- vor 9 Stunden
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:00:27Ja, ich komme ja schon.
00:00:32Kippo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
00:00:34Ja, hören Sie mich?
00:00:35Ja, sehr gut sogar.
00:00:37Mein Name ist Ignatius Böck, ich bin hier im Tiefenbacher Forst.
00:00:40Und der Josef Kreitmeier, der, wir waren eigentlich zum Jagen verabredet, der, jemand hat den erschossen, der ist tot.
00:00:47Und wo genau haben Sie den Herrn Kreitmeier gefunden?
00:00:50Auf einem Hochsitz da, da wo die Forststraße zur Eckalm Richtung Lamperding abzweigt.
00:00:56Lamperding, habe ich notiert. Bitte bleiben Sie ganz ruhig, fassen Sie nichts an, wir kommen.
00:01:02Spusik.
00:01:17Familie Kreitmeier, Sandra Schmidt-Baum, Apparat.
00:01:20Ja, Sandra, da ist der Ignatius Böck. Ich muss dringend mit dem Friedrich sprechen.
00:01:24Einen Moment bitte, bleiben Sie dran.
00:01:39Herr Kreitmeier, verzeihen Sie bitte die Störung.
00:01:41Böck ist am Apparat. Er sagt, es sei wichtig.
00:01:51Kreitmeier, du, äh, Friedrich, es ist was Schreckliches passiert. Jemand hat den Josef erschossen, im Wald, auf dem Hochsitz, der
00:01:59ist tot.
00:02:02Hast du verstanden, was ich gesagt habe?
00:02:05Ist das möglich? Wer hat ihn?
00:02:08Warum seid ihr überhaupt im Wald?
00:02:10Was ist da zwischen euch gelaufen?
00:02:13Aber sag mal, kann das nicht sein, dass der Tote im Wald der Sohn vom Friedrich Kreitmeier ist, von dem
00:02:18Holzparon?
00:02:19Michi, das hast du sehr gut kombiniert.
00:02:22Gefunden hat ihn übrigens ein gewisser Herr Böck und er wartet am Fundort auf euch.
00:02:26Ja, super. Du, dann darf ich sagen, sag ich der Frau Dimos Bescheid und dann schleichen wir.
00:02:31Ja, und ich sag dem Herrn Hansen und dem Herrn Stadler Bescheid.
00:02:34Geh, Stucklitz, kannst du nicht machen, der Herr Hansen ist halt frei.
00:02:37Nein, Michi, der Herr Hansen hat Bereitschaft.
00:02:40Da soll ich was vorarbeiten.
00:02:41Für dich.
00:02:42Für dich.
00:02:44Hallo, dies ist die Mailbox von Sven Hansen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.
00:02:49Ja, Herr Hansen, Stuckl am Apparat folgendes. Rufen Sie mich bitte umgehend zurück. Es gab er der Leich.
00:02:58Wow, ist richtig schön.
00:03:01Ja, hab ich nicht zu viel versprochen, oder?
00:03:03Nein, überhaupt nicht. Ich wusste ja, dass du Trachtmoden-Designst, aber dass du eine Romantikerin bist, wusste ich nicht.
00:03:10Tja, sind so ein paar Sachen, die du noch nicht von mir weißt.
00:03:13Mhm.
00:03:15Da oben sind wir gleich.
00:03:22Guten Morgen, Isabella.
00:03:23Hallo, Dagi.
00:03:24Ihr seid zu zweit?
00:03:25Ja, genau.
00:03:26Moin, moin.
00:03:27Servus.
00:03:28Ja, du bist scheinbar nicht zum ersten Mal hier.
00:03:31Sehr gut kombiniert, Herr Kommissar.
00:03:33Was soll es denn sein, das Übliche?
00:03:35Ja, gerne.
00:03:35Also zweimal Bauernfrühstück und zwei Haferkaffee?
00:03:38Es sei denn, möchtest du was anderes?
00:03:40Nee, nee, ich probiere gern was Neues.
00:03:43Danke.
00:03:50Du, Sven.
00:03:51Sag.
00:03:53Sven, ich wollte dich fragen, ob du Lust hast, heute Abend mit in die heilige Anna zu kommen.
00:03:57Ich bin da mit ein paar Leuten verabredet und um sieben Uhr treffen wir uns.
00:04:01Ich komme gern.
00:04:02Schön.
00:04:06Telefon.
00:04:07Ah?
00:04:08Oh, ja, tatsächlich.
00:04:09Tatsächlich.
00:04:13Oh, ich glaube, da sollte ich mal zurückrufen.
00:04:15Ich bin gleich wieder da, ja?
00:04:17Okay.
00:04:22Herr Hansen, ich habe schon die ganze Zeit probiert, Sie anzurufen, aber da geht immer nur die Mailbox hin.
00:04:27Ja, da war ich wohl gerade in einem Funkloch oder so, Frau Stockel.
00:04:31Ja, was gibt's denn?
00:04:32Aha.
00:04:33Sie haben nie einmal die Mailbox abgehört.
00:04:35Es gab ja der Leiche, und zwar im Tiefenbacher Forst, da ist jemand auf einem Hochsitz erschossen worden.
00:04:40Ach was.
00:04:41Wo genau ist dieser Hochsitz?
00:04:43Ah, das ist ein bisschen kompliziert.
00:04:45Am besten ist, ich schicke Ihnen die GPS-Daten aufs Handy.
00:04:49Gut, in Ordnung, Frau Stockel.
00:04:51Ich beeile mich.
00:04:51Gut, bis später.
00:04:53Bis später.
00:04:59So, Dankeschön.
00:05:00Dankeschön.
00:05:02Danke.
00:05:03Danke.
00:05:05Ja, ich habe dir gesagt, dass heute jederzeit was dazwischen kommen kann.
00:05:11Jetzt muss ich tatsächlich weg.
00:05:12Oh, schade.
00:05:13Arbeit.
00:05:15Sehr schade.
00:05:17Wie komme ich jetzt am schnellsten zu meinem Auto?
00:05:18Ach so, ähm, da geh.
00:05:21Könnte der Schorsch vielleicht den Sven schnell zum Parkplatz fahren?
00:05:24Ach, Schorsch.
00:05:26Ja, ja, Job schockiert.
00:05:28Ja, dann, auf geht's, packen wir's.
00:05:30Danke, das ist aber sehr nett von Ihnen.
00:05:33Ich rufe dich später an, ja?
00:05:34Okay.
00:05:36Danke, ciao.
00:05:36Servus.
00:05:37Der hat's aber plötzlich eilig.
00:05:39Der arbeitet bei der Mordkommission.
00:05:42Fisch ist er schon.
00:05:47Guten Morgen, Herr Hansen.
00:05:48Moin, Herr Mohr, mein Kollege.
00:05:50Warten Sie schon lange?
00:05:51Nein, ich bin im Prinzip jetzt auch gerade gekommen.
00:05:53Ja, dann.
00:05:54Das ist der Wagen des Opfers?
00:05:56Richtig.
00:05:57Das ist das Auto vom Josef Kreitmeier.
00:05:59Und der Josef Kreitmeier ist unser Toter.
00:06:01Was?
00:06:01Kreitmeier?
00:06:02Hat die irgendwas mit dem Friedrich Kreitmeier zu tun?
00:06:04Mit dem Holzbaron?
00:06:05Nicht schlecht, Herr Stadler.
00:06:07Der Friedrich Kreitmeier hat zwei Buben
00:06:09und der ältere von den zwei ist der toter Josef.
00:06:11Aha.
00:06:11Nie von denen gehört's?
00:06:12Was?
00:06:13Sie kennen Friedrich Kreitmeier nicht.
00:06:14Er kennt einen Holzbaron nicht.
00:06:16Das ist ja nicht so schlimm.
00:06:17Im Ohren, sowas höre ich doch vorbei.
00:06:19Genau.
00:06:20Haben wir schon die Schlüssel sichergestellt von dem Wagen?
00:06:22Äh, ja.
00:06:22Haben wir aber nicht notwendig.
00:06:24Das Auto ist offen.
00:06:25Das ist immer ungewöhnlich.
00:06:26Ja.
00:06:27Ja.
00:06:28Dann geben wir doch keiner vorbei.
00:06:29Aha.
00:06:35Und allein hier im Landkreis gehören in die Kreitmeiers 8000 Hektar Wald.
00:06:428000.
00:06:438000 Hektar Wald.
00:06:44Und der Friedrich Kreitmeier, der ist der Senior Stefan im Ganzen.
00:06:48Aber der Friedrich ist ja nicht das Opfer, sondern der Sohn.
00:06:51Genau, der Josef.
00:06:52Richtig.
00:06:5253 Jahre alt und verheiratet mit der Mia.
00:06:55Ebenfalls Kreitmeier.
00:06:56Aha.
00:06:57Kinder?
00:06:58Äh, nein.
00:06:59Herr Moir, wir hatten die Leiche gefunden.
00:07:02Ein gewisser Ignatius Böck.
00:07:04Danke.
00:07:05Danke.
00:07:06Mit dem war der Herr Kreitmeier da zum Jagen verabredet.
00:07:08Da hinten, das ist er.
00:07:09Herr Böck.
00:07:10Entschuldigung, Herr Moir.
00:07:11Schauen wir doch erst zum Fundort der Leiche.
00:07:14Ja, ja.
00:07:18Moin, Moin, Moin, Moin, Moin allerseits.
00:07:23Ja, hast du schon was für uns?
00:07:25Ja, dem Schusskanal zufolge wurde das Opfer von dort drüben erschossen, also aus einer Distanz von gut 10 Metern.
00:07:3210 Meter.
00:07:33Wissen wir schon mit was für einer...
00:07:35Nein.
00:07:36Nicht?
00:07:36Noch nicht.
00:07:37Das Projektil steckt noch in der Leiche.
00:07:39Zum Kaliber und zur Tatwaffe kann ich erst nach der Leichenschau was sagen.
00:07:43Ja, also Kollegen schauen sich schon um, also in der ganzen Umgebung sehr intensiv, aber nicht was weggeschmissen hat, der
00:07:49Täter.
00:07:50Oder die Täterin.
00:07:51Ja, heil.
00:07:52Emma.
00:07:53Ja.
00:07:53Haben wir schon ein Handy oder eine Geldbörse gefunden oder sowas?
00:07:56Ja, allerdings hat das Opfer beides bei sich gehabt. Außerdem ein schwarzes Notizbuch.
00:08:01Wissen wir schon, mit wem Josef Kreitmeier als letztes telefoniert hat, eingehend, ausgehend?
00:08:05Das Handy hat in der Brusttasche gestellt.
00:08:08Das heißt, flatter Durchschuss. Ich habe keine Ahnung, ob die KTU damit was anfangen kann.
00:08:13Ja, wir hören mal.
00:08:14Gut.
00:08:16Frau Demos, können Sie schon was zum Todeszeitpunkt sagen?
00:08:19Ja, der liegt zwischen 7 und 8 Uhr heute Morgen.
00:08:22Danke.
00:08:22Bitte.
00:08:23Ja, danke.
00:08:23Gehen wir zu Herrn Böck?
00:08:24Ja.
00:08:27Herr Böck, ja.
00:08:28Herr Moor, hat der Herr Böck auch was mit dem Holzbusiness zu tun?
00:08:32Ja, freiwillig. Das ist der Inhaber von der Tischlerei Böck, also Edeltischlerei.
00:08:36Die machen wunderschöne Möbel und so Küchen und so. Aber halt für die ganz Reichen und die Schönen.
00:08:42Ja, das habe ich mir über das Wort Edeltischlerei schon fast gedacht, Herr Moor.
00:08:45Nein, Herr Moor, während der Kollege und ich den Herrn Böck befragen konnten, Sie doch schon mal bei der Frau
00:08:50Stockl-Urfe Hintergrundcheck zu unseren Opfern etc.
00:08:52Ja, ich weiß nicht.
00:08:53Herr Moor, wissen Sie was? Frau Stockl übernehme ich. Fahren Sie das schon mal zum Haus von Josef Kreitmeier und
00:08:58schauen Sie sich da mal gründlich um.
00:08:59Also Dokumente, Datenträger etc. Und wir beiden kommen so schnell wie möglich nach, oder?
00:09:03Ja.
00:09:04Ja.
00:09:08Herr Hansen, was hätten Sie denn gebraucht?
00:09:10Liebe Frau Stockl, folgendes. Wir bräuchten einen Hintergrundcheck von unserem Opfer Josef Kreitmeier.
00:09:16Also Finanzen, Vorstrafen etc. Und eine Funkzellenabfrage vom Tatort wäre auch nicht schlecht.
00:09:22Herr Hansen, ich kümmere mich drum.
00:09:24Ja, außerdem hätte ich noch eine klitzekleine persönliche Bitte an Sie. Und zwar bin ich heute Abend von einem Bekannten
00:09:30zum Essen eingeladen in eine Heilige Anna.
00:09:34Könnten Sie da bitte die Adresse rausfinden oder was das für ein Etablissement ist? Also eher schick oder locker oder
00:09:39gediegen oder was?
00:09:41Von einem Bekannten, Doscher her.
00:09:43Vielen Dank im Voraus, Frau Stockl, ne? Das war's schon. Und das vorher bitte auch nicht vergessen. Bis später.
00:09:49Bis später.
00:09:51Was ist jetzt die Heilige Anna?
00:09:53Ja.
00:09:56Morgen, Frau Stockl.
00:09:57Guten Morgen, Herr Achtziger.
00:09:58Ich bin heute ein bisschen später dran.
00:10:04Ach so, soll ich Ihnen dann einen Kaffee bringen?
00:10:06Das wäre ausgesprochen freundlich.
00:10:10Um was geht's da gerade?
00:10:13Ich recherchiere was für den Herrn Hansen.
00:10:15Ah ja. Aber Sie denken an meinen Kaffee, ne?
00:10:20Selbstverständlich.
00:10:24Also ich hab den Wagen unten an der Vorstraße nach Bad Fallenbach abgestellt und bin dann da hochgelaufen.
00:10:31Und das muss so kurz vor halb acht gewesen sein.
00:10:34Und wie lange braucht man jetzt unten von der Straße, wie es da da auf zum Jägerstand ist?
00:10:39Also zu Fuß eine gute Viertelstunde.
00:10:42Und haben Sie auf dem Weg in den Schuss gehört?
00:10:44Ja, ja. Aber ich hab mir natürlich nichts dabei gedacht.
00:10:46Ich hab angenommen, dass der Josef vielleicht schon was vor die Flinte gekriegt hat.
00:10:49Und wann genau war das mit dem Schuss?
00:10:52Ja, kurz bevor ich am Hochstand war.
00:10:53Ja, aber Entschuldigung, dann wirst du ja den Schützen definitiv gesehen haben.
00:10:58Ich hab niemand gesehen. Ich war so geschockt.
00:11:00Da ist ja sonst nie jemand.
