- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
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00:11Scheiße, ich brauch einen Krankenwagen.
00:16Schick.
00:17Nö, ja.
00:18Ich brauch einen Krankenwagen.
00:20Ja.
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01:00Untertitelung des ZDF, 2020
01:31Untertitelung des ZDF, 2020
01:36Untertitelung des ZDF, 2020
02:07Untertitelung des ZDF, 2020
02:28Und haben Sie, Herrn Grans, im Laufe dieses Mietrechtsstreits irgendwann mal gedroht?
02:35Wir haben öfter im Treppenhaus darüber diskutiert.
02:42Ich bin vielleicht mal laut geworden.
02:45Aber haben Sie eine konkrete Drohung ausgesprochen?
02:47Also sowas wie, wenn Sie die Wohnung nicht räumen, dann...
02:51Nein.
02:52Herr Kurz, stimmt das?
02:56Er hat genickt.
02:58Herr Grans ist ein streitsüchtiger Giftzwerg, ein Querulant.
03:01Wahrscheinlich ist er mit einem der Passanten aneinandergeraden
03:03oder mit einem seiner Schüler, was weiß ich.
03:05Also ich nehme Akteneinsicht und dann melde ich mich bei Ihnen.
03:09Okay, tun Sie das.
03:11Danke.
03:13Komm jetzt.
03:13Gerne.
03:14Ich bringe Sie raus.
03:21Wie genau definiert man eigentlich Nötigung?
03:25Als Nötigung bezeichnet man eine Gewaltanwendung oder Drohung,
03:29die das Opfer zu einer Handlung zwingt, welche dieses nicht wünscht.
03:32Das reicht aber nicht, wenn Sie im Streit irgendwas Schlimmes zu jemandem sagen.
03:37Die Drohung muss schon konkret sein.
03:40Verstanden.
03:42Hier ist Ihr Tee.
03:43Ach so.
03:45Also welcher ist es denn jetzt?
03:46Marte.
03:47Gelebt und hält den Geist wach.
03:49Aha.
03:53Ja.
03:54Gut.
03:56Finden Sie mal die Nummer von der Nachbarin, dieser Frau Steinbach, heraus.
04:00Und fragen Sie sie, ob sie Zeit für uns hat.
04:02Und rufen Sie bei der Polizei an und fragen, in welchem Krankenhaus Herr Grams liegt.
04:07Mach ich.
04:09Aber erst nach dem Tee.
04:12So viel Zeit muss sein.
04:15Ja.
04:20Der Schläge Ihres Mandanten hat mir nicht nur die Nase gebrochen.
04:23Ich habe auch eine schwere Gehirnerschütterung.
04:25Ich werde für Wochen nicht arbeiten können.
04:27Und was macht Sie so sicher, dass Herr Kurt dafür verantwortlich ist?
04:31Ja, das kann ich Ihnen zeigen.
04:35Herr Grams, mögen Sie Affen?
04:39Ich engagiere mich in der Gorilla-Rettung.
04:41Echt?
04:42Auch vor Ort?
04:43Ja.
04:43Ich war letztes Jahr vier Wochen in Uganda.
04:46Sie Glückspilz, ich wollte ja schon immer mal hin.
04:48Aha.
04:49Hier habe ich es.
04:49Sie verpissen Sie das!
04:52Mein Haus!
04:54Verpissen Sie sich, Jodeln!
04:56Mach Sie fertig!
04:56Dann tragen Sie die Sanitäter hier raus!
05:00Ja.
05:01Das war vor einer Woche.
05:02Jetzt liege ich hier.
05:03Noch Fragen?
05:04Allerdings.
05:05Können Sie den Mann beschreiben, der Sie angegriffen hat?
05:08Ach Gott, Herr, das ging alles so schnell.
05:10Du, großer, bulliger Typ.
05:12Es gibt aber auch eine Zeugin.
05:14Sie hat ihn auch gesehen, die kann bestätigen, dass er die Drohung von Kurt wiederholt hat.
05:18Wenn ich nicht ausziehe, dann holen mich die Sanitäter.
05:22Es tut mir sehr leid, was Ihnen passiert ist, Herr Grams.
05:25Aber es ist natürlich nicht erwiesen, dass Herr Kurt den Mann beauftragt hat.
05:29Er war es.
05:31Das müssen Sie beweisen, sonst ist das Verleumdung.
05:34Kurt soll erst mal beweisen, dass es nicht war.
05:36Daran arbeiten wir.
05:39Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung.
05:41Vielen Dank für das Gespräch.
05:43Ja.
05:44Auf Wiedersehen.
05:45Auf Wiedersehen.
05:46Auf Wiedersehen.
05:47Tschüss.
06:01Das hört sich ja alles nicht besonders gut an für unseren Mandanten.
06:06Oder glauben Sie, er hat gelogen?
06:08Ich glaube lieber nichts.
06:10Ich weiß es gerne.
06:11Deswegen fahre ich jetzt zur Staatsanwaltschaft und gucke mir die Akte an.
06:13Cool.
06:14Dann treibe ich ja endlich meinen Staatsanwalt.
06:15Nein.
06:16Sie fahren bitte in die Kanzlei und scannen da den Anhörungsbogen von Herrn Kurt ein,
06:21damit ich den auf meinem Rechner habe.
06:23Danke.
06:24Okay.
06:48Danke, dass du mich abholst.
06:53Gerne.
06:59Es ist jetzt über zwei Wochen her und wir haben seitdem nicht gesprochen, deshalb...
07:07Ich will, dass du weißt, dass...
