- vor 16 Minuten
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:49Ach, gut, dass ich Sie erwische.
00:51Guten Morgen, Frau Baldin.
00:52Morgen.
00:53Also, die Sponsoren haben alle zugesagt bis auf zwei.
00:56Die Presse kommt um sieben, die Kosten sind leicht gestiegen wegen der Plakate, der Druck ist 4,3 Prozent teurer
01:02geworden.
01:03Sind das die Proben für morgen Abend?
01:06Ja, haben Sie mir zugehört?
01:08Ja, ja, natürlich. Der Pianist ist großartig.
01:12War wahnsinnig schwer zu bekommen, aber eine Freundin von mir hat Kontakte zu seinem Manager.
01:17Mhm. Entschuldigen Sie bitte.
01:22Hallo, Papa?
01:25Ja, ich komme sofort hin. Danke.
01:29Die Tierärztin wird verlangt.
01:31Aber wir müssen noch über den Weißwein für morgen Abend sprechen.
01:36Das ergibt sich alle Mühe, den Herrn der Schöpfung zu umgarnen.
01:40Fehlt nur noch der Kussmund.
01:41Das ist aber auch in der Frisur sowas von rollig.
01:43Sie hat sich direkt vor ihn gelegt.
01:45Ist doch ein gutes Zeichen nach der Todgeburt.
01:48Sie ist barungsbereit.
01:50Aber Kolja lässt sie einfach links liegen.
01:52Obwohl er flehmt.
01:55Seltsam.
01:55Im Zoo Hannover hat er dreimal für Nachwuchs gesorgt.
01:58Ja, im Moment wirkt Kolja nicht gerade wie der Don Jovan, der Tigertiger.
02:03Vielleicht sendet Dascher nicht genügend Hormonduftstoffe aus.
02:07Ich werde mal den Hormonkurvenverlauf abklären, dann sehen wir weiter.
02:15Ja, Dascher, genau.
02:18Ich bräuchte eine Hormonverlaufskurve.
02:21Danke.
02:29Wir behalten Sie zur Sicherheit noch einen Tag hier, um zu sehen, ob sie auch wirklich Futter zu sich nimmt.
02:39Das sieht ja gemein aus.
02:42Hast du gut gemacht, danke.
02:44Das hätte auch jede Tierpflegerin hängen gekriegt.
02:48Soll heißen?
02:50Nichts ist schon okay.
02:51Nichts ist okay.
02:53Was ist los, Rebecca?
02:55Du vertraust mir nicht besonders, oder?
02:59Rebecca, ich brauch dich hier im Zoo.
03:01Gerade jetzt, wo ich den Zoo kommissarisch leiten muss.
03:03Und warum gibst du mir denn nicht was Richtiges zu tun?
03:06Weil Theorie und Praxis mitunter ziemlich weit auseinander liegen.
03:09Lass dir Zeit, du bist ein ganzes Jahr hier bei uns im Zoo.
03:12Du wirst noch genug Gelegenheit finden, um dich zu beweisen.
03:15Du stellst mich doch nur ein, weil du Christoph ein Gefallen tun willst.
03:18Ich stelle dich ein, weil du eine gute Praxistierärztin bist.
03:22Aber hier im Zoo hast du es mit Wildtieren zu tun.
03:24Und deshalb unternimmst du nichts ohne meine klare Anweisung.
03:27Ist das angekommen?
03:28Ist angekommen.
03:30Gut.
03:30Können wir dann weiter arbeiten?
03:32Ja, klar.
03:32Dann, bitte, nach Ihnen.
03:38Das ist unser Flüchtling.
03:41Wir haben ihn aus einem Badesee gefischt.
03:43Wir vermuten, er ist seinem Halter aus einem Kellerloch geflüchtet.
03:47Falsche Fütterung.
03:49Unter anderem.
03:50Achtung.
03:52Ich nehme ihn.
03:55Aber welcher Idiot hält ein Krokodil in seinem Kartoffelkeder?
03:58Tja, das kommt häufiger vor, als man denkt, leider.
04:02Aber wir haben zum Glück ein neues Zuhause für ihn gefunden.
04:06Eine Alligaturenfarm in Hessen.
04:08Haben Sie ihn eigentlich gewogen?
04:09Ja, er hatte 22 Kilo heute Morgen.
04:12Ah, ein guter Durchschnitt.
04:14Rebecca, schaust du dann anschließend noch auf die Anlage,
04:17ob du ein paar Kotbogen von ihm findest?
04:20Wir müssen sicher gehen, dass er keine Saugwürmer hat.
04:23Verstehe.
04:24Erst die Saugwürmer, dann die Elefanten-OP.
04:28Genau.
04:30Gut, wir bringen ihn jetzt schnell ins Gehegel
04:32und dann bin ich im Büro.
04:35Achtung.
04:37Kümmerst du dich um die Tasche, bitte?
04:50Ich habe doch gesagt, du sollst mich nicht mehr anrufen.
04:58Was ist denn los, Sanni?
05:00Kein Appetit?
05:02Das sind die allerfeinsten Mehlwürmer direkt aus Paris.
05:07Irgendwas stimmt doch hier nicht.
05:14Oh, das sieht aber nicht gut aus.
05:18Ach, gut, dass Sie da sind.
05:20Wir müssen noch den Weißwein abklären.
05:23Das Catering schlägt eine Chardonnay vor.
05:25Aber ich tinte eher zum Pinot Grigio.
05:27Hauptsache Weiß, würde ich sagen.
05:29Entscheiden Sie.
05:31Und dann wäre da noch der Termin mit der KD-Bank wegen des Südamerika-Projekts.
05:35Ihr Ansprechpartner ist ein Herr Steiner.
05:37Okay, habe ich vergessen.
05:45Ja.
05:50Ja?
05:51Der Oberbürgermeister.
05:54Den sehe ich doch sowieso heute noch im Rathaus.
