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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Du bist ein ganz besonderer Mensch.
00:04Spinnst du?
00:12Elsa, kann ich noch einen Whisky haben?
00:16Zum letzten Mal.
00:18Ich sag's dir jetzt, hör auf.
00:20Ich mach doch gar nichts.
00:26Simon, ich weiß, dass du sauer auf Henning bist.
00:29Das wäre ich an deiner Stelle auch, aber lass dich bloß nicht zu irgendwas Dummem hinreißen, ja?
00:32Keine Säure, ich hab mich im Griff.
00:38Endlich will das Aufleuchten.
00:42Was wird das denn jetzt?
00:44Rolle?
00:46Wir tanzen.
00:51Wir tanzen.
00:59Musik
01:24Musik
02:08Oh, Lissi, danke, dass du mir heute hilfst.
02:10Kein Problem. Ich habe mir den Abend zwar anders vorgestellt, aber was soll's.
02:14Sag mal, hast du noch Limetten da?
02:15Na, eigentlich habe ich auch irgendwelche. Ich habe doch auch Sebastian und Maike gesagt, dass sie...
02:19Sebastian ist hier?
02:21Ja, Sebastian arbeitet heute hier.
02:23Ich frage mich schon den ganzen Abend, wo der Kerl steckt, aber ist er hier im Barneys?
02:28Ich suche ihn. Ich wollte ihn eigentlich mit einem romantischen Picknick überraschen.
02:32Oh.
02:34Stattdessen mache ich jetzt hier seinen Job, während er sich mit Maike vor der Arbeit drückt. Das ist ja toll.
02:37Ja, ich gehe mal den beiden ein bisschen Dampf machen. Gib mir mal den Schlüssel.
02:41Du, das mache ich schon selbst.
02:54Mh, ein Picknick. Ich wusste gar nicht, dass ich so einen romantischen Mann heiraten werde.
03:00Dann wird es Zeit, dass du diese Seite von mir kennenlernst.
03:03Schokolade, Lackriss-Schnecken, Erdbeeren, Erdnussflips und einen Sektkühler mit einer Flasche Cola.
03:14Ja, ich dachte mal etwas anderes, als immer nur Austern und Champagner.
03:20Ja, das ist doch genau das Richtige nach dem heutigen Abend.
03:23Erinnerst du?
03:24Aber ja.
03:25Gut.
03:25Dieser Abend heute, der hatte was ganz Besonderes.
03:27Ganz anders als unser Polterabend damals.
03:29Ja, das kann man wohl sagen.
03:31Wir waren zwar bedeutend jünger, aber wir haben nur halb so wild gefeiert.
03:35Ich habe heute zum ersten Mal in meinem Leben Karaoke gesungen.
03:38Aha, ja. Und ich habe ein Vermögen beim Pokern verloren.
03:41Was?
03:42Ja, nur Spielgeld, aber...
03:44Auf meiner Party gab es sogar einen Gogo-Tänzer.
03:49Einen Gogo-Tänzer? Muss ich mir Sorgen machen.
03:52Der schönste Augenblick auf meiner Party war, als du hereingekommen bist.
03:59Du bist wirklich ein Romantiker.
04:02Ja.
04:07Aber nicht nur.
04:16Trau mich oder hast du mir gerade eine Ohrfeige verpasst?
04:18Ich kann dir auch gerne noch eine verpassen.
04:20Warum schlagen mich eigentlich alle Leute in der letzten Zeit?
04:22Weil du dich einfach unmöglich benimmst.
04:24Ich wollte dich küssen, das ist alles.
04:26Das ist alles? Ich habe dir gesagt, dass so etwas zwischen uns beiden nicht mehr läuft.
04:29Und ich erwarte von dir, dass du das respektierst.
04:33Okay, ich dachte mir, ich hätte von dir...
04:34Was hast du gedacht?
04:37Naja, andere Signale empfangen.
04:39Wie bitte?
04:40Ja, habe ich mich wohl geirrt?
04:42Ja, das hast du wohl.
04:46Habe ich das wirklich?
04:47Was soll das denn jetzt?
04:49Ach komm, Maike. Es ist mehr zwischen uns.
04:52Und ich weiß, dass ich mir das nicht nur einwähle.
04:54Na, ihr habt vielleicht Nerven?
05:10Ich fühle mich so leicht und so voller Energie.
05:13Oh, das kommt von der vielen Cola.
05:18Ja, das vielleicht auch, aber...
05:21Nein, ich wollte was ganz anderes sagen.
05:24Ich habe das Gefühl, als könnte jetzt alles gut werden.
05:27Als könnten wir wirklich noch einmal einen Neuanfang wagen.
05:31Ja, natürlich. Deshalb heiraten wir ja.
05:33Wir heiraten?
05:34Du wolltest doch.
05:40Zum ersten Mal seit langer Zeit gibt es wirklich nichts, was unserem Glück im Weg steht.
05:45Du bist endlich von Annabelle geschieden und wir werden nie wieder mit ihr unter einem Dach leben müssen.
05:51Das ist eine völlig neue Situation.
05:53Ja.
05:55Ich wünsche nur, ich hätte die Scheidung nicht hinter ihrem Rücken durchsetzen müssen.
05:59Ach.
06:01Dein Entschluss stand seit langer Zeit fest.
06:03Ihre Krankheit hat die Scheidung nur beschleunigt.
06:07Hm.
06:10Wahrscheinlich hast du recht.
06:12Niemand weiß, ob und wann Annabelle wieder gesund wird.
06:16Das war die einzige Möglichkeit, mich von ihr zu befreien.
06:19Und wenn wir erst ihren Geist aus unserem neuen Schlafzimmer vertrieben haben,
06:22dann wird nichts mehr an diese Frau erinnern.
06:24Das wird das Erste sein, wenn wir nach Hause kommen.
06:27Und ich weiß auch schon, wie.
06:29Du kennst dein Ritual, um böse Geister zu vertreiben?
06:31Absolut. Aber es funktioniert nur im Schlafzimmer.
06:34Und braucht man dazu einen Exorzisten?
06:38Nicht wirklich.
06:40Was war denn das?
