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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
00:02Norddeutscher Rundfunk 2021
00:08Was ist da los?
00:12Auch im Sakrament sind die nicht daheim.
00:15Die sind halt im Wald nachgefahren.
00:17Ach komm, Sakrament, weiterfahren!
00:20Hallo!
00:27Ja, sagt's mal, habt ihr den Arsch offen?
00:30Oh Gott.
00:34So, Step one.
00:45Morgen, Stockl.
00:46Morgen, Michi.
00:48Dann bin ich mit.
00:49Mei, wärst du am Freitag ins Bett gegangen,
00:51wenn du am Samstag arbeiten musst?
00:53Bin ich, nur zu spät.
00:54Hast du einen Kaffee?
00:55Ja, dann nimmst du halt einen.
01:03Klippe Rosenheim, Apparat, Stockl.
01:04Grüß Gott.
01:07Ja, das kenn ich.
01:09Willkommen.
01:11Kannst du dir sparen, deinen Kaffee ist, glaube ich, der Leich.
01:14Auf dem Feldweg nach Grub.
01:16Bin ich schon unterwegs?
01:28Die Stockl.
01:29Halt mit.
01:44Guten Morgen, Kabinian.
01:45Ja, guten Morgen, Ingrid.
01:47Das ist Überraschung.
01:49Unverhofft kommt oft.
01:49Grüß dich.
01:50Grüß dich.
01:51Ja, ich war grad in der Nähe und da hab ich mir gedacht.
01:54Wir haben uns ja schon Ähnlichkeiten nicht mehr gesehen.
01:56Ja.
01:56Dass du hermachst, da weißt du was.
01:57Oh nein, sowas kann ich mir schon lange nicht mehr leisten.
01:59Okay.
02:00Du bist doch genauso schlank wie vor 20 Jahren.
02:06Halt, sorry, raus mit der Sprache.
02:08Hier hat man noch nie was vormachen können.
02:10Nein.
02:12Vielleicht bin ich deshalb Polizist geworden.
02:14Herr Georg soll diese Woche Vorstand von seiner Bank werden.
02:18Das ist doch schön für dich.
02:19Ja, eigentlich schon, aber...
02:22Aber?
02:23Ich war letzten Samstag im Einkaufszentrum und da hab ich in der Parfümerieabteilung was eingesteckt.
02:27Was eingesteckt?
02:28Du weißt schon.
02:29Du hast das mitgehen lassen?
02:31Ein Nagellack, ein Lippenstift.
02:33Hast du das nötigt?
02:34Wie hab's da her Geld?
02:35Ich weiß auch nicht, warum ich sowas mach.
02:39Weißt, manchmal bin ich einfach nur frustriert.
02:42Und das kompliziert mit Ladendiebstahl.
02:43Und jetzt haben sie erwischt.
02:46Viel schlimmer.
02:51Ich werd erpresst.
02:54Schöne Fotos.
02:55Du weißt, für Erpressung bin ich eigentlich gar nicht zuständig.
02:59Was will denn der Erpresser?
03:0150.000 Euro.
03:03Sauber.
03:04Schöner Patzengeld.
03:05Ich hab halt gemeint, dass du...
03:08Also nicht offiziell, privat sozusagen.
03:12Corbinian, wenn das bekannt wird.
03:13Ja, aber so schlimm ist Ladendiebstahl auch wieder nicht.
03:16Du tust das so, ist jetzt jemand umgebracht.
03:18Wir sind in Rosenheim.
03:19Da wird keiner Vorstand von einer Bank, dem seine Frau klaut.
03:22Seit 20 Jahren hat der Georg darauf hingearbeitet.
03:25Ja, und wenn du einfach zahlst.
03:27Wie denn?
03:28Ich hab doch nur mein Haushaltsgeld.
03:29Wo soll ich denn 50.000 Euro hernehmen?
03:34Ich hab halt gedacht, dass wenn du den Erpresser stellst und dazu bringen könntest, dass er die Fotos wegwirft.
03:40Corbinian, bitte.
03:41Wenn ich dem Georg seine Karriere versau.
03:46Ja, wie lange soll ich jetzt noch warten?
03:48Bis unsere Hauptkommissare kommen.
03:49Aha.
03:50Und meine Post?
03:51Dann sagen sie anschließend aus.
03:53Und wenn sie uns ein wichtiger Zeuge in einem Mord halten.
03:57Ja, hallo.
03:58Das wird aber auch Zeit.
03:59Also meine Post trägt sich nicht von alleine aus.
04:01Schau an.
04:03Herr Grandauer.
04:04Ja, guten Morgen.
04:05Guten Morgen.
04:06Ich hab wieder meine Leiche gefunden.
04:08Ja, da kann ich aber auch nichts dafür.
04:09Wenn Sie sich einen Moment gedulden würden, Herr Mohr.
04:12Der lehnt.
04:17Seid ihr unter die Freizeitspurten gegangen?
04:19Ja, bin ich.
04:20Möchte ich aber nicht tiefgreifend erörtern, ne?
04:22Nein, nein.
04:24Also, der Herr Grandauer hat circa um 8 Uhr die Leiche entdeckt.
04:28Ich bin da gleichher und hab großräumig gesichert.
04:31Und seitdem warte ich auf meine Hauptkommissare.
04:34Frau Dr. Kern?
04:35Ist schon informiert, auf die warte ich auch.
04:37Ich möchte ja nichts sagen, aber bitte, dann kommt mir...
04:40Moment Herr Grandauer, ich bin gleich bei Ihnen.
04:43Also, die Todesursache ist quasi, naja, Schutz in die Brust.
04:49Ist ja nicht zu übersehen.
04:51Haben Sie eine Waffe gefunden?
04:52Nein, aber dafür was anderes.
04:53Schauen Sie mal her.
04:59Die wär ganz frisch.
05:01Aha, ganz frisch also.
05:04Ja, dann lassen Sie die sichern.
05:05Ja, ist recht.
05:06Haben Sie irgendwas zum...
05:09Ach, bitte.
05:10Ja.
05:10Danke.
05:11Hat der Papiere bei sich gehabt?
05:13Nein, nur das Handy.
05:14Aber Herr Lindt, die Schwester von der besten Freundin von meiner Mutter...
05:17Herr Mohr, ich will nur wissen, um wen es sich handelt.
05:19Ja, sag ich Ihnen nicht grad.
05:22Die Schwester von der besten Freundin von meiner Mutter hat einen Untermieter.
