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  • vor 11 Stunden

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00:06Musik
00:00:53Großer Mann mit hellem Mantel hat einen schwarzen Rollkoffer.
00:00:56Geht Richtung Ausgang.
00:00:59Ist er das?
00:01:00Hier ist sonst niemand.
00:01:02Okay, wir warten noch ab.
00:01:08Musik
00:01:29Na dann.
00:01:30Na dann.
00:01:31Da mal die Wiesbauer Nachrichten, bitte.
00:01:33Gibt's nicht mehr.
00:01:34Ausverkauft?
00:01:35Er hat dichtgemacht.
00:01:36Ach, wann war das sie?
00:01:37Im letzten Jahr.
00:01:38Und der Verlag? Gibt's den Verlag noch?
00:01:40Ich weiß nicht.
00:01:43Mann, nimm den Anzeiger und dann verzieh dich.
00:01:53Herr Wittgang?
00:01:55Vorname Alexander?
00:01:57Scheiße.
00:01:59Polizei!
00:01:59Polizei!
00:02:03Was soll denn das?
00:02:04Was soll denn das?
00:02:06Was soll denn das?
00:02:08Was soll denn das?
00:02:12Was soll denn das?
00:02:14Jetzt soll das schon gut, dass du mich verdammt macht.
00:02:16Ruhig.
00:02:16Ruhig.
00:02:16Sie machen einen Fehler.
00:02:19Sie verwechseln mich.
00:02:20Sie sind vorläufig festgenommen.
00:02:21Was soll denn das?
00:02:23Können Sie sie verwechseln?
00:02:24Willst du das?
00:02:28Thomas.
00:02:33Abhören.
00:02:42Wie konnte das passieren?
00:02:44Er hat Ihnen doch sicher gesagt, wer er ist.
00:02:46Ja schon, aber ich dachte halt...
00:02:48Sie dachten, ein Großdealer gibt sich für einen Staatsanwalt aus? Ist das Ihr Ernst?
00:02:56Herr Reuter.
00:02:59Es tut mir leid.
00:03:00Herr Kossowitz, mir tut's leid. Ich hab Sie ungern gestört.
00:03:03Falls Sie es noch nicht begriffen haben sollten, das ist Bernd Reuter.
00:03:07Seit vier Stunden Oberstaatsanwalt in Wiesbaden. Und mein Stellvertreter.
00:03:12Woher sollten wir das wissen?
00:03:13Ich meine, er hat unseren Lockvogel angesprochen. Genau zur richtigen Zeit.
00:03:16Ich kenne den Mann aus seinem Verfahren in Osnabrück. Ich war Ankläger gegen ihn.
00:03:20Der Mann ist damals aus dem Gerichtssaal geflohen. So was merkt man sich natürlich.
00:03:23Wir überwachen ihn seit einem halben Jahr. Hat beste Kontakte zur serbischen Drogenmafia.
00:03:28Habt er!
00:03:29Sechs Monate haben wir auf diesen Tag gewartet. Und Sie versauen alles.
00:03:32Wie kann man nur so dilettantisch vorgehen?
00:03:34Aber er hätte es sein können. Ich meine, keiner weiß, wie dieser Duschan aussieht.
00:03:37Sieht so ein serbischer Mafioso aus? Das muss man doch sehen.
00:03:42Wo ist denn Ihr Kollege? Er hat doch den Einsatz geleitet.
00:03:44Ja, er hat noch zu tun.
00:03:46Das wird Konsequenzen halten. Das verspreche ich Ihnen.
00:03:48Morgen früh habe ich Ihren Bericht.
00:03:50Kommen Sie, Herr Reuter.
00:03:52Danke für den Kaffee.
00:04:06Kommen Sie, ich fahre Sie zu Ihrem Haus.
00:04:08Ich fahre mit dem Taxi, vielen Dank.
00:04:10Na dann, gute Nacht.
00:04:11Ja, gute Nacht.
00:04:13Oder besser.
00:04:14Guten Morgen.
00:04:33Sag mal, wo bist du?
00:04:40Du blödes Arschloch. Wieso bist du einfach abgehauen? Du wusstest doch, wer das ist.
00:04:45Ein Verdächtiger in einer Polizeiaktion.
00:04:47Hörst dein Vater, verdammt nochmal.
00:04:49Wieso hast du denn nichts gesagt? Ist das der normale Umgang bei euch in der Familie, oder was?
00:04:54Ich hätte ja gerne ein großes Frühstück mit einem Schnickschnack.
00:04:57Er zahlt.
00:04:59So, jetzt möchte ich wissen, was das sollte.
00:05:06Thomas!
00:05:11Platz beim Frühstück.
00:05:13Allerdings.
00:05:27Wollen Sie noch einen Kaffee?
00:05:30Nein, danke.
00:05:32Haben Sie eine Dusche hier?
00:05:57Ich bin schon mal.
00:06:12Nein, danke.
00:06:15Ich bin schon mal.
00:06:42Bera?
00:06:48Ich verspreche dir, das wird ein wunderbarer Tag.
00:07:10Und was soll das?
00:07:11Das ist mein Versetzungsgesuch.
00:07:13Wohin?
00:07:16Wohin?
00:07:18Wohin wollen Sie versetzt werden?
00:07:20Das ist mir völlig egal.
00:07:21Ich bin verantwortlich für die Pleite von gestern Abend.
00:07:23Stimmt.
00:07:25Also, wohin?
00:07:29Ja, tut mir leid, wenn Sie nicht wissen, wohin Sie versetzt werden wollen,
00:07:31kann ich Ihren Antrag nicht geführen.
00:07:33Entschuldigung.
00:07:33Ja?
00:07:35Was?
00:07:39Herr Höcken, das ist mir wirklich ernst.
00:07:41Mir auch.
00:07:42Was?
00:07:42Ja, gut, ich komme sofort.
00:07:44Tut mir leid, ein dringender Einsatz. Ich muss sofort weg.
00:07:46Na eben.
00:07:48Was ist mit meinem Versetzungsgesuch?
00:07:49Jetzt beeilen Sie sich.
00:07:50Noch so ein Reinfall für gestern können Sie sich wirklich nicht leisten.
00:07:58Wenn es nach unserem geliebten leidenden Oberstaatsanwalt Kosowicz gegangen wäre,
00:08:02dann würden wir beide jetzt Streife gehen.
00:08:04Das wäre mir auch lieber gewesen.
00:08:05Mir aber nicht.
00:08:10Du bist mir übrigens auch eine Antwort schuldig.
00:08:12Was ist da eigentlich zwischen dir und deinem Vater?
00:08:14Ich wusste überhaupt gar nicht, dass du einen Vater hast.
00:08:16Hast du dir nie von ihm erzählt?
00:08:18Allerdings.
00:08:21So schlimm?
00:08:22Könnten wir vielleicht das Thema wechseln?
00:08:26Sag mal, könntest du vielleicht zivil erfahren?
00:08:28Wir sind im Einsatz.
00:08:29Wir gehen aber nicht in unser Netz!
00:08:52Da seid ihr ja endlich
00:08:53Sehr witzig
00:08:54Okay, schieß los
00:08:55Nenn mich ihr Leiche, vermutlich der Besitzer des Hauses
00:08:58Dr. Horst Gerhard
00:08:59Der Schönheit hier, Ruck, kenn ich nicht
00:09:01Echt?
00:09:02Du?
00:09:03Nie gehört
00:09:03Dann geht am Wochenende mal ins Kuhhaus, ins Spielcasino
00:09:06Die Hälfte der Brüste, die da rumlaufen, hat er modelliert
00:09:08Und woher willst du das wissen?
00:09:10Ein Profi fühlt das was
00:09:12Echt?
00:09:13Naja, es gibt ja natürlich gewisse Kriterien
00:09:14Wer ist hier später, komm
00:09:34Wie ist das passiert?
00:09:35Das wissen wir noch nicht ganz genau
00:09:37Es gibt keine Anzeichen von Gewaltanwendung
00:09:39Keine Verletzung
00:09:41Aber es war Mord
00:09:42Sicher?
00:09:44Na ja, schau ihn dir doch mal an
00:09:45Oder Mainz hat sich freiwillig so hingelegt
00:09:47Naja, ein kleines Fesselspiel, Herzinfarkt
00:09:49Der doch nicht
00:09:51Die sieht man sich auch nicht an
00:09:52Was?
00:09:55Wer hat ihn denn gefunden?
00:09:57Die Journalistin von Wiesbadener Anzeiger
00:10:00Sie ist hier über die Terrasse in das Haus eingedrungen
00:10:02Die Nachbarn haben sie dabei beobachtet
00:10:03Und haben die Polizei gerufen
00:10:05Und unsere Kollegen haben sie dabei überrascht
00:10:07Wie sie fotografiert hat
00:10:08Das ist doch Sandra Brinks
00:10:10Und, kommt sie als Täterin in Frage?
00:10:13Sie hatte angeblich einen Interviewtermin mit dem Opfer
00:10:15Überprüft das und dann vernimmt sie, ja?
00:10:16Okay
00:10:31Ich möchte, dass Sie den Fall übernehmen
00:10:35Wenn das bekannt wird
00:10:36Haben wir die gesamte Boulevardpresse Deutschlands damals
00:10:38Was ist mit dieser Journalistin, die ihn gefunden hat?
00:10:41Sandra Brinks
00:10:42Das wäre wirklich dreist
00:10:44Wenn sie Ines umbringt
00:10:44Und sich da mal fotografieren erwischen lässt
00:10:47Aber beiden Sie es ihm auch
00:10:48Ich bin sicher, die weiß mehr als sie zugebt
00:10:50Ja, danke
00:10:52Was habe ich Ihnen gesagt?
00:10:53Ich war mit ihm verabredet
00:10:55Sie sind in das Haus eingebrochen
00:10:57Ich habe ihn durch die Terrassentür gesehen
00:10:58Er lag auf dem Boden
00:10:59Ich dachte, ich könnte ihm helfen
00:11:00Und das soll ich Ihnen glauben?
00:11:02Wollen Sie mir das Gegenteil beweisen?
00:11:04Ich würde jetzt gerne gehen
00:11:05Moment mal, Frau Brinks
00:11:06Sie wissen doch, dass Sie aufgrund der Verdachtsmomente jederzeit von uns...
00:11:09Herr Reuter
00:11:10Wie lange kennen wir uns schon?