00:11:03Und sagen Sie, wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Herrn Kreidmayer beschreiben?
00:11:08Wir haben geschäftlich miteinander zu tun und gelegentlich gehen wir gemeinsam jagen.
00:11:13Und heute waren Sie explizit mit ihm vorabredet?
00:11:16Ja.
00:11:17Und hat er in letzter Zeit was Ungewöhnliches erwähnt, dass er vielleicht Probleme hat oder beunruhigt war oder sowas?
00:11:23Also nichts von dem ich wüsste.
00:11:26Ja, gut, Herr Böck, Ihre Waffe müssen die Kollegen sicherstellen und Sie müssen wir natürlich auf Schmauchspuren untersuchen.
00:11:33Ja.
00:11:33Und es wäre sehr praktisch für uns, wenn Sie in nächster Zeit erreichbar wären.
00:11:37Jederzeit.
00:11:37Gut.
00:11:38Schauen wir wieder rauf.
00:11:39Oder?
00:11:39Ja.
00:11:40Bitte.
00:11:43Also, so abgelegen, wie das da draußen ist, muss der Täter die Gewohnheiten von unserem Opfer gekämpft haben.
00:11:49Ja, möglich, dass der Täter den Herrn Kreidmayer ausgekundschaftet hat.
00:11:55Vorschlag meinerseits, wir fahren jetzt erst zum Wohnort von unserem Opfer.
00:11:58Oder?
00:11:59Ja, gut.
00:12:15Herr Moor, was gibt's denn?
00:12:17Die Ehefrau vom Opfer, die Mia Kreidmayer, die ist nicht nach Hause.
00:12:21Und jetzt hat mir die Walli Robotka, das ist die Haushälterin, gesagt.
00:12:24Sie lässt uns nicht hinein, solange die Frau Kreidmayer nicht da ist.
00:12:28Aha.
00:12:29Und wann wird die Frau Kreidmayer zurückgewartet?
00:12:31Na ja, die Walli hat gesagt, schon in einer Stunde ungefähr.
00:12:34Ja, Herr Moor, dann machen wir es so, dass wir zuerst zum Vater von unserem Opfer fahren, zum Friedrich Kreidmayer.
00:12:51Kleine Planänderung, wir fahren jetzt doch erst zum Friedrich Kreidmayer.
00:12:55Ah ja.
00:12:56Und der Wandel?
00:12:57Was ist mit dem?
00:12:58Na.
00:12:59Oh.
00:13:00Danke.
00:13:03Ja?
00:13:04Frau Stöckl, Post für Sie.
00:13:07Danke, Frau Grasecker.
00:13:09Was haben Sie denn da Spannendes?
00:13:10Ah, kennen Sie das Forsthaus Heilige Anna?
00:13:14Ja, freilich.
00:13:15Das ist ein ganz, ein nobler Gasthof.
00:13:18Die Küche soll sehr fein sein, aber natürlich nicht gerade billig.
00:13:23Der Herr Hansen ist heute Abend zu einer Jagdveranstaltung eingeladen.
00:13:27Einmal im Quartal trifft sich dort der Jagdverein St. Hubertus.
00:13:30Ich schau mir da gerade die Bilder vom letzten Treffen an.
00:13:32Ja, schön.
00:13:35Heute pressiert es mir, ich muss wieder.
00:13:37Ja, aber stört man das nicht, gell?
00:13:41Das ist ja eine geschlossene Gesellschaft.
00:13:45Der Kunde unmöglich mit seinem grauen Anzug hin.
00:14:00Trachten Müttermeier, Karl Müttermeier am Apparat.
00:14:04Grüße, Herr Müttermeier.
00:14:05Hier spricht die Frau Stöckl von der Kripo Rosenheim.
00:14:07Ja, Frau Stöckl, grüß Sie.
00:14:09Das freut mich aber jetzt.
00:14:11Was kann ich für Sie tun?
00:14:12Wie geht es dem, der Gerd?
00:14:14Ich meine natürlich dem Herrn Achtziger.
00:14:17Also dem Herrn Achtziger geht es sehr, sehr gut.
00:14:19Aber sagen Sie, Müttermeier, könnten Sie mir vielleicht ein paar Janker zurücklegen?
00:14:23Eine Kollegin von mir, eventuell die Frau Lange, dass die dann später abholen.
00:14:27Ja, eigentlich macht man das nicht so gerne, dass wir Ware zum Anschauen aus dem Haus geben.
00:14:31Aber beim Gerd mache ich natürlich eine Ausnahme.
00:14:35Ich nehme an, die Größe passt noch?
00:14:38Ja, ein bisschen schmaler ist er geworden.
00:14:42Ja gut, dann stelle ich gleich ein paar schöne Teile zusammen.
00:14:44Verschiedene Farben, gell?
00:14:46Und verschiedene Modelle.
00:14:47Mei, das ist nett von Ihnen, Herr Müttermeier.
00:14:49Wie lange dauert das ungefähr?
00:14:50Das dauert nicht lang.
00:14:52Sie können die Frau Langesch auf den Weg schicken.
00:14:54Und grüßen Sie mir den Gerd bitte recht herzlich, gell?
00:14:57Das mache ich, Herr Müttermeier.
00:14:59Und vielen, vielen Dank.
00:15:00Vielen Dank, gell? Wiederhören.
00:15:01Wiederhören.
00:15:09Servus, Frau Stockel.
00:15:10Was hatten Sie denn gebraucht?
00:15:12Frau Grasecker folgendes.
00:15:13Bei Trachten Müttermeier sind ein paar Janker zurückgelegt.
00:15:16Ah, bestimmt für ein 80er.
00:15:19Kann die Frau Lange die eventuell abholen?
00:15:22Ich komme hier gerade so schlecht weg.
00:15:24Selbstverständlich, das macht die Frau Lange sehr gern.
00:15:26Und wann?
00:15:27Sie können am besten gleich los.
00:15:29Weiß Sie, wo das Geschäft ist?
00:15:30Ich erkläre es ihr.
00:15:32Das ist nett, Frau Grasecker.
00:15:33Vielen Dank, bis später.
00:15:34Gut, servus.
00:15:36Was erklären Sie mir?
00:15:37Frau Lange, Sie möchten bitte für den Herrn 80er
00:15:40ein paar Janker bei Trachten Müttermeier abholen.
00:15:43Sagt er Ihnen was, oder?
00:15:44Ja, dann macht die Frau Lange das sehr gerne.
00:15:47Am besten gleich.
00:15:50Danke.
00:15:59Ich kann mich nur wiederholen.
00:16:02Heute nicht.
00:16:03Sie gehen jetzt besser.
00:16:05Ja, vierte Gott.
00:16:06Ich habe gar nicht gewusst, dass ich mit Holz so viel Moos machen kann.
00:16:09Kann ich helfen?
00:16:10Ja, das können Sie.
00:16:12Grüß Gott.
00:16:13Mein Name ist Stadler Schanz Grip Rosenheim.
00:16:16Das ist mein Kollege, der Herr Hansen.
00:16:18Tag.
00:16:19Wir haben leider keine gute Nachricht.
00:16:21Das wissen wir.
00:16:23Was?
00:16:23Dass der Josef Greitmeier ermordet wurde?
00:16:25Ja, Herr Böck hat uns bereits informiert.
00:16:28Aha.
00:16:28Ach, das ist interessant.
00:16:30Verraten Sie uns auch, wer Sie sind?
00:16:31Sandra Schmidtbauer.
00:16:32Ich bin die Hausdame von Herrn Greitmeier.
00:16:34Also vom Senior.
00:16:35Es trifft sich gut, weil mit dem Greitmeier Senior wird man uns unterhalten.
00:16:40Gut.
00:16:41Gut.
00:16:42Wenn Sie hier kurz warten würden, dann sage ich Herrn Greitmeier Bescheid, dass Sie da sind.
00:16:46Verbindlichsten Dank.
00:16:47Gut.
00:16:48Aha.
00:16:51Oh, Stammbaum.
00:16:58Der Mann ganz rechts hier auf dem Bild, das ist mein Urgroßvater Lorenz Greitmeier.
00:17:03Ja, mit ihm hat alles angefangen.
00:17:06Er hat vor über 100 Jahren den ersten Wald gekauft.
00:17:10Einem Buchenheim.
00:17:12Der Buche wächst nicht so schnell wie Kiefer oder Fichte, aber das war für ihn zweitrangig.
00:17:16Ein Baum braucht Zeit, hat er immer gesagt.
00:17:21Und das ist seitdem das Credo unserer Firma.
00:17:27Leiten Sie die Ermittlungen?
00:17:29Ja, ich darf mich kurz vorstellen.
00:17:31Mein Name ist Stadler und das ist mein Kollege, der Herr Hansen.
00:17:35Schauen Sie.
00:17:36Also herzliches Beileid erstmal von uns beiden.
00:17:39Herr Greitmeier, wir haben gehört, dass Sie der Ignatius Böck bereits über den Tod Ihres Sohnes informiert hat.
00:17:46Ja, natürlich.
00:17:47Nachdem man die Polizei angerufen hat, hat er mich auch sofort angerufen.
00:17:50Wir kennen uns ja seit Jahrzehnten.
00:17:53Eigentlich wollte ich ja selber auf die Jagd gehen mit Ignatius und dann habe ich mich nicht so wohl gefühlt.
00:17:59Und dann habe ich meinen Sohn angerufen und ihn gebeten, für mich einzuspringen, damit Ignatius nicht vergeblich in Waldorf nicht
00:18:06warten müsste.
00:18:09Herr Greitmeier, ich wollte nur fragen, ob Sie noch etwas brauchen.
00:18:13Servieren Sie uns bitte einen Tee oben im Salon.
00:18:17Gerne.
00:18:18Dankeschön.
00:18:20Ja, danke.
00:18:22Herr Greitmeier, sagen Sie, wann haben Sie Ihren Sohn das letzte Mal lebend gesehen?
00:18:28Gestern frühen Abend. Wir haben hier gemeinsam Whisky getrunken.
00:18:32War er da anders als sonst? Vielleicht nervös oder besorgt oder so?
00:18:36Nein, nichts dergleichen. Er war wie immer.
00:18:41Vater, ich habe es gerade gehört.
00:18:44Entschuldigung, wer sind Sie?
00:18:46Das ist mein Sohn, Sebastian.
00:18:49Aha.
00:18:50Ihr Sohn, der Josef, der hat bei Ihnen im Betrieb gearbeitet?
00:18:53Josef war für die Produktion und den Vertrieb verantwortlich, sowie für den Kontakt zu den Ämtern und Behörden.
00:19:00Und Sebastian hat sich um alles gekümmert, was mit Zahlen zu tun hat.
00:19:05Und hat Ihr Sohn Josef erwähnt, dass es in letzter Zeit mal Streit gab, bei ihm gab es Neider, Feinde,
00:19:13sowas?
00:19:14Neider gibt es sicher. In so einem Betrieb geht man nicht besonders zimperlich miteinander um.
00:19:20Nur das bewegt sich alles im Raum des Normalen.
00:19:23Das müssen wir jetzt fragen. Das ist jetzt erst einmal reine Routine.
00:19:26Wo waren Sie heute Morgen zwischen 7 Uhr und 7 Uhr 50?
00:19:30Ich habe gefrühstückt. Fragen Sie meine Haushälterin, Frau Schmidt-Bauer.
00:19:35Sie leben allein hier?
00:19:36Seit dem Tod meiner Frau lebe ich allein in diesem Teil des Hauses.
00:19:42Und wie ist das bei Ihnen?
00:19:45Wenn Sie jetzt wissen wollen, ob ich ein Alibi habe, nein.
00:19:48Meine Frau ist bei Ihrer Schwester in Norddeutschland.
00:19:51Das wäre unsere nächste Frage gewesen, aber erst wollten wir wissen, wo Sie denn wohnen, auch hier auf dem Gelände?
00:19:58Vorne im Eckhaus, ja. Und Felix, also unser Sohn, der wohnt auch hier, ja.
00:20:02Aha, gut. Und da würde ich sagen, war es das für das Erste? Vielen Dank.
00:20:06Wir haben bestimmt noch ein paar Fragen an Sie, dann kommen wir wieder auf Sie zu.
00:20:11Bitte schön. Danke, wiedersehen.
00:20:14Sehr aufmerksam, danke.
00:20:16Also, Entschuldigung, habe ich das jetzt gerade richtig verstanden?
00:20:20Der Friedrich Kreitmeier hat zu uns gesagt, dass eigentlich er mit dem Herrn Böck zum Jagen verabredet gewesen wäre.
00:20:25Der Herr Böck war doch angeblich mit Josef Kreitmeier verabredet. Das ist mir auch aufgefallen.
00:20:30Also, ein bisschen komisch ist das schon.
00:20:31Na ja, vielleicht bringt uns die Handy-Auswertung weiter.
00:20:34SMS, oder? Ja.
00:20:37Oh, eine Nachricht vom Herrn Mohr.
00:20:39Ah ja, und?
00:20:40Die Frau Kreitmeier wäre jetzt zu Hause.
00:20:43Gut. Soll ich wieder vorfahren Sie hinterher? Hat doch ganz gut geklappt.
00:20:46Gern, aber wie gesagt, eile mit Weile.
00:20:49Oder so.
00:20:55Ja, wer ist denn da?
00:20:56Moin, Herr Mohr.
00:20:57Herr Mohr, was haben wir denn? Haben wir was?
00:21:00Ja, freilich, das sind die Unterlagen aus dem Arbeitszimmer vom Herrn Kreitmeier.
00:21:03Die Frau hat mir vorgezählt, dass er ausgesprochen gern daheim Homeoffice gemacht hat.
00:21:07Die war da ein wenig schon für euch im Wohnzimmer.
00:21:09Im Wohnzimmer, gut.
00:21:10Ja, ist ein bisschen ein größeres Wohnzimmer, aber sie ist ja nicht zum Übersehen.
00:21:14Na dann.
00:21:16Hätten wir es dann wieder?
00:21:17Ja.
00:21:18Sehr gut.
00:21:18Gut, danke.
00:21:20Ciao.
00:21:21Morgen.
00:21:27Guten Tag. Hauptkommissar Hansen, Kripo Rosenheim, mein Kollege, Herr Stadler.
00:21:33Grüß Gott.
00:21:34Sie sind Frau Kreitmeier?
00:21:36Mhm.
00:21:37Frau Kreitmeier als allererstes unser aufrichtiges Beileid.
00:21:40Ja.
00:21:41Danke.
00:21:42Walli, wenn Sie es bitte alleine lassen.
00:21:46Danke.
00:21:47Danke.
00:21:49Mein Schwiegervater hat erzählt, Josef sei im Wald gefunden worden.
00:21:52Ja, und zwar um auf einem Hochsitz.
00:21:55Der war ja mit dem Herrn Böck zum Jagen verabredet.