05:57Stellen Sie durch.
05:59Guten Morgen, Herr Herrnbrück.
06:00Guten Morgen, Frau Dr. Mertens.
06:03Sagen Sie, ich lese gerade die Rundschau.
06:06Ihre Kölner Kollegen freuen sich über zwei wunderbare Tiger-Babys.
06:10Da freue ich mich mit Ihnen.
06:12Und?
06:13Nun, ich frage mich, wann wir hier in Leipzig das Vergnügen haben.
06:18Geben Sie nicht mir die Schuld.
06:19Ich bin kein Tigermännchen.
06:21Frau Dr. Mertens, Sie kennen unsere Besucherzahlen?
06:25Ja.
06:26Dann werden Sie mir beipflichten,
06:27dass wir dringend ein Flaggschiff hier für die Außenwirkung brauchen.
06:31Zumal wir letzte Woche fast die Geflügelpest hatten.
06:34Hatten wir aber nicht.
06:35Für die Presse schon.
06:37Ich will positive Schlagzeilen.
06:39Keine betrunkenen Zugvögel.
06:41Ich will ein Tierbaby.
06:43Ich hätte eine kleine, flaumige Vogelspinne.
06:45Was mit Fell ist schon mal nicht schlecht.
06:47Wo bleibt der unser neuer Besuchermagnet?
06:50Der Publikumsliebling.
06:52Ich bin dran.
06:53Gut.
07:00Also, nach der Kurve müsste Dascha sich in der fünftägigen Empfängnisbereitschaft befinden.
07:05Hier.
07:07Das heißt, sie müsste entsprechende Duftstoffe aussenden, theoretisch.
07:11Was sie nicht tut.
07:15Eventuell ist die Zyklus gestört.
07:17Möglicherweise.
07:18Wie klären wir das ab?
07:21Mit einer Progesteronbestimmung.
07:24Sehr gut.
07:25Na, dann mach das.
07:27Gerne, wenn ich darf.
07:33Frau Becker hat sich verändert.
07:36Früher war sie immer so unbeschwert.
07:38Offensichtlich hat ihr Selbstbewusstsein einen Knacks bekommen.
07:41Hat das was mit dem Abbruch der Weiterbildung in Dresden zu tun?
07:44Ich hab das Gefühl, da ist noch irgendetwas anderes.
07:47Aber es kommt niemand so wirklich an sie ran.
07:50Hast du mal mit Christoph darüber gesprochen?
07:52Er kommt überhaupt nicht klar mit dir.
07:57Schau mal zählen.
08:00Hallo, mein Schatz.
08:02Na?
08:03Baumelst du schon am Reck?
08:05Das ist überhaupt nicht witzig.
08:07Ich komm mir einfach blöd vor.
08:09In diesem albernen Anzug und mit den neuen Schuhen.
08:12Und ach, ich fühl mich auch sonst nicht so gut.
08:15Aber du warst doch so motiviert.
08:17Ja, aber ich bin nun mal eingerostet.
08:19Und ich geh jetzt in eine Gruppe, die schon ewig trainiert.
08:23Irgendwie ist mir das peinlich.
08:26Du, ich glaub, ich fahr jetzt nach Hause.
08:30Und trainiere erst mal.
08:32Mama!
08:34Aufgeben, bevor du überhaupt angefangen hast,
08:36so kenn ich dich gar nicht.
08:38Wenn du jetzt kneifst...
08:39Wer kneift denn hier?
08:41Na du!
08:42Wenn du jetzt aufgibst, gehst du überhaupt nicht mehr hin.
08:45Also Augen zu und durch.
08:46Die anderen sind auch keine Olympioniken.
08:48Susanna hat recht.
08:50Ja, ist ja schon gut, ihr beiden.
08:52Ich geh ja schon.
08:54Und...
08:58Ich kann Charlotte verstehen.
09:00Wer macht sich schon in unserem Alter gerne zum Affen.
09:03Papa, das hat doch mit dem Alter überhaupt nichts zu tun.
09:06Du bist doch einfach nur zu faul, um Sport zu machen.
09:08Na hör mal.
09:09Oder irgendwas anderes Neues auszuprobieren.
09:23Das ist Sanni.
09:25Erst wollte sie nichts fressen und jetzt hat sie auch noch Durchfall.
09:29Hat sie sich auch gebrochen?
09:30Ja, und niesen tut sie auch.
09:33Sie schauen so besorgt.
09:35Was könnte sie denn haben?
09:38Ich muss erst mal Fieber messen.
09:41Okay.
09:42Ihr sagt der Pflegerin Bescheid.
09:44Ja.
09:45Die anderen sind auch keine Olympionikens, Charlotte.
09:52Sind sie doch...
09:54Suchen Sie vielleicht nach der Sportabzeichengruppe.
09:57Die grauen Tiger.
09:58Äh, ja.
10:00Ich bin der Leiter.
10:02Ich heiße Tom.
10:04Charlotte.
10:05Freut mich, schön, dass Sie da sind.
10:07Ich bin an der sportwissenschaftlichen Fakultät.
10:10Zusammen mit den Jungs.
10:11Ach so.
10:14Studenten.
10:14Hallo.
10:15Äh, unsere Gruppe wartet da unten bei der Baumreihe.
10:22Ah.
10:26Herzlich willkommen beim Sportabzeichen.
10:29Womit fangen wir an?
10:30Mit was immer Sie wollen.
10:34Da komm ich durch.
10:36So.
10:37Ach so.
10:39So.
10:41Ganz ruhig.
10:42Ja, danke.
10:48Sie hat fast 41 Grad Fieber.
10:51Was hat sie sich denn nur eingefangen?
10:53Ich fürchte, die Staube.
10:54Die Staube?
10:55Alle Symptome deuten ganz klar darauf hin.
10:58Ich lass mich mal hinter den Maul schauen.