00:11:12Machen Sie doch nicht lächerlich
00:11:13Ich möchte Sie bitten, Wiesbaden bis auf Weiteres nicht zu verlassen
00:11:16Kein Problem
00:11:18Oder glauben Sie, ich fahre in Urlaub bei so einer Story?
00:11:31Herr Reuter
00:11:33Wollte Sie gerade bekannt machen
00:11:35Das ist Frau Corinna Nagold, unsere neue Referendarin
00:11:38Reuter, freut mich Sie
00:11:38Ich habe sie Ihnen unterstellt
00:11:39Ah ja
00:11:41Eine talentierte junge Dame
00:11:44Gratlinig, zielständig
00:11:44Ach so, hier wird noch was
00:11:47Haben Sie schon Ihren Dienstwagen?
00:11:48Nein, leider noch nicht
00:11:49Frau Nagold wird sich fragen, nicht wahr?
00:11:51Ja, gerne
00:11:51Wunderbar
00:11:52Viel habe ich leider noch nicht rausbekommen können in der kurzen Zeit
00:11:55Ich habe Frau Nagold gebeten, alles zusammenzutragen, was wir über den Toten wissen
00:11:58Verstehe
00:12:00Viel Erfolg
00:12:01Danke, Herr Konferenz
00:12:09Wollen Sie es nicht lesen?
00:12:10Erzähl es mir
00:12:12Horst Gerhard, Chirurg, 44 Jahre alt
00:12:15Er hat eine Privatklinik oben am Botanischem Garten
00:12:18Und eine zweite Klinik in Italien auf Sardinien
00:12:20Verheiratet, keine Kinder
00:12:23Hast du seine Frau schon erreicht?
00:12:24Ja
00:12:25Sie war in Italien, als der Mann ermordet wurde
00:12:27Gutes Alibi
00:12:29Woran ist er gestorben?
00:12:31Herr Reuter
00:12:31Frau Nagold, kennt Sie ja?
00:12:33Ja
00:12:34Er könnte erstickt worden sein
00:12:36Vielleicht auch vergiftet
00:12:38Was ist mit der Augenbinde?
00:12:40Die wurde ihm nach seinem Tod angelegt
00:12:42Sicher?
00:12:43Ja
00:12:44Auf dem Tuch waren keine Schweißflecken
00:12:46Hätten aber welche sein sollen?
00:12:48Ja
00:12:49Er hat vor seinem Tod stark geschwitzt
00:12:51Auf seiner Haut und seiner Hose waren noch Schweißflecken
00:12:53Als wir ihn gefunden haben
00:12:54Warum?
00:12:55Wir wissen es nicht
00:12:56Aber wie Sie sehen, Herr Oberstaatsanwalt
00:12:58Ist die Obduktion noch gar nicht abgeschlossen
00:13:00Oh, Sie kennen mich ja doch, Herr Hauptkommissar
00:13:02Ich dachte schon, ich sollte mich unbedingt mal bei Ihnen vorstellen
00:13:09Also ich gebe einen Kaffee aus
00:13:11Wollen Sie auch einen?
00:13:12Gerne
00:13:12Ich möchte bitte den Fundort der Leiche sehen
00:13:31Frau Nagold?
00:13:31Ja?
00:13:32Sie fahren bitte zurück zur Staatsanwaltschaft
00:13:34und kümmern sich um meinen Dienstwagen, ja?
00:13:35Ich mache das hier allein
00:13:36Und wie kommen Sie zurück?
00:13:38Oh, so kurz
00:13:40Na gut
00:13:40Dann sehe ich zu, dass der Wagen da ist, wenn Sie wieder im Büro sind, ja?
00:13:42Das ist ja schön, danke
00:13:48Na, geht's?
00:13:50Muss
00:13:52Oh
00:13:54Na, dann wollen wir mal
00:14:16Irgendwelche Spuren?
00:14:17Nein
00:14:19Keine?
00:14:20Keine
00:14:20Wir vermuten auch, dass der Mord nicht hier passiert ist
00:14:41Kein Müll?
00:14:43Nein, weder hier noch draußen
00:14:44Mensch, das gibt's doch nicht
00:14:45Eine malere, strapierte Leiche und keine Täterspuren
00:14:48Was willst du damit sagen, dass wir schlecht gearbeitet haben?
00:14:52Frau Klahr, würden Sie uns bitte einen Moment allein lassen?
00:14:56Sicher
00:14:58So, was kommt jetzt?
00:15:06Das schimpfte Gericht oder eine milde Belehrung?
00:15:08Der grandiose Oberstaatsanwalt sagt jetzt mal, wo es lang geht
00:15:11Hör doch mal auf, Thomas
00:15:12Mach's nicht noch schwerer, als es schon ist
00:15:14Was erwartest du?
00:15:15Glaubst du, du kannst hier einfach so aufkreuzen
00:15:16nach so vielen Jahren und so tun, als wäre nichts passiert?
00:15:18Warum bist du überhaupt zurückgekommen?
00:15:19Ein gutes, berufliches Angehörter
00:15:21Als zweiter Mann hinter Kosto bist
00:15:22Du hättest schon längst dein Chef sein können
00:15:24Ich glaube, das geht dich nichts an
00:15:27Klar
00:15:29Warum sollte sich auch was geändert haben?
00:15:39Thomas
00:15:41Thomas, warte doch mal
00:15:44Thomas
00:15:48Ich bin wieder hier
00:15:49Was willst du noch?
00:15:52Du machst es dir zu leicht, Vater
00:15:53Ich bin wieder hier
00:16:05Das ist dir zu leicht, damals
00:16:07Ich bin wieder hier
00:16:09Ich bin wieder hier
00:16:12Ich bin doll
00:16:14D Pathens
00:16:15Ich bin doll
00:16:27Herr Reuter, die Besuchszeit ist vorbei.
00:17:18Herr Reuter, ich mache Schluss für heute.
00:17:23Schönen Feierabend, Herr Kosowicz.
00:17:25Herr Reuter, wenn Sie einen anderen Fall übernehmen wollen.
00:17:28Warum sollte ich?
00:17:30Das ist doch sicher nicht ganz einfach mit Ihrem Sohn.
00:17:32Nach allem, was passiert ist.
00:17:33Warum machen Sie sich keine Gedanken? Das ist alles in Ordnung.
00:17:37Gut, also dann.
00:17:40Ach, Herr Kosowicz, was ich Sie noch fragen wollte,
00:17:42warum haben Sie eigentlich ausgerechnet mir diesen Job angeboten?
00:17:45Hätte ich es nicht tun sollen?
00:17:47Nein, wir sind Sie auf mich gekommen.
00:17:49Wir haben uns immer in zehn Jahren nicht gesehen.
00:17:51Reiner Zufall.
00:17:52Ich hatte mich gerade mit einem früheren Pfeif an Ihnen beschäftigt,
00:17:55als die Stelle frei wurde.
00:17:56Ich frage mich, ob es nicht ein Fehler war, Sie zurückzuholen.
00:18:01Wie meinen Sie das?
00:18:02Na ja, wer holt Sie schon gerne Konkurrenz ins Haus?
00:18:08Gute Nacht.
00:18:09Gute Nacht.
00:18:09Gute Nacht.
00:18:48Das war's.
00:19:15Das war's.
00:19:41Das war's.
00:20:14Das war's.
00:20:43Das war's.
00:21:09Guten Morgen.
00:21:11Ach, Herr Oberstaatsanwalt.
00:21:13Na, haben Sie was rausgefunden?
00:21:14Ja, steht alles im Obduktionsbericht.
00:21:16Welcher Obduktionsbericht?
00:21:17Wie?
00:21:18Haben Sie den nicht bekommen?
00:21:20Nein.
00:21:22Ich hab den Bericht dem Hauptkommissar gegeben.
00:21:23Gestern schon.
00:21:31Also.
00:21:36Das Opfer war unter Drogen gesetzt.
00:21:38Valium, hochdosiert.
00:21:39Das war aber nicht die Todesursache.
00:21:40Sondern?
00:21:41Darf ich mal?
00:21:45Da, schauen Sie sich das mal an.
00:21:48Das sind Reste von Morcheln aus dem Magen des Opfers.
00:21:51Ja, und?
00:21:52Bei der Spektralanalyse vom Mageninhalt konnte Muskarin nachgewiesen werden.
00:21:56Das ist ein Pilzgift.
00:21:57Giftige Morcheln?
00:21:58Die gibt's doch gar nicht.
00:21:59Richtig.
00:22:00Der Mörder hat das Gift zusätzlich ins Essen getan, und zwar hochdosiert.
00:22:04Speckt man das nicht?
00:22:05Nein.
00:22:07Der Todeszeitpunkt war übrigens gegen 14 Uhr.
00:22:11Wie wirkt denn das Gift?
00:22:14Heftige Übelkeit, Blutdruck sinkt, Atemwege verengen sich, man bekommt Kopfschmerzen, Sehstörungen,
00:22:19panische Angst, Herzschlag verlangsamt sich, in dem Fall bis zum Herzstillstand.
00:22:23Nach zwei Stunden ist alles vorbei.
00:22:25Warum hat er keine Hilfe geholt?
00:22:27Weil er längst bewusstlos war, bevor er überhaupt irgendwas gespürt hat.
00:22:30Durch das Schlafmittel.
00:22:31Das war auch ins Essen gemischt.
00:22:33Wie schnell ist er bewusstlos geworden?
00:22:35Bei der Dosis schnell.
00:22:37Ich denke mal, nach der Mahlzeit blieben ihm höchstens 30 Minuten.
00:22:4130 Minuten.
00:22:43Das Opfer musste nach dem Essen zu seinem Wagen gehen, nach Hause fahren, den Wagen abstellen
00:22:48und dann die Stufen hinauf zu seinem Haus.
00:22:53Wie weit kommt man mit dem Auto?
00:22:55Sagen wir mal in 20 Minuten zur Mittagszeit.
00:22:58Nicht sehr weit.
00:23:00Bei wem war er?
00:23:03Wer hat ein Motiv, ihn umzubringen?
00:23:05Das sind die Patientenakten aus der Schönheitsklinik unseres Opfers.
00:23:08Wohin damit?
00:23:12Kerstin Klar, Kripo Wiesbaden.
00:23:13Sie verkaufen frische Mäuchen, ist das richtig?
00:23:16Ich müsste wissen, wer in den letzten Tagen bei Ihnen eingekauft hat.
00:23:20Bitte?
00:23:24Nein, nein, das war schon in Ordnung, danke.
00:23:28Er sagte, er hätte die Information schon längst weitergegeben an die Staatsanwaltschaft.
