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Kurzfilme
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00:01:42Der Henker!
00:01:46Nur wenn der Teufel hinter mir ist!
00:01:51Ist er noch da?
00:01:52Ich habe nur noch den Schuppen aufgeräumt.
00:01:55Schönen guten Abend.
00:01:57Mein Name ist Rainer Münster.
00:01:59Ich kümmere mich ein bisschen um den Garten hier.
00:02:02Lars Köhler, mein Architekt.
00:02:04Ja, angenehm, freut mich.
00:02:09Frau Steiner, ich will nicht länger stören.
00:02:10Falls Sie nichts dagegen haben, fahre ich jetzt nach Hause.
00:02:14Ja, okay, danke.
00:02:16Wiedersehen.
00:02:18Wiedersehen.
00:02:18Schönen Abend noch.
00:02:25Susanne ist übers Wochenende mit Jonas bei Ihren Eltern.
00:02:28Wir hätten also die ganze Nacht für uns.
00:02:31Und das ist wunderbar.
00:02:33Aber ich habe leider noch so viel zu tun.
00:02:36Und das kann nicht warten?
00:02:49Frau Weihand, was wissen Sie denn schon?
00:02:51Tag, Gerhard.
00:02:52Tag.
00:02:53Ja, also die Tote hat hier in der Wohnung gewohnt.
00:02:55Else Berger, 75 Jahre alt.
00:02:58Aller Wahrscheinlichkeit nach ist sie gestern Abend vergewaltigt und erschlagen worden.
00:03:03Eingebrochen wurde nicht.
00:03:04Raub liegt also aller Wahrscheinlichkeit nicht vor.
00:03:06Vergewaltigt mit 75.
00:03:07Wer macht denn sowas?
00:03:09Meine Herren, das ist Frau Steinert.
00:03:11Ach, die Psychologe.
00:03:13Ja, guten Tag.
00:03:14Guten Tag.
00:03:14Ich bin Hauptkommissar Schmücke.
00:03:16Das ist mein Kollege Hauptkommissar Schneider.
00:03:17Oh, guten Tag.
00:03:18Ich soll das Täterprofil erstellen.
00:03:19Ich habe mich schon ein bisschen umgesehen.
00:03:20Ja, dann legen Sie mal los.
00:03:22Na ja, also das ist eigentlich noch viel zu früh.
00:03:24Im Moment sind das alles nur Vermutungen.
00:03:26Na, wir sind sehr neugierig.
00:03:28Also, ich denke, dass es sich um einen Jugendlichen handelt.
00:03:32Entschuldigung.
00:03:32Ja.
00:03:33Unsicher, sexuell fühl ich unerfahren, kontaktscheu.
00:03:37Möglicherweise lebt er noch zu Hause bei seinen Eltern und hat Stress mit ihnen, weil sie autoritär sind.
00:03:41Na, davon gibt es ja nur wenige.
00:03:43Na, lass Frau Steinert da jetzt mal ausreden.
00:03:45Stellen wir uns mal Folgendes vor.
00:03:47An dem fraglichen Abend gibt es wieder Krach zu Hause.
00:03:49Er fliegt raus, ist deprimiert, weiß nicht wohin.
00:03:52Da fällt ihm die alte Frau in der Nachbarschaft ein.
00:03:54Er weiß, dass sie alleine lebt.
00:03:56Sie stellt also keine Bedrohung dar.
00:03:58Er klingelt bei ihr.
00:03:59Möglicherweise ist er betrunken.
00:04:01Und sie kriegt Angst, reagiert völlig hysterisch.
00:04:06Und er ist dann rein in die Wohnung, schlägt auf sie ein, damit sie still ist.
00:04:12Und die Vergewaltigung?
00:04:15Zum ersten Mal in seinem Leben spürt er, dass er Macht über jemanden hat.
00:04:19Und das erregt ihn.
00:04:21Also fällt er über sie her.
00:04:23Trauenvoll.
00:04:24Und sie kennt ihn, also tötet er sie aus Angst vor Entdeckung.
00:04:27Das ist natürlich nur eine Theorie.
00:04:30Ja.
00:04:31Sie haben doch die Küche gesehen.
00:04:33Ja, sah ziemlich wüst aus.
00:04:35Eben, die Frau war sehr ordentlich.
00:04:37Also offensichtlich hat der Täter noch ausgiebig gegessen und getrunken.
00:04:41Das war natürlich ein Fehler und spricht auch dafür, dass er jung und unertan ist.
00:04:45Ja.
00:04:47Also, durchforsten Sie doch mal die Schulen der Umgebung.
00:04:50Das ist ein Kinderspiel.
00:04:51Die Telefonnummer von ihm haben Sie nicht zufällig.
00:04:54Herr Wart.
00:04:55Wiedersehen.
00:04:56Vielen Dank, Frau Steiner.
00:05:01Ich habe bei meiner Befragung Glück gehabt.
00:05:04Eine Nachbarin kannte das Opfer und erzählte, dass ein gewisser Thorsten Brehme häufig Einkäufe für die alte Dame gemacht hat.
00:05:14Na bitte, ist da schon was.
00:05:16Was haben Sie?
00:05:16Die nächste liegene Schule ist die Berufsschule Karl Marx.
00:05:20Das ist die Namensliste aller 16- bis 19-jährigen männlichen Schüler.
00:05:25Thorsten Brehme steht auch drauf.
00:05:28Gut.
00:05:30Dann rufen Sie mal in der Schule an, machen Sie mir einen Termin mit dem Direktor.
00:05:34Ja.
00:05:34Und wir starten der Familie Brehme mal einen Besuch.
00:05:44Warum die immer zwei Wagen schicken, werden wir nur einen anfordern.
00:05:48Tja, da weiß der eine mal wieder nicht, was der andere macht.
00:05:51Aber sag mal, gleich der erste Verdächtige, wir reden mit dem und der gesteht.
00:05:55Das hatten wir ja nur noch nie, ne?
00:05:57Keine 24 Stunden.
00:05:59Ich halte mal am Reisebüro.
00:06:01Wieso?
00:06:02Ich konnte jetzt eine Woche Urlaub machen.
00:06:04Dann fahre ich nach Mallorca.
00:06:05Ach, Ballermann.
00:06:07Nein, meine Frau will da hin.
00:06:09Zum Ballermann?
00:06:10Nach Mallorca.
00:06:11Ja, ist ja gut.
00:06:12Und ich fahre danach mit unserer Psychologin, mich bedanken.
00:06:15Na, fahr.
00:06:39Entschuldigen Sie, Meister.
00:06:41Das ist nicht hier so einfach auf den Hof fahre, aber ich suche den Hochstädter Weg, der soll hier in
00:06:46der Nähe sein.
00:06:47Da wollen Sie zu Frau Steinert.
00:06:49Ja, genau.
00:06:51Also so, das ist ganz einfach.
00:06:52Erstmal wieder zurück und dann rechtsrum immer geradeaus.
00:06:55Ich zeig Ihnen mal, wie das geht.
00:07:03Ist das so?
00:07:04Nein, du musst es also an der Klinge fassen.
00:07:07Das ist so.
00:07:14Cool.
00:07:15Cool.
00:07:17Entschuldigung.
00:07:20Ich möchte zu Frau Steinert.
00:07:22Bin ich da richtig?
00:07:23Sie ist da drin in dem Haus.
00:07:25Dankeschön.
00:07:32Jonas, Feierabend.
00:07:33Wir müssen nach Hause.
00:07:34Oh Mann, es hat gerade so einen Spaß gemacht.
00:07:36Na ja, aber die Mama wartet doch.
00:07:38Schmücke.
00:07:39Das ist ja überraschend.
00:07:40Entschuldigen Sie den Überfall.
00:07:41Ich wollte nicht stören.
00:07:42Gar nicht.
00:07:43Darf ich vorstellen, das ist Lars Köhler, mein Architekt, Hauptkommissar Schmücke.
00:07:46Tschüss.
00:07:47Angenehm.
00:07:47Angenehm.
00:07:48Tut mir leid, aber wir müssen jetzt los.
00:07:49Komm.
00:07:50Oh Mann, immer wenn es gerade gut wird.
00:07:52Tschüss, Maria.
00:07:53Tschüss.
00:07:53Ich wollte mich nur bei Ihnen bedanken.
00:07:55Wir haben den Täter.
00:07:57Ihre Vermutungen haben volle und schwarze getroffen.
00:08:00Vielen Dank nochmal.
00:08:01Es freut mich, danke.
00:08:03Tja, dann würde ich vorschlagen, ich mache uns erstmal einen Kaffee.
00:08:06Und dann zeige ich Ihnen das Haus.
00:08:08Gern.
00:08:09Schön, haben Sie es hier.
00:08:12Sagen Sie, Ihr Gärtner kommt mir irgendwie bekannt vor.
00:08:17Das ist Rainer Münster.
00:08:19Ah ja, natürlich.
00:08:21Rainer Münster.
00:08:23Der hat doch vor ungefähr zehn Jahren eine Prostituierte umgebracht
00:08:26und sie in seiner Tiefkühltruhe aufbewahrt.
00:08:31Er kam dafür nicht ins Gefängnis, sondern in die Psychiatrie.
00:08:34Ist das der?
00:08:35Er war mein Patient.
00:08:37Ich habe vor kurzem seine Entlassung befürwortet.
00:08:39Ach nee.
00:08:41Seitdem hilft er mir ab und zu hier im Garten
00:08:42und ist unter meiner Obhut sozusagen.
00:08:46Hat sich wohl verändert.
00:08:48Ja, das hat er.
00:09:11Ach ja, im ersten Stock sind noch drei Zimmer und ein Bad.
00:09:18Bitte.
00:09:18Danke.
00:09:19Die Treppe musste raus, die war vollkommen hin.
00:09:22Nächste Woche kriege ich eine neue.
00:09:24Ziemlich waffig.
00:09:27Ist das ein Werkzeugkasten?
00:09:28Ja, aber es ist doch nur ein Provisorium.
00:09:31Darf ich mal?
00:09:32Bitte.
00:09:34Ja.
00:09:37Damit müsste es gehen.
00:09:40Ich bin zwar als Handwerker genauso begabt wie als Ballettfenster,
00:09:45aber...
00:09:46Mal sehen.
00:09:49Also das ist wirklich nett von ihm.
