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KurzfilmeTranskript
00:00Hat Simon dir je so etwas erzählt? Ich denke nicht.
00:02Es geht hier nicht um Simon.
00:04Auch wenn ich sie nicht gebe, könnte ich dir nicht helfen.
00:06Was redest du da?
00:07Ich bin Luisa.
00:09Mit all meinen Fehlern und Schwächen.
00:11Und nicht die Göttin, die du angebetet hast.
00:15Was du liebst, das gibt es nicht und es hat es nie gegeben.
00:20Und ich bin froh, dass ich das endlich begriffen habe.
00:23Wie?
00:26Was denn?
00:28Keine Ahnung, hier muss was ausgelaufen sein.
00:30Diese Zange ist total verklebt.
00:32Das ist keine Zange, das ist ein Seitenschneider.
00:34Damit schneidet man ein Kabel durch.
00:37Moment mal.
00:40Diese Flüssigkeit.
00:42Das ist Bremsflüssigkeit.
00:44Ich bin mir ganz sicher, das ist genau dasselbe Zeug,
00:47das wir vor dem Gutshaus gefunden haben.
00:50Ist dir klar, was das bedeutet?
00:52Das würde bedeuten, dass mit Hagens Werkzeug
00:55Annabels Bremsschläuche durchgeschnitten wurden.
01:10Dramatische Musik
01:37Das kann nicht sein.
01:38Doch. Das ist zweifelsfrei Bremsflüssigkeit.
01:43Ja, aber die muss ja nicht von Annabels Wagen stammen.
01:46Muss nicht.
01:48Jan, stopp mal, was wirst du damit sagen?
01:50Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Hagen damit die Bremsleitungen von Annabels Wagen manipuliert und dadurch einen tödlichen Unfall provoziert
01:58hat?
01:58Du, Sophie, solange nichts bewiesen ist, glaube ich erst mal gar nichts.
02:02Hast du irgendwo eine ungenutzte Plastiktüte?
02:05Wie?
02:07Du willst die Zange untersuchen lassen?
02:09Du, von wollen kann nicht die Rede sein, aber du weißt ja, wie sowas läuft.
02:12Und ich kann nicht einfach ein potenzielles Beweismittel unter den Tisch fallen lassen.
02:17Nein, natürlich nicht.
02:28Bitte, setzen Sie sich.
02:29Danke, dass Sie kurzfristig Zeit hatten.
02:32Gerne. Wie kann ich Ihnen helfen?
02:34Herr Becker, es geht nochmal um den Unfallhergang.
02:38Wann ist Ihnen aufgefallen, dass an dem Wagen die Bremsen nicht mehr funktionieren?
02:41Ja, kurz bevor ich die Kontrolle über das Fahrzeug verloren habe. Das war eine Sache von Sekunden.
02:46Und sonst gab es nichts Ungewöhnliches.
02:49Ja.
02:51Herr Adam hat gesagt, dass Nora van Weiden kurz vor der Abfahrt zugestiegen ist.
02:54Ja, sie wollte mit zum Standesamt kommen. Ist das wichtig?
02:57Ich weiß es nicht.
02:59Manchmal ergeben sich neue Anhaltspunkte, wenn man die Sache aus einem anderen Blickwinkel sieht.
03:05Es tut mir leid, dass ich Ihnen dazu nicht mehr sagen kann.
03:09Glauben Sie mir, ich zermatre mir den Kopf, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, zu diesem Unfall.
03:16Ja, das tue ich auch.
03:19Wo Sie schon mal hier sind, vielleicht können Sie mir da helfen.
03:21Ich wollte mit meiner Schwägerin übers Wochenende wegfahren.
03:23Und ich bin mir nicht sicher, ob ich beim Stande der Ermittlungen jetzt überhaupt die Stadt verlassen darf.
03:32Was?
03:33Natürlich können Sie wegfahren.
03:35Wo soll es denn hingehen?
03:36Ins Schlosshotel Sonnenwald.
03:40Schön.
03:41Dann schlage ich vor, Sie genießen das Ganze.
03:43Und machen Sie sich keine Sorge wegen des Unfalls.
03:45Es wird sich alles aufklären.
03:50Vielleicht hat Annabelle Hagen den Seitenschneider untergeschoben.
03:52Ach, Sophie, dann hätte sie doch dafür gesorgt, dass er gefunden wird.
03:55Aber irgendeine Erklärung muss es dafür geben.
03:57Hagen würde so etwas niemals tun.
03:59Hagen hat Annabelle gehasst.
04:01Er macht sie bis heute für den Tod Victorias verantwortlich.
04:04Und er hat ihr mehr als einmal Rache geschworen.
04:06Aber deswegen schneidet er doch nicht die Bremsschläuche ihres Wagens durch.
04:10Sagst du.
04:11Aber für die Staatsanwaltschaft wird das nach dem Fund ganz anders aussehen.
04:14Es ist Annabelle gewesen.
04:15Sie hat Helena umgebracht.
04:17Hagen hat das selbst gehört.
04:18Das glaube ich ja auch, Sophie.
04:19Aber sie wird es bestreiten.
04:20Und dann steht Aussage gegen Aussage.
04:23Und diesen Seitenschneider, den habe ich gerade bei Hagen gefunden und nicht bei Annabelle.
04:31Wir kennen uns jetzt schon so lange.
04:33Und mir bedeutet unsere Freundschaft auch wirklich viel.
04:36Und deswegen werde ich diesen Seitenschneider vorerst nicht der Staatsanwaltschaft übergeben.
04:41Wirklich?
04:41Ja.
04:42Aber dafür finde bitte heraus, wie das Ding in seinen Werkzeugkoffer kommt.