00:23:33Was?
00:23:33Ich habe alle Feinkostgeschäfte abtelefoniert.
00:23:36Alle liefern frische Mäuchen nur auf Bestellung und alle geben die Bestellung weiter an denselben Händler auf dem Großmarkt.
00:23:41Er ist der einzige hier in Wiesbaden, der Mäuchen anbietet.
00:23:44Ich habe mit ihm gesprochen.
00:23:45Nur ein Kunde hat in den vergangenen Tagen Mäuchen gekauft.
00:23:48Moulin d'Or, was ist das denn?
00:23:50Ein Gummirestaurant.
00:23:51Eine der besten Adressen hier in der Stadt.
00:23:53Hat sogar einen Stern.
00:23:55Haben Sie das schon mal gegessen?
00:23:57Noch nicht.
00:23:59Rufen Sie bitte an, bestellen Sie mir zu heute Abend im Tisch 20 Uhr, ja?
00:24:03Dienstlich oder privat?
00:24:06Glauben Sie wirklich, dass ich zu meinem Privatvergängnis in ein Sternenrestaurant gehen würde?
00:24:10Ja.
00:24:12Ich verstehe das nicht.
00:24:13Wie kommt es nur, dass ich mich so schnell durchschaut werde?
00:24:17Ach, Frau Narbold, noch was?
00:24:19Besorgen Sie mir bitte von der Kripo den Obduktionsbericht
00:24:21und richten Sie meinem Sohn aus, dass ich ab sofort die Ermittlungen persönlich führe.
00:24:26Wie meinen Sie das?
00:24:28Mein Sohn hat jeden Schritt, mit mir abzustimmen
00:24:29und ich werde von jetzt an immer dabei sein.
00:24:31Bei jedem Ortstermin, bei jeder Zeugenbefragung.
00:24:34Das wollen Sie wirklich tun?
00:24:35Habe ich mich unklar ausgedrückt?
00:24:37Nein.
00:24:43Was glaubt ihr eigentlich, wie er ist?
00:24:45Er ist der Oberstaatsanwalt.
00:24:48Und wir werden seine Entscheidung akzeptieren.
00:24:51Ihr Vater wird schon seine Gründe haben.
00:24:53Er will mich vorführen, das ist alles.
00:24:55Natürlich.
00:24:57Und Sie haben den Obduktionsbericht nur deswegen nicht an Ihren Vater weitergegeben, um ihn zu schonen.
00:25:01Das ist ja wohl was anderes.
00:25:02Wir ermitteln und wenn wir fertig sind, dann präsentieren wir die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft.
00:25:06Die Staatsanwaltschaft hat jederzeit das Recht, selber zu ermitteln.
00:25:09Eigentlich sind wir nur die Hilfstruppe.
00:25:11Sie wissen ganz genau, die Praxis sieht anders aus.
00:25:14Diesmal eben nicht.
00:25:15Sie werden dem Vater doch nicht vorwerfen wollen, dass er seinen Job ernst nimmt.
00:25:18Nein, ich will, dass er mich ernst nimmt, verdammt nochmal.
00:25:21Also so wie Sie sich gerade verhalten, machen Sie es einmal aber dann nicht so ganz einfach.
00:25:25Kommen hier angelaufen und beschweren sich wie ein kleiner Junge über Papi.
00:25:35Kommen hier angelaufen und beschweren sich wie ein kleiner Junge über Papi.
00:25:57Sagen Sie, warte ich nicht mal, dass du bergst.
00:25:59Ja, das ist aber schon lange her.
00:26:07Ja, das ist aber auch schon.
00:26:13Das ist aber auch schon.
00:26:35Gut, habe ich zu viel versprochen?
00:26:38Sie haben untertrieben, fantastisch.
00:26:40Das sind wirklich die besten Mäuchen, die ich je gegessen habe.
00:26:42Vielen Dank.
00:26:45Bieten Sie jeden Tag Mäuchen an?
00:26:46Zurzeit ja.
00:26:47Wir haben Gäste, die reisen hunderte von Kilometern um unsere gefüllten Mäuchenköpfe zu essen.
00:26:52Verstehe ich gut, verstehe ich wirklich gut.
00:26:55Hat dieser Mann auch bei Ihnen gegessen?
00:26:57Wieso?
00:27:00Er ist gestern gestorben, nachdem er Mäuchen gegessen hat.
00:27:05Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich noch nicht vorgestellt.
00:27:07Mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
00:27:10Vielleicht reden wir in der Küche weiter?
00:27:12Das können wir gerne tun.
00:27:18Was fällt Ihnen ein?
00:27:20Wollen Sie unseren guten Rumpf ruinieren?
00:27:22Dieser Mann wurde ermordet mit vergifteten Mäuchen.
00:27:24Was wollen Sie uns unterstellen?
00:27:26Ich will Ihnen gar nichts unterstellen, Herr Kranz.
00:27:28Ich trage nur Fakten zusammen.
00:27:29Und ein Fakt ist nun mal, dass Ihre Frau und Sie vor zwei Tagen Mäuchen eingekauft und verarbeitet haben.
00:27:34Und das sind die Einzigen in Wiesbaden.
00:27:36Oh ja, das sieht ganz so aus.
00:27:38Wenn es Ihnen einfallen sollte, irgendwelche Gerüchte in die Welt zu setzen, Herr Reuter, ich verklare Sie.
00:27:43Warum beantworten Sie nicht einfach meine Fragen?
00:27:44Haben Sie damit ein Problem?
00:27:46Kann ich mal?
00:27:47Guten Tag, Krotter.
00:27:48Maria Kranz.
00:27:50Der war nicht hier.
00:27:52Da können wir ihn leider nicht weiterhelfen.
00:27:54Der Herr möchte gehen.
00:27:55Wollen Sie bitte seinen Mantel?
00:27:56Wir können das Gespräch natürlich auch in der Staatsanwaltschaft fortsetzen.
00:27:59Frau Kranz, die braucht bitte noch das Rezept, nachdem sie die Mäuchen verarbeiten kann, ja?
00:28:03Ich gebe meine Rezepte nicht weiter.
00:28:05An jemanden.
00:28:06Ja, das verstehe ich natürlich.
00:28:08Eine Zutatenliste würde mir auch reichen.
00:28:10Wollen Sie sie mir bitte ins Büro faxen?
00:28:12Und die Rechnung schicken Sie bitte auch, ja?
00:28:15Ihr Mantel?
00:28:18Das Essen war übrigens ausgezeichnet.
00:28:20Wirklich ganz große Klasse.
00:28:22Danke.
00:28:27Danke.
00:28:28Danke.
00:28:38Danke.
00:28:43Danke.
00:28:51Danke.
00:29:05Warte, warte, warte.
00:29:23Warte, warte, warte, warte.
00:29:55Mama, Trima ist gerade wach geworden.
00:30:04Mensch, der Humor hat ja richtig.
00:30:07Siehst du, der will auch, dass du nach Hause gehst.
00:30:10Gut.
00:30:12Danke.
00:30:16Aber du könntest auch mal langsam Schluss machen, oder?
00:30:19Ja, mache ich. Keine Sorge.
00:30:20Ach, und es tut mir leid, dass ich zurzeit so schlecht drauf bin.
00:30:25Es hat nichts mit dir zu tun.
00:30:27Na, ist schon in Ordnung.
00:30:29Gute Nacht.
00:30:30Gute Nacht.
00:30:49Gute Nacht.
00:31:21Habe ich ihn, Helden?
00:31:23Nein, danke.
00:31:24Alles in Ordnung.
00:31:26Gute Nacht.
00:31:56Untertitelung. BR 2018
00:32:27Untertitelung. BR 2018
00:32:29Wo lässt du das eigentlich alles?
00:32:32Schwangere sind Stressesser.
00:32:33Hast du Stress?
00:32:34Ja, weil ich nicht esse.
00:32:38Und so auch noch ein Kreutertee?
00:32:39So schwanger kann ich gar nicht sein, dass ich sowas trinke.
00:32:43Mein Gott, warum geht das hier nicht weiter?
00:32:50Oh nö, ich komm jetzt.
00:32:53Oh nö.
00:32:55Oh nö.
00:33:08Sag, was musste das sein? Du weißt genau, ich vertrag das nicht.
00:33:11Wir haben uns eilig.
00:33:12Ja klar, weil der Tote sonst noch toter wird.
00:33:17Tag, Chef.
00:33:24Guten Tag.
00:33:26Hallo.
00:33:28Sie sehen müde aus.
00:33:30Zu wenig Schlaf.
00:33:31Dann sollten Sie früher ins Bett gehen.
00:33:34Das hat er ja auch schon gesagt, oder? Er hält sich selber nicht dran.
00:33:37In der Familie.
00:33:39Kommen Sie mit rein?
00:33:40Gehen Sie schon mal vor, ich komm gleich nach.
00:33:52Was ist?
00:33:53Nichts, wieso?
00:33:55Warum gehst du nicht rein?
00:33:57Du leitest die Ermittlungen. Dein Tatort.
00:34:04Tag.
00:34:05Tag.
00:34:06Die Tür war angelehnt. Keine Aufbruchsspuren.
00:34:08Bitte.
00:34:10Danke.
00:34:23Wer ist da?
00:34:24Matthias Vogt, Busfahrer, lebt alleine, 38 Jahre.
00:34:31Das ist die gleiche Körperhaltung wie bei dem ermordeten Chirurgen.
00:34:34Scharf beobachtet, ja.
00:34:37Na, dann mach deine Arbeit.
00:34:40Na los, Tatortbeschreibung.
00:34:48Das Opfer hat auf den ersten Blick keine äußeren Verletzungen.
00:34:52In der linken Hand drei Apothekergewichte.
00:34:59Schweißränder an der Hose.
00:35:05War das schon alles?
00:35:10Jetzt mach du erst mal deine Tatortfotos.
00:35:12Dann guck ich mir später die Leiche genauer an.
00:35:15Was dachtest du, was ich mache?
00:35:17Ach ja.
00:35:18Und bevor du die Fotos machst, nimm bitte diesen Mantel weg.
00:35:20Er gehört dem Oberstaatsanwalt.
00:35:28Gab's denn das schon drin am Tatort, hier im Erdgeschoss?
00:35:30Einfach gerade durch.
00:35:31Mir fragst du mal die Nachbarn, auch in den anderen Häusern.
00:35:33Vielleicht hat jemand was gesehen.
00:35:34Okay.