00:09:52Na?
00:10:01Es müsste gehen.
00:10:08Sieht zwar nicht besonders aus,
00:10:11aber er ist nicht mehr so wirklich.
00:10:14Ja, wahrscheinlich haben sie mir das Leben gerettet.
00:10:17Das ist doch meine Aufgabe als Polizist.
00:10:30Hallo.
00:10:31Hallo, hierher.
00:10:35Verdammte Misskälte.
00:10:37Hallo, hierher.
00:10:38Ich bleib stehen.
00:10:42Hallo.
00:10:44Ich bleib stehen.
00:10:49Lars!
00:10:53Bleib stehen!
00:11:05Lars!
00:11:16Dein Handy ist nicht an!
00:11:18Nina, vielleicht bin ich in einer Besprechung.
00:11:19Jonas ist nach der Schule nicht nach Hause gekommen.
00:11:21Dann habe ich ihn in der Schule angerufen.
00:11:22Er war den ganzen Tag nicht da.
00:11:24Dann habe ich die Freunde angerufen.
00:11:25Keiner weiß, wo er ist.
00:11:26Das verliert doch nicht gleich die Nerven.
00:11:27Das muss doch nichts Schlimmes bedeuten.
00:11:30Vielleicht hat er einfach nur die Schule geschwänzt.
00:11:34Was machen wir denn jetzt?
00:11:36Fahr nach Hause und ich fahre den Schulweg ab, ja?
00:11:39Ich komme danach.
00:11:40Komm.
00:11:41Gut.
00:12:13Das wird aber Zeit, dass du bei dir mal aufräumst.
00:12:15Du sei doch ganz still.
00:12:18Wie?
00:12:20Wie siehst du denn aus?
00:12:24Wieso? Das ist mein Mallorca-Outfit.
00:12:26Wir haben dir das ausgesucht.
00:12:28Das habe ich mir selber gekauft.
00:12:30Ja, so sieht es auch aus.
00:12:31Mir muss es ja nicht gefallen.
00:12:34Ich schreibe dir trotzdem eine Karte.
00:12:36Du stirbst dich mal nicht in Unkosten.
00:12:38Es gibt wieder Arbeit.
00:12:41Oh.
00:12:43Ein Kind ist verschwunden.
00:12:45Jonas Köhler.
00:12:46Elf Jahre alt.
00:12:47Wie heißt der Junge?
00:12:49Jonas Köhler.
00:12:51Jonas Köhler.
00:12:53Jonas Köhler.
00:12:55Komm, Herbert.
00:12:57Aber zieh dich mit euch, ja?
00:12:58Aber ja.
00:13:00Tut mir leid, dass wir uns unter diesen Umständen wiedersehen.
00:13:04Ihr kennt euch?
00:13:05Ja, wir haben uns gestern zufällig getroffen bei einer Kollegin von mir.
00:13:09Dadurch kenne ich auch Jonas.
00:13:11Eine neue Baustelle.
00:13:12Ich habe noch nichts davon erzählt.
00:13:13Wann wäre denn Jonas heute normalerweise zu Hause gewesen?
00:13:17Um zwölf.
00:13:18Ich bin um halb eins gekommen und habe mich gewundert, dass er noch nicht hier ist.
00:13:21Dann habe ich ihn in der Schule angerufen und er war den ganzen Tag nicht da.
00:13:25Neigt er denn zum Bummeln?
00:13:27Eigentlich nicht.
00:13:28Außerdem hat er ein Handy.
00:13:30Wenn er später kommt, ruft er an.
00:13:32Haben Sie versucht anzurufen?
00:13:34Ja, unentwegt.
00:13:35Aber es ist nicht an.
00:13:36Vielleicht hat er die PIN-Nummer vergessen.
00:13:38Also, ich vergesse meine Hand dauernd.
00:13:41Das Handy hat keine PIN-Nummer.
00:13:42Man kann es einfach einschalten.
00:13:44Hat Jonas Probleme in der Schule?
00:13:46Oder hier zu Hause?
00:13:48Nein.
00:13:50Jonas ist kein Junge, der einfach wegläuft.
00:13:53Wissen Sie, sowas weiß man nie.
00:13:56Frau Köhler, die allermeisten Kinder tauchen in den ersten 24 Stunden wieder auf.
00:14:00Es gibt also durchaus noch Hoffnung.
00:14:03Wollen Sie ihn denn nicht suchen?
00:14:04Ja, natürlich suchen wir ihn. Aber beruhigen Sie sich.
00:14:07Vielleicht ist er zum Abendbrot schon wieder da.
00:14:10Ach, würden Sie mir die Handynummer von Jonas geben?
00:14:20Darf ich mal?
00:14:22Wo ist denn das?
00:14:24Am Gardasee.
00:14:26Wenn das eine Entführung ist,
00:14:28und der Täter den Jungen schon auf dem Weg zur Schule weggefangen hat,
00:14:33dann hat der schon mal einen riesen Vorsprung.
00:14:36Denkst du an sowas?
00:14:37Ist doch nicht auszuschließen, oder?
00:15:04Kommt er durch?
00:15:05Vielleicht, aber seine Chance ist nicht groß.
00:15:08Kommt er durch?
00:15:09Dann müssen Sie schon was feststellen.
00:15:11Der Täter hat mit großer Wahrscheinlichkeit versucht, ihn zu ersticken.
00:15:13Wir wissen nur noch nicht, womit.
00:15:15Es gibt keine Würgemaler am Hals.
00:15:19Vielleicht hat der Täter wohl nicht mehr abgelassen, weil er dachte, er ist schon tot.
00:15:22Das könnte sein.
00:15:23Sonst noch was?
00:15:24Nein, das ist alles.
00:15:25Gut, danke Doktor.
00:15:33Herr Schmücke.
00:15:36Die Kollegen haben ein benutztes Papiertaschentuch gefunden.
00:15:39Könnte vom Opfer oder vom Täterstand.
00:15:41Kann aber auch rein zufällig da gelingen.
00:15:44Wir beide informieren erst mal die Eltern.
00:15:47Und Sie rufen mich an, wenn es was Neues gibt.
00:15:49Zu jeder Zeit.
00:15:50Mach ich gerne, Herr Hauptkommissar.
00:15:55Mallorca kann nicht planieren.
00:15:57Tja.
00:16:08Er liegt im Koma.
00:16:11Und niemand weiß, ob er jemals wieder aufwacht.
00:16:15Es tut uns leid.
00:16:22Ich bin nix.
00:16:23Ich bin nix.
00:16:30Ich bin nix.
00:16:39Ich bin nix.
00:16:44SERVITASCHE
00:16:45GIGITZE
00:16:46DIETZINES
00:16:48Untersuchung hat ergeben, dass Jonas nicht vergewaltigt und nicht misshandelt wurde.
00:16:53Also kein Sexualstraftäter.
00:16:56Tja, oder er kam nicht mehr dazu, weil er gestört wurde.
00:16:58Das kann auch sein.
00:17:01Und wie ist der Junge in den Wald gelockt worden?
00:17:03Jonas ist entweder freiwillig bei dem Täter eingestiegen, weil er ihn kannte,
00:17:07oder er ist ins Auto gezerrt worden.
00:17:10Vielleicht hat doch jemand was gesehen.
00:17:13Ja, was ist denn mit den reifen Spuren, die wir da in der Nähe des Tatorts gefunden haben?
00:17:17Noch nichts.
00:17:18Was ist denn mit dem Taschentuch? Ist das schon gentechnisch untersucht worden?
00:17:22Ja, aber das Ergebnis liegt auch erst morgen vor.
00:17:25Wir haben einige freiliegende Hautbereiche von Jonas mit Folie abgeklebt.
00:17:29Das jagen wir jetzt durch den Fiberfinder und ich bin ziemlich sicher, da kriegen wir noch DNA-Ergebnisse.
00:17:35Als Sexualstäter hin oder her, man sollte die Ergebnisse mit den anderen einschlägigen Täter abgleichen.
00:17:42Vielleicht ergibt sich daraus.
00:17:43Tja.
00:17:44Gut.
00:17:45Gehen Sie in die Schule?
00:17:46Sprechen Sie mit den Mitschülern, welchen Schulweg er normalerweise nahm, ob er zum Trödeln neigte,
00:17:54wie er sich Fremden gegenüber verhehlt, also das ganze Programm.
00:17:56Geht klar.
00:17:58Steht schon fest, womit er erstickt werden sollte?
00:18:01Ja, mit irgendetwas Wollendem.
00:18:04Sie haben winzige Fasern in der Nase gefunden.
00:18:07Aber das Ergebnis gibt es auch erst morgen.
00:18:10Wir haben noch eine andere Chance.
00:18:12Und die wäre?
00:18:14Jonas wacht auf und sagt uns, wer der Täter ist.
00:18:26Maria!
00:18:27Meine Göttin, meine Sonne, meine Jungfrau.
00:18:30Benno, du schon wieder.
00:18:31Ich habe keine Zeit für dich.
00:18:33Ich habe zu tun.
00:18:33Das macht nichts.
00:18:35Benno hat heute Morgen vor Marias Haus gewartet und jetzt den ganzen Tag hier vor der Tür.
00:18:40Jetzt ist Benno glücklich.
00:18:42Hast du deine Tabletten genommen?
00:18:44Ja, und Benno hat auch seine Milch getrunken.
00:18:48Das ist gut.
00:18:49Soll ich dich ein Stück mitnehmen?
00:18:51Nein, nein, nein, nein.
00:18:53Also dann, pass auf dich auf.
00:19:02Soll ich dich ein Stück mitnehmen?
00:19:31Soll ich dich ein Stück mitnehmen?
00:20:11Die Ärzte haben kaum noch Hoffnung.
00:20:14Vielleicht geschieht ja ein Wunder.
00:20:15Ja.
00:20:17Ja, die Tagaufgund ist.
00:20:21Danke.
00:20:22Pass auf.
00:20:22Die DNA-Analyse ist fertig und jetzt haltet euch fest.
00:20:26Das Taschentuch wurde nicht nur von Jonas benutzt, sondern auch von Rainer Münster.
00:20:31Ah, nee.
00:20:33Na ja, natürlich, er kannte ihn, er hat ja mit ihm gespielt.
00:20:36Sie denken doch nicht, dass Rainer Münster Jonas umbringen wollte.
