Und Sie bräuchten jetzt den Vincent als Zeugen?
21:24Genau.
21:25Ja.
21:25Wissen Sie was?
21:26Ich frag ihn, wenn er aufwacht und geb ihm dann Bescheid.
21:29Ist aber sehr nett, Frau Hofer.
21:31Gerg schenken.
21:32Ich muss.
21:33Ja.
21:34Hat mich gefreut.
21:35Ja, mich auch.
21:42Vater, Herr Hofer, aber eine sehr nette Frau.
21:45Auch optisch.
21:46Ja.
21:46Und so ledig.
21:48Ja.
21:49Sie ist deine Schwester.
21:50A.G.
21:54Und neben dem schreienden Iphikles stand Herakles mit den Schlangen in der Hand.
22:01Ja, bitte.
22:02Und damit war dann klar, wer Iphikles und wer Herakles war.
22:07Der Sohn des Zeus.
22:09Ja.
22:10So.
22:10Das war jetzt das Herakles erste Heldentat auf Erden.
22:14Und ihr, meine kleinen Helden, ihr schaut jetzt den Lautsprecher aus und legt's auf.
22:20Euer Opa muss jetzt auch noch ein paar Heldentaten vollbringen.
22:22Also dann, bis heute Abend.
22:24Wird's heig.
22:25Iphikles und Herakles, was sind denn das für Märchen?
22:28Griechische Sagen.
22:29Frau Stock, kann man gar nicht früh genug hören.
22:32Ich hab jetzt übrigens ein Zimmer im Kaiserhof reservieren lassen.
22:35Das machen sie gleich wieder rückgängig.
22:37Für den Brandl genügt ein Zimmer in der Pension Post.
22:41Pension Post?
22:42Äh, was machen die beiden grad?
22:44Der Herr Lind, der vernimmt den Zuhälter von der Jenny und der Herr Brandl ist im Rosenbräu.
22:49Und darum sag ich euch, nicht einen Millimeter wird von unserem Kurs abgewichen.
22:53Jawohl.
22:54Soll Gusto Blant mit seiner Brigitta selig werden.
22:57Wo ist es?
22:57Aber so war ich, Grämmel heißt.
22:59Eine Bianca, hab sie selig, wird's mit uns nie geben.
23:03Aber wir kämpfen weiter.
23:04Wir halten unsere Bianca am Leben.
23:06Jawohl.
23:07Die Sitzung ist geschlossen.
23:08Prost.
23:11Der Grämmel hat's schon recht gehabt.
23:14Eine Bianca, hab sie selig, wird's mit uns nie geben.
23:17Schön, haben Sie es gesagt, Herr Grämmel.
23:18Nächste Zeit wird's, dass der Bagage da oben einmal einer zeigt, wo der Badl an Most halt.
23:22Jawohl.
23:24Nein, ich bin auch interessiert an der Sache.
23:26Ja, dann, dann rennt's doch bei uns ein.
23:29Ja.
23:30Ob das jetzt so günstig ist, wo doch irgendjemand diesen Sandgutvertreter umdrehten gebracht hat?
23:36Herr Lüders, mein er's?
23:38Damit hab ich nichts zu tun.
23:39Ja, das glaub ich schon.
23:41Aber die Polizei?
23:42Die Polizei?
23:44Geht es auch noch Schlafzüpfeln.
23:46Den Lüders hab ich gleich durchschaut.
23:48Ein Bettbruder war er.
23:50Außen Hull und innen Pfull.
23:53Von wegen, sei Brigitta, sei besser wie unsere Bianca.
23:57War das nicht dieser Lüders, der ihr Bianca-Saatgut beschlagnahmen hat lassen?
24:02Ja, richtig aber.
24:03Totdem haben mein Aktionskreis und ich beim Oberlandesgericht einen Vergleich erzielt.
24:08Bis Ende des Jahres dürfen wir weiterhin unsere Bianca anbauen.
24:12Ja, schon.
24:13Und dann?
24:15Dann, dann machen wir weiter.
24:17Kommen Sie mal mit.
24:20Ich züchte meine eigene, Bianca.
24:25Dafür brauch ich eine Neuzulassung.
24:26Man muss deshalb einem langjährigen neuen Prüfverfahren unterziehen.
24:30Das ist so, wie wenn es das praktisch überhaupt nie gegeben hätte.
24:34Aber wenn ich ja mal ein neues Leben eingehaucht habe, dann komme ich die Hamburger Sau-Bagage
24:39und das ist ganz kreizweiß.
24:40So schaut's aus.
