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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Das Schicksal hat uns zusammengeführt und testet jetzt, ob wir auch wirklich zueinander wollen.
00:05Also ich will. Das wird mir jeden Tag bewusster.
00:09Das geht mir genauso.
00:13Kippo Freikenthal, öffnen Sie die Tür.
00:15Die Polizei, was wollen die denn?
00:17Was werden wir gleich herausfinden?
00:18Ach komm, Herr Becker, machen Sie auf.
00:20Ja, ich komm ja schon.
00:22Können Sie mir mal vielleicht sagen, was das Ganze hier soll?
00:28Nehmen Sie den Mann hier im Gewahrsam.
00:30Was soll das?
00:31Fassen Sie mich nicht an.
00:31Was wollen Sie denn von Simon?
00:33Ihren Freund daran hindern, sich aus dem Staub zu machen.
00:35Was?
00:36Ja, was, das Theater können Sie sich sparen.
00:37Wir haben einen anonymen Hinweis erhalten.
00:39Sie wollen entgegen unserer Absprache das Land verlassen.
00:42Wie bitte?
00:43Hier ist der Haftbefehl.
00:45Herr Becker, ich nehme Sie fest, wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung an Frau Annabelle von Weiden.
01:04Wie bitte?
01:33Wie kommen Sie darauf, dass ich das Land verlassen will?
01:36Wir haben diese Reservierung gemeinsam mit Ihrem Reisepass gefunden.
01:39Der Staatsanwalt muss den Haftbefehl ausstellen.
01:42Morgen früh 7.30 Uhr, San Jose, Zimmer und Becker Oneway.
01:46Was soll ich denn in Costa Rica?
01:48Ich habe diese Reservierung nicht gemacht.
01:50Das kann ich bestätigen.
01:51Ich hätte doch davon gewusst.
01:52Dann lag die Reservierung also ganz zufällig neben Ihrem Reisepass auf Ihrem Schreibtisch.
01:57Ich sehe dieses Ding zum ersten Mal.
01:58Das muss jemand in mein Atelier gelegt haben und den Reisepass dazu.
02:01Wissen Sie was, Herr Becker, das können Sie alles dem Haftrichter erzählen.
02:04Herr Delbrück, hier liegt ein Missverständnis vor.
02:06Glauben Sie denn wirklich, Herr Becker hätte hier mit mir in aller Ruhe gesessen, wenn er vorgehabt hätte zu fliehen?
02:10Wissen Sie, Frau Maybert, für mich sieht das jetzt eher so aus, als würden Sie sich von Ihrem Liebsten verabschieden.
02:16Das ist nicht wahr.
02:17Herr Becker, ich verhafte Sie wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung an Frau Annabelle von Weiden.
02:23Gemäß § 226 StGB und wegen bestehender Fluchtgefahr ist Untersuchungshaft verfügt worden.
02:29Sie werden sicherlich bald feststellen, dass ich unschuldig bin.
02:31Ganz bestimmt.
02:33Ich komme mit.
02:35Frau Maybert, machen Sie einen Besuchstermin, dann können Sie Ihren Verlobten in ein paar Tagen sehen, ja?
02:39Ich werde Frau Nowak an.
02:40Okay.
03:16Für dich, mein lieber Simon.
03:25Tut mir wirklich leid, dass ich dich ins Gefängnis bringen musste.
03:29Aber sobald Luisa erkannt hat, dass ihr nicht zusammen sein könnt, hole ich dich da wieder raus.
03:33Ganz bestimmt.
03:36Schließlich bist du hier unschuldig.
03:41Lass das!
03:43Lass!
03:44Aus!
03:45Geh auf!
03:46Aus!
03:52Mutter.
03:54Tja, Mutter.
03:55Diesmal muss ich auf deine Hilfe wohl verzichten.
03:59Aber ich würde sie immer noch ohne dich zurückbekommen.
04:18Annabelle hatte einen Schlaganfall.
04:21Wahrscheinlich hat der Sturz in der Manufaktur die Hirnblutung ausgelöst.
04:25Sie hatte das zunächst nicht ernst genommen und war nicht mal beim Arzt.
04:28Ja, weiß man dann schon, wie es ihr jetzt geht?
04:31Sie ist sofort operiert worden.
04:33Alles, was ich gehört habe, klang sehr ernst.
04:36Wie geht's, Nora?
04:39Sie macht einen sehr gefassten Eindruck.
04:42Wir sollten sie jetzt nicht allein lassen.
04:44Tja, Annabelle wird ja sicherlich etwas länger im Krankenhaus bleiben.
04:49Du weißt, ich wollte bis nach der Scheidung warten, um wieder ins Gutshaus zu ziehen.
04:53Aber unter diesen Umständen?
04:55Wir holen unsere Sachen aus dem Hotel und dann fahren wir nach Hause.
04:58Dann singen wir uns gleich ins Gutshaus.
05:01Danke für dein Verständnis.
05:03Das ist doch selbstverständlich.
05:14Dann ist Sebastian die Überraschung also gelungen.
05:16Allerdings.
05:17Zumal ich heute Mittag noch stinksauer auf ihn war, weil er mich mit dem Fahrrad losgeschickt hat.
05:22Und in der Zwischenzeit hat er hier alles für die Party auf die Beine gestellt.
05:26Er hat unser Gespräch mitbekommen.
05:28Echt?
05:29Indem du dich beschwert hast, dass du im Moment mit Sebastian wenig Spaß haben kannst.
05:35Das war ziemlich ungerecht von mir.
05:37Unsensibel vor allem.
05:39Ich meine, wenn mein Vater im Kummer liegen würde, wären wir auch nicht nach Feiern zumute.
05:42Trotzdem braucht man hin und wieder eine kleine Abwechslung.
