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00:01:51Oh, oh, oh.
00:02:12Nein.
00:02:14Nein.
00:02:15Nein.
00:02:19Michael.
00:02:20Michael.
00:02:22Michael!
00:02:25Hilfe!
00:02:28Hälfte!
00:02:52Michael.
00:02:55Michael.
00:03:01Michael.
00:03:08Ich habe mich umgesehen. Was den Fluchtweg betrifft, muss die Tat gut geplant gewesen sein.
00:03:15Da hinten führen zwei große Straßen am Park vorbei. Er konnte also schnell weg.
00:03:19Ja.
00:03:20Doch, Herr Walgern. Und?
00:03:21Laut Heiratsurkunde handelt es sich bei dem Toten um Michael Gransko.
00:03:26Heiratsurkunde?
00:03:27Ja.
00:03:27Tja, die beiden kamen frisch vom Standesamt.
00:03:31Na, sie wird sich ihren Hochzeitstag auch anders vorgestellt haben.
00:03:36Hast du sie schon befragt?
00:03:38Nein, der Notarzt sagt, das hat jetzt noch keinen Sinn.
00:03:40Wir haben übrigens nichts weiter bei ihm gefunden. Kein Ausweis, kein Geld, keine Kreditkarten, gar nichts.
00:03:46Vielleicht ausgeraubt?
00:03:48Wo war denn der Rindner?
00:03:51Er hat hier auf der Bank gesessen.
00:03:53So dicht?
00:03:54Ja.
00:03:56Da wird einer am helllichten Tag in einem Park erschossen.
00:03:59Ein Dutzend Leute schaut zu und keiner hat was gesehen.
00:04:04Immerhin wissen wir, dass der Toter ein bekannter Bauunternehmer war.
00:04:08Zwei Schüsse gefallen sind, der Täter maskiert worden und einen dunklen Mantel.
00:04:13Schneider hier, wir brauchen die Firmenadresse von Michael Gransko in Dessau.
00:04:19Ja, wir sind in Dessau.
00:04:21Sag mal, würdest du an deinem Hochzeitstag, wenn du noch mal heiraten solltest, ohne Geld aus dem Haus gehen?
00:04:29Nee.
00:04:30Graf Zeppelin, Straße 8. Danke.
00:04:32Mann, hab ich einen Ohr gehabt.
00:04:36Ich faste ja seit heute.
00:04:40Du machst was?
00:04:42Fasten, das heißt so viel wie nichts essen.
00:04:45Das ist alles eine Frage der mentalen Einstellung.
00:04:48Es geht vom Kopf aus.
00:04:50Hier, hab ich ein Buch drüber.
00:04:55Und da steht drin, dass dein Kopf dir sagt, dein Bauch hat keinen Hunger.
00:04:59Genau so.
00:05:10Tag der Hochzeit ist... das ist doch...
00:05:16...der arme Herr Gransko.
00:05:20Tut mir leid, ich bin völlig durcheinander.
00:05:23Ja, ja, wir verstehen.
00:05:26Kommen Sie, ich...
00:05:28...ich bringe Sie zu Herrn Eckern.
00:05:30Das ist unser zweiter Geschäftsführer.
00:05:32Der kann Ihnen über alles Auskunft geben.
00:05:37Mein Gott.
00:05:39Aber ich hab ihn doch heute Morgen noch gesehen.
00:05:42Auf dem Stahnersamt.
00:05:43Nein, der Michael wollte eine intime Trauung.
00:05:47Nur er und seine Braut.
00:05:49Kransko war im Büro?
00:05:51An seinem Hochzeitstag?
00:05:52Ach, der kam auch mit 40 Grad Fieber.
00:05:55Wenn's um die Arbeit geht, ist...
00:05:58Nun...
00:05:59...war Micha ein Berserker.
00:06:03Lohnt sich denn der ganze Einsatz?
00:06:05Ja, zum Glück hat Michael den osteuropäischen Markt rechtzeitig erschlossen.
00:06:09Die Fertigteile für unsere Häuser, die kommen aus Estland.
00:06:11In Deutschland wird nur noch montiert.
00:06:14So lässt sich die Sache gewinnbringend rechnen.
00:06:16Denn Herr Gransko hatte keine Brieftasche bei sich.
00:06:21Das ist aber komisch.
00:06:23Ich mein, der war ja ständig erwachsen.
00:06:25Da brauchte er seinen Führerschein, Ausweis, Kreditkarten.
00:06:28Ja, und eine Menge Bargeld.
00:06:30Für alle Fälle.
00:06:31Wie für alle Fälle?
00:06:32Ja, wissen Sie, es gibt Bauabschnitte, die können einfach nicht warten.
00:06:35Und für solche unvorhersehbaren Überstunden da.
00:06:39Da hatte er immer viel Geld bei sich.
00:06:41Und seine Angestellten wussten das.
00:06:45Also wenn Sie glauben, dass einer von unseren Leuten das gemacht haben soll.
00:06:51Bei welcher Bank hat Gransko seine Konten?
00:07:02Frau Weigand, kümmern Sie sich doch um die Konten von Gransko bei der Nova Bank.
00:07:08Micha war sehr beliebt.
00:07:10Er hatte das Talent, Menschen für sich einzunehmen.
00:07:13Nein, nicht doch, Frau Weigand. Nicht sperren.
00:07:15Die Karte soll nicht gesperrt werden.
00:07:18Ja.
00:07:18Kann ich Ihnen sonst irgendwie behilflich sein?
00:07:20Ja.
00:07:22Wo waren Sie denn heute Mittag zwischen zwölf und halb eins?
00:07:25Danke.
00:07:25In Leopoldshafen zu einem Auswärtstermin.
00:07:30Und hat Sie da jemand gesehen?
00:07:32Ja, das ist ein Hafen. Ich denke, da haben mich viele Leute gesehen.
00:07:40Hoffentlich wacht er bald wieder auf.
00:07:42Das wäre ihm zu wünschen.
00:07:45Uns aber auch.
00:07:55426 bitte an 18.
00:07:57426 bitte.
00:07:59Dankeschön.
00:08:09So, bitteschön, Herr Gransko, und eine Unterschiede.
00:08:20Dankeschön.
00:08:25Hey, hallo!
00:08:27Wie bist du eigentlich?
00:08:31Die haben Sie vergessen, Jürgen.
00:08:32Ah, Dankeschön.
00:08:33Tschüss.
00:08:40Tja, sie schläft.
00:08:41Frau Gransko hat vorhin ein Beruhigungsmittel bekommen.
00:08:44Es tut mir leid.
00:08:44Mit der Vernehmung wird das heute sicher nichts mehr.
00:08:47Grauschen, schönen Dank.
00:08:49Tag.
00:08:50Tag, Herrn.
00:08:51Ich bin Heiko Elmscheiter, Andreas Bruder.
00:08:54Ah, Schneider, Kripo, Halle.
00:08:55Das ist mein Kollege Schmücker.
00:08:59Ja, wir wollten eigentlich Ihre Schwester befragen,
00:09:01ob Sie uns irgendwelche Hinweise auf den Täter geben können.
00:09:05Ein paar Minuten nach der Traum wird Ihr Mann umgebracht.
00:09:07Jetzt versetzen Sie sich doch mal in Ihre Lage.
00:09:08Konnten Sie denn noch mit ihr reden?
00:09:11Nein.
00:09:12Nein.
00:09:12Nicht wirklich.
00:09:13Also, die war nur kurz wach.
00:09:16Sie hat allerdings gesagt, dass der Mann Geld von Ihnen wollte.
00:09:19Geld?
00:09:20Ja.
00:09:22Gut, vielen Dank, Herr Amschat.
00:09:24Das war's erst mal.
00:09:26Wir kommen sicherlich noch mal auf Sie zu.
00:09:30Na klar.
00:09:34Danke, Frau Weigand.
00:09:37Jemand ist mit ganz groß Kreditkarte einkaufen gewesen.
00:09:42Das ging aber schnell.
00:09:43Ja.
00:09:56Herr Kranzko ist ermordet worden.
00:10:00Was?
00:10:02Ich hab's vorhin im Radio gehört.
00:10:05Man hat ihn erschossen.
00:10:10Der hat sich anders verdient.
00:10:14Wo warst du denn heute Mittag so lange?
00:10:17Im Friedhof.
00:10:18Das warst du doch.
00:10:19Hast du dir Rosen geschnitten?
00:10:22Na klar.
00:10:24Genau wie wir es besprochen haben.
00:10:28Scheiße.
00:10:4815 Uhr und drei Minuten.
00:10:50Kein Zweifel, das ist er.
00:10:53Laut Bankbeleg ist Kranzkos Konto genau um die Zeit belastet worden.
00:10:57Bingo.
00:10:58Können wir die Aufzeichnung mitnehmen?
00:11:00Ja, dann.
00:11:09Ich hoffe, Sie kriegen den Kerl.
00:11:10Den kriegen wir.
00:11:26Ich hab dir einen Kaffee mitgebracht.
00:11:27Hey.
00:11:28Nee, danke.
00:11:29Kaffee ist Gift.
00:11:31Beim Fasten gibt's nur Wasser und Kräutertee.
00:11:34Oh Gott.
00:11:35Und natürlich ohne Zucker.
00:11:40Das ist er doch.
00:11:42Ja.
00:11:44Birkert Senft.
00:11:46Einbruch, Diebstahl, Hehlerei, bewaffneter Tankstellenüberfall.
00:11:51Eine ganz schöne Palette.
00:11:53Und in Dessau an der Aue 18.
00:11:55Na los.
00:12:03Hey.
00:12:03Was denn, du meinst, wir sollten?
00:12:06Du sicher ist sicher.
00:12:21Das ist korrekt.
00:12:26Oh, Scheiße.
00:12:32Herr Senft.
00:12:34Herr Senft.
00:12:34Ja, haut ab!
00:12:38Bleiben Sie stehen!
00:12:58Oh, Scheiße!
00:13:00Oh!
00:13:01Beine zurück!
00:13:02Herr Senft.
00:13:02Wir haben ihn!
00:13:06Danke!
00:13:08Komm.
00:13:09Herr Schmücke?
00:13:10Ja?
00:13:11Ich hab in seinem Mantel diese Kreditkarte gefunden.
00:13:15Ach nee.
00:13:17Und die Waffe?
00:13:18Bis jetzt nicht.
00:13:21Sagen Sie mal, Herr Senft, wie kommt denn die Kreditkarte von Michael Gransko in Ihren Mantel?
00:13:26Weiß ich nicht.
00:13:26Hab ich nie gesehen.
00:13:28Dümmer geht's wohl nicht.
00:13:29Ein hübsches Warenlager haben Sie hier.
