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  • vor 9 Stunden

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:03Untertitelung im Auftrag des ZDF für funk
00:08Herr Rosenheim
00:13Haben Sie die Frau Wache jetzt schon gesehen?
00:14Nein, die habe ich heute noch gar nicht gesehen, Herr Rösler
00:16Was, auch nicht beim Frühstück?
00:18Nein
00:19So geht's ja nicht
00:28Nicola!
00:30Was ist denn los?
00:34Nicola!
00:36Guten Morgen!
00:41Nicola!
00:47Nicola, komm aufstehen, was ist denn los?
00:53Oh mein Gott
00:57Guten Morgen!
00:59Was hast du da gesagt?
01:01Morgen
01:01Das heißt Guten Morgen
01:03Schluckl, so weit bin ich noch nicht
01:04Jetzt brauche ich zuerst einmal einen Kaffee und dann können wir vielleicht weiter reden
01:07Vielleicht sogar über Guten Morgen
01:09Michi, der muss noch ein bisschen warten, der läuft gerade durch
01:11Der Läubel ist wieder da
01:14Hat er endlich seine Prüfung geschafft?
01:16Ja, nach dem dritten Anlauf
01:17Jetzt ist er offiziell Kommissar
01:19Und wir haben endlich jemanden, der einen Hansen vertreten kann
01:21Wo ist denn der?
01:23In Hamburg
01:23Sein Papa hat Geburtstag
01:25Kippe Rosenheim Apparatstockl, grüß Gott
01:28Wo?
01:30Bitte fassen Sie nichts an, wir kommen
01:33Michi, es gab er dann euch
01:34Kann das nicht fünf Minuten später passieren?
01:36Das Leben ist kein Wunschkonzert
01:38Da schau her
01:38Hotel Rosenheim Traudinger Straße
01:42Ich hab mich so gefreut auf meinen Kaffee
01:43Dann nehm ihn halt mit
01:44Da, nehm die Thermoskan
01:46Ist der von dir?
01:47Nein, die steht schon seit Wochen da
01:49Wahrscheinlich hat's der Hartl vergessen
01:50Aber der wird den Kopf nicht abreißen, wenn es das der ausleist
01:53Der Hartl, nein
01:55Das ist aber schön
01:57Hot and cool
02:03Moin, Frau Hofer
02:05Morgen, Herr Staats
02:06Ah, wunderbar, gibt's schon Kaffee
02:08Äh, nein, der, der müssen grad durchgelaufen sein
02:11Toll
02:12Sagen Sie, ich hab gehört, dass der Hansen für ein paar Tage bei seinem Vater in Hamburg ist
02:17Ja
02:17Da sind Sie jetzt ganz allein?
02:19Nein, ich krieg doch diesen Läubel zur Verstärkung
02:21Ja, ja, freilich, der war doch schon mal da, der plattert den mit dem Fassel, gell?
02:25Ja, genau, der
02:31Ich befürchte, das wird heut nix mit meinem Kaffee
02:36Frau Stockel, was gibt's?
02:44Arbeit einmal
02:45Aushalt bitte
02:46Aber, Herr Moin, wir kennen uns doch
02:49Das ist mir schon klar, Herr Läubel
02:50Ich möcht mir nur vergewissern, ob Sie mir überhaupt was zu sagen haben
02:55Danke
02:58Kommissar Läubel
03:01Gratuliere
03:02Dankeschön
03:03Hat halt ein bissel gedauert, gell
03:05Ich weiß es schon
03:05Da ist er ja unser frischgebackener Herr Kommissar
03:09Mangelstadtl
03:10Grüß Gott, Herr Kommissar Läubel
03:12Und Gratulation, gell?
03:13Hab's schon gekontrolliert, alles in Ordnung
03:16Herr Moin, das ist die Rede da
03:17Wunderbar
03:21Was haben wir heut?
03:25Das Opfer ist Nicola Bach, 26 Jahre alt und ledig
03:30Sie hat hier in der Saison gearbeitet, als Zimmermädchen
03:33Aber auch hier in der Rezeption
03:35Dahin sind die Zimmer fürs Personal
03:36Weil sie kommt ursprünglich aus Chemnitz
03:39Und wer hat's?
03:41Wer's gefunden hat?
03:42Der Geschäftsführer
03:43Mario Rösler
03:47Hat jemand was mitgekriegt?
03:49Mit ein paar Gästen hab ich schon geredet, aber da war nix gescheit
03:52Wo?
03:52Ah, ja
03:53Guten Morgen, die Herren
03:54Guten Morgen, Frau Dr. Eckstein
03:55Ah, grüß Gott, Herr
03:58Wie war nochmal Ihr Name?
04:00Läubel
04:01Professor Läubel
04:02Ach so
04:03Sie waren doch der, der mehrere Versuche gebraucht hat
04:06Ja
04:06Ich bin aber der, der sich Ihren Namen merken hat können, Frau Dr. Eckstein
04:10Freut mich
04:12Jawohl, danke
04:14Können Sie schon was zur Leiche sagen?
04:16Ja
04:17Sie hat Hematome an den Handgelenken und im Gesicht
04:20Also so wie es aussieht, hat es einen Kampf gegeben
04:22Da Sie am Hals aber keine Druckstellen aufweist
04:25Muss der Täter Sie mit einem Kissen oder der Decke erstickt haben
04:29Wisst ihr, was ich glaub?
04:31Ich glaub, der Täter hat keinen Wert auf Wertgegenstände gelegt
04:34Ja
04:35Schön
04:36Schaut da ja aus
04:37Vielleicht ein enttäuschter Liebhaber, hm?
04:40Wirklich
04:41Schauen Sie mal her
04:44Das ist da unten unter dem Tisch gelebt
04:46Versteckt
04:48Und was ist das da?
04:51Das ist auf der Dreiecklänge
04:53Wahrscheinlich vom Tisch gekreut
04:56Fögt aus wie der Mikrofon
04:58Gibt's da ein Aufnahmegerät dazu?
05:01Bestimmt
05:02Aber gefunden haben wir keins
05:03Das sind Hotelabrechnungen
05:05Warum versteckt man die bitte schön in seinem Zimmer unterm Tisch?
05:08Gute Frage
05:09Ich denke, wir sollten einmal mit dem Eigentümer reden
05:13Eigentümer ist schwierig, da gibt's dann so eine Investorengemeinschaft
05:16Aber was man, das ist der Geschäftsführer
05:18Das ist der Mario Rösler
05:19Der?
05:20Frau Dr. Eckstein
05:21Kennen Sie uns schon was zum Todeszeitpunkt sagen?