05:47Viel Spaß also.
05:48Danke, Eva.
05:50Warte, ich mach dir die Tür auf.
05:52Dankeschön.
05:55Das ist bereits das fünfte Glas.
05:58Das sind alles billige Gläser aus dem Barneys und nicht das Bleipristall der Van Weidens.
06:04Trotzdem müssen die Gäste sich zu benehmen wissen.
06:07Wenn es nach Ihnen ginge, durfte man ja hier überhaupt nicht feiern.
06:11Es kommt immer darauf an, wer feiert und wann.
06:15Und gerade jetzt, wo Frau van Weiden im Kranken...
06:22Gibt's hier noch was von diesem Landwein?
06:25Was heißt hier Landwein?
06:26Das ist ein Chateau La Rue aus dem Jahre 96.
06:30Ist ja aber ganz okay.
06:31Das merk ich mir.
06:34Wo haben Sie denn überhaupt her?
06:41Diese Flasche ist eindeutig aus dem Weinkeller unseres Hauses.
06:45Kann ich mir nicht vorstellen, der ist verschlossen.
06:47Sind Sie sicher?
06:49Absolut.
06:50Der Schlüssel hängt immer hier an seinem Platz.
06:54Der ist weg.
06:56Wo haben Sie ihn hingelegt?
06:57Ich, wieso ich?
06:58Sie gehen doch andauernd in den Weinkeller.
07:02Ich war das letzte Mal unten, als ich Frau van Weiden ihren Lieblingswein brachte.
07:07Und das war vor jenem Unfall.
07:09Außerdem pflege ich den Schlüssel stets sofort nach Gebrauch,
07:13wieder an seinem Platz zurückzuhängen.
07:24Bitte, Frau Maywald, beruhigen Sie sich.
07:27Kommissar Delbrück musste der Anordnung des Gerichts Folge leisten.
07:31Ich kümmere mich sofort morgen früh darum.
07:34Ja, selbstverständlich.
07:35Ich stelle einen Besuchsantrag für Sie.
07:37Ja gut.
07:38Ich melde mich, sobald ich etwas weiß.
07:41Gute Nacht.
07:43Also doch ein Haftbefehl gegen Simon Becker, hm?
07:46Wegen angeblicher Fluchtgefahr.
07:48Frau Maywald hat mir versichert, dass Simon Becker nicht vorhatte, das Land zu verlassen.
07:52Dann hat dein Kontakt bei der Polizei nicht viel gebracht.
07:55Was soll denn das jetzt bitte heißen?
07:57Das heißt, dass dein Polizeifreund offensichtlich nichts Besseres zu tun hatte,
08:00als weiter Beweise gegen Simon Becker zu sammeln.
08:02Was willst du damit andeuten?
08:04Ach Sophie, ich will damit andeuten,
08:05dass es wahrscheinlich viel sinnvoller gewesen wäre,
08:07auf meinen Kontakt bei der Staatsanwaltschaft zu vertrauen.
08:09Das können wir doch immer noch.
08:11Ich glaube nicht, dass Michael da jetzt noch viel machen kann.
08:14Simon Becker wollte fliehen.
08:16Und dir als Anwältin muss ich nicht erklären,
08:18dass das so gut wie ein Schuldeingeständnis ist.
08:19Er wollte nicht fliehen.
08:20Das sieht der Haftrichter anders.
08:22Bist du sicher, dass dein Kontakt bei der Polizei auf deiner Seite steht?
08:26Es gab einen anonymen Hinweis, dem musste die Polizei nachgehen.
08:29Wie auch immer.
08:31Auf jeden Fall hast du jetzt ein Problem.
08:32Ein Problem, das wir lösen können.
08:34Wenn du noch einmal mit deinem Freund, den Staatsanwalt, reden könntest.
08:38Dafür bin ich dir jetzt gut genug, ja?
08:39Dir aus der Patsche zu helfen.
08:41Hagen, der Staatsanwalt muss einer Durchsuchung der Manufaktur und des Gutshauses zustimmen.
08:45Nur so kommen wir in das Original des Vertrages zwischen Annabelle und Harald Becker.
08:50Und wenn wir beweisen, dass Annabelle die Unterschrift von Harald gefälscht hat,
08:54dann liegt es doch auf der Hand, dass Simon den Vertrag in der Manufaktur gesucht hat.
08:57Und damit wäre zumindest bewiesen, dass er nicht da war, um Annabelle vorsätzlich niederzuschlagen.
09:01Außerdem würden wir Annabelle als Betrügerinnen zahlen, das müsste dir doch auch gefallen.
09:05Nach allem, was sie dir angetan hat.
09:07Sophie, Annabelle ist mir egal.
09:09Aber ich werde mich ja trotzdem anrufen, dir zuliebe.
09:12Vielen Dank, großer Haar.
09:21Was ist denn hier los?
09:24Wo bringt der Licht?
09:25Die Tür steht offen.
09:32Was erlauben Sie sich?
09:36Hi.
09:38Raus! Aber schnell!
09:40Ja, ja.
09:42Der Wein bleibt hier.
09:51Dieser Wein ist aus den Beständen der Frau van Weiden.
09:54Ja und? Was macht das für einen Unterschied?
09:55Na schlimm genug, dass wir hier feiern, während sie im Krankenhaus mit dem Tode ringt.
10:01Das ist pietätlos und abscheulich.
10:04Glauben Sie mir, Annabelle hat etliche Dinge getan, die viel abscheulicher und pietätloser waren.
10:10Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, dass mich Ihre Meinung zu Frau van Weiden nicht interessiert.
10:17Ach ja, ich vergaß. Sie sind ja Ihr Angestellter.
10:20Und da darf man ja nicht mal etwas Schlechtes über seine Herrschaften denken.