00:20:40Das Taschentuch vom Tablet können wir nicht wegdiskutieren.
00:20:43Wir halten uns an Fakten.
00:20:45An dem Morgen, als Jonas verschwunden ist, hat er Münster bei Ihnen gearbeitet?
00:20:50Nein, er arbeitet nur am Wochenende, wenn ich auch da bin.
00:20:54Aber hören Sie mal, Münster hat sich nie für Kinder interessiert.
00:20:57Für den lege ich meine Hand ins Feuer.
00:20:59Wenn Sie sich da mal nicht die Finger verbrennen.
00:21:19Herr Münster, wo waren Sie am Dienstag zwischen 7 Uhr und 7 Uhr?
00:21:317 Uhr früh und 12 Uhr am Mittag.
00:21:33Ich habe geschlafen.
00:21:36Und mir einen runtergeholt und in der Nase gepopelt.
00:21:39Sie haben bis 12 Uhr geschlafen?
00:21:42Ja, stellen Sie sich mal vor.
00:21:44Bis Mittag.
00:21:45Montagabend waren ein paar Kumpels zu Besuch.
00:21:47Wir haben ein bisschen gefeiert.
00:21:50Kann das jemand bezeugen?
00:21:52Ja, Sie können Sie fragen.
00:21:54Nein, nein.
00:21:55Mein Kollege meint, ob jemand bezeugen kann, dass Sie Dienstag vor Mittag hier waren.
00:22:01Warum lassen Sie mich nicht einfach in Ruhe?
00:22:04Weil wir Grund zu der Annahme haben, dass Sie versucht haben, Jonas Köhler umzubringen.
00:22:10Warum?
00:22:11Warum sollte ich ihn umbringen?
00:22:13Ich mochte ihn.
00:22:14Mochten Sie nicht auch die Prostituierte, die Sie in Ihrer Tiefkühltruhe aufbewahrt haben?
00:22:20Das ist doch alles längst vorbei.
00:22:23Herr Münster, wir haben am Tatort neben Jonas Köhler ein Papiertaschentuch gefunden, das Sie benutzt haben.
00:22:30Wie erklären Sie sich das?
00:22:35Keine Ahnung.
00:22:36Wissen Sie, wo Jonas zur Schule geht?
00:22:40Ja.
00:22:41Wissen Sie auch, wo er wohnt?
00:22:43Ja, scheiße, na und?
00:22:45Aber ich weiß nicht, wann er die Windpocken hatte.
00:22:48Und ich war es auch nicht.
00:22:51Haben Sie ihn eigentlich nur bei Frau Steinhardt gesehen?
00:22:54Wieso, warum?
00:22:56Wo denn noch?
00:22:58Ich habe ihn mal nach der Schule zufällig getroffen.
00:23:02Und habe ihn nach Hause gefahren. Ist das verboten?
00:23:05Was haben Sie denn für ein Auto?
00:23:07Einen alten VW Polo.
00:23:10Welche Farbe?
00:23:13Blau, oh Mann.
00:23:15Wir müssen Sie leider mitnehmen, Herr Münster.
00:23:18Holen Sie sich eine Zahnbürste aus Ihrem Bad, aber lassen Sie die Tür auf.
00:23:21Na, kommen Sie, kommen Sie.
00:23:27Wunderbar, das schaffe ich es nachher noch zum Reisebüro.
00:23:29Was willst du denn da?
00:23:31Nun kann ich doch mal meine zwei Wochen Mallorca buchen.
00:23:34Oh Gott, nein.
00:23:43Lars.
00:23:44Was hast du dir dabei gedacht?
00:23:46Hast du eigentlich veranschuldigt geworden?
00:23:48Sagst du mit keinem Wort, dass dieser Münster wirklich ist, dass er ein Mörder ist?
00:23:51Ein Vergewaltiger?
00:23:52Und dann lässt du ihn seelenruhig mit meinem Sohn spielen?
00:23:55Lars, Münster tut Kindern nichts.
00:23:56Arzt.
00:23:57Und warum ist er dann von der Polizei verhaftet worden?
00:23:59Du bist schuld, das sage ich dir.
00:24:01Du mit deiner grenzenlosen Borniertheit, mit deiner Selbstüberschätzung, mit deinem ganzen psychologischen Schwachsinn.
00:24:07Dich hätten sie abholen und wegsperren sollen.
00:24:10Sie müssen ja dringend pilotiert werden und dann werden sie irgendwann als geheilt entlassen.
00:24:14Und dann, dann morden Sie weiter.
00:24:15Lars, bitte, glaub ich mir.
00:24:16Das wirst du mir büßen, das schwöre ich dir.
00:24:19Wenn Jona stirbt, dann bring ich dich um.
00:24:29Komm mir nie wieder unter die Augen.
00:24:41Benno.
00:24:42Benno.
00:24:44Benno wollte nur mal sehen, ob auch alles in Ordnung ist.
00:24:50Ich denke, dass der Täter sehr jung ist, zwischen 18 und 25.
00:24:55Homosexuell, mit starker pädophiler Veranlagung, schüchtern.
00:25:00Kontakte mit Erwachsenen machen ihm Angst.
00:25:03Danke.
00:25:05Ich nehme an, dass er ohne Vater aufgewachsen ist und noch zu Hause bei der Mutter lebt.
00:25:11Deswegen ist er mit dem Kind auch in den Wald gefahren.
00:25:13Er hat keine eigene Wohnung.
00:25:16Ist Jonas freiwillig mit dem Mitgefahrenen?
00:25:19Ich meine, er war ein ziemlich selbstbewusstes Kind.
00:25:23Ja, und somit auch kein typisches Opfer.
00:25:26Also, wenn er mit dem Mitgefahrenen ist, hat er den Täter entweder gekannt oder der Täter hatte irgendwas, was Jonas
00:25:34fasziniert hat.
00:25:37Vielleicht ein dickes Auto.
00:25:39Das muss aber schon ein sehr dickes Auto gewesen sein.
00:25:42Und ich nehme nicht an, dass unser Täter sehr viel Geld zur Verfügung hat.
00:25:46Also, wir haben es hier mit einem sexuellen Delikt zu tun, bei dem der Tod des Opfers entweder in Kauf
00:25:52genommen oder angestrebt wurde.
00:25:54Aber wir haben keine Vergewaltigung und das ist ungewöhnlich.
00:25:59Vielleicht wollte er, aber er konnte nicht.
00:26:02Ja, das ist denkbar.
00:26:04Aber warum hat er versucht, den Jungen umzubringen?
00:26:07Na, es wütend über seine Niederlage. Der Frust macht ihn aggressiv.
00:26:12Außerdem, entweder kannte ihn das Kind oder es hat ihn zumindest gesehen.
00:26:18Ich glaube, wir können Münster als Täter vergessen.
00:26:22Erstens, ist er älter als 18 bis 25.
00:26:26Zweitens steht er auf Frauen und drittens wohnt er nicht bei seiner Mutter.
00:26:30Oder wir vergessen das Täterprofil dieser Dame komplett.
00:26:34Überleg doch mal, sie musste doch so ein Täterprofil erstellen.
00:26:37Sonst hätte sie uns doch ihre eigene Unfähigkeit in Sachen Münster bewiesen.
00:26:40Ja, mag sein, aber ich glaube, wir trotzdem irgendwie.
00:26:43Was willst du jetzt machen?
00:26:44Ich?
00:26:45Du, schnell ins Rasebüro.
00:26:48Mallorca kannst du vergessen.
00:26:50Ja.
00:26:58Entschuldigen Sie, sind Sie Frau Köhler?
00:27:00Ja.
00:27:01Ich bin Benno, der Schutzengel von Maria Steinert.
00:27:04Benno weiß eine ganze Menge über Lars Köhler und den kleinen Jonas.
00:27:08Viele Dinge, die Benno nicht gefallen.
00:27:10Ich weiß nicht, was Sie wollen.
00:27:12Benno ist dafür da, das Böse von Maria Steinert abzuwenden.
00:27:15Was hat das mit meinem Mann und meinem Sohn zu tun?
00:27:17Benno gefällt es nicht, wenn Maria Steinert Bekanntschaften macht, die ihr nicht gut tun.
00:27:21Und seit einigen Wochen heißt diese Bekanntschaft Lars Köhler.
00:27:28Was?
00:27:30Lars Köhler ist oft bei Maria Steinert.
00:27:33Zweimal in der Woche.
00:27:34Manchmal mit dem kleinen Jonas.
00:27:36Jonas spielt mit dem Gärtner Rainer Münster.
00:27:39Dann sind Lars Köhler und Maria Steinert im Schlafzimmer.
00:27:42Die beiden treffen sich auch in der Wohnung in der Stadt von Maria Steinert.
00:27:46Benno hat das alles ganz genau in seinem Buch.
00:27:49Aber das Treffen gestern Abend, ist Maria Steinert sehr aufgeregt.
00:27:54Benno will nicht, dass Maria Steinert nochmal von Lars Köhler getroffen wird.
00:27:59Benno will, dass Maria Steinert in Ruhe gelassen wird.
00:28:03Sonst wird Benno böse.
00:28:04Sonst wird Benno sogar ganz furchtbar böse.
00:28:08Sagen Sie das bitte, Lars Köhler.
00:28:18Ich habe eben im Krankenhaus angerufen.
00:28:20Jonas geht es unverändert.
00:28:22Es kann sein, dass er noch Wochen oder Monate lang im Koma liegt.
00:28:26Was ist denn mit seinem Handy?
00:28:28Nichts. Gar nichts.
00:28:29Die Kollegen haben den ganzen Wald abgesucht.
00:28:32Herbert, was ermitteln wir hier eigentlich?
00:28:34Wir haben den Täter.
00:28:36Am Tatort hat er sein Taschentuch liegen lassen.
00:28:39Genauso hätte er seinen Personalausweis im Wald liegen lassen können.
00:28:41Ja, stimmt, aber...
00:28:43Was heißt denn hier aber?
00:28:45Wir haben nichts, das auf einen anderen Täter als Münster hindeuten würde.
00:28:49Die Steinert irrt sich diesmal.
00:28:51Sie hat diesen Münster freigelassen und der hat nichts Eiligeres zu tun, als diesen Jungen zu überfallen.
00:28:56Und das ist dir wirst.
00:28:57Das begreife ich nicht.