06:42Komm, redet mal von Gespenstern.
06:44Schon stehen sie vor der Tür.
06:44Denn es sah aus, als hätte jemand mit der Taschenlampe hier reingeleuchtet.
06:47Ja, es ist ein modernes Gespenst.
06:49Ja, Insel, sei doch mal ernst.
06:50Was denkst du denn, was das war?
06:51Es war irgendein Boot, was draußen vorbeigefahren ist.
06:56Oder vielleicht ist es auch der Unterschlupf von einer Spruchlermann,
06:59die wir in uns befinden.
07:00Vielleicht ist es aber auch Hagen zusammen mit der Stripperin,
07:03die er endlich für dich gefunden hat.
07:05Ja, vielleicht ist es auch nur Hagen.
07:12Lissi, was ist denn los?
07:13Elsa und ich rotieren da unten und ihr steht hier rum und quatscht.
07:16Ja, ich schätze, wir haben einfach die Zeit vergessen.
07:19Und warum hast du mich vorhin weggedrückt?
07:21Ich hab dich nicht weggedrückt.
07:22Ich hab nur das Handy ausgemacht.
07:23Ach, genau in dem Moment, wo ich dich anrufe.
07:25Kann schon sein.
07:26Ich hab nicht so genau hingeguckt.
07:27Ich wollte nur, dass es aufhört zu klingeln.
07:29Und da unten war die Hölle los.
07:31Dein Vater und seine Kumpels haben uns ganz schön auf Trab gehalten.
07:34Stimmt's, Maike?
07:34Ja, das stimmt.
07:36Genau.
07:36Deshalb sollten wir jetzt auch schnell wieder runtergehen.
07:38Jawohl, Chef.
07:43Elsa, wir wollten gerade runterkommen.
07:45Ja?
07:47Ach, da bin ich ja erleichtert.
07:48Ich hab schon gedacht, in meiner Wohnung ist ein schwarzes Loch,
07:50dass euch alle verschluckt und meine Limetten auch.
07:53Nein, es ist alles okay.
07:54Die Limetten haben wir auch.
07:56Na, vielleicht könnt ihr beide schon mal vorgehen,
07:58weil ich noch mal ganz kurz was mit Maike besprechen will.
08:00Gut, klar, bis später.
08:01Ah, und passt mir auf Konrad auf.
08:03Also Konrad zwischen so viel betrunkenen Frauen, dass...
08:06Ich hab ein Auge auf ihr.
08:13Jetzt sag mir nicht, dass es das ist, was ich denke.
08:42Willst du dich nicht schlafen legen?
08:47Ich kann jetzt nicht schlafen.
08:51Möchtest du darüber reden?
08:54Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst.
08:59Ich wäre jetzt gern allein.
09:02Natürlich, das verstehe ich.
09:04Aber wenn du deine Meinung änderst,
09:07weißt du, wo du mich findest.
09:10Gute Nacht.
09:13Gute Nacht.
09:17Jetzt ist es passiert.
09:20Vor ein paar Stunden
09:21hab ich Simon noch geglaubt,
09:23dass er sich nicht für Nora interessiert.
09:25Und jetzt hab ich es mit eigenen Augen gesehen,
09:27wie nahe die beiden sich schon gekommen sind.
09:31Und es gibt nichts, was ich tun kann.
09:34Dadbrück bringt Simon womöglich um,
09:36wenn ich ihm von der Erpressung erzähle.
09:39Deshalb muss er weiterhin in dem Glauben bleiben,
09:42dass ich mich gegen ihn
09:43und für Henning entschieden habe.
09:46Und deshalb darf er auch nie erfahren,
09:48dass ich ihn immer noch liebe.
09:51Was wir beiden wohl gerade machen?
09:55Ich darf gar nicht dran denken.
10:25Ich darf gar nicht dran denken.
10:54Ich darf gar nicht dran denken.
10:58Es tut mir leid, Nora.
10:59Ich glaube nicht, dass ich das wirklich will.
11:02Dann lass es uns herausfinden.
11:06Wirklich, Nora.
11:07Ich glaube, es werden viele.
11:08Oh mein, es werden viele jetzt aufzuhören.
11:11Im Ernst, Nora.
11:13Es geht nicht.
11:15Wie willst du das denn wissen?
11:16Wir müssen doch gar nicht ausprobiert haben.
11:19Es war ein Fehler, dich zu küssen.
11:22Ich war verletzt, als ich Luisa und Henning auf der Tanzfläche gesehen habe.
11:28Danach zu einem Lied, das Luisa und mir sehr viel bedeutet hat.
11:41Ja, es muss furchtbar für dich gewesen sein.
11:47Ich, ich habe dich geküsst,
11:49um Luisa zu zeigen,
11:52wie gleichgültig sie und Henning in mir sind.
11:54Das war dir gegenüber nicht sehr fair.
11:57Und ich will die Sache jetzt nicht noch schlimmer machen.
12:04Es riecht nicht dir hoch an.
12:07Es tut mir leid.
12:12Du bist ein wunderbarer Mensch,
12:14Simon Becker.
12:16Es ist nicht verdient,
12:17so verletzt zu werden.
12:20Du weißt, ich werde alles für Luisa tun, aber
12:23manchmal weiß ich auch nicht,
12:24was in ihrem Kopf vorgeht.
12:27Wenn es dir nichts ausmacht,
12:28dann lass uns lieber nicht mehr über sie sprechen, ja?
12:31Ja, klar.
12:32Wie dumm von mir.
12:33Komm, reden wir von was anderem.
12:35Wenn ich ehrlich bin,
12:36wäre ich jetzt am liebsten allein.
12:39Ja.
12:41Klar.
12:44Dann sehen wir uns morgen.
12:47Ja, natürlich.
12:48Es wäre schön.
12:52Ja, dann
12:54ich schlaf gut.
13:12Bis dann.
13:23Also, wenn wir uns beeilen,
13:24dann schafften wir es noch, bis es hell wird.
13:26Na, wir müssen uns doch nicht rechtfertigen,
13:28dass wir die Nacht nicht zu Hause verbringen, oder?