00:21:59Davon hat er gar nichts erzählt.
00:22:01Aha.
00:22:02Hat Ihr Mann das öfter gemacht?
00:22:04Also, dass er jagen gegangen ist?
00:22:06Ja, früher schon, aber in letzter Zeit nicht mehr.
00:22:08Keine Ahnung warum.
00:22:10Aber ich weiß so vieles nicht von meinem Mann.
00:22:13Mhm.
00:22:14Äh, wann genau haben Sie Ihren Mann das letzte Mal gesehen?
00:22:21Wie ist der Nachmittag?
00:22:23Ich wollte zu einer Freundin nach München fahren, bei ihr übernachten.
00:22:27Ich habe mich noch kurz von ihm verabschiedet.
00:22:30Dann bräuchte ich mir bitte den Namen, die Adresse und die Telefonnummer von Ihrer Freundin.
00:22:35Der Vollständigkeit, Weber.
00:22:36Schreibe ich Ihnen auf.
00:22:38Danke.
00:22:39Hat Ihr Mann in letzter Zeit mal erzählt, dass er Probleme oder Sorgen hatte oder dass er sich mit jemandem
00:22:45gestritten hat, sowas?
00:22:47Vor ein paar Tagen war Sebastian hier.
00:22:49Sein Bruder.
00:22:51Die beiden haben sich in Josefs Arbeitszimmer zurückgezogen und sind dort irgendwann aneinander geraten.
00:22:55Ist ziemlich laut geworden.
00:22:57Ah ja?
00:22:58Haben Sie auch mitbekommen, um was es da gegangen ist?
00:23:00Na, um was soll es schon gegangen sein?
00:23:02Um Holz.
00:23:04Bei den Kreitmeiers ging es immer um Holz.
00:23:06Danke.
00:23:06Wie war denn das Verhältnis vom Vater, also sprich vom Kreitmeier-Senior zu seinen Söhnen?
00:23:14Eher distanziert.
00:23:16Aber immerhin hat er beiden die Firmenleitung übertragen.
00:23:19Dann gab es doch deswegen bestimmt Konflikte zwischen den Brüdern.
00:23:24Ja, eigentlich hat Josef den Laden geschmissen.
00:23:26Sebastian hat ihm ja so zugearbeitet.
00:23:29Aber Josef hat erzählt, dass sich Friedrich in letzter Zeit wieder mehr fürs Tagesgeschäft interessiert hat.
00:23:34Glaubst du für einen besonderen Grund?
00:23:38Nicht, dass ich wüsste.
00:23:44Ja?
00:23:45Grüß Gott, Frau Stockel.
00:23:46Frau Stockel, morgen.
00:23:48Guten Morgen.
00:23:48Gut, dass ihr da seid.
00:23:49Ich habe mir nämlich die Besitzverhältnisse der Firma Kreitmeier genauer angeschaut.
00:23:53Und?
00:23:54Also zur Hälfte gehört die Firma dem Friedrich Kreitmeier und je ein Viertel den Söhnen Josef und Sebastian und die
00:24:01sind auch Geschäftsführer.
00:24:02Ah ja, das stimmt ja grob mit dem überein, was uns die Ehefrau des Opfers erzählt hat.
00:24:06Weiß man, wie die Firma wirtschaftlich dasteht? Gibt es finanzielle Probleme, sowas?
00:24:10Also soweit ich das beurteilen kann, ist da alles fein.
00:24:14Und wie schaut es bei unserem Opfer aus?
00:24:16Unser Opfer hat ein gut gefülltes Girokonto, ein paar Aktien, aber das meiste Geld steckt in den Liegenschaften, also im
00:24:22Wald.
00:24:22Ah ja.
00:24:23Tatwaffe ist noch keine gefunden worden, aber ich habe was herausgefunden.
00:24:27Und zwar haben die Kreitmeiers einen Mordsstreit gehabt mit einem anderen Waldbesitzer und zwar mit einem gewissen Hans-Jürgen Ertel.
00:24:35Hans-Jürgen Ertel? Aha, und was ging es dann?
00:24:38Die Kreitmeiers haben einen Borkenkäfer gehabt und der ist rübergeschwappt auf die Bam vom Ertel.
00:24:42Und der hat gemeint, dass sich die Kreitmeiers nicht rechtzeitig darum gekümmert hätten.
00:24:46Und diesem Herrn Ertel ist dadurch ein Schaden entstanden?
00:24:4990.000 Euro.
00:24:51Oh, die Presse meint, das Ganze wäre im Sand verlaufen.
00:24:55Böse Zungen sagen, die Kreitmeiers hätten die besseren Anwälte gehabt.
00:24:59Ja, dann Frau Stockel, sollten wir mal mit diesem Herrn Ertel sprechen?
00:25:03Und im Anschluss gleich mit dem Sebastian Kreitmeier, dann kann uns ja der seine Version der Geschichte erzählen, oder?
00:25:08Gut.
00:25:08Dann bestelle ich die Herren ein.
00:25:10Besten Dank, Frau Stockel.
00:25:11Dankeschön.
00:25:12Bitteschön.
00:25:24Warte mal schnell, warte mal.
00:25:27Hallo?
00:25:29Spreche ich mit dem Hans-Jürgen Ertel?
00:25:31Ja, jetzt bin ich.
00:25:33Grüße Sie, mein Name ist Stockel von der Kripo Rosenheim.
00:25:36Folgendes, unsere Kommissare, Herr Hans und Herr Stadler, würden Sie gerne in einem aktuellen Mordfall befragen.
00:25:43Wann könnten Sie denn bei uns im Kommissariat sein?
00:25:46Ja, vier, fünf Stunden dauert das schon.
00:25:47Ich bin mitten im Holz heraus.
00:25:49Ich habe das Pferdchen dabei, das muss ich heimbringen und das Feuerwerk kann ich auch nicht da lassen.
00:25:53So geht das nicht so einfach.
00:25:54Können wir das morgen machen?
00:25:55Das muss ich erst mit den Kommissaren besprechen und ich würde mich dann wieder bei Ihnen melden.
00:26:00Bitte, Jan.
00:26:03Dann weiter.
00:26:15Kreitmeier.
00:26:16Grüße Sie, Herr Kreitmeier-Stockl, mein Name ist von der Kripo Rosenheim.
00:26:19Unsere Kommissare hätten noch ein paar Fragen an Sie.
00:26:23Könnten Sie zu uns ins Kommissariat kommen?
00:26:26Ich kann in zwei Stunden da sein.
00:26:29Ja, das ist perfekt.
00:26:30Dann melden Sie sich bitte an der Information an und die leiten Sie dann weiter.
00:26:33Alles klar.
00:26:34Wiederhören.
00:26:40Ja?
00:26:42Frau Stockel, ich habe die Janka abgeholt.
00:26:45Wo sollen die denn hin?
00:26:46Ganz wunderbar, Frau Lange.
00:26:48Warten Sie, wir haben es gleich.
00:26:50Ja, ja.
00:26:50Wissen Sie, dann hänge ich es gleich auf.
00:26:53Nehmen wir da hin.
00:26:55Dann nehmen wir die zwei.
00:26:56Hat eigentlich der Herr Mittermeier noch was gesagt?
00:26:58Äh, nur, dass ich schöne Grüße ausrichten soll.
00:27:00Ach so, schauen Sie.
00:27:02Das war es schon.
00:27:03Ja.
00:27:04Ganz herzlichen Dank.
00:27:05Ja, habe ich sehr gern gemacht.
00:27:08Wiederschauen.
00:27:09Tschüss.
00:27:09Tschüss.
00:27:14Tschüss.
00:27:19So, ich wollte nur sagen, der Sebastian Kreitmeier ist in circa zwei Stunden da.
00:27:24Was ist mit diesem Herrn Ertl?
00:27:26Ja, mit dem habe ich auch telefoniert.
00:27:28Und der ist mit seinem Pferdl im Wald, um Holz zu machen und fragt, ob es nicht reicht, dass er
00:27:32erst morgen kommt.
00:27:33Ähm, wissen Sie was, Herr Hansen, dann machen wir es andersrum, dann fahren wir zu ihm.
00:27:38Danke, Frau Stockel.
00:27:39Herr Hansen, kommen Sie mal.
00:27:41Wieso?
00:27:43Aha.
00:27:45Äh.
00:27:49Aha.
00:27:52Wer ist jetzt da, Ihre Bekannte?
00:27:56Der Bekannte.
00:27:58Der ist...
00:27:59Ah ja, der ist nicht drauf.
00:28:01Wer weiß, vielleicht hat er ja das Foto selbst gemacht, ne?
00:28:05Ja, aber das war bestimmt nicht alles, Frau Stockel.
00:28:08Nein.
00:28:08Ich wollte Ihnen nur sagen, dieses Forsthaus ist ein bisschen außerhalb und dass Sie mindestens eine Dreiviertelstunde einberechnen müssen.
00:28:15Okay, gut.
00:28:16Gibt es sonst noch etwas, das ich wissen sollte?
00:28:18Ja.
00:28:20Das Ganze ist eine Jagdveranstaltung und da können Sie unmöglich in dem Anzug hingehen.
00:28:27Was haben wir denn da, Frau Stockel?
00:28:29Ja.
00:28:30Also, wenn ich Sie nicht hätte...
00:28:32Anprobieren.
00:28:33Jawohl.
00:28:43Was ist jetzt kaputt?
00:28:46Gut, Herr Hansen, dann tauschen wir.
00:28:48Sie geben mir den.
00:28:49Wie viele haben Sie denn noch?
00:28:50Ah, noch einige.
00:28:52Schön.
00:28:52Bitteschön.
00:28:54Und dann würde ich sagen, gehen Sie mal wieder so ein bisschen vor.
00:28:56Ah ja.
00:28:57Besser.
00:28:58Ja.
00:28:58Sitzt besser.
00:28:59An den Ärmeln?
00:29:00Auch gut.
00:29:01Ja, sehr schön.
00:29:02Ja.
00:29:02Wie gefällt er Ihnen?
00:29:04Ja, das ist halt etwas gewöhnungsbedürftig.
00:29:06Aber was meinen Sie?
00:29:07Also, ich gebe es ja nur ungern zu, aber das Drum steht ja nicht wirklich.
00:29:10Wenn Sie das meinen.
00:29:11Wollen Sie vielleicht noch einen anderen probieren?
00:29:13Nee, ich...
00:29:14Gut benannt.
00:29:15Michi.
00:29:15Herr Mohr.
00:29:16Ja, was ist denn jetzt los?
00:29:18Der Herr Hansen in Janka.
00:29:19Der Herr Hansen ist heute Abend zu einer Jagdveranstaltung eingeladen und da trägt man Tracht.
00:29:24Das weiß ich schon, aber sind Sie jetzt ein Jahr geworden?
00:29:26Das nicht, Herr Mohr, aber das zu erklären wäre etwas umständlich.
00:29:30Was haben Sie denn da für uns?
00:29:31Das sind so ein paar Sachen aus dem Büro vom Toten.
00:29:33Ah, ist da vielleicht das kleine Notizbüchel dabei, das der Tode bei sich gehabt hat?
00:29:37Nein, ist noch in der KTO.
00:29:38Das bräuchte man dann bitte.
00:29:39Bitte?
00:29:40Zeit nach.
00:29:41Ja, ja, voll.
00:29:43Ist sonst irgendwas Interessantes dabei, Herr Mohr?
00:29:45Na, kommt nichts zu gucken.
00:29:47Also, Herr Hansen, die Farbe steht Ihnen.
00:29:49Ja, finden Sie?
00:29:50Ja.
00:29:51Gut, dann bin ich gleich wieder da.
00:29:58Sie frisst doch ein Besen, wenn da keine Frau dahintersteckt.
00:30:01Herr Stadler, ich bin ganz Ihrer Meinung.
00:30:04Ich tippe ja auf die da.
00:30:09Ja, also, hier von diesen Jacken mit dem schönen Graben, da möchte ich welche nachordern.
00:30:14Ja, gerne.
00:30:14Welche Größen?
00:30:16Ja, da muss ich nachschauen.
00:30:17Aber das dauert.
00:30:19Okay, kein Problem.
00:30:20Dann komme ich einfach morgen nochmal wieder.
00:30:27Entschuldigen Sie.
00:30:27Ja.
00:30:29Sven!
00:30:30Isabella, du, ich hab dir gerade ein Foto geschickt.
00:30:32Hast du es schon gesehen?
00:30:33Hey, warte.
00:30:39Wow, sieht super aus.
00:30:41Ja?
00:30:41Dann passt es so für heute Abend?
00:30:43Absolut.
00:30:45Aber sag, der Janka sieht noch so neu aus.
00:30:47Den hast du jetzt aber nicht extra gekauft, oder?
00:30:49Nein, Quatsch.
00:30:50Wie kommst du auf sowas?
00:30:51Ich habe nur so eine Idee.
00:30:52Dann ist ja gut.
00:30:54Herr Achziger?
00:30:55Ja?
00:30:56Sie, die Frau Lange hat Ihnen ihre Janka in das Büro von der Frau Stockel gebracht.
00:31:01Janka?
00:31:02Ja, ich war vorhin kurz bei Trachten Mittermeier und habe die schnell abgeholt.
00:31:06Ich soll Ihnen übrigens einen ganz lieben Gruß ausrichten.
00:31:08Ja, danke, Frau Lange.
00:31:17Frau Stockel, der brauchen wir gar nicht weiter antrobieren.
00:31:21Den nehme ich.
00:31:21Gratulation, Herr Hansen.
00:31:23Was kostet das gute Stück überhaupt?
00:31:25Momentel.
00:31:26Ich darf?
00:31:27Gerne.
00:31:32799 Euro.
00:31:33Was?
00:31:34Zum Glück nicht 800.
00:31:35Das ist das Ding aus Gold, oder?
00:31:36Ja, zur Qualität kostet Geld.
00:31:38Segen Sie es als Investition?
00:31:40Absolut.
00:31:41So eine Janka, den haben Sie ewig.
00:31:43Und Traum können Sie es denn auch zu holen.
00:31:45Eben.
00:31:46Bleibt es mir ehrlich, wie oft werde ich denn noch tragen?
00:31:47Ein, zwei Mal.
00:31:48Und dafür ist der Preis schon etwas happig.
00:31:50Also, Herr Hansen, das muss Ihnen der Anlass schon wert sein.
00:31:54Ja?
00:31:56Frau Stockel.
00:31:57Grüß Gott, Herr Achtziger.
00:31:58Grüß Gott, Herr Achtziger.
00:32:01Frau Stockel, ich hätte gerne eine Erklärung und einen Kaffee.
00:32:04Ich bin in meinem Büro.
00:32:10Was hat er denn?
00:32:11Also, ich bringe ihm jetzt erst einmal einen Kaffee und dann schaut die Welt schon wieder anders aus.
00:32:16Besser ist.