00:13:32Alles meins.
00:13:33Das brauchen Sie ja auch alles.
00:13:36Diverse Autoradios, Laserdrucker, Kühlboxen und hier eine Kinderskiausrüstung.
00:13:41Und ist es verboten?
00:13:42Jetzt mal Kratex, Herr Senft.
00:13:43Geben Sie mal her.
00:13:47Als Sie heute um 15.03 Uhr mit dieser Kreditkarte im Elektronikmarkt bezahlt haben,
00:13:54wurden Sie von einer Überwachungskamera aufgenommen.
00:13:57Was sagen Sie Ihnen dazu?
00:14:00Hab ich gefunden.
00:14:01Wo haben Sie die gefunden?
00:14:03Im Wald.
00:14:04Im Wald.
00:14:05Der Besitzer dieser Karte wurde heute Mittag erschossen.
00:14:08Herr Senft.
00:14:10Ich hab doch keine erschossen.
00:14:12Ich hab die gefunden.
00:14:12Wo waren Sie heute Mittag zwischen 12 und 12.30 Uhr?
00:14:17Spazieren.
00:14:17Im Wald.
00:14:18Im Wald.
00:14:19Da, wo Sie die Kreditkarte gefunden haben.
00:14:21Genau.
00:14:23Frau Weigand, wenn das war, müssen an diesem Mantel Schmauspuren sein.
00:14:28Ich geb's gleich ins Labor.
00:14:29Gut.
00:14:30Abführen.
00:14:35Hier bin ich lang.
00:14:36Und plötzlich kommt da aus dem Wald so ein Mann.
00:14:40Und weiter?
00:14:41Bis da rüber zu den Containern.
00:14:45Ja.
00:14:45Und wann?
00:14:47Ist er stehen geblieben, hat sich umgeguckt und was in den Container geschmissen.
00:14:50In den blauen.
00:14:51Und weiter lassen Sie sich doch nicht alles aus der Nase ziehen.
00:14:54Dann ist er da hinten irgendwie verschwunden und ich hab ein Auto starten hören.
00:14:57Aber das Kennzeichen hab ich mir nicht aufgeschrieben.
00:14:59Und ich bin rüber, um zu checken, was er da reingeworfen hat.
00:15:02Und was war das?
00:15:04Brieftasche.
00:15:05Und Papieren.
00:15:07Und die Kreditkarte.
00:15:08Kein Geld?
00:15:09Ich hab die Brieftasche sofort da wieder reingeschmissen.
00:15:11Sie können gucken, die muss da noch liegen.
00:15:12Ich hab nur die Kreditkarte behalten und das Geld natürlich.
00:15:16Das sollen wir Ihnen glauben?
00:15:17Ja.
00:15:19Dann wollen wir mal.
00:15:21Kommen Sie.
00:15:26Hier ist aber nichts.
00:15:28Und Sie haben Sie wirklich dort reingeschmissen?
00:15:30Ja, aber der war heute Mittag noch voll.
00:15:32Wie sah denn dieser Mann aus, der da aus dem Wald kam?
00:15:35Ich hab mich von Dana hier nicht so genau erkennen können.
00:15:38Er hatte ne blaue Weste an.
00:15:39So was wattiertes, gestepptes.
00:15:41Michael Kranzko ist ermordet worden.
00:15:43Und Sie finden seine Brieftasche in einem Müllcontainer,
00:15:46die irgendein Unbekannter in einer blauen Weste reingeworfen hat.
00:15:49Also was?
00:15:49Leute, ihr müsst mir das glauben.
00:15:51Ich hab echt schon ne Menge Scheiße in meinem Leben gebaut.
00:15:53Ich bin doch kein Mörder.
00:15:54Ins Brasilien.
00:15:58Ich muss jetzt was essen.
00:16:00Ja, komm ich mit.
00:16:01Ich denke, du fastest.
00:16:03Das stört mich nicht am geringsten, wenn du isst.
00:16:05Wenn man richtig fastet, hat man keinen Hunger.
00:16:08So?
00:16:08Lies das Buch.
00:16:14Vielleicht ist das gar nicht so schlecht.
00:16:17Du, ich mache mit.
00:16:36Die sind da.
00:16:49Schließt du das durch?
00:16:51Schließt du das durch?
00:17:07Also der Täter kam auf Sie zu gerannt, sagen Sie?
00:17:11Ja.
00:17:13Er sagte...
00:17:14Geld her!
00:17:16Ich glaube, er hat gesagt, gib das Geld her.
00:17:19Oder nur Geld her.
00:17:21Ich weiß es nicht.
00:17:22Es ging so schnell.
00:17:23Und Ihr Mann hat ihm das Geld gegeben?
00:17:26Nein.
00:17:27Nein.
00:17:28Micha hat gelacht.
00:17:29Er hat es gar nicht ernst genommen.
00:17:33Und dann sahen wir plötzlich diese Waffe.
00:17:38Und wie der Mann auf uns zielt.
00:17:42Hey.
00:17:45Ich hatte solche Angst.
00:17:48Micha hat sich vor mich gestellt, um mich zu beschützen.
00:17:51Hau ab!
00:17:53Dann hat er den Mann angeschnauzt, der soll verschwinden.
00:17:56Ja.
00:17:58Das passt zu meinem Schwager.
00:18:02Micha hatte niemals Angst.
00:18:07Aber dann hat der Mann einfach abgedrückt.
00:18:13Micha ist auf ihn zugetaumelt und...
00:18:18Dann schoss der nochmal.
00:18:20Und dann ist Micha zusammengebrochen.
00:18:26Hey.
00:18:29Hier.
00:18:30Vielen Dank.
00:18:32Soll ich Dir vielleicht was bei Ihnen?
00:18:33Willst Du was treten?
00:18:34Wie ist denn der Täter an die Brieftasche Ihres Mannes gekommen?
00:18:44Na...
00:18:45Du hast doch gesagt, dass der Mörder Micha die Brieftasche weggenommen hat.
00:18:49Ja, genau.
00:18:51Er hat sich zu ihm runtergebeugt und hat Micha die Brieftasche aus dem Jackett gezogen.
00:18:56Ich glaube, so war es.
00:18:57Können Sie den Angreifer beschreiben?
00:19:03Er hatte diese Mütze über dem Kopf und trug eine Sonnenbrille.
00:19:08Er war ja normal groß und eher dick.
00:19:11Und er trug einen Mantel.
00:19:13Einen Mantel?
00:19:15Keine Jacke oder eine blaue Weste?
00:19:17Nein, das war ein dunkler Mantel, das weiß ich genau.
00:19:20Kennen Sie den Mann?
00:19:24Ist das...
00:19:26War er das?
00:19:27Das können Sie uns sagen.
00:19:32Er war doch völlig vermummt.
00:19:37Ich müsste die ganze Anlage stoppen.
00:19:40Wissen Sie, was das bedeutet?
00:19:42Tja, das tut mir nur leid, aber es muss sein.
00:19:45Tun Sie, was Sie tun müssen.
00:19:47Aber ich mache Ihnen da wenig Hoffnung.
00:19:48Da findet man eher eine Nadel im Heuhauf.
00:19:52Wie wäre es denn, wenn uns Ihre Mitarbeiter ein bisschen zur Hand gehen?
00:19:56Meinetwegen.
00:19:58Umso schneller sind Sie fertig.
00:20:00Die Stimmung des Fastenden bessert sich.
00:20:03Das Hungergefühl schwindet.
00:20:05Ja.
00:20:06Wenig bis gar nicht zu essen verbessert die Laune,
00:20:09vertreibt Alltagsängste und führt eventuell sogar zu Zuständen euphorischer Glücksgefühle.
00:20:16Siehst du?
00:20:17Das Resultat kann dann eine Magersucht sein.
00:20:22Das ist keine Gefahr bei uns.
00:20:23Nein.
00:20:46Weigern?
00:20:48Ja?
00:20:50Nein, noch nicht.
00:20:54Kollege Schmücke, ich tue, was ich kann, aber sowas dauert eben.
00:21:00Ja, natürlich melde ich mich sofort.
00:21:04Was denn sonst?
00:21:10Was der Senft uns alles erzählt hat, also ich kann das nicht glauben.
00:21:16Aber Mord?
00:21:19Gucken wir doch mal an.
00:21:21Und dick ist er auch nicht.
00:21:23Herr Semp, Sie haben uns gesagt, dass der Mann, der Kranzkos Brieftasche in den Container geworfen hat, eine blaue Steppweste
00:21:30getragen hat.
00:21:32Keinen dunklen Mantel?
00:21:33Nein.
00:21:36Zeugen haben ausgesagt, dass der Mann, der Kranzkos erschossen hat, einen dunklen Mantel trug.
00:21:41Sie haben einen dunklen Mantel.
00:21:43Und in diesem Mantel befand sich Kranzkos Kreditkarte.
00:21:46Erklären Sie mir das.
00:21:47Ich meine, das könnt ihr mir nicht anhängen.
00:21:53Ach, Frau Weigern, Sie haben es tatsächlich ausgegraben.
00:21:56Das war nicht lustig, das können Sie mir glauben.
00:21:58Sie können sich nicht vorstellen, was das für eine Arbeit ist.
00:22:01Hm.
00:22:02Und was ist mit der Waffe?
00:22:03Nichts.
00:22:05Dort haben wir nichts gefunden.
00:22:06Sieht so aus, als ob Senfts Geschichte stimmt.
00:22:10Und ich war mir sicher, der Kerl lügt wie gedruckt.
00:22:13In dem Container ist Frostschutzmittel ausgelaufen, hat alles eingesaut.
00:22:18Die Fahrerlaubnis von Michael Kranzkos ist gerade noch erkennbar, aber Fingerabdrücke, das wird schwierig.
00:22:26So, jetzt gehe ich nach Hause. Duschen und schlafen. In der Reihenfolge.
00:22:33Sagen Sie mal, können Sie das Zeug nicht noch zur Technik bringen?
00:22:38Gehen Sie duschen, ich mach das schon.
00:22:40Danke.
00:22:43Ist doch ein Wunder, dass Sie das gefunden hat.
00:22:46Ja. Aber Probe Wunder also. Du hattest recht mit dem Fasten.
00:22:51Ich habe kaum ein Hungergefühl.
00:22:54Man muss eben trinken. Viel trinken. Ist wichtig.
00:23:00Also Senft hat gesagt, der Unbekannte kam diesen Waldweg runter, ist rüber zu den Containern, hat die Brieftasche reingeworfen und
00:23:10geht dann weiter in diese Richtung.
00:23:12Ja.
00:23:13Gleich darauf hört Senft ein Auto starten und losfahren.
