- vor 1 Tag
Donnerschlag und Blumentopf
Zunächst verschwindet die Wäsche einer Hausbewohnerin von der Leine, und auch die Nachbarin Frau Scholz vermisst ihr Schmuckstück, einen Gummibaum, den sie vor die Tür gestellt hatte, damit ihn das Regenwasser noch prächtiger gedeihen lässt. (Text: MDR)
Hab ich ein Glück
Hans Neumann reist zu einer Tagung. Auf dem Weg dorthin wird sein Koffer vertauscht, wodurch er schließlich in der Badewanne einer ehemaligen Kollegin landet, die ihm mit Anzügen ihres abwesenden Gatten aushilft. Dieser kehrt prompt nach Haus zurück, und auch Frau Neumann ist mittlerweile unterwegs, um ihrem Mann frische Sachen zu bringen. (Text: MDR)
Übergewicht
In der letzten Episode steigen Marianne und Hans Neumann auf eine Personenwaage und stellen entsetzt fest, dass beide etliche Kilo zugelegt haben. Mit anstrengendem Jogging und disziplinierter Diät kämpft man gegen die wuchernden Pfunde – bis Sohn Jan mit einer simplen Erklärung für das plötzliche Übergewicht aufwartet. (Text: MDR)
Zunächst verschwindet die Wäsche einer Hausbewohnerin von der Leine, und auch die Nachbarin Frau Scholz vermisst ihr Schmuckstück, einen Gummibaum, den sie vor die Tür gestellt hatte, damit ihn das Regenwasser noch prächtiger gedeihen lässt. (Text: MDR)
Hab ich ein Glück
Hans Neumann reist zu einer Tagung. Auf dem Weg dorthin wird sein Koffer vertauscht, wodurch er schließlich in der Badewanne einer ehemaligen Kollegin landet, die ihm mit Anzügen ihres abwesenden Gatten aushilft. Dieser kehrt prompt nach Haus zurück, und auch Frau Neumann ist mittlerweile unterwegs, um ihrem Mann frische Sachen zu bringen. (Text: MDR)
Übergewicht
In der letzten Episode steigen Marianne und Hans Neumann auf eine Personenwaage und stellen entsetzt fest, dass beide etliche Kilo zugelegt haben. Mit anstrengendem Jogging und disziplinierter Diät kämpft man gegen die wuchernden Pfunde – bis Sohn Jan mit einer simplen Erklärung für das plötzliche Übergewicht aufwartet. (Text: MDR)
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00:01Musik
00:09Oh, das schaffe ich noch in den Zeug.
00:49Frau Neumann, so gehen wir weg.
00:51Ja, ich will noch was einkaufen, bevor ein Gewitter kommt.
00:53Ist ja er da?
00:54Nein.
00:55Brigitte?
00:56Auch nicht da.
00:58Was ist denn, Frau Scholz?
00:59Haben Sie was auf dem Herzen?
01:01Na ja, weil es gleich Regen hat.
01:02Und Regenwasser soll so gut für ihn sein.
01:06Wofür?
01:06Mein Gummibaum.
01:08Für den ist Regenwasser sehr gut.
01:10Und ich wollte ihn gerade vor die Haustür bringen.
01:13Ja, da muss ich ihn runterbringen.
01:14Das wird reizen.
01:15Also, wissen Sie, für mich ist das auch ein bisschen schwer.
01:18Ist doch kein Problem.
01:19Mein Blutdruck.
01:20Ja, ja.
01:25So, hier ist er.
01:30Ich habe ein Handbüchlein.
01:33Du und deine Topfpflanze.
01:35Und das steht drin.
01:36Das ist bestimmt alles richtig, was da drin steht.
01:38Einen Augenblick mal.
01:39Also, der soll doch was davon haben, jetzt, wo es gleich regnen wird.
01:43Der kommt vor die Haustür.
01:44Ja.
01:46Ich, ich könnte ihn auch auf den Balkon stellen, ja?
01:49Natürlich könnten Sie ihn auf den Balkon stellen.
01:52Kann ich nicht.
01:52Kommt ja gar kein Regen.
01:54Ach ja.
01:54Jedenfalls nicht so richtig.
01:56Ja.
01:57Jetzt müssen wir aber los.
01:59So.
01:59Vorsichtig.
02:00Ich halte die Zweige.
02:01So.
02:02Hm.
02:06Brechen Sie bloß nichts ab.
02:08Um Gottes willen.
02:10Und lassen Sie den Topf nicht freien.
02:13Den schönen, großen Topf.
02:15Ich würde ihn ja am liebsten alleine tragen.
02:17Aber mein Doktor hätte auch gesagt.
02:20Ich habe 185 Meter.
02:22Ich passe doch auf, Frau Scholz.
02:24Ich weiß nicht.
02:25Bitte, Frau Scholz, lassen Sie mich dort.
02:27Ich möchte vor dem Regen zurück sein.
02:30Oh, mein Kopf muss vor dem Regen draußen sein.
02:32Ach, sagen Sie bitte.
02:33Wissen Sie, wie den Schlüssel für den Trockenraum?
02:35Hat meine Wäsche hinten noch draußen.
02:36Es regnet bald.
02:37Um Himmel zu.
02:38Daran habe ich nicht gedacht.
02:39Oh, die habe ich ja noch.
02:40Ja, es wäre nicht so schlimm.
02:42Auch da habe ich vor dem Rutsch.
02:43Ich habe ihn vor dem Rutsch.
02:43Ich habe ihn vor dem Rutsch.
02:44Ich hole ihn gleich.
02:46Das ist nett.
02:46Ich hole ihn doch mal schnell.
02:49Na.
02:50Wie ist denn das gut drin?
02:53Ach, danke, Frau Scholz.
02:54Es geht.
02:56Hält er sich das klein dann regelmäßig?
02:59Was soll es denn werden?
03:01Mein Mann hätte ganz gerne einen Jungen.
03:04Er soll sich bloß nicht so drauf versteifen.
03:07Und vergessen Sie nicht Bescheid zu sagen,
03:09wenn Not an Mann ist.
03:10Ich bin immerhin Bereitschaft,
03:12um helfen einzusprechen.
03:13Das ist wirklich lieb von Ihnen, Frau Scholz.
03:16Aus Vertrauensmann.
03:19Apropos aus Vertrauensmann.
03:20Ich habe da mal eine Frage.