05:27Hatte einen Untermieter.
05:29Ach.
05:32Ich kann dir gar nicht sagen, wie froh ich bin.
05:34Das war das erste Mal ab, noch hab ich ihn nicht.
05:36Aber du kriegst ihn.
05:37Ich werd mir Mühe finden.
05:39Danke.
05:41Also, mach's gut.
05:45Servus.
05:46Über dein Hobby reden wir noch einmal, gell?
05:48Einen Moment, Frau Stockl.
05:50Ich muss erst schauen, ob er da ist.
05:52Jetzt geh halt hin.
05:53Ja.
05:55Tut mir leid, Frau Stockl.
05:56Ich find ihn jetzt grad nicht.
05:58Freilich.
05:59Wenn ich ihn seh, richtig's aus.
06:00Gell?
06:01Wiederhören.
06:04Was glaub ich, ich das hasse?
06:05Ich will am Samstag mal Ruhe haben.
06:07Vor allem, wenn ich keine Bereitschaft hab.
06:08Sag einmal, hab ich da richtig gesehen?
06:10War das nicht grad die Ingrid?
06:12Ja, das war die Ingrid.
06:14Deshalb der verklärte Gesichtsaustrag.
06:17So ein Schmarrn.
06:23Die Besten, Sie notieren sich die letzten Anrufe
06:26und dann geben Sie sich zur Spurensicherung, ja?
06:27Ja, das nicht.
06:37Ach, nee.
06:44Na?
06:45Hallo.
06:47Haben wir neue Uniformen gekriegt?
06:51Haben Sie auch das Sonderangebot entdeckt?
06:54Hm.
06:58Bleiben Sie beim Sport auch so vernünftig.
07:00Immer schön langsam machen.
07:01Ja, ja.
07:02Ich weiß schon.
07:03Das sagen die Männer immer,
07:04wenn sie gerade den Sport für sich entdeckt haben.
07:08Was haben wir denn heute?
07:10Eine Leiche, Frau Dukta.
07:12Danke, Herr Mohr.
07:14Ja.
07:15Die Todesursache.
07:17So ist wieder Schluss an Geburtsein.
07:20Aber ich nehme an, darauf sind Sie ja schon selber gekommen.
07:24Wenn ich mir die Leichenflecken so ansehe, dann...
07:27Dann können Sie mir bestimmt was über den Todeszeitpunkt sagen.
07:29Was ist jetzt bitte mit mir?
07:32Ja.
07:32Ja.
07:33Ist Ihnen vielleicht noch irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
07:37Was Ungewöhnliches?
07:38Etwas, das noch ungewöhnlicher ist, wie die Leiche vielleicht.
07:41Eine zweite Leiche.
07:43Nein, eine zweite Leiche ist mir nicht aufgefallen.
07:46Tja, dann können Sie eigentlich gehen, Herr Ganderer.
07:48Danke.
07:49Und deswegen bin ich jetzt da zwei Stunden rumgestanden.
07:52Schauen Sie mal, ich komme ja gar nicht raus.
07:57Ich habe auch kein Luftkissenfahrzeug.
08:00Wenn die Spurensicherung kommt, dann nehme ich den Kollegen mit.
08:04Der Todeszeitpunkt dürfte zwischen 20 und 22 Uhr gewesen sein.
08:08Danke.
08:35Frau Stockel, Sie wissen genau, dass ich keine Bereitschaft habe.
08:38Es ist aber eine Anweisung von oben, von ganz oben.
08:42Frau Stockel, es gibt kein oben und unten. Das Ganze ist nur eine Arbeitsteilung.
08:47Und, wo ist er?
08:50Wer?
08:51Der sogenannte ganz oben.
08:53Ja, daheim wird er sein. Heute ist Samstag.
08:57Frau Stockel, Sie haben das zu mir gesagt, bitte.
08:59Wenn ich das nicht zu Ihnen gesagt hätte, dann wären Sie auch nicht gekommen heute.
09:04Okay, Frau Stockel, wenn Sie mich rufen, komme ich doch immer. Also was gibt's?
09:09Der Herr Lind, der führt da drüben eine Vernehmung durch.
09:12Und der hätte sich halt einfach gern dabei gehabt.
09:151 zu 0 für Sie, Frau Stockel.
09:20Sie sind sicher, dass es sich um Ihren Untermieter handelt?
09:22Grüß Gott.
09:23Grüß Gott.
09:25Schön, dass Sie es noch geschafft haben.
09:27Ja, wenn mein Kollege mich braucht, stehe ich immer bereit. Darauf komme ich zurück.
09:31Das ist Frau Biermeier, mein Kollege, Herr Hofer.
09:33Grüß Gott.
09:34Grüß Gott.
09:35Ja, das ist ja hundertprozentig. Werner schreibt es sich mit Vornamen Holger.
09:41Holger Werner.
09:43Und wann haben Sie den Herrn Werner zum letzten Mal gesehen?
09:46Ja, äh, gestern. Nach den Nachrichten. Der Krimi hat gerade angefangen gehabt und da ist er gegangen.
09:54War er allein?
09:55Ja.
09:56Und wo er hingegangen ist?
09:58Keine Ahnung.
10:01Sie dürfen sich gerne in dem Gespräch beteiligen.
10:03Sie machen das ausgezeichnet.
10:07Ja, was war er für ein Mensch, der Herr Werner?
10:10Nein, nein.
10:12Ein Student heute im 22. Semester. Muss ich da mehr sagen.
10:16Hat er Freunde? Verwandte?
10:18Also Besuch hat er immer nur von einer Dame gehört.
10:21Und dann ist er zugegangen in sein Zimmer, wenn Sie wissen, was ich meine.
10:26So ein Schamgefühl kennen ja solche Leute überhaupt nicht.
10:29Also ich, wenn ich da an meine Jugend denke, mein Gott, den Boden wären wir ja versunken.
10:35Entschuldigung, wie die Dame heißt?
10:37Das weiß ich leider nicht.
10:40Aber, dass sie was Besseres ist, das hat man...
10:43Das schließen Sie wo aus?
10:44Naja, so wie die angezogen war und dann das Auto.
10:48Wer kann sich denn schon so einen Sportwagen leisten?
10:51Ein Sportwagen?
10:52Ja, ja, so ein kleiner roter Flitzer ohne Dach.
10:55Sie meinen rotes Cabrio?
10:56Die Nummer von dem Wagen wissen Sie nicht zufällig.