10:23Das muss ich mir nicht länger anhören.
10:26Das ist blinder Gehorsam. Vergessen Sie nicht, die Flasche wieder hinzustellen.
10:46Du feierst?
10:49So schlecht scheint es dir also nicht zu gehen wegen deiner Mutter.
10:51Stell dir mal vor, jetzt macht Lissi eine Party unter diesen Umständen.
10:54Und deshalb bleibt dir jetzt nichts anderes übrig, als deinen Kummerinsekt zu ertrinken.
10:59Weißt du, wie es Luisa geht?
11:00Jetzt, wo Simon eine Klage wegen Körperverletzung tut?
11:03Ja, die macht sich natürlich Sorgen.
11:04Aber wir hoffen, dass Simons Unschuld bald bewiesen werden kann.
11:07Wir?
11:07Willst du damit sagen, dass sie dich jetzt...
11:09Ja, auch ich.
11:10Ich will das Beste für Luisa.
11:12Das weißt du ganz genau.
11:13Seit wann das denn?
11:14Ich glaube, ich sollte Lissi vorwachen.
11:16Vorwachen? Deswegen?
11:18Ich hätte einen Hörner kommen gleich nach Hause.
11:20Oh, das ist gut.
11:22Wir werden sicher verstehen, was ich hier durchmachen muss.
11:28Luisa.
11:30Ist was passiert?
11:34Simon wurde festgenommen.
11:48Vielen Dank. Wiedersehen.
11:49Gerne. Tschüss.
11:56Oh mein Gott.
11:58Marianne...
11:59Ich glaube das einfach nicht.
12:01Wenn Simon ins Ausland wollte, dann hätte er uns doch bestimmt was davon erzählt.
12:05Er vor allem würde sowas nicht tun, wenn er unschuldig wäre.
12:07Und er ist unschuldig. Das weiß ich genau.
12:09Das weiß ich auch.
12:11Simon würde nie jemanden angreifen.
12:13Selbst Annabelle nicht.
12:14Und schon gar nicht so heftig, dass sie hinterher einen Schlaganfall erleidet.
12:19Was ist, wenn sie überhaupt nicht wieder wach wird?
12:21Dann wird ihm vielleicht unterstellt, dass er sie umgebracht hat.
12:24Marianne, das wird nicht passieren.
12:27Ich verstehe das alles nicht.
12:29Als ob es nicht reicht, dass Harald im künstlichen Koma liegt.
12:32Und ich habe den Eindruck, das Unglück in unserer Familie reißt überhaupt nicht ab.
12:38Das stimmt nicht.
12:40Haralds Operation ist doch sehr erfolgreich verlaufen.
12:42Professor Egger meint, dass der implantierte Chip funktionieren wird.
12:46Harald muss sich nur noch etwas erholen und dann wird er ein paar Tagen wieder aufwachen und laufen können.
12:51Er wird wieder gesund.
12:54Und die Polizei wird Beweise finden, die Simon entlasten.
12:58Na, hoffentlich hast du recht.
13:01Ich werde Sebastian Bescheid sagen.
13:07Tja, es tut mir leid, dass die Party schon vorbei ist, Leute.
13:09Ja, coole Party.
13:10Hast rein und bereit.
13:12Wie auch.
13:12Tschüss.
13:12Tschüss.
13:13Macht's gut.
13:13Tschüss.
13:13Bis bald in Banis.
13:14Ja, bis bald.
13:17So.
13:19Oh, gut, dass Henning uns Bescheid gesagt hat, dass mein Vater und Helena gleich kommen.
13:23Ja, wenn wir uns bei allen schaffen, ist es vielleicht noch.
13:25Eigentlich schade, dass die Party so abrupt enden musste.
13:27Es hat trotzdem Spaß gemacht.
13:30Danke nochmal.
13:37Mama?
13:38Ja, klar, wenn ich nach der Party im Gutsch habe.
13:40Euch auch nochmal vielen Dank.
13:40Was ist denn los?
13:41Das war doch eine tolle Party hier.
13:43Ja, aber ohne eure Hilfe und die ganzen Sachen aus den Banis hätte es bestimmt nicht geklappt.
13:46Alles klar, ich komme gleich rüber.
13:47Ja, Sebastian hätte das auch so geschafft.
13:52Mein Bruder, er wurde verhaftet.
13:57Tut mir leid, ich muss gleich zu meiner Mutter rüber.
13:58Äh, warte, ich komme mit.
14:02Achso, ähm...
14:03Nee, nee, das brauchst du nicht, wirklich.
14:04Dank mir ist jetzt sowieso schon genug Stress.
14:06Und vergiss nicht, dein Vater kommt gleich.
14:07Lissi, du kannst ruhig mit rüber gehen.
14:09Ich denke mal, wir kriegen das auch alleine hin.
14:11Ja, wirklich?
14:11Ja, klar.
14:12Ja, klar.
14:12Ich danke euch.
14:14Komm, wir gehen.
14:14Bist du sicher?
14:15Ja, komm.
14:20Wo sind eigentlich Eva und Herr Adam?
14:25Vielleicht schlafen sie schon.
14:26Es ist ja auch schon spät.
14:34Hallo!
14:35Bitte öffnen Sie die Tür!
14:37Hallo!
14:40Hier sind wir!
14:43Hilfe!
14:45Das wird Ihnen nichts nützen.
14:48Wenn die da oben laut Musik hören, die Wände sind viel zu dick.
14:54Das haben wir alles Ihnen zu verdanken.
14:56Wie bitte?
14:56Wenn Sie den jungen Leuten nicht erlaubt hätten, hier zu feiern, wären wir hier nicht im Keller
15:01eingesperrt.