00:32:19Herr Achtziger.
00:32:23Ja, der Kaffee.
00:32:24Ja, danke.
00:32:26Frau Stockel, was hat es denn bitte mit diesen Jankern auf sich?
00:32:31Die Frau Grasegger meinte, die wären für mich.
00:32:33Für Sie?
00:32:35Ich weiß gar nicht, wie die Frau Grasegger da drauf kommt.
00:32:37Die waren von Anfang an für den Herrn Hansen gedacht.
00:32:40Der ist heute im Forsthaus Heilige Anna eingeladen zu einer Jagdveranstaltung.
00:32:44Ja, aber so wie ich die Frau Grasegger verstanden habe.
00:32:48Ich habe nie gesagt, dass die Janker für Sie sind.
00:32:51Ich wollte lediglich dem Herrn Hansen eine Freude machen.
00:32:55Was hat man nun davon, wenn man sich für einen Kollegen einsetzt und die anderen hintenrum zum Tratschen anfangen.
00:33:06Ich glaube, Frau Stockel müssen wir jetzt wo lang?
00:33:09Ja, wo?
00:33:09Ja, da, halt irgendwo.
00:33:10Da.
00:33:19Entschuldigung.
00:33:22Sind Sie der Herr Ertl?
00:33:25Ja, das bin ich.
00:33:28Wunderbar.
00:33:29Schauen Sie her.
00:33:30Mein Name ist Stadler, Grippo Rosenheim.
00:33:33Das ist mein Kollege, der Herr Hansen.
00:33:35Tja.
00:33:36Sie wissen, warum wir Sie sprechen wollen?
00:33:38Den Greitmeier Josef haben Sie erschossen.
00:33:41Und jetzt glaubt Sie, dass ich da irgendwas damit zum Tor habe.
00:33:43Wegen der Streiterei, wegen dem Borkenkäfer.
00:33:46Richtig?
00:33:47Respekt, Herr Ertl.
00:33:48Besser hätte ich das selber gar nicht zusammenfassen können.
00:33:50Warum kommt Sie jetzt erst?
00:33:52Das ist ja sieben, acht Monate her.
00:33:53Die Polizei ist immer so langsam.
00:33:56Sagen Sie, was genau ist denn vor sieben, acht Monaten passiert?
00:33:59War es so ein.
00:34:01Und der Borkenkäfer ist gekommen, adent, beim Greitmeier seinem Holz.
00:34:04Ich bin auch sofort rüber zum Josef und hab gesagt, der muss da handeln.
00:34:07Aber der hat einmal gleich gar nichts gemacht.
00:34:09Aha.
00:34:09Also ich kenn mich ja damit überhaupt nicht aus.
00:34:11Was hätte er ja machen können?
00:34:12Ja, eingeschlagen, entrinden und raus, das Klumpf aus dem Wald.
00:34:16Aber sofort hat er es richtig Zeit lassen.
00:34:19Dann ist der Käfer zu mir rübergekommen.
00:34:21Jetzt hab ich einschlagen müssen und hab das Holz total billig verkaufen müssen.
00:34:25Jetzt wollte ich den Schaden natürlich ersetzt haben.
00:34:27Da haben Sie aber beim Josef Greitmeier auf Granitbissen.
00:34:29Und der hat einmal überhaupt nichts mit sich reden lassen.
00:34:33Einen Brief hab ich gekriegt von seiner Anwälte.
00:34:37Loral.
00:34:38Und du hast aber froh sein können, dass ich nicht Schadensersatz zahlen muss.
00:34:42Das war mir mit dem alten nicht passiert.
00:34:44Er ist zu seinen Fehler gestanden.
00:34:45Aha.
00:34:46Auf den Josef Greitmeier scheinen Sie eine ziemliche Wut zu schieben, oder?
00:34:49Ja.
00:34:50Aber deswegen das schürzt ich ihn nicht.
00:34:52Und wenn er hätte es gleich gemacht.
00:34:55Eine Frage noch.
00:34:56Besitzen Sie eine Waffe?
00:34:58Ja, drei.
00:34:58Zwei Gewehre, einen Revolver.
00:35:01Ach, sieh mal einer an.
00:35:02Gut, die Kollegen werden ihre kleine Waffensammlung abholen, damit wir die untersuchen können.
00:35:06Okay?
00:35:07Jederzeit.
00:35:07Ja, danke, Herr Ertl.
00:35:09Ich denke, das war's jetzt fürs Erste.
00:35:12Wiederschauen.
00:35:12Frohes Schaffen, gell?
00:35:14Merci.
00:35:16Also, theoretisch seh ich da schon ein Motiv.
00:35:19Ja, aber nach sieben, acht Monaten ist doch die erste Wut schon verflogen.
00:35:23Meinen Sie nicht?
00:35:23Jetzt sagen Sie mal, jetzt lassen Sie doch einmal Ihren Janker in Ruhe.
00:35:27So was kann man nicht in einem Tag einbringen.
00:35:28So was braucht Zeit.
00:35:30Ein Janker muss reifen wie sein Besitzer.
00:35:32Ja, die Zeit hab ich nicht.
00:35:35Wollen wir?
00:35:39Wiederschauen.
00:35:45Vater?
00:35:47Felix?
00:35:48Was macht der denn hier?
00:35:49Wir schauen die Unterlagen durch.
00:35:51Ja, das seh ich.
00:35:52Aber warum?
00:35:53Der Josef und ich...
00:35:54Ich versuche zu verstehen, was zwischen deinem Bruder und Böck gelaufen ist.
00:35:59Da ist nichts gelaufen.
00:36:00Wir haben mit ihm Geschäfte gemacht, so wie du früher auch.
00:36:03Und konkret?
00:36:05Zuletzt war da der Großauftrag für die Festhalle in Bad Aibling.
00:36:082.600 Quadratmeter feinste Dielen aus Nussbaum.
00:36:12Hier, ausgeliefert, verlegt und von der Stadt abgenommen steht alles.
00:36:17Hier steht's.
00:36:21Schau.
00:36:22Steht alles hier.
00:36:24Die Bücher sind korrekt geführt.
00:36:27Und korrekt ist auch, dass ihr die 4352 gefällt habt.
00:36:33Die Fichtenwähler sind drei Jahre dran gewesen.
00:36:37Ja, schon.
00:36:40Aber das war eine Ausnahme.
00:36:42Wir konnten sie zu einem Superpreis verkaufen.
00:36:44Und der Josef hat gesagt...
00:36:45Es interessiert mich nicht, was Josef gemeint hat.
00:36:47Es war zu früh.
00:36:49Vater, in anderen Firmen...
00:36:51Mag sein, dass andere Firmen das machen.
00:36:53Wir machen es nicht.
00:36:56Ich habe schon länger das Gefühl, ihr verschweigt mir etwas.
00:36:58Und kaum schaue ich hin, finde ich etwas.
00:37:02Gibt es noch etwas, was ich wissen sollte?
00:37:05Oder muss ich das selber herausfinden?
00:37:09Wir Kreidmeiers stehen für 1A-Qualität und für nachhaltiges Wirtschaften.
00:37:16Und damit ab jetzt nichts mehr schief geht, übernehme ich wieder.
00:37:24Felix.
00:37:26Und für sowas lässt du dich einspannen?
00:37:28Hinter meinem Rücken...
00:37:29Ich habe Felix darum gebeten, mir zu helfen.
00:37:32Vier Augen sehen mehr als zwei.
00:37:35Und das hatte ich mir auch von dir und deinem Bruder versprochen.
00:37:40Gut.
00:37:43Wenn du sonst nichts mehr von mir brauchst, dann würde ich jetzt gehen, ja?
00:37:47Die Kripo hat mich nämlich einbestellt.
00:37:48Sag nichts, was uns in Schwierigkeiten bringt.
00:37:52Es geht um den Ruf der Firma und unseren guten Namen.
00:37:56Vater.
00:37:59Du kannst dich auf mich verlassen, ja?
00:38:10Frau Stockel, wunderbar.
00:38:13Frau Stockel, die Kollegen müssten die Schusswaffen vom Herrn Ertl sicherstellen
00:38:16und untersuchen auf Kaliber etc.
00:38:18Und wann das letzte Mal der Weg geschossen worden ist, ja?
00:38:20Ist recht.
00:38:21Genau, und ob es Hinweise gibt, dass eine Waffe beiseite geschafft wurde?
00:38:25Ich sage dem Kollegen Bescheid.
00:38:27Frau Stockel, überprüfen Sie doch einmal die finanzielle Situation vom Herrn Ertl.
00:38:32Es wäre interessant zu wissen,
00:38:33ob er mir die Sache mit dem Borkenkäfer immer noch zu schaffen macht.
00:38:35Ich kümmere mich drum.
00:38:37Ah, ich habe auch noch was für euch.
00:38:39Und zwar hat die Frau Dimas angerufen,
00:38:41ihr möget ihr doch bitte einen Besuch in der Rechtsmedizin abstatten.
00:38:44Na wunderbar, also wieder runter.
00:38:47Hörst nix.
00:38:48Ja, danke schön.
00:38:49Ja, was ist jetzt doch schon wieder los?
00:38:57Tja, Frau Dimas, was gibt's?
00:38:59Elena?
00:39:00Ich habe das Projekt hier gefunden.
00:39:05Echt jetzt?
00:39:05Seit wann trägst du einen Janker?
00:39:07Undercover.
00:39:08Nein, seit heute.
00:39:09Ich versuche den einzutragen, weißt du, damit er nicht so neu aussieht.
00:39:12Aha.
00:39:13Wissen Sie, Frau Dimas,
00:39:14unser Herr Hansen ist nämlich heute Abend zu einer Veranstaltung des Jagdvereins St. Hubertus eingeladen.
00:39:20Ach so.
00:39:21Ja, und da hat Frau Stockel gesagt, da kann ich unmöglich im Jackett hin, also.
00:39:25Ja, klar.
00:39:27Und, äh, seit wann interessierst du dich für die Jagd?
00:39:31Elena, ich kann mich für vieles begeistern.
00:39:33Wollen wir jetzt vielleicht mal mit der anderen Sache weitermachen?
00:39:35Ja, natürlich.
00:39:37Bei dem Projektil handelt es sich um ein Teilmantelgeschoss.
00:39:41Das wird in der Regel, Achtung Sven, wichtig für dich, beim Jagen benutzt.
00:39:45Weil es seine Energie effektiv abgibt und beim Auftreffen auf ein weiches Ziel aufpilzt.
00:39:53Aha.
00:39:54Und sag mal, war der Schuss sofort tödlich?
00:39:56Ja, auf jeden Fall.
00:39:58Hier, das Projektil ist durch das Handy hindurch in die Brust eingetreten und hat den Herzmuskel durchschlagen.
00:40:06Dort habe ich einzelne Bruchstücke und zahlreiche Splitter gefunden, die vom durchschlagenden Handy stammen.
00:40:12Äh, das liegt jetzt alles bei der Ballistik, aber, hm.
00:40:15Wenn die so weit sind.
00:40:18Geduld ist eine unserer größten Stärken.
00:40:20Hä?
00:40:20Ja, ich muss mich auch noch an den Janker gewöhnen.
00:40:24Danke, Elena.
00:40:25Danke.
00:40:25Bitte.
00:40:32Guten Tag.
00:40:33Grüß Gott.
00:40:34Kreitmeier, Sebastian, mein Name. Ich soll mich hier melden bei einer Frau Stockl wegen einer Befragung.
00:40:41Ja, da ging es jetzt die Treppe hinauf, dann rechts, Zimmer 104.
00:40:44Danke.
00:40:45Ah, Herr Hansen, Herr Stadler. Ich glaube, der Herr will zu Ihnen.
00:40:48Ah ja, Herr Kreitmeier. Kommen Sie bitte einfach mit.
00:40:51Danke.
00:40:54Der ist halt fesch, ha?
00:40:55Wer jetzt?
00:40:57Ja, der Herr Hansen.
00:41:00Sie und Ihr Bruder hatten es ja ein gutes Verhältnis.
00:41:03Ja.
00:41:05Sehr gut sogar.
00:41:06Aha.
00:41:07Weil vor ein paar Tagen soll es bei Ihnen zu Hause zwischen Ihnen beiden sehr laut geworden sein.
00:41:12Wie passt denn das jetzt zusammen?
00:41:15Das war eine ganz normale Meinungsverschiedenheit wegen der Arbeit.
00:41:19War am nächsten Tag wieder vergessen.
00:41:21Vergessen?
00:41:23Vergessen.
00:41:24Vor einigen Monaten gab es ein Ärger mit einem angrenzenden Waldbesitzer mit dem Herrn Ertel.
00:41:29Kennen Sie uns da was genaueres über den Streitz?
00:41:32Es ging um den Borkenkäfer. Ich habe das nur am Rande mitbekommen.
00:41:35Der Ertel meinte, wir sollten ihm den Schaden bezahlen, was natürlich Unsinn war.
00:41:39Woher wissen Sie das jetzt, dass das Unsinn war?
00:41:42Herr Josef hat ein Gutachten in Auftrag gegeben.
00:41:44Und die Ausbreitung der Larvengänge im Kambium hat eindeutig gezeigt, dass unsere Bäume später befallen waren als die vom Ertel.
00:41:53War's das?
00:41:54Kann ich jetzt gehen?
00:41:56Oder?
00:41:57Ja, Sie können gehen.
00:41:59Vielen Dank erstmal.
00:42:01Wiedersehen.
00:42:02Wiedersehen.
00:42:03Wiederschauen.
00:42:06Also wenn der nichts zu verbergen hat, vielleicht ist die Sache doch nicht für alle Beteiligten erledigt.
00:42:12Sie meinen ja den Herrn Ertel.
00:42:13Der hat ja beträchtliche Einbußen.
00:42:33Vater?
00:42:34Du wirst nicht glauben, wer jetzt gerade aufs Kommissariat ging.
00:42:37Ja wer denn jetzt? Mach's doch nicht so spannend.
00:42:39Der Jungwirt. Vom Sägewerk.
00:42:41Was macht denn der bei der Polizei?
00:42:43Tja, das weiß ich auch nicht.
00:42:45Aber Sandra hat gemeint, er wäre heute Vormittag bei uns zu Hause gewesen und wollte dich sprechen.
00:42:49Und das sagst du mir erst jetzt?
00:42:51Ich wusste nicht, dass das wichtig ist. Was soll ich jetzt machen?
00:42:54Du machst gar nichts.
00:42:56Ich kümmere mich selbst drum.
00:43:01Sapperwurst.
00:43:03Frau Stuckel?
00:43:04Ja?
00:43:04Das sind die drei Schusswaffen vom Herrn Ertel schon in der Ballistik.
00:43:07Ja, sind sie, aber das Ergebnis kommt erst morgen.
00:43:10Was ist mit dem Gewehr von Herrn Böck?
00:43:12Das ist auch nicht die Tatwaffe.