00:35:37Sind wir nicht langsam zu alt für solche Spätchen?
00:35:39Offensichtlich nicht.
00:35:41Ich geh dann mal rein.
00:35:43Es geht hier um Mord.
00:35:44Wir sollten zusammenarbeiten und nicht gegeneinander.
00:35:48An mir soll es nicht liegen.
00:35:49Gut.
00:35:51Ich nehme mich beim Bord.
00:35:54Morcheln.
00:35:55Ähnliche Menge, ähnlicher Zersetzungsgrad.
00:35:58Und im Blut einer hohen Dosis Valium nehme ich an.
00:36:01Exakt.
00:36:01Und auch der Ablauf war genau gleich.
00:36:04Um 12 Uhr nimmt das Opfer seine Henkersmahlzeit ein.
00:36:06Eine halbe Stunde später wird er bewusstlos.
00:36:08Und um 14 Uhr tritt er tot ein.
00:36:09Genau wie beim letzten Mord.
00:36:16Wie ist der Mörder vorgegangen?
00:36:19Es war kein Mörder.
00:36:20Wir suchen eine Mörderin.
00:36:21Wie kommst du darauf?
00:36:23Es war eine Frau in der Wohnung.
00:36:25Der Hausmeister hat gegen halb eins bei Matthias Vogt geklingelt.
00:36:27Er wollte den Wasserzeller ablesen.
00:36:29Eine Frauenstimme bat ihn später wieder zu kommen.
00:36:32Und wenn die Frau nichts mit dem Mord zu tun hat?
00:36:34Warum hat sie dann nicht um Hilfe gebeten?
00:36:36Gegen halb eins musste das Opfer längst bewusstlos gewesen sein.
00:36:40Stimmt.
00:36:40Weiter.
00:36:42Wie hat sie es gemacht?
00:36:44Sie ist mit Matthias Vogt edel essen gegangen, hat das Essen vergiftet.
00:36:49Und wenn sie selber für ihn gekocht hat?
00:36:51Die Küche war völlig unbenutzt.
00:36:52Sie können das Essen mitgebracht haben.
00:36:56Gut, ich informiere die Kollegen von der Spurensicherung.
00:36:57Die sollen sich die Küche nochmal anschauen.
00:36:59Ich rufe dich an, ja?
00:37:11Ist noch was?
00:37:14Ich habe das Gefühl, ich habe den Mann schon mal gesehen.
00:37:19Das kenne ich.
00:37:20Das habe ich ständig.
00:37:31Und, was meinen Sie?
00:37:34Ich dachte gerade, warum bekocht jemand seine Opfer erst aufwendig, um sie dann zu vergiften.
00:37:39Das ist doch verrückt.
00:37:42Können Sie sich in die Psyche eines Mörders jemanden versetzen?
00:37:48Ach, ist das Fax von Maria Kranz eigentlich schon gekommen?
00:37:52Wer ist Maria Kranz?
00:37:53Die Köchin von Moulin D'Or.
00:37:54Sie wollte mir eine Liste mit Kochzutaten schicken.
00:37:56Ach, die ist für Sie.
00:37:57Liegt vorne am Sekretariat.
00:37:58Soll ich Sie holen?
00:37:59Ja, das wäre nett.
00:38:04Reuter.
00:38:07Ja?
00:38:09Ah, gut.
00:38:11Nein, nein, nein.
00:38:12Ich komme raus.
00:38:14Danke Ihnen.
00:38:20Bitte.
00:38:21Danke.
00:38:25Frau Narwald, ich muss noch mal zum Tatort.
00:38:27Die Spurensicherung hat ja noch ein paar Fettspuren gefunden.
00:38:29Kann ich mitkommen?
00:38:30Ich würde mir den Tatort gerne mal anschauen.
00:38:32Ich habe so etwas noch nie gesehen.
00:38:35Ja?
00:38:38Das ist so unwirklich, so normal.
00:38:42Was haben Sie erwartet?
00:38:44Der Tatort selber ist immer neutral.
00:38:48Bald erinnert sich niemand mehr an ihn.
00:38:51Wie kommen Sie da auf?
00:38:53Na ja, ich dachte, er hat doch anscheinend alleine gelebt.
00:38:57Ja, das scheint so.
00:38:59Eine Wohnung kann uns immer sehr viel mehr über die Bewohner erzählen, als wir glauben.
00:39:05Dies Ding hier zum Beispiel, Frau Narwald.
00:39:07Was glauben Sie, was man da ausschließen könnte?
00:39:11Na ja.
00:39:13Er hat gerne gebastelt und er hatte viel Zeit.
00:39:17Vielleicht war er einsam.
00:39:19Ein Einzelgänger.
00:39:21Jedenfalls hat er unendlich viele Abende hier damit verbracht, solche Bauwerke zusammenzukleben.
00:39:26Weil er alleine ist.
00:39:28Bar.
00:39:30Kein Sozialleben.
00:39:31Kontaktscheu.
00:39:33Sehr zurückgezogen.
00:39:35Gut.
00:39:36Sehr gut.
00:39:38Genau das hat nämlich die Befragung der Nachbarn ergeben.
00:39:40Allerdings mit einer Ausnahme, die Nachbarn glauben, dass Herr Vogt in letzter Zeit eine Freundin gehabt hat.
00:39:46Haben die Sie gesehen?
00:39:46Nein.
00:39:47Sie haben doch manchmal eine Frauenstimme gehört.
00:39:52Irgendwas Handfestes?
00:39:55Nicht wirklich.
00:39:57Wir haben zwar ein paar Feldspuren, aber ob die frisch sind oder von vorgestern, ich habe da keine Hoffnung.
00:40:09Was ist das?
00:40:11Das ist eine alte Papierserviette.
00:40:13Die lag zusammengeknüllt hinter dem Backofen.
00:40:16Keine Ahnung, wie lange die da schon lag.
00:40:19Frau Nargold?
00:40:21Mhm.
00:40:22Sagen Sie bitte dafür, dass Frau Kranz und Herr Mann vernommen werden.
00:40:24Warum?
00:40:25Weil die Imulandor genau diese Servietten benutzen.
00:40:28Sind Sie sicher?
00:40:28Ja.
00:40:29Ihr wisst lieb, Sie würden sofort hinfahren und uns einen Vergleichsexemplar besuchen.
00:40:33Ja, klar, mache ich.
00:40:35Gut.
00:40:37Danke.
00:40:41Walter?
00:40:45Warte mal.
00:40:51Wo seid ihr?
00:40:53Okay, ich bin gleich da.
00:40:55Na klar habe ich was gesehen.
00:40:57Da drüben, meine Frau.
00:41:00In der Wohnung von diesem Busfahrer.
00:41:02Gut, und was hat die Frau da drüben gemacht?
00:41:04Hin und her gelaufen ist sie.
00:41:07Ah, und sonst?
00:41:10Wie sonst?
00:41:11Sie müssen doch irgendwas gesehen haben.
00:41:13Ja.
00:41:13Ja, die war machen.
00:41:15Schublade auf, Schublade zu.
00:41:17Ach so.
00:41:20Was haben Sie denn was von hier aus gesehen?
00:41:22Na klar, Dicker.
00:41:24Meine Augen sind nämlich messerscharf.
00:41:27Willst du auch einen?
00:41:29Hm, nein, danke.
00:41:37Wie sah die Frau denn aus?
00:41:39Weiß ich nicht.
00:41:41Keine Ahnung.
00:41:42Aber Sie haben sie doch gesehen.
00:41:44Also versuchen Sie sich mal ganz genau zu erinnern.
00:41:49Wie sah diese Frau aus, ne?
00:41:52Schlank, glaube ich.
00:41:54So mittelgroß.
00:41:56Vielleicht ein bisschen klein.
00:41:58Normal eben.
00:42:02Jetzt weiß ich was.
00:42:04Ihr hattet Haare.
00:42:06Haare?
00:42:07Ja, ganz dunkle.
00:42:08Also so blond.
00:42:11So, ganz kurz.
00:42:13So bis hier etwa.
00:42:14Genau.
00:42:16Und alle waren ganz glatt.
00:42:17In der Dauerwelle.
00:42:18Ja, genau.
00:42:20Und an der Nase hatte sie da so eine riesengroße Warze
00:42:23und dazu eine orange-farbe Sonnenbrille?
00:42:25Ja.
00:42:26Es stimmt.
00:42:27Aha.
00:42:29Moment mal.
00:42:32Der will mich verarschen, richtig?
00:42:34Nein.
00:42:35Die hatte gar keine Sonnenbrille.
00:42:37Warten Sie einen Moment, ja?
00:42:40Wir vergangen ja unsere Zeit.
00:42:44Kann ich die mal kurz sprechen?
00:42:47Und?
00:42:49Kriege ich jetzt meine Belohnung?
00:42:50Glaubst du eigentlich, wer du bist?
00:42:51Das ist meine Zeugin.
00:42:52Sag mal, sind wir hier im Kindergarten?
00:42:54Deine fantastische Zeugin.
00:42:55Die zerreißt bei jeder Richter in der Luft.
00:42:56Selbst wenn, vielleicht führt aber gerade sie uns zur Mörderin.
00:42:59Die führt uns in den ersten Staatsladen.
00:43:00Das ist dann doch schon alles.
00:43:01Natürlich.
00:43:02Du weißt ja Bescheid.
00:43:03Nicht der Hauch eines Selbstzweifels.
00:43:05Weißt du was?
00:43:05Du kochst mich an.
00:43:06Oh, das muss ich mir nicht anhören.
00:43:08Na, geh nur.
00:43:09Damit hast du ja Erfahrung.
00:43:10Na komm, sag's mir.
00:43:11Sag schon.
00:43:12Komm.
00:43:12Wofür du dann erstickst?
00:43:14Wofür verachtest du mich?
00:43:15Das fragst du noch?
00:43:17Du bist einfach abgehauen.
00:43:18Nach all dem, was passiert war.
00:43:20Ist sie dir so egal?
00:43:22Du verstehst es nicht, Thomas.
00:43:24Du verstehst es nicht.
00:43:27Ich habe deine Mutter geliebt.
00:43:28Ich habe sie mehr geliebt als alles auf der Welt.
00:43:30Ich musste fort.
00:43:32Zehn Jahre lang.
00:43:35Du hast sie einfach verlassen.
00:43:40Ich konnte nicht anders.
00:43:42Ich habe mich ertragen, sie so zu sehen.
00:43:45Wie?
00:43:45Wie?