00:28:58Vielleicht haben wir mit dem Reifensprung Glück.
00:29:01275 Jahre.
00:29:03Damit fahren in der Regel dicke Limousinen oder exklusive Sportwagen.
00:29:06Das ist doch schon weiß, oder?
00:29:07Auf keinen Fall ein Polo, oder?
00:29:09Nee, das kann man ausschließen.
00:29:10Aber das kann man klauen, mieten, pumpen.
00:29:14Danke, Frau Weihand.
00:29:16Herbert, du vergisst immer, Münster hat eine Prostituierte umgebracht und keinen kleinen Jungen.
00:29:22Mein Instinkt sagt mir, die Steinert irrt sich nicht.
00:29:40Warst du mit Jonas oft bei Maria Steinert?
00:29:47Nicht so oft.
00:29:50Seit wann geht das?
00:29:54Noch nicht so lange.
00:30:00Würdest du jetzt vielleicht verdammt nochmal mit mir reden?
00:30:03Das ist das Mindeste, was du für mich tun kannst.
00:30:06Muss das jetzt sein?
00:30:08Ja, das muss jetzt sein.
00:30:10Ich kann dazu nicht viel sagen.
00:30:14Du bist schuld.
00:30:16Du bist schuld, dass Jonas hier liegt.
00:30:19Du hast sie mit zur Steinert geschleppt, wo er auf diesen Münster getroffen ist.
00:30:22Du Schwein.
00:30:24Du hast alles kaputt gemacht.
00:30:26Du hast Jonas auf dem Gewissen.
00:30:34Du bist schuld.
00:30:35Ich möchte Anzeige erstatten.
00:30:38Gegen meinen Mann.
00:30:41Nehmen Sie ja Platz, Frau Keller.
00:30:43Wegen Beihilfe zum versuchten Mord.
00:30:46Wie bitte?
00:30:47Sie haben ganz richtig verstanden.
00:30:50Wie kommen Sie denn darauf?
00:30:53Legen Sie mal los.
00:30:56Ich weiß, dass mein Mann seit Wochen eine Geliebte hat.
00:31:00Maria Steinert.
00:31:02Er hat sich regelmäßig mit ihr getroffen.
00:31:04Entweder in ihrer Stadtwohnung oder in ihrem Landhaus.
00:31:07Seine Arbeit als Architekt war nur ein Vorwand.
00:31:11Er hat Jonas häufig mitgenommen.
00:31:13Und dabei hat Jonas diesen Münster kennengelernt.
00:31:16Er hat nicht verhindert, dass mein Sohn mit einem Triebtäter in Kontakt kommt.
00:31:20Er ist schuld.
00:31:21Vielleicht wusste er, Mann, gar nicht, wer Münster ist.
00:31:25Hätte er diese Affäre nicht gehabt, wäre Jonas noch gesund.
00:31:28Das ist gut möglich.
00:31:29Na also, bitte nehmen Sie jetzt die Anzeige auf.
00:31:31Ich möchte, dass gegen ihn ermittelt wird.
00:31:33Ich will, dass er bestraft wird.
00:31:35Moment mal, Frau Köhler.
00:31:37Ich meine, dass Ihr Mann Sie betrügt, das mag ja sehr unangenehm für Sie sein.
00:31:41Aber was Sie da vorbringen, also Beihilfe zum versuchten Mord, ist das nicht.
00:31:50Herzlichen Dank für Ihre große Hilfe.
00:31:57Woher weißt du das mit Münster?
00:32:38Wollen wir noch irgendwo ein schnelles Bier trinken?
00:32:40Nee, Edith wartet.
00:32:41Das wird sie sein.
00:32:43Ja, Schmücke?
00:32:45Ach, Sie?
00:32:46Ja.
00:32:48Ja, gut.
00:32:49Wir kommen.
00:32:50Edith war das aber nicht.
00:32:52Nee.
00:32:52Edith muss warten, die Steinert.
00:32:54Sie hat ein Problem.
00:32:56Mit der habe ich langsam auch ein Problem.
00:33:09Wenn ich morgens in die Klinik gehe, ist es hell.
00:33:11Da brennt bei mir nie Licht.
00:33:13Ah.
00:33:14Und seitdem habe ich einen Schatten hinter der Gardine gesehen.
00:33:16Also irgendjemand ist bei mir in der Wohnung.
00:33:18Vielleicht war das Herr Köhler auf Sie.
00:33:21Wo kommen Sie denn da rauf?
00:33:23Also ich weiß nicht, wer bei mir in der Wohnung ist, aber Lars Köhler ist es ganz bestimmt nicht.
00:33:27Na gut, dann gehen wir mal nach oben.
00:33:31Hallo?
00:33:31Ist da jemand?
00:33:51Nichts.
00:33:52Aber auch gar nichts.
00:33:54Das Schloss war in Ordnung.
00:33:56Es sieht doch nicht aus, als wäre die Wohnung durchsucht worden.
00:33:58Nee.
00:34:01Sie müssen sich getäuscht haben.
00:34:03Ich habe mich bestimmt nicht getäuscht.
00:34:06Ich gucke mir ja schon immer mit Begeisterung Filme an, in denen irren Ärzte allmählich verrückter werden als ihre Patienten.
00:34:13Du solltest dir lieber einen Film über Mallorca ansehen.
00:34:17Denn so schnell kommst du dann in mich nicht hin.
00:34:26Meine Herren, draußen sitzt ein Zeuge im Fall Jonas.
00:34:29Ein gewisser Alfred Kummer.
00:34:30Er war am fraglichen Morgen mit seinem Hund unterwegs und hat was gesehen.
00:34:33Gut.
00:34:34Vielleicht haben wir Glück.
00:34:35Schicken Sie ihn rein.
00:34:36Herr Kummer, kommen Sie bitte.
00:34:39Tag.
00:34:41Tag.
00:34:41Tag, Herr Kummer.
00:34:42Nehmen Sie Platz.
00:34:44Was haben Sie uns denn zu berichten, Herr Kummer?
00:34:47Ja, ich mache jeden Morgen eine Tour mit meinem Rottweiler, weil vor zwei Jahren, da haben Sie mich früh pensioniert.
00:34:54Gehen Sie immer dieselbe Strecke?
00:34:57Ne, mal hier, mal da.
00:35:00Und an diesem Dienstag?
00:35:01Da bin ich weit rein in den Wald, weil Rollo war sehr nervös und da will ich lieber niemand begegnen.
00:35:08Da lassen Sie den Hund einfach so laufen?
00:35:11Na ja, wenn ich das Gefühl habe, da ist niemand, na klar.
00:35:16Ich meine, der muss ja mal rennen.
00:35:19Erzählen Sie weiter.
00:35:20Also an diesem Dienstag, da spielte Rollo plötzlich verrückt, er hatte eine Bürste, flätschte die Zähne, startete durch und war
00:35:28weg.
00:35:29Ich habe gepfiffen, wie blöd, aber ohne Erfolg.
00:35:32Dann bin ich ihm nach.
00:35:34Wer fällt ein?
00:35:36Und dann?
00:35:37Na dann habe ich plötzlich einen BMW gesehen.
00:35:40Es war ein Z8.
00:35:42Silberfarben.
00:35:43Voll Stoff durch den Wald.
00:35:45Und mein Hund hinterher.
00:35:47Haben Sie das Nummernschild sehen können?
00:35:49Ach du, lieber Himmel, nee, dazu war ich viel zu weit weg.
00:35:52Sagen Sie mal, warum kommen Sie denn heute erst?
00:35:56Na, ich lese da keine Zeitung.
00:35:59Aber einmal in der Woche, da kommt meine Mutter zum Kaffee.
00:36:02Und die weiß alles.
00:36:03Und die hat mir von dem Jungen im Wald erzählt.
00:36:06Aha.
00:36:08Und das war ein silberfarbener BMW Z8.
00:36:12Sie sind sich da ganz sicher?
00:36:13Ja, ganz sicher.
00:36:15Das Silber sieht man doch nur wirklich nicht alle da, ne?
00:36:17Ja, vielen Dank, Herr Kummer.
00:36:20Sie haben uns sehr geholfen.
00:36:39Vielen Dank, Herr Kummer.
00:36:47Sie haben uns sehr geholfen.
00:36:48Sie haben uns sehr geholfen.
00:36:49Sie sind ja,hmal.
00:37:14Das war's.
00:37:44Muss das sein mit den Handschellen?
00:37:46Nehmen Sie mir die Handschellen an.
00:37:52Dankeschön, die Herren. Sie warten bitte draußen, ja?
00:37:57So, Herr Münster, wissen Sie immer noch nicht, wie Ihr Taschentuch an den Tatort kam?
00:38:01Doch.
00:38:03Ich habe ja ab und zu mit Jonas im Garten von Frau Steinert gespielt.
00:38:08Und das letzte Mal lief ihm die Nase und da habe ich ihm ein Taschentuch gegeben.
00:38:13Es war zwar sogar benutzt, aber es hat ihn nicht gekratzt.
00:38:17Wahrscheinlich hat er es eingesteckt.
00:38:20Dann muss es ihm aus der Tasche gefallen sein, als er überfallen wurde.
00:38:25Sehr schöne Geschichte.
00:38:29Ich habe euch alles erzählt, was ich weiß, Ihr Klugscheißer.
00:38:33Okay, Münster.
00:38:35Der Klugscheißer wird Ihnen jetzt mal erklären, was passiert ist.
00:38:38Sie haben Jonas Dienstagvormittag getroffen und sind mit ihm in den Wald gefangen.
00:38:42Er kam mit. Er hat Ihnen vertraut.
00:38:45Sie wollen ihm an die Wäsche. Sie stehen zwar auf Frauen, aber wenn Sie so richtig Notstands haben...
00:38:49Oh, Quatsch!
00:38:50Schon mein Zuhören wird mir übel.
00:38:52Aber Jonas hat sich so gewehrt, dass Sie Ihren Pulli ausgezogen und ihm die Nase zugedrückt haben.
00:38:56Sie wollten ihn nicht umbringen. Sie wollten nur, dass er aufhört zu zappeln. Stimmt's?
00:39:01Du Klugscheißer!
00:39:02Ihr wart nicht, ob uns fertig waren, ihr blöden Arztlöcher!
00:39:13Mit dir ist die Fantasie durchgegangen.