15:03Und wenn Sie vorhin zu dem Pärchen nicht so unfreundlich gewesen wären, dann hätten
15:07die uns nicht eingeschlossen.
15:09Na, die hatten sich an Frau van Weidens Weinvorräten vergriffen.
15:12Das wird Annabelle schon überleben.
15:14Wenn sie überhaupt jemals wieder Wein trinken kann.
15:18Geschmacklos!
15:19Wie können Sie sowas sagen?
15:22Wenn Sie über diese Frau das alles wüssten, was ich weiß, dann würden Sie mich vielleicht
15:28verstehen.
15:28Obwohl, bin ich mir bei Ihnen gar nicht so sicher.
15:38Das schmeckt aber gut.
15:40Was tun Sie da?
15:41Wonach sieht es denn aus?
15:42Sie vergreifen sich auch an Frau van Weidens Weinvorräten.
15:47Ja, gut beobachtet.
15:48Das machen Sie doch mit Absicht.
15:50Ja, womit denn sonst?
15:51Sie können das doch nicht tun.
15:52Und ob ich das kann?
15:55Prost!
15:59Das ist ein edles Tropfchen.
16:01Sollten Sie auch mal probieren.
16:03Auf keinen Fall.
16:04Herr Adam, nur entspannen Sie sich doch mal ein bisschen.
16:06Es kann gut sein, dass wir hier einige Zeit miteinander verbringen müssen.
16:11Ganz bestimmt nicht.
16:12Wir werden sicher gleich hier gefunden werden.
16:16Hallo!
16:18Hört mich denn keiner?
16:22Simon ist kein Feigling.
16:23Der wird nie einfach so abhauen.
16:25Nicht einmal Luisa wusste etwas von seinen angeblichen Reiseplänen.
16:28Eben, das zeigt doch, dass das Ganze ein einziges Missverständnis ist.
16:31Ja, aber wo kommt denn diese Flugreservierung her?
16:34Ach, die kann man an jedem x-beligen Computer durchführen.
16:37Ja, das muss denn jemand untergejubelt haben.
16:39Aber wer tut denn sowas?
16:41Das kann die Polizei sicher zurückverfolgen.
16:44Na, hoffentlich.
16:45Simon hat auch einen Anwalt.
16:47Ja, Sophie Nowak.
16:49Sie hat vorhin angerufen.
16:51Sophie macht ihren Job richtig gut.
16:52Sie wird Simon bestimmt helfen können.
16:54Ach, das hoffe ich sehr.
16:56Denn ansonsten wird er wahrscheinlich wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.
17:00Oder vielleicht sogar wegen Totschlags.
17:02Totschlag?
17:03Wir wissen noch nicht, ob Annabelle durchkommen will.
17:05Sie ist operiert worden.
17:06Operiert? Wieso das?
17:08Wisst ihr denn gar nichts davon?
17:10Nein.
17:11Annabelle hatte einen Schlaganfall.
17:12Vermutlich wegen des Sturzes.
17:14Ach, deshalb kommt Papa nach Hause.
17:17Ich muss gehen.
17:18Er wird schon gleich zu Hause sein.
17:20Ja, natürlich. Komm, ich bringe dich zur Tür.
17:28Simon sitzt in Untersuchungshaft, weil er angeblich ins Ausland fliehen wollte.
17:32Aber die Ticketreservierung war nicht von ihm.
17:36Frau Nowak wird sich bestimmt so schnell wie möglich darum kümmern.
17:40Es war sicher nicht richtig, in Annabelles Büro einzubrechen.
17:43Aber ich kenne Simon.
17:44Mit ihrem Unfall in der Manufaktur hat er nichts zu tun.
17:47Er wollte doch nur beweisen, dass die Unterschrift seines Vaters gefälscht war.
17:51Henning, hast du irgendeine Ahnung, wo der Vertrag zwischen Harald und Annabelle sein könnte?
17:57Nein, tut mir leid.
17:59Glaub mir, Luisa, wenn ich könnte, würde ich dir sofort helfen.
18:03Dann war Simons Aktion völlig umsonst.
18:06Wie sollen wir denn jetzt seine Unschuld beweisen?
18:09Und was ist, wenn Annabelle stirbt?
18:12Luisa, wir dürfen auf keinen Fall vom Schlimmsten ausgehen.
18:17Du hast recht.
18:19Ich darf jetzt nicht resignieren.
18:21Das hilft Simon am allerwenigsten.
18:31Henning hat sich sehr verändert.
18:34So mitfühlend und verständnisvoll war er früher nicht.
18:37Aber trotzdem.
18:39Wie kann Annabelle auf die Idee kommen, dass ich ihn heirate?
18:43Muss Simon deshalb ins Gefängnis?
18:45Weil man mich weiter erpressen will, obwohl Annabelle im Krankenhaus liegt?
18:51Sie muss einen Komplizen haben.
18:54Aber wen?
18:56Und warum führt ihr ihre Erpressung weiter?
19:00Das macht doch alles keinen Sinn.
19:06So, liebe Luisa, du brauchst nicht zu denken, dass du jetzt vorhin raus bist.
19:09Jetzt, da Annabelle im Krankenhaus liegt und dir nicht mehr sagen kann, was du tun sollst.
19:13Ich brauche meine Mutter nicht, um das zu erreichen, was ich will.
19:16Merk dir das.
19:20So, jetzt zeig mir, was du kannst, du kleines Wunderwerk der Technik.
19:27So, liebe Luisa, du brauchst nicht zu denken, dass du jetzt vorhin raus bist.
19:30Jetzt da Annabelle im Krankenhaus.
19:33Sehr schön.
19:35Gut.
19:39So, das war die Generalprobe.
19:41Toi, toi, toi.
19:47Luisa Maywald, hören Sie gut zu.