00:23:16Also kann das Auto mal da gestanden haben.
00:23:19Also wenn das Auto da gestanden hat und die Container sind da, wieso kommt der Unbekannte von da aus dem
00:23:24Wald?
00:23:25Vielleicht war er Pinkeln, was weiß ich.
00:23:28Ja, aber.
00:23:29Rosa Munde soll mit ihren Leuten hier mal nach der Waffe suchen.
00:23:32Und was machen wir nun mit Senft?
00:23:35Ja?
00:23:38Ja, danke.
00:23:40Den müssen wir laufen lassen.
00:23:42Sie haben keinerlei Schmauchspuren an seinem Mantel gefunden.
00:23:45Also wenn nicht er wäre, dann.
00:23:48Und warum?
00:23:50Auf keinen Fall des Geldes wegen.
00:23:52Diese Brieftaschensache, das war nur vorgetäuscht.
00:24:05Herr Eckert hat uns gestern gesagt, dass Herr Kranzke und seine Frau eine intime Trauung wollten.
00:24:13Ja, das ist richtig. Sie wollten auf dem Standesamt allein sein.
00:24:16Sie sind Kranzkos Sekretärin gewesen?
00:24:18Ja, und die von Herrn Eckert.
00:24:21Und Sie haben auch die Termine für Herrn Kranzke gemacht?
00:24:24Selbstverständlich.
00:24:25Auch die privaten?
00:24:26Ja, das kam ganz drauf an.
00:24:29Wie war das am Tag der Hochzeit gewesen?
00:24:31Wussten Sie, was Herr Kranzke da geplant hatte?
00:24:33Ja, nach dem Standesamt hatte ich einen Tisch nur für das Brautpaar im Parkrestaurant reserviert.
00:24:38Um 12.30 Uhr.
00:24:41Ja, und am Abend sollte ja die große Party in Herrn Kranzkos Haus stattfinden.
00:24:48Wer könnte außer Ihnen davon gewusst haben, dass Herr Kranzke und seine Frau nach der Trauung ins Parkrestaurant wollten?
00:24:56Das kann ich Ihnen nicht sagen.
00:24:58Kam denn irgendein anderer an Ihrem Terminkalender ran?
00:25:01Natürlich nicht, nur ich.
00:25:38Sie halten meine Sekretärin empfangen.
00:25:40Ja, ich hatte sie schon vermisst.
00:25:43Ich brauche danach.
00:25:47Wollten Sie auch was von mir?
00:25:49Ja, wir sind gleich bei Ihnen.
00:25:53Frau Rudet, hat sich jemand bei Ihnen nach den Plänen des Brautpaares am Hauptzeitstag erkundigt?
00:25:59Ja, das haben viele Leute ja angerufen.
00:26:01Sie wollten wissen, wann sie gratulieren können, wann die Party stattfinden sollte.
00:26:05Und außerdem, es hätten alle möglichen Leute gewusst haben können, dass die Kranzkos im Parkrestaurant essen.
00:26:10Hm.
00:26:11Naja, von den Kranzkos selber, zum Beispiel.
00:26:15Tja, möglich.
00:26:26Entschuldigen Sie die Unordnung, aber bis jetzt waren wir hier zu zweit.
00:26:29Und nun, dann muss sich alles allein stemmen.
00:26:31Entschuldigung.
00:26:32Der Chef ist tot, aber es muss ja alles weitergehen, nicht?
00:26:35Ist herzlos, ich weiß.
00:26:37Aber einen Ausfall können wir uns nicht leisten.
00:26:39Wir haben schließlich unsere Verträge.
00:26:41Herr Eckert, es könnte sein, dass Herr Kranzkos seinen Mörder gekannt hat.
00:26:46Ich denke, es war ein Raupenbefall.
00:26:49Wie kommen Sie denn darauf?
00:26:50Ich, ähm, ich habe heute Morgen mit Frau Kranzkos telefoniert.
00:26:54Ich wollte ihr mein Beileid aussprechen.
00:26:57Außerdem hinterlässt Michals Tod natürlich ein Vakuum.
00:27:00Ich musste Sie überdringende Entscheidungen informieren.
00:27:03Frau Kranzkos hat mir die tragischen Umstände erzählt.
00:27:06Hat der Herr Kranzkos Feinde, beruflich oder privat?
00:27:15So gut habe ich Herrn Kranzkos auch nicht gekannt.
00:27:18Das weiß ich einfach nicht.
00:27:20Und im Geschäft?
00:27:21Ja, da war Michal schon knallhart.
00:27:23Da gab es öfter mal Zopf und Rivalitäten, natürlich.
00:27:27Aber deshalb dringt man sich nicht gleich um.
00:27:30Ist irgendetwas anderes vorgefallen in der letzten Zeit?
00:27:33Durch eine Kleinigkeit.
00:27:35Was ist so scheinbar manales?
00:27:39Höchstens.
00:27:42Ach nein, das liegt auch schon eine Weile zurück.
00:27:44Wer war's denn?
00:27:46Micha hatte einen Unfall.
00:27:48So vor ungefähr einem Jahr.
00:27:50Ein Unfall?
00:27:51Ja, mit dem Auto.
00:27:54Eine junge Frau wurde schwer verletzt.
00:27:56Eine ziemlich unangenehme Geschichte.
00:27:58Und Kranzkos war schuld?
00:28:00Nein, er wurde in allen Punkten freigesprochen.
00:28:03Aber dieser Herr Arendt, also der Mann des Unfallopfers,
00:28:06der hat Michael immer wieder Vorhaltungen gemacht.
00:28:09Er sei schuld, dass das Leben seiner Frau zerstört ist.
00:28:12Der kam sogar mal hier in die Firma.
00:28:13Ah ja?
00:28:14Ja.
00:28:15Er hat rumgebrüllt und Michael angeschrien.
00:28:17Als er wiederkam, wollte Frau Ude den gar nicht vorlassen.
00:28:20Da wurde der richtig rabiert.
00:28:22Hat Herr Arendt einen Vornamen?
00:28:24Ich glaube geehrt.
00:28:25Und hat er sich nochmal gemeldet?
00:28:29Also hier in der Firma?
00:28:30Nicht.
00:28:54Nicht nur Schrott.
00:28:58Weiter.
00:29:00Nachdem Arendt den Prozess verloren hat,
00:29:03hat er Gott in die Welt beschimpft.
00:29:05Den Richter, den Staat und sogar seinen eigenen Anwalt.
00:29:10Und wenn seine Wut bis heute nicht verraucht ist?
00:29:13Ah.
00:29:14Heiko Remscherts Aussage war für den Prozess entscheidend.
00:29:18Aha.
00:29:19Der liebe Schwager.
00:29:20Das muss ja nichts bedeuten.
00:29:23In der Baufirma ist Arendt nicht nur aufgetaucht, sagt Eckart.
00:29:28Das heißt nicht, dass er Kranzko in Ruhe gelassen hat.
00:29:31Vielleicht weiß seine Frau was.
00:29:33Komm.
00:29:36Du musst trinken.
00:29:38Ja.
00:29:40Ja.
00:29:51Wie olvid war's.
00:30:18Anzeige!
00:30:41Was ist los? Was hast du denn?
00:30:43Hast du irgendwas damit zu tun?
00:30:46Was denkst du denn von mir?
00:30:55Christina!
00:31:04Christina!
00:31:21Guten Abend!
00:31:22Guten Abend!
00:31:24Wir haben noch ein paar Fragen.
00:31:26Ja, natürlich.
00:31:27Herr Eckert ist gerade im Aufbruch.
00:31:29Er hat mir einen ersten Einblick in die Firmensituation gegeben.
00:31:33Wenn gewünscht, dann stehe ich Ihnen auch gern zur Verfügung.
00:31:35Ja, ja, danke.
00:31:37Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geopfert haben.
00:31:40Ich bitte Sie, ist das selbstverständlich.
00:31:42Wiedersehen.
00:31:43Wiedersehen.
00:31:48Sagt Ihnen der Name Gerd Arendt etwas?
00:31:51Ja, das ist der Mann, der Michael nach dem Unfall all die Schwierigkeiten bereitet hat.
00:31:55Mhm.
00:31:56Er hat ihn belästigt, ihm aufgelauert und dann diese Briefe.
00:32:01Was für Briefe?
00:32:03Ganz widerliche Gemeinheiten.
00:32:06Micha ist es sehr nahe gegangen, dass diese junge Frau so schwer verletzt war, dass sie in den Rollstuhl musste.
00:32:11Auch wenn es nicht seine Schuld war.
00:32:15Entschuldigen Sie.
00:32:24Wissen Sie, meine Eltern sind früh gestorben und ich hatte lange Zeit nur meinen kleinen Bruder, für den ich verantwortlich
00:32:31war.
00:32:33Dann habe ich Micha getroffen und bei ihm hatte ich zum ersten Mal ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
00:32:41Haben Sie diese Briefe noch?
00:32:44Vielleicht sind Sie bei den Unterlagen Ihres Mannes.
00:32:48Sie meinen, ich soll nachsehen.
00:32:52Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege.
00:32:54Diese Briefe werden sehr wichtig für uns.
00:32:59Ich werde sie suchen.
00:33:01Frau Kranzko, nach der Traum wollten Sie und Ihr Mann ins Parkrestaurant zum Essen.
00:33:06Könnte es sein, dass Herr Arendt davon gewusst hat?
00:33:10Nein.
00:33:12Aber dass wir am Dienstag heiraten, das hat er gewusst.
00:33:15Und woher?
00:33:17Ich habe es ihm selber gesagt.
00:33:21Er hat wieder angerufen, weil er sich mit Micha treffen wollte.
00:33:25Da bin ich wütend geworden und habe ihn angeschrien, dass er uns endlich in Ruhe lassen soll.
00:33:28Und dass Micha sowieso keine Zeit hat, weil wir am Dienstag heiraten.
00:33:32Arendt hätte mühelos herausfinden können, wann und wo die Kranzkos heiraten.
00:33:36Das ja, aber dass Sie danach ins Parkrestaurant rangehen?
00:33:40Eine Abendfrau weigern, ne?
00:33:41War wohl nichts mit dem Schlafen.
00:33:43Geduscht habe ich.
00:33:44Ich habe uns was zum Naschen mitgebracht.
00:33:46Und eine gute Nacht.
00:33:47Wir haben den Mantel gefunden, den der Täter getragen hat.
00:33:49Ein Schmauchspur und ein Mantel stammen aus dieser Pistole.
00:33:52Und das ist die Tatwaffe, die die ballistische Untersuchung ergeben hat.
00:33:56Registriere nochmal Fingerabdruck.
00:33:57Beides Fehlanzeige.