03:23Stört es Sie nicht, dass Herr Sommerlatte darüber ihn
03:26immer übt mit seinem Flütengedudel?
03:29Er spielt Klarnette.
03:30Weiß ich ja.
03:31Aber ich dachte, das belästigt Sie jetzt so in Ihrem Zustand.
03:34Nee, Frau Scholz.
03:36Er übt doch am Tage, wenn wir nicht zu Hause sind.
03:38Und abends ist er im Theater, weil er Vorstellungen hat.
03:41Und als Berufsmusiker muss er täglich üben.
03:43Ja, ich möchte ja nicht mit Musiker verheiratet sein.
03:47Aber das ist jeder, der.
03:48Das ist der ganze Tag.
03:51Ich glaube, seiner Frau geht es hoch im Weg.
03:54Das trägt die doch jetzt nicht zur Kohle vor.
03:58Frau Scholz, das hat doch ganz andere Gründe.
04:00So.
04:01Frau Schmink, hier ist der Schlüssel.
04:03Na prima.
04:03Dann will Sie gleich mal meine Wäsche reinholen.
04:05Ja.
04:14Jetzt übertreiben Sie aber Frau Schulz.
04:17Es sind ja erst zwei.
04:22Vorsichtig, Frau Neumann.
04:24Ja.
04:25So, Frau Schulz.
04:26Ja.
04:27Haben Sie einen Topf?
04:30Dankeschön.
04:31Jetzt muss ich aber los.
04:33So, Frau Schulz.
04:47Hier kommt doch gar nicht genug Regen rein.
04:53Den bringe ich lieber nach hinten.
05:07So.
05:09Jetzt sind wir offenbar.
05:10Komm, steh weg.
05:17Oh!
05:20Das ist ein Schirm.
05:36Ach, Jan und Andi.
05:38Würdet ihr mir bitte einen Gefallen tun?
05:40Aber immer, Frau Schmidtke.
05:42Ja, seid doch so gut und lauft mal zum Trockenplatz.
05:44Es regnet doch gleich und meine Wäsche wird wieder nass.
05:47Könntet ihr die mal abnehmen?
05:48Ich muss mal eine kleine trockenlegen.
05:50Das ist schon passiert.
05:51Die erste Leine vorn.
05:53Danke, Martin.
05:53Danke, Herr Neumann.
06:12Danke, Herr Neumann.
06:17Danke, Herr Neumann.
06:29Das ist ja so.
06:33Was ist da?
06:34Scholzens Gummi.
06:36Das ist doch so.
06:38Frau Schulz, ich frischt mich auch nicht.
06:48Siehst du hier?
06:49Echt nicht.
06:50Die wird raus müssen wir schon abgenommen haben.
06:52Weißt du nicht.
06:53Das gibt es ja gar nicht.
06:54Ach, du eine Ahnung.
06:55Bei Spannungen gibt es so was.
06:56Vielleicht meinst du den besten Platz da hinten?
06:58Los hin.
07:06Was hat er denn jetzt gemacht?
07:11Entschuldigung, Herr Sommerlatt.
07:12Macht schon nichts, macht nichts.
07:15Hier, der Gummibaum, der Topf, alles Scherben.
07:19Ist das der Gummibaum von Frau Scholz?
07:22Ja, genau.
07:23Ich habe ihn auch gleich erkannt.
07:25Den muss ich beim Reinkommen umgeworfen haben.
07:29Dann ist es mir peinlich.
07:31Wie soll ich das bloß Frau Scholz beiträgen?
07:34Herr Sommerlatt, Herr Sommerlatt.
07:37Vielleicht haben wir noch ein Trocken.
07:39Das wäre ja.
07:41Ja, den Schlüssel habe ich beitragen, kommen Sie mal mit.
07:45Vorsicht, Vorsicht.
07:46Wenn Sie doch mehr anrichten.
08:00Ach, du große Scheibe.
08:02Hier wird der Scholz.
08:04Oh, das ist doch so ein Mist.
08:06Die beißen mir doch die Ohren ab.
08:08Bei uns in der Elf, im Keller.
08:10Ich glaube, da sind noch ein paar solche Tröpfe.
08:12Nichts wie denn?
08:13Die Wäsche, die voller Leise.
08:14Da ist doch kein, das müssen wir doch aber sagen.
08:21Da ist keine Wäsche.
08:22Was, wie so Leinen sind leer?
08:26Wie groß sind denn die Töpfe in eurem Keller?
08:28Was da ein?
08:28Weiß ich doch nicht.
08:29Wir müssen mal die Dinger eben herholen.
08:31Was denn alle?
08:33Das ist Quatsch.
08:34Da hast du recht.
08:35Wir nehmen den Baum mit.
08:44Oh, was soll ich bloß Frau Scholz sagen?
08:49Die wird schimpfen.
08:53Haben Sie einen Topf, Fräulein Brigitte?
08:54Nein.
08:57Ich weiß genau, mein Vater hat zwei oder drei Stück gekauft vergangene Woche, als er Frau Scholz geholfen hat beim
09:02Umtopfen.
09:04Aber wo die jetzt sind?
09:06Ich habe ja miterlebt, wie der Gummibaum angeliefert wurde.
09:11Ein Prachtexemplar hat Frau Scholz doch geschwärmt.
09:14Und die Transporteure, wie sie die angefahren hat.
09:19Unsachgemäß, unsachgemäß würden sie damit umgehen.
09:21Was glauben Sie wohl, was die mir jetzt erzählen wird, Frau Brigitte?
09:25Wissen Sie was?
09:27Ich glaube, die sind im Keller von Frau Scholz.
09:33Frau Neumann, rasch kommen Sie hier.
09:35Ja, was ist denn?
09:36Erzählen Sie es alles.
09:37Dann stellen Sie sich vor, meine Wäsche ist weg.
09:39Was?
09:39Keine Wäsche auf der Leine, nur die Leine.
09:42Na, man hört doch nicht das erste Mal vor einem Tipp stehen.
09:44Der weiß, wer sich hier rumtreibt.
09:46Ach so.
09:47Sie müssen sofort zur Polizei und das melden.
09:50Ich war vorgestern bei meinem Arzt, meinem Blutdruck.
09:53Sie wissen ja, 180 hat er gemessen.
09:56Und da saß eine Patientin, die hat einen ähnlichen Fall erzählt.
09:59Und nur durch das schnelle Eingreifen der Wolkenpolizei ist der schlimmste Veränder.