00:43:45Sie lebt!
00:43:46Sie ist nicht tot!
00:43:47Sie lebt!
00:43:47Sie weiß nicht, wer sie ist.
00:43:48Sie weiß nicht, wer du bist.
00:43:49Sie weiß nicht, wer ich bin.
00:43:50Das ist doch kein Leben.
00:43:52Woher willst du das wissen?
00:43:53Ich weiß es.
00:43:54Ich weiß es, Thomas.
00:43:57Und du weißt es auch.
00:44:00Und wenn nicht?
00:44:03Was ist, wenn sie doch was mitkriegt?
00:44:05Dass du sie im Stich gelassen hast.
00:44:07Damals.
00:44:10Ich hatte keine Wahl.
00:44:13Wenn ich geblieben wäre,
00:44:17ich hätte nicht mehr leben wollen.
00:44:43Warten Sie auf mich?
00:44:44Wie bitte?
00:44:46Sie warten nicht auf mich.
00:44:47Ihr Sohn hat mich versetzt.
00:44:49Wissen Sie, wo er ist?
00:44:50Ja, äh, äh, er musste doch mal schnell weg.
00:44:53Das muss er offenbar öfter, wenn er Ihnen begegnet.
00:44:57Kann ich Sie mitnehmen?
00:44:58Wie schnell fährt denn Ihr Wagen?
00:45:02Wieso?
00:45:02Wenn Sie so fahren wie Ihr Sohn,
00:45:03dann gehe ich lieber zu Fuß.
00:45:05Kommen Sie.
00:45:11Was glauben Sie?
00:45:12Hat die Zeugin wirklich was gesehen
00:45:14oder macht sie sich nur wichtig?
00:45:16Schwer zu sagen.
00:45:17Aber wir befragen Sie morgen früh noch einmal,
00:45:18wenn sie nüchtern ist.
00:45:22Sagen Sie, mögen Sie Ihren Sohn eigentlich?
00:45:25Bitte?
00:45:26Ja, ich meine, haben Sie ihn gern?
00:45:29Sie stellen ja Fragen.
00:45:32Ich mag ihn sehr.
00:45:38Nein.
00:45:40Das Baby ist nicht von ihm.
00:45:41Ich mag ihn als Kollegen.
00:45:43Er ist scharfsinnig, zuverlässig und gelassen.
00:45:47Na ja, zumindest war er das, bis Sie gekommen sind.
00:45:53Nehmen Sie ihn wenigstens ernst, als Polizisten.
00:45:58Ja, das tue ich doch.
00:45:59Wirklich?
00:46:18Danke für's mitnehmen.
00:46:25Frau Kahn.
00:46:26Ja?
00:46:27Ich habe hier eine Liste mit Kochzutaten.
00:46:30Unsere Gerichtsmedizinerin soll doch mal den Mahninhalt der beiden Mordopfer daraufhin überprüfen, ja?
00:46:34Das ist genau das, was ich meine.
00:46:36Wieso?
00:46:37Na, woher haben Sie diese Liste?
00:46:38Frau Maria Krünz, das ist die Köchin von Monendor.
00:46:41Sehen Sie?
00:46:42Und wir wussten noch nicht mal, dass Sie bei ihr waren.
00:46:47Glauben Sie wirklich, ich hätte diesen Schönheitschirurgen umgebracht, nur weil ihm mein Essen nicht geschmeckt hat?
00:46:51Also hat er doch bei Ihnen gegessen.
00:46:52Ich weiß es nicht.
00:46:53Ja, was jetzt?
00:46:54Gerade haben Sie gesagt, Dr. Gerhard war niemals Gast in Ihrem Restaurant.
00:46:57Ich kenne den Mann nicht.
00:46:58Wissen Sie, wie viele Menschen pro Monat bei uns essen?
00:47:01Vielleicht sind Sie ja zu ihm gegangen mit dem Essen.
00:47:02Das ist ein heiler Blödsinn.
00:47:04Ich sag's nochmal.
00:47:06Ich kenne den Mann nicht.
00:47:09Sagt Ihnen der Name Matthias Vogt etwas?
00:47:12Wer?
00:47:13Matthias Vogt, das zweite Mordopfer.
00:47:19Das hier haben wir bei ihm hinterm Backofen gefunden.
00:47:22Diese Serviette stammt aus Ihrem Restaurant.
00:47:27Ich bin hier wegen der Serviette?
00:47:30Die können Sie in jedem besseren Papiergeschäft kaufen.
00:47:32Die finden Sie überall.
00:47:33Oder steht unser Name dran?
00:47:39Entschuldigen Sie mich bitte für einen Moment.
00:47:47Wir haben nichts gegen Sie in der Hand.
00:47:48Hätte Sie gar nicht Vorladen brauchen.
00:47:50Dein Vater hat sie einbestellt.
00:47:52Hat sie ein Alibi?
00:47:55Ja.
00:47:56Sie sagt, sie war zu den fraglichen Zeiten mit Ihrem Mann zusammen.
00:48:01Ziemlich dünn.
00:48:02Ja, wir können Sie auch nicht hier behalten.
00:48:03Nur weil sie vor zwei Tagen ein Mordchen gekauft hat.
00:48:05Oder weil eine Papierserviette aus Ihrem Restaurant bei Matthias Vogt in der Wohnung gefunden wurde.
00:48:12Danke, Frau Kranz.
00:48:16Sie können gehen.
00:48:27Irgendwas stimmt an der Sache nicht.
00:48:29Die Hinweise auf Sie sind mir einfach zu deutlich.
00:48:34Du meinst, jemand legt eine falsche Spur?
00:48:41Ja?
00:48:44Entschuldigung, ich wollte fragen, ob Sie mich noch brauchen.
00:48:48Nein.
00:48:49Ich habe mir noch mal die Ermittlungsakte durchgesehen.
00:48:52Die Aussage der Zeugin aus dem Haus gegenüber fehlt.
00:48:54Ist die bei Ihnen?
00:48:55Warte, Sie zeigt bis morgen.
00:48:59Ja, natürlich.
00:49:00Auf Wiedersehen.
00:49:02Es gibt keine Aussage, Frau Nagelhut.
00:49:04Die Zeugin war betrunken und die Befragung wird morgen wiederholt.
00:49:08Ich wollte Sie nicht stören, es tut mir leid.
00:49:11Kann ich noch irgendetwas für Sie tun?
00:49:14Nein, danke.
00:49:15Gute Nacht.
00:49:16Gute Nacht.
00:49:26Ich finde, du konntest dir ruhig ein wenig Sorgen um ihn machen.
00:49:29Warum sollte ich?
00:49:31Bernd Reuter ist ein erfahrener Staatsanwalt.
00:49:34Er sah müde aus.
00:49:36So, als ob er seit Tagen nicht mehr geschlafen hätte.
00:49:42Das liebe ich so an dir.
00:49:45Machst du über alles und jeden Gedanken.
00:49:47Ich weiß auch nicht, passiert einfach.
00:49:51Hör zu.
00:49:53Ich habe ihm angeboten, den Fall abzugeben.
00:49:55Er wollte nicht.
00:49:57Es ist seine Entscheidung, ob er mit seinem Sohn arbeitet oder mich.
00:50:14Kennst du ihn schon lange?
00:50:17Zwölf Jahre.
00:50:20Wenn er hier geblieben wäre, dann wäre er jetzt mein Chef.
00:50:23Was ist damals eigentlich genau passiert?
00:50:28Furchtbare Geschichte.
00:50:31Autounfall.
00:50:35Warum willst du das wissen?
00:50:38Muss ich eifersüchtig werden?
00:50:40Quatsch.
00:50:41Nein, du solltest ihm dankbar sein.
00:50:43Schließlich hat er uns zusammengebracht.
00:50:46Wenn ich nicht mein Examen über seinen Alsbach-Prozess geschrieben hätte,
00:50:49den du zu Ende geführt hast.
00:50:50Ach, komm.
00:50:52Gib's doch zu.
00:50:53Du hast einen alten Esel gesucht, der dir deine Arbeit schreibt.
00:50:56Und befunden habe ich den hilfsbereitesten,
00:51:00süßesten leitenden Oberstaatsanwalt, den es gibt.
00:51:10Nichts.
00:51:11Einfach nichts.
00:51:12Es gibt einfach keine Verbindung inzwischen den beiden Mordopfern.
00:51:15Ja, aber das kann nicht sein.
00:51:16Ist aber so.
00:51:17Die beiden arbeiten nicht zusammen, sie haben nicht dieselben Freunde,
00:51:20sie sind an unterschiedlichen Orten aufgewachsen,
00:51:22sie leben in unterschiedlichen Stadtteilen,
00:51:24ihr ganzes Leben ist komplett anders.
00:51:25Also ich weiß nicht, irgendwas machen wir falsch.
00:51:28Vielleicht, weil wir nur auf das schauen,
00:51:29was gleich ist bei den beiden Morden.
00:51:31Der Chirurg hatte die Augen verbunden, als wir ihn gefunden haben.
00:51:34Und der Busfahrer hatte drei Apothekergewichte in der Hand.
00:51:38Ja, fällt dir dazu was ein?
00:51:41Eine Hinrichtung.
00:51:42Wieso?
00:51:43Früher wurden Delinquenten die Augen verbunden,
00:51:45wenn sie erschossen wurden.
00:51:47Ja, aber der wurde vergiftet.
00:51:50Und die Gewichte?
00:51:56Wart mal.
00:52:03Hier, Justitia.
00:52:06Die Augenbinde und die Waage.
00:52:09Logisch.
00:52:10Gericht.
00:52:12Gerechtigkeit.
00:52:13Es geht dem Täter um Gerechtigkeit.
00:52:14Der Täterin.
00:52:16Was kann das sein?
00:52:18Strafe?
00:52:19Rache?
00:52:20Aber wofür?
00:52:24Wenn die Theorie stimmt, dann fehlen noch zwei Morde.
00:52:27Das Schwert und das Gesetzbuch.
00:52:35Weißt du was?
00:52:38Ich habe Roma.
00:52:39Ich habe Roma.
00:53:24Guten Abend.
00:53:25Guten Abend. Was kann ich für Sie tun?
00:53:27Ich möchte es mal nach Frau Reuter, Sonja Reuter.
00:53:29Können Sie sich ausweisen?
00:53:35Entschuldigen Sie bitte. Ich habe Sie hier noch nie gesehen.
00:53:38Kommen Sie.
00:53:44Hier bitte.
00:53:46Danke.