00:33:59XXL, Dicker.
00:34:01Unsere Größe.
00:34:02Die Dinger da, können Sie wieder mitnehmen.
00:34:04Warum?
00:34:05Weil wir fasten, Frau Weigand.
00:34:08Ach du, lieber Gott.
00:34:09Ja.
00:34:11Ja.
00:34:15Naja, wenn es so ist.
00:34:19So, dann müssten wir, glaube ich, hier an der nächsten Ampel rechts fahren.
00:34:26So, und da.
00:34:28Was ist das hier?
00:34:29Du hast gesagt, an der nächsten Ampel rechts.
00:34:32Ja, an der nächsten.
00:34:33Nicht an dieser.
00:34:34Hätte ich diese gemeint, hätte ich dieser gesagt.
00:34:36Du hast gesagt, an der nächsten Kreuzung abbiegen, also biege ich ab.
00:34:40Zurück.
00:34:40Komm.
00:34:46Was ist denn mit dir?
00:34:48Geht's dir nicht gut?
00:34:50Und dir?
00:34:52Ich fühle mich blendend.
00:34:54Das ist die fast Neuphorie.
00:35:13Frau Arendt?
00:35:14Ja.
00:35:16Hauptkommissar Schneider.
00:35:17Was ist denn hier los?
00:35:19Alles klar, Schatz?
00:35:21Ja.
00:35:22Sind Sie Gerd Arendt?
00:35:23Ja.
00:35:25Gibt's dir der Ärger mit dem Mieter im Dritten?
00:35:26Ich habe jetzt keine Zeit, ich muss hier noch einen Schwimmer besorgen.
00:35:29Sind Sie der Hausmeister?
00:35:30Ja.
00:35:31Wir sind von der Kriminalpolizei und möchten zu Ihnen.
00:35:35Dürfen wir reinkommen?
00:35:37Ja.
00:35:38Ja, bitte.
00:35:41Michael Gransko sagt Ihnen der Name was?
00:35:43Ob der mir was sagt?
00:35:45Der Mann hat meine Frau auf dem Gewissen.
00:35:48Der unser Leben zerstört, alles.
00:35:50Er wurde Dienstag ermordet.
00:35:52Das haben wir im Radio gehört, ja.
00:35:54Herr Arendt, wo waren Sie am Dienstag zwischen 12 und 12.30 Uhr?
00:35:58Ja, wieso denn?
00:36:00Ist das die Zeit, in der Herr Gransko...
00:36:02Ich habe damit nichts zu tun, gar nichts.
00:36:04Gerd.
00:36:05Jetzt wo der Typ tot ist, lässt er uns immer noch nicht in Ruhe.
00:36:07Also, würden Sie bitte meine Frage beantworten?
00:36:11Gestern.
00:36:13Wann noch mal?
00:36:14Zum Mittag, Gerd.
00:36:15Da warst du doch an Muttis Grab.
00:36:17Ja, richtig.
00:36:18Da war ich auf dem Friedhof.
00:36:19Die Rosen sind in diesem Jahr stark zurückgefroren.
00:36:21Da wollte Gerd sich schneiden.
00:36:22Gleich nach Mittag.
00:36:24Auf dem Friedhof?
00:36:26Hat sich der irgendjemand gesehen?
00:36:28Eine Wärter oder andere Besucher?
00:36:32Irgendjemand wird mich schon gesehen haben.
00:36:36Ja, vielleicht hat mich auch niemand gesehen, aber ich war es nicht.
00:36:39Ich sage nur eins.
00:36:40Gransko hat nur seine gerechte Strafe gekriegt.
00:36:42Sie glauben immer noch, dass er an dem Unfall schuld ist, bei dem Ihre Frau so schwer verletzt wurde.
00:36:47Was denn sonst?
00:36:49Obwohl die Gerichte ihn in erster und zweiter Instanz von jeder Schuld freigesprochen haben.
00:36:53Das war doch ein abgekartetes Spiel.
00:36:55Ohne die Aussage von dem sauberen Herrn Remscheid wäre Herr Kransko nie freigesprochen worden.
00:36:58Dabei wussten alle ganz genau, dass Remscheid der Bruder von Kranskos Freundin war.
00:37:01Wenn das so wäre, wie Sie sagen, dann hätte sich ja Herr Remscheid eines meinen Eides schuldig gemacht.
00:37:06Tja, so ist es.
00:37:08Sonst noch was?
00:37:11Rosen beschnitten auf dem Friedhof.
00:37:13Das werde ich mal überprüfen.
00:37:16Morgen.
00:37:17War das meiner oder deiner?
00:37:19Deiner.
00:37:21Trinken.
00:37:22Man muss ja viel trinken.
00:37:26Und du?
00:37:28Nee, danke.
00:37:29Mein Magen hat ja nicht geknackt.
00:37:32Also ich fahre jetzt zu Remscheid und was machst du?
00:37:35Wenn wir davon ausgehen, dass Kransko seinen mal erkannte,
00:37:40müssen wir seinem direktes Umfeld ein bisschen weiter die Gute nehmen.
00:37:44Also willst du zu Kransko kommen?
00:37:45Ja.
00:37:49Carla, ich muss da los.
00:37:51Vor drei bin ich bestimmt nicht zurück.
00:37:53Möchtest du?
00:37:54Der ist ganz frisch gebrüht.
00:38:00Danke.
00:38:01Danke.
00:38:06Du hast ein neues Kleid?
00:38:08Steht dir gut?
00:38:09Danke.
00:38:11Das passt gut zu deinen Augen.
00:38:15Hast du dein Boot schon aufs Wasser gelassen?
00:38:17Am Wochenende soll vielleicht nicht ganz so schlechtes Wetter sein.
00:38:21Ja, mal wieder aufs Wasser, das hätte was.
00:38:24Aber seit Micha tot ist, habe ich keine freie Minute mehr.
00:38:26Siehst ja, was hier los ist.
00:38:30Tschüss dann.
00:38:43Halt!
00:38:57Halt!
00:39:04Ich suche Heiko Remscheid.
00:39:09Haben Sie ein Boot hier?
00:39:10Nee, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
00:39:14Ist ja ein schöner Fleck hier.
00:39:15Heiko ist nicht da.
00:39:17Wo ist er denn?
00:39:18Arbeitet nicht mehr hier, nur noch gelegentlich.
00:39:21Ist jetzt meist aus seinem eigenen Acker.
00:39:23Acker?
00:39:24Hat sich selbstständig gemacht.
00:39:27Hat jetzt eine Imbissbude.
00:39:28Da gegenüber.
00:39:31Wie komme ich denn da hin?
00:39:34Sie müssen da lang gehen.
00:39:37Danke, tschüss.
00:39:39Tschüss.
00:39:47Tag, Herr Remscheid.
00:39:50Herr Remscheid?
00:39:52Oh, hallo, Herr Hauptkommissar.
00:39:56Haben Sie ein paar Minuten Zeit für mich?
00:39:57Ja, na klar.
00:39:59Ähm, wollen Sie vielleicht nur Bulette?
00:40:01Die sind gerade frisch.
00:40:02Es können auch zwei sein.
00:40:08Na, na, na.
00:40:20Wunderbar.
00:40:25Tag, Frau Ullitz.
00:40:26Herr Remscheid hat, Herr Remscheid hat da auch eine Baufirma.
00:40:55Hier in Dessau?
00:40:56Ja.
00:40:57Dann waren Sie ja mal Konkurrenten.
00:40:59Oh, so würde ich das nicht nennen.
00:41:01Heutzutage hat eine starke Firma bessere Chancen als zwei, die sich bekriegen.
00:41:05Also haben die beiden sich zusammengetan.
00:41:07Und dann wurde er zweiter Geschäftsführer.
00:41:12Wie ist denn Ihr Verhältnis zu Herrn Eckert?
00:41:15Wie meinen Sie das?
00:41:16Ich bin seine Sekretärin.
00:41:19Aha.
00:41:20Ich versuche mit allen Kollegen gut auszukommen.
00:41:23Nachdem er den Prozess verloren hat, ist der Ahren total durchgeknallt.
00:41:26Er hat mir vom Gerichtseite gescheuert.
00:41:30Ich wollte ihn dann anzeigen, aber Micha meinte, der Typ hat schon genug durchgemacht.
00:41:36Was haben Sie denn ausgesagt, dass ich ihn so aufbringen konnte?
00:41:40Na, die Wahrheit.
00:41:41So.
00:41:42Na, erzählen wir mal.
00:41:45Na ja.
00:41:47Micha kam mit der Caledonia von einem Trip zurück.
00:41:49Das ist eine Jacht, die steht da hinten.
00:41:53An dem Abend hat es tierisch geschüttet, sodass ich nicht mal mehr mit dem Motorrad fahren konnte.
00:41:57Und Micha hat mir dann angeboten, mich mit dem Auto in die Stadt mitzunehmen.
00:42:00Wir haben dann an einem Stoppschild gehalten.
00:42:02Und Frau Ahren kam da auf der Hauptstraße angeschossen.
00:42:05Das ist so eine ganz tückische Kurve an der Stelle.
00:42:09Und die Straße war super nass.
00:42:10Und sie ist viel zu schnell gefahren und dann ist sie ins Schlinger gekommen und von der Straße abgekommen.
00:42:15Und später bei der Polizei hat sie dann ausgesagt, sie hätte Micha ausweichen müssen und er hätte ihr die Vorfahrt
00:42:21genommen.
00:42:22Das ist aber nicht wahr.
00:42:25Was hatten Sie denn für ein Verhältnis zu Herrn Kranzgeruch?
00:42:29Ein freundschaftliches.
00:42:31Also, war auch ein prima Kerl.
00:42:33Heiko, sind die Buletten schon fertig?
00:42:35Na klar, hört er sich brutzeln?
00:42:37Komm weg.
00:42:50Herr Remscheid, könnten Sie sich vorstellen, dass Arendt Michael Kranzgeruch erschossen hat?
00:42:58Na ja.
00:43:01Also, ich würde es mal so sagen.
00:43:04Der Arendt bildet sich ein, dass Michael daran schuld ist, dass seine Frau jetzt im Rollstuhl sitzt.
00:43:08Der hat ihn gehasst.
00:43:09Er hat ihm sogar Drohbriefe geschrieben.
00:43:11Also, das sind jetzt die Fakten und alles weitere Spekulationen.
00:43:15Tja.
00:43:16Tja, danke, Herr Remscheid.
00:43:19Klar.
00:43:20Also, Sie haben es wirklich schön hier.
00:43:22Ja.
00:43:23Na ja, ich meine, der Imbiss soll ja auch eigentlich mal ein richtiges Ausflugsrestaurant werden.