10:04Ich glaube nicht, dass die Wäsche gestohlt wurde.
10:07Noch dazu am helllichten Tag.
10:08Vielleicht hat sie jemanden in Sicherheit gebracht vom Regen.
10:11Da hätte diese jemanden die Wäsche doch zu mir gebracht, nicht wahr?
10:14Aber natürlich, die Wäsche ist geklaut.
10:17Frau Scholz, wo ist denn Ihr Gummibagen?
10:20Darf ich da unten vor die Tür gestellt?
10:23Nicht so schnell, Frau Scholz.
10:25Bei Ihrem Blutdruck.
10:30Die ist weg.
10:36Der Gummibagen ist auch geklappt.
10:38Geht's so, Herr Sommerlattel?
10:41Ja, Moment.
10:43Moment, ich versuch's.
10:48Könnten Sie das mal halten?
10:50Ja.
10:51So.
10:52So, jetzt.
10:54Ja.
10:55Ja, jetzt.
11:00Ich schaff's nicht.
11:01Lassen Sie mich mal.
11:02Ja.
11:04Ja.
11:04Ja, versuchen Sie's mal.
11:05Sie haben einen schlankeren Arm.
11:10Na?
11:11Sie müssen die Latte wegdrücken.
11:13Latte.
11:14Latte wegdrücken.
11:15Moment.
11:16Moment.
11:18Aua.
11:19Aua.
11:23Bleiben Sie ruhig, Frau Scholz.
11:25Vielleicht ist er im Keller.
11:26Ich gucke nach.
11:27Haben Sie noch einen Kellerschlüssel?
11:33Ach, verdammt.
11:35Gucken Sie sich das an, Herr Sommerlatte.
11:37Oh, das tut mir mal leidig.
11:39Ich werde Ihnen die Bluse ersetzen, Frau Hinn Brigitte.
11:44Herr Sommerlatte.
11:47Was macht ihr denn?
11:49Was machen Sie denn?
11:52Was machst du denn?
11:54Brigitte.
11:54Herr Sommerlatte.
11:56Mutter.
11:57Frau Neumann.
11:58Ich geh hin.
11:59Frau Neumann, Sie verstehen die Situation sicher falsch.
12:02Wir suchen ein...
12:05Ich erklär dir das alles oben.
12:07Darum möchte ich auch gebeten haben.
12:09Ja, ja, ja, ich auch.
12:10Ich, ich auch, ich...
12:12Oh, das ist doch alles so fein.
12:14Alles so peinlich.
12:17Frau Neumann.
12:19Frau Neumann.
12:21Was ist denn nun?
12:23Ist der Baum da?
12:27Frau Schmidt.
12:28Also passen Sie auf.
12:30Da.
12:30Da habe ich meinen Baum hingestellt.
12:33Da vor die Tür.
12:35Du musst da hin.
12:38Frau Neumann.
12:39Mein Gott.
12:41Was ist denn nun?
12:43Ach, Frau Scholz.
12:45Das ist mir sehr peinlich, wirklich.
12:48Sehr, sehr peinlich.
12:49Aber ganz unabsichtlich, wie ich Ihnen versichern möchte.
12:52Ich habe es eben gerade schon vor Schmidt-Kätzchen.
12:55Einen Baum habe ich da hingestellt.
12:58Da vor die Tür.
13:00Muss er weg.
13:01Was denn?
13:01Vor die Tür und jetzt ist er weg?
13:03Muss er hin.
13:04Das kann aber nicht sein.
13:05Denn als ich ins Haus kam, das...
13:07Da war er schon weg, Frau Scholz.
13:09Jetzt gehe ich zur Polizei.
13:11Und wie soll mein Gummiband suchen?
13:13Und Ihre Wäsche auch?
13:13Oh, wo gehen Sie doch mal los mit Ihnen?
13:16Oh, mein Gott.
13:18Das schmarrt doch nicht.
13:27Also ich halte das mir für früh, die Polizei zu benachrichten.
13:32Was machst du denn da?
13:33Ja, siehst du doch, lege Wäsche zusammen.
13:35Was denn für Wäsche?
13:36Ist das nicht meine Wäsche?
13:38Ich weiß nicht, kann sein.
13:40Tatsächlich?
13:42Wie kommen Sie denn zu meiner Wäsche?
13:43Es hat geregnet und da habe ich sie abgenommen, damit sie nicht nass wird.
13:47Ach, das ist aber nett, Herr Neumann.
13:49Dankeschön.
13:50Einfall wäre geklärt.
13:51Bestehen Sie immer noch darauf, zur Polizei zu gehen?
13:53Na, mein Fall ist doch nicht geklärt.
13:55Mein Gummiband ist verschwunden.
13:57Ich gehe natürlich zur Polizei.
13:58Der wird Sie schon wiederfinden, Frau Scholz.
14:03Frau Scholz, Sie haben Ihren Gummibaum vergessen.
14:06Soll der bei dem Unwetter draußen stehen bleiben?
14:08Mein Gummibaum.
14:10Ach, ja, aber das ist nicht mein Topf.
14:17Ah, der ist, der ist hübsch.
14:25Vielleicht ist das doch.
14:55Ich bin ein Wetter draußen.
15:06Musik
15:34Was dem einen recht ist, ist dem anderen Belly.
15:42Was soll ich denn machen?
15:44Hans, entschuldige.
15:48Ja, ja, das ist wirklich sehr nett von Ihnen.
15:54Ja, stellen Sie es gleich auf den Parkplatz.
15:55Hans, kannst du mir mal die Anführung hier unterschreiben?
15:57Ja, stell dir mal vor, die reparieren mein Auto gleich.
16:02Habe ich ein Glück, weißt du?
16:07Wo habe ich denn meinen Kugelschreiber?
16:09Ich glaube, du stehst drauf.
16:15Musik
16:39Arzt, kannst du mich mitteilen?
16:53Das ist gut.
16:58Musik
17:00Arzt, kannst du mich mitteilen?
17:06Okay.
17:07Das ist gut.
17:09Das ist gut.
17:09Das ist gut.
17:10Das ist gut.
17:10Das ist gut.
17:39Ha, ha, ha, ha!
17:48Ich habe eine ausgesprochene Pechsträhne.
17:50Ach, Unsinn, Hans. Das war eine Ungeschicklichkeit. Scherben bringt Glück.