13:30Aber trotzdem würde Herr Adam bestimmt
13:31sehr verwundert sein.
13:33Dafür würde uns Frau Landmann
13:34ein Katerfrühstück servieren mit Rollmops.
13:41Du, was machen Sie denn hier?
13:42Ja, dasselbe wollte ich Sie gerade fragen.
13:45Polizeiobermeisterin Antje Blank.
13:47Guten Abend.
13:48Guten Abend.
13:48Also, ja, wir ruhen uns hier ein bisschen aus.
13:52So, so.
13:53Ja, wir waren auf dem Weg nach Hause
13:54und wir sind müde geworden,
13:56da haben wir uns hier ein wenig hingelegt.
13:57Dagegen ist doch wohl nichts einzuwenden, oder?
13:59Dagegen ist nichts einzuwenden,
14:01falls das hier Ihr Hausboot ist.
14:03Ja, natürlich.
14:03Also,
14:05nicht ganz,
14:05wir kennen den Besitzer.
14:06Ja, und der Besitzer,
14:07der hat nichts dagegen einzuwenden,
14:09dass wir uns hier aufhalten.
14:10Ja, oder dass jemand sich hier aufhält.
14:12Also, ich habe gerade mit dem Eigentümer
14:14dieses Bootes gesprochen
14:15und er meint,
14:16er hat es niemandem vermietet
14:17oder sonst wie überlassen.
14:19Äh, ja, das muss ja Missverständnis sein.
14:22Ich nehme an, Sie können es sich ausweisen.
14:25Selbstverständlich.
14:29Ja, also, ich habe meinen Ausweis nicht mehr.
14:32Ja, ich auch nicht.
14:33Dann schlage ich vor,
14:34wir klären die Angelegenheit auf dem Revier.
14:41Es ist nichts passiert, wirklich.
14:43Glaube ich dir nicht.
14:44Ach, jetzt erzähl schon.
14:47Sebastian hat versucht, mich zu küssen.
14:50Und?
14:51Und dann hat er noch gesagt,
14:52dass die Sache zwischen ihm und mir
14:53noch nicht vorbei ist.
14:55Und dann?
14:56Dann habe ich ihm eine gescheuert.
14:58Echt?
15:00Und, äh, hat Lissi irgendwas mitbekommen?
15:03Naja, Glück gehabt.
15:05Fragt sich nur, wie lange noch.
15:06Also, wenn Sebastian weiter
15:08dieses Spielchen mit...
15:08Dann kriegt er noch eine Ohrfeige von mir.
15:11Warum macht er das eigentlich?
15:13Ach, keine Ahnung.
15:15Ich meine, wenn er noch Gefühle für dich hat,
15:16dann müsste er doch mit Lissi sprechen
15:18oder, oder eine Entscheidung treffen.
15:19Das kann doch nicht so weitergehen.
15:21Wird es auch nicht.
15:22Im Gegensatz zu ihm
15:23habe ich nämlich meine Gefühle fest im Griff.
15:27Hast du?
15:29Ja, habe ich.
15:29Ah, ja?
15:31Was?
15:31Ach, ja.
15:32Ich glaube, es ist genau das,
15:33was ich denke.
15:34Ich weiß überhaupt nicht,
15:35wo wollen du sprichst.
15:36Dich hat's wieder voll erwischt.
15:49Sag mal,
15:49wollte sich die Polizei nicht gleich bei dir melden,
15:51nachdem sie auf deinem Hausboot
15:52nach dem Rechten gesehen hat?
15:53Ich weiß auch nicht,
15:54warum das so lange dauert.
15:57Vielleicht haben Sie ja die Einbrecher gestellt
15:58und bringen sie gerade aufs Revier.
16:01Ich hoffe nur,
16:02dass im Hausboot nichts zu Bruch gegangen ist.
16:05Ich wollte Herrn van Weiden und Frau Bernstein
16:07eine romantische Bootsfahrt zur Hochzeit schenken.
16:13Eine Bootsfahrt auf deinem Hausboot
16:14als Hochzeitsgeschenk für die van Weidens?
16:17Ja.
16:18Keine gute Idee.
16:21Naja, doch, eigentlich schon.
16:23Es ist nur...
16:23Es ist nur was.
16:26Also, ich kann mir vorstellen,
16:27dass Herr van Weiden und auch Frau Bernstein
16:30auf ihren Reisen einen anderen Standard gewohnt sind.
16:32Ich wollte Ihnen das Hausboot
16:34ja auch nicht für Ihre Hochzeitsreise,
16:35sondern für einen romantischen Ausflug anbieten.
16:39Also, ich nehme an, die zwei,
16:40die haben nicht nur eine Luxusjacht,
16:41sondern wahrscheinlich sogar mehrere.
16:44Ja, mag ja sein,
16:44aber auf einer Luxusjacht
16:46ist es nie und nie mehr so romantisch
16:47wie auf einem kleinen, gemütlichen Hausboot.
16:50Ja, da magst du recht hart.
16:52Mir ist schon klar,
16:53dass die beiden in einer ganz anderen Welt leben
16:54als du und ich.
16:57Ich finde sie trotzdem sehr sympathisch.
17:00Trotz ihres Geldes?
17:02Ja.
17:03Ich finde, sie verfügen trotz ihres Geldes
17:05über eine natürliche,
17:07natürliche Eleganz
17:08und Haltung,
17:10Würde,
17:11Anstand.
17:12Und all diese vornehmen Eigenschaften
17:13passen nicht zu meinem
17:14kleinen, ollen Hausboot, oder wie?
17:16Ich will damit nur sagen,
17:17ich kann mir die beiden
17:19irgendwie nicht so richtig
17:20auf deinem Hausboot vorstellen.
17:23Also jetzt, wo du das sagst.
17:31Also jetzt hören Sie mal zu,
17:32mein Name ist Richard von Weiden,
17:34mein Name ist Richard von Weiden
17:35und das ist hier Helena Bernstein.
17:37Sie sind Herr von Weiden?
17:39Ja.
17:39Dann gehört Ihnen das große Gutshaus
17:41hier in der Nähe.
17:42Ja, richtig, genau das.