10:59Die hat ja immer ums Eck geparkt.
11:02Aber, dass sich so eine mit so einen überhaupt eingelassen hat.
11:06Gut, äh, Frau Biermeier, ich denke, das war's erstmal.
11:09Ops.
11:10Ach, da sind Sie ja, Herr Mohr.
11:12Würden Sie die Frau Biermeier freundlicherweise nach Hause fahren?
11:16Aber da brauche ich noch eine Liste von allen in Rosenheim zugelassenen roten Cabrios.
11:20Na, ich lehnte zu, ich nehme gerade einen Kaffee.
11:22Ja, Herr Mohr und ich wollte eigentlich joggen und der Herr Hofer wollte ganz gemütlich auf seiner Terrasse ein Weißbier
11:26trinken, nehme ich an.
11:27Der Wohr-Echtfahrts-Oterricht?
11:28Ja, ist recht.
11:29Gut, Sie haben sehr geholfen. Dankeschön.
11:31Ja, das ist doch prima, wenn Sie auf die Werte kommen.
11:34Jetzt links, dann kraft das.
11:36Wiedersehen.
11:37Bitteschön.
11:42Einen schönen guten Tag.
11:44Sogar einen Unterschied, guten Tag, Frau Doktor.
11:45Hallo, Herr.
11:46Gibt's denn schon neue Erkenntnisse?
11:48Ich lag goldrichtig, was den Todeszeitpunkt betrifft.
11:50Wir haben nichts anderes erwartet.
11:53Die Schmauspuren an der Kleidung des Toten lassen den Schluss zu, dass der Schuss aus nächster Nähe abgegeben wurde.
11:58Und die Tatwaffe?
12:00Kleines Kaliber.
12:01Das Projektil ist schon in der Ballistik.
12:03Aber der Einschusswinkel des Projektils deutet darauf hin, dass der Schütze auf dem Beifahrersitz gesessen haben muss.
12:12Perfekt, wie immer.
12:13Ich sag's ja.
12:16Apropos, was macht eigentlich unsere gemeinsame Leidenschaft?
12:19Ach so, wir haben unsere gemeinsame Leidenschaft?
12:21Jogging.
12:23Wir laufen halt beide.
12:24Sie laufen beide.
12:25Entschuldigung.
12:26Hallo?
12:27Servus.
12:30Ja, aber ich wegen. Ist gut.
12:32Also, bis gleich.
12:34Frau Doktor, gibt's noch was Wichtiges?
12:36Im Moment nicht.
12:37Ich muss leider drinnen weg.
12:38Vielen Dank.
12:39Wiederschauen.
12:40Die kalbende Kuh?
12:41Schnell.
12:42Und jetzt liegt sie im Sterben.
12:43Bis später.
12:58Ingrid?
13:00Ach, grüß dich.
13:01Grüß dich.
13:03Was ist so wichtig, dass du mir das nicht am Telefon sagen kannst?
13:05Mein Gott, ich will halt wissen, ob du schon was rausgefunden hast.
13:08Und deswegen holst du mich mit nach der Arbeit?
13:10Ich sitze wie auf heißen Kohlen. Kannst du das nicht verstehen?
13:13Doch, Ingrid, das kann ich schon verstehen. Aber ein bisschen Zeit muss man schon lassen.
13:17Sobald ich was weiß, melde ich mich.
13:20Versprochen.
13:22Also, bis bald.
13:33Grüß Gott.
13:34Grüß Gott. Kann ich Ihnen helfen?
13:35Ich denk schon. Ich such den Kaufhausdetektiv.
13:37Da müssen Sie in den zweiten Stock. Da hat er sein Büro.
13:39Ist gut, danke.
13:40Da hinten ist er ja.
13:43Jetzt haben Sie aber Glück gehabt.
13:44Ich bin ein Glückspilz.
13:47Grüß Gott. Sind Sie da ein Kaufhausdetektiv?
13:49Ja, wie kommen Sie jetzt da drauf?
13:51Weil Sie gar so unaufällig rumstehen.
13:53Hofer, Kripo Rosenheim.
13:55Ach so, ja.
13:56Sagen Sie mal.
13:57Diese Fotos sind ja mit einer Ihrer Überwachungskameras gemacht.
14:01Ja, aber wer haben Sie die?
14:03Ich hab's heute.
14:05Wer kann diese Fotos gemacht haben?
14:06Na ja, die sind ganz offensichtlich von unseren Videobänden gezogen.
14:10Das kann ich und, äh...
14:12Und?
14:12Ja, manchmal haben wir eine Aussichtskraft da.
14:15Also hier, die die Monitore überwacht hat.
14:17Ich bin ja nicht jeden Tag im Haus gegangen.
14:19Na, freilich.
14:20Wer ist diese Aussichtskraft?
14:22Äh, Student.
14:23Holger Werner heißt er.
14:25Holger Werner?
14:26Na ja, der arbeitet schon seit Jahren bei uns.
14:28Wieso, kennen Sie ihn?
14:30Mich persönlich.
14:37Ah, guten Morgen, Joe.
14:41Siehst aber nicht besonders frisch ab.
14:43Wie sagt das?
14:44Mir geht's so beschissen.
14:46Ich hab keine Ahnung, wie den Doppelbestiesse.
14:51Cappuccino?
14:51Na komm, komm, komm, komm.
14:52Bleib sitzen, ich mach mich selbst ein.
14:55Für dich auch?
14:57Es ist bloß so.
14:58Eine ganze Karnifal.
15:02Ich schwör, das ist für die Abende, die mache ich fertig.
15:06Geh halt früher ins Bett?
15:08Ich sag's dir so leicht, wenn ich mal keine Gnäppe habe.
15:10Grüß Gott.
15:13Ja.
15:13Grüß, Herr Mohr.
15:15Weißt du, der Gust ist ja noch da fit.
15:16Sie sind eben der geborene Polizeibeamte.
15:19Danke.
15:21Sagen Sie mal, Herr Lind, haben Sie den Beruf gewechselt?
15:25Das könnte Ihnen so passen.
15:26Herr Joe ist noch etwas unpässlich heute.
15:29Wollen Sie auch einen Kaffee?
15:30Gerne.
15:32Hey.
15:34Ich bin gleich wieder nach.
15:36Es wird schon wieder.
15:39Ja, also viel herausgefunden habe ich noch nicht,
15:42weil heute ist Sonntag und Sonntag gerade Rosenheim geschlossen.