17:56Ich bin heute mit dem linken Bein aufgestanden.
17:59Aber, Hans, du wirst doch nicht abergläubisch werden.
18:02Alles mit der Autopanne an. Die Städte in einer Pechsträhne.
18:06Da kannst du sagen, was du willst. Mit Aberglauben hat das überhaupt nichts zu tun.
18:10Und dann der Hilbert. Hans Neumann, du fährst zu einer Tagung. Schwermaschinenbau.
18:16Hans, das ist doch eine Auszeichnung für dich.
18:19200 Kilometer hin, 200 Kilometer zurück.
18:22Du fährst doch mit dem Zug. Da lehnst du dich schön zurück, schläfst ein bisschen.
18:27Bestenfalls eine Strapaze.
18:29Du, ich habe eine Idee. Wie wäre es denn, wenn du mich mitnimmst?
18:33Ich hätte doch gar keine Zeit für dich.
18:37Ich gehe tagsüber spazieren und gehe ins Museum. Und abends ...
18:43Abends habe ich sicherlich auch keine Zeit.
18:46So?
18:47Na ja, Fachgespräche. So, mit Fachkollegen.
18:53Marianne, es ist wirklich sehr nett von dir, dass du mir helfen willst.
18:56Das ist rührend, aber ...
18:58Na, außerdem hätte man wahrscheinlich gar keinen Platz.
19:00Die Hotels sind doch alle belegt. Tagung. Man kennt das doch.
19:04Wenn du meinst.
19:05Dann meine Pechsträhne.
19:09Ja.
19:11Ja.
19:22Ja.
19:23Ja.
19:25Ja.
19:26Ja.
19:28Ja.
19:41Ja.
19:43Ja.
19:45Ja.
19:45Das war's.
20:18Das war's.
20:45Das war's.
21:16Herr Neumann, Ihr Verständnis bitte?
21:18Nee, ich hab gar keinen. Ich bin jetzt zur Tagung.
21:21Vom Schwermaschinenbau?
21:22Ja.
21:23Dann bitte Ihren Personaler.
21:24Natürlich.
21:24Ich hab's auch noch nicht.
21:30Hallo.
21:40Entschuldigung, aber ich weiß auch noch nicht.
21:45Mein Koffer ist weg.
21:47Sie haben doch einen Koffer.
21:49Ja, ja, natürlich, ja, aber das ist nicht meiner vertauscht.
21:55Sicher.
22:00Ich hab's auch noch nicht gesehen.
22:01Bitte schön.
22:03Gehen wir doch mal weg.
22:04Ich hab's auch noch nicht gesehen.
22:38Ja, seh ich den richtig.
22:41Kollege Neumann?
22:44Doris Kaiser.
22:46Das heißt, jetzt heiße ich Wendt.
22:48Sie, Doris?
22:49Aus der Materialausgabe?
22:51Das kann doch wohl nicht wahr sein.
22:52Was machen Sie denn hier?
22:53Genau, ich bin hier Disponentin.
22:56Und Sie?
22:58Sie sind bestimmt zu der Tagung hier, nicht?
22:59Naja, ich wollte eigentlich ja, aber...
23:04Ach, was?
23:05Koffer vertauscht im Zug.
23:08Ach, na, das ist ja ein Pech.
23:09Da lass ich mal gleich im Bahnhof anrufen.
23:11Das kriegen wir wieder in den Griff.
23:13Oh Gott, in den Griff.
23:13Gucken Sie mich mal an.
23:14Ich komme direkt so vom Werk.
23:16Mein schwarzer Anzug, der liegt im Koffer.
23:18Rasierzeug auch.
23:19Kann mich nicht mal rasieren.
23:20Weiß gar nicht, so kann ich doch heute unmöglich zum Empfang erscheinen.
23:23Mein Ausweis ist auch weg.
23:25Ach, man hat bestimmt Verständnis für Ihr Missgeschick, Herr Neumann.
23:29Mit dem Zimmer hier, das nehme ich in Angriff.
23:31Und den Koffer, den kriegen Sie bestimmt wieder.
23:33Na, soll ich das vielleicht allen Detigierten erklären?
23:35Als Diskussionsbeitrag?
23:36Nein, nein, nicht.
23:37Ich reise ab.
23:38Ach was, das kommt überhaupt nicht infrage.
23:42Wir warten erst mal ab, was das Fundbüro sagt, nicht?
23:45Oder noch viel besser.
23:47Sie kommen mit zu mir.
23:50Ich glaube, ich kann Ihnen da helfen.
24:03Na bitte, der Anzug passt ausgezeichnet.
24:07Finden Sie?
24:08Ja, sicher.
24:09Na hier, hier spannt er ein bisschen.
24:12Aber Sie können doch den Knopf auflassen.
24:14Der leichte Bauchansatz bei einem älteren Herrn.
24:18Fishing vor Kompliments, Herr Neumann.
24:21Ehrlich, Ihre Figur?
24:23Die möchten viele in Ihrem Alter haben.
24:26Meinen Sie?
24:27Mhm.
24:28Was wird denn Ihr Mann dazu sagen, wenn ich seinen Anzug anhabe?
24:33Wir brauchen noch ein passendes Oberhemd.
24:38Na, das hier.
24:40Ich glaube, das hier, das passt gut zum Anzug.
24:43Und Ihnen hoffentlich auch.
24:46Ja.
24:46Welche Größe haben Sie denn?
24:4840.
24:49Na bitte, wer sagt's denn?
24:51Und nun noch eine Krawatte.
24:53Wie hätten wir es denn gerne?
24:55Einfarbig, gepunktet, gestreift, oder?
24:58Ausfall ist groß.
24:59Oder hier mal was ganz anderes, ein Fliege.
25:01Aber nicht für mich.
25:03Aber Herr Neumann, warum denn nicht?
25:05Nun gerade.
25:07Bitte?
25:09Und nun machen Sie sich hübsch und frisch.
25:13Rasierzeug ist im Bad.
25:14Ach, wenn Sie duschen wollen?
25:17Na bestimmt, nach der Reise.
25:18Ich lege Ihnen ein Badetuch zurecht.
25:21Doris,
25:22was wird denn Ihr Mann dazu sagen,
25:24wenn ich seine Sachen anhabe?
25:26Mein Mann?
25:29Mein Mann hat sich seit einem halben Jahr
25:31nicht mehr um seine Sachen gekümmert.