04:47Und vor allen Dingen, sorge doch dafür, dass er aufhört rumzuschnüffeln, ja?
04:50Ja, ich spreche mit ihm.
04:51Das reicht nicht.
04:52Das reicht nicht, Sophie.
04:53Du musst ihm klar machen, er ist hier die Verdachtsperson Nummer eins.
04:56Und wenn er weiter Annabelle Grafenberg hinterher spioniert, dann sieht das so aus, als ob er den Verdacht von sich
05:01ablenken möchte.
05:02Ich rede mit ihm, okay?
05:03Ich sorge dafür, dass er mit seinen Ermittlungen aufhört.
05:09Danke, Jan.
05:12Wozu sind Freunde da?
05:35Natürlich habe ich dich geliebt.
05:38Es ist ja das Problem, ich kann einfach nicht aufhören, dich zu lieben.
05:41Nein, du hast mich idealisiert.
05:44Und das hat dir Dr. Franz doch ziemlich deutlich erklärt.
05:46Ach, das ist maßlos übertrieben.
05:47Du hast mich auf einen Sockel gehoben.
05:49Du hast dich in eine Luisa verliebt, die es überhaupt nicht gibt.
05:51Also ich bin das nicht.
05:53Du tust ja gerade so, als sei ich ein hoffnungsloser Fall.
05:55Das habe ich nicht gesagt.
05:57Ich will dir helfen.
06:00Und deshalb ist es besser, wenn wir uns eine Weile aus dem Weg gehen.
06:03Was?
06:04Wieso das denn?
06:06Du bist so sehr auf mich fixiert, dass du nicht loslassen kannst.
06:10Also tue ich das für dich.
06:12Aber ich will das nicht.
06:13Wir können doch nicht einfach wegwerfen, was wir die letzten Jahre hatten.
06:16Aber das ist es doch.
06:18Das, was wir hatten, ist vorbei.
06:20Lange vorbei.
06:38Das kann nicht sein.
06:41Hagen hat mit dieser Sache nichts zu tun.
06:56Oh, Barney, du kannst doch hier nicht so ein Chaos anrichten.
06:58Dann wirft uns Elsa gleich wieder raus.
07:00Ach jetzt, sei nicht so streng zu ihm.
07:02In meinen, hat er dir die Augen geöffnet.
07:03Ja gut, das stimmt natürlich.
07:05Ohne Barney wäre wahrscheinlich immer noch Funkstille zwischen uns.
07:09Mein Gott, du musst ja richtig ausgehungert gewesen sein.
07:12Das hat ihn niemand zum Hungerstreik gezwungen.
07:14Doch, deine Sturheit.
07:18Ich räume hier mal auf.
07:26Sag mal, Elsa.
07:28Bevor Barney hier das ganze Chaos angerichtet hat,
07:31wo waren wir da nochmal stehen geblieben?
07:34Keine Ahnung.
07:35Irgendwo im Wohnzimmer?
07:37Ich glaube, auf der Couch.
07:39Auf der Couch?
07:40Könnte es sein, dass es etwas damit zu tun hatte?
07:44Mach mal nochmal.
07:45So ganz kann ich mich noch nicht erinnern.
07:49Mach nochmal.
07:51Ich glaube, wir gehen mal besser auf die Couch zurück.
08:04Ach, Herr Adam, das sieht aber wirklich toll aus.
08:09Nur wenn jedes Detail stimmt, erreicht man Perfektion.
08:16Perfekt.
08:17Eigentlich schade, dass es nur eine Festtafel zum Üben ist.
08:20Das muss aber bitte unter uns bleiben.
08:22Ich möchte Herrn Becker nicht bloßstellen.
08:24Natürlich, das behalte ich für mich.
08:26Wissen Sie, ob Frau Landmann heute Abend arbeitet?
08:28Die hat heute frei.
08:29Ah, verstehe.
08:32Gut.
08:35Gut.
08:45Was ist das denn?
08:46Das hat Herr Adam gemacht.
08:50Und warum, bitteschön?
08:51Das kann ich dir leider nicht sagen.
08:55Aber er hat nach dir gefragt und wollte wissen,
08:58ob du heute Abend arbeitest.
08:59So.
09:00Hat er sonst noch was gesagt?
09:02Nein.
09:16Ja?
09:23Hallo, Simon.
09:24Na?
09:26Suchst du immer noch einen Job?
09:28Theoretisch schon und praktisch leider auch.
09:31Gut.
09:33Bitte?
09:35Ich glaube, ich habe den perfekten Job für dich.
09:39Aha.
09:40Hast du von der Restaurierung der Engel in der Kirche am See gehört?
09:43Naja, ich habe davon in der Zeitung gelesen.
09:46Ja, wäre das nichts für dich?
09:47Es ist auf jeden Fall eine sehr spannende Aufgabe, aber ich glaube kaum, dass ich dafür in Frage komme.
09:52Und warum nicht?
09:54Die Sanierung der Figuren wird aus einem Teil von Helena Bernsteins Erbe finanziert.
09:58Und Herr von Weiden ist der Verwalter.
10:01Ja, aber Herr von Weiden kennt dich doch und er weiß, wie talentiert du bist.
10:06Nachdem ich zumindest Richard von Weidens Neffen offiziell die Frau ausgespannt habe, glaube ich kaum, dass er mir irgendeinen Auftrag
10:12geben wird.
10:13Warum redest du nicht einfach mit Herrn von Weiden und erklärst ihm, wie es wirklich war?
10:17Nein, auch wenn Annabelle uns nicht mehr erpresst.
10:19Wir wollen die Sache einfach dabei belassen.
10:22Es wird bestimmt nicht die einzige Chance sein, einen Job zu bekommen.