15:45Den Eindruck habe ich auch immer.
15:47Aber die Liste mit den roten Sportwegen, die habe ich trotzdem.
15:50Weil die Schwester von meinem Nachbarn,
15:52die ist nämlich verheiratet mit dem Leiter von der Zulassungsstelle.
15:55Und der...
15:56Hat Ihnen die Liste mit den roten Cabrios gegeben?
15:58Bis Sie das wieder herausgefunden haben.
16:00Kriminalistischer Schafsinn.
16:0116 sind zugelassen in Rosenheim.
16:03Jetzt müssen wir nur noch die passende Dame finden.
16:06Müssen wir nicht.
16:07Die habe ich nämlich schon herausgefunden.
16:09Das war ziemlich schwierig.
16:11Weil...
16:12Der Wagen war ja nicht auf die Dame zugelassen,
16:14sondern auf den Mann von der Dame.
16:16Die Dame ist verheiratet.
16:17Ja.
16:18Und reich.
16:19Sehr reich.
16:20Ihr Mann ist der Pleier, betont.
16:22Ich lebe noch nicht so lange in Rosenheim, dass ich jeden kenne.
16:24Die ganzen Mischmaschinen, die hier rumfahren,
16:26die kennen alle den Pleier.
16:27Und die Frau Pleier...
16:29Die gehört ihm auch.
16:30Aber die hat doch das Verhältnis gehabt mit dem Werner.
16:33Dann sollten wir uns mal mit der Dame unterhalten.
16:36Ja.
16:36Genau das wollte ich doch machen.
16:39Lassen Sie mal, Herr Mauer.
16:41Ich mach das schon.
16:42Genießen Sie mal Ihren Sonntag.
16:45Oh.
16:46Der ist gut.
16:47Kann ich mich übernehmen?
16:49Ich denke schon.
16:51Pleier!
16:52Ja?
16:53Guten Morgen, mein liebes Brüderlein.
16:56Guten Morgen.
16:59Und womit habe ich denn das verdient?
17:01Du, ich hab gesehen, dass du um sechs in der Früh den Stall gemacht hast.
17:05Mhm.
17:05Obwohl du gar nicht dran warst mit der Stallarbeit.
17:07Ja, mei.
17:08Ich hab nicht mehr schlafen können.
17:09Dann hab ich mir gedacht, bevor ich dumm rumsitze.
17:11Geh lieber in den Stall und tu was.
17:13Genau deswegen hast du eine Belohnung verdient.
17:15Du hättest nichts dagegen, wenn das öfters am Sonntag so war.
17:18Ja, das liegt ganz bei dir.
17:19Ja.
17:30Übers Wochenende sind die Pleias immer in Ihrem Haus am Gardasee.
17:34Dann wissen Sie bestimmt auch, wann Sie wiederkommen, oder?
17:36Normalerweise am Montag in aller Früh.
17:37Danke.
17:38Schönen Tag noch.
17:45Oh.
17:50Oh.
17:58Oh.
18:04Selber Singred?
18:05Ja, grüß dich.
18:07Mit dir habe ich jetzt gar nicht gerechnet.
18:09Und so oft kommt oft?
18:10Ja.
18:11Nein, erst mal mit dir reden.
18:13Ja, dann gehen wir doch rein am besten.
18:15Freilich.
18:16Es passt gerade gut, weil der Georg ist mit dem Buben gerade beim Golfen.
18:19Nobel.
18:29Setz dich doch.
18:29Gerne.
18:32Und? Hast du denn was rausgekommen?
18:35Sagt dir der Name Holger Werner was?
18:38Nee, nie gehört. Wer soll das sein?
18:40Der hat dich abrischt.
18:46Aber der ist ja tot.
18:48Genau deshalb muss ich mit dir reden.
18:52Du glaubst doch nicht, dass...
18:54Ich habe den Mann noch nie in meinem Leben gesehen.
18:56Bist du dir da sicher?
18:57Ich wäre doch nicht zu dir gekommen, wenn ich irgendwas mit einem Mord zu tun hätte.
19:04Ingrid, du musst mir das nochmal genauer erzählen.
19:07Wann sind diese Fotos gemacht worden?
19:09Am Samstag. Samstagvormittag war ich im Kaufhaus.
19:11Und wann hat sich der Presse gemeldet?
19:14Am Mittwochmittag hat er angerufen und hat gesagt, ich soll den Briefkasten schauen.
19:17Da waren dann die Fotos drin.
19:19Genau.
19:20Und wie hat sich der die Geldübergabe vorgestellt?
19:22Weiß ich nicht. Das hat er nicht gesagt.
19:24Er wollte sich wieder melden, sobald ich das Geld besorgt habe.
19:27Aber das hat er nicht getan.
19:28Es gab nur diesen einen Anruf und dann war Funkstille.
19:33Korbinian, bitte.
19:34Wir kennen uns jetzt schon so lange.
19:35Du weißt, dass ich dich nicht anlüge.
19:38Du hast ja recht.
19:39Hallo.
19:40Hallo.
19:42Hallo, grüß Gott.
19:44Grüß Gott.
19:44Grüß Gott.
19:46Bist du allein raus?
19:47Den Max gelassen.
19:47Der ist noch schnell zur Oma.
19:49Ach so.
19:50Magst du mich deinen Besuch nicht vorstellen?
19:52Selbstverständlich. Das ist der Korbinian.
19:53Hofer, grüß Gott.
19:55Ah, da schon. Von innen habe ich schon einiges gehört.
19:57Ja, ich organisiere unser Klassentreffen. Deshalb bin ich hier.
20:01Ich habe letztes Jahr das 22. gehabt. Die Zeit vergeht.
20:05Ja, da waren Sie noch.
20:06Ich mache mich frisch.
20:08Ja, ja, ja.
20:08Ich habe mich gefreut.
20:09Ich bin so. Wiederschein.
20:11Komm her.
20:12Du musst mir versprechen, dass das unter uns bleibt.
20:15Ich werde mich bemühen, aber wirklich versprechen kann ich dir das nicht.
20:19Das handelt sich um einen Mordfahrer.
20:20Oh Gott, das wäre die absolute Katastrophe.
20:29Ja, wir haben Zeit.
20:35Geht das nicht ein bisschen schneller?
20:36Langsam, bitte ruhig.
20:38Sehr schön.
20:39Zeit.
20:43Oh, morgen, Herr Achtziger.