00:39:17Überleg doch mal.
00:39:19Ein Hetero, der plötzlich auf kleine Jungs steht.
00:39:24Es gibt nichts, was es nicht gibt.
00:39:34Sie müssen mir helfen. Ich habe Angst.
00:39:37Um Gottes Willen verstanden, was dann passiert.
00:39:39Heute Nacht waren es vier Anrufe. Kein Wort, mehr so ein Atmen.
00:39:44Und gestern Abend habe ich eine halbe Flasche Wein getrunken, den Rest in den Kühlschrank gestellt.
00:39:48Und als ich heute Vormittag nach Hause kam, war die Flasche leer.
00:39:51So geht es mir ja andauernd, nur mit Bier.
00:39:54Herr Schmücke, ich werde bedroht.
00:39:56Ja, tut mir leid, aber ich glaube, wir...
00:39:59Wir können da nichts machen.
00:40:02Ja, muss mir denn wirklich erst der Schädel gespalten werden, bevor Sie was unternehmen?
00:40:06Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber...
00:40:08solange Sie nicht täglich angegriffen werden, liegt kein Straftatbestand vor.
00:40:13Aber... das wissen Sie doch selbst.
00:40:15Ja, natürlich, ich weiß, aber...
00:40:18das hilft mir jetzt auch nicht weiter.
00:40:24Von Ihrer Selbstsicherheit ist aber nicht mehr viel übrig geblieben.
00:40:28Leider nicht, nein.
00:40:30Hast du das gemacht?
00:40:31Genau...
00:40:34Jawiss vom Klaus aus, Tage zu KO grey.
00:40:48Zack, vergangen Sie mal alles.
00:40:53Drei geh ich!.
00:40:57Und
00:41:00jetzt ist es für mich zur Hallo Zeit. Drei
00:41:01hol Sriters von Klaus aus, Tage zu Chester. Hier,
00:41:30Untertitelung des ZDF, 2020
00:42:01Untertitelung des ZDF, 2020
00:42:15Untertitelung des ZDF, 2020
00:42:31Und wer könnte ihn denn mit so etwas Angst machen wollen?
00:42:36Fragen Sie lieber, wer mich umbringen will.
00:42:38Ich meine, diese Todesanzeige ist doch wohl eindeutig.
00:42:40Ja, nur überlegen Sie doch mal.
00:42:42Ich überlege die ganze Zeit. Ich weiß es nicht.
00:42:48Könnte vielleicht Lars Köhler den hier sein, der Sie bedroht?
00:42:54Das glaube ich nicht.
00:42:56Der Lars ist ein ganz Direkter. Wenn der mich umbringen will, dann hätte er es schon längst getan.
00:43:01Herbert, der Hundebesitzer wartet im Wald.
00:43:05Entschuldigung, aber...
00:43:06Wir müssen leider...
00:43:09Versuchen Sie sich doch erstmal zu beruhigen.
00:43:11Ich komme nachher nochmal vorbei.
00:43:14Danke.
00:43:18Also, ich stand hier.
00:43:21Und da vorne...
00:43:23Da vorne ist das Autoland geschossen.
00:43:26Und mein Hund hinterher.
00:43:27Was glauben Sie, wie schnell ist der Wagen gefahren?
00:43:30Tja, 30, 40.
00:43:33Keine Ahnung.
00:43:34Kann denn ein Hund so schnell rinnen?
00:43:36Ganz kurz vielleicht, aber nicht lange.
00:43:39Darum ist er nach einer Weile ja auch zurückgekommen.
00:43:44Aber Sie sind sich immer noch sicher, dass das ein silberfarbener BMW Z8 war?
00:43:48Wissen Sie, die Wagen sind äußerst selten.
00:43:50Ganz sicher.
00:43:51Das können Sie mir ruhig glauben.
00:44:22Das können Sie, die Wagen sind äußerst selten.
00:44:35Ich bin müde.
00:44:50Benno.
00:44:51Keine Angst.
00:44:53Benno tut doch nichts.
00:44:55Ach, Benno, lass mich in Ruhe.
00:44:57Ich bin müde.
00:45:14Komm, Benno.
00:45:18Vergessen Sie die Schlüssel nicht, Maria.
00:45:36Ach, entschuldigen Sie die Störung, aber haben Sie vielleicht Feuer für mich?
00:45:41Äh, geht's so?
00:45:49Danke, sehr freundlich.
00:45:50Bitte.
00:46:03Die Krepo in Sachsen-Anhalt sucht einen mittelgroßen, kräftigen Mann.
00:46:07Er ist bereits in fünf Fällen über die Balkone in die Wohnungen alleinstehender Frauen eingestiegen und hat sie misshandelt und
00:46:14vergewaltigt.
00:46:15Er ist stets maskiert und ein hervorragender Kletterer.
00:46:18So erreicht er auch Myodos Balkone im zweiten oder dritten Stock.
00:46:55So, da bin ich. Es ist ein bisschen spät geworden. Alles in Ordnung.
00:46:59Vielleicht bin ich so froh, dass Sie da sind. Bitte, kommen Sie rein.
00:47:02Ich bin nur noch ein nervliches Rack. Selbst Fernsehen macht mir Angst.
00:47:06Wollen Sie was trinken?
00:47:07Ja, hier?
00:47:08Ja, bitte.
00:47:08Ein Glas Wasser, wenn Sie haben.
00:47:10Ja, klar.
00:47:12Sagen Sie, wer hat denn noch Zugang zu dieser Wohnung außer Ihnen? Hat irgendjemand einen Schlüssel?
00:47:19Niemand. Das ist ja das Unheimliche. Lars Köhler hatte welche, aber die hat er mir in der Zwischenzeit zurückgeschickt.
00:47:29Und jemand aus der Klinik, ein Patient. Vielleicht haben Sie sich auch mal liegen lassen.
00:47:37Ach, vielleicht Benno. Benno Brack. Das ist der Sohn von meinem Nachbarn auf dem Land.
00:47:42Der verfolgt mich ständig, aber nicht heimlich. Außerdem ist er vollkommen harmlos.
00:47:49Und wenn er doch nicht so harmlos ist, wie Sie denken?
00:48:10Ich bin tot müde. Erzähl mir morgen, warum du wütend bist.
00:48:23Kannst du mir verraten, wo du um diese Zeit herkommst?
00:48:26Ich habe einen Job, Edith. Ich muss arbeiten.
00:48:30Bis nachts um zwei.
00:48:31Bei uns gibt es keine Dienstagvorschrift, das weißt du doch.
00:48:34Arbeitet Herbert auch so lange?
00:48:37Sag mal, soll es ein Verhör sein?
00:48:38Ich habe im Büro angerufen, da ging aber niemand ans Telefon.
00:48:41Und warum hast du es nicht übers Handy versucht?
00:48:44Weil ich dich in deinen privaten Unternehmern nicht stören will.
00:48:48Jetzt hör mir mal zu.
00:48:50Erstens war ich wirklich dienstlich unterwegs.
00:48:53Zweitens bin ich dir keine Rechenschaft schuldig.
00:48:56Und drittens gehe ich jetzt ins Bett.
00:48:58Weil ich bin hundemüde und in ein paar Stunden muss ich wieder raus.
00:49:03Ich denke, ihr habt den Täter bereits verhaftet, der das Kind umbringen wollte.
00:49:07Was gibt es denn da noch groß zu tun?
00:49:09Wir sind uns nicht sicher, ob es wirklich der Richtige ist.
00:49:13Aber wehe, du erzählst was.
00:49:17Nachtsüße.
00:49:21Nachtsüße.
00:49:24Moin.
00:49:25Moin.
00:49:27Wie siehst du denn aus?
00:49:30Hast du die ganze Nacht auf dem Tisch getanzt?
00:49:33Ja.
00:49:34Mit Edith.
00:49:35Tango.
00:49:39Münster hat ein Mithäftling krankenhausreif geschlagen und seine Zelle komplett auseinandergenommen.
00:49:44Ach du meine Güte.
00:49:45Sie haben ihn in die Psychiatrie gebracht.
00:49:47Na, da kann ja unsere liebe Frau Steinert endlich mal hier...
00:49:50Und lass doch mal die Steiner, Delphre.
00:49:52Was macht eigentlich das Phantom, das hinter ihr her ist?
00:49:57Benno Brack.
00:49:59Das ist der Sohn vom Nachbarn.
00:50:01Draußen auf ihrem Grundstück.
00:50:03Der könnte dahinter stecken.
00:50:04Der war mir ja Patient.
00:50:07Guck ihn dir mal an.
00:50:09Aber sei ein bisschen beruhlsam, verstehst du?
00:50:11Der ist, äh, der ist nicht ganz, also wie soll ich dir sagen, der ist eben ein bisschen, äh...
00:50:17Einfältig?
00:50:17Ja, du müsstest ja nicht mit ihm zurechtkommen.
00:50:22Er ist nicht so gemein, Digga.
00:50:24Das ist aber die Croissants.
00:50:25Das sind meine.
00:50:27Aber sind da welche da?
00:50:28Ah.
00:50:29Äh, und Kaffee?
00:50:32Selbstbedienbar.
00:50:43Tag, Herr Brack.
00:50:46Herr Brack, dich.
00:50:47Ich hab ja nur Gutes von Ihnen gehört.
00:50:50Ja.
00:50:51Frau Steinert ist ja ganz begeistert.
00:50:54Oh.
00:50:56Ich find das fabelhaft, wie Sie auf sie aufpassen.
00:50:59Sie sind ja für uns schon fast wie ein Kollege.
00:51:02Das freut Benno aber.
00:51:04Warum tun Sie das alles?
00:51:07Das macht doch viel Mühe.
00:51:09Benno ist dafür da, um auf Maria Steinert aufzupassen.
00:51:13Dass ihr nichts passiert.
00:51:14Denn Benno und die Jungfrau Maria
00:51:17und die Kinder gehören zusammen.
00:51:19Nicht nur hier, sondern auch in alle Ewigkeit.
00:51:23Ah.
00:51:24Der eine Mann,
00:51:26der mit dem kleinen Kind,
00:51:28der war nicht gut für Maria Steinert.
00:51:30Da hat Benno mit seiner Frau gesprochen.
00:51:35Und jetzt kommt der Mann nicht mehr.
00:51:37Aber da ist schon wieder ein Mann.