07:09Dass deine Nacht mit Ben ein Fehler war.
07:12Dass du mich nicht verletzen wolltest.
07:14Dass du nicht willst, dass es zwischen uns steht.
07:17Ja.
07:19Okay?
07:22Okay?
07:23Was willst du von mir hören, Romy?
07:24Ich weiß nicht.
07:26Ich will, dass du mir weiterhin vertraust.
07:28Ich vertraue dir.
07:30Warum sollte ich nicht?
07:33Du hast was getan, was du bereust.
07:36Du warst ehrlich.
07:37Hey, du warst ehrlich.
07:39Kratzt das an meinem Ego?
07:41Ja?
07:42Auch, aber...
07:43Hey, ich komme damit klar.
07:45Ja.
07:46Wenn du darüber reden willst, dann...
07:49Dann...
07:49Dann tu das aber nicht mit mir, okay?
07:53Okay.
07:57Hast du die Ermittlungsakte von Sebastian Kurt da?
08:02Du weißt von der Aufnahme der Drogen.
08:05Ja.
08:05Danke.
08:07Aber du weißt auch, dass du die vor Gericht nicht verwenden darfst, oder?
08:11Mhm.
08:12Es kommt mir komisch vor, dass Herr Grams mitten in einem aggressiven Streit auf die Idee gekommen ist, sein Handy
08:17zu zücken.
08:18Herr Grams war erst auch nicht der erste Streit.
08:21Gibt's dafür Zeugen?
08:23Ist sie nicht protokolliert, nee.
08:25Aber es gab eine Zeugin bei dem Angriff, richtig?
08:29Hat sie den Täter beschreiben können?
08:30Ja, die Zeugin Lise Meyer hat leider eine sehr grobe Täterbeschreibung abgegeben.
08:35Für ein Phantombild hat's nicht gereicht, aber sie konnte hören, was der Täter gesagt hat.
08:40Und zwar...
08:41Verpiss dich aus der Wohnung, sonst holen dich die Sanitäter.
08:44Das hat sie gesagt.
08:47Was hat sie denn im Park gemacht?
08:49Sie war mit ihrem Hund Gassi, sie konnte den Streit sehen und hören.
08:54Aber dann war irgendwas mit ihrem Hund...
08:56Moment, ähm...
08:59Sie musste den Kot aufheben und danach hatte sie Angst, in den Streit reingezogen zu werden, ist weggegangen und hat
09:05die Polizei gerufen.
09:06Das heißt, sie hat ihm nicht geholfen?
09:08Hm.
09:09Zwei Schüler haben den bewusstlos aufgefunden und sofort den Rettungswagen gerufen.
09:14Hm.
09:15Ich mache Ihnen ein Angebot, Frau Heiland.
09:19Ja.
09:19Wir belassen es bei einem Strafbefehl.
09:22100 Tagessätze.
09:24Dann wäre Herr Kurt vorbestraft.
09:26Einen Schlägertypen anzuheuern, um einen Mieter loszuwerden, ist keine Kleinigkeit.
09:30Würde es zur Hauptverhandlung kommen, könnte er deutlich schlechter abschneiden.
09:34Ich werde meinem Mandanten dein Angebot unterbreiten, aber ich kann dir nicht versprechen, dass er es annehmen wird.
09:39Das wäre aber einfacher.
09:40Ich bin nicht der Typ, der es sich einfach macht.
09:44Solltest du aber mal probieren.
09:50Ja.
09:50Sehen wir uns heute Abend?
09:52Tut mir leid, ich hab noch was vor.
09:56Ja.
09:57Okay.
09:58Bis dann.
10:00Bis dann.
10:07Bis dann.
10:12Bis dann.
10:14Bis dann.
10:16Bis dann.
10:26Bis dann.
10:31Bis dann.
10:56Bis dann.
10:59Bis dann.
11:00Bis dann.
11:01Bis dann.
11:02Bis dann.
11:03Bis dann.
11:21Bis dann.
11:24Bis dann.
11:31Bis dann.
11:35Bis dann.
11:37Bis dann.
12:03Bis dann.
12:09Bis dann.
12:30Bis dann.
12:34Bis dann.
12:36Bis dann.
12:51Bis dann.
12:54Bis dann.
13:09Bis dann.
13:12Bis dann.
13:18Bis dann.
13:20Bis dann.
13:22Bis dann.
13:26Bis dann.
13:31Bis dann.
13:37Bis dann.
13:40Bis dann.
13:58Bis dann.
14:01Bis dann.
14:04Bis dann.
14:28Bis dann.
14:31Bis dann.
14:32Besclose.
14:32Ich bin die Rechtsanwältin von Herrn Kodt.
14:35Sind Sie Jakob Berninger?
14:38Ja.
14:39Hätten Sie vielleicht einen Moment Zeit für uns?
14:41Dauert auch nicht lang.
14:42Klar.
14:43Gerne.
14:44Wir erklären das ein anderes machen, okay?
14:46Okay.
14:47Wir können hoch zu mir gehen.
14:50Ja, prima.
14:52So, ja.
14:54Welche Etage ist das?
14:56Gar geschossen.
14:58Oi.
15:02Wow, das ist ja eine coole Wohnung.
15:05Hier sind überall alte Designermöbel.
15:07Handle ich mit.
15:09Zum Teil noch Originale.
15:10Ist besser.
15:11Und der Ausblick ist auch nicht schlecht.
15:13Aber kann mit meiner Wohnung nicht mithalten.
15:15Haben Sie denn schon mit der Polizei gesprochen?
15:18Wissen die, wer das war?