10:24Außerdem läuft die Bewerbungsfrist ohnehin reit ab.
10:29Wie du meinst.
10:31Mach dir keine Sorgen.
10:33Ich werde schon einen Job finden.
10:36Bestimmt.
10:54Jedenfalls ist Sophie jetzt völlig verunsichert wegen der neuen Beweislage gegen ihren Liebsten.
10:59Die arme Frau Nowak.
11:01Jetzt stellt sich doch tatsächlich heraus, dass sie mit einem potenziellen Mörder zusammenlebt.
11:08Ich kann nur hoffen, dass Hagen Ritter mit seinen lästigen Ermittlungen gegen mich aufhört.
11:14Keine Sorge, keine Sorge.
11:15Ich habe Sophie klargemacht, was mit ihm passiert, wenn er weiter schnüffelt.
11:18Die sorgt dafür, dass er stillhält.
11:20Gute Arbeit.
11:23Ich kann nur hoffen, dass sich meine Kreativität auch bezahlt macht.
11:27Schließlich musste ich die ganze Aktion nur starten, weil Sie sich bei Hagen Ritter verraten haben.
11:31Seien Sie sich meiner Dankbarkeit.
11:33Gewiss.
11:35Können Sie es vielleicht auch irgendwie anders ausdrücken?
11:40Etwa so?
11:45Aha, ja.
11:47Das ist die Sprache, die ich verstehe.
11:57Hey.
11:58Hallo.
12:02Und, bist du jetzt schlauer?
12:05Sophie, ich weiß, dass du nichts von meinen Recherchen gegen Annabelle hältst, aber...
12:08Karl, ich muss mit dir reden.
12:09Es...
12:10Es ist etwas passiert.
12:12Oh Gott, was denn?
12:14Jan war gerade hier und...
12:15Die Kaffeemaschine ist kaputt gegangen.
12:17Das ist ja schrecklich, dann repariere ich sie halt.
12:19Ja, Jan hat versucht, sie zu reparieren und ich habe ihm dann einen Werkzeugkasten gebracht
12:23und wir haben dann einen Seitenschneider gefunden und...
12:26Daran war Bremsflüssigkeit.
12:30Moment.
12:36Versuchst du mir gerade zu sagen, dass du denkst, ich hätte die Bremsleitung in Annabelles
12:40Wagen durchgeschnitten?
13:01Warte mal, wie war denn die erste Sitzung?
13:04Das unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht.
13:06Also ein Reinfall.
13:07Und zufrieden?
13:08Ganz und gar nicht.
13:09Aber es ist wohl doch nicht so leicht, Luisas Mitgefühl zu wecken, oder?
13:11Ich könnte dir zeigen, wie es geht.
13:13Hier, schon gesehen?
13:14Ich will es gar nicht wissen.
13:15Okay.
13:16Wann geht es denn das nächste Mal auf die Psycho-Couch?
13:19Gar nicht mehr.
13:20Wieso das denn nicht?
13:21Weil ich besessen von ihr bin.
13:23Was?
13:23Sagt der Therapeut.
13:24Oh nein.
13:26Schön, dass ich dich amüsieren kann.
13:28Ich habe dir gleich gesagt, dass die Therapie eine Schnapsidee ist, aber...
13:31Jetzt ist es amtlich, wir beide sind fanatisch verliebt.
13:33Du vielleicht.
13:35Mit einem kleinen Unterschied, dass ich mein Objekt der Begehde bekommen werde.
13:39Ach, wisst ihr, hat Simon deinen Heizen ja auch wieder statt.
13:41Dann muss man ihm den Reiz erhöhen.
13:42Darf ich?
13:49Ich werde einfach nicht schlau aus diesem Butler.
13:53Hat er vielleicht wieder versucht, dein Küchenterritorium zu erobern, ja?
13:57Ich weiß nicht, was er im Schilde führt.
13:59Aber ich war doch vorhin drüben im Gutshaus noch einmal in der Küche.
14:02Und da habe ich gesehen, der hat den Tisch für ein Fünf-Gänge-Menü für zwei Personen gedeckt.
14:09Wow!
14:10Vielleicht will er dich ja überraschen.
14:12Och, mich, Unsinn.
14:14Na ja, ich meine, Annabelle ist ausgezogen, also muss er demnächst das Gutshaus auch verlassen.
14:19Na ja, schon, aber...
14:21Und euer Abschied war ja wohl nicht wirklich harmonisch.
14:26Weißt du, wir haben zusammen gearbeitet.
14:29Und jetzt geht er woanders hin.
14:31Das ist nun mal so.
14:32Vielleicht findet ihr es ja schade, dass ihr euch in Zukunft die Küche nicht mehr teilen müsst.
14:38Meinst du?
14:40Und das ist jetzt seine Art, sich von dir zu verabschieden.
14:44Stilvoll, mit einem Essen zu zweit.
14:48Aber was sollen wir denn den ganzen Abend reden?
14:50Na, über irgendein Rezept werdet ihr euch doch streiten können.
14:53Das konntet ihr doch bisher auch ganz gut.
14:56Also ich finde, wenn du dieses Abendessen absagst, das wäre sehr, sehr unhöflich.
15:00Wenn er sich wirklich so viel Mühe gemacht hat, wie du sagst.
15:03Du hättest den Tisch sehen sollen.
15:06Ja, dann genieß doch den Abend.
15:08Mit Herrn Adam?
15:09Ja, mit Herrn Adam.
15:28Okay, meine Herren.
15:30Dann wollen wir doch mal die Bewerbung durchgehen.
15:34Ich will ja nicht zu viel verraten, aber es gibt einige vielversprechende Kandidaten, die es in die engere Auswahl geschafft
15:39haben.