00:43:28Die Kranzgeruch hat die Drohbriefe gebracht.
00:43:32Hör mal zu.
00:43:33Nur durch Bestechung haben Sie Ihren Kopf aus der Schlinge gezogen.
00:43:38Und weiter.
00:43:41Ich werde Sie immer daran erinnern, was Sie getan haben.
00:43:45Glauben Sie nicht, es ist schon alles vorbei.
00:43:48Ich werde nicht eher aufgeben, bis Sie Ihre gerechte Strafe bekommen haben.
00:43:52Ich werde Ihr Leben ruinieren, so wie Sie unser Leben ruiniert haben.
00:43:57Und so weiter und so weiter und so weiter.
00:43:59Er schreibt Drohbriefe und führt das dann auch raus?
00:44:03Das ist doch ungewöhnlich.
00:44:04Was mit seinem Alibi?
00:44:07Ich habe mich bei der Friedhofsgärtnerei erkundigt.
00:44:10Also, das Grab ist unberührt.
00:44:13Da hat keiner Hosen geschnitten.
00:44:15Alibi hat da keins.
00:44:17Aber ein Motiv.
00:44:18Rache.
00:44:20Ich habe eine Gegenüberstellung behandelt.
00:44:23Gegenüberstellung?
00:44:24Der Täter war maskiert.
00:44:26Ja, ich weiß aber.
00:44:27Vielleicht erkennt die Kranzgeruch ihn am Gang oder an der Statur.
00:44:30Nein.
00:44:31Meinen Besuch an der Elbe hätte ich mir sparen können.
00:44:33Remscheid hat nur bestätigt, was wir schon wissen.
00:44:50Ich will mitkommen.
00:44:52Ich fürchte, das geht nicht, Frau Arendt.
00:44:54Ich bin ja gleich wieder da.
00:45:01Du bist gut, Schatz.
00:45:03Bis später.
00:45:16Herr Arendt, bitte auf die Zwei.
00:45:33Herr Arendt, setzen Sie die Mütze bitte auf.
00:45:41Obkommen, Herr Schmück, ich kann reinkommen.
00:45:49So, Frau Gansko.
00:45:51Sie brauchen keine Angst zu haben.
00:45:53Keiner weiß, dass Sie hier sind.
00:45:55Man kann uns weder sehen noch hören.
00:46:01Ich weiß nicht.
00:46:05Vielleicht...
00:46:05Lassen Sie sich Zeit, Frau Gansko.
00:46:11Ich weiß wirklich nicht.
00:46:15Die Herren sollen sich mal ein bisschen bewegen, ein paar Schritte machen.
00:46:23Wenn er jetzt auf den Falschen zeigt, dann kriegt er Schwierigkeiten, oder?
00:46:26Haben Sie jemanden erkannt?
00:46:29Es ging so schnell.
00:46:30Der Mann war vermummt.
00:46:40Ich wollte den Mann mit seiner Schuld konfrontieren, bis er endlich zugibt, dass er meine Frau zum Krüppel gemacht hat.
00:46:49Er ganz allein.
00:46:50Aber als Sie ihn nicht aus der Reserve locken konnten, da haben Sie zu härteren Mitteln gegriffen.
00:46:54War es so?
00:46:54Das ist doch Blödsinn.
00:46:56Besitzen Sie eine Waffe?
00:46:58Ich würde doch niemanden umbringen.
00:47:00Meine Frau braucht mich.
00:47:01Ich riskiere doch nicht lebenslänglich und lasse sie allein zurück.
00:47:04Ob Sie eine Waffe besitzen?
00:47:05Nein!
00:47:06Sagen Sie uns endlich die Wahrheit.
00:47:09Wo waren Sie am Dienstag zwischen 12 und 12.30 Uhr?
00:47:12Auf dem Friedhof waren Sie jedenfalls nicht.
00:47:16Das kann ich Ihnen nicht sagen.
00:47:18Warum können Sie das nicht sagen?
00:47:22Sie hätten Christina sehen sollen bei den Wettkämpfen.
00:47:26Die war auf dem Weg nach ganz oben.
00:47:27Ich habe sie überall hin begleitet, ihr die Tasche getragen.
00:47:30Nach dem Lauf habe ich sie massiert.
00:47:32Heute muss ich ihre Beine massieren, wenn sie von vielen Sitzen durch Blutungsstörungen kriegt.
00:47:38Ich konnte monatelang nicht akzeptieren, dass ihr nicht mehr zu helfen ist.
00:47:42Ich habe den Experten die Türen eingerannt, bis Christina irgendwann genug hatte von ganzen falschen Hoffnungen.
00:47:46Dann hat sie die Röntgenbilder von ihrer Wirbelsäule in die Wand gepinnt und gesagt,
00:47:49das ist meine Zukunft und damit finden wir uns jetzt ab.
00:47:54Herr Arendt, wenn Sie uns nicht sagen, wo Sie waren, sieht das nicht gut für Sie aus.
00:48:03Aber meine Frau darf nichts davon erfahren.
00:48:05Das müssen Sie mir versprechen, ja?
00:48:07Versprochen.
00:48:10Ich war bei Lula.
00:48:14Lula, geht es etwas genauer?
00:48:17Bei so einem Mädchen.
00:48:19Na, Sie wissen schon.
00:48:21Geben Sie mir die Adresse, wo wir Ihre Lula finden können.
00:48:25Dessau, Kaiserstraße 15.
00:48:27Gut.
00:48:28Wir werden das überprüfen, solange bleiben Sie hier.
00:48:45Den kenne ich.
00:48:46Der kommt öfter her.
00:48:48Nur zu Lula.
00:48:49Und am Dienstagmittag zwischen 12 und 12.30?
00:48:54Normalerweise bekommt niemand Informationen dieser Art von mir.
00:48:57Das wäre tödlich fürs Geschäft.
00:48:59Ich kann mich doch auf Ihre Diskretion verlassen.
00:49:02Selbstverständlich.
00:49:04Dienstag, sagen Sie.
00:49:05Ja.
00:49:06Moment.
00:49:14Guten Tag.
00:49:16Guten Tag.
00:49:19Dienstag, ja.
00:49:20Da hat der Lula einen Freier.
00:49:22Die ganze Zeit über?
00:49:24Das kann ich Ihnen nicht sagen.
00:49:26Und diese Lula, wo können wir die finden?
00:49:28Keine Ahnung.
00:49:29Ich habe Sie seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen.
00:49:31Würden Sie so freundlich sein und uns informieren, sobald Sie wieder auftaucht?
00:49:36Ja, natürlich.
00:49:38Dankeschön.
00:49:39Was machen wir jetzt mit Arend?
00:49:42Müssen wir erst mal laufen lassen.
00:49:46Moment mal.
00:49:47Wie weit ist das denn von hier bis zum Tal dort?
00:49:52Testen wir es mal aus.
00:49:56So, da ist es passiert.
00:49:59Keine zehn Minuten.
00:50:01Das ist zu schaffen.
00:50:02Ich weiß.
00:50:05Aber Arendt konnte doch gar nicht wissen, dass die beiden nach der Trauung hier lang zum
00:50:11Parkrestaurant wollten.
00:50:12Aber das muss der Täter gewusst haben.
00:50:15Ja.
00:50:15Denn der hat alles vorbereitet.
00:50:16Der vorgetäuschte Raub, der Fluchtweg, das Wegwerfen der Brieftasche.
00:50:22Das passt alles nicht zu Arendt.
00:50:24Der agiert aus dem Bauch.
00:50:26Naja.
00:50:28Wenn Arendt Rache wollte, wieso hat er dann Heiko Remscheidt nicht bedroht?
00:50:32Arendt geht doch davon aus, dass Remscheidt Kranzkopf vor der Verurteilung gerettet hat.
00:50:38Aber ich habe einen Kult auf.
00:50:41Und er muss trinken.
00:50:43Ja.
00:50:47Und du?
00:50:49Hast du keinen Hunger?
00:50:51Doch schon, aber ich drücke das einfach weg.
00:50:54Mental.
00:50:57Was ist denn mit diesem Rotter?
00:50:59Der ist immer noch nicht vernehmensfähig.
00:51:03Also nur mal von vorn.
00:51:06Wer konnte wissen, dass die beiden hier lang wollen?
00:51:12Eckert?
00:51:15Herr Eckert ist auf der Baustelle, Webergasse 13.
00:51:18Frau Udit wusste, Herr Eckert, dass die Kranzkos nach der Trauung ins Parkrestaurant wollten.
00:51:23Ja, das ist möglich, aber Herr Eckert war zu dem Zeitpunkt, als es passierte, gar nicht in Dessau.
00:51:28Ja, ich weiß, er war in Leopoldshavend, das hat er mir auch gesagt, aber war er wirklich da?
00:51:32Bei wem?
00:51:33Bei Herrn Remscheidt.
00:51:35Heiko Remscheidt?
00:51:36Ja, vielleicht ging es mal wieder um Herrn Eckerts Boot oder um den Bau.
00:51:40Was für ein Bau?
00:51:41Herr Remscheidt hat ein Grundstück von Herrn Kranzko gekauft, darauf will er bauen.
00:51:46Sein Ausflugsrestaurant.
00:51:48Und Kranzko-Bau soll den Auftrag übernehmen?
00:51:50Ja, so war es geplant, aber es gibt wohl ein Riesenproblem mit dem Grundstück.
00:51:55Was denn für ein Riesenproblem?
00:51:58Bedauert, da müssen Sie Herrn Remscheidt schon selber fragen.
00:52:02Eckerts Boot, wird das von Herrn Remscheidt betreut, wie die Kaledonien?
00:52:07Ja, aber die Kaledonien ist eine große Yacht und Sven, also Herr Eckert hat nur ein kleines Motorboot.
00:52:12Sind Sie da schon mal mitgefahren?
00:52:14Ja, ein paar Mal hat er mich mitgenommen.
00:52:22Eckert.
00:52:23Immerhin hat Kranzko seine Firma geschluckt.
00:52:26Wir müssen prüfen, ob Eckert wirklich zur Tatzeit bei Remscheidt war.
00:52:29Ja.
00:52:30Wenn er da war, dann hat er ein wasserdichtes Alibi.
00:52:33Ach, dann scheint er dem Mörder seine Schwangers keine Schützenhilfe leisten.
00:52:37Tja.
00:52:38Die Firma, er hat Kranzkos Frau.
00:52:41Hatte gerade auch nichts von.
00:52:44Ich überlege die ganze Zeit, was ist mit diesem Remscheidt?
00:52:48Du hast ja sein Grundstück nicht gesehen.
00:52:50Wieso?
00:52:50Ein Riesending, das er da von Kranzkow gekauft hat.