15:19Nein.
15:21Aber Herr Grams behauptet ja,
15:23dass ihr Bruder den Angreifer beauftragt hätte.
15:26Also mein Bruder hat eine kurze Zündschnur,
15:28aber er ist nicht gewalttätig.
15:29Und er hat ganz sicher keinen Schläger angeweiert.
15:31So, das würde mein Bruder nie machen.
15:33Wollen Sie was trinken?
15:35Ja, gerne ein Wasser.
15:36Zu mich auch.
15:37Sehr gerne.
15:40Sind Sie denn in den Streit um die Kündigung involviert?
15:44Nein, mit dem Mieterstreit habe ich nichts zu tun.
15:47Obwohl Sie als Miteigentümer ja betroffen sind.
15:51Was die Anwaltskosten betrifft, ja.
15:53Bei mir brennt das Thema nicht so unter den Nägeln wie meinem Bruder.
15:56Ich bin ja auch nicht mit Marisol verheiratet.
15:59Ja.
16:00Freiland.
16:01Hier.
16:03Danke.
16:05Entscheidet Frau Gonzales denn mit,
16:07wenn es um Angelegenheiten des Hauses geht?
16:09Das müssen Sie meinen Bruder fragen.
16:10Ich bin ja nicht dabei, wenn die beiden was ausdiskutieren.
16:12Aber ich würde sagen, dass Sebastian seine Frau fragen muss,
16:18wenn es was zu entscheiden gibt.
16:20Hat denn Herr Grams den Täter beschreiben können?
16:23Ich meine, vielleicht hat er sich das ja auch nur ausgedacht.
16:26Wohl kaum.
16:27Also, bei den Verletzungen...
16:30wohnen Sie schon lange hier im Haus?
16:33Ich bin erst vor drei Jahren aus Dessau hierher gezogen.
16:36Deshalb kümmert sich mein Bruder auch um die Mietverhältnisse,
16:38weil er die Mieter schon viel länger kennt als ich.
16:41Ja, das macht Sinn.
16:55Was bedeutet ein Strafbefehl?
16:59Das bedeutet, wir akzeptieren eine Geldstrafe,
17:02aber es kommt nicht zu einer Gerichtsverhandlung.
17:04Geldstrafe?
17:05Ich habe nichts gemacht.
17:08Ja, ich würde auch nicht vorschlagen,
17:09dass wir den Strafbefehl akzeptieren.
17:11Aber als Rechtsanwältin bin ich dazu verpflichtet,
17:14Ihnen von dieser Option zu berichten.
17:16So wie Sie als mein Mandant eigentlich verpflichtet sein sollten,
17:19mir die Wahrheit zu sagen.
17:22Sie haben Herrn Grams im Treppenhaus gedroht.
17:26Er hat die Drohung auf dem Handy aufgezeichnet.
17:31Ja.
17:34Das mit der Drohung, das ist mir so rausgerutscht.
17:38Aber das mit dem Schläger, das war ich nicht.
17:43Wenn Herr Grams mit seiner Strafanzeige Erfolg hat,
17:45wird es umso schwieriger sein, ihn aus dem Haus rauszubekommen.
17:48Aber das ist doch ein Beweis.
17:52Er behauptet das alles, damit er die Wohnung behalten kann.
17:55Der will so oft wie möglich in Afrika sein
17:58und der Rest interessiert ihn nicht.
18:00Das mag ja alles sein, aber das ist natürlich kein Beweis dafür,
18:02dass sie keinen Schläger angeheuert haben.
18:06Alles gut.
18:07Gut, gut, gut, gut.
18:08Jetzt machen Sie sich mal keine Sorgen.
18:10Ich spreche nochmal mit der Zeugin.
18:12Ich hoffe, da finden wir irgendwas Neues raus.
18:15Vielen Dank, Frau Allmander.
18:17Natürlich.
18:30Ich weiß nicht.
18:55Die ganzen alten Sachen deines Vaters.
18:57Wir sollten das Zimmer endlich auflösen.
19:03Seit Jakob da oben wohnt,
19:07muss ich immer dran denken, was damals passiert ist.
19:11Ich hab ewig nicht mehr dran gedacht, aber
19:15ich liege jetzt nachts wachen, kann nicht schlafen.
19:26Ich liege auch wach, aber ich mach mir immer Sorgen wegen der Anzeige.
19:31Und in vier Wochen kommt meine Mutter.
19:34Sebastian, wenn wir das Zimmer rollen...
19:35Nein, bitte nicht hier.
19:38Das Haus macht nur Ärger.
19:40Vielleicht hat Jakob recht und es ist einfach alles zu viel.
19:42Nein, das Haus ist nicht das Problem.
19:54Ich bin da.
19:58Ist Tessa schon da? Ich hab uns Wein mitgebracht.
20:01Nee, die kommt heute nicht.
20:03Zoff?
20:05Pille danach.
20:07Ist doch vernünftig.
20:11Oder nicht?
20:13Naja, aber sowas zieht man doch nicht alleine durch, oder?
20:16Also ohne mit dem anderen darüber zu reden.
20:19Ich hab doch auch Rechte als Papa.
20:23Aber...
20:23Also, du weißt doch noch gar nicht,
20:25ob sie überhaupt schwanger geworden wäre.
20:27Ist ja auch egal.
20:35Du willst ein Baby?
20:40Naja, also...
20:41Jetzt nicht direkt, aber...
20:44wenn's passiert wäre.
20:50Wow.
21:05Am Mittwoch treffen wir uns mit unserem Mediator.
21:07Das war Karins Idee.