19:49Jetzt haben Sie ja gesehen, was passiert, wenn Sie nicht auf die Forderungen eingehen.
19:53Ihr Verlobter sitzt im Gefängnis.
19:55Und dort wird er auch bleiben.
19:57Es sei denn, Sie heiraten Henning Reichenbach.
20:01Und kein Wort zu niemandem.
20:11Hammer Sebastian.
20:12Jetzt, wo sein Vater endlich gesund wird, kommt sein Bruder ins Gefängnis.
20:15Umso wichtiger ist es, dass du für ihn da bist.
20:18Ja, das wird mir jetzt auch langsam klar.
20:22Oh, sie kommt.
20:28Papa, Helena.
20:29Hallo jetzt.
20:30Was hat ihr schon wieder?
20:31Was haben wir ungelegen?
20:32Guten Abend.
20:34Guten Abend, da, Maike.
20:36Habt ihr euch einen schönen Abend gemacht?
20:37Ja, Maike übernachtet hier, bei ihr Zuhause ist es gerade ein bisschen voll.
20:41Ja, kein Problem.
20:42Weißt du, wo Nora ist?
20:43Ich schätze, sie ist in ihrem Zimmer, wieso?
20:45Ach, es geht um ihre Mutter.
20:47Ach ja, Annabelle liegt im Krankenhaus, das haben mir gerade die Bäckers erzählt.
20:50Ja, das macht Nora bestimmt schwer zu schaffen.
20:53Den Eindruck hatte ich gar nicht, sie sah sogar sehr fröhlich aus.
20:55Sie hat vorhin mit uns angestoßen.
20:58Ach, tatsächlich, ihr habt den Abend mit Nora verbracht?
21:00Naja, sagen wir es mal so.
21:02Ich hatte ein paar Freunde hier und sie hat sich aufgedrängt, obwohl sie gar nicht eingeladen war.
21:07Aber Alice, wahrscheinlich brauchte Nora etwas Gesellschaft.
21:10Kannst du das nicht nachvollziehen?
21:11Nee, das kann ich nicht nachvollziehen.
21:12Ich kann nicht ganz verstehen, wie man um Annabelle trauern kann.
21:15Das geht mir eigentlich genauso.
21:18Mir tut nicht Nora leid, sondern Sebastian und seine Familie.
21:21Simon ist gerade wegen Annabelle im Gefängnis.
21:24Lissi, es ist möglich, dass Annabelle stirbt.
21:26Verstehst du das?
21:28Ich meine, du müsstest doch am besten nachvollziehen können, wie es sich anfühlt, wenn man seine Mutter verliert.
21:32Aber du kannst doch Annabelle nicht mit Lissis Mutter vergleichen.
21:34Aber das meine ich doch auch gar nicht.
21:36Lissi!
21:37Lissi!
21:48Lissi!
21:49Man müsste uns doch langsam vermissen.
21:53Aber nicht auf einer Party von lauter jungen Leuten.
21:55Ich verstehe nicht, dass ich so ruhig bleiben kann.
21:58Was bringt das denn, wenn ich mich auch noch aufrege?
22:02Man wird schon nach uns suchen.
22:04Die Frage ist nur, wann.
22:05Sie meinen, dass wir hier vielleicht...
22:07Übernachten müssen, ja.
22:09Oh Gott!
22:10Also, darauf würde ich mich einrichten.
22:13So, und nun bleiben Sie mal ganz locker.
22:16Schließlich sind wir hier in einem Weinkeller eingesperrt und nicht in einer Abstellkammer.
22:21Trinken Sie doch einen kleinen Schluck.
22:23Ich weiß doch, dass Sie guten Wein mögen.
22:25Aber nicht, wenn er gestohlen ist.
22:27Ach, wenn Sie in einem Lebensmittelladen eingeschlossen sind, würden Sie dann auch lieber verhungern, als etwas zu nehmen?
22:34Das ist etwas ganz anderes.
22:36Nein, ist es nicht.
22:37Hier ist es kalt und der Wein wärmt.
22:39So, und ich hole uns jetzt eine Decke.
22:44Sie die.
22:47Immer schön langsam trinken.
22:49Ich habe nur überprüft, ob der Wein nicht kockt.
22:52Trinken Sie ruhig weiter.
22:53Ich mache uns noch ein Fläschchen auf.
22:55Aber nicht wieder von Frau van Weiden.
22:57Nein, gut.
22:58Dann nehme ich immer eine Flasche von Richard van Weiden, damit Sie Ruhe geben.
23:02Wie wäre es denn damit?
23:06Simon.
23:09Hallo?
23:11Luisa Mayrath, hören Sie gut zu.
23:14Jetzt haben Sie ja gesehen, was passiert, wenn Sie nicht auf die Forderungen eingehen.
23:18Ihr Verlobter sitzt im Gefängnis.
23:20Und dort wird er auch bleiben.
23:22Es sei denn, Sie heiraten ehrlich rechenbar.
23:25Und kein Wort zu niemandem.
23:40Moment, bitte.
23:50Was, du?
23:51Hallo, Nora.
23:52Du bist wieder hier?
23:54Als ich gehört habe, was Annabelle passiert ist, habe ich mir Sorgen um dich gemacht.
23:57Ja.
23:58Ja, das ist schrecklich.
24:00Ja.
24:01Weißt du, wie es ihr geht?
24:03Ich habe vorhin im Krankenhaus angerufen.
24:05Sie hat die Operation gut überstanden, aber keiner weiß, ob sie es wirklich schafft.
24:11Du hängst sehr an Annabelle, trotz allem.
24:15Vielleicht habe ich das unterschätzt.
24:17Sie ist meine Mutter.
24:21Nora, ich will, dass du weißt, ich stehe zu dir.