05:23Mhm
05:24Der Täter hat ihr die Decke übergeworfen
05:26Dadurch ist der Körper warmgehalten worden
05:28Da die Leichenstarre aber schon voll ausgebildet ist
05:31Sehe ich davon aus, dass es gestern Abend zwischen 20 und 22 Uhr passiert ist?
05:35Tja, das ist doch schon mal was
05:37Oder, Herr Läubl?
05:38Ja
05:45Sie hatte bis 22 Uhr Dienst in der Rezeption
05:49Und danach ist sie, soweit ich weiß, auf ihr Zimmer gegangen
05:51Ist sie vielleicht nochmal weggegangen?
05:55Beschweren kann ich das natürlich nicht, ich war nicht mehr da
05:57Aber sie hatte Bereitschaft, insofern hätte sie schon was sagen müssen, wenn sie nicht mehr weggegangen wäre
06:02Und wo waren Sie, wenn ich fragen darf?
06:03Ich war daheim in meiner Wohnung, in Rosenheim
06:06Kann das jemand bezeugen?
06:08Nein, leider nicht, ich war allein daheim
06:12Wir haben im Zimmer von der Frau Bach unter ihrem Schreibtisch versteckt
06:16Hotelabrechnungen und Notizen dazu gefunden
06:18Haben Sie eine Idee, warum die die da versteckt hat?
06:20Also, keine Ahnung
06:23Ja gut, dann müssen wir die Geschäftsbücher mitnehmen
06:26Aber ich kann Ihnen versichern, das...
06:30Dürfen Sie das denn?
06:31Ja, bei Mord dürfen wir so einiges
06:34Gell, Herr Läuble?
06:36Ja
06:39Guten Morgen, Frau Stöckl
06:40Guten Morgen, Frau Ortmann
06:42Haben Sie zufällig meine Thermoskarte gesehen?
06:45Die hat sich der Herr Mohr ausgeliehen
06:48Wie bitte? Wie kommt der denn dazu?
06:51Also, Entschuldigung, wenn das Zeug hier wochenlang umeinander steht, dann dürfen Sie einen nicht wundern
06:56Also, Frau Stöckl, ich bin den ganzen Tag außer Haus
06:58Seien Sie doch so gut und richten Sie dem Herrn Mohr aus, dass ich meine Thermoskanne gerne wieder hätte
07:02Und es war nämlich ein Geschenk
07:03Aha, von wem denn?
07:04Das tut hier nicht zur Sache
07:06Wiedersehen
07:07Schönen Tag noch
07:09Was, ein Aufstand wegen einer Thermoskanne
07:14Wie war denn Ihr Verhältnis zu der Toten?
07:17Das war eigentlich schon sehr gut
07:18Wie gesagt, die Frau Bach war sehr tüchtig
07:21Sie war jetzt zwei Jahre bei uns
07:23Ich kann nichts gegen sie sagen
07:24Hat sie irgendwelche Probleme gehabt? Mit Kollegen zum Beispiel?
07:28Nein, nicht, dass ich wüsste
07:29Hat die Frau Bach einen Freund gehabt, ich meine, sie war ja sehr attraktiv
07:33Ich will nichts Falsches sagen
07:36Aber ich glaube, dass sie mal was mit dem Steffen Weigand gehabt hat
07:40Also, das ist unser Biobauer
07:41Also, der Zulieferer für unsere Bioprodukte
07:46Für unser Frühstück kommen alle Produkte von seinem Hof
07:48Ja, seine Adresse braucht man dann noch, gell?
07:51Ja, selbstverständlich
07:52Und obendrauf braucht man auch noch eine Liste von den Gästen
07:55Noch eine? Die hab ich doch schon ihrem Kollegen gegeben
07:58Liste, die haben wir
07:59Ja, dann brauchen wir natürlich keine mehr
08:01Also, wir haben noch nicht mit allen reden können
08:03Aber da ist einer, der Herr Hauser
08:05Der sagt, er hätte was gehört
08:06Aha, und wo ist dieser Herr Hauser jetzt?
08:09Der Hauser ist unten im Frühstücksraum, der wartet
08:11Sehr gut, Herr May
08:11Herr May, könnten Sie bitte auch noch veranlassen, dass wir die Geschäftsbücher und Ordner mitnehmen können?
08:16Wenn Sie es wünschen, Herr Kommissar, dann werden wir es veranlassen
08:19Sehr viel!
08:22Herr Rösler, eine Frage hätte ich da noch
08:24Verwenden Sie hier für irgendwas solche Mikrofone?
08:29Nein
08:31Hätte er sein können
08:32Danke
08:40Grüß Gott, Herr Herr
08:41Von der Polizei nehme ich an
08:43Rauser
08:45Ich wollte keine Umstände machen
08:46Haben Sie nicht, Herr Stadler, der Kollege Läubl
08:50Bitte sehr
08:51Gerne
08:52Danke
08:54Man kann das ja gar nicht fassen, was hier passiert ist
08:57Und dass man unter demselben Dach geschlafen hat
09:00Furchtbar!
09:00Herr Hauser, uns haben die Kollegen erzählt, dass Sie was gehört haben
09:04Ja, gestern Nachmittag
09:06Ich bin gerade vom Laufen zurückgekommen
09:08Und da habe ich mitbekommen, wie hinten am Lieferanteneingang
09:11ein Mann und eine Frau miteinander gestritten haben
09:15Aber ich habe dem keine weiteren Bedeutung zugemessen
09:18Wissen Sie, wer da gestritten hat?
09:20Ja, das ist es ja eben
09:22Das war das Zimmermädchen
09:24Und ein junger Mann, kräftige Statur
09:26Er beliefert, glaube ich, das Hotel mit Milch und Eiern und so weiter
09:30Ja, und haben Sie vielleicht auch hören können, worum es bei dem Streit gegangen ist?
09:35Naja, das ging mir ja nichts an
09:37Und ich pflege auch nicht, fremden Streitereien zuzuhören
09:41Was ich verstanden habe, ist, dass sie gesagt hat, der Schluss sei
09:44Und dass er sie in Ruhe lassen soll
09:46Und dann?
09:47Dann bin ich auf mein Zimmer gegangen
09:50Ich habe ja nicht wissen können, dass das mal wichtig sein kann
09:53Kennen Sie vielleicht noch einen anderen Gast, der irgendwas gehört oder gesehen hat?