00:43:14Und Schmauchspuren? Hat man beim Herrn Böck irgendwelche Schmauchspuren gefunden?
00:43:17Ja, Herr Stadler, aber das bringt uns auch nicht weiter, weil der Herr Böck vor zwei Tagen
00:43:20auch schon beim Jagen war. Aber laut Funkzellenabfrage waren zur Tatzeit nur der Herr Böck und das Opfer am Tatort.
00:43:28Das heißt, der Herr Böck könnte doch der Täter sein.
00:43:32Ja, das wäre aber ziemlich dumm von ihm gewesen.
00:43:34Ja, oder eben besonders schlau.
00:43:36Danke. Oder der Täter hat extra kein Handy dabei gehabt oder hat es ausgeschaltet?
00:43:40Herr Hansen.
00:43:42Einladung.
00:43:43Ah.
00:43:43Forsthaus.
00:43:44Ich muss ja los, genau. Bitteschön.
00:43:46Ja, dann, Kollegen, würde ich sagen, ja, bis morgen.
00:43:51Und Frau Stockel, vielen Dank für den Janka und dass Sie die alle ausgesucht haben und für Ihre Beratung.
00:43:56Ist auch wieder mal sehr vorausschauend von Ihnen.
00:43:59Das habe ich sehr gerne gemacht, Herr Hansen. Viel Spaß.
00:44:01Danke.
00:44:02Wiederschön, Herr Kollege. Einen schönen Abend.
00:44:04Gibt sich auch.
00:44:06Und Hallali.
00:44:08Herr Stadler, apropos Hallali.
00:44:11Und?
00:44:17Ein weiterer Idee.
00:44:19Geh, Herr Stadler.
00:44:21Das ist doch überhaupt mit sein Typ.
00:44:22Ja.
00:44:25Jung wird mein Name.
00:44:26Ich möchte eine Aussage machen.
00:44:28Waren Sie heute noch früher?
00:44:29Sie waren doch auf dem Anwesen von den Greipmeiers.
00:44:32Deswegen bin ich hier.
00:44:33Wegen dem toten Greipmeier.
00:44:58Deswegen bin ich hier. Wegen dem toten Greipmeier.
00:45:01Nicht nur die 435-2.
00:45:05Aber von den Nachbarparzellen stand nichts in den Dokumenten.
00:45:12Ich hätte mich niemals zur Ruhe setzen dürfen.
00:45:17Das war ein Fehler.
00:45:23Jetzt erst einmal langsam, Herr Jungwirth. Sie arbeiten im Sägewerk Vogel, das zum Greipmeierschen
00:45:29Imperium gehört. Und die Lena Burgstaller ist da die Geschäftsführerin.
00:45:33Ja, ich habe da gearbeitet. Bis vor drei Tagen. Es ging um die Verarbeitung von der Nussbaumlieferung.
00:45:39Und da stimmte was nicht. Das habe ich der Frau Burgstaller erzählt.
00:45:42Und was hat die dann da drauf gesagt?
00:45:44Dass mich das nichts angeht. Und dann habe ich sie gewarnt, dass es dem Herrn Böck sofort
00:45:48auffallen wird. Aber sie wollte ja nichts hören.
00:45:51Was? Das Holz war für die Tischlerei Böck bestimmt?
00:45:55Stand so auf dem Lieferschein. Ja. Schlossdielen für die Festteile in Bad Albling.
00:45:58Aha. Und Schlossdielen, was muss man sich da drunter vorstellen? Ist das so ein Autoparkettboden
00:46:04oder was?
00:46:05Nee, das ist viel edler. Das Holz sollte in eine Dicke von vier Zentimeter geschnitten werden.
00:46:10Aber laut Ansage von Frau Burgstaller haben wir es dann knapp halb so dick gemacht.
00:46:14Und wieso sollte die Frau Burgstaller so etwas veranlasst haben?
00:46:18Es gibt die doppelte Menge Bretter.
00:46:21Ah, verstehe ich. Doppelt so viel Schlossdielen, doppelt so viel Geld.
00:46:25Ich habe Sie darauf angesprochen. Sie hat gesagt, das ist ein Missverständnis.
00:46:28Und dass das Holz eigentlich nach Holland geht. Das stimmt aber nicht.
00:46:31Das habe ich auch gesagt. Er hat sie mich rausgeworfen.
00:46:34Fazit. Sie glauben, dass die Frau Burgstaller mit dem Holz bedrückt?
00:46:39Ja, das war die Frau Burgstaller. Ein Kreitmaier macht so etwas nicht.
00:46:44Und der Josef Kreitmaier muss wohl dahinter gekommen sein.
00:46:49Und dann hat sie ihn umgebracht.
00:46:51Oh, das ist jetzt aber ein schwerwiegender Verdacht, den Sie da äußern.
00:46:56Können Sie den irgendwie untermauern?
00:46:59Ich wollte ja heute Morgen zum Kreitmaier-Senior.
00:47:01Aber die Haushälterin hat mich nicht reingelassen.
00:47:03Ja, gut, Herr Jungwirth.
00:47:05Ihr habt das jetzt alles registriert.
00:47:06Wir werden natürlich Ihre Aussage überprüfen.
00:47:08Und dann schauen wir weiter.
00:47:10Dann dürfen Sie jetzt gehen.
00:47:15Schön, dass du so spontan mitgekommen bist.
00:47:18Ja.
00:47:19Ja, aber komm, der Janka ist doch neu, ne?
00:47:21Na Quatsch, der ist einfach gut in Schuss.
00:47:23Die Leute cool für dich aussehen.
00:47:24Ja, Herr Hansen, was machen Sie denn da?
00:47:27Herr Kaya und Sie?
00:47:28Wüsst ihr gar nicht, dass Sie in Rosenheim sind?
00:47:29Was machen Sie hier?
00:47:30Na ja, euer Spätzl von der Schule hat mir eigentlich...
00:47:33Oh, verzeihens. Habt mir gar nicht vorgestellt.
00:47:34Kilian Kaya.
00:47:35Freut mich.
00:47:35Ja, Herr Kaya ist ein Kollege von mir.
00:47:37Kommt eigentlich aus Passau, aber wir haben schon oft zusammen ermittelt.
00:47:39Ah, Isabella Pohl.
00:47:42Freut mich.
00:47:43Also, wollen wir?
00:47:44Die Leidens für die.
00:47:45Ja.
00:47:48Also, dann schauen wir mal nach dem Herwig und wir sehen uns, gell?
00:47:51Ja, war schön, Sie kennengelernt zu haben.
00:47:53Bis später.
00:47:54Darf ich?
00:47:55Oh, gerne.
00:47:56Das ist ein richtiger Gentleman.
00:47:58Danke.
00:47:59Servus, Isabella.
00:48:00Hey, Volker.
00:48:01Oh, darf ich dir jemanden vorstellen?
00:48:03Sven Hansen, ein guter Freund.
00:48:05Sven, das ist Volker Gröning, der Vorsitzende des Jagdvereins.
00:48:08Freut mich.
00:48:09Du hast ja das schon vom Kreidmeier-Josef gehört haben.
00:48:12Ja.
00:48:12Er soll erschossen worden sein.
00:48:13Ja, ist schrecklich.
00:48:14Jetzt komm.
00:48:17Ja, danke schön.
00:48:22Hallo, guten Abend.
00:48:23Hallo, hallo.
00:48:30Was hat der an?
00:48:32Einen Janker?
00:48:32Ja.
00:48:34Das kann ich mir beim besten Wort nicht vorstellen.
00:48:36Doch.
00:48:37Und du bist sicher, dass du den Sven nicht mit dem Herrn Stadler verwechselst?
00:48:40Ach, sehr witzig.
00:48:42Das ist klar wie nett.
00:48:44Doch.
00:48:45Warum in aller Welt sollte Sven Hansen einen Trachtenjanker anziehen?
00:48:50Ein Bekannter hat ihn zu einer Veranstaltung eingeladen des Jagdvereins St. Hubert.
00:48:55Nee, St. Hubertus.
00:48:57Na jedenfalls scheint er Tracht gern gesehen zu sein.
00:48:59Na, den Bekannten würde ich ja gern mal kennenlernen.
00:49:03Ich auch.
00:49:07Oh, hier ist schon frisch geworden, ne?
00:49:09Ja.
00:49:09Für mich gibt's kein Glatteis.
00:49:12Warte mal.
00:49:18Dankeschön.
00:49:19Vielleicht hilft das ein bisschen.
00:49:22Darf ich dich noch nach Hause bringen?
00:49:24Ach, ist ganz lieb, aber ich hab schon ein Taxi bestellt.
00:49:27Du musst hier in eine ganz andere Richtung.
00:49:29Wir sehen uns aber ganz bald wieder, okay?
00:49:31Ja, gern.
00:49:32Na, danke für den schönen Abend.
00:49:34Das fand ich auch.
00:49:37Na, da kommt's schon.
00:49:43Abend. Taxi für Pol?
00:49:45Ja.
00:49:45Na dann, gute Nacht.
00:49:50Bis dann.
00:49:51Bis dann.
00:50:17Jesus.
00:50:18Der Josef Greipmeier ist ermordet worden.
00:50:21Haben Sie das gewusst?
00:50:23Ja, entschuldigen Sie, Frau Hofer.
00:50:24Ich arbeite bei der Mordkommission.
00:50:26Der Herr Hansen und ich ermitteln in dem Fall.
00:50:29Wieso haben Sie den gekannt?
00:50:30Den Sohn vom Holzbaron?
00:50:32Na, freilich.
00:50:33Mit dem hab ich immer mal wieder zu tun gehabt.
00:50:35Über den Stadtrat.
00:50:36Und was war das so für ein Typ?
00:50:39Also der war ziemlich von sich selbst überzeugt.
00:50:42Und soll einen Hang zum schnellen Geld gehabt haben.
00:50:45Oh, das ist keine gute Eigenschaft im Holzgeschäft.
00:50:48Ein Baum braucht Zeit.
00:50:49Außerdem hat er immer mal wieder eine Geliebte gehabt.
00:50:53Ja, er hat gut ausgeschaut.
00:50:54War vermögend.
00:50:55Mei, das fanden halt einige Damen offensichtlich sehr anziehend.
00:51:01Oh.
00:51:02Oh.
00:51:03Sie können sich gern noch einen Kaffee machen, Herr Stadl.
00:51:05Sie wissen ja, wo er steht, gell?
00:51:07Aha.
00:51:07Nur zur Orientierung, wie viel Löffel nehmen Sie da?
00:51:10Wie immer.
00:51:12Aha.
00:51:16Morgen, Papa.
00:51:17Morgen, Felix.
00:51:18Wo gehst du denn hin?
00:51:20Zu Opa.
00:51:21Wir sind zum Frühstück verabredet.
00:51:23Und mich will er nicht dabei haben?
00:51:25Von dir hat er nichts gesagt.
00:51:30Ich komm trotzdem mit.
00:51:35Du weißt doch, wie der Josef war.
00:51:37Ich konnte mich da überhaupt nicht durchsetzen.
00:51:40Das mit der Parzelle 4352, das war...
00:51:44Das war eine Ausnahme.
00:51:46Das war keine Ausnahme.
00:51:48Josef hat nicht nur die 4352 gefällt, er hat einen ganzen Hang gerodelt.
00:51:52Das kann doch nicht sein, Vater.
00:51:54Du irrst dich.
00:51:55Entschuldige, Maier.
00:51:56Felix und ich waren da.
00:51:58Wir haben es doch mit eigenen Augen gesehen.
00:52:00Ich habe euch vertraut.
00:52:03Dir und deinem Bruder.
00:52:04Was habe ich euch immer gepredigt?
00:52:07Man muss langfristig denken.
00:52:09Ich schwöre dir.
00:52:11Ich habe davon nichts gewusst.
00:52:15Du sagst doch selbst, es hätte irgendwelche Verträge oder Lieferpapiere geben müssen.
00:52:20Aber da war nichts.
00:52:22Na gut, dann gehen wir gleich ins Büro und gehen nochmal alles durch.
00:52:25Es muss sich ja wohl irgendwo etwas finden lassen.
00:52:37Ja, moin, moin, Herr Kaja.
00:52:39Jetzt laufen wir uns schon wieder über den Weg.
00:52:40Was machen Sie jetzt hier?
00:52:41Wenn ich doch schon in der Stadt bin, hat man gedacht, dass ich noch bei der Miriam vorbeischau.
00:52:45Dann würden Sie sich freuen.
00:52:46Waren Sie gestern Abend noch lange im Dings im Forsthaus?
00:52:50Moment.
00:52:51Ich habe sie da gar nicht mehr gesehen.
00:52:52Ich bin mit meinen Leuten hinten in der Ziermstube gesessen.
00:52:55Aber sagen Sie mal, Ihre Freundin von gestern, das war eine ganz nette Idee.
00:52:59Isabella.
00:53:00Ah, Isabella.
00:53:02Kennen Sie sich schon länger?
00:53:03Nein, nein, erst seit ein paar Tagen.
00:53:05Übrigens, falls Frau Stocker Sie auf das Ganze anspricht, muss nicht unbedingt jeder wissen.
00:53:11Okay?
00:53:11Keine Sorge, Hansen.
00:53:12Tratschen ist nicht so mein Ding.
00:53:14Dann ist ja gut.
00:53:15Freuen wir.
00:53:16Ja.
00:53:17Guten Morgen, liebe Frau Stocker.
00:53:18Guten Morgen, Herr Hansen.
00:53:20Schauen Sie mal, wen ich mitgebracht habe.
00:53:21Ach, der Kilian, was machst du bei uns in Rosenheim?
00:53:24Grüß, Miriam.
00:53:25Also, ich habe mich gestern Abend mit einem alten Spitzel von Frühjahr getroffen, den
00:53:28es vor ein paar Jahren nach Rosenheim verschlagen hat.
00:53:30Und der hat mich ins Forsthaus Heiliger aneignet.
00:53:33War es denn ein schöner Abend?
00:53:35Ja, ein sehr schöner Abend.
00:53:36Moin, Herr Stadler.
00:53:37Moin.
00:53:38Und Frau Stocker, Sie hatten den richtigen Riecher.
00:53:41Ohne Janka wäre ich da aufgeschmissen gewesen.
00:53:43Gell?
00:53:44Ja, da ist ja der Herr Kaya.
00:53:46Welche Überraschung.
00:53:47Grüß Sie, Herr Stadler.
00:53:48Herr Stadler, stellen Sie mir vor, der Kilian und der Herr Hansen haben sich gestern zufällig
00:53:53im Forsthaus Heiliger Anna getroffen.
00:53:55Äh, Sachen gibt's.
00:53:57Herr Hansen, bevor ich es vergiss, gestern, wie Sie weg waren, war noch ein Zeuge hier,
00:54:02ein gewisser Thomas Jungwirt.