24:42Und die von Gusto Glant lassen sich das gefallen.
24:44Eine Lätsche werden sie nicht machen.
24:46Die meinen doch, wir Bayern, wir sind bloß Kniebiesler.
24:48Sie sind ja ein echter Bauernkrieger.
24:51Den Kraml kriegt niemand gleich.
24:52Und die schon gleich gar nicht.
24:53Die Beidl schneidet die.
24:55Von mir raus können Sie einer Scheiß-Brigitta nach dem Buktu verkaufen.
25:01Ich mach eine neue, Bianca.
25:04Meine eigene.
25:07Sie handeln auch mit Kartoffeln, nehme ich an, oder?
25:10Ja, mit Fäule.
25:12Fäule?
25:14By the way, Brandl, Schlafzipfe.
25:18Abwech.
25:19Da haben Sie aber ganz schön verbleckt.
25:21Geh, woher.
25:22Sagen Sie mal, gestern früh zwischen sieben und neun Uhr, wo waren Sie da?
25:26Ist da der Lüders umbracht worden?
25:29Im Stall.
25:30Gibt's da Zeugen einer Frau vielleicht?
25:33Der ist im Moment nicht da.
25:34Der hilft am Hof bei Ihren Eltern aus.
25:37Aber mit dem Stadlbauer sind Sie befreundet.
25:39Ja.
25:40Aber der hat's doch ganz gut kennen mit dem Lüders.
25:43Ein Seifen hat er sich lassen von dem.
25:46Seitdem dem seine Frau mit dem Kattelmacher davor ist,
25:49ist der völlig durcheinander.
25:50Und das hat der Lüders ausgeholt, der schönheilige Bettbruder der.
25:53Und wir?
25:54Der eingeklemmt hat es sich bei ihm.
25:56Ja, Bonette, Kopfhochsätze und so weiter, nicht?
25:59So was wirkt bei Hubert Dimmer.
26:01Sie kennen es aber gut aus bei Ihrem Nachbarn.
26:04Naja, bei uns heißt's, der Herrgott sieht alles,
26:07der Nachbar hört alles.
26:11Ich weiß nicht, was sollte der Karmel für ein Motiv haben?
26:15Wenn er Lüders umbringt, kommt der andere von Gusto plant.
26:19Tja.
26:21Affekt.
26:23Vielleicht sind ja die Gäule mit ihm durchgegangen,
26:26als der Lüders ihn wieder mal geärgert hat.
26:29Oder sein Geld.
26:30So eine Neuzüchterung kostet ja einiges.
26:32Ja, das schaut schon eher nach einem Motiv aus.
26:35Überhaupt Geld?
26:36Wofür war das?
26:37Kerzern oder Gusto plant?
26:38Ich tippe ja eher auf Gusto plant.
26:40Und warum leugnen die das dann?
26:43Vielleicht sollte ja jemand mit dem Geld bestochen werden.
26:47Der Karmel.
26:49Bloß so wie ich den kenne,
26:50sagt er Dankeschön und finanziert damit seine Züchtung.
26:53Warum soll er dann den Lüdersen umbringen?
26:55Bringt's doch nicht.
26:57Was hat eigentlich die Vernehmung ergeben
26:59mit dem Zuhälter von der Jenny?
27:01Hat ein Alibi.
27:03Er war mit Freunden in einer Table Dance Bar.
27:06Ich weiß, ich weiß, sehr zweifelhaft.
27:08Deswegen habe ich ja auch eine Hausdurchsuchung anordnen lassen.
27:12Frau Stockl, machen Sie es gut.
27:14Wir gehen noch rüber in die Pathologie.
27:15Alles klar, fertig.
27:21Ah, sehen Sie, auch unsere Frau Doktor ist eben verlassen.
27:25Sie ziehen Ihren Kittel wohl nie aus.
27:27Sparen Sie sich Ihren Sprit.
27:29Eins hat die Obduktion ergeben.
27:32Lüders hatte THC im Blut.
27:35Cannabis.
27:35Haschisch.
27:37Mhm.
27:38Er stand zur Tatzeit noch unter Rasteinfluss der Droge.
27:43Hm.
27:45Was Drogengeld war?
27:47Drogengeld.
27:48Dass der Lüders seinen bayerischen Kartoffelbauern
27:51unterm Tisch Cannabis verscherbelt.
27:54Ich weiß es nicht.
27:55Ich meine ja nur, weil das Geld so eine zentrale Rolle spielt.
27:58Ja, ja, dann ist halt die Frage, wer hat außer der Jenny, ihrem Hamperer und Gusto-Plant von dem Geld
28:04gewusst?