00:52:53Ja.
00:52:53Aber wovon?
00:52:54Der Mann arbeitet als Handlanger im Yachthafen, betreibt so einen kleinen Imbiss.
00:52:59Und das Ding ist über den Daumen mindestens 150.000 wert.
00:53:03Tja, wovon hat er das bezahlt?
00:53:08Wenn wir annehmen, dass Arendt recht hat und Remscheidt ein Mind-Eind geleistet hat,
00:53:16dann hat sich Kranzko dafür bedankt, indem er ihm das Grundstück binär abgelassen hat.
00:53:20Ja, aber was hat das mit unserem Mord zu tun?
00:53:22Remscheidt hatte eigentlich gar keinen Grund, Kranzko zu erschießen.
00:53:26Tja, die Udel sagte doch was von einem Riesenproblem mit dem Grundstück.
00:53:30Vielleicht ist da was dran.
00:53:32Wir fahren morgen früh gleich mal ins Liegenschaftsamt.
00:53:50Komm.
00:53:51Für mich, für dich.
00:54:00Wisst ihr?
00:54:02Ich hab's ihr doch gesagt.
00:54:05Hat sich alles aufgeklärt.
00:54:07Es gibt Zeugen, dass ihr auf dem Friedhof wart.
00:54:17Die Sache ist erledigt.
00:54:22Was ist denn?
00:54:37Deine Idee, sich beim Liegenschaftsamt zu erkundigen, war gar nicht so schlecht.
00:54:41Na ja?
00:54:42Wenn man bedenkt, dass du seit vier Tagen nichts gegessen hast.
00:54:45Wir, Herbert.
00:54:46Wir haben seit vier Tagen nichts gegessen.
00:54:49Kann man stolz drauf sein.
00:54:51Ja.
00:54:52Am Morgen beginnen die Aufbautage.
00:54:54Was?
00:54:54Ja.
00:54:55Dann dürfen wir wieder was essen.
00:54:57Das höre ich aber gern.
00:54:59Jetzt bin ich aber überrascht.
00:55:01Ja.
00:55:02Sie haben hier so ein schönes Plätzchen, das wollte ich unbedingt meinen Kollegen mal zeigen.
00:55:06Ich kann mir ja richtig vorstellen, wie das mir hier aussehen wird.
00:55:09Wenn die Ausflugsdampfer hier anlegen, vor ihrem schönen Restaurant.
00:55:14Könnte eine Goldgrube werden.
00:55:15Ja, könnte.
00:55:16Wenn sie Herr Gansko nicht so mordsmäßig beschissen hätte, was?
00:55:22Wie kommen Sie denn darauf?
00:55:24Der Boden hier ist hochgradig kontaminiert.
00:55:27Um bauen zu können, müssen Sie ein, zwei Meter Erde abtragen.
00:55:32Das kostet Sie mehr als das Dreifache von dem, was Sie für das Grundstück bezahlt haben.
00:55:36Ja, das weiß ich doch.
00:55:38Ach.
00:55:40Haben Sie das schon gewusst, bevor Sie den Kaufvertrag unterschrieben haben?
00:55:43Mann, na klar.
00:55:45Micha hat mir doch davon erzählt, sonst wäre der Preis doch gar nicht so günstig gewesen.
00:55:49Was soll denn das alles?
00:55:50Worauf wollen Sie denn überhaupt hinaus?
00:55:52Herr Remscheid, warum waren Sie eigentlich nicht bei der Trauung Ihrer Schwester?
00:55:55Weil die beiden zu zweit feiern wollten.
00:55:58Auf die Party am Abend wäre ich doch gegangen.
00:55:59War Herr Eckert dann im Vormittag hier?
00:56:02Ja, das ist richtig.
00:56:03Wegen des Baus.
00:56:04Es ging um Terminabsprachen.
00:56:06Wie lange war er denn hier?
00:56:09Ja, so von kurz vor zwölf bis so um eins.
00:56:12Wieso wissen Sie das so genau?
00:56:14Weil wir auf die Hochzeit angestoßen haben.
00:56:17Und Sie waren die ganze Zeit zusammen?
00:56:19Ja.
00:56:20Ja, danke.
00:56:21Das war's schon.
00:56:28Wir werden uns bestimmt noch mal sehen.
00:56:30Ja, ein Scheiß.
00:56:40Was ist denn jetzt los?
00:56:41Ich bin gleich wieder da.
00:56:43Arbat!
00:57:10Ich bin gleich wieder da.
00:57:14Noch interessantes Gespräch.
00:57:16Der junge Mann arbeitet hier im Hafen.
00:57:19Er und Remscheid waren früher Arbeitskollegen.
00:57:21Er hat gesagt, Eckert und Remscheid hat er so gegen zwölf Uhr am Ufer herumspazieren sehen.
00:57:27Kurz darauf sind sie da im Imbisswagen verschwunden.
00:57:30Gesehen hat er sie erst wieder so gegen 13 Uhr.
00:57:33Aha.
00:57:35Also von seinem Grundstück hier bis zum Tatort sind es drei, vier Kilometer.
00:57:40Die Zeit hätte ausgereicht, in den Park zu fahren, Gransko zu erschießen und gegen 13 Uhr wieder hier in Leopoldshaven
00:57:46zu sein.
00:57:47Tja.
00:57:48Und Motiv hätten Sie beide.
00:57:50Also Eckert wegen der Firma und er hier wegen dem Grundstück.
00:57:54Bin gespannt, was uns Eckert dazu sagen wird.
00:57:57Na dann was?
00:57:57Auf zu ihm.
00:58:01Ach übrigens, Rauchen ist verboten beim Fasten.
00:58:06Ach ja?
00:58:07Ja.
00:58:07Ich bin gespannt, was ich.
00:58:44Sie haben uns erzählt, dass Sie am Dienstag zur Tatzeit in Leopoldshaven waren.
00:58:49Um zwölf sind Sie angekommen und gegen eins wieder abgefangen.
00:58:51Exakt.
00:58:52Was haben Sie denn da gemacht?
00:58:54Na, Sekt getrunken.
00:58:55Ja, mit Herrn Rennstein, das hat er uns auch erzählt.
00:58:57Ja, das stimmt ja auch.
00:58:59Was soll ich denn Ihrer Meinung nach sonst gemacht haben?
00:59:01Die Zeit zwischen zwölf und eins reicht aus, um von Leopoldshaven in den Stadtpark zu fahren.
00:59:07Dort dem Brautpaar aufzulauern?
00:59:08Hören Sie, warum sollte ich Micha umbringen?
00:59:11Dafür gibt es nicht den geringsten Grund.
00:59:13Und wenn, Entschuldigen Sie, Ihre Theorie stimmt,
00:59:16dann hätte Heiko mir ein Alibi gegeben für die Zeit, in der ich seinen Schwager umbringe.
00:59:21Das ist doch wohl wirklich ein bisschen fett.
00:59:23Herr Gransko hat Ihre Firma geschluckt, Herr Eckert.
00:59:26Und ich kann mir kaum vorstellen, dass es dabei so kuschelig zugegangen ist,
00:59:31wie Ihre Sekretärin versucht hat, mir weisszumachen.
00:59:33Hören Sie, in der Firma käme kein Mensch auf die Idee,
00:59:36dass ich mit dem Mord an Micha was zu tun haben könnte?
00:59:38Schon gar nicht, Frau Udet.
00:59:40Frau Udet und Sie sind mehr als Arbeitskollege.
00:59:43Da kann sie mir nichts erzählen.
00:59:45Und sie würde nichts aussagen, was Sie irgendwie belasten würde.
00:59:49Frau Udet hat Ihnen nur gesagt, wie es wirklich gewesen ist.
00:59:53Wir werden herausfinden, wie es wirklich gewesen ist.
00:59:56Ja, ich bitte darum.
00:59:57Das ist Ihr Job.
00:59:59Ich möchte auch wissen, wer Michael getötet hat.
01:00:02Im Übrigen, um der Wahrheit die Ehre zu geben.
01:00:05Frau Udet und ich, wir sind Arbeitskollegen.
01:00:07Mehr nicht.
01:00:08Die gute Carla, die hätte gern mehr.
01:00:11Aber unter uns, die ist wirklich nicht mein Typ.
01:00:40Das ist wirklich nicht mein Typ.
01:01:01Das dreht doch nicht gleich durch.
01:01:03Das bildest du dir alles nur ein.
01:01:05Ich bild mir überhaupt nichts ein, ja?
01:01:08Die haben mir das doch auf den Kopf zugesagt.
01:01:10Was denn?
01:01:12Dass ich in dem Prozess zugunsten von Micha ausgesagt habe
01:01:14und dass er mich mit dem Grundstück beschissen hat.
01:01:17Jetzt mal langsam.
01:01:18Sag mal, kapierst du das überhaupt?
01:01:21Die unterstellen mir, dass ich deinen Mann angebracht habe.
01:01:25Heiko, komm mal her.
01:01:27Komm.
01:01:29Heiko.
01:01:34Komm.
01:01:36Beruhige dich.
01:01:37Beruhige dich.
01:01:38Du musst dich beruhigen.
01:01:43Ich bin immer für dich da.
01:01:44Das weißt du.
01:01:51Ich hau ab.
01:01:52Die lassen dich locker.
01:01:56Damit machst du dich doch nur verdächtig.
01:02:00Ich gehe auf die Kalifornia.
01:02:02Es ist Zeit für den großen Trip.
01:02:04Heiko, bleib hier.
01:02:04Lass mich los.
01:02:06Heiko.
01:02:13Geil.
01:02:20Geil.
01:02:21Geil.
01:02:52Gerd?
01:02:59Morgen.
01:03:00Morgen.
01:03:01Um Gottes Willen.
01:03:04Herbert.
01:03:05Was soll denn das?
01:03:05Ja, willst du dich umbringen?
01:03:07Ich denke, wir können heute wieder essen.
01:03:10Am ersten Aufbautag.
01:03:12Nicht mehr als zwei Äpfel.
01:03:16Das steht alles in deinem Buch.
01:03:18Da wird ausdrücklich davor gewarnt, am ersten Tag wieder richtig zu essen.
01:03:23Sag mal, ist der schon übel?
01:03:25Nö.
01:03:26Ist nicht übel und mir geht's gut.
01:03:28Herbert.
01:03:30Das Schlimmste, was du kriegen kannst.
01:03:32Das ist ein Darmverschluss.
01:03:33Herbert, ich bin ein Verräter.
01:03:35Ich habe es nicht einen Tag durchgehalten.
01:03:40Wie?
01:03:44Du hast die ganze Zeit gegessen.
01:03:48Hm.
01:03:49Bist du jetzt sauer?