10:59Komm her.
11:01Was?
11:01Vor zwei Wochen hatten die Wölfe in der Freianlage die Staube.
11:06Genau, sie sagt, ein Mart hat in den Virus eingeschleppt.
11:09Vermutlich, ja.
11:10Herr Dr. Mertens, wir haben das Gehege gründlich desinfiziert.
11:13Sie kennen mich.
11:14Wir schludern da nicht.
11:15Schon gut, Con, ich hab doch gar nichts gesagt.
11:18Außerhalb des lebenden Organismus ist der Hundestaubbeerreger nur wenige Tage infektiös.
11:22Ich versteh nicht, wie sie sich angesteckt haben könnte.
11:25Halten Sie sie bitte noch fest.
11:26Ich muss ja noch was spritzen.
11:28Es besteht die Gefahr einer bakteriellen Sekundärinfektion.
11:32Und wenn das Virus auf das Nervensystem übergreift?
11:37Dann wird sie darin sterben.
11:41In den USA war ich fünf Jahre, das war echt schön.
11:45Hallo.
11:46Ah, hallo.
11:47Ich wollte mich kurz vorstellen.
11:49Hannes Zoller.
11:51Ich gebe morgen Abend das Bonifiz-Konzert.
11:53Ah, Sie haben heute Morgen geprobt.
11:56Ich hoffe, die Elefanten haben sich nicht beschwert.
11:58Im Gegenteil, die haben getanzt.
12:00Elefantesk, aber Sie haben getanzt.
12:03Es war bezaubernd.
12:05Vielen Dank.
12:06Herzfotter lebt in Sydney.
12:09Die australischen Beuteltiere sind bestimmt auch gute Tänzer.
12:13Sie sollten mal mein Koala-Ensemble erleben.
12:16Das klingt ja aufregend.
12:17Ist es auch.
12:24Ja, ich muss da mal wieder zur Probe.
12:27Kommen Sie morgen Abend aufs Benefits-Konzert?
12:30Ich sitze in der ersten Reihe.
12:32Ah ja, Sie sind ja nicht nur die Tierärztin, sondern auch die Direktoren, ne?
12:35Ich hoffe, morgen Abend bin ich nichts von beiden, sondern einfach nur jemand, der die Musik genießt.
12:40Da kann ich möglicherweise behilflich sein.
12:52Warten auf uns nicht ein paar Tigerkotproben?
12:58Also, ich würde sagen, es liegt keine Zyklusstörung vor.
13:03Mit Tasche ist also alles in Ordnung.
13:06Sie ist empfängnisbereit und sendet genügend Duftstoffe aus.
13:11Das heißt, im Umkehrschluss?
13:12Das Problem muss bei Kolja liegen.
13:15Die Frage ist, was fehlt unserem Tiger-Mann?
13:22Der andere Arzt hat gesagt, Opa und ich müssen von dem Ponyhoff wegziehen.
13:29So eine Pferdehaarallergie, die ist schon was Blödes.
13:32Da hat der Kollege nicht ganz Unrecht.
13:34Aber ich glaube, ich habe die richtige Medizin für Dich.
13:37Und jetzt rufst Du Dich noch ein bisschen aus.
13:38Ich gehe mit dem Opa noch mal vor die Türen, muss mit ihm noch was besprechen.
13:41Ja?
13:42Bis später.
13:51Diese Therapie, von der Sie sprachen.
13:53Eine Anti-IgE-Behandlung mit Antikörpern.
13:56Ich habe bei der Krankenkasse angefragt.
13:58Aber die sagen, die bezahlen das nicht.
14:0030.000 Euro.
14:02Ja, das kostet leider so viel.
14:04Der Ponyhoff hilft nie zu viel ab.
14:07Und wegziehen, das kann ich mir jetzt recht nicht leisten.
14:11Was soll ich denn jetzt machen?
14:12Die Kleine hat doch nur noch mich.
14:15Ich finde eine Lösung.
14:18Das verspreche ich Ihnen.
14:29Ich habe Ihnen Katzenminze hingelegt.
14:32Seine Frau, eine Tigernase kann der normalerweise nicht widerstehen.
14:35Wenn er riechen kann, müsste er reagieren.
14:39Da, schauen Sie.
14:41Was bedeutet das?
14:44Das verstehe ich nicht.
14:47Sein Verhalten lässt keinen eindeutigen Schluss zu.
14:50Das gefällt mir nicht.
14:52Und was machen wir jetzt?
14:53Ich brauche eine Urinprobe.
14:55Aber das Ergebnis haben wir auch erst morgen.
14:59Ach, ich habe heute auch noch diesen Termin im Rathaus.
15:01Mist.
15:02Wollen Sie erst mal eine Pause machen, Frau Direktorin?
15:05Eine Pause?
15:06Na ja, Sie haben momentan zwei Jobs.
15:08Da muss man auf sich achten.
15:10Ich könnte Ihnen einen schönen Melissentee holen.
15:12Und ich glaube, ich schaffe es auch ohne Tee.
15:15Danke.
15:16Ich kann die Urinprobe besorgen.
15:18Würdest du?
15:19Super.
15:20Danke.
15:21Und danach vielleicht einen Tee?
15:24Hallo, Christoph.
15:25Susanne, nur ganz kurz.
15:26Ich habe hier eine kleine Patientin mit einer Pferdehaarallergie.
15:29Fällt dir dazu spontan was ein?
15:31Ja.
15:32Curly Horses.
15:33Das sind Pferde mit gelocktem Fell.
15:35Soweit ich weiß, lösen die so gut wie keine Allergie aus.
15:38Ich sage es ihm, aber ich glaube kaum, dass er seine Pferde komplett austauschen kann.
15:42Aber danke für die Info.
15:43Fällt dir sonst noch irgendwas ein?
15:44Nein, leider im Moment nicht.