25:34Ach.
25:35Wir sind geschieden?
25:37Nein.
25:38Noch nicht.
25:41Er lebt mit einer anderen zusammen.
25:44Tja, Entschuldigung.
25:46Was reden wir davon, Herr Neumann?
25:48Ich freue mich, dass ich Ihnen behilflich sein kann.
25:51Also ab.
25:52Ins Bad.
26:05Herr Neumann?
26:06Ja?
26:07Ich habe inzwischen einen starken Kaffee gemacht.
26:10Damit Sie nachher auf dem Empfang
26:12nicht vor Müdigkeit umfallen.
26:15Danke, Doris.
26:17Machen Sie sich nicht allzu viel Mühe.
26:19Ich möchte keinen Kaffee.
26:21Ja, aber Sie haben doch noch Zeit.
26:24und außerdem so gemütlich wie hier
26:27haben Sie es im Hotel nicht.
26:32Und
26:35ich freue mich,
26:36wenn ich mit Ihnen Kaffee trinken kann.
26:39Wir können auch morgen früh
26:41zusammen frühstücken.
26:43Es wird auf jeden Fall nicht so teuer
26:45wie im Hotel.
26:46Hätte ich das geahnt,
26:48wäre ich gleich zu Ihnen gezogen.
26:52Ja, wo kommst du denn so plötzlich her?
26:54Ja, wenn ich das gewusst hätte,
26:55wäre ich nicht gekommen.
26:57Das ist Herr Neumann.
26:58Ja, das ist es mir egal.
26:59Das ist ein Kollege.
27:03Guten Abend.
27:05Gestatten, Neumann.
27:07Guten Tag.
27:16Mein Mann.
27:17Der noch nicht geschiedene Mann.
27:20Der noch nicht geschiedene Mann.
27:23Ist mir aber peinlich.
27:25Da habe ich ein Pech.
27:27Das ist wirklich nicht zu fassen.
27:28Das ist nicht zu ändern, Herr Neumann.
27:30Aber jetzt kann ich ja unmöglich
27:31seine Sachen anziehen,
27:32wenn er mich darin sieht.
27:33Sie ziehen die Sachen an.
27:35Versprochen ist versprochen.
27:36Warum sollen Sie den Empfang versäumen?
27:39Jetzt habe ich bestimmt
27:40eine Versöhnung versaut.
27:53Oh, jetzt habe ich einen Schluck auf.
27:56Tief einatmen und Luft anhalten.
27:58Hilft immer.
28:00Vater denkt an mich.
28:01Da ist ja irgendwas passiert.
28:03Mutti.
28:04Nee, nee, du.
28:05Immer wenn Vater an mich denkt,
28:07weil irgendwas verkehrt läuft,
28:09kriege ich einen Schluck auf.
28:11Seit wann bist du denn abergläubisch?
28:13Ich bin doch nicht abergläubisch.
28:15Ich habe überhaupt nichts
28:16mit Aberglauben zu tun.
28:18Ach, da.
28:20Schon wieder.
28:22Vater denkt.
28:24Marianne, hilf.
28:28Also wenn dich deine Schüler
28:29jetzt hören könnten,
28:31bräuchte es dir lange nicht mehr
28:32für einen Spott zu sorgen.
28:33Sag, was du willst.
28:35Ich muss anrufen.
28:37Mach das, Mutti.
28:38Und sag, wir sind alle wohlauf
28:39bis auf deinen Schlucken.
28:41Und der kommt bestimmt vom Wein.
28:44Halt mich ruhig,
28:46wir verrückt.
28:47Ich suche mir jetzt
28:48den Hotelführer raus.
29:03Ich suche mir jetzt den Hotelführer raus.
29:21Dankeschön.
29:23Dankeschön.
29:28Was ist denn los?
29:30Vater ist nicht im Hotel.
29:32Na und?
29:33Na, es soll einen falschen Koffer haben.
29:36Seinen haben sie vertauscht im Zug.
29:39Der dunkle Anzug,
29:40Rasierzeug, Waschzeug,
29:41alles weg.
29:43Hat dir ein Pech.
29:45Wie kann denn so was passieren?
29:48Weiß der Himmel.
29:50Ich muss jedenfalls nach.
29:53Was?
29:53Na, ich muss ihm doch neue Sachen bringen.
29:56Kennst den doch.
29:57Ist doch völlig hilflos ohne mich.
29:58Was denn, noch heute Nacht?
30:00Tja, natürlich.
30:03Na, das ist ja ein Ding.
30:05Was?
30:06Das mit dem Koffer?
30:08Nein.
30:09Das mit dem Schluck auf.
30:52Guten Morgen.
30:53Bitte die Zimmernummer von Herrn Neumann.
30:55Kannst du mal mit mir mal.
30:56Danke.
31:00Guten Morgen.
31:01Guten Morgen.
31:01Was kann ich für Sie tun?
31:03Ich möchte bitte die Zimmernummer
31:04von meinem Mann, Hans Neumann.
31:06Herr Neumann, 324.
31:08Danke.
31:09Könnten Sie bitte mal hochrufen?
31:10Das tut mir leid.
31:11Herr Neumann ist nicht im Haus.
31:12Vermutlich ist er bei meiner Kollegin Frau Wendt.
31:14Ich schreib ihm mal die Adresse auf, ja?
31:18So.
31:21Bitte schön.
31:25Doris Wendt?
31:26Ich schreib ihm mal.
32:09Guten Morgen.
32:11Guten Morgen.
32:13Entschuldigen Sie bitte.
32:14Ich suche meinen Mann.
32:17Ihren Mann?
32:18Wer sollte es bitte sein?
32:21Mein Name ist Neumann.
32:25Von Neumann?
32:27Oh, entschuldigen Sie, dass ich so spät schalte.
32:29Aber wir haben noch geschlafen.
32:33Und ich habe eine lange Autofahrt hinter mir.
32:36Wenn ich jetzt bitte meinen Mann sprechen könnte.
32:40Man hat mir im Hotel gesagt, er ist bei Ihnen.
32:44Sie kennen mich wohl nicht wieder.
32:47Ich hieß früher Kaiser.
32:49Ich habe bei Ihrem Mann in der Materialausgabe gearbeitet.
32:53Ach.
32:54Ja.
32:56Jetzt erinnere ich mich.
32:59Und warum ist mein Mann bei Ihnen?
33:01Hat das was damit zu tun?