09:57Nein, ich kenne hier niemanden
09:59Ja, gut
10:00Herr Hauser, eine Bitte hätte ich noch
10:02Sie müssten dann allerdings bis morgen in Rosenheim bleiben
10:06Das heißt, ich bin verdächtig
10:08Nein, ein Zeuge
10:09Verstehe
10:10Kein Problem
10:11Ich bin eh noch bis morgen hier
10:13Und wenn ich Ihnen dabei helfen kann, dieses abscheuliche Verbrechen aufzuklären
10:16Sehr gern
10:17Danke
10:24Dann setze Sie doch bitte in meinen Kofferraum
10:26Dann kommt nichts weg
10:27Jawohl, hoffen wir es
10:30Herr Läubl, fangen Sie doch schon mal vor
10:31Ich versuche, dass ich den Biobauern, den Herrn Weigand, erreiche
10:35Gut, und ich kümmere mich schon mal um diese Abrechnungsordner
10:38Aber mal ganz ehrlich, da kennt doch kein Mensch aus damit
10:41Fragen Sie doch die Frau Ortmann, vielleicht hilft uns die ja
10:44Sehr gute Idee
10:46Ach und Herr Mohr, lassen Sie doch bitte in die Nummer der Hotelgäste gehen, die gestern schon abgereist sind
10:51Vielleicht hat auch jemand von denen was gesehen oder gehört
10:54Ja, hast recht, mach ich gleich, Seppi Kim
11:03Ah, Herr Läubl, grüß Gott
11:06Ganz gut, Herr Achtziger, freut mich
11:08Mich auch
11:09Ach übrigens, Gratulation zur bestandenen Prüfung
11:12Danke
11:12Dankeschön
11:13Sind das Ihre Akten?
11:15Nein, nein, das sind die Geschäftsordner aus dem Hotel
11:17Und zwar voll mit dem toten Zimmermaller
11:20Haben Sie sich einiges vorgenommen?
11:22Wir wollten vielleicht die Frau Ortmann fragen, ob es sonst ein bissl behilflich sei könnte
11:27Verstehe, dann will ich Sie nicht länger aufhalten
11:29Und herzlich willkommen
11:31Wenn Sie irgendwelche Fragen haben
11:33Meine Tür steht jederzeit offen für Sie
11:37Dankeschön
11:54Zur Durchsicht
11:59Mit freundlichen Grüßen
12:06Kommissar
12:09Da haben Sie sich ja wieder einen Tag ausgesucht, ha?
12:12Geht ganz schön los
12:13Nichts anderes habe ich erwartet, Frau Stockl
12:15Nichts anderes habe ich erwartet
12:16Gratuliere ganz herzlich
12:18Dankeschön, ich freue mich auch
12:20Der Michi ist noch nicht da
12:22Nein, der muss noch Hotelgäste befragen
12:24Warum?
12:25Wegen einer Kanne, aber passt schon
12:28Aha
12:30Gut, ich geh da mal rüber, gell?
12:32Ja, alles klar
12:34Herr Kommissar
12:41Haben Sie den Weigand erreicht?
12:44Nein, leider noch nicht
12:45Aber ich hab seiner Mutter ausrichten lassen, dass er sich sofort bei uns melden soll
12:49Sonst setzen wir ihn auf die Fahndungsliste und das zeigt meistens
12:52Äh, frage ich
12:54Die Kiste mit den Ordner
12:56Hab ich gerade schon zu Frau Ortmann hergebracht
12:59Die werden Sie melden
13:00Sehr gut
13:01Herr Stadler, was halten Sie von dem Rösler?
13:05Mei, undurchsichtiger Typ, nach außen tut er sehr integer, aber ehrlich gesagt traue ich dem alles zu
13:10So, jetzt war ich wieder da
13:13Also die Kollegen, die befragen jetzt noch die letzten Hotelgäste, aber wissen tun wir immer nichts
13:17Und was ist mit den anderen Mitarbeitern?
13:19Die meisten sind nach 21 Uhr gegangen, nach dem Abendessen
13:22Im Grunde genommen war die Frau Bach die letzte an der Rezeption
13:26Und was ist mit den Hotelgästen, die schon abgereist sind?
13:29Da hab ich die Liste, schon sehr
13:30Ah, geben Sie mir die Liste
13:33Da soll sich die Frau Stockl drum kümmern, für ihn hab ich was anderes
13:36Wir müssen rausfinden, wer diese Kette gekauft hat, die scheint ja sehr wertvoll zu sein
13:41Bitte klappen Sie alle hiesigen Juweliere ab und fragen nach, ob jemand diese Kette erkennt, beziehungsweise sich sogar an den
13:47Käufer erinnert
13:49Entschuldigung, da ist gerade ein junger Mann da, der Herr Weigern, der sagt, er soll sich hier melden
13:53Aha, so schnell kann es gehen
13:55Frau Stockl, folgendes, ich hätte da eine Liste mit Gästen, die bereits abgereist sind
14:03Äh, wenn Sie da mal nachfragen könnten, ob denen irgendwas aufgefallen ist
14:06Mhm, mach ich, und Michi, würdest du bitte mal kommen
14:09Ja, feinlich
14:12Äh, bitteschön, Sie dürfen jetzt
14:15Ja, Michi, kannst du bitte der Ortmann die Thermoskanne zurückgeben?
14:18Bist du ein Ortmann? Du hast doch gesagt, die ist vom Hartl
14:20Ich hab gesagt, vielleicht ist sie vom Hartl
14:23Mei, wo hab ich denn jetzt die Thermoskanne?
14:25Wie auch immer, kümmere dich drum, sonst kommt die Ortmann ständig hier rein, nervt und am Schluss bleibt es an
14:30mir hängen
14:31Das darf nicht sein
14:33Ja, meine Mutter hat es mir erzählt, deswegen bin ich jetzt gleich her
14:37Aber ich hab ja mit dem Ort nichts zu tun
14:38Das hat ja keiner von uns gesagt
14:40Ja, aber was wollen Sie denn dann von mir wissen?
14:42In welcher Beziehung standen Sie zur Frau Bach?
14:46Wir hatten gar keine Beziehung
14:48Sie haben sich also nie privat mit ihr getroffen?
14:51Also nicht wirklich, ich hab's einmal in Maxim getroffen, haben ein bissl miteinander geredet, aber ich hab wirklich nichts mit
14:57dem Ort zu tun
14:58Der Name ist Schütz
15:00Ja, wie Schütze ohne E
15:03Ja, in Wertheim
15:05Mhm
15:06Ist nicht gemeldet
15:08Ja, gut, dann bedanke ich mich ganz herzlich, wiederhören
15:12Das ist ja komisch
15:13Wir haben eine Aussage, dass Sie sich gestern lautstark mit der Frau Bach gestritten haben
15:18Das war kein Streit, das war eine Diskussion wegen die Eier
15:21Wegen die Eier?
15:23Ja, die Nikola hat die Lieferung entgegen genommen und das waren zu wenig
15:26Aber ich mein, das heißt ja auch nicht immer in der Hand, wie viel die Hänner da liegen, oder?