00:51:39Im Ernst?
00:51:41Benno schreibt sich seit Wochen ganz genau auf,
00:51:44mit wem sich Maria Steiner trifft.
00:51:46Da hat Benno ganz besonders ein Buch für.
00:51:52Gestern am Abend war der Mann wieder da.
00:51:56Aber Benno hat sich sein Gesicht ganz genau gemerkt.
00:52:01Sagen Sie, Benno,
00:52:03wenn Sie den Mann so genau gesehen haben,
00:52:07was meinen Sie,
00:52:07ob Sie uns helfen können,
00:52:08ein Phantombild von ihm anzufertigen?
00:52:13Der Mund nicht so dick.
00:52:17und die Augen kleiner
00:52:21und enger zusammen.
00:52:25Ja.
00:52:26Und eine Brille hat er aufgehabt.
00:52:29Nicht die...
00:52:36Und untenrum breiter.
00:52:40Dicker.
00:52:44Und um die Haare weg.
00:52:47Nicht alle.
00:52:52Ja.
00:52:54So hat er ausgesehen.
00:52:57Benno kann sich gut erinnern.
00:52:59Ja.
00:53:01Benno, Sie warnen uns eine große Hilfe.
00:53:03Macht Benno Spaß, so was.
00:53:06Finden Sie alleine raus?
00:53:08Mhm.
00:53:10Tschüss.
00:53:11Tschüss.
00:53:16So.
00:53:18Jetzt wissen wir, wer Frau Steinhardt verfolgt.
00:53:21Tun Sie mir einen Gefallen
00:53:22und drücken Sie es trotzdem ein paar Mal aus.
00:53:30Du kannst mich kurz vor der Wohnung
00:53:32von der Steinhardt absetzen.
00:53:34Ich will noch mal mit den Nachbarn sprechen.
00:53:36Vielleicht hat doch irgendjemand was gesehen.
00:53:39Wen rufst du denn an?
00:53:41Moment.
00:53:42Das klingelt.
00:53:45Ja, guten Tag.
00:53:46Mein Name ist Kaufmann.
00:53:48Spreche ich mit Herrn Böhmer?
00:53:50Nein, ja, wer spricht denn da?
00:53:52Mark.
00:53:53Aha.
00:53:54Sagen Sie, aber die Nummer, die...
00:53:56Hallo?
00:53:58Scheiße aufgemacht.
00:54:00Kaufmann, Böhmer, was soll das?
00:54:02Halt dich fest.
00:54:03Da ist jemand an das Handy von Jonas gegangen.
00:54:07Ein Mark.
00:54:08Also, wenn es der Täter war, ist er ziemlich bescheuert.
00:54:12Auf keinen Fall war es einer Münster.
00:54:15Und nun?
00:54:17Pass auf.
00:54:18Wir fahren jetzt zu den Köhlers.
00:54:20Vielleicht können die was damit anfangen.
00:54:31Und wenn Sie meinen Mann sprechen wollen, ist er ein Krankenhaus.
00:54:35Und ich muss nur ein paar Stunden schlafen.
00:54:36Entschuldigung, es dauert nur fünf Minuten.
00:54:44Kennen Sie einen Mark?
00:54:45Nein.
00:54:47Vielleicht einen Bekannter, einen Klassenkameraden von Jonas.
00:54:50Was?
00:54:51Nein, nie gehört worden.
00:54:54Tja, war nur noch eine Frage.
00:54:57Danke, das war's.
00:54:59Ach, äh, was nennen Sie dazu?
00:55:03Was soll ich dazu sagen?
00:55:05Ist sie tot?
00:55:06Nein, ist sie nicht.
00:55:08Aber ich habe den Eindruck, wenn es so wäre, wären Sie nicht gerade unglücklich darüber.
00:55:12Ihr Eindruck ist richtig.
00:55:15Danke.
00:55:23Was ich trotzdem nicht begreife ist, was für ein Teufel hat sich denn geritten, der Köhler
00:55:28diese Todesanzeige unter die Nase zu halten?
00:55:30Ach, keine Ahnung.
00:55:32Ich weiß nur, dass ich diese Anzeige am liebsten jedem unter die Nase halten würde, der mit
00:55:36dem Fall zu tun hat.
00:55:37Nur um zu sehen, ob er mit der Wimper zuckt oder nicht.
00:55:40Und?
00:55:40Hat sie gezuckt?
00:55:42Was denn mit diesem Benno?
00:55:44Benno.
00:55:45Er hat sich seine eigene Welt zurecht gebastelt.
00:55:47Er lebt in einem Wahn, der vielleicht gefährlich werden könnte.
00:55:51Meinst du, er ist derjenige, der Sie bedroht?
00:55:55Könnte sein.
00:55:57Je mehr er sie verrückt macht und in die Angst treibt, umso wichtiger wird er doch für
00:56:01sie als Beschützer.
00:56:05Gut.
00:56:06Also, wir sehen uns morgen.
00:56:08Tschüss.
00:56:23Hast du mal wieder deinen Schlüssel verbummelt?
00:56:31Einen wunderschönen guten Abend, gnädige Frau.
00:56:34Mein Name ist Benno Brack.
00:56:35Entschuldigen Sie die Störung, aber der Herr, der in dieser Wohnung wohnt ist...
00:56:39Er ist nicht da.
00:56:39Er kommt aber jeden Moment.
00:56:41Das glaubt Benno kaum.
00:56:43Denn im Moment ist er bei Maria Steinert.
00:56:45Dort ist er täglich.
00:56:47Und wenn er bei ihr ist, wird es immer spät.
00:56:49Sehr spät sogar.
00:56:51Gestern war er bis...
00:56:53Warten Sie.
00:56:59Gestern war er bis 1.45 Uhr nachts bei ihr.
00:57:07Sie sollten mal ein paar Tage aussperren.
00:57:11Ich fahre am Wochenende raus aufs Land.
00:57:15Ich meine, Sie machen ja im Moment eine Menge durch.
00:57:20Die Sache mit Jonas, die Trennung von Lars Köhler, die Bedrohung.
00:57:27Das ist ja alles ein bisschen viel, nicht?
00:57:32Sie glauben mir nicht.
00:57:34Sie glauben, dass ich mir das alles nur einbilde.
00:57:36Nein, nein, das nicht nur.
00:57:38Sagen wir es mal so.
00:57:41Alle offensichtlichen, belegbaren Drohungen kamen ja von außen.
00:57:46Also, die Todesanzeige, diese Anrufe.
00:57:51Aber die Dinge, die hier in Ihrer Wohnung passierten...
00:57:57Sie meinen, der könnte ich mich geirrt haben.
00:57:59Könnte doch denkbar sein, oder?
00:58:03Denkbar.
00:58:06Ja, denkbar.
00:58:07Ach Gott, ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich denken soll und was nicht.
00:58:10Ich bin überhaupt kein Mensch mehr.
00:58:13Ich habe nie wirklich Angst gehabt in meinem Leben.
00:58:16Und jetzt...
00:58:17Ich schlage Ihnen vor, wechseln Sie doch erstmal die Türschlösser aus.
00:58:21Das kann auf keinen Fall schaden.
00:58:23Ja, natürlich. Das hätte ich schon längst machen sollen.
00:58:25Versprechen Sie mir das.
00:58:29Gut.
00:58:34Das, was ich für uns beide gekocht habe, kannst du dir im Mülleimer angucken.
00:58:39Dieser scheiß Benno.
00:58:41Edith, ich habe dir doch alles erklärt.
00:58:43Ich habe wirklich nur meinen Job gemacht.
00:58:46Hat diese Frau Steinert eine feuchte Wohnung?
00:58:48Oder warum bist du hergekommen?
00:58:50Kannst du nicht mit diesem Theater aufhören?
00:58:52Ich esse jetzt diese beiden Eier und dann gehe ich ins Bett.
00:58:54Ich habe in der vergangenen Woche keine Nacht länger als vier Stunden geschlafen.
00:58:58Ich bin fix und alle.
00:59:00Kunststück.
00:59:01Und setz mir los.
00:59:12Edith.
00:59:21Was hältst du denn davon? Wir gehen morgen ins Kino.
00:59:24Waren wir doch schon lange nicht mehr.
00:59:26Musst du dich morgen nicht um sie kümmern.
00:59:28Quatsch.
00:59:30Ich werde mir den Abend freihalten.
00:59:32Da kommt nichts dazwischen.
00:59:35Ganz bestimmt.
00:59:36Ganz bestimmt.
00:59:38Und sollten alle potenziellen Mörder zur gleichen Zeit zuschlagen.
00:59:43Da soll sich Schneider drum kümmern.
00:59:47Ich freue mich drauf.
00:59:52Morgen, Herr Harald.
00:59:54Sag mal.
00:59:55Was soll denn das hier?
00:59:57Unser Freund Benno hat unserem Phantomzeichner den Mann beschrieben, der Maria Steinert ständig verfolgt.
01:00:03Und das ist er.
01:00:05Ach du, meine Güte.
01:00:07Er führt Buch über jede Minute, die du bei ihr warst.
01:00:10So wie er es früher mit Lars Köhler gemacht hat.
01:00:12Das erklärt natürlich einiges.
01:00:17Jonas Köhler ist tot.
01:00:20Heute Morgen 7.30 Uhr.
01:00:22Er ist nicht mehr zu Bewusstsein gekommen.
01:00:24Jetzt haben wir es mit Mord zu tun.
01:00:27Tja.
01:00:30Was ist denn mit diesen BMWs?
01:00:32Meine Kollegen wollen sich spätestens morgen melden.
01:00:34Was heißt denn hier Morgen, mein Gott?
01:00:36Da draußen läuft einer rum.
01:00:38Der hat es auf kleine Jungs abgesehen.
01:00:39Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Kerl wieder zuschlägt.
01:00:43Herbert, ruf doch mal an und kümmert dich mal drum.
01:00:45Mein Gott.
01:00:46Ist doch ein Unding, dass das so lange dauert.
01:00:48Aber hier, für so ein Mist, für so ein Mist hat er Zeit.
01:00:51Also wenn man hier wirklich nicht alle Lässe alleine macht, ist man verloren.
01:00:55Aber...
01:00:56Verloren ist man hier.
01:00:57Und hin.
01:01:34Ja?