15:46Aber du, hast du morgen schon was vor?
15:49Wir haben morgen ein Benefizkonzert bei uns im Zoo.
15:52Ja, Rebecca erwähnte sowas.
15:53Ich gucke mal, ob ich es schaffe.
15:54Herr Dr. Lenz, Notfall auf der 3.
15:56Du hast es gehört.
15:57Danke, Susanne.
15:58Tschüss.
16:03Und du kommst alleine klar hier?
16:06Der Zoo wird schon nicht explodieren, nur weil du mal drei Minuten weg bist.
16:10Sei doch nicht immer gleich so empfindlich.
16:13Sorry, aber ich kriege das hier wirklich alleine hin, Susanne.
16:18Frennt dir was auf der Seele?
16:19Nee, alles gut.
16:21Ich habe hier die Urinprobe von dem Tiger und die Laborbefunde von dem Kaiman.
16:26Ist er also bereit für sein neues Zuhause?
16:29Ja.
16:30Er ist frei von Parasiten und Verdauungsapparat und Atemsystem sind ohne Befund.
16:34Na prima.
16:36So sieht also die Zudirektorin aus.
16:38Schick.
16:39Tja, ich habe viele Gesichter.
16:41Schau mal und sag, Herr Mahn ist jetzt eine echte lokale Berühmtheit.
16:45Tatsächlich?
16:47Der Zoo hat endlich wieder mal Presse, dass wir unseren Oberbürgermeister freuen.
16:52Meinst du, er macht Ärger, weil du mich einstellst?
16:55Ach, mach dir keine Sorgen.
16:57Was haben Sie sich dabei gedacht?
16:59Es bleibt ja in der Familie.
17:01Was soll das bitte schön heißen?
17:04Wie würde es denn aussehen, wenn ich meinen Sohn einstellen würde?
17:07Sollten wir als Stadtkämmerer.
17:09Sie unterstellen mir Vetternwirtschaft?
17:11Ich?
17:12Nein.
17:13Ich kenne Sie ja.
17:15Da würden Sie in 100 Jahren nicht drauf kommen.
17:18Aber haben Sie mal daran gedacht, wie das nach außen wirkt?
17:21Sie werden jetzt auch noch Zoodirektorin.
17:24Sie bündeln die Macht in einer Person und stellen prompt Ihre Stieftochter ein.
17:29Ich bündel die Macht in einer Person.
17:32So habe ich das allerdings noch nie gesehen.
17:34Die Presse wird es so sehen.
17:37Dr. Lenz und ich, wir sind seit langem getrennt.
17:40Hier von Vetternwirtschaft zu sprechen, das ist albern.
17:42Rebecca Lenz ist eine hervorragende Tierärztin
17:45und sie wird von mir nicht anders behandelt als andere junge Kolleginnen auch.
17:49Ich habe gehört, sie war in Dresden weniger erfolgreich.
17:53Darum geht es also.
17:56Es geht mir wie immer um das Wohl unserer Stadt, Frau Dr. Mertens.
18:01Dann können Sie ja beruhigt sein.
18:04Ich kenne Rebecca Lenz sehr gut.
18:06Als Mensch.
18:08Und als Tierärztin werde ich Sie ja wohl beurteilen können.
18:11Sie bürgen für Ihre Stieftochter.
18:14Selbstverständlich.
18:19Hallo, Conny.
18:20Hallo.
18:21Wo ist denn Rebecca?
18:22Sie sagte, sie wollte zu den Roten Pandas.
18:24Warum?
18:26Ich glaube, sie wollte sie impfen.
18:28Ich habe nichts dergleichen angeordnet.
18:30Wogegen will sie sie denn impfen?
18:32Na, gegen die Staube.
18:35Sagen Sie das nochmal.
18:37Na, das ist doch eine gute Idee, diese Impfung.
18:39Damit sich die Pandas nicht auch noch anstecken.
18:41So wie unsere arme Nasenbärin.
18:46Stimmt was nicht, Frau Dr. Mertens?
18:47Das ist die Mailbox von Rebecca Lenz.
18:50Bitte hinterlassen mir eine Nachricht.
18:54Jetzt versteht er gar nichts mehr.
19:10Stopp!
19:11Leg sofort die Spritze weg.
19:13Wieso?
19:14Du darfst auf gar keinen Fall impfen.
19:17Susanne, beruhig dich.
19:18Ich weiß, wie man eine Spritze setzt.
19:20Ich hätte dir das schon noch gesagt, aber du warst so beschäftigt.
19:23Du wolltest jetzt tatsächlich die Roten Pandas mit dem Hundestaupelvirus impfen?
19:28Ja, natürlich.
19:30Genauso wie den Nasenbären.
19:31Was?
19:32Ich habe den Nasenbären geimpft, als mir Conny von der Staupe bei den Wölfen erzählt hat.
19:36Aber offenbar leider zu spät.
19:38Sag mal, hast du in deinem Studium überhaupt nichts gelernt?
19:41Der aktive Impfstoff gegen Hundestaupel löst bei Kleinbären diese Krankheit erst aus.
19:45Nasenbären dürfen auf gar keinen Fall damit geimpft werden.
19:48Und schon gar nicht die Roten Pandas.
19:53Dann habe ich...
19:54Du hast mit der Impfung bei dem Nasenbären die Staupe ausgelöst.
19:58Du bist die Verursacherin.
20:13Herr Rhein?
20:15Ah, Dr. Brümer.
20:17Schön, dass Sie Zeit gefunden haben.
20:18Bitte nehmen Sie Platz.
20:19Danke.
20:20Grüße Sie, Dr. Nenz.
20:23Tja.
20:24Was kann denn der medizinische Dienst der Krankenkasse für Sie tun?
20:27Es geht um Lara Schürmann.
20:31Na, sie hat eine Pferdehaarallergie.
20:33Ah, ja, ja.