01:03:53Enttäuscht.
01:03:54Herbert, enttäuscht.
01:04:00Aber ich habe immerhin zweieinhalb Kilo abgenommen.
01:04:04Und wo?
01:04:05Das sieht man nicht auf den ersten Blick.
01:04:09Ich habe noch mal über Eckart nachgedacht.
01:04:12Ich glaube nicht, dass der Kranzko umgebracht hat, weil er seine Firma geschluckt hat.
01:04:16Er hätte nichts davon gehabt.
01:04:18Die Firma erbt die Witwe.
01:04:19Da steckt was anderes dahinter.
01:04:23Ganz sauber ist der Kuppel nicht.
01:04:25Ein Reimscheid aber auch nicht.
01:04:31Ja?
01:04:34Ach, meine Güte, ja.
01:04:37Ja, wir sind schon unterwegs.
01:04:39Wir müssen noch mal nach Dessau an die Elbe.
01:04:42Ah.
01:04:49Schade drum.
01:04:49Ach, meine Güte, ja.
01:05:00Ach, meine Güte, ja.
01:05:04Ach, meine Güte.
01:05:21Morgen, Herr Müller.
01:05:23Morgen.
01:05:23Morgen, Herr.
01:05:24Und?
01:05:25Man hat versucht, den Toten mit diesem Anker unter Wasser zu halten.
01:05:28Aber der Strick, der benutzt wurde, ist zu lang gewesen.
01:05:30Die Leiche ist an die Oberfläche getrieben und hat sich am Ufer verfangen.
01:05:33Wir haben ihn heute Morgen um 7 Uhr entdeckt.
01:05:36Ja, danke schön.
01:05:38Wir hätten den Ahren nicht laufen lassen sollen.
01:05:42Sonst noch was?
01:05:43Wir suchen jetzt das Ufer auf mehrere Kilometer ab.
01:05:46Wenn Sie was finden, informieren Sie uns, ja?
01:05:48Selbstverständlich.
01:06:06Er ist nicht da.
01:06:08Gerd ist einkaufen.
01:06:10Was wollen Sie noch von ihm?
01:06:11Er hat gesagt, der Verdacht gegen ihn wurde fallen gelassen.
01:06:14Wo war Ihr Mann heute Nacht?
01:06:17Hier, bei mir.
01:06:19Und?
01:06:20Keiner da.
01:06:23Rien?
01:06:24Nicht.
01:06:25Ich gebe eine Fernsehung raus.
01:06:29Sie bleiben hier, ja?
01:06:30Okay.
01:06:48Ja, hallo, WSB-18.
01:06:50Oberwachtmeister Müller hier.
01:06:52Wir haben hier ein treibendes Boot.
01:06:54Es handelt sich um ein Kajüt-Boot.
01:06:56Name Kaledonia.
01:06:58Ohne Besatzung, ja?
01:07:00Bitte mal eine Halterabfrage und eine Fahndungsüberprüfung, ja?
01:07:04Danke.
01:07:09Wir haben keine gute Nachricht für Sie.
01:07:12Ihr Bruder ist heute Nacht ums Leben gekommen.
01:07:17Heiko.
01:07:21Nein, nicht Heiko.
01:07:29Nein.
01:07:31Nicht Heiko.
01:07:33Nein.
01:07:34Wollen Sie sich setzen?
01:07:39Nein, nicht Heiko.
01:07:47Was ist denn passiert?
01:07:49Die Wasserschutzpolizei hat seinen Leichnam aus der Elbe gezogen.
01:07:54Nein, aber Heiko war ein Superschwimmer.
01:07:57Die genaue Todesursache ist noch nicht geklärt.
01:07:59Wir müssen erst die Objektion abwarten.
01:08:01Wissen Sie, wo Ihr Bruder vergangene Nacht gewesen ist?
01:08:06Bis um zehn war er bei mir.
01:08:09Und dann?
01:08:13Er wollte auf das Schiff, auf die Kaledonia.
01:08:16Gab es dafür einen Grund?
01:08:18Er wollte weg, er hatte Angst.
01:08:22Sie haben ihn mit Ihren Fragen und Verdächtigungen ganz verrückt gemacht.
01:08:28Aber ich hatte doch gar nichts getan.
01:08:33Ich habe ihm gesagt, dass er hierbleiben soll, wenn er nur auf mich gehört hätte.
01:08:41Heiko Rentscheid war schon tot, als er in den Fluss geworfen wurde.
01:08:44Schau mal.
01:08:46Hier, hat er was erwischt.
01:08:47Vermutlich ein alter Bootshaken, er ist verblutet.
01:08:50Der Tod ist um Mitternacht eingetreten.
01:08:52Danke.
01:08:54Rotte ist aus dem Koma erwacht.
01:08:55Na endlich.
01:08:56Unser Hauptzeuge.
01:08:58Ach, die Wasserschutzpolizei hat gemeldet, die Kaledonia ist an einer Kaimauer gestrandet.
01:09:03Drei Kilometer Elb abwärts.
01:09:05Tschüss und danke schön.
01:09:06Tschüss.
01:09:07Sag mal, bist du dicker geworden?
01:09:09Wer?
01:09:10Wie kommst du denn da rauf?
01:09:14Ich habe abgenommen.
01:09:15Kann sein, dass du ein bisschen aufgeschwemmt wirkst.
01:09:19Was?
01:09:19Vielleicht drängst du zu viel.
01:09:26Die Fahnen nach Arendt läuft auf Hochtouren, aber noch keine Spur.
01:09:31Du ins Krankenhaus, ich zur Elbe?
01:09:34Ja.
01:09:39Was ist denn hier los?
01:09:40Sie sind voll auf die Füsten unter Arendt.
01:09:42Was?
01:09:43Ja, wieso denn?
01:09:47Ich muss mit meiner Frau sprechen.
01:09:50Okay.
01:09:56Die Tür bleibt offen.
01:10:03Schatz, ich habe wirklich keine Ahnung, was Sie jetzt von mir wollen.
01:10:06Du warst heute Nacht?
01:10:09Soll ich denn gewesen sein?
01:10:11Im Bett?
01:10:12Dann gehe ich auf zu lügen.
01:10:21Auch wenn du es für mich getan hast, du hattest kein Recht zu töten.
01:10:26Nein, ich bin doch kein Mörder.
01:10:29Ich glaube dir keine Mörder.
01:10:38Okay.
01:10:41Ich sag der Polizei, wo ich heute Nacht war.
01:10:45Dafür habe ich Zeugen.
01:10:49Wo bist du gewesen?
01:10:53Christina.
01:10:55Ich liebe dich und ich werde nie eine andere lieben.
01:10:57Das weißt du.
01:10:59Das ist alles nicht so einfach für mich.
01:11:04Verstehst du?
01:11:11Ich war bei so einem Mädchen.
01:11:16Abend, kommen Sie jetzt.
01:11:28Er hat sich schon erkundigt, wo die Jungs von der Kripo bleiben.
01:11:31Trotzdem, keine Aufregung.
01:11:33Er ist noch ziemlich instabil.
01:11:34Ja.
01:11:34Danke.
01:11:35Und höchstens fünf Minuten.
01:11:36Gut.
01:11:43Ja, es war ein dunkler Mandel.
01:11:47Der Mann war nicht besonders groß und ziemlich kräftig.
01:11:53Bis auf die Beine.
01:11:55Also für mich war das ein typischer Biertrinker.
01:11:59Ein was?
01:12:00Ein Biertrinker.
01:12:02Dicker Bauch und dürre Haxen.
01:12:06Es war also ein dicker Mann.
01:12:08Na ja.
01:12:11Also nicht ganz so dick wie Sie.
01:12:14Mhm.
01:12:16Also, der Kerl ist auf die beiden Zuge laufen und hat geschossen.
01:12:21Moment mal.
01:12:23Bevor der Mann geschossen hat, hat er da nicht etwas gesagt?
01:12:26Nein.
01:12:28Er ist hingelaufen und hat leicht geschossen.
01:12:31Der andere Mann ist zusammengebrochen.
01:12:34Was haben Sie genau beobachtet?
01:12:37Hundertprozentig.
01:12:41Die Frau fing an zu schreien, hat sich gebückt und dem Vermummten etwas hingeworfen.
01:12:52Die Frau hat dem Täter etwas hingeworfen?
01:12:54Genau.
01:12:56Könnte das eine Brieftasche gewesen sein?
01:13:00So genau habe ich das nicht gesehen.
01:13:03In dem Moment fiel ja schon der zweite Schuss.
01:13:07Und dann fängt das mit meinem Herzen an.
01:13:25Na, Frau Weigand, was können Sie mir dann sagen?
01:13:28Am Steuerrad wurden Fingerabdrücke entfernt.
01:13:31Wahrscheinlich hat jemand das Schiff hier absichtlich an die Mauer manövriert und ist dann an Land gegangen.
01:13:35Und haben Sie da schon was gefunden?
01:13:37Nee.
01:13:38Aber hat ja auch fast die ganze Nacht geregnet.
01:13:40Und hier?
01:13:40Hier haben wir Blutspuren gefunden.
01:13:42Einmal hinten in der Plicht und einmal in der Kajüte.
01:13:46Schmücke?
01:13:49Ah ja, gut.
01:13:51Lassen Sie sie nicht gehen.
01:13:53Ich bin sofort bei Ihnen.
01:13:55Das Frau Dein Lunas ist aufgetaucht.
01:13:57Oh, viel Vergnügen, Herr Hauptkommissar.
01:14:00Bitte.
01:14:02Danke.
01:14:03Frau Kranzko, der Rentner, Herr Rotte, der im Stadtpark auf einer Bank gesessen hat
01:14:09und der die Tat aus unmittelbarer Nähe beobachten konnte, hat heute ausgesagt.
01:14:16Dann werden Sie jetzt den Mörder finden.
01:14:19Er behauptet, der Täter sei auf Sie und Ihren Mann zugelaufen und hat sofort geschossen.
01:14:28Nein.
01:14:29Der hat was gesagt.
01:14:32Ich habe verstanden Geld her.
01:14:34Rotte sagt, Sie haben dem Mörder etwas zugeworfen.
01:14:39Sie dagegen haben gesagt, der Täter hätte sich die Brieftasche Ihres Mannes selbst genommen.
01:14:46Herr Kommissar, ich war mir sicher, dass dieser Mann unser Geld will.
01:14:48Was soll er denn sonst gewollt haben?
01:14:50Verstehen Sie?
01:14:51Ich kann mich nicht mehr an die Einzelheiten erinnern, wie es gewesen ist.
01:14:55Und ich will es auch nicht mehr.
01:14:58Jetzt auch noch Heiko.