15:40Ah, gut. Es ist noch nichts entschieden.
15:43Darf ich vorstellen? Meine Tochter Nora.
15:45Sehr angenehm.
15:46Hallo?
15:47Kann ich irgendetwas für dich tun?
15:48Ja, es geht um die Vergabe des Restaurationsauftrags. Die Engel in der Kirche am See.
15:53Ja, das beraten wir gerade. Danke.
15:55Ich greife Ihrem Urteil ja nur ungern vor, meine Herren, Herr Bürgermeister. Aber ich möchte Ihnen einen Bewerber ganz besonders
16:02ans Herz legen.
16:03Simon Becker ist Ihr Mann.
16:05Nora.
16:06Ein Moment. Denn er ist nicht nur ein begnadeter Künstler, sondern als Designer zugleich ein Mann der Praxis.
16:13Ich kenne den Künstler persönlich und ich möchte Ihnen versichern, dass er nicht nur außerordentlich talentiert ist, sondern auch ein
16:20großes Einfühlungsvermögen besitzt.
16:22Nora.
16:22Herr Bürgermeister, wenn Sie mal einen Blick in seine Mappe werfen möchten.
16:26Gerne.
16:27Nora, kann ich dich mal kurz sprechen?
16:29Sicher.
16:30Ja.
16:30Draußen.
16:33Sie entschuldigen uns kurz.
16:35Glauben Sie mir, Sie finden keinen besseren.
16:38Nora.
16:44Sag mal, was soll denn das? Du kannst doch hier nicht einfach hereinplatzen und deinen Wunschkandidaten präsentieren.
16:49Aber warum denn nicht? Simon ist wirklich gut, das weißt du doch.
16:52Hast du dir vielleicht mal überlegt, wie das aussieht? Wenn die Tochter des Geldgebers die Auswahlkommission zu überreden versucht, den
16:58Auftrag ihrem Exfreund zu geben?
17:00Ich wollte doch nur, dass ihr den Besten bekommt für die Restaurierung.
17:04Warum habe ich das Gefühl, dass mehr dahinter steckt, Nora?
17:09Also gut.
17:11Wie du ja weißt, habe ich mich Simon gegenüber nicht gerade toll verhalten, als ich behauptet habe, dass Annabelle für
17:15den Tod von Helena verantwortlich ist.
17:17Ja, ja, ja. Außerdem waren wir uns doch einig, dass du deine Fixierung auf Simon Becker überwinden musst.
17:22Er ist doch jetzt wieder mit Luisa zusammen, ja?
17:24Ja.
17:25Dass ich ihn für den Auftrag vorgeschlagen habe, hat nichts mit meinen Gefühlen für ihn zu tun.
17:28Ah, so an dann.
17:32Ich versuche, alles wieder gut zu machen.
17:36Ein etwas unkonventioneller Weg, das zu tun, findest du nicht?
17:39Wenn ich direkt zu Simon gehen würde, würde er mich nicht mehr anhören.
17:42Was man ihm nicht verübeln kann.
17:44Und deshalb dachte ich, wenn er von dir den Auftrag bekäme...
17:48Würde er ihn annehmen? Ich verstehe, ich verstehe.
17:50Ja.
17:52Weißt du, es liegt ja nicht allein an mir, wer die Engel restaurieren wird.
17:57Aber durch dich wird die Restaurierung überhaupt erst möglich gemacht.
18:05Hallo.
18:06Hey.
18:09Na, wie war es denn in der Therapiestunde?
18:12Gut.
18:14Wir haben eine Entscheidung getroffen.
18:16So?
18:19Wir werden uns ab sofort aus dem Weg gehen.
18:21Was?
18:22Wer?
18:22Wir?
18:23Nein.
18:25Hending.
18:26Es hat sich herausgestellt, dass er mich gar nicht liebt.
18:29Ich fürchte, jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.
18:31Er idealisiert mich.
18:33Die Luisa, die er meint zu lieben, existiert nicht.
18:36Und um ihm zu helfen, darüber hinwegzukommen, werde ich in den nächsten Wochen aus dem Weg gehen.
18:40Das heißt, er wird von jetzt an eure Trennung akzeptieren?
18:43Ja, das hoffe ich für ihn.
18:47Vielleicht hätte Henning besser die Therapie mit Nora zusammen gemacht.
18:52Ich weiß nicht, ob bei dieser Verbindung etwas Gutes rauskommen würde.
18:56Konzentrieren wir uns lieber auf unsere Verbindung.
18:58Da kommt bestimmt etwas Gutes raus.
19:02Na, wenn du das sagst.
19:11Ich bin mir sicher, dass Annabelle einmal mehr hinter einem steckt.
19:15Und wie, bitteschön, soll sie das gemacht haben?
19:17Ich meine, sie kann sich in ihrem Zustand kaum bewegen.
19:20Und dann soll sie einfach mal kurz hier eingebrochen sein und deinen Seitenschneider hier versteckt haben?
19:25Mein Gott, Sophie, ich sage doch nicht, dass sie es selber war.
19:28Sie muss, was weiß ich, sie muss einen Kompliz bei der Polizei haben.
19:31Ja, du hast recht.
19:34Jemanden, der den Bericht über die Polizeikontrolle hat verschwinden lassen
19:37und der das technische Gutachten über den Unfallwagen gefälscht hat.
19:41Außerdem muss sie gewusst haben, dass Delbrück Evero abhört.
19:44Warum sonst sollte sie so ein hörnrissiges Gespräch zwischen sich und Nora inszenieren,
19:48indem sie sich als unschuldig hinstellt?