15:32Und deswegen haben Sie sich lautstark gestritten, wegen der Eier?
15:36Ja, das hat mich ja geärgert, dass sie mich so schwach anred
15:39Ich mein, ich leg die Eier ja nicht, oder?
15:41Mit der Fugier aus
15:42Gut, anders gefragt
15:43Haben Sie was mit ihr gehabt?
15:45Ich?
15:47Nein, ich hatte nichts mit ihr
15:49Wo waren Sie gestern Abend?
15:51Maxim
15:53Da können Sie jeden fragen, kennen mich alle
15:55Ja, wie lange waren Sie noch drin in dem Maxim?
15:58Ja, von 20 Uhr bis...
16:01Bestimmt bis Mitternacht
16:02Gut, wir werden das überprüfen
16:04Machen Sie das?
16:06Ja, das werden wir schon
16:07Und jetzt müsste ich Sie noch bitten, dass Sie in der Stadt bleiben
16:11Ja, ich lauf eher noch nicht davon
16:14Sie hat auch wenig Sinn
16:17Bitte schön
16:19Ja, was gibt's denn?
16:20Also ich hab zwar jetzt noch nicht alle Gäste durch, aber diese Frau Schütz da, die scheint es wirklich nicht
16:25zu geben
16:25Weder im Polizeicomputer, noch im Einwohnermeldeamt
16:28Komisch, das kann aber auch Zufall gewesen sein, vielleicht hat sie sich bloß nicht umgemeldet
16:32Oder sie ist unter falschem Namen abgestiegen
16:34Oder so, naja, jedenfalls sollten wir dieser Sache nachgehen
16:40Stockel
16:40Genau aus dem Grund, muss man doch beim I-Checken im Hotel sein, Ausweisherzungen, oder?
16:44Ja
16:44Normalerweise ja, es würde mich jetzt interessieren, was der Rösler dazu sagt
16:48Ist recht, ich riech's aus
16:50Das war die Frau Doktor Eckstein, sie wär's weit
16:53Ah ja, sehr schön
16:53Frau Stockel ruf uns doch bitte mal den Geschäftsführer vom Hotel Rosenheim an, den Herrn Rösler
16:57Und fragen sie, ob er uns was über diese ominöse Frau Schütz sagen könnt
17:01Mach ich
17:03Im Zweifelsfall muss er nicht herkommen und uns ein Phantombild erstellen
17:07Sag ich
17:12Ah, der Moor
17:13Der Herr Weigand meint, ihr wäre gestern bis Mitternacht in Maxim gewesen, angeblich kennt ihn dort jeder
17:19Wenn's das bitte überprüfen, gell?
17:27Mhm
17:28Frau Ortmann
17:29Stockel von der Kripo Rosenheim, grüß Gott
17:31Ich hätte gern den Herrn Rösler gesprochen
17:35So, da sind wir, Frau Doktor
17:37Schön
17:39Leider haben wir bisher noch nichts finden können, außer Faser in der Bettwäsche
17:42Kann man den Tatzeitpunkt schon ein bisschen länger fassen?
17:46Die Lageninhaltsanalyse hat ergeben, dass der Mord eher später, also gegen 22 Uhr passiert sein muss
17:51Ja, das ist doch schon mal was, oder?
17:53Ja
17:54Und wenn Sie noch was rauskriegen, sagen Sie uns bitte Bescheid
17:57Ja, unbedingt
17:59Vielen Dank
18:00Danke
18:07Also, ich hab jetzt den Herrn Rösler erreicht
18:09Wie ich ihm dann gedroht hab, dass er ins Kommissariat kommen muss, um ein Phantombild zu erstellen
18:15Da ist ihm plötzlich eingefallen, dass die Frau einen Mietwagen gehabt hat
18:18Aha
18:18Ja, sie hat mir ganz genau sagen können, was für eine Farbe das Auto gehabt hat
18:22Welcher Typ das war und in welcher Filiale sie das Auto geliehen hat
18:26Ja, und wenn man sich ein Auto ausleiht, dann braucht man ja bekanntlich einen Führerschein und einen Aufweis
18:30Frau Stockel, ich bin begeistert
18:32Ja, und dann hab ich mir den Vertrag faxen lassen
18:35Und da drinnen steht eine gewisse Frau Gisela Sachs aus Rosenheim
18:40Aus Rosenheim?
18:41Aus Rosenheim
18:43Warum nimmt man sich den Bittsch in ein Hotelzimmer und dann unter falschem Namen, wenn man eh da wohnt?
18:49Gute Frage, ich denk, wir sollten diese Dame besuchen
18:52Auf alle Fälle
18:53Ja, und das hat die KTU vorbeigebracht
18:55Bist ein bissl sauer
18:57Warum das?
18:58Wenn sie's lesen, dann wissen sie's
19:01Ähm, Frau Stockel
19:03Respekt, gell?
19:05Respekt
19:05Danke
19:07Danke
19:07Danke
19:08Ihr habt's recht, kommt
19:10Die KTU hat sich die Kette genau angeschaut, sie ist echt, der Stein wahrscheinlich auch
19:15Kostenpunkt 3000 Euro
19:173000 Euro?
19:18Tja, jetzt hab ich hier eine Beschreibung gemacht von dieser Kette und hab sie an alle Jubeliere im Landkreis verschickt
19:23Vielleicht meld sie wer
19:24Herr Mohr, wenn Sie bitteschön aufstehen würden
19:27Ja?
19:29Es tut mir leid, aber ich muss sie jetzt verhaften
19:32Wie bitte?
19:33Ja, die Spusi hat ihre Fingerabdrücke eindeutig am Tatort festgestellt
19:40Da
19:44Mei, da is ja mein Thermoskanderl
19:47Hab ich's wirklich im Hotel stehen lassen?
19:50Dann fahren wir jetzt zur Frau Sachs
19:52Ja
19:53Dunkel
19:56Gute Nachrichten
20:08Tut mir leid, die hab ich noch nie gesehen
20:10Wer soll das sein?
20:12Ihr Name ist Nicola Bach, sie war Zimmermädchen im Hotel Rosenheim
20:15Tatsächlich?
20:17Tatsächlich ist sie dort tot aufgefunden worden, ermordet
20:20Oh mein Gott
20:22Das ist ja schrecklich
20:24Sagen Sie, das Hotel Rosenheim, das kennen Sie doch, oder?
20:28Nur vom Namen nach
20:30Da muss ich Ihnen jetzt leider widersprechen, Frau Sachs
20:35Bitte?
20:36Sie haben in dem Hotel gewohnt, und zwar von Freitag bis Sonntag
20:40Allerdings unter falschen Namen
20:41Sie haben sie dort aus Rosmarie Schütz eingetragen
20:46Und...