20:49Morgen.
20:49Ach, Herr Lind.
20:50Moment, bitte schön.
20:52Gibt es denn schon was Neues zu berichten?
20:54Im Augenblick ist alles noch ziemlich vage.
20:56Und was verbirgt sich unter dem vage?
20:59Momentan weiß ich nur, dass der Tote ein Verhältnis hatte mit Frau Pleier.
21:03Frau Pleier von Pleier, bitte.
21:05Dann aber bitte ganz korrekte Vorgehensweise.
21:07Ja.
21:08Äh, noch was, äh, der Kollege Hofer?
21:11Der Kollege Hofer ermittelt schon.
21:13Auswärts.
21:18Morgen, Stockl.
21:20Guten Morgen, Michi.
21:21Der Kaffee ist fertig.
21:22Genau so, wie du ihn am liebsten hast.
21:25Mit einem Spritzer Milch, ohne Zucker und ohne Vanilla.
21:29Stockl, du bist echt...
21:30Ich weiß, ich bin ein Schatz.
21:33Grüß Gott, ihr Lied.
21:34Morgen.
21:35Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh.
21:37Die schaut mir ja ganz nach Muskelkater aus.
21:40Wow, scharf beobachtet.
21:42Ich sag's ja immer, Sport...
21:43Ist, Sport, ich weiß.
21:45Haben ja auch nicht ganz unrecht.
21:48Hatten Sie wenigstens ein schönes Wochenende?
21:50Naja, wie das Wochenende halt so ist beim eingeschichtigen Weibsbild.
21:53Muskelkater kriegt man davon keinen.
21:55Also ist meine Gesundheit intakt.
21:56Eingeschichtig?
21:58Alleinstehend, ledig, einsam.
22:01Ich lerne es nicht.
22:04Was macht Herr Hofer?
22:05Der Herr Hofer kommt später, da ist nämlich eine Baustelle.
22:10Ist da Aroma drin?
22:11Da ist kein Aroma drin.
22:13Super.
22:14Aber die Frau Bleier wird da.
22:16Ich denke, die ist am Gardasee.
22:17Ja, weiß ja, bis heute in der Früh.
22:19Bis Druckklima ist, hab ich's mir geschnappt.
22:21Ich hab einen Muskelkater, meine Augen funktionieren noch gut.
22:23Sie ist nämlich im Verhörraum.
22:24Und dort auf einer.
22:26Verhörraum?
22:27Na gut, meine Töten.
22:31Achso, gibt's schon was von dem Reifenabdruck?
22:33Die Spurensicherung hat gesagt, das dauert noch ein bisschen.
22:36Toll.
22:39Ach, Herr Mohr, noch was.
22:44Genießen Sie Ihren Kaffee.
22:48Bitte.
22:58Frau Bleier?
22:59Ja.
23:00Hauptkommissar Lind.
23:01Tag.
23:03Tut mir leid, wenn Sie warten mussten.
23:05Es gab da ein kleines Missverständnis, Leier.
23:07Das Missverständnis ist, dass ich hier sitze.
23:10Es ist eine Frechheit, mich hierher zu verschleppen.
23:12Wir haben Sie lediglich herbestellt, weil wir Ihnen ein paar Fragen stellen würden.
23:17Sollte der Eindruck entstanden sein, dass wir Sie verschleppt haben, dann möchte ich mich dafür entschuldigen.
23:23Sie kennen Holger Werner?
23:26Nein.
23:27Keine Ahnung, wer das sein soll.
23:29War's das?
23:30Nein, noch nicht ganz.
23:32Wenn Sie sich bitte widersetzen würden.
23:41Um es kurz zu machen, Frau Bleier, wir wissen, dass Sie Holger Werner gekannt haben.
23:46Dass Sie ihn oft besucht haben.
23:49Und die Umstände dieser Besuche legen den Verdacht nahe, dass Sie ein Verhältnis mit ihm haben.
23:53Wieso sagen Sie, gekannt haben?
23:55Weil Herr Werner tot ist.
24:01Aber ich war doch am Freitag noch.
24:04Ja.
24:05Ich war bei ihm.
24:07Um wie viel Uhr?
24:08Nachmittags von drei bis sieben.
24:11Und anschließend?
24:13Bin ich nach Hause.
24:15Und dann?
24:16Dann sind mein Mann und ich an den Gardasee gefahren.
24:20Also gegen sieben.
24:22Oder acht.
24:23Wir haben noch gepackt und dann sind wir los.
24:27Aber wieso interessiert sich die Polizei für seinen Tod?
24:31Weil Herr Werner ermordet wurde.
24:37Mein Gott, das ist ja schrecklich.
24:41Wer hat denn das getan?
24:42Die Frage stelle ich Ihnen.
24:45Ich weiß es nicht.
24:52Weiß Ihr Mann von der Beziehung?
24:54Nein, natürlich nicht, wenn er das erfährt.
24:57Sie müssen mir versprechen, dass Sie ihm nichts davon sagen.
25:03Tut mir leid.
25:12Ah, der Herr Hofer.
25:14Schön, dass Sie auch noch zu uns gefunden haben.
25:16Ja, ich bin aufgehalten worden von seinem Betonmischscher von Pleier.
25:19Pleier?
25:20Ja, sehr gut, dass Sie so schnell und intensiv die Spuren verfolgen.
25:24Haben Sie schon was für mich?
25:25Nicht direkt.
25:26Aber ich bin dran.
25:28Weiter so.
25:29Herr Hofer, weiter so.
25:38Sagen Sie mal, was ist mit dem 80er los?
25:41Was ist denn los?
25:42Ich nenne den Namen Pleier und er.
25:45Ich wollte nur sagen, dass Sie schon wissen, dass ich heute eher gehe, oder?
25:48Ja, freilich verstocken.
25:49Sie haben doch immer gleich Zeit.
25:52Wir haben die Geliebte von Herrn Werner ermittelt, Bianca Pleier.
25:56Die Frau von Betonpleier.
25:58Logisch, dann hätte er auch ein Motiv.
26:00Wieso auch?
26:02Habe ich auch gesagt.
26:03Sie haben auch gesagt.
26:05Auch ein Motiv, habe ich gemeint.
26:07Herr Hofer?
26:08Ja?
26:09Ich kenne Sie ja mittlerweile ganz gut.
26:10Sie wissen was, was ich nicht weiß.
26:12Ach, ich wollte nur sagen, das mit dem Ehergehen, das hat sich ja übrigt.