00:54:07Hallo, Sonja.
00:54:15Sonja, ich bin es.
00:54:27Weißt du was?
00:54:27Wir fahren weiter.
00:54:30Wir fahren nach Lissabon.
00:54:31Wir fahren nach Lissabon.
00:54:33Dann noch ein Foto.
00:54:34Was?
00:54:34Was?
00:54:35Das ist das Land.
00:54:36Wieder zurück nach Lissabon.
00:54:38Oh, was ist das?
00:54:43Oh, was ist das?
00:54:44Oh, was ist das?
00:54:45Oh, was ist das?
00:54:46Oh, was ist das?
00:55:21Jetzt weiß ich, was mir gefehlt hat.
00:55:23Also, das ist unglaublich.
00:55:25Isst du dein Stück noch?
00:55:27Weißt du was?
00:55:27Ich glaube, du bist gar nicht schwanger.
00:55:28Es ist nur dein Magen, der sich aufbläht.
00:55:31Kennst du das auch, dass dein Magen strampelt und dich nachts weckt?
00:55:34Wenn ich zwei Pizzas esse, vielleicht.
00:55:38So, jetzt erzähl mir endlich, was zwischen dir und deinem Vater ist.
00:55:41Ich will das wissen.
00:55:43Ich liebe deine dezenten Themenwechsel.
00:55:46Komm, nun sag schon.
00:55:47Du erzählst mir doch sonst immer alles.
00:55:49Bist du dir da sicher?
00:55:50Ziemlich.
00:55:56Also.
00:56:02Mein Vater hatte einen Autounfall.
00:56:04Vor zehn Jahren, zusammen mit meiner Mutter.
00:56:06Eine Frau ist ihm vor einem Wagen gelaufen.
00:56:09Er hat noch versucht auszuweichen, aber...
00:56:12Das Auto kam ins Schleudern und ist frontal gegen eine Telefonzelle geprallt.
00:56:16Oh Gott.
00:56:17Mein Vater war nur leicht verletzt, aber meine Mutter...
00:56:22Meine Mutter...
00:56:24Erlitt schwere Gehirnverletzungen.
00:56:28Irreparabel.
00:56:29Warum hast du denn nie davon erzählt?
00:56:32Wer war denn schuld an dem Unfall? Dein Vater?
00:56:35Das habe ich ihm immer vorgeworfen.
00:56:37Er hat nie was dagegen gesagt.
00:56:40Und später, als er schon weg war,
00:56:42da habe ich mir dann die Unfallakten kommen lassen.
00:56:44Und?
00:56:47Ich denke, er hatte keine Chance.
00:56:49Und was wirfst du ihm dann vor?
00:56:52Er hat meine Mutter im Stich gelassen.
00:56:55Nur sie oder auch dich?
00:57:00Vielleicht war das damals einfach alles zu viel für ihn.
00:57:03Er wird sich selbst immer wieder die Schuld an dem Unfall gegeben haben.
00:57:06So habe ich das damals nie gesehen.
00:57:07Ich fand, er hat versagt.
00:57:10Und heute?
00:57:18Herr Wetter.
00:57:19Herr Wetter?
00:57:32Ja.
00:57:44Ja.
00:57:46Was ist das wirklich?
00:57:50Oh, nein.
00:57:50Auf jeden Fall.
00:57:52Piðirat.
00:58:01Musik
00:58:38Woher haben die das Foto?
00:58:40Nicht von uns.
00:58:42Sandra Brings.
00:58:44Das ist die Journalistin, die in die Villa des Schönheitschirurgen eingebrochen ist.
00:58:47Ja, und offensichtlich auch in die Wohnung von dem Busfahrer.
00:58:50Sie weiß von den Morden, bevor wir es wissen.
00:58:54Was glauben Sie, dass ich Menschen umbringe, um dann darüber zu schreiben?
00:58:57Finden Sie das so weit hergeholt?
00:58:58Eine Frau hat mich angerufen und mir gesagt, wo ich die Toten finde. Das war's.
00:59:02Ich glaube Ihnen kein Wort. Warum sollte die Mörderin gerade Sie anrufen?
00:59:04Was weiß ich? Vielleicht wollte sie, dass die Morde gut gefeatured werden.
00:59:08Und das hier?
00:59:09Sie haben vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben
00:59:10über angeblich fehlerhafte Brustoperationen von Dr. Horst Gerhardt.
00:59:14Er hat ihre Zeitung verklagt und gewonnen.
00:59:16Und deshalb habe ich ihn umgebracht?
00:59:18Man sagt, Sie hätten Chefreporterin werden können.
00:59:20Sein Karriereknick kann schmerzen.
00:59:21Und weshalb habe ich Matthias Vogt umgebracht?
00:59:24Ich weiß.
00:59:26Er war böse auf mich, weil ich geschrieben habe,
00:59:28sein Bus hatte Verspätung.
00:59:30Ganz toll, Herr Kommissar.
00:59:33Thomas?
00:59:42Ihr Alibi stimmt.
00:59:43Scheiße.
00:59:44Bist du sicher?
00:59:45Ja, sie war definitiv noch in der Redaktion, als Vogt bereits tot war.
00:59:50Wir lassen Sie überwachen. Ich will wissen, ob sie mit der Mörderin Kontakt hat.
00:59:53Okay.
00:59:55Soll ich bei der Staatsanwaltschaft eine Fangschaltung für Ihr Telefon beantragen?
00:59:59Ja, er macht das.
01:00:05Die Vernehmung der Journalistin hat nichts gebracht.
01:00:07Aber die Liste mit den Kochzutaten war ein Volltreffer.
01:00:10Die Pathologin konnte die meisten Stoffe im Magen der beiden Opfer nachweisen.
01:00:14Und außerdem hat die Zeugin heute Morgen ihre Aussage wiederholt.
01:00:17Die Beschreibung von der Frau, die sie in der Wohnung des Busfahrers gesehen hat, die passt auf Maria Kranz.
01:00:21Sicher?
01:00:23Ja, wir hoffen, dass die Gegenüberstellung uns das bestätigt.
01:00:25Kerstin?
01:00:26Ja?
01:00:27Frau Beuchert aus der Personalabteilung kann nicht kommen.
01:00:30Springst du rein?
01:00:31Die Zeugin kennt mich.
01:00:33Corinna, uns fehlt noch ein Double für die Gegenüberstellung.
01:00:35Würden Sie sich kurz dazustellen?
01:00:38Mit meinen Haaren?
01:00:39Da finden wir schon eine Lösung.
01:00:50Ich weiß nicht.
01:00:52Das ist doch schwerer, als ich dachte.
01:01:04Ich glaube, es war die Nummer zwei.
01:01:11Sind Sie sicher?
01:01:13Schauen Sie bitte nochmal genau hin.
01:01:17Oder doch die fünf.
01:01:22Oder die vier.
01:01:25Nein.
01:01:27Ich muss mich entscheiden, nicht wahr?
01:01:35Es war die Nummer fünf.
01:01:38Ja.
01:01:40Und das wissen Sie ganz genau?
01:01:42Ja.
01:01:44Die fünf war es.
01:01:51Danke, meine Damen, Sie können gehen.
01:01:57War es das jetzt?
01:01:58Ja, danke.
01:01:59Meine Kollegin wird sich um Sie kümmern.
01:02:01Wir brauchen noch eine Unterschaft von unten.
01:02:05Gibt es hier auch was zu trinken?
01:02:09Was machen wir jetzt?
01:02:12Großer Kriegsrat.
01:02:14Großer Kriegsrat.
01:02:17Das habe ich ja seit Jahren nicht mehr gehört.
01:02:21Alle Indizien passen.
01:02:24Alles weist auf Maria Kranz hin.
01:02:26Die aber bei der Gegenüberstellung von der Zeugin nicht erkannt wurde.
01:02:29Die Zeugin war sich nicht sicher.
01:02:30Und sie war betrunken, als sie die Mörderin beobachtet hat.
01:02:32Und wenn die Mörderin alles arrangiert hat, um die Köchin in Verdacht zu bringen?
01:02:35Die Frage bleibt die gleiche.
01:02:37Wo ist der Zusammenhang zwischen Maria Kranz und den beiden Opfern?
01:02:40Gerechtigkeit.
01:02:41Was?
01:02:44Justiz, ja.
01:02:45Die Augenbinde und die Gewichte.
01:02:48Klar, hätte ich wohl besser selber drauf kommen müssen, was?
01:02:54Gerechtigkeit.
01:02:56Was verbindet diese drei Menschen?
01:02:58Ein Verfahren?
01:03:00Eine Schuld?
01:03:03Ein Verbrechen?
01:03:06Hier, hier!
01:03:08Hier, hier!
01:03:08Hallo, hier, hier!
01:03:11Matthias Vogt.
01:03:13Hat er immer als Busfahrer gearbeitet?
01:03:16Ja.
01:03:18Er fuhr Linienbusse bei der SW.
01:03:20Einmal war er eine Woche bei der Feuerwehr.
01:03:22Nur zur Aushilfe.
01:03:23Wann war das?
01:03:25Vor etwa zehn Jahren.
01:03:27Aber ich habe das nachgeprüft.
01:03:28Es gibt wirklich keine Verbindung zwischen den beiden Opfern.
01:03:31Dr. Horst Gerhard hatte nichts mit der Feuerwehr zu tun.
01:03:33Die Feuerwehr organisierte auch den Rettungsdienst, oder?
01:03:36Ja, sicher.
01:03:38Er hat einen Krankenwagen gefahren.
01:03:42Hierher, kommen Sie hier!
01:03:43Bitte, schnell!
01:03:44Kommt Sie!
01:03:44Hierher!
01:03:45Kommt Sie!
01:03:45Kommt Sie!
01:04:06Kommt Sie!
01:04:06Und wenn Sie mit der Gerhard als Notarzt gearbeitet hätten, dann hätten wir zusammen haben.
01:04:09Und beide haben bei Maria Kranz gegessen.
01:04:12Lass mal, Thomas.
01:04:12Ich mach da Schluss.
01:04:13Ich muss da sowieso vorbei.
01:04:14Wenn ich irgendwas rausfinde, melde ich mich.
01:04:21Das war aber jetzt ein schneller Abgang.
01:04:25Allerdings.
01:04:35Guten Tag, ich suche das Archiv.
01:04:37Gerade auch immer links.
01:04:38Hinten links.
01:04:41Hinten links.
01:04:56Herr Hölken.
01:05:01Was ist passiert?