28:05Haben Sie schon mal an die Pensionsbesitzerin gedacht?
28:07Frau Ruh?
28:09Sehr gut, Frau Doktor Kern.
28:11Diese Frau Ruh ist eine neugierige Amsel.
28:13Und kann jederzeit in Ihre Zimmer rumstübben.
28:21Frau Ruh?
28:22Ja?
28:23Wir haben einen Durchsuchungsbeschluss für die Pension und für Ihre Wohnung.
28:29Warum das?
28:30Darüber können wir uns da hinten unterhalten.
28:32Bitte.
28:35Ja, dazu haben die Herren von unten.
28:38Und Herr Mohr.
28:39Der Matratze.
28:40Mhm.
28:44Anna!
28:45Anna, was machst du denn da?
28:47Ich shop hier.
28:48Dreimal die Woche als Stuhlmädchen nach der Schule.
28:51Du verdienst ja das Geld für die Reise nach Spanien.
28:54Du sag einmal, die Frau Ruh, ist an dir irgendwas besonders aufgefallen?
28:59So die letzten zwei, drei Tage.
29:00Schon?
29:01Von sich hin pfiffen hat sie plötzlich.
29:03Piffen?
29:04Ja, so richtig vergnügt.
29:05Seid sonst nie da.
29:07In der Zeit hat sie dir nichts.
29:09Geh, mir doch nicht.
29:12Danke.
29:16Sie wissen schon, was Sie da sagen?
29:18Ja.
29:19Und da werden Sie nicht droht.
29:21Ich stelle nur eine schlichte Frage.
29:23Schlicht?
29:24Schlicht ist das schon mal gar nicht.
29:26Ausgescharmt ist das.
29:27Mich als Mörderin und Diebin hinstellen.
29:29Ja, wo kommen wir denn da hin?
29:31Ich weiß nicht.
29:31Ins Gefängnis vielleicht.
29:33Und beleidigen lasse ich mich von Ihnen schon dreimal nicht.
29:35Ich sage nichts mehr ohne meinen Anwalt.
29:42Scheibenwohnen.
30:08Ich weiß nicht.
30:13Ich weiß nicht.
30:15Ich weiß nicht.
30:18Wie geht's?
30:19Einfach aufklappen.
30:20Bitte.
30:33Wir müssen noch warten.
30:34Der Anwalt von Frau Uhr hat einen Lokaltermin.
30:37Wissen Sie, wie das geht?
30:39Einfach aufklappen.
30:40Bitte.
31:01Kann mir Ihnen helfen?
31:03Bitte.
31:25Da schau her.
31:28Ich hab dem Lüders nichts gemacht.
31:30Ich hab nur das Geld genommen.
31:32Jetzt erzähl's doch mal der Reihe nach.
31:35Also angefangen hat's damit, dass auf dem Zimmer vom Lüders so komisch gestungen hat.
31:39Das hörsch ich?
31:41Ich wollt wissen, woher das kommt.
31:44Der Lüders war gerade im Frühstücksraum.
31:46Da hab ich mal nachgeschaut.
31:47Und die Aktentaschen mit dem ganzen Geld gefunden.
31:51Und wie der Lüders dann abgängig war, an dem sein Wagen rumgestanden ist, hab ich da auch mal nachgeschaut.
31:56War ja offen.
31:57Und da hab ich ihn dann liegen gesehen.
31:59Und die Aktentaschen auch.
32:02Mei.
32:03Wer braucht schon Geld, wenn er da oben ist?
32:09Was haben Sie mit der Aktentasche gemacht?
32:11Weggeschmissen.
32:12Und wohin?
32:13In die Mülltonne.
32:14Herr Mohr.
32:17Herr Mohr.
32:18Ach so, ich...
32:20Ich...
32:21Frau Hu, Sie sind vorläufig festgenommen.
32:26Nein.
32:28Michi?
32:29Wir gehen mal.
32:30Ausrecht.
32:31Wie mein's?
32:37Da schau her.
32:3915.000 Euro vom Konto der Firma Gusto plant.
32:43Hm.
32:44Da rufen wir doch mal unsere Freundin mit dem trocknen Hals an.
32:51Schramm?
32:52Ja, Frau Schramm.
32:53Hier ist Lind, Kripo Rosenheim.
32:54Ich hab eine sehr erfreuliche Nachricht für Sie.
32:57Wir haben das Geld gefunden.
32:59Hm.
33:00Was für Geld?
33:01Na, Ihr Geld.
33:0315.000 Euro.