26:15Na prima, Frau Stockl.
26:18Sagen Sie, ist der Michel schon weiter mit der Raffenspur?
26:21Nein, noch nicht.
26:22Kann ich nicht zaubern.
26:23Jetzt habe ich das ja nicht gemeint.
26:24Also?
26:26Ähm, ja.
26:29Ich bin ganz warm.
26:31Ich weiß ein Mängel mehr als Sie.
26:33Dann lassen Sie es mich wissen.
26:34Gern, aber nicht hier.
26:37Gut.
26:41Jetzt gehen Sie davon aus, dass Ihre Schulfreundin den Erpresser aus dem Weg geräumt hat.
26:48Die Ingrid weiß nicht.
26:50Das ist keine Mörderin.
26:51Ich kenne die seit Kindertagen.
26:52Seit im Kindergarten.
26:54Ach, die Menschen verändern sich.
26:55Aber nicht so sehr.
26:57Ausgeschlossen.
26:59Außerdem wäre es da nicht zu mir gekommen.
27:00Ja, gut.
27:01Das spricht einerseits für Ihre Unschuld, aber genauso gut für Ihre Cleverness.
27:04Oder für meine Blödheit, sagen Sie es ruhig.
27:06Die Ingrid war das nicht.
27:08Wir sollten lieber den Betonpleier auf den Zahn füllen.
27:11Ich meine, es wäre doch nicht das erste Mal, dass ein gehörter Ehemann seine Nebenbude aus dem Weg schafft.
27:15Seine Frau behauptet, zur Tatzeit mit ihm am Gardasee gewesen zu sein.
27:19Die eigene Ehefrau.
27:21Es gibt bessere Alibisse.
27:22Da bin ich ausnahmsweise mal Ihrer Meinung.
27:24Warum haben Sie den Pleier dann noch nicht verhört?
27:27Weil ich Ihnen die Chance geben wollte, sich in den Fall einzubringen.
27:30Danke.
27:31Das Ganze, das wird ein Nachspiel für Sie.
27:34Ich werde mich beim Polizeipräsidenten über Sie beschweren.
27:38Ja, das macht es, Herr Bleier.
27:40Geh'n.
27:42Ja.
27:44So, jetzt wären wir da.
27:45Ich hoffe nur, dass Sie einen guten Grund haben, dass Sie mich von Ihrem Hilfspolizisten hier vorführen lassen wie ein
27:53Verbrecher.
27:54Ich werde mich, wie gesagt, beim Polizeipräsidenten persönlich über Sie beschweren.
27:59Herr Bleier, das wissen wir schon.
28:01Ja, ist gut, Herr Mord. Danke.
28:02Danke schon.
28:04Ist Mord ein ausreichender Grund?
28:07Mord.
28:07Mord.
28:12Herr Bleier, wo waren Sie am Freitag zwischen 20 und 22 Uhr?
28:16In Italien.
28:18Äh, beziehungsweise auf dem Weg dahin.
28:20Meine Frau, wir würden Ihnen das bestätigen.
28:23Na, wissen Sie, Herr Bleier,
28:25ein von der eigenen Ehefrau bestätigt das Alibi.
28:28Das ist nicht besonders prügelnd.
28:30Also, das ist an der Unverschämtheit.
28:33Wollen Sie mir vielleicht unterstellen, dass ich lüge?
28:36Ja, nein.
28:37Ihre Frau hat einen Liebhaber, wissen Sie das?
28:39Und? Was geht Sie, die sagen?
28:41Normalerweise nicht. Ihre Frau kann machen, was sie will.
28:44Aber wenn der Liebhaber ermordet wird, dann schon.
28:46Mussten Sie von dem Verhältnis.
28:51Wissen Sie was?
28:52Das Ganze, das wird mir jetzt einfach so dumm.
28:59Wenn die Sache mit dem Verhältnis meiner Frau
29:02an die Öffentlichkeit gelangt,
29:06dann können Sie sich warm anziehen.
29:08Sie können jetzt gehen. Danke.
29:11Ein reizender Mensch.
29:13Ja, Sie sagen es.
29:16Ja, Herr Mohr.
29:20Entschuldigung.
29:21Ich habe mir mit zurückgekehrt.
29:22Ja, Michi.
29:23Das war gemeint, zuerst beim Hilfspolizisten.
29:26Ah, das ist aufgeschaut.
29:27Nein, ob der mit seiner Frau
29:29jetzt am Gardersee war oder nicht?
29:31Herr Mohr, jetzt kommen Sie bitte nicht wieder
29:32mit der Schwester der Freundin Ihrer Mutter, oder?
29:35Nein, ich war selber schon öfter am Gardersee.
29:38Und da muss man über den Brenner drüber.
29:39Richtig, Michi.
29:40Da muss man über den Brenner drüber.
29:42Und?
29:42Ja, und da brennt er seine Mautstelle
29:44und bei der Mautstelle seine Videokamera.
29:47Ja, dann nehmen Sie Kontakt auf mit der Mautstelle.
29:53Äh, was ist mit der Reifenspur?
29:55Ein Bleier sein ist nicht.
29:58Langsam wird er mir unheimlich.
29:59Das ist ja mir schon lang.
30:02Feierabend.
30:03Rosenbray?
30:04Ach, meinetwegen.
30:05Herr Stockl, wir packen es jetzt, gell?
30:08Guten Abend.
30:09Ah, halt, da ist noch ein Fax gekommen.
30:11Ich weiß aber nicht, ob es wichtig ist.
30:12Ja, von wem ist es denn?
30:13Äh, vom Provider, vom Handy, vom Toten, der Gesprächsnachweis.
30:17Freilich ist es wichtig.
30:18Ist was Interessantes drin?
30:19Ja, das müssen Sie entscheiden.
30:21Da steht, dass der Tote die Frau Pleier immer angerufen hat,
30:24außer am Mittwoch und am Freitag.
30:26Da hat er...
30:27Aber wissen Sie was?
30:28Lesen Sie es einfach selber.
30:34Ingrid Taubenthaler?
30:36Da behauptet sie,
30:37sie hätte am Freitag nicht mit ihm telefoniert,
30:39sondern nur am Mittwoch.
30:45Grüß dich, Ingrid.
30:47Ingrid, grüß dich.
30:49Gibt es was Neues?
30:51Das kann man wohl sagen.
30:52Was ist denn mit dir los?