20:35Die 30.000 Euro Behandlung.
20:37Ja, so ist unser Ansatz schon grundverschieden.
20:40Für mich haben Patienten Namen, für Sie eine Zahl.
20:44Wie wär's denn mit einer deutlich preiswerteren Therapie?
20:47Das Mädchen hält sich einfach von Pferden fern.
20:51Ich halte diese Therapie für dringend angezeigt.
20:55Eine Pferdehaarallergie kann lebensgefährlich sein.
20:59Das Leben ist kein Ponyhof.
21:01Bedauere.
21:03Schönen Tag, Lara.
21:15Okay, okay, ich hab mich überschätzt und das war unglaublich blöd von mir.
21:19Wie bitte?
21:20Ist das alles, was dir dazu einfällt?
21:22Ich hab gerade eben Herrnbrück erzählt, was für eine großartige Tierärztin du bist.
21:26Ich wollte doch nur helfen.
21:27Zu einer Hilfe kann ich verzichten.
21:29Ich hab für dich gebürgt, Rebecca.
21:31Ich hab dich nicht darum gebeten.
21:32Verdammt noch mal!
21:35Ich bin verantwortlich für diesen Zoo.
21:37Und wenn ein Tier zu Schaden kommt, aufgrund der Unfähigkeit meiner Anfangsassistentin,
21:41dann hab ich als Zoodirektorin überhaupt keine andere Wahl.
21:48Und was kommt jetzt?
21:52Ich erteile dir eine ganz offizielle Abmahnung.
21:56Und wenn der Nasenbär stirbt, wirst du diesen Zoo verlassen.
22:02Okay.
22:04Ich hab verstanden, Frau Direktorin.
22:21Ach, ich bin voll Energie.
22:24Du, ich hätte mit diesem Sportabzeichen schon viel früher anfangen sollen.
22:29Das Kleine am Telefon heute aber noch ganz anders.
22:33Man muss den inneren Schweinehund überwinden und dann einfach loslegen.
22:38Du sagst es, mein Schatz.
22:48Was guckst du so?
22:50Lass uns noch was unternehmen.
22:51Jetzt?
22:52Ja, es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
22:55Sagt Tom auch, ja.
22:56Tom?
22:57Und wer, bitteschön, ist dieser Feingeist?
22:59Mein Trainer.
23:01Kino.
23:02Vielleicht war das mit dem Sport doch nicht so eine gute Idee.
23:07Zum Italiener.
23:08Ach schon, also jetzt ist es aber gut.
23:10Morgen Abend das Benefiz-Konzert im Zoo, das reicht doch wohl für die Woche.
23:13Lass mich jetzt bitte die Nachrichten sehen.
23:16Okay.
23:17Ich gehe jetzt noch ein paar Dehnübungen machen.
23:23Tom.
23:24Tom.
23:24Und als vereinzelte Regenschauer, haben Sie besser den Regenschirm dabei.
23:53Ich gehe jetzt noch ein paar Dehnübungen machen.
23:57Rebecca.
24:00Wolltest du dich nicht ums Abendessen kümmern?
24:05Hab ich gemacht.
24:08Sag mal, ist das dein Ernst?
24:09Was hast du erwartet? Ein Fünf-Gänge-Menü?
24:13Ist was passiert?
24:16Nein, nur ein üblicher Scheißtag.
24:18Was war denn? Rede mit mir.
24:22Ich hätte in Amerika bleiben sollen.
24:25Hör mal zu, Fräulein.
24:26Was?
24:27Erstens, ich bin nicht der Fußabtreter für deine miesen Launen.
24:30Zweitens, diese Wohnung ist keine Müllkippe.
24:32Und drittens?
24:33Wenn du nicht mit mir reden willst, brauchst du hier auch nicht wohnen.
24:35Ich bin nicht messen.
24:45Was?
24:50Ich bin nicht dank.
24:56Ich bin nicht für mich.
24:58Jetzt bin ich mich.
24:58Ich bin nicht spüren.
24:58Ich bin butetig.
25:16Das war's für heute.
25:45Die Lehrer sind ja ganz okay, aber die Schüler sind voll langweilig.
25:49Am Anfang vermisst du natürlich deine Freundinnen, aber Emma ist doch auch noch da.
25:54Die hat ja so einen Typen. Sie redet ständig, da war mir verknallt. Sie ist. Die nervt mich voll.
25:59So ist das eben, wenn man verliebt ist.
26:01Da kann ich echt drauf verzichten, danke schön.
26:03Wart mal ab.
26:05Vier Wochen, das ist eine Ewigkeit.
26:08Den anderen geht's bestimmt genauso wie dir.
26:11Und zum Frühstück gibt's einen verbrannten Thors mit Marmelt. Das schmeckt wie Schmieröl mit Salz.
26:15Probier's doch mal mit Marmelade. Und eines sage ich dir, nichts ist so aufregend wie eine neue Bekanntschaft.
26:20Heißt das, es hat endlich mit deinem Internet-Date geklappt?
26:24Nein, das war eigentlich nicht so prickelnd.
26:27Nicht aufgeben.
26:29Okay.
26:32Morgen ist es zu spät. Hören Sie, ich brauche die Ergebnisse der Urinprobe des Tigers wirklich dringend.
26:41Ja? Kann ich mich drauf verlassen?
26:45Okay, danke schön. Wiederhören.
26:59Rebecca?
27:07Guten Morgen, Christoph.
27:08Guten Morgen, Susanne.
27:10Ich will dich gar nicht stören, aber ich mache mir Sorgen um Rebecca.
27:14Was ist denn mit dir?
27:15Ja, wir hatten gestern Krach. Ihr geht's beschissen, aber sie will nicht drüber reden.
27:19Vielleicht kommst du ja an sie ran.
27:21Sie ist noch gar nicht hier.
27:23Was?
27:25Sie müsste längst da sein. Sie ist doch vor mir aus dem Haus.