01:01:35Ja? Wer? Ach, Sie sind's, Frau Steinert.
01:01:42Was? Was wollen Sie? Neue Schlösser? Wo denn?
01:01:48Ach so, drüben in Ihrem Haus.
01:01:53Ja, ist gut. Ich sag meinem Sohn Bescheid.
01:01:57Ja, und denn? Na, wo denn nun?
01:02:01Unterm Blumentopf oder unter der Matte?
01:02:04Ja, ist gut. Ich sag Bescheid.
01:02:13Heinrich! Was ist denn?
01:02:15Die Steinertsche hat angerufen. Du sollst bei Ihrem Haus drüben die Schlösser austauschen.
01:02:21Was soll denn das schon wieder? Die hat mich doch vor einer Stunde schon mal angerufen.
01:02:25Na ja, ist gut. Ich mache schon.
01:02:26Na ja. Ja doch, bald Junge, bald Eier.
01:02:32Ja.
01:02:34Ich bin fertig für heute.
01:02:36Was sagst du denn dazu, Dicker?
01:02:39Ich gehe mit Edith ins Kino.
01:02:42Aha.
01:02:44Also wird unser tapferes Schneiderlein sämtlich auftretende Probleme alleine lösen müssen.
01:02:50Deine Laune scheint sich ja wieder gebessert zu haben.
01:02:53Ja, Entschuldigung, aber manchmal ist es wie verhext.
01:02:55Weißt du doch, mein Dicker.
01:02:56So.
01:02:59Tschüssi.
01:03:00Tschüss.
01:03:01Kannst du nachher sauber machen.
01:03:03Das machst du gefälligst alleine.
01:03:07Schneider.
01:03:08Schweider.
01:03:10Ach, Frau Steinert, was gibt's?
01:03:12Es war wieder jemand in meiner Wohnung.
01:03:14Auf dem Spiegel im Bad steht mein Name und drunter ein Kreuz.
01:03:17Ich habe sofort die Schlösser austauschen lassen.
01:03:19Im Landhaus auch.
01:03:20Das war gut.
01:03:21Jetzt brauchen Sie doch erstmal keine Angst zu haben.
01:03:23Ich habe aber Angst.
01:03:25Ich habe wahnsinnige Angst.
01:03:27Ich werde auf alle Fälle ab und zu eine Streife bei Ihnen vorbeischicken.
01:03:30Nein, das brauchen Sie nicht.
01:03:32Ich fahre heute noch in mein Haus auf dem Land.
01:03:33Danke.
01:03:34Danke.
01:03:35Ach, Frau Steinert hat noch was.
01:03:39Heute Morgen ist Jonas gestorben.
01:03:43Frau Steinert?
01:03:44Hallo.
01:04:33Frau Steinert hat noch was.
01:04:56Frau Steinert hat noch was.
01:05:10Frau Steinert hat noch was.
01:05:41Ich komme mir vor, als wäre ich 17.
01:05:45Du kannst mir schon vertrauen.
01:05:48Auch wenn manchmal alle Indizien und Beweise gegen mich sprechen.
01:05:52Ich schlaf mich tot.
01:05:53Und das sagt ausgerechnet ein Kriminalhauptkommissar.
01:05:56Hier, nehm.
01:05:57Nein, nein.
01:05:59Du sagst ja und dauernd, ich werde immer fetter.
01:06:01Dann eben nicht.
01:06:06Zwei kleine?
01:06:07Und dauernd, ich werde immer mit mir verraten.
01:07:05Untertitelung des ZDF, 2020
01:07:35Untertitelung des ZDF, 2020
01:08:06Untertitelung des ZDF, 2020
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01:11:03Untertitelung des ZDF, 2020
01:11:16Ja, schmeckt es.
01:11:19Ja, was?
01:11:23Ja, das ist ja wunderbar.
01:11:27Ja, ja, ich komme sofort.
01:11:30Klar, Edith, ich muss los.
01:11:35Das ist ja mal was ganz Neues.
01:11:37Ja, nicht böse sein.
01:11:58Wir haben den BMW, Reifenprofil und Abdruck vom Tatortstimmen überein.
01:12:04Der Besitzer wartet im Präsidium.
01:12:06Na, endlich.
01:12:07Ach, die Steinert hat gestern Abend bei mir nur angerufen, weil sie schreckliche Angst hatte.
01:12:11Ich wollte den Kollegen von der Streife Bescheid sagen, aber sie sagte, sie fährt aufs Land.
01:12:16Und mir hat sie auf die Mailbox gesprochen, ihr ganzes Haus sei voller Lilien.
01:12:21Also irgendwas stimmt da nicht.
01:12:24Na ja, wenn wir den BMW-Besitzer vernommen haben, fahren wir nochmal hin, okay?
01:12:28Okay.
01:12:30Herr Starke, wo waren Sie vorige Woche am Dienstagmorgen?
01:12:34Im Büro.
01:12:35Da bin ich vormittags immer.
01:12:36Außer samstags und sonntags.
01:12:38Meine Sekretärin wird den Herzschlag kriegen, wenn ich nicht da wäre.
01:12:41Wann fangen Sie an zu arbeiten?
01:12:43Halb neun, pünktlich.
01:12:44Fahren Sie immer mit diesem Z8 in die Firma?
01:12:47Ja, natürlich.
01:12:49In Ihrem Wagen sind Fingerabdrücke, Faserspuren von der Kleidung und Hautpartikel des ermordeten Jungen Jonas Köhler gefunden worden.
01:12:57Wie erklären Sie sich das?
01:13:00Ich hatte den Wagen vom 12. bis 14. in der Werkstatt.
01:13:04Welche Werkstatt?
01:13:06Was war denn an so einem Z8 kaputt?
01:13:09Das Verdeck war ziemlich kompliziert.
01:13:12Stand der Wagen die ganze Zeit hier in der Werkstatt?
01:13:14Nein, nein, wir müssen ja Probe fahren, wir müssen ja sehen, ob wieder alles funktioniert.
01:13:18Und wer fährt Probe? Sie?
01:13:20Manchmal, je nachdem, wer den Wagen repariert.
01:13:22Wer hat den Z8 repariert?
01:13:24Klose und Zicklau. Kloses Probegefahren, wer macht das gerne.
01:13:27Wissen Sie, wann das war?
01:13:29Warten Sie mal, ja, am 13. abends war der Wagen fertig, am 14. morgens ist Klose los und am Nachmittag
01:13:35kann ich ihn abholen.
01:13:37Ist Klose hier? Können wir mit Ihnen mal reden?
01:13:39Ja, es tut mir leid, er ist krank.
01:13:41Wie heißt er denn mit Vornamen?
01:13:43Markus.
01:13:47Wären Sie so nett, uns seine Adresse zu geben?
01:13:50Wieso, ist was mit dem Wagen oder hat er was ausgefrisst?
01:13:53Nein, nein, das ist reine Routine.
01:13:58Mein Sohn ist krank, den können Sie nicht sprechen.
01:14:00Ein andermal. Auf Wiedersehen.
01:14:02Ja, vielen Dank, Frau Klose.
01:14:04Aber Sie können doch nicht...
01:14:06Ist das dein Zimmer?
01:14:10Herr Klose, wachen Sie mal auf.
01:14:13Polizei.
01:14:14Sie arbeiten in der Autoreparaturwerkstatt Seiler?
01:14:18Ja.
01:14:19Sie sind am 14. mit einem silberfarbenen Z8 Probegefahren.
01:14:24Kann sein.
01:14:25Weiß ich nicht mehr.
01:14:29Ziehen Sie sich an, wir müssen Sie bitten, mit aufs Präsidium zu kommen.
01:14:33Aber ich bin krank.
01:14:35Aber doch nicht so krank, dass Sie nicht mitkommen können.
01:14:37Was?
01:14:38Also los, ziehen Sie sich an.
01:14:56Auf diesen Dienstagmorgen hatten Sie sich so richtig gefreut, nicht, Klose?
01:15:00Endlich wieder mal Probefahrt machen mit einem schicken Auto.
01:15:03Bisschen angeben, vielleicht endlich mal ein Mädchen rumkriegen.
01:15:07Sie haben sich ein bisschen nett angezogen und gehen auf die Pirsch.
01:15:10Denn es kötzt Sie an, dass Ihre Mutter in täglichen den Ohren liegt, dass Sie endlich mal eine Freundin mit
01:15:15nach Hause bringen.
01:15:16Sie haben ja keine Ahnung.
01:15:18Eigentlich haben Sie mit allen Problemen.
01:15:21Aber mit Mädchen besonders.
01:15:22Wenn Sie das sagen...
01:15:23Blond soll sie sein und jung und sie soll auf den ersten Blick sehen, was Sie für ein toller Hecht
01:15:27sind.
01:15:28Aber egal, wie Sie sich ansprechen, es interessiert sich keine für Sie.
01:15:32Sie schaffen es noch nicht mal mit so einem Wagen.
01:15:33Das ist doch alles Quatsch.
01:15:36Stimmt doch gar nicht.
01:15:38Die Mädchen interessieren mich nicht.
01:15:40Ach nee.
01:15:42Wer denn?
01:15:44Doch nicht etwa kleine Jungs?
01:15:49Dann war es also beabsichtigt, dass ein kleiner Junge bei Ihnen einsteigt.
01:15:54Der Junge ist schwer beeindruckt von dem Auto.
01:15:58Jonas Köhler, hieß er übrigens.
01:16:00Sie fahren mit ihm in den Wald und als Sie die passende Stelle gefunden haben, klappt es nicht.
01:16:04Sie werden gestört.
01:16:05Und damit er Sie nicht verrät, drücken Sie ihm Ihren Pullover ins Gesicht.
01:16:09Und dann kommt noch dieser wild gewordene Köter angerast.
01:16:12Und Sie hauen ab.
01:16:13War das so?
01:16:19Sie haben natürlich das Recht zu schweigen.
01:16:25Sie brauchen nicht rangehen.
01:16:27Ich rufe Sie an.
01:16:30Und zwar unter der Nummer von Jonas Handy.
01:16:45An Ihrer Stelle würde ich mich jetzt zu meinem guten Anwalt kümmern.
01:16:53Frau Steinert!
01:16:57Mit der Arsch und Zwirn, warum macht Sie da nicht auf?
01:17:00Frau Steinert!
01:17:03Komm, wir gehen auf die andere Seite.