30:54Du tust ja gerade so.
30:54Du hast mich angelogen.
30:56Wann hätte ich dich angelogen?
30:57Ich habe dich nicht angelogen.
30:58Der Presse hat dich zweimal angerufen.
31:00Ein Mittwoch und am Freitag.
31:01Nein, hat er nicht?
31:02Hat er schon.
31:04Hier steht schwarz auf weiß.
31:10Ja, wie, das verstehe ich nicht.
31:13Das muss doch ein Irrtum sein.
31:17Na, um Viertel nach acht war ich ja gar nicht daheim.
31:20Ich habe um drei Viertel acht den Maximilian in die Schule gebracht
31:23und dann war ich beim Friseur.
31:25Aber vielleicht hat der angerufen
31:26und es ist niemand hingegangen.
31:28Es ist aber telefoniert worden.
31:31Und zwar genau eine Minute und 58 Sekunden lang.
31:35Ingrid, wo bist du am Freitagabend gewesen?
31:38Zwischen 20 Uhr und 22 Uhr.
31:40Ach, komm, mach dich doch nicht lächerlich.
31:43Das kannst du doch nicht im Ernst fragen.
31:44Das frage ich dich im Ernst.
31:46Wenn ich Spaß mache, schau ich anders aus.
31:48Also.
31:59Ich war daheim.
32:01Allein?
32:02Der Georg war noch bei der Arbeit, aber der Maximilian war da.
32:06Hallo, mein Schatz.
32:08Grüß Gott, Herr Hofer.
32:09Grüß Gott.
32:10Na, wieder in Sachen Klassentreffen unterwegs?
32:12Nein, diesmal ist es dienstlich.
32:14Dienstlich? Aha.
32:15Was haben wir mit der Polizei zu tun?
32:17Tja.
32:19Ich möchte, es tut mir jetzt leid, aber das ist dienstlich.
32:22Ich kann nicht anders.
32:24Ihre Frau ist erpresst worden.
32:26Was?
32:28Völlig ausgeschlossen.
32:29Sie müssen sich ehren.
32:30Ingrid sagt, dass das nicht wahr ist.
32:31Sie hat geklaut und ist dabei fotografiert worden.
32:41Sie wissen, dass ich morgen als Vorstand der Bank eingeführt werde.
32:44Und der Erpresser ist jetzt tot.
32:46Ermordet.
32:47Ja, Sie verdächtigen doch nicht allen Ernstes Ingrid.
32:50Schauen Sie, ich muss jeder Spur nachgehen.
32:53Das tut mir leid.
32:55Sogar sehr leid.
32:58Könnte ich mit meiner Frau alleine sprechen?
33:01Natürlich.
33:02Aber ich glaube, wir sehen uns wieder.
33:05Ja.
33:34Habt ihr denn da schon was zum Essen ausgesucht?
33:36Äh, nein, ich warte noch auf den Hofer.
33:38Dann schenke ich schon Verweis.
33:40Ja.
33:40Grüß dich, Lusi.
33:42Na, sollst du das aushalten, oder?
33:44Ja, gemütlich.
33:46Sparen Sie?
33:47Danke.
33:48Und, hat sich das mit dem zweiten Telefonat geklärt?
33:50Die Ingrid streitet ab, dass sie am Freitag mit dem Werner telefoniert hat.
33:54Dann lügt sie.
33:55Schaut ganz so aus.
33:56Aber warum?
33:57So, zum Wohl.
33:59Danke.
34:00Prost.
34:01Oh, das auch noch.
34:02Prost.
34:03Ja, gut, dass ich Sie hier treffe.
34:06Ich muss dringend mit Ihnen sprechen.
34:08Herr Pleier hat mich angesprochen.
34:10Meine Herren, das ist eine äußerst diffizile Angelegenheit.
34:14Da muss man schon mit entsprechenden Fingerspitzengeführer angehen.
34:17Wir haben den Herrn Pleier nur vernommen.
34:19Sie haben mich behandelt wie ein Schwerverbrecher.
34:21Okay, jetzt übertreiben Sie nicht.
34:26Ich bitte Sie.
34:28Herr Pleier ist eine hoch angesehene Persönlichkeit dieser Stadt.
34:31Und ich glaube kaum, dass er mit dem Mord etwas zu tun hat.
34:34Und sein Privatleben ist seine Angelegenheit.
34:37Also, bitte schön.
34:39Nicht nur mal so eine Aktion wie halb mittig.
34:41Äh, Herr Achtziger, es warten alle auf Sie.
34:44Der Ausschuss ist heute im Wohnzimmer.
34:45Gut, danke.
34:47Also, meine Herren, schönen Abend noch.
34:49Danke.
34:51Tja, das wäre uns im Times Square nicht passiert.
34:54Da wäre es aber lange nicht so möglich.
34:56Prost.
34:57Prost.
35:01Guten Morgen, Stocki.
35:03Guten Morgen, Michi.
35:05Morgen.
35:06Morgen.
35:07Morgen, Herr Lipp.
35:08War Herr Hofer schon jetzt?
35:09Der Herr Hofer?
35:12Sagen Sie nichts.
35:13Was heißt da, sagen Sie nichts?
35:15Freilich bin ich schon da.
35:16Na, hoffentlich hat Sie der 80er gesehen.
35:18Wäre gut für Ihre Reputation.
35:19Ich habe heute schon meine Kühe gemolken, und Sie?
35:21Ich?
35:22Ähm, ich könnte auch einen Kaffee vertragen.
35:24Ach, selbstverständlich gleich.
35:26Ich auch.
35:27Übrigens, der Bericht von der Spurensicherung ist da wegen der Reifen.
35:32Hast du hier drin?
35:33Dass es sich um ziemlich breite Reifen handelt und...
35:38Aber Sie können ja so überlesen.
35:39Richtig.
35:41Richtig.
35:43Genau so ein Reifen, die hat der Talbenthaler.
35:46Auf geht's.
36:07Sie kommen jetzt aber sehr ungelegen.
36:09Wir haben überhaupt keine Zeit.
36:10Ein bisschen Zeit werden Sie sich aber nehmen müssen.
36:15Ja, gut.
36:16Aber dann fassen Sie sich kurz bitte.
36:18Ja, das werden wir.
36:20Wir haben am Tatort eine Reifenspur gesichert.
36:23Und dreimal dürfen Sie raten,
36:24zu welchem Baum diese Reifenspur gehört.