21:09Dadurch sparen wir eine Menge Anwaltskosten.
21:14Rumi?
21:17Ja, ihr würdet mehr sparen,
21:19wenn ihr euch nicht scheiden lassen würdet, aber...
21:21Sie will es so, Rumi.
21:23Deine Mutter hat über all die Jahre
21:25unsere Finanzen hervorragend verwaltet.
21:28Vergiss das nicht.
21:29Das tue ich nicht.
21:30Ich bin froh, dass ihr euch wieder an einen Tisch setzen könnt.
21:33Und ich bin froh,
21:35dass du mir nicht mehr böse bist.
21:38Ja, Papa.
21:57Die Zeugenaussagen sind immer der Knackpunkt vor Gericht.
22:00Entweder sind sie widersprüchlich,
22:02oder die Zeugen können sich dann doch nicht mehr so genau erinnern.
22:05Verstehe.
22:06Ja, also eine Möglichkeit für uns, die Anzeige abzuschmettern.
22:09Genau, deswegen sind wir hier.
22:10Ah.
22:11Hier geht's rein.
22:13Frau Meier?
22:15Ja?
22:16Na, wer bist du denn?
22:18Oh, wie heißt der denn?
22:20Gruppius.
22:21Gruppius!
22:22Komm her.
22:23Äh, Frau Vogel?
22:23Ja?
22:24Ich mag keine Hunde.
22:26Okay.
22:28Okay.
22:28Bleib.
22:29Bleib.
22:30Ja, schön.
22:32So.
22:33Sie wollen Möbel kaufen oder einen Umzug machen?
22:36Äh, nein, ich bin Rechtsanwältin.
22:37Äh, mein Name ist Romy Heiland.
22:38Das ist meine Assistentin, Frau Vogel.
22:40Es geht um den Vorfall im Plämkepark vor drei Tagen.
22:44Ich wollte fragen, ob Sie mir vielleicht noch mal erzählen würden,
22:47was Sie genau gesehen haben.
22:50Dürfen Sie das denn?
22:51Ich meine, ist das erlaubt?
22:53Äh, fragen darf ich Sie.
22:55Okay, ähm, ja, wie ich der Polizei bereits gesagt habe, ich war mit meinem Hund Gassi.
23:03Und dann habe ich gesehen, wie ein Mann auf dem Fahrrad von einem anderen Kerl aufgehalten wurde.
23:07Wie sah der aus?
23:09Kräftig und groß.
23:10Ich habe den von vorne nicht gesehen, der hatte einen Hoodie an.
23:13Aber der war ziemlich aggressiv.
23:15Woran haben Sie das erkannt?
23:16Na, weil der andere Angst hatte.
23:17Und dann hat er ihn geschubst und ihm gedroht, dass er ausziehen soll, sonst holen ihn die Sanitäter.
23:23Und was haben Sie gemacht?
23:25Ich habe die Polizei gerufen.
23:28Standen Sie weit entfernt?
23:30Hm, zu ungefähr 30 Meter.
23:34Aber den Schlag haben Sie nicht gesehen?
23:37Welchen Schlag?
23:38Sie wissen nichts von der Körperverletzung?
23:40Also das war schon ziemlich heftig.
23:42Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung.
23:46Nein.
23:48Gut.
23:49Vielen Dank, dass Sie mit uns gesprochen haben.
23:50Das hat uns sehr geholfen.
23:52Gerne.
23:52Wir können dann wieder gehen.
23:54Mhm.
23:54Gut.
23:55Auf Wiedersehen.
23:56Auf Wiedersehen.
23:57Tschüss, Kompius.
23:58Und das ist weg, ja?
24:00Ja, ja.
24:01Send me.
24:02Gut.
24:04Luis!
24:05Komm mal.
24:06Wir haben doch die Akte von Herrn Illich bekommen, per Mail.
24:09Mhm.
24:10Da müssten die Kontaktdaten der Schüler drinstehen, die den Krankenwagen gerufen haben.
24:14Habe ich dabei.
24:15Sehr gut.
24:16Ähm, gut, dann fahren wir jetzt zum Talbot.
24:18Alles klar.
24:20Wir können die Uhr acht nehmen.
24:21Mhm.
24:22Oh, drei Minuten.
24:26Guck's dir an.
24:28Hier.
24:28Das bröckelt alles runter.
24:30Hier.
24:31Alles hier.
24:33Die Seite.
24:36Das hier.
24:38Marco kriegt das hin.
24:39Ja, aber das kostet uns einen Heiden Geld.
24:41Und einen Winter später sieht die Tür wieder so aus, wie er jetzt hieß.
24:45Ob original, die bleibt.
24:47Ich finde alte Türen auch schön, aber es ist einfach zu teuer.
24:50Das Dach muss auch noch ausgebessert werden.
24:53Die Tür bleibt.
24:54Und genau diese Sturheit hat dir die Anzeige von Grams eingebracht.
24:59Die hat mehr gesehen, als wir beide zusammen.
25:02Ja, bla.
25:03Kommt jetzt die Geschichte, wie Großvater sich unter der Ollenplanke im Keller vor den Nazis versteckt hat,
25:08da hat er sich doch ausgedacht.
25:11Woher willst du es wissen?
25:12Du hast ihn kennengelernt.
25:15Aber das ist nicht meine Schuld.
25:16Und du hast nicht das Recht, deswegen hier alles zu bestimmen.
25:20Die Tür bleibt.
25:37Also laut Akte
25:39war Herr Grams
25:41aus dieser Richtung mit seinem Fahrrad unterwegs.