19:50Aber genau das ist der Punkt, Hagen.
19:51Sie kann es nicht gewusst haben.
19:55Und was ist, wenn ihr Komplize bei der Polizei etwas von Delbrücks Plan gewusst hat?
19:58Aber Jan hat sie heimlich abgehört.
20:00Das lief nicht über die offiziellen Wege bei der Polizei.
20:03Es hat niemand davon gewusst. Nur du, ich und Jan.
20:10Jan.
20:11Was ist mit Jan?
20:13Jan Delbrück ist Annabels Komplize.
20:16Was soll denn das?
20:17Du kannst dir doch nicht einfach irgendjemanden beschuldigen.
20:20Und schon gar nicht Jan, der die ganze Zeit versucht hat, uns zu helfen.
20:23Ja, und wir uns geholfen hat. Völlig selbstlos.
20:25Was glaubst du, warum Jan den Seitenschneider nicht an die Polizei weitergeleitet hat?
20:29Weil er wollte, dass wir ihm weiterhin vertrauen.
20:31Sophie, denk eine Sekunde nach.
20:33Jan Delbrück hatte ungehindert Zugang zu allen Ermittlungsdaten
20:35und Jan Delbrück konnte problemlos den Unfallwagen verschwinden lassen
20:38und damit dein Gutachten verhindern.
20:41Nein, du irrst dich.
20:42Und als er ganz heimlich und inoffiziell Annabels Büro abgehört hat,
20:45dann liefert die ihm prompten Beweis für ihre Unschuld?
20:47Das kann doch auch ein Zufall gewesen sein.
20:49War es denn dann auch ein Zufall, dass genau in dem Moment,
20:51als ich Annabels Geständnis höre, ein Beweis gegen mich auftaucht?
20:55Hans, ich kenne Jan seit einer halben Ewigkeit.
20:58Er ist nicht käuflich.
21:02Ist dir schon mal aufgefallen, dass Jan Delbrück auf ziemlich großem Fuß lebt?
21:06Meinst du, das kann man alles mit einem kleinen Beamtengehalt finanzieren?
21:11Sophie, irgendetwas läuft hier verdammt schief.
21:16Nein, nein, es kann nicht sein, nicht Jan.
21:30Ja, Landmann?
21:31Ja, hier ebenfalls.
21:34Konrad.
21:35Ja, hallo, wie geht's dir?
21:36Gut, sehr gut sogar.
21:38Deshalb rufe ich auch an.
21:40Elsa und ich, wir sind in Feierlaune und wollten dich gern zum Abendessen einladen.
21:43Heute?
21:44Ja, wenn es dir nicht zu kurzfristig ist?
21:46Oder hast du schon was anderes vor?
21:48Och, weißt du, ich bin so müde.
21:53Ich hatte eigentlich vor, heute zeitig ins Bett zu gehen.
21:57Und ich kann dich nicht überreden?
22:01Nein, also ein anderes Mal gerne.
22:04Na gut, dann schlaf gut.
22:06Ja, das mach ich.
22:07Und grüß Elsa schön, ja?
22:09Mach ich, ja. Bis bald.
22:10Ja, tschüss.
22:34Es ist nur ein Abendessen, Eva.
22:37Nur ein Abendessen.
22:50Ja, Adam.
22:52Da haben Sie sich aber viel Mühe gemacht.
22:54Ja, es soll doch echt sein.
22:58Nicht so hastig.
23:00Auch die Ankunft im Restaurant will gelernt sein.
23:03Der Herr betritt als erster das Restaurant, um die neugierigen Blicke der Gäste auf sich zu ziehen.
23:09Dann folgt die Dame.
23:10Wir üben das mal.
23:12Ich bin Ihre Tischstange.
23:25Das ging doch gut.
23:27Und jetzt weiter.
23:28Wie weiter?
23:29Wer hilft wem aus dem Mantel?
23:31Na, ich helfe Ihnen.
23:32Richtig.
23:32Und wie ist es, wenn Sie das Restaurant verlassen?
23:35In der gleichen Reihenfolge.
23:36Nein, es ist umgekehrt.
23:38Der Herr zieht zunächst seinen Mantel an.
23:41Dann hilft er der Dame in den Ehrigen.
23:44Warum?
23:46Dafür gibt es keine Klickung.
23:56Nein, nein, er hilft.
23:57Ach so.
23:57Nun gehen wir zum Tisch.
24:01Die Dame zuerst.
24:08Moment.
24:10Wie Moment?
24:11Der Herr rückt die Dame den Stuhl zurecht.
24:17Rückt die Dame den Stuhl zurecht?
24:21Ich gebe zu, dass es sehr kompliziert ist für Sie, wenn Sie keine richtige Tischdame
24:27haben und mit mir Vorlieb nehmen müssen.
24:29Nein, nein, ich bin Ihnen wirklich sehr dankbar, Erder.
24:31Ich habe etwas vergessen.
24:33Liebe Grüße.
24:35Nehmen wir an, wir hätten uns erst im Restaurant getroffen.
24:38Wie gehen Sie auf die Dame zu?
24:40Ich gebe einen Kuss.
24:41Ich rate eher zur fernöstlichen Methode.
24:44Formvoll eine der Höflichkeit und Zurückhaltung, die ein Versprechen aufbaut,
24:48und Sie überlassen es allerdings der Dame, darauf einzugehen.
24:52Sie überraschen mich immer wieder, Herr Adam.
24:54Sehen Sie, Stilvoller ist allerdings der klassische Handkuss.
24:59Aber in Benehmen für jedermann steht, dass dieser Handkuss etwas aus der Mode gekommen sei.
25:06Feines Benehmen hängt nicht von Moden ab.