36:28Ich habe keine Ahnung, worauf Sie hinaus wollen.
36:32Ach, nein.
36:34Wir sind sicher, dass unsere Kollegen von der Spurensicherung
36:37an Ihrem Reifenmaterial vom Tatort finden werden.
36:40Herr Talbenthal, es hat doch keinen Sinn.
36:42Sie können das Ganze doch hinauszuehren,
36:44aber rauskommen erst des Reifens nimmer.
36:47Ich habe den Werner getroffen, das gebe ich zu.
36:50Georg, bitte.
36:51Aber ich habe ihn nicht umgebracht, ich schwöre es.
36:54Ich hatte meine Tasche vergessen
36:56und wie ich sie geholt habe,
36:58hat das Telefon geläutet.
36:59Und da war da der Werner dran?
37:01Ja.
37:02Wir haben uns für Freitagabend verabredet
37:05und dann habe ich ihm das Geld gegeben.
37:0750.000 Euro.
37:09Und dann?
37:09Dann bin ich nach Hause gefahren.
37:12Der hat gelebt, wie ich gefahren bin.
37:13Der war putzmunter, ich schwöre es.
37:16Das Geld habe ich Freitag von einem ruhenden Konto abgehoben.
37:20Das können Sie überprüfen.
37:21Ja, das werden wir.
37:27Ja, ich habe bezahlt.
37:28Die Sache war vom Tisch.
37:30Warum soll ich ihn umbringen?
37:35Morgen.
37:36Morgen.
37:38Ja, sagt sie mal, wo bleibt es denn ihr so lange?
37:40Und der 80er hat schon zigmal nach euch gefragt.
37:42Der soll sofort zu ihm kommen.
37:44Frau Stockel, Sie schauen mir wieder super aus.
37:46Warten Sie.
37:47Du nicht.
37:48Für die ist was gekommen.
37:49Geh mit.
37:50Was ist denn, können wir?
37:51Ja, muss bitte schauen.
37:54Herr Reins.
37:56Sie wollten uns sprechen?
37:58Ja, bitte.
37:59Nehmen Sie doch Platz.
38:03Ja.
38:05Ich habe mir Ihre bisherigen Ergebnisse angesehen.
38:08Na ja.
38:09Na, da sind wir jetzt schon weiter.
38:11Ah ja.
38:11Der Herr Werner hat die Frau Taubenthaler erprischt.
38:14Ja, wunderbar.
38:15Da haben wir doch ein erstklassiges Mordmotiv.
38:17Ist der Bleier jetzt also außen vor?
38:20Ja, also auf den ersten Blick schon.
38:21Aber der Herr Taubenthaler hat behauptet, er hätte das Geld bezahlt.
38:24Und damit sei die Angelegenheit für ihn erledigt gewesen.
38:27Das überprüfen Sie jetzt aber schon.
38:29Selbstredend.
38:31Herr Reins.
38:33Entschuldigung, filmen Sie die Störung.
38:34Na, was gibt's denn?
38:35Es ist nur, weil ich vorhin erzählt hab, dass ich schon öfter am Gardesee gewesen bin.
38:39Und das Bild ist gerade reinkommen.
38:42Da sehen Sie den Herrn Bleier und die Frau Bleier, wie sie gerade die Mautstähle vom Brennern passieren.
38:48Ja, und?
38:48Und da unten ist die Uhrzeit eingeblendet.
38:52Kann ich das Foto mal sehen?
38:53Ja, klar.
38:5723.47 Uhr.
38:59Ja, was bedeutet das jetzt?
39:00Das bedeutet, dass wir mit den beiden nochmal ausführlich sprechen müssen.
39:04Wenn Sie sich entschuldigen müssen.
39:05Natürlich.
39:07Geh mal, Herr Rohr.
39:08Danke.
39:09Entschuldigung.
39:10Entschuldigung.
39:18Ja, Servus, Hans.
39:19Gerd hier.
39:20Du sag einmal, wann seid Sie jetzt genau zum Gardesee gefahren?
39:25Ja, was weiß ich, wann wir da weggefahren sind?
39:29Nachts war's halt.
39:31Hm?
39:32Ja, mei, dann hab ich mich halt um eine Stunde vertan.
39:35Die, die können ruhig kommen, ich hab nichts zu verbergen.
39:39Ja, danke.
39:41Servus.
39:43Was war denn?
39:45Ach, die Polizei kommt noch einmal.
39:48Weil wir am Freitag angeblich viel später wegfahren sind.
39:52Wann kommen die?
39:54Keine Ahnung.
39:56Ich muss nochmal kurz weg.
39:57Ich bin in zehn Minuten aber wieder da, ja?
40:09Wo will denn die hin?
40:11Das lässt sich ja einfach feststellen.
40:18Gut, mach mal Mittag.
40:19Gut, gut, mach mal.
40:20Gut, mach mal.
40:29Gut, mach mal.
40:38Gut, mach mal.
40:54Da schau her, die will doch was geschwiegen lassen, drauf immer.
41:01Das sollten sie besser nicht holen.
41:03Halt, hier geblieben.
41:04Dürfen wir da mal reinschauen.
41:09Na, da schau her.
41:11Sie haben sicher eine plausible Erklärung dafür.
41:14Ich bin ja aber gespannt.
41:18Ich hatte Holger schon lange im Verdacht, dass er eine andere hat.
41:21Deswegen bin ich ihm am Freitag nachgefahren.
41:24Er hat sich aber nicht mit einer Frau getroffen, sondern mit Herrn Taubenthaler.
41:26Ja, mit einem Mann. Ich kannte ihn nicht.
41:29Als er weg war, hat Holger mich entdeckt.
41:31Wir haben gestritten.
41:33Und Holger war so gemein, so dreckig.
41:36Er zeigte mir das Geld und sagte, dass er es jetzt nicht mehr nötig hätte, sich von mir aushalten zu
41:41lassen.
41:42Es war so verletzend.
41:45So erniedrigend.
41:46Seine Waffe lag auf dem Armaturenbrett.
41:49Plötzlich hatte ich sie in der Hand.
41:51Holger wollte sie mir wegnehmen.
41:53Da fiel ein Schuss.
41:55Ich habe das Geld genommen und die Waffe und bin weggelaufen.
42:00Und erst zu Hause ist mir klar geworden, was passiert ist.
42:04Ich wollte das nicht. Das müssen Sie mir glauben.
42:06Das glaube ich Ihnen sogar.
42:10Also.
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