20:47Da würd man gern wissen, warum
21:04Darf ich Ihnen vielleicht was anbieten?
21:06Oh, danke
21:06Ja, gern
21:12Nehmen Sie doch Platz
21:13Danke
21:14Mein Mann und ich, ähm
21:16Wir hatten Streit und ich musste einfach hier mal raus
21:20Ich brauchte eine Auszeit, verstehen Sie?
21:22Ja, das erklärt das Hotel, aber nicht den falschen Namen
21:27Ich wollte allein sein und ich wollte nicht, dass mein Mann mich findet
21:30Und warum haben Sie sich Ihr Auto gemietet und in Ihr eigenes genommen?
21:33Seit ich verheiratet bin, lebe ich hier in Rosenheim
21:35Man kennt mich
21:37Und ich wollte nicht, dass irgendjemand meinen Wagen sieht
21:39Und warum ausgerechnet das Hotel Rosenheim, haben Sie sich dort mit jemandem getroffen?
21:45Ich habe niemanden getroffen, ich wollte allein sein
21:49Wo ist denn Ihr Mann jetzt?
21:50Auf Geschäftsreise, Gott sei Dank
21:54Deswegen bin ich gestern ja auch wieder hierher zurückgekommen
21:57Und wo waren Sie gestern Abend gegen 22 Uhr?
21:59Wie ich schon gesagt habe, ich war hier, allein
22:02Sagen Sie, an den zwei Tagen, in denen Sie in dem Hotel gewohnt haben, ist Ihnen da irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
22:08Nein, nein, ich habe das Zimmer kaum verlassen
22:13Somit haben Sie die Frau Bach wahrscheinlich auch nie wahrgenommen, oder?
22:16Nein, nein, wirklich nicht, das tut mir leid
22:20Ja gut, Frau Sachs, das wäre jetzt eh schon gewesen
22:21Wir müssten Sie bitten, sich zu unserer Verfügung zu malten
22:24Ja, selbstverständlich, ich bin ja hier
22:27Danke
22:29Wiederschauen
22:30Wiederschauen
22:35Ah, Herr Stadler, Herr Läubli, ich hätte noch was für euch
22:37Und zwar der Mitarbeiter von der Mietwagenzentrale, bei der die Frau Sachs das Auto geliehen hat, der hat anglaufen
22:43Aha, und was spricht er?
22:45Dass ihm eingefallen ist, dass ihm aufgefallen ist, dass die Frau Sachs mit einem Mann da war
22:51Und uns hat sie gerade erzählt, dass sie das ganze Wochenende allein war
22:54Hat sie uns da glatt angelassen?
22:56Die wollen nicht, dass wir wissen, mit wem sie da war
22:59Und das wird seinen guten Grund haben
23:02Äh, Herr Mohr
23:03Ja?
23:04Wären Sie mir doch den gefallen und überprüfen Sie die Frau Sachs
23:08Ich will alles wissen, mit wem sie in letzter Zeit telefoniert hat, Kontobewegung etc. Also einfach alles, was sie herausfinden
23:14können
23:15Herr Stadler, jetzt kriegen Sie alles, aber ich hab auch noch was für euch
23:18Aha, und?
23:19Und zwar war ich in einem Spezialgeschäft für Aufnahmetechnik, wegen unserer Mikro
23:23Das wir im Zimmer von der Bach gefunden haben
23:25Richtig, es handelt sich dabei um ein HDF 27, ein Hochleistungsmikrofon
23:31Das gehört eigentlich zu einem vierteiligen Set und das teuer wird's auch
23:35Das heißt also, von dem einen Mikrofon, das wir haben, müsste es noch drei weitere geben, hab ich das richtig
23:41verstanden?
23:41Das ist vollkommen richtig, Herr Stadler, das haben wir aber nicht gefunden
23:44Nicht bei der Frau Bach und auch nicht im Hotel, weil die es gar nicht verwenden
23:48Ja, sagt der Rösler, also merkwürdig ist das
23:51Hat sie eigentlich schon die Frau Ortmann gemeldet?
23:57Ja, bei mir auch nicht, aber ich muss mich drum kümmern, ich muss mich in diese Thermoskammel kümmern, das ist
24:02wichtig
24:03Ja gut, dann haben wir alle was zu tun heute
24:06Ach so, was machen Sie noch?
24:09Feierabend
24:20Zur Durchsicht, mit freundlichen Grüßen, das gibt's ja wohl nicht
24:25Was bildet der sich eigentlich ein?
24:30Ist der Herr Leutl noch da?
24:32Na, der ist vor ein paar Minuten weg und mit Verlaub, ich geht's auch
24:34Dann richten Sie ihn doch bitte aus, mein Büro ist keine Abstellkammer
24:37Ah, Moment mal!
24:38Und diese Chefallüren, die kann er sich mal ganz schnell abschminken
24:40Das funktioniert nämlich bei mir nicht
24:42Schönen Abend noch
24:43Mein Büro ist auch keine Abstellkammer
24:47Die sich immer denkt
24:49Glaubst das?
24:53Ah, Leubel
25:00Wie kommen denn Sie mit dem Neuensrecht?
25:03Mit dem Herrn Leubel?
25:04Ja, genau
25:04Also, ich bin echt froh, wenn Herr Hansen wieder da ist
25:08Ja, ich vermisse ihn auch schon
25:10Also, so weit würde ich jetzt nicht gehen, aber alles besser als dieser Möchtegern-Kommissar
25:15Wieso, was hat er denn angestellt?
25:17Seit der Kommissar ist glaubt er anscheinend, dass alle anderen seine Sekretärinnen sind
25:21Ja, da ist er bei Ihnen natürlich an die falsche geraten
25:24Ganz genau
25:26Wann kommt denn der Hansen wieder?
25:27Nächste Woche
25:27Das kann man aber prompt
25:30Das weiß ich nur, weil nächste Woche der Herr Leubel nach Passau geht
25:33Das würde er ja nicht tun, wenn Hansen nicht wiederkommen wird
25:37Irgendwann muss ja der Geburtstag seines Vaters jetzt endgefeiert sein, gell?
25:52Allerdings
25:54Ja, sehr schön, die Frau Ortmann war schon da
25:56Schaut ganz so aus
25:59Hat die Frau Ortmann eine Nachricht für uns hinterlassen?
26:03Allerdings
26:03Und, was hat sie gesagt?
26:05Also sie hat gesagt, erstens ist ihr Büro keine Abstellkammer
26:08Und zweitens, dass sie sich ihre Chefallüren bei ihr sparen können, da steht es überhaupt nicht drauf
26:13Chefallüren?