24:23Egal, was passiert ist.
24:25Okay?
24:27Danke.
25:10Mein Gedanke war richtig.
25:12Es geht immer noch um dieselbe Erpressung.
25:15Dieser Komplize muss jemand sein, den Annabelle in der Hand hat.
25:19Alles andere macht keinen Sinn.
25:21Ich kenne sonst niemanden, der mich so sehr hasst, dass er mein Leben zerstören will.
25:30Guten Morgen.
25:33So früh schon auf?
25:35Ich habe heute Nacht kein Auge zugetan.
25:39Ach, was.
25:42Simon ist unschuldig.
25:44Er kommt bestimmt wieder frei.
25:48Simon sitzt nicht zufällig in Untersuchungshaft.
25:52Was meinst du damit?
25:54Jemand wollte, dass er ins Gefängnis geht, um mich weiterhin erpressen zu können.
25:59Du meinst die Erpressung, hinter der Annabelle steckt.
26:01Ich soll Henning heiraten.
26:03Aber Annabelle kann dich nicht mehr erpressen.
26:07Jemand hat mich jester Nacht angerufen mit verzerrter Stimme und hat Annabelles Forderungen wiederholt.
26:12Mein Gott.
26:13Wer macht denn sowas?
26:14Konntest du was raushören?
26:16Nein, leider nicht.
26:18Die Stimme kam wahrscheinlich von einem Band.
26:19Sie war verzerrt.
26:22Aber Annabelle muss sich mit irgendjemandem ausgetauscht haben, bevor sie kollabiert ist.
26:27Sie muss einen Komplizen haben.
26:28Und was willst du jetzt machen?
26:30Ich muss beweisen, dass Simon und Annabelle nichts angetan hat.
26:33Frau Nowak wird mir dabei helfen.
26:36Das ist ja gut.
26:38Dann musst du ja gar nicht mehr auf die Erpressung eingehen.
26:41Natürlich werde ich nicht auf die Erpressung eingehen.
26:43Ich werde Simon heiraten und niemand anderen.
26:45Ja klar.
26:46Natürlich.
26:47Weiß ich doch.
26:48Ja.
27:07Dankeschön.
27:08Hallo.
27:09Guten Tag.
27:09Setzen Sie sich da.
27:10Dankeschön.
27:11Wie geht es Ihnen?
27:13Ach, schlaflose Nacht.
27:15Was ist mit Luisa?
27:16Wann kann ich Sie sehen?
27:17Der Besuchsanntag ist längst gestellt.
27:18Übrigens auch für Ihre Mutter.
27:20Aber es kann trotzdem noch dauern.
27:24Haben Sie mit Luisa gesprochen?
27:25Ja, sie hat mich gleich angerufen.
27:27Sie macht sich große Sorgen um Sie.
27:28Aber sie weiß, dass Sie unschuldig sind.
27:32Wir sollten jetzt dringend unsere nächsten Schritte besprechen, Herr Becker.
27:36Natürlich.
27:37Wie lange muss ich denn noch hierbleiben?
27:39Sie werden jetzt gleich dem Haftrichter vorgeführt.
27:42Ich befürchte allerdings, dass dieser den Haftbefehl bestätigen wird.
27:44Alles nur wegen dieser verdammten Flugreservierung.
27:47Ich schwöre mich, ich habe keinen...
27:48Ich glaube Ihnen.
27:49Und ich hoffe, dass die Polizei bald herausgefunden hat, wie er diese Flugreservierung vorgenommen hat.
27:54Ja.
27:55Das Wichtigste ist jetzt, dass wir auf einen schnellen Prozessbeginn hinarbeiten.
27:59Warum?
28:00Na ja, damit Sie allenfalls wegen schwerer Körperverletzung, aber nicht wegen Totschlags angeklagt werden können.
28:06Geht es vor von beiden so schlecht?
28:10Soweit ich weiß, ist Ihr Zustand kritisch.
28:16Ich habe nachgedacht.
28:18Ich habe jetzt genug Zeit hier.
28:20Es gibt nur einen, der in Frage kommt, der mich im Gefängnis sehen möchte.
28:26Annabelle von beiden.
28:28Die verhindern will, dass Sie Ihren Betrug aufdecken.
28:31Und die einen Komplizen haben muss, der Ihren Plan weiterführt, während sie im Krankenhaus liegt.
28:36Das Wichtigste ist jetzt, dass wir dem Gericht den Vertrag mit der von Annabelle gefälschten Unterschrift Ihres Vaters vorlegen können.
28:43Na, wie wollen Sie das anstellen?
28:45Ich werde einen Weg finden. Ich verspreche es Ihnen.
28:48Danke, dass Sie sich so für mich einsetzen.
28:51Schließlich sind Sie mein Mandant.
28:53Können Sie mir noch einen Gefallen tun?
28:55Na ja, wenn ich kann.
28:57Sagen Sie, Heloisa, dass es mir gut geht und dass ich an Sie denke und dass Sie sich bitte keine
29:00Sorgen machen müssen.
29:02Ja, das mache ich gern.
29:03Danke.
29:16Guten Morgen.
29:17Guten Morgen.
29:17Guten Morgen.
29:19Setz dich.
29:20Richard und ich haben heute das Frühstück gemacht.
29:22Ja.
29:23Frau Landmann und Herr Adam sind ja noch nicht da.
29:26Dafür, dass ihr das gemacht habt, sieht es ganz okay aus.
29:31Das ist wie wegen gestern Abend. Ich wollte...
29:33Papa, ich weiß schon, was du mir sagen wolltest und ich hoffe, dass du mich auch ein bisschen verstehen kannst.
29:39Das ist ja... Ich kann es gar nicht glauben.
29:42Kann ich zu ihr?