17:45Dann frage ich mich,
17:46warum Sie die Nacht
17:46nicht auf Ihren Anwesenden verbringen,
17:48sondern hier in diesem Hausboot.
17:51Ja, äh, gut,
17:53das ist jetzt eine lange Geschichte
17:54und außerdem wollten wir gerade gehen.
17:56Wenn Sie wirklich
17:57Herr von Weiden wären,
17:58würden Sie doch zweifellos
18:00über das nötige Kleingeld
18:01für ein Hotel verfügen
18:02und hätten es nicht nötig,
18:04sich hier unerlaubten Zutritt
18:06zu verschaffen.
18:07Unerlaubten Zutritt?
18:08Also das klingt ja,
18:10als wären wir hier eingebrochen.
18:11Und sind Sie das etwa nicht?
18:12Nein, wir haben diesen Schlüssel benutzt.
18:15Der Besitzer hat Ihnen
18:17einen Schlüssel ausgehändigt?
18:18Ja, natürlich.
18:20Ja, gut, also nicht direkt,
18:21aber der Schlüssel lag
18:22unter den großen Steinen am Tor.
18:23Und woher wussten Sie das?
18:26Das nun wiederum
18:27hat mir meine Tochter erzählt.
18:29Ihre Tochter?
18:29Tochter?
18:30Meine Tochter.
18:39Sag mal, glaubst du eigentlich,
18:40das ist ein schlechtes Zeichen,
18:41dass Helena und Richard
18:42sich von der Party
18:44ganz schnell verdrückt haben,
18:45ohne sich zu verabschieden?
18:46Quatsch.
18:47Die beiden wollten einfach
18:48für sich sein.
18:49Ich finde,
18:49wir haben zwei klasse Partys organisiert.
18:51Tja, vor allem meine.
18:54Bei uns hat die Luft
18:55auch ganz schön gebrannt.
18:56Ach ja?
18:57Mhm.
18:58Ich hatte da ja eher
18:59so einen lauwarmen Eindruck.
19:01Ja, das liegt daran,
19:02dass ich keine Orgie organisiert habe,
19:04sondern einen kultivierten Männerabend.
19:06Mhm.
19:07So kultiviert,
19:08dass den meisten Männern
19:09die Augen zugefallen sind.
19:10Aha.
19:11Was hast du denn
19:12deinen Damen geboten?
19:14Ähm,
19:16lass mal überlegen.
19:18Ich glaube,
19:19am besten kam der
19:20Go-Go-Tänzer an.
19:22Wie bitte?
19:24Du hast einen
19:24Go-Go-Tänzer engagiert?
19:26Nachdem du mir vorher gesagt hast,
19:27wie abgeschmackt das Ganze ist, ja?
19:29Ich wollte ihn gewinnen.
19:31Aber nicht mit allen Mitteln.
19:33Du sagst doch immer nur,
19:33das Ergebnis zählt.
19:35Wenn's ums Geschäft geht,
19:36Fräulein,
19:36wenn's ums Geschäft geht.
19:37Du willst dich doch nur
19:38vor deinem Wetteinsatz drücken,
19:39gib's doch zu.
19:40Das ist absoluter Quatsch.
19:41Ich bin nämlich ein Ehrenmann.
19:42Mhm.
19:44Wir haben ausgemacht,
19:45dass die Gewinnerin
19:46sich vom Verlierer
19:47etwas wünschen darf.
19:48Da wusste ich auch noch nicht,
19:49dass du mit unfairen Mitteln kämpfst.
19:51Aber wie ich schon gesagt hab,
19:52ich bin ein Ehrenmann
19:52und Spielschulden
19:53sind nun mal Ehrenschuld.
19:55Also,
19:56womit kann ich dich beglücken?
20:08Oder traust du dich nicht?
20:13Wart's ab.
20:17Okay.
20:18Ich warte.
20:19Ich warte.
20:30Also willst du damit sagen,
20:31das hier alles hat Lissi vorbereitet
20:32und zwar nicht für uns,
20:33sondern für Sebastian?
20:34Naja,
20:36ich dachte,
20:36es wäre doch schade,
20:37wenn Lissi alles umsonst getan hätte.
20:39Ja.
20:39Jetzt hat mir ja so einiges klar.
20:41Schokolade,
20:41Erdnussflips und Cola.
20:42Ja,
20:42du hast doch gesagt,
20:43es ist genau das Richtige.
20:44Ja,
20:44es war ja auch genau das Richtige
20:46nach dieser Bödenparty.
20:47Ach,
20:48jetzt weiß ich wieder,
20:49wo ich sie schon mal gesehen habe.
20:51Sie waren auf diese Party
20:52in Barneys.
20:53Ach,
20:53da,
20:54wo man dich für diese
20:54Erotik-Tänzerin gehalten hat,
20:56hätte ich zu gern gesehen.
20:58Na sehen Sie,
20:59dann wissen Sie doch,
20:59dass wir die Wahrheit sagen.
21:00Ich weiß nur,
21:01dass Sie auf diese Party waren
21:02und Karaoke gesungen haben.
21:04Ziemlich schief übrigens.
21:06Das war unser erstes Mal
21:07und so schlecht war das gar nicht.
21:09Also das finde ich auch
21:10und wenn wir noch ein bisschen üben,
21:11dann können wir vielleicht
21:11später Eintritt dafür nehmen.
21:12Ich unterbreche ja nur ungern
21:14Ihre Zukunftsplanung,
21:15aber wenn Sie sich nicht ausweisen können,
21:17muss ich Sie leider mit aufs Revier nehmen.
21:20Also das wird nicht nötig sein,
21:21weil ich rufe jetzt nämlich
21:22meinen Anwalt an
21:22und der wird das alles aufklären.
21:24Ja,
21:24und ich rufe meine Anwältin an.
21:39Gibt ihr keine Mühe?
21:40Ich weiß,
21:40dass ich dich verrückt mache.
21:42Ja.
21:43Doch?
21:47Ich glaube,
21:48ich...
21:48Du?
21:49Ja,
21:50ich spüre es.
21:50So.
21:51Ja,
21:51du machst dich vor.