00:54:04Ach, bin ich dem zufällig gestern noch im Treppenhaus begegnet?
00:54:07Dann war das der, den wir bei den Kreitmeiers gesehen haben.
00:54:10Ganz genau der, der hat eine gewisse Lena Burgstaller schwer belastet, die leitet das Sägewerk
00:54:14von den Kreitmeiers und soll angeblich hinterm Rücken vom Josef Kreitmeier grumme Geschäfte gemacht haben.
00:54:20Und der Herr Jungwirt meint jetzt, sie könnte den Kreitmeier umbracht haben.
00:54:24Das ist ja mal interessant.
00:54:26Der Name Kreitmeier ist gestern Abend wohl bei einigen gefallen.
00:54:28Meine Leute haben nämlich gemeint, dass der Friedrich Kreitmeier sich ja eigentlich wohl
00:54:31aus den Geschäften zurückgezogen hat.
00:54:33Aber der hat seinen Söhn in letzter Zeit auch immer mehr misstraut.
00:54:37Misstraut?
00:54:37Aha, das heißt?
00:54:38Naja, dass er das Geschäft wieder hat übernehmen wollen, um den Laden auf Vordermann zu bringen.
00:54:43Um ihm dann seinem Enkel zu übergeben.
00:54:46Das deckt sich jetzt wiederum mit dem, was mir Frau Hofer heute in der Früh gesagt hat.
00:54:50Und zwar an Josef Kreitmeier, so wie es um das schnelle Geld gegangen sei.
00:54:52Und das konnte den alten nicht passt haben, weil ein Baum braucht Zeit.
00:54:57Ja, vielen Dank, Herr Kaya.
00:54:58Also kaum sind Sie da, schauen Sie mal weiter.
00:55:00Immer gerne.
00:55:01Dann beste Grüße an die Kollegen.
00:55:03Richtig aus.
00:55:03Dann bis zum nächsten Mal.
00:55:08Und wir trinken jetzt einen Kaffee.
00:55:10Ja, das ist eine gute Idee.
00:55:15Herr Kollege, frage ich, warum haben Sie von dem allem nichts mitgekriegt, was der Herr Kaya herausgefunden hat?
00:55:22Was haben Sie den ganzen Abend gemacht?
00:55:24Ich war eben woanders und habe mit anderen Leuten gesprochen.
00:55:28Das kann man mir vorstellen, mit wem.
00:55:29Was?
00:55:30Nix.
00:55:31Aha.
00:55:32Dieser Herr Jungwirth meint also, dass Josef Kreitmeier, der Frau Burgstaller, auf die Schliche gekommen ist und sie hat ihn
00:55:37darauf hinschossen.
00:55:39Okay.
00:55:39Dann würde ich vorschlagen, dass wir Frau Burgstaller nachher mal auf den Zahn führen.
00:55:43Vorschlag angenommen, aber weil wir jetzt gerade beim Thema sind, ich habe noch etwas herausgefunden.
00:55:47Und zwar der Josef Kreitmeier soll wechselnde Affären gehabt haben.
00:55:50Ach.
00:55:51Haben Sie denn das her?
00:55:52Ja.
00:55:53Ich habe da so meine Quelle.
00:55:55Was hat Frau Hofer auch erzählt, mit wem?
00:55:59Das hat sie jetzt nicht gewusst.
00:56:01Hm.
00:56:10Grüß Gott.
00:56:11Hallo.
00:56:12Kann ich Ihnen hilflich sein?
00:56:14Gerne.
00:56:15Ich bin Isabella Pohl und ich suche Herrn Hansen.
00:56:17Aha.
00:56:18Ich wollte ihm seinen Schal zurückbringen.
00:56:20Na, den wird er sicher brauchen können bei dem Wetter.
00:56:23Kommen Sie mit.
00:56:24Danke.
00:56:25Du konntest mir doch sagen, mit wem der Herr Hansen da gestern im Forster war.
00:56:29Ich weiß nicht, wovon du redest.
00:56:31Ja.
00:56:32Frau Stockel.
00:56:33Ah, grüß Gott, Herr Kaya.
00:56:35Frau Stockel, ich habe hier einen Besuch für den Herrn Hansen.
00:56:38Aber Kilian.
00:56:39Isabella, so sieht man Sie wieder, hm?
00:56:42Ja, Herr Kaya, was machen Sie bei uns?
00:56:44Also, ich bin eigentlich privat da und habe der Kollegin nur Hallo sagen wollen.
00:56:48Oh, das ist nett.
00:56:50Isabella, hallo.
00:56:51Das ist eine Überraschung.
00:56:52Hey.
00:56:52Wollen wir zu mir rüber gehen?
00:56:54Ja, gerne.
00:56:55Sie entschuldigen mich kurz.
00:57:02Herr Achtziger, wer ist die Dame?
00:57:04Ach, eine gewisse Isabella Pohl.
00:57:06Sie wollte nur dem Herrn Hansen einen Schal vorbeibringen.
00:57:08Vorbeibringen, apropos vorbeibringen.
00:57:10Wenn Sie mir einen Kaffee bringen könnten, wäre ich Ihnen dankbar.
00:57:14Selbstverständlich.
00:57:15Ist quasi schon eingeschenkt.
00:57:17Wunderbar.
00:57:24Gestalt.
00:57:27Ah.
00:57:29Isabella Pohl, der Bekannte vom Herrn Hansen.
00:57:32Gell, und du hast gestern die beiden gesehen.
00:57:34Na, Miriam, du lässt mich da raus.
00:57:36Ah.
00:57:37Ah, der steht doch total auf dir, oder?
00:57:39Kein Kommentar.
00:57:42Herr Stadler.
00:57:43Ich glaube, der Herr Hansen braucht meine Unterstützung.
00:57:46Frau Stockel, wollten wir nicht dem Herrn Achtziger einen Kaffee sehen?
00:57:49Wollten wir.
00:57:50Bevor er kalt wird.
00:57:51Ja.
00:57:52Ja, danke, dass du extra dafür vorbeigekommen bist.
00:57:54Gerne.
00:57:55Jetzt weiß ich immerhin, wo du arbeitest.
00:57:56Genau.
00:57:58Herr Hansen.
00:58:00Frau Stockel.
00:58:02Das mit dem Tisch heute Abend hat übrigens geklappt.
00:58:06Mit dem Tisch?
00:58:07Heute Abend im Hirsch.
00:58:09Ein Tisch für zwei Personen.
00:58:12Ah, ja, genau.
00:58:14Ach, für uns?
00:58:15Ja, ich habe mir gedacht, kommst du?
00:58:19Ja, warum nicht?
00:58:21Schön.
00:58:2220 Uhr.
00:58:23Genau.
00:58:2420 Uhr.
00:58:26Okay.
00:58:27Dann bis dann.
00:58:28Ja, ich freue mich.
00:58:29Ich mich auch.
00:58:37Ach, äh, haben Sie das mit die Janka inzwischen klären können?
00:58:40Hat sich erledigt.
00:58:41Hätten Sie sonst noch was braucht?
00:58:43Nein, danke.
00:58:51So, Miriam, bevor ich mich noch in irgendwas anders verstrick, gehe jetzt lieber.
00:58:55Aber danke für den Kaffee.
00:58:56Ja, jederzeit gerne und merke, Kilian, es kommt alles raus.
00:59:07Frau Stockel, das mit dem Tisch gerade eben, das war zwar sehr nett von Ihnen, aber
00:59:11fanden Sie das nicht etwas, ja, übergriffig?
00:59:15Wieso?
00:59:16Wegen dem Janka waren Sie mir doch auch dauernd.
00:59:18Ja, ja, aber ab hier übernehme ich wieder das Ruder.
00:59:23Wegen dem Janka.
00:59:24Geben Sie mir bitte mal die Rechnung, dann überweise ich das gleich.
00:59:26Ich kümmere mich drum, Herr Hansen.
00:59:28Danke.
00:59:28Bitte.
00:59:37Ja, Servus, Karl. Was verschafft mir die Ihre?
00:59:40Ja, Gerd, grüß dich. Ich wollte mich nur einmal bei dir melden, weil ich ja schon länger
00:59:44nichts mehr gehört habe von dir.
00:59:45Und, äh, diesen grünen Janka, den du dir ausgesucht hast.
00:59:49Janka.
00:59:49Genau, den hätte ich dir auch empfohlen.
00:59:52Den grünen Janka.
00:59:54Ja, und noch was, Gerd.
00:59:56Ich kriege in den nächsten Tagen eine Sendung mit Hirschlederwesten.
00:59:59Sind zwar nicht ganz billig, aber wunderschön, sag ich dir.
01:00:03Und wenn du willst, dann lege ich dir ein paar Teile zur Auswahl zurück.
01:00:06Janka, du, und, äh, es würde mich freuen, wenn ich dich dieses Mal persönlich beraten
01:00:14darf, hä?
01:00:15Ja, ja, äh, sicher, Karl.
01:00:17Du, äh, du, du, tut mir einfach beleid, aber im Moment ist gerade ganz schlecht.
01:00:21Ich rufe dich nach, Herr Zug.
01:00:22Ja, äh, ich rufe dich nach.
01:00:53Der Herr Mittermeier hat mir diese Worte in den Mund gelegt.
01:00:56Ich habe nur nicht widersprochen.
01:00:57Wissen Sie, in was für einer Lage Sie mich da mitgebracht haben?
01:01:01Ich wollte dem Herrn Hansen nur eine Freude machen.
01:01:03Der Herr Mittermeier hätte mir die Janka nie mitgegeben.
01:01:06Das nächste Mal sagen Sie es mir gleich.
01:01:08Es kommt ja eh immer alles raus.
01:01:10Wo geht der Aufschirm?
01:01:11Herr Mohr.
01:01:13Was ist denn mit Janka?
01:01:14Frage nicht.
01:01:17Hast du wenigstens bessere Laune?
01:01:18Ja.
01:01:19Ich komme gerade aus der KTU.
01:01:21Wir haben das Notizbuch freigeben.
01:01:22Und?
01:01:23Na nix.
01:01:24Das meiste kannst du nicht lesen.
01:01:25Und was lesen kannst, das verstehst du nicht.
01:01:43So, schau her.
01:01:44Das ist ja der Herr Jungwirth.
01:01:46Stimmt.
01:01:46Ich dachte, der wäre entlassen worden.
01:01:48Das habe ich mir auch gedacht.
01:01:49Und, äh, Herr Jungwirth, Entschuldigung.
01:01:52Hallo.
01:01:54Was waren Sie da, wenn ich fragen darf?
01:01:56Sie haben da gestern zu mir gesagt, dass Sie gekündigt worden sind.
01:01:59Gekündigt?
01:02:00Ich, äh, nee, das war am Ende ein großes Missverständnis.
01:02:04Ein Missverständnis.
01:02:05Und was ist dann mit den Vorwürfen gegen Ihre Chefin?
01:02:08Nee, das waren ja keine Vorwürfe.
01:02:10Das waren mehr so Vermutungen.
01:02:12Vermutungen?
01:02:13Grüß Gott.
01:02:14Gibt's ein Problem?
01:02:16Helena Burgstaller, ich bin hier die Geschäftsführerin.
01:02:19Wunderbar, zu Ihnen wollten wir gerade.
01:02:21Schauen Sie her, mein Name ist Stadler Grippe Rosenheim.
01:02:23Das ist mein Kollege, der Herr Hansen.
01:02:24Tag.
01:02:25Sie kommen sicher wegen dem Josef, richtig?
01:02:27Kommen Sie am besten mit rüber in mein Büro.
01:02:29Das ist immer ungestört.
01:02:30Gut.
01:02:31Thomas?
01:02:32Ja?
01:02:32Du wirst bei den Kanthölzern gebraucht.
01:02:33Ja, bin schon unterwegs.
01:02:38So, bitteschön.
01:02:39Dankeschön.
01:02:41Frau Burgstaller, hatten Sie irgendwelche Probleme mit dem Herrn Kreitmeier?
01:02:45Ich?
01:02:45Nein.
01:02:46Wir haben immer super zusammengearbeitet.
01:02:49Der Josef hat an mich geglaubt und mich unterstützt, dass ich hier die Geschäftsleitung übernehme.
01:02:53Und dafür waren Sie ihm dankbar?
01:02:55Ja.
01:02:56Es gab eine Menge schiefe Blicke, als ich hier angefangen habe.
01:02:59Das können Sie mir glauben.
01:03:00Schiefe Blicke, weil?
01:03:01Weil ich eine Frau bin.
01:03:03Eine Auswärtige.
01:03:05Und weil ich noch wenig Erfahrung hatte.
01:03:06Suchen Sie sich was aus.
01:03:08Bitte.
01:03:08Ja, danke.
01:03:10Seit wann sind Sie denn hier schon tätig?
01:03:14Seit gut zwei Jahren.
01:03:16Ich habe meinen Abschluss im BWL gemacht und danach habe ich hier und da gearbeitet und dann habe ich hier
01:03:21angefangen.
01:03:22Frau Burgstaller, es gibt Gerüchte, dass hier, also sprich im Sägewerk, nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
01:03:29Stichwort die letzte Nussbaumholzlieferung.
01:03:32Ja, Sie sollen für den Herrn Böck das Holz dünner geschnitten und damit die doppelte Fläche hergestellt haben.
01:03:38Wir gehen jetzt gegenwärtig davon aus, dass Sie das restliche Holz auf eigene Rechnung weiterverkauft und somit Ihren Arbeitgeber geschädigt
01:03:46haben.
01:03:47Also bevor Sie weiterreden.
01:03:49Das war ein Missverständnis von Thomas Jungwirth, aber das haben wir geklärt.
01:03:53Sie können gerne die Unterlagen einsehen.
01:03:55Das Holz für den Herrn Böck hatte genau die vereinbarte Stärke.
01:03:59So wurde es bestellt, so haben wir es geliefert und ich bin sicher, der Herr Böck wird es bestätigen.
01:04:06Sie sind auch überhaupt nicht nachtragen und deswegen haben Sie dem Herrn Jungwirth Gleiweter seinen Job zurückgegeben.
01:04:14Es hat nie eine Entlassung gegeben. Ich weiß nicht, was er sich da zusammengereimt hat.
01:04:18Wir können es uns ja gar nicht leisten, Fachkräfte zu verlieren.
01:04:24Und glauben Sie das mit den ganzen Missverständnissen, dass sich der Herr Jungwirth das eigentlich alles nur eingebildet hat?
01:04:30Nein, überhaupt nicht. Aber zumindest stand in den Papieren, die uns die Frau Burgstaller da präsentiert hat, alles ganz korrekt
01:04:36drin.
01:04:37Ja, das mag schon sein, aber der Thomas Jungwirth schaut mir nicht so aus wie einer, der so eine massiven
01:04:43Anschuldigungen gegen die Greipmaus, gegen die Frau Burgstaller, einfach so in die Welt hinaus passend.