29:43Noch nicht.
29:45Ja, klar. Verstehe ich.
29:47Gut, informieren Sie mich, wenn es irgendwas Neues gibt.
29:50Super. Dankeschön. Auf Wiederhören.
29:54Oh, das war das Krankenhaus.
29:56Wie geht es, Annabelle?
29:57Sie liegt jetzt auf der Intensivstation. Sie ist zwar noch nicht ansprechbar, aber ihr Zustand hat sich deutlich verbessert.
30:02Ah, ja.
30:05Nura?
30:06Nura?
30:07Ich wollte dir noch sagen, dass es mir leidtut, das mit Annabelle. Ich wusste nicht, dass es ihr so schlecht
30:13geht, dass sie operiert wurde. Es muss schwer für dich sein.
30:19Ach, Lissi. Es ist so lieb von dir. Aber jetzt geht es ihr zum Glück wieder besser. Und hoffentlich wird
30:25sie ganz schnell wieder gesund.
30:31Wie kommt die denn da hin?
30:48Vielen Dank, dass Sie so schnell kommen konnten.
30:51Selbstverständlich. Kein Problem. Sie wissen ja, ich bearbeite den Fall Simon Becker. So, was kann ich denn für Sie tun?
30:58Ich kann bezeugen, dass Simon auf keinen Fall vorhatte, Falkenthal zu verlassen. Also von Fluchtgefahr kann keine Rede sein.
31:04Das glaube ich Ihnen gerne. Können Sie das denn beweisen?
31:08Er hatte kein Motiv. Warum sollte er weglaufen? Er hat Frau van Weyden nichts getan.
31:13Sehen Sie, da fangen die Probleme an. Wir haben A, eine Reihe von Zeugenaussagen und B, eine Reihe von Indizien,
31:19die eher das Gegenteil vermuten lassen.
31:20Aber ist es nicht Ihre Aufgabe, die Wahrheit herauszufinden?
31:23Das tun wir doch. Aber mit der Wahrheit ist es auch manchmal so eine Sache.
31:27Wissen Sie denn, wer das Flugticket tatsächlich gebucht hat?
31:30So schnell sind wir leider auch wieder nicht. Im Moment sind wir damit beschäftigt, anhand der Internetadresse herauszufinden, welcher Computer
31:36dafür benutzt wurde.
31:37Und von wem stammt dieser Hinweis?
31:39Das kann ich Ihnen noch nicht sagen. Wie gesagt, im Moment ermitteln wir, von wo aus die Reservierung durchgeführt wurde.
31:44Suchen Sie wenigstens nach einem anderen Täter, der Annabelle van Weyden in der Manufaktur verletzt haben könnte?
31:49Frau Maywald.
31:51Gut, ich weiß. Sie tun alles, was in Ihrer Macht steht.
31:54Gut. Sie rufen mich an, wenn Sie was Neues hören?
31:58Ja, das werde ich tun.
31:59Danke.
32:00Vielen Dank. Wiedersehen.
32:06Vielen Dank.
32:31Götterspeisen, aber ich habe Götterspeisen in den Früh gegossen.
32:34Ja gut, was auch immer. Ich dachte, das hättest du hinter dir gelassen, du als Geschäftsfrau.
32:38Das eine schließt das andere doch nicht aus.
32:40Also schön. Meinetwegen könnt ihr das Büro von eurem Kurierdienst im Wohnzimmer lassen, aber solche Partys, ja?
32:45Die melden wir in Zukunft bei dir an.
32:47Wieso steckt der Schlüssel?
32:48Keine Ahnung.
32:57So.
33:16Einen wunderschönen guten Morgen Ihnen beiden.
33:19Guten Morgen, Herr von Weiden.
33:22Und wir, wir sind hier eingesperrt worden.
33:25Ach, und da haben Sie die Zeit Ihres unfreiwilligen Aufenthalts mit einem guten Tropfen überbrückt, hm?
33:30Ja, es war kalt.
33:31Aber wir werden den Wein auch bezahlen.
33:34Wir?
33:35Wir werden den Wein bezahlen.
33:37Natürlich.
33:39Nun, lass es immer gut sein. Ich bin ja froh, dass Sie wieder aufgetaucht sind.
33:42Dann muss ich mir mein Frühstück nicht selber machen.
33:46Euch war unsere Party wohl um ein bisschen langweilig, was?
33:50Hoffentlich hat es dir Spaß bei einem Täter-Täter.
34:05Und geht es jemandem wirklich gut?
34:07Ja, soweit ist alles in Ordnung.
34:10Wann können wir ihn besuchen?
34:12Ich hoffe, dass der Besuchsantrag schnell bearbeitet wird.
34:15Und wie geht es jetzt weiter?
34:17Ich habe morgen einen Termin bei dem Staatsanwalt.
34:19Der wird hoffentlich einen Durchsuchungsbefehl ausstellen lassen.
34:22Und dann können wir den Vertrag in der Manufaktur und im Gutshaus suchen.
34:26Und dann wird man feststellen, dass Annabelle von Weiden die Unterschrift meines Mannes gefälscht hat.
34:30Ja. Die Anklage der vorsätzlichen Körperverletzung ist so jedenfalls nicht mehr zu halten.
34:35Schön.
34:37Da ist noch etwas.
34:38Ja?
34:39Sie sind eine so gute Anwältin.
34:41Vielen Dank.
34:42Und Sie haben so viel für meinen Sohn getan.
34:45Aber wir haben noch gar nicht über die Bezahlung gesprochen.
34:47Frau Becker, bitte machen Sie sich darüber keine Gedanken.
34:50Ja, aber Sie können doch nicht...
34:51Nein, kein Aber.
34:52Ihr Sohn sitzt unschuldig im Gefängnis.