01:17:12Um Gottes Willen!
01:17:13Um Gottes Willen!
01:17:18Um Gottes Willen!
01:17:27Um Gottes Willen!
01:17:49Wir sind beide tot.
01:18:16Es tut mir leid, glaub mir.
01:18:21Das ist meine Schuld.
01:18:24Ich hätte gestern Abend hierherfahren sollen.
01:18:26Ich habe doch gewusst, dass das nicht stimmt.
01:18:35Der Tod ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen 23 und 24 Uhr eingetreten.
01:18:41Sie ist mit einer dünnen Schlinge erdrosselt und danach mit einem Seil aufgehängt worden.
01:18:49Zwischen 23 und 24 Uhr.
01:18:52Ich hätte es schaffen können nach dem Kino.
01:18:54Jetzt hör mir mal zu, Herr Wach.
01:18:55Wenn Frau Steinert nur so ein diffuses Gefühl von Angst hatte, weil sie ständig bedroht
01:19:01wurde, hättest du ihr nicht helfen können.
01:19:03Du konntest doch nicht bei ihr wohnen.
01:19:05Der Mörder hätte doch gewartet, bis du weg bist.
01:19:08Außerdem habe ich mich erkundigt.
01:19:10Sie hat da draußen auf dem Lande die Kollegen unter 110 um 22 Uhr alarmiert.
01:19:15Sie haben das ganze Haus durchsucht und nichts gefunden.
01:19:18Und jetzt höre endlich auf, dir Vorwürfe zu machen.
01:19:24Was machen wir jetzt?
01:19:26Ihren Mörder suchen.
01:19:31Dann lasst uns mal zusammentragen, was wir inzwischen wissen.
01:19:35Ja.
01:19:37Also Maria Steinert ist erst erdrosselt worden und der Mörder hat sie dann aufgehängt,
01:19:44um einen Selbstmord vorzutäuschen.
01:19:47Was ist mit Benno?
01:19:49Benno?
01:19:51Er hat sich selbst aufgehängt, weil er als ihr Beschützer versagt hat.
01:19:56Mit einem anderen Seil und einem völlig dilettantischen Knoten, durch den er jämmerlich erstickt ist.
01:20:02Benno hat Maria nicht umgebracht, denn Marias Mörder konnte mit Seilen und Knoten umgehen.
01:20:08Genau.
01:20:09Der Täter hat einen Palsteak benutzt.
01:20:11Ziemlich komplizierter Knoten.
01:20:13Und unter Normalsterblichen relativ unbekannt.
01:20:17Aber unter Seglern und Skippern zum Beispiel.
01:20:20Da muss er beherrscht werden.
01:20:22Türen und Fenster im Haus waren in Ordnung.
01:20:25Ja.
01:20:26Also hat er den Mördern Schlüssel.
01:20:28Aber woher wusste er, dass die Schlüssel ausgetauscht wurden?
01:20:32Er muss verdammt gut informiert gewesen sein.
01:20:35Ja.
01:20:36Komm.
01:20:37Wir fahren noch mal ins Haus.
01:20:40Hier oben sind sie auch nicht.
01:20:43Ich habe eigentlich einen Leiter mit zwei Handbohrern festgemacht, damit sie nicht wegrutscht.
01:20:50Der Mörder muss die Bohrer rausgeschraubt haben, um die Leiter unwerfen zu können.
01:20:56Die Spürsicherung hat nichts von Bohrern erwähnt.
01:20:59Ja, wo sind die Bohrer?
01:21:01Hat sie den Mörder mitgenommen?
01:21:02Aber was soll das?
01:21:04Ich wusste, hier stimmt was nicht.
01:21:06Jetzt lass mich holen.
01:21:09Von wem hat sie nur die ganzen Lilien?
01:21:12Die müssen von Benno sein.
01:21:14Da muss er aber vor dem Mörder im Haus gewesen sein.
01:21:17Die Steinert hat doch auf der Mailbox davon gesprochen.
01:21:19Ja, ja.
01:21:21Aber die Streife sagt, das Haus war leer.
01:21:24Pass mal auf, es kann nur so gewesen sein.
01:21:27Benno hat die Lilien drapiert, als Maria unter der Dusche war.
01:21:31Dann ist er unbemerkt wieder aus dem Haus.
01:21:35Später hat er versucht anzurufen, um nachzufragen, ob sie sich darüber gefreut hat.
01:21:40Hm.
01:21:40Es ging aber niemand ans Telefon.
01:21:43Also ist er her, hat Licht gesehen, hat aufgeschlossen und da hing sie.
01:21:51Wer hat überhaupt ein Motiv, Maria Steinert umzubringen?
01:21:56Das habe ich mich die ganze Zeit gefragt.
01:22:00Eigentlich nur Lars Köhler.
01:22:03Und wieso?
01:22:04Köhler denkt immer noch, Münster ist ja Mörder von Jonas.
01:22:08Er hat einen wahnsinnigen Hass auf Maria, weil die Münsters Freilassung befürwortet hat.
01:22:14Und er ist ein passionierter Segler, der sich mit komplizierten Knoten auskommt.
01:22:18So ist es.
01:22:23Herr Köhler, wir haben hier eine richterliche Anordnung für eine Hausdurchsuchung.
01:22:28Sie gestatten da.
01:22:30Hausdurchsuchung, wieso? Was haben wir verbrochen?
01:22:33Maria Steinert ist gestern ermordet worden.
01:22:37Was?
01:22:39Weigern, Spurensicherung.
01:22:40Fangt schon mal an.
01:22:41Tja, ein Kollege in die Küche, die anderen mit mir.
01:22:43Wann haben Sie Maria Steinert das letzte Mal gesehen?
01:22:47Was?
01:22:49Kurz nachdem Sie Jonas gefunden haben.
01:22:54Aber was soll das? Ich meine, was habe ich mit dem Tod von Frau Steinert zu tun?
01:22:58Das versuchen wir herauszufinden.
01:23:01Mein Gott, unser Sohn ist ermordet worden.
01:23:04Wir sind mit den Nerven völlig am Ende.
01:23:08Können Sie uns nicht endlich in Ruhe lassen?
01:23:10Solange wir nicht wissen, wer Frau Steinert ermordet hat, leider nicht.
01:23:14Tag, Frau Köhler.
01:23:15Wir haben den Mörder Ihres Sohnes.
01:23:17Er hat bereits gestanden.
01:23:19Es ist nicht Rainer Münster, wie Sie angenommen haben.
01:23:25Können Sie nicht verstehen, dass wir uns nur wünschen, dass hier endlich alles mal ein Ende hat?
01:23:29Doch, können wir.
01:23:30Hier.
01:23:31Ich habe etwas gefunden.
01:23:33In dieser Jacke.
01:23:36Ist das Ihre Jacke, Herr Köhler?
01:23:39Ja, natürlich.
01:23:41Wo kommen diese beiden Bohrer her?
01:23:43Ich weiß nicht, wahrscheinlich von irgendeiner Baustelle.
01:23:45Nein.
01:23:46Die stammen aus dem Haus von Maria Steinert.
01:23:49Ja, und?
01:23:50Da war ich auch öfter.
01:23:51Lars, was soll das alles?
01:23:53Ich habe keine Ahnung.
01:23:54Ich verstehe überhaupt nichts.
01:23:56Herr Köhler, wir müssen Sie bitten, mit aufs Präsidium zu kommen.
01:24:02Kommen wir zur Sache.
01:24:05Frau Steinert wurde am Freitagabend zwischen 23 und 24 Uhr ermordet.
01:24:09Wo waren Sie an dem Abend?
01:24:15Ich, ähm...
01:24:17Ich war beim Richtfest in der Ahron Allee 17.
01:24:21Es begann um 18 Uhr.
01:24:24Und, äh, ich war ohne Auto da, weil auf solchen Festen immer sehr viel getrunken wird.
01:24:30Bis wann ging das Fest?
01:24:32Ich glaube, bis vier Uhr morgens.
01:24:34Aber ich bin schon um eins gegangen und dann mit dem Taxi nach Hause gefahren.
01:24:42Und...
01:24:43Haben Sie auf dem Fest diese Jacke?
01:24:48Ne.
01:24:49Die lag zu Hause in meinem Auto.
01:24:55Das Alibi von Lars Köhler ist absolut wasserdicht.
01:24:59Seine ständige Anwesenheit auf dem Fest wurde von mehreren Zeugen bestätigt.
01:25:03Ebenso sein Abgang um eins.
01:25:05Und er trug nicht die schwarze Lederjacke, sondern einen hellen Mantel.
01:25:08Und den Taxifahrer, der ihn nach Hause gefahren hat, den haben wir auch ausfindig gemacht.
01:25:12Er meinte, der Kerl wäre hackebreit gewesen.
01:25:15Das war ein Mist.
01:25:17Ich hab mir nochmal die Familie Brack vorgenommen.
01:25:21Maria Steinert hat Bauer Brack Freitagmorgen angerufen
01:25:24und ihn gebeten, die Schlösser im Landhaus auszutauschen.
01:25:28Und eine Stunde später hat sie nochmal angerufen und um dasselbe gebeten.
01:25:33Hat die Oma gesagt. Ist doch komisch, oder?
01:25:35Ja.
01:25:38Einartig.
01:25:41Moment.
01:25:42Wer sagt uns denn, dass das beide Male Maria Steinert war?
01:25:50Natürlich.
01:25:51Dann wird doch der Hund in der Pfanne verrückt.
01:25:53Wir denken halt immer, dass wir oder Männer sind.
01:25:55Ja.
01:25:56Susanne Köhler, Susanne Köhler hasste Maria, weil die ein Verhältnis mit ihrem Mann hatte.
01:26:00Und wegen des Todes ihres Kindes.
01:26:03Und auch sie ist eine erfahrene Seglerin.
01:26:06Also hat sie bei Brack angerufen.
01:26:08So ist es.
01:26:09Und sie hat die beiden Handbohrer in die Jackentasche ihres Mannes gesteckt.
01:26:12Um sich an ihn zu rächen und ihm den Mord in die Schuhe zu schieben.
01:26:15Los!
01:26:18Los!
01:26:30Los!
01:26:31Los!
01:27:05Um Gottes Willen, wo will sie denn leben?
01:27:31Amen.
01:28:02Amen.
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