25:44Da ist auch die Schule.
25:45Also wenn ich Herr Grams bin, dann komme ich aus dieser Richtung.
25:49Äh.
25:52Hier.
25:54Gut, ich bin Herr Grams.
25:55Sie sind der Angreifer.
25:57Ich bin der Angreifer.
25:58Gehen Sie ruhig mal ein paar Schritte weg
25:59und kommen Sie mir dann entgegen und rufen Sie.
26:02Okay?
26:04Okay.
26:05Trauen Sie sich ruhig.
26:10Hey, Sie!
26:11Stehen bleiben!
26:12Ist gut so?
26:13Sehr gut.
26:14Ich steige ab
26:16und stehe hier.
26:17Ich, äh,
26:19ich, ich, ich schubse Sie
26:20und dann, dann drohe ich laut.
26:21Wenn Sie nicht ausziehen, dann,
26:22dann, dann kommt der Sanitäter.
26:24Ja, und dann, der Schlag.
26:29Sind um uns rum viele Leute.
26:33Ja, sind schon eine Menge da.
26:37Die Zeugin, Lisa Mayer, wo stand die?
26:44Ähm...
26:44Ach, etwa 13 Uhr auf der rechten Seite,
26:48da ist ein Mülleimer,
26:49etwa 30 Meter, wie Sie gesagt hat.
26:52Okay.
26:53Ich glaub, das sind die.
26:54Ja, ich glaub auch.
26:55Ach, komm, schon unsere Schüler.
26:57Hi, seid ihr Ina und Tobi?
26:58Ja.
27:00Hi, ich bin Tilly Vogel.
27:01Wir hatten telefoniert.
27:02Hallo.
27:03Ich bin Romy Heiland,
27:04ich bin die Rechtsanwältin.
27:05Vielen Dank, dass ihr gekommen seid.
27:06Ihr habt Herrn Grams gefunden?
27:07Ja.
27:09Und habt ihr auch gesehen,
27:10was davor passiert ist?
27:11Nee.
27:12Der lag da einfach nur.
27:13Wo genau?
27:15Da an der Bank.
27:17Hm.
27:18Auf 8 Uhr hinter dem Bischen,
27:20da steht eine Bank.
27:21Es sind etwa, ja, 20 Meter.
27:23Aha.
27:25Habt ihr eine Frau mit einem Hund gesehen?
27:28Oder einen sehr kräftigen Mann?
27:30Nein.
27:31Nö.
27:32Habt ihr ihn mal im Krankenhaus besucht?
27:35Nee.
27:36Warum sollten wir?
27:37Also, nicht der Lieblingslehrer.
27:40Nee.
27:40Auf keinen Fall.
27:41Der ist ständig krank und dann ist er da
27:44und dann macht er keinen richtigen Unterricht.
27:45Das ist voll der Freak.
27:47Der kann ruhig noch ein bisschen im Krankenhaus bleiben.
27:49Na, das wollen wir mal nicht hoffen.
27:51Das war's für einen Moment.
27:52Danke.
27:52Okay.
27:54Frau Heiland?
27:57Frau Heiland?
28:00Also, schon von hier kann man nicht mehr hören,
28:02was da hinten gesprochen wird.
28:03Ja, und Krams wurde ganz woanders gefunden,
28:05als da, wo er angegriffen wurde.
28:07Das passt doch nicht zusammen.
28:09Gucken Sie bitte mal in der Akte,
28:11ob da die Privatadresse von dieser Lisa Meyer vermerkt ist.
28:17Sie wohnt in Wedding.
28:18Na, wo sie arbeitet.
28:20Das ist ein ganz schönes Stück von hier.
28:21Das stimmt doch hinten und vorne nicht.
28:40Also, das nächste Mal
28:41bist du wieder dran.
28:43Mit Einkäufen.
28:45Das ist klaus.
28:58Alles okay?
29:00Bester Mitbewohner aller Zeiten.
29:02Eingezogen und direkt
29:04miese Depri-Stimmung verbreiten.
29:06Ach, kein Problem.
29:08Jeder darf nur schmollen.
29:10Meine Freundin hat mir heute ins Gesicht gesagt,
29:12dass sie kein Kind von mir will.
29:15Oh.
29:18Vielleicht
29:19wiegt es ja gar nicht an dir,
29:21sondern
29:21sie ist einfach noch nicht so weit.
29:25Ich wäre ein Superpapa.
29:27Ich habe vielleicht nicht den mega fetten Job,
29:29aber
29:30dafür wäre ich für mein Kind da.
29:32Ist ein Super-Daddy.
29:34Wäre ich auch.
29:36Im Sommer würden wir zelten gehen,
29:38wie damals in Spanien
29:40mit unseren Müttern.
29:42Weißt du noch?
29:43Ja.
29:44Vor dem großen Zopf,
29:45weil sie mal weggefahren sind.
29:48Würdest du dann auch, ähm,
29:51spülen, waschen,
29:52sauen,
29:53einkaufen?
29:54Das ganze Programm eben, ne?
30:11nur, weil du halt nicht gut drauf bist.
30:36schön, dass sie wieder hier sind.
30:40Ich,
30:41ich habe keine Ahnung,
30:42was ich öffne,
30:43nur mal abziehen.
30:45Aber eins sage ich Ihnen,
30:46in zwei Monaten
30:47senden Sie hier raus.
30:48Passen Sie auf,
30:49dass Sie nicht in zwei Monaten
30:50von der Polizei rausgeführt werden.
30:52Und jetzt würde ich gerne
30:53meine Wohnung betreten.