01:05:04Die Malerin hat sich wieder gemeldet.
01:05:06Wer ist das Opfer?
01:05:18Na bitte, suchet so, werdet ihr finden.
01:05:22Matthäus 7, 7.
01:05:24So.
01:05:25Wie war jetzt der Name?
01:05:26Reuter.
01:05:27Sonja Reuter.
01:05:28Ach, Sonja Reuter.
01:05:30Na, da haben wir sie doch.
01:05:31Die wurde im Notarztware Nummer 2 zum St. Elisabeth-Kangehaus.
01:05:36Wie hieß der Fahrer?
01:05:38Ein gewisser Matthias Vogt.
01:05:40Das muss eine Aushilfe bei uns gewesen sein.
01:05:42Er hatte damals diese große Grippe-Epidemie.
01:05:45Da hatte mir bis zu 40% krankgestanden.
01:05:48Jedenfalls hatte der keine Dienstnummer bei uns.
01:05:51Wer war der Notarzt?
01:05:53Dr. Gerhard.
01:05:55Dr. Raspier hat er.
01:05:57Können Sie mich.
01:05:57Ja, können Sie mich.
01:05:58Können Sie mich.
01:05:59Einfach nach uns.
01:06:01Es wird wieder gut.
01:06:02Warum kommen Sie denn nicht?
01:06:04Kommen Sie her!
01:06:04Kommen Sie her jetzt!
01:06:08Wo leiden Sie denn?
01:06:09Können Sie hier!
01:06:10Meine Frau!
01:06:11Können Sie bitte!
01:06:19Na los, die Trage!
01:06:21Schnell!
01:06:23Trage!
01:06:33Hallo!
01:06:34Hören Sie das nett!
01:06:35Ihr Telefon!
01:06:37Ihr Handy klingelt!
01:06:39Reuter!
01:06:41Wer?
01:06:45Ich komme sofort!
01:06:48Immer wieder gern!
01:07:11Gut, dass du da bist!
01:07:12Gut, dass du da bist!
01:07:19Was wisst ihr?
01:07:20Die Mörderin hat wieder angerufen.
01:07:22Genau wie gestern und vor zwei Tagen.
01:07:23Gegen 14.30 Uhr.
01:07:27Die Fangschaltung?
01:07:28Der Anruf kam vom Apparat von Maria Kranz.
01:07:33Habt ihr sie schon?
01:07:34Nein.
01:07:35Winkley ist sofort hingefahren.
01:07:36Aber sie war schon weg, als sie ankam.
01:07:38Ich hab sie zur Fahndung ausgeschrieben.
01:07:44Hast du sie mitgebracht?
01:07:46Nee, sie ist gerade gekommen.
01:07:50Sie lebte mit ihm zusammen.
01:07:51Wusstest du das?
01:08:01Das schwert der Justizia.
01:08:03Ja.
01:08:03Ja.
01:08:03Ja.
01:08:07Ja.
01:08:09Ja.
01:08:12Ja.
01:08:16Ja.
01:08:18Ja.
01:08:43Was hat sie das getan?
01:08:57Das war komisch in letzter Zeit.
01:09:02Verschlossen.
01:09:05Er ging mir aus dem Weg.
01:09:08Mit wem wollte er sich treffen?
01:09:11Weiß ich nicht.
01:09:13Er hat gesagt, es sei was Berufliches in Arbeitstreppen.
01:09:16Aber Sie haben mir nicht geglaubt.
01:09:20Hat er so was schon mal vorher gemacht?
01:09:21So ein Arbeitstreffen in seiner Privatwohnung.
01:09:25Was glauben Sie, warum ich nach Hause gegangen bin?
01:09:31Ich habe geglaubt, er trifft sich mit einer anderen Frau.
01:09:34Mit Maria Kranz.
01:09:35Nein, das ist doch absurd.
01:09:38Er wusste, dass sie verdächtig ist.
01:09:39Warum hätte er essen sollen, was sie ihm kochen?
01:09:41Das passt alles nicht zusammen, Mann!
01:09:45Ja, weiter.
01:09:47Ja, Chef, komm.
01:09:53Oberstaatsanwalt Kosovic ist an dem gleichen Giftcocktail gestorben wie die anderen Opfer.
01:09:57Pilzgift gemischt mit Valium.
01:09:59In dem Magen morcheln?
01:10:00Nein.
01:10:01Steinpilze, Reis, Huhn, Gemüse.
01:10:04Das Mulador hat gestern seine Speisekarte geändert.
01:10:07Es gab Steinpilzrisotto mit Asiago-Käse und Thymian-Hühnchen an Sommergemüse.
01:10:13Glauben Sie wirklich, Maria Kranz hat Kosovic bekocht und vergiftet, ohne dass er Verdacht geschöpft hat?
01:10:18Die Sache stinkt doch.
01:10:20Trotzdem, Maria Kranz ist verschwunden.
01:10:21Keiner weiß, wo sie ist.
01:10:23Und alles weist auf Sie hin.
01:10:25Finden Sie sie.
01:10:36Was ist das?
01:10:37Die Akten der Verfahren, an denen Kosovic beteiligt war.
01:10:40Aha, und? Schon irgendeine Spur?
01:10:41Sehr witzig.
01:10:42Das sind zwölf solche Kartons.
01:10:43Okay, bleib dran.
01:10:46Hast du was rausgefunden, Mann, auf Baderwehr?
01:10:48Ja, ich hab was weiß, sag ich es dir.
01:10:50Aber du hast eine Ahnung.
01:10:52Du läufst weg, Vater. Du läufst immer noch weg.
01:10:56Nein, Thomas.
01:10:57Genau das tue ich diesmal nicht.
01:11:09Kerstin.
01:11:12Führst du bitte zur Feuerwehr ins Archiv?
01:11:14Aber da war doch dein Vater schon.
01:11:15Da war nichts.
01:11:15Ich weiß, aber es wäre mir lieber, dass du das nachprüfst.
01:11:19Okay.
01:11:26Corinna?
01:11:28Vielen Dank, Sie können gehen.
01:11:31Es tut mir leid.
01:11:34Wenn ich noch irgendwas für Sie tun kann, dann...
01:11:40Herr Reuter, lassen Sie mich jetzt nicht alleine.
01:11:47Bringen Sie mich nach Hause, bitte.
01:12:01Ach, bin ich blöd.
01:12:03Die Akten hat sich gerade erst die Mordkommission geholt.
01:12:07Dann muss ich da wohl noch mal hin.
01:12:09Danke.
01:12:09Nein.
01:12:11Die 90er-Jahrgänge haben wir alle schon auf Mikrofisch.
01:12:14Na.
01:12:30Darf ich mal?
01:12:35Reuter, verbinden Sie mich bitte mit dem Jugendamt in Wiesbaden.
01:12:38Mit dem Jugendamt, ja.
01:12:41Ja.
01:12:42Ja.
01:12:42Ja.
01:12:47Weißt du, wo Thomas ist?
01:12:48Ich erreiche ihn nicht.
01:12:48Keine Ahnung, mir sagt er nie, wo er ist.
01:12:50Hast du was rausgekriegt?
01:12:50Ja, wir müssen noch mal ins Büro zurück.
01:12:52Du hast doch noch die Akte von Kosovic, oder?
01:12:53Na klar.
01:12:54Was ist denn los?
01:12:55Ach, das sag ich dir gleich.
01:13:10Die Akte von Kosovic, oder?
01:13:38Sie kommen im richtigen Moment.
01:13:41Ich hatte schon Angst, ich muss das Essen zu lange warm halten.
01:13:44Ich habe noch wusst, dass Sie gesagt werden.
01:13:47Corinna Nargold, ich verhafte Sie wegen Mordes an Horst Gerhardt,
01:13:52Matthias Vogt und Viktor Kosowicz.
01:13:54Nein, Sie werden mit mir essen.
01:13:57Ich habe mir viel Mühe gegeben, glauben Sie mir.
01:13:59Warum sollte ich das tun?
01:14:02Weil sonst Ihr Sohn sterben wird.
01:14:05Was soll das?
01:14:20Wo ist er?
01:14:25Das würde ich gar nicht erst probieren.
01:14:29Das Foto habe ich vor einer Stunde gemacht.
01:14:31Ihr Sohn hat jetzt etwa noch 75 Minuten.
01:14:34Und dann kann Ihnen niemand mehr helfen.
01:14:35Okay.
01:14:40Okay.
01:15:05Vergiss den ganzen anderen Kram.
01:15:06Schau nur nach den Fällen von Kosovic aus den Jahren 1993 und 1994.
01:15:10Irgendwo müssen Gerhard und Vogt auftauchen.
01:15:14Und du machst jetzt mal langsam, okay?
01:15:16Du hast doch nämlich mehr Verantwortung als ich.
01:15:18Okay, danke, Jan.
01:15:28Sagen Sie, könnte es sein, dass Sie sich ein bisschen zu viel zumuten?
01:15:31Ein schwerer Autounfall vor etwa zehn Jahren.
01:15:35Das Todesopfer war eine gewisse Vera Fröhlich.
01:15:37Ob Kosovic damit was zu tun hat, das prüft Winkler gerade.
01:15:44Hier, ich hab's.
01:15:471994, Unfall mit Todesfolge.
01:15:49Der Krankenwagenfahrer war Vogt, der Notarzt Dr. Gerhard.
01:15:52Und Kosovic hat das Verfahren gegen den Autofahrer eingestellt.
01:15:55Und das Opfer war Vera Fröhlich.
01:15:56Wer war der Autofahrer?
01:15:59Bernd Reuter.
01:16:04Hier.
01:16:05Und als Nebenklägerin in dem Verfahren ist die 13-jährige Tochter von Vera Fröhlich benannt.
01:16:10Sie heißt Corinna.
01:16:14Thomas hat Corinna vorhin nach Hause gebracht.
01:16:16Sie hat ihn darum gebeten.
01:16:18Dann los.
01:16:19Ich werde den Staatsanwalt warten.
01:16:24Was ist Herr Reuter?
01:16:26Er ist ein Tisch gebet?
01:16:27Nein.
01:16:32Kochen ist die Kunst, die Seele zum Schwingen zu bringen. Wussten Sie das?
01:16:38Voila.
01:16:39Bildlachs-Tartar mit Charlottenrösti.
01:16:47Sie brauchen Hilfe, Corinna.
01:16:56Was ist Herr Reuter?
01:16:59Haben Sie keinen Appetit?
01:17:13Mama!
01:17:17Mama!