25:10Ah.
25:15Aufgemerkt, die Lippen des Herrn berühren den Handrücken der Dame nur scheinbar.
25:20Und achten Sie darauf,
25:23der Kuss sei geräuscharm, am besten geräuschlos.
25:27Kuss sei geräuscharm, am besten geräuscharm, am besten geräuscharm,
25:50und zum Beispiel der Kuss ist das Problem.
26:03Und dann in dem Sinne, der Name ist die Pension.
26:03Ah, ah, ah, ah, Henning, Henning.
26:05Haben Sie da?
26:05Wer ist denn da?
26:06Ich bin da?
26:06Es geht so nicht.
26:08Ich bin mir beinahmt, Haute für mich.
26:09Ah, ah, ah, ah, ah, Henning.
26:10Ich bin ja beinahmein aufgehkommen.
26:12Ah, ah, ah, ah.
26:18Henning, Henning.
26:19Was?
26:20Was ist denn da?
26:20Du bist wunderschön.
26:23Auf einmal konnte ich begreifen, was Liebe wirklich ist.
26:27Du bist Liebe.
26:29Seit du mich verlassen hast, fühle ich mich, als hätte das Leben mich verlassen.
26:34Du hast einen besseren Menschen aus mir gemacht.
26:38Nur wenn ich mit dir zusammen bin, bin ich ganz ich selbst.
26:52Tut mir leid, ich wollte nicht stören.
26:54Eva, sie schickt der Himmel.
26:56Ach ja?
26:58Eva, das sieht jetzt bestimmt etwas komisch aus, aber es ist nämlich so.
27:01Herr Adam hat sich bereit erklärt, mir etwas auf die Sprünge zu helfen, was Umgangsformen betrifft.
27:07Umgangsformen?
27:07Ja, wenn ich Marianne in dieses schicke Hotel entführe, dann will ich mich doch nicht gleich blamieren.
27:14Ach so.
27:15Und ohne Tischstamme ist das doch recht schwierig.
27:18Könnten wir Sie bitten, hier bei uns spontan einzuspringen?
27:22Sie sind ja auch schon so passend gekleidet, oder haben Sie etwas anderes, etwas Besseres vor?
27:29Ach, ich weiß nicht.
27:31Das ist doch bestimmt nett.
27:32Herr Adam hat nämlich gekocht.
27:34Naja, wenn das so ist.
27:37Lassen Sie uns Herrn Becker zeigen, was Altschule ist.
27:46Guten Abend.
27:47Guten Abend.
27:56Danke.
27:58Bitte.
28:01Vielen Dank.
28:03Alle Achtung.
28:05Jetzt sind Sie dran.
28:07Ich öffne inzwischen den Champagner.
28:09Noch eins.
28:10Das schönste Kompliment, das Sie Ihrem gegenüber einer Dame machen können, ist ihm, ihr die ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.
28:24Also, Sie sehen heute wirklich bezaubernd aus, Frau Landmann.
28:29Oh, vielen Dank, Herr Becker.
28:42Natürlich würde ich die Engel gerne restaurieren.
28:44Aber ich habe meine Mutter erklärt, dass Richard von Weiden mich bestimmt nicht damit beauftragen wird.
28:49Du wirst dich ja einen anderen Auftrag kriegen.
28:51Ich hoffe, du hast recht.
28:52Ansonsten wirst du mich durchfüttern müssen.
28:54Gute Idee.
28:56Aber hättest du schon vergessen?
28:58Ich habe auch keinen Job.
28:59Na, da haben sich ja zwei gefunden.
29:02Ah, Herr Becker, hier sind Sie.
29:05Wird ein sehr Moment für mich.
29:06Natürlich.
29:08Luisa.
29:09Hallo.
29:11Also, wie Sie vielleicht gehört haben, werden die Engel in der Kirche am See restauriert.
29:15Ja, ich habe davon in der Zeitung gelesen. Eine spannende Aufgabe.
29:18Ja, in der Tat.
29:19Nun, heute hat die Auswahlkommission getagt und um es kurz zu machen, wir möchten gerne Ihnen den Auftrag erteilen.
29:26Was?
29:28Aber ich habe doch noch nicht mal am Wettbewerb teilgenommen.
29:32Nein, das nicht. Aber Sie hatten einen sehr überzeugenden Fürsprecher.
29:35Und meine Mutter?
29:36Nein, nein, die nicht.
29:38Wer denn dann?
29:40Nun, jemand, der, wie gesagt, sehr große Stücke auf ihre Arbeiten hält und der wohl auch etwas gut zu machen
29:46hat.
29:50Nora.
29:52Kann ich mit Ihrer Zusage rechnen?
30:01Jan war jederzeit bereit, sich mit mir zu treffen und über unseren Verdacht zu sprechen.
30:05Er hat mir sogar Polizeiinterner verraten.
30:07Er wollte dich ausrechnen, um zu wissen, was deine nächsten Schritte sind.
30:11Annabelle könnte jeden gekauft haben.
30:13Von mir aus, auch jemanden von der Polizei, aber nicht Jan.
30:22Sophie, warum bist du so sehr von ihm überzeugt?
30:24Hagen, ich kenne ihn. Und ich glaube einfach nicht, dass er Annabelles Komplize ist.
30:29Okay.
30:31Wenn du so sehr an seine Unschuld glaubst, wie bitte, kommt dann an meinen Seiten, Schneider, aus meiner Werkzeugkiste, diese
30:38Bremsflüssigkeit.
30:39Sophie, was ist los mit dir?
30:41Zu seiner Entschuldigung fallen dir tausend Sachen ein. Zu meiner nicht ein einziges Wort. Schau mich an.