34:55Und das Wichtigste ist, dass wir ihn so schnell wie möglich da rausbekommen.
34:59Und über alles andere sprechen wir einfach danach.
35:02Vielen Dank.
35:08Ja, ganz wie Sie meinen, dann warten wir.
35:12Mhm.
35:14Gut.
35:15Wiederhören.
35:17Schlechte Nachrichten.
35:19Ganz wie man es nimmt.
35:21Ich wollte dem Makler vorschlagen, mit dem Preis für das Hotel herunterzugehen, weil sich immer noch kein Käufer gefunden hat.
35:26Aber er meint, wir sollen warten.
35:29Du willst das Hotel immer noch verkaufen?
35:32Ja, klar.
35:33Dann bringst du für Simon und seine Familie aber ein großes Opfer.
35:36Das Hotel war doch immer schon dein Lebenstraum.
35:38Aber die Bäckers brauchen das Geld.
35:41Haralds Reha wird sehr teuer.
35:43Und irgendwann müssen wir deinem Vater das Geld für die Operation zurückzahlen.
35:46Die Anwaltskosten.
35:50Danke fürs Zustück.
35:51Und wenn ich dir irgendwie helfen kann...
35:59Weichenbach?
36:01Ja.
36:06Ja.
36:10Weißt du denn was Neues von Simon?
36:13Leider nicht.
36:15Aber ich hab mit Kommissar Dellbrück gesprochen.
36:18Er wird die Wahrheit herausfinden.
36:20Und dann kommt Simon bald frei.
36:23Hast du ihm auch von der Erpressung erzählt?
36:25Nein.
36:27Ohne Beweise bringt das auch nichts.
36:30Obwohl ich einen ganz guten Eindruck von Kommissar Dellbrück hab.
36:34Er ist sich ziemlich sicher, dass sie bald den Computer gefunden haben.
36:37Von dem aus Simons Flugticket reserviert wurde.
36:40Ist das so einfach?
36:43Anscheinend.
36:44Das geht irgendwie über die Internetadresse.
36:48Das ist ja toll.
36:55Da ist das, was Sie wollten.
36:57Wie bitte?
36:58Dass Herr von Weiden uns hier findet.
37:01Betrunken, schlafend, derangierend.
37:03Jetzt übertreiben Sie mal nicht.
37:05Und außerdem haben wir uns an den Vorräten des Weinkellers vergriffen.
37:09Das ist mir in 40 Dienstjahren noch nicht passiert.
37:12Dann wurde es ja wohl Zeit.
37:13Das ist nicht lustig.
37:15Ganz und gar nicht.
37:16Denken Sie, ich kann mir nicht etwas Besseres vorstellen,
37:18als die Nacht in einem Keller zu verbringen.
37:20Noch dazu in Ihrer Gegenwart.
37:22Ach so.
37:23Da bleibt einem ja nichts anderes übrig, als zu trinken.
37:25Vielen Dank.
37:25Wem verdanken wir es denn, dass wir hier eingesperrt worden sind?
37:29Also das ist ja wohl keine Frage.
37:30Sie haben doch dafür gesorgt,
37:32dass die jungen Leute sich einen Jux machen und uns hier einsperren.
37:35Wenn Sie diese Party nicht genehmigt hätten,
37:37wäre das alles nicht passiert.
37:39Wenn Sie den Schlüssel zum Weinkeller nicht verlegt hätten,
37:41dann wäre hier auch keiner reingekommen.
37:43Ich habe keine Schlüssel verlegt.
37:44Sie haben auf den Schlüssel nicht richtig Acht gegeben.
37:47Das, womit wir wieder beim Ausgangspunkt unserer Diskussion wären.
37:52Ja, das ist Ihre Jacke.
37:54Das Wort Danke kennen Sie wohl nicht.
37:56Ich habe in der Nacht gefroren,
37:58weil ich Ihnen meine Jacke überlassen hatte.
38:00Sie haben gefroren?
38:01Seit wann kann ein Eisblock frieren?
38:04Oh, ein Brummo.
38:11Kommissar Delbrück und Frau Nowak werden mir helfen,
38:14Simon frei zu bekommen.
38:15Dann wird die Erpressung bedeutungslos.
38:19Ich muss nur Zeit gewinnen
38:20und herausfinden, wer für Annabelle die Erpressung weiterführt.
38:25Ich weiß, dass ich Henning viel bedeute.
38:29Er ist ein guter Freund.
38:31Er wäre sogar für mich ins Gefängnis gegangen.
38:34Trotzdem würde er niemals wollen,
38:35dass ich ihn heirate, wenn ich einen anderen liebe.
38:48Er ist ein guter Freund.
39:25Wer kann also noch dahinter stecken?
39:28Wer will Simon und mich unglücklich machen?
39:36Luisa Maywald?
39:38Luisa Maywald, ich sage es nochmal.
39:41Heiraten Sie Henning Reichbach
39:43und halten Sie sich von Simon Becker fern.
39:45Sonst kann es ganz schnell passieren,
39:47dass es Ihnen im Gefängnis sehr schlecht ergeht
39:49und zu niemandem ein Wort.
40:03Störe ich?
40:09Ich traue dir zwar zu,
40:10dass du ohne mit der Wimper zu zucken
40:11Luisa hinter Gitter bringen würdest,
40:13aber es bringt dir doch rein gar nichts,
40:15wenn dein geliebter Simon
40:16wegen Körperverletzung und Einbruch
40:19Knast sitzt, oder?
40:22Kann es sein, dass du diejenige bist,
40:23die mich erpresst?
40:25Spielst du?
40:27Willst du, dass ich Henning heirate
40:28und steckst mit deiner Mutter unter einer Decke?
40:30Nein, wie kommst du denn auf sowas?
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