30:54Sonst rufe ich nämlich gleich
30:55die Polizei.
30:56Sonst rufe ich nämlich gleich die Polizei.
31:25schön, dass ihr Zeit habt.
31:27Ich habe nämlich Neuigkeiten.
31:30Noch welche?
31:31Ja.
31:32Ich gehe den Jakobsweg.
31:34Ah, na.
31:35Santiago de Compostela.
31:36Mhm.
31:37Ganz alleine?
31:38Nein, da ist man ja nie alleine.
31:41Ich wollte das schon seit Jahren.
31:44Das höre ich heute zum ersten Mal.
31:46Das ist eine ganz tolle Idee, Mama.
31:48Das finde ich auch.
31:50Aber du läufst doch nicht
31:52einfach morgen los.
31:54Ich habe eine Gruppenreise gebucht.
31:56Die organisieren die Unterbringung,
31:57transportieren die schwere Gepäck,
31:59sodass wir nur mit einem
32:00leichten Rucksack wandern.
32:01Das klingt ganz wunderbar.
32:03Und anstrengend.
32:05Halb so anstrengend
32:07wie eine junge Geliebte.
32:09Ja, in dem Zusammenhang
32:11möchte ich über noch etwas reden.
32:13Das Haus.
32:17Für mich alleine
32:17ist das viel zu groß.
32:21Willst du dir
32:21einen Untermieter dazu holen?
32:23Nein, Paul.
32:25Ich möchte vorschlagen,
32:26dass wir das verkaufen.
32:27Mama, du kannst ja nicht
32:28unser Haus verkaufen.
32:29Bitte.
32:31Das sehe ich ja auch so.
32:32Warum?
32:33Wir brauchen das doch nicht mehr.
32:36Du wohnst mit Jessica zusammen
32:38und Romy,
32:40du hast dein eigenes Leben.
32:42Wir müssen das ja nicht
32:43heute entscheiden, ne?
32:45Prost.
32:46Ja, Prost.
33:03Prost.
33:11Hey, komm rein.
33:13Ich muss gleich wieder runter.
33:15Ich wollte nur sagen,
33:17schmeiß die alte Tür raus
33:18und baue nur neu ein.
33:19Ist okay.
33:20Auf einmal?
33:22Ich
33:24habe genug
33:25Ärger und
33:26ich
33:26will keinen Streit mit dir.
33:28Also, wenn du den ganzen Ärger
33:30wirklich satt hast.
33:33bist du eigentlich nie zufrieden?
33:36Bist du's?
33:38Findest du,
33:39dass es hier für uns alle
33:39besonders gut läuft?
33:40Wenn wir das Haus verkaufen,
33:42bist du kramslos.
33:44Das
33:45Haus
33:45wird nicht verkauft.
33:47Das ist seit fast 100 Jahren
33:50Familienbesitzung.
33:51Du bist
33:52Teil der Familie, oder?
33:54Das ist sehr nett von dir,
33:55aber
33:56unser Vater sah mich nicht
33:57als Teil der Familie.
33:59Ist dir eigentlich mal aufgefallen,
34:01wie normal wir beide
34:02miteinander sprechen können?
34:04Du stotterst nicht.
34:06Du stotterst nur,
34:07wenn Marisol dabei ist.
34:08Oder wenn du dich
34:09so klein machst,
34:10dass du unter den Teppich
34:11passt, auf dem
34:12alle anderen Ruhentrampeln.
34:32Anruf Rudi Illitsch.
34:34Rudi Illitsch wird angerufen.
34:36Ja,
34:37hallo,
34:37ich bin's,
34:38Romy.
34:40Ich hab für heute Abend
34:41einen Tisch beim Italiener bestellt.
34:43Acht Uhr.
34:46Das war vielleicht
34:47eine doofe Idee.
34:50Aber ich werde da sein
34:52und ich hoffe,
34:53du kommst auch.
34:55Okay,
34:55bis dann.
34:57Ja,
34:58ihr habt ja euch.
35:14Guten Morgen.
35:20Guten Morgen.
35:24Ben,
35:25du hast nie ein Hehl daraus gemacht,
35:26wie du zu Romy stehst.
35:28Das war nicht geplant.
35:31Wäre ja noch schlimm.
35:35Ich hab nicht vor,
35:36um loszulassen.
35:43Ich glaube,
35:44ich nehme die Treppe.
35:46Ich auch.
35:50Und?
35:50Sagst du's na ja?
35:52Nee.
35:54Kann ich verstehen.
36:09Ich bin wegen dem Schlepperjob hier.
36:11Schon mal Umzüge gemacht?
36:12Äh,
36:13klar.
36:13Ich bin immer der Erste,
36:14den Sie fragen.
36:15Fehlt mal den Karton,
36:16Johan.
36:26Ach du Scheiße.
36:28Was,
36:28was ist denn da drin?
36:29Schaltplatten.
36:30Die Leute sammeln die jetzt wieder.
36:32Wir haben aber auch noch andere Jobs.
36:34Da geht's ja nicht ums Heben,
36:35sondern eher so ums Putzen,
36:36Aufarbeiten,
36:37Ölen und so weiter, hm?
36:39Alles klar.
36:44Na,
36:45ich hoffe,
36:45Sie haben gute Neuigkeiten für mich.
36:47Die Gorillas,
36:48die liegen Ihnen aber ganz schön am Herzen,
36:50ha?
36:51Ah,
36:51danke.
36:53Und die nächste Reise
36:54ist auch schon in Planung.
36:55Ja,
36:56wieder nach Uganda.