33:05Abgehoben von einem Konto der Firma Gusto plant, bei der Veriner Bank in Hamburg.
33:09Wollen Sie die Kontonummer auch noch?
33:11Ja.
33:12Ja.
33:13Was, ja?
33:14Es ist, ähm, unser Geld.
33:18Wofür war das Geld?
33:20Herr Lüder sollte damit Herrn Krammel beruhigen.
33:23Wir haben Ihnen Erfahrung gebracht, dass er Bianca nachzüchten will.
33:28Damit wollten wir es ihm leichter machen, von der Idee Abstand zu nehmen.
33:31Hm.
33:32Hm.
33:32Ja.
33:33Danke, Frau Schramm.
33:33Sie hören von uns.
33:36Also, Beruhigung kann der mehr brauchen?
33:38Nein.
33:40Ich weiß nicht.
33:41Sie wussten, dass Herr Krammel hinter Lüders im Klinch lag.
33:45Und Sie haben ein Motiv, nämlich das, das in Ihrem Sofa versteckt war.
33:48Ja.
33:50Als haben Sie Herrn Lüders aus Geld hier umgebracht, in den Kofferraum verstaut, um den Tator zu verschleiern.
33:54Ich weiß nicht.
33:55Was gibt's?
33:56Der Laborbericht.
33:58Ja, ich höre.
33:59Ach so, ja.
34:00Also, das Labor hat die Erdkrümel auf der Jacke von Herrn Lüders untersucht.
34:05Diese Erdkrümel beinhalten das giftige Alkaloid Solanin.
34:09Das kommt wiederum speziell in die oberirdischen Teile von der Kartoffel vor.
34:14Bringt uns das weiter.
34:16Nicht wirklich, Herr Lüders hat ja ständig mit Kartoffelbauern zu tun gehabt.
34:18An dem Abend, als diese, äh, die Jenny, Sie wissen schon, beim Lüders war, da hat der Stadler angerufen.
34:25Und?
34:26Er hat seine Tochter entschuldigt, weil die sind an dem Tag nicht zur Arbeit erschienen.
34:30Ja, und dann, dann wollte er den Lüders sprechen.
34:33Weiter?
34:35Nichts weiter.
34:36Ich hab mir gedacht, vielleicht...
34:39Irgendwer hat der recht aufgeregt gelungen.
34:41Ich sag das bloß, weil Sie gerade von den Spuren reden.
34:44Vielleicht ist der Lüders in der Früh dann zum Stadler rausgefahren.
34:49Stimmt, ich erinnere mich an den Anruf.
34:51Aber aufgeregt?
34:52Da war nichts aufgeregt.
34:54Der Ton war eher freundlich.
34:56Wie wenn man mit einem guten Spitzel redet.
34:59Und worüber wurde gesprochen?
35:00Der hat was ausgemacht.
35:03Ich glaub, dass der sich mit dem anderen verabreden wollte.
35:06Ich war ja im Bad, so genau hab ich das auch nicht gehört.
35:09Ja.
35:11Danke, Jenny.
35:12Äh, Verzeihung.
35:13Frau Holzschläger.
35:14Ist mein Freund noch verdächtig?
35:16Nein.
35:19Und ich kann die Unordnung jetzt wieder aufräumen, ja?
35:22Die Ihre Leute hinterlassen haben.
35:25Auf Wiedersehen.
35:26So schauen Sie mir nicht aus.
35:33Also, Pflanzen, Partikel von einer Kartoffel an der Jacke, dann diese Verabredung mit dem Stadler.
35:39Ich glaub, wir müssen beim Stadler mal seinen Stall und die umliegenden Gebäude ein bissl genauer anschauen.
35:45Machen wir, Herr Brandl.
35:48Ach, Herr Brandl.
35:50Der Vincent hat mir grad erklärt, wie sich der Vorfall zugetragen hat.
35:54Und?
35:54Ja, ich hab bereits mit Herrn Hausner telefoniert.
35:56Er zieht die Anzeige zurück.
35:58Vincent, danke.
36:00Es war echt gefährlich, was der Max da gemacht hat.
36:03Deiner Mutter auch noch ein schöner Kurs.
36:04Und auch danke.
36:05Machen.
36:06Tja, Herr Brandl.
36:08Tut mir leid, hab ich mich wohl in Ihnen getäuscht.
36:11Solange Sie darüber nicht enttäuscht sind, macht Sie nichts, ja?
36:14Ja.
36:15Und wie schaut's aus?
36:16Kommen wir voran in unserem Fall?
36:17Ja, ja.