27:29Vielleicht ist sie schon im Zoo unterwegs.
27:32Ich erkenne meine Tochter nicht wieder.
27:34Könntest du mal mit ihr reden?
27:36Ich versuch's.
27:38Ich danke dir. Tschüss.
27:46Conny, guten Morgen. Haben Sie irgendwo Rebecca gesehen?
27:49Nee, Rebecca war noch nicht hier.
27:51Schauen Sie mal.
27:53Viel besser geht's dann hier noch nicht.
27:55Die Therapie braucht Zeit. Wir müssen abwarten.
27:58Ich probier's nochmal mit den Mailwürmern.
28:00Vielleicht hat sie ja jetzt Appetit.
28:02Mhm.
28:06Das ist die Mailbox von Rebecca Lenz. Bitte hinterlasst mir eine Nachricht.
28:19Guten Morgen, Susanne.
28:20Guten Morgen.
28:23Gibt's was Neues wegen des Tigers?
28:25Nein, ich warte auf die Laborergebnisse der Urinprobe.
28:28Was ist? Du wirkst so besäugt.
28:31Rebecca sollte längst hier sein.
28:34Vielleicht hat sie verschlafen.
28:37Christoph sagt, sie wäre heute Morgen zur Arbeit gefahren.
28:40Hatte ich ihr Streit?
28:44Sie hat den Nasenbären eigenmächtig gegen Staupe geimpft.
28:48Ach, du liebe Zeit.
28:50Ich war natürlich sauer.
28:52Aber ich fürchte, das war etwas heftig.
28:55Sie ist sowieso so labil.
28:57Nun mach du dir mal keine Vorwürfe.
28:59Mach mir keine Vorwürfe.
29:01Rebecca hat Mist gebaut.
29:03Das werde ich ihr als ihre Vorgesetzte doch auch sagen dürfen.
29:06Ja, das ist ja auch deine Verantwortung.
29:11Ja, gleichzeitig.
29:14Mit dem zehn Jahre als Familie zusammengelebt,
29:16da fühle ich mich in gewisser Weise auch als Mutter verantwortlich.
29:20Ja, für mich ist Rebecca auch immer noch so ein bisschen die Enkeltochter.
29:26Wir hatten eigentlich immer ein gutes Verhältnis.
29:34Mama?
29:40Ich hatte schon Angst, sie reiß mir den Kopf ab, wenn ich dich anrufe.
29:44Hast du gut gemacht, Mama. Danke.
29:46Sie ist ganz schön durcheinander.
29:48Ich weiß.
30:01Hey.
30:03Hey.
30:23Rebecca, was ist passiert in Dresden?
30:37Ich mach mir Sorgen um dich, Rebecca.
30:40Genau wie dein Vater.
30:43Ein Tier wäre fast gestorben, weil ich es falsch behandelt habe.
30:48Ich bin keine gute Ärztin, Susanne.
30:51Und dann habe ich dich auch noch in diese unangenehme Situation gebracht.
30:54Ach, das ist doch wirklich unwichtig.
31:06Bei meiner ersten OP habe ich einen Koala operiert.
31:11Er hieß Timmy.
31:13Er hatte Krebs.
31:16Ich habe den Tumor entfernt.
31:19Alle haben mir auf die Schulter geklappt.
31:22Ich war unheimlich stolz auf mich.
31:25Zwei Wochen später war er tot.
31:29Ich hatte Metastasen übersehen.
31:35Das ist jetzt...
31:3924 Jahre her.
31:45Aber seitdem hast du etliche Tiere gerettet.
31:50Ich bin dran geblieben.
31:53Ich habe einfach weitergemacht.
31:55Hinfallen ist keine Schande.
31:57Liegen bleiben schon.
31:58Deshalb stehst du jetzt auf und kommst mit mir zurück in den Zoo.
32:02Eine Menge kranker Tiere warten da auf uns.
32:05Hm?
32:17Ja, das wäre jetzt auch meine Mittagspause.
32:19Aber es gibt doch wirklich Wichtigeres.
32:23Genau, es geht um die Anti-IgE-Behandlung.
32:25Und ich weiß auch, dass die sehr teuer ist.
32:28Aber was ist denn die Alternative?
32:31Ein einziges Pferd der Haare kann die Allergie auslösen.
32:33Und diese Reaktion kann lebensbedrohlich sein.
32:37Und wo schicke ich dann den Großvater hin?
32:39Zu Dr. Bremer?
32:40Oder übernehmen Sie dann die Verantwortung als dessen Vorgesetzter?
32:44Es geht doch hier nicht einfach nur um Lebensqualität.
32:47Es geht um das Leben eines Kindes.
32:55Sie haben soeben ein kleines Mädchen sehr glücklich gemacht.
33:00Danke.
33:09Lenz?
33:10Hallo, Herr Dr. Lenz.
33:12Die Klinikleitung möchte gerne einen Termin mit Ihnen machen.
33:15Wann würde es Ihnen passen?
33:22Hey!
33:24Ich suche den Direktor von dem Laden hier.
33:27Was willst du denn von dem Direktor von dem Laden hier?
33:30Joe.
33:31Die Typen haben Joe.
33:33Joe.
33:35Ja, also ich war eine Woche in Mallorca und dann kam ich zurück.
33:38Und dann war der weg.
33:39Und ich habe mir krass die Sorgen gemacht.
33:40Und dann habe ich in der Zeitung jetzt gelesen, dass die den haben.
33:43Und die wollen den auf eine Alligatorenfarm bringen.
33:47Ach, du bist es.
33:50Der Kartoffelkeller.
33:53Sag mal, wie heißt du denn?
33:56Kevin Klein.
34:01Also, Kevin, entweder bist du unglaublich mutig oder außergewöhnlich minderbemittelt.
34:09Jetzt steht mal, ich will doch nur meinen Besitz abholen.