21:52Ach,
21:52ich glaube es.
21:53oh,
21:53oh.
22:00Hm,
22:08Argen geht nicht ran.
22:09Ja,
22:10Sophie auch nicht.
22:11Na ja,
22:11vielleicht schlafen Sie ja schon.
22:13Tja,
22:14dann darf ich Sie jetzt bitten,
22:15mitzukommen.
22:16Wir haben eine hübsche kleine Zelle
22:17für Sie vorbereitet.
22:19Das hört sich mal so.
22:19Das ist doch lächerlich.
22:20Wir kennen den Besitzer des Hausbootes.
22:23Er ist sozusagen...
22:24Also,
22:25es handelt sich um unseren Hausmeister.
22:27Ihren Hausmeister?
22:28Ja.
22:28Tatsächlich?
22:29Ja.
22:29Das hier wird ja immer besser.
22:31Er wird ja Ihre Aussage
22:33dann sicherlich bestätigen.
22:34Also,
22:35Sie haben doch nicht ernsthaft vor,
22:36Herrn Becker wegen dieser Lappalie
22:38hier aus dem Bett zu klingeln?
22:39Wenn Sie doch lieber mit aufs Revier
22:41mitkommen wollen?
23:04Bist du auch noch wach?
23:06Ich konnte nicht schlafen.
23:08Was immer du da trinkst,
23:09ich nehme auch ein Glas.
23:11Das ist Wasser.
23:12Na toll.
23:14Noch so eine Stimmungskanone.
23:16Deiner Laune nach zu urteilen,
23:18hat Simon deinen Verführungskünsten
23:19erfolgreich widerstanden, oder?
23:22Er achtet mich eben viel zu sehr,
23:24als dass er mich nur benutzen würde,
23:25um seinen Liebeskummer zu betäuben.
23:27So ein Pech für dich.
23:29Aber es ist nur eine Frage der Zeit.
23:31Und dann wird er zu mir kommen.
23:33Und nicht das verletzten Gefühlen,
23:35sondern weil er mich liebt.
23:36Deine Zuversicht möchte ich haben.
23:38Ich mache wenigstens was,
23:40um meinem Glück ein bisschen
23:40auf die Sprünge zu helfen.
23:42Was machst du?
23:42Sitzt hier rum, trinkst Wasser,
23:44kümmere dich mal um deine Frau.
23:46Du weißt genau,
23:46dass Luisa noch nicht über Simon hinweg ist.
23:49Dann musst du den Prozess
23:51ein wenig beschleunigen.
23:52Und wie, bitte schön?
23:58Luisa wird sich doch sicherlich
23:59die Augen ausgeheult haben,
24:01als sie gesehen hat,
24:03dass Simon und ich
24:03gemeinsam nach Hause gegangen sind, oder?
24:06Richtig.
24:08Allerdings wird sie die Tatsache,
24:09dass zwischen euch nichts passiert ist,
24:11wieder ein wenig tösten.
24:12Aber das musst du ihr doch nicht unbedingt erzählen.
24:15Du willst ihm glauben lassen?
24:16Simon und ich
24:17haben eine heiße Liebesnacht
24:19miteinander verbracht.
24:20Na ja, also...
24:22Oh, du hast mich gefragt,
24:23was du tun kannst.
24:24Ich habe dir einen Vorschlag gemacht,
24:25wenn du jetzt Gruppel hast.
24:26Dass du das Wort überhaupt kennst?
24:28Nur vom Hörensagen.
24:29Und deshalb bekomme ich am Ende
24:31auch, was ich will.
24:32Denk mal drüber nach.
24:40Ich konnte ja nicht wissen,
24:41dass du eine Überraschung
24:41für mich vorbereitet hast.
24:42Hätte ich es dir vorher erzählt,
24:43wäre es keine Überraschung mehr gewesen.
24:45Ich weiß.
24:46Ich finde es ja auch schön,
24:47dass du sowas für mich machst.
24:48Ich hatte mich so
24:49auf einen gemütlichen Abend
24:50im Hausboot gefreut.
24:51Nur mit dir allein.
24:54Stattdessen habe ich Elsa
24:55die ganze Nacht geholfen,
24:56irgendwelche Kalbis zu essen.
24:57Ey, du hast in einer halben Stunde
24:58mehr Trinkgeld bekommen,
24:59als ich an den ganzen Abend.
25:00Ist ja auch kein Wunder.
25:01Ja, du warst ja die ganze Zeit
25:02mit Maike verschwunden.
25:04Das waren doch nur ein paar Minuten.
25:07War ja auch nur ein Witz.
25:11Heißt das,
25:11du bist jetzt nicht mehr sauer auf mich?
25:14Wenn schon.
25:15Wen interessiert's?
25:17Mich interessiert's,
25:18weil du mir wichtig bist.
25:20Also bist du noch sauer auf mich?
25:23Naja,
25:25nicht mehr so richtig.
25:27Also,
25:28nur noch ein kleines bisschen.
25:41Und jetzt?
25:43Noch ein kleines bisschen weniger.
25:52Noch ganz wenig.
26:00Herr Becker?
26:02Ja, das bin ich.
26:03Herr Becker,
26:04es tut uns leid,
26:05dass Sie unseretwegen
26:06um diese Zeit gestört werden.
26:07Ja,
26:08es handelt sich um ein großes Missverständnis.
26:10Wir haben der Dame bereits versichert,
26:11dass wir das auch unter uns klären könnten,
26:13aber sie bestand darauf,
26:14uns zu begleiten.
26:15Wenn Sie den Herrschaften
26:16jetzt erklären könnten,
26:17dass Sie uns kennen?
26:18Ja,
26:19natürlich kenne ich Herrn von Weiden
26:20und Frau Bernstein.
26:21Ich bin bei Herrn von Weiden angestellt.
26:23Dann tut es mir leid,
26:24Ihnen mitteilen zu müssen,
26:25dass Ihr Arbeitgeber
26:27in Ihr Hausboot eingebrochen ist.
26:29Eingebrochen?
26:29Also,
26:30davon kann doch überhaupt
26:30gar keine Rede sein.