26:14Keine Ahnung
26:15Aha, und wie kommt die Frau Ortmann auf sowas?
26:18Mei, vielleicht war er nicht freundlich genug, der Herr MFG Leubel
26:25Kommissar Leubel
26:27Dann haben Sie gar nicht persönlich mit ihr gesprochen
26:29Sie war ja nicht da
26:31Da wundert mich nix mehr
26:32Was?
26:33Ja, da haben Sie halt besser noch mal nachgefragt
26:35Im Grunde genommen ist sie gar nicht für uns zuständig
26:38Ach so
26:41Ich hab mir halt gedacht
26:43Nicht denken
26:45Na ja, alle haben gesagt, das Zeug soll zu Ort machen
26:48Und da muss ich wohl noch mal mit ihr reden
26:52Ja, das ist der Ernst
26:54Gute Nachrichten
26:56Mit dem Jubiläerhammer
26:57Und?
26:58Er konnte sich sofort einen Käufer erinnern
27:01Warum?
27:02Er hat nicht gewusst, was er will
27:03Da hat er sich das Ketterl angeschaut
27:05Da hat er sich das andere Ketterl angeschaut
27:07Da hat er ein Armband angeschaut
27:09Herr Mohr
27:10Personenbeschreibung
27:10Haben wir keine gebraucht?
27:13Zahlungsbeleg mit Unterschrift des Käufers
27:18Ja, Frau Rick
27:19Das ist ja unser Herr Biobauer
27:21Der Steffen Weigand
27:23Der ja mit der Frau Bach angeblich bloß einmal ein bisschen geplaudert hat
27:27Das muss aber anregende Plauderei gewesen sein
27:29Wenn ihr danach gleich ein Kettl für 3000 Euro kauft
27:31Apropos, was ist denn bei seinem Alibi rausgekommen?
27:34Ja, das ist auch sehr interessant
27:36Der Türsteher von Maxim, der Victor
27:38Der hat mir erzählt, dass der Weigand tatsächlich Maxim gewesen ist
27:42Aber nur bis 21.30 Uhr, halbzehne
27:45So ein Patzehne
27:46Und uns hat er erzählt, dass ihr bis Mitternacht geblieben
27:48Gut, dann sollten wir uns noch einmal vornehmen, Herrn Eierbaron
27:51Sehr gut
27:53Ah, äh, geben Sie mir fünf Minuten
27:55Ich will das schnell mit der Artmann klären
27:57Ja gut
27:58Und in diesem Sinne, gell
28:01Viel Glück
28:02Mhm
28:04Apropos, mal ganz was anderes
28:07Was ist denn da bei der Sachs rausgekommen?
28:09Gibt's da schon was Neues?
28:11Da bleib ich dran
28:12Aber, Herr Stadler, eine Riesenbitte
28:14Könnten Sie mir das bitte unterschreiben
28:16Das ist für die KTO
28:17Ah, und warum?
28:19Naja, es ist diese Thermoskanne oder Frau Ortmann
28:22Ja, das mach ich dann schon
28:24Erledigen Sie das erst einmal mit der Sachs
28:25Das ist nämlich wesentlich wichtiger, gell?
28:27Ja, ist recht, aber wenn Sie es wirklich bitte unterschreiben
28:29Sonst ist die Frau Ortmann wieder so sauer
28:31Ja, das ist ja sowieso schon
28:33Stimmt
28:38Ja?
28:41Herr Leubel
28:45Wie ich höre, haben Sie Ihre Prüfung bestanden? Gratuliere
28:48Dankeschön
28:49Umgangsform scheint man Ihnen an der Akademie allerdings nicht beigebracht zu haben
28:52Ich nehme an, Sie spielen auf die Akten, die ich Ihnen da auf dem Tisch gelegt habe
28:57Genau das tue ich
28:59Gut, das war vielleicht ein bisschen missverständlich
29:02Für mich war das ziemlich eindeutig
29:04Sie knallen mir hier die Akten auf den Tisch und verschwinden einfach?
29:06Nein, nein, so war das nicht gemeint
29:08Genau so ist es aber angekommen
29:10Ja, mei, Sie waren ja auch nicht da und da wollte ich nicht alles wieder mitschleppen
29:14Aber so geht das nicht, Herr Leubel
29:16Ich helfe gern, aber das ist keine Art
29:18Ich bin weder Ihre Sekretärin noch Ihre Angestellte
29:20Und gewisse Umgangsformen sollten doch wohl möglich sein
29:24Ja, Sie haben ja völlig recht
29:31Und was machen wir jetzt?
29:35Ich sag Ihnen was, Sie besorgen mir meine Thermoskanne von Herrn Mohr zurück und ich sehe mir die Akten an
29:40Ich kümmere mich sofort darum
29:43Um was geht es denn eigentlich?
29:46Diese Notizen hat die Frau Bach in ihrem Zimmer unter dem Tisch versteckt
29:49Eine Auflistung diverser Hotelübernachtungen
29:52Und wo ist das Problem?
29:53Das, wenn ihr wisst, die Übernachtungen sind alle regulär verbucht
29:56Aber irgendeinen Grund muss ja geben, warum die da versteckt worden sind
30:00Ich sehe es mir an
30:02Dafür brauche ich aber die Akten
30:05Bringe ich einen auf der Stelle herüber, Herr Ortmann
30:09Danke
30:12Oh, das ist vielleicht ein Stress
30:14Wir kriegen übrigens einen Haftbefehl für den Weigand
30:19Super, ich muss nur noch schnell die Akten zur Ortmann rüberbringen
30:22Aha, macht sie es?
30:25Sie macht es
30:27Respekt
30:29Hat der Herr Mohr eigentlich schon die Thermoskanne aus der KTU geholt?
30:32Nein, der ist ja gerade wegen der Sachs unterwegs
30:40Frau Stockl
30:42Herr Läubl
30:42Könnten Sie vielleicht zufällig an der KTU vorbeigehen und die Kant für die Frau Ortmann holen?
30:48Entschuldigung, was habe ich mit der Kant von der Ortmann zu tun?
30:51Nix, aber...
30:52Herr Läubl, ich sag es Ihnen gleich, das mit dem Chef allein, das klappt bei mir auch überhaupt nicht
30:57So ist das doch gar nicht gemeint, wir müssen los
30:59Und der Mann ist auch schon los
31:04Bitte
31:05Na gut, ausnahmsweise, aber dazu brauche ich eine Freigabe
31:08Ja, und ich brauche da mal einen Stift
31:11Okay?