36:58Im Gahinga Gorilla Nationalpark.
37:01Wie säen gute Neuigkeiten
37:03für Sie denn aus?
37:05Na,
37:05Kurt könnte seine Schuld eingestehen
37:06und mir Schadensersatz anbieten.
37:07Das wäre ja wohl das Mindeste.
37:09Eine gewisse Summe
37:10und die Zusicherung,
37:12dass Sie in Ihrer Wohnung bleiben dürfen.
37:13Dann wären Sie bereit,
37:15die Strafanzeige zurückzuziehen.
37:16Na ja,
37:17das käme ganz drauf an.
37:19Auf die Höhe der Summe?
37:21Wie bitte?
37:22Sie haben ja ein aufwendiges Hobby.
37:24Muss die Summe
37:25für Ihre nächste Reise reichen?
37:27Was wollen Sie denn damit andeuten?
37:28Ich deute gar nichts an.
37:30Ich frage Sie,
37:31haben Sie die Zeugin Lisa Meier
37:32in den Park bestellt?
37:35Wie bitte?
37:36Nein,
37:37das habe ich natürlich nicht.
37:38Was fällt Ihnen ein?
37:40Ich bin das Opfer,
37:41nicht der Täter.
37:42Ja,
37:42das betonen Sie von Anfang an.
37:44Aber mir fällt auf,
37:45dass Sie der Einzige sind,
37:46der von der Situation profitiert.
37:49So,
37:49raus hier.
37:50Alle beide raus.
37:51Natürlich.
37:52Sofort.
38:03Das sind unsere Container
38:04mit den Neueingängen.
38:05Die Möbel müssen dann erst geputzt
38:07und danach aufgearbeitet werden.
38:09Okay.
38:12Umzuge Meier.
38:14Ja,
38:14endlich melden Sie sich.
38:17Nein,
38:17wenn Sie weiter so eine Scheiße behaupten,
38:19dann landen die Bauhausmöbel
38:20im Recyclinghof.
38:22Ja,
38:23sagen Sie ihm das.
38:26Scheiße.
38:27Alles in Ordnung?
38:28Äh,
38:29ja.
38:29Ja,
38:30ich komme gleich wieder.
38:31Luis!
38:37Stecken total in die Scheiße.
38:41Also das nenne ich mal einen Volltreffer.
38:43Sie hätten mal sein Gesicht sehen sollen.
38:45Ups.
38:45Oh,
38:46Entschuldigung.
38:47Ja,
38:48das kann ich mir vorstellen.
38:49Also sein Gesicht.
38:50Und,
38:51was machen wir jetzt?
38:52Moment.
38:55Heiland.
38:58Ja,
38:58gut.
38:59Schicken Sie es mir
39:00auf die Mail der Kanzlei.
39:02Danke.
39:03Und?
39:05Ringo hat was für uns.
39:06Hm.
39:07Na,
39:08dann mal los.
39:12Ja,
39:12also rechnen Sie mal damit,
39:13dass wir in zwei Monaten
39:14verkaufen können.
39:16Ja.
39:17Ja,
39:18mein Bruder wird nicht länger blocken,
39:19denke ich,
39:19so wie es jetzt aussieht.
39:23Ich ruf Sie gleich nochmal zurück,
39:24ja?
39:32Was geht's denn zu feiern?
39:35Es geht dich gar nicht zu.
39:41Hallo?
39:42Nein,
39:43jetzt nicht.
39:47Der Streit mit Krams
39:48kommt dir wohl gelegen,
39:48ha?
39:53Ich hab keine Ahnung,
39:54wovon du redest.
39:56Du bist so ein Arschloch.
39:57Ich hätt auch nichts dagegen,
39:58dich nie wiederzusehen.
40:01Es wird Sebastian das Herz brechen,
40:02aber wenigstens weiß er dann,
40:03was du bist.
40:04Was bin ich denn?
40:05Ein gieriges,
40:06hasserfülltes Kind,
40:07was nie drüber hinweggekommen ist,
40:09dass sein Vater es nicht liebt.
40:11Was weißt du eigentlich von Kindern,
40:13Marisol?
40:16Je schneller Sebastian den Verkauf einwillig,
40:18desto schneller bist du mich los.
40:21Denk drüber nach.
40:27Weißt du, warum Sebastian deine Wohnung nie betritt?
40:30Euer Großvater hat sich da an diesem Balken aufgehängt.
40:34Er hat es dir verschwiegen,
40:35wollte dich schonen,
40:37aber da wir gerade so ehrlich sind...
40:53Luis!
40:55Volltreffer.
40:57Ringwort ganze Arbeit geleistet.
41:00Wir sehen hier die falsche Zeuge
41:02mit einem Schlägertypen
41:03und einen Container
41:05komplett voll mit Designermöbeln.
41:07Sind das die gleichen Designermöbel,
41:09mit denen Herr Derninger handelt?
41:11Ja.
41:12Eindeutig Bauhaus.
41:13Dann ist das die Verbindung.
41:15Herr Derninger und Herr Krams
41:16haben den Überfall zusammen geplant.
41:19Damit er seinen Bruder
41:20in die Schuhe schieben kann?
41:22Es deutet alles darauf hin.
41:24Nur warum?
41:26Naja, wenn Herr Derninger
41:27seinen Bruder diskreditiert,
41:29kann er das Haus leichter verkaufen
41:30und Herr Krams braucht einfach das Geld
41:33für seine nächste Reise nach Afrika.
41:35Denken wir sie?
41:35Er hat sich absichtlich verletzen lassen.
41:46Er hat sich absichtlich verletzen lassen.