33:03Sie irren sich, Frau Neumann.
33:06Ihr Mann war hier.
33:07Er ist nicht mehr hier.
33:08Er wohnt im Hotel.
33:10Ich kläre das Missverständnis gleich.
33:12Moment.
33:14Bitte, Sieh doch was an.
33:19So.
33:21Hier.
33:22Bitte.
33:24Wenn Sie seine Sachen gleich mitnehmen würden.
33:27Ja, nun glauben Sie mir doch.
33:29Ihr Mann ist im Hotel.
33:32Mein Mann ist hier.
33:33Ich habe Ihrem Mann nur ausgeholfen.
33:35Mit einem Anzug, einem Hemd, einer Fliege und einem Bart.
33:40Guten Tag.
33:42Sie sind sicher Frau Neumann.
33:45Ja.
33:47Ich bin Frau Neumann.
33:49Sehr schön.
33:57Danke.
34:04Danke.
34:05Danke.
34:28Marjane, wo kommst du denn hin?
34:31Na, von Frau Wendt.
34:33Man hat mir gesagt, du bist bei ihr.
34:34Ich war ja auch bei ihr, aber es hat niemand aufgemacht.
34:37Sie haben auf dich gewartet, sie und ihr Mann.
34:40Herr Wendt auch?
34:42Siehst doch fein aus. Die Fliege steht dir. Schick.
34:46Darf ich dich zum Frühstück einladen?
34:48Ich bitte darum.
34:52Schön, dass du da bist.
34:55Meine Pechstähne ist jetzt vorbei, ich spüre es.
34:57So ein Pech hast du gar nicht.
34:59Dein Koffer ist wieder da.
35:01Und jetzt machen wir uns einen wunderschönen Tag und fahren nun vergnügt nach Hause.
35:04Wärst du nur gleich mitgekommen?
35:06Sag mal, wie bist du auf mein Missgeschick gekommen?
35:09Na, durch meinen Schluck auf.
35:11Und diese Frau behauptet, dass sie nicht abergläubisch ist.
35:41Und diese Frau behauptet, dass sie nicht beitragen müssen.
35:54Musik
36:27Musik
36:48Ich habe eine Post von Andi bekommen
36:50Wie schön für Sie
36:51Jan hat noch nichts geschrieben
36:53Doch, eine Karte lag in Andis Brief
36:57Äh, einen Brief an Sie?
36:59Warum schickt er Sie nicht an uns?
37:01Keine Marke, schreibt Andi
37:03Nur weil der Junge zu faul war, zur Post zu gehen
37:05Da macht er Sie zum Eilboten in der Liebigstraße
37:07Nein, nein, ich laufe doch täglich meine fünf Runden ums Viertel
37:11Übergewicht
37:12Übergewicht?
37:12Trainiere gerade ab
37:13Aha, ja, mir hat man mal Gymnastik verschrieben
37:16Aber Übergewicht ist bei mir nicht drin
37:19Seien Sie froh
37:37Ich habe Übergewicht, sagt der Hildebrand
37:39Und das trainiere ich ab
37:40Und dabei tragt er durch die Botanik
37:42Wenn ich mich recht erinnere, hast du das früher auch mal gemacht
37:45Und fandst das sehr gesund
37:48Ach du die Böde
37:49Was ist denn?
37:50Na, ich habe Sahne in der Tasche
37:51Ach, wenn du noch eine Weile getrabt wärst
37:54Ja, dann wärst du schon durch Schütteln geschlagen
37:59So
38:01Sag mal, willst du ein Fest feiern?
38:04Nein, nein
38:04Steht was an?
38:05Nein, nein
38:06Nichts
38:06Haben Sie was vergessen?
38:08Ja, ab und zu muss mal gestemmt werden
38:09Und wenn schon, dann nicht
38:12Arme Herr Hildebrandt
38:13Der darf keine Schlagsahne essen
38:15Sag mal, ja, dann deck du da mal den Tisch
38:17Und ich schlage inzwischen die Sache
38:18Aber nur eine halbe Flasche
38:20Die reicht für uns zwei
38:21Wenn schon geschlagen wird
38:23Dann wird richtig geschlagen
38:24Also eine ganze Flasche
38:25Ach so, äh
38:26Übrigens, unser Sohn hat geschrieben
38:28Ach
38:28War doch vorhin am Briefkasten
38:30Da war nichts drin
38:31Die Post kommt doch immer vormittags
38:33Ja, war ja auch nicht unser Briefkasten
38:34Sondern in Andis Brief
38:35An Hildebrandts
38:36Unser Sohn hat die Briefmarker gespart
38:39Was schreibt er?
38:40Nun liest doch selber
38:41Da im Kuchenpaket steckt die Karte
38:45Liebe Eltern, mir geht es gut euer Jan
38:48Und weiter?
38:49Weiter nichts
38:50Unser Sohn hält alles für erschöpfend mitgeteilt
38:55So ein Kerl
39:11Ach so, bloß der ist kaputt
39:13Tja, da kann bloß ein Kabel locker sein
39:17Braucht immer nur einen Schraubenzieher
39:22So eine Schraubenzieher
39:25Hier war doch immer ein Schraubenzieher
39:27Wo ist der denn?
39:28Ich vermute bei deinem Sohn
39:46Wo ist der denn?
40:02Wo ist der denn?
40:07Wo ist der denn?
40:08Wo ist der denn?
40:09Wo ist der denn?
40:10Wo ist der denn?
40:11Wo ist der denn?
40:11Wo ist der denn?
40:11Wo ist der denn?
40:11Wo ist der denn?
40:13Wo ist der denn?
40:21Das finde ich möglich.
40:24So.
40:31Na, Schraubenzieher gefunden?
40:32Natürlich hatte ihn mein Herr so.
40:34Und eine Waage hatte er auch neuerdings.
40:37Ich habe mich mal draufgestellt,
40:38also entweder sind meine Augen so schwach oder...
40:41Oder?
40:41Ich weiß auch nicht, aber so schwer fühle ich mich gar nicht.
40:44Ja, du stell dich mal drauf. Ich gucke mal nach.
40:46Ja.
40:52Kein Wunder, dass du die Kilozahl nicht erkennst.
40:56Ohne Brille.
40:57Nix, Brille. Dein Bauch ist im Weg.
41:00So lächerlich.
41:04Na, 79 Kilo.
41:07Donnerbetter.