31:14Bitte
31:17Ausnahmsweise
31:17Danke
31:19Mal ganz ehrlich, meinen ersten Fall als Kommissar haben wir ein bisschen anders vorgestellt
31:23Ja, denken Sie an nichts, da läuft alles ein bisschen anders
31:25Aber wir holen uns jetzt erst einmal den Weigand, gell?
31:29Hallo, mein Stift
31:31Äh, bitte
31:32Den anderen
31:35Da, bitte
31:35Gerne
31:37Also gut, ich habe ihr eine Kette geschenkt, na und?
31:40Was sagt ihr schon?
31:42Dass Sie offensichtlich mehr Interesse an der Frau Bach hatten, als wir sie uns weismachen wollen
31:47Ich wollte ihr halt eine Freude machen, das ist alles
31:49Für 3.000 Euro? Und, was ist mit Ihrem Alibi?
31:52Zu uns haben Sie gesagt, dass Sie bis Mitternacht in Maxim gewesen sind
31:55Das war ich auch
31:57Waren Sie eben nicht, wir wissen vom Türsteher, dass Sie schon um halbe 10 Uhr heim sind
32:01Also gut
32:02Ich war eigentlich Nikola verliebt
32:05Und wenn sie nach mir gegangen wäre ich jetzt sogar geheirat
32:11Also
32:12War diese Kette so eine Art
32:14Antrag?
32:16Ich war mir halt nicht ganz sicher, wie sie reagiert
32:18Deswegen habe ich sie ja zugeschickt
32:20Ich habe mir halt gedacht, wenn sie die Kette sieht, dann
32:23Weiß sie, was sie mir bedeutet
32:24Und wann war das?
32:26Vor 3 Tagen
32:27Als ich sie dann vorgestern im Hotel gesehen habe
32:30Dass sie damals einen totalen Aufstand gemacht
32:32Und ob ich total verrückt bin
32:35Und dann?
32:38Das war das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe
32:41Nur mal zurück
32:42Was haben Sie denn gemacht, nachdem Sie aus dem Maxim weg sind?
32:46Nix, ich war total frustriert und bin direkt heim
32:49Und das soll ich mir jetzt glauben
32:52Glauben Sie doch, was Sie wollen
32:53Ich habe es nicht umgebracht
32:54Und außerdem sage ich jetzt ohne Anwalt gar nichts mehr
32:57Ja, ist recht, ich riecht es aus
32:58Ich komme, es geht da
32:59Also wenn Sie mich fragen, der war es
33:00Der hat gar alle weh
33:01Das Motiv passt auch
33:02Nein, da gibt es einen Punkt, der mich stört
33:05Und zwar?
33:06Diese Kette ist Bredlbrot in dem Zimmer gelemmt
33:08Warum hat er es nicht einfach mitgenommen?
33:10Der hat gerade einen Mord begangen, der war durch den Wind
33:12Nein, das glaube ich nicht
33:13Die Frau Artmann hat gerade angerufen
33:14Sie hat etwas gefunden, ihr sollt bei ihr vorbeischauen
33:16Oh ja, danke
33:17Haben Sie schon rein zufällig die Thermoskangen aus der Karte angeholt?
33:24Rein zufällig
33:25Gott sei Dank
33:26Nein, der hat damit gar nichts zu tun
33:28Das war ich ganz allein
33:29Danke, Frau Stockel
33:34Herein
33:38Aha, da sind Sie ja
33:40Frau Artmann, wir haben Ihnen etwas mitgebracht
33:44Oh, das ging aber schnell, danke
33:46Wie Frau Stockel sagt, Sie hätten etwas für uns
33:49Ja, der Herr Läubel hat tatsächlich recht gehabt
33:52Die Übernachtungen wurden alle regulär verbucht
33:55Bitteschön
33:56Danke
33:57Zumindest auf den ersten Blick
33:59Wenn man allerdings die Daten mit den Zahlen aus der Küche vergleicht, sieht das Ganze schon ganz anders aus
34:04Was hat die Küche damit zu tun?
34:06Hier, zum Beispiel am 8. Mai
34:08Laut Geschäftsbericht hatte das Hotel eine Auslastung von 60%
34:12Wenn man allerdings die Daten aus der Küche hernimmt, müsste das Hotel eine Auslastung von 80% gehabt haben
34:17Aha, wieso?
34:20Da wurden 30 Menüs für 30 Gäste bestellt
34:23Die selbe Anzahl an Begrüßungskorben, Frühstücksbestellungen etc.
34:28Letztlich verbucht wurden allerdings nur 25 Übernachtungen
34:32Das heißt, 30 Leute haben da gewohnt, aber nur 25 gezahlt?
34:37Mhm, dasselbe auch an anderen Tagen
34:39Jeden Monat das gleiche Prinzip, also wenn Sie mich fragen, da hat jemand in seiner eigenen Tasche gewirtschaftet
34:45Fünf Gäste, oh mei, zwei bis 300 Euro im Monat, nicht schlecht, Herr Spicht
34:51Achso, unterzeichnet wurden die Berichte übrigens von einem Mario Rösler
34:55Da ist er ja der Herr Rösler
34:57Die Bache ist ihm draufgekommen
35:00Frau Abmann, jetzt haben Sie uns wirklich weitergeholfen
35:04Vielen Dank
35:07Dankeschön, Dankeschön
35:08Gerne
35:18Was ist denn hier los?
35:20Herr Stadler
35:21Herr Läubel
35:22Alles gut, Herr Hauser
35:23Sehe ich das richtig? Sie verhaften den Hoteldirektor?
35:27Ja, das sehen Sie richtig
35:29Das heißt, dass der Herr Rösler...
35:31Ja, das wird sich noch herausstellen, gell?
35:33Das ging ja wirklich schnell
35:36Kompliment
35:36Ja, ist vielleicht noch ein bisschen verfrüht, aber wir müssen jetzt wirklich
35:40Wiederschauen
35:41Wiederschauen, schönen Tag noch
35:43Wiederschauen
35:48Ich würde gerne abreisen, machen Sie mir die Rechnung fertig
35:51Ja, gerne
35:51Danke
35:54Das Gerät ist Ihnen bekannt, Herr Rösler
35:57Das ist unser Kartenleser
36:00Und von diesem Gerät
36:02gehen sämtliche Überweisungen
36:04direkt aufs Geschäftskonto vom Hotel, richtig?
36:07Ja und?
36:08Ja, ich frage nur, weil
36:11wir haben da noch ein zweites Gerät gefunden
36:14und zwar versteckt in Ihrem Büro
36:18Und im Gegensatz zu dem Gerät
36:20gehen die Überweisungen von dem Gerät
36:22direkt auf Ihr Privatkonto
36:24Die Frau Bacher, die ihre Betrügerin aufdeckt
36:26Das beweisen die Unterlagen, die wir bei ihr gefunden haben
36:31Und deswegen soll sie es jetzt umgebracht haben, he?