42:12Bis vor drei Jahren
42:13hat sich der alte Kurt
42:14um alles gekümmert.
42:16Jetzt müssen Sebastian und Jakob
42:17alles gemeinsam entscheiden.
42:19Und das Haus zu verkaufen
42:20stand nicht zur Debatte?
42:23Doch.
42:24Jakob hat das Haus auch schätzen lassen,
42:25aber Sebastian würde niemals verkaufen.
42:27Warum nicht?
42:28Der Großvater von Sebastian
42:30hat sich in dem Haus erhängt.
42:31Und Sebastian hat ihn gefunden.
42:33da war er erst zehn Jahre alt.
42:34Er hat es kaum verkraftet
42:36und seitdem stottert er.
42:38Diese emotionale Bindung
42:39fehlt Herrn Derninger, offenbar.
42:42Ja.
42:42Darum ist es ihm auch egal,
42:44ob da eine billige Kunststofftür reinkommt.
43:01Herr Derninger ist auch hier.
43:05Herr Derninger ist auch hier.
43:07Ja.
43:08Ich bin eigentlich hier,
43:10weil ich Ihrem Bruder erzählen möchte,
43:13was wir inzwischen herausgefunden haben.
43:16Sie haben zusammen mit Herrn Grams
43:19diesen Angriff inszeniert.
43:21Sie wollten Ihren Bruder diskreditieren,
43:24weil Sie offenbar unbedingt
43:25dieses Haus verkaufen wollen, richtig?
43:31Sebastian, es tut mir leid.
43:34Sie ist alles scheißegal hier.
43:38Für Dich ist es leicht.
43:40Das Haus verkaufen fertig.
43:42Aber ich kann das nicht.
43:45Das ist meine Geschichte.
43:48Meine Familie.
43:50Marisol weiß, was mir das bedeutet.
43:53Sie liebt mich.
43:55Sie unterdrückt mich nicht.
43:57Sie hat ihren eigenen Kopf
43:59und das ist gut so.
43:59Wir sind ein Team.
44:02Eine Familie.
44:06Weißt du, wer auch zur Familie gehört?
44:09Du.
44:10Ich gehöre zur Familie.
44:16Und warum sind denn hier
44:17keine Bilder von mir?
44:23Hol dir einen Brief aus deiner Tasche.
44:27Einlässt du dich?
44:30Du hast damals auch
44:31einen Brief von Vater bekommen.
44:34Ich wollte meinen damals vorlesen
44:36bei der Beerdigung
44:38bei der Trauerfeier
44:39in der Kirche.
44:40Aber ich bin nicht dazu gekommen.
44:54Du bist der einzige große
44:55Fehrtritt in meinem Leben.
44:57Ich habe nie etwas
44:58für deine Mutter empfunden.
45:00Deine Geburt hätte beinahe
45:01meine Ehe ruiniert.
45:02Ich habe die Bedingungen
45:03in mein Testament eingebaut,
45:05damit du Sebastian
45:05nicht zwingen kannst,
45:06das Haus zu veräußern.
45:08Du kannst das Testament
45:09anfechten,
45:09aber dann kriegst du nur
45:10die Hälfte von dem,
45:12was dir laut Gesetz zusteht.
45:16Ich wollte nur,
45:18dass er mich als
45:19seinen Sohn anerkennt.
45:22Ich habe
45:23dir nie was getan,
45:25aber du warst
45:26nie auf meiner Seite.
45:27Du warst immer
45:28auf der Seite
45:28von allen anderen.
45:31Ich denke,
45:32wir gehen jetzt mal
45:32runter zu Herrn Krams.
45:34Ja.
45:49Wir schaffen es.
45:51Zusammen.
45:56Ich habe mit ihm telefoniert,
45:57er will die Aussage
45:58nicht zurückziehen.
46:00Okay.
46:02Ja.
46:05Sie können die Strafanzeige
46:07jetzt zurückziehen.
46:08Oder wir gucken uns das
46:09vor Gericht alle nochmal
46:10zusammen an und Sie erklären
46:11das dann dem Staatsanwalt.
46:15Jakob hat mir versprochen,
46:16ich kann in der Wohnung bleiben,
46:17wenn ich Widerspruch einlege.
46:19Können Sie das konkretisieren?
46:21Er hat einen Interessenten,
46:22der das Haus kaufen will.
46:23Und der würde dann auch
46:24die Mietverträge übernehmen.
46:26Nur sein Bruder müsste zustimmen
46:27und damit er das tut,
46:29sollte ich mich querstellen.
46:31Und dann haben Sie sich
46:34absichtlich zusammenschlagen lassen?
46:36Nein.
46:36Der Ritschel hat mir nur gedroht.
46:38Woher haben Sie denn
46:39dann die Verletzung?
46:41Ich wollte mir selber
46:42ein blaues Auge verpassen,
46:43aber dann bin ich gestolpert
46:45und mit voller Wucht
46:46auf die Bank geknallt.
46:47Ja, ich dachte mit einer Verletzung
46:48und einer Traumadiagnose
46:50könnte ich mich länger
46:50krankschreiben lassen.
46:52Ja.
46:53Dann haben wir das
46:54jetzt auch geklärt.
47:19Hallo?
47:20Hallo?
47:21Hallo?
47:22Hallo?
47:23Hallo?
47:36Ich dachte schon,
47:37du kommst vielleicht gar nicht.
47:46Als hätte ich eine andere Wahl.
47:50Als wäre es,
48:27Untertitelung des ZDF, 2020
48:30Untertitelung des ZDF, 2020