41:07Und das findest du komisch, ja?
41:10Ist doch unmöglich.
41:12Ja, ist nicht unmöglich,
41:14wenn ich mir dein Gesamtprofil so von der Seite betrachte.
41:17Also bitte mach keine Witze, ja.
41:1879 Kilo, das gibt's doch gar nicht.
41:21Sieh, sieh doch noch mal nach.
41:23Nee, nee.
41:24Kein Irrtum.
41:2579 Kilo.
41:27Zu viel Gemeinheit hättest du dem kleinen Ding gar nicht zugetraut.
41:29Was?
41:30Stell du dich mal auf.
41:31Doch bitte, bitte.
41:32Wer wagt?
41:33Ja, der fällt selbst hinein.
41:3869,5 Kilo.
41:39Also fast 70 Kilo.
41:4264, wolltest du sagen?
41:44Ich kenn doch mein Gewicht.
41:45Nee, nee, guck doch mal nach.
41:45Hier, aber vergiss die Brille nicht.
41:5069 Kilo.
41:51Ich bin platt.
41:52Naja, platt würde ich gerade nicht sagen,
41:53wenn ich mir dein, wie du so hübsch gesagt hast,
41:56Gesamtprofil betrachte.
41:57Ach, Hans.
41:58Ist doch nicht so boshaft.
42:00Wir haben in letzter Zeit zu üppig gelebt.
42:03Wir haben Übergewicht.
42:06Dagegen wird etwas getan.
42:21Worauf habe ich mich da bloß eingelassen?
42:23Denk an unser Übergewicht.
42:25Wie viel Runden bei der Reine, nicht?
42:27Nein.
42:29Also, wenn ich mir vorstelle, wie hämisch Herr Hildebrand grinsen würde,
42:33wenn er uns hier sehen würde, da kommt er schon.
42:35Das kannst du nicht machen, Hans.
42:37Er hat uns doch längst gesehen.
42:38Ah, sieh an.
42:41Hör an, Frau Neumann.
42:44Tag, Frau Neumann.
42:45Tag, Herr Neumann.
42:48Gratuliere.
42:48Danke.
42:49Und wozu?
42:50Aber, lieber Herr Neumann, ich weiß doch selber,
42:52wie viel Überwindung dazugehört, oder nicht, Frau Neumann?
42:54Oh, ja.
42:55Aber es muss runter, das Übergewicht.
42:57Sie haben recht, Herr Hildebrand.
42:59Ja, da geht die Puste aus, was?
43:02War bei mir anfangs auch.
43:03Stimmt's, Herr Neumann?
43:04Ja, ja.
43:06Sie haben geschnauft wie ein Walross.
43:09Typische Anfängerkrankheit, wenn ich es Ihnen sagen darf.
43:12Sie laufen etwas zu verkrampft.
43:13Was mache ich?
43:15Ich darf es Ihnen mal vormachen, ja?
43:19Leicht, denk, körper und locker.
43:24So.
43:27Und die Füße mit der ganzen Sohle abrollen lassen.
43:30Das ist gut gegen das Übergewicht.
43:33Wissen Sie, Herr Hildebrand,
43:35wir laufen abends immer gern mal so ein Stückchen,
43:37nur so zum Vergnügen.
43:39Ja, zum Vergnügen, da schnaufen Sie nicht schlecht.
43:41Grundstück, ist ja auch schon die fünfte Runde.
43:43Oh, da habe ich wohl drei nicht mitgezählt.
43:45Noch eins, Herr Neumann, wenn Sie...
43:46Au!
43:47Was ist denn, Hans?
43:48Oh, ein Steinchen, Steinchen in den Schuh.
43:51Na ja.
43:53Gönnen Sie sich mal die Verschnaufpause.
43:55Ich hole Ihnen mal schnell was sehr Interessantes.
43:58Die Gönner, auf der er sagt.
44:01Dabei habe ich ihn beim Liegestütz geschlagen,
44:03beim Haussportfest.
44:05Ich denke, du hast einen Stein im Schuh.
44:07Ich habe das gesagt, weil ich an Hildebrand loswerden wollte.
44:09Mimt hier den Trainer.
44:11Komm, gerne, lass...
44:11Nein, Hans, das kannst du nicht machen.
44:13Wir will uns doch was holen.
44:14Wir können uns schon holen.
44:16Ja, vielleicht ein kühles Blondes.
44:18Ach, jetzt ein schönes, kühles Bier.
44:22Ich höre da wohl nicht gut.
44:24Mitten im Kampf gegen ein erdrückendes Übergewicht denkt der Mann an Bier.
44:29Daran irgendetwas muss sich der Mensch ja moralisch aufrichten.
44:32Hans!
44:34Hier, Frau Professor Rümpel.
44:36Ich dachte, vielleicht interessiert Sie das.
44:37Mit der Lauferei allein ist ja nicht getan.
44:40Hinweise für eine gesunde Ernährung.
44:43Zum Frühstück empfohlen.
44:45Ein Teller Haferflocken, Suppe, zwei Scheiben Knäckebrot oder Vollkornbrot.
44:49Zehn Gramm Butter, noch besser Margarine, etwas Honig,
44:52leicht gesüßten Pfefferminztee.
44:54Was denn?
44:55Du liegst schon im Bett?
44:57Insbesondere ausreichender Schlaf trägt zu einer gesunden Lebensweise bei.
45:02Ja, hast du schon wieder dieses komische Rümpeldreff hier in der Hand?
45:06Du liest bloß mal das Kapitel über den täglichen Vitamin- und Kalorienbedarf.
45:11Ja, aber erst mal sehen, wie viel ich abgenommen habe.
45:18Prüfe täglich dein Gewicht, dann brauchst du diesen Rümpel nicht.
45:21Na, wie viel?
45:23Hurra, ein Kilo weniger.
45:25Ach Hans, das ist doch unmöglich von heute auf morgen.
45:30Knapp 78 Kilo. Also komm her, du kannst dich überzeugen.
45:32Du bist doch im Schlafanzug.
45:34Leg noch deinen Anzug drauf, deine Wäsche und die Schuhe.
45:36Das hattest du doch beim ersten Wiegen an.
45:38Dann hast du wieder deine 79 Kilo.
45:40Dann möchte ich wissen, warum wir da dauernd um den Häuserblock getragen sind.
45:43Das geht doch nicht von heute auf morgen.