01:04:47Na ja, mal sehen, was uns der Herr Böck dazu sagt.
01:04:50Wissen Sie, was mir ich noch denke? Warum hat der Josef Breitmaier die Frau Burgstaller als Geschäftsführerin eingesetzt, wo sie
01:04:57doch so unerfahren war, wie er sich selber gesagt hat?
01:05:00Vielleicht stand er ja auf sie.
01:05:02Möglich.
01:05:03Wollen wir los?
01:05:04Haben Sie noch was auf dem Herzen?
01:05:06Nein.
01:05:11Frau Stockel, was gibt's denn?
01:05:13Herr Stadler, folgendes, der Michi hat mir gerade das Notizbüchlein von Greitmaier aus der KTU vorbeigebracht, aber ich sag's Ihnen
01:05:19ganz ehrlich, entweder man kann's nicht lesen oder man versteht das Ganze nicht.
01:05:24Ja, legen Sie es uns trotzdem hier, vielleicht können wir ja was damit anfangen. Sonst noch was?
01:05:29Ja, die Telefonlisten ist endlich gekommen.
01:05:31Ah, sehr gut. Frau Stockel, schauen Sie doch mal nach, mit wem der Josef Breitmaier als letztes telefoniert hat.
01:05:37Herr Stadler, das habe ich doch schon längst, das war mit seinem Vater. Der Josef Breitmaier hat ihn um 22
01:05:43.29 Uhr angerufen, zuvor hat ihn aber der Ignatius Böck angerufen.
01:05:49Moment einmal, dass ich das jetzt richtig verstehe. Also der Herr Böck hat den Josef Breitmaier vorgestern Abend angerufen und
01:05:56kurz darauf hat der dann mit seinem Vater telefoniert.
01:05:59Ganz genau, das waren die einzigen Gespräche an diesem Abend.
01:06:03Gut, Frau Stockel, danke für die Information. Stadler, Ende.
01:06:07Ja.
01:06:09Da hat uns der Friedrich Breitmaier tatsächlich angelangt.
01:06:12Ja.
01:06:13Ja.
01:06:13Ja.
01:06:27Also offiziell wurden die anderen Parzellen nicht angerührt.
01:06:30Aber die Bäume sind gefällt worden. Das geschlagene Holz löst sich nicht in Luft auf. Es muss was Schriftliches da
01:06:38sein. Josef kann sich das nicht alles im Kopf gemerkt haben.
01:06:42Wo ist eigentlich sein Notizbuch? Dieses kleine Schwarze, das er immer bei sich trug.
01:06:47Ja, das liegt vermutlich bei der Polizei.
01:06:52Und was steht da drin in dem schreibsten Notizbuch?
01:06:57Ich schätze, die Geschäfte, von denen keiner wissen sollte.
01:07:06Achtziger?
01:07:07Herr Achtziger, Kreitmaier hier.
01:07:11Grüß Gott, Herr Kreitmaier. Mein aufrichtiges Beileid zum Tod Ihres Sohnes.
01:07:16Danke. Wissen Sie schon, wer es gewesen ist?
01:07:21Herr Kreitmaier, wir stecken noch mitten in den Ermittlungen.
01:07:25Ich mache es kurz.
01:07:26Wann kann meine Familie wieder über die privaten und geschäftlichen Unterlagen verfügen, die Ihre Kollegen konfisziert hatten?
01:07:33Wie schon gesagt, die Ermittlungen laufen noch. Aber sobald die Unterlagen freigegeben sind, melde ich mich bei Ihnen.
01:07:42Gut, dann höre ich von Ihnen und hole ab, was geht.
01:07:57Bitte. Ja, danke.
01:08:03Amtlich, amtlich.
01:08:06Hallo.
01:08:07Grüß Gott. Wir möchten gern zum Herrn Böck.
01:08:11Ja, einfach die Treppe rauf zum Showroom.
01:08:13Danke.
01:08:14Bitte.
01:08:17Ja, also ich würde sagen, Sie schlagen das dem Kunden vor.
01:08:20Und dann schauen wir...
01:08:21Klack, die Herren.
01:08:23Herr Böck, wir hätten dann ein paar Fragen an Sie.
01:08:26Ja, selbstverständlich. Ich habe ja gesagt, jederzeit.
01:08:29Wir besprechen bis später.
01:08:32Ja.
01:08:32Wie kann ich Ihnen helfen?
01:08:34Sie haben vorgestern Abend den Josef Greitmeier angerufen, so um 22.20 Uhr.
01:08:40Und was ist denn bei dem Gespräch gegangen?
01:08:43Wir haben eigentlich nur kurz darüber gesprochen, dass es bei der Verabredung bleibt.
01:08:47Aber eigentlich waren Sie ja mit dem Senior, also sprich mit dem Friedrich Greitmeier zum Jagenverabreden.
01:08:53Das hat er uns selber erzählt.
01:08:56Nein, nein, nein.
01:08:58Da müssen Sie was missverstanden haben.
01:09:00Und schon wieder ein Missverständnis.
01:09:03Ja, aber dass Sie von den Greitmeiers an die ganze Lieferung Nussbaumholz bezogen haben, das ist jetzt kein Missverständnis, oder?
01:09:11Sie meinen die neuen Böden für die Festhalle in Bad Aibling?
01:09:172600 Quadratmeter.
01:09:19Das war ein schöner Auftrag.
01:09:23Wir haben da Hinweise drauf, dass dieses Nussbaumholz wesentlich dünner geschnitten war, als Sie es eigentlich im Sägewerb bestellt haben.
01:09:30Nein, nein.
01:09:31Das ist völlig unmöglich.
01:09:32Schauen Sie.
01:09:33Hier.
01:09:35Das ist das Muster für die Festhalle in Bad Aibling.
01:09:39Vier Zentimeter Schlossdielen.
01:09:40Die halten eine Ewigkeit.
01:09:42Die haben wir in der Stärke verbaut, genau wie mit der Gemeinde vereinbart.
01:09:46Na gut, das werden wir natürlich überprüfen.
01:09:48Ja, es gibt ja auch Mittel und Wege, bereits verlegte Dielen auf Ihre Stärke zu untersuchen, ne?
01:09:54Danke.
01:09:57Wiederschauen.
01:09:57Ja, Wiedersehen.
01:10:00Ach, warten Sie.
01:10:01Ähm, ist gar nicht nötig.
01:10:07Kommen Sie.
01:10:14Da drüben sind die Reste der Dielen, die meine Leute in Bad Aibling verbaut haben.
01:10:21Das gibt's doch gar nicht.
01:10:23Sie haben völlig recht.
01:10:25Die sind viel zu dünn.
01:10:26Ach, kommen Sie, Herr Böck.
01:10:27Wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass Ihnen das erst jetzt aufhört?
01:10:30Es ist ja nicht so, dass ich den Boden persönlich verlegt habe.
01:10:34Ich verstehe doch auch nicht, wie das passieren konnte.
01:10:35Ja, aber spätestens Ihre Mitarbeiter hätten das mitgekommen müssen, dass das Material nicht ganz so stark ist.
01:10:41Meine Mitarbeiter führen einfach nur einen Auftrag aus.
01:10:45Nein, nein, nein, nein.
01:10:46Ich bin eindeutig betrogen worden.
01:10:48Wissen Sie, was ich glaube?
01:10:50Sie haben den Josef Greitmeier betrogen.
01:10:52Und zwar zusammen mit der Frau Burgstaller.
01:10:54Und er ist Ihnen dahinter gekommen und Sie wollten eine Aussprache und deswegen haben Sie ihn im Wald gelogen.
01:10:59Wo es keine Zeugen gab.
01:11:00Und da haben Sie ihn an der Schossen.
01:11:01Und dann haben Sie uns angerufen.
01:11:03Was?
01:11:04Ich sage, was?
01:11:06Das ist doch lächerlich.
01:11:08Ich habe niemand betrogen.
01:11:11Und überhaupt deswegen bringe ich doch niemanden um.
01:11:13Den Schaden mit dem Holz werden Sie der Gemeinde weit Aibling ersetzen müssen, Herr Böck.
01:11:17Und die Kollegen vom Betrug werden bestimmt auch noch einiges finden, für das Sie sich verantworten müssen.
01:11:21So, und ich rufe jetzt die Kollegen an.
01:11:23Die sollen Sie aufs Kommissariat bringen.
01:11:25Also ich empfiehame.
01:11:26Gut, gehen wir.
01:11:29Ja, Stadler.
01:11:32Der Herr Böck berechnet der Gemeinde Bad Aibling ein massives, hochwertiges Nussbaumholz.
01:11:38Lasst aber dann bloß höchstens dickes Material verbauen.
01:11:40Den Rest verkauft er dann irgendwo hier.
01:11:42Sicher ein Gutsgeschäft.
01:11:43Ja.
01:11:44Der Herr Greitmeier hat doch die Frau Burgstaller ganz bewusst auf diese Posten gesetzt.
01:11:48Mit dem Herrn Böck haben die gemeinsame Sache gemacht.
01:11:51Bad Aibling ist da bestimmt nur die Spitze von Maisberg.
01:11:53Wenn wir da weiter nachbohren, werden wir feststellen, dass Sie das die letzten Jahre häufiger so gemacht haben.
01:11:58Das denke ich auch.
01:12:00Aber wenn das wirklich so klaffe ist, wer von denen hätten einen Grund gehabt, den Josef Greitmeier zu ermorden?
01:12:07Also im Prinzip hätten es dann doch alle drei davon profitiert, oder?
01:12:10Ja, und dieses Notizbuch da.
01:12:15Das kleine.
01:12:16Das Schwarze.
01:12:17Ja, Frau Stockl hat doch erzählt, dass die KTU das jetzt freigegeben hat.
01:12:20Vielleicht bringt uns das ja weiter.
01:12:21Aber so wie die Frau Stockl den Inhalt beschreibt, müssen wir entweder Hieroglyphen entziffern oder gut im Raten sein.
01:12:27Wunderbar.
01:12:28Liegt uns doch beides, Ihr Kollege.
01:12:37Ich glaube, ich habe hier was.
01:12:39Weiß nicht.
01:12:40Also das könnten irgendwelche Passwörter sein oder Zahlungen.
01:12:44Also was diese Kürzel hier zu bedeuten haben, keine Ahnung.
01:12:47Und dann die Namen.
01:12:48Zum Beispiel Lili Ungemach.
01:12:512, 12, 34 bis 22, 11, 59.
01:12:56Und danach 0, 2, 1, 3, 4, 6, 7, 0, 0.
01:12:59Mei, vielleicht ist das der Name von der Bekannten oder von der alten Kundschaft oder so.
01:13:03Mhm.
01:13:05Also wenn das Geburts- und Todestag sein soll, dann ist das eine ehemalige Bekannte.
01:13:09Ja.
01:13:10Jetzt Moment einmal.
01:13:11Das sind genau 20 Ziffern.
01:13:13Okay, das bringt uns ja sehr weiter.
01:13:14Ja, das könnte eine Bankverbindung sein.
01:13:17IBAN hat immer zwei Buchstaben und 20 Ziffern.
01:13:19Ah, also wenn IBAN, dann könnten die Initialen von Lili Ungemach für LU stehen?
01:13:26Das wäre dann eine Bauchverbindung in Luxemburg.
01:13:29Luxemburg.
01:13:29Stockel?
01:13:30Stockel.
01:13:42Herr Reim.
01:13:43Herr Achtziger, die Kretmaer ist, wenn jetzt da.
01:13:46Ah ja, sollen bitte reinkommen.
01:13:47Bitte.
01:13:49Grüß Gott, Herr Kretmaer.
01:13:51Grüß Gott, Herr Achtziger.
01:13:53Ja, tut mir leid, dass wir uns unter diesen traurigen Umständen wiedersehen.
01:13:57Ja, leider.
01:13:59Lässt sich nun mal nicht ändern.
01:14:02Das ist übrigens mein Enkel Felix.
01:14:05Grüße Sie.
01:14:05Schön, Sie kennenzulernen.
01:14:06Ganz meinerseits.
01:14:08Ja, Herr Kretmaer, bevor wir Ihnen die persönlichen Gegenstände und Unterlagen Ihres verstorbenen Sohnes übergeben,
01:14:14hätten die Herrenkommissarin noch ein paar Fragen an Sie.
01:14:18Herr Kretmaer, wir wissen, dass Ihr Sohn Josef, sagen wir mal, krumme Geschäfte gemacht hat, an den Büchern vorbei.
01:14:25Wir haben bei den Sachen, die Ihr Sohn bei sich hatte, dieses kleine schwarze Notizbücherl gefunden.
01:14:30Und wir vermuten jetzt, dass Sie genau wegen dem Bücherl da die Sachen von Ihrem Sohn unbedingt so schnell zurückhaben
01:14:36wollten.
01:14:37Ja.
01:14:38Sie haben mitbekommen, dass in Ihrer Firma nicht alles mit rechten Dingen zugeht,
01:14:41und deswegen wollten Sie Ihren Söhnen auch die Geschäftsführungen ziehen.
01:14:45Ein Baum braucht Zeit.
01:14:48Und meine Söhne haben mehr abverkauft, als nachwachsen konnte, und das sollte ich nicht mitbekommen.
01:14:53Sie haben den Namen Kretmaer verraten.
01:14:57Herr Kretmaer, warum haben Sie uns erzählt, dass Sie Ihren Sohn überredet haben, dass er an Ihrer Stelle mit Herrn
01:15:03Böck auf die Jagd geht?
01:15:04Das Gegenteil war ja davon. Er hat Sie überredet, dass er mit ihm allein gehen kann.
01:15:09Er meinte, er hätte mit ihm was Wichtiges zu besprechen, und das kann er nicht warten.
01:15:13Ich habe da gleich geahnt, dass da irgendetwas nicht stimmt.
01:15:16Ja, wir haben herausgefunden, dass der Sohn gemeinsam mit Herrn Böck Betrug im großen Stil betrieben hat.
01:15:21Die haben das Holz für die Festhalle in Bad Aibling wesentlich dünner geschnitten, als im Vertrag vereinbart war,
01:15:26und das restliche Holz haben Sie an den Büchern vorbei weiterverkauft.
01:15:30Mein Sohn hat mich nicht nur hintergangen, sondern er hat ganz allgemein betrogen.
01:15:33Ich wollte Ihre Untersuchungen nicht behindern, aber ich musste doch auch den Ruf meines Unternehmens schützen,
01:15:42auch wenn es dafür längst zu spät war.
01:15:46So, und jetzt hoffe ich, Sie finden den Mörder meines Sohnes.
01:15:49Das hoffen wir auch.
01:15:51Ah ja, Sie sind wahrscheinlich Felix, der Sohn von Sebastian Kreitmeier?
01:15:55Ja, genau.
01:15:56Ah, Herr Kreitmeier, eine Frage habe ich noch.