26:32Herr Becker,
26:32Sie erinnern sich doch daran,
26:33dass Sie mit Lissi
26:34über das Hausboot gesprochen haben.
26:37Mit Lissi
26:37über das Hausboot?
26:39Ja.
26:40Nun ist es so,
26:41Lissi hat mir erzählt,
26:42wo sich das Schlüssel
26:43zum Hausboot befindet.
26:44Und da wir vorhin
26:45in der Nähe waren,
26:46da dachten wir...
26:46Wir wollten ein wenig Rast machen.
26:48Wir hatten heute Abend
26:49nämlich unsere Junggesellenpartys
26:50und ähm...
26:52Ja,
26:52wir waren ein bisschen müde
26:53und da dachten wir,
26:54Sie hätten bestimmt nichts dagegen,
26:55wenn wir uns
26:56auf dem Hausboot
26:57ein wenig ausruhen.
26:58Ausruhen.
26:59Wenn ich mich nicht irre,
27:00haben Sie doch auch gegessen.
27:02Äh,
27:03ja schon,
27:03aber wir haben nichts
27:04von Ihren Sachen angerührt.
27:04Das ist richtig,
27:05Schokolade,
27:06Erdnussflips und Cola
27:07waren nämlich von Lissi.
27:08Natürlich.
27:10Es ist natürlich
27:11selbstverständlich,
27:12dass Sie...
27:13Ich meine,
27:14ich habe Ihnen doch gesagt,
27:15dass Sie jederzeit
27:15das Hausboot benutzen dürfen.
27:17Tut mir leid,
27:18dass mir das nicht
27:18voreingefallen ist.
27:20Sie wollen also
27:21keine Anzeige erstatten?
27:23Nein,
27:23natürlich nicht.
27:25Dann haben wir hier wohl
27:26unsere Pflicht erfüllt.
27:27Gute Nacht.
27:29Gute Nacht.
27:38Herr Becker,
27:39ich glaube,
27:39Sie haben uns da gerade
27:40vor dem Kerker bewahrt.
27:49Sie haben uns da noch
27:51zu langen
27:54zusammen Goes
28:10kann
28:12darüber
28:14Jetzt ist die Luft rein.
28:16Was war denn?
28:17Da ist jemand die Treppe hochgegangen. Ich glaube, es war Nora.
28:20Na und? Wir müssen uns doch vor deiner Tochter nicht verstecken.
28:23Wir sind erwachsen und können nach Hause kommen, wann wir wollen.
28:26Was hätte ich hier sagen sollen, wenn sie uns gefragt hätte, woher wir kommen?
28:29Nur, dass wir von der Polizei nach Hause gebracht worden sind.
28:33Warum flüstern wir eigentlich?
28:35Keine Ahnung.
28:38Also ganz so aufregend hätte ich mir unseren Junggesellen-Ausstand dann doch nicht vorgestellt.
28:42Ich auch nicht, aber ich fand's cool.
28:48Und? Was machen wir jetzt mit diesem angebrochenen Morgen?
28:52Hm. Denkst du das Gleiche wie ich?
28:56Ich fürchte, ja.
28:58Hm. Und du bist nicht zu müde?
29:01Also ich bin sehr müde, aber nicht müde genug.
29:04Verstehe.
29:06Was hältst du dann von Rührei mit Speck?
29:13Himmlisch.
29:15Okay, dann komm.
29:37Jetzt, wo die Stiftung offiziell gegründet ist, müssen wir uns verstärkt um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern.
29:43Wenn keiner mitbekommt, dass die Manufaktur sich für den Nachwuchs engagiert, ist das Ganze ja witzlos.
29:49Deshalb wollte ich dich bitten, geeignetes Pressematerial zusammenzustellen.
29:53Ich hab schon an der Pressemitteilung geschrieben. Die können wir nachher durchgehen.
29:58Sehr gut.
30:00Und besorg bitte ein Foto von Harald Becker.
30:05Ein Foto.
30:08Wenn das ein Problem ist, kann ich auch jemand anders bitten.
30:12Nein, das ist in Ordnung. Ich werde ja wohl meine Arbeit tun können.
30:18Hallo zusammen.
30:22Morgen.
30:23Morgen.
30:24Morgen. Wie siehst du denn aus?
30:27Wie denn?
30:28Na ja, ein bisschen zu zaust.
30:33Wirklich?
30:35Oh Gott, was ist denn wohl...
30:37Ich bin erwachsen, ich kann damit umgehen.
30:41Sie hat wohl die Nacht bei Simon verbracht.
30:44Verstehe.
30:45Ja, was soll ich sagen? Es tut mir leid.
30:48Simon ist ein freier Mann.
30:51Ich glaube, ich gehe mich dann mal wieder frisch machen.
30:59Das ist sicher nicht leicht für dich.
31:03Jetzt habe ich wenigstens Gewissheit.
31:17Das Geschäft läuft zwar gut, aber im Moment sind die Mannen Faktoren,
31:21die von Weidengroop unser einzigen festen Auftraggeber.
31:23Wir müssen einfach noch mehr Werbung machen, um Geschäftskunden an Land zu ziehen.
31:27Und dann sollten wir uns auf die Suche nach neuem Personal begeben.
31:31Am Anfang als Springer und nach und nach stellen wir sie dann fest ein.
31:34Gut, Eli.
31:36Ich habe mir überlegt, dass ich Maike mal frage, ob sie nicht Lust hätte.
31:41Worauf?
31:43Sag mal, hörst du mir nicht zu?
31:44Wir brauchen noch jemanden und Maike ist doch zuverlässig.
31:48Ja, ja, das ist sie.
31:50Sie ist flexibel, vielseitig einsetzbar, die perfekte Mitarbeiterin, findest du nicht?
31:54Ich schätze schon, aber meinst du, dass Maike wegen uns ihren Job in der Designabteilung kündigen sollte?
31:59Sie muss ja nicht gleich hauptberuflich bei uns arbeiten.
32:03Sie ist unsere beste Freundin.
32:05Wir kennen uns gut, wir vertrauen uns gegenseitig.