45:45Wir haben höchstens 100 Gramm abgenommen.
45:47Na gut, dann Mahlzeit.
45:50Apropos Mahlzeit.
45:51Zum Frühstück empfiehlt Professor Rümpel einen Teller Haferflockensuppel,
45:56zwei Scheiben Knäckebrot oder Vollkornbrot.
45:57Ja, das hast du schon mal vorgelesen.
45:59Kann nicht wenigstens der heutige Abend rümpelfrei sein.
46:02Aufgrund dieser Enttäuschung, da würde ich am liebsten einen neuen trinken.
46:05Kannst du haben.
46:07Das ist einfach...
46:07Ja, oder eine Bedingung.
46:10Überzeuge dich, wie viel Kalorien ein Glas Bier enthält.
46:14Ja.
46:14Wenn du dann noch trinken willst, bitteschön.
46:18Ja.
46:26Grüß dich, Nicker.
46:27Grüß dich.
46:28Wie geht's?
46:34Zuerst mal fünf frische Blonde, Klaus-Dieter.
46:36Nein, nur vier Bier.
46:37Für mich eine Selters.
46:39Vier Bier, eine Selters.
46:41Schreib das auf, Herbert.
46:42Überschrift, ein seltenes Ereignis.
46:44Was ist mit dir los?
46:45Hast du was mit dem Magen?
46:47Ich hab eben keinen Appetit, kann ja mal vorkommen.
46:50Ist ein Abend ein bisschen zu viel gepichelt, Meister?
46:52Nein, war in der Sauna und rin gleich ab nach Hause.
46:54Sauna?
46:55Ja.
46:55Scheint doch ernsthafter zu sein.
46:57Unser Meister scheint unter die Abstinenz langgegangen zu sein.
47:00Wir bieren uns ein selterer.
47:01Gleich einen heben.
47:03Danke.
47:04Ihr könnt mich nicht provozieren.
47:07Ihr sollt lieber mal darüber nachdenken, wie viel allein so ein Bier an...
47:10Wenn du schon von Bier redest, dann lass uns erst mal eins trinken.
47:14Ja, sowohl.
47:14Prost.
47:15Prost.
47:16Prost.
47:16Prost.
47:17Prost.
47:19Ah, das hat jetzt nichts.
47:24Wisst ihr, wie viel Kalorien so ein Bier hat?
47:27Wisst ihr, wie viel Kalorien der Mensch pro Tag braucht?
47:31Eine Flasche Bier hat allein 160 Kalorien.
47:34Da brauchst du also drei Flaschen, zwei bis drei Schnäpse und dann hast du so viele Kalorien
47:38geschluckt, wie zu einer Hauptmahlzeit.
47:40Du, der Spaß ist am Brot.
47:41Dafür nimmst du einen Meer zur Brüsten.
47:43Sag mal, Meister, ich sehe dich in letzter Zeit in der Kantine nur noch schuldig.
47:46Und dann kannst du die Sonnkost nehmen, auch wegen der Kalorien.
47:49Ich werde dir mal was zu lesen geben über gesunde Ernährung.
47:52Da würde dann Licht aufgehen.
47:53Sag mal, bist du gegen den Esculap-Stab gelaufen?
47:56Sente, Sauna, Schonkost, Gesundheitslehre.
47:59Noch mal fünf Bier.
48:00So hat doch gar keiner bestellt.
48:02Der Mann versteht Zeichensprache.
48:04Prost.
48:11Nein.
48:17Dafür esse ich lieber richtig Abendbrot.
48:39Was wird an mir gebracht?
48:41Schnitzel.
48:41Ist ja toll.
48:43Ist ja toll.
48:43Aber doch nicht für uns.
48:46Für meine Tochter.
48:48Danke.
48:54Guten Appetit.
48:58Ich habe ja kein Übergewicht.
49:01Hätte ich auch ein Bier trinken können.
49:18Ich hätte nie gedacht, das gesund Leben so anstehen.
49:23Das gibt es nicht mit der Zeit.
49:25Das ist nur eine kleine Krise.
49:27Sagen wir mal, Janne, übertreiben wir nicht ein bisschen?
49:29Wieso?
49:30Ich habe jetzt fast zwei Kilo abgenommen.
49:32Willst du etwa aufgeben nach so einem großartigen Erfolg?
49:36Ach, na.
49:44Was gibt es denn heute zum Abendbrot?
49:46Genau, ja, Professor Rumpels Rezept.
49:50Weizenkeime, Grießklößchen in Kalbsbrühe und Backpflaumen.
49:53Oh, mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen.
49:56Aber dann, guten Appetit.
49:58Bis zum Anfang.
50:09Verrückter Sie.��...'
50:18Musik
51:07Wir haben zwei Kilo abgenommen.
51:13Musik
51:19War eigentlich prima, was?
51:21Einmal in frei.
51:24Naja, das nächste Mal machen wir auch wieder mit, was?
51:26Auf jeden Fall.
51:26Ist doch mal seine Eltern los.
51:28Hoffentlich haben die inzwischen kein Blödsinn gemacht.
51:30Naja, mach's gut, was?
51:31Tschüss.
51:38Jan!
51:40Vergiss meine Waage nicht.
51:41Geht klar.
51:42Geht klar.
52:05Wo ist denn die Waage?
52:16Ich hatte in meinem Zimmer eine Waage.
52:18So eine Personenwaage.
52:19Die ist weg?
52:20Nein, mein Junge.
52:21Die ist nicht weg.
52:22Wir haben sie uns nur mal ausgeliehen.
52:23Die steht im Schlafzimmer.
52:24Die gehört nämlich an die Ware.
52:26Der hat die Ware ganz billig gekauft.
52:29Und dann hat er sie mir gegeben, weil da irgendwas nicht stimmte.
52:31Ich hab's aber auch nicht reparieren können.
52:34Nicht reparieren können?
52:36Was soll denn das heißen?
52:37Na ja, das Ding ist so flach terriert.
52:39Die zeigt immer fünf Kilo zu viel an.
52:44Was macht die?
52:46Fünf Kilo?
52:47Zu viel.
52:49Herr Ilbrand hat das nicht mal gemerkt.
52:51Stellt euch vor, er hat geglaubt, er hat Übergewicht.
52:53Deshalb ist er auch immer im Häuserblock gelaufen.
52:56Wegtrainieren.
52:57Ist das nicht saukomisch?
53:02Wirklich saukomisch.