36:33Klar?
36:34Weil sie sie anzeigen wollt
36:36Das hätte ich doch gar nicht können
36:38Die hat doch da selber mit drin gesteckt
36:40Das heißt?
36:42Die Nicola hat immer wieder an der Rezeption ausgeholfen
36:44Ja, irgendwann hat sie das zweite Gerät gefunden
36:49Wie hat sie denn darauf reagiert?
36:51Erpresst hat sie mich
36:52Ganz einfach
36:53Wie viel hat sie noch wollen?
36:56500 Euro im Monat
36:58Sonst geht's zur Polizei
37:01Ja, gut Herr Rösler, ich glaub das war's
37:03Sie bleiben jetzt erst einmal bei uns
37:04Weil ich denke, dass die Kollegen vom Betrugsdezernat
37:07da auch noch ein paar Fragen an Sie haben
37:09Auf Wiedersehen
37:10Ja, genau
37:12Wenn das alles stimmt, was er uns über die Bache erzählt hat
37:14Dann hat's dir aber faustdick hinter die Ohren gehabt
37:16Ja und da hat jemand gewaltig was dagegen gehabt
37:18Jetzt bleibt's halt erwischt
37:20Haben Sie schon was über die Frau Sachs rausgefunden?
37:22Ja und nein
37:23Das heißt?
37:24Ihre Telefonliste können wir vergessen
37:26Aber ich habe mir den aktuellen Kontostand von der Frau Sachs mailen lassen
37:31Und das ist schon sehr interessant
37:33Ja, verrück
37:3450.000 Euro Abkommen in Bar
37:37War nicht einmal zwei Stunden
37:39Warum braucht ihr denn so viel Bargeld?
37:41Das weiß ich nicht
37:41Aber vielleicht kommt da ein Begleiter ins Spiel
37:44Von dem die Dame uns nichts erzählen mag
37:46Das ist ja
37:51Grüß Gott Frau Sachs
37:52Wo sollst du denn hingehen?
37:55Dürfen wir da mal reinschauen?
37:57Nein, das dürfen Sie nicht
38:00Gut, dann dürfen wir Sie bitten uns aufs Kommissariat zu begleiten
38:03Mit der Tasche
38:13Oha
38:14Nach Wechselgeld schauen wir das aber nicht aus
38:2450.000 Euro
38:27Ein bisschen viel Geld um es in der Handtasche spazieren zu tragen
38:30Deinen Sie uns sagen, was Sie damit vorhaben?
38:31Ich kann Ihnen versichern, das alles hat mit dem Mordfall überhaupt nichts zu tun
38:34Das ist eine reine Privatangelegenheit
38:38Ja gut, dann reden wir jetzt mit Ihrem Mann
38:40Vielleicht ist der ein bisschen gesprächsbereiter
38:42Genau
38:43Nein
38:45Bitte
38:47Mein Mann, da darf man gar nichts erfahren
38:50Aha, und warum nicht?
38:54Geht's vielleicht um den Herrn, der Sie in die Mietwagenfiliale begleitet hat?
38:59Ist ja mal eine Affäre, gell?
39:05Ich hätte mich auf diese Geschichte überhaupt nicht einlassen sollen
39:09Aber ich konnte ja auch nicht ahnen, was Ulrich so ein Mistkerl ist
39:13Aha
39:15Ulrich wer?
39:18Ulrich Hauser, wenn das überhaupt sein richtiger Name ist
39:22Der hat das von Anfang an geplant
39:24Und von Anfang an?
39:25Seit er mich auf dieser Vernissage angesprochen hat
39:28Ja, der hat sich heute erpresst
39:29Aber mit was?
39:36Er hat Aufnahmen von uns gemacht
39:38Mit einem Tonband
39:42Und die wollte er meinem Mann geben
39:44Es sei denn, ich zahle ihm 50.000 Euro in Bach
39:50Tonbandaufnahmen
39:51Das Mikrofon im Zimmer von der Bach
39:53Genau
39:54Wo haben Sie gesagt, wollten Sie sich mit dem Herrn Hauser treffen?
39:59Tja, Herr Hauser, was soll man anfangen?
40:02Bei der Erpressung von der Frau Sachs
40:04oder beim Mord an der Frau Bach?
40:07Sie können mir nichts beweisen
40:09Da war ich mir jetzt nicht so sicher
40:12Ja!
40:15Und, Herr Mauer?
40:17Ja, das war im Kofferraum
40:20vor dem Wagen vom Herrn Hauser
40:21Moment mal, wer hat Ihnen erlaubt, an meine Sachen zu gehen?
40:24Das war ich
40:24Machen Sie ruhig weiter, Herr Mauer
40:26Danke
40:27Schaut her, alles wunderbar komplett
40:31Bis auf ein kleines Mikro
40:34So ein Zufall, dass wir ausgerechnet so ein Mikrofon
40:38im Zimmer von der Frau Bach gefunden haben
40:47Passt wie der Schuh vom Aschenputtel
40:50Herr Hauser
40:54Ich denke, das Spiel ist aus
40:56Sie haben die Mikrofone in Ihrem Zimmer versteckt, um Tonaufnahmen von sich und der Frau Sachs zu machen
41:01Und die Frau Bach hat diese Aufnahmen entdeckt
41:04Na schön
41:07Sie ist beim Saubermachen drauf gestoßen
41:09Und hat wohl gleich die richtigen Schlüsse gezogen
41:12Jedenfalls hat sie alles mitgenommen
41:14Ja, ich nehme an, weil sie Geld dafür haben wollte
41:1630.000
41:18Und wie haben Sie da drauf reagiert?
41:2230.000 war viel zu viel
41:24Ich wollte nochmal mit ihr reden, also bin ich zu ihr hin
41:26Aber sie ist gleich laut und unflätig geworden
41:29Hat rumgeschrien, mich mit der Polizei bedroht
41:33Dann hab ich Rot gesehen
41:40Aber umbringen wollte ich sie nicht
41:43Ja
41:47Herr Hauser, Sie sind vorläufig festgenommen
41:50Weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen, Nicole Bach getötet zu haben
41:54Herr Moor, bitte
41:55Herr Hauser, wenn Sie bitte mitkommen möchten
42:04So, Herr Läubl
42:07Glückwunsch zur Lösung Ihres ersten Falls als Kommissar
42:10Dankeschön
42:11Sie wissen schon, wo es jetzt kommt?
42:13Ja, der Schreibkram
42:14Nein, ein schönes Weißbier
42:16Weil ich denke, das ist ein Grund zum Feiern
42:18Da sag ich nicht nein

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