34:10Was ist denn los?
34:12Deinen Besitz?
34:13Ja.
34:15Komm mal mit.
34:18Was ist denn los?
34:18Ich kann doch alleine laufen.
34:27Jedes Jahr werden immer mehr Schlangen und Echsen und andere exotische Tiere tot aufgefunden.
34:31Und warum?
34:33Weil jeder Trottel sie einfach wie ein paar Socken im Internet bestellen kann.
34:37Kevin, du hast keinen Respekt vor dem Leben.
34:40Du wirst diesen Kaiman nicht mehr wiederbekommen.
34:42Niemals.
34:43Ja, Moment mal.
34:44Das ist doch jetzt nicht richtig.
34:45Außerdem wirst du die Kosten übernehmen, die bei der Bergung des Tiers aus dem See entstanden sind.
34:50Und der Zoo wird dich anzeigen.
34:52Nee, ich habe das schon vorher gecheckt.
34:54Also hier in Sachsen ist erlaubt, Kaiman als Haustier zu halten.
34:57Man kann auch Kinder kriegen in Sachsen, aber man muss sie halt gut behandeln.
35:01Du kannst dich schon mal verabschieden.
35:21Unser Tiger hat tatsächlich eine bakterielle Infektion.
35:27Frau Dr. Mertens, Melissenfee wirkt sehr entspannend.
35:33Danke.
35:34Muss ich dazu auch umsagen.
35:36Na, wenn es hilft.
35:38Ich probiere es mal ohne um.
35:40Sagen Sie, Conny, ist Ihnen bei Kolja irgendwas aufgefallen?
35:43Naja, das ist ja letzter Zeit immer öfter flemend.
35:46So häufiges Flemen kann auch ein Ausdruck von Schmerzen sein.
35:49Leberprobleme könnten dahinter stecken oder eine Magenschleimhautentzündung.
35:52Das müssten wir unbedingt abklären.
35:56Die Untersuchung wird möglicherweise etwas länger dauern.
35:59Trotz Umständen müssen wir sogar chirurgisch vorgehen.
36:03Du übernimmst die Narkose.
36:08Traust du mir das zu?
36:10Ich trau dir sehr viel zu.
36:13Erinnerst du dich, wie du damals Skateboardfahren gelernt hast?
36:16Du warst gerade mal zwölf.
36:19Klar.
36:21Ich bin hundertmal runtergefallen und habe mich ausgelacht.
36:23Du hast die Zähne zusammengebissen, hast stundenlang geübt
36:26und am Abend konntest du fahren.
36:27Da hat niemand mehr gelacht.
36:35Los, konzentrier dich.
36:38Mist!
36:39Macht nichts.
36:41Wir versuchen es nochmal.
36:44Ja, aber wir wissen doch gar nicht, wie viel von der Dosis eingedrungen ist.
36:47Keine Sorge, der Pfeil hat nicht ausgelöst.
36:51So.
36:57Der steht gut.
36:59In den Oberschenkel oder in die Schultermuskulatur.
37:02Ich weiß.
37:04Na, dann entscheide dich.
37:06Er steht perfekt.
37:08Ja, aber was ist, wenn er sich plötzlich bewegt
37:10und ich wieder in den Knochen treffe?
37:11Dann bringt der Pfeil ab und...
37:12Schieß!
37:19Gut.
37:20Jetzt warten wir ein paar Minuten
37:22und dann überprüfst du, ob die Narkose gewirkt hat.
37:45Dann werden wir unseren Tigern mal ins Maul sehen.
37:49Siehst du was?
37:50Hier rechts scheint alles in Ordnung,
37:52aber hier links oben,
37:54da ist ja eine Verletzung der Schleimhaut des Gaumens.
37:57Sieh mal.
37:59Ah, da.
38:01Hm?
38:02Ein Hämatom.
38:03Wie hat er das geschafft?
38:06Möglicherweise durch einen spitzen Knochen.
38:08So was kommt vor.
38:10Ist ganz schön infiziert.
38:11Wir müssen den Eiter ablassen.
38:14Der Puls steigt.
38:16Rebekah, dosier doch nochmal nach.
38:18Drei Milliliter?
38:19Mhm.
38:25Puls nochmal.
38:26Oh, da kommt eine ganze Menge.
38:32Und was war nun Koljas Problem?
38:34Also im Wundgebiet, im Oberkiefer,
38:36befindet sich das Jakobs-Sohns-Organ.
38:38Richtig, das ist verantwortlich
38:40für die Kommunikation der Tiere mittels Pheromonen.
38:43Genau, da lag die Störung.
38:45Und deshalb konnte Koljas Dasches Duftsignale nicht riechen.
38:49Wenn Sie jetzt vielleicht eine Sekunde Zeit hätten.
38:51Kommt der Prophet nicht zum Berg,
38:52kommt der Berg zum Propheten.
38:54Ich bin der Berg.
38:56Wollen Sie damit sagen, dass ich zugenommen habe?
38:59Nein, ich wollte sagen, dass Sie, dass Sie...
39:04Die Zoodirektorin ganz wunderbar unterstützen,
39:06wenn ihr die Tierärztin wieder einmal die Zeit stehlt.
39:09Genau.
39:11Sie müssen hier unterschreiben,
39:13sonst gibt es heute Abend kein Konzert.
39:18Danke.
39:21Der Berg rollt dann mal wieder zurück.
39:27Zum Glück nimmt sie es mit Humor.
39:29Ohne sie würde der ganze Betrieb gar nicht laufen.
39:32Was macht denn Vortrag für die Konferenz in Dresden?
39:35Ach, frag nicht.
39:37Ich bin sowas von froh,
39:38wenn ich diesen Direktorenjob wieder los bin.
39:52Ich bin so froh, dass es ihr jetzt besser geht.
39:56Ich denke, die Staupe wird hier einen blicken Verlauf nehmen.