01:15:01Ich habe alles verloren.
01:15:03Alles.
01:15:07Wissen Sie denn schon, was passiert ist?
01:15:09Durch Fremdeinwirkung.
01:15:11So viel steht fest.
01:15:13Jemand hat ihn umgebracht.
01:15:15Aber warum?
01:15:19Noch eine Frage, Frau Kranzkow.
01:15:21Haben Sie irgendjemandem erzählt, dass Heiko nachts auf die Kalidonia wollte?
01:15:28Nein.
01:15:35Dieser Mann war letzte Nacht wieder hier.
01:15:37Er wollte zu Lula, aber sie war nicht da.
01:15:39Also hat er gewartet.
01:15:41Und wie lange?
01:15:42Es war 23.30 Uhr, als er gekommen ist und nach eins, als er wieder weg ist.
01:15:48Ja, er hat Lula nur um ein paar Minuten verpasst.
01:15:51Tja.
01:15:52Tja.
01:15:53Guten Tag.
01:15:55Den Schlüssel auf die Theke, bitte.
01:15:57Guten Tag.
01:16:01Sie hat Angst.
01:16:02Aber ich habe ihr gesagt, dass sie unbedingt mit Ihnen reden muss.
01:16:05Das ist richtig, ja.
01:16:07Lula?
01:16:09Dienstag.
01:16:12Ja.
01:16:13Aha.
01:16:15Und die Uhrzeit?
01:16:18Um Mittag herum.
01:16:21Gegen zwölf Uhr, ich denke, war der erste Kunde an diesem Tag.
01:16:24Wie lange ist er denn geblieben?
01:16:26So eine Stunde.
01:16:29Eine Stunde, wirklich?
01:16:30Ja, weil wir reden auch.
01:16:33Er ist ein netter Mann.
01:16:34Er hat, ähm, gewissen, ähm, gewissen schlechtes...
01:16:42Gewissensbisse?
01:16:43Ja, wegen seiner Frau, weil sie krank ist.
01:16:47Entschuldigung.
01:16:50Ja, meine Kollegin kommt gleich.
01:16:53Nehmen Sie ihm die Handscheine ab.
01:16:55Tja, und ich denke, ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.
01:17:01Kann ich jetzt gehen?
01:17:03Selbstverständlich.
01:17:11Ich musste es meiner Frau erzählen.
01:17:15Ich weiß nicht, was jetzt passiert.
01:17:31Ich weiß nicht, was jetzt passiert.
01:17:34Ich weiß nicht, was ich jetzt will.
01:17:35Kein Eintrag bei der Schufa.
01:17:37Der zahlt brav seine Steuern.
01:17:39Nicht mal die kleinste Ordnungswidrigkeit.
01:17:41Er wohnt in Dessau in einem Reihenhaus.
01:17:45Mandelstraße 15.
01:17:47Na ja, und weiter?
01:17:49Bis vor einem halben Jahr hat Andrea Kranzko bei ihm gewohnt.
01:17:53Drei Jahre lang.
01:17:54Ach, nee.
01:17:57Dann hat der Kranzko ihm auch noch die Freundin ausgespannt.
01:18:02Und das, das hat er nicht verkraftet.
01:18:04Ja, aber bleibt nur die Frage, wenn Eckart Kranzko erschossen hat, wieso gibt Remscheid ihm ein Alibi?
01:18:10Das ist schließlich der Bruder von Andrea.
01:18:13Remscheid wurde von Kranzko auch beschissen.
01:18:15Denk doch mal an das Grundstück.
01:18:18Das Labor hat angerufen.
01:18:20Sie haben sehr schnell gearbeitet.
01:18:21Halten Sie sich fest.
01:18:22Die Blutspuren auf der Kaledonia stammen von zwei verschiedenen Personen.
01:18:27Eine davon kennen wir.
01:18:29Heiko Remscheid.
01:18:32Warte mal.
01:18:34Eckart kann's nicht gewesen sein.
01:18:36Was?
01:18:38Kranzkos Mörder war nach Aussagen der Zeugen dick.
01:18:41Und das hat Rotte heute ausdrücklich bestätigt.
01:18:43Ja, ja.
01:18:46Aber du...
01:18:47Natürlich, man kann sich auch künstlich dick machen.
01:18:51Vor lauter Abnimmerei und fast in der Quatsche haben wir das völlig außer Acht gelassen.
01:18:56Das würde auch die Weste erklären, von der Senf gesprochen hat.
01:19:00Die hat er unter den Mantel gesagt.
01:19:01So ist es, der Biertrinker.
01:19:03Was?
01:19:03Der Rotte hat gesagt, er sah aus wie ein Biertrinker.
01:19:06Dicker Bauch und dünne Beine.
01:19:09Na bitte.
01:19:16Herr Eckart.
01:19:18Sie hatten eine Beziehung zu Andrea Gransko, bevor sie ihren Mann geheiratet hat.
01:19:23Stimmt das?
01:19:24Beziehung?
01:19:26Nun, so würde ich das nicht sagen.
01:19:28Richtig.
01:19:29Wenn man drei Jahre zusammen wohnt, würde ich das eher eine eheähnliche Gemeinschaft nennen.
01:19:34Carla, kannst du bitte das tun, worum ich dich gebeten habe?
01:19:37Moment, was soll sie tun?
01:19:40Stiefel und Helm für die Baustelle einpacken.
01:19:42Jetzt wird gleich eins zu schütten.
01:19:46Was haben Sie denn da an der Schläfer?
01:19:48Ich habe mich gestoßen in meiner Garage.
01:19:52In der Garage?
01:19:53Herr Eckart, wo waren Sie in der vergangenen Nacht zwischen 23 und 1 Uhr?
01:19:58Zu Hause?
01:19:59In meinem Bett.
01:20:01Sie waren nicht zufällig auf der Caledonia?
01:20:03Nein.
01:20:05Ich weiß überhaupt nicht, was Sie von mir wollen.
01:20:07Wir haben Blutspuren auf der Caledonia gefunden.
01:20:09Die von Heiko Remscheid und wahrscheinlich die seines Mörders.
01:20:21Der haut mit seinem Wagen ab.
01:20:27Sofort eine Fahndung nach Sven Eckart.
01:20:30Und ein Wagen zum Haus von Gransko.
01:20:33Nein, kein Zugriff.
01:20:35Nur observieren.
01:20:36Danke.
01:20:39Und wenn Eckart nicht zu Andrea Gransko fährt?
01:20:43Der fährt dahin, glaub mir.
01:20:45Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten.
01:20:48Entweder war es Eckart alleine oder er zusammen mit dieser Andrea.
01:20:51Und Remscheid?
01:20:52Remscheid steckt mit dem unter einer Decke.
01:20:56Aber er hat ihn umgebracht?
01:20:57Ja, auch Eckart.
01:21:05Sag mal, bist du verrückt geworden, hierher zu kommen?
01:21:07Wir müssen hier weg.
01:21:10Wir?
01:21:11Du hast meinen Bruder umgebracht.
01:21:12Ich hab das doch nicht gewollt.
01:21:14Ich hab das doch nicht gewollt.
01:21:14Das war ein Unfall.
01:21:16Ich wollte ihn mal auslaufen, Herr.
01:21:17Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben.
01:21:20Du solltest Heiko doch nur zur Vernunft bringen.
01:21:27Aber wir gehören doch zusammen.
01:21:28Du und ich.
01:21:32Verschwinde.
01:21:35Aufmachen, Polizei!
01:21:55Ich weiß überhaupt nicht, was Sie von mir wollen.
01:21:57Er hat meinen Mann umgebracht und meinen Bruder auch.
01:21:59Ach, glauben Sie ja kein Wort.
01:22:02Ich war es nicht.
01:22:04Ich werde Ihnen mal erzählen, wie wir das sehen.
01:22:07Gransko hat Ihre Firma geschluckt und Sie zu seinem Angestellten gemacht.
01:22:12Und da kam Ihre Freundin Andrea auf eine Idee.
01:22:16Sie hatte nämlich bemerkt, dass Ihre weiblichen Reize eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Gransko ausübten.
01:22:22Und so entstand Ihr gemeinsamer Plan.
01:22:25Sie baggerten Gransko an und der war eitel genug, darauf reinzufallen.
01:22:29Und am Tage der Hochzeit wurde er aus dem Weg geräumt.
01:22:33Sie haben wirklich eine blühende Fantasie.
01:22:36Jetzt hätten Sie Ihren Mann beerbt.
01:22:38Die Firma sein ganzes Vermögen.
01:22:40Und Sie beide hätten ein schönes Leben gehabt.
01:22:43Daraus wird aber nichts.
01:22:45Der Täter war mit einem dunklen Mantel bekleidet.
01:22:48Und wir können nachweisen, dass Sie, Herr Eckert, diesen Mantel getragen haben.
01:22:53Ihr sogenanntes Alibi hat Ihnen Heiko Remscheid verschafft.
01:22:57Der bekam aber Angst und wurde dadurch zur Gefahr für Sie.
01:23:00Und deshalb haben Sie ihn auf der Caledonia erschlagen und sich dabei im Kopf verletzt.
01:23:05So, Herr Eckert, wir werden Sie jetzt mit aufs Präsidium nehmen und dort wird Ihnen Blut abgenommen werden.
01:23:11Das Ergebnis der Analyse haben wir in einer Stunde.
01:23:18Ich wollte nicht umbringen.
01:23:21Das müssen Sie mir glauben.
01:23:24Danke.
01:23:26Hervorragende Arbeit.
01:23:30Na, da kommen wir doch zu Ihnen.
01:23:33Und zu der Sache mit der Brieftasche.
01:23:36Es sollte ein Raubüberfall vorgetäuscht werden, damit Sie, Herr Eckert, nicht unter Verdacht geraten konnten.
01:23:41Aber Sie haben vergessen, ihm die Brieftasche abzunehmen.
01:23:44Und da haben Sie sie ihm zugeworfen.
01:23:54Und dafür haben wir ein Zeugen.
01:23:56Das reicht aber nicht.
01:23:58Damit kommen Sie nicht durch.
01:24:03Na, das werden wir mal sehen.
01:24:04Abführen.
01:24:20Hallo.
01:24:21Einmal Pommes Franke, bitte.
01:24:24Was ist das?
01:24:25Ein Rot-Weiß.
01:24:26Wie?
01:24:27Mayonnaise und Ketchup.
01:24:29Danke.
01:24:29Oh Gott.
01:24:31Und du?
01:24:32Isst du immer noch nicht richtig?
01:24:35Doch.
01:24:37Hier.
01:25:07Willkommen.
01:25:09Boa
01:25:11Boa
01:25:16Boa是不是