36:18Wir sind grad auf dem Weg zum Stadlershof.
36:19Können Sie sich um einen Tatort handeln?
36:20Ja, sehr gut.
36:21Dann lassen Sie sich nicht aufhalten.
36:23Wenn Sie sind's.
36:24Ja, Vincent, nochmal her.
36:26Vielen Dank, gell?
36:27Für Gott.
36:44Ihr könnt schon anfangen.
36:50Herr Stadler?
36:51Wir haben einen Durchsuchungsbeschluss für Ihren Hof.
36:54Ich suche es noch heute.
36:56Haben Sie sich vor zwei Tagen zwischen sieben und neun Uhr mit Herrn Lüders hier getroffen?
37:00Ja.
37:00Aber Sie haben ihn vor drei Tagen, also am Dienstagabend, angerufen?
37:03Ja.
37:05Was wollten Sie von ihm?
37:06Mit dem Treffer.
37:08Am nächsten Tag, aber erst am Nachmittag, dann ist er nicht gekommen.
37:23Warum warst du denn vor drei Tagen nicht in der Arbeit?
37:25Ich hab mich nicht gut gefühlt.
37:29Und was machen Sie da?
37:30Ich hab's aus Rosenheim mitgenommen.
37:40Was macht jetzt der da?
37:42Der spret den Roder mit Luminol ein.
37:45Das Zeug macht Blutspuren sichtbar.
37:47Da kannst du verwischen, wie es willst.
37:51Schau mal her.
37:55Herr Lind, schauen Sie mal her.
37:56Ja.
38:00Ah, das ist Blutspuren.
38:02Ja, genau.
38:05Schicken Sie die ins Labor.
38:07Logisch.
38:08Da bin ich ja mal gespannt, ob die von Lüders sind.
38:14Das Blut stammt von Lüders.
38:16Woher haben Sie das eigentlich?
38:17Das war auf der Deichsel vom Kartoffelroder.
38:20Von der Deichsel? Hm.
38:22Na, da muss er wohl mit seinem Hinterkopf dagegen geschlagen sein.
38:27Haben Sie vielleicht Lust, heute Nacht mit mir und Herrn Prantl durch Rosenheim zu ziehen?
38:31Ähm, damit's meinem Kopf geht, so wie dem da morgen?
38:35Sie können doch das Rosenheimer Nachtleben. Völlig harmlos.
38:38Herr Prantl!
38:39Ja, äh, folgendes.
38:44Mhm, danke, Herr Lind.
38:48Das Blut an der Deichsel war vom Lüders.
38:52Herrschaftszeiten, jetzt reden Sie endlich.
38:54Sie können sich nur selbst entlasten.
38:57Wollen Sie wirklich wegen Mord einfahren?
39:01Wir haben gestritten.
39:03Dann haben wir gehabt, und er ist gestolpert und mit seinem Schädel auf die Deichsel knallt.
39:06Das war's.
39:08Er hat ihn dann in seinen Wagen gepackt, vor der Pension abgestattet und mit dem Hohenglaffer.
39:12Worüber habt Sie gestritten?
39:15Worüber?
39:20Stur Schädel.
39:31Kaffee, Tee?
39:33Kaffee.
39:34Mit Milch?
39:36Ja.
39:44Dein Vater hat gestanden.
40:14Danke.
40:17Ich bin schuld.
40:22Er hat's wegen mir gemacht.
40:25Ich hab ihm erzählt, dass mir der Lüders angegangen ist.
40:32Wie?
40:33Angegangen?
40:35Dass er mich belästigt hat.
40:39War so.
40:42Warum denn das Ganze?
40:44Ich wollte doch nur dem Fernando endlich mal sehen.
40:47Ehrlich, nur deswegen.
40:50Der Andreas Kraml hat mir da einen Vorschlag gemacht.
40:54Er hat den Fernando zu sich einladen.
40:56Wir könnten uns dann die ganze Zeit über bei ihm sehen.
41:01Und dafür hast du deinem Vater die Lüge aufgetischt.
41:06Damit er sich mit dem Lüders verstreit und im Aktionskreis vom Kraml beitritt.
41:11Wer hätte denn gedacht, dass das so ausgeht?
41:18Du möchtest es deinem Vater sagen?
41:20Nein.
41:21Doch.
41:22Es ist nicht gut, wenn er es von mir erfährt.
41:32Ich füre.
41:39Ich füre.
41:42Ich füre.
41:46Es ist nicht gut, wenn er es von mir läuft.
41:49Mama.
41:52Papa.
41:57Bis zum nächsten Mal.
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