32:07Ist doch viel schöner, als jemand Fremdes einzustellen.
32:10Außerdem können wir denn alle noch mehr Zeit miteinander verbringen.
32:12Ist doch schön.
32:13Mhm.
32:15Du findest es nicht so toll.
32:16Doch, doch.
32:17Aber?
32:17Kein Aber, nur ich muss jetzt los.
32:19Wo willst du denn jetzt hin?
32:20Nur die erste Sendung ausliefern.
32:22Trink doch wenigstens einen Kaffee aus.
32:23Das ist doch eh schon kalt.
32:25Tschüss.
32:25Bis später, tschüss.
32:40Tschüss.
32:40Und es gibt heute wirklich nur gute Nachrichten.
32:42So ist es.
32:43Ich muss also niemanden verhaften?
32:45Keine Beweise fälschen?
32:47Nein, heute nicht.
32:49Da bin ich ja mal gespannt.
32:51Die Harald-Becker-Stiftung ist jetzt offiziell gegründet worden.
32:54Das heißt, ich werde schon bald die erste Zahlung an Sie veranlassen können.
32:58Und warum weiß ich davon nichts?
33:00Steht sowas nicht in der Zeitung?
33:01Die Pressemitteilung ist schon fast draußen.
33:03Aber darum kümmert sich jetzt meine Schwester.
33:08Ich hab gedacht, es gibt nur gute Nachrichten.
33:11Das ist ja auch so.
33:12Ich hab so ein Problem.
33:14Waren wir uns nicht einig, dass Ihre Schwester ein anderes Betätigungsfeld braucht?
33:18Solange Ihre Schwester in der Stiftung arbeitet, kann sie doch unserem kleinen Geschäft auf die Schliche kommen.
33:23Das meinen Sie.
33:24Darum kümmere ich mich schon.
33:26Keine Sorge.
33:28Sie sind sich ja ziemlich sicher, dass Ihnen das gelingt.
33:30Es wird mir auch gelingen.
33:31Im Moment gelingt mir einfach alles.
33:33Ja.
33:35Seit Sie Ihre Mutter in der Manufaktur wegen eines ominösen Harald-Becker-Vertrages K.O. geschlagen haben.
33:40K.O. geschlagen sich das anhört.
33:42Das war ein Unfall.
33:44Na ja.
33:44Ihnen gelingt ja gerade alles.
33:47Wenn ich so drüber nachdenke, haben Sie recht.
33:51Haben Sie eigentlich schon mal darüber nachgedacht,
33:54wie Sie das Ihrer Mutter erklären,
33:55dass Sie hinter Ihrem Rücken die Vollmacht gefälscht haben?
33:58Oder die Leitung der Manufaktur übernommen?
34:00Ich meine, irgendwann wird es ja mal wieder gesund und kommt zurück, die Grundgute.
34:05Da wird mir schon was einfallen.
34:07Improvisieren bin ich ja ganz groß.
34:10Sie haben die Frage also verdrängt.
34:12Mir fällt da was ein.
34:14Und wenn nicht, dann habe ich ja immer noch Sie.
34:22Was willst du?
34:24Ich brauche ein Foto von deinem Vater.
34:26Für die Pressemarpe der Stiftung.
34:30Warte. Ich habe irgendwo eins.
34:39Hier.
34:40Du hättest ehrlich zu mir sein sollen.
34:42Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.
34:44Ich spreche von Nora und dir.
34:46Du hast mir gesagt, dass du nichts für sie empfindest.
34:48Aber das stimmt ja wohl nicht ganz.
34:50Erstens bin ich der Ansicht, dass sich das wirklich nichts angeht.
34:52Und zweitens können sich Gefühle ändern.
34:54Innerhalb von Stunden.
34:56Lass mich mal überlegen, wie viele Stunden hast du gebraucht?
34:58Ich meine, dich für Henning zu entscheiden,
34:59während ich im Gefängnis saß.
35:01Wir waren verlobt.
35:02Und du hast dich innerhalb von Tagen dazu entschlossen,
35:04einen anderen zu heiraten und mich nicht mehr zu lieben.
35:09Das war etwas anderes.
35:10Ach so, natürlich. Entschuldigung.
35:12Ich weiß übrigens bis heute noch nicht, wie es dazu gekommen ist.
35:15Weil du es mir nicht erklärt hast.
35:16Ich bin nicht hierher gekommen, um mich mit dir zu streiten.
35:18Ich wollte dir einfach nur sagen,
35:19du hättest von Anfang an ehrlich sein können.
35:21Was sagst du da?
35:23Gerade du?
35:24Du weißt doch gar nicht, was Ehrlichkeit ist.
35:26Ich sage es dir noch mal einmal absolut deutlich.
35:30Ich bin dir keinerlei Rechenschaft schuldig.
35:33Und was zwischen mir und Nora ist, geht dich wirklich nichts an.
35:38Gut.
35:41Dann kopiere ich das Foto und bring es dir zurück.
35:44Ja, schieb es mir einfach unter der Tür durch.
35:58Morgen.
35:59Na?
36:00Morgen.
36:02Hast du schlecht geschlafen?
36:03Du siehst schon wieder so müde aus.
36:04Ja, ich habe tatsächlich schlecht geschlafen.
36:06Und diese ganzen Rohlinge, ich weiß nicht,
36:08heute ist einfach nicht mein Tag.
36:10Es klappt einfach nichts.
36:11Na, da komme ich ja genau richtig.
36:13Ich wollte dir nämlich einen Vorschlag unterbreiten,
36:15der deinem Leben eine ganz neue Richtung geben könnte.
36:18Aha.
36:18Was hältst du davon, dich mit Sebastian und mir zusammen zu tun?
36:22Äh, was?
36:23Kannst du dir vorstellen,
36:24mit mir und Sebastian zusammen für Bäckersbooten zu arbeiten?
36:28Also, erst einmal nur als Springer
36:29und wenn das Geschäft weiterhin so gut läuft,
36:31dann stellen wir jemanden fest ein.
36:33Und ich kenne niemanden,
36:34mit dem ich lieber zusammenarbeiten würde als mit dir.