01:15:59Ihr Sohn, der Josef, der soll regelmäßig Affären gehabt haben. Wissen Sie da was drüber?
01:16:05Das ist eine Unterstellung, entbehrt jeglicher Grundlage.
01:16:09Wenn Sie jetzt keine weiteren Fragen haben, dann gehen wir.
01:16:12Gut, jetzt. Auf Wiedersehen.
01:16:15Wiedersehen.
01:16:15Wiederschauen.
01:16:21So, Frau Stockel, wie schauten Sie aus, seien Sie jetzt mit der Bank in Luxemburg schon weitergekommen?
01:16:25Ja, Herr Stadler, wollte ich gerade sagen, und stellt es euch vor.
01:16:29Ich komme gerade von der KTU.
01:16:31Der Ing hat Hochwasser gehabt.
01:16:34Das Hochwasser ist jetzt weg, und was ist übergeblieben?
01:16:37Ein Gewehr. Ganz alleine am Ufer.
01:16:39Und dieses Gewehr hat ein Spaziergänger gefunden, der Herr Dolbenbacher Pützersberger,
01:16:43gemeinsam mit seinem Hund, mit dem Seppi.
01:16:45Herr Mohr, wo ist das Gewehr jetzt? In der KTU?
01:16:48Genau.
01:16:49Also, Ergebnis hätte auch noch ein bisschen, aber wir wissen, ob wenn es registriert ist.
01:16:54Josef Kreitmeier.
01:16:56Was?
01:16:57Das Gewehr hat unseren Opfer gehört?
01:16:59Genau.
01:17:00Immer, wenn ein Jager gegangen ist, hat er ein zweites Gewehr dabei gehabt.
01:17:03Aha.
01:17:03Ja, gut, vielleicht haben wir Glück, und die KTU findet Fingerabdrücke an der Waffe.
01:17:07Ich gehe gleich mal, Frau.
01:17:08Danke.
01:17:09Sto, gut, süß.
01:17:10Ja, pfütti, Michi.
01:17:12So, komme ich jetzt auch mal zum Zuge?
01:17:14Ah, Frau Stockel, wir sind ganz ohr.
01:17:15Wie gesagt, Luxemburg hat sich gemeldet.
01:17:18Und, ihr habt es recht gehabt, die Zahlen, die gehören zu einer IBAN-Nummer.
01:17:22Der Josef Kreitmeier hat dort ein Konto gehabt.
01:17:25Das Wichtigste habe ich markiert.
01:17:27Sehr gut, ich sehe es.
01:17:29Aha, aha.
01:17:32Also, Josef Kreitmeier hat an Lena Burgstaller öfter Sonderzahlungen überwiesen.
01:17:36Bonus, laut Überweisungstext.
01:17:38Und der Ignatius Böck hat auch öfter Geld überwiesen.
01:17:41Dann haben die drei tatsächlich unter einer Dicken gesteckt.
01:17:44Ja, und wenn ich mir diese Sonderzahlungen so anschaue, haben sie Böcks Kunden in großem Stil über das Ouge gehauen.
01:17:48Schauen Sie mal.
01:17:52Also, die letzte Bonuszahlung hat der Josef Kreitmeier wenige Tage vor seiner Ermordung überwiesen.
01:17:59An wen?
01:18:01Burgstaller.
01:18:05Ich habe gute Arbeit geleistet.
01:18:07Und deshalb gab es ab und zu einen kleinen Bonus.
01:18:09Also, einen Bonus für die gute Arbeit also.
01:18:12Der Herr Kreitmeier und sein feiner Geschäftspartner, Herr Böck, die beiden haben betrogen und sie haben mitgemacht.
01:18:17Dafür gab es dieses Geld.
01:18:19Das ist doch Unsinn.
01:18:20Unsinn?
01:18:21Der Böck hat Dielen verlegt, die zu dünn waren.
01:18:23Dielen, die Sie hier zugeschnitten haben.
01:18:24Frau Burgstaller.
01:18:26Ja, auf Anweisung.
01:18:29Natürlich hatte ich meine Probleme mit den krummen Geschäften vom Josef.
01:18:32Aber was hätte ich denn machen sollen?
01:18:33Die beiden Anzeigen zum Beispiel.
01:18:35Und den Astrapsägen, auf dem ich sitze.
01:18:38Frau Burgstaller, wo waren wir denn gestern in der Früh zwischen 7 und 8 Uhr, frage ich.
01:18:43Da war ich zu Hause, beim Frühstück.
01:18:45Okay, kann das jemand bezeugen?
01:18:46Nein, tut mir leid.
01:18:48Ich lebe allein.
01:18:49Und jetzt habe ich zu arbeiten.
01:19:05Wir sind zweimal.
01:19:07Och, in Hamburg.
01:19:12Ist alles in Ordnung bei Ihnen?
01:19:13Ja.
01:19:14Magst du noch was trinken?
01:19:15Och, einen würde ich noch nehmen.
01:19:16Gerne, das gleiche nochmal.
01:19:17Sehr gerne.
01:19:18Danke.
01:19:22So ein Anzug steht übrigens auch sehr gut.
01:19:24Ja, ne?
01:19:27Ich muss gestehen, so ein Janker ist doch nicht so ganz meins.
01:19:30Aha.
01:19:30Ja, war aber ein sehr netter Abend mit dem Jagdverein.
01:19:33Das fand ich auch.
01:19:35Oh, Entschuldigung, da muss ich kurz ran.
01:19:37Das ist meine Lebensgefährtin.
01:19:38Deine.
01:19:39Hallo, mein Schatz.
01:19:40Na, wie war die Präsentation?
01:19:43Siehste, habe ich dir doch gesagt.
01:19:45Das wird super.
01:19:48Ach, schön.
01:19:48Dann kommst du morgen wieder nach Hause?
01:19:50Okay, super.
01:19:53Ja.
01:19:54Du, ich sitze hier gerade mit dem Sven zusammen.
01:19:56Äh, in der Bar.
01:19:58Ja, genau.
01:19:59Der vom Forsthaus.
01:20:00Äh, nicht alle finden Jagdvereine langweilig.
01:20:05Okay.
01:20:06Bis morgen, Schatz.
01:20:07Bis morgen.
01:20:08Tschüss.
01:20:08Ciao.
01:20:10Aha.
01:20:12Sie freut sich schon sehr darauf, dich kennenzulernen.
01:20:16Ah.
01:20:26Ich dachte, man hätte es dabei sein müssen.
01:20:29Aber die Einblicken haben wir überhaupt kein Scheiß.
01:20:31Michi, dann gratuliere ich dir von Herzen.
01:20:34Danke.
01:20:34Ah, schönen guten Morgen, Frau Stockel.
01:20:36Herr Mohr, guten Morgen.
01:20:37Herr Hansen, wie war es im Hirschen?
01:20:40Haben Sie auch einen erfolgreichen Abend gehabt?
01:20:42Der Herr Mohr war nämlich gestern Abend beim Kegeln.
01:20:45Ah, alle neune.
01:20:47Naja, bei mir waren es nicht alle neune, aber das Essen war gut.
01:20:49Die Gesellschaft war nett.
01:20:52Insgesamt ein gelungener Abend.
01:20:53Ey, Frau Stockel, vielleicht könnten Sie mir doch noch einen Tipp geben?
01:20:56Und zwar möchte ich gerne im Internet was loswerden.
01:20:59Also, Herr Hansen, wenn sich im Internet jemand mit kaufen, verkaufen auskennt, dann bin ja wohl ich das.
01:21:05Um was geht's? Um was technisches, Laptop, etc.?
01:21:07Nur um den Janker. Ist doch nicht so meine Welt.
01:21:11Was? Wollen Sie denn da mal drüber nachdenken?
01:21:14Herr Mohr, glauben Sie mir, es hat sich ausgejankert.
01:21:17Wunderbar, da wissen wir ja, wo wir hin müssen.
01:21:20Gut, vielen Dank für die Auskunft, Stadler, in dem Fall wiederhören.
01:21:24Ja.
01:21:25Herr Hansen, gut, dass Sie da sind.
01:21:27Manche können es gleich wieder anziehen, weil wir müssen los.
01:21:30Es gibt Neuigkeiten.
01:21:32Alles weitere unterwegs.
01:21:35Aha.
01:21:38Sie weinen mich aber schon noch ein, wo es hingeht.
01:21:40Natürlich. Wir fahren jetzt noch mal zum Greitmeier Senior.
01:21:43Was? Sie glauben doch wohl nicht, dass der was mit dem Mord zu tun hat.
01:21:46Das nicht. Aber ich weiß zufällig, dass wir dort den Mörder von Josef Greitmeier finden.
01:21:53Frau Burgstaller hat also eine Zugriffsberechtigung auf dieses Luxemburger Konto, ja?
01:21:58Mhm. Anscheinend hat da der Josef Greitmeier das Geld für eine gemeinsame Zukunft zwischengelagert.
01:22:04Aha. Dann ist Frau Burgstaller aber mehr als eine Mitwisserin. Die hat ja richtig mitgemischt.
01:22:09Ja, ich denke, dass das sogar seine Geliebte war.
01:22:11Und deswegen habe ich die Frau Stockl gebeten, dass sie eine weitere Funkzellenabfrage macht.
01:22:16Aber das mal von der Wohnung von der Frau Burgstaller.
01:22:18Ach, Sie meinen, Josef Greitmeier hat die Gelegenheit genutzt, dass seine Frau in München war und hat die Nacht bei
01:22:24Frau Burgstaller verbracht.
01:22:25So ist es und weiß es, die Sie jetzt kapiert haben, dann können Sie gerne die Kollegen in Uniform informieren.
01:22:29Das mache ich doch gern.
01:22:34Ich wollte das alles nicht. Aber Ihr Sohn, er war schließlich mein Chef.
01:22:42Es gibt immer wieder einen Punkt, da muss man Farbe bekennen und Haltung zeigen.
01:22:46Auch wenn man sich selbst damit schadet.
01:22:49Aber hätte ich damit nicht auch Ihnen geschadet?
01:22:51Das mag sein, aber manchmal kommt es nicht drauf an.
01:22:54Und wie geht es jetzt weiter?
01:22:56Wir legen die Karten auf den Tisch.
01:22:58Und Sie tun genau das, was ich Ihnen jetzt sage.
01:23:02Sie werden all Ihre Energie in das Unternehmen stecken.
01:23:06Mit Ausdauer, Haltung und Ehrlichkeit.
01:23:11Und dann reden wir darüber nicht mehr.
01:23:14Ich fürchte ganz so einfach geht dies nicht.
01:23:17Frau Burgstaller, Josef Greitmeier hat die Nacht vor seinem Tod bei Ihnen verbracht.
01:23:22Ja, wir haben seine Handydaten überprüft.
01:23:25Sein Handy war bis ein kurz vor sechs Uhr morgens in Ihrer Nähe eingeloggt.
01:23:29Ja, selbst wenn Josef die Nacht bei mir war, wir hatten eben ein Verhältnis.
01:23:34Ich glaube, Sie wollen jetzt eher von der Tatsache ablenken, dass Sie an dem Morgen genau gewusst haben, wo er
01:23:38sich zur Tatzeit aufhalten würde.
01:23:41Frau Burgstaller, schauen Sie mal.
01:23:43Wir haben die Tatwaffe gefunden.
01:23:44Der gute alte Inn hat sich wieder hergegeben.
01:23:46Und da waren auch verwertbare Fingerabdrücke drauf.
01:23:49Und wir werden den Bordcomputer Ihres Wagens auslesen.
01:23:53Die Beweislast ist eindeutig.
01:23:55Sie haben den Josef Greitmeier erschossen.
01:24:16Ja, ich war dabei, als der Ignatius Josef angerufen hat.
01:24:21Der Jungwirth hat mit seinem Gerede ja auch überall für Unruhe sorgen müssen.
01:24:25Und der Josef ist ausgerastet.
01:24:27Er meinte, ich hätte den Laden nicht im Griff.
01:24:30Und wegen mir würden wir alle auffliegen.
01:24:33Nach einem Wort gab das andere.
01:24:34Wo ist es dann passiert?
01:24:35Es war ja schon spät.
01:24:37Ich habe ihn überzeugt, bei mir zu übernachten.
01:24:40Ich habe versucht, ihn zu besänftigen und habe gehofft, wir könnten dann am Morgen noch mal reden.
01:24:44Das hat nicht funktioniert.
01:24:45Er wollte nicht.
01:24:49Am Ende dann, kurz bevor es hell wurde, da hat er mir gesagt, dass es außerhalb zwischen uns
01:24:55und dass es von Anfang an ein Fehler war, sich mit mir einzulassen.
01:24:59Wir hatten eine gemeinsame Zukunft geplant.
01:25:02Das Luxemburger Konto.
01:25:04Wenn das gut genug gefüllt gewesen wäre, hätte diese gemeinsame Zukunft begonnen.
01:25:09Das Geld war doch für uns.
01:25:11Sie haben ganz bewusst ihr Handy zu Hause gelassen, wo es übrigens sehr schlau war.
01:25:17Und dann sind sie ihm in den Wald nachgefahren.
01:25:20Und dort haben sie ihn dann umgebracht.
01:25:25Sie hätten sein Gesicht sehen sollen, als ich mit seinem eigenen Gewehr auf ihn angelegt habe.
01:25:30Und die Waffe haben sie aus seinem eigenen Auto raus.
01:25:33Siehst du, Josef, das hat man davon, wenn man sein Auto nicht abschließt, habe ich gesagt.
01:25:39Und dann habe ich abgedrückt.
01:25:41Gut.
01:25:42Frau Burgstaller, dann sind Sie jetzt vorläufig festgenommen,
01:25:45wegen des dringenden Tatverdachts, Ihr geliebten Josef Kreitmeier am Rode zu haben.
01:25:50Bitte abführen.
01:26:16Ich hatte gehofft, es wäre alles anders gekommen.
01:26:20Aber der Spuk hat nun ein Ende.
01:26:23Und sagen Sie mal, wie geht es bei Ihnen hier jetzt weiter?
01:26:26Der Name Kreitmeier wird auch noch in 100 Jahren für Qualität und Integrität stehen.
01:26:33Daran hat sich nichts geändert.
01:26:36Und daran wird sich auch nichts ändern.
01:26:39Wiederschauen, Herr Kreitmeier.
01:26:41Auf Wiedersehen.
01:26:52Ja, da fährt Sie hin, die schöne Geliebte.
01:27:02Ja, ich sage Ihnen, Herr Kollege, ist nicht so ganz einfach mit der Liebe.
01:27:08Reden Sie jetzt da von der Frau Burgstaller oder von sich selbst?
01:27:12Nein, nein, so ganz allgemein.
01:27:14Nein, nein, Herrschel.
01:27:15T Raceiss nonprofit.
01:27:17Ja, ich sage Ihnen das Haus.
Kommentare