30:45Schau mich an. Wie lange kennen wir uns?
30:49Glaubst du wirklich, ich könnte sowas tun?
31:03Hallo Simon.
31:04Hallo.
31:05Luisa ist nicht da.
31:07Ich wollte auch zu dir.
31:09Wirklich?
31:10Aha. Wie schön.
31:12Na komm, setz dich.
31:15Du hast dich bei deinem Vater dafür eingesetzt, dass ich die Engel restaurieren kann?
31:19Ach, das war doch nichts.
31:21Ich meine, nach allem, was in letzter Zeit zwischen uns vorgefallen ist, war das doch das Mindeste, was ich für
31:25dich tun konnte.
31:26Naja.
31:27Und außerdem bist du ja nicht irgendein Möchtegänderwünsch, sondern hast ja wirklich Talent.
31:31Vielen Dank.
31:32Aber nur damit wir uns richtig verstehen.
31:34Dass ich die Stelle annehme, heißt nicht, dass es zwischen uns wieder so ist wie früher.
31:39Natürlich nicht.
31:40Ich weiß, dass du mir den Job nicht uneigennützig verschafft hast, sondern mit Hintergedanken.
31:43Was? Nein.
31:44Du versuchst schön Wetter zu machen und hoffst, dass wir uns dadurch wieder annähern, aber das werden wir nicht.
31:48Verpflicht? Was denkst du denn von mir?
31:50Wenn ich die Stelle annehme, fühle ich mich dir gegenüber in keinster Weise verpflichtet.
31:54Das sollst du auch nicht.
31:56Lass gut sein, Nora. Du kannst mir nichts vormachen.
31:59Manchmal glaube ich, du bist genauso fanatisch wie Henning.
32:07Vielleicht solltest du auch mal überlegen, dich therapieren zu lassen.
32:09Dieser Dr. Franz soll wirklich sehr gut sein.
32:35Das war's für mich.
32:43Also, Gläser mit Stiel am Stiel anfassen,
32:45sich beim Besteck von außen nach innen vorarbeiten
32:48und die Hände nur bis zu den Handgelenken auf dem Tisch ablegen.
32:52Korrekt.
32:53Also fragt sich nur, wie man dabei das Essen noch genießen soll,
32:56wenn man an all das denken soll.
32:57Ach, wissen Sie, das geht alles ganz schnell in Fleisch und Getüber.
33:01Also, mir reicht es für heute.
33:06Also, vielen Dank, Herr Adam, dass Sie sich die Zeit genommen haben,
33:08mich in die Geheimnisse der Etikette einzuführen.
33:11Das war mir ein Vergnügen. Sie waren ein ganz exzellenter Discipulus.
33:14Danke. Kann ich Ihnen noch beim Aufräumen helfen?
33:17Nein, das mache ich schon.
33:18Nein, das kommt nicht in Frage. Sie haben schon genügend geholfen.
33:21Also, erstens ist das hier ab jetzt wieder mein Reich
33:25und zweitens mache ich das gern.
33:28Vielen Dank nochmal.
33:30Ich werde Marianne gleich mit dieser Reise überraschen.
33:34Das wird Sie sehr freuen.
33:36Frau Landmann.
33:38Oh, danke.
33:40Perfekt.
33:41Ja, dann.
33:44Einen schönen Abend noch.
33:46Danke.
33:48Vielen Dank.
33:52Sie müssen sich nicht bedanken.
33:55Ich habe Ihnen zu danken.
33:56Wenn Sie nicht eingesprungen wären, wäre das...
34:00Ach, Sie hätten auch ohne meine Hilfe, Tobias, einiges beibringen können.
34:05Naja.
34:06Ja, nun stellen Sie doch mal Ihr Licht nicht so unter den Scheffel.
34:09Das ist doch schon bemerkenswert, was Sie so alles wissen.
34:12Das aus Ihrem Munde.
34:13Ja, da können Sie mal sehen.
34:17Ich finde es schade, dass wir nicht mehr zusammenarbeiten.
34:20Sie werden mir fehlen.
34:22Ja, ja.
34:23Sie haben niemanden mehr, den Sie piesacken können.
34:26Hm.
34:27Oder der mich piesackt.
34:29Hm.
34:46Hallo, schöne Frau.
34:47Hallo.
34:53Was ist denn mit dir los?
34:54Ach, nichts.
34:57Ich freue mich, dich zu sehen.
34:59Hast du was von Eva gehört?
35:01Nein.
35:01Wieso?
35:02Sie hat mir erzählt, dass sie glaubt, dass Herr Adam sie mit einem pompösen Abendessen
35:07überraschen will.
35:09Denkst du, daraus ist was geworden?
35:11Ich denke schon.
35:12Aber Überraschung ist das richtige Stichwort.
35:18Mhm.
35:18Und was wird das?
35:19Eine Überraschung und du musst sie erraten.
35:24Eins, zwei, drei, vier, fünf Sterne.
35:27Du holst mir die Sterne vom Himmel.
35:29Für den Anfang nicht schlecht.
35:31Ein Haus.
35:33Das ist größer.
35:35Ein Gutshaus.
35:36Noch größer.
35:38Ein Schloss.
35:40Hm.
35:40Gut.
35:41Ein Wald, ein Schloss im Wald.
35:44Wärmer.
35:47Eine Sonne, Waldsonne, Sonnenwald.
35:52Sterne über dem Schloss im Sonnenwald.
35:56Die Sterne sind im Sonnenwald.
36:01Ich gebe es auf.
36:10Schloss Hotel Sonnenwald.
36:14Fünf-Sterne-Hotel.
36:15Ja, und da fahren wir zwei übers Wochenende hin.