40:03Nach einer Woche gefeuert wäre echt ein trauriger Rekord gewesen.
40:08Ich ärgere mich immer noch über mich selbst.
40:10Es wird nicht der letzte Fehler sein,
40:11mit dem wir umgehen müssen.
40:14Verantwortung zu lernen ist nie leicht.
40:18Susanna, ich will das echt nicht ausnutzen,
40:19dass wir mal eine Familie gewesen sind.
40:22Schon gut.
40:24Frau Dr. Bertens,
40:25wir haben ein Problem.
40:27Kolja ist immer noch nicht aufgewacht.
40:29Komm.
40:35Habe ich doch einen Fehler bei der Narkose gemacht?
40:39Natürlich kann es zu Komplikationen kommen,
40:42aber wir müssen einfach abwarten.
40:45Ich denke, es ist alles in Ordnung.
41:00Ihre Stieftochter hat den Nasenbählen fast umgebracht.
41:04Den letzten seiner Art im Leipziger Zoo,
41:07wie ich informiert bin.
41:09Woher wissen Sie denn das?
41:10Oh, die Leute reden.
41:13Sie haben für die junge Frau gebürgt.
41:17Dem Nasenbählen geht es jetzt besser.
41:19Mag sein.
41:20Aber Sie bewegen sich auf dünnem Eis.
41:23Guten Abend.
41:25Wie schön, dass Sie es geschafft haben.
41:26Danke.
41:26Viel Spaß.
41:27Danke.
41:30Guten Abend, Frau Beide.
41:31Guten Abend.
41:33Guten Abend.
41:35Hallo, ihr beiden.
41:36Ach, Christoph.
41:38Sehr schön, dass du auch kommst.
41:39Alles Gute?
41:40Können ihr schon heute?
41:41Ja.
41:41Sie hat drei Blasen an den Füßen.
41:44Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
41:47Wo steckt eigentlich Susanne?
41:49Ich nehme an, sie würde ihren Pflichten als Gastgeberin nachgehen.
41:52Ach.
41:52Ach.
42:03Ich habe echt Schiss gehabt, dass wir einen Fehler bei der Narkose gemacht haben.
42:06Manche Tiere brauchen einfach ein bisschen länger, bis sie aufwachen.
42:10Der Laborbefund ist übrigens da.
42:12Er hat den Maulhöhenkeim und zusätzlich Staphylokokenerreger.
42:16Wir geben ihm hochwirksame Antibiotika.
42:19Zur besseren Abheilung füttern wir ihm in den nächsten Tagen nur knochenloses Fleisch.
42:24Collier hat das also geschafft?
42:26Ich kann stolz sein auf dich, Rebecca.
42:31Kommst du?
42:32Ich bleib noch ein bisschen.
42:37Okay.
42:39Okay.
42:44Vielen Dank.
42:47Vielen Dank.
43:36Vielen Dank.
43:48Nein, zu dem Preis kaufe ich nicht.
43:51Er ruft Sie später wieder an.
44:06Susanne!
44:11Ich habe gehört, Coria kommt wieder auf die Beine.
44:13Ich denke, ja.
44:15Es tut mir leid, aber ich muss Ihre Tochter jemandem vorstellen.
44:20Wie geht es voran mit dem Südamerika-Projekt?
44:23Sie wissen, dass der Zoo an die Verträge gebunden ist, die Blumen seiner Zeit.
44:26Und jetzt weiß ich es nicht.
44:28Ich gebe Ihnen mein Bestes, um einigermaßen im Plan zu bleiben.
44:31Na, von einer Zoodirektorin erwarte ich etwas mehr Begeisterung für einen modernen Zoo.
44:35Ich sehe hier weit und breit keine Presse. Sie müssen nicht so mit mir sprechen.
44:39Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden und dafür brauchen sie Platz.
44:43Und Geld. Da ist er, Jan.
44:45Frau Dr. Mertens, unsere Tierärztin und kommissarische Zoodirektorin, Herr Steiner von der KD-Bank.
44:53Einer unserer größten Sponsoren.
44:56Ich denke, wir hatten bereits das Vergnügen.
44:58Ja, leider. Sie haben doch unseren Termin ständig verschoben.
45:05Was? Ich bin sicher, wir werden eine Gelegenheit finden.
45:09Bemühen Sie sich nicht weiter.
45:11Schönen Abend noch.
45:16Jetzt schulde ich Ihnen gar nichts mehr, Frau Dr. Mertens.
45:27Warum kann ich nicht einfach mal die Klappe halten?
45:31Weil du so bist, wie du bist.
45:36Hast du Rebecca gesprochen?
45:37Wo ist sie eigentlich? Wir waren hier verabredet.
45:39Sie hat heute einen Tiger narkotisiert.
45:43Sie wollte nicht von seiner Seite weichen, bis vollständig die Narkose vorbei ist.
45:47Tatsächlich?
45:49Hut ab.
45:51So, ich bin erledigt. Ich gehe jetzt.
45:54Ich bin auch nicht mehr lange hier.
45:56Ich muss noch in meinem Vortrag für Dresden arbeiten.
45:59Macht's gut.
46:00Tschüss.
46:08Ich wollte mich bedanken.
46:11Wofür?
46:12Dafür, dass Sie meine Musik verteidigt haben.
46:15Ach, ich bitte Sie. Das war doch selbstverständlich.
46:18Nein, das war sehr couragiert.
46:19Und ein besonderer Augenblick.
46:21Und die sammle ich.
46:23Sie sammeln Augenblicke?
46:26Interessant.
46:31Darf ich Sie vielleicht zu einem etwas privateren Glas Wein einladen?
46:39Das ist 13.
46:42Wunderbar.
46:44Ich habe noch eine Verabredung.
46:48Mit meinem Schreibtisch.
46:53Schönen Abend noch.
46:54Ich habe noch etwas.
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