36:40Na, du bist ja nicht sehr begeistert.
36:42Ja, weißt du, ich habe ja schon einen Job.
36:44Und außerdem muss ich mich auf meine Gesellenabschlussprüfung vorbereiten.
36:47Na und?
36:47Ich habe mich doch jetzt auch in der Abendschule angemeldet,
36:49um mein Abi nebenbei zu machen.
36:51Ja, das stimmt, aber ich kann das nicht.
36:54Also, ich kann diese Doppelbelastung, das schaffe ich nicht.
36:58Gut, das war ja auch nur ein Vorschlag von mir.
37:00Ich dachte, du würdest dich freuen.
37:02Ja, ich freue mich ja auch, aber...
37:05Vergiss es, es war nur so eine Idee von mir.
37:08Entschuldige, ich bin ein bisschen empfindlich gerade.
37:11Sebastian war so komisch zu mir.
37:13Komisch?
37:15Wieso das denn?
37:17Ich...
37:17Ich versuche mit ihm über unsere gemeinsame Zukunft zu sprechen.
37:20Was macht er?
37:21Springt auf und rennt raus.
37:23Als würde ihn das Ganze überhaupt nicht tangieren.
37:25Das tut mir leid.
37:26Muss es nicht, hat ja nichts mit dir zu tun.
37:30Gut, dann...
37:32Ich habe dich lange genug vom Arbeiten abgehalten.
37:34Wir sehen uns später.
37:35Bis später.
37:46Hier, das Foto von Harald Becker und mein Entwurf für die Presseerklärung.
37:50Danke.
37:52Wollen wir den Text gleich zusammen durchgehen?
37:56Was ist?
37:57Ich fürchte, das muss man jemand anderem besprechen.
37:59Ich kann nicht mehr weiter für die Stiftung arbeiten.
38:02Warum? Was ist denn passiert?
38:03Ich war vorhin bei Simon, wegen des Fotos.
38:05Wir können nicht mal mehr miteinander sprechen.
38:08Das tut mir leid.
38:10Vielleicht ist es wirklich am besten,
38:12wenn ihr beide jetzt erst einmal auf Abstand geht.
38:14Ja, das denke ich auch.
38:15Aber wenn ich weiter für die Stiftung arbeite,
38:16werde ich regelmäßig mit ihm oder seiner Familie zu tun haben.
38:20Verstehe mich nicht falsch.
38:21Ich akzeptiere deine Entscheidung.
38:22Aber als du den Job übernommen hast,
38:24wusstest du doch, dass du mit Simon zu tun haben würdest.
38:27Ja, ich wusste, dass es schwierig werden würde.
38:31Aber jetzt, wo Simon und Nora...
38:34Das verstehe ich natürlich.
38:37Aber wie willst du denn den beiden in Zukunft aus dem Weg gehen?
38:40Nora ist deine Schwester.
38:41Ich weiß auch nicht, wie das gehen soll.
38:47Ich hätte da vielleicht einen Vorschlag.
38:50Du wolltest nie wirklich in einer Manufaktur arbeiten.
38:54Und du wolltest auch nie für immer als Hausangestellte
38:57in einem Gutshaus schuften.
39:01Wovon du schon seit Jahren träumst,
39:02ist dein eigenes kleines Hotel.
39:06Ich glaube, das ist jetzt nicht die richtige Zeit.
39:08Dann lass mich ausreden.
39:10Du hast dieses Hotel,
39:12von dem du schon immer geträumt hast,
39:13vor einiger Zeit gefunden.
39:16Es ist einfach perfekt.
39:17Und jetzt kommt das Beste.
39:20Dieses Hotel gehört jetzt mir.
39:21Denn du hast es mir verkauft.
39:24Danke für die Zusammenfassung.
39:29Lass uns zusammen weggehen aus Falkenthal.
39:33Wir könnten dieses Hotel gemeinsam führen.
39:35Und du kannst deinen Traum verwirklichen.
39:39Die fangen einfach nochmal ganz von vorne an.
39:42Na, was sagst du?
39:58Hey.
40:00Hallo.
40:06Wie geht's?
40:07Geht so.
40:10Wo ist Lissi?
40:12Am Catering. Wieso?
40:14Du solltest dich um sie kümmern.
40:16Ich glaube, es geht ihr nicht so gut.
40:18Mir geht's auch gerade nicht so gut.
40:19Da kann ich dir leider nicht helfen.
40:21Ich glaube schon, dass du das könntest.
40:22Falls du noch eine Ohrfeile brauchst.
40:23Nee, es reicht, wenn du einfach bei mir in der Nähe bist.
40:26Wenn ich mit dir zusammen bin,
40:28dann geht's mir immer gleich viel besser.
40:30Sebastian, nicht...
40:31Jetzt warte mal, Marke.
40:31Du bist der einzige Mensch, der mich versteht.
40:34Der mich so akzeptiert, wie ich bin.
40:37Sebastian, ich...
40:38Ich bin auch sehr gerne mit dir zusammen.
40:41Aber ich kann einfach keine Affäre mit dem Freund meiner besten Freundin haben.
40:46Ich will keine Affäre mit dir.
40:49Ich will mehr.
40:53Viel mehr.
41:05Das hätte ich jetzt nicht übers Herz gebracht, dich zu wecken.
41:07Aber dann habe ich mir gedacht,
41:09dass es dir bestimmt unangenehm wäre,
41:11wenn Frau Landmann oder Herr Adam zurückkehren.
41:13Wie kommst du denn darauf?
41:17So, wie war das jetzt mit der Geisteraustreibung
41:20in unserem neuen Schlafzimmer?
41:23Was ist, hast du den Geist schon entdeckt?
41:29Ich möchte ja.
41:39Annabelle.
41:42Sebastian, ich...
41:44Ich liebe dich.
41:47Ich muss das Gutshaus verlassen.
41:49Und es wäre lieb von dir,
41:51wenn du das so schnell wie möglich tun könntest.
41:53Helena und ich, wir...
41:56Wir wollen heiraten.
42:00Was ist mit dem Hotel?
42:01Sie will es demnächst eröffnen.
42:05Mit Henning.
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