36:18Also nur, wenn du Lust hast.
36:22Du bist verrückt.
36:24Ach, dir.
36:39Wie vorsichtig Simon mit dem Engel umgeht.
36:42Er sieht so glücklich aus, wenn er in der Arbeit versinkt.
36:46Auch wenn unser Traum vom gemeinsamen Hotel vorerst zerplatzt ist,
36:50es wird neue Träume geben, die wir verwirklichen können.
36:54Gemeinsam.
36:56Simon und ich.
36:59Schön, oder?
37:01Mhm.
37:02Sehr.
37:05Ich kann es noch gar nicht glauben.
37:07Gerade habe ich noch frustriert die Stellenanzeigen studiert
37:10und jetzt darf ich diese tolle Aufgabe übernehmen.
37:16Du weißt, wem du das zu verdanken hast?
37:19Deine Liebreizenden-Schwester, ja.
37:21Aber ich habe ihr schon gesagt,
37:22dass sie sich darauf nichts einbilden braucht.
37:24Du hättest den Auftrag sicher auch so bekommen.
37:27Vorausgesetzt, du hättest dich darum beworben.
37:30Ich habe es einfach nicht für angebracht gehalten.
37:33Weil die Situation mit Henning so schwierig ist.
37:36Jetzt macht dir mal darüber keine Gedanken.
37:38Mit Henning ist alles geklärt.
37:40Viel wichtiger ist doch,
37:43wie du jetzt bei der Restaurierung vorgehen willst.
37:46Hm.
37:48Das weiß ich auch noch nicht so genau.
37:50Ich werde erst mal ein paar Techniken
37:51und andere Werke aus der Entstehungszeit
37:53der Figuren recherchieren.
37:55Mhm.
37:56Aber eins weiß ich jetzt schon ganz genau.
37:59Was denn?
38:01Ich werde den Engeln dein Lächeln schenken.
38:21Hallo, Nora.
38:22Ich würde ja sagen,
38:23schön, dich zu sehen,
38:23aber so ist es nicht.
38:25Warum musst du eigentlich immer alles kaputt machen?
38:27Was ist los?
38:29Brauchst du mal wieder einen Sündenbock
38:30für eine deiner Niederlagen?
38:31Ich habe dir von Anfang an gesagt,
38:32dass die Idee mit der Therapie nichts taugt.
38:34Wenn ich mich richtig erinnere,
38:35fandest du sie gestern noch genial.
38:37Außerdem weiß ich nicht,
38:38was meine Therapie mit dir zu tun haben soll.
38:40Simon hat mir geraten,
38:41auch eine Therapie zu machen.
38:42Dr. Franz nimmt dich bestimmt.
38:44An dir verdient sich jeder Therapeut
38:45eine goldene Nase.
38:46Ich fürchte, mit dir hat es schon genug zu tun.
38:48So wie du meiner Schwester nachrichelst,
38:49kannst du ja nicht ganz dicht im Kopf sein.
38:51Was ist los? Eifersüchtig.
38:52Bitte?
38:53Du hast es doch noch nie verkraftet,
38:55wenn ein Mann Luisa dir vorzieht.
38:57Reden wir hier über einen Mann
38:58oder über dich?
39:01Okay.
39:06Okay.
39:11Okay.
39:23Okay.
39:24Okay.
39:26Okay.
39:45Ich dachte, du wolltest recherchieren.
39:47Na, das mache ich doch gerade.
39:49Der Engel ist schon so lange in diesem ramponierten Zustand.
39:51Er wird mir verzeihen, dass sich seine Restaurierung um einen Tag verzögert.
39:55Ich glaube, du bist dir der Verantwortung, der der neuen Aufgabe nicht bewusst.
39:59Ich bin mir vor allem meiner Verantwortung dir gegenüber bewusst.
40:02Und die wäre?
40:03Die wäre, dass du immer bei mir an erster Stelle stehst.
40:09Klingt vielversprechend.
40:11Ist es auch.
40:36Seit wann verstehst du etwas von Männern?
40:39Bisher konntest du ja keinen sonderlich lange halten.
40:44Pass auf, mit wem du dich anlegst.
40:46Ich verzeih nicht so schnell wie meine Schwester.
40:50Worüber streiten wir uns eigentlich gerade?
40:52Wer mehr verloren hat, wir haben beide nicht erreicht, was wir wollten.
40:56Du hast vielleicht verloren.
40:57Ich bin noch lange nicht fertig mit Simon.
41:00Ach komm, Noah.
41:01Weißt du eigentlich, wie verzweifelt das wirkt?
41:03Ich bin nicht verzweifelt.
41:05Doch, das bist du.
41:06Und weißt du auch, woher ich das weiß?
41:07Weil es dir genauso geht wie mir.
41:09Nein!
41:11Lass mich los.
41:13Und wenn nicht?
41:15Du sollst mich loslassen.
41:17Sonst was?
41:20Ich bekomme, was ich will.
41:26Ein Gehilfe von Annabelle.
41:27Ja, vielleicht derjenige, der die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung gefälscht hat.
41:31Wenn ich sie wäre, wäre ich nicht so dumm, sich dauernd in die Ermittlungen einzumischen.
41:34Lassen Sie mich einfach meine Arbeit machen.
41:35Das bringt Sie sonst nur noch mehr in Schwierigkeiten.
41:38Wir verstehen uns, wie immer.
41:40Dass Sie beide sich verstehen, das kann ich mir lebhaft vorstellen.
41:42Du bist mit Henning verheiratet und das noch ein ganzes Jahr.
41:45Nur auf dem Papier, Nora.
41:47Und dass ich noch verheiratet bin, ändert nichts an meiner Beziehung zu Simon.
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