01:17:20Mama!
01:17:22Mama!
01:17:23Mama!
01:17:25Hallo, kommen Sie doch!
01:17:28Hilfen Sie meiner Mama!
01:17:29Mama, wieso kommen Sie nicht?
01:17:33Hallo, helfen Sie mir doch.
01:17:38Komm, sag was.
01:17:40Ich muss was sagen. Mama!
01:17:44Stopp, helfen Sie mir doch.
01:17:49Sie müssen meiner Mama helfen, wie stimmt sonst.
01:17:54Helfen Sie meiner Mama.
01:17:56Sie darfst sterben.
01:18:07Ich weiß...
01:18:08Nichts wissen Sie!
01:18:10Sie haben meine Mutter getötet, sie haben mir alles genommen, was mir wichtig war.
01:18:12Hat Sie das nur einen Moment lang interessiert?
01:18:14Also kommen Sie jetzt nicht und heuch in Verständnis.
01:18:17Essen Sie.
01:18:21Wo haben Sie die Rezepte von Maria Kranz her?
01:18:25Fragen Sie lieber, woher Maria Kranz die Rezepte hat.
01:18:27Woher?
01:18:31Sie war Hilfskirchen bei meiner Mutter.
01:18:33Sie hat ihr die Rezepte gestohlen.
01:18:36Maria Kranz hat das Montendor bekannt gemacht.
01:18:38Sie hat sich mit fremden Federn geschmückt.
01:18:42Und nun wird ihr das zum Verhängnis.
01:18:47Sie haben mir diese lächerlichen Indizien untergeschoben.
01:18:50Wenn die Schuldigen bestraft sind, wird sie sich dafür verantworten.
01:18:53Was heißt das?
01:18:56Werder bekommt, was er verdient.
01:18:59Wo ist sie?
01:19:01Wo ist Maria Kranz?
01:19:05Essen Sie, Herr Rötter.
01:19:08Und lassen Sie sie schmecken.
01:19:11Hier.
01:19:13Was war denn das?
01:19:14Das ist die Grau, muss ich im Moment hier sein.
01:19:15Wie viel Zeit haben wir, wenn ich jetzt mache?
01:19:18Ich gebe den Deckel.
01:19:18Wir haben Geli in der Leitung.
01:19:19Geli, was können wir für dich tun?
01:19:21Ja, ich muss gerne an ein Grif-End-Shirt kommen.
01:19:25Hör!
01:19:25Du kannst auf ufm.de klicken.
01:19:29Da gibt es das Shirt und alle anderen Gedees von Deutschland.
01:19:31Oder du spielst einfach nur noch bei You In Again.
01:19:33Das ist das schrierste Gedebenspiel im deutschen Radio.
01:19:36Jeden Morgen ist Geli.
01:19:38Ah, das ist ja cool.
01:19:39Okay, ich war.
01:19:40Geli, was treibst du noch heute?
01:19:42Ach, ich habe frei.
01:19:43Ich werde mich immer so richtig gut gehen lassen.
01:19:44Ein bisschen relaxen.
01:19:45Ich mache heute nicht so viel, glaube ich.
01:19:47Und das Allerbeste, dafür haben wir genau den richtigen Song.
01:19:50Das war Lovey Day.
01:19:51Was war das?
01:19:52Darf ich jemanden grüßen vielleicht?
01:19:53Na ja, später auf der Straße, wenn dir ein paar Leute entgegenkommen.
01:19:55Ja, gerne, aber jetzt treffen wir mich.
01:20:01Sie ist weg.
01:20:08Verdammt nochmal, wo ist sie?
01:20:22Er war auf jeden Fall hier.
01:20:26Scheiße, Thomas.
01:20:28Komm, geh ran, melde dich endlich.
01:20:30Pst.
01:20:40Pst.
01:20:41Hier.
01:20:44Scheiße.
01:20:45Scheiße.
01:20:45Thomas.
01:20:46Thomas.
01:20:49Thomas.
01:20:52Thomas.
01:20:53Thomas.
01:20:54Thomas.
01:20:57Mach ihn los, schnell.
01:20:58Thomas, hey.
01:20:59Wach werden.
01:21:00Komm.
01:21:01Thomas.
01:21:01Komm, wach.
01:21:02Schnell, beeil dich, Mensch.
01:21:04Hey.
01:21:04Ich hab's gleich.
01:21:06Mach.
01:21:06Okay.
01:21:08Ich hab's nicht.
01:21:09Oh, hilf mir.
01:21:10Oh, hilf mir.
01:21:11Komm her.
01:21:13Was ist denn?
01:21:15Ist alles okay.
01:21:16Oh Gott.
01:21:18Oh, die Not, alt's schnell.
01:21:21Schnell.
01:21:23Das ist gut.
01:21:24Komm.
01:21:25Mach gleich, ja?
01:21:27Ja, hallo.
01:21:28Winkler hier.
01:21:28Wir brauchen Trink und Not.
01:21:29Es gibt es doch nicht.
01:21:32Wir brauchen einen starken Kaffee.
01:21:37Komm.
01:21:40Du musst uns beeilen.
01:21:41Sie ist mein Vater.
01:21:42Okay.
01:21:47Sie verpassen ein wirklich hervorragendes Lamm-Carrie.
01:21:51Wo ist mein Sohn?
01:21:54Das erfahren Sie, wenn Sie gegessen haben.
01:21:59Mhm.
01:22:01Und ich fang die Krämpfe an bei Thomas.
01:22:05Erste Blackouts.
01:22:06Konvulsivische Zuckungen.
01:22:08Der Kreislauf bricht den Schüben zusammen.
01:22:10Noch können Sie ihn retten, wenn Sie essen.
01:22:13Hm.
01:22:14Ein Einsterne-Essen gegen das Leben Ihres Sohnes.
01:22:17Das ist ein schlechtes Geschäft.
01:22:19Das ist kein Geschäft.
01:22:20Das ist die gerechte Strafe.
01:22:21Ich übe nur die Gerechtigkeit aus, die Sie meiner Mutter verweigert haben.
01:22:24Sie alle haben Sie verrecken lassen.
01:22:26Sie wissen, dass das nicht wahr ist.
01:22:29Essen Sie, Herr Reuter.
01:22:29Ja, nur so können Sie Ihre Schuld ziehen.
01:22:32Ich habe...
01:22:32Nein, doch helfen Sie!
01:22:34Frau Nagold, ich habe vor zehn Jahren meine Frau verloren.
01:22:36Den Menschen, den mir am meisten bedeutet hat.
01:22:38Weil Ihre Mutter mir vor das Auto gelaufen ist.
01:22:40Weil Ihre Mutter betrunken und ohne zu schauen über die Straße gerannt ist.
01:22:43Ihre Mutter hat Schuld auf sich geladen.
01:22:45Meine Mutter war das Opfer.
01:22:46Verriezen Sie sich nicht heraus!
01:22:47Dann sagen Sie mir, wer die Schuld an ihm trägt, was passiert ist.
01:22:49Seien Sie es mir!
01:22:50Sie haben doch Jura studiert.
01:22:51Seien Sie es mir!
01:22:52Wer war es?
01:22:53Ich, weil ich Ihrer Mutter nicht rechtzeitig ausgewichen bin?
01:22:55Der Fahrer, weil er von seinem ersten Einsatz überfordert war?
01:22:58Der Notarzt vielleicht, weil er Ihrer Mutter nicht mehr helfen konnte?
01:23:01Oder war es vielleicht der Staatsanwalt Kosovitz,
01:23:03der das Verfahren wegen Unfalls mit Todesfolge nach Aktenlage eingestellt hat,
01:23:06weil Ihre Mutter Alkohol im Blut...
01:23:08Halt Sie auf!
01:23:12Es gibt keine Antwort, Frau Nagold.
01:23:14Glauben Sie mir!
01:23:15Wir bleiben mit der Frage allein.
01:23:17Sie und ich!
01:23:19Und Ihre Rache wird daran nichts ändern.
01:23:22Sie nimmt ihn nicht mit Schmerzen.
01:23:24Sie betäubt ihn nur!
01:23:26Essen Sie!
01:23:28Na los, essen Sie!
01:23:40Waffe weg!
01:23:59Alles in Ordnung.
01:24:02Das wollte ich dich auch gerade fragen.
01:24:06Müde bin ich halt.
01:24:10Ich auch.
01:24:34Wir haben Sie im Kofferraum vom Fonagold gefunden.
01:24:36Wie geht's hier?
01:24:38Na, sie ist betäubt worden.
01:24:39Vermutlich ein starkes Schlafmittel.
01:24:41Und das lag dabei.
01:24:44Corona Nagold wollte Maria Kranz als Täterin präsentieren,
01:24:47die sich nach dem letzten Mord selbst umgebracht hat.
01:24:51Komm.
01:24:58Schade, Frau Nagold.
01:25:02Ich hätte gern mit Ihnen zusammengearbeitet.
01:25:09Eigentlich sollten Sie mir leid tun.
01:25:26Ich würde mich noch bei Ihnen bedanken.
01:25:28Gerne.
01:25:30Ich hoffe, Ihr Kind hat das alles gut überstanden.
01:25:32Ach, dem geht's prächtig.
01:25:34Der verkraftet diese Höllenfahrten offenbar besser als seine Mutter.
01:25:37Jetzt fahre ich bestimmt ganz langsam.
01:25:39Du fährst überhaupt gar nicht.
01:25:41Ich fahre.
01:25:48Warum hast du nichts gesagt?
01:25:50Du hast es doch gewusst.
01:25:52Stimmt.
01:25:56Ich hab gedacht, das ging nur mich was an.
01:26:00Du hast dich geehrt.
01:26:04Ja.
01:26:10Nimmst du meine Entschuldigung an?
01:26:12Welche?
01:26:17Es tut mir leid, dass ich damals weggegangen bin.
01:26:21Ich war zu schwach, um das alles auszuhalten.
01:26:25Und ich hab's nicht ausgehalten, meinen Vater schwach zu sehen.
01:26:29Und jetzt?
01:26:31Jetzt fühle ich mich gerade selber verdammt schwach.
01:26:44Sollen wir Sie mitnehmen?
01:26:48Ich bin hier zu Hause.
01:27:21Ich bin hier zu Hause.
01:27:31Ich bin hier zu Hause.
01:27:33Ich bin hier zu Hause.
01:27:37Ich bin hier zu Hause.
01:27:37Ich bin hier zu Hause.
01:27:37Vielen Dank.
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